GLS WoodScraper Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Feige seit 15.1.2026 | Prokura |
Marvin Mechelse seit 19.2.2021 | Geschäftsführer |
Karsten Kührlings seit 11.11.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
GLS Gemeinschaftsbank eG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GLS Investment Management GmbHBochumJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Instituts Als hundertprozentige Tochter der GLS Gemeinschaftsbank eG (kurz: GLS Bank) widmet sich die GLS Investment Management GmbH (kurz: GLS Investments) mit Sitz in Bochum der Entwicklung nachhaltiger Investmentfonds und betreut diese auf Basisunbefristeter Anlageberatungsverträge dauerhaft unter sozialen, ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten. Die von der GLS Investments betreuten Investmentfonds werden von einer Kapitalverwaltungsgesellschaft und einer EU-Verwaltungsgesellschaft alternativer Investmentfonds (zusammen: KVGen) verwaltet. Diese KVGen werden von der GLS Investments auch dabei unterstützt, den Vertrieb der betreuten Investmentfonds über Finanzintermediäre sicherzustellen. Im Sinne des Nachhaltigkeitsverständnisses der GLS Gruppe bereitet die GLS Investments das Anlageuniversum der GLS Bank vor, indem sie durch ein eigenes sozial-ökologisches Research dem Anlageausschuss der GLS Bank Entscheidungsvorlagen zur Verfügung stellt. Kund*innen der GLS Investments sind damit im engeren Sinne die KVGen und die GLS Bank. Die GLS Investments ist in die Teams Angebotsmanagement, Research, Fondsadvisory und Business Administration unterteilt. Letzteres kümmert sich etwa um Finanz- und Risikomanagement, Organisation und Compliance. Die GLS Investments unterliegt als Wertpapierinstitut dem Gesetz zur Beaufsichtigung von Wertpapierinstituten (WpIG). Es bestehen keine Zweigniederlassungen II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Wirtschaftliche Lage - weltweit Die weltweite Konjunktur hat Ende 2023 ihren Tiefpunkt erreicht. Das Wachstum ist 2023 von 3,5% auf 3,0% gefallen. In den USA wuchs das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr, die Rezession ist ausgeblieben. Demgegenüber ging das Wachstum 2023 in der Eurozone auf 0,7% zurück. Die europäische Konjunktur stagnierte. Auch in den meisten großen Schwellenländern verlangsamte sich das Wachstum. Die Europäische Zentralbank sowie die FED haben die Leitzinsen sukzessive erhöht, um die Inflation zu bekämpfen. In der Eurozone stieg der Leitzins bis September auf 4,5%. Die Maßnahmen zeigten Wirkung. Zuletzt hatte sich die Teuerungsrate in der Währungsunion immer weiter abgeschwächt und lag im November nach Angaben des Statistikamtes Eurostat um 2,4% über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wirtschaftliche Lage - Deutschland Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3%, (2022: +1,8%). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9% im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9% 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte das gesamte Jahr 2023 an. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9% gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,8% zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+3,0% nach +4,0%). Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8% gesunken waren, abermals nach. Sie wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich, trotz eines witterungsbedingt günstigen Jahresauftakts, um 2,1%. Entwicklung Kapitalmärkte Der Kapitalmarkt entwickelte sich wechselhaft. Nach einer Bankenkrise im Frühjahr sanken die Kurse vieler Indizes. Ende des Jahres kam die Wende an den Aktienmärkten. Der DAX erreichte erstmals über 17.000 Punkte und schloss bei 16.752 Punkten. Laut Experten fielen die Unternehmensgewinne besser als erwartet aus. Auch der MSCI World stieg um 21,6% und erreichte zum Jahresende 3.169 Punkte. Softwareproduzenten und Unternehmen der Halbleiterindustrie sowie im Bereich Medien- und Dienstleistungen verzeichneten die beste Performance. Demgegenüber verloren die Aktien unabhängiger Stromerzeuger aus Erneuerbaren Energien, von Gesundheitsdienstleistern sowie Handels- und Vertriebsunternehmen an Wert. Die Rentenmärkte entwickelten sich in einem volatilen Jahr zum Jahresende positiv. Seit Jahresbeginn 2023 konnten in den verschiedenen Anleihesegmenten mit Investment-Grade-Status im Durchschnitt Gesamterträge im Bereich von 5,1% bis 7,4% erzielt werden. Demgegenüber sind die Preise für Rohöl sowie natürliches Erdgas im Jahresverlauf gefallen. Entwicklung nachhaltiger Kapitalmarkt Der Marktanteil für nachhaltige Publikumsfonds lag zum Ende des dritten Quartals 2023 europaweit auf einem niedrigeren Niveau als 2022. Gemäß Artikel 8 bzw. 9 Offenlegungsverordnung klassifizierte Fonds machten 44,7% des Marktes aus (30.09.2022: 53,5%). Demgegenüber wuchs in Deutschland das Volumen nachhaltiger Fonds. Per Ende September 2023 wurde Vermögen mit Nachhaltigkeitsmerkmalen in Höhe von 866 Mrd. EUR angelegt (30.09.22: 734 Mrd. EUR) - ein Plus von 18,0%. Umstellungen vormals konventioneller Fonds wirkten sich wie im Vorjahr positiv auf das nachhaltig verwaltete Vermögen aus. Der nachhaltige Kapitalmarkt wurde wie im Vorjahr auch 2023 von neuen Regulierungsinitiativen geprägt. So trat zum 01.01.2023 präzisierende Vorschriften ("Level 2") der Offenlegungsverordnung in Kraft. Im September 2023 startete eine Konsultation zu ihrer Weiterentwicklung. Ebenfalls wurde in 2023 ein neuer EU Green Bond Standard verabschiedet sowie die EU Taxonomie weiterentwickelt. Darüber hinaus wurde die Debatte über Greenwashing weitergeführt. Die europäischen Aufsichtsbehörden veröffentlichten einen Bericht über Greenwashing und konsultierten Regeln zur Verwendung von Nachhaltigkeitsbegriffen bei Fondsnamen. Die Relevanz von Nachhaltigkeit bei der Anlageentscheidung hat dagegen stark abgenommen. Privatanleger*innen maßen den Faktoren Sicherheit und Rendite eine deutlich höhere Bedeutung bei. Rechtliche Rahmenbedingungen Die GLS Investments unterliegt als Wertpapierfirma dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) und der Investment Firm Regulation (IFR). Diese stellen unter anderem den Rahmen für Anforderungen an die Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung sowie an Anzeige- und Meldevorschriften dar. Im Jahr 2023 wurde die 7. MaRisk Novelle veröffentlicht. Der Fokus der Neuerungen liegt auf Vorgaben zum Thema Nachhaltigkeit und der Messung von Nachhaltigkeitsrisiken. 2. Indikatoren zur Bewertung unserer Leistung Die GLS Investments sieht gemäß ihrer Geschäftsstrategie ökonomischen Erfolg als Ergebnis, nicht als Ziel einer erfolgreichen Geschäftstätigkeit. In diesem Sinne geben finanzielle Leistungsindikatoren Aufschluss über Planabweichungen und helfen somit bei der Steuerung des Unternehmens. Im Folgenden werden die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren aufgeführt. Als positives Ergebnis unserer Arbeit werten wir eine wachsende Nachfrage nach den von uns betreuten Angeboten sowie deren positive Wertentwicklung. Daher betrachten wir das Wachstum des Fondsvolumens als bedeutsamen Indikator. Darüber hinaus betrachten wir das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (Betriebsergebnis) und die Cost Income Ratio ("CIR") als Indikatoren für eine aus kaufmännischer Sicht stabile Entwicklung. 3. Geschäftsverlauf Fonds-Advisory Die Erträge werden fast ausschließlich durch die Vereinnahmung von Advisory Fees auf Basis des Fondsvolumens generiert. Vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 wuchs das Fondsvolumen aller von der GLS Investments betreuten Fonds um 15% auf 1.710,9 Mio. EUR. Die Entwicklung liegt damit deutlich unter unseren Erwartungen. Der Zuwachs des Fondsvolumens ist auf Nettomittelzuflüsse und die Übernahme eines Fondsmandates zurückzuführen. Damit ist die Anzahl der betreuten Fonds im Vergleich zum Vorjahr von acht auf neun gestiegen. Die Entwicklung der Fondsvolumina im Berichtsjahr ist in der untenstehenden Tabelle dargestellt. Mitarbeitende Am 31.12.2023 waren 49 Mitarbeitende inklusive Geschäftsführung in der GLS Investments tätig. Demzufolge ist die Anzahl der Mitarbeitenden im Jahr 2023 um 4 gestiegen und liegt damit unwesentlich unter der Planung. Die Gesellschaft beschäftigte zum Stichtag drei Trainees und keine Auszubildenden. Organisation Ein Fokus lag im Geschäftsjahr 2023 insbesondere auf der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Ausbau von Alternativen Investmentfonds Angeboten. Hierfür wurden bestehende Ressourcen entsprechend neu allokiert und auch in neue Ressourcen investiert. Angebotsentwicklung Im Bereich Alternativer Investmentfonds wurde im Berichtsjahr an einem neuen Angebot gearbeitet. Zum gesellschaftsrechtlichen Aufbau der Fondsstruktur nach luxemburgischen Recht erfolgten Beteiligungen an dem Komplementär und der Kommanditgesellschaft als Kommanditistin in Höhe von insgesamt 10,5 TEUR. Im Bereich der Wertpapierfonds wurden für die Übernahme eines neuen Beratungsmandates entsprechende Verträge mit der Universal-Investment-Gesellschaft mbH geschlossen. 4. Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage a) Vermögens- und Finanzlage Die Aktivseite der Bilanz ist durch Forderungen an Kreditinstitute (6,3 Mio. EUR) und Forderungen an Kunden (1,8 Mio. EUR) geprägt. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel der GLS Investments betragen per 31.12.2023 2,1 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich um die Gewinnrücklagen (2,1 Mio. EUR) und den Gewinnvortrag (30 TEUR). Die Entwicklung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel erfüllt damit unsere Erwartungen. Darüber hinaus ist für das Geschäftsjahr 2023 ein Bilanzgewinn in Höhe von 2,9 Mio. EUR zu verzeichnen. Ergänzt um das Stammkapital in Höhe von 250 TEUR ergibt sich ein bilanzielles Eigenkapital von 5,3 Mio. EUR. Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität eine unverzichtbare Grundlage unserer Geschäftspolitik. Die Eigenmittelanforderung ergeben sich u.a. aus Art. 57 Abs. 4 Buchst. a) Verordnung (EG) Nr. 2019/2033 und wurden im Berichtsjahr jederzeit von der GLS Investments erfüllt. Die Eigenmittelausstattung sehen wir für den derzeitigen Geschäftsumfang als angemessen an. Für den geplanten Ausbau der Geschäftstätigkeit wird der weitere Aufbau von Eigenmitteln angestrebt. Die Bilanzsumme der GLS Investments steigt von rund 3,8 Mio. EUR zum Jahresende 2022 auf 8,2 Mio. EUR zum 31.12.2023. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf das gestiegene Eigenkapital zurückzuführen.
b) Liquiditätslage Die Zahlungsfähigkeit der GLS Investments war jederzeit gegeben. Die Anforderungen an die Mindestliquidität wurden im Berichtsjahr eingehalten. Beschränkungen der Liquiditätsversorgung haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben. Die Entwicklung der Liquiditätslage entspricht unseren Erwartungen. c) Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der GLS Investments werden in der untenstehenden Tabelle dargestellt. Die Ertragslage wird maßgeblich durch die Provisionserträge der beratenen Fonds geprägt. Diese betrugen im Berichtsjahr 12,0 Mio. EUR (Vorjahr: 10,9 Mio. EUR). Somit konnte eine deutliche Steigerung der Provisionserlöse erzielt werden, welche auf das Wachstum der betreuten Fondsvolumina zurückzuführen ist. Dennoch liegen die Provisionserträge merklich unter dem Planwert für 2023. Diese negative Abweichung ist insbesondere auf unter unseren Erwartungen liegenden Nettomittelzuflüssen in den beratenen Fonds im Jahr 2023 zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge spielen eine untergeordnete Rolle. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Researchdienstleistungen für die GLS Bank. Diese betragen 0,1 Mio. EUR. Somit beträgt der gesamte Umsatz (Provisionserträge und sonstige betriebliche Erträge) für das Geschäftsjahr 2023 12,2 Mio. EUR (Vorjahr: 11,0 Mio. EUR). Die Personalaufwendungen betragen 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR) und liegen damit leicht über dem Planwert für 2023. Der spürbare Anstieg der Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf den Personalzuwachs, planmäßige Gehaltsanpassungen und die in 2022 erfolgte Einführung eines Lebensarbeitszeitkonzeptes zurückzuführen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen betrugen im Berichtsjahr 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR). Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Der Zuwachs liegt geringfügig über dem Planwert für 2023. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ist für die Beurteilung der Ertragslage von Bedeutung und eine wichtige Steuerungsgröße der GLS Investments. Es beträgt für das Berichtsjahr 5,8 Mio. EUR und liegt aufgrund der vorher erläuterten Faktoren 11% unter dem Planergebnis, jedoch leicht über dem Ergebnis des Vorjahres. Nach Abzug von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergibt sich ein Jahresüberschuss von 3,9 Mio. EUR, der 0,1 Mio. EUR über dem des Vorjahres liegt. Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit unseres Instituts wurde auch die CIR bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar. Die CIR beträgt zum Bilanzstichtag 52% (Vorjahr: 49%) und liegt damit leicht über dem im Vorjahr prognostizierten Wert.
5. Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage Das betreute Fondsvolumen wuchs im Geschäftsjahr um 15%. Dieses Wachstum liegt deutlich unter unseren Erwartungen, was auf temporär negativen Kursentwicklungen sowie Nettomittelzuflüsse unter unseren Erwartungen zurückzuführen ist. Während die Aufwendungen in Summe leicht über Plan liegen, konnte dennoch eine CIR deutlich unter 60% erreicht werden. Die Zuführung zu den Eigenmitteln konnte wie erwartet erfolgen. Trotz negativer Planabweichungen bei der Entwicklung der Fondsvolumina und dem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit bewerten wir in Anbetracht der Weltwirtschaftslage und Kapitalmarktentwicklungen die Ergebnisse als zufriedenstellend. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikomanagementsystem Der Bewertung und Steuerung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Unter anderem durch die Tätigkeit unserer funktionsfähigen internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung gewährleistet. Ziel unseres Risikomanagements ist es, eine Sensibilität für das aktive Management relevanter Risiken in der GLS Investments zu schaffen und negative Abweichungen von unseren Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen frühzeitig zu erkennen, um gegebenenfalls Gegenmaßnahmen treffen zu können. Über das Risikoprofil soll ein Risikoverständnis geschaffen werden, welches als Ausgangspunkt für die Risikotragfähigkeitsberechnungen sowie für die Ausgestaltung der Stresstests und des Frühwarnsystems herangezogen werden kann. Die Risikolage der GLS Investments wird durch verschiedene Risikokategorien geprägt. Diese werden im Rahmen der Risikoinventur analysiert und bewertet. Hieraus wird die Risikostrategie abgeleitet. Im Management der wesentlichen Risiken unterscheiden wir zwischen Adress-, Marktpreis-, Geschäfts-, Liquiditäts-, operationellen und sonstigen Risiken. Die Marktpreis- und Geschäftsrisken bilden hierbei den materiellen Schwerpunkt. Seit August 2022 werden zusätzlich die Auswirkungen von Nachhaltigkeitsrisiken auf die bestehenden Risikoarten berücksichtigt. Es werden grundsätzlich monatlich Risikotragfähigkeitsberechnungen durchgeführt, die berichtet und ausgewertet werden. Dazu werden alle wesentlichen quantifizierbaren Risiken erfasst und der Risikodeckungsmasse gegenübergestellt. Die Risikotragfähigkeitsrechnung wird periodisch ermittelt, wobei eine über zwölf Monate rollierende Sicht der führende Steuerungskreis ist. Zusätzlich zu den prognostizierten Erträgen werden anteilig mittel zur Risikodeckung herangezogen. Die Limitierung im Sinne des Risikoappetits der Geschäftsführung wird ebenfalls dynamisch vorgenommen und ergibt sich auf Basis einer Cost-Income-Ratio Obergrenze in Höhe von 80%. Das Risikofrüherkennungs- und -überwachungssystem wird kontinuierlich überprüft und verbessert, um Risiken rechtzeitig zu identifizieren und bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die Einbindung des Risikomanagements in die Steuerungssysteme der GLS Investments dient uns zugleich zur Erkennung und Nutzung von Chancen. Die GLS Investments führt regelmäßig sowie anlassbezogen für die wesentlichen Risiken Stresstests durch, die Art, Umfang, Komplexität und den Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten widerspiegeln. Zur Wahrnehmung dieser Anforderungen werden für die jeweiligen Risiken die wesentlichen Risikofaktoren, insbesondere anhand von Risikokonzentrationen identifiziert. Diese werden von uns dabei nicht als separate Risikoart betrachtet, sondern im Kontext eines zugrunde liegenden wesentlichen Risikos analysiert. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt der Geschäftsführung. 2. Risikokategorien Für die GLS Investments sind die folgenden Risikokategorien wesentlich: Marktpreisrisiko Das Risiko der marktpreisinduzierten Provisionsrisiken betrifft den Rückgang der Kurswerte, der von der GLS Investments betreuten Fonds. Durch einen Kursrückgang können sich die Fondsvolumen verringern. Somit reduzieren sich die Provisionserträge. Folglich ist dieses Risiko trotz Diversifikation über verschiedene Assets auch aufgrund von Risikokonzentrationen als wesentlich zu bewerten. Zur Quantifizierung der marktpreisinduzierten Provisionsrisiken berechnen wir einen Value at Risk der historischen Renditen mit einem Konfidenzniveau von 99%. Die geplante Übernahme weiterer Anlageberatungsmandate, insbesondere für Alternative Investmentfonds, wirkt risikomindernd, da hiermit die Abhängigkeit von den Kapitalmärkten verringert werden kann und sich die Granularität und Diversifikation der Einnahmequellen erhöht. Adressrisiko Das Adressrisiko für Provisionszahlungen beschreibt den möglichen Ausfall von Kontrahenten und Geschäftspartnern. Im Wesentlichen bestehen Geschäftsbeziehungen zu zwei KVGen (siehe I.), von denen die GLS Investments Provisionszahlungen erhält. Die Geschäftsbeziehung zur Muttergesellschaft im Zusammenhang mit Researchdienstleistungen wird aufgrund von Geringfügigkeit und Konzernbeziehung nicht in die Quantifizierung einbezogen. Für die KVGen wird ein potenzieller Ausfall anhand von prognostizierten Provisionserträgen und der Ausfallwahrscheinlichkeit der KVGen bewertet. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten werden über das Unternehmen "Creditreform" bezogen. Die Überwachung der Ausfallwahrscheinlichkeiten fließt in die Steuerung der Risiken ein und führt ggf. zur Ergreifung von Maßnahmen. Des Weiteren wird zukünftig grundsätzlich eine Diversifizierung der Kontrahenten angestrebt. Operationelle Risiken Operationelle Risiken betreffen die Kategorien Menschen, interne Verfahren, Systeme, externe Ereignisse und Auslagerungsrisiken. Die Quantifizierung der operationellen Risiken erfolgt derzeit pauschal mit einem an die CRR angelehnten Vorgehen. Zur Risikominderung der Gefahr von Abwanderung von Spezialisten bietet die GLS Investments ihren Mitarbeitenden eine Reihe von Zusatzleistungen. Dazu gehört unter anderem der Erwerb von Freistellungsansprüchen über den klassischen Urlaubsanspruch hinaus (Zeitwertkonto), Zuschüsse zur privaten Altersvorsorge sowie Zahlungen in eine Unterstützungskasse. Außerdem bietet sie Möglichkeiten zum ortsunabhängigen Arbeiten an. Des Weiteren wurden Versicherungen abgeschlossen, um operationelle Risiken zu reduzieren. Um die Risiken im Zusammenhang mit internen Systemen zu reduzieren, werden die Prozesse beschrieben, teilweise durch IT-Verfahren unterstützt und mit Hilfe des Vier-Augen-Prinzips und von Plausibilitätsprüfungen kontrolliert. Zur Vermeidung eines Angriffs auf Informationen greift ein Informationssicherheitskonzept. Um Auslagerungsrisiken zu begrenzen, wird angestrebt, die Komplexität der Auslagerungsleistung möglichst gering zu halten. Dies ermöglicht einen einfachen Wechsel des Auslagerungspartners. Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken umfassen das Risiko, dass die Zahlungsfähigkeit unmittelbar gestört oder zu einem zukünftigen Zeitpunkt in Frage gestellt wird. Auch die Kosten eines unerwartet entstehenden Finanzierungsbedarfs zählen zu den Liquiditätsrisien. Zur Quantifizierung bewerten wir die potenziellen Refinanzierungskosten. Die GLS Investments hält dauerhaft Liquiditätsreserven über den aufsichtsrechtlich erforderlichen Mindestanforderungen vor, um das Risiko zu minimieren. Geschäftsrisiken Geschäftsrisiken beschreiben das Risiko aus Volumenabflüssen (Rückgabe von Fondsanteilen) in beratenen Beständen bzw. geringeren als geplanten Zuflüssen sowie eines Preisverfalls im Bereich der Advisory Fees. Diese werden durch das Eintreten von strategischen Risiken oder Reputationsrisiken beeinflusst. Die Ermittlung der Geschäftsrisiken erfolgt anhand eines Value at Risk-Ansatzes mit einem Konfidenzniveau von 99% für potentielle Abflüsse. Weitere in Planung befindliche Anlageberatungsmandate für Investmentfonds, auch in anderen Assetklassen, wirken risikomindernd, da die Granularität und Diversifikation der Einnahmequellen wächst. Sonstige Risiken Strategische Risiken Die strategischen Risiken betreffen ursächlich die Verschlechterung der Wettbewerbsposition, die Gefahr eines Nachfragerückgangs, geänderte Bedürfnisse von Investor*innen sowie den Eintritt neuer attraktiver Akteure in den Wettbewerb. Wirkungsbezogen münden sie in einem schwächeren Absatz, der Rückgabe von Fondsanteilen, Margeneinbußen und damit in rückläufigen Advisory Fees. Folglich werden diese bereits über die Quantifizierung der Geschäftsrisiken berücksichtigt. Um dem entgegen zu wirken, liegt der Entwicklungsfokus für die kommenden Jahre weiterhin in der Stärkung der Wirksamkeit bestehender und neuer Angebote sowie zunehmender Agilität und Resilienz unserer Organisation. Zur Operationalisierung wurden und werden entsprechend neue Maßnahmen und Projekte aufgesetzt. Reputationsrisiken Reputationsrisiken betreffen u.a. den möglichen Verlust des Ansehens bei Investor*innen. Ein Verlust des Ansehens als Arbeitgeberin würde sich nachteilig bei der Fachkräftegewinnung auswirken. Ursachen können insbesondere Kontroversen im eigenen Betriebsmodell und bei Geschäftspartnern sein oder fehlerhafte Anlageempfehlungen, welche die Wettbewerbsposition schwächen. Für Risiken im gewöhnlichen Rahmen sehen wir eine Abbildung innerhalb der Geschäftsrisiken und operationellen Risiken als hinreichend an. Um Reputationsrisiken zu mindern, findet ein aktives Monitoring der Titel im Portfolio auf Basis externer Quellen statt. Der Anlageausschuss diskutiert kontroverse Titel und entscheidet über den Verbleib im Anlageuniversum. Nachhaltigkeitsrisiken Die GLS Investments misst Nachhaltigkeitsrisiken eine große Bedeutung bei. Nachhaltigkeitsrisiken werden als Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung definiert, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation haben können. Es wird angenommen, dass Nachhaltigkeitsrisiken auf die bestehenden Risikoarten einwirken. Seit 2022 werden Nachhaltigkeitsrisiken bei der Wesentlichkeitsbeurteilung im Rahmen der Risikoinventur berücksichtigt. Darüber hinaus werden diese seit August 2022 bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit quantitativ einbezogen. Quantifizierung der Risiken Die wesentlichen Risiken werden zu jedem Monatsultimo nach den oben genannten Verfahren quantifiziert. In der folgenden Tabelle wird der Anteil der jeweiligen Risiken am gesamten Risikovolumen zum Bilanzstichtag dargestellt.
Zusammenfassende Risikoeinschätzung Die vorgenannten Risiken werden in der Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Die Risikotragfähigkeit der GLS Investments war im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die dargestellten Risiken werden nach unserer derzeitigen Einschätzung entsprechend unserer Risikotragfähigkeitsrechnung die künftige Entwicklung der GLS Investments nicht wesentlich beeinträchtigen. Die Risikotragfähigkeit ist nach derzeitigem Planungsstand im Jahr 2024 angesichts der Vermögens- und Ertragslage der GLS Investments gegeben. Bestandsgefährdende Risiken sind nach der Risikotragfähigkeitsrechnung und den weiteren Erkenntnissen aus unserem Risikomanagement nicht erkennbar. 3. Prognose des Geschäftsverlaufs mit wesentlichen Chancen und Risiken Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung unseres Institutes für das Jahr 2023 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen, die im weiteren Verlauf erläutert werden, als unzutreffend erweisen können. Wir arbeiten bei der Prognose mit drei Szenarien (negative Entwicklung, angenommene Entwicklung, positive Entwicklung). Hier stellen wir das mittlere, angenommene Entwicklungsszenario dar. Die wesentlichen Chancen sehen wir in einer über unseren Erwartungen liegende Entwicklung der betreuten Fondsvolumina. Analog hierzu stellen nicht stark wachsende oder sogar rückläufige betreute Fondsvolumina die wesentlichen Risiken dar. Prognose Weltwirtschaft Die OECD prognostiziert in ihrem Wirtschaftsausblick vom November 2023, dass das weltweite Wachstum 2024 2,7% betragen wird. Der internationalen Währungsfonds erwartet für 2023 ein globales Wachstum von 2,9%. Die Weltwirtschaft steht laut OECD-Prognose weiterhin vor den Herausforderungen der Inflation und der geringen Wachstumsaussichten. Das BIP-Wachstum schwächt sich aufgrund angespannter Finanzlage, eines schwachen Handelswachstums und eines geringeren Unternehmens- und Verbrauchervertrauens ab. Die Risiken für die kurzfristigen Aussichten sind nach wie vor eher abwärts gerichtet und umfassen eine Verschärfung der geopolitischen Spannungen, beispielsweise aufgrund des sich entwickelnden Konflikts nach den Terroranschlägen der Hamas auf Israel. Auf der anderen Seite könnte das Wachstum auch stärker ausfallen, wenn die Haushalte mehr von den während der Pandemie angesammelten überschüssigen Ersparnissen ausgeben. Ebenfalls erwarten die OECD-Analyst*innen, dass die Inflationsraten in den größten Volkswirtschaften deutlich sinken und Niveaus erreichen, wie Notenbanken sie anstreben. 2024 wird eine Inflation von 5,2%, 2025 von 3,8% vorhergesagt. Prognose allgemeiner Kapitalmarkt Laut den Kapitalmarktstrateg*innen der UNION Investment dürfte die Kombination aus graduell besseren Wachstumsaussichten, nachlassender Inflation und ersten Leitzinssenkungen dazu führen, dass Aktien auf Jahressicht die besten Perspektiven aufweisen. Bei sicheren Staatsanleihen wird kein breit angelegter Renditerückgang erwartet. Bei den Rohstoffen seien die Industriemetalle als strukturelle Gewinner die Favoriten im Jahr 2024. Der belastende Einfluss des schwachen chinesischen Immobilienmarkts auf die Nachfrage sollte abnehmen. Solange eine Eskalation im Nahen Osten ausbleibt, verfügen Energierohstoffe dagegen nur über ein begrenztes Aufwärtspotenzial. Prognose nachhaltiger Kapitalmarkt Der nachhaltige Kapitalmarkt wird weltweit weiterhin wachsen. Studien gehen von jährlichen Steigerungsraten von 20,1% in den kommenden 10 Jahren aus. Gründe sind aus unserer Sicht die steigenden regulatorischen Nachhaltigkeitsanforderungen an die Finanzindustrie, die zunehmende ökonomische Wesentlichkeit von Umwelt- und Sozialaspekten bei Investitionsentscheidungen sowie die langfristig zunehmende Investorennachfrage. Für Europa erwarten wir, dass die Qualität an Nachhaltigkeitsdaten infolge der Einführung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) steigen wird. Die Konsultation der EU-Kommission zur Weiterentwicklung der Offenlegungsverordnung sowie die diskutierten Regeln zur Verwendung von Nachhaltigkeitsbegriffen bei Fondsnamen deuten aus unserer Sicht darauf hin, dass der europäische Gesetzgeber stärkere inhaltliche Mindeststandards an nachhaltige Finanzprodukte im Markt etablieren wird. Wir gehen davon aus, dass Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden mit weiteren Maßnahmen den nachhaltigen Finanzmarkt regulieren werden. Die Maßnahmen führen zu erhöhtem Umsetzungsaufwand für unsere Gesellschaft. Gleichzeitig befürworten wir mehr Transparenz und sehen hier eine Chance für unsere Angebote, sich positiv vom Markt abzuheben. Entwicklung GLS Investments a) Beratenes Fondsvolumen Für 2024 rechnet die GLS Investments mit einer deutlichen Steigerung der beratenen Fondsvolumina. Dieses Wachstum wird zum Großteil durch die Nettomittelzuflüsse getragen. Zusätzlich wird nach jetzigem Informationsstand im Jahr 2024 das Fonds Advisory für einen weiteren Alternative Investmentfonds aufgenommen. Insgesamt rechnet die GLS Investments für 2024 mit einem Zuwachs des beratenen Gesamt-Fondsvolumens von ca. 9%. b) Investitionen sowie Personal- und Sozialbereich Zur Entwicklung und Aufnahme neuer Investmentfondsangebote und Weiterentwicklung des Angebots- sowie internen Datenmanagements plant die Gesellschaft in 2024 Sprunginvestitionen in Marketing, IT/ Datenmanagement und Personal vorzunehmen. Bei der Anzahl der Mitarbeitenden erwartet die GLS Investments einen merklichen Zuwachs im Vergleich zum 31.12.2023. c) Nachhaltigkeitswirkung Durch die Weiterentwicklung unserer Wirkungskonzepte mit Bezug auf neue Angebote sowie bestehender Fonds beabsichtigen wir, die Wirkung der von uns beratenen Fonds sukzessive zu erhöhen und transparent unter Verwendung spezifischer nicht-finanzieller Indikatoren darzustellen. 4. Prognose der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögens- und Finanzlage: Die GLS Investments geht von einer Erhöhung der anrechenbaren Eigenmittel um 2,9 Mio. EUR aus. Die Aufnahme fremder Mittel ist für das Geschäftsjahr 2024 nicht vorgesehen. Bei kurzfristigem Kapitalbedarf verfügt die GLS Investments über Fremdfinanzierungsoptionen. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel- und Liquiditätsanforderungen werden nach derzeitigem Planungsstand im Jahr 2024 eingehalten. Ertragslage: Die GLS Investments erwartet einen Anstieg der Fondsvolumina um ca. 9% und daraus resultierend einen spürbaren Anstieg der Provisionserträge. Aufgrund ihres Wachstums geht die Gesellschaft von steigenden Aufwendungen aus, die sich insbesondere im Personalaufwand niederschlagen. Dieser dürfte auf 4,3 Mio. EUR ansteigen. Aufgrund der geplanten Sprunginvestitionen rechnen wir für 2024 mit einer deutlich erhöhten CIR. Insgesamt erwartet die Gesellschaft 2024 ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 5,0 Mio. EUR. 5. Gesamtaussage zur prognostizierten Lage und zum Geschäftsverlauf Wir gehen davon aus, dass der nachhaltige Kapitalmarkt weiterhin, wächst, allerdings mit deutlich geringerer Dynamik als in den Jahren zuvor. In Summe gehen wir von moderaten bis geringen Wertsteigerung der von uns betreuten Vermögenswerte sowie geringen Nettomittelzuflüssen und damit von spürbar steigenden Erträgen aus. Mittels Angebotsdiversifikation und einer Weiterentwicklung der Strukturen der GLS Investments arbeiten wir im Jahr 2024 an der Stärkung der Resilienz des Geschäftsmodells sowie der nachhaltigen Wirkung unserer Angebote. Aufgrund der damit einhergehenden Sprunginvestitionen rechnen wir mit einem merklich geringeren Jahresüberschuss.
Bochum, 07.03.2024 GLS Investment Management GmbH Die Geschäftsführung gez. Karsten Kührlings Marvin Mechelse BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firma laut Registergericht: GLS Investment Management GmbH Firmensitz laut Registergericht: Bochum Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Amtsgericht Bochum Register-Nr.: HRB 18891 Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der GLS Investment Management GmbH, Bochum, (Amtsgericht Bochum, HRB 18891) ist unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) unter Beachtung der rechtsformspezifischen Ausweisvorschriften des GmbH-Gesetzes und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) vor Ergebnisverwendung aufgestellt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt: Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften des §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie Sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit ihrem Nennbetrag in der Bilanz angesetzt. Erkennbaren Bonitätsrisiken werden durch ausreichende Wertkorrekturen Rechnung getragen. Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Die erstmalige Einbuchung erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode). Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die im Geschäftsjahr 2023 in Fremdwährung ausgeführten Geschäfte wurden zum Stichtagskurs des Geschäftsvorfalls in Euro umgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die im Vorjahr mit TEUR 44 unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Verpflichtung aus Lebenszeitkonten/Zeitwertkonten wurde zum 31. Dezember 2023 nach Verrechnung mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 46 als Rückstellung ausgewiesen. Darüber hinaus hat kein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr stattgefunden. Angaben zur Bilanz Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute entfallen in Höhe von TEUR 3.098 (Vorjahr: TEUR 2.043) auf die Gesellschafterin. Es handelt sich bei dem Postenausweis gleichzeitig um Forderungen an verbundene Unternehmen. Die anderen Forderungen an Kreditinstitute entfallen in Höhe von TEUR 3.173 (Vorjahr: TEUR 0) auf die Gesellschafterin. Es handelt sich bei dem Postenausweis gleichzeitig um Forderungen an verbundene Unternehmen. Die anderen Forderungen an Kreditinstitute haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten. Die Forderungen an Kunden haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten. Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel.
Die Gesellschaft hält eine Beteiligung im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB an der Planetary Health Fund GP S.à r.l., Strassen, Luxemburg. Die Beteiligung beträgt 50 %, der letzte vorliegende Abschluss ist die Eröffnungsbilanz, das Eigenkapital beträgt TEUR 20, ein Jahresergebnis liegt somit noch nicht vor. In dem Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" sind als wesentliche Einzelbeträge geleistete Anzahlungen für Messekosten (TEUR 14, Vorjahr: TEUR 13) sowie ein bestehendes Guthaben gegenüber einer Krankenkasse (TEUR 6, Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 42) beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Gebühren für Informationsdienste. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind täglich fällig und entfallen in Höhe von TEUR 1.209 (Vorjahr: TEUR 437) auf die Gesellschafterin. Sie stellen gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern (TEUR 38, Vorjahr: TEUR 30), Verbindlichkeiten aus der sozialen Sicherheit (TEUR 7, Vorjahr: TEUR 5) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 100, Vorjahr: TEUR 73) enthalten. Im Vorjahresausweis sind Verbindlichkeiten aus dem Zeitwertkonto in Höhe von TEUR 44 enthalten. Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. In den anderen Rückstellungen sind im Wesentlichen mit TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 85) Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, mit TEUR 46 Rückstellungen aus Zeitwertkonten, mit TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 56) Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten und mit TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 39) Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub enthalten. Aus Zeitwertkonten bestehen zum Abschlussstichtag Verpflichtungen in Höhe von TEUR 282 (Vorjahr: TEUR 44). Den Verpflichtungen stehen Aktivwerte in Höhe von insgesamt TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber, die in voller Höhe infolge bestehender Verpfändungsvereinbarungen als Deckungsvermögen zu qualifizieren sind. Die Rückstellungen wurden daher mit dem ihnen zu zurechenbaren Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Soweit die Rückstellung das verrechnete Deckungsvermögen übersteigt, wird der übersteigende Betrag unter dem Posten andere Rückstellungen ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Aktivwerte entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) in Höhe von EUR 250.000,00 besteht aus 250.000 Geschäftsanteilen zu nominal EUR 1,00, gehalten von der GLS Gemeinschaftsbank e.G., Bochum. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Zinserträge in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 0) stammen aus verbundenen Unternehmen. Sie entfallen in voller Höhe auf die Gesellschafterin. Die Provisionserträge entfallen mit TEUR 11.200 (Vorjahr: TEUR 10.097) auf Anlageberatungen für Sondervermögen, die durch eine Kapitalverwaltungsgesellschaft mit Sitz in Deutschland verwaltet werden, sowie mit TEUR 848 (Vorjahr: TEUR 822) auf Anlageberatungen für eine Investmentgesellschaft, die durch eine EU Verwaltungsgesellschaft mit Sitz in Luxemburg verwaltet wird. Die Sonstigen betrieblichen Erträge bestehen mit TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 76) aus den Researchdienstleistungen, mit TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 12) aus der Auflösung von Rückstellungen, mit TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2) aus Erträgen aus Währungsumrechnungen, mit TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 0) aus Periodenfremden Erträgen und mit TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 0) aus Projekterlösen. Die Anderen Verwaltungsaufwendungen enthalten das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen von TEUR 30. Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem unbefristeten Mietvertrag in Höhe von TEUR 58 p.a. Weiterhin haftet die Gesellschaft im Rahmen der Neuauflage eines Fonds für dessen Rechts- und Beratungskosten, die bis zum Zeitpunkt der Auflage des Fonds angefallen sind. Die Kosten betragen ca. TEUR 366. Von einer Inanspruchnahme geht die Geschäftsführung nicht aus. Sonstige Angaben Geschäftsführung Als Geschäftsführer sind bestellt: - Herr Karsten Kührlings, Essen (Geschäftsführer der GLS Investment Management GmbH, Bereich: Angebotsmanagement, Research und Fondsadvisory) - Herr Marvin Mechelse, Tuntenhausen (Geschäftsführer der GLS Investment Management GmbH, Bereich: Business Administration) Bezüglich der Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a) HGB macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 29 Vollzeitbeschäftigte (Vorjahr: 29) und 18 Teilzeitbeschäftigte (Vorjahr: 12). Angaben zum Mutterunternehmen Die GLS Gemeinschaftsbank e.G. mit Sitz in Bochum, die 100 % der Geschäftsanteile hält, ist Mutterunternehmen der Gesellschaft. Sie stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis und gleichzeitig für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der GLS Gemeinschaftsbank e.G. einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Bochum erhältlich und wird im Unternehmensregister veröffentlicht und ist unter www.unternehmensregister.de abrufbar. Sonstige Angaben Als Wertpapierinstitut ist die Gesellschaft Pflichtmitglied der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, Berlin. Vorgänge von besonderer Bedeutung Es haben sich keine besonderen Vorgänge ereignet. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, vom Bilanzgewinn einen Teilbetrag von TEUR 1.000 auszuschütten, einen Teilbetrag von TEUR 2.900 in die andere Gewinnrücklagen einzustellen und TEUR 35 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Bilanzgewinn ergibt sich aus dem Jahresüberschuss sowie dem Gewinnvortrag.
Bochum, den 07.03.2024 gez. Karsten Kührlings, Geschäftsführer gez. Marvin Mechelse, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileFeststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 Auf der Gesellschafterversammlung der GLS Investment Management GmbH, Bochum (Amtsgericht Bochum, HRB 18891), vom 18. März 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt und die im Anhang vorgeschlagene Ergebnisverwendung beschlossen. BestätigungsvermerkBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GLS Investment Management GmbH, Bochum Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GLS Investment Management GmbH, Bochum, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GLS Investment Management GmbH, Bochum, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 8. März 2024 DASE
HAENEL GmbH
gez. Lutz Michael Dase, Wirtschaftsprüfer gez. Inez-Maria Haenel, Wirtschaftsprüferin |
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