Müller Gebäudemanagement GmbH
Selbe AdresseAllgemeine Gebäudereinigung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Dr. Runge seit 8.10.2009 | Prokura |
Ralf Wehen seit 8.10.2009 | Geschäftsführer |
Oliver T. Dr. Lohfert seit 10.7.2008 | Geschäftsführer |
Rolf Schulz seit 18.10.2007 | Prokura |
Manfred Pahlke seit 18.10.2007 | Prokura |
Thom Matthiessen seit 10.8.2005 | Prokura |
Matthias Josten seit 3.8.2005 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Comergo GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2007 bis zum 30.09.2008Lagebericht(1) Allgemeine Angaben zur Geschäftstätigkeit der Comergo GmbHDie Comergo GmbH, Stuttgart, gehört zur amerikanischen Avaya Inc. Gruppe. Gesellschafter der Comergo GmbH, Stuttgart, ist die Avaya GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main. Zwischen der Comergo GmbH und der Avaya GmbH & Co. KG besteht seit dem 10. Dezember 2007 rückwirkend zum 1. Oktober 2007 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die Comergo GmbH ist das Systemhaus der Avaya in Deutschland. Sie ist Spezialist in kundenbezogener Dienstleistung in den Bereichen Applications Solution, Professional Services, Managed Services, Solution Support und regionalem Support. Die Comergo GmbH erbringt ihre Serviceleistungen fast ausschließlich für Kunden der Avaya GmbH & Co. KG und der Avaya Deutschland GmbH. Hierbei handelt es sich um die mit den Kunden von Avaya GmbH & Co. KG vertraglich vereinbarten Serviceleistungen sowie um Installations- und Systemintegrationsleistungen für Kunden der Avaya GmbH & Co. KG sowie der Avaya Deutschland GmbH. Die erbrachten Leistungen werden auf Basis der entstandenen Vollkosten zuzüglich einer Marge berechnet. Der Serviceteil umfasst den Bereich Instandhaltung und Wartung. Dies beinhaltet die Inspektion und Instandsetzung, Beseitigung von Störungen und Schäden sowie Softwarepflege von Kommunikationssystemen und ähnlichen Anlagen und alle damit verbundenen Dienstleistungen. Der Installations- und Systemintegrationsanteil beinhaltet Inbetriebnahme von PABX/IP-Telephony Lösungen, integrierten Call/Contact Center sowie Unified Communication- und Self Service Lösungen und Projektmanagement. Darüber hinaus werden kundenindividuelle Integrationen der Call- und Workflows in kundenseits vorhandene IT Applikationen durchgeführt. Der Betrieb unserer Kommunikationslösungen für Kunden erfolgt über unseren Bereich Managed Services. Der Betrieb beinhaltet die Übernahme der Systemverantwortung bis hin zu Einkauf und Optimierung der Carrierleistungen und kostenstellenbezogener Abrechnung. Daneben entwickelt sie für die Avaya GmbH & Co. KG integrierte Call/Contact Center-Lösungen sowie Vertical Solutions. Dies beinhaltet den der Entwicklung vorgeschalteten Systemsupport. Auch diese Leistungen werden als Auftragsentwicklung für die Muttergesellschaft durchgeführt und abgerechnet. Die Avaya Inc.-Gruppe entwirft, erstellt und verwaltet Kommunikationsnetzwerke für über eine Million Unternehmen auf der ganzen Welt. Mit ihrer Tätigkeit für überwiegend große Unternehmen ist die Avaya Inc.-Gruppe weltweit führend in sicheren und zuverlässigen Internet Protocol (IP)-Telefoniesystemen und Kommunikationssoftware-Anwendungen und -Dienstleistungen. Der Comergo GmbH eröffnet sich durch die Konzernzugehörigkeit die Möglichkeit, über ihren Geschäftsbereich hinaus, ein Teil eines Global Players zu sein. (2) Konjunkturelles Umfeld und MarktentwicklungenGesamtwirtschaftliche SituationFür die deutsche Wirtschaft hat sich im dritten Quartal 2008 die sich bereits abzeichnende Abwärtsentwicklung fortgesetzt: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war - preis-, saison- und kalenderbereinigt - im dritten Quartal 2008 um 0,5% niedriger als im zweiten Quartal des Jahres. Im ersten Quartal 2008 war die Wirtschaftsleistung um 1,4% gestiegen und im zweiten Quartal um 0,4% zurückgegangen. 1 Informations- und TelekommunikationsindustrieDer deutsche ITK-Markt wird nach aktuellen Berechnungen des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) im Jahre 2008 um 1,8 Prozent wachsen. Dabei hat sich der Markt für Hardware und Systeme im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik mit 0,1 % leicht positiv entwickelt. Im PBX-Markt (Privat Branch Exchange) konnten wir nach vorläufigen Zahlen im Jahr 2008 einen leichten Anstieg bei den Anschlüssen um 0,5% beobachten. 2 Markt für Customer Service ApplikationenDer globale Markt für Customer Service Applikationen (Call und Contact Center Lösungen, Sprachdialog Systeme, Reporting und Analytics Systeme und Performance Management Lösungen) wächst jährlich um ca. 8,8%. Mit bis zu 14% werden die größten Wachstumsraten in den asiatischen Märkten erzielt. Europa (inklusive Deutschland) liegt im Durchschnitt, der US-Amerikanische Markt wächst mit rund 6% am langsamsten. Betrachtet man die unterschiedlichen Technologiebereiche, so zeigt sich, dass die Basistechnologie (ACD in Call Center Lösungen) nur noch geringfügig, mit ca. 3% wächst, während das Haupt-Wachstum aus den Bereichen Sprachdialogsysteme, Computer Telephonie Integration (Einbindung des Call / Contact Centers in die bestehende IT Landschaft) und Performance Management Lösungen kommt. Avaya bietet im Markt ein einzigartiges Portfolio, das es erlaubt, alle Kundenanforderungen - unabhängig von Branche, Größenklasse und Technologiebereich - zielgerichtet zu bedienen. ProduktstrategieDurch die Konvergenz der Informations- und Telekommunikationstechnologie ergeben sich in der Business Communication Wachstumspotentiale. Ziel bei der Gestaltung des Portfolios der Comergo ist die Bereitstellung einer homogenen Applikationssuite, zur Unterstützung von Prozessen in allen Bereichen der Kommunikation. Darüber hinaus leistet die Comergo ihren Beitrag zur Harmonisierung und Optimierung des Avaya Portfolio um so zu einem höheren Grad an interner Effizienz beizutragen. Strategie im Geschäftsfeld Service und Installation/SystemintegrationDurch die Konzentration von Projektmanagement und Systemintegrationsressourcen in der Comergo hat die Avaya Gruppe mit der Comergo eine hochentwickelte und motivierte Mannschaft für komplexe Projekte geschaffen und öffnet sich somit mehr denn je neben dem traditionellen Geschäft mit dem Mittelstand den strategischen Kunden im Enterprise Marktsegment. Der Fokus im Bereich der Systemintegration liegt auf der Verwendung von standardisierten Komponenten, die eine Wiederverwendung in späteren ähnlich gelagerten Projekten ermöglichen soll. Diese Standardisierung wird dahingehend weiterentwickelt, dass Paketlösungen vermarktbar sind. Um im Vorfeld eine bessere Vermarktung von Systemintegrationsleistungen sicherzustellen, wurden im April 2008 ausgesuchte Techniker in die Vertriebsorganisation versetzt, um die Auftragsgüte zu verbessern. Die Mehrzahl der Mitarbeiter aus dem Professional Services Bereich der Comergo GmbH hat den Wechsel auf das aktuelle Avaya Portfolio vollzogen. Zukünftig wird eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Region Europa, mittlerer Osten, Afrika (EMEA) forciert, um Synergieeffekte in Form einer besseren Gesamtauslastung zu erzielen. VertriebsstrategieDer Vertrieb erfolgt nahezu ausschließlich über den indirekten Weg. Dabei stellt die Avaya GmbH & Co. KG den stärksten Vertriebspartner dar. (3) Organisatorische Maßnahmen in DeutschlandDie Avaya Gruppe in Deutschland ist seit April 2008 eine eigenständige Region und wird nicht mehr im Verbund der Region Europa, mittlerer Osten und Afrika (EMEA) gesehen. Somit kann die Region Deutschland nun mit einer verbesserten Marktstrategie spezifischer auf die deutsche Kundschaft eingehen. Im Zuge der Eigenständigkeit wurden umfangreiche Strukturänderungen in den deutschen Gesellschaften vorgenommen, die ebenfalls in der Comergo GmbH durchgeführt wurden. Kern der Comergo Organisation ist neben der Applikationsentwicklung weiterhin der Professional Service Bereich sowie der Bereich von weiteren technischen Spezialisten für die Systemintegration und den Regionalen Support. Die Comergo GmbH konnte Anfang des Jahres den in den Vorjahren per Betriebsübergang gewechselten Mitarbeitern aus den deutschen Schwestergesellschaften neue leistungsbezogene und am Unternehmenserfolg beteiligende Arbeitsverträge anbieten, die zu mehr als 90% angenommen wurden. Hierfür wurden für alle Standorte einheitliche Betriebsvereinbarungen z.B. auch für Arbeitszeitmodelle verabschiedet. (4) Änderungen in der GeschäftsführungIm Zuge der Umstrukturierung der Region Deutschland in der Avaya Gruppe wurden in die Geschäftsführung berufen: Dr. Josef Breitenlechner und Dr. Oliver Lohfert. Abgelöst wurden Udo Bühler, Thomas Kreikemeyer und Andreas von Meyer zu Knonow. (5) Forschung und EntwicklungSchwerpunkt in der Entwicklung ist die marktorientierte Weiterentwicklung der existierenden Customer Interaction Lösungen hin zu einer Kommunikations-Suite für Mittelstandskunden weltweit. Hierzu beschäftigte die Comergo im Jahresdurchschnitt 203 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Entwicklung (Vorjahr 234). Es wurden darüber hinaus ca. 0,1 Mio. Euro an fremden Entwicklungs- und Testleistungen im Geschäftsjahr aufgewendet (Vorjahr 0,5 Mio. Euro). (6) ErtragslageDer Umsatz entwickelte sich wie folgt:
Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr auf Mio. EUR 62,1 geringfügig gefallen. Enthalten sind darin Umsätze aufgrund des Service-Agreements mit der Avaya GmbH & Co. KG (Mio. EUR 24,0 / VJ Mio. EUR 18,9), Entwicklungs- und Vertriebsleistungen (Mio. EUR 2,6 / VJ Mio. EUR 2,8), Serviceleistungen für Kundenprojekte (Mio. EUR 35,3 / VJ Mio. EUR 40,3) sowie sonstige Umsätze (Mio. EUR 0,2 / VJ Mio. EUR 1,6). Das Geschäftsjahr 2008 schließt mit einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von Mio. EUR 1,6 oder 2,6% vom Umsatz (Vorjahr: Mio. EUR 1,3 dies entspricht 2,0% vom Umsatz; keine Ergebnisabführung) ab. (7) Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr geringfügig um Mio. EUR 1,8 auf Mio. EUR 115,0. Eine wesentliche Veränderung auf der Aktivseite war die Erhöhung des Guthabens bei Kreditinstituten um Mio. EUR 2,0. Auf der Passivseite haben wir einen entsprechenden Anstieg bei den Rückstellungen um Mio. EUR 1,6 zu verzeichnen. Der Comergo steht aufgrund der Cash-Pooling-Vereinbarung eine von Avaya GmbH & Co. KG begebene Kreditlinie in Höhe von Mio. EUR 200 zur Verfügung. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt unverändert Mio. EUR 1,7. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt 1,5% (VJ 1,5%). (8) InvestitionenDie Gesellschaft investierte im Geschäftsjahr 2007/2008 TEUR 336 und liegt damit etwas unter Vorjahresniveau. Die Schwerpunkte der Investitionen waren mit TEUR 168 IT-Infrastruktur (VJ TEUR 207), mit TEUR 62 Entwicklungsausstattung (VJ TEUR 75) und mit TEUR 38 sonstige Geschäftsausstattung (VJ TEUR 58). (9) MitarbeiterDie Avaya Gruppe beschäftigt im Geschäftsjahr 2007/2008 in Deutschland rund 3.568 Mitarbeiter. Hiervon waren bei der Comergo GmbH durchschnittlich 714 (VJ 756) Mitarbeiter beschäftigt. (10) RisikoberichterstattungRisiken werden mit den Instrumentarien eines Risikomanagements identifiziert, überwacht, gesteuert und minimiert. Hierzu gehören eine Vielzahl von Management- und Kontrollsystemen. Die Comergo ist vollständig in das Risikomanagement der Avaya Deutschland-Gruppe einbezogen. Seit dem Gesellschafterwechsel im November 2004 wurde vor dem Hintergrund der US-amerikanischen Börsenbestimmungen ("Sarbanes-Oxley-Act", "SOX") ein den ganzen Konzern umfassendes SOX-konformes Überwachungssystem implementiert, welches im Geschäftsjahr 2007/2008 weiter optimiert wurde.
Comergo sieht sich aufgrund der ausgeprägten eigenen Entwicklungstätigkeit geringen Entwicklungsrisiken ausgesetzt. Dagegen ist Comergo im Bereich Absatz in erster Linie von der allgemeinen Konjunktur, insbesondere der Investitionsbereitschaft der Unternehmen abhängig. Eine weitere Abhängigkeit besteht zur Avaya GmbH & Co. KG, über die der Großteil des Umsatzes der Comergo erzielt wird. Die operativen Bereiche der Comergo sind direkt oder indirekt mit dem Kunden verbunden. Auf diese Weise lassen sich auch bei größeren Projekten Probleme beim Kunden, Partnerunternehmen oder Lieferanten frühzeitig erkennen.
Die Gesellschaft ist in die europaweite Treasury-Überwachung der Avaya Inc.-Gruppe integriert. Aufgrund ihrer hauptsächlichen Betätigung im deutschen Markt ist Comergo derzeit keinen nennenswerten Währungsrisiken ausgesetzt.
Für den Einsatz unserer Hard- und Software in unserer Gesellschaft haben wir umfangreiche Vorkehrungen für eventuelle Risiken aus dem IT-Bereich getroffen. Insbesondere wurden Maßnahmen zur Absicherung der Hochverfügbarkeit der Rechnersysteme und Netzwerke, zur aktuellen Sicherung und Archivierung der Daten und zum Schutz vor externen Angriffen getroffen. Rechtliche Risiken, wie Gerichts- oder Schiedsverfahren, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Comergo haben, sind nach Kenntnis der Gesellschaft nicht anhängig. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. (11) ChancenberichterstattungPositive Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis für das Geschäftsjahr 2008/2009 könnten sich aufgrund folgender Sachverhalte ergeben:
(12) Wesentliche Vorgänge nach dem BilanzstichtagEs sind keine wesentlichen Vorgänge nach dem Bilanzstichtag zum 30.9.2008 bekannt. (13) Ausblick 2008/2009 und 2009/2010In 2009 wird für die Informationstechnik- und Telekommunikationsindustrie keine wesentliche Erholung erwartet. Das prognostizierte Wachstum nach BITKOM-Berechnungen wird in Deutschland 1,5 % betragen. Dabei erwartet man das sich der Markt für Hardware und Systeme im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik weiterhin mit -0,8 % rückläufig entwickelt und der für Avaya Deutschland entscheidende PBX-Markt im Jahr 2009 einen nur geringen Anstieg bei den Anschlüssen um 0,1% hinnehmen muss. 3 Die zunehmende Komplexität und Integration von Telefonie in die Geschäftsprozesse bedingt einen immer höher werdenden Beratungs- und Integrationsbedarf beim Kunden. Hier werden zusammen mit der integrativen Telefoniesoftware der Avaya hohe Steigerungspotenziale gesehen. Avaya und insbesondere die Comergo GmbH hat über seine Mitarbeiter das notwendige technische Know-how, um dies gewinnbringend beim Kunden umzusetzen. Wir haben deshalb bei unserer Planung für 2008/2009 und 2009/2010 noch keine wesentliche Besserung des Marktumfelds unterstellt. Aus der Berechnung der Dienstleistungen an die Avaya GmbH & Co. KG erwarten wir für die Geschäftsjahre 2008/2009 und 2009/2010 wiederum jeweils ein leicht positives Jahresergebnis.
Stuttgart, den 5. Dezember 2008 Dr. Josef Breitenlechner Dr. Oliver Lohfert
1 Quelle: Statistisches Bundesamt,
www.destatis.de 11/2008
BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang(1) Allgemeine ErläuterungenAlleiniger Gesellschafter der Comergo GmbH ist die Avaya GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main. Zwischen der Avaya GmbH & Co. KG und der Comergo GmbH besteht seit dem 10. Dezember 2007, rückwirkend zum 1. Oktober 2007, ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Im Vorjahr wurde der bis dahin geltende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 29. August 2001, mit Datum vom 2. Oktober 2006 rückwirkend zum 1. Oktober 2006 gekündigt. Das Geschäftsjahr der Comergo GmbH beginnt am 1. Oktober eines Jahres und endet am 30. September des Folgejahres. Den Jahresabschluss der Comergo GmbH stellten wir nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches auf. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Abschlusses zu verbessern, haben wir die für einzelne Posten geforderten Angaben im Anhang gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. (2) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden aktiviert und grundsätzlich über drei Jahre abgeschrieben. Liegt ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht vor oder weicht die geplante Nutzung von diesen drei Jahren ab, wird die Nutzungsdauer abweichend festgelegt. Das Sachanlagevermögen bilanzierten wir zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von planmäßigen Abschreibungen über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Planmäßige Abschreibungen wurden für Zugänge bis 2003 teilweise degressiv und unter Anwendung der Vereinfachungsregel nach R 44 Absatz 2 EStR vorgenommen. Sobald die lineare Abschreibung zu höherer Abschreibung führte, wurde von der degressiven auf die lineare Abschreibung gewechselt. Für Zugänge ab 2004 kommt nur noch die lineare Abschreibung - pro rata temporis - zur Anwendung. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Fiskaljahr 2008 gemäß den steuerlichen Vorgaben behandelt. Zugänge von Anlagegütern mit Anschaffungs- oder Herstellkosten bis EUR 410 wurden bis zum 31.12.2007 voll abgeschrieben. Ab dem 1.1.2008 wurden die neuen Wertgrenzen des § 6 EStG gemäß Unternehmenssteuerreformgesetz 2008 angewandt. Diese neu definierten Wertgrenzen schreiben die Aktivierung von Anlagegütern mit Anschaffungs- oder Herstellkosten von netto größer EUR 150 bis EUR 1.000 und deren Abschreibung über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren vor. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen bewerteten wir zu Herstellungskosten gemäß § 255 Absatz 2 HGB oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, sofern dieser niedriger war. In den Herstellungskosten sind neben Materialkosten, Fertigungskosten und Sonderkosten der Fertigung auch Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten, Wertverzehr des Anlagevermögens, allgemeine Verwaltungskosten, Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen und betriebliche Altersversorgung enthalten. Der Wertansatz der Waren erfolgte zu durchschnittlichen Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB abzüglich Reichweitenabwertungen von TEUR 60. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände bewerteten wir zu Anschaffungskosten. Abhängig von der Altersstruktur der Forderungen wurden Abschläge von 15 %, 50 % oder 100 % auf die betroffenen Nettoeinzelforderungen vorgenommen. Forderungen, deren Einbringung aus anderen Gründen gefährdet war, wurden vollständig wertberichtigt. Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten, die hinsichtlich ihrer Höhe oder des Zeitpunktes des Eintritts unbestimmt sind, in Höhe des Betrags der wahrscheinlichen Inanspruchnahme gebildet. Pensionsverpflichtungen wurden nach § 6a EStG zum Teil- beziehungsweise Barwert nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 6 % p.a. passiviert, wobei die "Richttafeln 2005 G" angewendet wurden. Als Rechengrundlage für die Jubiläumsrückstellung kam die Teilwertkalkulation nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zur Anwendung. Es wurden die "Richttafeln 2005 G" unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 5,5 % p.a. berücksichtigt. Die Rückstellung für Altersteilzeit nach dem Blockmodell umfasst bereits abgeschlossene Altersteilzeitverträge. Die Bewertung des Erfüllungsrückstandes für das Teilzeitentgelt nach Beendigung der Beschäftigungsphase erfolgt zum Nominalwert, die Aufstockungsbeträge sowie die zu gewährenden Abfindungen werden mit dem versicherungsmathematischen Barwert unter Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes von 5,5 % p.a. bewertet. Die Erfüllungsrückstände werden ratierlich bis zum Beginn der Freistellungsphase angesammelt. Verbindlichkeiten wurden mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt. (3) WährungsumrechnungKurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden zum Bilanzstichtag grundsätzlich mit dem Stichtagskurs bewertet, und zwar unabhängig davon, ob der Stichtagskurs über oder unter dem Brief- bzw. Geldkurs des Entstehungszeitpunkts lag. (4) AnlagevermögenDer Anlagenspiegel ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. (5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrafen Avaya Inc., USA (TEUR 220), Avaya Deutschland GmbH (TEUR 87) und Avaya S.A.S., Frankreich (TEUR 46). (6) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Gesellschaft gewährt ihren Mitarbeitern auf der Grundlage von drei Betriebsvereinbarungen vom 20. Dezember 2007 Versorgungsleistungen. Zum Stichtag wurden alle unmittelbaren Pensionsverpflichtungen gegenüber allen Mitarbeitern sowie dem Kreis der leitenden Direktoren versicherungsmathematisch nach § 6a EStG unter der Anwendung der "Richttafeln 2005 G" bewertet. Die Verpflichtungen umfassen die Altersleistung oder Invalidenleistung sowie die Witwen- bzw. Witwer- oder Waisenleistung, im Wesentlichen in Form von Vorsorgekapital. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellung wird im Regelfall für aktive Mitarbeiter ein Endalter von 63 Jahren zugrunde gelegt. Für Mitarbeiter, die aufgrund von Vorruhestandsregelungen bzw. Altersteilzeit ausscheiden werden, sowie für bereits mit unverfallbaren Ansprüchen ausgeschiedene ehemalige Mitarbeiter, wird das Endalter 60 zugrunde gelegt. (7) SteuerrückstellungenDa im Geschäftsjahr 2006/2007 kein Ergebnisabführungsvertrag mit der Avaya GmbH & Co. KG bestand, wies die Comergo GmbH Rückstellungen betr. Körperschaftsteuer (TEUR 116) und Gewerbesteuer (TEUR 482) aus. Im Geschäftsjahr 2007/2008 wurde mit Datum vom 10. Dezember 2007 rückwirkend zum 1. Oktober 2007 wieder ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Avaya GmbH & Co. KG abgeschlossen, daher besteht für die Comergo GmbH seit dem 1. Oktober 2007 wieder ein körperschaft- und gewerbesteuerliches Organschaftsverhältnis mit der Avaya GmbH & Co. KG. (8) Sonstige Rückstellungen
Im Personal- und Sozialbereich waren im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Abschlussvergütungen (TEUR 2.545), Urlaubs- und Überzeitenansprüchen (TEUR 1.597), Altersteilzeit (TEUR 1.720), Jubiläumszahlungen (TEUR 1.122) sowie Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR 627) berücksichtigt. Bei den übrigen Rückstellungen handelte es sich um Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 116) sowie um Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss und Steuererklärungen (TEUR 31). (9) Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter handelt es sich um Verbindlichkeiten aus dem Finanzclearing und dem Ergebnisabführungsvertrag. In den sonstigen Verbindlichkeiten waren im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 807 enthalten. (10) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
(11) Umsatzentwicklung
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
(12) MitarbeiterDie durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres 2007/2008 betrug 714 (Vorjahr 756) und gliederte sich in folgende Bereiche:
(13) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Gemeinkosten an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.103 (Vorjahr TEUR 1.671) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 55 (Vorjahr TEUR 279). (14) Sonstige betriebliche Aufwendungen
(15) MutterunternehmenDie Avaya Inc., Basking Ridge (USA), stellt als oberste Muttergesellschaft einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Comergo GmbH einbezogen wird. Die Avaya German HoldCo GmbH, Frankfurt am Main, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Comergo einbezogen wird. (16) GeschäftsführungDie Gesellschaft wird vertreten durch ihre Geschäftsführer Udo Bühler, Uhingen (bis 24. Juni 2008); Andreas von Meyer zu Knonow, Hofheim, Prokurist bei der Avaya GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main (bis 24. Juni 2008); Thomas Albert Kreikemeier, Worms (bis 24. Juni 2008); Dr. Josef Breitenlechner, Wörgl, Österreich, Geschäftsführer bei der Avaya GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main (ab 2. Juni 2008) und Dr. Oliver Lohfert, Oberursel, Geschäftsführer bei der Avaya GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main (ab 25. Juni 2008). Auf die Angabe der Bezüge wird nach § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.
Stuttgart, den 5. Dezember 2008 Dr. Josef Breitenlechner Dr. Oliver Lohfert Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Comergo GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2007 bis 30. September 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 5. Dezember 2008 PricewaterhouseCoopers
Philip Marshall, Wirtschaftsprüfer ppa. Roland Kandziora, Wirtschaftsprüfer |
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