Agrar Veredlungsgesellschaft mbHLiquidiert
39624 Kalbe (Milde), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Grocholl seit 9.10.2008 | Geschäftsführer |
Sebastian Grocholl seit 9.10.2008 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Agrar Veredlungsgesellschaft mbHKalbe/MildeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Agrar Veredlungsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Kalbe/Milde. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Stendal unter HRB 332. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 der Agrar Veredlungsgesellschaft mbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt worden. Als Folgewirkung der Neudefinition von § 277 Abs. 1 HGB gemäß dem BilRUG wurden die Materialaufwendungen gegenüber dem Vorjahr erheblich ausgeweitet und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen angepasst. Die Anpassungen betragen:
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Verkaufspreisen bewertet. Soweit erforderlich wurden Abschläge von den Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse zur Berücksichtigung des Niederstwertprinzips vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bewertet. Die ausgewiesenen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Ungewisse Verbindlichkeiten und Risiken wurden in angemessener Höhe berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 12 Monaten sind entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden zum Bilanzstichtag mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Unverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 12 Monaten sind entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 268 Abs. 2 HGB ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt:
Vom Gesamtbetrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: Euro 0,00 (im Vorjahr: Euro 596,59). In den Geschäftsjahren 2000 bis 2011 sind Investitionszulagen für Projekt 1 (Erweiterungsbau) in Höhe von insgesamt TEUR 2.806 und in 2012 in Höhe von TEUR 1 jeweils im Zuflussjahr in vollem Umfang erfolgswirksam vereinnahmt worden. Für Investitionen ab 2011 wurde gemäß Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer HFA 1/1984 i.d.F. 1990 ein Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen gebildet. Der Sonderposten wird erfolgswirksam über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände aufgelöst. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen, Vorjahreszahlen in Klammern:
Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Euro 1.307.619,67 (Vorjahr: Euro 1.334.599,20) durch Grundschulden, durch Sicherungsübereignung von Maschinen, Bürgschaften der Geschäftsführer und eine gesamtschuldnerische Haftung von drei Gesellschaften gesichert. Haftungsverhältnisse i.S.v. § 251 HGB bestehen aus einer gesamtschuldnerischen Mithaftung für eine Betriebsmittelkreditlinie, die von der Gesellschaft (bis 30.9.2016) oder zwei weiteren nahestehenden Unternehmen in Anspruch genommen werden kann. Unter Berücksichtigung der zum Aufstellungszeitpunkt bestehenden Erkenntnisse über die finanzielle Lage der beiden anderen Schuldner, geht die Agrar Veredlungsgesellschaft mbH derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Schuldnern erfüllt werden können. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen wird daher als sehr gering eingeschätzt. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von Euro 13.974,63 (im Vorjahr: Euro 13,974,63). V. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag beträgt Euro 292.290,24. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von Euro 292.290,24 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von Euro 2.970.455,13 auf neue Rechnung vorzutragen. VI. Sonstige Angaben Angaben der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl (ohne Auszubildende) während des Geschäftsjahres:
Angaben der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer i. S. d. § 285 Nr. 9 a HGB wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen, die sich nicht aus der Bilanz ergeben und nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, wie folgt:
Kalbe, 06. Mai 2017 gez. Sebastian Grocholl gez. Tobias Grocholl LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Die Agrarveredlungsgesellschaft mbH erwirbt, verarbeitet und verkauft landwirtschaftliche Produkte, insbesondere Kartoffeln und Zwiebeln, auf dem deutschen Markt. Frische und Qualität werden garantiert; Qualität und Hygiene werden durch konsequentes Leben und Arbeiten nach IFS im "higher level" erzielt. Permanente Weiterbildungen der Mitarbeiter durch interne und externe Schulungen unterstützen diesen Anspruch. Als lebensmittelproduzierendes Unternehmen versteht sich der schonende Umgang mit Ressourcen von selbst. II. Wirtschaftsbericht 1. gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die leicht gesunkenen Einkaufspreise und die noch stärker gesunkenen Verkaufspreise führten im ersten Halbjahr des Berichtsjahres zu negativen Ergebnissen. Aufgrund der langfristigeren Beschaffungspolitik für den Hauptrohstoff Kartoffeln und eines konsequenten Preisausbaus ab der zweiten Jahreshälfte konnte die Trendwende erreicht werden. 2. Geschäftsverlauf Die langfristige Beschaffung des Hauptrohstoffes Kartoffeln hat sich bewährt. Nach einem sehr schwachen ersten Halbjahr 2016 konnte durch diese Vorgehensweise ein etwas geringerer Verlust als im Jahr 2015 realisiert werden. Ab September 2016 wurde ferner das Geschäftsfeld "frische Kartoffeln" besetzt mit bisher sehr guten Erfolgen. Diese Form der Diversifizierung der Produktpalette trägt zu einer Stabilisierung des Unternehmens bei. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und finanzielle Leistungsindikatoren Im Jahr 2016 wurde ein Gesamtumsatz von T€ 17.420 erzielt. Dieses entspricht einem Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr in Höhe von T€ 1.948 = 12,6 %. Den Umsatzerlösen aus dem Verkauf von weiterverarbeiteten Kartoffeln und Zwiebeln standen Materialaufwendungen für den Einkauf von Kartoffeln, Zwiebeln und Hilfsstoffen von T€ 9.059 gegenüber; stiegen also um T€ 1.422. Die Materialintensität, also das Verhältnis von Materialaufwendungen für den Einkauf von Kartoffeln, Zwiebeln und Hilfsstoffen zum Umsatz, betrug im Berichtsjahr unverändert zum Vorjahr 52 %. Die erstmals unter den Materialaufwendungen ausgewiesenen Aufwendungen, insbesondere für Verpackungsmaterial stiegen gegenüber dem Vorjahr um T€ 117 auf T€ 2.167 und die erstmals unter den bezogenen Leistungen ausgewiesenen Energiekosten sowie die Fremdlöhne stiegen gegenüber dem Vorjahr um T€ 272 auf T€ 2.110 an. Der Rohertrag hat sich insgesamt deutlich von T€ 4.122 auf T€ 4.454 verbessert. Aufgrund der für 2016 prognostizierten rohwarenseitigen Preisstabilisierung und des moderaten Anstiegs der Personal- und Sachaufwendungen lag das Ergebnis vor Steuern bei T€ - 284 (im Vorjahr T€ -474). Die Eigenkapitalquote sank von 44 % auf 42 %. Zum Bilanzstichtag stehen kurzfristige Verbindlichkeiten von T€ 3.710 kurzfristigen Forderungen und Vorräten von T€ 3.078 gegenüber. Im Jahr 2016 wurden Investitionen in Höhe von T€ 384 durchgeführt; die Finanzierung erfolgte durch Kreditaufnahme. Durch entsprechende Kreditlinien bei zwei Kreditinstituten ist trotz der negativen Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr eine ausreichende Liquiditätsversorgung gewährleistet. III. Prognosebericht Auch in 2017 wird eine durchschnittliche Kartoffelernte erwartet. Die rohwarenseitige Preisstabilisierung wird fortgeführt. Weitere Kunden für neue Geschäftsfelder werden intensiv akquiriert. Durch die Erfüllung kundenseitiger Spezialanforderungen, wie zum Beispiel spezielle Zertifizierungssysteme, wird die Absatzsicherheit gestärkt. Kostensenkungspotentiale werden durch das Energiemanagementsystem nach ISO 50.001 aufgespürt und somit trotz relativer Kostensteigerungen die absoluten Kosten begrenzt. Im Jahr 2017 werden positive Ergebnisse erzielt werden. Die geplanten Investitionen werden fremdfinanziert. III. Risiko- und Chancenbericht Das Risiko eines Verfehlens der Umsatzprognose ist weiterhin durch die langfristigen Geschäftsbeziehungen und das Erreichen der permanenten Lieferfähigkeit minimiert. Spezielle Kundenwünsche werden in kürzester Zeit umgesetzt. Der Fachkräftemangel wird uns auch im Jahr 2017 beschäftigen und mittelfristig ist mit einer nicht unerheblichen Steigerung des Lohnniveaus zu rechnen. Durch Effizienzsteigerungen werden diese Kostensteigerungen ausgeglichen. Produkt- und Kundendiversifizierungen werden auch im Jahr 2017 vorangetrieben. Die hohen Qualitätsansprüche unserer Kunden müssen wir täglich neu in die Arbeit einbringen und optimieren, um so weiter als Qualitäts- und Innovationsführer am Markt Akzente zu setzen. Liquiditätsengpässe sind kurzfristig, unter Berücksichtigung der Ertragsprognose und der vereinbarten Kreditlinien, nicht zu erwarten.
Kalbe, 15.06.2017 gez. S. Grocholl gez. T. Grocholl BestätigungsvermerkBei dem nachstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Agrar Veredlungsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungengeführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Lüneburg, den 22. Juni 2017 DIERKES
Lüneburg AG
Lehmann-Bergholz, Wirtschaftsprüfer Münstermann, Wirtschaftsprüferin Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss wurde festgestellt am 9.08.2017. ErgebnisverwendungsbeschlussDie Gesellschafterversammlung hat am 9.08.2017 beschlossen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 292.290,24 € auf laufende Rechnung vorzutragen. |
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