HANOMAG Beteiligungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Martin seit 27.1.2026 | Prokura |
Patricia Reinboth seit 27.1.2026 | Prokura |
Erik Marcin Bukowski seit 14.1.2025 | Geschäftsführer |
Karsten Erwin Max Seehafer seit 7.3.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hanomag Lohnhärterei GmbHHannoverJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss der HANOMAG Lohnhärterei GmbH, Hannover (Merkurstraße 14, 30419 Hannover, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Hannover, HRB 59224) zum 31. Dezember 2023 ist entsprechend den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und unter Beachtung der Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i.S.v. § 267 HGB. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahresabschlusses der HANOMAG Lohnhärterei GmbH überwiegend im Anhang aufgeführt. Die von uns im Vorjahr angewandten Gliederungs-, Ausweis- und Bewertungsgrundsätze werden fortgeführt, sofern Abweichungen im Folgenden nicht gesondert erläutert werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Anlagengüter des Wirtschaftsjahres mit Anschaffungs-/ Herstellungskosten von mehr als 250,00 EUR bis zu 1.000,00 EUR werden in einem wirtschaftsjahresbezogenen Sammelposten zusammengefasst. Der Sammelposten wird einheitlich über fünf Wirtschaftsjahre mit jeweils 20 v. H. abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungsbelege (TEUR 164) und Urlaubs- und Mehrstundenansprüche (TEUR 148) gebildet. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind aus dem Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 15.152.420,26 (Vorjahr: EUR 7.643.342,29) enthalten. Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Mitarbeiter:
Die Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023: Herr Dipl.-Ing. Karsten Seehafer, Hannover, ausgeübter Beruf: hauptberuflicher Geschäftsführer Die Prokuristen der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023: Herr Dipl.-Oec. Ilhami Günay, Hemmingen Herr Roger Sen-Wai Kong, Langenhagen Herr Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) Klaas Gerrit Zettelmeier, Isernhagen Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Bezugnahme des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Es bestehen Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten in Form von gegebenen Sicherungsabtretungen von sämtlichen bestehenden und künftigen Forderungen und Ansprüchen aus Warenlieferungen und Leistungen. Für das Jahr 2023 bestehen in Höhe von TEUR 30.754 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Davon im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 29.367; resultierend aus den Mietverträgen gegenüber der Mutterunternehmung. Im Einzelnen betreffen die Verpflichtungen gegenüber Dritte u. a. folgende Sachverhalte:
Die Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2025. Auf steuerliche Verlustvorträge würde sich eine aktive latente Steuer ergeben, die in Ausübung des Aktivierungswahlrechtes in § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert worden ist. Die Seehafer Holding GmbH & Co. KG, Hannover hält zum Bilanzstichtag die Mehrheit an der HANOMAG Lohnhärterei GmbH, Hannover. Die Seehafer Holding GmbH & Co. KG, Hannover erstellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen, dem die HANOMAG Lohnhärterei GmbH, Hannover als Tochterunternehmung angehört. Der Konzernabschluss der Seehafer Holding GmbH & Co. KG, Hannover wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht. In diesem Konzernabschluss erfolgen die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers.
Hannover, den 05. Juni 2024 Dipl.-Ing. Karsten Seehafer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen der Unternehmung Geschäftsmodell Die HANOMAG Lohnhärterei GmbH, Hannover ist ein inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen. Der Sitz der Gesellschaft ist in Hannover. Wir sind ein führender und international agierender Anbieter von Dienstleistungen im Bereich der Wärmebehandlung und Oberflächenveredelung von verschiedensten metallischen Stoffen für unsere Kunden im Lohnverfahren (Lohnhärterei) und arbeiten mit anspruchsvoller Technologie. Unter Wärmebehandlung versteht man ein Werkstück ganz oder teilweise Zeit-Temperatur-Folgen zu unterwerfen, um eine Änderung seiner Eigenschaften und/ oder seines Gefüges herbeizuführen, bei denen durch Erwärmen und Abkühlen diese bestimmten Werkstoffeigenschaften erreicht werden. Die Eigenschaften von metallischen Werkstoffen können somit in gewünschter Weise verändert werden. Besonders die Härte, Festigkeit, Bearbeitbarkeit und Haltbarkeit von Werkstoffen lassen sich verbessern. Unser integriertes Managementsystem ist nach den neuesten Normen zertifiziert. Es umfasst die Normen IATF 16949:2016 und DIN EN ISO 9001:2015 für das Qualitätsmanagement, DIN EN ISO 14001: 2015 für das Umweltmanagement, DIN EN ISO 50001:2011 für das Energiemanagement und ISO 26000:2011 für die soziale Verantwortung. Des Weiteren streben wir im Jahre 2024 mit unserem Informationssicherheits-Managementsystem den Schutz der Daten, Ihrer Integrität und Verfügbarkeit im Herstellungsprozess sowie im Betrieb von Fahrzeugen an und wollen das TISAX-Label überreicht bekommen - um weiterhin unsere Dienstleistungen gegenüber unseren OEMs zu festigen und auszubauen. Im Geschäftsjahr 2023, mit notariellem Kaufvertrag am 15.05.2023, wurden die Gebäude und Grundstücke der Besitzgesellschaft, der Seehafer Holding GmbH & Co. KG, Hannover, an die neu gegründete Seehafer Immobilien GmbH & Co. KG, Hannover veräußert. Die Besitzgesellschaft, die Seehafer Holding GmbH & Co. KG, Hannover, verpachtete u. a. die Grundstücke und Gebäude an die Betriebsgesellschaft, die HANOMAG Lohnhärterei GmbH, Hannover. Das Leistungsspektrum unseres Unternehmens ist sehr umfangreich und reicht von gängigen Verfahren der Wärmebehandlung bis hin zu Spezialverfahren mit Alleinstellungsmerkmalen. Unsere Kunden sind weltweit führende Automobilhersteller sowie Zulieferer der Automobilindustrie und namhafte Anlagen- und Maschinenbauer, der der Landmaschinenindustrie ebenso wie Produzenten aus der Elektroindustrie, Raumfahrt und Hersteller von Windkraftanlagen. Mit der Abnehmergruppe Automotive werden rund 80 % des Gesamtumsatzes erwirtschaftet. Unsere Kunden sind überwiegend aus dem deutschsprachigen Raum sowie aus den Niederlanden, Frankreich, Tschechien, Slowakei, Österreich und Norwegen. An unserem Standort in Gevelsberg wird das Oberflächenveredelungsverfahren des Randschichthärtens durch die Flamme angeboten. Beim Flammhärten werden an Bauteilen mit zähem Kern hohe Oberflächenhärten erzielt, um eine harte und verschleißfeste Oberfläche zu generieren. Der Fokus der Oberflächenveredelung liegt beim Standort Gevelsberg im Wesentlichen bei Komponenten aus dem Hochleistungsstahlguss im Bereich der Bergbauausrüstung, der Baumaschinenkomponenten, der Antriebstechnik sowie aus der Investitionsgüterindustrie. Unser Erfolg am Markt basiert auf unserer Innovationskraft und Problemlösungskompetenz. Unser Schwerpunkt liegt auf der gemeinsamen Erarbeitung innovativer Lösungen mit unseren Kunden. Hieraus ergeben sich für uns wachstumsfähige Spezialverfahren. Die Entwicklung neuer und innovativer Wärmebehandlungsprozesse hat inzwischen in unserem Unternehmen zunehmende Bedeutung gewonnen. Ständige Prozessverbesserungen bei den gängigen Verfahren dienen auch der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. Unser Ziel ist es, die Sprache unserer Kunden zu sprechen und Partner zu sein für effiziente und ökonomisch ausgerichtete Modelle. Unser Know-how gezielt anzuwenden und ständig weiterzuentwickeln, beste Ergebnisse zu erzielen durch funktions- und standortübergreifende Zusammenarbeit und dies durch bewusstem Einsatz von Ressourcen und Offenheit für technologische Weiterentwicklung. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen sowie GeschäftsverlaufLohnhärtereien gehören der metallbe- und verarbeitenden Industrie an. Als Spezialbetriebe sind sie auf den Gebieten der Wärmebehandlung und Werkstofftechnik tätig. Die Lohnhärtebranche in Deutschland ist eine typisch mittelständische Zulieferindustrie mit etwa 185 Härtereibetrieben. Lohnhärtereien sind in der arbeitsteiligen Wirtschaft ein wichtiges und unverzichtbares Bindeglied in der zumeist umfangreichen Fertigungskette vom Rohling bis zum Fertigprodukt. Als Spezialbetriebe der Zulieferindustrie bieten sie aber nicht nur aus technischer Sicht, sondern auch unter dem Gesichtspunkt Umweltschutz und aus wirtschaftlicher Sicht Vorteile für ihre Kunden. Gegenüber den Betriebshärtereien sind die Lohnhärtereien eher in der Lage, Wärmebehandlungen anzubieten, die in einem fairen Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen. Der in den letzten Jahren kontinuierlich anhaltende Trend zur Leichtbauweise und der verstärkte Substitutionswettbewerb zu alternativen Werkstücken und Werkstoffen in der Automobilindustrie im Bereich der Aluminiumbauteile (Nicht-Eisen-Metallverarbeitung) führte gleichzeitig auch zu höheren Anforderungen in der Werkstoffveredelung. Dabei wurde das Ziel verfolgt, die spezifischen Werkstückeigenschaften durch ausgefeilte Wärmebehandlungstechnologien zu optimieren. Den hiermit verbundenen technischen Herausforderungen können die Lohnhärtereien dank ihrer hohen Flexibilität und Anpassung an die sich verändernden technischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten zum Nutzen ihrer Kunden stets gerecht werden. Der Außenhandel schwächelte im Jahr 2023. Insgesamt blieb der Außenhandel deutlich hinter dem zurück, was die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im In- und Ausland hätten erwarten lassen. Ein Grund hierfür dürfte gewesen sein, dass die wirtschaftliche Expansion im Nachgang der Pandemie vor allem durch die Dienstleistungsbranchen getrieben wurde, die während der Pandemie besonders in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Der weltweite Warenhandel ging in der Folge trotz des Anstiegs der globalen Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr deutlich zurück, was auf den deutschen Außenhandel durchschlug. Die Rückgänge im Außenhandel konzentrierten sich entsprechend auf die Warenexporte (-2,4 Prozent) und -importe (-5,9 Prozent). Der besonders deutliche Rückgang der Warenimporte dürfte auch eine Reaktion auf die in den beiden Jahren zuvor lebhafte Expansion gewesen sein. Der Dienstleistungshandel expandierte dagegen im vergangenen Jahr rege. Sowohl die Dienstleistungsexporte als auch die -importe lagen im vergangenen Jahr deutlich über ihren Niveaus aus dem Jahr 2019, während der Warenhandel noch darunter lag. Der Außenhandel entwickelte sich im vergangenen Jahr sowohl zwischen den Güterkategorien als auch regional uneinheitlich. Die Ex- und Importe von Investitionsgütern stiegen im Jahr 2023. Bei den Ausfuhren von Investitionsgütern dürfte der hohe Auftragsbestand bei nachlassenden Lieferengpässen zu den Anstiegen beigetragen haben. Im Verlauf der zweiten Jahreshälfte ging der Handel mit Investitionsgütern jedoch zurück. Dies spricht seitens der Exporte dafür, dass der ausweislich des Statistischen Bundesamts nach wie vor hohe Auftragsbestand die in der Tendenz rückläufigen Auftragseingänge nicht mehr vollständig auffangen kann. Der Handel mit Vorleistungs- und Konsumwaren gab im Jahr 2023 dagegen deutlich nach. Der Handel mit Konsumwaren dürfte dabei unter dem in weiten Teilen der Welt schwächelnden privaten Konsum gelitten haben. Zu dem Rückgang bei den Vorleistungen könnte beigetragen haben, dass viele Unternehmen angesichts der zwischenzeitlich hohen Lieferengpässe ihre Lager aufgefüllt hatten und der Bedarf bei der zuletzt verhaltenen Konjunktur und nachlassenden Engpässen gesunken ist. Zudem zeigt sich bei den Ausfuhren wohl auch der Rückgang der energieintensiven Produktion in Deutschland. Auch regional gab es deutliche Unterschiede. Die nominalen Warenexporte in den Euroraum bzw. die Europäische Union sowie nach China waren rückläufig. Maßgeblich hierfür waren die schwache konjunkturelle Dynamik im Euroraum sowie der verstärkte Fokus auf einheimische Produktion in China (Stamer 2023). Hingegen waren für die Exporte in die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich sowie die OPEC-Staaten Anstiege zu verzeichnen. Die Importe aus nahezu alle größeren Regionen sanken im Jahr 2023, nachdem diese im Jahr 2022 kräftig gestiegen waren. Die Bruttowertschöpfung ging im Jahr 2023 leicht zurück. Die Rückgänge der Wirtschaftsleistung konzentrierten sich vor allem auf das Produzierende Gewerbe und den Handel. Im Produzierenden Gewerbe machte sich die Auftragsflaute in der Industrie und im Baugewerbe bemerkbar, auch wenn die hohen Auftragsbestände stabilisierend wirkten. Zudem sank die Energieproduktion kräftig. Im Handel wurde die Aktivität durch die sinkenden real verfügbaren Einkommen belastet. Die Bruttowertschöpfung in den unternehmensnahen Dienstleistungsbranchen und bei den öffentlichen Dienstleistern war dagegen aufwärtsgerichtet. Insgesamt sank die Bruttowertschöpfung mit 0,1 Prozent etwas weniger als das Bruttoinlandsprodukt, da die (preisbereinigten) Nettogütersteuern rückläufig waren. Der Rückgang stand im Einklang mit der schwachen Entwicklung des privaten Konsums und des Wohnbaus, die über die Umsatzsteuer einen recht großen Einfluss auf die Gütersteuern haben. Die zwischenzeitlich großen Abweichungen in den Zuwachsraten von Bruttowertschöpfung und Bruttoinlandsprodukt im Quartalsverlauf, zu denen wohl Unterschiede in der Saisonbereinigung beigetragen hatten, waren zuletzt nicht mehr auffällig hoch. Der hohe Krankenstand hat die Wirtschaftsleistung auch im Jahr 2023 gedämpft. Der Krankenstand war im Jahr 2022 kräftig gestiegen und lag deutlich oberhalb seines normalen Niveaus. Insgesamt machte Anstieg rund 1,7 Prozent der Arbeitszeit je Arbeitnehmer aus und dürfte damit spürbare Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt gehabt haben. Auch wenn man davon ausgeht, dass Arbeitsausfälle typischerweise nur eine unterproportionale Wirkung auf die Wirtschaftsleistung haben dürften, da die Unternehmen die Ausfälle zum Teil kompensieren können (beispielsweise durch Arbeitsverdichtung oder Überstunden von gesunden Arbeitnehmern), könnte der höhere Krankenstand - das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 spürbar um rund 1 Prozent gedämpft haben. Im vergangenen Jahr blieb der Krankenstand in etwa auf dem hohen Niveau des Jahres 2022. Zwar dürften die Auswirkungen der Fehlzeiten mit zunehmender Dauer umso schwerer von Unternehmen kompensiert werden können. Allerdings schwächte sich die wirtschaftliche Dynamik im vergangenen Jahr merklich ab, wodurch die Fehlzeiten bei der Produktion weniger ins Gewicht fallen dürften. Vor diesem Hintergrund ist die Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr wohl etwa in ähnlichem Ausmaß gedämpft worden wie im Jahr 2022. Für den Januar deuten die Zahlen der Gesetzlichen Krankenversicherung auf einen merklichen Rückgang des Krankenstands - auf weiterhin erhöhtem Niveau - hin. Allerdings war der Krankenstand auch im Verlauf des vergangenen Jahres zwischenzeitlich gesunken, bevor er gegen Ende des Jahres wieder kräftig gestiegen war. Insgesamt gehen wir für unsere Prognose davon aus, dass der Kranken-stand allmählich wieder sinken wird und damit die Belastungen für die Wirtschaftsleistung nachlassen. Die Inflation ist im Verlauf des vergangenen Jahres deutlich zurückgegangen. Nach 8,2 Prozent im ersten Quartal ist die Inflation sukzessive im Verlauf des Jahres auf 3,5 Prozent im vierten Quartal zurückgegangen. Im Jahr 2023 insgesamt sind die Preise um 5,9 Prozent gestiegen nach 6,9 Prozent im Jahr 2022. Insgesamt sehen sich die Verbraucher nun einem deutlich höheren Preisniveau gegenüber. Seit Anfang 2020 sind die Verbraucherpreise ins-gesamt um 18 Prozent gestiegen. Energie und Lebensmittel haben sich besonders stark verteuert mit 40 bzw. 33 Prozent. Die Waren- (außer-halb von Energie und Lebensmitteln) und Dienstleistungspreise sind mit 15 bzw. 13 Prozent weniger stark gestiegen. Die Relativpreise haben sich somit stark verschoben. Gerade Haushalte mit hohen Ausgabenanteilen für Energie und Lebensmittel dürften eine deutlich höhere Inflation erfahren haben. Zu Beginn des Jahres kam es zu deutlichen Preiserhöhungen bei vielen Dienstleistungen. Im neuen Jahr ist die Inflation im Januar und Februar weiter auf 2,9 bzw. 2,5 Prozent gesunken. Betrachtet man jedoch saisonbereinigte monatliche Preisanstiege, so zeigt sich, dass im Januar und Februar besonders Preise für Dienstleistungen gestiegen sind. Die Dienstleistungen insgesamt legten im Januar und Februar annualisiert um 6,7 bzw. 4,4 Prozent zu und die Dienstleistungen ohne Mieten im Januar sogar um 8,8 Prozent. Die Mieten stiegen im Januar im Vergleich zu anderen Dienstleistungspreisen zwar unterdurchschnittlich mit rund 2,3 Prozent, jedoch haben sie damit im Vergleich zum eigenen längerfristigen Mittel von 1,3 Prozent deutlich zugenommen. Die Preise für gewerbliche Waren ohne Energie stiegen im Januar und Februar annualisiert um 1 bzw. 5,3 Prozent. Zusammengenommen zog der Gesamtindex ohne Energie und Lebensmittel im Januar und Februar mit 4,3 bzw. 5,4 Prozent wieder recht stark an, nachdem sich die monatlichen Preisanstiege seit September 2023 bei annualisiert etwas über 2 Prozent eingependelt hatten. Stark gefallen sind die Nahrungsmittelpreise im Februar mit 13,5 Prozent, während sie im Januar noch annualisiert um 2,7 Prozent gestiegen waren. Die Energiepreise dürften im Jahr 2024 angesichts des Wegfalls staatlicher Preisstabilisierungsmaßnahmen nur leicht sinken. Die Preisbremsen für Strom, Gas und Fernwärme sind zu Anfang des Jahres ausgelaufen. Die Gaspreise sind daraufhin im Januar gegenüber dem Dezember mit 2,3 Prozent nur leicht gestiegen, während sich Fernwärme stark um 17 Prozent verteuerte. Die Strompreise sind dagegen um 0,8 Prozent gefallen. Wie in der Dezemberprognose erwartet, haben viele Grundversorger zum neuen Jahr ihre Preise gesenkt. Dies hat in der Verbraucherpreisstatistik bei den Strompreisen den Effekt der auslaufenden Preisbremsen übertroffen. In den nächsten Monaten kommt es bei beiden Komponenten zu einem Wegfall weiterer staatlicher Preisstabilisierungsmaßnahmen. Die Mehrwertsteuer auf Gas wurde im April 2022 im Zuge des Ukrainekrieges von 19 auf 7 Prozent gesenkt. Diese temporäre Maßnahme läuft im April aus. Bei den Strompreisen war geplant, die Netzentgelte mit staatlichen Ausgaben im Umfang von 5,5 Milliarden Euro zu stabilisieren. Diese Kosten werden nun von den Versorgern den Kunden in Rechnung gestellt. Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Hinzu kommen schwache Vorjahreswerte, die zu einem Basiseffekt geführt haben. Dieser hatte jedoch zuletzt immer weniger unterstützende Wirkung auf die Wachstumsraten. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 Prozent) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Im Monat Dezember wurden mit gut 1,0 Mio. Einheiten 4 Prozent weniger Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahresmonat. Maßgeblich für den Rückgang ist der schwache deutsche Markt, auf dem infolge eines Ende 2022 wirksamen Sondereffektes (Änderungen bei der Förderung von E-Autos) im Elektrosegment im Dezember 2023 insgesamt deutlich weniger Neufahrzeuge zugelassen wurden. Die fünf größten europäischen Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Monat wie folgt: Frankreich (+15 Prozent), Spanien (+11 Prozent), Vereinigtes Königreich (+10 Prozent), Italien (+6 Prozent), Deutschland (-23 Prozent). Auf dem chinesischen Pkw-Markt wurden 2023 knapp 25,8 Mio. Pkw neu zugelassen. Nie wurden in China in einem Jahr mehr Pkw verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 stiegen die Pkw-Verkäufe im abgelaufenen Jahr um 11 Prozent und gegenüber 2017, dem bisherigen Rekordjahr, betrug das Plus knapp 7 Prozent. Der chinesische Pkw-Markt widersetzte sich damit dem Trend einer an Dynamik verlierenden chinesischen Gesamtwirtschaft und war eine wichtige Stütze der ansonsten zuletzt schwächelnden Konjunktur. Im Monat Dezember lag das Wachstum bei 24 Prozent. Ein weiterer Rekord: Die knapp 2,8 Mio. verkauften Pkw waren das höchste jemals in einem Monat erreichte Absatzniveau. In Europa lag die Werksauslastung der größten Autobauer in 2023 unter dem Niveau von 2019 und die resultierenden Produktionszahlen sogar deutlich unter dem Niveau von 2019. In Summe wird für Europa ein weiterer Rückgang der Produktionszahlen im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet, während für die Verkaufszahlen eine Fortsetzung des positiven Trends aus dem Jahr 2023 erwartet wird. Als wesentlicher Trend weitet sich das Export-Import-Delta in 2024 deutlich aus. Neben der Offensive chinesischer OEM auf dem europäischen Markt planen auch europäische OEM eine Ausweitung der Stückzahlen, die in China für den Export nach Europa produziert werden. Für 2024 werden Produktionsvolumina für den Export nach Europa in Höhe von rund einer Million Fahrzeugen erwartet, davon entfallen Kapazitäten von mehr als einer halben Million Fahrzeuge auf chinesische OEM. Die Prognosen der deutschen OEM lassen für 2024 bestenfalls auf gleichbleibende oder leicht rückläufige Stückzahlen hoffen. Zudem beobachten wir aktuell zurückhaltendere Prognosen hinsichtlich des kurzfristigen Hochlaufs der batterieelektrischen Mobilität. Letztendlich erwarten wir, dass diese kurzfristigen Abschwächungen nicht den langfristigen Trend brechen. Gleichzeitig erwarten wir eine kurzfristige Verschiebung der Produktionsvolumina zugunsten höherer Anteile an Verbrenner- und Hybridantrieben als zuletzt geplant. Die globale Dominanz elektrifizierter Antriebsstränge wird voraussichtlich erst in der ersten Hälfte der 2030er Jahre erreicht. Im Bestreben der OEM die Ergebnismargen stabil zu halten, wird es insbesondere in 2024 weiteren Druck auf die Preise der Zulieferer geben. Für batterieelektrische Fahrzeuge liegt dabei der größte Einzelhebel in der Batterie. Durch den Ausbau von Produktionskapazitäten und bei weiterhin vergleichsweise niedrigen Rohstoffpreisen, sollte es den OEM möglich sein, diesen Hebel zu nutzen. Aus der Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ergeben sich für 2024 Herausforderungen, aber auch Chancen - insbesondere für größere Unternehmen ab 250 Mitarbeitern, mit einer Bilanzsumme über 25 Mio. € oder einem Umsatz über 50 Mio. €. Mit dem Geschäftsjahr 2025 wird für diese Unternehmen ein Nachhaltigkeitsbericht als Teil der nicht finanziellen Berichterstattung nach verbindlichen Berichtsstandards (ESRS) zur Pflicht. Wir nutzen das Geschäftsjahr 2024, um uns auf diese kommende Berichtspflicht vorzubereiten. Das Geschäftslima der Stahl und Metall verarbeitenden Industrien in Deutschland hat sich im Oktober marginal aufgehellt. Dies suggerieren jedenfalls die saisonbereinigten Werte der ifo-Umfrage. Demnach ist die Einschätzung der aktuellen Lage im Vergleich zum Vormonat unverändert (0,1Saldenpunkte verbessert) und die Geschäftserwartungen sind um 1,7 Saldenpunkte weniger pessimistisch. Der Blick auf die Ursprungswerte ohne Bereinigung um saisonale Schwankungen zeigt hingegen ein anderes Bild: Der Anteil der Unternehmer, die ihre Geschäftsalge als gut bezeichnen, sinkt um weitere 2,8 Prozentpunkte und damit unter 20%, diese Marke wurde zuletzt im Corona-Jahr 2020 unterschritten. Noch dramatischer entwickelt sich die Erwartung, inzwischen gehen 49% der Umfrageteilnehmer von einer Verschlechterung aus, das sind nochmals 3,7% mehr als im Vormonat. Lediglich noch 5,8% bleiben optimistisch im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung in den kommenden 6 Monaten. Lohnhärtereien zählen zum Sektor der metallbe- und -verarbeitenden Industrie. Es handelt sich in der Regel um spezialisierte unabhängige Dienstleistungsbetriebe, die im Bereich der Wärmebehandlung und der Werkstofftechnik im Lohnverfahren tätig sind. Nach letzten Angaben des Industrieverbandes Härtetechnik (IHT) gibt es in Deutschland etwa 185 Härtereibetriebe. Die Lohnhärtebetriebe erwirtschafteten diesen Angaben zufolge einen Umsatz von rund 1,35 Mrd. € und beschäftigten ca. 6.700 Mitarbeiter. Dabei stehen die Härtereien in Deutschland zunehmend im Wettbewerb mit Härtereien aus dem benachbarten Ausland, wo insbesondere die Energiekosten wesentlich niedriger sind. Dies erhöht den Wettbewerbsdruck auf diese innovative Branche stetig. Die Marktentwicklung der Wärmebehandlungsbranche wird vor allem von der Nachfrage der Automobilhersteller, vom Maschinenbau und von anderen Industriezweigen im Metallbereich in Deutschland, den europäischen Märkten und von den USA bestimmt. Geschäftsverlauf und Lage 2023 Das Geschäftsjahr 2023 war weiterhin geprägt von den globalen politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Die HANOMAG Lohnhärterei GmbH, Hannover wies im Berichtsjahr ein Umsatzrückgang von Mio. EUR 3,2 aus im Vergleich zum Vorjahr und entwickelte sich somit deutlich hinter den geplanten Erwartungen (Umsatz 2023 TEUR: 15.977; Umsatz 2022 TEUR: 19.181). Ersichtlich war, dass im vierten Quartal des Berichtsjahres eine gravierende Mengenreduzierung der Abrufe unserer OEMs dazu beitrug. Durch verschiedene Kostensenkungsprogramme sowie der Weiterentwicklung der Produktionsauslastung - und optimierung durch verstärkte Unterstützung des zentralen Vertriebs halten wir an unseren Zielen fest. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die durchgesetzte Tonnageanzahl im Bereich Aluminium und Stahl nicht gesteigert werden (2023: 16.918 t; 2022: 22.310 t). Dies lag im Wesentlichen an der rückläufigen Auslastung unserer Öfen mit Kundenbauteilen bei der Betriebsstätte Hannover. Die Geschäftsentwicklung in 2023 verlief weitestgehend zufriedenstellend in Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Situation. Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die HANOMAG Lohnhärterei GmbH, Hannover erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr liegenden Umsatz (Umsatz 2023 TEUR: 15.977; Umsatz 2022 TEUR: 19.181). Der Rückgang im Umsatzbereich spiegelt sich zudem wieder im Bereich der Beschaffungsaufwendungen für Materialien, Energie, Logistik und bezogenen Leistungen. Die Aufwendungen sanken um Mio. EUR 4,4 und konnten den Umsatzrückgang kompensieren. Die Personalaufwendungen stiegen um Mio. EUR 0,5 auf Mio. EUR 7,0 an. Die Erhöhungen sind auf den bestehenden Heranführungs - Tarifvertrag mit der IG - Metall Hannover aus dem Jahre 2020 zurückzuführen sowie auf die Lohnerhöhungen aus dem verhandelten aktuellen Flächentarifvertrag. Dieser läuft im Jahr 2024 aus und wird im Herbst 2024 neu verhandelt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 308 auf TEUR 6.480. Die Pachten für die bestehenden Gebäude werden ab dem Berichtsjahr 2023 nicht mehr konsolidiert, aufgrund des Verkaufs der Betriebsimmobilien der Seehafer Holding GmbH & Co. KG, Hannover an die Seehafer Immobilien GmbH & Co. KG, Hannover. Somit lag das EBIT im Berichtsjahr bei -2,5 Mio. EUR (Vorjahr -3,0 Mio. EUR). Die Aufwendungen aus der Finanzierungstätigkeit haben sich erhöht, demgemäß verschlechterte sich das Finanzergebnis auf -400 TEUR (Vorjahr: -134 TEUR). Der Jahresfehlbetrag belief sich im Berichtsjahr 2023 auf -2,9 Mio. EUR (Vorjahr Jahresfehlbetrag - 3,1 Mio. EUR) Die Finanzlage der Gesellschaft ist im Konzernzusammenhang zu sehen. Über die Muttergesellschaft, der Seehafer Holding GmbH & Co. KG, Hannover, stehen uns im Rahmen einer "Cash-Pool- Vereinbarung" stets die erforderlichen kurzfristigen Mittel zur Verfügung. Desweiteren existiert mit dieser Gesellschaft eine Rangrücktrittsvereinbarung, mit dem Inhalt, dass wir mit unseren Forderungen gegenüber anderen verbundenen Unternehmungen der Unternehmensgruppe insoweit im Rang hinter die Forderungen aller übrigen Gläubiger zurücktreten, dass unsere Forderungen nur zu Lasten von zukünftigen Bilanzgewinnen, aus einem Liquidationsüberschuss oder aus dem die übrigen Verbindlichkeiten übersteigenden Vermögen bedient zu werden brauchen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr und auch danach jederzeit gegeben. Die Gesellschaft ist buchmäßig überschuldet. Die Finanzlage unserer Gesellschaft ist in erheblichem Umfang durch die oben beschriebenen strategischen Maßnahmen bestimmt. Die Bilanz der HANOMAG Lohnhärterei GmbH, Hannover hat sich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 um 6,0 Mio. EUR verlängert. Die Bilanzsumme beläuft sich auf nunmehr 17,5 Mio. EUR (Vorjahr: 11,5 Mio. EUR). Unter den Aktiva erhöhte sich das Anlagevermögen im Berichtsjahr nach Abschreibungen um TEUR 502 auf jetzt TEUR 2.431 (Vorjahr: TEUR 1.929). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus durchgeführten Generalüberholungen und umfangreichen Retro-Fit-Maßnahmen im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen Desweiteren erhöhte sich das Vorratsvermögen im Stichtagsvergleich um TEUR 703 auf TEUR 861. Aufgrund erhöhter Lieferzeiten und um eine kurzfristige Verfügbarkeit wichtiger Vermögenswerte des Vorratsvermögens zu gewährleisten, wurden kritische Ersatzteile und Betriebsstoffe der Produktion in erhöhten Mengen beschafft - um eine Sicherstellung der Produktion jederzeit zu gewährleisten und noch nicht vollständig abgeschlossene Generalüberholungs- und Retro-Fit-Maßnahmen zeitnah zu schließen. Die Verbindlichkeiten haben sich um 6,3 Mio. EUR auf 17,1 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg resultiert ausschließlich aus den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Das für das Jahr 2023 prognostizierte Ergebnis, dass von einem organischen Wachstum von 5 % ausgegangen war, haben wir verfehlt. Bedingt durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft verschlechtert. Wir halten trotz der aktuellen Abrufkrise an der Planung für die Jahre 2024 und 2025 fest und erwartet wieder deutlich steigende Umsatzerlöse und ein ausgeglichenes Ergebnis. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Die HANOMAG Lohnhärterei GmbH, Hannover wird mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert, die wir identifizieren, bewerten und unser Handeln daran ausrichten. Wir definieren Risiken als eine mögliche und zukunftsgerichtete Entwicklung, die nicht oder zumindest nicht vollständig vom Unternehmen beeinflusst werden kann und eine mittelschwere oder schwere Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage haben oder zu Abweichungen von Prognosen und Zielen führen kann. Die Betrachtung von Risiken und Chancen wurde als systematischer Ansatz in den Managementprozess integriert, um alle Veränderungen zu registrieren und entsrechend frühzeitig zu reagieren, diese umfasst auf der strategischen Ebene die Unternehmens- und Prozessrisiken. Aus allen ermittelten Risiken und Chancen erfolgt eine Priorisierung zur Definition geeigneter Maßnahmen. Wir haben für uns die nachfolgenden Risiken identifiziert. Strategische und branchenspezifische Risiken Den Großteil des Gesamtumsatzes erzielt die HANOMAG Lohnhärterei GmbH, Hannover mit Kunden der Automobilzulieferindustrie. Die aktuellen Trends und Konjunkturschwankungen in dieser Branche wirken sich maßgeblich auf das Geschäftsvolumen und das Unternehmensergebnis aus. Somit ist die HANOMAG Lohnhärterei GmbH, Hannover in einem wettbewerbsintensiven, schnelllebigen und preissensiblen Umfeld tätig. Zur Sicherung der eigenen Marktposition sind kontinuierliche Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz sowie eine weitere Professionalisierung der Vertriebsleistung erforderlich. Im Berichtsjahr 2023 wurden mit unseren Kunden neue Preise verhandelt aufgrund der Erhöhungen im Personal- und teilweise im Materialaufwandsbereich sowie wurden mit Kunden Kompensationszahlungen im Rahmen von Minder - Abrufen vereinbart. Die Zahlungsziele unserer Kunden konnten zum Teil verkürzt werden. Desweiteren streben wir im Jahre 2024 mit unserem Informationssicherheits- Managementsystem den Schutz der Daten, Ihrer Integrität und Verfügbarkeit im Herstellungsprozeß sowie im Betrieb von Fahrzeugen an und wollen das TISAX-Label überreicht bekommen - um weiterhin unsere Dienstleistungen gegenüber unseren OEMs zu festigen und auszubauen. Als energieintensives Unternehmen haben die Marktpreise von Strom und Erdgas einen ganz entscheidenden Einfluss auf unseren Erfolg. Um diese Kostenrisiken zu minieren und eventuelle Preisspitzen abzufedern wurden Verträge mit Energieversorgern geschlossen für die Jahre 2024 bis 2026. Auch wird die Eigenstromerzeugung auf Dach- und Freiflächen kontinuierlich überprüft im Rahmen unseres Dekarbonisierungs - Projekts. Operative Risiken Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes ist die aktuelle Auftragslage weiterhin stabil. Unsicherheiten bestehen bei den Abrufzahlen, bis heute sind allerdings keine nennenswerten Unterschreitungen zu verzeichnen, die eine grundsätzliche Neufassung der Planumsätze erforderlich machen würden. Bei unterplanmäßigen Abrufzahlen könnten wir mit Maßnahmen im Personal- und Sachkostenbereich umgehend reagieren, insbesondere durch Reduzierung des Einsatzes von Zeitarbeitern im Produktionsbereich sowie Nutzung von Kurzarbeitergeld. Die entsprechenden Maßnahmen sind bereits vorbereitet. Ein wesentlicher Faktor für unsere Kunden stellt die Erfüllung der Ansprüche an die Qualität und an die erforderlichen Wärmebehandlungsergebnisse dar. Die Produkte unserer Kunden sind technisch anspruchsvolle Erzeugnisse, welche in Systeme mit hohen Sicherheitsstandards eingesetzt werden. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind zertifizierte Qualitätsmanagementsysteme im Einsatz. Wir haben dafür ein integriertes Managementsystem implementiert. Es umfasst die Normen IATF 16949:2016 und DIN EN ISO 9001:2015 für das Qualitätsmanagement, DIN EN ISO 14001: 2015 für das Umweltmanagement, DIN EN ISO 50001:2011 für das Energiemanagement und ISO 26000:2011 für die soziale Verantwortung. Desweiteren streben wir im Jahre 2024 mit unserem Informationssicherheits - Managementsystem den Schutz der Daten, Ihrer Integrität und Verfügbarkeit im Herstellungsprozeß sowie im Betrieb von Fahrzeugen an und wollen das TISAX-Label überreicht bekommen. Gegen Produktrisiken setzen wir modernste qualitätssichernde Methoden zur Vorbeugung, Problemlösung und kontinuierlichen Verbesserung unserer Geschäftsprozesse ein. Das unternehmensweit gültige Qualitätsmanagementsystem ist nach den einschlägigen Energie- und Umweltnormen sowie den Vorgaben aus der Automobilindustrie zertifiziert und bezieht auch die Entwicklung unserer Lieferanten mit ein. Wir schützen uns mit Versicherungen bestmöglich gegen Auswirkungen von Haftungsrisiken oder Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Finanzwirtschaftliche Risiken Das Ziel des Finanzmanagements ist es, eine ausreichende Liquidität zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen. Die aktuelle Liquidität wird täglich überwacht, zur Steuerung zukünftiger Liquiditätsbedarfe wird eine taggenaue Liquiditätsplanung für 6 Wochen, eine wöchentlich aktualisierte, rollierende 13 - Wochen - Liquiditätsvorschau sowie eine rollierende Liquiditätsplanung für 12 Monate eingesetzt. Negative Abweichungen von geplanten Umsatz-, Aufwands- und Cashflow-Werten können zu einem verminderten Finanzmittelbestand bzw. Nachfinanzierungsbedarf führen. Die Finanzierung von möglichen Investitionen ist durch die Einbindung in das gruppenweite "Cash-Pooling" mit der Seehafer Holding GmbH & Co. KG, Hannover gesichert. Am 29. März 2023 wurde ein neuer Konsortial - Kreditvertrag über 24,0 Mio. € unter anderem zwischen, Seehafer Holding GmbH & Co. KG, Hannover als Kreditnehmer und weiteren Gesellschaften der Seehafer Gruppe als Bürgen, UniCredit Bank AG, DZ Bank AG Deutsche Zentral- Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main und Deutsche Bank Luxembourg S.A. als Mandated Lead Arranger, UniCredit Bank AG als Konsortialführer, UniCredit Bank AG als Sicherheitentreuhänder und den Kreditgebern, geschlossen. Im Geschäftsjahr wurden derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus variabel verzinslichen (EURIBOR) Darlehen verwendet. Dem Zinsswap liegt ein Grundgeschäft mit vergleichbarem, gegenläufigem Risiko (Mikro-Hedge) zugrunde. Das mit der aus dem Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft gebildeten Bewertungseinheit nach § 254 HGB gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 9.500. Durch den gestiegenen variablen Zinssatz besteht zum Bilanzstichtag für die Bewertungseinheiten kein Risiko. Allgemeinen Ausfallrisiken, welche darin bestehen, dass unsere "Key-Kunden" ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen und die Gesellschaft durch Forderungsausfälle Verluste erleidet, ist uns durch die stetige konjunkturelle Beobachtung sowie der stets engen Kundennähe und /-betreuung, zum Bilanzstichtag nicht gegeben. Des Weiteren besteht für unsere Kunden eine Forderungsausfallversicherung/ Warenkreditversicherung. Chancenbericht Wir erweitern kontinuierlich unser Dienstleistungsspektrum, um als Systemlieferant im Bereich der Wärmebehandlung und mechanischen Bearbeitung sowie der Messdienstleistung den zukünftigen Marktanforderungen gerecht zu werden. Durch den Zuwachs der im Jahr 2021 gegründeten HANOMAG Aluminium Solutions GmbH, Hannover können wir die Marktposition der Hanomag Lohnhärterei Gruppe verbessern und unser Dienstleistungsspektrum bei Aluminium-Bauteilen weiter ausbauen. Wie die Risiken werden auch die Chancen regelmäßig identifiziert und bewertet. Die Chancen werden frühzeitig innerhalb des Managements diskutiert. Die Wahrnehmung und Umsetzung obliegen der Geschäftsleitung. Zunächst besteht für die HANOMAG Lohnhärterei GmbH, Hannover grundsätzlich die Chance, von einer besseren Entwicklung der Konjunktur und einer steigenden Nachfrage in den relevanten Märkten mit höheren Umsätzen als erwartet zu profitieren. Nach der Corona-Pandemie und nicht zuletzt durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine gibt es in der Wirtschaft Bestrebungen, unabhängiger von einzelnen Zulieferländer zu werden. Für uns bietet sich hier eine Chance, dass eine abnehmende Globalisierung der Lieferketten positive Auswirkungen auf die Binnenwirtschaft haben kann. Motiviert durch die ausgezeichnete Marktposition und aussichtsreiche Kundenaufträge - vornehmlich im Bereich Verbrennertechnik sind steigende Anfragen zu verzeichnen - wurden als Voraussetzung für weiteres Umsatzwachstum und Gewinnung von Marktanteilen umfassende Kapazitätserweiterungs- und Automatisierungsinvestitionen umgesetzt. Weitere Wachstumschancen können somit in Zukunft kurzfristig wahrgenommen und umgesetzt werden. Zu den operativen Chancen der HANOMAG Lohnhärterei GmbH, Hannover zählt die starke Position bei vielen Tier-One-Kunden. Wir bieten ein großes, teilweise selbst entwickeltes Technikportfolio an unterschiedlichen Wärmebehandlungen an. Dies ermöglicht uns eine stabile und nachhaltige Marktposition. Chancen ergeben sich aus der zunehmenden Sensibilisierung der Märkte für Aspekte der Ökologie und der Nachhaltigkeit sowie aus neuen Normen zur Reduktion des Emissionsausstoßes und der Einhaltung von Klimazielen. Deshalb binden wir alle umwelt- und energieverbrauchsrelevanten Themen frühzeitig in unsere Entwicklungsaktivitäten ein. Seit vielen Jahren bereits bekennt sich die HANOMAG Lohnhärterei GmbH, Hannover zu einer nachhaltigen Unternehmensführung und zu sozialer Verantwortung. Unser Erfolg auf dem Weg zu einer klimaneutralen Produktion spiegelt sich in den Kennzahlen zu den Emissionen und zu unserem integrierten Umwelt- und Energiemanagement wider. Wir streben an, für das Geschäftsjahr 2024 einen eigenständigen Nachhaltigkeitsbericht als neuen Bestandteil des Lageberichtes, zu verfassen, um unsere Aktivitäten noch stärker und besser hervorheben zu können. Prognosebericht Grundlage der nachfolgenden Ausführungen zum Prognosebericht ist die Mittelfristplanung der Gesellschaft bis 2026. Die Geschäftsplanung sieht eine Erholung bei den Umsatzerlösen in den kommenden Jahren vor. Grundsätzlich stellen wir uns weiterhin auf global stark gestörte oder unterbrochene Lieferketten ein mit erheblichen Rückwirkungen auf die heimische Industrie. Wir gehen nach heutigem Stand von einem moderaten Wachstum aus. Es wird erwartet, dass in einer ganzheitlichen Betrachtung von Einzelrisiken sowie der Gesamtrisikoposition aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden oder andere bedeutende Risiken bestehen. Die von der Geschäftsleitung verabschiedete Mittelfristplanung bis 2026 basiert auf einer konservativen Einschätzung, gleichwohl die Marktentwicklung in der Automobilbranche weiterhin stark volatil ist. Wir sind uns bewusst, dass unvorhergesehene Entwicklungen, vor allem im Zusammenhang mit den durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine geänderten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Lieferengpässe, gestiegene Rohstoff-, Energie- und Transportpreise), und eine anhaltende Inflation in den Industrieländern zu negativen Abweichungen bei Budget, Ergebnis und Liquidität führen können. Trotz der aktuellen Entwicklungen und der Unsicherheiten halten wir an unserer Planung für die Jahre 2024 bis 2026 fest und erwarten steigende Umsatzerlöse. Durch einen gewonnenen Auftrag werden wir am Standort Hannover neben der Wärmebehandlung nun auch die mechanische Bearbeitung aus einer Hand anbieten können. Des Weiteren werden wir am Standort Gevelsberg das Verfahren des Induktiv - Härtens wieder im Jahre 2024 anbieten können - durch die Gewinnung von Großkunden aus der Baumaschinen - Branche.
Hannover, den 05. Juni 2024 Karsten Seehafer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hanomag Lohnhärterei GmbH, Hannover: Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Hanomag Lohnhärterei GmbH, Hannover,-bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Hanomag Lohnhärterei GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Hannover, den 05. Juni 2024 Langhanki, Wirtschaftsprüfer |
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