Stammdaten

Register
Amtsgericht Limburg a. d. Lahn HRB 5368
Vorher
Seniorenzentrum Gleiberger Land GmbH
Eingetragen
11.5.2015
Branche
Sonstige teilstationäre PflegeeinrichtungenSonstige vollstationäre PflegeeinrichtungenAmbulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Gegenstand
Betrieb von Altenpflegeheimen, Betrieb von Tagespflegen, Betrieb von ambulanten Pflegediensten und sonstiger Leistungen im Bereich der Pflege. Mieten und Vermieten von Geschäftsräumen, Betrieb eines Restaurants im Seniorenzentrum.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dean Markus Colmsee
seit 5.3.2026
Geschäftsführer
Katharina Graf
seit 20.2.2025
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Unternehmensgruppe PflegeButler Häusliche Pflege mit Stil GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Seniorenzentrum Gleiberger Land GmbH

Limburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.302.656,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1.302.657,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschl. der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 3.371,00
2. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 3.446.916,80
3. Fahrzeuge 11.690,00 3.461.977,80
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 300,00
2. Sonstige Ausleihungen 278.333,32 278.633,32
5.043.268,12
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 53.152,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.434.142,58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 500.135,20
3. Sonstige Vermögensgegenstände 339.456,57 6.273.734,35
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.223.540,85
7.550.427,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 109.200,87
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00
12.702.896,76
Vorjahreszahlen ohne verschmolzene Gesellschaften Vorjahreszahlen mit verschmolzenen Gesellschaften *)
31.12.2021 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 351.037,00 910.627,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 351.037,00 1,00 910.628,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschl. der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.780,00
2. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 506.628,00 2.287.420,70
3. Fahrzeuge 0,00 506.628,00 18.370,00 2.309.570,70
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 100,00 300,00
2. Sonstige Ausleihungen 278.333,32 278.433,32 278.333,32 278.633,32
1.136.098,32 3.498.832,02
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 0,00 28.249,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 776.715,45 3.474.167,85
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 275.562,08 1.602.463,93
3. Sonstige Vermögensgegenstände 44.577,75 1.096.855,28 561.946,59 5.638.578,37
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 128.947,61 779.505,18
1.225.802,89 6.446.332,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.466,25 69.933,75
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 948.699,46 46.584,19
3.335.066,92 10.061.682,73

*) Summe aus Bilanzen der verschmolzenen Gesellschaften

Passiva

Vorjahreszahlen ohne verschmolzene Gesellschaften Vorjahreszahlen mit verschmolzenen Gesellschaften *)
31.12.2022 31.12.2021 Passiva 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00 361.000,00
nicht eingeforderte ausstehende Einlagen 0,00 0,00 -12.500,00
eingefordertes Kapital 25.000,00 25.000,00 348.500,00
II. Kapitalrücklage 902.115,27 0,00 110.197,28
III. Verlustvortrag, soweit durch Eigenkapital gedeckt
Verlustvortrag gesamt EUR 973.699,46 (i. Vj. EUR 1.615.716,08) -973.699,46 -667.016,62 -2.001.146,40
- davon nicht durch Eigenkapital gedeckt EUR 0,00 (i. Vj. EUR 948.699,46) -
- (vgl. Posten D. der Aktivseite) -
IV. Jahresüberschuss 2.465.410,60 642.016,62 1.542.449,12
2.418.826,41 0,00 0,00
B. Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens
Sonderposten aus nicht-öffentlicher Förderung für Investitionen 3.877.176,72 461.151,00 2.691.206,94
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 362.802,89 0,00 197.585,56
2. Sonstige Rückstellungen 1.008.131,00 203.020,00 768.687,08
1.370.933,89 203.020,00 966.272,64
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 378.900,21 361.186,57 647.408,70
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 275.780,18 (i. Vj. EUR 143.290,55) -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 494.380,35 70.184,41 272.735,70
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 494.380,35 (i. Vj. EUR 70.184,41) -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.532.306,57 2.110.216,05 5.150.702,65
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 3.532.306,57 (i. Vj. EUR 2.110.216,05) -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 525.571,14 72.553,18 305.170,47
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 525.571,14 (i. Vj. EUR 72.553,18) -
- davon aus Steuern EUR 241.944,54 (i. Vi. EUR 43.235,06) -
4.931.158,27 2.614.140,21 6.376.017,52
E. Rechnungsabgrenzungsposten 104.801,47 56.755,71 28.185,63
12.702.896,76 3.335.066,92 10.061.682,73

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
EUR EUR
1. Erträge aus ambulanter, teilstationärer und vollstationärer Pflege sowie aus Kurzzeitpflege 23.293.967,34
2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung 3.774.770,30
3. Erträge aus gesonderter Berechnung von Investitionskosten gegenüber Pflegebedürftigen 2.284.395,44
4. Umsatzerlöse nach § 277 Absatz 1 HGB, soweit nicht in den Nummern 1 bis 3 enthalten 8.829.626,95
5. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 24.903,35
6. Sonstige betriebliche Erträge 1.921.025,37
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 17.938.902,51
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.252.258,71 22.191.161,22
- davon für Altersversorgung EUR 158.019,25 (i. Vj. EUR 4.425,00) -
8. Materialaufwand
a) Lebensmittel 3.188.069,62
b) Aufwendungen für Zusatzleistungen 0,00
c) Wasser, Energie, Brennstoffe 744.980,97
d) Wirtschaftsbedarf, Verwaltungsbedarf 4.259.190,66 8.192.241,25
9. Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen 2.449,00
10. Steuern, Abgaben, Versicherungen 742.022,66
11. Mieten, Pacht, Leasing 4.956.328,65
12. Erträge aus öffentlicher und nicht-öffentlicher Förderung von Investitionen 214.053,22
13. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 479.958,60
14. Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung 382.155,33
15. Sonstige betriebliche Aufwendungen 748.342,23
16. Erträge aus Finanzanlagen 6,63
17. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.344,50
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)-
18. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 201.023,56
- davon an verbundene Unternehmen EUR 71.929,16 (i. Vj. EUR 118.154,58) -
19. Jahresüberschuss 2.465.410,60
Vorjahreszahlen ohne verschmolzene Gesellschaften Vorjahreszahlen mit verschmolzenen Gesellschaften *)
2021 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Erträge aus ambulanter, teilstationärer und vollstationärer Pflege sowie aus Kurzzeitpflege 5.709.086,78 18.965.889,03
2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung 1.175.988,79 3.347.139,23
3. Erträge aus gesonderter Berechnung von Investitionskosten gegenüber Pflegebedürftigen 916.192,73 2.147.563,24
4. Umsatzerlöse nach § 277 Absatz 1 HGB, soweit nicht in den Nummern 1 bis 3 enthalten 304.412,00 5.411.986,89
5. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 0,00 23.249,22
6. Sonstige betriebliche Erträge 313.757,91 1.734.819,68
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.448.008,10 14.197.645,65
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 803.604,39 4.251.612,49 3.406.355,39 17.604.001,04
- davon für Altersversorgung EUR 158.019,25 (i. Vj. EUR 4.425,00) -
8. Materialaufwand
a) Lebensmittel 780.605,07 2.661.202,18
b) Aufwendungen für Zusatzleistungen 0,00 0,00
c) Wasser, Energie, Brennstoffe 154.785,09 433.502,50
d) Wirtschaftsbedarf, Verwaltungsbedarf 1.086.827,96 2.022.218,12 3.286.853,68 6.381.558,36
9. Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen 2.449,01 2.449,01
10. Steuern, Abgaben, Versicherungen 97.220,51 588.576,98
11. Mieten, Pacht, Leasing 1.015.694,86 4.078.681,40
12. Erträge aus öffentlicher und nicht-öffentlicher Förderung von Investitionen 43.878,96 178.427,51
13. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 100.320,60 368.711,76
14. Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung 81.733,48 294.862,87
15. Sonstige betriebliche Aufwendungen 123.825,39 731.905,22
16. Erträge aus Finanzanlagen 4,42
17. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 141,41 6.304,23
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)-
18. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 126.367,50 222.187,69
- davon an verbundene Unternehmen EUR 71.929,16 (i. Vj. EUR 118.154,58) -
19. Jahresüberschuss 642.016,62 1.542.449,12

*) Summe aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der verschmolzenen Gesellschafter

Anhang zum 31. Dezember 2022

1 Allgemein

a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen:

Die Sen.Zentr. Gleiberger Land GmbH Wet.hat ihren Sitz in Limburg. Sie ist im Handelsregister des Limburg unter HRB 5368 eingetragen.

Mit notariellem Vertrag vom 31. März 2022 (UR 153/2022, Notarin Hanne Kara, Berlin) wurde das Vermögen

der Pflegepartner Limburg Aktiv! GmbH (Amtsgericht Limburg a.d. Lahn; HRB 5294),

der Pflegepartner Diez Aktiv! GmbH (Amtsgericht Limburg a.d. Lahn, HRB 26432),

der Katharina-Kasper-Haus GmbH (Amtsgericht Limburg a.d. Lahn, HRB 5443),

der Seniorenzentrum am Limes GmbH (Amtsgericht Limburg a.d. Lahn, HRB 6288),

der Seniorenzentrum Mittelbiel GmbH (Amtsgericht Limburg a.d. Lahn, HRB 6483),

der Seniorenzentrum Obere Rheinaue Bendorf GmbH (Amtsgericht Limburg a.d. Lahn, HRB 6148),

der Seniorenzentrum Dieblich GmbH GmbH (Amtsgericht Limburg a.d. Lahn, HRB 5452),

auf die Sen.Zentr. Gleiberger Land GmbH Wet.verschmolzen. Verschmelzungsstichtag ist der 01. Januar 2022. Gem. § 2 Abs. 1 UmwStG gilt als steuerlicher Übertragungsstichtag der 31. Dezember 2021.

Vorher agierten die Gesellschaften in einer Unternehmensgruppe, die über die vergangenen Jahre aufgebaut wurde. Die nachfolgenden Darstellungen für die Vorjahresangaben und die Vorjahreszahlen beziehen sich auf die Unternehmensgruppe im Umfang der verschmolzenen Gesellschaften. Die Vorjahreszahlen entsprechen den Summen der Bilanzposten und der Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der verschmolzenen Gesellschaften zum 31. Dezember 2021. Die Summenwerte sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung als gesonderte Spalte aufgeführt.

b) Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Seniorenzentrum Gleiberger Land GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und nimmt die Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Gemäß § 264 Abs. 1 Satz 1 HGB ist für Kapitalgesellschaften der Anhang "Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses", der denselben Prüfungs- und Offenlegungspflichten unterliegt wie die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung.

Der Anhang besteht aus folgenden Angaben, soweit im Jahresabschluss keine Angaben erfolgten:

Angaben zum Jahresabschluss insgesamt

Angaben über Ansatz und Bewertung von Posten der Bilanz

Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses

Aufgliederung und Erläuterung von Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

2 Gliederung und Darstellung

Die Bilanz wurde unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches §§ 265 Abs. 1 S. 2 HGB, 266 HGB aufgestellt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie in den Vorjahren die Gliederung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 gewählt.

Aufgrund der durchgeführten Verschmelzungen erfolgt die Darstellung in Bilanz und GuV im sog. 3-Spalten-Ausweis, d.h. im Vorjahresvergleich zum einen ohne Einbeziehung der verschmolzenen Gesellschaften und zum anderen unter Einbeziehung der verschmolzenen Gesellschaften.

3 Besonderheiten der Form der Darstellung des Jahresabschlusses

a) Angabe und Begründung der gegenüber dem Vorjahr abweichenden Form der Darstellung

Die Form der Darstellung des Jahresabschlusses ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

b) Geschäftszweigtypische Ergänzung der Gliederung

Die vorliegende Gliederung des Jahresabschlusses enthält gegenüber der Gliederung nach HGB folgende Besonderheiten:

Die Bilanz ist gegliedert nach Anlage 1 der Pflegebuchführungsverordnung

Die GuV ist gegliedert nach Anlage 2 der Pflegebuchführungsverordnung

4 Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

a) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden wie folgt angesetzt und bewertet:

sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten,

Sonstige Ausleihungen zu Anschaffungskosten.

Soweit erforderlich, wird der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte bzw. angefangene Arbeiten werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

Die Steuerrückstellungen beinhalten das Geschäftsjahr und das vorhergehende Geschäftsjahr betreffende, noch nicht veranlagte Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

b) Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

5 Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

a) Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel (siehe Anlagen) zu entnehmen. Der Anlagenspiegel wurde an die verschmelzungsbedingten Notwendigkeiten angepasst.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sind in einem Forderungsspiegel wie folgt zusammengesetzt:

Forderungsspiegel zum 31.12.2022

- - Gesamt 31.12.2022 bis 1 Jahr 31.12.2022 > 1 Jahr 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.434.142,58 € 5.434.142,58 € 0,00 €
Forderungen verbundene Unternehmen
davon ggü. Gesellschafterin 6.533,50 € 6.533,50 € 0,00 €
davon ggü. Schwestergesellschaft 493.601,70 € 493.601,70 € 0,00 €
Sonstige Vermögensgegenstände 339.456,57 € 335.588,38 € 3.868,19 €
Summe 6.273.734,35 € 6.269.866,16 € 3.868,19 €

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten € 6.533,50 (Vorjahr: € 4.650,94) Forderungen gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG).

c) Eigenkapital

Die Verschmelzung erfolgte ohne Nennkapitalerhöhung. Die Zugänge sind der Kapitalrücklage zuzuschreiben. Die Übertragung erfolgte handelsrechtlich zu Buchwerten.

Die Kapitalrücklage beinhaltet

a)

das gezeichnete Kapital der übertragenen Gesellschaften sowie deren zum Stichtag bereits vorhandenen Kapitalrücklagen.

b)

die handelsrechtlichen Gewinnvorträge zum 01.01.2022 der übertragenen Gesellschaften.

c)

die handelsrechtlichen Verlustvorträge zum 01.01.2022 der übertragenen Gesellschaften. Diese sind im Rahmen der Verschmelzung mit freien Kapitalbestandteilen zu verrechnen. Gemäß Beschluss vom 29.03.2023 erfolgte die Verrechnung mit den Gewinnvorträgen aus den übertragenen Gesellschaften.

Die Bilanz wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

c) Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

• Rückstellung für Resturlaub und Überstunden € 468.310,00
• Rückstellungen für sonstige Personalkosten € 263.860,00
• Rückstellungen für Energiekosten € 157.621,00
• Rückstellungen für Abschluss und Prüfungskosten € 55.900,00
• Rückstellungen für Aufbewahrung € 44.000,00

d) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2022

Gesamt 1 Jahr 2-5 Jahre >5 Jahre
Verbindlichkeiten a. LuL 494.380,35 € 494.380,35 €
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 378.900,21 € 275.780,18 € 102.809,54 €
Verbindlichkeiten verb. UN 3.532.306,57 € 3.532.306,57 €
Sonstige Verbindlichkeiten 525.571,14 € 525.571,14 €
Summe 4.931.158,27 € 4.828.038,24 € 102.809,54 € 0,00 €

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hatten im Vorjahr in Höhe von € 217.896,02 die Fälligkeit von mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von € 2.357.505,67 enthalten.

e) Nicht bilanzierte sonstige finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von € 84.915.810,39 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen Euro
aus Mietverträgen 83.731.580,88
aus Leasing-, Wartungsverträgen 1.184.229,51
Summe 84.915.810,39

Bei dieser Bewertung wurden die Miet- u. Leasingverträge mit der tatsächlichen Restlaufzeit und alle übrigen einzubeziehenden Verträge mit einer Laufzeit von 20 Jahren nach dem Bilanzstichtag bewertet. Damit wurde der Zeitraum herangezogen, den die Gesellschaft ernsthaft zur Erfüllung der Verpflichtung in Aussicht nimmt.

Die Restlaufzeit liegt zwischen 1 und 237 Monaten.

f) Erläuterung der westlichen sonstigen betrieblichen Erträge

Sachbezüge und Eigenverbrauch € 146.103,52
Erträge aus Mietverträgen € 399.437,30
Erträge aus Erstattungen Mehraufwand Covid-19 € 469.086,35

Bei den letztgenannten Erstattungen handelt es sich wie im Vorjahr (€ 784.736,55) um Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung.

g) Erläuterung der wesentlichen sonstigen betrieblichen Aufwendungen

Aufwand für Managementleistungen € 195.200,00
Aufwand Verwaltungskostenumlage € 197.600,00
Einstellung Einzelwertberichtigung auf Forderungen € 84.756,90
Periodenfremde Aufwendungen € 120.728,23
Aufwand arbeitsmedizinische Untersuchung € 53.832,13

6 Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden keine in der Bilanz nicht ausgewiesenen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB.

7 Sonstige Pflichtangaben

a) Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Jan Zimmerschied, Geschäftsführer (bis 07.11.2022)

Frau Sabine Ammon, Geschäftsführerin (bis 07.11.2022)

Frau Ursula Brüggemann, Bad Soden, Geschäftsführerin (14.10.2022- 14.12.2022)

Herr Heinz Beekmann, Jever, Geschäftsführer (14.10.2022 - 10.8.2023)

Herr Jan Zimmerschied, Geschäftsführer, seit 10.8.2023

Von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB, auf die Angaben zu den Gesamtbezügen zu verzichten, wird Gebrauch gemacht.

b) Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft besaß am Bilanzstichtag gegenüber folgenden verbundenen Unternehmen Forderungen aus Vorschüssen/Krediten:

Summe per 31.12.2022 Durchschnittlicher Zinssatz
%
Onesta Holding GmbH 6.533,50 0,00
Servicegesellschaft Alte Lahnbrücke Wohn- und Dienstleistungsgesellschaft mbH 493.601,70 0,00

c) Betriebsgröße

In den §§ 267 und 267a HGB ist geregelt, welche Kriterien für die Einstufung der Kapitalgesellschaften in die verschiedenen Größenklassen gelten. Dabei sind je nach Einstufung in so genannte "Kleinst-", "kleine", "mittelgroße" oder "große" Kapitalgesellschaften unterschiedliche Vorschriften für die Rechnungslegung, Offenlegung oder eine mögliche Abschlusspflichtprüfung zu beachten.

Die Betriebsgröße nach § 267 HGB hat wesentlichen Einfluss auf die Berichts- und Prüfungspflicht der Kapitalgesellschaft. Die Berichtsfirma zeigt folgende Größenmerkmale auf (Beträge in €):

2022 2021 2020
Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung 38.207.663,38 8.105.680,30 7.043.576,22
Bilanzsumme 12.702.896,76 3.335.066,92 2.386.367,46

Die Berichtsfirma ist zum Abschlusszeitpunkt im Sinne dieser Vorschriften als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen (§ 267 Abs. 4 S. 2 HGB).

d) Anzahl der Arbeitnehmer

Die Anzahl der Arbeitnehmer beträgt zum 31.12.2022: 887 (i. Vj. 164). Die Zahl hat sich durch die Verschmelzung erhöht. Es werden ausschließlich Angestellte beschäftigt.

Im Jahresdurchschnitt beträgt die Anzahl der Mitarbeiter 834.

e) Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Seniorenzentrum Gleiberger Land GmbH, Limburg, wird in den Konzernabschluss der Unternehmensgruppe PflegeButler Häusliche Pflege mit Stil GmbH, Friedeburg, einbezogen.

Der Konzernabschluss der Unternehmensgruppe PflegeButler Häusliche Pflege mit Stil GmbH, Friedeburg, wird für den kleinsten Kreis aufgestellt und ist unter https://www.unternehmensregister.de einzusehen.

Die Gesellschaft A. VIII Holding GmbH, Hamburg, stellt für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf (§ 285 Nr. 14 HGB) und dieser ist ebenfalls unter https://www.unternehmensregister.de einzusehen.

f) Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Limburg, 27.10.2023

Jan Zimmerschied, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022 Zugänge Zugänge aus Verschmelzungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 445.849,82 496.459,56 736.575,15 9.812,00 1.669.072,53
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 68.796,63 0,00 68.796,63
445.849,82 496.459,56 805.371,78 9.812,00 1.737.869,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschl. der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 4.086,52 0,00 4.086,52
2. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 889.710,84 1.528.687,14 2.777.609,05 235.318,24 4.960.688,79
3. Fahrzeuge 0,00 0,00 20.039,99 0,00 20.039,99
889.710,84 1.528.687,14 2.801.735,56 235.318,24 4.984.815,30
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 100,00 0,00 200,00 0,00 300,00
2. Sonstige Ausleihungen 278.333,32 0,00 0,00 0,00 278.333,32
278.433,32 0,00 200,00 0,00 278.633,32
1.613.993,98 2.025.146,70 3.607.307,34 245.130,24 7.001.317,78
Abschreibungen
1.1.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Zugänge aus Verschmelzungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.812,82 104.427,56 176.985,15 9.809,00 366.416,53
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 68.795,63 0,00 68.795,63
94.812,82 104.427,56 245.780,78 9.809,00 435.212,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschl. der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 0,00 409,00 306,52 0,00 715,52
2. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 383.082,84 368.442,04 996.816,35 234.569,24 1.513.771,99
3. Fahrzeuge 0,00 6.680,00 1.669,99 0,00 8.349,99
383.082,84 375.531,04 998.792,86 234.569,24 1.522.837,50
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
477.895,66 479.958,60 1.244.573,64 244.378,24 1.958.049,66
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.302.656,00 351.037,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 0,00
1.302.657,00 351.037,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschl. der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 3.371,00 0,00
2. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 3.446.916,80 506.628,00
3. Fahrzeuge 11.690,00 0,00
3.461.977,80 506.628,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 300,00 100,00
2. Sonstige Ausleihungen 278.333,32 278.333,32
278.633,32 278.433,32
5.043.268,12 1.136.098,32

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1.

Grundlagen des Unternehmens

2.

Gesamtwirtschaftliche Lage und Pflegemarkt

3.

Geschäftsverlauf

4.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Gleiberger Land GmbH ist ein etablierter Anbieter im Bereich Pflege und Betreuung mit Sitz in Limburg an der Lahn. Das Unternehmen erbringt hochwertige und individuell angepasste Pflegeleistungen in Hessen und Rheinland-Pfalz und positioniert sich als Qualitätsführer in der Region.

Mit notariellem Vertrag vom 31. März 2022 (UR 153/2022, Notarin Hanne Kara, Berlin) wurde das Vermögen

der Pflegepartner Limburg Aktiv! GmbH (Amtsgericht Limburg a.d. Lahn; HRB 5294),

der Pflegepartner Diez Aktiv! GmbH (Amtsgericht Limburg a.d. Lahn. HRB 26432).

der Katharina-Kasper-Haus GmbH (Amtsgericht Limburg a.d. Lahn, HRB 5443),

der Seniorenzentrum am Limes GmbH (Amtsgericht Limburg a.d. Lahn, HRB 6288),

der Seniorenzentrum Mittelbiel GmbH (Amtsgericht Limburg a.d. Lahn, HRB 6483),

der Seniorenzentrum Obere Rheinaue Bendorf GmbH (Amtsgericht Limburg a.d. Lahn, HRB 6148),

der Seniorenzentrum Dieblich GmbH (Amtsgericht Limburg a.d. Lahn, HRB 5452),

auf die Seniorenzentrum Gleiberger Land GmbH verschmolzen. Verschmelzungsstichtag ist der 01. Januar 2022. Vorher agierten die Gesellschaften in einer Unternehmensgruppe, die über die vergangenen Jahre aufgebaut wurde. Die nachfolgenden Darstellungen für die Vorjahresangaben und die Vorjahreszahlen beziehen sich auf die Unternehmensgruppe im Umfang der verschmolzenen Gesellschaften. Die Vorjahreszahlen entsprechen den Summen der Bilanzposten und der Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der verschmolzenen Gesellschaften zum 31. Dezember 2021.

Gegründet wurde die Seniorenzentrum Gleiberger Land GmbH im Jahr 2015 und betrieb zunächst das stationäre Pflegeheim "Gleiberger Land" in Wettenberg.

Mit der Eröffnung des Seniorenzentrums "Im Obstgarten" in Dieblich in 2016 vollzog sich der Wandel innerhalb des Unternehmens von einem Anbieter vollstationärer Leistungen hin zu einem Multikomplex-Anbieter mit Schwerpunkt im ambulanten und teilstationären Bereich.

Heute bietet die Gleiberger Land GmbH folgende Dienstleistungen an:

Stationäre Pflege

Betreutes Wohnen

Ambulante Pflege

Tagespflege

ambulant versorgte Intensivpflege

Hierzu hat das Unternehmen Versorgungsverträge mit sämtlichen Kranken- und Pflegekassen abgeschlossen. Es existieren Verträge mit den Sozialhilfeträgern sowie umfangreiche Kooperationen mit Dienstleistern wie Ärzten, Apotheken und Sanitätshäusern.

Die Prüfergebnisse seitens Heimaufsicht und MDK liegen im Hinblick auf die Güte der Leistungserbringung deutlich über dem Durchschnitt. In 2022 beschäftige das Unternehmen im Durchschnitt 740 Mitarbeiter und versorgte 700 Kunden an folgenden Standorten:

Name Einrichtung, Ort Eröffnung Appartements Tagespflegeplätze
Seniorenzentrum Gleiberger Land, Wettenberg 01.06.2015 89 0
Seniorenzentrum Im Obstgarten, Dieblich 01.09.2016 63 63
Seniorenzentrum Wohnstadt, Limburg 01.11.2017 99 99
Name Einrichtung, Ort Eröffnung Appartements Tagespflegeplätze
Seniorenzentrum Alte Lahnbrücke, Wetzlar 01.12.2018 82 70
Katharina Kasper Haus, Mengerskirchen 01.08.2008/ 01.10.2022 39 40
Seniorenzentrum Schönblick, Diez 12.06.2019 76 70
Seniorenzentrum Obere Rheinaue, Bendorf 01.07.2020 69 72
Seniorenzentrum am Limes, Hungen 01.08.2020 71 70
Seniorenzentrum Mittelbiel, Solms 01.05.2021 69 70
Seniorenzentrum Heuchelheim, Heuchelheim 01.09.2022 85 85

In 2022 wurden das Seniorenzentrum in Heuchelheim und ein Neubau in Mengerskirchen eröffnet. Die starke Nachfrage und kontinuierlich hohe Auslastung der Häuser bestätigen unsere Ausrichtung auf die Qualitätsführerschaft. Auch in 2023 und 2024 ist weiteres organisches Wachstum in der Region mit der Eröffnung der neuen Seniorenresidenz in Weilburg und einer Erweiterung der bestehenden Anlage in Limburg geplant. Für weitere Standorte mit Eröffnungsdatum 2025 wurden bereits Mietverträge abgeschlossen.

Im Jahr 2021 wurde die Alleingesellschafterin der Seniorenzentrum Gleiberger Land GmbH, die Onesta Holding GmbH, von der Unternehmensgruppe PflegeButler Häusliche Pflege mit Stil GmbH mit Sitz in Friedeburg (PflegeButler Gruppe) erworben.

Die Onesta Holding GmbH war Alleingesellschafterin von acht rechtlich selbstständigen Einrichtungen der Altenpflege. Die Onesta Holding GmbH hat beschlossen, zur Vereinfachung der Unternehmensstruktur die zum Konzern gehörenden Einrichtungen der Altenpflege in einer Gesellschaft zusammenzufassen. Die sieben oben im Text aufgeführten Gesellschaften, die Einrichtungen der Altenpflege betreiben, wurden auf die Seniorenzentrum Gleiberger Land GmbH als aufnehmende Gesellschaft im Rahmen des Umwandlungsgesetzes verschmolzen. Hierzu wurde am 31. März 2022 ein Verschmelzungsvertrag zwischen den beteiligten Gesellschaften notariell beurkundet.

2. Gesamtwirtschaftliche Lage und Pflegemarkt

Im Ganzen wuchs die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 um gut 1,5 %.

Der Arbeitsmarkt blieb insgesamt robust mit einer weiterhin hohen Nachfrage nach Fachkräften, insbesondere auch im Bereich Pflege- und Gesundheitswesen.

Insgesamt zeigte sich die deutsche Wirtschaft 2022 noch robust, aber mit einem verminderten Wachstum und ersten Anzeichen einer Rezession.

Die demographische Entwicklung schreitet weiter voran: Die Anzahl älter Menschen - und damit auch die Nachfrage nach Pflegeleistungen- steigt kontinuierlich an. Der Bedarf an qualifizierten Pflegefachkräften übersteigt nach wie vor das vorhandene Angebot.

Die Pflegebranche wurde insbesondere im ersten Halbjahr noch stark durch die COVID 19 Krise geprägt. Zwar wurde ein Großteil der finanziellen Auswirkungen durch einen Rettungsschirm der Bundesregierung abgefedert, jedoch wurden sowohl Mitarbeiter als auch Kunden durch zusätzliche Hygienemaßnahmen, Zutrittsverbote, Abstandsregeln und hohe Krankheitsstände aufgrund von Infektionen stark belastet.

Seit Juli 2022 sind große Teile des Rettungsschirmes ausgelaufen. Maßnahmen der öffentlichen Verwaltung nach Beginn des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine führten zu deutlich steigenden Energiepreisen und in Verbindung mit der seit langem expansiven EZB- Geldpolitik auch zu einer stark gestiegenen Inflation, gefolgt von Zinsanhebungen. Dies traf viele Pflegeanbieter durch eine Erhöhung indexierter Mietverträge sowie einer zeitversetzten Refinanzierung der gestiegenen Kosten in den Verhandlungen mit den Kostenträgern.

Das Inkrafttreten des Tariftreue-Gesetzes im Oktober 2022 führte zu erheblichen Lohnsteigerungen bei vielen privaten Pflegeanbietern. Einige Anbieter konnten diese Kostensteigerungen nicht zeitnah refinanzieren. Dies führte zu einer erhöhten Anzahl an Insolvenzen im Pflegebereich im ersten Halbjahr 2023.

3. Geschäftsverlauf

3.1 Vermögenslage

Die Vermögensstruktur sieht im Vergleich zum Vorjahr wie folgt aus (in T€)

31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
Anlagevermögen 5.043 3.499 1.544
Umlaufvermögen 7.550 6.446 1.104
Rechnungsabrenzungsposten 109 69 40
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0 47 -47
AKTIVA 12.702 10.061 2.641
Eigenkapital 2.418 - 2.418
Sonderposten 3.877 2.691 1.186
Rückstellungen 1.371 966 405
Verbindlichkeiten 4.931 6.376 -1.445
Rechnungsabrenzungsposten 105 28 77
PASSIVA 12.702 10.061 2.641

Der Anstieg der Bilanzsumme ist auf der Aktivseite vor Allem durch den Anstieg des Anlagevermögens (insbesondere von Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeige) sowie des Umlaufvermögens (vor Allem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) im Zusammenhang mit der steigenden Belegung und der Ausstattung der neuen Einrichtungen zu erklären. Die Erhöhung des Sonderpostens auf der Passivseite hängt ebenfalls mit den Zuschüssen für die neuen Einrichtungen zusammen.

3.2 Finanzlage

Die Kapitalstruktur zeigt eine solide Struktur der Finanzierung der Gesellschaft. Sämtliche Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen wurden aus dem operativen Cash-Flow finanziert. Die Eigenkapitalquote betrug am Bilanzstichtag 19,0%. Unter Berücksichtigung des Sonderpostens aus Zuschüssen und Zuweisungen liegt die Eigenkapitalquote bei 49,6 %.

Die Gesellschaft verfügt zum 31.12.2022 über ausreichend liquide Mittel in Höhe von Mio. EUR 1,22 (per 31.12.2021 Mio. EUR 0,78).

3.3 Ertragslage

3.3.1 Umsatzentwicklung

Neben der Umsetzung der Wachstumsstrategie durch Neueröffnungen war das Geschäftsjahr 2022 durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, der Energiepolitik und der Umsetzung des Tariftreue-Gesetzes geprägt.

Die Belegung bzw. Auslastung der angebotenen Leistungen lagen auch weiterhin kontinuierlich auf hohem Niveau mit rund 95% (*Häuser im Hochlauf auf volle 12 Monate hochgerechnet).

Die Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen) stieg im Berichtsjahr um 26,8% auf Mio. EUR 40,1 (im Vorjahr Mio. EUR 31,6).

3.3.2 Personalentwicklung und Kostenentwicklung

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Seniorenzentrum Gleiberger Land GmbH 834 Mitarbeiter.

Im Berichtsjahr führten sowohl die gesetzlichen Vorgaben bezüglich der personellen Ausstattung als auch die Einführung des Tariftreue-Gesetzes zum 1. September 2022 zu einer deutlichen Erhöhung der Personalkosten.

Dem wachsenden Personalbedarf, der zum einen durch die stetige Expansion sowie durch steigende Pflegegrade und höhere Personalschlüssel der Pflegekassen verursacht wird, begegnen wir weiterhin mit dem Aufbau und der Pflege unserer Marke "PflegeButler", durch Präsenz in lokalen Medien sowie auf unseren "Social Media" Kanälen. Durch eine mitarbeiterorientierte Unternehmensführung und attraktive Arbeitsbedingungen ist es der Gruppe gelungen, auf den Einsatz von Leiharbeitskräften nach Ende der Corona Pandemie weitestgehend zu verzichten. Das Unternehmen hat seine Bemühungen verstärkt, qualifizierte Pflegekräfte zu gewinnen, auszubilden und zu binden.

Die Kosten der Mieterhöhungen, Lebensmittel sowie Energiekosten konnten in 2022 nur teilweise weitergereicht werden.

3.3.3 Gesamtdarstellung der Ertragslage

2022 2021 Veränderung
Gesamtleistung 40.125 31.627 8.498
Personalkosten 22.191 17.604 4.587
Sachkosten 15.717 12.625 3.092
EBITDA 3.222 2.185 1.037

(alle Angaben in TDEUR).

Die zentralen Steuerungsgrößen erreichten im Geschäftsjahr 2022 für das EBITDA Mio. EUR 3,2 (im Vorjahr Mio. EUR 2,1) und für die Gesamtleistung Mio. EUR 40,1. Trotz der herausfordernden Umfeldbedingungen und externen Faktoren liegt das Ergebnis nur knapp unter den Erwartungen.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsführung geht auf Grund der geplanten Expansion davon aus, dass die Umsatz- und Ergebnissituation in 2023 und 2024 weiter gesteigert werden kann. Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2023 ist insgesamt positiv und es wird erwartet, dass die geplanten Ziele im Wesentlichen erreicht werden und die Gesamtleistung sowie das EBITDA leicht über dem Niveau von 2022 liegen werden.

4.1 Chancen

Es konnten bereits jetzt weitere Grundstücke und Erweiterungsmöglichkeiten für die Zukunft gesichert werden. Zudem existieren bereits Planungen für Neubauten oder Erweiterungen in Weilburg, Limburg, Solms, Hungen, Betzdorf und Brechen. Durch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten vieler anderer Anbieter und deren Zurückhaltung hinsichtlich Expansion ist das Angebot an interessanten Standorten höher als in der jüngeren Vergangenheit, der Markt entwickelt sich insgesamt für unsere Expansionsbestrebungen vorteilhaft.

Die Auslastung der bestehenden Unternehmen entwickelt sich weiter auf einem Niveau von über 95 %. Durch den Verbund mit der PflegeButler Gruppe können weitere Professionalisierung und Effizienzgewinne im Bereich Finanzwesen, Qualitätsmanagement und Digitalisierung erreicht werden.

Durch den Zusammenschluss der Onesta Gruppe mit der PflegeButler Gruppe unter dem Dach der Unternehmensgruppe PflegeButler werden in 2023 bereits Möglichkeiten umgesetzt, über zentralisierte Einkäufe und Synergien im Bereich der Verwaltung (Finanzen, Marketing, IT) Kosten einzusparen.

Zunehmende Insolvenzen bei Wettbewerbern führen zu Chancen für die Unternehmensgruppe. So können wir beispielsweise Bewohner und Mitarbeiter der von Insolvenzen betroffenen Wettbewerber aufnehmen bzw. einstellen und die Konkurrenz um Neueinzüge an einigen Standorten nimmt ab.

Bei den vorgenannten Rahmenbedingungen handelt es sich um Chancen für die Gesellschaft, die als "hoch" zu beurteilen sind.

4.2 Risiken

Die als "moderat" beurteilten Risiken für die Gesellschaft ergeben sich aus den Entwicklungen des Marktumfeldes sowie politischer Entscheidungen der Vergangenheit sowie in den nächsten Jahren und sind nachfolgend dargestellt.

Der immer deutlicher werdende Fachkräftemangel wird die folgenden Jahre weiterhin beeinflussen. Hier erwarten wir weiterhin deutlich steigende Ausgaben. Ohne ausreichende Fachkräfte ist für jedes Dienstleistungsunternehmen nur ein eingeschränktes Leistungsangebot möglich, erst recht bei vorgegebenen Personalschlüsseln. Dies trifft heute schon viele Unternehmen im Pflegebereich, die aufgrund von zu wenig Personal Pflegeplätze trotz Klientennachfrage nicht auslasten können.

Die Kostensteigerungen des letzten Jahres werden nur in kleinen Teilen durch Leistungsausweitung der Pflegekassen refinanziert. Die finanzielle Belastung für pflegebedürftige Menschen steigt deutlich und damit die Anzahl derer, die ohne Unterstützung des Sozialamtes nicht mehr in der Lage sein werden, die Kosten der Pflege zu tragen. Dies kann zu einem Nachfragerückgang führen. Allerdings sehen wir unverändert auch viele Menschen, die bereit sind, für gute Unterbringung, Sicherheit in einer stabilen Struktur und sehr guter Pflege auch Eigenanteile zu leisten. Mit Blick auf die Geldvermögensverteilung kann dies für die Unternehmensgruppe als Vorteil und absatz-/absatzpreisrisikoreduzierend gewertet werden.

Auch eine weiter starke Inflation und hohe Zinsen können ein Risiko für Anbieter im Pflegemarkt. Zum einen können Preiserhöhungen nur mit erheblichen Zeitversatz refinanziert werden, zum anderen verhindern hohe Zinsen in Kombination mit gestiegenen Baukosten vielerorts die benötigten Neubauten. Dem begegnet die Unternehmensgruppe mit strategischen Allianzen und der Schaffung neuer Formate für Investorenansprache und -einbindung.

 

Limburg, den 27.10.2023

Jan Zimmerschied, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Seniorenzentrum Gleiberger Land GmbH, Limburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Seniorenzentrum Gleiberger Land GmbH, Limburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Seniorenzentrum Gleiberger Land GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 20. November 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Babette Brennecke, Wirtschaftsprüfer

Elena Lütjen, Wirtschaftsprüferin

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