COEXAL GmbH
Gewerbegebiet 2, 99887 Georgenthal, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karsten Kühr seit 8.1.2013 | Prokura |
Matthias Prinz seit 8.1.2013 | Prokura |
Norbert Großmann seit 14.8.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (5)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.00% | |
| 14.00% | |
S******* P**** | 14.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
COEXAL GmbHEigenbeteiligung | 25.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 6 angezeigt
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
COEXAL GmbHGeorgenthalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die COEXAL GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der COEXAL GmbH, Georgenthal - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der COEXAL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 10. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Bätz, Wirtschaftsprüfer Schumann, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang zum Jahresabschluss 2023der COEXAL GmbH, GeorgenthalA. Allgemeine Angaben Die Firma COEXAL GmbH mit Sitz in Georgenthal ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 102116 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage der betriebsindividuellen Einschätzung, die sowohl technische als auch wirtschaftliche Entwertungsfaktoren berücksichtigt, abgeschrieben. In den Jahren ab 2010 erhaltene Investitionszuschüsse wurden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten des Sachanlagevermögens abgesetzt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00, die bis zum 31. Dezember 2017 angeschafft worden sind und geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00, die nach dem 31. Dezember 2017 angeschafft worden sind, wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst, so dass ihr sofortiger Abgang unterstellt wurde. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 31. Dezember 2014 angeschafft worden sind, wurde bisher der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen auch in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 % im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 410,00, die nach dem 31. Dezember 2014 und vor dem 31. Dezember 2017 angeschafft worden sind, wurde vom Wahlrecht der Sofortabschreibung Gebrauch gemacht. Auf die Bildung des Sammelpostens wurde verzichtet. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 800,00, die nach dem 31. Dezember 2017 angeschafft worden sind, wird vom Wahlrecht der Sofortabschreibung Gebrauch gemacht. Auf die Bildung des Sammelpostens wird verzichtet. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungskosten bewertet, das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Für überalterte bzw. schlecht gängige Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden angemessene Wertabschläge bis zum bei der Verschrottung erzielbaren Wert vorgenommen. Für bestimmte Rohstoffe werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Als Basis für die Bewertung dienen die kalkulierten Herstellungskosten aus der jeweiligen Einzelkalkulation des Produktes. Die Bewertung erfolgt entsprechend des erreichten Reifegrades des Produktes im Fertigungsprozess zum Bilanzstichtag. Übersteigen die Herstellungskosten den aktuell erzielbaren Verkaufspreis des Produktes, so werden auf Basis des aktuell erzielbaren Verkaufspreises Abschläge von den ermittelten Herstellungskosten vorgenommen, um eine verlustfreie Bewertung zum Bilanzstichtag zu gewährleisten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist bei erkennbaren Risiken durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von 3,0 % auf die risikobehafteten Forderungen berücksichtigt. Damit wurde den erhöhten Ausfallrisiken bei Forderungen durch die andauernde Ukraine-Krise und den erhöhten Ausfallwahrscheinlichkeiten durch den Umbruch im Automotive-Bereich Rechnung getragen. Bei der Ermittlung des Ausfallrisikos wurden die Vertragsbedingungen der bestehenden Warenkreditversicherung berücksichtigt. Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag ausgewiesen und um die eigenen Anteile vermindert. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der PUC-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren für die Pensionsverpflichtungen angenommen (Vereinfachungsregelung). Als Zinssatz für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank im Dezember 2023 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre gemäß Rückabzinsungsverordnung in Höhe von 1,82 % p.a. verwendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Abzinsung mit dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz von 1,74 % p.a. (alte Methode) und der Abzinsung mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz von 1,82 % p.a. (neue Methode) beträgt kumuliert 2.184,00 Euro zum Bilanzstichtag. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre. Die jährliche Dynamisierung der Renten der Bezugsberechtigten in der Rentenphase wurde berücksichtigt. Lohn- und Gehaltssteigerungen für Folgejahre und andere Trends wurden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages nicht berücksichtigt. Dem Saldierungsgebot wurde Rechnung getragen. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der Pensionszusage und der Zeitwert des Deckungsvermögens wird unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 auf Basis einer faktorbasierten Einzelbewertung im Rahmen des erstellten versicherungsmathematischen Gutachtens bestimmt. Es wird die Bewertungsmethode Aktivprimat unter IDW RH FAB 1.021 gewählt. Die finanziellen Annahmen beruhen auf der Gesamtzinserwartung der Rückdeckungsansprüche. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden als Teilwert nach dem Pauschalwertverfahren gemäß der Tabelle zum BMF-Schreiben vom 27. Februar 2020 ermittelt und mit einem Zinssatz von 5,50 % p.a. abgezinst. Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wurde auf Basis der durchschnittlichen Aufwendungen der letzten beiden Geschäftsjahre in Höhe von 0,14 % (Vorjahr 0,16 %) des risikobehafteten Umsatzes des Geschäftsjahres gebildet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und Steuerentlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechtes. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft besitzt 42,86 % der Anteile (nominal 15.000 EUR) an der EUBACO GmbH mit Sitz in Marsberg. Die EUBACO GmbH wurde am 09. Juli 2020 durch notariellen Vertrag gegründet mit einem Stammkapital von 25.000 EUR und am 06. August 2020 unter HRB 517202 im Handelsregister des Amtsgerichts Jena eingetragen. Am 21. Juli 2022 erfolgte eine Erhöhung des Stammkapitals auf 35.000 EUR im Zuge der Aufnahme eines neuen Gesellschafters. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 05. August 2022. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die EUBACO GmbH einen Umsatz von 350.811,14 Euro (Vorjahr 475.798,50 Euro) und erwirtschaftete einen Jahresüberschuss in Höhe von 77,37 Euro (Vorjahr Jahresüberschuss 28.252,24 Euro). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 hatte die EUBACO GmbH eine Bilanzsumme in Höhe von 264.591,04 Euro und ein Eigenkapital von 95.095,77 Euro. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen entfallen im Wesentlichen auf den laufenden Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind sämtlich kurzfristiger Natur, d.h. sie weisen eine Laufzeit unter einem Jahr auf. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen TEUR 34 aus Forderungen gegen das Finanzamt aus Umsatzsteuererstattung, TEUR 126 aus Forderungen gegen das Finanzamt aus Erstattung der Vorauszahlungen Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag für 2022, TEUR 110 aus Forderungen gegen die Gemeinde Georgenthal auf Erstattung der Vorauszahlungen Gewerbesteuer für 2022 sowie TEUR 10 aus Forderungen gegen das Hauptzollamt auf Erstattung Stromsteuer. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 86) beinhaltet im Wesentlichen Gebühren für Softwarepflege (TEUR 78), Versicherungsbeiträge (TEUR 2) sowie geleistete Leasingsonderzahlungen (TEUR 5), die über die Laufzeit der zugrundeliegenden Leasingverträge jährlich aufgelöst werden. Gezeichnetes Kapital Das Gezeichnete Kapital ist unverändert zum Vorjahr in Höhe von TEUR 250 vermindert um die eigenen Anteile in Höhe von TEUR 63 ausgewiesen. Bilanzgewinn
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellung resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller anderen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen und verpfändete Kontoguthaben bei einer Bank. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen die zu erwartenden Nachzahlungen Körperschaftssteuer 2023 TEUR 62 (Vorjahr TEUR 115) Solidaritätszuschlag 2023 TEUR 3 (Vorjahr TEUR 6) und Gewerbesteuer 2023 TEUR 58 (Vorjahr TEUR 217). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Personalrückstellungen TEUR 694 (Vorjahr TEUR 357), Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen TEUR 44 (Vorjahr TEUR 50) sowie Rückstellungen für Prüfungskosten und Steuerberatung TEUR 28 (Vorjahr TEUR 29). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeiten-Spiegel im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeiten-Spiegel in TEUR
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 2.647 (Vorjahr TEUR 4.142) besichert. Als Sicherheiten bestehen Grundschulden auf den Betriebsimmobilien, Sicherungsübereignung von Maschinen und Anlagen, Sicherungsübereignung von Vorräten, die Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie eine Haftungsfreistellung der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Die Verbindlichkeiten aus Mietkaufgeschäften werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.370 (Vorjahr TEUR 693) ausgewiesen. Hierfür dienen die angeschafften Maschinen und Anlagen als Sicherheit. Haftungsverhältnisse / außerbilanzielle Geschäfte Haftungsverhältnisse und Außerbilanzielle Geschäfte bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.819 sowie aus Mietzahlungen in Höhe von TEUR 24. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen Februar 2024 und November 2030. Zum Bilanzstichtag besteht ein Bestellobligo für Investitionen in 3 neue Maschinen und Anlagen in Höhe von TEUR 1.498. Bei den Bestellungen wurden im Geschäftsjahr teilweise bereits Anzahlungen gegen Bankbürgschaften in gleicher Höhe an die Lieferanten geleistet. Es bestehen mit verschiedenen Lieferanten abgeschlossene Lieferverträge mit Mindestbezugsmengen und festen Bezugspreisen für die Jahre 2024 bis 2027 zur Absicherung der Einkaufspreise bei Rohstoffen und Energie. Derivative Finanzinstrumente Aktuell bestehen keine derartigen Geschäfte. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche wie folgt:
Die Umsatzerlöse Produkte wurden mit TEUR 20.693 im Inland und mit TEUR 10.643 im Ausland erzielt. Die Exporte betrafen mit TEUR 2.766 Drittländer und TEUR 7.877 Umsätze in der Europäischen Union. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Auflösung von Rückstellungen (TEUR 13), Erträge aus Kursdifferenzen (TEUR 3), Erträge aus der Stromsteuererstattung (TEUR 19), Erträge aus der Strompreisbremse (TEUR 897), Erträge aus Einstellungsbeihilfen (TEUR 15) und Versicherungsentschädigungen (TEUR 6). Periodenfremde Erträge sind in Höhe von TEUR 7 enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten überwiegend Aufwendungen für den Bezug von Energie (TEUR 1.916), Aufwendungen für Reparatur und Instandhaltung (TEUR 411), Aufwendungen für Leasing und Miete beweglicher Wirtschaftsgüter (TEUR 306), Aufwendungen für den Fuhrpark (TEUR 247), Aufwendungen für Provisionen der Handelsvertreter (TEUR 251), Aufwendungen für Frachtkosten (TEUR 247) und Aufwendungen für betriebliche Versicherungen (TEUR 183). Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 1 enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 0 enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben. E. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beträgt:
Ergebnisverwendung/Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem Gewinnvortrag zu saldieren und auf neue Rechnung vorzutragen. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers (TEUR 41) beträgt für Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 33) und für Steuerberatungsleistungen (TEUR 8). Nachtragsbericht Mit notariellem Vertrag vom 10. Januar 2024 hat die Gesellschaft alle Anteile an der EUBACO GmbH im Nominalwert von EUR 15.000,00 zum Kaufpreis von EUR 50.000,00 an die anderen beiden Gesellschafter der EUBACO GmbH veräußert. F. Organmitglieder Gesellschafter
Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der COEXAL GmbH durch den Geschäftsführer:
Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 HGB befreit. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird vom Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 285 Nr. 9 HGB Gebrauch gemacht.
Georgenthal, 28. März 2024 N. Großmann, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Darstellung des Geschäftsverlaufs Die Hauptgeschäftsfelder der COEXAL GmbH sind die Herstellung von Fließpressteilen aus Aluminium und die Herstellung von Tiefzieh- und Stanzteilen aus verschiedenen Bandmaterialien. Das Geschäftsjahr war insbesondere durch den weiter andauernden Ukraine-Krieg, die beginnenden Unruhen im Nahen Osten ab Oktober 2023 und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Auswirkungen wie temporäre Lieferengpässe durch Einschränkungen der Lieferwege, stark schwankende Rohstoff- und Energiepreise sowie die Befürchtungen einer Gasmangellage im Winter 2022/2023 in Europa geprägt. Dazu kamen sprunghaft steigende Inflationsraten und die Zinswende mit mehreren Leitzinserhöhungen durch die Notenbanken, schnell steigenden Marktzinsen sowie eine beginnende Rezession in Deutschland als Folge dieser wirtschaftlichen Belastungen. Die Auftragslage war gut und bewegte sich insgesamt im Rahmen des Vorjahres, wenngleich es innerhalb der Branchen und Kunden zu Verschiebungen kam. Im Automotive-Bereich sind erste Auswirkungen der Mobilitätswende und Marktverschiebungen zwischen Produkten und Kunden spürbar. Unsicherheiten über die weitere Entwicklung führen zu fehlender Planungssicherheit bezüglich Mengen und Abrufverhalten der Kunden. Wir konnten dies durch stabile Umsätze im Automotive-Aftermarket-Bereich und wachsende Umsätze mit einzelnen Kunden aus dem Non- Automotive-Bereich weiter gut kompensieren. Bei den Hauptlieferanten von Rohstoffen entspannte sich die Versorgungssituation gegenüber dem Vorjahr sukzessive mit Normalisierung der Lieferzeiten und weiter sinkenden Rohstoffpreisen gegenüber dem historischen Höchststand kurz nach Ausbruch des Ukraine-Krieges in den Monaten März und April 2022. Die Situation an den Energiemärkten hat sich gegenüber dem Vorjahr wieder normalisiert. Die Bundesnetzagentur sieht in ihren aktuellen Lageeinschätzungen die Gasversorgung in Deutschland aktuell als stabil an und schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung als gering ein. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Die Preise für Strom und Gas haben sich von ihren Höchstständen aus dem Jahr 2022 dadurch wieder deutlich entfernt. Das Preisniveau für Strom und Gas liegt aber immer noch deutlich höher als zu Beginn des Jahres 2022. Wir beobachten die weitere Entwicklung an den Märkten aufmerksam. Das Jahr 2023 konnten wir mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einer wieder deutlich verbesserten Ertragssituation abzuschließen. Für unsere Kunden waren wir weiterhin ein stabiler und verlässlicher Lieferant. II. Darstellung der Lage Vermögenslage Die Summe der Investitionen im Geschäftsjahr lag gemäß Investitionsplanung deutlich über den Abschreibungen im Geschäftsjahr, wodurch sich das Anlagevermögen um 29 % gegenüber Vorjahr erhöht hat. Neben planmäßigen Ersatzinvestitionen in der Fertigung und der Übernahme von Maschinen und Anlagen, die bisher geleast oder gemietet waren, wurde als größte Einzelinvestition zur Kapazitätserweiterung die Investition in eine neue Fließpressmaschine im Volumen von ca. EUR 2 Mio. planmäßig abgeschlossen. Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr planmäßig um ca. EUR 1,5 Mio. reduziert. Die Vorräte konnten gegenüber dem Vorjahr mengenmäßig weiter reduziert werden, da sich die Lieferketten wieder stabilisiert haben. Wertmäßig haben sich die Vorräte weiter reduziert, da sich die Materialpreise im Laufe des Geschäftsjahres wieder sukzessive normalisiert haben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten trotz nahezu konstantem Umsatz zum Vorjahr um 11 % reduziert werden. Die Investitionen wurden durch Leasing, Mietkauf und eigene Mittel finanziert. Tilgungen auf die langfristigen Kredite und die bestehenden Mietkaufverträge wurden planmäßig erbracht. Das Bilanzvolumen ist nur moderat gestiegen, da die Erhöhung des Anlagevermögens durch die Reduzierung des Umlaufvermögens teilweise kompensiert wurde. Wir verfügen weiterhin über aus unserer Sicht angemessene Liquiditätsreserven, um jederzeit auf neue Herausforderungen reagieren zu können. Das Eigenkapital ist durch die ordentliche Ertragslage und die weitere Thesaurierung der Gewinne bei moderatem Bilanzwachstum weiter gestiegen und hat ca. 50 % der Bilanzsumme erreicht. Das Unternehmen ist weiterhin fristenkongruent finanziert. Ertragslage Bei den Umsätzen verzeichneten wir im Geschäftsjahr einen Jahresumsatz nahezu auf Vorjahresniveau von insgesamt TEUR 32.064 mit Verschiebungen innerhalb der Produkt- und Kundengruppen. Die Entwicklung lag insgesamt im Rahmen der Erwartungen. Der Börsenpreis des Rohstoffes Aluminium und die Prämien für die physische Lieferung haben sich im letzten Geschäftsjahr sukzessive reduziert und normalisiert, da die ursprünglichen Befürchtungen im Markt bezüglich Lieferengpässen durch die Sanktionen mit Kriegsausbruch in der Ukraine nicht eingetreten sind. Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Umsatz wieder deutlich reduziert, so dass wir wieder einen deutlich besseren Rohertrag verzeichnen konnten. Mit den meisten Kunden bestehen Preisanpassungsklauseln auf Basis der Kurse des LondonMetalExchange für Aluminium. Schwankungen können bzw. müssen durch regelmäßige halbjährliche oder jährliche Anpassungen der Teilepreise an die Kunden weitergegeben werden, teilweise erfolgt dies zeitversetzt. Die Mitarbeiterzahlen haben sich gegenüber dem Vorjahr weiter leicht reduziert. Ausscheidende Mitarbeiter konnten nicht immer zeitnah ersetzt werden. Wir haben im Geschäftsjahr zum 01. Oktober wieder eine lineare Lohnanpassung durchgeführt und zusätzlich drei weitere Teilzahlungen der Inflationsausgleichsprämie an die Mitarbeiter gezahlt. Ergänzend wurden die in den Vorjahren teilweise ausgesetzten freiwilligen Leistungen an die Mitarbeiter im kompletten Jahr fortgeführt. Im Verhältnis zur annähernd konstanten Gesamtleistung ist die Personalaufwandsquote deshalb um ca. 4 % gestiegen und wir verzeichnen eine Personalaufwandsquote von 36 % gegenüber 32 % im Vorjahr. Bei den bezogenen Leistungen verzeichnen wir einen deutlichen Anstieg der Aufwendungen um TEUR 482 gegenüber dem Vorjahr. Hier wurden sortimentsbedingt und aus Kapazitätsgründen wieder vermehrt externe Dienstleister und Lohnbearbeiter eingebunden und die Aufwendungen für Arbeitnehmerüberlassung haben sich auch um TEUR 75 durch vermehrten Einsatz und höhere Stundensätze erhöht. Die Ausfallzeiten durch Krankheit bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau. Die Leasingaufwendungen für bewegliche Wirtschaftsgüter bewegen sich nahezu auf Vorjahresniveau. Die Zinsaufwendungen bewegen sich durch den deutlichen Marktzinsanstieg und die neuen Finanzierungen im Zuge der Investitionstätigkeit wieder auf höherem Niveau gegenüber den letzten beiden Jahren und sind um TEUR 46 angestiegen. Durch ein gutes Liquiditätsmanagement und die verzinsliche Anlage von kurzfristig freien Mitteln konnten wir dies durch Zinserträge von TEUR 18 teilweise kompensieren. Im Geschäftsjahr 2023 verzeichneten wir einen Jahresüberschuss von 2,83 % bezogen auf die Gesamtleistung gegenüber 0,55 % im Vorjahr. Hier spiegeln sich deutlich der höhere Rohertrag und die Kompensation der deutlich gestiegenen Energiekosten durch die Strompreisbremse im Jahr 2023 wider. Bei vielen Kunden sind weiterhin langwierige und schwierige Verhandlungen erforderlich, um notwendige Preisanpassungen bei Serienteilen insbesondere im Automotive-Bereich durchzusetzen. Dies wird aufgrund der weiter zu verzeichnenden deutlichen Preiserhöhungen in fast allen Segmenten durch die Inflation und die notwendigen weiteren Lohnsteigerungen auch für die nächsten Jahre das beherrschende Thema sein. Finanzlage Die Liquidität des Unternehmens bewegte sich im gesamten Geschäftsjahr im Rahmen der revolvierenden Liquiditätsplanung. Durch die in Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen war das Unternehmen auch im Geschäftsjahr gut aufgestellt und verfügt über ausreichende Reserven, um auch auf eventuelle Verschärfungen der Wirtschaftslage durch Rezession bzw. Umbrüche im Automotive-Sektor angemessen zu reagieren. Das Unternehmen verfügt zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts weiterhin über freie Kreditlinien und Liquiditätsreserven in Höhe von ca. zwei durchschnittlichen Monatsumsätzen. Dies wird als angemessen angesehen, um allen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachzukommen. Lieferantenrechnungen werden weiterhin überwiegend mit Skonto bezahlt. Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen verbindliche Bestellungen für Investitionen im Volumen von EUR 1,5 Mio., die planmäßig erst im Verlauf des folgenden Jahres realisiert werden. Hierzu wurden bereits im Geschäftsjahr teilweise Anzahlungen geleistet. Die Investitionen werden durch Darlehen, Leasing, einen Zuschuss der BAFA und aus Eigenmitteln finanziert und sind in der Liquiditätsplanung bereits berücksichtigt. III. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und Risiken der künftigen Entwicklung Marktentwicklung/Marktstellung der COEXAL GmbH Im Bereich der Fließpressteile aus Aluminium wird die Zahl der Marktteilnehmer nach unserer Einschätzung weiterhin als überschaubar eingestuft. Der Markteintritt für neue Wettbewerber ist aus unserer Sicht durch die erforderlichen Investitionen in Fließpressmaschinen und die langen Lieferzeiten der wenigen verbliebenen Hersteller kurzfristig schwer möglich. Die Vorschauzahlen der Kunden sind aktuell von großer Unsicherheit geprägt aufgrund der noch weiter andauernden Ukraine-Krise, der neuen Krise im Nahen Osten und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Belastungen sowie beginnenden Störungen der Transportwege. Wir erwarten für das Jahr 2024 auf Basis eines schwächeren ersten Quartals 2024 einen Umsatz leicht unter Vorjahresniveau mit schwankenden Abrufzahlen und leicht steigenden Teilepreisen aufgrund der aktuell wieder steigenden Materialpreise beim Aluminium für das zweite Halbjahr 2024. Durch die sich stabilisierenden Energiepreise und den deutlichen Rückgang der Inflationsrate sowie moderat ansteigende Finanzierungskosten sehen wir für das Jahr 2024 weitere Belastungen der Rohertragsmarge und des Ergebnisses. Dazu erwarten wir weiter steigende Personalaufwendungen durch den Anpassungsdruck beim Lohn durch hohe Tarifabschlüsse in anderen Branchen und den weiter zunehmenden Mangel an Fachkräften auch in unserer Region. Vom Krieg in der Ukraine und den Sanktionen sind wir auch weiterhin nicht direkt betroffen, da wir keine Lieferanten und/oder Kunden in der Ukraine und Russland haben und auch keine Lieferbeziehungen zu Unternehmen, die aktuell direkten Sanktionen unterliegen. Die Auswirkungen der Verschärfung der Sanktionen für Aluminiumhersteller aus Russland auf die weitere Preisentwicklung an der LondonMetalExchange bleiben abzuwarten. Seit dem 13. April 2024 darf ab diesem Zeitpunkt in Russland hergestelltes Aluminium nicht mehr in Großbritannien gehandelt werden. Kurzfristig sind die Preise für Aluminiumkontrakte 2024 um ca. 10 % angestiegen. Auf Basis der teilweise verhaltenen aktuellen Abrufzahlen der Kunden erwarten wir eine leicht rückläufige Umsatzentwicklung im 1. Halbjahr 2024 und eine Stabilisierung und Belebung im 2. Halbjahr 2024. Das positive Jahresergebnis 2024 wird unter dem Jahresergebnis 2023 liegen. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Chancen Durch den Umbruch in der Automobilindustrie und den Trend zu alternativen Antriebsformen weg vom Verbrennungsmotor aufgrund der Umweltproblematik ergeben sich Marktchancen für neue Produkte und die Gewinnung neuer Kunden abseits der bisher bestehenden Lieferketten. Im Bereich Fließpressteile aus Aluminium ist hier besonders die Herstellung von Zellkomponenten für Batterien interessant. Seit 2020 haben wir viele Kundenkontakte gewonnen und Musteraufträge realisiert. Technologisch sind wir auf einem guten Entwicklungsstand, um perspektivisch hier Serienteile herzustellen. Aktuell scheint das starke Wachstum in der Elektromobilität keine Fortsetzung zu finden und die Zulassungszahlen in Europa liegen hinter den Erwartungen, was einige Unternehmen mit starkem Fokus auf Elektromobilität zunehmend in eine schwierige wirtschaftliche Lage bringt. Einer unserer langjährigen Kunden befindet sich aus diesem Grund aktuell in einem Insolvenzverfahren. Zunehmend werden Fahrzeuge weiterer Hersteller mit reinem Elektroantrieb auf den Markt gebracht und die Modellvielfalt der Automobilhersteller wird angepasst bzw. in anderen Segmenten eingeschränkt. Diese Entwicklung dürfte noch zu einigen Verschiebungen bei Marktanteilen der Automobilhersteller und Zulieferunternehmen führen und auch wirtschaftliche Auswirkungen auf einzelne Unternehmen haben. Nach Pressemeldungen kommt es aktuell zu Schließungen bzw. Schließungsankündigungen von einzelnen Werken in der Region und bei Kunden. Im Zuge der Ukrainekrise und der Krise im Nahen Osten werden aktuell weltweit die Verteidigungsausgaben deutlich erhöht. Hier sehen wir in den nächsten Jahren Wachstumschancen bei unseren Kunden im Segment Pyrotechnik/Wehrtechnik. Risiken Das Unternehmen verfügt über eine diversifizierte Kundenstruktur nach Branchen und Umsatzanteilen bei Einzelkunden. Kein Einzelkunde hat einen Umsatzanteil über 25 %, so dass dessen Wegfall ein existenzgefährdendes Risiko darstellen würde. Der Umsatzanteil im Automotive-Bereich insgesamt ist in den letzten Jahren recht konstant geblieben und bewegt sich zwischen 60 % und 65 %. Zu den Kunden zählen sowohl OEM, aber überwiegend Zulieferer aus dem Tier 1- und Tie 2-Segment. Die Produkte werden im Automotive-Bereich überwiegend im Bereich Klimatechnik und Kraftstoffzufuhr eingesetzt. Weitere Branchen mit bedeutendem Umsatzanteil sind die Elektroindustrie mit einem Anteil von ca. 15 % und die Pyrotechnik/Wehrtechnik mit einem Anteil von ca. 15 % des Gesamtumsatzes. Der Rest verteilt sich auf sonstige Kunden und Branchen. Konjunkturbedingte Rückgänge im Automotive-Bereich können teilweise durch Zuwächse insbesondere im Segment Pyrotechnik/Wehrtechnik kompensiert werden. Für die Steuerung der Ausfallrisiken von Kunden besteht seit Jahren eine Warenkreditversicherung mit Bewertung der Kunden nach einem Bonitätsrating, um negative Entwicklungen der Bonität von Kunden rechtzeitig zu erkennen. Das Gesamtrisiko aus Kundenrisiken wird intern regelmäßig überwacht und bei negativen Entwicklungen werden geeignete Maßnahmen zur Risikoreduzierung ergriffen. Das Ausfallrisiko aus Forderungen ist durch die Auslagerung an eine Versicherung für das Unternehmen nicht existenzgefährdend. Preisänderungsrisiken beim Einkauf von börsennotiertem Rohmaterial werden durch feste Kontrakte mit den Rohmateriallieferanten minimiert. Gleichzeitig bestehen mit vielen Kunden Preisgleitklauseln mit regelmäßigen Preisanpassungen auf Basis der Veränderungen der börsennotierten Rohmaterialpreise. Für den Einkauf von Energieträgern (Strom und Gas) werden zur Absicherung Mengen- und Preisvereinbarungen mit den Lieferanten abgeschlossen. Aktuell verfügen wir bei der Beschaffung von Gas über Festpreiskontrakte bis zum Jahr 2025 und bei Strom über Festpreiskontrakte für Teilmengen bis zum Jahr 2027. Zinsänderungsrisiken bei variablen Zinsen wurden in der Vergangenheit teilweise durch Sicherungsgeschäfte bei Banken abgesichert. Aktuell haben wir keine Absicherungsgeschäfte der variablen Kredite vorgenommen und müssen bei Inanspruchnahme der Kontokorrentkredite und neuer Darlehen aufgrund der aktuellen Marktentwicklung mit deutlich höheren Zinskosten rechnen. Währungsrisiken bestehen nur in sehr geringem Umfang auf der Exportseite. Aktuell wird nur ein sehr geringer Teil der Umsätze in US-Dollar fakturiert. Zum Bilanzstichtag besteht aufgrund des überschaubaren Risikos für das Unternehmen und der aktuellen Seitwärtsentwicklung des Kurses EUR-USD in engen Bahnen keine Kurssicherung. In weiteren Währungen wird aktuell nicht fakturiert. Währungsrisiken auf der Importseite bestehen aktuell nicht. Die COEXAL GmbH verfügt seit Jahren über ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Im Jahr 2017 erfolgte erstmals erfolgreich die Zertifizierung durch den TÜV Hessen nach der neuen Norm IATF 16949:2016. Das Zertifikat hat eine Gültigkeit bis zum Januar 2027 und die Re- Zertifizierung im Jahr 2023 wurde erfolgreich absolviert. Das Unternehmen verfügt seit Dezember 2015 über ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001:2011. Das neue Zertifikat hat eine Gültigkeit bis zum Dezember 2026. Die Re-Zertifizierung im Jahr 2023 war erfolgreich. In Verbindung mit dem Energiemanagementsystem erfolgte im Dezember 2020 erstmals die Zertifizierung des Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001:2015. Das neue Zertifikat hat eine Gültigkeit bis zum Dezember 2026. Die Re-Zertifizierung im Jahr 2023 war erfolgreich. Risiken aus Schadensfällen im Unternehmen, Risiken aus Produkthaftung und Rückrufen sowie aus Betriebsunterbrechung sind über betriebliche Versicherungen mit moderaten Selbstbehalten angemessen abgesichert. Im Rahmen des Risikomanagements werden die Risiken regelmäßig überprüft und bewertet. Bei Bedarf werden Anpassungen der Versicherungen und Deckungen vorgenommen. Eine Anpassung der Deckungssummen und der Versicherungsverträge erfolgte im Jahr 2023. Existenzgefährdende Risiken sehen wir hier nicht. Ein Risiko für die zukünftige Unternehmensentwicklung sind die durch den andauernden Ukraine-Krieg, die hohe Inflation der letzten beiden Jahre und die schnelle Zinswende bestehenden Unsicherheiten für die wirtschaftliche Entwicklung und die daraus resultierenden deutlichen Preisanstiege quer durch alle Branchen. Aktuell sind die Dauer und Auswirkungen nur schwer abzuschätzen, so dass konkrete Prognosen sowohl für die nächsten Monate als auch für die nächsten Jahre schwer abzugeben sind. Die Liquiditätssituation des Unternehmens ist Stand April 2024 auf dem geplanten Niveau. Die COEXAL GmbH ist allen Verpflichtungen gegenüber Banken und Lieferanten pünktlich nachgekommen und verfügt Ende April 2024 über freie Kreditlinien bei den Hausbanken in Höhe von insgesamt EUR 6 Mio. Aufgrund der Liquiditätsplanung für die nächsten 12 Monate und des kurzfristigen Liquiditätsmanagements bei eventuellen Veränderungen, gehen wir davon aus, dass wir auch in den nächsten Monaten jederzeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können und die aktuellen Liquiditätsreserven ausreichend sind. Die Automotive-Branche steht vor einem einschneidenden Umbruch bei den Antriebskonzepten und der digitalen Vernetzung. Diese Entwicklung dürfte auch Veränderungen im Bereich der Automotive-Zulieferbranche nach sich ziehen, neue Marktteilnehmer hervorbringen und etablierte langjährige Marktteilnehmer zurückdrängen. Die Auswirkungen auf unser aktuelles Kundenportfolio sind aktuell noch nicht quantifizierbar. Auf Basis dieser Entwicklung bestehen jedoch Risiken für das Unternehmen, dass sich Lieferketten verändern, bestehende Kunden aus dem Tier 1- und Tier 2-Zulieferbereich Marktanteile bei OEM zugunsten neuer Wettbewerber verlieren. Hier besteht das Risiko rückläufiger Stückzahlen bei einzelnen Produkten aus unserem Produktportfolio bis zum Wegfall von Produkten oder Kunden.
Georgenthal, 28. März 2024 N. Großmann, Geschäftsführer |
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