Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 21462
Vorher
ipoque GmbHR & S Cybersecurity ipoque GmbH
Eingetragen
23.3.2005
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Erstellung und der Vetrieb von Computerund Netzwerkprodukten inklusive dem regelmäßigen Support den Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Loges
seit 11.8.2025
Geschäftsführer
Sebastian Richter
seit 11.7.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
RUSA-Rohde & Schwarz Anlagen GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ipoque GmbH

Leipzig

Jahresabschluss zum 30. Juni 2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021/22

ipoque GmbH, Leipzig

A. Grundlagen des Unternehmens

Unsere Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der RUSA - Rohde & Schwarz Anlagen GmbH, München und wurde in den von der Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG, München aufgestellten Konzernabschluss zum 30.06.2022 einbezogen.

Das Unternehmen ipoque GmbH wurde im Jahr 2005 in Leipzig gegründet und im Jahr 2011 zu 100% durch die Rohde & Schwarz Gruppe übernommen. Seitdem hat sich das Unternehmen zu einem führenden Hersteller von Lösungen der IP-Netzwerkanalyse entwickelt.

ipoque ist ein führender Anbieter von Deep Packet Inspection (DPI) Software, die exakte Erkennung des IP-basierten Netzverkehrs ermöglicht. Dies erfolgt auch unter Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellen Lernen (ML) Ansätzen. Anbieter von Netzwerkmanagement, Netzwerkanalyse und Netzwerksicherheit können so ihre Produkte mit modernsten IP-Netzwerkanalysefunktionen ausstatten. Dies ist mit der Entwicklung von 5G und zukünftig 6G unverzichtbar. Rohde & Schwarz bietet Kommunikationsdienstleistern zudem eine ganzheitliche IP-Netzwerkanalyse-Plattform, die ihnen Einsicht in das Netzwerkverhalten, die Netzwerkperformance sowie Trends bietet. Das Herzstück bleibt dabei die Kernkompetenz der ipoque: die Deep Packet Inspection-Softwarebibliothek R&S®PACE 2.

Das Unternehmen fokussiert vertriebs- und produktseitig Kunden des öffentlichen und Unternehmenssektors in Europa, Nordamerika und Asien. Die Kunden werden vom unternehmenseigenen Vertrieb oder der Unternehmensgruppe betreut. Den Kunden werden Einzelprodukte, Produktpakete im Sinne eines projektbasierten, lösungsorientierten Ansatzes aber auch komplexe, maßgeschneiderte Lösungen angeboten.

Das Unternehmen hat drei Standorte in der Bundesrepublik Deutschland. Einige Funktionen des Unternehmens werden durch andere Konzerngesellschaften erbracht, beispielsweise, aber nicht ausschließlich, Buchhaltung, Einkauf und Rechtsberatung.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Zunächst konnte sich die Weltwirtschaft im zurückliegenden Geschäftsjahr von den Folgen der Corona-Pandemie in großen Teilen erholen. Auftragseingänge legten spürbar zu. Entgegengesetzte Auswirkungen hatte der Ukraine-Krieg.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete im Kalenderjahr 2021 wieder ein Plus von 2,7 %. Ein noch stärkeres Signal für die Erholung setzte das weltweite Wirtschaftswachstum mit einem Anstieg von 5,8 %. Im Schatten des globalen Pandemie-Geschehens war diese Entwicklung mit außerordentlichen unternehmerischen Anstrengungen verbunden. Lockdowns unterschiedlichen Ausmaßes hatten operative Geschäftstätigkeiten weiterhin branchenübergreifend beeinflusst, angespannte internationale Lieferketten bestimmten den Welthandel.

Mit Ausbruch des Krieges in der Ukraine verschärfte sich in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres die geopolitische und gesamtwirtschaftliche Situation deutlich. Lieferketten gerieten weiter unter Druck, Rohstoffpreise erreichten immer neue Allzeithochs, erste Engpässe bei der Energieversorgung zeichneten sich ab. Folgerichtig ist die Prognose für das Wachstum des deutschen BIP für das gesamte Kalenderjahr 2022 auf 1,8 % korrigiert worden.

Außenwirtschaft

Exporte in die Russische Föderation brachen aufgrund internationaler Sanktionen um mehr als 60 % ein. Das Handelsvolumen mit dem Vereinigten Königreich ging in Folge des EU-Austritts ebenfalls weiter zurück. Den widrigen Umständen zum Trotz spiegelt der Vorjahresvergleich deutscher Außenhandelsaktivitäten dennoch die allgemeine weltwirtschaftliche Erholung im Berichtszeitraum. Ein- und Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen lagen im April 2022 kalender- und saisonbereinigt 12,9 % beziehungsweise 28,1 % über dem Vorjahresniveau. Positiv wirkte sich vor allem der Außenhandel mit China aus, der sich noch im Frühjahr 2022 unbeeinflusst von den anhaltenden Lockdowns in der Volksrepublik zeigte.

Geldwertstabilität

Auswirkungen des Konflikts in Osteuropa bestimmen auch über den Berichtszeitpunkt hinaus die Inflation in der Eurozone. Diese war bereits im Mai 2022 im Vergleich zum Vorjahresniveau um mehr als sechs Prozentpunkte auf 8,1% angestiegen. Zum selben Zeitpunkt lag Deutschland mit einer Inflation von 7,9 % nur knapp unter dem Eurozonen-Durchschnitt. Ähnlich drastisch zeigten sich die Auswirkungen auf den Euro, der im Vergleich zum Dollar stetig an Wert verlor. Mit Abschluss des zweiten Quartals 2022 verblieb der Euro geschwächt bei 1,05 EUR/USD.

Arbeitsmarkt

Die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt stellt sich ambivalent dar. Zwar war die Arbeitslosenquote im Berichtszeitraum insgesamt leicht rückläufig. Gleichzeitig verstärkte die stetig wachsende Nachfrage aber den Fachkräftemangel. Die Zahl der gesamten offenen Stellen erreichte im ersten Quartal 2022 einen Rekordstand von 1,7 Millionen - die höchste Anzahl seit der Wiedervereinigung.

Rohstoff- und Bauteilemarkt

Eine der größten Herausforderungen der aktuellen Krise liegt in der Versorgungslage mit energetischen Rohstoffen. Rohöl der Sorte Brent etwa erreichte im März 2022 mit einem Preis von mehr als 120 USD pro Barrel einen 14-jährigen Höchststand. Noch kritischer entwickelte sich die Erdgasversorgung. Handelsembargos gegenüber Russland, Lieferstopps ihrerseits, eine sinkende inländische Produktion und fehlende Alternativen belasten auch über den Berichtszeitraum hinaus die Industrie in Deutschland, Europa und der Welt.

Der weltweite Halbleitermarkt wuchs im Jahr 2021 preisgetrieben über die gesetzten Erwartungen hinaus um knapp 26,2 %. Bei vielen Spezialchips limitierte die Produktionskapazität allerdings weiter das Volumenwachstum. Zusätzlich führten anhaltende Lieferkettenengpässe und pandemiebedingte Lockdowns zu einer weiteren Verknappung von Komponenten und Bauteilen am Markt. Reduzierte Verfügbarkeiten und sprunghaft steigende Preisen auf breiter Front waren die Folgen.

Ausblick

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Prognosen zu den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen vor allem aufgrund des Weiteren Pandemie-Verlaufs und des Ukraine-Konflikts global schwer abschätzbaren Unsicherheiten unterliegen.

Im Verlauf des Jahres 2022 wird im Vergleich zum Vorjahr ein deutlich schwächeres Wachstum der Weltwirtschaft erwartet. Die Wachstumsprognose liegt bei 3,9 %. Schwellenländer sind bereits durch die aktuelle Wirtschaftslage besonders belastet. Die durch den Krieg in der Ukraine stark angestiegenen Nahrungsmittelpreise könnten zu weiteren geopolitischen Verwerfungen führen.

Bedingt durch die hohe Inflation hat sich die Europäische Zentralbank (EZB) zu einer Kehrtwende in ihrer Zinspolitik entschieden und die Politik der Anleihekäufe für beendet erklärt. Zudem ist im Juli 2022 der Leitzins zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt angehoben worden. Ziel ist es, damit die Inflationsrate positiv zu beeinflussen. Andererseits wirkt die Maßnahme den bislang sehr günstigen Finanzierungsbedingungen im Euro-Raum entgegen. Die Kapitalmärkte bleiben nach hohen Verlusten im ersten Halbjahr 2022 belastet. Es ist vor allem mit einer weiterhin hohen Volatilität zu rechnen.

Zeitenwende

Das Kriegsgeschehen im Osten Europas hat die gesellschaftliche Perspektive auf die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Deutschland grundlegend verändert. Das ist auch in der Diskussion um die Ausgestaltung einer sozialen Taxonomie der Europäischen Union spürbar. In einem historischen Akt hat die deutsche Bundesregierung ein Sondervermögen zur Stärkung der Bundeswehr in Höhe von 100 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Außerdem hat sich Deutschland zu den NATO-Bündnispflichten bekannt, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung auszugeben. Das bedeutet auch für die deutsche Industrie eine Zeitenwende - mit großen Herausforderungen, aber auch deutlich verbesserten Geschäftschancen.

Rohde & Schwarz positioniert sich in diesem zunehmend volatilen Umfeld als diversifizierter, kundenorientierter Technologiekonzern. Ausgerichtet auf unverändert wachsende Zukunftsmärkte einerseits und mit dem gestiegenen Potential in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung andererseits sieht sich der Konzern gegen mögliche Auswirkungen konjunktureller Rückschläge sowie geo- und wirtschaftspolitischer Entwicklungen gewappnet.

II. Geschäftsverlauf

1. Ertragslage

Im Berichtszeitraum wurde ein Auftragseingang in Höhe von 41,8 MEU erzielt, 173 % mehr als im Vorjahr (15,3 MEU). Es wurde für das vergangene Geschäftsjahr ein erhöhter Auftragseingang von 30 MEU prognostiziert, dieser konnte insbesondere durch die Gewinnung eines Großprojektes übertroffen werden. Für das Geschäftsjahr 2022/23 wird ein Auftragseingang von 13,0 MEU prognostiziert, da ein Kundenprojekt ähnlicher Größenordnung nicht erwartet wird.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 haben wir mit einem Rohergebnis von 17,4 MEU (Vorjahr: 22,8 MEU) einen Rückgang von 24 % zu verzeichnen.

Die Struktur der Erträge und Aufwendungen ist weitgehend gleichgeblieben. Gegenüber dem Vorjahr sind die Reisekosten gestiegen, da teilweise wieder vermehrt Kundenbesuche und Messeveranstaltungen durchgeführt werden konnten.

Der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2021/2022 betrug 20,7 MEU (Vorjahr: 19,5 MEU), wobei auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3,4 MEU (Vorjahr: 3,2 MEU) entfielen. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug 327 Personen (Vorjahr: 308 Personen).

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis von -16,0 MEU (Vorjahr: -7,7 MEU). Das Ergebnis vor Steuern verringerte sich auf -16,1 MEU (Vorjahr: -7,8 MEU). Das Ergebnis ist neben gestiegenen Fremdleistungen im Wesentlichen auf den verringerten Rohgewinn zurückzuführen.

Der Jahresfehlbetrag beträgt -16,0 MEU und liegt damit um 8,3 MEU über dem Vorjahreswert (-7,7 MEU).

Die Rendite des Gesamtkapitals (Betriebsergebnis im Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital) lag bei -70,5 % gegenüber -40,6 % im Vorjahr.

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unsere Verbindlichkeiten blieben stabil. Das Eigenkapital beträgt 15,8 MEU. Grund dafür ist die Erhöhung der Kapitalrücklage.

Die Verbindlichkeiten betragen 13,2 %, die Pensionsrückstellungen 2,0 % der Bilanzsumme. Die Bilanzsumme hat sich von 19,0 MEU insbesondere durch die Einzahlung in die Kapitalrücklage auf 25,1 MEU erhöht.

ROHDE & SCHWARZ finanziert sich als unabhängiges Unternehmen selbst und erwirtschaftet aus eigenen Erträgen das für das Wachstum zusätzlich notwendige Kapital. Die Eigenkapitalquote der ipoque beträgt 62,8 % (Vorjahr: 61,9 %).

Mit 0,7 MEU (Vorjahr: 2,2 MEU) betrug das Investitionsvolumen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 3,9 % vom Rohergebnis (Vorjahr: 9,4 %).

Die Gesellschaft ist in das Finanzmanagement des Mutterkonzerns eingebunden und kann so zur Unterstützung ihres operativen Geschäfts und zur Steuerung ihrer Finanzrisiken auf dessen Ressourcen zugreifen. Dadurch wird auch eine Optimierung des Zinsergebnisses und der Transaktionskosten aller Beteiligten erreicht. Soweit in diesem Zusammenhang liquide Mittel auf Gruppengesellschaften übertragen werden, versichern wir uns stets, dass diese die entstehenden Verbindlichkeiten zu jedem Zeitpunkt und uneingeschränkt erfüllen können. In concreto besteht ein Cashpool für inländische EUR-Bankkonten des Unternehmens mit übergeordneten Konzerngesellschaften, der mit ausreichend bemessenen, dem Budget entsprechenden, befristeten, internen Barkreditlinien unterlegt ist und die störungs- und unterbrechungsfreie Zahlungsverkehrsabwicklung zur Begleichung fälliger Verbindlichkeiten sicherstellt.

Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens wird durch die Bereitstellung konzerninterner Barkreditlinien sichergestellt und aus eigenen operativen Cashflows. Dieser Status wird auch das Geschäftsjahr 2022/2023 prägen. Umgekehrt kann aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns die Durchfinanzierung der Unternehmensentwicklung und -planung inkl. der geplanten Investitionen und Maßnahmen zur Marktanteilserhöhung als sichergestellt angesehen werden. Dieser Finanzierungsvorteil greift ebenfalls für herauszulegende Bürgschaften, Garantien, Akkreditive oder ähnliche Sicherungsinstrumente (sog. "Avale"), bspw. für Lieferanten oder im Projektgeschäft, da die in Rede stehenden Finanzinstrumente entweder durch eine übergeordnete Konzerngesellschaft oder eine Konzernbank unter Ausnutzung von bestehenden Konzernavallinien im Auftrag der ipoque übernommen werden können.

Das Unternehmen ist in seinem operativen Geschäft Ausfall- und Währungsrisiken ausgesetzt. Vor Aufnahme sowie im Verlauf einer Geschäftsverbindung prüfen wir regelmäßig die Kreditwürdigkeit unserer Kunden sowie die uns gegebenenfalls zur Verfügung stehenden Sicherheiten. Bei größeren Projekten oder Risikokumulationen setzen wir auch staatliche oder private Kreditversicherungen sowie Bankabsicherungen zur Risikosteuerung ein. Mittel- und langfristige Finanzierungen bieten wir unseren Kunden bei Bedarf über unsere Bankpartner an. Währungsrisiken bewerten wir gemeinsam mit der Finanzabteilung unserer Muttergesellschaft, mit der wir auch entsprechende Absicherungsgeschäfte tätigen. Nähere Angaben dazu sowie zur Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten finden sich im Anhang unseres Jahresabschlusses. Das Währungsmanagement berücksichtigt sowohl gebuchte als auch geplante Grundgeschäfte, welche in einer wirtschaftlichen Position je Währung zusammengefasst und kontinuierlich verfolgt werden. Währungseinflüsse auf unser operatives Geschäft resultieren unverändert vor allem aus dem US-Dollar.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist insgesamt als gut zu bezeichnen. Insbesondere durch die starke Kapital- und Liquiditätsausstattung ist das Unternehmen gut vorbereitet, um künftiges Wachstum zu finanzieren wie auch mögliche neue Rückschläge zu verkraften.

C. Forschung und Entwicklung *

1) Dieser Abschnitt ist mit Ausnahme der Angabe zur Mitarbeiterzahl kein prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts

Ein Kernbereich der Gesellschaft ist wie im Vorjahr die Entwicklung von Produkten im Bereich der IT-Netzwerkanalyse. Zirka 68 Prozent unserer Mitarbeiter waren durchschnittlich im Berichtszeitraum im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt.

Durch die strategische Pflege des gewerblichen Schutzrechtsportfolios wurden unsere Forschungs- und Entwicklungsfelder weiter abgesichert. Wesentliche Teile des produktbezogenen Umsatzes basieren auf Komponenten, für die Schutzrechte bestehen. Auch in dieser Unternehmensfunktion arbeitet ipoque eng mit zentralen Konzernabteilungen und externen Partnern zusammen, insbesondere hinsichtlich der systematischen Evaluation und rechtlichen Begutachtung möglicher Risiken betreffend eigene oder fremde Schutzrechte.

Die Entwicklung arbeitet nach agiler Methodik und bedient damit die verschiedenen Kundenprojekte als auch Produktentwicklungen.

D. Risikobericht

Grundprinzipien des Risikomanagements

Als global agierende Firmengruppe sind wir im Rahmen unseres weltweiten Geschäfts einer Vielzahl unterschiedlicher Risiken ausgesetzt. Erst die Bereitschaft, unternehmerische Wagnisse einzugehen, ermöglicht es uns, sich bietende Chancen zu nutzen. Wir nehmen daher angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf, wenn damit gleichzeitig entsprechende Möglichkeiten verbunden sind, die eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts erwarten lassen. Das Risikomanagement hat in diesem Zusammenhang die Aufgabe, die Sicherheit, mit der Strategie-, Wachstums- und Ertragsziele erreicht werden sollen, zu erhöhen.

Das Risikomanagement legt den Fokus auf die Identifizierung und Behandlung von Risiken. Es zielt dabei nicht nur auf die bestandsgefährdenden Risiken, wie es das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) fordert, sondern auf sämtliche wesentliche Risiken für die Rohde & Schwarz-Firmengruppe. Das Risikomanagementsystem orientiert sich an dem weltweit gültigen Risikomanagement-Standard der Internationalen Organisation für Normung. Die Norm ISO 31000:2018 "Risikomanagement - Leitlinien" gilt als Leitfaden für ein international anerkanntes Risikomanagementsystem und bildet das Rahmenkonzept für das Risikomanagementsystem der Rohde & Schwarz-Firmengruppe.

In Anlehnung an § 91 Abs. 2 AktG, KonTraG und § 289 HGB wurde der Risikomanagementzyklus für die ipoque GmbH im Berichtszeitraum erneut durchlaufen.

Organisation des unternehmensweiten Risikomanagements

Das Risikomanagementsystem basiert auf zentralen und dezentralen Elementen mit standardisierten Prozessen, Methoden und Werkzeugen. Das zentrale Unternehmensrisikomanagement ist zuständig für die Vorgabe eines firmengruppenweiten standardisierten Risikomanagementprozesses und die Risikoberichterstattung an die Geschäftsführung der Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG. Die Umsetzung des zentral vorgegebenen Risikomanagementprozesses geschieht dezentral in den Geschäftsbereichen, Werken und Tochtergesellschaften durch die jeweiligen Risikoverantwortlichen.

Risiken

Im Folgenden werden Risiken beschrieben, die nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens haben können (zu Finanzrisiken verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt "Vermögens- und Finanzlage"). Darüber hinaus können Risiken auf unsere Geschäftsaktivitäten Einfluss nehmen, die derzeit noch unbekannt sind.

Wettbewerbsumfeld

Die weltweiten Märkte für unsere Produkte, Lösungen und Dienstleistungen sind durch einen kontinuierlichen Wandel geprägt. Auch die Marktnachfrage ist Veränderungen unterworfen, die zum Teil durch rasante und signifikante Veränderungen infolge der Einführung innovativer Technologien bedingt sein können. Wettbewerber, die ihr Geschäft mit neuen Portfolioelementen erweitern oder neue Geschäftsmodelle einführen wollen, könnten zu dem Verlust von Marktanteilen führen. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir sowohl die bestehenden Wettbewerber, bekannte potenzielle Wettbewerber sowie die Markteintrittsbarrieren kontinuierlich beobachten und einen Informationsaustausch mit Industrieverbänden pflegen. Ebenso kontinuierlich überwachen und analysieren wir Markt- und Wettbewerbsdaten, um ungünstige Entwicklungen des Wettbewerbsumfelds besser voraussehen zu können. Das ermöglicht es, unsere Produktpalette an künftige Anforderungen anzupassen.

Wirtschaftliche, politische und geopolitische Rahmenbedingungen

Globale oder regionale wirtschaftliche und geopolitische Instabilität sowie anhaltende Unsicherheiten und herausfordernde Bedingungen in regionalen Märkten könnten unser Geschäft negativ beeinflussen. Es besteht ein Risiko, dass ein instabiles politisches, regulatorisches oder wirtschaftliches Umfeld in bestimmten Ländern erhebliche nachteilige geschäftliche Auswirkungen haben könnte. Ein terroristischer Angriff, Cyberkriminalität wesentlichen Ausmaßes, eine Reihe solcher Angriffe oder Vorfälle in großen Volkswirtschaften könnten die globale Konjunktur schwächen und sowohl das Geschäftsklima als auch das Konsumentenvertrauen einbrechen lassen. Als Folge davon könnte sich der Absatz unserer Produkte und Dienstleistungen verändern oder verzögern und damit unmittelbaren Einfluss auf unser Ergebnis haben. Um den Risiken in diesem Bereich zu begegnen, beobachten wir kontinuierlich Veränderungen in der wirtschaftlichen, politischen und geopolitischen Lage. Darüber hinaus führen wir Gespräche mit lokalen Behörden.

Verstärkter Protektionismus der Regierungen

Wir vermarkten unsere Produkte, Dienstleistungen und Lösungen weltweit. Aufgrund des internationalen Rahmens unserer Geschäftstätigkeit sind wir einer Vielzahl von Risiken und Herausforderungen ausgesetzt, von denen manche außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehört der seit einigen Jahren zunehmende staatliche Protektionismus, etwa in Form von Import- und Exportkontrollen, Zöllen und anderen Handelsbarrieren. Verzögerungen bei der Genehmigung sowie die Verweigerung von Genehmigungen, vor allem aus politischen Gründen, können sich erheblich auf unser Geschäft auswirken. Um diesen Risiken zu begegnen, beobachten wir kontinuierlich die weltweiten geopolitischen Entwicklungen und ihre Indikatoren und suchen die frühzeitige Kommunikation mit Regierungsstellen.

Cybersicherheit

Wir beobachten eine weltweite Zunahme von Bedrohungen der Cybersicherheit und ein steigendes Maß an Professionalität in der Cyberkriminalität. Diese stellen ein Sicherheitsrisiko für Produkte, Systeme und Netzwerke sowie für die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Daten dar. In diesem Zusammenhang unterliegen wir vor allem mit Behördenkunden einem erhöhten Risiko. Insbesondere ist seit Beginn der COVID-19-Pandemie zu beobachten, dass die Anzahl der Bedrohungen durch Cyberkriminalität steigt. Durch Verbesserungen an der Infrastruktur, der Zugangsverwaltung, der Einsatzmöglichkeiten von Homeoffice, konnten wir auch während der durch die Pandemie veränderten Arbeitssituation sichere und unterbrechungsfreie Abläufe ermöglichen. Zusätzlich zu den etablierten technischen und organisatorischen Kontrollen stärken wir das Bewusstsein der Mitarbeitenden, Angriffe frühzeitig zu erkennen und verbessert darauf zu reagieren. Damit wir Cyberangriffen nachhaltig begegnen können, wurde zudem ein Cyber-Resilience-Management und ein permanentes Cyber-Response-Team etabliert. Außerdem konzentrieren wir uns weiterhin auf die Erweiterung, Anpassung und Verbesserung der etablierten Sicherheitskontrollen sowohl im gesamten Unternehmen als auch in den Lieferketten.

Compliance-Risiken

Als ein weltweit tätiges Unternehmen sind wir unterschiedlichen, zunehmend komplexeren produkt- und länderbezogenen Regelungen, Gesetzen und Richtlinien ausgesetzt, die unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse beeinflussen. Eine Nichteinhaltung aktueller Vorgaben oder veränderte und neue regulatorische Anforderungen könnten zu behördlichen Strafzahlungen oder anderen Sanktionen, zur zeitweisen oder dauerhaften Schließung von Produktionsstätten, zu Ansprüchen von Dritten, Importbeschränkungen und negativer öffentlicher Aufmerksamkeit führen. Dies könnte unvorhergesehene Kosten zur Folge haben und sich negativ auf unsere Finanzlage sowie auf die Markteinführung von Produkten auswirken. Zusätzlich verarbeiten wir als global agierendes Unternehmen personenbezogene Daten von Mitarbeitenden, von Kunden sowie aus Geschäftspartnerschaften. Dabei sind wir an verschiedene Gesetze und Bestimmungen gebunden. Um den zuvor genannten Risiken entgegenzuwirken, überwachen wir das politische und regulatorische Umfeld in unseren Schlüsselmärkten, um mögliche Problembereiche zu identifizieren und zeitnah unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse an die veränderten Bedingungen anzupassen. Außerdem geben wir interne Regelungen und Vorgaben heraus und führen kontinuierlich Schulungsprogramme durch. Zusätzlich ergänzen interne Prüfungen im Hinblick auf die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften unser Maßnahmenportfolio. Zur Einhaltung von Compliance-Vorgaben haben wir eine Compliance-Organisation aufgebaut und einen weltweit gültigen Verhaltenskodex etabliert.

Personal

Unser Erfolg hängt wesentlich von unserer Fähigkeit ab, hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte in unserem Unternehmen zu halten und neue hinzuzugewinnen. Die begrenzte Verfügbarkeit entsprechender Fach- und Führungskräfte auf dem Arbeitsmarkt hat zu einem intensiven Wettbewerb geführt. Wir ergreifen Maßnahmen, die den beschriebenen Risiken begegnen und ihre negativen Auswirkungen mindern sollen. Hierzu gehören beispielsweise eine Personal- und Karriereplanung mit dem Ziel, Diversität und den richtigen Personalmix unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung zu erreichen. Konkret bauen wir Mitarbeitenden- und Führungskompetenzen durch gezielte Maßnahmen zur beruflichen Weiterentwicklung, Schulungen, Mentoren- und Coachingprogramme aus. Durch fokussierte Personalmarketingaktivitäten versuchen wir ebenfalls, diesem Risiko bereits frühzeitig zu begegnen.

Projekte

Wir sind an großen und komplexen Infrastrukturprojekten beteiligt. Zu den Risiken solcher Projekte gehören unerwartete technische Probleme, unvorhersehbare Entwicklungen an den Projektstandorten, Probleme bei unseren Partnerunternehmen, logistische Schwierigkeiten und politische Unsicherheiten. Daraus können erhebliche Mehrkosten, Haftung oder Vertragsstrafen resultieren. Das reine Projektmanagement wird dabei ergänzt durch ein spezifisches Risikomanagement für Großprojekte. Dazu ist ein Freigabeprozess festgelegt, der die Genehmigung von Haftungsobergrenzen und Vertragsstrafen bereits im Angebotsstadium firmengruppenweit bestimmt.

Lieferkette

Bei der Versorgung mit Komponenten und Dienstleistungen sind wir in stärker werdendem Maße auf Zulieferungen angewiesen. Zunehmend Dritte einzubeziehen, reduziert unsere Einflussmöglichkeiten auf Produktivität, Qualitätssicherung, Liefertermine und Kosten. Darüber hinaus können Währungseinflüsse unser operatives Ergebnis belasten.

COVID-19-Pandemie

Seit Beginn des Kalenderjahres 2020 sind wir von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen. Zu den wichtigsten Auswirkungen zählen unter anderem die Gefahr für die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden sowie die Schließung von Büros und Produktionsstätten aufgrund von COVID-19-Infektionen. Wir könnten negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit durch Einschränkungen der Lieferketten, Verzögerungen bei der Markteinführung bestimmter Produkte oder Veränderungen bei Installations- und Servicekapazitäten erleben. Weitere wichtige potenzielle Auswirkungen umfassen Umsatzrückgänge, beispielsweise aufgrund der Verschiebung von Investitionen, einer geringeren Nachfrage, Umverteilungen staatlicher Förderungen oder finanzieller Schwierigkeiten unserer Kunden. Um den Geschäftsbetrieb sicherzustellen und die Auswirkungen der Pandemie auf unser Geschäft zu reduzieren, haben wir ein breites Spektrum an Maßnahmen initiiert. Diese beinhalten unter anderem den Schutz unserer Mitarbeitenden (zum Beispiel durch Bereitstellung von persönlicher Schutzausstattung sowie Präventionsgrundsätze, COVID-19-Tests und Impfmöglichkeiten, Homeoffice, versetzte Arbeitszeiten zur Reduzierung physischer Kontakte sowie Reiserestriktionen), regelmäßige Treffen des Task-Force-Teams, die Koordination von lokalen Reaktionsplänen und die Gewährleistung einer engen Kommunikation mit Lieferanten. Wir beobachten die Lage kontinuierlich, einschließlich der Veränderungen von pandemiebezogenen Restriktionen, um neue Entwicklungen schnell zu erkennen, potenzielle Auswirkungen zu evaluieren, Risiken zu bewerten und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Kriegsgeschehen zwischen Russland und der Ukraine

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Risikoberichts konnte noch nicht abschließend beurteilt werden, welche Auswirkungen der Krieg in der Ukraine auf uns haben wird. Dies hängt unter anderem davon ab, inwieweit Partner, Lieferanten und Kunden von der Krise betroffen sein werden. Die durch diese Krise entstehenden Kostensteigerungen sind aktuell nicht abschätzbar, auch nicht, ob sie anhaltend wirken.

Einzelne oder aggregierte Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden oder eine nachhaltige und wesentliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage nach sich ziehen könnten, sind gegenwärtig nicht festzustellen oder bewegen sich im Rahmen der üblichen Marktschwankungen. Allerdings können solche Risiken niemals vollständig ausgeschlossen werden.

E. Chancen- und Prognosebericht

Diverse Einflüsse wie die nach wie vor anhaltende Corona-Pandemie, die angespannten weltweiten Lieferketten und die aus dem Ukraine Krieg resultierenden Effekte der weiter zunehmenden politischen Konflikte als auch der aktuell stark steigenden Inflation hat die Welt mit beispiellosen Herausforderungen konfrontiert, deren Folgen kaum verlässlich abgeschätzt werden können. Die aktuelle Lage sowie die große Spannweite der möglichen Zukunftsszenarien lässt die Wirtschaft in einigen Branchen mit Rückbau, in den meisten anderen mit Zurückhaltung reagieren, nicht zuletzt in Bezug auf ihre Investitionstätigkeit. Die Geschäftsfelder der ipoque werden unterschiedlich stark von der Krise betroffen sein. Ungeachtet der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sind wir zuversichtlich, mit unseren nachhaltigen Investitionen in unseren Produktlinien unsere Wettbewerbsposition verteidigen zu können.

Auftragseingang und Umsatz werden im Geschäftsjahr 2022/23 unter dem Niveau des aktuellen Geschäftsjahres erwartet. Erst im darauffolgenden Geschäftsjahr werden Umsatz und Rohertrag aufgrund der Lieferung von längerfristig laufenden Projekten signifikant ansteigen. Unsere Planungen und Aussagen zur zukünftigen Entwicklung sind jedoch mit Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlichen Entwicklungen der internationalen Kapital-, Geld und Rohstoffmärkte und der Geschäftsfelder der Gesellschaft können deutlich von den unterstellten Entwicklungen abweichen.

Die Mitarbeiteranzahl wird gemäß der Unternehmensplanung in strategisch zur Zielerreichung relevanten Unternehmensbereichen leicht erhöht. Der mit dem Stellenzuwachs einhergehende Personalkostenanstieg beinhaltet keine außergewöhnlichen Kostentreiber, sondern reflektiert allgemeine Gehaltsanpassungsmaßnahmen zuzüglich marktüblicher Kosten für neue Stellen.

Wesentliche Voraussetzungen zur Erreichung der Zielwerte für Auftragseingang, Umsatz und Rohertrag sind eine stabile Konjunkturlage, unverändert hoher Bedarf an Netzwerkanalyselösungen bei den Zielkunden und Verfügbarkeit geeigneter Fach- und Führungskräfte am Arbeitskräftemarkt. Das Unternehmen muss außerdem intern alle nötigen Maßnahmen umsetzen, um eine Materialisierung ungeplanter Kostenrisiken aus in Abwicklung befindlichen Kundengroßprojekten zu vermeiden.

Ein Finanzierung- oder Liquiditätsrisiko besteht für die Gesellschaft bei der Umsetzung der Planung für das Geschäftsjahr 2022/2023 aus oben bereits dargestellten Gründen nicht, auch nicht bei signifikantem Unterschreiten der Zielwerte für Auftragseingang, Umsatz und Rohertrag.

Insgesamt gehen wir im kommenden Geschäftsjahr von einem sinkenden Auftragseingang aus, da letztes Geschäftsjahr ein unerwarteter Großauftrag gewonnen wurde. Langfristig gehen wir von einem Wachstumskurs aus. Wir erwarten für das kommende Geschäftsjahr einen leicht steigenden Rohertrag und ein negatives Ergebnis in der Größenordnung des Geschäftsjahres 2021/22. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Erwartungen zur voraussichtlichen Entwicklung aber abweichen.

 

Leipzig, 13. Juli 2022

ipoque GmbH

BILANZ ZUM 30. JUNI 2022

IPOQUE GMBH, LEIPZIG

AKTIVA

30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.970.507,00 3.698.294,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 606.253,00 854.388,00
II. Sachanlagen 2.364.254,00 2.843.906,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 21.444.482,67 14.440.854,53
I. Vorräte 5.765.941,16 4.731.567,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.678.541,51 9.709.287,32
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 727.229,30 892.710,39
25.142.218,97 19.031.858,92

PASSIVA

30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
A. EIGENKAPITAL 15.795.646,62 11.786.728,83
I. Gezeichnetes Kapital 27.800,00 27.800,00
II. Kapitalrücklage 54.648.500,00 34.648.500,00
III. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -22.889.571,17 -15.155.445,41
IV. Jahresfehlbetrag -15.991.082,21 -7.734.125,76
B. RÜCKSTELLUNGEN 4.250.965,01 3.257.276,86
C. VERBINDLICHKEITEN 3.339.718,81 2.129.094,23
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.755.888,53 1.858.759,00
25.142.218,97 19.031.858,92

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021/22

2021/22
EUR
2020/21
EUR
1. Rohergebnis 17.754.833,59 23.130.268,24
2. Personalaufwand -20.684.210,85 -19.535.973,72
a) Löhne und Gehälter -17.262.393,90 -16.356.907,28
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.421.816,95 -3.179.066,44
- davon Aufwendungen für Altersversorgung: EUR 94.571,83 (Vorjahr: EUR 105.407,08)
3. Abschreibungen -1.346.943,92 -1.336.162,45
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -11.693.832,88 -9.957.515,13
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 32.832,97 (Vorjahr: EUR 60.061,72)
5. Betriebsergebnis -15.970.154,06 -7.699.383,06
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.731,00 2.096,00
- davon Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 2.731,00 (Vorjahr: EUR 2.096,00)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -117.576,24 -121.504,65
- davon Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 63.354,20 (Vorjahr: EUR 65.743,83)
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 53.503,54 (Vorjahr: EUR 55.760,82)
8. Finanzergebnis -114.845,24 -119.408,65
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 96.279,56 88.600,00
10. Ergebnis nach Steuern -15.988.719,74 -7.730.191,71
11. sonstige Steuern -2.362,47 -3.934,05
12. Jahresfehlbetrag -15.991.082,21 -7.734.125,76

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021/22

ipoque GmbH, Leipzig

A. Aufstellungs-/Gliederungsvorschriften

Die ipoque GmbH hat ihren Sitz in Leipzig. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter HRB 21462 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 30. Juni 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 - 256a und 264 - 288 HGB) und § 42 GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft unterliegt den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB gegliedert, wobei von den Erleichterungen gemäß § 288 HGB Gebrauch gemacht wurde.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB).

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert, abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von niedrigeren Wiederbeschaffungskosten sowie Reichweitenabschlägen angesetzt. Der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe liegen geltende Durchschnittspreise zugrunde. Die eigenen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten Berücksichtigung fanden. Bestandsrisiken bei Vorräten ist durch angemessene Bewertungsabschläge Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt.

Die Rückstellungen sind vorsichtig bemessen. Sie tragen erkennbaren Verpflichtungen und Risiken in kaufmännisch vernünftiger Weise Rechnung und sind mit ihren voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Pensionsrückstellungen (inkl. Entgeltumwandlungen und altersvorsorgewirksame Leistungen - AVWL) sowie Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und Sterbegelder sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

C. Angaben zur Bilanz

Aktiva

Anlagenspiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wie folgt enthalten:

30.06.2022
EUR
Stichtag Vorjahr
EUR
889.590,00 731.199,00

Der Betrag der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergibt sich aus dem saldierten Bestand der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der jeweiligen Gesellschaft mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Passiva

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach der "Projected Unit Credit-Method" errechnet. Es wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck angewendet. Bei der Bewertung wurde der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,77 % p.a. angesetzt. Gehaltsanpassungen sind mit 2,0 % p.a., Rentenanpassungen mit 1,75 % p.a., zzgl. einem Teuerungsausgleich von 1,0 % p.a., der alle drei Jahre erfolgt, angesetzt. Die Fluktuationsrate wurde mit 1,0 % p.a. bei der Bewertung zu Grunde gelegt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 69.116,00.

Auf die Erläuterung der sonstigen Rückstellungen wird nach § 327 Nr. 2 i.V.m. § 285 Nr. 12 HGB verzichtet. .

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr.

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergibt sich aus dem saldierten Bestand sämtlicher Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der jeweiligen Gesellschaft.

Bei den Verbindlichkeiten bestehen Mitzugehörigkeiten zu Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 15.272,64 (Vj. EUR 110.474,22).

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Im Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 4,2 MEU angefallen. Von den außergewöhnlichen Aufwendungen entfallen 3,6 MEU auf die Einstellung eines konzerninternen Auftrags. Betroffen sind davon die Positionen Materialaufwand, Personalaufwand und sonstiger betrieblicher Aufwand. Außerdem sind im sonstigen betrieblichen Aufwand Einmalkosten für die Risikovorsorge in Höhe von 0,6 MEU enthalten.

E. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter während des Geschäftsjahres betrug 327 (Vorjahr: 308), davon waren durchschnittlich 7 (Vorjahr: 6) Mitarbeiter zu ihrer Ausbildung bzw. ihrem Studium beschäftigt und 5 (Vorjahr: 5) in der Freistellungsphase (z. B. Altersteilzeit, Elternzeit). Damit ergibt sich eine Arbeitnehmerzahl i. S. v. § 267 Abs. 5 HGB von 315 (Vorjahr: 295), davon waren 35 (Vorjahr: 33) Personen Aushilfen.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Dirk Czepluch (Managing Direktor & CEO)

Konzernabschluss

Die ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, München (Amtsgericht HRA 16270), stellt für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Die RUSA - ROHDE & SCHWARZ Anlagen GmbH, München (Amtsgericht HRB 73851), stellt für den kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Die Konzernabschlüsse und die Konzernlageberichte werden beim elektronischen Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de) veröffentlicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

30.06.2022
TEUR
Verpflichtungen zahlbar im Geschäftsjahr 2022/2023 406
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 12
Verpflichtungen ab Geschäftsjahr 2023/2024 bis Geschäftsjahr 2026/2027 1.434
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 47
Verpflichtungen zahlbar ab Geschäftsjahr 2027/2028 1.202
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 46
3.042

Nachtragsbericht

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sind nicht zu berichten.

Vorschlag über Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag zum 30. Juni 2022 in Höhe von EUR 15.991.082,21 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Leipzig, 13. Juli 2022

ipoque GmbH

Dirk Czepluch

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 30. September 2022

Anlagespiegel

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Stand 01.07.2021
EUR
Zugänge
EUR
Zugang Nachaktivierung Bp
EUR
Abgänge
EUR
Stand 30.06.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.591.333,82 90.894,24 460.908,41 1.221.319,65
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.635.732,56 583.117,68 75.740,45 919.462,88 6.375.127,81
Insgesamt 8.227.066,38 674.011,92 75.740,45 1.380.371,29 7.596.447,46
Abschreibungen Stand 01.07.2021
EUR
Zugänge
EUR
Zugang Nachaktivierung Bp Abgänge
EUR
Stand 30.06.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 736.945,82 274.116,24 395.995,41 615.066,65
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.791.826,56 1.072.827,68 48.913,45 902.693,88 4.010.873,81
Insgesamt 4.528.772,38 1.346.943,92 48.913,45 1.298.689,29 4.625.940,46
Buchwerte Stand 30.06.2022
EUR
Stichtag Vorjahr
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 606.253,00 854.388,00
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.364.254,00 2.843.906,00
Insgesamt 2.970.507,00 3.698.294,00

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ipoque GmbH, Leipzig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ipoque GmbH, Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ipoque GmbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Grünwald b. München, den 5. August 2022

LKC Grünwald GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Robert Beck, Wirtschaftsprüfer

Thomas Peschges, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss:

In Form eines Umlaufbeschlusses wurde folgender Beschluss gefasst:

Der Jahresfehlbetrag i.H.v. EUR 15.991.082,21 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

München, den 30. September 2022

RUSA Rohde & Schwarz Anlagen GmbH

Mario Paoli

ppa. Patrick Pötschke

Nachrichten & Medien

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Aktueller Abdruck
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