HyLaw GmbH
Selbe AdresseErbringung sonstiger juristischer Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Fischer seit 11.11.2024 | Prokura |
Petra Wergen-Krause seit 11.11.2024 | Prokura |
Martin Link seit 11.11.2024 | Prokura |
Frank Albrecht seit 11.11.2024 | Prokura |
Roland Martin Dr. Quinten seit 8.7.2024 | Geschäftsführer |
Christopher Büchel seit 12.1.2024 | Geschäftsführer |
Bernd Dr. Richter seit 4.7.2001 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 13.44% | |
ROLAND Assistance GmbHEigenbeteiligung | 10.75% |
Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG | 9.80% |
| 9.80% | |
VHV Holding AG | 6.16% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ROLAND Assistance GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024LAGEBERICHTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Das Geschäftsjahr 2024 war erneut von einer hohen Volatilität an den Kapitalmärkten geprägt. Makroökonomische Faktoren und politische Ereignisse beeinflussten die Entwicklung der globalen Aktien- und Rentenmärkte maßgeblich. Dabei standen politische Unsicherheiten und wirtschaftliche Abkühlungstendenzen in Europa einer sehr resilienten US-Ökonomie gegenüber. Dies spiegelte sich neben dem erneut dominierenden Thema Künstliche Intelligenz auch in der starken Wertentwicklung der nordamerikanischen Aktienmärkte im Vergleich zu europäischen Aktien wider. Die globale Wirtschaft stabilisierte sich weiter, mit einem geschätzten realen Wachstum von 3,2 Prozent für 2024. Allerdings zeigten sich erhebliche regionale Unterschiede: Während die Eurozone lediglich ein Wachstum von 0,8 Prozent verzeichnete (Deutschland sogar -0,2 Prozent), demonstrierte die US-Wirtschaft mit 2,7 Prozent Wachstum bemerkenswerte Resilienz. Gestützt wurde diese durch einen robusten Arbeitsmarkt und positive Binnenmarktaussichten als Folge der zu erwartenden Politik der neuen US-Regierung. Die wirtschaftlichen Entwicklungen in der Eurozone und den USA spiegelten sich auch deutlich in den Inflationstrends wider. In der Eurozone sank die Inflationsrate im Jahresverlauf weiter und wird für Dezember 2024 bei 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwartet (zum Vergleich lag die Inflationsrate im Dezember 2023 bei 2,9 Prozent). In den USA zeigte sich die Inflationsrate im Jahresverlauf persistenter, sank aber insbesondere im zweiten Halbjahr und wird für Dezember 2024 bei 2,9 Prozent erwartet (zum Vergleich lag die Inflationsrate im Dezember 2023 bei 3,4 Prozent). Als Reaktion auf die sinkenden Verbraucherpreise leiteten die Zentralbanken eine geldpolitische Lockerung ein. Die EZB initiierte im Juli die erste von vier Zinssenkungen in Höhe von jeweils 25 Basispunkten, wodurch die Einlagenfazilität im Dezember 3,0 Prozent erreichte. Die US-Zentralbank Federal Reserve folgte diesem Trend im Herbst 2024 und senkte angesichts rückläufiger Inflationszahlen und einer Entspannung am US-Arbeitsmarkt den Leitzins um insgesamt 100 Basispunkte. Die Geldpolitik der Zentralbanken beeinflusste maßgeblich die Anleiherenditen am Kapitalmarkt. Während sich die Zinskurve in Folge der gesenkten Leitzinsniveaus weiter normalisierte, blieb das allgemeine Zinsniveau weiterhin über den Levels des Niedrigzinsumfeldes aus den Jahren vor 2022. Insbesondere die fiskalpolitische Aussicht in europäischen Ländern oder der USA ließen die Renditen der 10-jährigen Bundesanleihe bzw. der 10-jährigen US Treasuries auf 2,4 Prozent bzw. 4,6 Prozent steigen. Währenddessen verblieben die Risikoaufschläge von Unternehmensanleihen mit hoher Bonität weiter auf niedrigen Niveaus. Die globale makroökonomische Entwicklung spiegelte sich positiv an den Aktienmärkten wider, so dass der MSCI World in 2024 um 17,0 Prozent stieg. Zudem zeigte sich die wirtschaftliche Divergenz zwischen USA und Europa in den unterschiedlichen Wertentwicklungen von europäischen und US- Aktien. Der US-Aktienindex S&P 500 verzeichnete einen Wertzuwachs in Höhe von 23,3 Prozent getrieben durch das robuste Wirtschaftswachstum sowie der starken Überrendite von Technologiewerten und dem Trendthema Künstliche Intelligenz. Der EURO STOXX 50 wies wiederum nur eine Wertentwicklung i.H.v. 8,3 Prozent auf, wobei die Underperformance gegenüber US-Aktien im Jahr 2024 zu den schlechtesten der letzten Dekaden gehörte. Der Euro wertete gegenüber dem US-Dollar im Jahresverlauf um insgesamt 6,2 Prozent ab. Wesentlicher Treiber hierfür war auch hier die im zweiten Halbjahr klar auseinanderlaufende wirtschaftliche Aussicht in beiden Währungsräumen. Zudem werden auch die politischen Maßnahmen der US-amerikanischen Regierung eher mit inflationärer Folgewirkung abgeschätzt, so dass kurz- bis mittelfristig ein höheres US-Zinsniveau erwartet wird. Diese Entwicklung könnte negativ auf das Fernreisesegment der Tourismusbranche ausstrahlen. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT Die Gesellschaft erbrachte in 2024 Dienstleistungen in den folgenden drei strategischen Geschäftseinheiten: Automotive & Technik, KfZ-Assistance im Rahmen von Mobilitätskonzepten im In- und Ausland sowie Fuhrpark- und Schadenmanagement Gesundheit & Mobilität, Reisemedizinische Beratung, Reise- und Transportlogistik, Concierge Services, Regulierung von Reiseversicherungen, medizinische Gesundheitsberatung, Reha- und Pflegemanagement, Chroniker- und Notfallbetreuung Schaden & Schutzbrief Servicetelefonie, Schaden- & Vertragsbearbeitung, Organisation und Regulierung von Dienstleistungen im Segment Kfz-Schutzbrief (National/ International), Fahrradschutzbrief, Haus- und Wohnungsschutzbrief sowie für nationale und internationale B2C-Notrufkonzepte GESCHÄFTSENTWICKLUNG Die Umsätze aus dem Dienstleistungsgeschäft der Gesellschaft sind gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent gesunken und erreichten insgesamt 65.927,0 Tsd. €. Die Schadenausgleichszahlungen trugen mit einem Plus von 1,9 Prozent positiv zur Umsatzentwicklung bei. In Summe war ein Rückgang über alle strategischen Geschäftseinheiten im Dienstleistungsumsatz (ohne Schadenausgleichszahlungen) um 3,0 Prozent zu verzeichnen. Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen sanken von 66.477,8 Tsd. € im Vorjahr auf 65.927,0 Tsd. €. Bereinigt um die Zahlungen zum Schadenausgleich fielen die Umsatzerlöse von 36.958,1 Tsd.€ im Vorjahr auf 35.838,4 Tsd.€ im Berichtsjahr. Neben den Dienstleistungs-Erlösen werden unter den Umsätzen weitere Erlöse in Höhe von 1.554,7 Tsd. € (Vj. 2.085,6 Tsd. €) ausgewiesen. Hohe prozentuale Rückgänge waren im Geschäftsfeld Gesundheit & Mobilität zu verzeichnen (10,3 Prozent im Vergleich zu 2023). Das ist im Wesentlichen auf gekündigte Verträge von Großkunden zurückzuführen, die durch Umsatzzuwächse bei anderen Kunden nicht vollständig kompensiert werden konnten. Die Kündigungen waren bereits zum Beginn des Geschäftsjahres 2024 bekannt und wurden im Budget entsprechend berücksichtigt. Leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr war das Geschäftsfeld Schaden & Schutzbrief (-0,8 Prozent im Vergleich zu 2023). Das Geschäftsfeld Automotive & Technik blieb mit einer sehr geringen Umsatzsteigerung von 0,1 Prozent auf Vorjahresniveau. Auch im Jahr 2024 blieb der Fachkräftemangel weiterhin ein Thema, das den Fokus der Unternehmensführung erfordert. Um die Servicequalität sicherzustellen, auch unter Berücksichtigung der weiterhin hohen Fluktuation, wurde strategisch entschieden, verstärkt externe Dienstleister einzusetzen. Das Management des Unternehmens konnte auch in 2024 sicherstellen, dass die notwendige Liquidität jederzeit gegeben war. Zur Sicherstellung besteht wie in den Vorjahren die Möglichkeit einer Inanspruchnahme des mit der ROLAND Rechtsschutz vereinbarten Schuldschein-Darlehens. Dieses Darlehen wurde bis zum Bilanzstichtag in Höhe von 1,0 Mio. € in Anspruch genommen. Ebenfalls besteht seit 2023 ein Schuldscheindarlehen bei der italienischen Tochtergesellschaft Assistance Partner Services s.r.l. (Brixen), das zum Bilanzstichtag in Höhe von 1,5 Mio. € in Anspruch genommen wurde. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr nochmals gestiegen. Das Leistungsvolumen stieg um 1.531,1 Tsd.€ auf 49.372,1 Tsd. €. Die in den Aufwendungen für bezogene Leistungen enthaltenen Schadenausgleichszahlungen stiegen um 602,9 Tsd. €. ROLAND Assistance beschäftigte im Durchschnitt 239 festangestellte Mitarbeiter (Vj.: 259). Die Personalaufwendungen sanken um 1.934,9 Tsd. € auf 15.240,2 Tsd. €. Die Personalkostenquote auf Basis der Dienstleistungs-Umsatzerlöse ohne Zahlungen zum Schadenausgleich blieb mit 42,5 Prozent deutlich unter dem Vorjahresniveau von 46,5 Prozent. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 245,8 Tsd. € auf 3.633,0 Tsd. €. Dieser Kostenanstieg ist im Wesentlichen auf erhöhte Ausgaben für externe EDV-Leistungen und gestiegene Betriebskosten für die Büroräumlichkeiten zurückzuführen. Unter Berücksichtigung einer Steuererstattung für Vorjahre in Höhe von 146,1 Tsd. € schließt das Geschäftsjahr 2024 nach Steuern mit einem Jahresüberschuss von 289,8 Tsd. € (Vj.: 421,9 Tsd. €) ab. VERMÖGENSLAGE UND FINANZLAGE Unter den Finanzanlagen werden sowohl Anteile an Tochtergesellschaften als auch Beteiligungen ausgewiesen. Der 100-Prozent-Anteil der ROLAND AssistancePartner GmbH in Dresden beträgt unverändert 535,0 Tsd. €. Der 100-Prozent-Anteil an der in Italien ansässigen Assistance Partner Services S. r. l. beträgt wie im Vorjahr 900,0 Tsd. €. Die 19-prozentige Beteiligung am Aktienkapital der Astrum Assistance Alliance AG beträgt weiterhin 19,0 Tsd. CHF. An der assistance partner GmbH & Co. KG ist die Gesellschaft unverändert mit einem Anteil von 21,16 Prozent in Höhe von 205,9 Tsd. € beteiligt. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen (Anlagenquote) hat sich von 22,6 Prozent im Vorjahr auf 24,4 Prozent erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 7,0 Prozent auf 6.513,2 Tsd. €. Das Eigenkapital sank zum 31.12.2024 um 110,2 Tsd. € infolge der Gewinnausschüttung von 400 Tsd. € und des Jahresüberschusses in Höhe von 289,8 Tsd. €. Aufgrund der deutlich verminderten Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote auf 34,2 Prozent gegenüber 30,2 Prozent im Vorjahr. Ein wichtiger Beitrag zur Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft sind die von den Geschäftspartnern geleisteten Depotzahlungen zur Absicherung der Vorleistungen, welche durch die ROLAND Assistance erbracht werden. Zur weiteren Sicherstellung der Liquidität steht der Gesellschaft ein Schuldscheindarlehen der ROLAND-Rechtsschutz-Versicherungs-AG als Kontokorrent zur Verfügung, welches zum 31.12. in Höhe von 1,0 Mio. € in Anspruch genommen wurde. Ebenfalls wurde ein Schuldscheindarlehen bei der italienischen Tochtergesellschaft Assistance Partner Services s.r.l. (Brixen) in Höhe von 1,5 Mio. € in Anspruch genommen. Weitere Finanzierungsinstrumente werden für den laufenden Geschäftsbetrieb der ROLAND Assistance nicht benötigt. RISIKO- UND CHANCENBERICHT Risikosituation von ROLAND Assistance Grundsätzlich hat ROLAND Assistance mit jedem Kunden einen individuellen Dienstleistungsvertrag. Das Entgelt für diese Dienstleistungen ist im Wesentlichen von der Fallanzahl (Regulierungsvorgänge und Anzahl Telefonate), der Qualität der Betreuung (und damit der benötigten fachlichen Qualifikation) und der Tiefe der übernommenen Wertschöpfungsprozesse abhängig. Außerdem bietet ROLAND Assistance ihren Kunden Dienstleistungen an, für die sie finanziell in Vorleistung tritt. Die dargestellten finanziellen Beziehungen legen folgende Kategorisierung der Risiken nahe:
Des Weiteren werden die operationellen und sonstigen Risiken unterschieden. Umsatz- und Stornorisiko Das Umsatzrisiko entsteht im Wesentlichen dadurch, dass die geplanten Vorgänge und zu regulierenden Schadenfälle ausbleiben und die damit verbundenen Umsätze nicht realisiert werden, so dass die Kosten für das entsprechend vorgehaltene Personal nicht mehr gedeckt werden können. Unter den Umsätzen der einzelnen Kundenverbindungen von ROLAND Assistance im Geschäftsjahr 2024 beschreibt die größte negative Abweichung zwischen Plan- und Ist-Werten eine Unterschreitung des Plans um rund 1,7 Mio.€ (Vj. 1,6 Mio.€). Berücksichtigt man die Vielzahl der B2B-Kundenbeziehungen, welche ROLAND Assistance pflegt, so errechnet sich aus den im Geschäftsjahr 2024 beobachteten Abweichungen der geplanten Umsätze der einzelnen Kundenverbindungen von den tatsächlich erzielten Umsätzen eine Standardabweichung von rund 615 Tsd.€ (Vj. 393 Tsd.€). Die Umsatzerlöse von ROLAND Assistance sind auf 67,5 Mio. € gesunken (Vj. 68,6 Mio. €). Das Umsatzrisiko wird auch durch die Abhängigkeit des Vorgangsvolumens von den Witterungsverhältnissen sowie von etwaigen allgemeinen Bewegungseinschränkungen bestimmt. Beispielsweise steigt in der Geschäftseinheit Automotive und Technik die Anzahl zu regulierender Schadenfälle im Falle eines Wintereinbruchs. Andererseits reduziert sich das Volumen bei Einschränkungen der allgemeinen Mobilität. Das Stornorisiko entsteht dadurch, dass ein Großkunde kündigt und der zugehörige Fixkostenanteil nicht mehr gedeckt werden kann. Insgesamt weist ROLAND Assistance eine andauernd starke Abhängigkeit von ihren Großkunden auf. Unterscheidet man die Umsätze im Geschäftsjahr 2024 nach den einzelnen Kunden, so entfallen 39 Prozent (Vj.: 38 Prozent) des gesamten Umsatzes auf die drei größten Kunden (Gesamtanzahl gruppenexterne Kunden: 57; Vj.: 73). Auf das gruppeninterne Geschäft mit ROLAND Rechtsschutz und ROLAND Schutzbrief entfallen 27 Prozent (Vj.: 24 Prozent) des gesamten Umsatzes. Die Analyse der Risiken erfolgt in den monatlichen Sitzungen der Geschäftsführung und wird durch das Controlling vorgenommen. Anhand regelmäßiger Hochrechnungen überprüft das Controlling, ob die Geschäftsentwicklung planmäßig verläuft oder signifikante Abweichungen eingetreten sind. Dem Umsatz- und Stornorisiko begegnet ROLAND Assistance durch folgende Maßnahmen:
Das Risiko der Kündigung seitens eines Kunden hängt unter anderem auch von dessen Zufriedenheit mit der von ROLAND Assistance erbrachten Dienstleistung ab. Deshalb sind alle Maßnahmen zur Optimierung der Servicequalität der Geschäftsprozesse von besonderer Bedeutung für die Minimierung des Stornorisikos (vgl. Abschnitt "Operationelle und sonstige Risiken"). Ausfall- und Liquiditätsrisiko Das Ausfall- und Liquiditätsrisiko besteht für ROLAND Assistance im Wesentlichen darin, dass Kunden offene Forderungen nicht oder erst nach Fälligkeitsdatum begleichen. Mit dem Ausfall eines Kunden bleiben darüber hinaus die geplanten Umsätze aus. Insbesondere besteht ein Liquiditätsrisiko, sobald ROLAND Assistance gegenüber Dienstleistern in Vorleistung tritt. Bezogen auf den Jahresanfangsbestand an offenen Forderungen mussten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2,8 Prozent (Vj. 1,9 Prozent) der Forderungen einzelwertberichtigt werden. Der Liquiditätsgrad 1 (Verhältnis der flüssigen Mittel zum kurzfristigen Fremdkapital) ist im Geschäftsjahr 2024 leicht von 42,0 Prozent auf 42,9 Prozent gestiegen. Dem Ausfall- und Liquiditätsrisiko begegnet ROLAND Assistance durch folgende Maßnahmen:
Operationelle und sonstige Risiken Die Durchführung sämtlicher Geschäftsprozesse ist mit operationellen Risiken verbunden. Operationelle Risiken beschreiben die Gefahr von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen und ausgelagerten Prozessen sowie aus mitarbeiter- und systembedingten oder externen Vorfällen. Zu den sonstigen Risiken zählen im Wesentlichen das strategische Risiko und das Reputationsrisiko. Das strategische Risiko ist das Risiko, welches sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen ergibt. Dazu zählt auch das Risiko, dass Entscheidungen nicht oder nicht rechtzeitig an ein geändertes Wirtschaftsumfeld angepasst werden. Das Reputationsrisiko ist das Risiko, das sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Gesellschaftern, Behörden) ergibt. Die Maßnahmen von ROLAND Assistance zur Minimierung der operationellen und der sonstigen Risiken sind teilweise bereits in den vorher dargestellten Risikokategorien aufgeführt. Darüber hinaus begegnet ROLAND Assistance den Risiken durch folgende Maßnahmen:
Gesamtbild der Risikolage Die Umsatzerlöse sind in 2024 gegenüber dem Vorjahr auf 67,5 Mio. € (Vj. 68,6 Mio. €) gesunken. Es ergibt sich ein Jahresüberschuss von 0,3 Mio. € (Vj. 0,4 Mio. €). Darüber hinaus sind derzeit keine weiteren Entwicklungen zu erkennen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von ROLAND Assistance nachhaltig beeinträchtigen könnten. PROGNOSEBERICHT 1 Das Jahresergebnis 2024 lag in Folge der Sondereffekte im Bereich der sonstigen betrieblichen Erträge und des Steueraufwands über dem prognostizierten Ergebnis. Für Januar 2025 können wir gegenüber der Vorjahresperiode insgesamt ein Umsatzvolumen auf Vorjahresniveau feststellen, wobei die Honorarerträge gegenüber Januar 2024 deutlich gestiegen sind. Für das Jahresende 2025 prognostizieren wir ein Ergebnis vor Steuern im unteren sechsstelligen Bereich.
Köln, den 21. Februar 2025 Die Geschäftsführung Dr. Quinten Büchel Dr. Lütje BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2024Aktiva
Passiva
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2024
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20241. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Bei der Bewertung und dem Ausweis der Vermögens- und Schuldposten wurden die Vorschriften des HGB und die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung beachtet. Das Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Abs. 5 HGB wird beachtet. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Sie werden entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwischen ein und 15 Jahren. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert bis zu 800,00 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In Höhe des Bilanzwertes der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände von 2.030.063,63 € besteht eine Ausschüttungssperre. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten, soweit nicht außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderungen vorzunehmen waren. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 HGB wurde beachtet. Das Umlaufvermögen wird - ggf. vermindert um Abschreibungen nach § 253 Abs. 4 HGB - mit Anschaffungskosten bilanziert. Zur Abdeckung allgemeiner Ausfallrisiken wurde auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet und aktivisch abgesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe des auf das Folgejahr entfallenden Anteils an den Aufwendungen/Erträgen gebildet. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung bestimmter Altersversorgungs- oder ähnlicher Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, wurden mit diesen Rückstellungen verrechnet. Der Saldo aus Zeitwert (=Anschaffungskosten) dieser Vermögensgegenstände und den entsprechenden Rückstellungen beträgt im Berichtsjahr 24,6 Tsd. € (Vj.:62,2 Tsd. €) und wird als Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. In gleicher Höhe besteht eine Ausschüttungssperre im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Der Rechnungszinsfuß beläuft sich zum 31.12.2024 auf 1,90 Prozent (Vj: 1,83 Prozent); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zur Bewertung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,97 Prozent (Vj: 1,76 Prozent) beträgt -0,5 Tsd. € (Vj. 0,5 Tsd. €). Der Gesamtbetrag der Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beträgt 2.054,7 Tsd. € (Vj. 2.310,5 Tsd. €). Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungs-verpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Bei der Ermittlung der Rückstellung für Altersteilzeit sowie für Jubiläumsleistungen wurde ein Rechnungszins von 1,97 Prozent (Vj. 1,76 Prozent) für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Der Gehaltstrend wurde mit 2,5 Prozent (Vj. 2,5 Prozent) und die Fluktuation mit 3,0 Prozent (Vj. 3,0 Prozent) angenommen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Aufwendungen und Erträge wurden, soweit sie auf eine fremde Währung lauteten, mit dem Devisenkurs zum Zeitpunkt ihrer Entstehung bewertet. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Ertragsteuersatzes von 32,45 Prozent, eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wäre in der Bilanz als passive latente Steuer anzusetzen. Im Falle einer Steuerentlastung wird der Entlastungsbetrag nur so weit angesetzt, als ihm eine passive latente Steuer in gleicher Höhe gegenübersteht. Aus den Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz (insbesondere selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände, Wertberichtigungen auf Forderungen sowie sonstige Rückstellungen) ergeben sich im Saldo passive latente Steuern in Höhe von 159,9 Tsd. €. Die Gesellschaft übt das Wahlrecht, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz zu verzichten, in der Gestalt aus, dass aktive latente Steuern auf Verlustvorträge lediglich in Höhe der sich ergebenden passiven latenten Steuern angesetzt werden. Es wird entsprechend der Planungsrechnung der Gesellschaft von der Werthaltigkeit dieser verrechneten aktiven latenten Steuern ausgegangen. 2. Erläuterungen zur Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem folgenden Anlagespiegel dargestellt:
Am voll eingezahlten Stammkapital der ROLAND AssistancePartner GmbH, Dresden, ist die Gesellschaft zu 100 Prozent beteiligt. Diese Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2024 ein Eigenkapital von 1.022,2 Tsd.€ und einen Jahresüberschuss von 42,4 Tsd. € aus. Am voll eingezahlten Stammkapital der Assistance Partner Services s.r.l., Brixen/Bressanone (Italien), in Höhe von 10,0 Tsd. € ist die Gesellschaft zu 100 Prozent beteiligt. Diese Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2024 ein Eigenkapital von 1.553,0 Tsd.€ und einen Jahresüberschuss von 161,7 Tsd. € aus. Die Kommanditeinlage bei der assistance partner GmbH & Co. KG, München, beträgt nominal 216,6 Tsd. € (= 21,66 Prozent). Im Geschäftsjahr 2023 weist diese Beteiligungsgesellschaft ein Eigenkapital von 1.782,1 Tsd. € und einen Jahresüberschuss von 632,1 Tsd. € aus. Am voll eingezahlten Aktienkapital der Astrum Assistance Alliance AG, Zürich (Schweiz), in Höhe von 100,0 Tsd. CHF ist die Gesellschaft zu 19,0 Prozent beteiligt. Im Geschäftsjahr 2023 weist diese Beteiligungsgesellschaft ein Eigenkapital von 200,4 Tsd. CHF und ein Ergebnis nach Steuern von 7,7 Tsd. CHF aus. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 862,0 Tsd. € (Vj. 1.042,4 Tsd. €), für Umstrukturierungsmaßnahmen 410,0 Tsd. € (Vj. 565,6 Tsd. €) für Urlaubsansprüche und Überstunden in Höhe von 418,2 Tsd. € (Vj. 433,8 Tsd. €), für Kosten im Zusammenhang mit der Beantragung der Forschungszulage für selbst erstellte Software in Höhe von 260 Tsd. €, Schadenausgleichszahlungen in Höhe von 255,0 Tsd. € (Vj. 220,0 Tsd. €), für Sonderzahlungen in Höhe von 210,2 Tsd. € (Vj. 342,1 Tsd. €), für Jubiläen und Altersteilzeit 198,7 Tsd. € (Vj. 270,4 Tsd. €) und für potenzielle Rechtsstreitigkeiten aus möglichen Schadenersatzforderungen in Höhe von 100,0 Tsd. € (Vj. 100,0 Tsd. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen zum 31.12.2024 2.618.511,70 € (Vj: 4.214.325,58 €). Die Laufzeiten betragen wie im Vorjahr bis zu einem Jahr. Die Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt 67.481,7 Tsd. € (Vj. 68.563,25 Tsd.€) gliedern sich im Wesentlichen auf in die Segmente Automotive & Technik (14.089,7 Tsd. €; Vj. 14.073,5 Tsd. €), Schaden & Schutzbrief (12.783,6 Tsd.€; Vj. 12.887,3 Tsd. €) sowie Gesundheit & Mobilität (8.965,1 Tsd.€; Vj. 9.997,3 Tsd. €). Darüber hinaus wurden Umsätze zur Schadenausgleichszahlung in Höhe von 30.088,7 Tsd.€ (Vj. 29.519,8 Tsd.€) erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit 645,6 Tsd. € die Aktivierung einer Forschungszulage für die selbst erstellte Software. Hierzu besteht eine Forderung in entsprechender Höhe, die unter den sonstigen Vermögensgegenständen bilanziert wird. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von 59,6 Tsd. € (Vj. 0,00 €) resultieren im Wesentlichen aus Tagesgeldanlagen bei den Hausbanken der Gesellschaft und in geringem Umfang aus Steuererstattungszinsen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten in Höhe von 5,1 Tsd. € (Vj. 3,6 Tsd. €) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. In Höhe von 77,3 Tsd. € (Vj. 115,2 Tsd. €) fielen im Geschäftsjahr Zinsen aus einem von der ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG vergebenen Schuldscheindarlehen an. In Höhe von 78,5 Tsd. € (Vj. 49,8 Tsd. €) fielen Zinsen aus einem im Geschäftsjahr von der Assistance Partner Services s. r. I. vergebenen Schuldscheindarlehen an. 3. Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:
4. Sonstige Angaben Direkter Anteilseigner der ROLAND Assistance mit 51 Prozent war bis zum 31.12.2024 die ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Köln. Dieser Geschäftsanteil wurde zum 01.01.2025 auf die RO- LAND Schutzbrief-Versicherung AG übertragen, die damit direkter Anteilseigner der ROLAND Assistance ist. Der Konzernabschluss wird von der AXA S.A., Paris, für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufgestellt. Dieser Konzernabschluss hat für die ROLAND Assistance befreiende Wirkung. Der Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorites des Marches Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et de Societes) 572.093.920 hinterlegt. Der Konzernabschluss nach IFRS-Vorschriften der AXA S.A. wird durch die AXA Konzern AG, Köln, in englischer Sprache bei der das Unternehmensregister führenden Stelle offengelegt. Die Gesellschaft ist Teil einer Unternehmensgruppe, deren oberste Muttergesellschaft mit Sitz in Frankreich den französischen Umsetzungsregelungen zur globalen Mindestbesteuerung (OECD Pillar 2) ab dem Wirtschaftsjahr 2024 unterliegt. Darüber hinaus unterliegt die Gesellschaft in Deutschland ab dem Wirtschaftsjahr 2024 dem Mindeststeuergesetz und hat insbesondere die Regelungen zur nationalen Ergänzungssteuer zu beachten. Die Gesellschaft macht für die Wirtschaftsjahre bis 2026 aufgrund einer hinreichenden Steuerbelastung vom CbCR-Safe-Harbour Gebrauch und erwartet auch darüber hinaus keine steuerlichen Auswirkungen aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von §267 Abs. 3 HGB. Die ROLAND Assistance GmbH ist beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 18648 in das Handelsregister der Stadt Köln eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Köln Die postalische Anschrift lautet: Deutz-Kalker Straße 46, 50679 Köln. Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Der Geschäftsführung gehören bzw. gehörten die folgenden Personen an: Andreas Tiedtke, Vorstand der ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Hauptgeschäftsführer (bis 08.07.2024) Dr. Roland Quinten, Vorstand der ROLAND Schutzbrief-Versicherung AG, Hauptgeschäftsführer (ab 08.07.2024) Dr. Sebastian Lütje, Leiter Digitale Transformation der ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG (ab 08.07.2024) Joachim Schabacker, Leiter Vertrieb der ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG (bis 08.07.2024) Christopher Büchel, Geschäftsführer der ROLAND AssistancePartner GmbH (ab 12.01.2024) Johanna Metker, Leiterin Performance-Management der ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG, (08.07.2024 bis 02.12.2024) Die Geschäftsführer wurden im Geschäftsjahr von Konzernunternehmen vergütet. Nur in dem Umfang, in dem sie für die Gesellschaft tätig geworden sind, ist es im Rahmen der allgemeinen Konzernumlage zu einer Belastung unserer Gesellschaft gekommen. Aufgrund der Aufgaben, die die Geschäftsführer bei den anderen Konzerngesellschaften haben, ist diese anteilige Vergütung mitunter gering. Da sich bei der Gesellschaft die individuelle Vergütung der anderen Geschäftsführer errechnen ließe, wurde eine Nennung aufgrund § 286 Abs. 4 HGB nicht vorgenommen. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Geschäftsführern bzw. ihren Hinterbliebenen wurden Rückstellungen in Höhe von 107.254,00 € (Vj. 97.616,00) gebildet. Auf eine Nennung der Gesamtbezüge der früheren Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 239 (Vj. 259) Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen) beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 24 (Vj. 17) Aushilfskräfte zur Unterstützung der 24-Stunden-Dienste im Innendienst beschäftigt. Die angefallenen Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen betrugen im Geschäftsjahr 2024 insgesamt 72.828,00 €. Eine Dauerverbindlichkeit im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB besteht in Höhe von 81.300,00 € (netto) aus dem Mietvertrag mit der ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG über die von der Gesellschaft genutzten Büroräumlichkeiten. Der Mietvertrag ist kündbar mit einer Frist von drei Monaten zum Quartalsende. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 311.755,27 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Köln, den 21. Februar 2025 Die Geschäftsführung Dr. Quinten Büchel Dr. Lütje Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Roland Assistance GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Roland Assistance GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Roland Assistance GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 6. März 2025 KPMG
AG
Thomas Kagermeier, Wirtschaftsprüfer Mirko Bramkamp, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses 2024 erfolgte am 7. März 2025. Die Gesellschafterversammlung beschloss, den Bilanzgewinn in Höhe von 311.755,27 € auf neue Rechnung vorzutragen. |
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