Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 15515
Vorher
Maschinenfabrik Joseph Eich KG u. Partner GmbH
Eingetragen
17.5.2001
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Rollenlagern und Systembau aller Art nebst Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sabine Rohlfing
seit 12.3.2015
Prokura
Constantino Alarcon
seit 12.3.2015
Prokura
Christoph Krücken
seit 17.5.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

95.00% identifiziert5.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
49.00%
Nicola Jones
46.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Christoph Krücken
Gerhart-Hauptmann-Straße 5, 45894 Gelsenkirchen
147.000 €
49.00%
Nicola Jones
Sugarcroft, Lower Southfield Lan, Bosbury Ledbury HR8 1NH, United Kingdom
138.000 €
46.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eich Rollenlager GmbH

Hattingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Firma Eich Rollenlager ist ein Unternehmen im Bereich der Antriebstechnik (NACE 28.15 Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen). Da es sich bei diesem Wirtschaftszweig um einen sehr weiten Bereich handelt, sei hier erklärt, dass wir uns in einigen Nischen dieses Wirtschaftszweiges bewegen, wie zum Beispiel bei den Anlagen und Komponenten der Hütten- und Walzwerksindustrie. Wir entwerfen, produzieren und vertreiben spezielle Wälzlager. Zu unseren Kunden gehören die bedeutendsten deutschen und europäischen OEM's der Schwerindustrie und des Schwermaschinenbaus. Unsere Endkunden sind große Energieerzeuger, Entsorgungsbetriebe und vor allem die weltweite Stahlindustrie.

2. F&E, Unternehmensentwicklung

Die Mitgliedschaft in der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) bildet nach wie vor eine Säule unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. In diesem Forschungsverbund sind wir an den aktuellen Entwicklungen im Bereich der Wälzlagertechnik direkt beteiligt. Spezielle Forschungsthemen erarbeiten wir in enger Kooperation mit der TU Hannover. Darüber hinaus beteiligen wir uns weiterhin an öffentlich geförderten Forschungsprojekten, z.B. im Bereich der Werkstoffentwicklung mit dem Ziel eines energieeffizienteren Produktionsablaufes. Qualität, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit rücken immer mehr ins Zentrum unserer Verantwortung, im Rahmen eines integrierten Managementsystems wollen wir diesen Punkten Rechnung tragen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent.

Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in Prozent

Land/Region 2023 (Schätzung) 2022 2021
Welt 3,1 3,5 6,1
Entwickelte. Volkswirtschaften 1,6 2,6 5,6
Euro-Zone 0,5 3,4 5,6
Deutschland -0,3 1,8 3,2
Frankreich 0,8 2,5 6,4
Italien 0,7 3,7 7,0
Spanien 2,4 5,8 6,4
Vereinigtes Königreich 0,5 4,3 7,6
USA 2,5 1,9 5,9
Japan 1,9 1,0 2,2
Aufstr. Märkte und Entwicklungsländer 4,1 4,1 6,9
ASEAN * 4,2 5,5 4,0
Brasilien 3,1 3,0 5,0
China 5,2 3,0 8,5
Indien ** 6,7 7,2 9,1
Russland 3,0 -1,2 5,6

*) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam.

**) Fiskaljahr vom 1.4. bis 31.3.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, für 2021: IMF October 2023 Database.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023

Globaler Maschinenbau

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen.

Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023

Wirtschaftsraum EU-27

In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf +0,5 Prozent geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+3,4 Prozent). Der private Konsum entwickelte sich angesichts der anhaltend hohen Inflation von +6,4 Prozent im EU-Durchschnitt schwach. Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften. Die Investitionen stiegen in der EU-27 voraussichtlich um +1 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich mit +4 Prozent abermals dynamischer, wobei die Niederlande, Frankreich und erneut Italien die Wachstumstreiber waren. Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft. Zudem litt die Nachfrage nach Investitionsgütern unter den gestiegenen Finanzierungskosten. Die EU-Maschinenproduktion schrumpfte nach vorläufigen Zahlen preis- und kalenderbereinigt um -1,4 Prozent, nach +5 Prozent Wachstum im Vorjahr. Besser als im EU-Durchschnitt entwickelten sich Frankreich und Polen (jeweils +6 Prozent), Schweden (+5 Prozent) sowie Finnland und Belgien (jeweils +3 Prozent), Österreich (+2 Prozent) und Spanien sowie Italien (0 Prozent). Deutlich unterdurchschnittlich zeigte sich der Maschinenbau in den Niederlanden (Jan.-Sept.: -16 Prozent). Überdurchschnittlich hoch war der Rückgang auch in Bulgarien, Dänemark und Rumänien. Hier wurden jeweils rund ein Zehntel weniger Maschinen hergestellt als im Vorjahr. (Die Angaben beziehen sich auf den Maschinenbau in der Abgrenzung des Kapitels 28 der NACE rev.2 und sind vorläufig.)

Quelle: IWF, Eurostat, EU-Commission: European Economist Forecast Autumn 2023 und Winter 2024.

Deutsche Konjunktur

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr.

Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,5 Prozent). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,4 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -2,2 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 Prozent). Im vierten Quartal 2023 wurde dabei mit durchschnittlich 46,2 Millionen Erwerbstätigen ein neuer Höchststand erreicht. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut.

In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA

2. Konjunkturelle Aussichten 2024

Weltwirtschaft

Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent).

Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024

Globaler Maschinenbau

Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien (+5 Prozent) erneut Spitzenreiter sein dürfte. Die Ausgangslage in den anderen drei Ländern ist recht unterschiedlich: So folgt der kleine Zuwachs in Süd-Korea und Japan (jeweils +1 Prozent) auf einen vergleichsweisen hohen Rückgang im Jahr 2023. In China sollte sich das Wachstum mit +2 Prozent fortsetzen, was ein signifikanter Tempoverlust wäre, verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie. Da die Auftragseingänge in der EU-27 als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 Prozent prognostiziert.

Quelle: "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023

Deutsche Konjunktur

Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 Prozent im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 Prozent für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 Prozent zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verbund mit einer robuste Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 Prozent leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck.

Dieser aktuellen Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft in Aussicht stellt. Durch die Entlastungen soll die Investitionsdynamik verstärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Innovationsanreize zu setzen, soll die Forschungszulage erhöht werden. Überbordende Bürokratie - beispielsweise bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland - soll reduziert werden.

Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht)

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 Prozent real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an. Allein für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine Bodenbildung bei Teilen der Auslandsnachfrage keinesfalls als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten sowie der von der Politik verursachten Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren hinzugekommen. Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder: Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen.

3. Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang 2023 entwickelte sich im zweiten Halbjahr leicht rückläufig, liegt aber weiterhin über dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatz konnte um gut 9,7% gesteigert werden. Wir betrachten unsere allgemeine Geschäftslage, in Anbetracht der geopolitischen Verwerfungen, immer noch als gut.

Lage

Die Lage des Unternehmens ist von unserem operativen Geschäft geprägt.

1) Ertragslage

Die Umsätze verteilen sich, abweichend zum Vorjahr, in einem Verhältnis 36,1% Inland und 63,9% Ausland.

Die Materialaufwandsquote verschiebt sich von 31,1 % auf 34,0 %. Die Steigerung resultiert wesentlich aus einem Anstieg Einstandspreisen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind dagegen konstant geblieben. Es ist unser Bestreben nur im Bedarfsfall die notwendigen Leistungen fremd einzukaufen. Der Fokus liegt weiterhin auf der eigenen Wertschöpfung. Die Beschäftigungslage ist mit weiterhin befriedigend plus.

2) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen, das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Kapitalstruktur hat sich leicht verändert. Bedingt durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss erhöht sich absolut die Summe des Eigenkapitals. Dem gegenüber steht ein im Verhältnis entsprechende Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber. Zum Ende des Geschäftsjahres ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 63,3 % (Vorjahr: 57,9 %).

Die Liquiditätslage ist weiterhin gut. Die liquiden Mittel verharren auf hohem Niveau und liegen zum Stichtag bei T€ 1.909,3 und übersteigen deutlich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von T€ 644,0 Die Kreditlinien bei unseren Banken werden zurzeit nicht in Anspruch genommen.

3) Vermögenslage

Die Vermögenslage ist gut. Zum Ende des Geschäftsjahres beträgt das Eigenkapital T€ 8.042,5 und entspricht damit einer Eigenkapitalquote von 63,3 %.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Nach wie vor ist die sogenannte Verbindlichkeitsgleichung des VDMA eine der wichtigen Orientierungsgrößen für uns. Die Verbindlichkeitsgleichung besagt: der Auftragseingang, die Produktion und der Umsatz (AE = P = U) sollen sich in etwa die Waage halten. Auch in diesem Jahr bestätigen die Monatsabschlüsse die Verbindlichkeitsgleichung. Zur Unternehmenssteuerung benutzen wir ein umfassendes Zahlenwerk aus allen Bereichen des Unternehmens (Buchhaltung, Finanzmanagement, Vertrieb und Produktion).

In Anbetracht des Geschäftsverlaufes und den Erfahrungen aus dem Vorjahr bleiben die Kosten im Fokus der Betrachtungen.

Unsere wirtschaftliche Lage kann, vor dem Hintergrund des Geschäftsverlaufes, insgesamt als befriedigend beurteilt werden.

III. Prognosebericht

Die Märkte in Nord-, Süd-Amerika und Indien laufen auf einem ansprechenden Niveau. Die Investitionen der letzten Jahre laufen jetzt hoch und die aufgebauten Anlagen erreichen zunehmend ihre Produktionsziele. Aufgrund der politischen Lage, d.h. insbesondere der Wunsch und das Ziel der Eigenversorgung bedeuten auch nach wie vor, dass in diesen Regionen in neue Maschinen investiert wird.

China ist immer noch der weltweit größte Stahlmarkt. In China bedienen wir ausgewählte, namenhafte Stahlhersteller, die großen Wert auf qualitativ hochwertige und langlebige Komponenten legen.

Der Trend zu nachhaltiger Produktion und zur Dekarbonisierung ist ungebrochen. Die Projekttätigkeiten und die Auftragslage bei den Anlagenherstellern sind nach wie vor hoch. Zur Zeit werden verschiedene Projekte realisiert, nach Inbetriebnahme wird sich deutlicher zeigen, wie in Zukunft "umweltfreundlicher" oder sogar CO 2 -freier Stahl produziert wird und welche Technologie sich durchsetzen wird. Durch unsere steten Bemühungen werden wir schon zu Beginn der Projekte in die Entwicklungsphase mit eingebunden. Weiterhin gibt es zahlreiche Projekte zur Optimierung oder auch Modernisierung alter und bestehender Anlagen, auch dort sind wir zum frühestmöglichen Zeitpunkt eingebunden.

Der Umsatz wird in 2024 nicht das Niveau des Vorjahres erreichen. Die Geschäftsführung erwartet für 2024 ein positives Ergebnis, welches im Vergleich zum Vorjahr niedriger ausfallen wird.

Die Umsatzzahlen im letzten Quartal 2024 liegen deutlich über dem Auftragseingang. Zurzeit gibt es Anzeichen, dass die Nachfrage nachlässt. Die Geschäftsleitung erwartet dennoch weiterhin eine stabile Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Eine valide Prognose fällt aufgrund der derzeitigen, größer werdenden Unsicherheiten, insbesondere die anhaltende kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine, Instabilitäten insbesondere Handelshemmnisse oder Handelsbeschränkungen und Umwälzungen (z.B. Infrastruktur und Digitalisierung, Energiewende) sehr schwer. Die damit einhergehenden Kostensteigerungen dämpfen die Erwartungen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Allgemeine Risiken:

Die größten Risiken sehen wir zurzeit in der geopolitischen und weltwirtschaftlichen Lage und der daraus resultierenden Entwicklung der Energiepreise, ebenso zeichnen sich schwieriger werdende Exportbedingungen (Zölle), Marktbeschränkungen (Abschottungen) und Umlenkungen von Handelsströmen (China-Importe nach Europa) ab.

Die Rohstoffpreise sind sehr volatil. Dementsprechend sind die Bindungsfristen für Angebote sehr kurz und eine valide Planung bei langen Lieferzeiten sind immer mit einer gewissen Unsicherheit behaftet.

Ebenso ist die hier in Deutschland angestoßene Transformation zur Klimaneutralität als Risiko zu nennen. Die daraus resultierenden Auflagen und Beschränkungen führen intern zu hohen administrativen Aufwendungen, ohne dass wir sicher sein können das Richtige zu tun.

Branchenspezifische Risiken:

Wie schon oben erwähnt führen die derzeitigen handelspolitischen Entwicklungen dazu, dass der Druck durch chinesische Importe bei Wälzlagern steigt. Zurzeit sehen wir immer mehr Anbieter aus China, die auf den europäischen Markt drängen - verstärkt ist dies bei Standardprodukten zu sehen.

Unsere größte Abnehmerbranche, die weltweite Stahlindustrie leidet seit Jahren latent unter Überkapazitäten. Gerade ältere und ineffiziente Stahlhersteller werden aus unserer Sicht mittelfristig nicht mehr wettbewerbsfähig sein. Die gesamte Stahlindustrie steht vor der Herausforderung zu dekarbonisieren. Die Stahlherstellung wird in den kommenden Jahrzehnten vor großen Umbrüchen stehen, diese sind mit massiven Investitionen verbunden, so dass auch über diesen Weg eine gewisse Konsolidierung der Stahlindustrie stattfinden wird. Vor dem Hintergrund des weltweiten Klimawandels ist hier der Druck zu Transformation extrem hoch, aber auch notwendig. Der Investitionsdruck führt dazu, dass ein hoher Preisdruck auf der Lieferantenseite entstehen wird.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

2. Chancenbericht

Die Worldsteel Organization (www.worldsteel.org) geht für 2025 von einer um 1,2% steigenden Stahlproduktion aus, besonders für Nord- und Süd-Amerika und Indien erwartet man signifikante Steigerungen.

Eine große Chance für uns liegt in der Digitalisierung. Seit der Einführung eines neuen ERP-Systems arbeiten wir konsequent und fortlaufend an der Digitalisierung unserer Abläufe. Das moderne Warenwirtschaftssystem erhöht unsere Flexibilität und schafft eine hohe Transparenz.

Weiterhin verstärken wir den Weg der digitalen Kommunikation mit unseren Kunden - auch wenn wir den persönlichen Kontakt nicht vernachlässigen. Digitale Meetings ermöglichen es uns als kleines Unternehmen ad hoc unsere Kunden und Partner in "jeden Winkel der Welt" direkt und unmittelbar zu erreichen. Das stärkt unser Netzwerk und verspricht unseren Kunden und Partner eine zuverlässige Verfügbarkeit. Für verschieden Kunden können wir heute auch online konkrete Einblicke in unsere Produktion bieten können.

Dieser Weg erhöht die Kundenbindung. Wir wollen diese digitalen Möglichkeiten ausbauen und weitere Services mit und für unsere Kunden zu entwickeln und auszubauen.

Durch unsere Marktpositionierung als Sonderwälzlagerhersteller verbunden mit ständiger und innovativer Weiterentwicklung unserer Produkte in Punkto Qualität, Lebensdauer und Preis sehen wir uns in einer guten Ausgangslage. Unsere maximale Kundenorientierung bietet in allen Bereichen ein hohes Potential für unsere Bestands- aber auch für neue Kunden. Durch verstärkte Aktivitäten bei unseren Endkunden/Anwendern sind wir direkt an neuen Entwicklungen beteiligt. Unsere Produkte haben einen hohen Spezialisierungsgrad und durch unseren engen Kontakt mit unseren Kunden werden die Produkte immer wieder überarbeitet und verbessert.

Den Anstieg der Produktionskosten begegnen wir auch in der Produktion durch eine konsequente Strategie der Digitalisierung und Automatisierung. Die neuesten Entwicklungen auf diesem Gebiet bieten uns heute neue Möglichkeiten unsere Fertigung weiter zu automatisieren, unabhängig von etwaigen Stückzahlen.

Unser erfolgreiches Engagement im Bereich der Ausbildung, auch über den eigenen Bedarf hinaus, schützt uns vor dem sich verstärkenden Fachkräftemangel. Zur Mitarbeiterbindung bieten wir flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten, Businessleasing von E-Bikes und wir haben 4 E-Ladestationen für unsere Mitarbeiter installiert.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin mit hoher Flexibilität, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. In intensiven Gesprächen versuchen wir auch etwaige Bedarfe zu antizipieren und uns produktionstechnisch darauf einzustellen.

3. Gesamtaussage

Die teilweise gut ausgelastete Stahlindustrie in einigen Weltregionen und der hohe Transformationsdruck, hin zu einer nachhaltigen Stahlproduktion, sowie unsere Positionierung als Anbieter von qualitativ hochwertigen und langlebigen (nachhaltigen) Produkten sind die Grundlage für unseren Geschäftserfolg und bieten immer Chancen für neue Projekte.

Die Gesamtlage hat sich gerade angesichts der weltweiten Lage stabil entwickelt. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben aber gezeigt, dass eine sichere Prognose immer noch sehr schwerfällt.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sowie unserer technischen Ausrichtung sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Hattingen, den 21.01.2025

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.972.409,18 2.201.000,91
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 323.747,00 385.395,00
II. Sachanlagen 1.144.772,11 1.338.054,79
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 52,00 338,00
2. technische Anlagen und Maschinen 693.089,00 970.057,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 381.131,11 361.534,11
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 70.500,00 6.125,68
III. Finanzanlagen 503.890,07 477.551,12
1. Beteiligungen 4.490,90 4.490,90
2. Sonstige Finanzanlagen 499.399,17 473.060,22
B. Umlaufvermögen 10.713.625,37 10.473.265,05
I. Vorräte 3.981.353,29 3.714.018,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.823.021,86 4.428.303,76
1. Forderungen gegen Gesellschafter 506.060,83
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.316.961,03 4.428.303,76
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.909.250,22 2.330.942,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.795,23 8.574,78
Summe Aktiva 12.698.829,78 12.682.840,74

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.042.481,35 7.345.660,64
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 32.683,78 32.683,78
III. Gewinnvortrag 7.012.976,86 6.756.441,77
IV. Jahresüberschuss 696.820,71 256.535,09
B. Rückstellungen 2.810.024,12 3.057.357,42
C. Verbindlichkeiten 1.846.324,31 2.279.822,68
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 643.997,70 846.518,35
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.202.326,61 1.433.304,33
Summe Passiva 12.698.829,78 12.682.840,74

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.247.633,35 8.742.527,75
2. Personalaufwand 5.297.921,95 5.551.987,73
a) Löhne und Gehälter 4.358.137,31 4.669.305,16
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 939.784,64 882.682,57
davon für Altersversorgung 4.365,76 35.849,22
3. Abschreibungen 497.933,81 459.648,64
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 497.933,81 459.648,64
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.426.911,33 2.254.050,40
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 13.996,33 13.996,33
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 64,37 20,49
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 99.387,60 98.693,35
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 58.043,88 59.043,57
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 360.979,58 250.817,73
9. Ergebnis nach Steuern 705.294,77 265.693,52
10. sonstige Steuern 8.474,06 9.158,43
11. Jahresüberschuss 696.820,71 256.535,09

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Eich Rollenlager GmbH mit Sitz in Hattingen, (Amtsgericht Essen, HRB 15515), ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2 , 266 ff HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in der für das Gesamtkostenverfahren in § 275 Abs. 2 HGB vorgegebenen Form gegliedert.

Die Angaben zu den "Davon-Vermerken" erfolgen einheitlich im Anhang.

B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und -soweit abnutzbar- um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 HGB). Sowohl bei den immateriellen Vermögensgegenständen als auch bei den beweglichen Anlagegütern erfolgt die Abschreibung linear.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen werden gemäß § 6a EStG i.V.m. R 6a EStR mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung aktiviert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten angesetzt, soweit nicht ein niedriger Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 4 HGB). Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Fifo-Methode angewendet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB). Soweit erforderlich, wurden Abschreibungen auf den am Abschlussstichtag beizulegenden niedrigeren Wert vorgenommen.

Der Ansatz der Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte mit dem Nennbetrag. Soweit erforderlich, wurden uneinbringliche Außenstände abgeschrieben. Zur Deckung des allgemeinen Bonitätsrisikos wurde eine ausreichend bemessene pauschale Wertberichtigung gebildet.

Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Bei den Verbindlichkeiten erfolgte die Passivierung grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag.

C. Erläuterungen zu der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Als Anschaffungs- und Herstellungskosten sind beim gesamten Anlagevermögen grundsätzlich die historischen Werte angesetzt.

2. Umlaufvermögen

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen am Abschlussstichtag in Höhe von € 2.444.871,57 (Vorjahr: € 2.398.702,58). Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen € 0,00 (Vorjahr: € 0,00).

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Versicherungsbeiträge, Lizenzgebühren und Beträge aus Serviceverträgen, die bereits im Berichtsjahr für das Jahr 2024 bezahlt worden sind.

4. Eigenkapital

Der Gewinnvortrag ergibt sich wie folgt:

Gewinnvortrag 31. Dezember 2022 6.756.441,77
Jahresüberschuss des Vorjahres 256.535,09
Gewinnvortrag 31. Dezember 2023 7.012.976,86

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Pensionszusagen der Gesellschaft. Als Berechnungsverfahren diente die PUC-Methode. Dabei wurden folgende Berechnungsparameter zugrunde gelegt:

- Rechnungszins von 1,82 % p.a.

- Rententrend von 2,00 % p.a.

- Biometrische Annahmen: Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergibt sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von € 209.945,00. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Demgemäß wurde 1/15 von diesem Betrag, also € 13.996,33, den Pensionsrückstellungen zugeführt und als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 beträgt € 13.996,33 (Art. 67 Abs. 2 EGHGB). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 HGB in Form der Differenz zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beläuft sich auf € 34.601.

Von den ausgewiesenen Pensionsrückstellungen entfallen auf ausgeschiedene Geschäftsführer € 783.968,64, die nach BilMoG zu bildende Pensionsrückstellung beträgt für diese Personen € 796.660,90.

Die sonstigen Rückstellungen betragen 391.792,50
Davon entfallen auf:
Aufbewahrungsverpflichtungen 77.800,00
Urlaubsansprüche Arbeitnehmer 178.300,00
Sonstiger Personalaufwand 36.492,50
Gewährleistung 67.800,00
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 31.400,00

6. Verbindlichkeiten

Die Gesamtverbindlichkeiten betragen € 1.846.324,31 (Vorjahr: € 2.279.822,68). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen € 1.602.677,39 (Vorjahr: € 1.624.357,13), die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren betragen € 243.646,92 (Vorjahr: € 655.465,55) und die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren betragen € 0,00 (Vorjahr: 0,00).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 52.604,37 (Vorjahr: € 190.578,43) und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 0,00) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 36.941,63) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit enthalten.

7. Personalaufwand

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 22.566,00) sowie Aufwendungen aus der Zuführung zu Rückdeckungsversicherungen sowie Lebensversicherungsprämien in Höhe von € 38.522,34 enthalten.

8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten in voller Höhe das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

D. Sonstige Angaben

1. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Geschäfte durch Herrn Christoph Krücken, Gelsenkirchen, geführt.

2. Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl beläuft sich auf 24 Angestellte sowie 62 gewerbliche Arbeitnehmer.

3. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind, setzen sich wie folgt zusammen:

Leasingobjekt mtl. Rate
Restlaufzeit in Monaten per 31.12.2023 Verpflichtungen aus Leasingverträgen
Bürocontainer BC1 344,59 12 4.135,08
Hubwagen Jungheinrich 181,45 40 7.258,00
Gabelstapler Jungheinrich 502,17 4 2.008,68
Transporter Sprinter 616,99 30 18.509,70
BMW GL 1 780,00 31 24.180,00
BMW GL 2 563,29 32 18.025,28
BMW Vertrieb 1 632,00 4 2.528,00
BMW Vertrieb 2 587,88 44 25.866,72
BMW Vertrieb 3 410,91 40 16.436,40
BMW Betrieb 721,94 34 24.545,96
Kopierer Grenke 190,00 6 1.140,00
Bosch Aufschaltungsanlage 80,43 45 3.619,35
Bosch Alarmanlage 175,44 45 7.894,80
E-Bike 2 98,64 17 1.676,88
E-Bike 3 163,70 15 2.455,50
E-Bike 4 164,15 15 2.462,25
E-Bike 5 97,69 15 1.465,35
E-Bike 6 100,40 18 1.807,20
E-Bike 7 109,14 20 2.182,80
E-Bike 8 125,18 20 2.503,60
E-Bike 9 111,92 21 2.350,32
E-Bike 10 121,83 21 2.558,43
175.610,30

Ferner bestehen Verpflichtungen aus Pachten von jährlich € 252.000,00 mit einer Laufzeit von 12 Monaten.

4. Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind, bestanden in folgender Form: selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von € 48.000,00.

5. Von den Erleichterungen der §§ 286, 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

 

Hattingen, den 21.01.2025

gez. Christoph Krücken, Geschäftsführer

Anlage

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.02.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Eich Rollenlager GmbH, Hattingen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Eich Rollenlager GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eich Rollenlager GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bochum, den 21.01.2025

OECOUNTAX GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez

Knut M. Gras, Wirtschaftsprüfer

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