Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 540114
Eingetragen
15.3.1921
Branche
Großhandel mit industriellen Textil-, Näh- und StrickmaschinenHerstellung von Maschinen für die Textil- und Bekleidungsherstellung und die LederverarbeitungHerstellung von Maschinenspannzeugen und sonstigem Zubehör für Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Herstellung von Maschinen und Maschinenteilen sowie Vertrieb dieser Erzeugnisse und von Handelswaren, insbesondere auf dem Gebiet des Textilmaschinenbaus.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Achim Licht
seit 7.12.2021
Geschäftsführer
Manfred Scheel
seit 4.11.2021
Prokura
Sonja Häge
seit 30.10.2020
Prokura
Ioannis Spiridopulos
seit 23.6.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Rieter Holding AGCHE
98.04%
Unikeller Sona AGCHE
1.96%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Spindelfabrik Suessen GmbH

Süßen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.550,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließl. der Bauten auf fremden Grundstücken 771.362,57 790.639,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.876.251,00 2.854.074,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.947.776,00 3.239.755,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 66.121,23 209.914,18
6.661.510,80 7.094.382,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18,03 18,03
2. Beteiligungen 1,00 1,00
19,03 19,03
6.667.079,83 7.094.401,78
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.602.507,58 10.091.581,28
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 610.290,55 734.514,60
3. Fertige Erzeugnisse 5.834.897,45 6.300.633,95
14.047.695,58 17.126.729,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.710.396,51 1.311.445,86
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.132.643,18 4.246.164,29
3. Forderungen gg. Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 355.100,45 188.017,43
4. Sonstige Vermögensgegenstände 462.966,03 742.027,52
10.661.106,17 6.487.655,10
III. Guthaben bei Kreditinstituten 120.885,94 104.999,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.143,37 6.834,37
Summe Aktiva 31.504.910,89 30.820.620,78

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.050.100,00 5.050.100,00 5.050.100,00
II. Gewinnrücklagen 5.018.647,94 5.018.647,94
III. Verlustvortrag -2.988.613,37 -5.403.021,24
IV. Jahresüberschuss 2.906.291,88 2.414.407,87
9.986.426,45 7.080.134,57
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 5.875.105,00 5.613.029,00
2. Steuerrückstellungen 89.600,00 470.470,00
3. Sonstige Rückstellungen 4.128.300,53 3.922.300,60
10.093.005,53 10.005.799,60
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.273.296,71 1.972.484,40
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.750.463,45 2.795.816,17
3. Verbindlichkeiten ggn. verbundenen Unternehmen 6.099.988,70 7.077.950,76
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.978.730,05 1.888.435,28
(davon aus Steuern € 264.125,61; Vorjahr € 130.064,79)
11.102.478,91 13.734.686,61
D. Rechnungsabgrenzungsposten 323.000,00 0,00
Summe Passiva 31.504.910,89 30.820.620,78

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 68.661.361,86 70.763.825,07
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -589.960,55 1.031.963,18
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 16.761,80 53.730,65
4. Sonstige betriebliche Erträge 166.533,64 270.334,40
5. Materialaufwand 68.254.696,75 72.119.853,30
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -25.535.566,00 -30.897.694,25
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -11.186.258,97 -36.721.824,97 -11.362.783,24
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -12.734.366,31 -11.505.282,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorg.u.Unterstützung -2.859.627,54 -15.593.993,85 -2.359.750,56
7. Abschreibungen auf imm.VG und Sachanlagen -2.071.303,24 -2.089.158,33
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.281.546,34 -10.961.477,93
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 78.815,50 2.963,47
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -465.371,71 -283.094,15
11. Steuern vom Einkommen u. vom Ertrag -245.590,16 -202.330,29
12. Ergebnis nach Steuern 2.953.881,98 2.461.245,23
13. Sonstige Steuern -47.590,10 -46.837,36
14. Jahresüberschuss 2.906.291,88 2.414.407,87

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Spindelfabrik Suessen GmbH mit Sitz in 73079 Süßen, geführt beim Amtsgericht Ulm unter der HRB 540114, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Hinsichtlich der Ereignisse und Gegebenheiten, die zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt, verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht/Risikobericht.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) erstellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens.

Zur Verbesserung des Einblicks in die Ertragslage wird ab dem Geschäftsjahr 2023 der Aufwand für Leiharbeit im gewerblichen Bereich 571 Tsd. EUR (Vorjahr: 736 Tsd. EUR) nicht mehr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, stattdessen im Materialaufwand. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Bilanzposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die den Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern bewegen sich zwischen 3 und 10 Jahren.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der Materialund Fertigungsgemeinkosten. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die den Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern bewegen sich zwischen 3 und 50 Jahren.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert ausgewiesen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert.

Auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die fertigen Erzeugnisse wurden Reichweitenabwertungen gemäß folgender Staffelung vorgenommen:

Reichweite in Monaten Abschläge in %
12 bis 23 10
24 bis 35 20
48 bis 59 30
36 bis 47 50
60 bis 71 60
72 bis 83 70
84 bis 95 80
96 und mehr 90

Im Berichtsjahr wurden Reichweitenabwertungen in Höhe von insgesamt 5.796 Tsd. EUR (Vorjahr: 5.304 Tsd. EUR) vorgenommen. Des Weiteren wurden Niederstwertabwertungen in Höhe von 137 Tsd. EUR und zusätzliche individuelle Einzelwertberichtigungen in Höhe von 235 Tsd. EUR durchgeführt.

Die unfertigen Erzeugnisse werden entsprechend ihrem Bearbeitungsfortschritt mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteile.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden durch Einzel- und Pauschalabwertungen abgedeckt.

Flüssige Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Die Umrechnung von Fremdwährungsbeständen erfolgt zum Stichtagskurs.

Einnahmen bzw. Ausgaben, die Erträge bzw. Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind im aktiven bzw. passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.

Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten ab dem 1.1.2010 nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Den Berechnungen zum 31. Dezember 2023 wurde ein Rententrend von 2,20% p.a. (Vorjahr 2,20%) und eine Fluktuationsrate von 2,5% zugrunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen wurden pauschal mit dem Zins zum 31.12.2023 auf Grundlage der von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung zum 31.12.2023 veröffentlichten Zinsinformation (§ 253 Abs. 2 HGB) ermittelt. Dieser Zinssatz beträgt bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren 1,83% (Vorjahr 1,78%) (10- Jahres-Durchschnitt). Der Rückstellungsbetrag unter Berücksichtigung des Zinssatzes mit einem 7-Jahres-Durchschnitt von 1,75% (Vorjahr 1,44%) (Art. 67 II EGHGB) würde sich um 52 Tsd. EUR erhöhen. Dieser Betrag unterliegt nach § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Jubiläumsleistungen werden für Jubiläumszusagen für 25-jährige, 40-jährige und 50-jährige Betriebszugehörigkeit gebildet. Die Bewertung beruht auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens ab dem 1.1.2010 nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Den Berechnungen zum 31. Dezember 2023 wurde ein Rententrend von 2,20% p.a. (Vorjahr 2,20%) und unverändert zum Vorjahr eine Fluktuationsrate von 2,5% zugrunde gelegt. Der der Bewertung zugrunde liegende Rechnungszins wurde auftragsgemäß mit einem prognostizierten Zins zum 31.12.2023 auf Grundlage der von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung für November 2023 veröffentlichten Zinsinformation (§ 253 Abs. 2 HGB) und unter Annahme eines unveränderten Zinsniveaus vom 30.11.2023 bis 31.12.2023 ermittelt. Dabei wurde ein Rechnungszins von 1,75% p.a. (Vorjahr 1,44% p.a.). zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Wertansätze der Haftungsverhältnisse entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Währungsumrechnung:

Forderungen und Verbindlichkeiten, sowie flüssige Mittel in fremder Währung werden mit dem Devisenmittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Devisentermingeschäfte werden einzeln mit dem Terminkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Terminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 lagen wie zum Vorjahres-Bilanzstichtag keine Devisentermingeschäfte vor.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz berechnet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG in Verbindung mit § 8a KStG berechnet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und der Aktivüberhang nicht angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage) ersichtlich.

Der Anteilsbesitz setzt sich wie folgt zusammen:

Konzerngesellschaft Anteil in % Währung Jahresergebnis Eigenkapital Geschäftsjahr
American Suessen Corp., Charlotte, USA 46,8 Tsd. USD -809 -2.609 31.12.2023

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Zum Bilanzstichtag setzen sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wie folgt zusammen:

in Tsd. EUR 31.12.2023 31.12.2022
Rieter CZ s.r.o., Tschechische Republik 80 1.118
European Excellent Textile Components Co.Ltd, China 752 100
Graf + Cie AG, Rapperswil, Schweiz 45 80
Rieter India Pvt. Ltd., Indien 744 1.792
Rieter Ingolstadt GmbH, Deutschland 0 0
Rieter China Textile Instruments Co. Ltd, China 0 131
Rieter Automatic Winder GmbH, Deutschland 0 4
Maschinenfabrik Rieter AG, Schweiz 706 500
Rieter Holding AG, Schweiz 5.807 520
8.133 4.246

Die Forderungen beziehen sich wie im Vorjahr ausschließlich auf Lieferungen und Leistungen sowie aus Cashpool (5,8 Mio. EUR).

Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern von 107 Tsd. EUR. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend dem gewerbesteuerlichen Hebesatz der Stadt Süßen. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer ergab sich im aufgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von 28,80%.

Die ermittelten aktiven latenten Steuern resultieren in Höhe von 89 Tsd. EUR aus der unterschiedlichen Bewertung bzw. Ansatz der Pensions- und Jubiläumsrückstellung und 18 Tsd. EUR aus der unterschiedlichen Bewertung der Vorräte. Passive latente Steuern bestehen nicht.

Somit ergibt sich ein Überhang aktiver latenter Steuern in Höhe von 107 Tsd. EUR, der nicht angesetzt wird.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten als wesentliche Einzelposten Beträge für Garantieverpflichtungen (1.600 Tsd. EUR), sonstige Personalrückstellungen (788 Tsd. EUR), Jubiläumsverpflichtungen (300 Tsd. EUR), Gleitzeitguthaben (272 Tsd. EUR), ausstehende Rechnungen (240 Tsd. EUR), Rechts- und Beratungskosten (125 Tsd. EUR) sowie Provisionen (94 Tsd. EUR).

Verbindlichkeiten

Das seit 2022 bestehende Darlehen mit einer Laufzeit von drei Jahren wurde im Geschäftsjahr teilweise zurückgezahlt und beträgt zum Bilanzstichtag 6.000 Tsd. EUR. Vertragspartner des Cashpools und des Darlehens ist die Rieter Holding AG.

Alle weiteren Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Umsatzabgrenzungen für noch nicht erbrachte Montageleistungen im Rahmen von Modernisierungsaufträgen erfasst. Zum Bilanzstichtag betragen diese 323 Tsd. EUR. Zur besseren Darstellung der Vermögenslage erfolgte im Geschäftsjahr eine Umgliederung aus den sonstigen Rückstellungen. Eine Korrektur der Vorjahreszahlen ist nicht erfolgt.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen 1.071 Tsd. EUR, davon mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr 941 Tsd. EUR, mit einer Laufzeit von einem bis fünf Jahren 130 Tsd. EUR und keine mit einer Laufzeit über fünf Jahren. Darin enthalten sind IT-Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen (764 Tsd. EUR), diese orientieren sich am Wert des Vorjahres.

IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:

Tsd. EUR 2023 2022
Fernost 32.112 34.000
Deutschland 3.600 3.464
Europa (ohne Deutschland) 27.922 27.221
Amerika 4.664 5.592
Übrige 363 487
68.661 70.764

Nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich nachfolgende Gliederung der Umsatzerlöse:

Tsd. EUR 2023 2022
Ringspinnprogramm 34.399 33.102
Open End Programm 27.765 28.713
Air-Jet Programm 1.707 3.512
HP Programm 1.236 2.346
Übrige 3.554 3.091
68.661 70.764

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 37 Tsd. EUR (Vorjahr: 69 Tsd. EUR).

Ferner beinhalten sie die nachfolgend aufgeführten aperiodischen Erträge:

Tsd. EUR 2023 2022
Periodenfremde Erträge
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 19 195
Ergebnis aus Anlagenabgängen 68 7
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 38 0
125 202

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von 619 Tsd. EUR (Vorjahr: 218 Tsd. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen 3.693 Tsd. EUR für bezogene Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus beinhalten sie Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 48 Tsd. EUR (Vorjahr: 136 Tsd. EUR). Sie beinhalten aperiodische Aufwendungen in Höhe von 4 Tsd. EUR (Vorjahr: 7 Tsd. EUR). Leiharbeitskosten im gewerblichen Bereich 571 Tsd. EUR (Vorjahr: 736 Tsd. EUR) werden mit der Berichterstattung 2023 vom sonstigen betrieblichen Aufwand in den Materialaufwand umgegliedert.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 79 Tsd. EUR (Vorjahr: 3 Tsd. EUR).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für Zinsen aus Aufzinsung in Höhe von 100 Tsd. EUR (Vorjahr: 107 Tsd. EUR) sowie Aufwendungen an verbundene Unternehmen (Cashpool/Darlehen-Zinsen) in Höhe von 363 Tsd. EUR (Vorjahr: 176 Tsd. EUR).

Zinsaufwendungen aus Aufzinsung § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB in Tsd. EUR 2023
Zinsanteil Aufzinsung Pensionsrückstellungen 96
Zinsanteil Aufzinsung Jubiläumsrückstellungen 4
100

V. Ergänzende Angaben

Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB)

Seit Januar 2024 wird in der Gesellschaft Kurzarbeit durchgeführt. Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 12.06.2024 wurde entschieden, die Schwester-Gesellschaft Rieter Ingolstadt GmbH rückwirkend zum 01.01.2024 in die Spindelfabrik Suessen GmbH zu verschmelzen. Die Rieter Ingolstadt GmbH beendete den operativen Geschäftsbetrieb zum 31.12.2023. Die Verschmelzung wurde am 25.06.2024 im Handelsregister eingetragen. Durch die Verschmelzung gingen unter anderem Risiken aus Umweltverpflichtungen auf die Gesellschaft über.

Die Rieter Holding AG hat sich in diesem Zusammenhang am 04.07.2024 in Form einer Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft mit Liquidität auszustatten, so dass diese jederzeit in der Lage ist, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Patronatserklärung hat eine Laufzeit von 18 Monaten.

Angaben zu Mitarbeitenden

Der durchschnittliche Personalbestand betrug:

2023 2022
Angestellte 92 89
gewerbliche Arbeitnehmer 80 77
Auszubildende 10 8
182 174

Zusätzlich beschäftige die Gesellschaft im Jahresdurchschnitt 11 Leiharbeitskräfte (Vorjahr: 17).

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt 70 Tsd. EUR.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Angaben zu den Gesellschaftsorganen

Geschäftsführer

Serge Entleitner, Managing Director, Koblach/Österreich

Achim Licht, Managing Director, Süßen

Peter Stahlecker, Managing Director, Eislingen (bis 31.07.2023)

Organbezüge

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Die Gesamtbezüge von früheren Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen belaufen sich auf 224 Tsd. EUR. Die für diese Personengruppe gebildeten Pensionsrückstellungen betragen 2.391 Tsd. EUR.

Mutterunternehmen und verbundene Unternehmen, Konzernabschluss

Der Kreis der verbundenen Unternehmen der Spindelfabrik Suessen GmbH umfasst das oberste Mutterunternehmen, die Rieter Holding AG, Winterthur, Schweiz, und sämtliche Tochterunternehmen dieses Mutterunternehmens. Dies ist gleichzeitig das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Der Konzernabschluss der Rieter Holding AG ist in Winterthur erhältlich.

 

Süßen, den 24. Juli 2024

Serge Entleitner, Geschäftsführer

Achim Licht, Geschäftsführer

Anlagenspiegel: Entwicklung des Anlagevermögens HGB

Anschaffungs-/Herstellungskosten
31.12.2022 Zugang Abgang Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 343.578,90 7.992,68 0,00 0,00 351.571,58
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 9.642.534,98 0,00 0,00 0,00 9.642.534,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.664.571,01 759.504,85 470.326,64 0,00 23.953.749,22
3. Betrieb- und Geschäftsausstattung incl. GWG 20.027.054,37 830.958,53 422.126,21 209.914,18 20.645.800,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 209.914,18 66.121,23 0,00 -209.914,18 66.121,23
53.544.074,54 1.656.584,61 892.452,85 0,00 54.308.206,30
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18,03 0,00 0,00 0,00 18,03
2. Beteiligungen 400.341,54 0,00 0,00 0,00 400.341,54
400.359,57 0,00 0,00 0,00 400.359,57
ANLAGEVERMÖGEN 54.288.013,01 1.664.577,29 892.452,85 0,00 55.060.137,45
Abschreibungen
31.12.2022 Zugang Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 343.578,90 2.442,68 0,00 346.021,58
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 8.851.895,41 19.277,00 0,00 8.871.172,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.810.497,01 737.327,85 470.326,64 21.077.498,22
3. Betrieb- und Geschäftsausstattung incl. GWG 16.787.299,37 1.312.255,71 401.530,21 17.698.024,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
46.449.691,79 2.068.860,56 871.856,85 47.646.695,50
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 400.340,54 0,00 0,00 400.340,54
400.340,54 0,00 0,00 400.340,54
ANLAGEVERMÖGEN 47.193.611,23 2.071.303,24 871.856,85 48.393.057,62
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 5.550,00 0,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 771.362,57 790.639,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.876.251,00 2.854.074,00
3. Betrieb- und Geschäftsausstattung incl. GWG 2.947.776,00 3.239.755,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 66.121,23 209.914,18
6.661.510,80 7.094.382,75
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18,03 18,03
2. Beteiligungen 1,00 1,00
19,03 19,03
ANLAGEVERMÖGEN 6.667.079,83 7.094.401,78

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeines

Die Spindelfabrik Suessen GmbH mit Hauptsitz in Suessen (Deutschland) ist eine Tochtergesellschaft des Rieter-Konzerns. Suessen ist ein weltweit führender Hersteller von Spinnsystemen und Komponenten für Spinnmaschinen der Kurz- und Langstapelfaserverarbeitung. Zum Portfolio gehören Belastungsträger, Kompaktspinnsysteme und diverse Komponenten für Rotorspinnmaschinen. Der Schwerpunkt liegt auf universellen Anwendungsmöglichkeiten, verbesserter Garnqualität, erhöhter Lebensdauer, geringerem Energieverbrauch und Wartungsaufwand in bewährter hoher Zuverlässigkeit für industrielle Anwendungen.

2. Rahmenbedingungen/Spinnereien

Interne Untersuchungen ergaben, dass sich die Markterholung der Vorjahre verlangsamte. Dies war hauptsächlich auf den fortwährenden Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, das Erdbeben im Februar 2023 in der Türkei sowie die jüngsten Auseinandersetzungen im Nahen Osten zurückzuführen. Diese Ereignisse führten zu Unsicherheit und Zurückhaltung auf den internationalen Märkten. Als Folge der beginnenden konjunkturellen Abschwächung entspannten sich die Kostensteigerungen für Material und Transport, die in den Vorjahren verzeichnet wurden.

3. Ertragslage

Die bedeutsamsten Steuerungsgrößen sind Umsatzerlöse und EBIT-Marge.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde bei einem Umsatz von 68.661 Tsd. EUR ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 3.586 Tsd. EUR (2022: EBIT von 2.944 Tsd. EUR) erzielt und die Prognose erreicht. 2023 ergab sich damit ein Ergebnis über dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge hat sich von 4,2% auf 5,2% erhöht.

Im Geschäftsjahr 2023 lag der Umsatz nahezu konstant bei 68.661 Tsd. EUR zum Vorjahr (-3%). Der Ausblick aus dem letzten Lagebericht (ansteigender Umsatz im unteren zweistelligen Prozentbereich) konnte durch die verschlechterten Rahmenbedingungen (siehe hierzu Punkt 2) nicht erzielt werden. Der Umsatz wurde zu 94% im Ausland erzielt.

Der Rückgang des Umsatzes stammt aus dem Geschäft mit Drittkunden, während der Umsatz mit Unternehmen der Rieter-Gruppe kaum Veränderung zeigt.

Der Auftragseingang lag im Jahr 2023 mit 44.708 Tsd. EUR um 31,6% unter dem Vorjahreswert. Dies war abweichend der Budgeterwartung, die eine höhere Marktnachfrage annahm.

Der Rückgang im Umsatz und ein Abflachen der Kostenerhöhungen führten zu einem geringerem Materialaufwand (-13,1% zum Vorjahr). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen ebenfalls zurück (-6,2%). Sie beinhalten höhere Aufwendungen für Gewährleistung, für Gebühren und Versicherungsbeiträge bei gleichzeitig geringeren Aufwendungen für Fracht und Verpackung, für Reisekosten, für Betriebsmaterial, für Leiharbeit und Provision. Leiharbeitskosten im gewerblichen Bereich 571 Tsd. EUR 2 (Vorjahr 736 Tsd. EUR) werden mit der Berichterstattung 2023 vom sonstigen betrieblichen Aufwand in den Materialaufwand umgegliedert. Die Personalkosten stiegen um 12,5% und beinhalten die Aufnahme von Mitarbeitenden aus einer anderen Rieter Schwestergesellschaft. Die Abschreibungen lagen um -0,9% unter dem Vorjahr.

Das Jahresergebnis von 2.906 Tsd. EUR lag daher über dem Wert des Vorjahres (2.414 Tsd. EUR).

Die Geschäftsleitung zeigt sich im Rückblick auf das Geschäftsjahr 2023 insgesamt zufrieden mit den Ergebnissen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass trotz eines Rückgangs des Umsatzes ein verbessertes Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr erzielt wurde.

4. Darstellung der Lage und Kennzahlen

Die Geschäftsleitung analysiert und beurteilt die Geschäftsentwicklung und die Lage der Gesellschaft anhand folgender Kennzahlen, wobei Umsatzerlöse, EBIT und Jahresergebnis von besonderer Bedeutung sind:

Kennzahl Definition 2023 2022
Umsatzerlöse Gemäß § 277 Abs.1 HGB 68.661 Tsd. EUR 70.764 Tsd. EUR
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern 3.586 Tsd. EUR 2.944 Tsd. EUR
Jahresüberschuss Gemäß § 275 HGB 2.906 Tsd. EUR 2.414 Tsd. EUR
In % der Umsatzerlöse 4,23% 3,41%
Bilanzsumme 31.505 Tsd. EUR 30.821 Tsd. EUR
Eigenkapital Gemäß § 266 HGB 9.986 Tsd. EUR 7.080 Tsd. EUR
Eigenkapitalquote Eigenkapital/Bilanzsumme 31,70% 22,97%
Mitarbeitende (Durchschnitt) 182 174

5. Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber 2022 auf 31.505 Tsd. EUR, wobei die Sachanlagen um 433 Tsd. EUR auf 6.662 Tsd. EUR sanken. Die Vorräte konnten um 3.079 Tsd. EUR auf 14.048 Tsd. EUR verringert werden. Dies ist auf den Abbau erhöhter Lagerbestände aus dem Vorjahr zurückzuführen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erhöhten sich um 4.173 Tsd. EUR auf 10.661 Tsd. EUR. Darin floß die Erhöhung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit 3.886 Tsd. EUR ein. Die Forderung aus Cashpool betrug zum 31.12.2023 5.807 Tsd. EUR (Vorjahr 520 Tsd. EUR), was auch durch den Abbau des Lagerbestandes beeinflusst ist.

Das Eigenkapital erhöhte sich um den Wert des im Berichtsjahr erwirtschafteten Jahresüberschuss.

Die langfristigen Pensionsrückstellungen betrugen 5.875 Tsd. EUR (Vorjahr 5.613 Tsd. EUR). Die sonstigen Rückstellungen beliefen sich auf 4.128 Tsd. EUR (Vorjahr 3.922 Tsd. EUR). Dies beinhaltet eine Umgliederung der nicht realisierten Montageumsätze in Höhe von 323 Tsd. EUR in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten. Auf die Anpassung der Vorjahreswerte wird verzichtet.

In den Verbindlichkeiten verzeichnet die Gesellschaft einen Rückgang auf 11.102 Tsd. EUR (Vorjahr 13.735 Tsd. EUR).

6. Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 1.383 Tsd. EUR für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Schwerpunkt der Entwicklung ist sowohl die Weiterentwicklung der bestehenden Produkte als auch die Entwicklung neuer Produkte. Es erfolgte keine Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungskosten.

7. Finanzierung und Liquidität

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war in 2023 7.721 Tsd. EUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -2.062 Tsd. EUR in 2023. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -332 Tsd. EUR in 2023. Die laufende Finanzierung wurde im Rahmen eines Darlehens (6.000 Tsd. EUR) und eines Cashpool (und innerhalb des eingeräumten Kreditlimits von 7.000 Tsd. EUR) jeweils mit der Rieter Holding AG abgewickelt. Der Saldo des Cashpools belief sich zum Jahresende 2023 auf 5.842 Tsd. EUR zu Gunsten der Spindelfabrik. Im Jahresverlauf fand eine Teilrückzahlung des Darlehens in Höhe von 1.000 Tsd. EUR statt.Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war in 2023 7.721 Tsd. EUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -2.062 Tsd. EUR in 2023. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -332 Tsd. EUR in 2023. Die laufende Finanzierung wurde im Rahmen eines Darlehens (6.000 Tsd. EUR) und eines Cashpool (und innerhalb des eingeräumten Kreditlimits von 7.000 Tsd. EUR) jeweils mit der Rieter Holding AG abgewickelt. Der Saldo des Cashpools belief sich zum Jahresende 2023 auf 5.842 Tsd. EUR zu Gunsten der Spindelfabrik. Im Jahresverlauf fand eine Teilrückzahlung des Darlehens in Höhe von 1.000 Tsd. EUR statt.

Die Gesellschaft finanziert sich zum 31. Dezember 2023 ausschließlich aus selbst erwirtschafteten Mitteln und Konzernmitteln. Die Rieter Holding AG hat sich am 04.07.2024 in Form einer Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft mit Liquidität auszustatten, so dass diese jederzeit in der Lage ist, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Patronatserklärung hat eine Laufzeit von 18 Monaten. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf den Risikobericht.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Berichtsjahr auf 31,70%. Das langfristig gebundene Vermögen ist wie im Vorjahr vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

8. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 1.657 Tsd. EUR in Sachanlagen getätigt. Neben kleinen Investitionen in Büroeinrichtungen und Vorrichtungen, sowie der Neuanschaffung einen Bearbeitungszelle wurden in erster Linie Produktionswerkzeuge für neue Produkte und Maschinen beschafft.

9. Chancen und Risiken

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement des Rieter-Konzerns eingebunden. Die verschiedenen Risiken werden entsprechend Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichem Einfluss und hieraus sich ergebender Koeffizienten bewertet. Als hohes Risiko wird ein Risiko gesehen, bei dem drohende Mittelabflüsse über 25 Prozent des EBIT oder 10 Prozent des Eigenkapitals liegen.

Risikomanagement

Die Geschäftsleitung der Spindelfabrik hat für das Geschäft bedeutsame Risiken identifiziert. Diese werden in Geschäftsleitungssitzungen regelmäßig analysiert, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und die möglichen Auswirkungen beurteilt. Erforderlichenfalls werden Gegenmaßnahmen definiert und umgesetzt.

Allgemeine Marktrisiken (mittel)

Allgemeine Marktrisiken bestehen insbesondere durch fallende Margen und Nachfrageschwankungen in den für Suessen bedeutenden Absatzmärkten. Hinzu kommt einerseits das Risiko nochmals steigender Energiekosten und andererseits das Risiko auf Nachfrageschwankungen nicht angemessen reagieren zu können. Auf Nachfrageschwankungen reagiert die Gesellschaft durch zusätzliche Beschäftigung von Leih- Arbeitskräften sowie Kurzarbeit.

Risiko aus Preisveränderungen für Rohmaterial (gering)

Preissteigerungen für Rohmaterial hatten im Geschäftsjahr keine wesentliche Relevanz, Preiserhöhungen der Vorjahre konnten zum Teil wieder reduziert werden. Allfälligen Risiken wird durch eine breite Lieferantenauswahl und den Abschluss langfristiger Verträge begegnet.

Risiko aus Energiepreissteigerungen (gering)

Um Preissteigerungen für Energie entgegenzuwirken, wurde konsequent am Maßnahmenpaket zur Energieeinsparung weitergearbeitet. Durch Gegenmaßnahmen in der Beschaffung und weiteren Optimierungen des Energieverbrauches wird dem Risiko weiter mit hoher Aufmerksamkeit angemessen begegnet.

Wechselkursrisiken (gering)

Einkaufstätigkeiten und Verkäufe werden größtenteils in Euro abgewickelt. Veränderungen der Wechselkurse im Rahmen der Beschaffung werden gegebenenfalls durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Dies betrifft in erster Linie Verbindlichkeiten gegenüber anderen Konzern-Gesellschaften.

Forderungsausfallrisiko (gering)

Um Ausfallraten auf geringem Niveau zu halten, werden Bonitätsprüfungen bei Neukunden durchgeführt. Außerdem wird diesem Risiko mit einer konsequenten und laufenden Forderungsüberwachung sowie einem restriktiven Mahnwesen begegnet. Ein großer Teil der Forderungen ist über Akkreditive gesichert. Für Kunden mit offenem Zahlungsziel wird eine Kreditversicherung angestrebt. Es entstand kein nennenswerter Aufwand aus Forderungsverlusten und Wertberichtigungen im Berichtsjahr.

Liquiditätsrisiko (mittel)

Die Liquidität ist gemäß der Planung für das Jahr 2024 gesichert durch eigene Zahlungsmittelüberschüsse, ein Darlehen mit der Gesellschafterin und durch die Einbindung in den Cashpool des Rieter-Konzerns mit einer entsprechenden vertraglich vereinbarten Kreditlinie.

Bestandsgefährdende Risiken

Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 12.06.2024 wurde entschieden, die Schwester- Gesellschaft Rieter Ingolstadt GmbH rückwirkend zum 01.01.2024 in die Spindelfabrik Suessen GmbH zu verschmelzen. Die Rieter Ingolstadt GmbH beendete den operativen Geschäftsbetrieb zum 31.12.2023. Die Verschmelzung wurde am 25.06.2024 im Handelsregister eingetragen. Durch die Verschmelzung gingen unter anderem Risiken aus Umweltverpflichtungen auf die Gesellschaft über. Diese Risiken können bei Eintreten bestandsgefährdend sein.

Die Rieter Holding AG hat sich in diesem Zusammenhang am 04.07.2024 in Form einer Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft mit Liquidität auszustatten, so dass diese jederzeit in der Lage ist, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Patronatserklärung hat eine Laufzeit von 18 Monaten.

Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt.

Gesamtaussage

Darüber hinaus werden von der Geschäftsleitung aktuell keine weiteren bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Die grundsätzliche Risikolage, jenseits des oben dargestellten bestandsgefährdenden Risikos, ist im Wesentlichen unverändert. Die geopolitischen Konflikte (Ukraine/Russland, Naher Osten, China/Taiwan) sind weiter die wesentlichen Trigger der Risikolage. Der aktuellen Marktschwäche begegnet die Gesellschaft mit vorübergehender Kurzarbeit.

Chancen

Chancen für das weitere Wachstum der Gesellschaft ergeben sich aufgrund von neuen Produkten sowie höherem Umsatz mit Konzerngesellschaften aufgrund von Produktinnovationen.

10. Personal

Zum 31. Dezember 2023 werden 177 Mitarbeitende beschäftigt (Vorjahr: 167 Mitarbeitende). Der Anstieg kommt in erster Linie aus der Übernahme von Mitarbeitenden aus einer anderen Konzerngesellschaft.

11. Beteiligungsgesellschaften

Die American Suessen Corporation, Charlotte (USA), an der die Spindelfabrik mit 46,8% beteiligt ist, hat einen um 48% geringeren Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 ein negatives operatives Ergebnis (vor Zinsaufwendungen) von 636 Tsd. USD erzielt.

Die Forderungen gegenüber der American Suessen Corporation werden von dieser durch laufende Zahlungen getilgt.

12. Ausblick

Bedingt durch den aktuell geringeren Auftragseingang und den reduzierten Auftragsbestand bei weiterhin zurückhaltenden Märkten erwartet die Spindelfabrik einen tieferen Umsatz im Vergleich zu den Vorjahren.

Im Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft aufgrund der globalen Wirtschaftslage mit stabilen Kosten für Material, Energie und Transport. In einem zyklischen Marktumfeld geht das Management aufgrund aktueller Investitionszurückhaltung der Absatzmärkte von einem Geschäftsjahr 2024 aus, bei dem die EBIT-Marge und Umsatz unter dem des Vorjahres liegen. Für die Umsatzerlöse wird gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 ein moderater Rückgang und für die EBIT-Marge ein Wert auf Vorjahresniveau erwartet.

 

Süßen, den 24. Juli 2024

Serge Entleitner, Geschäftsführer

Achim Licht, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Spindelfabrik Suessen GmbH, Süßen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Spindelfabrik Suessen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe 1 "Allgemeine Angaben" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 9 "Chancen und Risiken" des Lageberichts. Dort beschreibt die Geschäftsführung, dass die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Fall des Eintritts von Risiken aus übernommenen Umweltverpflichtungen auf die finanzielle Unterstützung der Rieter Holding AG, Winterthur, Schweiz, angewiesen ist. In diesem Zusammenhang hat die Rieter Holding AG eine Patronatserklärung erteilt. Wie in Angabe 1 "Allgemeine Angaben" im Anhang sowie in den Angaben in Abschnitt 9 "Chancen und Risiken" im Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 26. Juli 2024

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Petra Mayran, Wirtschaftsprüferin

Lukas Fuchsberger, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 21. August 2024 festgestellt

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