Pappert und Klüber Backwerk GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manfred Klüber seit 19.10.2022 | Geschäftsführer |
Uwe Ullmann seit 19.10.2022 | Prokura |
Bernd Pappert seit 19.10.2022 | Geschäftsführer |
Daniel Schmidtke seit 19.10.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Bäcker Görzt BidCo GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
papperts GmbHPoppenhausen (Wasserkuppe)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Darstellung des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft Die papperts GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit Sitz in Poppenhausen (Wasserkuppe), welches von Herrn Bernd Pappert und Herrn Manfred Klüber geführt wird. Vom Stammsitz aus werden täglich Fachgeschäfte mit handwerklich hergestellten Premium-Backwaren beliefert. Gegründet wurde das Unternehmen 1928 von Wilhelm Pappert. In den ersten Geschäftsjahren handelte es sich jedoch um eine ausschließliche Lieferbäckerei. Erst Mitte der 90er Jahre begann der Auf- und Ausbau eines Filialnetzes. Dieser Prozess der Expansion hält auch heute noch an. Im Frühjahr 2017 konnte die Unternehmung die Eröffnung des 100. Standortes feiern. Die Produktionsflächen befanden sich in den Anfangsjahren in der Ortsmitte von Poppenhausen (Georgstraße). 1992 erfolgte der Umzug vom Standort Georgstraße an den Ortsrand von Poppenhausen. Auf einer Fläche von 5.500 qm befindet sich auch heute noch die Unternehmenszentrale am Rande eines Wohngebietes. Um weiteres Wachstum sichern zu können, bedarf es jedoch mehr Flächen im Produktions-, Logistik- und Verwaltungsbereich. Am Rande des Industriegebietes Eichenzell und mit guter logistischer Anbindung an das Autobahndreieck Eichenzell wird Ende 2024 ein neuer Standort in Betrieb genommen. Hier stehen dann ca. 18.000 qm für Produktion, Lagerung und Verwaltung zur Verfügung. Neben Tradition und Innovation spielt jedoch auch das Thema Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung eine wichtige Rolle in der Unternehmensphilosophie. Neben zahlreichen Aktionen für Kinder und Erwachsene im Bereich des Fitnessbäckers, engagiert sich Papperts auch bei der Einbindung von Menschen mit Migrations- und Inklusionshintergrund. Allgemeine Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche Die globalen Wachstumsaussichten der Weltkonjunktur haben sich im Laufe des Jahres verändert. Nach einem kräftigen Start in das Jahr 2023 gab es in den Sommerperioden eine deutliche Verlangsamung. Insbesondere die schwache Industrieproduktion und den in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen, welche insbesondere den Wohnungsbau hemmen, werden als Ursache hierfür benannt. Als weiterer dämpfender Faktor wirkt die verhaltene Entwicklung in China. Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass das Wachstum des Welthandels von 5,1% im Jahr 2022 auf 0,9% Ende 2023 sinken wird. Ab 2024 geht man von einer leichten Erholung des Handelswachstums aus. 1 Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung in Deutschland verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0% zurück. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4%). Positive Impulse kamen vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6%. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0%) und die Unternehmensdienstleister (+0,3%) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0%) zurück. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1%). 2 Die verhaltene Konjunkturentwicklung in Deutschland 2023 zeigt sich nicht im Bäckerhandwerk. Zwar lag der Konsum mit rund 40,7 kg Brot und Backwaren pro Haushalt unter dem Niveau der Vorjahre (ca. 56,0 kg), jedoch stieg der Jahresumsatz im Bäckerhandwerk auf 17,55 Mrd. Euro (i.Vj. 16,27 Mrd. Euro). Der durchschnittliche Umsatz pro Betrieb im Bäckerhandwerk liegt bei ca. 1,9 Mio. Euro (i.Vj. 1,69 Mio. Euro). Die Zahl der Handwerksbäckereien sinkt hierbei weiter, zum 31.12.2023 werden 9.242 Betriebe (i.Vj. 9.607 Betriebe) mit 35.000 Verkaufsstellen (i.Vj. 45.000 Verkaufsstellen) geführt. 3 1) Quelle: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/12/11-weltwirtschaft.html 2) Quelle: file:///S:/Abteilungen/9_kfm.%20Leitung/9.8_Jahresabschluss/2023/Lagebericht/Bruttoinlandsprodukt%20im%20Jahr% 202023%20um%200,3%20_%20gesunken%20-%20Statistisches%20Bundesamt.htm 3) Quelle: https://www.baeckerhandwerk.de/zahlen-fakten
Geschäftsverlauf der papperts GmbH Ertragslage Die Umsatzerlöse der papperts GmbH belaufen sich auf insgesamt 107,1 Mio. EUR (i. Vj. 90,3 Mio. EUR), wovon circa 66,9 % (i.Vj. 69,2 %) durch Backwaren und 30,9 % (i.Vj. 28,6 %) durch Verzehr erzielt wurden. Die übrigen 2,2 % setzen sich aus Miet- und sonstigen Umsatzerlösen zusammen. Je nach Fachgeschäftstyp und Region gibt es hierbei unterschiedliche Gewichtungen. Das Umsatzwachstum beträgt im Vorjahresvergleich +18,6 %. Der Materialaufwand erhöhte sich auf rd. 22,0 Mio. EUR (i.Vj. 19,9 Mio. EUR). Ursache hierfür ist die gestiegene Gesamtleistung. Insgesamt hat die papperts GmbH einen Rohertrag in Höhe von rd. 85,1 Mio. EUR (i.Vj. 70,4 Mio. EUR) erwirtschaftet. Die Erhöhung beim Personalaufwand auf 46,7 Mio. EUR (i.Vj. 37,6 Mio. EUR) begründet sich in einer allgemeinen Anpassung der Löhne und Gehälter in den unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens. Der Personalbestand belief sich zum 31. Dezember 2023 ohne Auszubildende auf insgesamt 1.947 (i. Vj. 1.655) gewerbliche und kaufmännische Arbeitnehmer. Die Personalauswahl und -entwicklung nimmt dabei wie bereits in den letzten Jahren einen hohen Stellenwert ein. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses in Höhe von -611 TEUR (i. Vj. -487 TEUR) und der Steuern in Höhe von 2.622 TEUR (i. Vj. 1.906 TEUR) weisen wir einen Jahresüberschuss von 5,8 Mio. EUR (i. Vj. 3,8 Mio. EUR) aus. Unsere im Dezember 2022 erstellte Unternehmensplanung konnte damit übertroffen werden. Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der Unternehmensentwicklung im Jahr 2023 sehr zufrieden. Vermögens- und Liquiditätslage Vermögenslage Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zeigt sich im Vorjahresvergleich verbessert und insgesamt durch Investitions- und Modernisierungsmaßnahmen am Stammsitz der Gesellschaft in Poppenhausen sowie in bestehende und zusätzliche Fachgeschäfte geprägt. Unsere Liquiditäts- und Finanzierungsstruktur ist solide und ausgewogen. Unser Gesamtvermögen erhöhte sich auf 56,7 Mio. EUR (i.Vj. 41,5 Mio. EUR). Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen 17,8 Mio. EUR (i.V. 12,4 Mio. Euro). Insgesamt erhöhte sich das Anlagevermögen auf 38,9 Mio. EUR (i.Vj. 27,3 Mio. EUR). Die Anlagenquote beträgt 68,6 % nach 65,7 % im Vorjahr. Das Umlaufvermögen beträgt zum Stichtag 17,5 Mio. EUR (i. Vj. 14,0 Mio. EUR). Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Zunahme der liquiden Mittel zum Stichtag. Der Anteil des Eigenkapitals zum Gesamtkapital (Eigenkapitalquote) beträgt zum Stichtag 17,0 % Punkte (i.Vj. 11,6 % Punkte). Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag 22,7 Mio. EUR (i.Vj. 8,6 Mio. EUR), die kurzfristigen Verbindlichkeiten 20,7 Mio. EUR (i.Vj. 26,4 Mio. EUR). Veränderungen gegenüber dem Vorjahr sind durch fremdfinanzierte Investitionen in Fachgeschäfte, am Stammsitz in Poppenhausen sowie vorbereitende Investitionen für den Umzug nach Rönshausen begründet. Liquiditätslage Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme für das Geschäftsjahr. Dabei wird in Zahlungsströme aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds entspricht den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in der Bilanz. Die Liquiditätssituation unserer Gesellschaft zeigt sich für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt:
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war aufgrund der auch in diesem Jahr hohen Investitionen in das Anlagevermögen negativ (i. Vj. -16,9 Mio. EUR). Zu nennen sind hier einerseits der weitere Ausbau des Fachgeschäftsnetzes und andererseits Ersatzinvestitionen am Standort Poppenhausen (Produktion und Kaufmännischer Bereich). Die Investitionen im Bereich des Anlagevermögens wurden aus strategischen Gründen zum großen Teil mit eigenen Mitteln realisiert. Anzumerken ist, dass im Zuge der Baumaßnahme Backhaus Rönshausen, Investitionsverpflichtungen bestehen. Die verbleibenden Verpflichtungen können auf Grund diverser Einflussfaktoren (Zeit, Wetter, technische Nachbesserungen) heute noch nicht final beziffert werden. Unsere Prognosen gehen hierbei von einem Wert zwischen 5 und 8 Mio. EUR aus. Die Gesellschaft arbeitet projektbezogen mit verschiedenen Geldinstituten zusammen. Im operativen Bereich sind hierbei insbesondere die VR Bank Fulda eG sowie die Sparkasse Fulda Partner, um Überweisung und Zahlungsverkehr abzuwickeln. Die vorhandenen Kreditlinien (VR Bank Fulda eG 1,8 Mio. Euro, Sparkasse Fulda 200 TEUR) wurden im Jahr 2023 nicht in Anspruch genommen. Finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Unternehmenssteuerung verwenden wir im wesentlichen Kennzahlen aus der monatlichen Kosten- und Leistungsrechnung sowie Daten aus branchentypischen Unternehmensvergleichen und Kennzahlenanalysen. Unsere Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, sie ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozentpunkte auf nunmehr 8,4 % gestiegen. Zu den Ursachen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Punkt zur Ertragslage des Unternehmens. Den Cashflow ermitteln wir auf indirektem Wege, der frei verfügbare Finanzmittelfonds beträgt 12,9 Mio. EUR (i.Vj. 10,3 Mio. EUR). Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen. Nachtragsbericht An dieser Stelle verweisen wir auf den Anhang. Chancen und Risiken Chancen Der Erfolg der papperts GmbH beruht auf der konsequenten Nutzung von Chancen im Rahmen der mittel- und langfristigen Unternehmensstrategie. Bei der Entwicklung des Unternehmens rechnen wir mit Wachstum auf bestehender Fläche sowie der Expansion im Bereich der papperts-Fachgeschäfte. Dem unvermindert hohen Wettbewerbsdruck treten wir mit Verbesserungen der internen Unternehmensabläufe entgegen. Chancen sehen wir in unserer "Premium-" und "Frische"-Strategie. Unsere Backwaren werden nach überlieferten Rezepturen aus naturbelassenen Rohstoffen und klarem Rhöner Quellwasser hergestellt. Sie sind ursprünglich, rein und schmackhaft. Mit unserem großen Angebot an Fitness-Produkten leisten wir dabei unseren Beitrag zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung und die Kunden sind durchaus bereit, für leckere, frische und handwerkliche Premium-Produkte entsprechende Entgelte zu bezahlen. In verschiedenen Sortimentsbereichen entgehen wir somit dem Preiswettbewerb mit Wettbewerbern, insbesondere den Discountern. Erfolgspotenziale sehen wir in innovativen Produkten sowie traditioneller Handwerkskunst. Dabei entstehen immer wieder neue Konzepte wie "zuTisch", die vom Verbraucher überaus positiv angenommen werden. Für die kommenden Jahre sind weitere Konzepte geplant. Weiteres Wachstum sehen wir insbesondere in der Konsolidierung des Marktes. Zielsetzung ist es, in den kommenden Geschäftsjahren unsere Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung weiter voranzubringen, zusätzliche Marktanteile zu gewinnen und unsere EBIT-Marge sowie den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit zu optimieren. Risiken Risikomanagementziele Die stetige Überwachung und das Management von Risiken gehören zu den essentiellen Aufgabenstellungen der Geschäftsführung der Gesellschaft. Hierzu sind abgestimmte Kontrollen und Maßnahmen eingerichtet, um die potenziellen Risiken kontinuierlich zu identifizieren und zu analysieren. Die Kontrollen und Maßnahmen sollen sicherstellen, dass der Betrieb wirkungsorientiert und effizient abläuft und die Sicherheit von Mitarbeitern, Sachen, Vermögenswerten und Umwelt garantiert ist. Risikomanagement-Methoden Das Risikomanagement der Gesellschaft bedient sich geeigneter Methoden, um sicherzustellen, dass Rechtskonformitäts- (Compliance, usw.), Sicherheits- (Datenschutz, IT Security, Umweltsicherheit, usw.), Betriebs- und finanzielle Risiken auf ein für die Gesellschaft tragbares Level reduziert werden. Führungskräfte und Mitarbeiter/-innen werden auf die Risiken in den genannten Bereichen regelmäßig und systematisch sensibilisiert, die Einhaltung der jeweils eingeführten Maßnahmen wird permanent überwacht. Durch die kontinuierliche Überwachung von Frühwarnindikatoren, die innerhalb festgelegter zeitlicher Intervalle in Führungskreissitzungen erörtert werden (Reporting/Steuerung mit Kennzahlen), können Planabweichungen rechtzeitig erkannt und Störungen beseitigt werden. Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Produkt-, Auftragsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen Das wesentliche Branchen- und Produktrisiko sehen wir in der Veränderung von Konsumgewohnheiten. Es wird Aufgabe des Bäckerhandwerks sein, negativen Absatz-Entwicklungen durch eine entsprechende Produktqualität und -vielfalt entgegenzutreten. Dementsprechend werden sich die Zuwachsraten bei qualitativ hochwertigen Produkten auch nachhaltig positiv auf das operative Ergebnis unserer Gesellschaft auswirken. Die vor allem in unserer Region enorm hohe Wettbewerbssituation kann zu Veränderungen in der Nachfrage nach papperts-Produkten führen. Ein weiteres Risiko sehen wir in unserer Konkurrenzsituation mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und seinen Back-off Stationen. Neben Brot und Brötchen bietet der LEH mittlerweile auch im Bereich Feingebäck Ware in seinen Backstationen an. Dieser zusätzliche Wettbewerb führt dazu, dass unsere strategische Ausrichtung bei der Schaffung neuer Standorte grundsätzlich überdacht werden muss. Durch sorgsame Auswahl der Lieferanten und Kontrolle des eingesetzten Materials wird das Rohstoffrisiko minimiert. Unsere selbst sehr hoch gesetzten Anforderungen an die Qualität der papperts-Produkte und damit an die Beschaffungs- und Produktionsprozesse bedingen enge Partnerschaften mit Lieferanten. Im Zuge des insgesamt gestiegenen Beschaffungs- und Produktionsvolumens wurde die Zusammenarbeit mit ausgewählten Lieferanten weiter intensiviert und ein mögliches Ausfallrisiko oder Versorgungsengpässe reduziert. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine Ausfälle bei Rohstoffbestellungen. Die Lieferantenstruktur wird regelmäßig mit dem Ziel überprüft, Qualitätsrisiken rechtzeitig zu erkennen. Preiserhöhungen der Zulieferer und steigende Produktionskosten können sich negativ auf die Rohertragsmarge auswirken. Wir begegnen diesem Risiko mit einer Produktplanung, mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung bei Produktions- und Beschaffungsprozessen sowie einer Verbesserung des Materialeinsatzes. Aufgrund des zeitlichen Vorlaufs in den Beschaffungs- und Produktionsprozessen kann bereits auf Frühwarnindikatoren reagiert werden. Weitere Branchenrisiken, wie die Personalknappheit sowie die unklare Energiekostenentwicklung beinhalten Unsicherheiten, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Ausfall-, Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen wird durch ein aktives Cash-Management begegnet. Es findet ein regelmäßiger Austausch zwischen den Verkaufs-, Bereichs- und Fachgeschäftsleitungen sowie der Geschäftsführung statt. Das latente Liquiditätsrisiko wird durch fortwährende Überwachung auf Unternehmensebene und durch eine Gesamtplanung des Finanzbedarfs sowie der Finanzmittelbeschaffung reduziert. Die papperts GmbH verfügt durch ihre gute Bonität über einen sehr guten Zugang zu den Finanzmärkten. Die Fähigkeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen war und ist aufgrund unserer anhaltend soliden Finanzsituation jederzeit gegeben. Unternehmerische Zielsetzung ist es, die vorhandenen Kostenstrukturen im Hinblick auf weitere Einsparungs- und Verbesserungspotenziale stetig zu durchforsten, um eine nachhaltige Profitabilität für die Gesellschaft zu gewährleisten. Die üblichen Risiken der allgemeinen unternehmerischen Betätigung sind durch folgende Sachversicherungen gedeckt: Betriebshaftpflichtversicherung, Feuer-/ Sturm-/ Wasserversicherung, Inventarversicherung, Unfallversicherung, Elektronikversicherung sowie Betriebsunterbrechungsversicherung. Prognosebericht Mit dem gezielten Ausbau unseres Netzwerks sowie weiteren Maßnahmen hinsichtlich der Steigerung der Kundenzufriedenheit sehen wir uns für die Zukunft auch gegenüber weiteren Marktteilnehmern bestens aufgestellt. Wir werden kontinuierlich daran arbeiten, dass die Marke "pappert" in den kommenden Jahren noch weiter an Stellenwert innerhalb und außerhalb unserer Region gewinnen wird. Repräsentativ hierfür steht die Entscheidung der Unternehmer einen innovativen und zukunftsfähigen Standort neu zu entwickeln. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Prognoseberichts befindet sich das Vorhaben in der Umsetzungsphase. Sollte es zu keiner Verzögerung kommen, ist Fertigstellung, Bezug und Inbetriebnahme für das 4. Quartal 2024 geplant. Aus diesem Grund rechnen wir für die kommenden Wirtschaftsjahre unter Zugrundelegung aller Einzelmaßnahmen, die in Einklang mit dem übergeordneten Ziel der weiteren Stabilisierung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft stehen, mit einem moderat steigenden Umsatz sowie einer deutlich verbesserten Ergebnissituation. Die zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes noch herrschende Kriegssituation in der Ukraine kann weiterhin Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2024 für das Unternehmen haben. Branche und Geschäftsfeld der Unternehmung lassen jedoch darauf schließen, dass weiterhin Umsätze in den Kernsegmenten Brot, Brötchen, Feingebäck und Kuchen generiert werden können. Eine existenziell bedrohliche Situation für den Bestand des Unternehmens wird daher nicht prognostiziert. Vorausschauend arbeitet die Unternehmung bereits heute mit einer täglichen Liquiditätsplanung, um mögliche Risiken frühzeitig erkennen zu können. Zur Vermeidung von Lieferengpässe setzt das Unternehmen bereits heute - wenn möglich - auf regionale Partner sowie auf eine mittel- bis langfristige Kontraktierung wichtiger Rohstoffsegmente. Für die Zeit nach der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine, gehen wir für künftige Geschäftsjahre, von einer positiven Liquiditätslage aus, so dass wir jederzeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. sonstige Angaben Die papperts GmbH verfügt über keine separate Forschungs- und Entwicklungsabteilung und die Gesellschaft unterhält derzeit keine Zweigniederlassungen mit Handelsregistereintrag.
Poppenhausen, 16. Mai 2024 papperts GmbH gez. Bernd Pappert, Geschäftsführer gez. Manfred Klüber, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB einzustufen. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Regelungen des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die papperts GmbH hat ihren Sitz in Poppenhausen. Sie wird geführt unter der Nummer HRB 8391 des Amtsgerichts Fulda. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurde im Berichtsjahr die Bewertungsfreiheit nach § 6 Abs. 2 EStG in Anspruch genommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Wertpapiere zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Gemeinkosten angerechnet. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen berücksichtigt. Liquide Mittel sind mit dem Nominalbetrag der Kassenbestände und der Bankguthaben angesetzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.
Angaben zur Unterlassung von außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen Der beizulegende Zeitwert der im Anlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 3.946.700,00. Auf die Berücksichtigung von außerplanmäßigen Abschreibungen auf die gehaltenen Anleihen wurde verzichtet, da diese bis zu ihrem Rückzahlungstermin im Unternehmen verbleiben. Darüber hinaus bestehen keine Anzeichen dafür, dass die Anleihen nicht zu 100 % zurückgezahlt werden können. Angabe zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 19.232,46 (Vorjahr: EUR 20.432,46). Angabe zu sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 3.136,85 (Vorjahr: EUR 3.136,85). Darstellung wesentlicher sonstiger Rückstellungen (§ 285 Nr. 12 HGB)
Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 2.222.301,21 (Vorjahr: EUR 1.331.227,79). Dieser Betrag entfällt auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden durch Grundschulden, Bürgschaften und Sicherungsübereignungen gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten wurden durch branchenübliche Sicherheiten wie z.B. Eigentumsvorbehalte gesichert. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften und aus Akkreditiven schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
Die Umsatzerlöse werden ausschließlich innerhalb der Bundesrepublik Deutschland erwirtschaftet. Sonstige Angaben Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer Die Forderungen belaufen sich auf EUR 158.455,44 (Vorjahr: EUR 357.314,20). Diese werden mit 4,37 % p.a. verzinst. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden Kredite in Höhe von EUR 408.497,78 ausgezahlt und in Höhe von EUR 611.737,00 zurückgezahlt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 HGB) Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen im kommenden Geschäftsjahr sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 9.759.000,00. In den Folgejahren ist von ähnlichen Verpflichtungen auszugehen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Angaben zum Abschlussprüferhonorar (§ 285 Nr. 17 HGB) Das Honorar des Abschlussprüfers gliedert sich wie folgt: Abschlussprüfungsleistung EUR 16.000,00 Namen der Geschäftsführer Die Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgt durch die Herren: Bernd Pappert, Poppenhausen, Geschäftsführer Manfred Klüber, Ebersburg, Geschäftsführer Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9a HGB) Von den Schutzklauseln gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Angaben gem. § 285 Nr. 11 HGB
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Gesellschaft hat keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen ausgeführt, die zu marktunüblichen Bedingungen oder Konditionen zustande gekommen sind. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 5.762.103,72 wird um eine Vorabausschüttung in Höhe von EUR 900.000,00 bereinigt. Der Bilanzgewinn 2023 beträgt somit EUR 4.862.103,72. Dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen. Nachtragsbericht Zum Zeitpunkt der Erstellung des Anhangs können unsere Fachgeschäfte mit Vollauslastung auch in den gastronomischen Bereichen betrieben werden. Das Unternehmen ist weiterhin auf Expansionskurs, so dass wir 2024 weitere neue Fachgeschäfte eröffnen werden. 2023 wurde mit dem Bau des neuen Backhauses in Rönshausen begonnen, welcher im Jahr 2024 abgeschlossen werden soll. Somit entstehen neue Produktionsflächen, um das Wachstum des Unternehmens zu sichern. Auf die anhaltend hohe Rohstoffpreise und Personalkosten hat das Unternehmen mit Preisanpassungen in allen Sortimenten reagiert. Die Auswirkungen des Angriffskriegs in der Ukraine konnten somit gemildert werden. Die Versorgung mit Rohstoffen stellen regionale bzw. strategische Partnerschaften sicher - eine Abhängigkeit von osteuropäischen Rohstoffen ist aktuell nicht gegeben.
Poppenhausen, 16. Mai 2024 papperts GmbH gez. Bernd Pappert, Geschäftsführer gez. Manfred Klüber, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.09.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die papperts GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der papperts GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der papperts GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fulda, 01. Juli 2024 alt
GmbH
gez. Diplom-Kaufmann Hans-Dieter Alt, Wirtschaftsprüfer |
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