Servicegesellschaft Stadtwerke Detmold GmbH
Selbe AdresseErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Karlikowski seit 9.2.2017 | Geschäftsführer |
Andreas Schlichting seit 2.12.2016 | Prokura |
Dirk Sundermann seit 23.12.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Detmold | 75.10% |
| 12.45% | |
| 12.45% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadtwerke Detmold GmbHDetmoldJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. 12. 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn - und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 (01.01. bis 31.12.)
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Rechtliche Verhältnisse sowie Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Detmold GmbH Die Stadtwerke Detmold GmbH mit Sitz in Detmold ist unter HRB Nr. 3420 im Handelsregister beim Amtsgericht Lemgo eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des § 42 GmbH-Gesetz aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Entsprechend § 265 Abs. 5 HGB ist die Bilanz um folgende Posten ergänzt:
Der Anlagenspiegel enthält innerhalb des Sachanlagevermögens besondere Bezeichnungen der Versorgungswirtschaft. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Wertansätze der Handelsbilanz zum 31.12.2022 wurden unverändert übernommen. II. Erläuterungen zu den Positionen der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung 1. Bilanzierung und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet worden, wobei auf die eigenen Leistungen auch angemessene Gemeinkostenzuschläge berechnet wurden. Von dem Wahlrecht der Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten wurde kein Gebrauch gemacht. Die Abschreibungen auf Zugänge sind handelsrechtlich nach der degressiven Methode und steuerrechtlich nach der linearen Methode vorgenommen worden. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt jeweils in dem Jahr, in dem der lineare Abschreibungsbetrag den degressiven übersteigt. Die Nutzungsdauern entsprechen dabei regelmäßig denen der steuerlichen AfA-Tabellen. Gebäude und Einrichtungen des Freizeitbades, das Gebäude des Heizkraftwerkes Mitte, die Photovoltaikanlagen, die Wasseraufbereitungsanlage Berlebeck aus 2011 und die ab 2011 in Betrieb genommenen Blockheizkraftwerke sowie die zum 1.1.1997 übernommenen Anlagen der Stromversorgung werden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter unter 800,- EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, geringwertige Wirtschaftsgüter über 800,- EUR bis 1.000,- EUR werden linear über fünf Jahre abgeschrieben. Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen und an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die sonstigen Ausleihungen, bei denen es sich um verzinsliche Darlehen handelt, sind zum Nennwert ausgewiesen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen oder zum niedrigeren Tagespreis angesetzt. Die Waren sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen oder zum niedrigeren Tagespreis angesetzt. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Die in der Zeit von 2003 bis 2009 vereinnahmten Ertragszuschüsse werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der bezuschussten Wirtschaftsgüter abgesetzt und damit entsprechend dem Abschreibungsverlauf aufgelöst. Ab 2010 sind die vereinnahmten Zuschüsse als Passivposten in der Bilanz ausgewiesen und werden analog dem Abschreibungsverlauf der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst. Bei der Bemessung der Rückstellungen ist allen ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen worden. Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, werden diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der durch die Deutsche Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlicht wird, abgezinst. In der Rückstellung für die Verpflichtungen aufgrund des Tarifvertrages zur Regelung der Altersteilzeit (TV ATZ) wurden die Aufstockungsbeträge und Erfüllungsrückstände mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Ein Gehaltstrend von 2% wurde berücksichtigt. Am Bilanzstichtag bestehende schwebende Energiebeschaffungs- und -absatzgeschäfte der Bereiche Strom und Gas, die in sachlicher und zeitlicher Hinsicht gleichartigen Risiken unterliegen, wurden abweichend vom Grundsatz der imparitätischen Einzelbewertung (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 und Nr. 4 HGB) für Zwecke der bilanziellen Bewertung in Vertragsportfolios zusammengefasst. Da zwischen den jeweiligen Energiebeschaffungs- und -absatzgeschäften ein sehr enger wirtschaftlicher Zusammenhang besteht, würde die konsequente Anwendung des Einzelbewertungsgrundsatzes gegebenenfalls zum Ausweis drohender Verluste führen, die tatsächlich nicht oder jedenfalls nicht in dieser Höhe eintreten würden. Die Bewertung der Vertragsportfolios erfolgt auf Grundlage einer portfoliobezogenen Deckungsbeitragsrechnung. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Zur Sicherung von Bankdarlehen werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, die mit den Schuldposten je eine Bewertungseinheit bilden. Als Methode zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile aller gebildeten Bewertungseinheiten wird die Einfrierungsmethode verwendet. 2. Angaben zu Positionen der Bilanz Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel, der als Anlage beigefügt ist, dargestellt. Wesentliche Anteile an Beteiligungen und verbundenen Unternehmen:
Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten zwei Darlehen an die Stadtwerkenergie Ostwestfalen-Lippe GmbH in Höhe von 210 T€. Weiter betreffen diese ein Darlehen an die Stadtwerke Lippe Weser Service GmbH & Co. KG in Höhe von 2.083 T€ und ein Darlehen an TOBI Gaskraftwerk GmbH & Co. KG in Höhe von 42 T€. In Summe 2.335T€. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (11.492 T€) ist auch der abgegrenzte Verbrauch zwischen Ablese- und Bilanzstichtag enthalten. In den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen sind 0 T€ (Vorjahr 2.128 T€) Forderungen gegen dem Gesellschafter DetCon GmbH enthalten. Die gesamten Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Waren (1.489 T€) bestehen aus Heizöl (5 T€, Vorjahr 5 T€) und Biomethan (1.484 T€, Vorjahr 0 T€). Die sonstigen Vermögensgegenstände (9.239 T€, Vorjahr 6.046 T€) enthalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren sowie Umsatzsteuerforderungen aus Guthaben und weitere Steuererstattungsansprüche, sowie Forderungen aus der Abrechnung von Energiepreisbremsen Strom, Gas und Wärme. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind 7 T€ (Vorjahr 7 T€) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft wird zu 75,1 % von der DetCon GmbH - Detmolder Gesellschaft für Beteiligungscontrolling & Consulting und zu jeweils 12,45 % von der Westenergie AG, Essen, und der Westfalen Weser Beteiligungen GmbH, Paderborn, gehalten. Die sonstigen Rückstellungen betreffen neben Altersteilzeitverpflichtungen (42 T€), ausstehenden Urlaub und Mehrstunden von Mitarbeitern (90 T€), Leistungsprämien für Mitarbeiter (267 T€) und Nachberechnungen für Strom- und Erdgasbezug der Jahre 2018 - 2023 (2.921 T€). Darüber hinaus enthält der Posten Drohverlustrückstellungen für einen langfristigen Strombezugsvertrag bis zum Ende der Mindestvertragslaufzeit (3.907 T€) und für das Stromportfolio für das Jahr 2024 (5.000 T€). Für das Gasportfolio des Jahres 2024 bestehen Drohverlustrückstellungen in Höhe von 1.500 T€ und für einen langfristigen Biomethanbezugsvertrag bis zum Ende der Mindestvertragslaufzeit (7.535 T€). Die Stadtwerke Detmold GmbH sind Beteiligte der Versorgungskasse des Bundes und der Länder (VBL). Gegenüber den Arbeitnehmern besteht für den Fall, dass die VBL ihren Versorgungspflichten nicht mehr nachkommen kann, eine subsidiäre Einstandspflicht der Stadtwerke. Zweck der VBL ist es, den Beschäftigten der Beteiligten im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Im Einzelnen regeln sich die Versorgungszusagen nach Maßgabe der Satzung der VBL bzw. nach dem Tarifvertrag über die Versorgung der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen und Betriebe. Aufgrund der Unterdeckung der Versorgungskasse und der subsidiären Einstandspflicht der Stadtwerke Detmold GmbH liegt eine mittelbare Pensionsverpflichtung vor, für die nach Art. 28 Abs.1 EGHGB ein Passivierungswahlrecht besteht. Die Gesellschaft hat von dem Passivierungswahlrecht keinen Gebrauch gemacht. Auf Grundlage eines für Vorjahre eingeholten Gutachtens wird der Betrag der Unterdeckung unter Zugrundelegung des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren weiterhin auf rd. 10.000 T€ geschätzt. Neuere Erkenntnisse liegen derzeit nicht vor.
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre bestehen aus Kreditverbindlichkeiten (28.026 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten für bis einschließlich 2009 aufgenommene Darlehen (3.219 T€) sind vollständig durch Bürgschaften der Stadt Detmold gesichert. Darlehensaufnahmen ab 2010 (42.183 T€) sind in Höhe von 80% durch Bürgschaften der Stadt Detmold gesichert. Der gesicherte Darlehensbestand beträgt damit insgesamt 39.965 T€. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich mit 8.496 T€ (Vorjahr 2.861 T€) um Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter DetCon GmbH. In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind mit 659 T€ Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter Westenergie AG und mit 659 T€ gegenüber dem Gesellschafter Westfalen Weser Beteiligungen GmbH enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten (12.584 T€, Vorjahr 21.172 T€) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Verbrauchsabrechnungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 617 T€ (Vorjahr 765 T€) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 21 T€ (Vorjahr 19 T€) enthalten. 3. Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung
Die sonstigen betrieblichen Erträge (5.093 T€, Vorjahr 3.198 T€) beinhalten im Wesentlichen einen Zuschuss der DetCon GmbH als Ausgleich des Badverlustes nebst Zuschlag (4.071 T€), die Erstattungen für Strom- und Energie-Steuer (337 T€), Erstattungen für die Marktraumumstellung auf H-Gas (137 T€) und Erstattungen für Versicherungsschäden (139 T€). Des Weiteren enthält der Posten Erträge aus einzelwertberichtigten und ausgebuchten Forderungen, sowie weitere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erstattung von Mahnkosten, Zuschüsse, Schadensersatzleistungen und anderen sonstigen Erträge von zusammen 409 T€. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (100.665 T€, Vorjahr 64.110 T€) und die Aufwendungen für bezogene Leistungen (5.634 T€, Vorjahr 4.270 T€) betreffen im Wesentlichen den Energiebezug und den Brennstoffeinsatz in der Kraft- Wärme-Kopplung, sowie bezogene Bauleistungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (8.987 T€, Vorjahr 8.004 T€) enthalten u. a. die Konzessionsabgaben in Höhe von 3.492 T€ (Vorjahr 3.469 T€), Aufwendungen für Beratungsleistungen inkl. Notar- und Gerichtskosten in Höhe von 474 T€ (Vorjahr 320 T€), 573 T€ (Vorjahr 453 T€) für EDV-Kosten und Software, 559 T€ (Vorjahr: 341 T€) für Versicherungen, 138 T€ (Vorjahr 110 T€) für Aus- und Fortbildungskosten, das Wasserentnahmeentgelt in Höhe von 192 T€ (Vorjahr 192 T€), 338 T€ (Vorjahr 133 T€) aus Abschreibungen und Wertberichtigungen zu Forderungen sowie 69 T€ (Vorjahr 87 T€) für Zahlungsverkehrskosten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die Körperschaftsteuer einschl. Solidaritätszuschlag in Höhe von 245 T€ auf die Ausgleichszahlungen und die Gewerbeertragssteuerumlage des Jahres 2023 in Höhe von 2.633 T€. 4. Derivative Finanzinstrumente Zum 31. Dezember 2023 hat die Gesellschaft drei Zins-Swaps im Bestand. Bei den am Bilanzstichtag bestehenden Zins-Swaps handelt es sich um Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken im Zusammenhang mit variabel verzinslichen Darlehen in Höhe von insgesamt 5.094 T€. Aufgrund des bestehenden Zusammenhangs (Mikro- Bewertungseinheit) zwischen Grundgeschäften (Kredit) und Sicherungsinstrumenten (Swaps, mit Laufzeiten bis 31.12.2032) war am Abschlussstichtag keine aufwandswirksame Bilanzposition zu bilden. Der Nachweis der Effektivität erfolgt durch Gegenüberstellung der Parameter von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument (Critical Terms Match). Es wird die Einfrierungsmethode verwendet. Die Zinsswaps haben ein Nominalvolumen von 5.094 T€ zum 31.12.2023. Die Marktwerte zum 31.12.2023 betragen 109 T€ und wurden nach der Barwertmethode ermittelt. III. Angaben zum Jahresergebnis Nach Abzug der Ausgleichszahlungen von 1.318.328,12 € an die Gesellschafter Westenergie AG und Westfalen Weser Beteiligungen GmbH verbleibt ein Gewinn von 6.567.897,11 €, der aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an den Gesellschafter DetCon GmbH abgeführt wird. IV. Aktivitätenabschlüsse Die Aktivitätenabschlüsse im Sinne des § 6b EnWG sind Bestandteil der Rechnungslegung. 1. Erläuterungen zu den Tätigkeitenabschlüssen 2023 im Sinne des § 6b EnWG Die Stadtwerke Detmold GmbH sind i.S.d. § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen und in den folgenden Bereichen tätig:
Nach § 7c Abs. 1 EnWG dürfen Betreiber von Elektrizitätsverteilernetzen weder Eigentümer von Ladepunkten für Elektromobile sein noch diese Ladepunkte entwickeln, verwalten oder betreiben. Nach unserer Auffassung kann mit diesem Verbot nicht das gesamte vollintegrierte (nicht rechtlich entflochtene) Stadtwerk gemeint sein, sondern die "Marktrolle" Netzbetrieb des Stadtwerks. Wir haben die öffentlichen Ladepunkte der Sparte Vertrieb bzw. Strom, Sonstige Aktivitäten, zugeordnet und sind der Auffassung, dass das Betreiben der Ladepunkte eine sonstige Tätigkeit innerhalb des Elektrizitätssektors ist. Wir haben daher auf einen separaten Tätigkeitsabschluss für Ladepunkte verzichtet. 2. Angaben zu § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in den Bilanzen und den Gewinn- und Verlustrechnungen ergeben sich aus dem Anhang zum Jahresabschluss 2023. 3. Zuordnung der Konten bzw. Kosten zu den Tätigkeiten Die Konten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden den Tätigkeiten über Controlling-Elemente (Profit-Center, Kostenstellen, Innenaufträge usw.) soweit möglich direkt zugeordnet. Für nicht direkt zuzuordnende Positionen wurden Schlüssel zur Aufteilung verwendet. Die Schlüssel wurden nach sachgerechten Kriterien unter Berücksichtigung der Nachvollziehbarkeit und Nachhaltigkeit zur Gewährung der Stetigkeit entwickelt. Grundlage für die Schlüssel waren z.B. die Anzahl der Zähler, die Netzlängen, die Netzanschlüsse, Verhältniszahlen wie Zähler zu Netzlängen usw. So sind beispielsweise die Personalkosten ihrer Herkunft entsprechend, auf Grundlage allgemeiner Schlüssel, wie Verwaltungsschlüssel oder dem Schlüssel für Hilfsbetriebe auf die Tätigkeiten aufgeteilt worden. Schlüssel-Basis ist dabei u. a. die Zusammensetzung der Material- und Fremdleistungskosten, sowie anteilig die Energiebeschaffungskosten der jeweiligen Sparte. Darüber hinaus dienen die Umsatzerlöse, der Mindesthandelsbilanzgewinn oder das Anlagevermögen als Schlüssel für die Aufteilung von beispielsweise nicht direkt zugeordneten Sonstigen betrieblichen Erträgen, Abschreibungen gemeinsam genutzter Wirtschaftsgüter etc. Die Leistungsbeziehungen zwischen den Tätigkeiten bestehen im Wesentlichen aus internen Energie- und Wasserlieferungen sowie aus den Inanspruchnahmen von Zentralfunktionen wie Verwaltung, Vertrieb und technischem Service. Bewertet werden die Leistungen grundsätzlich zu marktnahen Preisen. Die verrechneten internen Energie- und Wasserlieferungen sowie sonstige innerbetriebliche Verrechnungen (z.B. Lohnstundenverrechnungen und Materialgemeinkosten) werden jeweils gesondert ausgewiesen. Der Cash-Pool ist den sonstigen Aktivitäten zugeordnet und bündelt die Positionen "Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände", "Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten" sowie die Positionen "Sonstige Rückstellungen" und "Verbindlichkeiten". Ausleihungen an den Cash-Pool werden als Forderungen unter der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" und Verbindlichkeiten gegenüber dem Cash-Pool unter der Position "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" dargestellt. Der Zinsertrag für Guthaben und der Zinsaufwand für Verbindlichkeiten werden dabei über die tatsächliche Inanspruchnahme und zu marktüblichen Zinssätzen verrechnet. Die gesamten Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind 7 T€ (Vorjahr 7 T€) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Diese sind über den Cash-Pool den übrigen Aktivitäten außerhalb des Strom- und Gassektors zugeordnet. Darstellung der Restlaufzeiten zu den Verbindlichkeiten nach Tätigkeiten: 1. Stromverteilung
2. Strom, Messstellenbetrieb
3. Strom, sonstige Aktivitäten
4. Gasverteilung
5. Gas, sonstige Aktivitäten
6. übrige Aktivitäten außerhalb des Strom- und Gassektors
V. Sonstige Pflichtangaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Im Zusammenhang mit einer Beteiligung bei der Trianel GmbH, Aachen, besteht eine maximale Sicherheitseinstellung in Höhe von 1.066 T€. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus dem Abschluss von Strom- und Gaslieferverträgen für die Jahre 2024 bis 2027 bzw. für Biomethanlieferungen bis 2029 in Höhe von 117.581 T€. 2. Angaben zu den Organen der Gesellschaft Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer ist Diplom-Ingenieur Jörg Karlikowski. Das Gehalt setzt sich wie folgt zusammen:
Der Aufsichtsrat setzt sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
Die Vergütung des Aufsichtsrates verteilt sich wie folgt:
3. Angaben zur Belegschaft Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug im Berichtsjahr 181, davon waren 16 Auszubildende. Die Zahl der Mitarbeiter betrug somit im Berichtsjahr 165. 4. Sonstige Angaben Der Name und Sitz der Muttergesellschaft gem. § 285 Nr. 14 HGB lautet: DetCon GmbH (Detmolder Gesellschaft für Beteiligungscontrolling und Consulting mbH) Marktplatz 5 in 32756 Detmold. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Nr.17 HGB werden im Konzernabschluss der DetCon GmbH, Detmold veröffentlicht. Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen im Sinne von § 271 Absatz 2 oder § 311 des Handelsgesetzbuchs haben nicht stattgefunden. VI. Nachtragsbericht Zu den Auswirkungen der Energiekrise auf die Stadtwerke Detmold verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt "Ausblick" im Risiko- und Chancenbericht des Lageberichts. Vor diesem Hintergrund (Energiekrise und Einführung der Preisbremsen) bestehen kurzfristig Risiken hinsichtlich negativer Auswirkungen auf die Ertrags- und Liquiditätslage der Stadtwerke Detmold. Darüber hinaus sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwarten.
Detmold, 31. März 2024 Die Geschäftsführung gez. Jörg Karlikowski Anlagenspiegel der Stadtwerke Detmold GmbH zum 31. Dezember 2023
Bilanz zum 31. 12. 2023der Stadtwerke Detmold GmbHAktivseite
Passivseite
Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr 2023 (01.01.-31.12.)
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Aufgabe des Unternehmens ist die Versorgung der Kunden -vorrangig- im Raum Detmold mit Strom, Erdgas, Trinkwasser, und Fernwärme zu attraktiven Preisen. Darüber hinaus betreiben die Stadtwerke Detmold das Freizeitbad Aqualip. Neben Service und zuverlässigen Versorgungsleistungen übernehmen die Stadtwerke auch Verantwortung für Umwelt und Klima. Das städtische Klimaschutzkonzept wird aktiv mitgestaltet durch Investitionen in Erneuerbare Energien und Fernwärme. Auch soziale Aspekte bestimmen das unternehmerische Handeln. So werden kulturelle, soziale und sportliche Initiativen hier in Detmold gefördert. 2. Forschung- und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt keinerlei Produktentwicklungen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Berechnungen des statistischen Bundesamts zur Folge hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 Prozent abgenommen, nachdem im Jahr 2022 noch ein Wachstum von 2,0 % verzeichnet wurde. Hauptgrund für die schwache wirtschaftliche Entwicklung ist, dass sich nach dem Krisenjahr 2022 die Industrie und der private Konsum langsamer erholen als zu Beginn des Jahres erwartet wurde. Die Wirtschaftsleistung hat inzwischen zwar wieder das Niveau von vor der Corona-Krise erreicht, der starke Anstieg der Energiepreise 2022 hat die Erholung aber erheblich gebremst und vor allem in den energieintensiven Industrien zu deutlichen Produktionsrückgängen geführt. Zudem wurde den privaten Haushalten aufgrund der starken Verbraucherpreisinflation massiv Kaufkraft entzogen. Positive Anzeichen resultierten aus den Tarifabschlüssen, die die Kaufkraft der Haushalte erhöht und damit den privaten Konsum wieder stabilisiert haben. Das Energiejahr 2023 - Energieverbrauch erneut rückläufig - Erneuerbare im Plus - Erdgasversorgung gesichert Im ersten Jahr nach der Energiekrise hat sich die deutsche Energiewirtschaft erfolgreich stabilisiert und zeigte sich sehr robust. Zusätzliche Gaslieferungen aus Westeuropa und zuverlässige LNG-Importe sorgten für eine gesicherte Gasversorgung. Seit Beginn 2023 sanken die Energiepreise wieder, liegen aber immer noch deutlich über dem Vorkrisenniveau. 2023 stammte erstmals mehr als die Hälfte des Stroms aus Erneuerbaren Energien. Sowohl die Stromerzeugung als auch der Stromverbrauch waren rückläufig. Die CO 2 -Emissionen der Energiewirtschaft sind im Vergleich zum Vorjahr um 18 % gesunken. Den größten Einfluss auf den Rückgang des Energieverbrauchs hatte neben dem Energiesparverhalten der Haushalte, die zurückgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland. Vor allem die energieintensiven Industriezweige verzeichneten Produktionsrückgänge, was spürbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch hatte. Die milde Witterung, ähnlich mild wie im Vorjahr, hatte ebenfalls einen Einfluss auf den rückläufigen Energieverbrauch. Um die hohen Energiepreise als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine abzufedern, hatte die Politik Entlastungspakete für Energie verabschiedet. Dazu zählten die Strom- und Gaspreisbremsen für alle Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen. Diese im Herbst 2022 eingeführten Energiepreisbremsen sind zum 31. Dezember 2023 ausgelaufen. Zusätzliche Entlastung für Wärmekunden: Die Bundesregierung hatte darüber hinaus eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Erdgaslieferungen und Fernwärme beschlossen. Von Oktober 2022 an wurde der Mehrwertsteuersatz auf sieben Prozent gesenkt. Die Maßnahme wurde bis zum 31. März 2024 befristet. 2. Geschäftsverlauf Energie- und Wasserversorgung in Detmold Im Geschäftsjahr 2023 konnten wir uns trotz Energiekrise und eines hart wettbewerbsorientierten Energiemarkts erneut erfolgreich positionieren. Deutlich über Plan liegende Ergebnisse bei der Strom- und Gasversorgung sowie ein leicht über Plan liegendes Ergebnis im Freizeitbad stehen geringere Ergebnisse in der Wärme- und Wassersparte gegenüber. Im Rahmen der Vorsorge durch Rückstellungen im Jahr 2022 konnten Beschaffungsrisiken in 2023 abgemildert werden, was neben anderen Effekten, wie höhere Beteiligungserträge, zu einem erfreulich guten Jahresergebnis führt. Die Besucherzahlen in der Sauna übertrafen unsere Erwartungen. Begründet ist dies in den kontinuierlichen Attraktivitätssteigerungen. Auch im Bad setzt sich der positive Trend steigender Besucherzahlen fort. Ziel der Detmolder Trinkwasserversorgung ist es, das Lebensmittel Nr. 1 dauerhaft zu sichern. Zum größten Bauprojekt in 2023 zählt der Ersatzneubau des Trinkwasserhochbehälters "Grotenburg". Mit der anschließend erfolgten Sanierung der zweiten Kammer des Hochbehälters Kupferberg wurden die umfassenden Erneuerungsarbeiten des größten Detmolder Trinkwasserhochbehälters 2023 abgeschlossen. Mit einer Investition von rund 4,3 Mio. Euro sicherten die Stadtwerke im Berichtsjahr in eine zukunftsweisende Stromversorgung in Detmold. Einen wichtigen Beitrag leistet hierzu das neu errichtete Umspannwerk Spork, das 2023 in Betrieb genommen wurde. Mit hochmodernen Betriebsmitteln haben wir den Knotenpunkt der Energieversorgung leistungsfähiger und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Um auch zukünftig die Stromversorgung zuverlässig gewährleisten zu können, ersetzen die Stadtwerke darüber hinaus demnächst die Technik im Umspannwerk Pivitsheide. Eine moderne, automatisierte Infrastruktur sichert hier zukünftig leistungsstark und wirtschaftlich die Stromversorgung. Weitere Investitionen wurden in die Sanierung und Neuverlegung von Stromversorgungsleitungen und den Aufbau von Umspannstationen getätigt. Dies geschieht nicht zuletzt im Hinblick auf die weiterhin steigenden Zahlen regenerativer Energieeinspeisungen, Elektrofahrzeuge und elektrischer Wärmepumpen. Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie bedeutet aktiver Klimaschutz. Dies gilt auch für das "Detmolder Solardach". Mit dem Pachtmodell der Stadtwerke können Detmolder, ohne eigene Investition, regenerativ Strom auf ihrem Dach erzeugen und damit zur Reduzierung der Treibhausgase beitragen. An dieser Stelle danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dank unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten die Stadtwerke Detmold GmbH sich im zweiten Krisenjahr und anhaltend turbulenter Energiemärkte bewähren und dieses besondere Jahr 2023 mit einem sehr guten Geschäftsergebnis abschließen. Erdgas - Stand der Technik halten Im Jahr 2023 beliefen sich die Investitionen auf rund 0,5 Mio. Euro. Ziel ist es weiterhin, die Anlagen und Netze der Erdgasversorgung auf dem vorgeschriebenen Stand der Technik zu halten und damit die Bestandsanlagen zu sichern. Dies insbesondere auch deshalb, um ggf. die vorhandene Gas-Infrastruktur für einen möglichen Transport von Wasserstoff zukünftig nutzen zu können. Ausbau der Fernwärme - Schlüsselposition für die Energiewende Rund 65 Millionen Euro haben die Stadtwerke in den vergangenen zwölf Jahren in den Ausbau der Detmolder Fernwärmeinfrastruktur investiert. Gemeinsam wollen Stadt und Stadtwerke die Versorgung mit klimaschonender Fernwärme weiter vorantreiben. Vorgesehen ist dazu, in den kommenden Jahren, die flächendeckende Erschließung weiträumiger Versorgungsbereiche sowie die Erweiterung zentraler Wärmeversorgungsanlagen umzusetzen. Die für einen Fernwärmeausbau vorgesehenen Stadtbereiche finden interessierte Detmolder im Internet unter www.stadtwerke-detmold.de. Zu den größten Baumaßnahmen, mit rund 800 TEuro, zählten neben Hausanschlüssen u. a. eine Verbindungsleitung vom Johannettental bis zur "Lippischen Landesbrand Versicherung", sowie ein Ringschluss von Pinneichen bis zur Kreuzstraße. Preisentwicklung Massive Energiepreisanstiege und eine unsichere Marktlage führten zu einem sehr hohen Strom- und Gaspreisniveau, was Preiserhöhungen für Strom, Erdgas und Wärme zum 01.01.2023 und für Wärme zusätzlich zum 01.04.2023 bedingte. Der Milde Witterungsverlauf und nicht eingetretene Beschaffungsrisiken waren Anlass einer Preissenkung zum 01.07.2023 für Strom und Erdgas. Die Reduzierung der Mehrwertsteuer von 19% auf 7% für Erdgas und Wärme und die eingeführte Preisbremse für Strom, Erdgas und Wärme wirken den Erhöhungen entgegen. Die Preise für Trinkwasser sind aufgrund der umfangreichen Investitionen in die Wasserversorgung zum 01.04.2023 angehoben worden. 3. Beteiligungen Das Erreichen der Klimaschutzziele und der stetige Ausbau regenerativer Energieerzeugung bedürfen neben der Umsetzung zahlreicher lokaler und regionaler Konzepte auch der Beteiligung an großen Projekten. So sind die Stadtwerke Detmold an dem kommunalen Offshore-Windpark vor der Insel Borkum mit etwa 2 MW beteiligt und sie halten über ihre Kooperationsgesellschaft TOBI eine Beteiligung an einem Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk in Mittelsbüren mit einem Leistungsanteil von 5 MW. Darüber hinaus besteht ein gemeinschaftliches Engagement mit der innogy SE und weiteren Stadtwerken bei der Green Gecco GmbH & Co. KG - einer Gesellschaft, die europaweit Projekte zur regenerativen Energieerzeugung initiiert. 4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 4.1 Ertragslage Im Berichtsjahr ist ein Jahresüberschuss in Höhe von 7,9 Mio. € vor Ergebnisabführung und Ausgleichszahlungen an Minderheitsgesellschafter erzielt worden. Aufgrund vertraglicher Vereinbarung ist ein Ertragszuschuss der DetCon zum Ausgleich der Bäderverluste in Höhe von 4,1 Mio. EUR enthalten. Das Ergebnis vor Ertragssteuern beträgt damit 10,8 Mio. € und liegt über dem Niveau des Vorjahres (5,7 Mio. €) und über unserer Prognose gemäß Wirtschaftsplan (6,7 Mio. € inklusive Ertragszuschuss der DetCon). Eine Ergebnisentwicklung je Sparte im Vergleich zum Vorjahr stellt sich dabei wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse liegen im Berichtsjahr mit 142,9 Mio. € über Vorjahresniveau (102,4 Mio. €). Umsatzerlöse nach Sparten
Der Stromverkauf an Endkunden und Wiederverkäufer einschließlich Durchleitungsmengen liegt mit 281,5 Mio. kWh unter Vorjahresniveau (Vorjahr 300,6 Mio. kWh). Der Erdgasverkauf an Endkunden und Wiederverkäufer einschließlich Durchleitungsmengen (468,5 Mio. kWh) ist witterungsbedingt und aufgrund von Kunden-Einsparungen, im Wesentlichen aber aufgrund deutlich weniger Händlerabsatz (-25 Mio. kWh), gegenüber dem Vorjahr (520,8 Mio. kWh) gesunken. Der Wärmeverkauf lag mit 124,6 Mio. kWh unter dem Niveau des Vorjahres (127,2 Mio. kWh). Dies ist im Wesentlichen in der milden Witterung und Kunden-Einsparungen begründet. Die Stromerzeugung in den Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung lag mit 19,5 Mio. kWh über dem Vorjahresniveau (16,9 Mio. kWh). Die Wasserabgabe liegt mit 3,3 Mio. m 3 unter Vorjahresniveau. Im Freizeitbad ist die Anzahl der Besucher (ohne Schulen und Vereine) mit rd. 188.000 über dem Vorjahresniveau (Vorjahr rd. 157.000). Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 5,1 Mio. € deutlich über dem Niveau des Vorjahres (3,2 Mio. €). Hintergrund ist der seit 2022 vertraglich geregelte Verlustausgleich der Bädersparte durch den Gesellschafter DetCon GmbH - Detmolder Gesellschaft für Beteiligungscontrolling & Consulting, welcher aus steuerlichen Gründen neben dem Badverlust einen Zuschlag in Höhe von 1,4 Mio. EUR beinhaltet und über den Ergebnisabführungsvertrag in voller Höhe zurückfließt. Die Materialaufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Mat a)) liegen mit 100,7 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (64,1 Mio. €). Die Abschreibungen liegen mit 10,7 Mio. € auf Vorjahresniveau (10,9 Mio. €). Gemäß Ergebnisabführungsvertrag werden Ausgleichszahlungen von je 659 T€ an die Gesellschafter Westenergie AG und Westfalen Weser Beteiligungen GmbH geleistet und der restliche Gewinn in Höhe von 6,6 Mio. € an die DetCon GmbH - Detmolder Gesellschaft für Beteiligungscontrolling & Consulting abgeführt. 4.2 Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich wie folgt dar:
Der Aufbau des langfristig gebundenen Vermögens ggü. dem Vorjahr resultiert aus dem Aufbau von Anlagevermögen. Die Reduzierung der langfristig verfügbaren Mittel resultiert im Wesentlichen aus Darlehenstilgungen und der Verlagerung von Darlehen in die mittelfristig verfügbaren Mittel. Dem entgegen steht die Zunahme der Empfangenen Ertragszuschüsse. Der Aufbau der mittelfristig verfügbaren Mittel resultiert aus der Zuführung von Rückstellungen. Die kurzfristigen Schulden sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, im Wesentlichen aufgrund der Ergebnisabführung an die Det-Con GmbH, gestiegen. Das Eigenkapital besteht unverändert in Höhe von 31.495 T€. Die Liquidität des Unternehmens zum 31.12.2023 stellt sich wie folgt dar:
*) bezogen auf eine bereinigte Bilanz (EK +
Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung)
Insgesamt kann die Vermögens- und Finanzlage als stabil bezeichnet werden. Investitionen und Finanzierung Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und in das Sachanlagevermögen betrugen im Berichtsjahr 21,8 Mio. €. Schwerpunkt war u.a. der Bau neuer Anlagen im Umspannwerk Spork, die Verdichtung des Fernwärmenetzes im Bereich Pinneichen, Volkhausenstraße und Lessingstraße, sowie die Sanierung / Neubau diverser Trinkwasser- Hochbehälter. Darüber hinaus wurde der Neubau eines Verwaltungsgebäudes fortgesetzt.
Die Finanzierung der in 2023 getätigten Investitionen erfolgte aus Eigenmitteln. Die Darlehenstilgungen beliefen sich hierbei auf 4,6 Mio. €. 5. Tätigkeiten in Sinne des § 6b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Elektrizitätsverteilung Die Stadtwerke Detmold betreiben ein örtliches Verteilnetz für das Gebiet der Stadt Detmold mit einer geografischen Fläche von 129,39 km 2. Das Verteilnetz umfasst auf einer Länge von rd. 1.500 km die Spannungsebenen Mittelspannung und Niederspannung. Die Einspeisung erfolgt über zwei Umspannwerke auf der 30 kV Ebene. Die Verteilung erfolgt über weitere sechs Umspannwerke (30/10 kV). Gasverteilung Die Stadtwerke Detmold GmbH ist der örtliche Verteilnetzbetreiber für das Gebiet der Stadt Detmold. Das Netz erschließt alle wesentlichen Siedlungsgebiete sowie Industrie- und Gewerbeflächen und umfasst die Druckebenen Hoch-, Mittel- und Niederdruck. Das Netz wird mit L-Gas (mittlerer Brennwert 10,1 kWh/m 3 (Höhenzone I und II) in 2023; Mittelwert des Wobbe-Index 12,7 kWh/m 3 in 2023) gespeist. Die Einspeisung des Erdgases erfolgt über sechs Übernahmestationen. Die erforderliche Druckregelung geschieht derzeit über 20 Bezirksdruckregler. Diese Druckregeleinrichtungen sind aus Gründen der Versorgungssicherheit redundant aufgebaut. Die Vorbereitungen auf die Umstellung von L auf H-Gas sind bereits angelaufen. Der Schalttermin ist der 14.04.2026. III. Chancen- und Risikobericht Ausblick - "Wirtschaftsweisen" senken Konjunkturprognose Im vergangenen Herbst hatten die "Wirtschaftsweisen" für 2024 noch ein Wachstum von 0,7 Prozent prognostiziert. Die Bundesregierung rechnet aktuell nur mit einem geringen Wachstum von 0,2 Prozent. Sie hatte unter anderem darauf verwiesen, dass die Weltwirtschaft noch nicht wieder richtig in Schwung gekommen sei. Für das Jahr 2025 wird von einem Wirtschaftswachstum von 0,9% ausgegangen. Die Konjunktur wird daher in 2024 kaum an Fahrt gewinnen. Das erste Quartal war bereits durch eine schwache, wirtschaftliche Dynamik geprägt. Im Jahresverlauf dürfte eine leichte konjunkturelle Erholung einsetzen. Der Rückgang der Inflation wird sich weiter fortsetzen. Wie lange der Rückgang der Inflation dauert, hängt entscheidend von der Energiepreisentwicklung und der Lohnentwicklung ab. EZB Zinssenkungen bereits im ersten Halbjahr sind angesichts dieser Unwägbarkeiten nicht ausgemacht, für die Zukunft jedoch möglich. Die Dekarbonisierung bleibt auch im Jahr 2024 ein wesentlicher Aspekt der politischen und gesellschaftlichen Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Erreichung des Ziels der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius. Die Energiewirtschaft hat ihre Emissionen 2023 um 52 Mio. t gemindert und damit den mit Abstand größten Anteil zum Rückgang der Emissionen beigetragen. Damit hat sie ihre Emissionen gegenüber 1990 um 57 % gemindert. Allerdings wurde dieses Ergebnis im Jahr 2023 nicht nur durch den Ausbau Erneuerbarer Energien (EE) erreicht, sondern war zu großen Teilen auch durch Nachfrageeffekte getrieben. Die Stadtwerke Detmold werden auch in Zukunft an ihrem Ziel - der unternehmerisch erfolgreichen Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen - festhalten, Versorgungssicherheit gewährleisten und in ein Energiesystem für nachfolgende Generationen investieren. Risikomanagement Die Anforderungen, die die Stadtwerke Detmold zur Einrichtung eines Risikofrüherkennungssystems i.S.d. § 91 Abs. 2 AktG verpflichten, werden mit dem Risikomanagementsystem "Ready4Risk" umgesetzt. Kernpunkte sind die Risikoidentifizierung, Risikobewertung, Risikoanalyse und die Kommunikation. Auch in 2023 wurde sichergestellt, dass die bestehenden Risiken erfasst, analysiert und bewertet, sowie an die Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Ziel ist dabei, ungünstige, das Unternehmen gefährdende Entwicklungen möglichst frühzeitig zu erkennen. Derzeit fließen 75 sowohl kurzfristige, als langfristige Risiken in das Risikomanagement gemäß KonTraG ein. Dieses unterliegt einer ständigen Weiterentwicklung. Insbesondere vor dem Hintergrund ständig wachsender Anforderungen im Energiemarkt nimmt das Risikomanagement eine wichtige Rolle für ein "Frühwarnsystem" ein. Derzeit sind bei den Stadtwerken Detmold 12 Risiko-Bewerter für die Einschätzung ihrer Risiken in bestimmten Zeitabständen zuständig. Diese geben ihre Einschätzung zur Eintrittswahrscheinlichkeit und einem möglichen Schadensausmaß ab. In der sog. Risikomatrix - einem Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß - erfolgt die Einteilung in A-, B- und C- Risiken, wobei die A Risiken das höchste Gefahrenpotential bergen. Die Grenzen für die Einteilung der Risiken in die Gefahrenklassen A, B und C orientieren sich an einer branchenüblichen Klassifizierung. In Detmold bestehen im Jahr 2023 10 A- Risiken. Im Risikomanagement werden all die Risiken erfasst, die nicht bereits konkret im Rahmen der mittelfristigen Wirtschaftsplanung angemessen berücksichtigt werden können. Die Kommunikation in Richtung Aufsichtsrat erfolgt mit einem umfassenden Risikobericht mindestens einmal jährlich. Zur Steuerung der Energiebeschaffungsaktivitäten und der damit verbundenen Umsetzung einer vorausschauenden Risikopolitik sind deshalb die Rahmenbedingungen, Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten im Risikohandbuch für Energiebeschaffung aufgeführt. Darin haben wir die unterschiedlichen Portfoliostrategien und Parameter für die Strom- und Erdgasbeschaffung abgestimmt, die finanziellen Risiken beleuchtet, die operativen Abläufe festgelegt und das Vorgehen des Prozesscontrollings beschrieben. Die Stadtwerke Detmold sind generell dem Risiko ausgesetzt, dass Vertragspartner ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nur verspätet einhalten können. Aufgrund der Auswirkungen der Energiekrise und Einführung der Preisbremsen Strom, Gas und Wärme bestehen kurzfristig Risiken hinsichtlich negativer Auswirkungen auf die Ertrags- und Liquiditätslage der Stadtwerke Detmold. Weitere Risiken ergeben sich aus möglichen Änderungen von Regulierungs- und Gesetzvorgaben. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, bestehen gegenwärtig nicht. IV. Sozialbericht 1. Tarifvertrag Innerhalb des Tarifbereiches des öffentlichen Dienstes sind die Stadtwerke Detmold GmbH Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband NRW. Hier wird der Sparten-Tarifvertrag für Versorgungsbetriebe (TV-V) mit den diesen ergänzenden Tarifwerken, wie z. B. dem Manteltarifvertrag für Auszubildende (nach BBiG), angewendet. Weitere hausinterne Betriebsvereinbarungen, insbesondere flexible Arbeitszeitregelungen im Rahmen von Arbeitszeitkonten etc., bilden die Grundlage für die an den Unternehmenszielen und den Mitarbeiterbelangen orientierten Organisationsabläufe. Der Personalaufwand inkl. Sozialabgaben ist nach Auflösung bzw. Bildung von Rückstellungen für Altersteilzeit, sowie für Urlaub bzw. Mehrarbeitskonten der Mitarbeiter und vorgezogenen Neu-Einstellungen für in den Ruhestand gehende Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, damit ein ordnungsgemäßer Betriebsablauf gewährleistet ist, mit 12,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die tarifliche Sicherung von (befristeten) Anschlussbeschäftigungen nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung ergänzt die betrieblichen Ziele zur Nachwuchsförderung. 2. Betriebliche Altersversorgung Im Bereich der betrieblichen Altersversorgung finanziert die Stadtwerke Detmold GmbH für die Arbeitnehmer den tariflichen und durch Satzung der Zusatzversorgungskasse festgelegten Anteil in der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes. Darüber hinaus nutzen viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Rahmen der Entgeltumwandlung die Möglichkeiten des Altersvermögensgesetzes (AVmG) für eine zusätzliche Altersversorgung auf der Grundlage von bestehenden Rahmenvereinbarungen mit Pensionskassen. 3. Entwicklung der Mitarbeiterzahlen Die Stadtwerke Detmold beschäftigten zum 31.12.2023 181 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen sich eine Mitarbeiterin in der Ruhephase der Altersteilzeit befand. 16 Auszubildende waren zum Jahresende in den Berufsbildern Industriekauffrau/-mann, Kauffrau/-mann für Marketingkommunikation, Elektroniker/in Betriebstechnik, Fachkraft für Lagerlogistik, Anlagenmechaniker im Fachgebiet Rohrsystemtechnik, Fachkraft für Wasserversorgungstechnik und Fachangestellte/er für Bäderbetriebe beschäftigt. Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres hat sich der Personalstand somit nicht verändert. 4. Betriebliches Gesundheitsmanagement Wohlbefinden fördert die Leistungsfähigkeit. Daher haben die Stadtwerke viele Angebote für die sportliche Betätigung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickelt. Die Kooperation mit örtlichen Sportstudios und die Bildung von Laufgruppen ermöglichen zahlreiche Aktivitäten, die in der Freizeit gern wahrgenommen werden. Dabei werden die Stadtwerke von einem Betriebsarzt begleitet und nutzen die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen. V. Prognosebericht Auch 2024 werden wir mit den energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der damit verbundenen Veränderungsdynamik konfrontiert sein. Unsere Arbeit soll dabei von Vertrauen und Verlässlichkeit geprägt sein, mit dem Ziel, eine sichere, klimaschonende und nachhaltige Energieversorgung vor Ort zu gewährleisten. Für eine weiterhin hohe Qualität der Trinkwasserversorgung in Detmold werden wir auch in 2024 investieren. Daneben steht weiterhin der Ausbau des Verteilnetzes im innerstädtischen Bereich - und die Netzverdichtung durch den Anschluss weiterer Fernwärmekunden im Fokus. Für das laufende Jahr 2024 erwarten wir gemäß unseren Wirtschaftsplanungen ein positives Ergebnis inkl. des Ertragszuschuss der DetCon zum Ausgleich der Bäderverluste von etwa 5.972 T€ vor Steuern vom Einkommen und Ertrag.
Detmold, 31. März 2024 STADTWERKE DETMOLD GMBH Die Geschäftsführung gez. Jörg Karlikowski Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Stadtwerke Detmold GmbH, Detmold VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Detmold GmbH, Detmold, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Detmold GmbH, Detmold, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Bezeichnung der Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Abs. 5 Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Gütersloh, 22. Mai 2024 ETL
WRG GmbH
Struckmeier, Wirtschaftsprüfer Robbers, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses Die Gesellschafterversammlung hat den Jahresabschluss am 01.07.2024 festgestellt. |
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