VON ARDENNE GmbH
Am Hahnweg 8, 01328 Dresden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
René Vater seit 1.7.2024 | Prokura |
Nils Martin Wenzel seit 2.12.2021 | Prokura |
Jens Melcher seit 18.5.2020 | Prokura |
Torsten Honnes seit 18.5.2020 | Prokura |
Pia Bettina von Ardenne seit 1.10.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VON ARDENNE Holding SE & Co. KGaA (vormals: VON ARDENNE Holding GmbH)DresdenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021der VON ARDENNE Holding GmbH, DresdenAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021der VON ARDENNE Holding GmbH, Dresden
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021der VON ARDENNE Holding GmbH, Dresden
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021der VON ARDENNE Holding GmbH, Dresden
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den Vorschriften des Deutschen Rechnungslegung Standards Comittee e. V. (DRS) aufgestellt. Die Empfehlungen des DRS werden, soweit sie über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, nicht angewendet. Der Konzernabschluss ist in EUR aufgestellt. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Das Geschäftsjahr der VON ARDENNE-Gruppe ist das Kalenderjahr. II. Angaben zum Konsolidierungskreis, den Konzernunternehmen und zum Anteilsbesitz Konsolidierungskreis Der Sitz der Muttergesellschaft VON ARDENNE Holding GmbH befindet sich in Dresden. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter HRB 2610 eingetragen. Folgende Tochterunternehmen werden nach § 290 HGB nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
Die FAP Forschungs- und Applikationslabor Plasmatechnik GmbH Dresden, Dresden, wird als assoziiertes Unternehmen im Sinne des § 311 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft bilanziert nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuchs. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 1. Januar 2017. Die folgenden Tochterunternehmen wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie für die Ermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind:
Aufstellung des Anteilsbesitzes
III. Angaben zu Konsolidierungsmethoden und Währungsumrechnung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode in Ausprägung der vollständigen Neubewertungsmethode erstmals zum 1. Januar 2015. Dabei wurden die Wertansätze der Beteiligungen der einbezogenen Unternehmen mit dem Buchwert des Eigenkapitals verrechnet. Die im Zuge der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven werden entsprechend der korrespondierenden Vermögensgegenstände und Schulden im Rahmen der Folgekonsolidierung fortgeführt und abgeschrieben. Der verbleibende positive Restbetrag stellt einen Geschäfts- und Firmenwert dar. Die Schuldenkonsolidierung erfolgte gemäß § 303 Abs. 1 HGB. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. Zur Aufwands- und Ertragskonsolidierung gemäß § 305 Abs. 1 HGB wurden die Erlöse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet, soweit sie nicht als Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen auszuweisen sind. Zwischengewinne bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden nach § 304 Abs. 1 HGB eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Die Bilanzen der einbezogenen Unternehmen in fremder Währung wurden mit dem EUR-Referenzkurs der Deutschen Bundesbank zum Stichtagskurs 31. Dezember 2021 und die Gewinn- und Verlustrechnung grundsätzlich mit dem Jahresdurchschnittskurs des Geschäftsjahres 2021 umgerechnet. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des gezeichneten Kapitals werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten entstehen durch die Entwicklung der Umrechnungskurse zum Bilanzstichtag gegenüber den Kursen im Entstehungszeitpunkt; diese Kursdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen wurden grundsätzlich nach den jeweiligen Landesvorschriften aufgestellt. Für Zwecke des Konzernabschlusses wurden die Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen entsprechend § 300 Abs. 2 HGB und § 308 HGB auf eine einheitliche Bilanzierung und Bewertung nach den für die Muttergesellschaft anwendbaren Grundsätzen übergeleitet. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ausnahmslos den 31. Dezember als Bilanzstichtag. Anlagevermögen Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Dabei wird die Nutzungsdauer des jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstands nach dessen Produktlebenszyklus oder dessen erwarteten Synergieeffekten angesetzt, soweit diese verlässlich geschätzt werden können. Ansonsten wird die Nutzungsdauer gemäß § 253 Abs. 3 HGB mit zehn Jahren angenommen. Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 HGB wird in Anspruch genommen. Sie werden gemäß § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Die Eigenschaft als aktivierungsfähiger Vermögensgegenstand konkretisieren wir für unsere Entwicklungsprojekte anhand jeweils individuell bestimmter Ziele im Rahmen einer detaillierten Gesamtplanung. Die Erreichung der Zielvorgaben wird durch unser Projektcontrolling laufend überwacht. Die Zugänge an selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen betragen Mio. EUR 2,2 (Vorjahr: Mio. EUR 2,5) bei einem Gesamtbetrag von ca. Mio. EUR 17,9 (Vorjahr: Mio. EUR 12,5) Entwicklungskosten (nach Abzug der erhaltenen Fördermittel für Technologieentwicklung) im Geschäftsjahr 2021. Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibungen bilanziert (§§ 253, 255 Abs. 1 HGB). Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:
Geringwertige Wirtschaftsgüter, die bis einschließlich 31. Dezember 2017 angeschafft wurden, werden - unter Berücksichtigung der bis dahin gültigen Kleinbetragsgrenze von EUR 150,00 und eines Sammelpostens für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 1.000,00 - über fünf Jahre abgeschrieben. Für Anschaffungen nach dem 31. Dezember 2017 finden die aktualisierten Regelungen des § 6 Abs. 2 EStG und die damit verbundene Kleinbetragsgrenze von EUR 250,00 Anwendung. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Nach Abschluss der Liquidation der EPSA, Dresden, zum 24. Februar 2021 erfolgte die Ausbuchung der historischen Anschaffungskosten aus den Anteilen an verbundenen Unternehmen. Der dadurch entstandene Restbuchwertabgang beläuft sich auf TEUR 175. Die Beteiligung an assoziierten Unternehmen wurde mit den Anschaffungskosten der Beteiligung an der FAP Forschungs- und Applikationslabor Plasmatechnik GmbH Dresden, Dresden, unter Berücksichtigung der Eigenkapitalveränderungen bis zum 31. Dezember 2021 fortgeschrieben. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Die Unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. In den Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie auf die Fertigung entfallende Abschreibungen des Anlagevermögens einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden einzeln zum Nennwert unter dem Gesichtspunkt möglicher Ausfälle bewertet. Zur Berücksichtigung des Ausfallrisikos wurden Wertberichtigungen gebildet. Flüssige Mittel Flüssige Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten passiv abgegrenzt. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Sonderposten Erhaltene Investitionszuschüsse werden passivisch als Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen ausgewiesen und über die Nutzungsdauer der bezuschussten Gegenstände amortisiert. Rückstellungen Bei der Bemessung von Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in notwendigem Umfang Rechnung getragen und der notwendige Erfüllungsbetrag angesetzt. Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend einem zulässigen Ansatz in der Handelsbilanz auf der Grundlage verbindlicher Zusagen am Bilanzstichtag gebildet. Biometrische Rechnungsgrundlagen sind die Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck und die Heubeck-Richttafeln 2018 G. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde die PUC-Methode (projected unit credit method) angewendet. Diese Methode ist ein Anwartschaftsbarwertverfahren, bei dem zu jedem Bewertungsstichtag nur der Teil der Verpflichtung bewertet wird, der bereits erdient ist. Für die Rückstellungsberechnung der Anwartschaft auf Hinterbliebenenrente wurde die kollektive Methode angewendet. Der Rechnungszins beläuft sich auf 1,87 % (Vorjahr: 2,3 %) für 15-jährige Restlaufzeiten nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Der Rechnungszins für 15-jährige Restlaufzeiten nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich auf 1,35 %. Der Rechnungszins für das Vorjahr betrug 1,60 %. Der berücksichtigte Rententrend beläuft sich auf 1,00 %. Es wurde keine Fluktuation berücksichtigt. Aus der Änderung des Rechnungszinses im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Aufwand von insgesamt TEUR 91,9 (Vorjahr: TEUR 87,4). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beläuft sich auf TEUR 120,7 (Vorjahr: TEUR 164,6). Die Steuerrückstellungen beinhalten zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagte Ertrag- und Verkehrssteuern in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend der geschätzten Laufzeiten mit den Zinssätzen der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Etwaige Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Die Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate und wurden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellung mit Sätzen zwischen 1 % und 2 % berücksichtigt. Im Zinsergebnis werden ausschließlich die auf das Geschäftsjahr entfallenden Zinsanteile aus der Aufzinsung von Rückstellungen ausgewiesen, Erträge und Aufwendungen aufgrund von Änderungen des Rechnungszinses werden in den Sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. im Personalaufwand oder in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst (§ 277 Abs. 5 HGB). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Für bestehende Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden passive (Steuerbelastung) bzw. aktive (Steuerentlastung) latente Steuern gebildet. Entstandene aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz eines sich insgesamt ergebenden Aktivsaldos wird nicht in Anspruch genommen. Ergebniswirksame und -neutrale Konsolidierungsvorgänge unterliegen gemäß § 306 HGB der Abgrenzung latenter Steuern. Die Bewertung der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Konzernabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist dem Konzernanlagenspiegel (siehe Seite 14) zu entnehmen. Die Finanzanlagen betreffen folgende Tochterunternehmen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände setzen sich nach ihrer Fristigkeit wie folgt zusammen:
Eigenkapital Die Zusammensetzung und Entwicklung von Konzerneigenkapital und Konzerngesamtergebnis sind im Einzelnen dem Konzern-Eigenkapitalspiegel zu entnehmen. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Garantieverpflichtungen, noch nicht erbrachte Montageleistungen, Personalkosten sowie ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich nach ihrer Fristigkeit wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren in Höhe von TEUR 20.118 (Vorjahr: TEUR 20.069) aus der Investitionstranche des in 2019 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrages und aus Zinsen. Es wurden keine Sicherheiten bestellt. Stattdessen ist die Abgabe einer Negativerklärung vereinbart. Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 6.533 (Vorjahr: TEUR 2.248) wurde als Sicherheit eine Grundschuld auf das Betriebsgrundstück bestellt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen (Vorjahr: TEUR 1). In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 333 (Vorjahr: TEUR 679,5) enthalten. Sonstige Verbindlichkeiten aus der sozialen Sicherheit bestehen in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 49,5). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die Sonstigen Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergeben sich aktive und passive latente Steuern. Zum 31. Dezember 2021 bestehen Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen. Latente Steuern resultieren aus der abweichenden steuerlichen Bewertung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Anteilen an verbundenen Unternehmen, Vorräten, Rückstellungen für Pensionen und sonstige Rückstellungen sowie aus Verlustvorträgen. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz eines sich insgesamt ergebenden Aktivsaldos wird nicht in Anspruch genommen. In der Konzern-Bilanz werden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 150 bilanziert. Im Vorjahr waren passive latente Steuern in Höhe von TEUR 37 ausgewiesen. Die ausgewiesenen latenten Steuern ergeben sich aus Konsolidierungsbuchungen (Zwischengewinneliminierung) und den Folgekonsolidierungen der scia systems GmbH, VON ARDENNE Japan Co. Ltd., VON ARDENNE North America Inc.; VON ARDENNE Malaysia Sdn. Bhd. und VON ARDENNE Vacuum Equipment Co. Ltd. Bei der Bewertung wurde ein Steuersatz von insgesamt 31,5 % zugrunde gelegt. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB resultieren zum Bilanzstichtag aus mit Avalkrediten besicherten ausgereichten Bankbürgschaften in Höhe von insgesamt TEUR 78.863 (Vorjahr: TEUR 35.309). Das Risiko der Inanspruchnahme der gegebenen Sicherheiten im Sinne des § 285 Nr. 27 HGB wird vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft als gering eingeschätzt. Zum 31. Dezember 2021 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 10.635 (Vorjahr: TEUR 13.473). Diese bestehen im Wesentlichen aus langfristigen Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen, aus Lizenzverträgen sowie aus Einkaufsbestellungen. Angaben zu Finanzinstrumenten Zum 31. Dezember 2021 bestehen keine offenen Devisenkassageschäfte, Devisenoptionsgeschäfte (Einzeloptionsgeschäfte) oder Wechselkursabsicherungen. VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse aus wissenschaftlich-technischen Leistungen resultieren im Wesentlichen aus der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Ausrüstungen für industrielle Vakuumprozesse sowie den damit in Zusammenhang stehenden Serviceleistungen. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 gliedern sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse enthalten periodenfremde Erlöse in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 79). Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von TEUR 323 (Vorjahr: TEUR 378). Darüber hinaus werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.471 (Vorjahr: TEUR 3.898), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3.027 (Vorjahr: TEUR 2.018) und Erträge aus Fördermitteln für Forschung und Entwicklung in Höhe von TEUR 1.566 (Vorjahr: TEUR 1.365) ausgewiesen. Die Sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 133) für Altersversorgung. Im Berichtsjahr und im Vorjahr sind keine Periodenfremden Aufwendungen von übergeordneter Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 32 HGB angefallen. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 2.366 (Vorjahr: TEUR 3.613). Die Erträge aus Beteiligungen (TEUR 156; Vorjahr: TEUR 0) entfallen in voller Höhe auf verbundene Unternehmen. Die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 2). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 188). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Ertäge aus der Veränderung in latenten Steuern in Höhe von TEUR 312 (Vorjahr: Aufwand TEUR 286). VII. Sonstige Angaben Konzern-Kapitalflussrechnung Die Veränderung der Finanz- und Liquiditätslage des Konzerns ergibt sich aus der Konzern-Kapitalflussrechnung, die unter Beachtung der Vorschriften des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 21 (DRS 21) erstellt wurde. Der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2021 beläuft sich auf TEUR 170.917 (Vorjahr: TEUR 94.671). Er setzt sich in voller Höhe aus den liquiden Mitteln des Konzerns zusammen. Verbindlichkeiten aus Kontokorrentdarlehen bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Konzern-Eigenkapitalspiegel Ausschüttungssperre Der Betrag, der am Bilanzstichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung steht, setzt sich wie folgt zusammen:
Für das Geschäftsjahr 2021 unterliegen die nachfolgend aufgeführten Positionen der Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB:
Beziehungen zu nahestehenden Personen Sämtliche Transaktionen mit Tochtergesellschaften erfolgen gemäß interner Verrechnungspreisrichtlinie. Dabei werden die Preisvergleichsmethode (Vertrieb), die Kostenaufschlagsmethode (Einkauf, Service, Auslagen) oder die Wiederverkaufsmethode (Ersatzteilverkauf) angewandt. Transaktionen mit den Gesellschaftern nahestehender Unternehmen wurden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Es wurden keine Geschäfte mit dem Management nahestehender Unternehmen abgewickelt. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses betrug im Geschäftsjahr 2021:
Beschäftigte Im Jahresdurchschnitt waren 968 Mitarbeiter ohne Auszubildende und Geschäftsführer (Vorjahr: 982) im Konzern beschäftigt. Befreiung von Tochterunternehmen nach §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB Die VON ARDENNE GmbH wird in den nach § 325 HGB offenzulegenden Konzernabschluss der VON ARDENNE Holding GmbH einbezogen. Vor diesem Hintergrund nimmt die VON ARDENNE GmbH die Aufstellungserleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB und die Offenlegungserleichterungen in Anspruch. Da die VON ARDENNE Asset GmbH & Co. KG und die VON ARDENNE Immobilien GmbH & Co. KG in den nach § 325 HGB offenzulegenden Konzernabschluss der VON ARDENNE Holding GmbH einbezogen werden, sind sie gemäß § 264b HGB von der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger befreit. Ergebnisverwendungsvorschlag für das MutterunternehmenDie Geschäftsführung der VON ARDENNE Holding GmbH schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.446 an die Gesellschafter auszuschütten und in Höhe von TEUR 2.647 in die satzungsmäßige Gewinnrücklage einzustellen. Sitz der Gesellschaft Geschäftssitz der VON ARDENNE Holding GmbH ist Am Hahnweg 8 in 01328 Dresden OT Weißig (Deutschland). Geschäftsführung Als Geschäftsführer der VON ARDENNE Holding GmbH waren im Berichtsjahr bestellt:
Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Die Folgen der seit Ende Februar 2022 fortschreitenden Ukraine-Krise insbesondere in Bezug auf die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise und den damit verbundenen Störungen der globalen Lieferketten sind noch nicht abschätzbar, können sich jedoch auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns spürbar auswirken.
Dresden, 11. April 2022 Pia von Ardenne, Geschäftsführerin Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2021der VON ARDENNE Holding GmbH, Dresden
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021Darstellung des Geschäftsverlaufs Geschäftsmodell Der VON ARDENNE-Konzern ermöglicht seinen Kunden weltweit durch Entwicklung, Vertrieb und Herstellung von Anlagen und Komponenten für industrielle Vakuumprozesse sowie dem damit verbundenen weltweiten Service, einzigartige und technologisch anspruchsvolle Produkte zu fertigen. Diese helfen Energie auf neuen Wegen zu erzeugen, Energie zu sparen sowie Ressourcen zu schonen. Aufbauend auf der seit Jahrzehnten gewachsenen Erfahrung mit Elektronenstrahl- und Plasmatechnologien, den Ergebnissen intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit und der in der Gründertradition des Unternehmens liegenden Innovationsstärke, werden Produkte und Kundenlösungen für die Vakuumbeschichtung verschiedener Substrate entwickelt, die den höchsten industriellen Anforderungen an Qualität und Produktivität genügen. Das Unternehmen konzentriert sich dabei für seine Beschichtungsanlagen auf folgende strategische Geschäftsfelder:
Der VON ARDENNE-Konzern bringt seine Kompetenzen wirksam in wachsende Märkte ein, um seinen Kunden erheblichen, zuverlässigen Nutzen zu bieten. Durch Erfahrung und von Weiterentwicklung geprägte Kernkompetenzen sind dabei:
Basierend auf eigenen oder lizenzierten Technologien und technologischen Vorgaben des Kunden bietet die VON ARDENNE-Gruppe folgende Leistungen an:
Im Ergebnis können für die Kunden innovative und hochproduktive Investitionsgüter hergestellt werden. Dafür steht die Marke VON ARDENNE und daraus resultieren wirtschaftliche Stabilität, Zuverlässigkeit und Wachstum des VON ARDENNE-Konzerns. Konzernausrichtung und -entwicklung 2021 Die anhaltende COVID-19-Pandemie brachte erneute Einschränkungen in der Reisetätigkeit mit Auswirkungen auf Vertriebstätigkeit und Inbetriebnahmen. Die zahlreichen Infektionswellen haben die Unternehmensabläufe , trotz der umfangreichen Schutzmaßnahmen behindert, aber nicht gestoppt. Ein Großteil der Aufträge konnte dank der weiter gewachsenen Kompetenz in den Regionen und high-end Remote Technologie erfolgreich in den Umsatz gebracht werden. Das erste Halbjahr war aufgrund des niedrigen Auftragseingangs im Vorjahr geprägt durch Kurzarbeit in einigen Bereichen. Durch den Trend zum schnellen Ausbau von erneuerbaren Energien und die dadurch bedingte stark wachsende Nachfrage im Bereich Photovoltaik konnten im zweiten Halbjahr hohe Auftragseingänge verzeichnet werden. Infolgedessen erfolgte erneut ein unmittelbarer Wechsel von moderater Unterlast zu einer wesentlichen Steigerung der internen und externen Kapazitätsbedarfe. Bedingt durch die globale Beeinträchtigung vieler Lieferketten kam es zu einer zunehmenden Knappheit kritischer Produkte, besonders - aber nicht ausschließlich - bei Halbleiterprodukten und Elektronikbauteilen. In der Folge stiegen Einkaufspreise teilweise deutlich. Auch die Lieferzeit wichtiger Vorprodukte verlängerte sich zum Teil stark. Die Erschließung neuer Bezugsquellen und die Nutzung aufgebauter Lagerbestände, sowie die globale Lieferantenbasis halfen beim Management der gestörten Supply Chain. Ein effektives Kostenmanagement und die weitere Flexibilisierung der Kapazitätsbasis, sowohl in der variablen Beschaffung von Arbeitskräften und Fertigungsflächen, als auch im Rahmen der frühzeitigen Sicherung knapper Fertigungsslots unserer wichtigen Werkslieferanten sicherten die Lieferfähigkeit und hielten die Kostensteigerung leicht unter dem Niveau der statistischen Preissteigerung im Industriebereich. Der wachsenden Herausforderung konnte mit dem Ausbau der mittel- und langfristigen Kapazitätsplanung begegnet werden. Ein aktives Management der Sales Pipeline ist von steigender Bedeutung. Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Kennzahlen zur internen Unternehmenssteuerung sind:
Auftragseingang und Umsatzentwicklung Der Auftragseingang 2021 lag mit Mio. EUR 368,1 um 97,8 % deutlich über dem Wert des Vorjahres (Mio. EUR 186,1) und stellt den bislang höchsten Wert in der Konzerngeschichte dar. Infolge des globalen Nachfrage-Einbruchs zu Beginn der COVID-19-Pandemie und der darauffolgenden Verknappung wichtiger Produkte und Rohstoffe kam es in vielen Bereichen zu Nachholinvestitionen in Produktionsmittel- und Fertigungskapazitäten. Die VON ARDENNE Gruppe profitierte besonders in den Feldern Photovoltaik, Semiconductor-Industrie und diversen elektronischen Produkten von der steigenden Nachfrage. Daraus ergibt sich ein Auftragseingangsmix, der von Großprojekten über mehrere Anlagen mit Wiederholcharakter, sowie von Sonderanlagen mit hohem Innovationsgrad und besonderen Anforderungen an Konstruktion und Technologie geprägt ist.
Nach dem Auftragseingang aus 2021 und dem im Jahr 2021 realisierten Umsatz lag der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2021 bei Mio. EUR 413,4 und ist damit um 37,8 % gegenüber dem 31. Dezember 2020 (Mio. EUR 264,1) gestiegen. Zukäufe Zugekauft wurden hauptsächlich Komponenten der Vakuumtechnik, Versorgungssysteme, Antriebs-, Steuer- und Messtechnik, nach eigenen Konstruktionsunterlagen gefertigte Maschinenbauteile und Elektronik-Baugruppen sowie andere Leistungen, wie z. B. Arbeitnehmerüberlassung. Die globalen Märkte und der sehr hohe Exportanteil determinierten dabei die klaren Anforderungen des Unternehmens an seine Lieferanten hinsichtlich Preis, Zuverlässigkeit und Lieferzeit. Global wettbewerbsfähige Einkaufspreise sind zu einem Schlüsselfaktor geworden - ohne Abstriche bei Funktion, Liefertreue und Qualität. Die Störung der globalen und lokalen Lieferketten und Logistiknetze machte sich besonders in stark gestiegenen Preisen für Rohstoffe und den daraus hergestellten Vorprodukten bemerkbar. Daneben verlängerten sich die Lieferzeiten für einige Kaufteile und Werklieferungen um ein Vielfaches der üblichen Lead-Time. Die begonnene Diversifizierung und Lokalisierung unserer Supply Chain half in bedeutender Weise die Lieferfähigkeit sicher zu stellen. Pandemiebedingte Ausfälle durch wirtschaftliche Probleme innerhalb der Lieferketten mussten nicht verzeichnet werden. Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter 1 Die Bewältigung der Auslastungsschwankungen im Unternehmen ist eine regelmäßig wiederkehrende, sehr anspruchsvolle Herausforderung für die Mitarbeiter. Sie erfordert eine im Vergleich zu anderen Unternehmen hohe Flexibilität und Veränderungsbereitschaft aller Mitarbeiter und ein hohes Maß an Führung und Organisation. Die bereits 2020 begonnene Kurzarbeit wurde in einigen von partieller Unterlast betroffenen Bereichen auch zu Beginn 2021 fortgeführt. Dank der sich abzeichnenden Großaufträge wurde diese sequenziell im zweiten Quartal beendet. Mit Blick auf das hohe Auftragsvolumen und die mittelfristig prognostizierte Zunahme des Fachkräftemangels, hat sich das Personalmanagement besonders mit der Gewinnung neuer Mitarbeiter beschäftigt. Aufgrund der verzögerten Wirksamkeit dieser Maßnahmen und der zwei Halbjahre andauernden Kurzarbeit in einigen Bereichen konnte die Fluktuation jedoch nicht vollständig kompensiert werden. Insgesamt arbeiteten 2021 durchschnittlich 968 Mitarbeiter im Konzern (Vorjahr: 982). Darüber hinaus beschäftigte das Unternehmen zum Jahresende 27 Auszubildende (Vorjahr: 28). Der Personalaufwand im Konzern betrug 2021 Mio. EUR 62,6 (Vorjahr: Mio. EUR 56,7). Innovationen, Entwicklungen, Investitionen 2021 wurden für Entwicklungen Mio. EUR 15,2 aufgewendet (Vorjahr: Mio. EUR 7,2). Dazu kommen Mio. EUR 1,6 eingesetzte Öffentliche Fördermittel (Vorjahr: Mio. EUR 1,4) und eine Aktivierung von Eigenleistungen von Mio. EUR 2,7 (Vorjahr: Mio. EUR 5,3). Zusätzlich wurden 2021 insgesamt Mio. EUR 11,6 (Vorjahr: Mio. EUR 16,2) in Sachanlagen und entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände investiert. In 2021 wurden 39 Patente in Deutschland (Vorjahr: 37) und 27 im Ausland (Vorjahr: 28) angemeldet sowie 41 (Vorjahr: 25) erteilt. Insgesamt hält der VON ARDENNE-Konzern 276 Patente (Vorjahr: 589) im Rechtsbestand. Öffentliche Fördermittel Die VON ARDENNE Gruppe hat in 2021 öffentliche Fördermittel von insgesamt Mio. EUR 1,7 (Vorjahr: Mio. EUR 1,7) zur Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben erhalten. Davon stellten Mio. EUR 1,0 (Vorjahr: Mio. EUR 0,8) die Bundesrepublik Deutschland, Mio. EUR 0,6 (Vorjahr: Mio. EUR 0,8) der Freistaat Sachsen und TEUR 0,1 die Europäische Union (Vorjahr: TEUR 0,1) zur Verfügung. Investitionen in Sachanlagen wurden in 2021 in Höhe von Mio. EUR 0,1 gefördert (Vorjahr: Mio. EUR 0,9). Negativerklärung zur Frauenquote Eine Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil an bestimmten Führungspositionen sowie Fristen zu deren Erreichung ist nicht erfolgt. Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen wurden im Geschäftsjahr nicht unterhalten. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des VON ARDENNE-Konzerns 1. Vermögenslage Das Betriebsvermögen des VON ARDENNE-Konzerns zum 31. Dezember 2021 betrug Mio. EUR 305,7 (Vorjahr: Mio. EUR 208,7). Die Bilanzsumme erhöhte sich somit um 46,5 % gegenüber dem Vorjahr. Das Anlagevermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf Mio. EUR 105,4 (Vorjahr: Mio. EUR 70,7) und beträgt damit 34,5 % (Vorjahr: 33,9 %) der Bilanzsumme. Ursache für den Anstieg des Anlagevermögens sind Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, Sachanlagen und Finanzanlagen. Neben Beteiligungen von untergeordneter Bedeutung sind unter den Finanzanlagen Schuldscheindarlehen in Höhe von Mio. EUR 35,0 bilanziert. Es ergeben sich keine Risiken aus der Bewertung der Finanzanlagen zum Stichtag. Das Anlagevermögen des Konzerns setzt sich demnach aus Immateriellen Vermögensgegenständen (13,7 %; Vorjahr: 21,0 %), Sachanlagen (52,9 %; Vorjahr: 71,3 %) und Finanzanlagen (33,4 %; Vorjahr: 7,7 %) zusammen. Das Umlaufvermögen wird mit Mio. EUR 198,1 (Vorjahr: Mio. EUR 135,6) ausgewiesen. Hierin sind neben liquiden Mitteln in Höhe von Mio. EUR 170,9 (Vorjahr: Mio. EUR 94,7), Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von Mio. EUR 27,2 (Vorjahr: Mio. EUR 35,1) und Vorräte in Höhe von Mio. EUR 0,0 (Vorjahr: Mio. EUR 5,8) bilanziert. Die Minderung der Vorräte ist im Wesentlichen durch einen Bestandsabbau der Unfertigen Erzeugnisse und eine Erhöhung der erhaltenen Kundenanzahlungen begründet, welche offen von den Vorräten abgesetzt werden. Die Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist stichtagsbedingt. Der Bestand an aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von Mio. EUR 2,1 (Vorjahr: Mio. EUR 2,3) setzt sich im Wesentlichen aus der Abgrenzung von Arrangierungskosten für den in 2019 neu abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag sowie aus Kosten für Wartung von Software und IT-Support zusammen. Die Eigenkapitalquote ist mit 49,4 % (Vorjahr: 64,4 %) erneut gesunken und befindet sich dennoch auf einem anhaltend hohen Niveau. Damit beträgt das Eigenkapital insgesamt Mio. EUR 150,9 gegenüber dem Vorjahr mit Mio. EUR 134,3. Ursächlich für die Erhöhung von Mio. EUR 16,6 sind der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 sowie die Einstellung des Vorjahresgewinnes in die sonstigen Gewinnrücklagen. Der Rückstellungsbestand in Höhe von Mio. EUR 29,7 verringerte sich gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 35,8) und beinhaltet im Wesentlichen Steuerrückstellungen in Höhe von Mio. EUR 5,4 (Vorjahr: Mio. EUR 11,2) und Sonstige Rückstellungen in Höhe von Mio. EUR 22,1 (Vorjahr: Mio. EUR 22,3). Unter den Sonstigen Rückstellungen sind vor allem Personalrückstellungen sowie Rückstellungen für Gewährleistungen und sonstige Erfüllungsverpflichtungen bilanziert. Die Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. EUR 119,0 (Vorjahr: Mio. EUR 32,4) bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Mio. EUR 26,7 (Vorjahr: Mio. EUR 22,9), Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von Mio. EUR 79,1 (Vorjahr: Mio. EUR 0,0) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Mio. EUR 11,7 (Vorjahr: Mio. EUR 8,5). Die Erhöhung des Fremkapitals resultiert insbesondere aus erhaltenen Kundenanzahlungen. Der Bestand an aktiven latenten Steuern beträgt zum Bilanzstichtag Mio. EUR 0,2 und resultiert vollständig aus Konsolidierungsmaßnahmen zur Zwischenergebniseliminierung im Konzern. Im Vorjahr sind passive latente Steuern aus Zwischenergebniseliminierungen im Konzernabschluss in Höhe von Mio. EUR 0,04 gebucht. 2. Ertragslage Die Gesamtleistung 2021 lag mit Mio. EUR 227,3 um 3,8 % leicht über dem Vorjahr (Mio. EUR 219,0). Dies resultierte aus den um Mio. EUR 4,6 gesunkenen Umsatzerlösen in Höhe von Mio. EUR 218,7 (Vorjahr: Mio. EUR 223,3) und der im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Verminderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen in Höhe von Mio. EUR 2,3 (Vorjahr: Mio. EUR 17,9). Sowohl Umsatz als auch Gesamtleistung liegen damit, wie prognostiziert, in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die im Konzern-Anhang detaillierte Verteilung des Umsatzes auf die Geschäftsfelder zeigt einen Anteil von 38,5 % für das Geschäftsfeld "Photovoltaics" und 35,0 % für "Energy & Advanced Applications".
Wie im Vorjahr zeigt sich auch in diesem Jahr eine Dominanz des Auslandsgeschäftes. So wurden in 2021 64,1 % der Umsätze in Asien und 10,6 % in Nordamerika erwirtschaftet. Im Jahr 2021 betrug der Materialanteil 44,0 % an der Gesamtleistung (Vorjahr: 50,4 %). Der Personalaufwand 2021 betrug 27,5 % (Vorjahr: 25,9 %), bezogen auf die Gesamtleistung. Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr resulitiert aus der leicht gestiegenen Gesamtleistung und den etwas stärker gestiegenen Personalkosten infolge der beginnenden Überlast im zweiten Halbjahr und Nachholeffekten. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen lag bei Mio. EUR 34,7 (Vorjahr: Mio. EUR 19,5) auf einem sehr guten Niveau und betrug damit mehr als 15 % von der Gesamtleistung. Der pandemiebedingt erneut höhere Aufwand für Quarantäne und vergleichbare Sonderbelastungen wurde durch eine effiziente Umsatzrealisierung bei verschobenen Projekten und ein hohes Upgradevolumen überkompensiert. Auch scia hat mit dem Abschluss zahlreicher Projekte Ende des Jahres und einer stabil wachsenden Umsatz- und Ertragssituation einen wichtigen Beitrag geleistet. Dementsprechend sind das EBIT (Betriebsergebnis bzw. Ergebnis vor Steuern und Zinsen) auf Mio. EUR 27,7 (Vorjahr: Mio. EUR 12,6) und der Jahresüberschuss auf Mio. EUR 18,9 (Vorjahr: Mio. EUR 6,3) gestiegen. Die Ertragsdeterminanten bleiben im Wesentlichen Preis und variable Kosten (insbesondere für Material und Fremdleistungen) sowie der Lieferdurchsatz, bezogen auf die fixen Kosten. Das im Lagebericht des Vorjahres für das Geschäftsjahr 2021 prognostizierte Ergebnis wurde noch übertroffen. 3. Finanzlage Die Liquiditätslage des Konzerns war während des gesamten Geschäftsjahres gut. Das Liquiditätsmanagement im Konzern wurde mit der Einführung von SAP in den größten internationalen Einheiten weiter professionalisiert. Zur Absicherung von Liquiditätsrisiken werden Kundenanzahlungen sowie Akkreditive und Bankgarantien genutzt. Das Anlagevermögen (Mio. EUR 105,4) ist durch Eigenkapital (Mio. EUR 150,9) sowie langfristige Investitionskredite (Mio. EUR 26,7) finanziert. Die kurzfristige Finanzierung des Umlaufvermögens basiert auf Eigenkapital und Kundenanzahlungen, flankiert durch Betriebsmittelkreditlinien und konzerninterne Darlehen sowie lokale Abzweiglinien des Konzernkreditrahmens. Der 2019 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit 4 Kernbanken hat einen Gesamtrahmen von Mio. EUR 160,0 (Vorjahr: Mio. EUR 140) und umfasst Garantielinien, Betriebsmittelkreditlinien sowie Zusagen für Investitionskredite. Aufgrund des hohen Avalbedarfes für erhaltene Anzahlungen aus Kundenprojekten wurde die im Vertrag vereinbarte Erhöhungsoption von Mio. EUR 20 in Anspruch genommen. Darüber hinaus wurde ein Baukredit für den Neubau der Firmenzentrale der scia Systems GmbH in Höhe von Mio. EUR 7,0 abgeschlossen, welcher im Sommer vollständig ausgezahlt zum Stichtag auf Mio. EUR 6,5 getilgt wurde. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum 31. Dezember 2021 um Mio. EUR 76,2 auf Mio. EUR 170,9 (Vorjahr: Mio. EUR 94,7) angestiegen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug in 2021 Mio. EUR 116,0 (Vorjahr: Mio. EUR 9,3). Für Investitionen wurden liquide Mittel in Höhe von Mio. EUR 41,4 (Vorjahr: Mio. EUR 15,8) aufgewendet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag Mio. EUR 26,7 (Vorjahr: Mio. EUR 22,9) und betreffen im Wesentlichen Investitionskredite. Unter Berücksichtigung der geleisteten Zinszahlungen von Mio. EUR 1,0 ergibt sich ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von Mio. EUR 0,4 (Vorjahr: Mio. EUR -6,4). Geschäftsrisiken Die Geschäfte des Konzerns sind von Risiken und Ungewissheiten insbesondere hinsichtlich der kommerziellen Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Zu den Risiken gehören Umfeldrisiken (z. B. Sicherheitsrisiken, Elementarrisiken, politische Risiken), Marktrisiken (z. B. Konjunkturrisiken, Branchenrisiken, Währungsrisiken), Vertragsrisiken (z. B. technische oder technologische Risiken, Haftungsrisiken) und Produkthaftungsrisiken. Das Risikomanagement der Gesellschaft umfasst die Risikoanalyse und -steuerung anhand gesetzlicher Bestimmungen sowie interner Vorgaben. Schwerpunkte sind die Beurteilung, die Bewertung sowie die Vermeidung bzw. Begrenzung von Risiken. Dabei werden die nach Risikokategorien (technisch, kommerziell juristisch etc.) gegliederten Einzelrisiken sogenannter Analysegegenstände (wie Verträge) anhand ihrer Tragweite und Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Das sich jeweils daraus ergebende Risikoportfolio ist die Grundlage für die anschließende Risikosteuerung. Ziel der Risikosteuerung ist einerseits, das Gesamtrisiko des Konzerns durch sofortige und/oder mittelfristige Präventionsmaßnahmen zu mindern, indem Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Tragweite von Einzelrisiken derzeitiger und/oder zukünftiger Analysegegenstände gesenkt werden. Andererseits werden durch die Entwicklung von Risikoszenarien konkrete Handlungspläne für den Eintritt bestimmter Risiken vorbereitet. Die Umsetzung solcher Pläne im Eintrittsfall, das Schadenmanagement, gehört ebenfalls zur Risikosteuerung. Die im Anlagenbau typischen Geschäftsrisiken sowie alle o. g. Risiken und Ungewissheiten betreffen vollumfänglich auch den Konzern. Die Globalisierung der Wertschöpfung sowie der hohe Exportanteil bergen Währungsrisiken, insbesondere für die Währungspaare EUR/USD, EUR/CNY, USD/CNY und EUR/JPY. Für die Erhaltung der Liquidität sind ein wirksames Projektmanagement, die Erfüllung der Projekte sowie ein konzernweites Cash-Management bedeutend. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie halten nach wie vor an und behindern wie bereits im vergangenen Jahr die Abarbeitung einiger Projekte. Besonders die Einschränkungen bei Reisen und der globalen Lieferwege bereiten immer neue Herausforderungen. Die geringe Verfügbarkeit wichtiger Rohstoffe und Vorprodukte im Zuge der drastisch gestiegenen Nachfrage im Sommer ließ die Kosten ansteigen und erschwert anhaltend die Einhaltung der ursprünglichen Lieferpläne. Durch eine intensive Lieferantenkommunikation und ein detailliertes Monitoring wichtiger Zulieferpläne konnten wirksam Gegenmaßnahmen etabliert werden. Der Konflikt in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen haben Einfluss auf das laufende Geschäft. Da eine Durchführung und vertragskonforme Abwicklung nicht mehr unabhängig sichergestellt werden kann, hat sich das Unternehmen entschlossen bis auf Weiteres keine Kunden in Russland, der Ukraine oder Belarus mehr zu bedienen. Die unmittelbar damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns. Die Folgen einer länger andauernden Auseinandersetzung und eine etwaige nachhaltige Störung des Warenverkehrs mit den betreffenden Ländern hätte sicherlich wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft der VON ARDENNE Gruppe. Maßgeblich werden die Preiseffekte im Bereich Energiekosten und bei Einstandspreisen für wichtige Rohstoffe erwartet. Eine genau Bewertung lässt sich aufgrund der ungewissen Lage nicht seriös anstellen. Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden zur Begrenzung des Währungsrisikos eingesetzt. Ausblick Grundlegend sind die durch den Konzern adressierten Zielmärkte im Bereich der Dünnfilm-Vakuum-Beschichtung getrieben von Megatrends, vom demografischen Wachstum und den damit einhergehenden Anforderungen an Produkteffizienz, Kostensensibilität und hoher technologischer Kompetenz. Als kundenorientierter Technologiekonzern setzt VON ARDENNE auch in Zukunft auf die Geschäftsfelder "Glass", "Photovoltaics", "Energy & Advanced Applications" sowie "Modulare Prozess Systeme" als maßgebliche Geschäftsfelder. Um unsere Bestands- und Neukunden optimal zu unterstützen bauen wir sukzessive unser globales Servicegeschäft weiter aus. In diesem Zusammenhang wurde beschlossen eine weitere Service-Niederlassung in Indien zu eröffnen. Das Jahr 2022 wird von Projekten im Bereich PV dominiert werden. Die anderen Geschäftsfelder werden zusammen etwa 50 % des Umsatzes vertreten. Das hohe Volumen wird ein Ergebnis vor Steuern über dem des Vorjahres ermöglichen. Dem entgegen stehen einige Projekte mit Pilot-Charakter und damit auch mit Kostenrisiken aufgrund des hohen Entwicklungsanteils und technologischen Neuheitsgrades. Darüber hinaus ist die Planbarkeit der Preise für Materialien, Gehälter und nicht zuletzt Energie nahezu nicht mehr gegeben. All diese Größen können erheblichen Einfluss auf die Profitabilität haben. Eine aktive Gegensteuerung ist aufgrund der hohen Unsicherheit nur bedingt möglich. Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Einschränkungen im Geschäft mit Kunden in Russland und einigen Anrainerstaaten haben mittelbar keine dramatischen Auswirkungen auf das Geschäft der VON ARDENNE Gruppe. Die betroffenen Bestandsprojekte stehen für Umsätze im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Gesamt-Rentabilität im Folgejahr wird durch einen etwaigen Ausfall der Projekte fast nicht beeinflusst. Zu erwartende zusätzliche Kostensteigerungen für Energie und wichtige Metalle wie Stahl oder Aluminium werden sich aufgrund der großen Bedeutung Russlands und der Ukraine für die globalen Rohstoffmärkte auch auf das Geschäft der VON ARDENNE Gruppe auswirken. Umfang und Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken lassen sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Jahresabschlusses nicht seriös bewerten. In der Auftragseingangsplanung der VON ARDENNE Gruppe wird für 2022 ein Auftragsvolumen in Höhe von Mio. EUR 300 bis Mio. EUR 350 prognostiziert. Der aktuelle Auftragsbestand führt im Geschäftsjahr 2022 zu einem erwarteten Umsatz zwischen Mio. EUR 340 und Mio. EUR 380. Auch die Gesamtleistung wird im Vergleich zu 2021 voraussichtlich deutlich ansteigen. Bei diesem Umsatzniveau wird für 2022 ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern oberhalb des Niveaus des Geschäftsjahres 2021 erwartet. Vor dem Hintergrund der erläuterten Unsicherheiten wird auch das Folgejahr 2022 von der Herausforderung geprägt sein, diese Planannahmen ständig zu hinterfragen und anzupassen.
Dresden, 11. April 2022 Pia von Ardenne, Geschäftsführerin BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VON ARDENNE Holding GmbH, Dresden Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der VON ARDENNE Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der VON ARDENNE Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, 11. April 2022 ECOVIS
Wirtschaftstreuhand GmbH
Sven Blechschmidt, Wirtschaftsprüfer Christoph Daut, Wirtschaftsprüfer |
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