Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 18721
Eingetragen
8.7.2020
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung eigener Vermögenswerte, insbesondere die Beteiligung an anderen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Hartleif
seit 8.7.2020
Vorstandsmitglied
Pascal Heitmar
seit 8.7.2020
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Laumann Stiftung & Co. KG

Sendenhorst

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen

Die Laumann Gruppe ist ein international ausgerichteter Konzern mit Gesellschaften in Europa, Amerika und Asien, die zum Teil regional oder funktional in Teilkonzernstrukturen organisiert sind. Die deutsche Konzernmuttergesellschaft, die Laumann Stiftung & Co. KG, ist in Sendenhorst (Nordrhein-Westfalen) ansässig. Wesentlicher Geschäftszweck ist die Produktion und der Vertrieb von Fensterprofilen, Platten und PVC-Compound. Dieser Bereich wird von der Konzerngesellschaft VEKA AG geführt. Daneben werden in der Konzerngesellschaft celotec GmbH & Co. KG (celotec) Konzepte, Materialien, Verfahren und anwendungstechnische Lösungen für die kunststoffverarbeitende Industrie entwickelt, hergestellt und vertrieben. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung von Produkten und Verfahren für die Oberflächenveredelung. In Zusammenarbeit mit namhaften Industriepartnern wurde eine Dekorfolie entwickelt, die sich durch herausragende optische und haptische Eigenschaften bei hoher Umweltbeständigkeit auszeichnet. Das Produkt wird bereits mit gutem Erfolg unter dem Namen SPECTRAL durch die VEKA AG vermarktet.

Mit dem in 2021 realisierten Ewerb der Vinylit Fassaden GmbH wurde das Produktportfolio des Konzerns um weitere Komponenten ergänzt, deren Anwendungen im Bausektor angesiedelt sind. Die Gesellschaft produziert hinterlüftete Fassadenelemente, die sowohl bei der Gebäudesanierung als auch im Neubau zum Einsatz kommen.

Eine stark ausgeprägte regionale Diversifizierung ist die Basis der Konzern-Absatzstrategie, die sich sowohl auf etablierte als auch auf zukunftsorientierte, entwicklungsfähige neue Märkte mit hohem Wachstumspotential stützt.

Die Hauptabsatzmärkte des Konzerns liegen in Europa und Nordamerika. Mit der in den europäischen Märkten operierenden GEALAN-Gruppe verfolgt der Konzern neben der internationalen Ausrichtung auch eine Markendiversifizierungsstrategie, die es ermöglicht ein größeres Marktspektrum abzudecken.

Der Geschäftsbereich Profile bildet das wichtigste Geschäftsfeld der Laumann Gruppe und umfasst die Herstellung und den Vertrieb von hochwertigen Fenster-, Rollladen-, Fassaden- und Spezialprofilen aus PVC-Compound. Vertriebspolitisches Ziel ist die Markt- und Qualitätsführerschaft in allen wesentlichen Märkten. Die Produkt- und Sortimentsgestaltung ist konzeptionell auf Nachhaltigkeit, Innovationskraft und die Erreichung höchstmöglicher Qualitätsstandards ausgerichtet. Mit einer herausragenden Produktvielfalt und Sortimentstiefe sowie durch das kompromisslose Streben nach einer Optimierung aller Produktions-, Logistik- und Innovationsprozesse, sollen neben einem uneingeschränkten Qualitätsversprechen auch ein außergewöhnliches Leistungsspektrum und äußerst kurze Lieferzeiten erreicht werden. Die an individuellen Kundenwünschen orientierte, partnerschaftliche Vertriebsstrategie in Kombination mit einem umfangreichen Angebot begleitender Serviceleistungen bietet ein branchenbezogenes Alleinstellungsmerkmal, wodurch ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil entsteht und eine bestmögliche Kundenbindung erreicht werden kann.

Der Geschäftsbereich Platten umfasst die Herstellung und den Vertrieb von kompakten und geschäumten PVC-Platten, die insbesondere im Werbebereich, im Bausektor, im Fahrzeugbau und in der Kunststoff-Formtechnik eingesetzt werden. Die weltweiten Vertriebsaktivitäten werden zentral von der VEKA AG gesteuert.

Die vorrangige Aufgabe des Geschäftsbereiches Compound besteht in der Versorgung der produzierenden Einheiten des Konzerns mit PVC-Compound für die Profil- und Plattenproduktion. Der Geschäftsbereich Compound beinhaltet ebenfalls die Recycling-Aktivitäten der VEKA Umwelttechnik GmbH und deren Tochtergesellschaften in Frankreich und England.

Der Geschäftsbereich Outdoor Living Products (OLP) umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Terrassendielen (VEKAdeck), Terrassengeländern (VEKArail) und Zäunen (VEKAfence) aus PVC, die hauptsächlich im privaten Bereich eingesetzt werden. Neben Aktivitäten in Großbritannien erfolgt die Herstellung im Wesentlichen bei den amerikanischen Gesellschaften der Laumann Gruppe, welche den gesamten nord- und mittelamerikanischen Kontinent bedienen.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Situation

Die Weltwirtschaft stand im Jahr 2021 auch weiter unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Dennoch hat sich das wirtschaftliche Wachstum, vor allem durch die Entwicklung und den Einsatz von wirksamen Impfstoffen positiv entwickelt. Im zweiten Halbjahr wurde das zunächst starke Wachstum durch die neu aufgetretenen Varianten des Corona-Virus Delta und Omikron belastet. Dies führte zu globalen Lieferkettenproblemen, Logistik- und Materialengpässen sowie zu einem starken Anstieg von Rohstoffpreisen. Vor allem aufgrund der starken Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern kamen viele Hersteller von Vorprodukten an ihre Kapazitätsgrenzen. Die wirtschaftliche Entwicklung im Hinblick auf Produktion und Beschäftigung in den jeweiligen Ländern verlief sehr heterogen. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist laut Einschätzung von Commerzbank Research um 6,2 % gewachsen.

In Europa erlebte die Wirtschaft im ersten Halbjahr zunächst einen Aufschwung. Dies ist vor allem auf die Verbesserung der pandemischen Lage, einhergehend mit Lockerungen der bestehenden Corona-Restriktionen, zurückzuführen. Im zweiten Halbjahr wirkte sich eine erneute Corona-Welle negativ auf das Wachstum aus. Auch blieben die europäischen Unternehmen nicht von Lieferengpässen bei der Beschaffung von Rohstoffen verschont.

Zudem sorgten gestiegene Energie- und Rohstoffpreise für einen Kostendruck in der Industrie und führten zu steigenden Inflationsraten. Laut Eurostat stieg das BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU um 5,3 %.

Der Konjunkturverlauf in Deutschland war ebenfalls von diesen Schwankungen gekennzeichnet. Die deutsche Wirtschaft war trotz guter Auftragslage von den Lieferproblemen sowie den gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten am Weltmarkt betroffen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg laut Commerzbank Research in 2021 um 2,9 %.

Die Wirtschaftsdynamik in den USA schwächte sich im dritten Quartal 2021 ab. Angestiegene Corona-Infektionszahlen, Produktionsengpässe und das Auslaufen der staatlichen Finanzimpulse haben hierzu geführt. Im vierten Quartal nahm das Wachstum nach Abebben der Delta-Welle wieder zu, die Volkswirtschaft litt aber unter einem starken Anstieg der Inflation und der Angst vor steigenden Kreditzinsen. Die US-amerikanische Wirtschaftsleistung stieg in 2021 um 5,7 %.

Die wirtschaftliche Entwicklung in den Schwellenländern war überwiegend positiv. Die Wirtschaftsleistung in China ist trotz der strengen Corona-Infektionsschutzmaßnahmen gestiegen. Der BIP-Zuwachs lag bei 8,1 %. Auch die indische Wirtschaft erholte sich von dem starken Konjunktureinbruch im Vorjahr und erreichte ein höheres Niveau als vor dem Ausbruch von COVID-19. Die Länder Südamerikas haben sehr stark unter den Folgen der Pandemie und den stark gestiegenen Erzeugerpreisen gelitten. Durch den zunehmenden Handel, einer starken wirtschaftspolitischen Förderung und privaten Investitionen hat sich die Wirtschaft wieder erholt. Das Wirtschaftswachstum in Russland war 2021 insgesamt positiv. Dies wurde vor allem durch gestiegene Rohölpreise begünstigt.

Branchensituation

Die Nachfrage nach Kunststofffenstern entwickelte sich im Jahr 2021 trotz der anhaltenden Corona-Pandemie positiv. Es gab jedoch regional unterschiedliche Entwicklungen. Die weiterhin expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und unattraktive Anlagealternativen begünstigten den Immobilien-Neubau und die energetische Sanierung. Auch die staatlichen Konjunkturhilfen wirkten sich positiv aus.

In Deutschland konnte der Fenstermarkt weiterhin von den anhaltend guten Bedingungen für private und infrastrukturelle Bauinvestitionen profitieren. Laut einer Studie der führenden Branchenverbände erhöhte sich der Fensterabsatz in Deutschland um 2,3 %. Der Fensterabsatz im Wohnbau profitierte im Jahr 2021 vom steigenden Bedarf. Beim Nichtwohnbau stagnierte das Volumen auf dem Vorjahresniveau. Zu schaffen machte der Branche die Materialknappheit und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Montagekapazitäten.

Auch der europäische Markt entwickelte sich positiv. Der Absatz von Fenstern konnte aufgrund einer starken Nachfrage im Wohnbau in nahezu allen Ländern Europas zulegen.

Trotz der internationalen Sanktionen und der geringeren Kaufkraft der Mittelschicht, entwickelte sich der russische Markt ebenfalls positiv. Die Produktion von Kunststofffenstern in 2021 konnte gegenüber 2020 zulegen. Hauptgrund hierfür sind vor allem staatliche Investitionen in den Wohnungsmarkt. Auch in der Ukraine kam es zu Zuwächsen im Fenstermarkt.

In den USA wurde das Wachstum in der Fenster- und Türenindustrie durch die anhaltende Stärke des Neubaumarktes sowie durch einen Ausbau der Renovierungstätigkeiten angetrieben. Ein weiterer Grund für den Anstieg ist die Ausweitung der Bauausgaben im gewerblichen Bereich. Das Marktforschungsunternehmen Freedonia Group erwartet einen Zuwachs von 25 % gegenüber dem Vorjahr. Der NAHB-Hausmarktindex erreichte im Dezember den höchsten Stand des Jahres 2021.

Die Märkte Südamerikas entwickelten sich im zweiten Jahr der Corona-Pandemie leicht positiv. Die anhaltenden Währungsturbulenzen und die hohe Inflation in Argentinien wirkten sich dagegen negativ aus.

Veränderungen der Konzernstruktur

Im Jahr 2021 wurde die Laumann Fassaden-Systeme Beteiligungs GmbH gegründet, an der die Laumann Stiftung & Co. KG 60 % der Anteile hält. Im Juni 2021 erwarb die Laumann Fassaden-Systeme Beteiligungs GmbH 100 % der Anteile an der Gesellschaft Vinylit Fassaden GmbH mit Sitz in Kassel. Die Gesellschaften wurden in 2021 erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogen.

b) Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung und sonstige bedeutsame Leistungsindikatoren

Die Laumann Gruppe erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Konzernumsatz von 1.546,9 Mio. €. Dieses entspricht einem Anstieg von 404,4 Mio. € (35,4 %) gegenüber dem Vorjahreswert.

Knapp 74,8 % der vertriebenen Produkte wurden in den europäischen Märkten abgesetzt (Vorjahr: 76,5 %). Auf Nord- und Südamerika entfielen 21,9 % des Konzernumsatzes (Vorjahr: 20,6 %). Die Konzernaktivitäten in Asien verminderten sich auf einen Anteil von 3,3 % (Vorjahr: 2,9 %).

Mit 21,0 % des Konzernumsatzes bildet Nordamerika den größten Einzelmarkt, gefolgt von Deutschland (17,5 %) und Polen (11,9 %).

In 2021 erzielte die Laumann Gruppe ein gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Mio. € gestiegenes EBIT von 91,4 Mio. €. Das EBITDA verbesserte sich um 5,6 % auf nunmehr 163,6 Mio. € (Vorjahr: 154,9 Mio. €). Damit wurde das im Vorjahr gesetzte Ziel deutlich übertroffen.

Cashflow-Rechnung

Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein operativer Cashflow von 49,2 Mio. € erwirtschaftet (Vorjahr: 155,2 Mio. €). Unter Berücksichtigung der Mittelabflüsse für Investitionen in das Anlagevermögen (94,5 Mio. €) ergab sich ein negativer Free Cashflow von 45,3 Mio. €.

Gesamtaussage

Den Geschäftsverlauf des Jahres 2021 mit einem Konzernjahresüberschuss von 59,6 Mio. € beurteilen wir insgesamt als zufriedenstellend.

c) Ertragslage

Umsätze der Geschäftsbereiche

Die Laumann Gruppe erzielte im Geschäftsbereich Profile einen Nettoumsatz von 1.342,1 Mio.€. Das entspricht einer Steigerung um 33,9 % gegenüber dem Vorjahreswert von 1.002,0 Mio. €. Ein Teil dieses Wachstums ist auf notwendige Absatzpreisanpassungen zurückzuführen. In den Geschäftsbereich Profile wurde die zum 01.07.2021 erworbene Vinylit Fassaden GmbH integriert. Diese steuerte 8,9 Mio. € zum Gesamtumsatz des Geschäftsbereiches bei. Die europäischen Märkte präsentierten sich trotz der Pandemie sehr positiv. Die Umsätze konnten in allen Ländern gesteigert werden. Nennenswerte Zuwächse gab es in Deutschland, Polen, Italien, Frankreich und Großbritannien.

Die Konzerngesellschaften in Nordamerika befinden sich weiter auf Expansionskurs. Sie konnten ihre Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr um 44,1 % steigern.

Trotz der verschärften wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen in Südamerika konnten die Umsätze dort um insgesamt 41,7 % gesteigert werden.

Auch in den asiatischen Märkten kam es zu Umsatzsteigerungen. Vor allem die indischen Gesellschaften konnten ihre Umsätze weiter erhöhen. Das Volumen stieg um 75,5 % an. Währenddessen kam es in China, vor allem durch die verschärften Lockdown Regelungen, zu Umsatzrückgängen. Im mittleren Osten konnten die Umsätze leicht gesteigert werden. Der auf die asiatischen Märkte entfallende Anteil am Konzernumsatz blieb aber weiter auf einem untergeordneten Niveau.

Im Geschäftsbereich Platten entwickelten sich die Umsätze wieder positiv nach leicht rückläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2020.

In dem für die VEKA Gruppe wichtigen englischen Markt konnten die Umsätze weiter ausgebaut werden. Positiv entwickelten sich zudem der italienische, der französische und der polnische Absatzmarkt.

Der Umsatz des Geschäftsbereiches erhöhte sich um insgesamt 40,4 % auf 45,5 Mio. € (Vorjahr: 32,4 Mio. €). Während das Umsatzvolumen auf dem deutschen Markt um 2,2 Mio. € auf 8,2 Mio. € gesteigert werden konnte, betrug der Zuwachs in den ausländischen Märkten 10,9 Mio. €.

Die Umsatzentwicklung des Geschäftsbereiches Compound ist in hohem Maße von der äußerst volatilen Rohstoffpreisentwicklung abhängig. Im Geschäftsjahr 2021 konnte ein Außenumsatz von 50,1 Mio. € (Vorjahr: 36,7 Mio. €) erzielt werden. Der Anteil der Recycling-Aktivitäten am Gesamtumsatz des Geschäftsbereiches reduzierte sich auf 53,0 % (Vorjahr: 66,2 %).

Im Geschäftsbereich Outdoor Living Products (OLP) entwickelten sich die Umsätze weiterhin positiv.

In dem für den Geschäftsbereich zentralen amerikanischen Markt konnten die Umsätze weiter ausgebaut werden. Positiv entwickelte sich auch der englische Absatzmarkt.

Der Umsatz des Geschäftsbereiches erhöhte sich um 41,1 % auf 79,6 Mio. € (Vorjahr: 56,4 Mio. €).

Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2021 erzielte die Laumann Gruppe ein Ergebnis vor Ertragssteuern und sonstigen Steuern von 89,7 Mio. €. Verglichen mit dem Vorjahr ist dies eine Steigerung um 4,0 %. In Relation zur Gesamtleistung ergab sich eine Rendite von 5,7 % (Vorjahr: 7,5 %). Die Eigenkapitalrendite verminderte sich auf 15,9 % (Vorjahr: 17,3 %).

Vermindert um den Steueraufwand ergab sich ein Konzernjahresüberschuss von 59,6 Mio. € (Vorjahr: 61,0 Mio. €).

Die Konzernumsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 35,4 % auf 1.546,9 Mio. € erhöht. Unter Berücksichtigung der aktivierten Eigenleistungen (6,7 Mio. €) und einer positiven Bestandsveränderung (27,3 Mio. €) ergab sich eine um 38,0 % gestiegene Gesamtleistung von 1.580,9 Mio. € (Vorjahr: 1.145,9 Mio. €).

Über das gesamte Jahr 2021 wurden die Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt durch die gestiegene Nachfrage bei eingeschränkter Verfügbarkeit beeinflusst. Rohöl- und Energiepreise erhöhten sich nach einem moderaten Start im Laufe des Jahres erheblich. Des Weiteren kam es zu Einschränkungen der Rohstoffverfügbarkeit aufgrund von Produktionsausfällen der Lieferanten und zu Engpässen in der Logistik. Dies führte in Kombination mit einem gestiegenen Bedarf dazu, dass sich die Beschaffungskosten für PVC, dem Kernrohstoff für die Kunststoffprofil- und Plattenproduktion, deutlich über Vorjahresniveau bewegten. Beim Erwerb von Aluminium-Halbzeugen und Stahl kam es, ebenso wie beim Bezug von Kunststoffhalbzeugen zu starken Preissteigerungen. In Relation zur Gesamtleistung sind die Materialaufwendungen auf 58,2 % gestiegen (Vorjahr: 49,0 %), da die Kostensteigerungen nicht in entsprechendem Maße weitergegeben wurden.

Die Personalkostenquote des Konzerns reduzierte sich auf 19,2 % (Vorjahr: 23,3 %). Der durchschnittliche Personalbestand des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr um 421 Mitarbeiter auf 6.554 Mitarbeiter erhöht.

Personalzuwächse gab es unter anderem bei der VEKA AG. Hier stieg die Zahl der Beschäftigten um insgesamt 56 Personen. Auch bei der polnischen Gesellschaft (122 Personen) und den amerikanischen Gesellschaften (134 Personen) kam es zu einem Personalaufbau. Dem stehen Personalreduzierungen bei den südamerikanischen Gesellschaften von 19 Mitarbeitern gegenüber.

Das Abschreibungsvolumen erhöhte sich um 7,1 Mio. € auf 72,2 Mio. €. Hierin sind nötige außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände einer Tochtergesellschaft in Höhe von 8,1 Mio. € aufgrund einer zum aktuellen Kenntnisstand negativen Fortführungsprognose enthalten. In Relation zur Gesamtleistung ergab sich eine gegenüber dem Vorjahr um 1,1 %-Punkte gesunkene Abschreibungsquote von 4,6 %.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns um 18,8 % auf 215,0 Mio. € gestiegen. Insbesondere höhere Fracht- und Verpackungsaufwendungen waren hierfür ursächlich.

Die Gewinn- und Verlustrechnung beinhaltet ein negatives Finanzergebnis von 1,7 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert vornehmlich aus niedrigeren Zinslasten für Darlehen.

Der Steueraufwand des Jahres - bestehend aus Ertragsteuern und sonstigen Steuern - betrug 30,1 Mio. € (Vorjahr: 25,2 Mio. €). Die auf das Ergebnis vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern bezogene Steuerquote erhöhte sich von 29,3 % auf 33,6 %.

d) Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Konzerneigenkapital hat sich in 2021 um 13,4 % auf 564,0 Mio. € erhöht (Vorjahr: 497,2 Mio. €). Der aus dem erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss von 59,6 Mio. € resultierende Kapitalzuwachs verminderte sich um eine Dividende an nicht beherrschende Gesellschafter von 0,8 Mio. €.

Aus der Einbeziehung der in Fremdwährung bilanzierenden Konzerngesellschaften ergab sich eine im Vergleich zum Vorjahr um knapp 11 Mio. € verbesserte Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung. Diese ist insbesondere auf einen verbesserten Euro-Dollar-Kurs zurückzuführen.

Die Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Mio. € auf 54,5 Mio. €.

Die Konzernverbindlichkeiten erhöhten sich im Jahr 2021 um 84,5 Mio. € auf 226,0 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen der immensen Ausweitung des Geschäftsumfangs und der damit einhergehenden Lagerausweitung sowie einer angepassten Lagerhaltungsstrategie geschuldet. Um das stark gewachsene Working Capital zu finanzieren sind vor allem kurzfristige Banklinien in Anspruch genommen worden. Darüber hinaus haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 25,1 Mio. € erhöht. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme stieg auf 26,7 % (Vorjahr: 20,7).

Die Konzerneigenkapitalquote reduzierte sich aufgrund der deutlich erhöhten Bilanzsumme von 72,8 % auf 66,6 %. Diese komfortable Kapitalstruktur ermöglicht weiterhin Investitionen in die technologische und kapazitative Weiterentwicklung des Konzerns und unterstützt bei der Bewältigung von vielfältigen Risiken.

Der dynamische Verschuldungsgrad, ermittelt aus der Beziehung der Netto-Bankverbindlichkeiten (21,1 Mio. €) zum EBITDA (163,6 Mio. €) verschlechterte sich auf einen Wert von 0,13 (Vorjahr: -0,20). Unter Berücksichtigung der neben den Bankschulden existierenden zinstragenden sonstigen Verbindlichkeiten von 21,7 Mio. € ergibt sich ein dynamischer Verschuldungsgrad von 0,26 (Vorjahr: -0,08).

Alle Vermögensteile der VEKA Gruppe sind fristenkongruent finanziert. Die Finanzierung des Anlagevermögens erfolgte ausnahmslos durch Mittel, die dem Unternehmen langfristig zur Verfügung stehen. Das Anlagevermögen des Konzerns ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Die Anlagendeckung beträgt 155 % (Vorjahr: 152 %).

Investitionen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen und das immaterielle Vermögen des Konzerns betrugen inkl. der Investitionen aus Änderungen des Konsolidierungskreises 98,9 Mio. € (Vorjahr: 56,1 Mio. €). Auf die Gesellschaften der GEALAN-Gruppe entfiel dabei ein Investitionsvolumen von 19,0 Mio. €. Das Investitionsvolumen des nordamerikanischen Teilkonzerns betrug 13,2 Mio. €. Der größte Teil dieser Anlagenzugänge entfiel auf die Anschaffung neuer Extrusionswerkzeuge und der Erweiterung des Maschinenparks.

Auf die VEKA AG entfielen Investitionen von 14,5 Mio. €. Weitere Schwerpunkte der Investitionstätigkeit bildeten außerdem die Konzernstandorte in Chile (6,8 Mio. €) und in Polen (6,8 Mio. €).

In den letzten fünf Jahren wurden rund 402,2 Mio. € in das Sachanlagevermögen und das immaterielle Vermögen der Laumann Gruppe investiert. Dem steht ein Abschreibungsvolumen im gleichen Zeitraum von knapp 318,2 Mio. € gegenüber.

Liquidität

Die Liquiditätssituation der Laumann Gruppe ist weiterhin außerordentlich komfortabel. Die Liquiditätsversorgung des Konzerns wird insbesondere durch die im Rahmen des Konsortialkredites langfristig zur Verfügung gestellten, flexibel ausnutzbaren Kreditlinien gesichert. Mit diesen ausreichend dimensionierten Kreditlinien werden auch extreme saisonale Schwankungen des Working Capital aufgefangen und sie bieten darüber hinaus genügend finanzielle Beweglichkeit für eine wachstumsorientierte Geschäftsentwicklung.

Die nachfolgende Konzernkapitalflussrechnung verdeutlicht, dass der erwirtschaftete Finanzmittelzufluss und die zugeführten Fremdmittel zur Finanzierung der Investitionen und der Ausschüttung einer Dividende eingesetzt wurden.

e) Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 163,2 Mio. € auf 846,5 Mio. €. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 37,6 Mio. € auf 364,4 Mio. €.

Die Vermögensstruktur zeigt gegenüber dem Vorjahr einen leicht gesunkenen Anlagevermögensanteil. Im Bereich der Bewertung von Gegenständen des Sachanlagevermögens wird unverändert die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Das Umlaufvermögen stieg um 125,6 Mio. € auf 473,3 Mio. € (Vorjahr: 347,7 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen auf eine Zunahme der Vorräte (+ 95,5 Mio. €) zurückzuführen. Angesichts der starken Absatzsteigerung sind sowohl die Rohstoffbestände als auch die Bestände an Fertigerzeugnissen und Handelswaren erheblich aufgestockt worden. Neben der physischen Erhöhung der Bestandsmengen waren in Folge der gestiegenen Einstandspreise auch Bewertungseffekte hierfür ausschlaggebend. Aufgrund des signifikanten Umsatzwachstums kam es überdies auch zu einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ 24,8 Mio. €). Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich auf 55,9 %. Die liquiden Mittel aus Kassen- und Bankguthaben verminderten sich um 3,1 Mio. € auf 57,0 Mio. €.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sowie der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung entsprechen dem Niveau des Vorjahres. Von dem Wahlrecht zur Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern wurde Gebrauch gemacht.

3. Risikobericht, Prognose- und Chancenbericht

Der am 24. Februar 2022 begonnene Konflikt in der Ukraine und die damit einhergehenden Sanktionen haben signifikante Auswirkungen auf die Versorgungslage des Konzerns. Aufgrund der erwarteten Engpässe muss mit deutlich steigenden Energie- und Rohstoffpreisen gerechnet werden. Angesichts des nicht kalkulierbaren Fortgangs der Krise sind die aufgestellten Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Ausführungen im Nachtragsbericht.

Strategie und Organisation des Risikomanagementsystems

Effektives Risiko- und Chancenmanagement ist ein wichtiger Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit, um nachhaltig profitabel zu wachsen und durch effizienten Kapitaleinsatz finanzielle Mittel zu schonen. Unternehmerisches Handeln ist stets zukunftsorientiert und daher mit Risiken behaftet.

Vor diesem Hintergrund ist unsere Risikopolitik darauf ausgerichtet, einerseits die sich ergebenden Chancen zeitnah in einer den Unternehmenswert steigernden Weise zu realisieren, andererseits Risiken aktiv mittels Gegenmaßnahmen zu reduzieren, um insbesondere bestandsgefährdende Risiken zu vermeiden. Unser Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung unserer Geschäftsstrategien, wobei unsere Risikopolitik der übergeordneten Verantwortung des Vorstandes obliegt.

Als wichtigste operative Funktionen im Rahmen des Risikomanagements sind das Qualitätsmanagement, Compliance-Management, CSR-Management, Kosten- und Beteiligungscontrolling, eine deckungsbeitragsorientierte Kostenträgerrechnung und die hiermit verzahnte Kosten- und Planungsrechnung zu nennen.

Zur systematischen, umfassenden und nachhaltigen Steuerung von Compliance-Risiken haben wir ein Compliance-Management-System etabliert, das wichtige präventive Bestandteile kontinuierlich weiterentwickelt, Elemente neugestaltet beziehungsweise verstärkt und angemessene Reaktionen auf mögliche oder tatsächliche Risiken gewährleistet. Der Chief Compliance Officer berichtet dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Daneben wurden Datenschutz-, Exportkontroll-, Umweltschutz-, Brandschutz-, Arbeitssicherheits-, Geldwäsche- und Ladungssicherheitsbeauftragte ernannt, welche die Risiken in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen monitoren und Maßnahmen zu deren Reduzierung oder Vermeidung einleiten.

Zur transparenten Darstellung eines ökologisch nachhaltigen Umganges mit Ressourcen und ethisch verantwortungsbewusstem Handeln in allen Unternehmensbereichen wurde eine CSR-Stabsstelle eingerichtet, welche den konzeptionellen Rahmen für die Definition von CSR-Standards schafft und auch deren Einhaltung überwachen soll.

Hierzu wird in Anlehnung an die EU-Taxonomie ein gruppenweites CSR-Berichtswesen implementiert, in welchem sämtliche Aspekte unternehmerischer Aktivität, hinsichtlich ihrer ökologischen und sozialen Relevanz, gemeldet und ausgewertet werden. Neben der Umsetzung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft wird auch auf Konzepte zur Einsparung von Energie, die Innovationskraft des Unternehmens und das gesellschaftliche Engagement hingewiesen.

Darüber hinaus wird darauf geachtet, dass die auf ethischen Grundsätzen basierende Unternehmenskultur sowie die daraus resultierenden Leitlinien präsent sind und in allen Ebenen gewahrt werden.

a) Risikobericht

Marktorientierte Risiken

Beschaffungsmarkt

Unserer mittel- und langfristigen Ergebnisplanung liegt eine erwartete Entwicklung der Herstellungskosten unserer Produkte zugrunde. In diesem Zusammenhang besteht die Möglichkeit, dass Maßnahmen zur Optimierung der Herstellungskosten im Bereich von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Energie, Personaleinsatz und Automatisierung sowie in der Zusammenarbeit mit externen Partnern nicht wie geplant umgesetzt werden können.

Die Einkaufspreise für Rohstoffe und andere Vormaterialien können je nach Marktsituation erheblich schwanken und unsere Kostenstrukturen belasten. Ebenso können Lieferanten ausfallen oder Transportwege für Rohmaterial eingeschränkt sein, was wiederum unsere Produktion und die Einhaltung unserer vertraglichen Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden gefährden kann.

Dem Risiko begegnen wir sowohl durch ein kontinuierliches Monitoring unserer Märkte und Lieferanten als auch durch ein adäquates Vertragsmanagement sowie eine gezielte Steuerung der Aktivitäten in Bezug auf Umfang, Zeitpunkt und Frequenz der einzelnen Einkäufe. Darüber hinaus resultiert aus den über Jahre aufgebauten, vertrauensvollen Lieferantenbeziehungen ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit.

Die Priorität im Energie-Management liegt in einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sowie dem energetisch optimierten und effizienten Einsatz von Produktionsmitteln. Dem Risiko steigender Energiepreise begegnen wir durch eine strukturierte Energiebeschaffung. Durch möglichst langfristige Vereinbarungen soll eine stabile Kostenbasis und damit größtmögliche Kalkulationssicherheit erreicht werden.

Absatzmarkt

Nahezu alle Absatzmärkte sind durch einen ausgeprägten Wettbewerb gekennzeichnet. Dem begegnet die Laumann Gruppe im Wesentlichen mit der konsequenten Fortsetzung der leistungsorientierten Vertriebsstrategie. Hohe Produktqualität, effiziente Logistik, ein umfassendes Serviceangebot sowie das zu marktgerechten Preisen angebotene umfangreiche Produktsortiment fördern die Kundenbindung. Wir überwachen und analysieren kontinuierlich Markt- und Branchendaten, um ungünstige Entwicklungen des Wettbewerbsumfelds besser voraussehen zu können, anstatt lediglich auf sie reagieren zu müssen.

Operative Risiken

Forderungsausfallrisiken

Ein detailliertes Monitoring unserer Kundenbeziehungen, ein aktives Forderungsmanagement sowie der selektive Einsatz von Warenkreditversicherungen wirken Risiken durch Forderungsausfälle entgegen. Das Forderungsmanagement wird in den Konzerneinheiten kontinuierlich verbessert und gehört strategisch zu den zentralen Management-Aufgaben.

Politische Risiken

Als ein Unternehmen mit globalem Geschäft sind wir unterschiedlichen produkt- und länderbezogenen Regelungen, Gesetzen und Richtlinien ausgesetzt, die unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse beeinflussen. Daher beobachten wir die politische und regulatorische Lage in allen unseren wichtigen Märkten, um so potenzielle Störungen zu antizipieren mit dem Ziel, unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse schnell an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen. Gleichwohl können sich Änderungen von Regelungen, Gesetzen und Richtlinien nachteilig auf unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse sowie auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung im Ukraine Konflikt.

Finanzrisiken

Das Hedging von Zins- und Währungsänderungsrisiken erfolgt durch den Einsatz von marktgängigen, zum Teil derivativen Finanzinstrumenten, wobei diese nur in Kopplung mit entsprechenden Grundgeschäften zur Anwendung kommen. Zur Sicherung eines überdurchschnittlichen Bonitätsratings und den damit verbundenen günstigen Finanzierungsbedingungen wird im Dialog mit den Bankinstituten gezielt eine Verbesserung der wesentlichen Finanzkennzahlen angestrebt. Finanzierungsrisiken, die sich aus einer unangemessenen Abhängigkeit von Kreditinstituten ergeben würden, sollen durch die Stärkung der Innenfinanzierungskraft und einer langfristig auf Entschuldung angelegten Finanzierungsstrategie vermieden werden.

Die beschriebenen Grundsätze zur Absicherung von Finanzierungsrisiken sind bei der Modellierung der Finanzierungsstruktur im Rahmen eines Konsortialkreditvertrages im Bereich des Teilkonzerns VEKA umgesetzt worden.

Die Finanzierungsstruktur beinhaltet neben dem Erhalt bisheriger Gruppenfinanzierungselemente einen flexiblen Kreditrahmen für den Finanzmittelbedarf und gewährleistet in Abhängigkeit von der Erreichung sogenannter Financial Covenants die Finanzierungssicherheit des Konzerns.

Als einzuhaltende Finanzkennzahl wurde der dynamische Verschuldungsgrad definiert. Dieser drückt das Verhältnis der konsolidierten Netto-Finanzverbindlichkeiten zum konsolidierten EBITDA der Gruppe aus.

Risiken, die zu einer Verletzung der Finanzkennzahl führen könnten, sieht die Laumann Gruppe nach dem aktuellen Kenntnisstand selbst im Falle sich verschlechternder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen nicht.

Die marktbedingten Zinsänderungsrisiken bezüglich der mittelfristigen Bestandteile des Konsortialkredites sind durch klassische derivative Finanzinstrumente weitgehend abgesichert worden.

Qualitätsrisiken

Die zur Erreichung der Unternehmensziele unabdingbare Erhaltung des hohen Qualitätsstandards wird mit Hilfe eines umfassenden und aufwendigen Qualitätssicherungskonzeptes erreicht. Dazu gehören nicht nur ständige Kontrollen der Beschaffenheit von Rohstoffen und Fertigerzeugnissen, sondern auch die Definition von Regeln für die elementaren Abläufe in der Prozesskette. Die Einhaltung der Standards wird durch interne und externe Audits nach DIN ISO 9001 überprüft.

Gesamtaussage zurRisikosituation

Durch das Risikomanagement ist die Laumann Gruppe in der Lage, die gesetzlichen Bestimmungen zur Kontrolle und Transparenz zu erfüllen. Im Hinblick auf die Corona-Pandemie und die jüngsten Entwicklungen des Konfliktes in der Ukraine bestehen operative Risiken. Aufgrund der soliden finanziellen Aufstellung ist die Laumann Gruppe in der Lage, auch gesamtwirtschaftliche Krisensituationen zu überstehen. Das Gesamtrisiko des Konzerns, welches sich aus der wahrscheinlichkeitsgewichteten Aggregation der erfassten Risiken ergibt, führt zu der Einschätzung, dass wir nach aktuellem Kenntnisstand keinen bestandsgefährdenden Risikoszenarien ausgesetzt sind. Wir sind überzeugt, die sich aus den oben genannten Risiken ergebenden Herausforderungen auch zukünftig erfolgreich zu meistern.

Die Laumann Gruppe beobachtet die weitere Entwicklung aufmerksam und ist weiterhin vorbereitet, alle notwendigen Maßnahmen zeitnah zu ergreifen.

b) Prognose und Chancenbericht

Gesamtwirtschaftliche Situation

Die Entwicklung der Weltwirtschaft unterliegt auch für das Jahr 2022 einer beträchtlichen Unsicherheit. In Folge des Konfliktes in der Ukraine und der damit einhergehenden Sanktionen ist davon auszugehen, dass sich die Probleme in der Rohstoffversorgung verschärfen werden und die globale Wachstumsentwicklung durch höhere Energie- und Rohstoffpreise belastet wird. Aufgrund der chinesischen Null-Covid-Strategie ist weiterhin von Störungen in den Lieferketten auszugehen. Es wird regionale Unterschiede hinsichtlich der Entwicklung des Wachstums geben. Der IWF rechnet in seiner Prognose aus April 2022 mit einem Wachstum von 3,6 %.

Für die Eurozone prognostiziert der IWF ein Wachstum von 2,8 %. Es ist davon auszugehen, dass die Lieferkettenprobleme auch in diesem Jahr die Konjunktur hemmen werden. Ebenso werden sich steigende Energiepreise negativ auswirken.

In Deutschland ist auch im Jahr 2022 wieder mit einem positiven Wirtschaftswachstum zu rechnen. Allerdings korrigierte der IWF in seiner jüngsten Prognose die Erwartungen als Folge des Konfliktes in der Ukraine deutlich nach unten. Dämpfend wirken vor allem die hohen Energiepreise und eine steigende Inflation. Das BIP-Wachstum für Deutschland wird laut dem IWF nunmehr bei 2,1 % liegen anstatt der zuvor angenommenen 3,8 %.

Es wird davon ausgegangen, dass die US-Wirtschaft sich im Jahr 2022 weiter erholen wird. Die Commerzbank prognostiziert einen Anstieg des BIP von 3,3 %. Die wirtschaftliche Entwicklung hängt insbesondere davon ab, wie stark die Erhöhungen der Verbraucherpreise auf dem realen Konsum lasten. Aufgrund der starken Inflation wird es zu Zinserhöhungen seitens der US-Notenbank kommen, die sich dämpfend auf das Wachstum auswirken werden.

Für die Schwellenländer gehen wir für 2022 von einem Wachstum aus. Chinas Wirtschaft dürfte wegen der Probleme im Immobiliensektor, der hohen Unternehmensverschuldung und der strikten Corona-Politik langsamer zulegen. Der IWF rechnet mit einem Wachstum von 4,4 %. Die indische Wirtschaft sollte sich von der Corona-Pandemie weiter erholen. Es wird von einem Wachstum von 7,9 % ausgegangen. Russlands Wirtschaft dürfte laut des IWF infolge des Konfliktes und der vom Westen verhängten Sanktionen um 8,5 % einbrechen. Für die Ukraine wird dieses Jahr mit einer Rezession von mindestens zehn Prozent gerechnet.

Branchensituation

Die Branche erwartet für das Jahr 2022 weiterhin ein stabiles Wachstum. Diese Entwicklung ist ebenso wie die gesamtwirtschaftliche Prognose mit Unsicherheiten behaftet. Die Nachfrage in den wichtigsten Märkten wird weiterhin vom privaten Wohnungsbau und der energetischen Sanierung abhängen. Geopolitische Konflikte, steigende Zinsen und weiter anziehende Baukosten infolge der hohen Rohstoffpreise können sich dämpfend auf die Branche auswirken.

In Deutschland wird aufgrund der positiven Bedingungen in der Bauwirtschaft für das Geschäftsjahr 2022 sowohl in der Extrusionsbranche als auch im verarbeitenden Handwerk mit steigenden Umsätzen gerechnet.

Im Bereich Neubau wird mit einem gedämpften Absatzzuwachs gerechnet. Grund hierfür ist unsere Erwartungshaltung einer abklingenden Nachfrage. Dagegen werden die erwarteten Energiekostensteigerungen die Realisierung von Modernisierungsvorhaben begünstigen. Es wird erwartet, dass der Anteil des Modernisierungsgeschäftes am gesamten Fenstermarkt zunehmen wird.

Für Europa wird mit einer stabilen Entwicklung der Baubranche gerechnet. Diese wird regional unterschiedlich stark ausfallen.

Der US-Markt für Fenster und Türen wird sich in 2022 weiter positiv entwickeln. Laut der Freedonia Group, einem Marktforschungsunternehmen in Ohio, wird erwartet, dass die Nachfrage nach Fenstern und Türen um fünf Prozent steigen wird. Das Wachstum wird vor allem durch den Neubaumarkt sowie durch ein robustes Renovierungsgeschäft angetrieben.

In den südamerikanischen Märkten wird es voraussichtlich zu einer stabilen Branchenentwicklung kommen.

Chancenbericht

Das Marktumfeld wird im Geschäftsjahr 2022 für die Laumann Gruppe weiter herausfordernd bleiben. Die Märkte werden sich aufgrund der hohen Inflation, Lieferkettenproblemen und den Auswirkungen des Konfliktes in der Ukraine volatil präsentieren. Mit der Umsetzung der Maßnahmen, die sich aus der VEKA Strategie 2025 ableiten, werden wir den Herausforderungen der Zukunft begegnen, um unsere Ziele zu erreichen. Wir beschäftigen uns dazu intensiv mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, den relevanten Kostengrößen sowie maßgeblichen Erfolgsfaktoren.

Regelmäßig identifizieren, analysieren und nutzen wir Chancen in allen Unternehmensbereichen. Wir treiben Innovation voran, um nachhaltige Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln und gleichzeitig unsere eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Hierdurch wird unsere Marke in den etablierten, sowie in den Wachstumsmärkten gestärkt.

Für positive Impulse wird weiterhin auch die unter dem Markennamen VEKA SPECTRAL vertriebene neue Oberflächentechnologie sorgen. Durch die stetige Erweiterung des Farbsortimentes dieser zukunftsweisenden Entwicklung hat eine weitere positive Differenzierung vom Wettbewerb stattgefunden.

Auch in der Baubranche wird die Digitalisierung ein immer wichtigerer Baustein. Die Digital Building Solutions GmbH ist in der Laumann Gruppe ein wichtiger Baustein zur Umsetzung und Vermarktung dieser digitalen Lösungen und Service-Angebote. Das Unternehmen agiert konzernübergreifend und bietet seine Leistungen und Produkte in allen wichtigen Märkten an.

Vielversprechend sollte sich der Erwerb der Vinylit Fassaden GmbH auswirken. Durch ihr großes Know-how als Hersteller von hinterlüfteten Fassaden aus Kunststoff wird dieser Bereich einen positiven Beitrag leisten.

Verbesserte Produkteigenschaften und neue Anwendungsmöglichkeiten werden im Geschäftsbereich Platten weiter für einen stabilen Umsatz sorgen. Vor allem durch den Einsatz im medizinischen Bereich sollten in den Vereinigten Staaten Umsatzsteigerungen zu erzielen sein.

Da das Plattengeschäft sehr exportabhängig ist, sind wir vor allem beim britischen Pfund und beim US-Dollar Währungseffekten ausgesetzt.

Geschäftsentwicklung und Prognosebericht

Die Unternehmensplanung der Laumann Gruppe ist grundsätzlich an den strategischen Zielen ausgerichtet und umfasst unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gleichermaßen unternehmerische Gestaltungsmaßnahmen. Sie bildet die Basis einer realistischen Ergebniseinschätzung, berücksichtigt aber gleichzeitig langfristige Aspekte hinsichtlich Investitionen sowie der Sicherstellung bilanzieller Solidität und finanzieller Stabilität.

Unser Geschäft unterliegt einer Vielzahl externer Faktoren, auf deren Entwicklung wir keinen Einfluss haben. Dazu gehören geopolitische, regulative und makroökonomische Faktoren. Basierend auf einer soliden Finanzstruktur und eines guten Ertragspotentials werden wir auch weiterhin den Fokus darauf legen für unsere Kunden ein zukunftsgerechtes Produkt- und Dienstleistungsportfolio vorzuhalten.

In den vergangenen Jahren haben wir eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, die sich positiv auf unsere Kostenstruktur ausgewirkt haben. Diese Strukturen werden wir auch weiter an die sich ändernden Marktverhältnisse anpassen.

Wegen der steigenden Umsatzanteile, die außerhalb des Euroraumes erzielt werden, vergrößert sich die Hebelwirkung von Devisenkursveränderungen. In den Umsatzprojektionen wurden Devisen-Plankurse angewendet, die sich an der Konsensmeinung führender Finanzinstitute orientieren.

Währungseinflüsse und deren Auswirkungen sind aufgrund der kaum vorhersehbaren geldpolitischen Maßnahmen der jeweiligen Zentralbanken schwer planbar. Wir erwarten, dass sich die Volatilität an den globalen Devisenmärkten im Geschäftsjahr 2022 fortsetzen wird.

Zur Gewährleistung der Zahlungsfähigkeit erfolgt die Steuerung und permanente Überwachung der Liquiditätssituation im Rahmen einer gruppenweiten Kapitalbedarfsplanung.

Das Ergebnis ist dabei jedoch stark abhängig von der weiteren Entwicklung der Beschaffungskosten. Wir erwarten für das Jahr 2022 anhaltende Belastungen aus höheren Preisen für Rohstoffe und durch hohe Energiekosten. Diese wollen wir durch Preisanpassungen bei unseren Produkten und Dienstleistungen kompensieren.

Die Einschätzung der Geschäftsentwicklung bezüglich des nächsten Jahres basiert auf den oben geschilderten Annahmen. Dabei gehen wir davon aus, dass die geopolitischen Konflikte neben den beschriebenen Effekten keine darüber hinaus gehenden negativen Auswirkungen auf die operative Geschäftsentwicklung haben werden.

Etwaige, auch konsolidierungsbedingte, Sondereffekte aus dem Ukraine Konflikt könnten die nachfolgenden Ergebnisgrößen signifikant belasten, wobei sich die derzeitige komfortable Kapitalstruktur nach aktuellem Kenntnisstand auch in diesem Fall robust darstellen würde.

Für das Geschäftsjahr 2022 geht die Gruppe insbesondere angesichts der notwendigen kompensatorischen Preisanpassungen von deutlich steigenden Umsätzen gegenüber dem Vorjahr aus.

Unter Zugrundelegung der genannten Umsätze erwarten wir ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 161,0 Mio. € und ein EBIT von rund 88,0 Mio. €.

Die geplanten Investitionen in das Sachanlagevermögen und in die immateriellen Vermögenswerte belaufen sich auf 109,8 Mio. €. Bei der Umsetzung des Investitionsplanes werden wir die unterjährige Ergebnisentwicklung sowie die erwartete gesamtwirtschaftliche Entwicklung berücksichtigen, um gegebenenfalls kurzfristig gegensteuern zu können.

Infolge der erwarteten Geschäftsentwicklung rechnen wir mit einer moderaten Erhöhung der Mitarbeiterzahlen und ansteigenden Personalaufwendungen.

Für das Jahr 2022 sieht die Geschäftsführung die Laumann Gruppe im Wettbewerbsumfeld gut positioniert, um die eigene Marktposition mit innovativen und hochwertigen Produkten sowie engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verteidigen und weiter ausbauen zu können.

 

Sendenhorst, 25. Juli 2022

Laumann Stiftung

gezeichnet durch den Stiftungsvorstand

Elke Hartleif

Andreas Hartleif

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktivseite

31.12.2021 31.12.2020
T€ T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 12 0
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.402 11.005
3. Geschäfts- oder Firmenwert 18.356 9.942
4. geleistete Anzahlungen 2.073 827
29.843 21.774
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 153.622 146.289
2. technische Anlagen und Maschinen 89.656 88.735
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.870 47.251
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 36.243 20.273
332.391 302.548
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 497 497
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 6 5
3. sonstige Ausleihungen 1.697 1.985
2.200 2.487
364.434 326.809
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 94.212 54.635
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.921 2.576
3. fertige Erzeugnisse und Waren 182.955 134.672
4. geleistete Anzahlungen 18.893 10.611
297.981 202.494
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 94.579 69.730
2. sonstige Vermögensgegenstände 22.953 14.954
117.532 84.684
III. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere 760 411
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 57.046 60.138
473.319 347.727
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.571 7.764
D. Aktive latente Steuern 0 833
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 174 173
846.498 683.306

Passivseite

A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile 20.000 20.000
II. Rücklagen 598.067 543.459
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -62.516 -73.674
IV. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 8.469 7.395
564.020 497.180
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 655 677
2. Steuerrückstellungen 2.208 3.055
3. sonstige Rückstellungen 51.595 40.637
54.458 44.369
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 78.927 29.330
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.018 5.103
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 72.990 47.853
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 16.353 13.881
5. sonstige Verbindlichkeiten 51.753 45.336
226.041 141.503
D. Rechnungsabgrenzungsposten 836 254
E. Passive latente Steuern 1.143 0
846.498 683.306

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
T€ T€
1. Umsatzerlöse 1.546.870 1.142.464
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 27.298 -3.959
3. andere aktivierte Eigenleistungen 6.701 7.436
Gesamtleistung 1.580.869 1.145.941
4. sonstige betriebliche Erträge 21.775 18.987
5. Materialaufwand -919.682 -561.902
6. Personalaufwand -304.288 -267.117
7. Abschreibungen -72.226 -65.156
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -215.051 -181.024
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1 1
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 572 488
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.304 -3.994
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -24.926 -20.279
13. Ergebnis nach Steuern 64.740 65.945
14. sonstige Steuern -5.154 -4.948
15. Konzernjahresüberschuss 59.586 60.997
16. auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn -1.844 -1.152
17. Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist 57.742 59.845
18. Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -3.103 -3.099
19. Einstellung in die Rücklagen -54.639 -56.746
20. Ergebnis nach Verwendungsrechnung, das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist 0 0

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der Laumann Stiftung & Co. KG mit Sitz in Sendenhorst (Amtsgericht Münster, HRA 6237) für das Geschäftsjahr 2021 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, sind insgesamt im Konzernanhang aufgeführt.

Die Zuordnung der Vermögens- und Schuldposten und der Aufwendungen und Erträge zu den einzelnen Posten des Konzernabschlusses sind mit der des Vorjahres identisch.

Die Vorjahresbeträge der Konzernbilanz sowie der Konzerngewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Werten des Vorjahres.

II. Angaben zum Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der Laumann Stiftung & Co. KG die im Folgenden aufgeführten inländischen und ausländischen verbundenen Unternehmen einbezogen worden, an denen die Laumann Stiftung & Co. KG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist.

Zum Konsolidierungskreis gehören (Vollkonsolidierung):

Obergesellschaft (lfd. Nr.) Anteile am Kapital in %
1. Laumann Stiftung & Co. KG Sendenhorst, Deutschland
2. Laumann AG Sendenhorst, Deutschland 1. 100,00%
3. Laumann SAS Paris, Frankreich 2. 100,00%
4. celotec GmbH & Co. KG Sendenhorst, Deutschland 1. 100,00%
5. celotec Verwaltungs GmbH Sendenhorst, Deutschland 1. 100,00%
6. Laumann Fassaden-Systeme Beteiligungs GmbH Sendenhorst, Deutschland 1. 60,00%
7. Vinylit Fassaden GmbH Kassel, Deutschland 6. 100,00%
8. VEKA AG Sendenhorst, Deutschland 1. 100,00%
9. Digital Building Solutions GmbH Sendenhorst, Deutschland 8. 100,00%
10. VEKA Umwelttechnik GmbH Hörselberg-Hainich, Deutschland 8. 100,00%
11. VEKA Recyclage S.A.S. Vendeuvre-sur-Barse, Frankreich 10. 100,00%
12. VEKA Recycling Ltd. Northamptonshire, Großbritannien 10. 100,00%
13. GEALAN International GmbH Oberkotzau, Deutschland 8. 100,00%
14. GEALAN Holding GmbH Oberkotzau, Deutschland 13. 100,00%
15. GEALAN Fenster-Systeme GmbH Oberkotzau, Deutschland 14. 100,00%
16. UAB GEALAN Baltic S.A. Guopstos (Bezirk Trakai), Litauen 15. 65,00%
17. S.C. GEALAN Romania s.r.l. Bukarest, Rumänien 14. + 15. 100,00%
18. GEALAN S.A.R.L. Gevrey-Chambertin, Frankreich 15. 100,00%
19. GEALAN Polska Sp. z o.o. Rzgów, Polen 15. 100,00%
20. GEALAN d.o.o. Sesvete, Kroatien 15. 100,00%
21. GEALAN Fenster-Profile O.O.O. Zheleznodorozhnyj, Russland 15. 100,00%
22. GEALAN Tanna Fenster-Systeme GmbH Tanna, Deutschland 14. 100,00%
23. VEKA plc. Burnley, Großbritannien 8. 100,00%
24. 3D Laminates Ltd. Leeds, Großbritannien 8. 70,00%
25. VEKA S.A.S. Thonon-Ies-Bains, Frankreich 8. 100,00%
26. VEKAPLAST Iberica S.A.U. Burgos, Spanien 8. 100,00%
27. QI Sistemi s.r.l. Mailand, Italien 8. + 15. 100,00%
28. VEKA Polska Sp. z o.o. Skierniewice, Polen 8. 100,00%
29. VEKA Rus O.O.O. Moskau, Russland 8. 100,00%
30. VEKA Romania S.R.L. Kreis llfov, Rumänien 8. 100,00%
31. VEKA Bulgaria EOOD Sofia, Bulgarien 8. 100,00%
32. VEKA Ukraine TOV Kalyniwka/Kiew, Ukraine 8. 100,00%
33. VEKA Holdings Inc. Reno, USA 8. 100,00%
34. VEKA Inc. Fombell, USA 33. 100,00%
35. VEKA West Inc. Reno, USA 33. 100,00%
36. VEKA South Inc. Terrell, USA 33. 100,00%
37. VEKA East Inc. Morganton, USA 33. 100,00%
38. VEKA USA Inc. Reno, USA 33. 100,00%
39. DPS Corp. Fombell, USA 33. 100,00%
40. VEKA Canada Co. Edmonton, Kanada 38. 100,00%
41. Inversiones VEKA Sud America S.A. Santiago, Chile 8. 100,00%
42. VEKA Chile SpA Santiago, Chile 41. 100,00%
43. VEKA Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien 41. 100,00%
44. VEKA do Brasil Ltda. Biguaçu/Santa Catarina, Brasilien 41. 100,00%
45. VEKA Asia Pacific Pte. Ltd. Singapur, Republik Singapur 8. 100,00%
46. VEKA Plastics (Shanghai) Co. Ltd. Shanghai, VR China 45. 100,00%
47. VEKA Plastics (Malaysia) Sdn. Bhd. Johur Bahru, Malaysia 45. 100,00%
48. VEKA Plastics (Singapore) Pte. Ltd. Singapur, Republik Singapur 45. 100,00%
49. VEKA India Private Limited Mumbai, Indien 8. 100,00%
50. NCL VEKA Limited Hyderabad, Indien 8. 50,00% *
51. PlastOne uPVC Profiles Private Limited Hyderabad, Indien 50. 100,00%
52. GEALAN Private Limited Hyderabad, Indien 50. 100,00%

* Die Beteiligung der VEKA AG an der NCL VEKA Limited umfasst 50 % der Anteile zzgl. einer Aktie.

Für die Einzelabschlüsse der Laumann Stiftung & Co. KG und der celotec GmbH & Co. KG wird die Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 264b HGB in Anspruch genommen.

Für die Laumann AG und die celotec Verwaltungs GmbH wird die Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

Die nachfolgend aufgeführten Unternehmen, die zu 100 % von der VEKA plc. gehalten werden, wurden nicht mit in den Konsolidierungskreis aufgenommen, da diese derzeit über keinen aktiven Geschäftsbetrieb und über kein anderweitiges Vermögen verfügen (§ 296 Abs. 2 S.1 HGB):

WHS Halo Limited, Burnley, Großbritannien

Bowater Architectural Limited, Burnley, Großbritannien

Die Digital Building Solutions GmbH hält 49 % der Anteile (= Stimmrechte) an der Syscon GmbH mit Sitz in Sömmerda, Deutschland. Wie bereits im Vorjahr wurde wegen untergeordneter Bedeutung für die VFE-Lage des Konzerns auf die Einbeziehung der Syscon GmbH in den Konzernabschluss sowie auf den Ausweis unter einem gesonderten Posten gem. § 311 Abs. 1 S. 1 HGB nach § 311 Abs. 2 HGB verzichtet. Sowohl der Unterschied zwischen Buchwert und anteiligem Eigenkapital als auch das anteilige erzielte Ergebnis des assoziierten Unternehmens sind im Verhältnis zum Konzern von untergeordneter Bedeutung. Des Weiteren ist mit keinen signifikanten Gewinnausschüttungen zu rechnen.

Die Laumann Fassaden-Systeme Beteiligungs GmbH mit Sitz in Sendenhorst wurde im Mai 2021 gegründet. Die Laumann Stiftung & Co. KG hält 60 % des gezeichneten Kapitals der Gesellschaft.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2021 hat die Laumann Fassaden-Systeme Beteiligungs GmbH 100 % der Anteile an der Vinylit Fassaden GmbH mit Sitz in Kassel erworben.

Weitergehende Angaben gem. § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB werden gemäß § 313 Abs. 3 S. 4 HGB nicht gemacht.

III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag des Einzelabschlusses dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Die Abschlüsse wurden zunächst nach den jeweils geltenden nationalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Soweit Abweichungen von den Bilanzierungsvorschriften des HGB bestanden, wurden entsprechende Anpassungen an die von der Laumann Stiftung & Co. KG bzw. der VEKA AG angewandten Vorschriften, die diese in ihren Konzernrichtlinien dokumentiert hat, vorgenommen.

Die Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie die Erträge und Aufwendungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden unter Anwendung folgender Maßnahmen zum Konzernabschluss zusammengefasst.

Die Kapitalkonsolidierung wird bei den Tochtergesellschaften, die bereits vor dem 01.01.2010 im Konsolidierungskreis der Laumann Stiftung & Co. KG enthalten waren, nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte der Muttergesellschaft mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss durchgeführt (Art. 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB). Die Kapitalkonsolidierung für Tochtergesellschaften, die nach dem 01.01.2010 in den Konsolidierungskreis der Laumann Stiftung & Co. KG aufgenommen wurden, erfolgte nach der Neubewertungsmethode auf der Grundlage der für den Erwerbszeitpunkt zum Zeitwert ermittelten Wertansätze der Vermögensgegenstände und Schulden.

Der sich ergebende aktivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der GEALAN-Gruppe wurde bei erstmaliger Einbeziehung gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und unter Berücksichtigung der erwarteten Unternehmens- und Marktentwicklung bei vorsichtiger Schätzung über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben.

Ebenso wird der aus der Kapitalkonsolidierung resultierende aktivische Unterschiedsbetrag im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2017 erworbenen NCL VEKA Limited sowie der im Jahr 2021 erworbenen Vinylit Fassaden GmbH gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und unter Berücksichtigung der erwarteten Unternehmens- und Marktentwicklung bei vorsichtiger Schätzung über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gem. § 303 Abs. 1 HGB konsolidiert.

Die aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierenden Zwischenergebnisse sind nach Maßgabe des § 304 Abs. 1 HGB eliminiert worden.

Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gem. § 305 Abs. 1 HGB wurden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung die Erlöse aus Innenumsätzen sowie andere konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet bzw. in die Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen umgegliedert.

IV. Währungsumrechnung

Im Konzernabschluss erfolgte die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Tochterunternehmen von der jeweiligen Landeswährung in Euro nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB. Dabei werden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Tochtergesellschaften, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zu den Vorjahren entstehenden Differenzen aus der Umrechnung von Bilanzposten werden erfolgsneutral in den Eigenkapitalposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt.

Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen für den Zeitraum vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 umgerechnet.

Die sich aus der Umrechnung zu Jahresdurchschnittskursen und Kursen zum Bilanzstichtag ergebende Differenz wird mit dem Eigenkapitalposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" verrechnet.

Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden ergebniswirksam erfasst und unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

V. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Vermögensgegenstände und Schulden werden im Konzernabschluss - bei konzerngleichen Sachverhalten - einheitlich bewertet. Grundsätzlich werden die im Jahresabschluss der Laumann Stiftung & Co. KG angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auch im Konzernabschluss angewandt.

Teilweise abweichend von den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit § 308 Abs. 1 S. 2 HGB bei der Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden ab dem Zeitpunkt der Erfüllung der Ansatzkriterien zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) nach § 255 Abs. 2a HGB aktiviert und vermindert um lineare Abschreibungen bei Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren ausgewiesen. Die Herstellungskosten werden nach § 255 Abs. 2a in Verbindung mit § 255 Abs. 2 HGB ermittelt, wobei von dem Wahlrecht des § 255 Abs. 2 S. 3 HGB Gebrauch gemacht wird. Von dem Wahlrecht des § 255 Abs. 3 S. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Diese werden in der Regel über eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. In Einzelfällen erfolgt die Abschreibung über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, aktiviert. Die Herstellungskosten werden nach § 255 Abs. 2 HGB ermittelt, wobei von dem Wahlrecht des § 255 Abs. 2 S. 3 HGB Gebrauch gemacht wird. Von dem Wahlrecht des § 255 Abs. 3 S. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Den Abschreibungen auf Produktions- und Verwaltungsgebäude sind Nutzungsdauern von 25 bis 40 Jahren zugrunde gelegt.

Das bewegliche Anlagevermögen wird entsprechend seiner Nutzungsdauer (Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 5 bis 8 Jahre, Fuhrpark: 6 bis 9 Jahre, Profilwerkzeuge: 3 Jahre, Betriebsvorrichtungen: 10 Jahre) abgeschrieben.

Für selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter mit einem Einzelwert von mindestens 250 € und nicht mehr als 1.000 € wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert bewertet. Soweit Abschreibungen erforderlich waren, wurden diese vorgenommen.

Das Vorratsvermögen der Konzerngesellschaften wird grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 1 und 2 HGB unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. In Ausnahmefällen werden bei gleichartigen Vermögensgegenständen des Vorratsvermögens Bewertungsvereinfachungsverfahren gemäß § 240 Abs. 4 HGB sowie § 256 Satz 1 HGB angewendet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Methode der Einzelfeststellung bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind. Die Herstellungskosten umfassen die Kosten nach § 255 Abs. 2 S. 2 und 3 HGB.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Berücksichtigung der Einbringlichkeit und unter Beachtung der bestehenden Ausfallversicherungen vorsichtig bewertet. Für erkennbare Risiken sind angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung des nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestandes, welcher nicht durch Kreditversicherungen abgedeckt ist, Rechnung getragen. Die Wertberichtigungen sind aktivisch abgesetzt.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt worden. Soweit hier Risiken erkennbar waren, sind ebenfalls Wertberichtigungen vorgenommen worden.

Bei der Bildung der Pensionsrückstellungen wurde § 253 Abs. 2 S. 1 HGB beachtet, wobei auf den Rechnungszinsfuß aus der Rechtsverordnung der Deutschen Bundesbank zurückgegriffen wurde. Hierbei wurde vom Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, den Zinssatz für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren anzuwenden.

Die Steuerrückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Sie werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, der auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen, die sich an den jeweiligen gesamtwirtschaftlichen oder branchenspezifischen Schätzungen orientieren, umfasst. Eventuelle Rückgriffsansprüche werden mit den Rückstellungen nicht verrechnet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen die laufzeitadäquaten Marktzinssätze des § 253 Abs. 2 S. 1 HGB zugrunde. Lediglich eine Personalrückstellung wurde mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst.

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit enthalten. Für Mitarbeiter, die bereits in Altersteilzeit sind oder bereits Verträge abgeschlossen haben, sind die Aufstockungsleistungen in voller Höhe sowie das Arbeitsentgelt in der Freistellungsphase ratierlich zurückgestellt worden. Die Höhe der Rückstellung für Garantie- und Gewährleistungen bemisst sich nach dem gewichteten Aufwand der zurückliegenden Geschäftsjahre für die Bearbeitung von Garantie- und Gewährleistungsfällen. Die sonstigen Personalrückstellungen basieren auf den vertraglichen, gesetzlichen und sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften.

Die ausgewiesenen passiven latenten Steuern, die gemäß § 274 Abs. 1 S. 1 HGB eine Saldogröße aus aktiven und passiven latenten Steuern darstellen, betreffen zeitliche Bewertungsunterschiede zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden, Differenzen aufgrund erfolgswirksamer Bewertungsanpassungen sowie ergebniswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen. Die aktiven latenten Steuern beinhalten ferner Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben.

Abweichend von den zuvor dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden aufgrund einer zum aktuellen Kenntnisstand negativen Fortführungsprognose bei einer Tochtergesellschaft die diese betreffenden Vermögensgegenstände und Schulden zu Liquidationswerten unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bilanziert. Hieraus resultierten Wertminderungen auf das Anlagevermögen in Höhe von 2.622 T€ und auf das Umlaufvermögen von 5.462 T€.

VI. Angaben zur Konzernbilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel:

Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagevermögen Finanzanlagen Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Endbestand 31.12.2020 T€ 78.001 1.136.449 2.716 1.217.166
Währungsdifferenzen T€ 1.594 32.198 134 33.926
Änderungen im Konsolidierungskreis T€ 11.267 7.347 0 18.614
Zugänge T€ 3.351 76.911 298 80.560
Umbuchungen T€ 54 -54 0 0
Abgänge T€ 11.302 15.978 719 27.999
Endbestand 31.12.2021 T€ 82.965 1.236.873 2.429 1.322.267
Kumulierte Abschreibungen
Endbestand 31.12.2020 T€ 56.227 833.901 229 890.357
Währungsdifferenzen T€ 1.558 25.397 0 26.955
Abschreibungen laufendes Jahr T€ 6.625 59.957 0 66.582
Abgänge T€ 11.288 14.773 0 26.061
Endbestand 31.12.2021 T€ 53.122 904.482 229 957.833
Buchwerte
Endbestand 31.12.2020 T€ 21.774 302.548 2.487 326.809
Endbestand 31.12.2021 T€ 29.843 332.391 2.200 364.434

Die einzelnen Positionen entwickelten sich wie folgt:

Immaterielle Vermögensgegenstände Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwert geleistete Anzahlungen SUMME
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Endbestand 31.12.2020 T€ 2.521 40.766 33.887 827 78.001
Währungsdifferenzen T€ 0 911 683 0 1.594
Änderungen im Konsolidierungskreis T€ 0 2 11.265 0 11.267
Zugänge T€ 12 1.818 0 1.521 3.351
Umbuchungen T€ 2 327 0 -275 54
Abgänge T€ 0 208 11.094 0 11.302
Endbestand 31.12.2021 T€ 2.535 43.616 34.741 2.073 82.965
Kumulierte Abschreibungen
Endbestand 31.12.2020 T€ 2.521 29.761 23.945 0 56.227
Währungsdifferenzen T€ 0 875 683 0 1.558
Abschreibungen laufendes Jahr T€ 2 3.772 2.851 0 6.625
Abgänge T€ 0 194 11.094 0 11.288
Endbestand 31.12.2021 T€ 2.523 34.214 16.385 0 53.122
Buchwerte
Endbestand 31.12.2020 T€ 0 11.005 9.942 827 21.774
Endbestand 31.12.2021 T€ 12 9.402 18.356 2.073 29.843
Sachanlagevermögen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke technische Anlagen und Maschinen andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Endbestand 31.12.2020 T€ 310.458 595.997 209.743 20.251 1.136.449
Währungsdifferenzen T€ 8.195 18.205 5.570 228 32.198
Änderungen im Konsolidierungskreis T€ 3.390 2.703 859 395 7.347
Zugänge T€ 2.715 16.388 20.157 37.651 76.911
Umbuchungen T€ 8.078 11.145 2.849 -22.126 -54
Abgänge T€ 72 6.485 9.265 156 15.978
Endbestand 31.12.2021 T€ 332.764 637.953 229.913 36.243 1.236.873
Kumulierte Abschreibungen
Endbestand 31.12.2020 T€ 164.169 507.262 162.492 -22 833.901
Währungsdifferenzen T€ 5.010 15.644 4.743 0 25.397
Abschreibungen laufendes Jahr T€ 9.972 31.484 18.501 0 59.957
Umbuchungen T€ 60 -80 20 0 0
Abgänge T€ 69 6.013 8.713 22 14.817
Endbestand 31.12.2021 T€ 179.142 548.297 177.043 0 904.482
Buchwerte
Endbestand 31.12.2020 T€ 146.289 88.735 47.251 20.273 302.548
Endbestand 31.12.2021 T€ 153.622 89.656 52.870 36.243 332.391
Finanzanlagen Beteiligungen Wertpapiere des Anlagevermögens sonstige Ausleihungen Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Endbestand 31.12.2020 T€ 497 5 2.214 2.716
Währungsdifferenzen T€ 0 0 134 134
Zugänge T€ 0 1 297 298
Abgänge T€ 0 0 719 719
Endbestand 31.12.2021 T€ 497 6 1.926 2.429
Kumulierte Abschreibungen
Endbestand 31.12.2020 T€ 0 0 229 229
Endbestand 31.12.2021 T€ 0 0 229 229
Buchwerte
Endbestand 31.12.2020 T€ 497 5 1.985 2.487
Endbestand 31.12.2021 T€ 497 6 1.697 2.200

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt 825 T€ (Vorjahr: 807 T€).

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr bestehen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 918 T€ (Vorjahr: 1.513 T€) sowie bei sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 464 T€ (Vorjahr: 1.014 T€).

(3) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB einer Sozialplanverpflichtung mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtung dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Die Abzinsung der Verpflichtung erfolgt gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um in Euro hinterlegte liquide Mittel, deren Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (= Anschaffungskosten) erfolgt.

2021 2020
in T€ in T€
Sozialplanverpflichtung
Erfüllungsbetrag der Verpflichtung 175 266
Verrechnete Vermögensgegenstände
Beizulegender Zeitwert des Sicherungsvermögens (Nennbetrag) 349 439
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 174 173
Im Berichtsjahr verrechnete Aufwendungen und Erträge:
Aufwendungen und Erträge aus der Sozialplanverpflichtung
Erträge aus der Verpflichtung 4 4
Aufwendungen aus der Verpflichtung 2 4
davon aus Abzinsung 2 4
Aufwendungen und Erträge aus dem Deckungsvermögen
Erträge des Deckungsvermögens 1 1
Nettoertrag 3 1

(4) Eigenkapital

Das Eigenkapital betrifft mit 20.000 T€ die Kapitalanteile der Kommanditisten (Kommanditkapital).

Die Rücklagen setzen sich zusammen aus gesamthänderisch gebundenen Rücklagen des Mutterunternehmens (Kapitalrücklage) und anderen Gewinnrücklagen.

Die Aufgliederung der Entwicklung des Konzerneigenkapitals ergibt sich aus dem Konzerneigenkapitalspiegel (Anlage 1.5).

(5) Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 655 T€ (Vorjahr: 677 T€) wurde das Teilwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Rechnungszins 1,87%
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung 0,00%
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln Heubeck 2018 G

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 20 T€.

(6) sonstige Rückstellungen

Zur Absicherung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit existieren bei der VEKA AG als Deckungsvermögen Wertpapiere mit einem beizulegenden Wert von 848 T€ (Vorjahr: 866 T€). Dieser Wert entspricht dem Kurswert der Wertpapiere zum 31. Dezember 2021. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von 2.130 T€ (Vorjahr: 1.794 T€) sind mit dem Deckungsvermögen verrechnet worden. Nach Verrechnung mit dem Deckungsvermögen beläuft sich der Erfüllungsbetrag aus den Verpflichtungen auf 1.282 T€ (Vorjahr: 928 T€). Aus dem Deckungsvermögen ergab sich ein Zinsertrag von 0 T€ (Vorjahr: 8 T€), der mit dem Zinsaufwand aus der Abzinsung der Verpflichtung von 1 T€ (Vorjahr: 3 T€) saldiert wurde.

(7) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:

Restlaufzeiten gesamt
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre davon grundpfandrechtliche Sicherung 2021
T€ T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 57.088 17.366 4.473 33.862 78.927
(im Vorjahr:) (9.886) (16.246) (3.198) (25.166) (29.330)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.018 0 0 0 6.018
(im Vorjahr:) (5.103) (0) (0) (0) (5.103)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 72.990 0 0 0 72.990
(im Vorjahr:) (47.853) (0) (0) (0) (47.853)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 14.353 0 2.000 2.000 16.353
(im Vorjahr:) (13.881) (0) (0) (0) (13.881)
sonstige Verbindlichkeiten 47.380 650 3.723 441 51.753
(im Vorjahr:) (42.086) (550) (2.700) (2.407) (45.336)
197.829 18.016 10.196 36.303 226.041
(im Vorjahr:) (118.809) (16.796) (5.898) (27.573) (141.503)
davon aus Steuern: 10.987 (Vorjahr: 11.695)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 6.810 (Vorjahr: 8.245)

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zudem pfandrechtliche Sicherungen durch das Anlagevermögen sowie den Waren- und Forderungsbestand in Höhe von 24.816 T€.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Halbfabrikaten und Waren.

(8) Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der Saldierung erwarteter Steuerentlastungen und erwarteter Steuerbelastungen.

Die Bewertungsdifferenzen beruhen sowohl bei den aktiven als auch bei den passiven latenten Steuern im Wesentlichen auf Differenzen bei den Wertansätzen der Sachanlagen, der Forderungen sowie der sonstigen Rückstellungen in der Handelsbilanz gegenüber der Steuerbilanz. Ebenfalls wurden auf steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern gebildet.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Die angewandten Ertragsteuersätze der einzelnen Länder variieren wie im Vorjahr zwischen 16 % und 34 %. Auf Ebene des Konzernabschlusses der Laumann Stiftung & Co. KG beträgt der angewandte Ertragsteuersatz 15 %.

Die Entwicklung der in der Konzernbilanz als Passivüberhang ausgewiesenen Steuerlatenzen stellt sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

31.12.2020 Veränderungen 31.12.2021
T€ T€ T€
aktive latente Steuern 14.576 1.303 15.879
passive latente Steuern 13.743 3.279 17.022
Saldierter Passivüberhang -833 1.976 1.143

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Vinylit Fassaden GmbH wurden 1.582 T€ erfolgsneutral in die passiven latenten Steuern eingestellt.

Bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern wurden steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 7.072 T€ (Vorjahr: 8.481 T€) berücksichtigt.

(9) Haftungsverhältnisse

Folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag:

I.

Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln in Höhe von 988 T€ (Vorjahr: 995 T€)

Sonstige Sicherheiten und Pfandrechte für die Haftungsverhältnisse wurden nicht bestellt.

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus den Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln und den Bürgschaftsverpflichtungen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein.

(10) sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen bestanden aus Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 17.224 T€ sowie aus zeitlich unbefristeten Mietverträgen in Höhe von 2.186 T€ pro Jahr.

VII. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

(1) Gliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten

Die Umsatzerlöse nach geographischen Märkten gliedern sich wie folgt:

2021 2020
T€ T€
Bundesrepublik Deutschland 269.742 228.668
Europäisches Ausland 887.897 645.036
Nordamerika 324.724 225.279
Südamerika 14.361 10.097
Asien 48.170 32.730
übrige 1.976 654
1.546.870 1.142.464

(2) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 6.568 T€ (Vorjahr: 6.960 T€) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.881 T€ (Vorjahr: 816 T€), aus der Auflösung von Wertberichtigungen für Forderungen in Höhe von 1.786 T€ (Vorjahr: 4.960 T€) sowie aus Anlagenverkäufen in Höhe von 478 T€ (Vorjahr: 419 T€).

(3) Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von 859.027 T€ (Vorjahr: 516.520 T€) sowie aus Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 60.655 T€ (Vorjahr: 45.382 T€) zusammen.

(4) Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich aus Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von 248.732 T€ (Vorjahr: 216.319 T€) sowie aus Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von 55.556 T€ (Vorjahr: 50.798 T€) zusammen. Davon betreffen 5.938 T€ (Vorjahr: 5.795 T€) Aufwendungen für die Altersversorgung.

(5) Abschreibungen

Die Abschreibungen betreffen planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 63.960 T€ (Vorjahr: 65.155 T€) sowie außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 3 Nr. 5 HGB in Höhe von 2.622 T€ (Vorjahr: 1 T€). Weiterhin betreffen die Abschreibungen solche auf das Umlaufvermögen in Höhe von 5.644 T€ (Vorjahr: 0 T€). Die außerplanmäßigen Abschreibungen sind als solche von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung einzustufen.

(6) sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 6.197 T€ (Vorjahr: 10.595 T€) enthalten.

(7) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus Auf-/Abzinsungen nach § 253 Abs. 2 HGB in Höhe von 60 T€ (Vorjahr: 61 T€) enthalten.

(8) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Auf-/Abzinsungen nach § 253 Abs. 2 HGB in Höhe von 62 T€ (Vorjahr: 79 T€) enthalten.

(9) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen Steueraufwand aus der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von 394 T€ (Vorjahr: 220 T€).

VIII. Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung (DRS 21)

Die Form der Darstellung sowie die Gliederung der Konzernkapitalflussrechnung wurden im Abschlussjahr beibehalten.

Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" abzüglich der jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

2021 2020
T€ T€
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 57.046 60.138
jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -36.127 -4.889
20.919 55.249

Wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge sowie Geschäftsvorfälle sind im Geschäftsjahr 2021 nicht erfolgt.

Auf den gesonderten Ausweis der Erträge aus Beteiligungen und der Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens wurde aufgrund der unwesentlichen Höhe der Beträge verzichtet.

IX. Sonstige Angaben

(1) Anzahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Beschäftigten im Konzern betrug im Jahresdurchschnitt:

2021 2020
kaufmännische, technische Angestellte 1.786 1.732
gewerbliche Mitarbeiter 4.768 4.401
6.554 6.133

(2) Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Laumann Stiftung & Co. KG obliegt der Laumann Stiftung. Deren Vorstände sind:

 

Frau Dipl.-Betriebswirtin Elke Hartleif

 

Herr Dipl.-Kfm. Andreas Hartleif

Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

(3) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das in 2021 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug im Geschäftsjahr 692 T€ (Vorjahr: 658 T€) und gliederte sich wie folgt:

2021 2020
T€ T€
Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 502 495
Honorar für andere Bestätigungsleistungen 38 59
Honorar für Steuerberatungsleistungen 33 88
Honorar für sonstige Leistungen 119 16
692 658

Die Kosten für die Abschlussprüfung und die Steuerberatung beinhalten auch die Kosten für die Abschlussprüfung und steuerliche Beratung für in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen.

(4) derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Zinssatzänderungs- und Währungsrisiken im Zusammenhang mit den Kreditverbindlichkeiten wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps sowie Zinscaps eingesetzt.

Die im Bestand befindlichen Zinscaps wurden ausschließlich mit Kreditinstituten abgeschlossen und dienen der Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus der variablen Verzinsung von Darlehen. Die Berechnungen des Marktwertes dieser Zinssicherungsgeschäfte wird durch die Kreditinstitute zur Verfügung gestellt.

Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der ausstehenden Positionen zu Marktpreisen (in der Regel: Mark-to-market-Methode), ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus dem Grundgeschäft.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente:

Nominalbetrag 31.12.2021 Marktwert 31.12.2021
T€ T€
Zinscaps 65.000 69
65.000 69

Prämien aus dem Kauf von Zinscaps werden als sonstige Vermögensgegenstände erfasst und über die Laufzeit der Zinscaps unter Maßgabe ihres Marktwertes erfolgswirksam aufgelöst. Dabei wurde das strenge Niederstwertprinzip des Umlaufvermögens beachtet. Zum 31. Dezember 2021 wurden somit Cap-Prämien in Höhe von 69 T€ aktiviert.

(5) Bewertungseinheiten

Zum Bilanzstichtag hat die Laumann Stiftung & Co. KG das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten im Zusammenhang mit den Zinsswaps ausgeübt.

Zinsswaps (Sicherungsgeschäfte) mit einem Volumen von 2.207 T€ (Marktwert ./. 35 T€) wurden mit Kreditverbindlichkeiten (Grundgeschäfte) im Volumen von 2.207 T€ zu Bewertungseinheiten (Micro-Hedge) unter Anwendung der Einfrierungsmethode zusammengefasst, um das Zinsrisiko abzusichern. Nominalbeträge, Zinsperioden und zugrunde liegende Zinssätze für die zum Abschlusszeitpunkt der Zinsswaps noch nicht fixierten Zinsberechnungsperioden stimmen bei diesen Geschäften mit den Konditionen der jeweiligen Finanzierungen überein.

Die Sicherungsgeschäfte haben eine maximale Laufzeit bis Ende 2022. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten wird mit der critical-term-match-Methode gemessen. Es wird ein Wertausgleich von 100 % erwartet.

(6) Nachtragsbericht

Die Laumann Gruppe ist mit Tochtergesellschaften in Russland und der Ukraine vertreten. Das Ausmaß wirtschaftlicher, bilanzieller und finanzieller Auswirkungen aus dem am 24. Februar 2022 begonnenen Konflikt in der Ukraine und den damit einhergehenden Sanktionen lässt sich derzeit nicht abschätzen. Neben erhöhten Energie- und Beschaffungskosten für Rohstoffe könnte aus dem Konflikt auch ein konsolidierungsbedingter deutlich negativer Ergebniseffekt resultieren. Aufgrund bestehender Währungsdifferenzen würde sich dieser allerdings nur in reduzierterem Umfang auf die solide Kapitalstruktur auswirken. Auf den Risikobericht, Prognose- und Chancenbericht im Konzernlagebericht wird verwiesen (Anlage 1.6).

 

Sendenhorst, 25. Juli 2022

Laumann Stiftung

gezeichnet durch den Stiftungsvorstand

gez. Elke Hartleif

gez. Andreas Hartleif

Konzernkapitalflussrechnung der Laumann Stiftung & Co. KG für das Geschäftsjahr 2021

2021 2020
T€ T€
1. Periodenergebnis 59.586 60.997
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 63.960 65.156
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 8.559 2.754
4. +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 4.170 -11.132
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -129.028 13.591
6. +/- Zunahme/Abnahme der latenten Steuern (aktiv/passiv) 394 220
7. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 28.620 15.040
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.848 3.505
9. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 30 128
10. +/- Aufwendungen/Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhlicher Bedeutung 8.266 -1.081
11. +/- Ertragsteueraufwand/Ertragsteuerertrag 24.926 20.059
12. + Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außerordentlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 2.020
13. -/+ Ertragsteuerzahlungen -22.113 -16.074
14. = Mittelzufluss/-abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 49.218 15.183
15. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 13 504
16. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -3.351 -3.821
17. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.175 1.922
18. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -76.912 -52.292
19. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 719 459
20. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -297 -238
21. - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -16.372 0
22. + erhaltene Zinsen 512 427
23. = Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit -94.513 -53.039
24. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 46.806 0
25. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -29.966 -91.773
26. - gezahlte Zinsen -2.304 -3.833
27. - Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -3.103 -3.099
28. - gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -776 -430
29. = Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit 10.657 -99.135
30. zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe 14., 23. und 29.) -34.638 3.009
31. +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 308 0
32. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 55.249 52.240
33. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 20.919 55.249

Konzerneigenkapitalspiegel der Laumann Stiftung & Co. KG für das Geschäftsjahr 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile Rücklagen
Persönlich haftender Gesellschafter Kommanditisten Summe Kapitalrücklage Gewinnrücklage Summe
T€ T€ T€ T€ T€ T€
Anfangsbestand 01.01.2020 0 20.000 20.000 141.692 345.025 486.717
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -3.099 -3.099 0
sonstige Veränderungen 0 -4 -4
Konzernjahresüberschuss 3.099 3.099 56.746 56.746
Endbestand 31.12.2020 0 20.000 20.000 141.692 401.767 543.459
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -3.103 -3.103 0
sonstige Veränderungen 0 -31 -31
Konzernjahresüberschuss 3.103 3.103 54.639 54.639
Endbestand 31.12.2021 0 20.000 20.000 141.692 456.375 598.067
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Summe
T€ T€
Anfangsbestand 01.01.2020 -47.799 458.918
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -3.099
sonstige Veränderungen -25.875 -25.879
Konzernjahresüberschuss 59.845
Endbestand 31.12.2020 -73.674 489.785
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -3.103
sonstige Veränderungen 11.158 11.127
Konzernjahresüberschuss 57.742
Endbestand 31.12.2021 -62.516 555.551
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
T€ T€ T€
Anfangsbestand 01.01.2020 4.697 -194 2.274
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital
gezahlte Dividenden -430
sonstige Veränderungen -12 -92
Konzernjahresüberschuss 1.152
Endbestand 31.12.2020 4.255 -286 3.426
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital
gezahlte Dividenden -776
sonstige Veränderungen -12 8
Änderung Konsolidierungskreis 10
Konzernjahresüberschuss 1.844
Endbestand 31.12.2021 3.477 -278 5.270
Nicht beherrschende Anteile
Summe Konzerneigenkapital
T€ T€
Anfangsbestand 01.01.2020 6.777 465.695
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 -3.099
gezahlte Dividenden -430 -430
sonstige Veränderungen -104 -25.983
Konzernjahresüberschuss 1.152 60.997
Endbestand 31.12.2020 7.395 497.180
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 -3.103
gezahlte Dividenden -776 -776
sonstige Veränderungen -4 11.123
Änderung Konsolidierungskreis 10 10
Konzernjahresüberschuss 1.844 59.586
Endbestand 31.12.2021 8.469 564.020

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgte durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 08. August 2022.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Laumann Stiftung & Co. KG, Sendenhorst

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Laumann Stiftung & Co. KG, Sendenhorst, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Laumann Stiftung & Co. KG, Sendenhorst, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, den 25. Juli 2022

Dr. Beermann WP Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Wirtschaftsprüfer, Sebastian Drees M.A.

gez. Wirtschaftsprüfer, Dipl. Kfm. Benedikt Geise

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