Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 518588
Eingetragen
16.8.2021
Branche
Herstellung von sonstigen elektronischen und elektrischen Drähten und KabelnHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kabelbündeln zur Verbindung elektronischer Bausteine oder -gruppen sowie die Vornahme aller sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte zum Zwecke der Gewinnerzielung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Hanzel
seit 16.8.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
CAD CABEL Holding GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CadCabel GmbH

Hohengandern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die CadCabel Verdrahtungssysteme, Inh. Hans-Peter Hanzel, wurde am 01.04.1998 gegründet. Zum 01.04.2001 wurde durch eine kombinierte Bar- und Sachgründung seitens der Anteilseigner Peter Hanzel und TIB Thüringer Industriebeteiligungs- GmbH & Co.KG die CadCabel AG gegründet. Das Aktienpaket der TIB Thüringer Industriebeteiligungs- GmbH & Co. KG wurde Anfang 2009 von den Vorständen bzw. nahen Angehörigen erworben. Die Aktien wurden Ende 2009 in die CAD CABEL Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG eingebracht und anschließend von der CAD CABEL Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG in die neu gegründete CAD CABEL Holding GmbH eingebracht.

Die Eintragung der Bar- und Sachgründung unter HRB 5281 erfolgte am 24.04.2001 bzw. am 23.10.2001 im Handelsregister des Amtsgerichts Mühlhausen. Seit 2005 erfolgen die Eintragungen beim Amtsgericht Jena unter HRB 405281.

In der Hauptversammlung vom 28. Mai 2021 wurde die Umwandlung der CadCabel AG in die CadCabel GmbH beschlossen. Die Eintragung beim Handelsregister Jena erfolgte am 16.08.2021 unter HRB 518588.

Die Gesellschaft ist seit über 20 Jahren ein innovativer Anbieter hinsichtlich der Entwicklung, Herstellung und des Vertriebs von Verdrahtungssystemen für die rationelle Verdrahtung/Verkabelung von Schaltanlagen aller Art und Ausprägungen. Sie stellt insoweit eines der führenden Unternehmen der Branche in der Bundesrepublik Deutschland dar.

Zum Kundenstamm gehören hauptsächlich Firmen aus den Bereichen Maschinenbau, Schaltschrankbau- Anlagenbau, Mittel- und Hochspannungstechnik, sowie aus allen weiteren Bereichen der Energiebranche (Solar- und Windenergie) und der Verkehrstechnik.

Wir werden auch in Zukunft unseren Standort im Herzen Deutschlands treu bleiben. Hier befindet sich unsere gesamte Systementwicklung und Produktion, hier bieten wir einer ständig wachsenden Zahl qualifizierter Mitarbeiter einen sicheren Arbeitsplatz.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Allgemeinwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Für 2022 hat das ifo Institut die Wachstumsprognose im September 2022 von 3,7 % auf 1,6 % gesenkt (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1113618/umfrage/ corona-krise-prognose-zur-wirtschaftsleistung-nach-wirtschaftsbereichen/),(Quelle: https://ifo.de/fakteb/2022-09-12/ifo-konjunkturprognose-herbst-2022-inflation-wuergt-privaten-konsum-ab. Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2022 gegenüber dem Vorjahr um 1,8% höher (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Presse- mitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html).

Die Maschinenbauindustrie erwartete für 2022 ein Wachstum von 4 %. Insgesamt konnte der Maschinenbau 2022 ein Produktionswachstum von 1 % erzielen (Quelle: https://www.

vdi-nachrichten.com/technik/ produktion/maschinenbau-zeigt-sich-2022-solide/).

In 2022 konnte der Branchenumsatz in der Elektroindustrie um 12,7 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Trotz Fachkräftebedarfs in allen Branchen wuchs die Beschäftigtenzahl um 1,8% (Quelle: https://www.zveh.de/news/detailansicht/branchen-kennzahlen-der-e-handwerke-fuer-2022.html).

Wie viele Branchen hatten auch Elektroindustrie und Maschinenbau in 2022 noch Probleme mit Liefer- und Logistikketten.

Ähnlich dem Verlauf in unseren Leitbranchen sind auch unser Umsatz und unsere Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr wieder gestiegen. Bis zum Ausbruch des Ukraine-Krieges wurde allgemein damit gerechnet, dass sich Lieferengpässe im Laufe des Jahres 2022 auflösen und das Wachstum danach wieder dynamisch verläuft. Im März 2022 erwartete das DIW noch eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes um 3 % für 2022 und um 2,9 % für 2023 (Quelle: https://de.statista.com/ statistik/daten/studie/74644/umfrage/

prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-deutschland/).

Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes betrug die Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandproduktes 2022 1,8% gegenüber dem Vorjahr. Die Aussichten für 2023 wurden bereits im Herbst 2022 nach unten korrigiert und das ifo Institut erwartete eine Stagnation des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes auf dem Vorjahresniveau und für 2024 eine Steigerung um 1,7% (Quelle: https://www.ifo.de/fakten/2023-03-15/ ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2023-deutsche-wirtschaft-stagniert).

Seit Frühjahr 2022 belasten hauptsächlich die hohe Inflationsrate, die Folgen des Ukraine-Krieges und extreme Energiepreiserhöhungen die Zukunftsaussichten (Quelle:https://www.ifo.de/fakten/2022-09-12/ifo-konjunkturprognose-herbst-2022-inflation-wuergt-privaten-konsum-ab-deutsche). Während sich die Industriekonjunktur aufgrund nachlassender Materialengpässe und rückläufiger Energiepreise im ersten Quartal 2023 noch erholt hat, sank das Bruttoinlandsproduktes in 2023 um 0,3% (Quelle: https://www.boeckler.de/de/pressemitteilungen-2675-2024-droht-erneute-schrumpfung-des-bip-54566.html).

2.2. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft ist auch weiterhin im Rahmen ihres Betätigungsfeldes ein weitgehend wettbewerbsfreier Anbieter des Konzeptes "Bündeltechnologie aus Engineering-Daten für den Schaltbau".

Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatzerlöse und Jahresüberschuss die für die interne Steuerung der Gesellschaft verwendeten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Steuerungsrelevante nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden durch die CadCabel GmbH nicht verfolgt.

Im Geschäftsjahr 2022 stieg der Umsatz um ca. 18,3 % von 14.404,0 TEUR auf 17.034,4 TEUR gegenüber dem Vorjahr. Der Planumsatz 2022 konnte erreicht werden.

Die gestiegenen Umsätze waren mit höheren Materialkosten, Personalkosten, Fremdleistungen. Energiekosten und Frachtkosten verbunden.

Die coronabedingten Lieferengpässe und starken Preissteigerungen bei Kabeln seit 2021 wurden in der Planung für 2022 berücksichtigt und führten zu der konservativen Einschätzung des Betriebsergebnisses 2022.

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von 2.570,2 TEUR (Vorjahr: 2.760,5 TEUR) ab. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 ist damit aufgrund der Umsatzsteigerung höher als das geplante Ergebnis von 1.080,0 TEUR, aber niedriger als der Gewinn des Vorjahres, da das Jahresergebnis 2021 in Höhe von 992,6 TEUR durch Sondereffekte aus der Auflösung von Rückstellungen und einmalige Erträge aus Schadensersatz beeinflusst war.

Die Finanzlage ist infolge des guten Betriebsergebnisses stabil geblieben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten um 231,2 TEUR weiter reduziert werden; die sonstigen Verbindlichkeiten um 695,8 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 297,2 TEUR erhöht. Das Betriebsergebnis 2023 konnte nochmals gesteigert werden. Der Jahresüberschuss 2023 wird höher als der geplante Gewinn und höher als im Vorjahr sein.

Für das Geschäftsjahr 2023 waren Umsätze von ca. 15,0 Mio. Euro und ein Jahresüberschuss von ca. TEUR 1.639,8 geplant. Der Umsatz blieb im Vergleich zu 2022 konstant und liegt über dem geplanten Umsatz.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1. Ertragslage

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 2.570,2 (Vorjahresergebnis: TEUR 2.760,5) ab. Die Ertragslage hat sich im Geschäftsjahr trotz der anhaltenden Auswirkungen der Corona-Krise und des Ukraine-Krieges insgesamt positiv entwickelt und entsprach den Erwartungen der Geschäftsführung.

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtszeitraum 17.034,4 TEUR. Im Vorjahr 2021 wurde demgegenüber ein Betrag von 14.404,0 TEUR ausgewiesen. Das entspricht einer Erhöhung von 18,3 % aufgrund einer guten Auftragslage.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in 2022 betrugen 5.605,5 TEUR gegenüber 4.292,6 TEUR im Vergleichszeitraum 2021. Der relative Anstieg gegenüber dem Vorjahr beträgt damit 30,59 %.

An Aufwendungen für bezogene Leistungen fielen im Berichtszeitraum 350,0 TEUR an. Im Vorjahr 2021 belief sich der entsprechende Wert auf 320,2 TEUR. Dies entspricht einer Erhöhungsrate gegenüber dem Vorjahr von 9,3 %.

Wie bereits in 2021 war auch im laufenden Geschäftsjahr eine Erhöhung der Fremdleistungen und Fremdarbeiten erforderlich, um die gestiegenen Aufträge fristgerecht ausführen zu können.

Die Löhne und Gehälter 2022 betrugen 4.524,9 TEUR gegenüber 4.126,1 TEUR im Vergleichszeitraum 2021. Die absolute Veränderung beträgt damit 398,8 TEUR. Dies ergibt eine Erhöhungsrate von 9,7 %.

An sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung fielen im Berichtsjahr 2022 938,7 TEUR an. In 2021 belief sich der entsprechende Wert auf 854,9 TEUR. Der Betrag der absoluten Veränderung beläuft sich auf 83,8 TEUR. Dies entspricht einer Erhöhungsrate von 9,8 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 153,3 TEUR (im Vorjahr: 1.751,0 TEUR) bilanziert. Im Berichtsjahr 2022 waren die sonstigen betrieblichen Erträge nicht durch Sondereffekte aus der Auflösung von Rückstellungen und einmalige Erträge aus Schadensersatz beeinflusst und sind deshalb niedriger als im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 260,5 TEUR (15,7 %) gestiegen. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Energiekosten (+82,8 %), höheren Instandhaltungskosten für Gebäude (+846,3%) und Maschinen (+20,5 %), höheren Werbungskosten (+144,6%) sowie gestiegenen Rechts- und Beratungskosten (+62,3 %).

Trotz der Auswirkungen des Ukraine-Krieges konnten wir 2023 die Planzahlen erreichen und einen Umsatz von rd. 17,0 Mio. EUR erwirtschaften. Aufgrund der guten Auftragslage musste seit 2021 keine Kurzarbeit angemeldet werden. Die Kosten für Leiharbeiter haben sich im Gegenzug im Vergleich zum Vorjahr weiter erhöht. 2023 konnte ein Jahresüberschuss erzielt werden, der über dem Ergebnis des Vorjahres und über dem geplanten Jahresüberschuss liegt.

3.2. Finanz- und Vermögenslage

Die Vermögens- und Finanzstruktur der Gesellschaft hat sich zum 31.12.2022 wie folgt dargestellt:

Bilanz zum 31.12.2022 Bilanz zum 31.12.2021 Änderung ggü. d. Vorjahr
in
TEUR % TEUR % TEUR %
AKTIVA
Immaterielles Anlagevermögen 12,3 0,1 12,4 0,1 -0,1 -0,8
Sachanlagen 3.041,7 23,2 2.916,7 28,1 125,0 4,3
Vorräte 2.944,5 22,5 2.295,3 22,1 649,2 28,3
Forderungen 3.629,6 27,7 2.898,1 27,9 731,5 25,2
Sonstige Vermögensgegenstände 415,6 3,2 181,7 1,8 233,9 128,7
Flüssige Mittel/Wertpapiere 2.993,1 22,8 1.987,5 19,2 1.005,6 50,6
Rechnungsabgrenzungsposten 72,0 0,5 77,7 0,7 -5,7 -7,3
Summe Aktiva 13.108,8 100,0 10.369,5 100,0 2.739,3 26,4

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr um 26,4 % erhöht.

Da die Investitionen die planmäßigen Abschreibungen des Berichtsjahres überstiegen haben, ist das Anlagevermögen gestiegen. Im Jahr 2022 wurden wie im Vorjahr Investitionen vorrangig im Bereich technische Anlagen und Maschinen sowie EDV-Hardware und der Weiterentwicklung der eigenen Produktionslinien getätigt.

Im Geschäftsjahr 2022 hat die Gesellschaft insgesamt Investitionen in einer Größenordnung von 633,1 TEUR (Vorjahr 315,4 TEUR), davon 1,7 TEUR (im Vorjahr: 7,8 TEUR) Eigenleistungen vorgenommen, die auf die Eigenentwicklungen der Produktionslinien entfielen. Die Fertigstellung der laufenden Projekte der in Bau befindlichen Maschinen und Anlagen ist bis Ende 2022 erfolgt. Die weiteren technischen Anlagen im Bau betreffen eine neue Maschine.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und die liquiden Mittel sind gestiegen.

Bilanz zum 31.12.2022 Bilanz zum 31.12.2021 Änderung ggü. d. Vorjahr
in
TEUR % TEUR % TEUR %
PASSIVA
Eigenkapital 9.258,7 70,6 6.688,5 64,5 2.570,2 38,4
Rückstellungen 1.985,0 15,1 1.206,3 11,6 -778,7 64,6
Kreditverbindlichkeiten 613,6 4,7 844,8 8,1 -231,2 -27,4
Lieferverbindlichkeiten 766,2 5,8 459,4 4,4 306,8 66,8
Sonstige Verbindlichkeiten 473,5 3,6 1.169,3 11,3 -695,8 -59,5
Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0 1,2 0,0 -1,2 -100,0
Passive latente Steuern 11,7 0,1 0,0 0,0 11,7
Summe Passiva 13.108,8 100,0 10.369,5 100,0 2.739,3 26,4

Dem Eigenkapital in Form des Gezeichneten Kapitals und der Kapitalrücklage in Höhe von 770,2 TEUR stehen der Gewinnvortrag und der Jahresüberschuss in Höhe von insgesamt von 8.454,2 TEUR sowie eine Gewinnrücklage von 34,3 TEUR zur Seite, so dass sich ein Kapital von 9.258,7 TEUR (Vorjahr: 6.688,5 TEUR) ergibt. Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf Grund thesaurierter Gewinne auf 70,6 % erhöht.

Die Erhöhung der Rückstellungen resultiert im Wesentlich aus der Erhöhung der Steuerrückstellungen. Die Veränderungen bei den sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus der Erhöhung der Rückstellungen für Personalkosten bei entsprechender Verminderung der Rückstellungen für Abschluss- und Beratungskosten.

Im Geschäftsjahr wurden keine neue Darlehensmittel aufgenommen.

Alle Darlehen wurden im laufenden Geschäftsjahr planmäßig i. H. v. 231,2 TEUR getilgt.

Von den Lieferantenverbindlichkeiten entfallen 14,0 TEUR (Vorjahr: 35,7 TEUR) auf Mietkaufverträge zur Finanzierung des Anlagevermögens. Die Restlaufzeit der Mietkaufverträge liegt bei 1 Jahr.

Lieferantenverbindlichkeiten werden, soweit vereinbart und möglich, unter Inanspruchnahme von Skonto beglichen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir einen Cashflow in Höhe von 2.968,4 TEUR (Vorjahr: 3.207,3 TEUR) erzielen. Der Cashflow definiert sich wie folgt:

TEUR
Jahresergebnis 2.570,2
+ Abschreibungen 398,2
2.968,4

Der Jahresüberschuss 2022 hat zur weiteren Verbesserung der Finanzlage der Gesellschaft geführt. Aufgrund der verbesserten Finanzlage und der guten Eigenkapitalausstattung konnten die Investitionen in 2022 mit Zahlungsmitteln aus der operativen Geschäftstätigkeit finanziert werden.

4. Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter ist mit 145 Personen gegenüber dem Vorjahr (138) gestiegen.

Zielgerichtete Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen in allen Bereichen wurden, wie auch im Vorjahr, durchgeführt.

5. Forschung und Entwicklung

In 2022 wurden keine Entwicklungsprojekte fortgesetzt.

6. Prognosebericht

Trotz des Krieges in der Ukraine seit Anfang 2022 und den stark gestiegenen Energiepreisen wuchs das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt auch in 2022 um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/ Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html).

Bis zum Ausbruch des Ukraine-Krieges wurde allgemein damit gerechnet, dass sich Lieferengpässe im Laufe des Jahres 2022 auflösen und das Wachstum danach wieder dynamisch verläuft. Die konjunkturelle Erholung 2022 und 2023 hat jedoch die prognostizierten Werte nicht erreicht und wird sich auch 2024 aufgrund der Folgen des Ukraine-Krieges und der Finanzpolitik der Bundesregierung verzögern.

Für 2023 hat das ifo Institut eine Stagnation des Bruttoinlandsproduktes erwartet, der Sachverständigenrat für Wirtschaft hat ein Wachstum um 0,2 % erwartet (Quelle: https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/konjunkturprognose-2023.html). Tatsächlich ist das Bruttoinlandsprodukt in 2023 um 0,3% zurückgegangen. Für 2024 wird ebenfalls ein Rückgang von 0,3% prognostiziert (Quelle: https:// www.boeckler.de/ de/pressemitteilungen-2675-2024-droht-erneute-schrumpfung-des-bip-54566.html).

Der Krieg in der Ukraine, die verhaltende Entwicklung der Weltwirtschaft und eine hohe Inflationsrate belasten die Entwicklung im Jahr 2023 und die Zukunftsaussichten für 2024. Trotz gesunkener Energiepreise in 2023 ist die Energiekrise nicht überwunden.

Wachstum streben wir vor allem durch eine weitere Diversifikation unserer Kundenstruktur an.

Nach der Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2022 konnten wir 2023 trotz hoher Inflationsrate und Energiekrise den Umsatz gegenüber dem Vorjahr konstant halten. Aufgrund der guten Auftragslage mussten wir zur pünktlichen Auftragsabwicklung wieder mehr Leiharbeiter einsetzen. Auch 2023 konnte ein stabiler Jahresüberschuss erzielt werden, der deutlich über dem geplanten Jahresüberschuss liegt.

Die Geschäftsleitung beabsichtigt, weiterhin die künftige Kostenstruktur an die Ertragssituation anzupassen. Im Geschäftsjahr 2023 haben sich Frachtkosten, Reparaturen und Abschreibungen erhöht. Energiekosten, Fahrzeugkosten und Leasingkosten konnten bis November 2023 reduziert werden.

Investitionen wurden in 2023 hauptsächlich im Bereich Maschinen, Fahrzeuge und Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen. Die Liquiditätslage war im Geschäftsjahr 2023 weiter stabil.

Die Geschäftsführung hat für das Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 15,0 Mio. EUR und einen Jahresüberschuss von 1,3 Mio. EUR geplant. Bis November 2023 konnten die Planzahlen erreicht werden. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 wurde ein Umsatz in Höhe von 13,9 Mio. EUR und ein Jahresüberschuss von 857 TEUR geplant.

Ob die positive Umsatzentwicklung auch im Geschäftsjahres 2024 fortgesetzt werden kann, hängt davon ab, wie sich die gesamtwirtschaftliche Situation weltweit entwickelt und ob die gesunkenen Energiepreise stabil bleiben. Auch für das Jahr 2024 rechnen wir mit einem soliden positiven Ergebnis.

7. Chancen- und Risikobericht

Chancen sehen wir vor allem in dem Ausbau unserer Produktpalette und der Gewinnung von Marktanteilen im In- und Ausland. Der Bedarf an vorkonfektionierten Leitungen wird durch den demographischen Wandel und den Fachkräftemangel weiter steigen. Gleichzeitig entstehen durch die fortschreitende Digitalisierung in den Planungsprozessen unserer Kunden größere Möglichkeiten, vorkonfektionierte Leitungen zu bestellen. Damit sehen wir einem immer größer werdenden Potential entgegen.

Als große Wachstumschance begreifen wir die Energiewende. Im Bereich der regenerativen Energieerzeugung sind wir schon gut involviert. Zukunftstechnologien wie Smart Grit und Elektromobilität benötigen zusätzliche elektrische Steuerungen. Dem steigenden Konkurrenzdruck begegnen wir durch innovative, neue Konzepte, sowie einer stetigen Verbesserung unserer Leistungsfähigkeit und unseres Services.

Auch durch unser konsequentes Streben nach Nachhaltigkeit und gesundem Wachstum sowie angemessener Optimierung sehen wir gute Wachstumschancen für unser Unternehmen.

Nachfolgend sind die Risiken angegeben:

Zins- und finanzwirtschaftliche Risiken:

Unsere kreditgebende Bank ist die Sparkasse Eichsfeld. Diese steht auf sicheren Füßen. Es wird davon ausgegangen, dass unsere Linien weiter verlängert werden.

Weiterhin bestehen Risiken aus Zinsschwankungen.

Durch die anhaltende hohe Inflation werden die Zinsen für langfristige Finanzierungen weiter steigen. Dies wird unsere geplanten Investitionen betreffen.

Ausfallrisiken:

Durch unsere breite Kundenbasis und unser konstant niedriges mittleres Zahlungsziel ergeben sich keine zusätzlichen Ausfallrisiken. Durch die Corona-Krise besteht seit 2020 ein erhöhtes Risiko für Zahlungsausfälle. Diesem Risiko begegnen wir durch verstärktes Monitoring besonders gefährdeter Kunden.

Beschaffungsrisiken:

Unsere Hauptlieferanten sind seit Jahren zuverlässige Partner und gehören zu den größten Unternehmen in diesem Segment. Da es sich bei den meisten unserer eingesetzten Materialien um normierte Produkte handelt, besteht jederzeit die Möglichkeit eines Lieferantenwechsels. Wir haben uns seit der Corona-Krise rechtzeitig ausreichend bevorratet und alternative Bezugsquellen ausgelotet.

Den Schwankungen auf den Rohstoffmärkten begegnen wir durch größtenteils auftragsbezogenen Einkauf und kurze Umschlagzeiten. Durch die Anlage größerer Vorräte erhöhte sich unsere Exposition gegenüber Preisschwankungen auf den Rohstoffmärkten leicht. Um dieses Risiko abzumildern wurde im Einkauf von tagesaktuellen Rohstoffpreisen auf Monatsfixings umgestellt.

Die angestrengte Beschaffungssituation hält in 2023 weiter an. Wir arbeiten mit unseren Kunden an einer gemeinsamen Einkaufsstrategie, um die Folgen abzumildern.

Gesamtwirtschaftliche Risiken:

Risiken sehen wir weiterhin in den sich stetig wandelnden politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen im Nicht-EU Ausland und auch in Europa. Der globale Handelsstreit zwischen den USA und China sowie anderen Ländern wird die Wirtschaft weiter schwächen.

Die geopolitischen Spannungen und Krisen dämpfen das Wachstum der Weltwirtschaft und erschweren belastbare wirtschaftliche Prognosen. Durch den Ukraine-Krieg und die Sanktionen der EU gegen Russland wird die Konjunktur seit 2022 mehrfach belastet. Die gestiegenen Energiepreise führen zu steigenden Produktions- und Transportkosten und zu höheren Preisen bei vielen Produkten. Infolge der erheblichen Unsicherheit über die weitere Entwicklung und deren Folgen werden Investitionen möglicherweise verschoben. Gleichzeitig entstehen Anreize zur Beschleunigung des Ausbaus der erneuerbaren Energien.

Im März 2022 erwartete das DIW noch eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes um 2,9 % für 2023. Nach vorläufigen Berechnungen ist das Bruttoinlandsproduktes 2023 um 0,5 gesunken. Aktuell wurde auch für 2024 eine Senkung von 0,3 % gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Die Finanzpolitik der Bundesregierung verbunden mit der Unsicherheit über die weitere Förderung von Klimaschutzprojekten und höhere Abgaben belasten die Unternehmen.

In Abhängigkeit der Umsatzentwicklung werden wir versuchen, rechtzeitig notwendige Kapazitätsanpassungen vorzunehmen.

Ein weiteres Risiko sehen wir in der politisch intendierten Abschaffung von Autos mit Verbrennungsmotor. Weite Teile des deutschen Maschinenbaus, der zu unseren Hauptbranchen gehört, stellen Maschinen her, die mittel- oder unmittelbar mechanische Komponenten für Autos produzieren. Elektroautos haben weniger mechanische Komponenten, demnach werden einige unserer Kunden Umsatzeinbrüche erleben.

In den ersten beiden Quartalen 2023 verzeichnete die Maschinenbauindustrie zwar noch einen Produktionszuwachs, verfehlte ab im dritten Quartal 2023 ihr Vorjahresniveau um 1,6%. Aufgrund der gesunkenen Auftragseingänge rechnet der Präsident des VDMA mit einem Produktionsrückgang von 4% in 2024 (Quelle: https://www.vdi-nachrichten.com/ technik/produktion/vdma-senkt-prognose-im-maschinen- und-anlagenbau-fuer-2024/). Die Elektroindustrie erwartet für 2024 ein Produktionswachstum von 1 %.

Wir haben die Planzahlen in 2023 erreicht und konnten einen Umsatz von rd. 17,0 Mio. EUR erwirtschaften. 2023 konnte ein Jahresüberschuss erzielt werden, der über dem geplanten Jahresüberschuss liegt.

Im vierten Quartal 2023 wurde die 2021 begonnene Betriebsprüfung des Finanzamtes abgeschlossen. Der Prüfungszeitraum endete 2018. Über die Prüfungsergebnisse konnte bezüglich der steuerlichen Folgen aus den Vermögensschädigungen keine Einigung mit dem Finanzamt erzielt werden. Die festgesetzten Steuernachzahlungen wurden nicht bilanziert, weil die Erfolgsaussichten für die anhängigen Rechtsbehelfsverfahren als gut eingeschätzt werden und seitens des Finanzamtes Aussetzung der Vollziehung gewährt wurde.

Für das laufende Geschäftsjahr haben wir den geplanten Umsatz auf 13,9 Mio. EUR reduziert. Die schlechten Konjunkturaussichten und der Produktionsrückgang im Maschinenbau im ersten Quartal 2024 haben sich auch auf unsere Auftragslage ausgewirkt. Bis Mai haben wir unseren geplanten Umsatz nur knapp verfehlt. Wir rechnen mit einem Jahresüberschuss unter 1 Mio. EUR, da die Material- und Energiepreise weiterhin hoch sind.

 

Hohengandern, 06. Juni 2024

gez. Sven Hanzel

HANDELSBILANZ

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 3.053.964,85 2.929.123,80
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.293,00 12.435,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 12.292,00 12.434,00
II. Sachanlagen 3.041.671,85 2.916.688,80
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.102.241,19 1.176.957,19
2. technische Anlagen und Maschinen 1.475.455,00 279.062,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 386.940,00 363.728,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77.035,66 1.096.941,61
B. Umlaufvermögen 9.982.811,83 7.362.649,56
I. Vorräte 2.944.501,48 2.295.340,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.045.201,65 3.079.846,84
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.535.977,48 1.893.407,38
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.509.224,17 1.186.439,46
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 104.256,94 107.501,65
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.993.108,70 1.987.462,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 71.992,33 77.696,81
davon Disagio 795,00 1.069,00
Aktiva 13.108.769,01 10.369.470,17

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 9.258.736,97 6.688.536,80
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 270.154,38 270.154,38
III. Gewinnrücklagen 34.332,00 34.332,00
IV. Gewinnvortrag 5.884.050,42 3.123.525,36
V. Jahresüberschuss 2.570.200,17 2.760.525,06
B. Rückstellungen 1.985.003,30 1.206.275,21
C. Verbindlichkeiten 1.853.325,74 2.473.486,40
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 613.609,70 844.787,88
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 243.007,42 235.988,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 370.602,28 608.799,05
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.239.716,04 1.628.698,52
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.239.716,04 1.614.726,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 13.972,23
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1.171,76
E. Passive latente Steuern 11.703,00
Passiva 13.108.769,01 10.369.470,17

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 11.395.461,77 11.588.133,94
2. Personalaufwand 5.463.638,18 4.981.022,64
a) Löhne und Gehälter 4.524.948,90 4.126.102,66
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 938.689,28 854.919,98
davon für Altersversorgung 19.440,00 19.440,00
3. Abschreibungen 398.152,68 1.060.497,51
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 398.152,68 468.453,91
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 592.043,60
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.922.200,26 1.661.672,01
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 18,49
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 102.846,65 69.427,53
davon aus verbundenen Unternehmen 100.566,53 68.167,15
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 52.377,65 87.787,75
davon an verbundene Unternehmen 14,84
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.082.233,08 1.091.047,58
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 11.703,00
8. Ergebnis nach Steuern 2.579.706,57 2.775.533,98
9. sonstige Steuern 7.006,40 5.008,92
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 2.500,00 10.000,00
11. Jahresüberschuss 2.570.200,17 2.760.525,06

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: CadCabel GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hohengandern
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Jena
Register-Nr.: 518588

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen wurden bei der Aufstellung des Anhangs in Anspruch genommen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die im Geschäftsjahr angeschafften, geringwertigen Vermögensgegenstände mit Netto-Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden analog den steuerlichen Vorschriften des § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei der Bewertung der Drähte und Kabel wird neben dem Materialpreis ein aus den Börsenpreisen (DEL) des Geschäftsjahres 2022 ermittelter durchschnittlicher Kupferzuschlag berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip des § 253 Abs. 4 HGB wurde beachtet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten die Material- und Fertigungskosten. Verwaltungskosten, Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen oder für betriebliche Altersvorsorge wurden nicht einbezogen.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen wurden mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Flüssige Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt (§253 Abs. 1 HGB).

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG hat sich im Geschäftsjahr 2010 ein einmaliger Auflösungsbetrag in Höhe von EUR 34.332,00 ergeben, der in die Gewinnrücklage eingestellt wurde. Von der Übergangsregelung nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Pensionsrückstellung wurde im Vorjahr aufgelöst.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt (§ 253 Abs. 1 S.2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten und passive latente Steuern wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- bzw.- Herstellungskosten
1. Jan. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen 31. Dez. 2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.999,60 7.697,98 3.069,00 64.628,58
Geschäfts- oder Firmenwert 489.404,50 0,00 0,00 489.404,50
549.404,10 7.697,98 3.069,00 554.033,08
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.076.947,99 0,00 0,00 2.076.947,99
Technische Anlagen und Maschinen 5.050.086,39 1.736,50 1.007,25 1.337.131,30 6.387.946,94
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.025.054,85 306.404,90 298.359,92 2.033.099,83
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.096.941,61 317.225,35 0,00 -1.337.131,30 77.035,66
10.249.030,84 625.366,75 299.367,17 0,00 10.575.030,42
10.798.434,94 633.064,73 302.436,17 0,00 11.129.063,50
Abschreibungen
1. Jan. 2022
EUR
Abschreibungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez. 2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.565,60 7.837,98 3.067,00 52.336,58
Geschäfts- oder Firmenwert 489.403,50 0,00 0,00 489.403,50
536.969,10 7.837,98 3.067,00 541.740,08
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 899.990,80 74.716,00 0,00 974.706,80
Technische Anlagen und Maschinen 4.771.024,39 142.473,80 1.006,25 4.912.491,94
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.661.326,85 173.124,90 188.291,92 1.646.159,83
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.332.342,04 390.314,70 189.298,17 7.533.358,57
7.869.311,14 398.152,68 192.365,17 8.075.098,65
Buchwerte
31. Dez. 2022
EUR
31. Dez. 2021
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.292,00 12.434,00
Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
12.293,00 12.435,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.102.241,19 1.176.957,19
Technische Anlagen und Maschinen 1.475.455,00 279.062,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 386.940,00 363.728,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77.035,66 1.096.941,61
3.041.671,85 2.916.688,80
3.053.964,85 2.929.123,80

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 Jahre festgelegt. Der Erinnerungswert beträgt EUR 1.

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 2.180.559,99 EUR (Vorjahr: 1.561.341,31EUR).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2022
TEUR
Stand zum 31.12.2021
TEUR
Steuerrückstellungen 1.478,5 749,5
Sonstige Rückstellungen 506,5 456,8
Rückstellungen gesamt 1.985,0 1.206,3

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich i. H. v. TEUR 410,0 (Vorjahr: TEUR 341,9) Rückstellungen für Jahresabschluss- u. Beratungskosten i. H. v. TEUR 72,2 (Vorjahr: TEUR 90,6).

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 41.005,00 EUR).

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Aufgliederung der Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022 TEUR kleiner 1 J.
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 613,6 243,0 370,6
erhaltene Anzahlungen 9,6 9,6 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 756,7 756,7 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 473,5 473,5 0,0
Summe 1.853,4 1.482,8 370,6

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit Betrag
EUR
Sicherung Betrag
EUR
Vermerk Vorjahr
gegenüber Kreditinstituten 613.609,70 613.609,70 1, 2, 4 844.787,88
aus Lieferungen und Leistungen 756.653,53 589.945,81 6 459.403,82
Summe 1.370.263,23 1.203.555,51 1.304.191,70

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen

2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen

3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten

4 = Sicherungsübereignung Vorräte

5 = Sicherheitsabtretung Forderungen

6 = Eigentumsvorbehalt

Latente Steuern

Die temporären Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen in der Bilanz führen zu passiven latenten Steuern (Steuerlatenzen) in Höhe von 11,7 TEUR. Hierbei wurde ein Steuersatz von 29,65 % zugrunde gelegt. Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus temporären Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz im Anlagevermögen.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Art der Verpflichtung Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 2 - 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Bestellobligo für Vorräte 16.106,90 16.106,90 0,00 0,00
Fahrzeugleasing 141.823,36 68.771,40 73.051,96 0,00
Geräte- und Maschinenleasing 110.754,38 63.530,42 47.223,96 0,00
Raummiete 61.598,87 61.598,87 0,00 0,00
Summe 330.283,51 210.007,59 120.275,92 0,00

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind im laufenden Geschäftsjahr nicht angefallen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 118,00
Angestellte 24,00
leitende Angestellte 3,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 145,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Sven Hanzel ausgeübter Beruf: Physiker

Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Kreditentwicklung Betrag
EUR
Stand bisheriger Kredite 16.276,76
Rückzahlungen im Berichtsjahr 7.104,62
Neuvergaben im Berichtsjahr 138.000,00
= neuer Kreditbestand 147.172,14
Kreditkonditionen neu vergebener Kredite
Auszahlungsbetrag 138.000,00
Rückzahlungsbetrag 0,00
Zinssatz 1,62%
Laufzeit 1 Jahr
Sicherheiten keine

Der Gesamtbetrag der Forderungen gegen Geschäftsführer beläuft sich auf EUR 147.172,14.

Unbeschränkte Haftung an Unternehmen

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter folgender Unternehmen:

Name CAD CABEL Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG
Sitz Hohengandern
Rechtsform GmbH & Co. KG

Die Gesellschaft ist nicht am Nennkapital der KG beteiligt und erhält nur eine Haftungsvergütung.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 2.570.200,17 EUR. Er wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von 8.454.250,59 EUR.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hohengandern, 06. Juni 2024

gez. Sven Hanzel

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die CadCabel GmbH, Hohengandern

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CadCabel GmbH, Hohengandern, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CadCabel GmbH, Hohengandern, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, den 7. Juni 2024

Prof. Dr. Ludewig u. Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Burkhard Muster, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Ök. Dietke Sauer, Wirtschaftsprüferin

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