Dudzik Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseSonstige Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claus-Udo Dudzik seit 20.12.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
etifix GmbHGrafenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023der etifix GmbH, Grafenberg1. Markt- und Branchenentwicklung 1.1 Konjunkturelle Lage der deutschen Wirtschaft Die globale Wirtschaft wuchs 2023 mit einem verhaltenen Tempo, wobei das Wachstum laut Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei rund 3,0 % lag - ein relativ niedriger Wert im Vergleich zu den vorpandemischen Jahren. Die Erholung von der COVID-19-Pandemie setzte sich fort, jedoch beeinflussten geopolitische Spannungen und der Ukraine-Konflikt sowie hohe Energiepreise die Wirtschaft weltweit negativ. In China lag das Wachstum bei rund 5,0 %, was niedriger war als die historischen Wachstumsraten. Die USA verzeichneten ein gedämpftes Wirtschaftswachstum von etwa 2,0 % und die Eurozone kämpfte mit einer langsamen Erholung und einem moderaten Wachstum von etwa 0,5 %. Die Wirtschaft in der EU blieb durch hohe Inflation und Energiepreisschwankungen beeinträchtigt. Die Wirtschaftsleistung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 ist im Vergleich zur globalen Wirtschaft gefallen. Während in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 das Bruttoinlandsprodukt BIP in Deutschland weitgehend stagnierte, ist es im 4. Quartal 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal gefallen. Im Gesamtjahr 2023 ging das BIP (preis-, saison- und kalenderbereinigt) um 0,1 % zurück (gem. Destatis vom 15.01.24). Hohe Energiekosten, eine rückläufige aber immer noch vergleichsweise hohe Inflation, eine schwache Auslandsnachfrage und in Folge die schwachen Exporte sowie stark gestiegene Finanzierungskosten und in Folge rückläufige Investitionen als auch die stagnierenden privaten Konsumausgaben und der fallende Staatskonsum sind für die gesunkene Wirtschaftsleistung verantwortlich. Die Unsicherheit über die zukünftige Fiskal- und Klimapolitik zwecks angestrebter Transformation der deutschen Wirtschaft belastete das Investitionsklima zusätzlich. Der Auftragseingang 2023 in der Industrie ist nahezu in allen Sektoren gesunken. Besonders stark sanken die Bestellungen von Investitionsgütern aus dem Ausland, insbesondere aus den Exportmärkten China und USA. Darüber hinaus gingen auch inländische Bestellungen von Vorleistungsgütern zurück. Die Konsumgüternachfrage verlief trotz Lohnsteigerungen aufgrund des Klimas der Unsicherheit seitwärts. Der deutsche Arbeitsmarkt 2023 zeigte sich robust im Gegensatz zu anderen globalen Märkten und verzeichnete ein hohes Lohnwachstum bei rückläufiger Inflation. Die Arbeitslosenquote belief sich im Dezember 2023 auf 5,9 %. Dies entspricht einer erfassten Arbeitslosenzahl von 2,7 Millionen durch die Bundesagentur für Arbeit. Der Krankenstand erhöhte sich gemäß den Betriebskrankenkassen auf ein neues Rekordhoch und beeinflusste die Wirtschaftsaktivität negativ. Die Inflationsrate betrug im Jahr 2023 im Jahresdurchschnitt 6 %, was einen deutlichen Rückgang gegenüber den Rekordwerten von 2022 mit durchschnittlich 8,7 % darstellt. Maßgeblich dafür waren die rückläufigen Energiekosten im Jahr 2023. Prognose / Risiken 2024 Das BIP im ersten Quartal 2024 stieg gegenüber dem vierten Quartal 2023 um +0,2%. Das BIP im zweiten Quartal 2024 sank dagegen wieder um -0,3 % zum Vorquartal Q1/2024 und liegt unter dem Vorjahresquartal Q2/2023. Somit bleibt die Wirtschaftsleistung im Sommerhalbjahr 2024 unverändert schwach und korrespondierend dazu die Erwartungen für das dritte Quartal 2024. Mit dem zweiten Rückgang der Wirtschaftsleistung in Folge würde sich die deutsche Wirtschaft in einer technischen Rezession befinden. Die Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts BIP in Deutschland gehen auch für das dritte Quartal 2024 von einer Stagnation bzw. einem weiteren Rückgang aus. Der IWF rechnet für Deutschland im Jahr 2024 mit einem BIP-Wachstum von 0 % gegenüber 2023. Die exportabhängige deutsche Industrie wäre damit 2024 erneut das Schlusslicht unter den führenden westlichen Industrienationen G7. Im Juni 2024 lag der Einkaufsmanagerindex der Industrie (EMI) bei 43,5 Punkten und somit deutlich unter der neutralen 50-Punkte Marke. Das verarbeitende Gewerbe verzeichnet zum Ende des zweiten Quartals 2024 einen deutlichen Rückgang bei Produktion und Auftragseingängen. Der ifo-Geschäftsklimaindex hat sich zum Juli 2024 merklich eingetrübt und sank auf 87,0 Punkte nach mehrmaligem Rückgang in Folge. Die Skepsis hat merklich zugenommen und die deutsche Wirtschaft steckt mit einer Negativprognose in der Krise fest. Alle maßgeblichen Nachfragekomponenten geben derzeit keinen Anlass für eine Erholung der deutschen Wirtschaft. Zwar könnte der private Konsum von den kräftig steigenden Löhnen profitieren, jedoch sind für den Arbeitsmarkt aufgrund fallender Produktionsvolumen trübe Aussichten prognostiziert. Diese Unsicherheit bremst den privaten Konsum. Die Exporte und die industrielle Produktion sind fallend prognostiziert, die noch erhöhten Finanzierungskosten als auch die ausgeprägte wirtschaftspolitische Unsicherheit belasten weiterhin das Investitionsvolumen. Die aufgrund der abgearbeiteten Auftragspolster aus den Jahren 2022 und 2023 mittlerweile niedrige Kapazitätsauslastung sorgt in Kombination mit der verschlechterten Wettbewerbsposition der deutschen Industrie auf den wichtigen Exportmärkten für keine Wachstumsimpulse. Die sich verändernden strukturellen Rahmenbedingungen am inländischen Produktionsstandort als auch auf den Weltmärkten erzeugen einen hohen Anpassungsdruck auf die deutsche Industrie. Während die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft gem. IWF für das Jahr 2024 bei 3,2 % liegt, kann die deutsche Industrie aufgrund ihrer verschlechterten Wettbewerbsposition davon nicht profitieren. Die Zunahme von grenzüberschreitenden Handelsbarrieren durch die Verhängung von weiteren hohen Sonderzöllen zwischen den USA, China und der EU erzeugt ein zusätzliches hohes Risikopotential für die Entwicklung der globalen Nachfrage. Quelle (Zahlenangaben) zu diesem Kapitel: Deutsche Bundesbank, Monatsberichte Januar 2024 / Februar 2024 / Mai 2024 / IWF-Wachstumsprognose / EMI Frühindikator / ifo Geschäftsklimaindex vom Juli 2024). 1.2 Konjunkturelle Lage der deutschen Druckindustrie Das Jahr 2023 war für die Deutsche Druckindustrie wieder kein leichtes Jahr. Nach den signifikanten Umsatz- und Produktionsrückgängen des Jahres 2022 wurden die Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung der Druck- und Medienwirtschaft im Jahr 2023 durch die Nachwirkungen der wirtschaftlichen Belastungen aufgrund der Krisen der Vorjahre und die dadurch ausgelöste schwierige Nachfragesituation enttäuscht. Der Rückgang der Produktionstätigkeit im Jahr 2023 verstärkte sich. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank im Jahresdurchschnitt um ca. -13,2%. Im Vergleich zur durchschnittlichen Entwicklung der letzten 10 Jahre stellt dies den größten Jahresrückgang seit Existenz der Zeitreihe dar. Die Auftragslage wird durch die schwache Konjunktur, die geringe Konsumnachfrage und den immer noch hohen Inflationsraten sowie der allgemeinen Kostenbelastungen deutlich eingetrübt. Die Kapazitätsauslastung der Betriebe ist von 81,3 % im Jahr 2022 auf 77,3 % im Jahr 2023 gesunken. Trotz höherer Preisniveaus auf der Verkaufsseite haben sich die nominalen Umsätze aufgrund rückläufiger Produktionszahlen im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,2 % reduziert. Zwar sind die Energiepreise und Preise für Druckpapier im Jahr 2023 deutlich gesunken, dennoch lag das Preisniveau für beide Kostenpositionen weiterhin deutlich über dem Niveau vor Inflationsbeginn. Die Kosten für Personal und Transport sind dagegen weiter gestiegen. Die Verkaufspreise für Druckprodukte haben sich gemäß Preisindex für Druckereileistungen im Jahr 2022 um +18,1 % erhöht, sind jedoch im Jahr 2023 nur noch um +8,4 % zum Vorjahr gestiegen. Zwecks Kostenkompensation hätte die Branche weiter steigende Verkaufspreise benötigt, konnte diese jedoch nicht mehr durchsetzen. Die Verkaufspreise verzeichneten ab dem zweiten Quartal 2023 wieder eine fallende Tendenz im Vormonatsvergleich. Aussichten 2024 Im ersten Quartal 2024 hat sich die wirtschaftliche Entwicklung der Druck- und Medienindustrie etwas stabilisiert, da sich der starke Produktionsrückgang des Vorjahres etwas abgeschwächt hat. Dennoch sind die Produktionsvolumen und die nominalen als auch realen Umsätze in 2023 weiter rückläufig. Gegen eine längerfristige Stabilisierung spricht des Weiteren die gedämpfte Konsumneigung, die weiterhin zu hohen Energiepreise als auch die erwartete stagnierende gesamtwirtschaftliche Entwicklung für das Jahr 2024. Die politischen Unsicherheiten der grünen Transition, der demographische Wandel mit dem in Folge sich verschärfenden Fachkräftemangel sind weitere Risikofaktoren. Quelle zu diesem Kapitel: Branchenbericht 2023 und 1. Quartal 2024 des Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm). 2. Unternehmensposition und -strategie 2.1 Position des Unternehmens Die etifix GmbH mit Sitz in Grafenberg ist einer der führenden Hersteller von Etiketten in Deutschland und bietet Komplettlösungen im Bereich selbstklebende Etiketten und Drucksysteme zur Produktkennzeichnung für alle Branchen an. 2.2 Kernmärkte und Produktgruppen Kernmärkte sind Deutschland und die EU, Drittländer spielen eine untergeordnete Rolle. Es werden insbesondere die Branchen Kosmetik, Technik, Pharmazie, Automotive, Getränke, Logistik und Andere bedient. 2.3 Unternehmensstrategie und Unternehmenspolitik Das Management hat in den vergangenen Jahren einen kontinuierlichen Anpassungsprozess umgesetzt, der zum Ziel hatte, die Aktivitäten auf ausgesuchte Branchen und Produkte zu konzentrieren. Für 2024 sind weitere innovative Projekte und drucktechnische Speziallösungen für ausgewählte Kunden- und Marktsegmente geplant. 3. Ertrags- und Auftragsentwicklung 3.1 Rohergebnis, Kosten und Rentabilität Das Rohergebnis in Höhe von T€ 8.395 liegt zum Bilanzstichtag 2023 um T€ 308 = 3,8 % über dem Vorjahreswert. Der Personalaufwand in Höhe von T€ 4.060 ist im Berichtsjahr um -0,4% = T€ -15 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Die laufenden Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von T€ 391 sind gegenüber dem Jahr 2022 um 12 % gestiegen, während sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einschließlich der sonstigen betrieblichen Steuern in Höhe von T€ 2.178 um 14 % = T€ 347 gegenüber dem Vorjahr reduziert haben. Das Finanzergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2023 von -T€ 53 im Vorjahr auf -T€ 42, somit um 20,8 % verbessert. Das Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 1.724 nach T€ 1.084 im Vorjahr. 3.2 Auftragseingänge / Auftragsbestand Die Summe der Auftragseingänge liegt im Geschäftsjahr 2023 um 8,1 % unter Vorjahr. Der Auftragsbestand liegt zum Ende des Jahres 2023 unter dem Niveau des Bestandes zum Ende des Vorjahres 2022. Zu Beginn des neuen Jahres 2024 - bis einschließlich Juni - liegen die Auftragseingänge ca. 5,4 % unter Vorjahresniveau. 4. Produktion 4.1 Produktsortiment Das etifix ® Produktprogramm umfasst: - Hochwertige Selbstklebeetiketten, bestehend aus einer Vielzahl von Materialien - Sicherheitsetiketten mit sicherheitsrelevanten Merkmalen für Originalitätsschutz und Fälschungssicherheit gegen Produktpiraterie - Spezialetiketten, die widerstandsfähig gegen Chemikalien und Umwelteinflüsse jeglicher Ausprägung sind - Multifunktionsetiketten im Kennzeichnungsbereich - komplexe Funktionsetiketten - No-Label-Look-Etiketten mit haptischen Erkennungsmerkmalen - Tubenetiketten, die wasser- und chemikalienbeständig, knautsch- und knitterfest sind - RFID-Etiketten für branchenübergreifende Applikation und Identifikation - Mehrlagen- und Booklet-Etiketten mit bis zu 57 Seiten - Lohnetikettierung und -konfektionierung - Print-On-Demand-Drucker - Standardsoftware und kundenspezifische Softwarelösungen. Das Produktportfolio wird unter firmeneigenen Marken vertrieben, wie z.B. etiPharm ®, METALident ®, MULTIinfo ®, VIPfix ®, TRUSTident ®, SENSOident ®, eDome ®, etiMed ® usw. 4.2 Produktionsanlagen / Auslastung Die Kapazitätsauslastung ist auf vergleichbarem Niveau zum Vorjahr. Auf den technischen Kostenstellen sind in Summe nahezu die gleiche Anzahl Fertigungsstunden geleistet worden. Der höhere Gesamt-Output konnte mit Linien höherer Produktivität sowie produktivitätserhöhenden Maßnahmen erreicht werden. 4.3 Qualitäts- und Umweltmanagement etifix ist ein zertifiziertes Unternehmen und verfügt über eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagement) und nach DIN EN ISO 14001:2015 (Umweltmanagement). Das Unternehmen unterliegt keinen erhöhten Umweltrisiken. 4.4 Forschung und Entwicklung Unternehmensintern blieben die Entwicklungsaktivitäten im Zusammenhang mit neuen Produkten unverändert hoch. Das Unternehmen beschäftigt im Bereich Forschung und Entwicklung in Summe 1 Vollzeitäquivalent. Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. 5. Beschaffung: Rohöl und Kunststoffe sind Basisstoffe für unsere Industrie und deshalb relevante Indikatoren für die Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten: Rohöl Die Rohölpreise (Brent) starteten zu Beginn des Jahres 2023 bei ca. 85 US-$ je Barrel. Die Preise bewegten sich bis Ende erstes Quartal 2023 zwischen 70 bis 87 US-$ und lagen Ende des zweiten Quartals wieder bei ca. 72 US-$. Ende des dritten Quartals stiegen die Preise auf ca. 93 US-$ und fielen zum Jahresende wieder auf ca. 75-80 US-$. Im Jahr 2024 schwanken die Rohölpreise wieder zwischen 75 und 90 US-$, stehen Ende des zweiten Quartals 2024 wieder bei ca. 85 US-$ und verzeichnen im weiteren Verlauf des Jahres 2024 wieder eine schwächer werdende Tendenz. Kunststoffe Die Polymerpreise als Ausgangsprodukte für Kunststoffetiketten lagen im Januar 2023 um -17 % und im Juni 2023 um -28 % unter dem jeweiligen Vorjahresmonat. Der mittlere Indexwert im Jahr 2023 lag somit um ca. -20 % unter dem Jahr 2022. Für das Jahr 2024 ist wieder eine leichte Steigerung um +3 % prognostiziert. (Quelle: Plastixx - Kunststoff Information Verlagsgesellschaft mbH). Die Entwicklung der Rohstoffpreise unter anderem für Polymere / Kunststoffe, Zellstoffe / Papier / Holz / Paletten, Chemikalien / Folien / Farben / Acrylate / Klebstoffe und Silikone / Trennmittel als auch für alle sonstigen benötigten chemischen Grund- und Rohstoffe hat sich im Jahr 2023 zwar entspannt, jedoch liegen sämtliche Preise in ihren jeweiligen Zeitreihen auf hohem Niveau. Die Energiepreise für Gas, Öl und Elektrizität haben sich ab Januar 2023 durch die staatlichen Entlastungspakete und die Energiepreisbremse im Vergleich zu Mitte des Jahres 2022 deutlich entspannt, liegen jedoch aufgrund des weiterhin ungelösten Ukraine-Konflikts und den zusätzlichen Kosten der Energiewende auf dem 2-fachen Niveau zu der Vorkrisenzeit. Die Beschaffungspreise für selbstklebende Folien und Papiere hatten Ihren Preis-Peak zum Ende des Jahres 2022. Das verknappte Haftmaterial-Angebot und der Nachfrageüberhang löste sich Ende des Jahres 2022 auf. Aufgrund hoher aufgebauter kundenseitiger Lagerbestände und einer sich gesamtwirtschaftlich abschwächenden Nachfrage kam es im Haftmaterialmarkt ab Anfang des Jahres 2023 zu einem mengenmäßigem Nachfrageeinbruch um ca. 30% bis 40 %. Aufgrund dessen haben die Anbieter im Laufe des Jahres 2023 die Preise für Haftmaterialien im großmengenrelevanten Standardsegment um 1-3 % reduziert. Durch diese Anpassungen sollte das Absatzvolumen wieder erhöht werden, wobei die hohen aufgebauten Lagerbestände und deren Abbau diesem Ziel im Wege standen. Dagegen verblieben spezifizierte Sondermaterialien nahezu auf unverändertem Preisniveau. Die kräftigen Lohnkostensteigerungen und die immer noch hohe Inflation von 6 % im Jahr 2023 konnten durch die fallenden Energiepreise nicht kompensiert werden. Die Einkaufpreise 2023 der Inputgüter haben in der Summe eine leicht positive Seitwärtstendenz erfahren. Daher verbleiben die Kostenpositionen der Etikettenherstellung auf hohem Niveau. Die Einkaufspreise im Jahr 2024 werden sich aufgrund der hohen erwarteten Lohnabschlüsse auf einem unverändert hohen Niveau bewegen und sich tendenziell eher leicht steigend entwickeln. Die seitens der Anbieter aus dem Markt genommenen Herstellungskapazitäten zur Preisstabilisierung von Haftmaterialien führen zu einer Reduzierung der Materialvielfalt und eines hohen Ersetzungsaufwandes von bewährten und zum Teil spezifizierten Material- und Etikettenlösungen. 6. Investitionen und Personal 6.1 Abgeschlossene und laufende Investitionen Die Investitionen ins immaterielle Anlagevermögen haben im Geschäftsjahr 2023 T€ 22 betragen und ins Sachanlagevermögen (inkl. Anzahlungen) beliefen sich die Investitionen im Berichtsjahr 2023 auf ca. T€ 396. 6.2 Personal Der Personalbestand war gegenüber dem Vorjahr vergleichbar. Das Unternehmen beschäftigte im Jahresdurchschnitt 70 Personen (Vorjahr 70), die überwiegend in Vollzeit arbeiten. 7. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der etifix GmbH zum 31.12.2023 mit T€ 7.761 liegt über dem Vorjahresniveau von T€ 7.095 (+9,4 %). Das Anlagevermögen 2023 ist mit T€ 1.939 gegenüber 2022 insgesamt um 1,4 % gestiegen. Das Umlaufvermögen ist gegenüber 2022 insgesamt um T€ 667 = 13,1 % gestiegen. Gründe hierfür sind die deutliche Steigerung der Liquidität aus Zahlungsmitteln um T€ 1.483, während im Gegenzug das Vorratsvermögen durch Lagerabbau und Abverkauf um T€ 588 sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 113 und die sonstigen Forderungen um T€ 116 reduziert werden konnten. Die Lieferantenverbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag mit T€ 544 um 38,5 % = T€ 341 niedriger als im Vorjahr mit T€ 885. Die Bankverbindlichkeiten gehen zum Bilanzstichtag 31.12.2023 um 27,2 % = T€ 329 gegenüber 2022 auf T€ 879 zurück. Die Eigenkapitalquote liegt wegen der gestiegenen Bilanzsumme leicht unter dem Vorjahr und beläuft sich zum Jahresende 2023 auf 14,9 % (i.Vj.16,3 %). Die Bilanzstruktur ist ausgewogen und das langfristig gebundene Vermögen ist fristenkongruent finanziert. 8. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der Schwerpunkt bei den Indikatoren liegt auf 3 Faktoren: - Gesamtleistung (je Mitarbeiter) - Betriebsergebnis - Cashflow Die Gesamtleistung je Mitarbeiter hat sich im Berichtsjahr um +7 % erhöht. Das um das Finanzergebnis und neutrale Ergebnis bereinigte Betriebsergebnis in Höhe von T€ 1.790 hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 699 verbessert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 2.794 hat sich gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von T€ 599 erheblich verbessert. Hauptursache waren der höhere Gewinn und der Abbau des Vorratsvermögens. 9. Gesamtaussage Die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens ist stabil, das Prinzip der Fristenkongruenz weiterhin gewährleistet. Die Ertragslage hat sich im Geschäftsjahr 2023 gut entwickelt, die Unternehmenspläne sind übertroffen worden. Der erzielte Cashflow hat dazu geführt, dass die Zahlungsbereitschaft über das Geschäftsjahr hinweg stets gegeben war. Die Debitorenlaufzeit ist sehr kurz, Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen. 10. Risiken und Chancen 10.1 Risikomanagementsystem Unser Risikomanagement hat die Zielsetzung, die Risiken früh zu erkennen und durch entsprechende Maßnahmen dafür Sorge zu tragen, dass eine Bestandsgefährdung des Unternehmens vermieden wird. Unser technischer Anlagenbetrieb unterliegt hohen Sicherheitsstandards zum Schutze von Menschen, Umwelt und Qualität. Die interne Kontrolle findet durch regelmäßige Sitzungen der Geschäftsleitung mit den Entscheidungsträgern und Verantwortlichen aus Technik, Vertrieb und Controlling sowie diesbezüglichen Analysen statt. Investitionsentscheidungen werden durch die Geschäftsleitung nach vorheriger Berechnung der Rentabilität und Finanzierbarkeit vorgenommen. Mit Hilfe von Kennzahlen und Indikatoren werden laufend ausgewählte Risikofelder überwacht. Ständige Soll/Ist-Vergleiche stellen sicher, dass bei Erreichen definierter Risikoschwellen die Geschäftsleitung entsprechend informiert ist und die notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung von geschäftlichen Einbußen eingeleitet werden können. 10.2 Risiken Umsatz und Gesamtleistung sind 2023 im Vergleich zum Vorjahr 2022 erneut gestiegen. Somit konnte im Jahr 2023 die positive Entwicklung der Vorjahre trotz schwieriger Rahmenbedingungen und entsprechender Risiken fortgesetzt werden. Die Ursache für diese Entwicklung im Jahr 2023 war das mengenmäßige Auftragswachstum in den Jahren 2021 und 2022 durch die Bestellung und Anlage von Sicherheitsbeständen bei unseren Kunden als Folge gestörter Lieferketten und mangelnder Materialversorgung in den zwei vorhergehenden Krisenjahren. Die resultierenden hohen kumulierten Auftragsbestände im Jahr 2022 waren im Jahr 2023 abzuarbeiten. Der nach der Auflösung der Versorgungsengpässe einsetzende Lagerabbau im Jahr 2023 in Verbindung mit der stagnierenden Konjunktur 2023 führte zu rückläufigen Auftragseingängen und Auftragsbeständen im Berichtsjahr, die unter dem Vorjahr 2022 lagen. In den ersten beiden Quartalen des Jahres 2024 haben sich die Auftragseingänge weiter rückläufig entwickelt. Sollte sich die negative gesamtwirtschaftliche Nachfrageentwicklung im Jahr 2024 fortsetzen, besteht das Risiko weiterer fallender Auftragsbestände, die nicht mehr durch Auftragsbestandspolster kompensiert werden können. Das Risiko besteht in der Unterbeschäftigung. Die Notwendigkeit der termingerechten Abarbeitung von Auftragsbeständen und die Sicherung von Fachkräften zwecks Besetzung freigewordener bzw. freiwerdender Stellen aufgrund der demographischen Entwicklung des Personalbestandes sowie der Ausgleich höherer Krankenstände, erforderten im Jahr 2023 verstärkt Maßnahmen zur Personalrekrutierung. Diese führten ab dem dritten Quartal 2023 zu verstärkten Personalzugängen verbunden mit entsprechenden Maßnahmen der Personalqualifizierung. Die Sicherstellung einer komplexen Auftragsproduktion mit hohen Qualitätsstandards erfordert lange Einarbeitungszeiten und verursacht entsprechende Kostenrisiken bis zum erfolgreichen Abschluss des On-Boarding Prozesses. Bei rückläufiger Beschäftigung besteht das Dilemma und somit Risiko, dass der teuer erworbene Personalaufbau wieder nach unten angepasst werden muss bzw. darüber hinaus ein gewisser Personal- und damit Kostenüberhang eine gewisse Zeit akzeptiert werden muss, um dem Mangel an Arbeits- und Fachkräften sowie den langen Qualifizierungszeiten Rechnung zu tragen und damit eine sichere betriebsnotwendige Mindestkapazität aufrecht erhalten zu können. Dieses Kostenrisiko folgt aus der aktuellen Planungsunsicherheit. Obwohl sich im Jahr 2024 die Arbeitslosenzahl steigend entwickeln dürfte und damit der Arbeitskräftemangel etwas rückläufig sein könnte, wird sich das Risiko durch den Fachkräftemangel aufgrund der Demographie mittelfristig wieder verschärfen, insbesondere auch im Hinblick immer höherer Krankenstände in der deutschen Wirtschaft. Gemäß Destatis hat sich der Krankenstand von 2021 auf 2022 um 34 %, auf durchschnittlich 14,8 Krankheitstage, erhöht und die weitere Zunahme um 2 % im Jahr 2023 markiert einen neuen Höchststand von 15,1 Tage pro Beschäftigten/Jahr. Weitere Risiken liegen in den stetig steigenden Aufwendungen zur Bewältigung der ausufernden bürokratischen Anforderungen in Form von immer mehr Gesetzen und Vorschriften. Diese haben einen wachsenden Nachweis- und Dokumentationsaufwand zur Folge. Die Bewältigung dieser Aufgaben erfordert einen weiteren Aufbau und Erhalt von qualifiziertem Personal, das auf dem Arbeitsmarkt nicht bzw. nur zu immer höheren Kosten zur Verfügung steht. Hohe Energiepreise durch staatliche Abgaben, eine sehr hohe Steuerbelastung, überdurchschnittliche Inflation durch Aufbau von Zöllen und Lohnsteigerungen, hohe Kosten bei den Vorprodukten und sinkende Wettbewerbsfähigkeit sind weitere Risiken, denen Unternehmen ausgesetzt sind. Zusammengefasst sind die betrieblichen Hauptrisiken im Jahr 2024 in der rückläufigen bzw. stagnierenden Wirtschaftsleistung und dem damit verbundenen Nachfragerückgang zu sehen. Dies kann zu einer abnehmenden betrieblichen Gesamtleistung führen. In Kombination mit den höheren Personalkosten und den teilweise höheren Kosten bei den Vorprodukten sowie der Nichtdurchsetzbarkeit höherer Verkaufspreise, besteht folglich das Risiko deutlich sinkender Erträge. Bedeutende Währungsrisiken existieren nicht, da der weitaus größte Teil des Unternehmensumsatzes in Euro fakturiert wird. Der Wareneinkauf in Fremdwährung ist ebenfalls unbedeutend. Das Unternehmen hält keine Wertpapiere, Geldmarktinstrumente oder Derivate. 10.3 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Es besteht zudem eine langjährige Zusammenarbeit mit einem großen Teil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen und, soweit vereinbart, unter Inanspruchnahme von Skonto bezahlt. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. 10.4 Chancen Wir beurteilen die Zukunft des Etikettenmarktes im Rahmen der allgemeinen wirtschaftlichen Gesamtlage weiterhin als äußerst positiv, da sich das Etikett als wesentliches Produktinformations- und Kennzeichnungselement im Kontext der Produktverpackung von der Entwicklung der herkömmlichen und den allgemein bekannten sowie rückläufigen Druckerzeugnissen in Ausrichtung und Funktion deutlich unterscheidet. Das selbstklebende Etikett erfüllt die Anforderungen der Produktdekoration und Produktausstattung hinsichtlich gesetzlicher als auch marketingtechnischer Vorgaben gleichermaßen, in dem es Produktdesign und Produktfunktion übernimmt. Diese realen Anforderungen durch Produkte sind nicht virtuell substituierbar. Die Anzahl der Produktvielfalt und Komplexität steigt kontinuierlich. Aufgrund seiner Flexibilität und Vielseitigkeit nimmt das Etikett darüber hinaus eine Sonderstellung im Markt der Produktkennzeichnungen ein. Stetig neue Materialien in Kombination mit sich weiter entwickelnden technischen Möglichkeiten im Prozessbereich der Herstellung und Weiterverarbeitung von selbstklebenden Etiketten bilden die Basis für die Generierung von neuen kundenindividuellen Lösungen, die wiederum die Vermarktung in signifikanter Weise unterstützen. Dies geht mit einer permanenten Entwicklung von neuen Produkten und Lösungen einher. Unter der Zielsetzung der Verminderung des ökologischen Footprint wurde ein nachhaltiges grünes Etiketten-Portfolio entwickelt, aufgestellt und weiter ausgebaut. Diese Etiketten bestehen aus biobasierten bzw. bioabbaubaren und kompostierbaren sowie recycelbaren Materialien (Recyclate). Korrespondierend dazu wurden auch im Bereich der elektronischen Etiketten nachhaltige grüne Lösungen ohne Einschränkung der Performance entwickelt. Die Erfüllung der diesbezüglich permanent wachsenden gesetzlichen Vorgaben als auch der Kundenanforderungen versprechen weitere Wachstumspotentiale. Überdies konnten Neuproduktentwicklungen für Kunden in 2023 abgeschlossen werden und der Fertigung bzw. dem Vertrieb im Jahr 2024 übergeben werden. Die laufend getätigten Investitionen in sämtliche Verfahrensprozesse von Vorstufe, Druck und Weiterverarbeitung bilden eine hervorragende Basis für die Lösung aktueller als auch zukünftiger technischer Kundenanforderungen. Die speziellen Kundenanforderungen und die entsprechend dazu entwickelten bzw. maßgeschneiderten Etikettenlösungen sorgen für den Bestand langfristig erfolgreicher Kundenbeziehungen als auch für die Weiterentwicklung der Kundenbindungen durch Neu- und Folgeprojekte unter Ausschöpfung der Möglichkeiten des technischen Fortschritts. 10.5 Ausblick und Prognose Etiketten werden in allen Industrie- und Konsumgüterbereichen eingesetzt und zählen als Teil der sekundären Produktverpackung zu dem Segment der Druckindustrie, das lange Zeit nachhaltige Wachstumsraten verzeichnet hat. Aufgrund der rückläufigen Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 und 2024 und des erfolgten hohen Abbaus der Lagerbestände weist der europäische Markt für selbstklebende Etiketten ab Q4/2022 bis Q3/2023 4 Quartale in Folge mit hohem Minuswachstum auf. Damit war der Etikettenmarkt in Q4/2022 um -21,4 %, in Q1/2023 um -29,1 %, in Q2/2023 um -27 % und in Q3/2023 um -25,7 % rückläufig zum jeweiligen Vorjahresquartal. Danach folgten zwar für Q4/2023 ein Anstieg von +1,9 %, für Q1/2024 ein Anstieg von +27,7 % und für Q2/2024 ein Anstieg von +23,2 % zum jeweiligen Vorquartal, jedoch konnten die 3 Quartalsanstiege das negative Wachstum der jeweiligen Vorquartale betragsmäßig nicht ausgleichen. Der Markt für selbstklebende Etiketten hat in einer Zeitspanne über 18 Quartale - von Q1/2020 bis Q2/2024 - 12 positive Wachstumsquartale im Vorjahresvergleich und 6 Quartale mit negativen Wachstumsraten im Vorjahresvergleich verzeichnet. Das kumulierte Wachstum über alle betrachteten Quartale zum jeweiligen Vorjahresquartal liegt noch bei ca. +3 % (entnommen aus: AWA Alexander Watson Associates BV/Labeling and Product Decoration Market Data Transcripts Second Quarter 2024). Damit ist die Etikettenindustrie seit Anfang 2020 bis Ende 2022 im Vergleich zu anderen Branchen gut durch die anhaltende Krisenserie gekommen und im Jahr 2023 wurde der Nachfragerückgang durch hohe Auftragspolster mehr als ausgeglichen. Die weitere Prognose für das Jahr 2024 kann aufgrund der existierenden Risiken nicht uneingeschränkt positiv ausfallen, d.h. wir gehen bis zum Jahresende 2024 von einer weiter rückläufigen Nachfrage aus, die sich reduzierend auf die Gesamtleistung im Jahr 2024 auswirken dürfte. Im Rahmen unserer Investitionstätigkeit wurde im Jahr 2023 weiter in die Automatisierung und Digitalisierung unserer Prozesse investiert, um eine weitere Steigerung der Produktivität zu erzielen als auch die damit verbundenen zusätzlichen technischen Möglichkeiten für unsere Kunden nutzen zu können. Aufgrund somit vorhandener modernster Technologie und entsprechender Produktivität in Kombination mit der hohen Qualität unserer Produkte können wir im Wettbewerb bestehen und im Markt benötigte Produkte herstellen und liefern. Unsere Fokussierung liegt weiterhin auf bestimmten Branchen und deren Produktbereiche sowie Spezialitäten, die sich trotz der Krisensituationen positiv entwickeln. Des Weiteren kommen Produkte im Bereich der Digitalisierung hinzu, die hohe Wachstumsraten aufweisen. Mittels permanenten Monitorings der Märkte und ihrer Bedarfsstrukturen stellen wir sicher, dass wir auf mögliche sich dynamisch verändernde Faktoren und Marktveränderungen reagieren können. In unseren Unternehmensplänen gehen wir für das Gesamtjahr 2024 von situativ angepassten Umsätzen und Erträgen aus. Im ersten Halbjahr 2024 sind die Pläne erreicht worden. Die Liquidität im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 ist gut.
Grafenberg, 30.12.2024 gez. Claus-Udo Dudzik BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die etifix GmbH mit Sitz in Grafenberg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 360677 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB - in Verbindung mit rechtsformspezifischen Sondervorschriften des GmbHG - aufgestellt. Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, in den Anhang übernommen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben bzw. auf die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge verteilt. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Zuschüsse zu Investitionen werden im Jahr des Zugangs von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten gekürzt. Die beweglichen Anlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sammelposten für geringwertige Vermögensgegenstände werden planmäßig über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Für Werkzeugbestände des Sachanlagevermögens wurde ein den Gegebenheiten entsprechender Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB in Höhe von € 200.700,00 gebildet. Zinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind mit dem Deckungskapital zzgl. Gewinnguthaben mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Soweit die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen zugunsten der pensionsberechtigten Personen verpfändet sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen mit den betreffenden Schulden verrechnet. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Gruppen zusammengefasst und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden im angemessenen und ausreichenden Umfang mit 3,0 % (i. Vj.: 3,0 %) vorgenommen. Der Ansatz der unfertigen Erzeugnisse sowie der fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Soweit die Wertansätze den niedrigeren beizulegenden Wert übersteigen, werden Abschreibungen auf den niedrigeren Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Bei den Waren erfolgt die Bewertung mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag. Für Teilbestände des Vorratsvermögens mit geringer Veränderung der Menge und von wertmäßig untergeordneter Bedeutung werden Festwerte angesetzt, die turnusmäßig überprüft werden. Festwerte werden zum Bilanzstichtag bei folgenden Vorräten angesetzt: Farblabor € 7.000,00, Farbe in der Produktion € 8.000,00, Büromateriallager € 10.000,00,EDV-Material € 5.000,00, Verpackungsmaterial € 31.000,00, Rollenlager-Zubehör € 8.000,00, Chemikalien € 5.000,00, Vorstufe Grafik € 13.000,00 und Hülsen € 12.000,00. Die Festwerte bei den Vorräten betragen insgesamt 1,3 % der Bilanzsumme. Aus der turnusmäßigen Überprüfung einzelner Festwerte zum Bilanzstichtag ergaben sich Ansatz- und Bewertungsänderungen, die insgesamt zu einem positiven Erfolgsbeitrag von T€ 6 geführt haben. Im Etikettenbereich wird für fertige Erzeugnisse und unfertige Erzeugnisse zur Bewertung die retrograde Methode angewandt. Ausgehend von den Verkaufspreisen und dem Fertigstellungsgrad wird im Berichtsjahr ein Abschlag von 22,8 % (i. Vj.: 16,6 %) in Abzug gebracht. Der Abschlag wurde aufgrund der geänderten Kosten- und Ertragssituation den Gegebenheiten des Geschäftsjahrs 2023 angepasst. Die sich hieraus ergebende negative Erfolgsauswirkung im Verhältnis zur Anwendung des Abschlags des Vorjahres beträgt T€ 117. Zinsen werden nicht aktiviert. Für abgrenzbare Bestände mit längerer Lagerverweildauer werden an der Lagerdauer orientierte Gängigkeitsabschläge vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und - bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen. Soweit Forderungen unverzinslich sind und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr besitzen, erfolgt der Ansatz mit dem Barwert. Die Abzinsung erfolgt mit einem frist- und risikoadäquaten Zinssatz. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Auf der Aktivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck ermittelt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen werden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1,5 % und Rentensteigerungen bei Anwärtern von jährlich 0,0 % unterstellt. Die Pensionsrückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zinssatz beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %). Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sind, soweit vorhanden, mit dem Kurs im Zeitpunkt ihres Zugangs, oder mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Währungsverbindlichkeiten sind generell mit dem Tageskurs im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem höheren Stichtagskurs bewertet. Hiervon abweichend werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr generell mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in einem gesonderten Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es bestehen Forderungen zum 31.12.2023 in Höhe von T€ 1.097 (i.Vj. T€ 1.210). Es bestehen sonstige Vermögensgegenstände zum 31.12.2023 in Höhe von T€ 32 (i.Vj. T€ 148). Sie haben jeweils eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist antizipative Aktiva im Umfang von T€ 10 (i.Vj. T€ 14) für noch nicht abziehbare Vorsteuer enthalten. 3. Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer sowie Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personen Derartige Vorgänge waren nicht zu verzeichnen. 4. Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Disagiobeträge sind nicht enthalten. 5. Eigenkapital Das Eigenkapital setzte sich zusammen aus dem Stammkapital = gezeichnetes Kapital in Höhe von T€ 400, den gebildeten Rücklagen aus den Vorjahren T€ 728 und dem Bilanzgewinn T€ 31. Daraus ergibt sich zum 31.12.2023 ein Eigenkapital in Höhe von T€ 1.159. Es besteht zum Bilanzstichtag eine Gewinn-Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB für den Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem zehnjährigen Durchschnittszinssatz und der Bewertung mit dem siebenjährigen Durchschnittszinssatz in Höhe von T€ 29. 6. Rückstellungen für Pensionen Die erstmalige Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG in 2010 ergab einen Wertansatz, der über dem Wertansatz lag, der sich nach den bis dahin maßgeblichen Bewertungsvorschriften ergeben hatte. In Ausübung des Wahlrechts gem. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wird die Zuführung zur Rückstellung ratierlich vorgenommen. Zum 31.12.2023 ergibt sich hieraus eine Unterdeckung in Höhe von T€ 7. Der unsaldierte Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum 31.12.2023: T€ 2.821. Die hiermit verrechneten Vermögensgegenstände beinhalten Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 190 bewertet sind. Der beizulegende Zeitwert, der den Anschaffungskosten entspricht, ist der zum Bilanzstichtag bestätigte Aktivwert der für die Rückdeckung vorgesehenen Unterstützungskasse. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach dem modifizierten Teilwertverfahren erfolgt die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre. Würde die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre erfolgen, würde sich der Bilanzansatz der Pensionsrückstellungen um T€ 29 erhöhen (Unterschiedsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 6 S. 1 HGB). In den Pensionsrückstelllungen sind Versorgungszusagen für folgende Personengruppen enthalten: Es ergeben sich Pensionsrückstellungen für frühere Geschäftsführer zum 31.12.2023 in Höhe von T€ 1.070 (i.Vj. T€ 1.134) 7. Verbindlichkeiten Eine Aufgliederung der Verbindlichkeiten ist im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Die Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind mit Ausnahme von üblichen Eigentumsvorbehalten bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen nicht gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden durch Forderungsabtretung, Sicherungsübereignung von Druckmaschinen, Sicherungsübereignung des Fertigwarenlagers sowie durch zur Verfügung gestellte Sicherheiten der Gesellschafter gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen zugleich Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin dar. 8. Außerbilanzielle Geschäfte Leasingverträge Die Gesellschaft hat als Leasingnehmer zum Bilanzstichtag 8 laufende Verträge über die Nutzung von technischen Anlagen und Maschinen/Kfz/Betriebs- und Geschäftsausstattung. Zweck der Geschäfte ist die Nutzung der betreffenden Vermögensgegenstände bei Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung. Das Risiko aus diesen Geschäften resultiert aus der Restlaufzeit der Verträge von bis zu 3 Jahren, die eine kurzfristige Reduzierung oder einen Austausch des Leasinggutbestandes nicht ohne Weiteres ermöglicht. Die Vorteile liegen in der größeren finanziellen Flexibilität in Folge geringerer Kapitalbindung. Aus den Verträgen resultieren folgende finanzielle Verpflichtungen:
9. sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den genannten außerbilanziellen Geschäften bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen Aufgrund der Verrechnung von Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen mit den Rückstellungen für Pensionen werden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 24 mit Aufwendungen aus der Veränderung der Abzinsung von Rückstellungen verrechnet. 2. außergewöhnliche Erträge von nicht untergeordneter Bedeutung In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 13 sind Erträge aus der Anpassung an die steuerliche Betriebsprüfung in Höhe von T€ 10 und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 3 enhalten. 3. außergewöhnliche Aufwendungen von nicht untergeordneter Bedeutung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist Aufwand aus der Anpassung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG in Höhe von T€ 7 enthalten. 4. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsleitung wird im Geschäftsjahr unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5. Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung Es bestehen Ruhegehälter in Höhe von T€ 115 (i.Vj.: T€ 115). 6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Prüfungshonorars gem. § 285 Nr. 17 HGB wird in Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet. E. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 45 (i.Vj.: 45) gewerbliche Arbeitnehmer und 25 (i.Vj.: 25) Angestellte beschäftigt. 2. Geschäftsführung Alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft ist: Dipl.-Kfm. Claus-Udo Dudzik, Kaufmann, Tübingen 3. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den nach Gewinnabführung an die Dudzik GmbH & Co KG, Grafenberg, verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Grafenberg, 30.12.2024 gez. Claus-Udo Dudzik Anlagenspiegel
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 ff. HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die etifix GmbH, Grafenberg PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der etifix GmbH, Grafenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der etifix GmbH, Grafenberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in der Anlage genannten Bestandteile des Lageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 30.12.2024 BW
PARTNER
Dr. Julian Bauer, Wirtschaftsprüfer i.V. Dipl.-Kfm. H.-D. Sondowsky, Wirtschaftsprüfer Anlage zum Bestätigungsvermerk: NICHT INHALTLICH GEPRÜFTE BESTANDTEILE DES LAGEBERICHTS Folgende Bestandteile des Lageberichts haben wir nicht inhaltlich geprüft: - Ausführungen zur Positionierung der Gesellschaft in der Branche, den Märkten und zur Unternehmensstrategie sowie die Ausführungen zur Markt- und Branchenentwicklung. - Angaben im Lagebericht, die auf zitierten Quellen basieren, hinsichtlich der zutreffenden Datengenerierung durch die zitierten Quellen." Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 06.02.2025 festgestellt |
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