Leadership Datacenter Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gustavo Henrique Baldussi Ferreira seit 17.4.2025 | Geschäftsführer |
Helge Burgbacher seit 19.7.2023 | Prokura |
Cindy Marie Monteiro Soares de Carvalho seit 19.7.2023 | Prokura |
Ferdinando Sorrentino seit 21.1.2022 | Geschäftsführer |
Frank Ahlborn seit 7.12.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SEG Automotive Germany GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Einzelabschlussder SEG Automotive Germany GmbH, StuttgartGrundlagen 1.1. Allgemeine Informationen Die SEG Automotive Germany GmbH ist ein Zulieferer für die Automobilindustrie. Die primäre Geschäftstätigkeit liegt in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von elektromechanischen Systemen und Komponenten, wie Startern, Generatoren und Komponenten für die Elektrifizierung. Darüber hinaus werden ergänzende Dienstleistungen in diesem Geschäftsgebiet erbracht. Das Erzeugnisprogramm umfasst Starter für Benzin- und Dieselmotoren, insbesondere auch für den Einsatz in kraftstoffsparenden und somit CO 2 -reduzierenden Start-Stopp-Systemen. Die Generatoren gewährleisten die sichere Energieversorgung des Bordnetzes und sorgen durch einen hohen Wirkungsgrad für eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs. Mit der 48V Boost Recuperation Maschine (BRM) bietet SEG Automotive den Automobilherstellern zudem einen effizienten und kostengünstigen Einstieg in die Hybridisierung: Die BRM rekuperiert Bremsenergie für eine stärkere Beschleunigung auf Abruf, sowie zur Kraftstoffersparnis. Darüber hinaus arbeitet der Automobilzulieferer an der Markteinführung flexibler E-Maschinen für die Elektrifizierung verschiedenster Fahrzeugkategorien. Die SEG Automotive Germany GmbH, mit Sitz in Stuttgart, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Registernummer HRB 754886 eingetragen. Die SEG Automotive Germany GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten sind im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Alle im Lagebericht genannten Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) ausgewiesen. "SEG Automotive Germany GmbH", "SEG" oder "SEG Automotive" bezeichnet in diesem Bericht sofern nicht anders vermerkt - die SEG Automotive Germany GmbH. Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr 2023 der SEG Automotive Germany GmbH begann am 1. Januar 2023 und endete am 31. Dezember 2023. Der Jahresabschluss der SEG Automotive Germany GmbH ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt und wird unter Gegenüberstellung der Werte zum 31. Dezember 2022 ausgewiesen. Rundungsdifferenzen Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Bericht nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Vorausschauende Aussagen Der vorliegende Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der SEG Automotive Germany GmbH sowie auf gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen die aktuellen Einschätzungen des SEG Managements dar, welche auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen worden sind. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder etwa weitere unvorhersehbare Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. 1.2. Geschäftsmodell und Produktionsbereiche Mobilität startet mit uns - seit über 100 Jahren Seit mehr als einem Jahrhundert ist die SEG Automotive ein kontinuierlicher Treiber für technologischen Fortschritt im Produktbereich Starter und Generatoren - von Anlasser und Lichtmaschine über Start-Stopp-Systeme bis zu unseren aktuellen Produkten im Bereich Mildhybridisierung für den Einstieg in die Elektrifizierung. Durch Innovationskraft, Entwicklungskompetenz und höchste Qualitätsansprüche ist SEG Automotive für die Automobilhersteller ein zuverlässiger Partner. Die Erzeugnisse sind nicht nur leistungsfähig und langlebig, sondern bieten durch hohe funktionale Flexibilität die richtigen Antworten für globale Produktplattformen und verschärfte CO 2 -Anforderungen. Verlässlicher Partner für die Automobilindustrie - global und lokal Als weltweit aufgestellter Zulieferer kombiniert SEG Automotive Applikationsentwicklung und Fertigung vor Ort mit globalem Know-how und ausgereiften Prozessen in Einkauf, Produktion und Logistik. Automobilhersteller profitieren dabei von einem flexiblen, weltweiten Produktionsnetzwerk, das Kundennähe und einheitliche Qualitätsstandards sicherstellt. Dabei treibt SEG Automotive seit über 100 Jahren dieselbe Frage an: Wie kann Mobilität effizienter, angenehmer und umweltschonender gestaltet werden? Aus der Handkurbel entstand so der elektrische Anlasser, aus dem konventionellen Starter ein Start/Stopp-System und aus dem konventionellen Generator die Boost-Recuperation-Machine (BRM). Mit der Ingenieurskompetenz und unserem Qualitätsanspruch ist SEG Automotive ein kontinuierlicher Treiber für technologischen Fortschritt in der Branche und liefert Lösungen für die Marktanforderungen von heute und morgen - sowohl für Verbrennungsmotoren als auch für die Elektrifizierung. Die Basis, unser 12V Geschäft, soll dazu dienen, das Geld zu generieren, welches für zukünftige Investitionen erforderlich sein wird. Ziel ist, in diesem Bereich die Kostenführerschaft zu erlangen, die wesentlichen Aufträge im PKW-Geschäft zu akquirieren sowie neue Marktchancen im Nutzfahrzeugbereich zu nutzen. Die effiziente Maximierung von Umsatz und Profitabilität unserer 48V BRM sowie die Optimierung unseres Aftermarket-Geschäfts sollen zusätzliche Einnahmen auf dem Weg zu unserem Hochvolt-Durchbruch generieren. Das Produktportfolio von SEG Mit dem breit angelegten Produktportfolio bedient SEG Automotive weltweit vielfältige Anforderungen ihrer Kunden - für PKW ebenso wie für unterschiedliche Einsatzszenarien im Nutzfahrzeugbereich. Robustheit, Zuverlässigkeit und Flexibilität stehen dabei genauso im Entwicklungsfokus wie Kraftstoffeffizienz und CO 2 -Ersparnis. Auf Basis eines Plattformdesigns und in Kombination mit ausgewählten Zusatzoptionen nutzen heute einige Automotive-OEMs die maßgeschneiderten Lösungen von SEG Automotive. Dabei reicht die Spanne vom Einstiegssegment bis hin zu Premiumlösungen, die in puncto Leistung, Effizienz und Geräuschentwicklung auf die genauen Leistungsanforderungen zugeschnitten werden. Komponenten für die Hybridisierung/ Elektrifizierung SEG Automotive bietet ihren Kunden einen effizienten Einstieg in die Hybridisierung auf 48 Volt-Basis an. Fahrzeuge lassen sich dabei mit Produkten von SEG Automotive kostengünstig elektrifizieren. Mittels der Boost-Recuperation-Machine (BRM) wird ein konventioneller Verbrennungsmotor mit geringen Veränderungen am Motor und der Verkabelung in einen Hybridantrieb verwandelt - so reduzieren sich Kraftstoffverbrauch und CO 2 -Ausstoß um bis zu 15 Prozent. Durch die Electric Machine (EM) 48V Plattform lässt sich dies weiter steigern. Sie ermöglicht zusätzliche Fahrfunktionen sowie eine Reduzierung der CO 2 -Emissionen um bis zu 25 Prozent. Schon heute bietet der Zulieferer zudem E-Motoren für die Vollelektrifizierung von Zwei- und Dreirädern an, weitere E-Maschinen für ein breites Marktsegment sowie Komponenten für die Elektrifizierung sind in der Entwicklung. Generatoren Die Mehrzahl aller Fahrzeuge weltweit wird auch im kommenden Jahrzehnt von einem Verbrennungsmotor angetrieben werden. Die Zahl der elektrischen Verbraucher im Fahrzeug nimmt durch Assistenzsysteme und Konnektivität stetig zu. Mit passenden Generatoren für jeden Leistungsbedarf sorgt SEG Automotive für Bordnetzstabilität. Angefangen bei Starter und Motorsteuergerät versorgt sich eine stark wachsende Zahl elektrischer Verbraucher über das Bordnetz. Dazu zählen ABS (Anti-lock Braking System), ESC (Electronic Stability Control), Sensoren und Sicherheitsassistenten aber auch das Entertainmentsystem. Starter Zuverlässiger Erststart oder auch Start/Stopp - das leisten die Starter von SEG Automotive für den PKW- sowie für den Nutzfahrzeugsektor. Motoren müssen bei unterschiedlichsten Bedingungen zuverlässig starten - dafür steht SEG Automotive seit mehr als 100 Jahren. Tatsächlich begann die Geschichte von SEG Automotive 1914 mit der Herstellung des ersten serientauglichen Starters, aus dem bis heute ein Hightech-Produkt entwickelt worden ist. 1.3. Mitarbeiter/-innen Mit unseren Mitarbeitern und einem leistungsstarken Produktportfolio ist SEG Automotive weltweit tätig. Der Anspruch der Kunden dient als Maßstab und treibt SEG Automotive an, die Produkte stetig weiterzuentwickeln. Um das Gewicht der Produkte zu optimieren, die Leistungsdichte zu erhöhen oder bei gleicher Qualität Produktionskosten zu senken, werden etablierte Prozesse hinterfragt und neue Ideen, Technologien und Materialien kontinuierlich weiterentwickelt und implementiert. SEG Automotive tut alles dafür, in ihrem Produktsegment ein führender Lieferant für die Automobilindustrie zu sein. Damit leistet SEG Automotive einen entscheidenden Beitrag zur CO 2 -Reduzierung in der Automobilindustrie und gestaltet den Weg vom Verbrennungsmotor über die Hybridisierung bis hin zur Elektrifizierung aktiv mit. Im weltweiten Team von SEG Automotive werden dazu höchste Engineering- und Produktionskompetenz vereint und es wird über kulturelle und Landesgrenzen hinweg eng zusammengearbeitet. Gepaart mit dem Know-how und dem Erfahrungsschatz von SEG Automotive gelingt es stets aufs Neue, die richtigen Antworten auf geänderte Anforderungen zu finden und Ideen schnell umzusetzen. Im Hinblick auf die Mitarbeiterzahlen setzte sich der Trend aus dem Jahr 2022 in der ersten Jahreshälfte 2023 fort. Freiwillige Fluktuation hat zu einer Reduktion der Anzahl der Mitarbeiter geführt. Ausgelöst durch neue Projekte ist die Zahl der Mitarbeiter in der zweiten Jahreshälfte 2023 wieder angestiegen. Ab Mitte des Jahres ist die Zahl der Mitarbeiter bis Ende 2023 auf diesem Niveau geblieben. Auch in den folgenden Monaten wird die Zahl der Mitarbeiter unverändert sein. Der Personalbestand der SEG Automotive Germany GmbH zum 31. Dezember 2023 beträgt 580 (Vorjahr: 586) Mitarbeiter/-innen (ohne Geschäftsführer, ruhende und freigestellte Mitarbeiter/- innen):
Geschäftsführung Der Geschäftsführung der SEG Automotive Germany GmbH gehören an:
Aufsichtsrat Es besteht ein Aufsichtsrat nach dem Drittelbeteiligungsgesetz. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:
1.4. Erklärung zur Unternehmensführung Maßstab des Handelns von Geschäftsführung und Aufsichtsrat der SEG Automotive Germany GmbH ist eine gute, verantwortungsvolle und auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtete Unternehmensführung im Interesse aller Anspruchsgruppen. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen in Deutschland hat der Aufsichtsrat einer Gesellschaft, die der Mitbestimmung unterliegt, für den Frauenanteil in Führungspositionen Zielgrößen zu definieren. Für die SEG Automotive Germany GmbH hat der Aufsichtsrat im Jahr 2022 einen Frauenanteil von 17 % für den Aufsichtsrat und von 0 % für die Geschäftsführung mit einer Zielerreichung bis Ende 2023 beschlossen. Die SEG-Gruppe versteht die Beschäftigung von Frauen, insbesondere in Führungspositionen, als selbstverständlichen, aber auch als einen wichtigen und wesentlichen Bestandteil ihrer Vielfalt und sieht dies als Chance zur Weiterentwicklung. Die Beschäftigung von Frauen im Management und in anderen Führungsrollen wird künftig verstärkt gefördert und eventuell bestehende Vorbehalte werden abgebaut. Eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird dabei Berücksichtigung finden müssen. Ungeachtet dessen sollen offene Stellen jedoch weiterhin unabhängig vom Geschlecht mit der fachlich und persönlich geeignetsten Person besetzt werden. Zum 31.12.2023 war mit Hua Huang eine Frau im Aufsichtsrat der SEG Automotive Germany GmbH mit insgesamt sechs Aufsichtsratsmitgliedern vertreten. Dies entsprach einem Frauenanteil von 17 %, womit die festgelegte Zielgröße erreicht wurde. Für die Geschäftsführung der SEG Automotive Germany GmbH wurde eine Zielgröße von 0 % festgelegt. Aktuell besteht die Geschäftsführung aus zwei Geschäftsführern, diese sind die Herren Ferdinando Sorrentino und Georg Brasch, womit sich ein Frauenanteil von 0 % ergibt. Es ist im Unternehmensinteresse, bei Schlüsselpositionen im obersten Management, eine personelle Kontinuität sicherzustellen. Wechsel auch auf diesen Positionen allein aufgrund des Geschlechts können daher nicht herbeigeführt werden. Als weitere Zielgrößen für die SEG Automotive Germany GmbH wurde ein Frauenanteil von 20 % für die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung und ein Frauenanteil von 10 % für die zweite Ebene festgelegt. Als Frist für die Erreichung der Zielgrößen wurde der 31.12.2024 festgelegt. 1.5. Steuerungssystem: Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Das unternehmensinterne Steuerungssystem von SEG Automotive Germany GmbH ist darauf ausgelegt, insbesondere die Verfolgung und Umsetzung der Konzernstrategie zu unterstützen. Dieses verfolgt die Kernziele profitables Wachstum und finanzielle Unabhängigkeit. Die wesentlichen Steuerungsgrößen für die Wertschaffung des Unternehmens sind das Umsatzwachstum sowie das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT). Zentrales internes Berichtsinstrument ist ein monatlicher Geschäftsbericht, der einen zeitnahen Überblick über die Kennzahlen gibt. Er bietet einen Vorjahresvergleich sowie für die zentralen Kenngrößen einen Plan-Ist- Vergleich. Grundlage ist der Wirtschaftsplan, der in eine längerfristige strategische Unternehmensplanung eingebettet ist. An den davon abgeleiteten Eckdaten orientieren sich die Zielsetzungen für EBIT, den operativen Cash- Flow und Akquisitionen und bilden die Grundlage für den kurz- und mittelfristigen variablen Vergütungsanteil der Fach- und Führungskräfte (von der Gruppenleiterebene bis zur Geschäftsführung). Neben den dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren überwacht das Management von SEG Automotive die folgenden wesentlichen Kennzahlen gruppenweit:
1.6. Forschung und Entwicklung Die Entwicklungsschwerpunkte von SEG Automotive sind die kontinuierliche Weiter- und Neuentwicklung von Produktplattformen und -baukästen sowie die termingerechte Umsetzung der Kundenprojekte mit kundenspezifischen Applikationen. F&E in der Produktgruppe Komponenten für die Hybridisierung/ Elektrifizierung Die steigenden Anforderungen zur CO 2 -Reduzierung bei Verbrennungsmotoren führen zu einer zunehmenden Hybridisierung in allen PKW-Klassen. Eine relativ kostengünstige Lösung stellt hierbei das 48-Volt-System dar. Bei derzeitigen Serienfahrzeugen wird dieses anstelle des Generators in seinem Bauraum über einen Riemen mit der Kurbelwelle des Verbrennungsmotors verbunden. Das "Upgrade" von einem konventionellen Generator auf eine BRM bringt ein erhebliches Leistungsspektrum mit sich: Bremsenergie wird zurückgewonnen und bis zu 15 Prozent Kraftstoff eingespart; bei erhöhtem Leistungsbedarf wird der Motor unterstützt (Boost); das Auto kann in den Segel-Modus (Coasting) wechseln und bei weit über 100km/h mit abgeschaltetem Motor fahren. Darüber hinaus kann der Motor besonders leise aus dem Stand starten (Komfortstart). In 2023 entfielen rund 43 Prozent (Vorjahr ca. 50 Prozent) der Aufwendungen in F&E auf die Entwicklung von Plattform und Kundenprojekten im Bereich 48V. Darin enthalten ist ein wesentlicher Anteil an System/-Elektronik und Softwareentwicklung, welche im Rahmen der Ausgliederung von Bosch als eigene Kompetenz von SEG Automotive aufgebaut wurde und auch in 2023 noch erweitert wurde. Neben 48V Innovationen wurde in 2023 ein hoher Fokus auf die Entwicklung von Hochvolt Produkten für Hybridsystem und batterieelektrische Fahrzeuge gesetzt. Speziell bei der Entwicklung verschiedener Leistungsklassen von elektrischen Traktions-Maschinen und Motoren für Nebenaggregate bis 800V wurden wichtige Meilensteine in Form von Mustern und Funktionsnachweisen erreicht. Dabei wurde die Angebotsfähigkeit für Kundenapplikationen weiter verbessert und erste Kundenprojekte akquiriert. Die Erweiterung der Elektronik- und Softwarekompetenzen für diese Anwendungen waren weitere wichtige Schwerpunkte in 2023. Bei der Konzeptentwicklung eigener Inverterelektronik und -software für elektrische Antriebe bis zu 800V wurden weitere Meilensteine und Musterphasen zur Erhöhung der Produktreife erreicht. F&E in der Produktgruppe Generatoren Der Entwicklungsschwerpunkt im Bereich Generatoren liegt in der weiteren Verbesserung der Plattformen in den Segmenten Baseline (niedrige und mittlere Leistungsklasse) und Power Density (höhere Leistungsklasse und verstärkte Anforderungen bzgl. Effizienz, Gewicht und Geräusch). Der Fokus liegt hier in der kontinuierlichen Verbesserung der Produktkosten sowie in der Umsetzung steigender Kundenanforderungen bzgl. Effizienz und Geräuschentwicklung im Fahrzeug. Im Jahr 2023 wurden weiterhin wichtige Meilensteine bei Entwicklungen von Generatoren erreicht, die auch anspruchsvollen Kundenanforderungen im Sinne der funktionalen Sicherheit gemäß ISO 26262 genügen. F&E in der Produktgruppe Starter Im Bereich Starter liegt der Schwerpunkt auf den Segmenten der konventionellen Starter (kleine Baugröße, niedriges Preisniveau), insbesondere für die Absatzmärkte in China, Indien und Brasilien sowie dem Start-Stopp-Starter-Motor (hohe Lebensdauer, hohes Drehmoment, niedrige Geräuschentwicklung), mit starkem Umsatzwachstum in China und Nordamerika. Auch hier liegt der Fokus in der kontinuierlichen Verbesserung der Produktkosten sowie der Umsetzung applikationsspezifischer Kundenanforderungen im Fahrzeug. Auch in den kommenden Jahren will SEG die Mobilität mit richtungsweisenden Innovationen aktiv mitgestalten und damit einhergehend die Elektrifizierung im Produktportfolio der SEG-Gruppe weiter vorantreiben. Folglich wurden die Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen im Berichtsjahr weiter priorisiert, um die für SEG gesetzten Zukunftsziele zu erreichen. So wurden im Berichtsjahr vor Aktivierung insgesamt 39.261 TEUR (Vorjahr: 41.312 TEUR) in Forschung und Entwicklung investiert. Zum 31. Dezember 2023 waren bei der SEG Automotive Germany GmbH 281 Mitarbeiter/-innen (Vorjahr: 270 Mitarbeiter/-innen) im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt. Die Entwicklungsquote (Verhältnis der Entwicklungsleistungen zum Umsatz) lag bei 9,6% (Vorjahr: 8,3%). Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt 9.147 TEUR Entwicklungskosten aktiviert (Vorjahr: 11.107 TEUR). Dabei erfolgt die Aktivierung ab dem Zeitpunkt des Erreichens einer bestimmten Freigabestufe. Die Aktivierung endet mit der Freigabe für die unbegrenzte Serienproduktion (SOP - Start of Production). Die Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von vier Jahren. Die angenommene Nutzungsdauer reflektiert nach Einschätzung von SEG den Zeitraum, in dem ein wirtschaftlicher Nutzen aus den entsprechenden Entwicklungsprojekten wahrscheinlich erzielbar ist. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte keine außerplanmäßige Abschreibung auf aktivierte Entwicklungskosten (Vorjahr: -3.083 TEUR). Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Weltwirtschaft Nach dem Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 und der einsetzenden Erholung der Folgejahre, verzeichnete die Weltwirtschaft im Berichtsjahr 2023 insgesamt erneut ein positives Wachstum. Laut IWF bleibt die Wirtschaftsaktivität insgesamt weiter hinter dem Niveau vor der Covid- 19-Pandemie zurück. So wird basierend auf der letzten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF, April 2024) mit einem globalen Wachstum 2023 und 2024 von 3,2% gerechnet. Die globale wirtschaftliche Erholung der russischen Invasion in der Ukraine, der Krise der Lebenshaltungskosten und der erneut aufgeflammte Konflikt im Nahen Osten, erweist sich als überraschend widerstandsfähig. Länder mit mittlerem und niedrigem Einkommen sind relativ stärker betroffen mit der Folge, dass der Aufholprozess zu einem höheren Lebensstandard langsamer als zuvor verläuft. Gemäß der IWF-Prognose (April 2024) lag das Wirtschaftswachstum der Eurozone im Jahr 2023 aufgrund der Folgen des Krieges in der Ukraine und des Zinsanstiegs infolge der hohen Inflationsraten bei 0,5%. Mit -0,3% fiel das Konjunkturplus in Deutschland negativ aus. Ursächlich hierfür waren vor allem Lieferengpässe sowie die gestiegenen Energiepreise, welche die exportorientierte deutsche Wirtschaft stärker trafen. Die Wirtschaft in Frankreich (+0,9%), Italien (+0,9%) und Spanien (+2,5%) konnte im Berichtsjahr 2023 hingegen jeweils stärker wachsen. In den USA ist das BIP im Berichtszeitraum um 2,5% gestiegen (IWF-Prognose, April 2024). Aufgrund der steigenden Inflation und des angespannten Arbeitsmarktes hat die amerikanische Notenbank (Fed) ihre restriktive Geldpolitik kontinuierlich fortgesetzt und den Leitzins im Berichtsjahr mehrfach angehoben. Die Arbeitslosenquote hat sich gegenüber dem Vorjahrestand weiter verringert. Die Vereinigten Staaten, deren BIP den Wert vor der Pandemie bereits überschritten hatte, lockerten die Fiskalpolitik weiter als in der Eurozone und anderen Volkswirtschaften. Das Wachstum 2023 lag in China bei 5,2% (IWF-Prognose, April 2024) und wird für das Jahr 2024 prognostiziert mit 4,6%. Devisenmärkte Die weltweit unterschiedlich schnelle, wirtschaftliche Erholung nach der COVID-19-Pandemie, Unsicherheiten aufgrund des Kriegs in Europa, der anhaltende Handelskonflikt zwischen USA und China, der erneut aufgeflammte Konflikt im Nahen Osten sowie die Inflation und geldpolitische Maßnahmen sorgen weiterhin für eine hohe Volatilität bei den Wechselkursen. Der US-Dollar startete in das Jahr 2023 mit 1,07 je Euro und pendelte zwischen 1,05 und 1,13. Über das Jahr hinweg wertete der USD leicht ab und schloss am 31.12.2023 mit einem Kurs von 1,11 US-Dollar je Euro. Beim chinesischen Renminbi wurde am 01.01.2023 7,37 je Euro gehandelt und über das Jahr ergab sich eine Schwankungsbreite zum Euro von 7,20 bis 8,10. Beendet wurde das Jahr mit einem Kurs von 7,85 Renminbi je Euro. Der ungarische Forint startete schwach in das Jahr mit 401,03 Forint je Euro, knapp unter dem Jahreshoch von 403,33 nur zwei Tage später. Anschließend bewegte sich das Währungspaar volatil auf das Jahrestief von 368,15 am 12. Juni hin und beendete das Jahr bei 382,80 Forint je Euro. Die Konjunktur in den Emerging Markets zeigte sich während des größten Teils des Jahres 2023 weiterhin stark. Die Volatilität der Währungen der Emerging Markets nahm im Vergleich zum Vorjahr leicht ab. Der brasilianische Real setzte seinen Turnaround fort und konnte, wie in den Jahren zuvor bereits, weiterhin deutlich aufwerten (+6,01%). Der Jahresanfangskurs von 5,70 bildete auch beinahe das Jahreshoch von 5,78 am 04. Januar. Mit einer Schwankungsbreite zwischen 5,19 und 5,78 Real je Euro verringerte sich die Volatilität leicht, beendet wurde das Jahr zu 5,36. Eine ähnliche Aufwertung konnte beim mexikanischen Peso beobachtet werden. Er bewegte sich im Vergleich zum Vorjahr mit einer Schwankungsbreite zwischen 18,05 und 20,83. Über das Jahr hinweg wertete der Peso 10,12% auf und schloss bei 18,72 Peso je Euro. Die indische Rupie konnte sich bis zum Herbst gut gegen den Euro behaupten, diese Stärke jedoch nicht bis zum Ende des Jahres halten, was sich über das Gesamtjahr in einer Abwertung gegenüber dem Euro von 3,93% widerspiegelt. Im Berichtszeitraum lag der Durchschnittskurs bei rund 89,3 Rupien je Euro, das Jahr wurde zu 91,9 beendet. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Entwicklung der Automobilbranche hat einen essenziellen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der SEG Automotive. Lieferverträge mit Automobilherstellern werden in der Regel in Form von offenen Aufträgen für den gesamten oder einen Teil des Bedarfs eines Fahrzeugmodells ohne Mindestmengengarantie abgeschlossen. Die Fahrzeugmarktentwicklung schlägt sich damit direkt in den Absatzzahlen der Zulieferindustrie nieder. Auch individuelle Entwicklungen einzelner Fahrzeugmodelle unabhängig vom Gesamtmarkt können Auswirkungen auf den Absatz haben. Durch den steigenden Trend zu CO 2 -reduzierenden Anwendungen wie Start-Stopp und 48V Maschinen ist SEG in diesem Marktumfeld gut positioniert. Automobilmärkte Die globale Automobilindustrie konnte ihre Erholung nach der Pandemiekrise und Halbleiterkrise trotz des anhaltenden Kriegs in der Ukraine weiter fortsetzen. Der Weltmarkt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge konnte den Aufwärtstrend des letzten Jahres fortsetzen. Ausgehend von einem Spitzenjahr 2017 mit 95 Millionen Fahrzeugen sank die Produktion bis 2020 auf 74 Millionen Fahrzeuge. Wie in den vergangenen beiden Jahren konnte sich der Markt auch im Jahr 2023 weiter erholen. Gemäß den Daten von S&P Global Mobility (Dezember 2023) wurden in 2023 weltweit rund 90 Millionen Fahrzeuge produziert. Das Produktionsvolumen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge im europäischen Markt steigerte sich gegenüber 2022 ebenfalls mit 17,8 Millionen Einheiten in 2023. Weltweit konnten sich im Jahr 2023 die Absatzmengen aufgrund der Erholung nach COVID-19 Verbreitung und der Halbleiterkrise weiter erholen. Die anhaltenden Bemühungen gegen die hohe Inflation, vor allem in Nord Amerika und Europa, haben die wirtschaftlichen Aussichten geprägt. Der Ausblick für 2024 ist trotz der Unsicherheiten aufgrund verschiedener Versorgungsstörungen, dem Ukrainekrieg, aber auch durch die Herausforderung für die meisten OEMs, strenge CO 2 -Ziele einzuhalten, positiv. Experten (S&P Global Mobility, Stand Dezember 2023) prognostizieren derzeit für 2024 eine weltweite Nachfrage von rund 88,3 Millionen Einheiten, was einer Steigerung um 3% gegenüber dem Vorjahr entspricht. In Gesamtbetrachtung haben sich die internationalen Automobilmärkte in den ersten Monaten 2024 bei den Zulassungen leicht verbessert. Beschaffungsmärkte Für die Herstellung der Produkte von SEG Automotive werden verschiedene Rohstoffe und Materialien, insbesondere Kupfer, Aluminium und verschiedene Sorten Stahl verwendet. Aufgrund des hohen Anteils dieser Rohmaterialien (>40 % der Materialkosten) beeinflussen die globalen Preisentwicklungen an den Rohstoffmärkten die Kosten von SEG Automotive in erheblichem Ausmaß. Nach Krisen in den Vorjahren ist das Jahr 2023 von Erholung gekennzeichnet: Sowohl bei Stahl als auch bei Kupfer (-5%) und bei Aluminium (-16%) bleiben die Durchschnittpreise unter denen von 2022. Bei Stählen mit energieintensiverer Bearbeitung (high-grade Steel) zeigen sich verzögerte Anpassungen der Energiekosten aus den Hochpreiszeiträumen, die SEG Automotive in Rechnung gestellt werden. Rohstoffbasierte Preisvereinbarungen mit den Kunden von SEG Automotive nivellieren die Ausschläge wie bei Kupfer und Aluminium zum Großteil automatisch (positiv wie negativ). Für andere Preisschwankungen werden zielgerichtete Verhandlungen mit den Kunden inklusive Dokumentation der Rohmaterial- oder Energiepreiserhöhung durchgeführt. In Summe bleibt festzuhalten, dass 2023 für SEG Automotive bezüglich der Rohstoffpreise ein Jahr der Erholung ist und daraus resultierende Preiserhöhungen aus den Vorjahren in der Lieferkette teilweise wieder ausgeglichen werden können. Auch die Situation am Halbleitermarkt hat sich im Vergleich zu 2022 wieder entspannt. Es sind keine großflächigen Engpässe wie in den Vorjahren zu beobachten. Die Frachtraten haben sich, nach bereits positiven Trends Ende 2022, in 2023 weiter deutlich reduziert und sind nun wieder nahe den Raten vor der Pandemie. Markt- und Wettbewerbsumfeld SEG Automotive ist weiterhin in einem wettbewerbsintensiven und herausfordernden Geschäftsfeld tätig und konkurriert mit anderen globalen Zulieferern in ihrem Produktsegment hauptsächlich um Preis, Qualität und Lieferzuverlässigkeit sowie um die Fähigkeit, globalen technischen Support und Service anzubieten. Das Vorkrisenniveau der Fahrzeugproduktion aus 2018 mit 94 Mio. Fahrzeugen wird laut Prognose auch in 2028 nicht erreicht werden können. Im Segment Markt Automobile wird das mengenmäßige Marktvolumen im Jahr 2028 vorrausichtlich auf 72,54Mio. Fahrzeuge geschätzt. Wesentliche Ursachen für das verlangsamte Wachstum sind die unsichere geopolitischen Lage und die durch die Inflation stark angestiegenen Kosten. Darüber hinaus führen unvorhergesehene Krisen wie im Roten Meer zu erneuten Belastungen der Lieferketten. SEG kompensiert das schwache Marktwachstum mit Marktanteilsgewinnen bei den konventionellen Verbrennern und im CV Bereich und konnte mit der jetzt angelaufenen 48V Mild Hybrid Maschine BRM2.8 größere Kundenaufträge bei VW (496.352 TEUR, SOP 04.2026/ EOP 12.2033) und Stellantis (436.687 TEUR, SOP 01.2025/ EOP 12.2030) gewinnen. Das wachsende Aftermarket-Geschäft ist eine weitere Stütze in der SEG-Wachstumsstrategie. SEG Automotive nutzt die Transformation in der Automobilindustrie für ein nachhaltiges Wachstum und hat dazu ein Portfolio leistungsfähiger E-Maschinen, Inverter und E-Achsen in den Kernmärkten Europa und China sowie in Indien für Light E-Mobility entwickelt. Im Januar 2022 gründeten SEG Automotive (10%) und ZMJ (90%) gemeinsam das neue Unternehmen SEG Automotive e-Drive System in China (SES) mit dem Schwerpunkt auf Hochspannungslösungen speziell für den chinesischen Markt und die dortigen OEMs. Die Anteile an SES werden über unsere Tochtergesellschaft Automotive Products (China) Co., Ltd. (SGCN) gehalten. Auf der Grundlage des Aktionärsvertrags sind SEG Automotive zwei von fünf Sitzen im Vorstand von SES garantiert. Geschäftsverlauf Die SEG Automotive Germany GmbH befindet sich weiterhin zum Ende des Geschäftsjahres 2023 in einer Phase der Kostenoptimierung. Viele Ereignisse in den Lieferketten, die die Industrie betreffen, wie Mikrochips und der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, führten zu Lieferverzögerungen und erhöhten die Produktionskosten. Trotz dieser Herausforderungen war SEG Automotive in der Lage, den Marktanteil zu erhöhen, die Entwicklung des Geschäfts mit neuen Energieantriebsmotoren zu beschleunigen und gleichzeitig die Vorteile in den Geschäftsbereichen 12-V-Starter und 48-V-BRM zu konsolidieren. Mit einer "local for local"-Positionierungsstrategie war SEG Automotive in der Lage, eine robustere Lieferkette zu erreichen, die zu einem grundlegenden Strategieelement wurde, um den Betrieb zu steuern und gleichzeitig die Rentabilität der Gruppe im Jahr 2023 zu steigern. Die SEG Automotive Deutschland GmbH verzeichnete im Jahr 2023 einen leichten Rückgang des Umsatzes (-2,68%), der den Erwartungen aus dem Vorjahr entspricht. Im Geschäftsjahr 2023 belief sich das EBIT auf -17.097 TEUR (Vorjahr: -21.348 TEUR). Diese deutliche Steigerung ist vor allem das Ergebnis zahlreicher Maßnahmen zur Kostenverbesserung, jedoch wurden die Erwartungen auf ein positives EBIT aus dem Jahr 2022 nicht erreicht. Bezüglich des Jahresüberschusses, hatten wir ursprünglich mit einer signifikanten Verbesserung gerechnet, die wir im Jahr 2023 noch nicht erreichen konnten. Mit der Fokussierung auf das BRM der zweiten Generation mit erhöhten technischen Fähigkeiten und wettbewerbsfähigere Produktkosten intensiviert SEG die Elektrifizierung im Produktportfolio weiter, um die Effizienz bei der CO 2 -Reduzierung sowie beim Kraftstoffverbrauch zu verbessern. SEG Automotive konnte mit seinen Produkten in nahezu allen Anwendungsbereichen und Absatzmärkten partizipieren und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur CO 2 -Reduzierung in der Automobilindustrie. Hierzu trugen - neben unserer weltweiten Präsenz und dem vielfältigen und ausgewogenen Produktportfolio - vor allem die hohe technologische Kompetenz und das herausragende Engagement unserer Mitarbeiter bei. 2.2. Ertragslage Gegenüber dem Vorjahreswert verringerten sich die Umsatzerlöse um - 23.401 TEUR auf nun 849.546 TEUR (Vorjahr: 872.947 TEUR), was einem Rückgang von 2,7% entspricht.
Die Gesamtleistung beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 853.312 TEUR (Vorjahr: 877.845 TEUR). Die Umsatzerlöse der SEG Automotive Germany GmbH gliedern sich nach Regionen und Produkten wie folgt auf:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten und Währungsgewinne ausgewiesen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um - 20.366 TEUR auf 41.948 TEUR resultiert im Wesentlichen aus der niedrigeren Auflösung von Rückstellungen und passiven Rechnungsabgrenzungsposten sowie der niedrigeren Gewinne aus Devisentermingeschäften gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der durch Preissteigerungen stärkeren Erhöhung des Materialaufwandes als die Erhöhung der wirtschaftlichen Gesamtleistung im Geschäftsjahr konnte die Materialquote trotz unserer intensiven Kostenreduktion und dem weiteren Hochlauf neuer, kostengünstiger Produkte gegenüber der Vergleichsperiode nicht signifikant verbessert werden. Diese beträgt im Berichtsjahr 82,4% im Vergleich zu 84,2% im Vorjahr. Die Quote für Personalaufwand verschlechterte sich um 1,4 Prozentpunkte auf nun 9,0% (Vorjahr: 7,6%) im Wesentlichen aufgrund der stark reduzierten Mitarbeiterzahl. Dennoch investierte SEG Automotive weiterhin in Aktivitäten der Zukunftsentwicklung, insbesondere im F&E Bereich - wenn auch deutlich weniger als in den Vor- Corona Jahren - aber auch in den Werken, um so die mittelfristige Wachstumsstrategie aufrecht zu erhalten. In der SEG Gruppe sind die F&E Budgets auf Vorjahresniveau. Der Personalaufwand setzt sich aus Löhnen und Gehältern in Höhe von 60.181 TEUR (Vorjahr: 57.037 TEUR) sowie Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung in Höhe von 16.509 TEUR (Vorjahr: 9.632 TEUR) zusammen. Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 8.159 TEUR (Vorjahr: 1.493 TEUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist weiterhin im negativen Bereich mit -17.097 TEUR (Vorjahr: -21.348 TEUR). Wie bereits erwähnt, ist die Veränderung des EBIT im Wesentlichen bedingt durch einen gesunkenen Materialaufwand, eine verschlechterte Gesamtleistung, verringerte sonstige betriebliche Erträge, höheren Personalaufwand sowie höhere Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. Insgesamt verschlechterte sich das Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr um -14.621 TEUR (Vorjahr: +57.357 TEUR). Das Jahresergebnis zum Ende der Berichtsperiode beträgt - 13.551 TEUR (Vorjahr: 1.070 TEUR). Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um - 20.853 TEUR auf +10.194 TEUR. Die wirtschaftliche Lage der SEG Automotive Germany GmbH ist im Wesentlichen durch ihre operative Tätigkeit und die ihrer Tochtergesellschaften geprägt. An den operativen Ergebnissen der Tochtergesellschaften partizipiert die SEG Automotive Germany GmbH über Lizenzgebühren und Ausschüttungen. Vermögens- und Finanzlage Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 reduzierte sich die Bilanzsumme auf 747.250 TEUR (Vorjahr: 967.919 TEUR), was einer Veränderung von - 22,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Aktiva
Passiva
2.2.1. Aktiva Im Vergleich zum Vorjahr verminderte sich die Bilanzsumme um -220.669 TEUR (Vorjahr: +157.670 TEUR). So verminderte sich das kurzfristige Vermögen gegenüber dem Vorjahr um -206.370 TEUR (Vorjahr: +160.176 TEUR). Das resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände um -211.252 TEUR auf 251.570 TEUR (Vorjahr: 462.822 TEUR). Maßgeblich hierfür war der Rückgang der Forderungen gegen verbundenen Unternehmen um - 207.193 TEUR. Diese beinhalten einen massiven Rückgang der Forderungen aus Cash Pool gegen verbundenen Unternehmen um -199.921 TEUR auf nun 95.033 TEUR (Vorjahr: 294.954 TEUR), entstanden durch Cash-Pool-Verrechnung, die in vergangenen Jahren nicht durchgeführt worden ist (Prozessänderung Cash-Pool Spiegelung: bis 2022 Forderung und Verbindlichkeit Bruttobetrag, ab 2023 Nettobetrag) und einen Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundenen Unternehmen um -2.810 TEUR auf 46.554 TEUR (Vorjahr: 49.364 TEUR). Ebenfalls reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte um -5.666 TEUR auf 35.855 TEUR (Vorjahr: 41.521 TEUR). Entsprechend entwickelten sich auch die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin, die sich im Vergleich zum Vorjahr um -4.462 TEUR auf 35.238 TEUR reduzierten. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1.607 TEUR auf nun 38.890 TEUR (Vorjahr: 37.283 TEUR). Maßgeblich hierfür waren die gestiegenen Forderungen gegen Finanzbehörden wie z.B. Umsatzsteuer. Die Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich um +8.680 TEUR auf 51.654 TEUR (Vorjahr: 42.974 TEUR) aufgrund der Einführung von Zahlungsmitteloptimierungsmaßnahmen. Die Vorräte haben sich mit 6.887 TEUR (Vorjahr: 10.686 TEUR) im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Das langfristige Vermögen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um -15.586 TEUR (Vorjahr: - 2.077 TEUR) auf nun 432.318 TEUR (Vorjahr: 447.904 TEUR). Die Sachanlagen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um -3.252 TEUR auf 30.344 TEUR. Maßgeblich hierfür waren der Rückgang der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung um -1.692 TEUR auf 14.879 TEUR (Vorjahr: 16.572 TEUR). Der Stand der Anlagen im Bau veränderte sich zum Vorjahr um -12.481 TEUR auf 0.18 TEUR (Vorjahr: 12.499 TEUR), wesentlich durch die Aktivierung der Celestica Montagelinie. Im Berichtzeitraum wurden insgesamt 2.565 TEUR in Sachanlagen investiert (Vorjahr: 7.193 TEUR). Die immateriellen Vermögensgegenstände reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um -12.334 TEUR auf 74.374 TEUR. Dies resultiert im Wesentlichen aus den Abschreibungen auf entgeltlich erworbene Patente, Software sowie Lizenzen. Zum Bilanzstichtag bestanden die Finanzanlagen unverändert zum Vorjahr in Höhe von 327.600 TEUR. Die Bilanzposition umfasst die Beteiligungen der SEG Automotive Germany GmbH an deren Tochtergesellschaften. 2.2.2. Passiva Das Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um 136.449 TEUR auf 245.169 TEUR. Der Anstieg resultiert aus dem im Jahresabschluss 2023 generierten Jahresfehlbetrages sowie einer Kapitalerhöhung in Höhe von 150.000 TEUR durch die Alleingesellschafterin New Neckar Autoparts Holdings and Operations GmbH & Co. KG. Die Eigenkapitalquote erhöht sich zum 31. Dezember 2023 um 21,6 Prozentpunkte auf nun 32,8% (Vorjahr: 11,2%). Innerhalb der Rückstellungen sind unter anderem die rückstellungspflichtigen Pensionsverpflichtungen ausgewiesen. Diese waren zum Bilanzstichtag in Höhe von 15.624 TEUR (Vorjahr: 18.770 TEUR) bilanziert. Gegenüber dem Vorjahr reduzierten sich die Rückstellungen um -17.452 TEUR auf nun insgesamt 45.047 TEUR (Vorjahr: 62.499 TEUR). Maßgeblich für die Reduzierung sind hierbei die Veränderungen der sonstigen Rückstellungen und hier insbesondere die Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich, die Rückstellungen für drohende Verluste aus Lieferverpflichtungen sowie die Garantierückstellungen. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund der Reduzierung der Beschäftigten um -1.423 TEUR auf nun 15.729 TEUR (Vorjahr: 17.152 TEUR) zurückgegangen. Ebenfalls reduzierten sich die Rückstellungen für drohende Verluste aus Lieferverpflichtungen auf 5.210 TEUR (Vorjahr: 10.648 TEUR), im Wesentlichen begründet durch Preiserhöhungen bei den BRM-Projekten sowie die Reduzierung unrentabler konventioneller Projekte (Starter und Generator). Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen gingen um -3.078 TEUR auf 2.200 TEUR (Vorjahr: 5.278 TEUR) zurück. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierten sich auch die Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen um -3.208 TEUR auf 4.105 TEUR (Vorjahr: 7.313 TEUR). In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen unter anderem für Sicherungsgeschäfte, "Debranding" und zurückzugewährende Entgelte enthalten. Im Zuge der Veräußerung der SEG Automotive Germany GmbH wurde vereinbart, dass die Bosch-Logos auf den vorhandenen Werkzeugen und Verpackungen entfernt werden. Die SEG Automotive Germany GmbH hat sich in Übernahmeerklärungen gegenüber den Regionalgesellschaften bereit erklärt, die Aufwendungen hierfür weltweit zu übernehmen. Im Berichtsjahr betragen diese Rückstellungen 48 TEUR (Vorjahr: 265 TEUR). Die Verbindlichkeiten verminderten sich im Berichtsjahr um -339.091 TEUR auf 455.598 TEUR. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus den gesunkenen Verbindlichkeiten aus Cash Pool um - 134.090 TEUR auf nun 59.999 TEUR (Vorjahr: 194.089 TEUR); entstanden durch Cash-Pool- Verrechnung die in vergangenen Jahren nicht durchgeführt worden ist (Prozessänderung Cash-Pool Spiegelung: bis 2022 Forderung und Verbindlichkeit Bruttobetrag, ab 2023 Nettobetrag), sowie der reduzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um -163.623 TEUR auf nun 170.187 TEUR (Vorjahr: 333.810 TEUR). Ebenfalls verminderten sich die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um -18.650 TEUR auf 16.727 TEUR (Vorjahr: 35.377 TEUR). Maßgeblich hierfür waren die gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber der Starters E-Components Generators Automotive Hungary Kft. und der SEG Automotive Spain SA in Höhe von 12.230 TEUR aus vereinbarten pauschalen Transfer Pricing Anpassungen zum Jahresende (Vorjahr: 30.460 TEUR). Gegenläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen- und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die im Vergleich zum Vorjahr um -8.334 TEUR auf 53.708 TEUR (Vorjahr: 62.042 TEUR) zurückgingen, sowie die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber unserer chinesischen Tochtergesellschaft und unserer Alleingesellschafterin New Neckar Autoparts Holdings and Operations GmbH & Co. KG, die sich zum Bilanzstichtag um -20.401 TEUR auf 128.401 TEUR (Vorjahr: 148.802 TEUR) reduzierten. 2.2.3. Finanzmanagement Die Verantwortung für das Finanzmanagement im SEG Konzern trägt die SEG Automotive Germany GmbH als Holdinggesellschaft (zentrale Treasury-Verantwortung). Das Finanzmanagement umfasst vor allem die Beschaffung der notwendigen finanziellen Mittel und die Steuerung der Inanspruchnahmen innerhalb des Konzerns, das Pooling der liquiden Mittel sowie die konzernweite Absicherung von Zins-, Fremdwährungs- und Rohstoffrisiken. Ferner ist das Finanzmanagement der SEG Automotive Germany GmbH darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. Somit zielt unser Finanzmanagement vor allem darauf ab, das nachhaltige Wachstum der SEG Automotive Germany GmbH durch eine adäquate Finanzierungsstruktur zu unterstützen und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Um dies zu gewährleisten, erfolgt vor der Durchführung von Maßnahmen, die einen wesentlichen Effekt auf die Kapitalstruktur der SEG Automotive haben könnten, stets eine Überprüfung, ob die Fähigkeit der SEG Automotive Germany GmbH zur Einhaltung der externen Mindestkapitalanforderungen beeinträchtigt werden könnte. Finanzierung Zum Ende des Jahres 2023 besteht die Gesamtfinanzierung im Wesentlichen aus einem syndizierten Kredit, welcher in 2022 abgeschlossen wurde und in ein befristetes Darlehen in Höhe von 300.000 TEUR sowie eine revolvierende Kreditlinie über 100.000 TEUR unterteilt ist. Die revolvierende Linie beinhaltet zudem eine Ancillary Kreditlinie von 40.000 TEUR und eine Garantielinie von 5.000 TEUR. Die Endfälligkeit des Kredites ist Mitte 2025. Zum 31.12.2023 ist der syndizierte Kredit mit 170.000 EUR beansprucht. Zum 28.12.2023 wurde das befristete Darlehen in Höhe von 150.000 TEUR getilgt. Grundlage hierfür war eine Kapitalerhöhung durch die Alleingesellschafterin New Neckar Autoparts Holdings and Operations GmbH & Co. KG in gleicher Höhe im November 2023. Von der Garantielinie sind zum 31.12.2023 4.549 TEUR ausgereicht, diese wurden für Garantien verwendet oder den Tochterunternehmen zur Deckung des lokalen Garantiebedarfs zugewiesen. Die Verzinsung besteht aus fixer Marge sowie einer variablen Komponente basierend auf dem 3Monats EURIBOR. Ferner bestehen vier Darlehensverbindlichkeiten gegenüber unserer chinesischen Tochtergesellschaft in Höhe von insgesamt 87.251 TEUR (685 MCNY). Die Darlehen sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen und haben Laufzeiten bis Mitte 2024 24.201 TEUR (190M CNY), Anfang 2025 19.106 TEUR (150M CNY) und Mitte 2026 43.944 TEUR (175M CNY + 170M CNY). Durch zusätzliche Linien für diverse Finanzinstrumente gewinnt die SEG an Flexibilität und es ist somit sichergestellt, dass Zahlungsverpflichtungen der SEG Automotive Germany GmbH jederzeit erfüllt werden können. Investitionen In der Berichtsperiode tätigte SEG Automotive Germany GmbH Investitionen in Höhe von 11.908 TEUR (Vorjahr: 19.708 TEUR). Davon entfielen 2.565 TEUR auf Investitionen in Sachanlagen (Vorjahr: 7.193 TEUR). Dies betrifft im Wesentlichen Technische Anlagen und Maschinen. Darüber hinaus umfassten die Investitionen Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 9.343 TEUR (Vorjahr: 12.515 TEUR), die vorwiegend den Erwerb und Erstellung neuer Technologien betreffen. Ein bedeutender Anteil bei den Zugängen von immateriellen Vermögensgegenständen hat hierbei die Aktivierung von Entwicklungskosten in Höhe von 9.147 TEUR (Vorjahr: 11.107 TEUR) aufgrund unserer fortgesetzten Produktoffensive, sowie der Elektrifizierung von Fahrzeugen. PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHT Der Prognose-, Risiko- und Chancenbericht gibt die voraussichtliche Entwicklung der SEG Automotive Germany GmbH mit ihren wesentlichen Risiken und Chancen aus der Sicht der Unternehmensleitung wieder. Er enthält zukunftsbezogene Angaben und basiert auf Erwartungen und Einschätzungen, die Unwägbarkeiten unterliegen. Sie können dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung, unter anderem wegen der politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgend beschriebenen Erwartungen abweicht. 3.1. Risiko- und Chancenbericht SEG Automotive agiert in einem internationalen, volatilen und stark dynamischen Umfeld. Die Veränderungen des Markt- und Technikumfelds eröffnen für SEG Automotive sowohl vielfältige Chancen als auch Risiken. Infolgedessen werden innerhalb von SEG Automotive neben Chancen auch Risiken identifiziert, bewertet und verfolgt. Der kontinuierliche Planungsprozess stellt sicher, dass Chancen, die sich kurzfristig ergeben, schnell und konsequent genutzt werden können und auch auf unerwartete Risiken entsprechend reagiert werden kann. Die wesentlichen Risiken und Chancen sind im Risiko- und Chancenbericht ausführlich beschrieben. Die dort näher erläuterten Risiken und Chancen betreffen sämtliche Leistungsindikatoren und können dazu führen, dass deren tatsächliche Entwicklung von der Prognose abweicht. 3.1.1. Chancenbericht Die Identifikation, Beurteilung und Wahrnehmung von Chancen innerhalb von SEG Automotive obliegt dem Management. Kernziel ist in diesem Zusammenhang, potenzielle Chancen so früh wie möglich zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen zugunsten von SEG Automotive auszunutzen. Dabei sieht sich SEG Automotive mit dem aktuellen Produkt- und Leistungsangebot und der globalen Präsenz auch zukünftig sehr gut aufgestellt, um an den von den Zukunftsinstituten prognostizierten Megatrends der Zukunft zu partizipieren. Insgesamt sieht SEG Automotive für ihre Geschäfte gute zukünftige Wachstumschancen, gerade aufgrund der weiter zunehmenden Anstrengungen zur CO 2 -Reduzierung beim Verbrennungsmotor, bei denen die Produkte von SEG Automotive einen erheblichen Beitrag leisten, als auch in den anstehenden Veränderungen durch die voranschreitende Elektrifizierung. Haupttreiber hierfür und für die schrittweise Elektrifizierung und Elektromobilität sind aus Sicht von SEG Automotive insbesondere neue Vorgaben für Verbrauch und Emissionen, eine steigende Alltagstauglichkeit, aber auch der steigende Kundenfahrspaß. Aufgrund der Expertise im Bereich der Boost-Recuperation-Machine (BRM) auf 48 Volt Basis verfügt SEG Automotive zudem über eine günstige Ausgangsbasis für die weitere Entwicklung von Komponenten für die Elektromobilität und kann so einen kostengünstigen Einstieg in die Hybridisierung bieten. Unter Zugrundelegung dieses Know-how wird nun auch die Markteinführung der Hochvolt E- Maschinen vorangetrieben, welche einen wesentlichen Bestandteil der langfristigen Strategie von SEG Automotive bilden. In 2022 entstand in diesem Zusammenhang die Gründung der SEG Automotive e-Drive System Company (SES) in China gemeinsam mit ZMJ. Durch SES sollen insbesondere Hochvolt Lösungen für den chinesischen Markt und die dort ansässigen OEMs bereitgestellt werden. Gleichzeitig wird SEG Automotive im Suttgarter Headquarter durch Ausnutzung der Kompetenzen aus dem 48V Bereich den Eintritt in das Hochvolt Geschäft im europäischen Markt vorantreiben. Dieser komplementäre Ansatz ermöglicht SEG Automotive die Erschließung der beiden größten Zielmärkte Europa und China. Mittels der starken globalen Präsenz bei den Kunden vor Ort kann SEG Automotive weltweit weitere Potenziale und Chancen nutzen. 3.1.2. Risikobericht SEG Automotive ist verschiedenen potentiellen Risiken ausgesetzt, die das Geschäft negativ beeinflussen können und die zu einer negativen Planabweichung führen können. Ziel ist es insbesondere, bestandsgefährdende Risiken aus unternehmerischer Sicht frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Zentrales Element des SEG-Risikomanagements ist dabei vor allem die frühzeitige Identifikation von Risiken sowie die Umsetzung der von den Risiken abgeleiteten Maßnahmen. Risiken lagen in diesem Zusammenhang im Wesentlichen in der Entwicklung der Absatzmärkte sowie Veränderungen des politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfelds und daraus getriebene Veränderungen in den Rohstoffmärkten und in der Wechselkursentwicklung. Im Rahmen des operativen Controllings wurde zusätzlich seit 2019 unter anderem monatlich auf Grundlage des umfassenden Berichtswesens ein Überblick über alle wirtschaftlich relevanten Vorgänge sowie eine Aufstellung der wesentlichen Chancen und Risiken erstellt. Aufgrund der breiten weltweiten Aufstellung sind die einzelnen Risiken, denen die SEG Automotive gegenübersteht, insgesamt stark gestreut. Unsicherheiten sowohl für die Weltwirtschaft als auch SEG Automotive ergeben sich insbesondere durch die unterschiedlichen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges sowie dem erneut aufgeflammten Konflikt im Nahen Osten, die angespannte Versorgungssituation bei Halbleitern und anderen wichtigen industriellen Vorprodukten sowie volatile Energie- und Rohstoffpreise. Ein weiteres Risiko ist eine Rezession in Europa und in den USA. Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben weiterhin von außergewöhnlicher Unsicherheit geprägt. Neben unerwarteten makroökonomischen Entwicklungen können insbesondere aus geopolitischen und handelspolitischen Ereignissen Unsicherheiten für die Weltwirtschaft und die Geschäftsentwicklung der SEG auftreten. Die beschriebenen Risiken infolge gesetzlicher und politischer Rahmenbedingungen könnten bei unseren Kunden die negativen Auswirkungen auf die Produktions- und Absatzplanung weiter verschärfen und damit auch negativen Einfluss auf die Entwicklung der SEG Automotive haben. Die Veränderung dieser Risiken wird kontinuierlich überwacht, bewertet und bei Bedarf in die unterjährigen Planungen eingearbeitet. Zusätzlich zu den bereits genannten Risiken ist SEG Automotive auch potenziellen Umwelt- und ESG-Risiken (Environmental, Social, Governance) ausgesetzt. Neue Vorschriften und Standards in Bezug auf Umwelt- und Sozialverantwortung sowie Unternehmensführung könnten erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von SEG Automotive haben. Insbesondere könnten strengere Umweltvorschriften und - standards, die auf die Reduzierung von Emissionen und die Förderung nachhaltigerer Geschäftspraktiken abzielen, erhebliche Investitionen in Forschung und Entwicklung, Anpassungen der Produktionsprozesse und möglicherweise auch Produktänderungen erfordern. Diese Veränderungen könnten erhebliche Kosten verursachen und die Rentabilität des Unternehmens beeinträchtigen. Darüber hinaus könnten Veränderungen in der öffentlichen Wahrnehmung und Erwartungen der Stakeholder in Bezug auf die ESG-Praktiken des Unternehmens ebenfalls erhebliche Auswirkungen auf das Geschäft und die Reputation von SEG Automotive haben. SEG Automotive beobachtet und bewertet diese Risiken kontinuierlich und arbeitet daran, wirksame Strategien und Maßnahmen zur Risikominderung zu implementieren. Strategische Risiken Mittelfristig wird das Wachstum von SEG durch Wachstum in China und Nordamerika sowie die Ausweitung der Commercial Vehicles und Generatoren-Aktivitäten definiert sein. Insbesondere in Nordamerika ist das Geschäft von SEG Automotive dabei einer hohen Wettbewerbsintensität ausgesetzt, wodurch die Margen belastet werden können. Im Bereich der BRM-Aktivitäten sieht SEG Automotive weiterhin Risiken aus der Abhängigkeit von Schlüssellieferanten. Diesen begegnet SEG Automotive mit einem potentiellen Aufbau eigener Kapazitäten sowie der Suche weiterer Partner. Langfristig sieht SEG Automotive einen Rückgang im Geschäft mit Startern und Generatoren für Verbrennungsmotoren. SEG Automotive betrachtet seine BRM hier als ein hervorragendes Ersatzerzeugnis und sieht auch die Option, Kompetenzen in der Entwicklung von E-Maschinen sowie Komponenten für Hochvolt-Fahrzeuge aufzubauen. Hinzu kommt grundsätzlich ein Gewährleistungsrisiko. Aufgrund umfassender Plattform- und Baukastenstrategien der Automobilhersteller können Qualitätsprobleme bei einzelnen Produkten zu umfangreichen Rückrufen führen. Diesen Risiken steuert SEG Automotive mit der ständigen Verbesserung ihres Qualitätsmanagements sowie durch eine Versicherungspolice entgegen. Dies umfasst auch die sorgfältige Auswahl und Überwachung der Lieferanten zur Sicherstellung der Qualität zugelieferter Produkte und dem Risiko von Lieferengpässen innerhalb der zunehmend komplexeren Wertströme entgegenzuwirken. Finanzwirtschaftliche Risiken: SEG ist Risiken im Zusammenhang mit ihren Finanzierungsvereinbarungen ausgesetzt, die Bedingungen enthalten (sogenannte Baskets und Covenants), welche die Geschäftsführung der SEG in ihrer Handlungsfähigkeit einschränken könnte. Die Covenantrisiken haben sich durch die vorzeiteige Rückzahlung des Darlehens stark reduziert. Darüber hinaus stellt die variable Verzinsung des Konsortialkredits ein weiteres Risiko dar. Die Verzinsung besteht aus fixer Marge sowie einer variablen Komponente basierend auf dem 3Monats EURIBOR. Da die Zinsen über die Laufzeit schwanken, kann es hieraus zeitweise zu erhöhten Zahlungsverpflichtungen kommen. Um das Zinsänderungsrisiko zu begrenzen und Planungssicherheit zu gewährleisten, kann der variable Zinsanteil durch entsprechende Derivate gegen einen fixen Zinssatz getauscht werden. Die aktuelle Marktentwicklung gibt jedoch keinen Anlass, zeitnah eine entsprechende Sicherung einzugehen. Das operative Geschäft von SEG Automotive wird aufgrund der Internationalität in starkem Maße durch die vielfältigen Währungs- und Rohstoffpreisschwankungen beeinflusst. Die größten operativen Risiken im Währungsbereich resultieren dabei aus Kursänderungen des US-Dollar, des Ungarischen Forint und des Chinesischen Renminbi. Im Rohstoffbereich ergeben sich die Risiken überwiegend aus den Preisschwankungen von Stahl, Kupfer und Aluminium. Das Ziel von SEG Automotive ist es, diese Risiken soweit wie möglich über natürliches Hedging zu begrenzen. Gleichzeitig mildert die Strategie einer starken weltweiten Präsenz mit lokaler Produktion und weltweiten Einkaufsaktivitäten diese Währungsrisiken ab. Die verbleibenden Nettorisiken werden seit 2018 durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten begrenzt bzw. eliminiert. Alle notwendigen Sicherungsmaßnahmen ergreift grundsätzlich das zentrale Group Treasury und ist Teil des Finanzmanagements. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten ist in einer verbindlichen internen Richtlinie geregelt, die auch den konzeptionellen Rahmen für die Identifizierung und Bestimmung der einzelnen Nettorisikopositionen vorgibt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- und Spekulationszwecken genutzt. Die Effektivität der Risikoabsicherung wird im Zuge des internen Reporting überwacht und gesteuert. Das Gesamtvolumen der zum 31. Dezember 2023 ausstehenden Derivate betrug 369.640 TEUR (Vorjahr: 169.858 TEUR). Länder- und Rohstoffbeschaffungsrisiken: Entwicklungen und Neugestaltungen der globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Hinblick auf die sozialen, politischen, rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen in den für SEG Automotive relevanten Märkten könnten zukünftig zu einer Begrenzung und möglicherweise auch zum Rückgang des laufenden Geschäftsumfangs von SEG Automotive führen. Ebenso bestehen aus Sicht von SEG Automotive auch zukünftig Rohstoffbeschaffungsrisiken, vor allem aufgrund der Marktpreisschwankungen beim Zukauf für Rohmaterial. Die volatilen Marktpreise für die Rohstoffe können somit eine Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage von SEG Automotive haben. Zur Erreichung wettbewerbsfähiger Einkaufspreise werden Einkaufsvolumen zusätzlich aus China eingekauft. Damit geht ein erhöhtes Länderrisiko im Fall geopolitischer Spannungen einher. Zusätzliche Preisrisiken und Volatilität werden durch den Krieg in der Ukraine geschaffen - direkt durch Verknappung von Rohstoffen und auch indirekt durch gestiegene Gas- /Energiepreise oder durch Beeinträchtigung der Transportkapazitäten. Sowohl Preissteigerungen als auch der Russland-Ukraine- Konflikt sowie der erneut aufgeflammte Konflikt im Nahen Osten sind wesentliche Treiber der stark gestiegenen Inflationsraten. Darunter leiden der Privatkonsum, das Wirtschaftswachstum und die Automobilnachfrage. Diesem Risiko versucht SEG Automotive in erster Linie durch kontinuierliche Preisverhandlungen mit den Lieferanten und Kunden sowie der technisch möglichen Reduzierung der Abhängigkeit von volatilen Rohstoffen (bspw. seltene Erden) entgegenzuwirken. Außerdem werden derivative Finanzinstrumente zur weiteren Absicherung der Marktpreisrisiken bei der Beschaffung der Rohstoffe Kupfer und Aluminium eingesetzt. Einen weiteren Schwerpunkt im Einkauf von Material und Vorprodukten bilden Elektronik- und elektromechanische Komponenten wie z.B. Halbleiter. Durch Kapazitätssicherung und Mehrlieferantenstrategie sollen künftige Schwankungen und Engpässe vermieden werden. IT-Risiken: Die zentralen Geschäftsprozesse unserer Einzelunternehmen und die der gesamten Gruppe sind in hohem Maße von IT-Prozessen und -Aktivitäten abhängig. Die Sicherheit der IT-Systeme und der Daten unterliegt sowohl externen Risiken wie Infiltrationsversuchen und Schadsoftware als auch technischen Risiken wie einem Serverausfall oder fehlerhafter Software. Um diese Risiken zu minimieren, entwickelt SEG seine technischen und organisatorischen Maßnahmen entsprechend den Anforderungen kontinuierlich weiter. Die Zuverlässigkeit der IT-Systeme wird dabei durch eine konsequente Standardisierung der IT-Infrastruktur in der gesamten Gruppe und deren stetige Anpassung an den Stand der Technik gewährleistet. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Sicherheit der IT-Systeme und des Datenbestands gelegt. Diese Sicherheit wird durch redundante Hardware und den Einsatz aktueller Softwarelösungen gewährleistet und weiterentwickelt. Zur Sicherstellung und Steuerung der Informationssicherheitsanforderungen wird ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) genutzt, dass sich an der ISO 27001 Norm orientiert. Im Rahmen dessen identifiziert ein Information Security Officer (ISO) weltweit Risiken für die Informationssicherheit, leitet Gegenmaßnahmen ab und steuert deren Umsetzung. Nicht zuletzt werden User durch Awareness-Trainings und Phishing Simulationen auf aktuelle Cyberbedrohungen hingewiesen und adäquate Verhaltensweisen trainiert. Compliance & regulatorische Risiken: Compliance ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmenskultur bei SEG. Um Compliance den gewünschten Stellenwert zu geben, wurde bei SEG bereits im Rahmen der Ausgründung aus der Bosch Gruppe ein eigener Verhaltenskodex erlassen, an den sich das Unternehmen gebunden sieht, dessen Einhaltung vorgelebt und auf dessen Einhaltung durch die Mitarbeiter/-innen größten Wert gelegt wird. Unterstützt wird die Einhaltung der Compliance Regeln durch eine Whistleblower Plattform, die es Mitarbeitern/-innen und Dritten ermöglicht, Compliance Verstöße anonym zu melden. Ferner wurde bereits in den Vorjahren ein Compliance Committee gegründet. Wesentliche Risiken aus Rechtstreitigkeiten sind aus heutiger Sicht nicht zu erwarten, aber grundsätzlich möglich. Solchen Risiken wirken wir durch unser Vertragsmanagement und einer hohen Produktqualität entgegen und bilden bei Bedarf Rückstellungen im üblichen Rahmen. Personalrisiken: Im Bereich Personal unternehmen wir verschiedenste Maßnahmen, um dem Unternehmen zum einen die erforderliche Flexibilität für die Erreichung der Jahresziele zu ermöglichen und zum anderen sicherzustellen, dass wir auch die für die Zukunft erforderliche Personalressource halten bzw. entwickeln. Unser Fokus liegt auf dem Management von Personalressourcen und -kosten sowie der Personalentwicklung. Dabei erfolgte die Anpassung unseres Managementsystems an aktuelle und zukünftige Anforderungen. Um weitere Bedarfe bei Fach- und Führungskräften zu decken, haben wir vielfältige Maßnahmen initiiert, was sich durch neue Nachwuchs- und Managementprogramme auszeichnet. Einem möglichen Facharbeitermangel begegnen wir proaktiv. In diesem Zusammenhang verstärken wir unsere Bemühungen im Recruiting von externen Ressourcen. Ein Aus- und Weiterbildungsprogramm mit internen und externen Veranstaltungen erhöht die Qualifizierung unserer Mitarbeiter und trägt zu deren beruflicher Weiterentwicklung bei. Durch den Ausbau der Software und Elektrotechnikkompetenz wappnet sich SEG immer mehr für die Zukunft und stellt sich der Transformation. 3.1.3. Gesamtbeurteilungen der Chancen- und Risikosituation von SEG Automotive: Für das Berichtsjahr 2023 zeigt die Darstellung der Chancen und Risiken, dass sich die SEG Automotive Germany GmbH in einem herausfordernden, aber auch chancenreichen Umfeld bewegt und dass derzeit keine nachhaltige und schwerwiegende Gefährdung der Ertragskraft aus den dargelegten Risiken absehbar ist. Unter Berücksichtigung der wesentlichen Chancen zeigt die Gesamtrisikolage der SEG Automotive eine angemessene Risiko- und Chancensituation, auf die unsere risikobegrenzenden Maßnahmen und unsere Konzernstrategie entsprechend ausgerichtet sind. Zusätzlich zu den im vorliegenden Lagebericht der SEG Automotive Germany GmbH dargelegten Risiken kann es allerdings jederzeit zu unvorhersehbaren Ereignissen kommen, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von SEG Automotive oder auch die Reputation des Unternehmens erheblich schädigen können. Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben weiterhin von großer Unsicherheit geprägt. Neben unerwarteten makroökonomischen Entwicklungen können insbesondere aus geopolitischen und handelspolitischen Ereignissen Unsicherheiten für die Weltwirtschaft und die Geschäftsentwicklung der SEG Automotive Germany GmbH entstehen. Die länger andauernde militärische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine sowie der erneut aufgeflammte Konflikt im Nahen Osten könnten die Weltwirtschaft erneut belasten und die Absatzsituation negativ beeinflussen. Weiterhin bestehen auch erhebliche Unsicherheiten durch mögliche Engpässe entlang der gesamten Lieferkette, insbesondere bei der Versorgung mit Halbleitern. Auch volatile Energie- und Rohstoffpreise, anhaltend hohe oder nochmals zunehmende Inflationsraten, Unsicherheit bezüglich der Referenzzinsen und eine noch ausgeprägtere Abschwächung des Wirtschaftswachstums können Einfluss auf die Risiko- und Chancensituation der SEG Automotive haben. Die SEG Automotive beobachtet die Entwicklung aufmerksam und ist darauf vorbereitet, die notwendigen Maßnahmen zeitnah und konsequent umzusetzen. Entscheidend für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SEG Automotive Germany GmbH sind die eigene wirtschaftliche Entwicklung und Erfolg sowie der ihrer operativen Tochtergesellschaften, an deren Entwicklung sie über Ausschüttungen etc. partizipiert. Angesichts der getroffenen Vorkehrungen sowie der Refinanzierung der syndizierten Kreditlinie Mitte des Jahres 2022, zusammen mit der teilweisen Tilgung zum Ende 2023, sind wir davon überzeugt, die bestehenden Risiken beherrschen und die daraus resultierenden Herausforderungen erfolgreich bewältigen zu können. In der Gesamtbetrachtung können wir somit festhalten, dass aus unserer Sicht keine wesentlichen Risiken erkennbar sind, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Bestand unseres Unternehmens gefährden können. Prognosebericht Nach aktueller Einschätzung (April 2024) des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Weltwirtschaft 2024 mit 3,2% weiterhin wachsen. Die weitere Entwicklung dürfte unter anderem durch die hohe Inflation, den Krieg in der Ukraine und dem Konflikt im Nahen Osten geprägt sein. In der Eurozone wird 2024 mit einem BIP-Wachstum von rund 0,8% gerechnet. Für Deutschland wird mit einem leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung gerechnet (0,2%). In den übrigen Mitgliedsstaaten der Eurozone sind die konjunkturellen Aussichten den Erwartungen nach etwas positiver. So wird in Frankreich (+0,7%), Italien (+0,7%) und Spanien (+1,9%) im Prognosezeitraum ein Zuwachs des BIP erwartet. Im UK wird mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung gerechnet (0,5%). Die Wachstumsrate in den USA dürfte 2024 mit 2,7% erneut positiv ausfallen. In Japan ist für das Jahr 2024 einem geringeren Anstieg wie im Vorjahr zu erwarten (+0,9%). Für China wird mit einem Wirtschaftswachstum von 4,6% gerechnet. Auf den internationalen Automobilmärkten wird für das laufende Jahr 2024 ein Absatzvolumen von 88,3 Mio. Fahrzeugen erwartet. Der weltweite Verkauf von neuen Leichtfahrzeugen wird im Jahr 2024 laut einer neuen Prognose von S&P Global Mobility um 2,8% gegenüber dem Vorjahr steigen. Die Erholung der Leichtfahrzeugproduktion setzt sich fort und unterstützt die Wiederauffüllung der Bestände in vielen Regionen, da sich die Lieferkette und die Nachfrage weiter erholen, unterstützt durch anhaltende zurückgestaute Verbrauchernachfrage. S&P Global Mobility bleibt jedoch vorsichtig hinsichtlich der Erholungsaussichten, da die Verbrauchernachfrage durch hohe Fahrzeugpreise und herausfordernde Kredit- und Kreditbedingungen belastet wird. Gesamtaussage im Prognosebericht Nach Einschätzung der Geschäftsführung befindet sich das Unternehmen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Jahresberichts in einer Phase des Übergangs und der Transformation, die große Chancen, aber auch Risiken mit sich bringt:
Ferner ergeben sich aus dem Krieg in der Ukraine sowie der erneut aufgeflammte Konflikt im Nahen Osten und dessen geopolitischen Auswirkungen auch weiterhin mögliche Implikationen für den Geschäftsverlauf der SEG. Zusätzliche Risiken ergeben sich aus der weiterhin angespannten Preisentwicklung an den internationalen Rohstoffmärkten. Über unseren kontinuierlichen Planungsprozess stellt SEG sicher, dass sich die bietenden Chancen genutzt werden und auf unerwartete Risiken entsprechend reagiert werden kann. Somit können die Erwartungen für den Geschäftsverlauf jeweils an die aktuellen Prognosen bezüglich der Entwicklung der Automobilmärkte angepasst werden. Wir haben den Anspruch, nachhaltige Lösungen für die Mobilität zu entwickeln bzw. anzubieten und wir setzen unsere nachhaltige Geschäftsstrategie konsequent um. Dabei sehen wir unsere Ausgangsposition auf dem Weg in eine profitable und gleichzeitig CO 2 -neutrale Zukunft deutlich besser, als es die aktuellen Ertragskennziffern vermuten lassen. Bereits im Vorjahr haben wir die entsprechenden Weichen gestellt und sehen in der Transformation der Automobilbranche neben den Risiken beachtliche Chancen für uns, welche wir auch konsequent nutzen wollen. Der Bedarf der hohen Transformationsgeschwindigkeit in der Automobilbranche bleibt weiterhin vorhanden. Gleichzeitig bleiben die Rahmenbedingungen auch im Jahr 2024 herausfordernd. Vor diesem Hintergrund forciert SEG die Investitionen in zukunftsgerichtete Technologie und setzt konsequent weitere Maßnahmen zur Kostensenkung und zur Optimierung von Betriebskapital und Liquidität um. Ferner wird ein Teil der Ausgaben für Forschungs- und Entwicklungsleistungen beispielsweise in die Elektrifizierung des Produktportfolios fließen. Unter der Annahme, dass sich das Marktwachstum weiterhin verlangsamen dürfte, rechnet SEG für das Jahr 2024 mit einem deutlichen Rückgang des Umsatzes (>-10% Prozentbereich) gegenüber dem Vorjahr. Des Weiteren erwarten wir für die SEG Automotive Germany GmbH ein deutlich verbessertes und im Gegensatz zum Vorjahr positives EBIT. Durch ein weiter verbessertes Finanzergebnis (Ausschüttungen aus den Tochtergesellschaften) erwarten wir eine signifikante Verbesserung des Jahresüberschusses und somit ein Ergebnis, das deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegt. NachtragsberichtSeit Beginn des Geschäftsjahres 2024 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfelds ergeben.
Stuttgart, den 22. Mai 2024 SEG Automotive Germany GmbH Ferdinando Sorrentino, Chief Executive Officer (CEO) Georg Brasch, Chief Financial Officer (CFO) Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von elektromechanischen Systemen und Komponenten, wie Startern, Generatoren, Komponenten zur Rückgewinnung von Bremsenergie und elektrischer Antriebsunterstützung sowie die Erbringung von sonstigen Dienstleistungen auf diesem Gebiet. Der Sitz der Gesellschaft ist Stuttgart und ist dort im Handelsregister unter der Nummer HRB 754886 eingetragen. Die SEG Automotive Germany GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wird gemäß der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages waren nicht zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. Alle Beträge des Jahresabschlusses werden in EURO (EUR) ausgewiesen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. In die Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände, die ausschließlich aktivierte Entwicklungskosten für Plattformprojekte betreffen, werden neben direkt verrechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. In Höhe der aktivierten Beträge (vermindert um latente Steuern) besteht gemäß § 268 Abs. 8 HGB ein Ausschüttungsverbot. Das Sachanlagevermögen wird gemäß § 255 Abs. 1 und 2 HGB zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen zeitanteilig unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Den planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Sowohl für immaterielle Vermögensgegenstände als auch für Sachanlagen werden außerplanmä- ßige Abschreibungen, soweit handelsrechtlich geboten, vorgenommen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens, deren Anschaffungskosten mindestens 250 EUR betragen und 1.000 EUR nicht übersteigen, wird ein Sammelposten gebildet. Die- ser wird über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 EUR werden im Jahr des Zugangs aufwands- wirksam erfasst. Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Fallen die Gründe für die Abschreibung weg, wird die außerplanmäßige Abschreibung durch eine Wertaufholung rückgängig gemacht. Zuschreibungen erfolgen, sobald die Gründe für in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen sind. Im Berichtsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung von 0 TEUR (Vorjahr: 3.083 TEUR) auf aktivierte Entwicklungskosten vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB unter Berücksichtigung der handelsrechtlichen Wertuntergrenze. Geleistete Anzahlungen sind mit den tatsächlich gezahlten Beträgen (Nennwert) bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen, laufzeitadäquaten Marktzinssätzen der vergan- genen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berech- nung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden aufgrund der Neuregelung zur Bewertung der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen in § 253 Abs. 2 S. 1 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum Stichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83 % (Vorjahr: 1,79%) Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Gehalts- und Rentensteigerungen (3,0 % gemäß § 16 Abs. 2 BetrAVG und 2,0 % gemäß § 16 Abs. 3 BetrAVG) berücksichtigt. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Für den handelsrechtlichen Ansatz wurden die Aufstockungsbeträge als Zahlungen mit Entlohnungscharakter klassifiziert. In diesem Falle ist eine Rückstellung für künftige Aufstockungsleistungen über den Zeitraum anzusammeln, in dem diese Entlohnung vereinbarungsgemäß vom Arbeitnehmer erdient wird. Die Rückstellungen enthalten entsprechend bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungs- und Aufstockungsverpflichtungen. Der verwendete Rechnungszins von 1,0 % (Vorjahr 0,42 %) ist nicht identisch mit dem Rechnungszins zum vorgezogenen Inventurstichtag; vielmehr wurde dieser zur Vermeidung wesentlicher Abweichungen auf den Bilanzstichtag prognostiziert. Die Berechnung erfolgte auf der Grundlage der "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00 % (Vorjahr 3,00%) berücksichtigt. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren sowie grundlegenden Annahmen der Berechnung gemäß den Richttafeln "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellung wurde mit dem von der Deutschen Bundesbank zum Stichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,76 % (Vorjahr: 1,45 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00 % (Vorjahr 3,00 %) berücksichtigt. Erfolgswirkungen aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes zwischen zwei Abschlussstichtagen werden im Zinsaufwand erfasst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. In dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind ausschließlich Unterschiedsbeträge enthalten, die daraus resultieren, dass das Entgelt für die Übernahme von Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gemäß IDW RS HFA 30 n.F., den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag übersteigt. Die Auflösung des Unterschiedsbetrags erfolgt über die Duration der jeweils zu Grunde liegenden Rückstellung. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:
Latente Steuern werden für Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und steuerlichen Ergebnis ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden. Zum 31. Dezember 2023 wurde ein Überhang an aktiven latenten Steuern ermittelt. Das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, die aktiven latenten Steuern anzusetzen, wurde nicht in Anspruch genommen. Bei der Ermittlung wurde ein Steuersatz in Höhe von 30,57 % (Vorjahr: 30,58 %) zugrunde gelegt. Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen im Anlagevermögen, bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Vorräten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen sowie Rückstellungen, insbesondere Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Bewertungseinheiten wurden im Geschäftsjahr nicht gebildet. III. Erläuterungen zu Bilanzposten 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Es bestehen 64.364 TEUR (Vorjahr: 72.243 TEUR) an selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen. Gemäß § 268 Absatz 8 HGB unterliegen 44.688 TEUR der Ausschüttungssperre. Im Berichtsjahr wurden 9.147 TEUR aktiviert. Der Gesamtbetrag für Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt im Berichtsjahr 39.261 TEUR (Vorjahr: 41.312 TEUR). 2. Beteiligungsverhältnisse
Die Wertermittlung von Jahresergebnis und Eigenkapital beruht auf den IFRS-Zahlen der Konzernpackages in EUR. Des weiteren besteht indirekt über die chinesische Tochtergesellschaft ein Anteilsbesitz in Höhe von 10% an der SEG Automotive e-Drive System Company. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Zum Bilanzstichtag bestehen keine Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus:
Die Verringerung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Forderungen aufgrund des konzerninternen Verrechnungsverkehrs im Rahmen des zentralen Finanz- und Liquiditätsmanagements (Cashpool) sowie aus dem Lieferung- und Leistungsverkehr mit ausländischen Konzerngesellschaften. Im Berichtsjahr bestehen sonstige Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 35.238 TEUR (Vorjahr: 39.700 TEUR). Sonstige Vermögensgegenstände werden zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 38.890 TEUR (Vorjahr: 37.283 TEUR) ausgewiesen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände resultieren aus:
Bereits in 2021 wurde eine Factoring-Vereinbarung mit einer unserer Konsortialbanken über den Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über ein revolvierendes Nominalvolumen geschlossen. Mit der neuen abgeschlossenen Konsortialfinanzierung (Juli 2022) hat diese Factoring- Vereinbarung auch weiterhin Bestand. Hierbei gehen die wesentlichen Chancen und Risiken bei der Übertragung der Verfügungsmacht über. Die SEG Automotive Germany GmbH kann hierbei frei entscheiden, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden. Der Kaufpreis entspricht dem Nominalbetrag. 4. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt 25 TEUR (Vorjahr: 25 TEUR). Die Kapitalrücklage beträgt 698.000 TEUR (Vorjahr: 548.000 TEUR). Die Alleingesellschafterin New Neckar Autoparts Holdings and Operations GmbH & Co. KG hat im Geschäftsjahr eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der Gesellschaft gemäß §272 (2) Nr. 4 HGB in Höhe von 150.000 TEUR beschlossen und eingezahlt. Das Eigenkapital nahm im Berichtsjahr um 136.449 TEUR auf 245.169 TEUR zu. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 32,8 % (im Vorjahr 11,2%). Die SEG Automotive Germany GmbH hat vom Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Gebrauch gemacht. Der Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt 64.364 TEUR (Vorjahr: 72.243 TEUR). In Zusammenhang mit den selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen ergeben sich passive latente Steuern, welche sich im Geschäftsjahr 2023 von 22.091 TEUR um 2.416 TEUR auf 19.676 TEUR vermindern. Der relevante Steuersatz liegt bei 30,57% (Vorjahr: 30,58 %). Der insofern ausschüttungsgesperrte Betrag beträgt 44.688 TEUR. 5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 15.624 TEUR (Vorjahr: 18.770 TEUR). Die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 40.688 TEUR wurden mit dem Planvermögen in Höhe von 25.064 TEUR saldiert, da die zugrundeliegenden Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt sind. Die Anschaffungskosten des Planvermögens betragen 20.476 TEUR (Vorjahr: 24.111 TEUR). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren bzw. aus den vergangenen sieben Jahren beträgt zum Stichtag 201 TEUR (Vorjahr: 1.281 TEUR) und unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 S. 2HGB. In Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen wurden passive latente Steuern gebildet, welche sich im Geschäftsjahr 2023 von 392 TEUR um 331 TEUR auf 61 TEUR vermindert haben. 6. Steuerrückstellungen Im Berichtsjahr wurden keine Steuerrückstellungen gebildet (Vorjahr: 0 TEUR). 7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
Die Personalrückstellungen in Höhe von 15.729 TEUR (Vorjahr: 17.152 TEUR) im Jahr 2023 betreffen im Wesentlichen LZK-Langzeit- und ATZ- Altersteilzeitrückstellungen, Jubiläen, Urlaub und Prämien. In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen unter anderem für Sicherungsgeschäfte, "Debranding" und zurückzugewährende Entgelte enthalten. Im Zuge der Veräußerung der SEG Automotive Germany GmbH wurde vereinbart, dass die Bosch-Logos auf den vorhandenen Werkzeugen und Verpackungen entfernt werden. Die SEG Automotive Germany GmbH hat sich in Übernahmeerklärungen gegenüber den Regionalgesellschaften bereit erklärt, die Aufwendungen hierfür weltweit zu übernehmen. 8. Verbindlichkeiten
Zum 31. Dezember 2023 bestehen finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber dem Faktor aus Zahlungen von Kunden in Höhe von 7.097 TEUR (Vorjahr: 5.537 TEUR) und sind innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zur Besicherung der vorhandenen Kreditlinien bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von bis zu 250.000 TEUR (Vorjahr: 400.000 TEUR, Reduzierung durch Tilgung) bestehen Pfandrechte über Bankkontoguthaben, Forderungen, Anteile an ausgewählten Tochtergesellschaften und Patentrechte/Intellectual Property, sowie Sicherungs- übereignungen von beweglichem Anlagevermögen und Inventar der SEG Automotive Germany GmbH. Weiterhin hat unsere Muttergesellschaft ihre Anteile an der SEG Automotive Germany GmbH verpfändet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus:
Die Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr gegenüber Tochtergesellschaften. Im Juli 2022 wurde eine neue Anschlussfinanzierung abgeschlossen. Der neue syndizierte Kreditvertrag besteht aus syndizierten Kreditfazilitäten in Höhe von 400.000 TEUR, die sich aufteilen in:
Der syndizierte Kreditvertrag hat eine Laufzeit bis Mitte 2025. Der Zinssatz ist variabel und basiert auf dem EURIBOR für das Laufzeitdarlehen und die revolvierende Kreditfazilität. Im Dezember 2023 zahlte SEG Automotive 150.000 TEUR des Darlehens zurück. Die Quelle der Rückzahlung war eine zusätzliche Zahlung von 150.000 TEUR in das Eigenkapital der SEG Automotive Germany GmbH durch den Alleingesellschafter New Neckar Autoparts Holdings and Operations GmbH & Co. KG. im November 2023. Zum 31.12.2023 ist der syndizierte Kredit mit 172.825 EUR beansprucht. Von der Garantielinie sind 4.549 TEUR ausgereicht, hiervon 625 TEUR über Tochterunternehmen. Die Verzinsung besteht aus fixer Marge sowie einer variablen Komponente basierend auf dem 3Monats EURIBOR. Der Finanzverkehr bildet interne EUR und USD Cashpoolverbindlichkeiten gegen Tochtergesellschaften ab (in EUR). Diese werden bei SEG brutto gebucht, sprich 59.999 TEUR Verbindlichkeiten, denen jedoch 95.033 TEUR Forderungen entgegenstehen. Im Vergleich zum Vorjahr (194.089 TEUR Verbindlichkeiten und 294.954 TEUR Forderungen) entwickelt sich die Nettoposition von 100.865 TEUR auf 35.034 TEUR Forderungen (Prozessänderung Cash-Pool Spiegelung: bis 2022 Forderung und Verbindlichkeit Bruttobetrag, ab 2023 Nettobe- trag). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der SEG Automotive Germany GmbH gliedern sich nach Regionen und Produkten wie folgt auf: Umsätze nach Regionen
Umsätze nach Produkten
2. Andere aktivierte Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen beinhalten Material- und Personalaufwendungen im Zusammenhang mit der Entwicklung von Plattformprojekten. 3. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 15.726 TEUR (Vorjahr: 30.550 TEUR), Erträge aus Währungskursgewinnen (realisiert sowie nicht realisiert) 10.803 TEUR (Vorjahr: 6.454 TEUR) sowie aus Gewinnen aus Devisentermingeschäften und Derivaten 14.146 TEUR (Vorjahr: 15.380 TEUR). 4. Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich aus Löhnen und Gehältern in Höhe von 60.181 TEUR (Vorjahr: 57.037 TEUR) sowie Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung in Höhe von 16.509 TEUR (Vorjahr: 9.632 TEUR) zusammen. Der Anstieg des Personalaufwandes ist im Wesentlichen auf gestiegene Leistungen für die Altersvorsorge zurückzuführen. Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 8.159 TEUR (Vorjahr: 1.493 TEUR). 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Einzelnen zusammen:
Periodenfremde Aufwendungen, die nicht von untergeordneter Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 32 HGB sind, gibt es nicht. Sonstige Kosten bestehen hauptsächlich aus Verlusten aus Devisenterminkontrakten. 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen 22.981 TEUR (Vorjahr: 30.693 TEUR). 7. Pillar Two - Mindestbesteuerung Pillar Two, auch bekannt als Globale Anti-Base-Erosion (GloBE)-Regeln, ist eine entscheidende Komponente der von der OWZE/G20-Inklusivrahmen für BEPS entwickelten Zwei-Pfeiler-Lösung, um den steuerlichen Herausforderungen durch die Digitalisierung der globalen Wirtschaft zu begegnen. Das Hauptziel von Pillar Two besteht darin sicherzustellen, dass große multinationale Unternehmen (MNEs) in jedem Land, in dem sie tätig sind, einen Mindeststeuersatz auf das erwirtschaftete Einkommen zahlen. Dies gilt sowohl für öffentlich gehaltene als auch für privat gehaltene multinationale Gruppen mit einem konsolidierten Umsatz von über 750 Millionen Euro. Im Dezember 2022 veröffentlichte die OWZE die Safe-Harbours- und Straferlass-Modelregeln für Pillar Two. Im Rahmen dieses Themas hat SEG Automotive bereits die Berechnung des Transitional CbCR Safe Harbour und die Fit-Gap-Analyse durchgeführt, um die relevanten Datenpunkte für die Berechnung der Globalen Anti-Base-Erosion ("GloBE") zu ermitteln, einschließlich der Analyse der IPE - Intermediate Parent Entity (Scoping). Im Jahr 2024 wird SEG Automotive die Entwicklung der Pillar Two-Gesetzgebung in China und anderen Staaten weiterhin überwachen. Die Einreichung der ersten GloBE-Informationsrückgabe wird voraussichtlich erst im Jahr 2026 erfolgen, indem die Mindeststeuererklärung auf der Ebene der IPE eingereicht wird. Zum Bilanzstichtag wurden die OECD Pillar Two Regelungen (MindBestRL-UmsG) bereits in deutsches Recht überführt (MinStG). Das Gesetz findet erstmalig Anwendung für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Die SEG Automotive Germany GmbH als Teilkonzern der Zhengzhou Coal Mining Machinery Group Co.,Ltd. Gruppe fällt zukünftig in den Anwendungsbereich dieser Regelungen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die deutschen Teilkonzerngesellschaften noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Die SEG Automotive Germany GmbH hat zum Abschlussstichtag mit einer ersten indikative Analyse begonnen, um die zukünftige grundsätzliche Betroffenheit und die Jurisdiktionen zu ermitteln, aus denen der Teilkonzern möglichen Auswirkungen im Zusammenhang mit einer Pillar Two Top-up Tax (Primärergänzungsteuer) oder einer Qualified Domestic Minimum Top-up Tax (nationale Ergänzungsteuer) ausgesetzt wäre. Im Rahmen der laufenden Analyse wird untersucht, ob die SEG Automotive Germany GmbH und deren Gesellschaften möglicherweise von der Einführung einer nationalen Ergänzungssteuern betroffen wäre. Die oberste Muttergesellschaft des Konzerns in nicht in Deutschland ansässig, sodass für die SEG Automotive Germany GmbH zukünftig nur das Risiko einer Steuermehrbelastung aus einer nationalen Ergänzungssteuer besteht. Sie trägt als Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne des § 3 MinStG künftig etwaige entstehende Steuermehrbelastungen für in Deutschland belegene Geschäftseinheiten. Der Teilkonzern verfolgt aufmerksam den Fortschritt des Gesetzgebungsverfahrens in jedem Land, in dem die SEG Automotive GmbH tätig ist. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar Two Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkun- gen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar. V. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
2. Geschäftsführung Der Geschäftsführung der SEG Automotive Germany GmbH gehören an:
3. Aufsichtsrat Es besteht ein Aufsichtsrat nach dem Drittelbeteiligungsgesetz. Dieser setzt sich wie folgt zusam- men:
4. Sonstigen finanziellen Verpflichtungen
Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen Fertigungsgebäude, Maschinen, Kraftfahrzeuge wie auch bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating- Lease Verträge. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. 5. Sachverhalte, die der Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB unterliegen Der Gesamtbetrag der Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beträgt 44.688 TEUR für immaterielle Vermögengenstände sowie 3.186 TEUR aus der Aktivierung von Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert. 6. Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten
Bei den Devisenderivaten handelt es sich um Devisentermingeschäfte. Unter den sonstigen Derivaten werden im Geschäftsjahr 2023 Rohstoffsicherungen ausgewiesen. Die Marktwerte werden nach anerkannten finanzmathematischen Verfahren im Wesentlichen nach der "Discounted Cash Flow Methode" und dem "Black-Scholes-Modell" basierend auf Marktdaten durch Kontrahenten ermittelt. Der Buchwert der derivativen Finanzinstrumente mit positivem Marktwert war Null. Für derivative Finanzinstrumente und Rohstoffsicherungen mit negativem Marktwert wurden Rückstellungen in Höhe von 1.666 TEUR (Vorjahr: 2.343 TEUR) im Posten übrige sonstige Rückstellungen gebildet. 7. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehenden Unternehmen gelten. Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen. 8. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. 9. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer für Abschlussprüfungsleistungen beträgt 422 TEUR. Für andere Bestätigungsleistungen sind 99 TEUR angefallen. 10. GewinnverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, dass der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. De- zember 2023 in Höhe von -13.551 TEUR (Vorjahr: 1.070 TEUR) auf neue Rechnung vorgetragen wird. 11. Nachtragsbericht Seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfelds ergeben. 12. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die SEG Automotive Germany GmbH, Stuttgart, nimmt die Befreiungsvorschrift des § 292 HGB in Anspruch. Sie wird als Tochterunternehmen der New Neckar Autoparts Holdings and Operations GmbH & Co. KG in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens Zhengzhou Coal Mining Machinery Group Company Limited, China, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte und geprüfte Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.
Stuttgart, den 22. Mai 2024 SEG Automotive Germany GmbH Ferdinando Sorrentino, Chief Executive Officer (CEO) Georg Brasch, Chief Financial Officer (CFO) Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SEG Automotive Germany GmbH, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SEG Automotive Germany GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SEG Automotive Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung fest- stellen.
Stuttgart, den 22. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Gregor Zwatz, Wirtschaftsprüfer ppa. Dennis Württemberger, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
15 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Hebezeugen und Fördermitteln
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Spezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
Betrieb von Sportanlagen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen