APRON SOLUTIONS AG
Selbe AdresseBetrieb von Flughäfen und Landeplätzen für Luftfahrzeuge
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Alfred Karl Schweizer seit 19.1.2026 | Geschäftsführer |
Silvester Seth seit 8.11.2024 | Prokura |
Eric Blechschmidt seit 8.11.2024 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Flughafen Stuttgart GmbH | 66.00% |
Baden-Airpark Beteiligungsgesellschaft mbH | 34.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Baden-Airpark GmbHRheinmünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die Baden-Airpark GmbH hat ihren Sitz in Rheinmünster und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (Reg. Nr. HRB 211181). Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde entsprechend der Regelung im Gesellschaftsvertrag nach den Vorschriften des 3. Buches des HGB unter Berücksichtigung der Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem gesetzlichen Gliederungsschema der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche ausweispflichtigen Vermögensgegenstände, Schulden, Erträge und Aufwendungen enthalten. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit solchen der Passivseite, Erträge nicht mit Aufwendungen verrechnet. Das Anlagevermögen weist nur solche Gegenstände aus, die entgeltlich erworben wurden und dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB, aktive Rechnungsabgrenzungsposten nur im Rahmen des § 250 HGB gebildet. Die Bewertung ist nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB durchgeführt worden. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, unter Zugrundelegung betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern zwischen 3 und 20 Jahren, bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige sowie bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen des Berichtsjahres wurden nach der linearen Methode ermittelt. Für Altbestände kam sowohl die lineare als auch die degressive Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen bei Gebäuden und baulichen Betriebsanlagen zwischen 5 und 40 Jahren, bei technischen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 20 Jahren. Für Zugänge wurde der, bezogen auf den Anschaffungsmonat, zeitanteilige Jahresabschreibungsbetrag angesetzt. Umlaufvermögen Die Bewertung der Vorräte erfolgte mit dem gleitenden Einstandspreis unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Für zweifelhafte und uneinbringliche Forderungen wurden in angemessenem Umfang Wertberichtigungen vorgenommen. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1 %, bezogen auf den um Einzelwert berichtigte Forderungen und die enthaltene Umsatzsteuer korrigierten Forderungsbestand, gebildet. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag wurden im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, wenn sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellten. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Sonderposten enthält die für die Erschließung des Baden-Airpark-Areals erhaltenen Investitionszuschüsse vom Zweckverband "Gewerbepark mit Regionalflughafen Söllingen" sowie die in der Vergangenheit von der öffentlichen Hand gewährten Zuschüsse. Die Auflösung des hierfür gebildeten Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen erfolgte ratierlich entsprechend der dem angeschafften bzw. hergestellten Vermögensgegenstand zugrundeliegenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen waren mit dem erwarteten Betrag ihrer Inanspruchnahme (Erfüllungsbetrag) nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet worden. Sie berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Langfristige Rückstellungen wurden zum Barwert unter Anwendung der laufzeitadäquaten Abzinsungssätze gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorlagen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten waren grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Gewinne/Verluste aus Kursänderungen wurden - soweit vorhanden - entsprechend § 256a HGB durch Neubewertung am Bilanzstichtag berücksichtigt. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wurde in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthielten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 35.334 (Vorjahr: TEUR 35.333). Sie resultierten aus einem gewährten Kontokorrentkredit sowie aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Flüssige Mittel Zum 31.12.2023 betrugen die auf Geschäftskonten und als Barmittel vorhandenen liquiden Mittel TEUR 7.164. Hierin enthalten waren gebundene Mittel, über welche die Gesellschaft nicht frei verfügen kann (z. B. erhaltene Mietkautionen) in Höhe von TEUR 191. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag TEUR 25.050 und war voll einbezahlt. Die Kapitalrücklage betrug zum Bilanzstichtag TEUR 163.435 und setzte sich wie folgt zusammen:
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Der Sonderposten enthielt die vom Zweckverband "Gewerbepark mit Regionalflughafen Söllingen" sowie von der öffentlichen Hand gewährten Zuschüsse zu Investitionen in das Anlagevermögen. Zum Bilanzstichtag ist der Sonderposten den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wie folgt zuzurechnen:
Rückstellungen Die Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kosten zur Beprobung und Beseitigung von PFC-Altlasten in Höhe von TEUR 1.200, für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.072 sowie für Personalaufwendungen (Resturlaub, Arbeitszeitkonten und Jahresprämien) in Höhe von TEUR 419. Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Mietkautionen in Höhe von TEUR 191 (Vorjahr: 176) sowie kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 155 (Vorjahr: TEUR 27). Sämtliche Verbindlichkeiten hatten, wie im Vorjahr, eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden die geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalte. Haftungsverhältnisse Angabepflichtige Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestanden wie folgt:
Bei den außerbilanziellen Geschäften im Bereich Operate-Leasing handelte es sich im Wesentlichen um Kfz-Leasingverträge, Jobrad-Leasingverträge und Mietverträge über Flugzeugabfertigungs- und Bürogeräte. Des Weiteren bestanden langfristige Erbbaurechtsverträge mit einer Laufzeit von bis zu 40 Jahren. Bei Beendigung dieser Verträge geht das Eigentum an den Gebäuden auf die Baden-Airpark GmbH über. In diesem Fall erhält der Vertragspartner eine Heimfallvergütung. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erstreckte sich auf den Betrieb des Baden- Airpark als Gewerbepark sowie den Betrieb des Regionalflughafens Karlsruhe/Baden- Baden. Nach Tätigkeitsbereichen setzten sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 2.910 (Vorjahr: TEUR 2.176) enthielten im Wesentlichen Erstattungen der Flugsicherungskosten in Höhe von TEUR 1.400 (Vorjahr: TEUR 1.157) und Erträge aus Grundstückverkäufen in Höhe von TEUR 667 (Vorjahr: TEUR 82). Weiter bestanden Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von TEUR 188 (Vorjahr: TEUR 263). Die periodenfremden Erträge setzten sich hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 160 (Vorjahr: TEUR 457) zusammen. Personalaufwand Die Personalaufwendungen beinhalteten TEUR 28 Aufwendungen für Altersversorgung (Vorjahr: TEUR 30). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten im Wesentlichen Vertriebs- und Marketingkosten in Höhe von TEUR 2.751 (Vorjahr: TEUR 1.588), Kontroll- und Überwachungskosten in Höhe von TEUR 1.155 (Vorjahr: TEUR 1.060) sowie Reparatur- und Instandhaltungskosten in Höhe von TEUR 1.095 (Vorjahr: TEUR 1.205). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthielten Zinsen aus Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 107). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fielen im Geschäftsjahr 2023 und im Vorjahr nicht an. Es bestand zum 31.12.2023 ein steuerlicher Verlustvortrag. Der Posten enthielt keine latenten Steuern. E. Sonstige Angaben Geschäftsführung Zum Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 Herr Uwe Kotzan bestellt. Die Gesamtbezüge betrugen TEUR 180. Von Dritten wurden keine Vergütungen gewährt. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 folgende Mitgliederinnen und Mitglieder an:
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 15. Beirat Eine Sitzung des Beirats fand im Jahr 2023 nicht statt. Dem Beirat gehörten im Geschäftsjahr 2023 folgende Mitglieder an.
Die Gesamtbezüge des Beirats beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 400,00. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 250 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt, davon 194 Angestellte und 56 Aushilfen. Umgerechnet auf Vollzeitbeschäftigung mit 40 Wochenstunden (FTE) waren 189 Mitarbeiter beschäftigt. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Die Baden-Airpark GmbH gewährt der Flughafen Stuttgart GmbH einen Rahmenkredit bis zum Höchstbetrag von EUR 35,5 Mio. Der Rahmenkredit kann als Kontokorrentkredit in Anspruch genommen werden. Der Zinssatz beträgt 0,3 % p.a. Die Kreditvereinbarung ist mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende eines Kalendermonats durch beide Parteien jederzeit kündbar. Der Kreditrahmen war zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 35,5 Mio. von der FSG in Anspruch genommen. Eine Anpassung der Rahmenkreditvereinbarung an die aktuellen Marktverhältnisse auf dem Zinsmarkt findet derzeit statt. Konzernzugehörigkeit Die Baden-Airpark GmbH, Rheinmünster, wird in den Konzernabschluss der Flughafen Stuttgart GmbH, Stuttgart, einbezogen, der gleichzeitig der kleinste und größte Konsolidierungskreis ist. Der Konzernabschluss wird entsprechend den gesetzlichen Vorschriften im elektronischen Unternehmensregister offengelegt. Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 sind im Konzernanhang des Konzernabschlusses 2023 der Flughafen Stuttgart GmbH, Stuttgart, enthalten. Ergebnisverwendungsvorschlag der GeschäftsführungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 96.437.196,38, bestehend aus dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 93.604.930,92 und dem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 2.832.265,46, auf neue Rechnung vorzutragen.
Rheinmünster, 02. Februar 2024 Baden-Airpark GmbH Geschäftsführung gez. Uwe Kotzan Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft Während in den Vorjahren die pandemische Situation den größten Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens genommen hatte, entwickelten sich in 2023 weitere ernstzunehmende Problemfelder. Der Ukrainekonflikt mit seinen direkten Auswirkungen auf die Konnektivität (Wegfall des Linienflugverkehrs nach Russland und in die Ukraine) und indirekten Auswirkungen auf die Kosten (Energiepreise, Materialkosten) sorgte auch in 2023 für zusätzliche Belastungen. Der Nahostkonflikt verschärfte die Sicherheitslage. Laut Auswertung des Branchenverbandes ADV wurden in 2023 an den deutschen Flughäfen 197,19 Millionen Passagiere (an+ab) gezählt. Das sind zum Vorjahreszeitraum 19,5% mehr Passagiere. 1 Während in ganz Europa bereits 9 von 10 Passagieren zurück sind, erreicht die deutsche Recovery-Rate einen Wert von nur 78,8% gegenüber 2019. Trotz des positiven Trends liegt Deutschland weiterhin am unteren Ende der großen europäischen Luftverkehrsmärkte. Hohe Ticketpreise und hohe Standortkosten verhindern eine stärkere Erholung. 1 Während sich innerdeutsche Flüge im Vergleich zur vorpandemischen Zeit an den bundesdeutschen Flughäfen nicht adäquat erholt haben, entwickelte sich der restliche Flugverkehr deutlich positiver. 1 Das Luftfrachtaufkommen in 2023 summiert sich auf insgesamt 4.798.642 Tonnen (-6,8% zum Vergleichszeitraum 2022 und gegenüber 2019 um -2,2%). 1
1 Arbeitsgemeinschaft Deutscher
Verkehrsflughäfen e.V. (Flughafenverband ADV) Januar
2024
Der Luftverkehr am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) hat sich in 2023 davon losgekoppelt und deutlich besser entwickelt. Mit einem Verkehrsaufkommen von 1.743.808 Passagieren (Vorjahr 1.315.525), 40.938 Flugbewegungen (Vorjahr 37.464) und 1.829,9 Tonnen Luftfracht (Vorjahr 1.783,0) konnten die Zahlen aus 2022 deutlich übertroffen werden. Auch die Zahlen aus 2019 (1.346.750 Passagiere, 36.088 Flugbewegungen und 1.229,8 Tonnen Luftfracht) konnten deutlich überboten werden. Damit war der FKB bezüglich der 2019-Recovery der deutschen Flughäfen 2023 an zweiter (Passagiere) und dritter (Flugbewegungen, Luftfracht) Stelle. Im Linien- und Pauschalverkehr wurden 2023 insgesamt 42 Direktziele angeflogen. Im Sommerflugplan waren 4 Passagierflugzeuge am FKB stationiert. Durch das all-time-high bei den Verkehrszahlen konnten auch die bisher höchsten Aviation- und Non Aviation-Erlöse erzielt werden. 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Steuerungsgrößen Die bei der Baden-Airpark GmbH (BAG) eingesetzten finanziellen und nichtfinanziellen Steuerungsgrößen orientierten sich an den Zielen der Gesellschafter und stellten die Basis für eine effektive Unternehmensführung dar. Für die BAG waren vor allem die finanziellen Steuerungskennzahlen wie Liquidität, Erlöse, Kosten und EBITDA die bedeutsamsten Leistungsindikatoren für die Steuerung und Bewertung der Geschäftsentwicklung des Unternehmens. Neben den finanziellen Leistungsindikatoren spielten auch nichtfinanzielle Steuerungsgrößen eine wesentliche Rolle für den Erfolg des Unternehmens. Aus Unternehmenssicht waren insbesondere die Zahl der abgefertigten Passagiere und Flugbewegungen sowie das Luftfrachtvolumen als Leistungsindikator von hoher Bedeutung. Für das Aufrechterhalten des erforderlichen Servicelevels war das ständige Vorhalten von adäquat qualifizierten Fachkräften in ausreichender Zahl eine wichtige Steuerungsgröße. 3. Geschäftsergebnis Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) wurden im Jahr 2023 1.743.808 Passagiere (Vorjahr 1.315.525 Passagiere) abgefertigt. Davon 1.728.851 sogenannte gewerbliche Passagiere im Linien-, Pauschal-, Tramp- und Anforderungsverkehr. Damit liegt die Zahl der gesamt abgefertigten Passagiere 45,3 % über dem Planwert. Insgesamt fanden 40.938 Flugbewegungen (Vorjahr 37.464) statt (17,0 % über Plan). Durch Frachtflugzeuge wurden 1.829,9 t Luftfracht befördert (Vorjahr 1.783,0 t) und damit 22,0 % über Plan. Das Geschäftsergebnis im Aviation-Bereich war stark beeinflusst von den oben genannten gesamtwirtschaftlichen Faktoren. Die Erholung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden entwickelte sich deutlich besser als der Branchendurchschnitt. Insgesamt erwirtschaftete das Profit Center Verkehr (PCV) 2023 Aviation-Erlöse i. H. v. TEUR 13.166 (Vorjahr TEUR 10.473) und lag somit um 34,0 % über Plan. Das Profit Center Immobilien (PCI) entwickelte sich ebenfalls positiv. Die sogenannten Non-Aviation Erlöse im Bereich Gastronomie, Parkierung, Mietwagen etc. sind zum Großteil direkt von den Passagierzahlen abhängig. Insgesamt erwirtschaftete der Bereich Immobilien Umsatzerlöse i. H. v. TEUR 11.125 (Vorjahr TEUR 8.500) und lag somit um 46,4 % über dem Plan. Die Gesamterträge des Unternehmens stiegen um 28,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Personalkosten betrugen TEUR 11.859 (Vorjahr TEUR 10.541). Diese Veränderung basierte im Wesentlichen auf dem verkehrsbedingten erhöhten Servicebedarf in den operativen Bereichen. Der Gesamtaufwand erhöhte sich um 21,9 % von TEUR 19.730 auf TEUR 24.059, im Wesentlichen durch höhere Betriebskosten auf Grund der gestiegenen Verkehrszahlen und damit verbundenen höheren Aufwendungen für Marketingkosten. Im Jahr 2023 wies die Baden-Airpark GmbH ein positives EBITDA in Höhe von TEUR 3.142 (Vorjahr TEUR 1.419) aus. Das operative Betriebsergebnis lag aufgrund der im Vergleich zum Plan positiveren Entwicklung der Verkehrszahlen damit um 121,4 % über dem Vorjahr und um 297,9 % über Plan. Die Abschreibungen beliefen sich auf TEUR 6.001 (Vorjahr TEUR 6.674). Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Jahresergebnis von TEUR -2.832 (Vorjahr TEUR -5.233) und lag damit um 62,3% besser als geplant. Im Wesentlichen resultierte das bessere Ergebnis aus höheren Erlösen infolge der besseren Verkehrszahlen im Vergleich zum Wirtschaftsplan. 4. Personal Zum Stichtag 31.12. waren insgesamt 268 Mitarbeiter beschäftigt, davon 203 Angestellte, 60 Aushilfen und 5 Auszubildende. Umgerechnet auf Vollzeitbeschäftigte mit 40 Wochenstunden (FTE) waren 202,38 Mitarbeiter fest beschäftigt. Im Jahresverlauf waren bis zu 63 geringfügig Beschäftigte / Aushilfen zum Abfangen der saisonalen Spitzen beschäftigt. 5. Investitionen Die Investitionen waren im Jahr 2023 geringer als im ursprünglichen Wirtschaftsplan vorgesehen. Es wurden überwiegend die dringend notwendigen Ersatzinvestitionen vorgenommen. Es wurden insgesamt Investitionen in Höhe von TEUR 1.698 getätigt und entsprechend aktiviert. Die Investitionen beschränkten sich im Wesentlichen auf neues Flughafenequipment (TEUR 1.357), auf den Immobilienbereich (TEUR 248) sowie auf die Flughafen- und die IT-Sicherheit (TEUR 93). B. Darstellung der Lage 1. Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen erhöhte sich partiell durch getätigte Investitionen i. H. v. TEUR 1.698. Aufgrund der regulären Abschreibungen i. H. v. TEUR 6.001 verringerte sich das Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 52.420 (Vorjahr TEUR 56.876). Das Vorratsvermögen belief sich auf TEUR 453 (Vorjahr TEUR 458). Im Umlaufvermögen i. H. v. TEUR 37.599 (Vorjahr TEUR 37.404) sind saldierte Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 35.334 (Vorjahr TEUR 35.333) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus einem an die Muttergesellschaft Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) gewährten Kontokorrentkredit von TEUR 35.500. Zum 31.12.2023 betrugen die liquiden Mittel TEUR 7.164 (Vorjahr TEUR 5.085). Das Eigenkapital der Gesellschaft sank wegen des Jahresfehlbetrags i. H. v. TEUR 2.832 im Geschäftsjahr auf TEUR 92.048 (Vorjahr TEUR 94.880). Das entsprach einer Eigenkapitalquote von 94,3 % (im Vorjahr 95,0%). Die Kapitalrücklage (TEUR 163.435) resultiert aus in den Jahren 2003 bis 2015 gewährten Gesellschafterzuschüssen. Das Anlagevermögen war zu 100 % durch das Eigenkapital gedeckt. Zum 31.12.2023 bestanden wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. 2. Ertragslage Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 24.291 erzielt. Dies resultierte wesentlich aus höheren Passagierzahlen gegenüber dem Vorjahr. Die Aviation-Erlöse erhöhten sich um TEUR 2.693 bzw. 25,7 % und die Umsatzerlöse Immobilien um TEUR 2.625 bzw. 30,9 %. Die Umsatzerlöse lagen aufgrund der gegenüber dem Wirtschaftsplan deutlich höheren Verkehrszahlen um 39,4 % über der Annahme aus dem Wirtschaftsplan. Dagegen standen im Jahr 2023 Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 24.059 (Vorjahr TEUR 19.730). Diese setzen sich zusammen aus Materialaufwand TEUR 3.533 (Vorjahr TEUR 2.625), Personalaufwand TEUR 11.859 (Vorjahr TEUR 10.541) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 8.667 (Vorjahr TEUR 6.564). Der erhöhte Aufwand steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit den erhöhten Verkehrszahlen. Die Personalaufwendungen lagen mit TEUR 11.859 um 3,0 % unter Plan (Vorjahr TEUR 10.541). Aufgrund nicht oder nur sehr schwer zu besetzenden Stellen und höherer operativer Nachfrage waren darin Rückstellungen für Urlaubsverpflichtungen und nicht abgerechnete Stunden Mehrarbeit in Höhe von TEUR 419 enthalten (Vorjahr TEUR 394). Der Materialaufwand lag mit TEUR 61 unter Plan. Der Betriebsaufwand lag im Wesentlichen aufgrund höherer Instandhaltungskosten um TEUR 416 (11,3 %) über Plan. Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen lagen aufgrund gestiegener Marketingkosten um TEUR 491 bzw. 13,8 % über Plan. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen, vor allem aufgrund gestiegener Schulungs- und Ausbildungsaufwendungen um TEUR 113 über Plan. Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden in Höhe von TEUR 6.001 (Vorjahr TEUR 6.674) vorgenommen. Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen betrugen TEUR 188 (Vorjahr TEUR 263). Das Finanzergebnis von TEUR 107 (Vorjahr TEUR 107) resultierte hauptsächlich aus der Verzinsung des Kontokorrentkredites an die Flughafen Stuttgart GmbH. Die sonstigen Steuern betrugen TEUR 81 (Vorjahr TEUR 84). Das Geschäftsjahr 2023 schloss somit mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 2.832 (Vorjahr TEUR 5.233). C. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 1. Chancen- und Risikobericht Der internationale Luftverkehr ist nach wie vor den unterschiedlichsten wirtschaftlichen und politischen Risiken ausgesetzt. Hinzu kommt der europäische Wettbewerb, vor Allem durch die deutschlandweit hohen Gebühren wie die staatliche Luftverkehrsabgabe, die hohen bundeseinheitlichen An- und Abfluggebühren und die Luftsicherheitsgebühr, welche die luftfahrtaffinen Branchen zunehmend unter Druck setzt. Die Entwicklung des Reiseverhaltens ist weiterhin durch Nachwirkungen der weltweiten COVID-19-Pandemie geprägt. Hinzu kommt seit Februar 2022 der Ukrainekonflikt und seit Oktober 2023 der Nahostkonflikt und die damit zusammenhängende Unsicherheit im Reise- und Verbraucherverhalten. Das Passagieraufkommen am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) wird voraussichtlich, auch im Hinblick auf die krisenbedingte Inflation, im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert bleiben. Voraussetzung dafür ist es, die zurzeit am FKB vorhandenen und buchbaren Sitzplatzkapazitäten der Airlines und Reiseveranstalter zu sichern. Darüber hinaus muss es weiter gelingen, ausreichend qualifiziertes Personal zu gewinnen, um die geplanten, sehr personalintensiven, Aviation-Erlöse zu erzielen. Das Luftfrachtaufkommen wird sich aufgrund einer eingestellten Strecke leicht negativ entwickeln. Das Profitcenter Immobilien wird, wie in den Jahren zuvor, mit der hohen und profitablen Auslastung der Grundstücke, Gebäude und Geschäfte einen stabilen Beitrag zum Ergebnis leisten. Die Höhe der sogenannten Non-Aviation-Erlöse hängt dabei wesentlich von der Erreichung der notwendigen Passagierzahlen ab. Verstärkte Anstrengungen werden bezüglich der Optimierung der Aufwandsstrukturen in beiden Geschäftsbereichen erforderlich sein. Die Inflation und die Lieferengpässe in der Beschaffung werden weiterhin einen hohen Kostendruck verursachen. Die Aufrechterhaltung der Sicherheit (Flugsicherheit / Luftsicherheit / IT-Sicherheit) wird ständig überprüft und gewährleistet. Auch hier sind die Reorganisation von Prozessen und Strukturen sowie Investitionen erforderlich und in 2024ff. prioritär geplant. Der bei der Elektrotechnik begonnene Umbau des Technikbereiches und die weitere Internalisierung von Dienstleistungen soll fortgesetzt werden. Nach derzeitiger Prognose werden in den Folgejahren bis 2026, bei unveränderter Erlösund/Kostenstruktur sowie Umsetzung der geplanten Instandsetzung von Flugbetriebsflächen, Reparaturen und Investitionen, finanzielle Mittel zum Ausgleich der Unterdeckung notwendig sein. Diese Unterdeckung kann durch eigene kurzfristig verfügbare Mittel aus der Darlehensforderung gegen die FSG gedeckt werden. 2. Prognosebericht Die wirtschaftliche Entwicklung der Baden-Airpark GmbH hängt direkt mit der Zahl der abgefertigten Fluggäste am FKB zusammen, sowohl im Bereich Aviation (PCV) als auch im Bereich Non-Aviation bzw. Gewerbepark (PCI). Im Flughafenbetrieb wird ein weiteres Wirtschaftsjahr unter den Auswirkungen des osteuropäischen und Nahost Konfliktes erwartet. Für das kommende Jahr erwartet der Branchenverband ADV eine Fortsetzung des Erholungstrends. Für 2024 wird für deutsche Flughäfen prognostiziert, dass ca. 83 % der Passagiere gemessen am Vorkrisenjahr 2019 erreicht werden. Am Baden-Airpark wird aufgrund der nicht realisierten Stationierung eines vierten Ryanair-Flugzeugs im Sommer 2024, von der bei der Wirtschaftsplanung 2024 noch ausgegangen wurde, konservativ damit gerechnet, dass ein Passagieraufkommen in 2024 i.H.v. 1,765 Mio. Passagieren erreicht wird. Die Entwicklung der Transportmengen in der Luftfracht wird in der Branche ebenfalls positiv erwartet. Am Baden-Airpark wird aufgrund einer eingestellten Strecke jedoch mit einem Rückgang des Luftfrachtvolumens auf 1.675 t gerechnet. Basierend auf dieser Annahme wird in der aktuellen Hochrechnung mit Aviation-Erlösen im Bereich Profit Center Verkehr (PCV) in Höhe von TEUR 13.310 gerechnet. Die Entwicklung im Gewerbepark wird weiterhin auf stabilem Niveau bleiben, während die Non-Aviation Erlöse (Parking, Umsatzmieten, Retailerlöse) stark abhängig von den Passagierzahlen sein werden. Ausgehend von der Annahme der oben genannten Passagierzahlen für das Jahr 2024 rechnet die Geschäftsführung deshalb im Bereich PCI mit Umsatzerlösen von insgesamt TEUR 11.207. Die Fortführung der stringenten Kostenkontrolle und die weitere Optimierung in den operativen Bereichen werden auch 2024 einen maßgeblichen Stellenwert einnehmen. Es wird mit Aufwendungen in Höhe von TEUR 25.373 gerechnet. Die Kosten setzen sich dabei aus TEUR 12.400 Material-, Betriebs- sowie Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen, TEUR 12.445 Personalaufwendungen und TEUR 528 sonstige betriebliche Aufwendungen zusammen. Die Personalaufwendungen werden aufgrund von anzunehmenden Lohn- und Gehaltsforderungen im operativen Bereich um ca. 5% steigen. Die Aufwendungen für Material, Betrieb, Verwaltung und Vertrieb für werden sich trotz stabiler Passagierzahlen insbesondere inflationsbedingt um ca. 6% erhöhen. Folglich wird deshalb zurzeit konservativ mit einem EBITDA von ungefähr TEUR 1.085 für 2024 gerechnet. Die weiterhin hohen Abschreibungen auf das Anlagevermögen, aufgrund der Investitionen aus den vergangenen Jahren, können auch weiterhin nur zu einem Teil selbst erwirtschaftet werden. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen rechnet die Geschäftsführung damit, dass das Jahresergebnis 2024 bei rd. TEUR -4.100 liegen wird. Darüber hinaus wird abschreibungsbedingt auch für die nächsten Jahre, trotz positivem EBITDA, weiterhin mit negativen Jahresergebnissen gerechnet. Die operative Liquidität ist ohne externe liquiditätssichernde Maßnahmen mindestens bis 2025 gewährleistet. Durch die kurzfristig bereitstehenden und ausreichenden liquiden Mittel aus der Darlehensforderung gegen die FSG ist der Bestand der Gesellschaft nicht gefährdet.
Rheinmünster, 02. Februar 2024 Baden-Airpark GmbH Geschäftsführung gez. Uwe Kotzan BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Baden-Airpark GmbH, Rheinmünster Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Baden-Airpark GmbH, Rheinmünster, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Baden-Airpark GmbH, Rheinmünster, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt Der Jahresabschluss und Lagebericht der Baden-Airpark GmbH, Rheinmünster, für das vorherige, am 31.12.2022 endende Geschäftsjahr, wurde von einem anderen Wirtschaftsprüfer geprüft, der mit Datum vom 10.02.2023 nicht modifizierte Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und Lagebericht abgegeben hat. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 02.02.2024 MENOLD
BEZLER GmbH
gez. Schmeisky, Wirtschaftsprüfer gez. Widmaier, Wirtschaftsprüferin Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 erfolgte am 08.04.2024. |
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