Albatros Financial Solutions GmbH
Köln
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Hinweis
Aus rechentechnischen Gründen können in den
Tabellen und Texten Rundungsdifferenzen in Höhe von
± einer Einheit (EUR, %) auftreten.
Lagebericht
Geschäftsmodell
Die Albatros Financial Solutions GmbH betreut und
berät die Beschäftigten der Lufthansa Group und
ausgewählte Fremdmandate zu Versicherungs-, Vorsorge-
und Finanzierungsthemen sowie Kapitalanlagen.
Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen
Die Delvag Gruppe setzt sich aus der Delvag
Versicherungs-AG, der Albatros Versicherungsdienste GmbH
und der Albatros Financial Solutions GmbH zusammen.
Die Delvag Versicherungs-AG, Tochterunternehmen der
Deutschen Lufthansa AG, hält 100 % am Stammkapital der
Albatros Versicherungsdienste GmbH. Zwischen der Albatros
Versicherungsdienste GmbH und der Delvag Versicherungs-AG
besteht ein Unternehmensvertrag im Sinne des § 291
AktG. Dieser Vertrag beinhaltet sowohl einen Beherrschungs-
als auch einen Gewinnabführungsvertrag. Des Weiteren
hält die Albatros Versicherungsdienste GmbH 100 % am
Stammkapital der Albatros Financial Solutions GmbH.
Die Lufthansa Group ist ein weltweit operierender
Luftverkehrskonzern mit insgesamt mehr als 241
vollkonsolidierte Tochterunternehmen und
Beteiligungsgesellschaften.
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Auch 2023 haben die anhaltende instabile
geopolitische Lage und hohen Inflationsraten die
Weltkonjunktur belastet. Die USA konnten ein robustes
Wachstum verzeichnen. In China hingegen blieb das Wachstum,
trotz der Abkehr von der Null-Covid-Politik, hinter den
Erwartungen zurück. Die Wirtschaft im Euro-Raum zeigt
sich ebenfalls schwach und dürfte erst im Folgejahr
wieder etwas höhere Wachstumsraten erreichen. So gibt
der Sachverständigenrat in seinem Jahresgutachten
für das Geschäftsjahr eine Wachstumsrate des
globalen BIP (preisbereinigt) von 2,7 % an, für das
BIP-Wachstum im Euro-Raum lediglich 0,6 %.
Die deutsche Wirtschaft hat sich im europäischen
Vergleich besonders stark abgekühlt. Deutliche Spuren
haben hier die Energiekrise des Jahres 2022 sowie die
erhöhte Inflation hinterlassen. Das statistische
Bundesamt gibt für das Jahr 2023 ein Absinken des BIP
um 0,3 % an.
Die Versicherungsbranche verzeichnete im
Geschäftsjahr über alle Sparten hinweg ein
leichtes Beitragsplus von 0,6 %. Die Beitragseinnahmen der
Schaden- und Unfallversicherer verzeichneten im Vergleich
zum Vorjahr ein Wachstum um 6,7 % auf 84,5 Milliarden Euro.
Jedoch stieg im Geschäftsjahr der Schadenaufwand mit
12,7 % deutlich stärker als die Beitragsentwicklung.
Der versicherungstechnische Gewinn aller Schaden- und
Unfallversicherer ging demnach um mehr als die Hälfte
zurück.
Ertragslage
Im Geschäftsjahr beliefen sich die
Umsatzerlöse auf 14.142 Tsd. EUR (Vorjahr: 13.709 Tsd.
EUR).
Die Albatros Financial Solutions GmbH konnte ihren
Umsatz erneut steigern. Im Versicherungssegment konnten
durch gezielte Akquise- und Vertriebsmaßnahmen
höhere Provisionserlöse (+419 Tsd. EUR) bei den
Bestands- und Neugeschäftsprovisionen erzielt werden.
Im Segment Finanzierung und Finanzanlagen wirkten sich vor
allem die hohen Inflationsraten negativ auf die
Umsatzentwicklung aus. So ist aufgrund des starken Anstiegs
des Zinsumfelds bei gleichzeitig hohen Baukosten das
Neugeschäft im Bereich Baufinanzierung
marktübergreifend und so auch bei der Albatros
Financial Solutions GmbH rückläufig gewesen (-152
Tsd. EUR). Zudem stiegen die Schadenregulierungskosten bei
kooperierenden Versicherern stark an, so dass nur ein
geringer Teil der vereinbarten Bonifikationen an die
Albatros Financial Solutions GmbH ausgezahlt wurde (-59
Tsd. EUR).
Die Personalkosten erhöhten sich aufgrund von
Gehaltssteigerungen, höheren Zielerreichungsgraden und
Personaleinstellungen (hauptsächlich im Vertrieb) auf
8.241 Tsd. EUR (Vorjahr: auf 7.606 Tsd. EUR). Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen sanken auf 5.342 Tsd. EUR
(Vorjahr: 5.549 Tsd. EUR).
Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
sowie sonstigen Steuern konnte ein Jahresüberschuss in
Höhe von 749 Tsd. EUR (Vorjahr: 272 Tsd. EUR) erzielt
werden.
Vermögenslage
Aktiva
| in EUR |
Stand am
31.12.2023 |
Stand am
31.12.2022 |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
1.984 |
16.908 |
| II. Sachanlagen |
124.626 |
130.089 |
| III. Finanzanlagen |
5.672 |
12.825 |
|
132.282 |
159.822 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
| Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
| 1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
1.195.753 |
1.615.740 |
| 2. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
3.964.756 |
2.936.947 |
| 3. sonstige
Vermögensgegenstände |
7.452 |
7.549 |
|
5.167.961 |
4.560.235 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
114.478 |
207.647 |
| Bilanzsumme |
5.414.720 |
4.927.704 |
Das Anlagevermögen verringerte sich im
Wesentlichen aufgrund von Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagen um 28 Tsd.
EUR.
Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das
Umlaufvermögen um 608 Tsd. EUR auf 5.168 Tsd. EUR. Die
Erhöhung ist insbesondere auf die Forderungen gegen
verbundene Unternehmen zurückzuführen (+1.028
Tsd. EUR), welche stichtags- und abrechnungsbedingt
anstiegen. Demgegenüber sanken die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen um 420 Tsd. EUR.
Finanzlage
Passiva
| in EUR |
Stand am
31.12.2023 |
Stand am
31.12.2022 |
| A. Eigenkapital |
|
|
| I. Gezeichnetes
Kapital |
25.000 |
25.000 |
| II. Gewinnvortrag |
1.145.866 |
874.208 |
| III.
Jahresüberschuss |
748.848 |
271.658 |
|
1.919.714 |
1.170.866 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Steuerrückstellungen |
252.088 |
17.174 |
| 2. Sonstige
Rückstellungen |
416.633 |
824.562 |
|
668.721 |
841.737 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
1.415 |
64.396 |
| 2. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
2.694.509 |
2.716.447 |
| 3. Sonstige
Verbindlichkeiten |
130.361 |
134.259 |
|
2.826.285 |
2.915.102 |
| Bilanzsumme |
5.414.720 |
4.927.704 |
Aufgrund des Jahresüberschusses von 749 Tsd. EUR
(Vorjahr: 272 Tsd. EUR) konnte das Eigenkapital von 1.171
Tsd. EUR auf 1.920 Tsd. EUR gesteigert werden. Die
Eigenkapitalquote erhöhte sich infolgedessen von 23,8
% auf 35,5 %.
Das Fremdkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um
insgesamt 262 Tsd. EUR gesunken. Dies ist im Wesentlichen
auf den Rückgang der sonstigen Rückstellungen
zurückzuführen, die im Vorjahr noch eine
Rückstellung für eine
Inflationsausgleichsprämie enthielten. Bei den
Rückstellungen und den Verbindlichkeiten handelt es
sich ausschließlich um kurzfristige Verpflichtungen.
Dem Risiko unzureichender Liquidität wird durch
eine laufende Kontrolle der Zahlungsströme Rechnung
getragen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das
konzernweite Lufthansa Cash-Pooling-Verfahren eingebunden.
Risikobericht
Risikomanagement ist grundsätzlich die Aufgabe
aller Führungskräfte und Mitarbeitenden der
Delvag Gruppe. Dies gilt somit auch für die Albatros
Versicherungsdienste GmbH und die Albatros Financial
Solutions GmbH. Im Hinblick auf besondere Aufgaben im
Umgang mit Risiken werden jedoch Funktionstragende bzw.
Gremien spezielle Verantwortlichkeiten und Kompetenzen im
Risikomanagement-Prozess zugewiesen. Risikomanagement wird
bei der Albatros Financial Solutions GmbH nicht als
Risikovermeidung verstanden, sondern als kontrollierte und
effektive Risikobeherrschung bei der Realisierung von
Chancenpotentialen. Ziel ist die Schaffung von
Handlungsspielräumen in der Unternehmensführung.
Das bei der Delvag Versicherungs-AG angesiedelte
zentrale Risikomanagement ist zuständig für die
Weiterentwicklung und Pflege des RisikomanagementSystems in
der gesamten Delvag Gruppe. Es koordiniert die
Risikomanagement-Aktivitäten der Einzelgesellschaften
und stellt die Einhaltung der Risikomanagement-Richtlinien
sicher. Das zentrale Risikomanagement wird durch die
Interne Revision, die ebenfalls zentral bei der Delvag
Versicherungs-AG angesiedelt ist, überprüft.
Unterstützt wird das Risikomanagement durch den
RisikomanagementAusschuss (RMA) der Delvag Gruppe. Der RMA
entwickelt die risikopolitischen Grundsätze weiter,
bewertet unternehmensübergreifende Risiken und
empfiehlt gesonderte Risikoprüfungen. Darüber
hinaus diskutiert und plausibilisiert der RMA in seinen
vierteljährlichen Sitzungen die Berichte des zentralen
Risikomanagements und übt sein Vorschlagsrecht
für Maßnahmen zur Risikosteuerung und
-überwachung aus.
Die Risk Owner der Albatros Financial Solutions GmbH
sind in den von ihnen zu verantwortenden Bereichen für
die Erfassung und Bewertung ihrer Risiken sowie die
Umsetzung des bereichsbezogenen Risikomanagements
zuständig. Darüber hinaus ist die Albatros
Financial Solutions GmbH in ein übergreifendes
Risikomanagement-System der Lufthansa Group eingebunden.
Der Risikomanagement-Prozess beginnt mit der
Risikoidentifikation der aktuellen und potenziellen
Risiken. Die Risiken werden mithilfe einer
IT-gestützten Systematik zu einem Risikoportfolio
zusammengestellt und unter Zugrundelegung festgelegter
Prinzipien bewertet. Abhängig vom Konkretisierungsgrad
der Informationen werden drei Risikoarten unterschieden:
qualitative Risiken (langfristige Entwicklungen bzw.
Herausforderungen mit potenziell nachteilhafter Wirkung),
Eventrisiken (relativ selten auftretende, unsichere
Ereignisse mit monetärer Schadenswirkung) und
Verteilungsrisiken (Risiken des Geschäftsgebarens,
deren Auswirkungen auf den Plan noch unsicher sind). Die
Risiken werden in einer Kombination aus den Kriterien
Bedeutungsgrad bzw. Schadensausmaß und
Ausprägungsform bzw. Eintrittswahrscheinlichkeit
bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit beschreibt die
Wahrscheinlichkeit, dass das Risiko innerhalb eines
Geschäftsjahres eintritt. Durch die mindestens
jährlich stattfindende Überprüfung der
Risiken werden eventuelle Veränderungen der Risikolage
systematisch festgestellt, um im Bedarfsfall rechtzeitig
erforderliche Maßnahmen einleiten zu können.
Risiken der höchsten Risikoklassen (A und
B-Risiken) bestehen bei der Albatros Financial Solutions
GmbH zum Bilanzstichtag nicht. Wesentliche Risiken, die der
Risikoklasse C zugeordnet werden, liegen in der Kategorie
der quantitativen Eventrisiken sowie der qualitativen
Risiken vor.
Als wesentliche Risiken wurden Compliance-Risiken
inkl. Datenschutz und Geldwäsche, Vertriebsrisiken und
Reputationsrisiken eingestuft.
Vertriebsrisiken können insbesondere durch eine
Schädigung der Reputation entstehen. In der Folge
könnte es zu einem rückläufigen
Geschäft kommen. Ebenfalls können sich
Vertriebsrisiken durch eine eingeschränkte Vor-Ort
Beratung sowie einer veränderten Abschlussneigung der
Kund:innen ergeben. Dem Risiko wird durch einen engen
Kundenkontakt sowie einer Marktbeobachtung begegnet, um bei
Bedarf weitere Gegenmaßnahmen ergreifen zu
können. Das Risiko der Falschberatung wird aufgrund
einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit als unwesentlich
eingeordnet. Zudem besteht für solche Fälle eine
Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung.
Den Rechtsrisiken (Compliance, Datenschutz,
Verstöße gegen das Geldwäschegesetzt,
Unrichtigkeit der Rechnungslegung sowie sonstige
Verstöße gegen Rechtsvorschriften) und damit
verbundenen möglichen Bußgeldzahlungen sowie
Reputationsschäden wird durch Schulungen,
Informationsveranstaltungen und geeigneten Kontrollen
begegnet.
Externe Risiken bestehen z. B. bei der Zusammenarbeit
mit externen Partnern. Dem Risiko wird durch eine enge
Begleitung bzw. Kontrolle der Partner sowie der Definition
geeigneter Service-Level-Agreements begegnet, um
mögliche Schwachstellen frühzeitig erkennen und
Gegenmaßnahmen einleiten zu können.
Dem Risiko eines unerwarteten Personalausfalles wird
durch geeignete Vertretungsregelungen begegnet.
Die Auswirkungen eines sich abschwächenden
gesamtwirtschaftlichen Umfeldes als Folge des
Ukraine-Krieges sowie als Folge des Nahost-Konflikts werden
ebenfalls weiter beobachtet. Zum jetzigen Zeitpunkt sind
keine wesentlichen Auswirkungen auf die Albatros Financial
Solutions GmbH bekannt.
Für die weiteren nicht als wesentlich
klassifizierten Risiken wurden, wenn sinnvoll, Instrumente
zur Risikosteuerung und -überwachung eingerichtet.
Weiterhin werden die Auswirkungen des aktuellen
gesamtwirtschaftlichen Umfeldes im Planungsprozess
berücksichtigt. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine
Risiken bekannt, die den Fortbestand der Albatros Financial
Solutions GmbH gefährden.
Ausblick und Chancen
Die Einschätzungen zur kommenden Entwicklung der
Albatros Financial Solutions GmbH beruhen in erster Linie
auf Planungen, Prognosen und Erwartungen, die auch aufgrund
der angespannten geopolitischen Lage und hoher
Inflationsraten mit erhöhten Unsicherheiten verbunden
sind. Somit spiegeln sich in der folgenden
Einschätzung der Entwicklung der Albatros Financial
Solutions GmbH unvollkommene Annahmen und subjektive
Ansichten wider.
Die Beurteilung und Erläuterung der
voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen
Chancen und Risiken erfolgt unter Zugrundelegung der heute
zur Verfügung stehenden Erkenntnisse über
Branchenaussichten, zukünftige wirtschaftliche und
politische Rahmenbedingungen und Entwicklungstrends sowie
deren wesentliche Einflussfaktoren. Diese Aussichten,
Rahmenbedingungen und Trends können sich in der
Zukunft verändern, ohne dass dies bereits jetzt
vorhersehbar ist. Infolgedessen kann die tatsächliche
Entwicklung der Albatros Financial Solutions GmbH
wesentlich von den Prognosen abweichen.
Ausblick Gesamtwirtschaft
Angesichts der anhaltenden instabilen geopolitischen
Lage, der restriktiven Geldpolitik sowie der volatilen
Energiepreise blickt das Institut der deutschen Wirtschaft
(IW) verhalten in das Jahr 2024. Das IW prognostiziert
lediglich ein Wachstum der Weltwirtschaft um 2,5 %. Den
größten Einfluss auf die Weltkonjunktur sieht
das IW in den geopolitischen Verunsicherungen durch den
Krieg in der Ukraine, der weltpolitischen Haltung der
großen Schwellenländer sowie dem Konflikt im
Nahen Osten.
Die Investitionstätigkeit in Deutschland wird
zum einen durch das schwache globale Umfeld mit einer
Dämpfung des deutschen Außenhandels und zum
anderen mit spürbaren Bremseffekten, verursacht durch
die unsichere staatliche Haushaltslage, negativ
beeinflusst. Trotz einer langsamen Erholung im privaten
Konsum prognostiziert das IW auch im Jahr 2024 wieder einen
Rückgang des realen BIP von fast 0,5 %.
Die Stimmungslage der deutschen Unternehmen zum
Jahreswechsel 2023/2024 spiegelt diesen Ausblick wider.
Nach einer IW-Verbandserhebung gehen 23 der befragten 47
Branchenverbände von einer schlechteren
wirtschaftlichen Lage als vor einem Jahr aus. Von einer
gleichbleibenden Wirtschaftsaktivität gehen 15
Verbände aus und lediglich neun Verbände blicken
optimistischer in das Jahr 2024 und gehen von einer
verbesserten wirtschaftlichen Lage aus.
Ausblick Versicherungswirtschaft
Für die deutsche Versicherungswirtschaft geht
der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
(GDV) von einem Beitragszuwachs von 3,9 % im Jahr 2024 aus.
In der Schaden- und Unfallversicherung werden weiterhin die
Beitragszuwächse durch inflationsbedingte
Beitragsanpassungen bestimmt. Hier prognostiziert der GDV
Beitragssteigerungen von 7,7 %. Für die Transport-und
Luftfahrtversicherung schätzt der GDV
Beitragssteigerungen von 4 %.
Zudem geht der GDV davon aus, dass durch eine im
Vergleich zum Berichtsjahr rückläufige
Inflationsentwicklung der besicherte Warenwert im Jahr 2024
weniger stark ansteigen wird.
Ausblick der Albatros Financial
Solutions GmbH
Bei der Albatros Financial Solutions GmbH liegt der
betriebliche Fokus auch in 2024 auf der Betreuung der
Beschäftigten der Lufthansa Group sowie von
profitablen Fremdmandaten. Schwerpunkte bilden hierbei die
ganzheitliche Beratung und die daraus resultierende
Vermittlung von Produkten zur privaten und betrieblichen
Vorsorge inkl. dem Angebot an Finanzdienstleistungen, wie
zum Beispiel Immobilienfinanzierungen und Kapitalanlagen.
Aufgrund der hohen Inflation wird es voraussichtlich
zu Auswirkungen beim Neuabschlussverhalten der Kunden
kommen. Insbesondere durch steigende Finanzierungskosten
sinkt seit Mitte 2022 die Anfrage bei
Immobilienfinanzierungen. Das Ansprache- und
Betreuungskonzept wird daher durch ein
Vertriebskampagnen-Managementsystem erweitert, um eine
Steigerung der Kundenkontakte und Bestandsverträge
sicherzustellen.
Mit dem Ziel einer weiteren Erhöhung der
Kundenzufriedenheit wird daher in 2024 weiterhin auf den
Ausbau hybrider Kundenservices gesetzt. Die Rekrutierung
und Integration von fünf neuen Kundenberater:innen,
der Aufbau eines Sales Supportteams, die Weiterentwicklung
der Kundenplattform "Albatros Digital Experience (ADx)" und
der Wechsel der Kommunikationsanlagentechnologie stehen
dabei im Vordergrund.
Im vergangenen Geschäftsjahr konnten bereits
Sondervereinbarungen mit Produktpartnern getroffen und
geeignete Maßnahmen für zentrale
Bestandsumdeckungen konzipiert werden, um Verträge zu
optimieren, Haftung für das Unternehmen zur reduzieren
und Kund:innen sowie Neuverträge zu gewinnen. Trotz
der neuen Kundenservices birgt die anhaltende Inflation
noch nicht absehbare betriebswirtschaftliche Risiken und
stellt die Albatros Financial Solutions GmbH laufend vor
neue Herausforderungen.
Insgesamt erwartet die Geschäftsführung der
Albatros Financial Solutions GmbH für 2024 erneut ein
positives Gesamtergebnis. Dieses wird voraussichtlich
leicht unter dem Niveau des Berichtsjahres liegen.
Bilanz zum 31. Dezember 2023
Aktiva
| in EUR |
|
Stand am
31.12.2023 |
Stand am
31.12.2022 |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
1.984,00 |
|
16.908,00 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
| andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
124.626,00 |
|
130.089,00 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
| sonstige
Ausleihungen |
5.671,64 |
|
12.824,82 |
|
|
132.281,64 |
159.821,82 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
| Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
|
| 1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
1.195.752,82 |
|
1.615.739,65 |
| 2. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
3.964.755,58 |
|
2.936.946,61 |
| 3. sonstige
Vermögensgegenstände |
7.452,30 |
|
7.548,98 |
|
|
5.167.960,70 |
4.560.235,24 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
114.477,99 |
207.646,69 |
| Bilanzsumme |
|
5.414.720,33 |
4.927.703,75 |
Passiva
| in EUR |
|
Stand am
31.12.2023 |
Stand am
31.12.2022 |
| A. Eigenkapital |
|
|
|
| I. Gezeichnetes
Kapital |
25.000,00 |
|
25.000,00 |
| II. Gewinnvortrag |
1.145.866,40 |
|
874.208,05 |
| III.
Jahresüberschuss |
748.847,68 |
|
271.658,35 |
|
|
1.919.714,08 |
1.170.866,40 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
|
| 1.
Steuerrückstellungen |
252.088,15 |
|
17.174,42 |
| 2. sonstige
Rückstellungen |
416.632,69 |
|
824.562,18 |
|
|
668.720,84 |
841.736,60 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
|
1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
1.415,39 |
|
64.395,58 |
2. Verbindlichkeiten
gegenüber
verbundenen Unternehmen |
2.694.508,92 |
|
2.716.446,58 |
davon mit einer
Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr:
0,00 EUR; 2022: 39.625,03 EUR |
|
|
|
| 3. sonstige
Verbindlichkeiten |
130.361,10 |
|
134.258,59 |
|
|
2.826.285,41 |
2.915.100,75 |
| Bilanzsumme |
|
5.414.720,33 |
4.927.703,75 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
2023
| in EUR |
2023 |
2022 |
| 1.
Umsatzerlöse |
14.141.501,28 |
13.709.335,17 |
| 2. sonstige betriebliche
Erträge |
881.619,85 |
358.409,04 |
| 3. Materialaufwand |
-235.000,00 |
-235.000,00 |
| 4. Personalaufwand |
|
|
| a) Löhne und
Gehälter |
-6.894.367,18 |
-6.280.446,91 |
b) soziale Abgaben und
Aufwendungen
für Altersversorgung
und für Unterstützung, |
-1.346.376,06 |
-1.325.844,81 |
davon für
Altersversorgung:
- 252.082,05 EUR;
2022: - 251.382,37 EUR |
|
|
5. Abschreibungen auf
immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
-59.278,67 |
-47.794,06 |
| 6. sonstige betriebliche
Aufwendungen |
-5.341.735,04 |
-5.548.571,65 |
7. Erträge aus
anderen Wertpapieren
und Ausleihungen des Finanzanlagev-
ermögens |
32.424,56 |
1.143,14 |
davon aus verbundenen
Unternehmen:
32.041,66 EUR
2022: 0,00 EUR |
|
|
| 8. sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge, |
65.336,45 |
19,19 |
davon aus verbundenen
Unternehmen:
65.336,45 EUR
2022: 19,19 EUR |
|
|
| 9. Zinsen und
ähnliche Aufwendungen, |
-6.073,39 |
-18.551,54 |
davon an verbundene
Unternehmen:
- 6.073,39 EUR;
2022: - 18.551,54 EUR |
|
|
| 10. Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag |
-273.938,41 |
-122.067,42 |
| 11. Ergebnis nach
Steuern |
964.113,39 |
490.630,15 |
| 12. sonstige
Steuern |
-215.265,71 |
-218.971,80 |
| 13.
Jahresüberschuss |
748.847,68 |
271.658,35 |
Anhang
Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind nach den
Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des
GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Das Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern
aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274
Abs. 1 Satz 2 HGB wird nicht ausgeübt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Aktiva
Immaterielle
Vermögensgegenstände
Die immateriellen Vermögensgegenstände
werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten,
vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Sie werden
planmäßig linear über eine Nutzungsdauer
von in der Regel drei bis fünf Jahren abgeschrieben.
Im Fall einer dauerhaften Wertminderung werden
außerplanmäßige Abschreibungen
vorgenommen.
Sachanlagen
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgte zu
Anschaffungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen
vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte
Abschreibungen entsprechend der jeweiligen Nutzungsdauer.
Dabei kommt ausschließlich die lineare
Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die linearen
Abschreibungen entsprechen dabei den steuerlichen
Sätzen.
Selbstständig nutzbare bewegliche
Gegenstände des Anlagevermögens, die der
Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll
abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder
Herstellungskosten den Nettowert von 250,00 EUR nicht
übersteigen.
Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder
Herstellungskosten zwischen 250,01 und 1 000,00 EUR (netto)
liegen, werden in einem Sammelposten erfasst und im Jahr
der Anschaffung sowie in den folgenden vier Jahren jeweils
mit einem Fünftel linear abgeschrieben.
Finanzanlagen
Ausleihungen werden mit den Anschaffungskosten oder,
bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den
niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden mit den
Nennbeträgen abzüglich angemessener Einzel- bzw.
Pauschalwertberichtigungen angesetzt.
Rechnungsabgrenzungsposten
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben
vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand
für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt
darstellen.
Passiva
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.
Rückstellungen
Steuerrückstellungen und sonstige
Rückstellungen sind in Höhe des
Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Währungsumrechnung
Fremdwährungspositionen werden
grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum
Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.
Erläuterungen zur Bilanz
Aktiva
Entwicklung
des Anlagevermögens für die Zeit vom 01.01.2023
bis zum 31.12.2023
Entwicklung der Anschaffungskosten
| in EUR |
1.1.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
31.12.2023 |
| Anlagevermögen |
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene
Konz-
essionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
96.922 |
0 |
0 |
96.922 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
| andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
426.971 |
33.759 |
0 |
460.730 |
| Finanzanlagen |
|
|
|
|
| Sonstige
Ausleihungen |
12.825 |
0 |
7.153 |
5.672 |
| Insgesamt |
536.718 |
33.759 |
7.153 |
563.324 |
Entwicklung der kumulierten
Abschreibungen
| in EUR |
1.1.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
31.12.2023 |
| Anlagevermögen |
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene
Konz-
essionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
80.014 |
14.924 |
0 |
94.938 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
| andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
296.882 |
39.222 |
0 |
336.104 |
| Finanzanlagen |
|
|
|
|
| Sonstige
Ausleihungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
| Insgesamt |
376.896 |
54.146 |
0 |
431.042 |
Entwicklung der Buchwerte
| in EUR |
1.1.2023 |
31.12.2023 |
| Anlagevermögen |
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutz-
rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
16.908 |
1.984 |
| Sachanlagen |
|
|
| andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
130.089 |
124.626 |
| Finanzanlage |
|
|
| Sonstige
Ausleihungen |
12.825 |
5.672 |
| Insgesamt |
159.822 |
132.282 |
Immaterielle
Vermögensgegenstände
Bei den immateriellen Vermögensgegenständen
handelte es sich ausschließlich um Software.
Finanzanlagen
Unter den sonstigen Ausleihungen wurden
ausschließlich Mitarbeiterdarlehen ausgewiesen.
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassten
insbesondere Forderungen gegen Abrechnungsdienstleister,
die aus laufenden Provisionsabrechnungen resultierten.
Forderungen gegen verbundene
Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrafen
vollständig Forderungen an die Konzernobergesellschaft
Deutsche Lufthansa AG.
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten setzte sich im
Wesentlichen aus geleisteten Vorauszahlungen aus
Einkaufsvorgängen (69 Tsd. EUR) sowie aus
Mietvorauszahlungen (44 Tsd. EUR) zusammen.
Passiva
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital betrugt am 31. Dezember 2023
unverändert 25 Tsd. EUR. In Verbindung mit dem
Jahresüberschuss von 749 Tsd. EUR und dem
Gewinnvortrag von 1.146 Tsd. EUR belief sich das
Eigenkapital insgesamt auf 1.920 Tsd. EUR.
Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen von 252 Tsd. EUR
entfielen mit 133 Tsd. EUR auf die Gewerbesteuer sowie mit
119 Tsd. EUR auf die Körperschaftsteuer inklusive
Solidaritätszuschlag.
Sonstige Rückstellungen
| in EUR |
2023 |
2022 |
| Ausstehende
Rechnungen |
112.260 |
145.198 |
| Prüfungs-,
Abschluss- und Erstellungskosten |
67.123 |
50.537 |
| Personal |
39.140 |
372.760 |
| Sonstige Steuern |
31.578 |
22.681 |
| Reisekosten |
9.100 |
5.000 |
|
Berufsgenossenschaft |
8.000 |
6.800 |
| Insgesamt |
416.633 |
824.562 |
Die Kostenausgleichsansprüche der verbundenen
Unternehmen resultierten ausschließlich aus
Ansprüchen der Delvag Versicherungs-AG.
Die ausgewiesenen Rückstellungen für
ausstehende Rechnungen betrafen insbesondere
Einkaufsrückstellungen.
Der Rückgang der Rückstellungen für
Personalaufwendungen resultierte vorrangig aus der im
Vorjahr gebildeten Rückstellung für eine
Inflationsausgleichsprämie.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen handelte es sich um Verbindlichkeiten aus
Einkaufstätigkeiten.
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen resultierten in Höhe von 2.655 Tsd. EUR
aus Verbindlichkeiten gegenüber der Delvag
Versicherungs-AG und in Höhe von 40 Tsd. EUR aus
Verbindlichkeiten gegenüber der Albatros
Versicherungsdienste GmbH.
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse der Albatros Financial
Solutions GmbH ergaben sich im Wesentlichen durch
Provisionserlöse aus der Vermittlungstätigkeit.
Sie stiegen im Berichtsjahr um 271 Tsd. EUR auf 13.689 Tsd.
EUR (Vorjahr 13.417 Tsd. EUR) an.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen
gegenüber dem Vorjahr auf 882 Tsd. EUR (Vorjahr: 358
Tsd. EUR) und resultierten insbesondere aus dem Verbrauch
(439 Tsd. EUR) und der Auflösung (341 Tsd. EUR) von
Rückstellungen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
| in EUR |
2023 |
2022 |
Aufwendungen für
bezogene Dienstleistungen
von verbundenen Unternehmen |
2.826.953 |
2.738.095 |
| Allgemeine
Verwaltungsaufwendungen |
2.165.647 |
2.056.498 |
| Zuführung
Rückstellungen |
333.330 |
732.636 |
| Sonstige |
15.804 |
21.343 |
| Insgesamt |
5.341.735 |
5.548.572 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestanden im
Wesentlichen aus anteilig von der Delvag Versicherungs-AG
und der Albatros Versicherungsdienste GmbH in Rechnung
gestellten Personal- und Sachkosten sowie allgemeinen
Verwaltungsaufwendungen.
Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag
Die ausgewiesenen Steuern von 274 Tsd. EUR (Vorjahr:
122 Tsd. EUR) resultierten vollständig aus der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der
Gesellschaft.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 wurde in Deutschland
das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen
Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (MinStG)
verabschiedet. Die Albatros Financial Solutions GmbH
erwartet keine Auswirkungen aus dem Inkrafttreten des
MinStG.
Sonstige Angaben
Angaben zur Gesellschaft
Die Albatros Financial Solutions GmbH mit Firmensitz
in Köln wird beim Amtsgericht Köln unter der
Handelsregister-Nummer HRB 34850 geführt.
Die Gesellschaft führt in folgenden Städten
Standorte:
Berlin Bonn, Nordrhein-Westfalen Bremen Darmstadt,
Hessen Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen Frankfurt,
Hessen Hahn, Rheinland-Pfalz Hamburg Köln,
Nordrhein-Westfalen Leipzig, Sachsen München, Bayern
Stuttgart, Baden-Württemberg
Konzernzugehörigkeit
Die Albatros Financial Solutions GmbH, Köln ist
ein Tochterunternehmen der Albatros Versicherungsdienste
GmbH, Köln. Die Albatros Versicherungsdienste GmbH mit
Firmensitz in Köln wird beim Amtsgericht Köln
unter der Handelsregister-Nummer HRB 10744 geführt.
Die Albatros Versicherungsdienste GmbH ist wiederum ein
Tochterunternehmen der Delvag Versicherungs-AG, Köln.
Der Jahresabschluss der Delvag Versicherungs-AG wird in den
Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG, Köln,
einbezogen. Der Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG
wird nach den International Financial Reporting Standards
(IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB)
unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS
Interpretations Committee erstellt, wie sie in der
Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Der nach
§ 291 HGB befreiende Konzernabschluss und der
Konzernlagebericht werden im Unternehmensregister offen
gelegt.
Geschäftsführung
Die Geschäftsführung wurde im
Berichtszeitraum durch folgende Personen ausgeübt:
Christian Bleses, Geschäftsbereich Produkte,
Digitales & Service, Bergisch Gladbach Pascal Vollmer,
Geschäftsbereich Vertrieb, Durbach
Unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die
Angabe der Bezüge der Geschäftsführung
verzichtet.
Beschäftigte
Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 97
Beschäftigte (Vorjahr: 102) für die Albatros
Financial Solutions GmbH tätig. Von diesen entfielen
34 Beschäftigte (Vorjahr: 32) auf den Innen- und 63
(Vorjahr: 70) auf den Außendienst.
Nachtragsbericht
Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind
bei unserer Gesellschaft keine Vorgänge eingetreten,
die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage der Gesellschaft haben.
Albatros Financial Solutions Gesellschaft mit
beschränkter Haftung
Die Geschäftsführung
| Christian Bleses |
Pascal Vollmer |
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Albatros Financial Solutions GmbH,
Köln
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Albatros Financial
Solutions GmbH, Köln -bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Albatros
Financial Solutions GmbH für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen Darstellungen aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können;
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben;
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben;
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann;
|
| ― |
beurteilen wir die
Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Jahresabschlusses einschließlich der Angaben
sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt;
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens;
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Vogt |
Dr.
Horstkötter |
|
Wirtschaftsprüfer |
Wirtschaftsprüfer |
Albatros Financial Solutions GmbH Venloer Str.
151-153 50672 Köln, Deutschland Tel. +49 69 696-9977
Fax +49 69 696-9978 kommunikation@albatros.de
www.albatros.de
|