Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 4514
Eingetragen
16.4.2003
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Die Herstellung, der Import, der Export und der Verkauf von Pumpen aller Art, von physikalisch - chemischen Maschinen und Geräten, von elektrischen Maschinen und Geräten, von Instrumenten für Maße und Gewichte und Meßgeräten und ähnlichen Produkten sowie hierzu benötigter Produkte. Die Gesellschaft kann außerdem Hilfs- und Nebengeschäfte durchführen .

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Kleimann
seit 11.8.2025
Geschäftsführer
Darius Dienst
seit 25.2.2025
Prokura
Cornelia Schulz
seit 22.3.2023
Prokura
Hideki Uchida
seit 18.3.2020
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Iwaki Europe GmbH

Willich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 640.546,86 644.356,62
2. Geleistete Anzahlungen 33.222,67 673.769,53 33.222,67 677.579,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.896.040,75 3.070.780,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.030.576,27 942.919,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 848.428,62 832.636,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.775.045,64 147.011,19 4.993.347,90
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.968.527,32 5.968.527,32
11.417.342,49 11.639.454,51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeunisse und Waren 6.017.068,61 7.105.935,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.998.329,00 3.019.558,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.197.544,55 1.071.099,49
- sämtlich aus Lieferungen und Leistungen -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 296.684,39 5.492.557,94 277.903,33 4.368.560,92
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 856.156,30 1.340.944,08
12.365.782,85 12.815.440,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 121.740,03 90.272,30
23.904.865,37 24.545.167,24

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Kapitalrücklage 8.774.459,41 8.774.459,41
III. Bilanzgewinn 9.185.900,63 8.265.621,11
18.471.651,92 17.551.372,40
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 554.794,24 132.363,84
2. Sonstige Rückstellungen 848.486,41 825.371,50
1.403.280,65 957.735,34
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.406,47 48.459,15
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 582.869,05 759.338,62
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.305.714,07 5.051.681,83
4. Sonstige Verbindlichkeiten 129.943,21 176.579,90
- davon aus Steuern TEUR 85 (i. Vj. TEUR 83) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 34 (i. Vj. TEUR 34) -
4.029.932,80 6.036.059,50
23.904.865,37 24.545.167,24

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 10.425.805,61 8.680.574,82
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.415.246,40 -3.604.962,43
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -746.697,98 -670.636,80
- davon für Altersversorgung TEUR 36 (i. Vj. TEUR 40) -
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -588.628,38 -562.620,04
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.294.117,52 -3.231.212,52
5. Erträge aus Beteiligungen 275.561,62 315.631,66
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 499,89 132,18
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.887,97 -13.649,47
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -447.264,85 -207.421,38
9. Ergebnis nach Steuern 1.199.024,02 705.836,02
10. Sonstige Steuern -3.182,88 -3.010,90
11. Jahresüberschuss 1.195.841,14 702.825,12
12. Gewinnvortrag 8.265.621,11 7.878.427,65
13. Ausschüttung -275.561,62 -315.631,66
14. Bilanzgewinn 9.185.900,63 8.265.621,11

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Alle Beträge sind in tausend Euro (TEUR) oder Euro (EUR) angegeben.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Iwaki Europe GmbH, mit Sitz in Willich, ist beim Amtsgericht Krefeld unter der HRB Nummer 4514 im Handelsregister eingetragen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsregeln wurden in Übereinstimmung mit dem Vorjahr ausgeübt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer von einem Jahr bis sieben Jahren um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die beweglichen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünfzig Jahren abgeschrieben, die unbeweglichen Vermögensgegenstände zwischen zwanzig und fünfzig Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden linear auf fünf Jahre verteilt abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung i. H. v. 1% berücksichtigt.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und wurden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden gemäß § 256a HGB mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Gewinne und Verluste aus Umbewertungen zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag werden berücksichtigt, soweit sie wesentlich sind.

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind der gesonderten Anlage zum Anhang zu entnehmen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Anteil Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
in %
Unmittelbare Beteiligung
IWAKI Nordic A/S, Hillerød, Dänemark 60% TEUR 4.605 TEUR 1.664
Mittelbare Beteiligungen
IWAKI Norge AS, Oslo, Norwegen 80% TEUR 820 TEUR 444
IWAKI Sverige AB, Täby, Schweden 80% TEUR 1.041 TEUR 542
IWAKI Suomi Oy, Kerava, Finnland 80% TEUR 552 TEUR 204

Mit Anteilskaufvertrag vom 27. Mai 2020 wurden 60% der Anteile an der IWAKI Nordic A/S, Dänemark, vom bisherigen Mehrheitsgesellschafter erworben. Die übrigen 40% der Anteile werden direkt durch die Konzernobergesellschaft gehalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Unternehmen, mit denen unser Gesellschafter ein Beteiligungsverhältnis hat, in Höhe von TEUR 1.422 (i. Vj. TEUR 1.075).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 1.198 (i. Vj. TEUR 1.071) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Hiervon entfallen TEUR 49 (i. Vj. TEUR 0) auf die Gesellschafterin.

Wie im Vorjahr sind alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 511.291,88 (DM 1.000.000,00).

Mit Gesellschafterbeschluss vom 18. Oktober 2023 wurden TEUR 276 ausgeschüttet, der Gewinnvortrag vor Ausschüttung betrug TEUR 8.266.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Personalrückstellungen (TEUR 484; i. Vj. TEUR 254), Beträge für ausstehende Rechnungen (TEUR 191; i. Vj. TEUR 411), Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 87; i. Vj. TEUR 90), Garantiekosten (TEUR 46; i. Vj. TEUR 41) sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 27; i. Vj. TEUR 29).

Verbindlichkeiten

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit kleiner einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr nahezu ausschließlich die Gesellschafterin. TEUR 1.145 (i. Vj. TEUR 1.429) resultieren aus Darlehen und TEUR 2.129 (i. Vj. TEUR 3.614) aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten aus Darlehen haben in Höhe von TEUR 817 (i. Vj. TEUR 923) eine Restlaufzeit größer einem Jahr und kleiner als fünf Jahren und in Höhe von TEUR 44 (i. Vj. TEUR 222) eine Restlaufzeit von größer fünf Jahren. Alle übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 2.445, i. Vj. TEUR 3.906) haben, analog des Vorjahres, eine Restlaufzeit kleiner einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten im Rahmen eines Finanzierungsleasings in Höhe von TEUR 19 (i. Vj. TEUR 57). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 130 (i. Vj. TEUR 155) eine Restlaufzeit kleiner einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalteten im Vorjahr Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 22 mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr und kleiner als fünf Jahren (in 2023 TEUR 0).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere periodenfremde Erträge (TEUR 130; i. Vj. TEUR 8) aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 60) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen (TEUR 28) sowie aus Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen (TEUR 42). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten ferner Erträge aus Kostenerstattungen (TEUR 69; i. Vj. TEUR 15) und Versicherungserstattungen (TEUR 5; i. Vj. TEUR 38).

Erträge aus Währungsumrechnungen betragen TEUR 4 (i. Vj. TEUR 1).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Verluste aus Fremdwährungsgeschäften betragen TEUR 13 (i. Vj. TEUR 14).

E. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Deutsche Bank AG, Frankfurt a. M., ist für die Iwaki Europe GmbH Verpflichtungen aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 102 eingegangen. Zur Sicherung dieser Bürgschaften hat die Gesellschaft Festgeldkonten bei der Deutsche Bank AG als Sicherheit im Rahmen einer Pfandrechtsvereinbarung vom 7. Januar 2003 verpfändet (Stand der Konten per 31. Dezember 2023: TEUR 102, i.Vj. TEUR 102). Verfügungen über diese Konten sind nur mit Zustimmung der Deutsche Bank AG möglich.

Die Caixabank S.A., Barcelona/Spanien, ist für die Iwaki Europe GmbH Verpflichtungen aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 20 eingegangen. Zur Sicherung dieser Bürgschaften hat die Gesellschaft ein Festgeldkonto bei der Caixabank S.A. als Sicherheit im Rahmen einer Pfandrechtsvereinbarung vom 11. Dezember 2012 verpfändet (Stand des Kontos per 31. Dezember 2023: TEUR 20, i.Vj. TEUR 20). Verfügungen über dieses Konto sind nur mit Zustimmung der Caixabank S.A. möglich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

TEUR
Leasing und Miete von Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung 530
Miete Bürogebäude Spanien 19
Miete Bürogebäude Italien 13
Miete Bürogebäude Niederlande 14
Miete Bürogebäude Polen 22
597

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2028. Von den Miet- und Leasingverpflichtungen sind TEUR 268 innerhalb eines Jahres fällig.

Mitglieder der Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

 

Herr Hideki Uchida, Kaufmann, Geschäftsführer, Senior Executive Director von IWAKI Japan, Tokio/Japan (ohne Bezüge),

 

Herr Tomoki Egami, Ingenieur, Hauptgeschäftsführer Vertrieb, Administration, IT und Rechnungswesen sowie Produktion, Einkauf, Logistik und Technik, Düsseldorf.

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge erhält, unterbleibt die Angabe gem. § 285 Nr. 9 HGB unter Hinweis auf die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB.

Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter ohne Geschäftsführung:

2023
Angestellte 44
Gewerbliche Arbeitnehmer 19
63

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Iwaki Europe GmbH wird in den Konzernabschluss der IWAKI Co., Ltd., Tokio/Japan, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft in Japan erhältlich oder im elektronischen Verzeichnis für Investoren "Investors' NETwork (EDINET)" unter der Firmenkennziffer E32189 verfügbar.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt in Abstimmung mit dem Gesellschafter vor, den Jahresüberschuss sowie den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse von wesentlicher Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

 

Willich, den 28. März 2024

Iwaki Europe GmbH

Die Geschäftsführung

Hideki Uchida

Tomoki Egami

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.009.013,42 117.363,00 0,00 0,00 1.126.376,42
2. Geleistete Anzahlungen 33.222,67 0,00 0,00 0,00 33.222,67
1.042.236,09 117.363,00 0,00 0,00 1.159.599,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 5.129.059,62 4.818,52 0,00 0,00 5.133.878,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.597.704,10 37.206,11 0,00 147.011,19 1.781.921,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.127.381,80 207.128,73 0,00 0,00 2.334.510,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 147.011,19 0,00 0,00 -147.011,19 0,00
9.001.156,71 249.153,36 0,00 0,00 9.250.310,07
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.968.527,32 0,00 0,00 0,00 5.968.527,32
5.968.527,32 0,00 0,00 0,00 5.968.527,32
16.011.920,12 366.516,36 0,00 0,00 16.378.436,48
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 364.656,80 121.172,76 0,00 0,00 485.829,56
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
364.656,80 121.172,76 0,00 0,00 485.829,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.058.279,17 179.558,22 0,00 0,00 2.237.837,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 654.784,26 96.560,87 0,00 0,00 751.345,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.294.745,38 191.336,53 0,00 0,00 1.486.081,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.007.808,81 467.455,62 0,00 0,00 4.475.264,43
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.372.465,61 588.628,38 0,00 0,00 4.961.093,99
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 640.546,86 644.356,62
2. Geleistete Anzahlungen 33.222,67 33.222,67
673.769,53 677.579,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.896.040,75 3.070.780,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.030.576,27 942.919,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 848.428,62 832.636,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 147.011,19
4.775.045,64 4.993.347,90
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.968.527,32 5.968.527,32
5.968.527,32 5.968.527,32
11.417.342,49 11.639.454,51

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der IWAKI Co., Ltd., Tokio/Japan. Sie vertreibt im Wesentlichen von der japanischen Muttergesellschaft hergestellte Pumpen und Ersatzteile sowie in Willich montierte magnetbetriebene Kreiselpumpen sowie elektromagnetische Dosierpumpen. Veräußert werden die Produkte in Deutschland und in anderen europäischen Ländern. Der Vertrieb in Deutschland erfolgt über die Zentrale in Willich, der Vertrieb außerhalb Deutschlands erfolgt über eigene Betriebsstätten in Italien, Spanien, den Niederlanden und Polen sowie über verbundene Unternehmen und Joint Ventures der Muttergesellschaft IWAKI Co., Ltd.

Die Gesellschaft hält 60% der Anteile an der IWAKI Nordic A/S, Dänemark. Die übrigen 40% der Anteile werden direkt durch die Konzernobergesellschaft gehalten. Die IWAKI Nordic A/S hält drei weitere Beteiligungen in Finnland, Schweden und Norwegen (jeweils 80% der Anteile). Die Lieferung an die Kunden erfolgt durch das Europalager in Willich.

Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft auf eigenem Grundbesitz (Willich) bzw. in angemieteten Räumen (Niederlande, Spanien, Italien und Polen).

Im Berichtsjahr bestand ein Distribution Agreement mit der Muttergesellschaft IWAKI Co., Ltd., welches der Gesellschaft das alleinige Vertriebsrecht von IWAKI-Produkten sowie den zugehörigen Ersatzteilen in ganz Europa sowie Südafrika und Israel gewährte.

Darüber hinaus bestanden Distribution Agreements mit dem verbundenen Unternehmen IWAKI Nordic A/S, Dänemark, und den Joint Ventures der Muttergesellschaft IWAKI Co., Ltd., welche im Wesentlichen regelten, dass die IWAKI-Produkte ausschließlich in den vertraglich vereinbarten Gebieten in Europa vertrieben werden dürfen. Der Vertrieb von Konkurrenzprodukten war grundsätzlich nicht gestattet. Die schriftlich fixierten Distribution Agreements mit IWAKI Co., Ltd., IWAKI Nordic A/S sowie mit IWAKI Belgium N.V. sind zum 31. Dezember 2023 ausgelaufen und werden derzeit neu verhandelt, in der Zwischenzeit werden die Agreements auf Basis mündlicher Übereinkünfte fortgeführt.

IWAKI vertreibt die folgenden Produktgruppen:

Große magnetgetriebene Pumpen (Serien MDM, MDE, MDW und MXM),

Mittelgroße magnetgetriebene Pumpen (Serien MX, MX-F, SMX, und Sanwa),

Kleine magnetgetriebene Pumpen (Serien MD, MD-F/V, MDG und (N) RD),

Kleine Dosierpumpen (Serien E, KB, HRP und IX),

Pneumatisch betriebene Pumpen (Serien F, CFD und YTS Membranpumpen),

Sonstige.

Große magnetgetriebene Pumpen werden hauptsächlich in der Chemieindustrie verwendet. Der Umsatzanteil dieser Pumpen betrug in 2023 42,8% (2022: 40,9%) und erhöhte sich moderat in Folge der Änderung des Produktmixes. Der Umsatz mit mittelgroßen magnetgetriebenen Pumpen betrug 12,3% (2022: 13,7%) und sank moderat. Diese Pumpen werden vor allem in der Galvanisierungsindustrie verwendet. Kleine magnetgetriebene Pumpen werden hauptsächlich von Original Equipment Manufacturers (OEMs) verwendet (Medizintechnik, Brennstoffzellen, Analysegeräte, Kühlung, etc.). Das Geschäft mit diesen Pumpen erhöhte sich in 2023 leicht. Der Umsatzanteil betrug 15,1% (2022: 14,7%). Das Geschäft mit kleinen Dosierpumpen, die vor allem im Bereich der Wasseraufbereitung Anwendung finden (Schwimmbäder, Trinkwasseraufbereitung, Kesselspeisung, Autowaschanlagen etc.), entwickelte sich in 2023 leicht rückläufig. Der Umsatzanteil dieser Pumpen betrug in 2023 17,0% (2022: 19,1%). Pneumatisch betriebene Pumpen, die vor allem in der Halbleiterindustrie verwendet werden, verzeichneten einen gestiegenen Umsatzanteil in 2023 von 4,6% (2022: 3,0%).

Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung neuer Produkte erfolgt für alle Joint Ventures und verbundenen Unternehmen auf Ebene der Muttergesellschaft. Nichtdestotrotz besuchen unsere Vertriebsmitarbeiter viele unserer Kunden, um von diesen Ideen und Bedürfnisse zu sammeln. Unsere wichtigste Aufgabe dabei ist, IWAKI Co., Ltd., über diese Bedürfnisse zu informieren, damit IWAKI Co., Ltd. bei der Entwicklung neuer Produkte diese Kundenwünsche mitberücksichtigen kann. Dies betrifft jedoch nicht nur Anforderungen an das Produkt, sondern auch an die Entwicklung der Märkte und Anwendungen. Diese Vorgehensweise war in der Vergangenheit erfolgreich und wird daher auch zukünftig weiterverfolgt.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1% zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7% höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus. 1

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf?__blob=publicationFile

Die gesamtwirtschaftliche Erholung, lag für Europa in 2023 bei 0,5%. Für das Jahr 2024 wird bisher wieder ein Wachstum von den Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) für Europa von 0,9%, prognostiziert.

Die Konjunkturerholung in 2023 verteilte sich uneinheitlich auf die einzelnen Länder. Deutschland als größte europäische Volkswirtschaft rutsche mit rd. 0,3% im Jahr 2023 in eine Rezession und wird im Jahr 2024 voraussichtlich nur um von 0,5% wachsen 2.

2 https://blog.de.erste-am.com/weltwirtschaft-iwf-hebt-prognose/

In Folge der vielen geopolitischen Spannungen ist weiter mit Auswirkungen auf die Weltwirtschaft zu rechnen.

Neben der Erwartung einer gedämpften weltwirtschaftlichen Entwicklung als Folge der geopolitischen Spannungen sieht sich die Branche mit politischen Herausforderungen sowie den Handelskonflikten der USA mit der EU und mit China sowie mit Russland konfrontiert.

Wie sich die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Folgewirkungen der vielen geopolitischen Spannungen auf unser Geschäft weiter auswirken, kann aktuell schwer kalkuliert und geplant werden. Aktuell gab es durch Material- und Lieferengpässe teilweise Verzögerungen bei der Montage und Auslieferung bestimmter Produkte und es wurde weiterhin deutlich mehr via Luftfracht aus Japan importiert.

Geschäftsverlauf

Wesentliche Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse sowie der Jahresüberschuss.

Im Geschäftsjahr 2023 erhöhten sich die Umsatzerlöse insgesamt deutlich um 10,7% bzw. TEUR 2.201 auf TEUR 22.786.

Der Umsatz des Jahres 2023 liegt um 5,6% und damit um TEUR 1.364 unterhalb der für 2023 budgetierten Umsatzerlöse von TEUR 24.150. Entsprechend wurden das Budget nicht erreicht und die Umsatzentwicklung war daher nicht vollständig zufriedenstellend. Unter Berücksichtigung der Herausforderungen des Ukraine-Kriegs sowie der vielen geopolitischen Spannungen für die Weltwirtschaft, der teilweise bestehenden Material- und Lieferengpässe, ist man dennoch weitestgehend mit der Geschäftsentwicklung zufrieden.

Die Erlöse mit den Joint Ventures der Muttergesellschaft und verbundenen Unternehmen liegen in Summe über der ambitionierten Planung und über dem Vorjahres-Niveau. Dieses Ergebnis wird unter Berücksichtigung der Herausforderungen der Weltwirtschaft als zufriedenstellend eingeschätzt.

Der im Vergleich zum Vorjahr deutliche Umsatzanstieg führte erwartungsgemäß zu einem deutlichen Anstieg des Rohergebnisses (Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand) um TEUR 1.745. Unter Berücksichtigung des um TEUR 886 gestiegenen Personalaufwands und der um TEUR 63 gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhte sich der Jahresüberschuss in 2023 deutlich um TEUR 493 auf TEUR 1.196. Erträge aus Beteiligungen trugen zu diesem Ergebnis in Höhe von TEUR 276 (i. V. TEUR 316) bei. Der Jahresüberschuss liegt damit um TEUR 292 unterhalb des ursprünglich budgetierten Werts. Insgesamt erreichte der Jahresüberschuss als einer der beiden Leistungsindikatoren von IWAKI den ursprünglichen Budgetwert nicht. Der unter der Planung liegende Jahresüberschuss lässt sich insbesondere durch höhere Einmal-Personalkosten für Abfindungen erklären, bei gleichzeitig umsatzbedingt nicht erreichtem Rohertrag.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte IWAKI Umsatzerlöse von insgesamt TEUR 22.786 (i. Vj. TEUR 20.585).

Die Umsatzerlöse erhöhten sich in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 4,8% auf TEUR 5.735 während sie in Europa - trotz Ukraine-Krieg und den damit verbundenen Herausforderungen für die Weltwirtschaft sowie trotz der teilweise bestehenden Material- und Lieferengpässe, bedingt durch die positive Entwicklung der Verkäufe in Spanien und Großbritannien sowie vor allem in den verbundenen Unternehmen und Joint Ventures - um 12,8% auf TEUR 17.050 deutlich anstiegen.

Die Umsatzerlöse mit Joint Ventures der Muttergesellschaft sowie mit verbundenen Unternehmen liegen deutlich über dem Vorjahr (+13,5%) sowie mit 3,1% auch über der Budgeterwartung.

Die in 2023 erwirtschafteten Umsatzerlöse der spanischen Betriebsstätte von TEUR 1.337 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr wesentlich um 36,5% und lagen insgesamt deutlich über den ursprünglichen Budgetwerten von TEUR 1.130. Das Wachstum konnte unter anderem durch erfolgreichen Ausbau des Vertriebspersonals erreicht werden. In der italienischen Betriebsstätte lagen die im Jahr 2023 erwirtschafteten Umsatzerlöse von TEUR 2.179 deutlich unter den ursprünglichen Budgetwerten von TEUR 2.430, erhöhten sich jedoch leicht um rd. 4,6% gegenüber 2022. Die niederländische Betriebsstätte hatte in 2023 einen Rückgang der Umsatzerlöse von 7,3% auf TEUR 1.951 zu verzeichnen und lag damit deutlich unter dem Budgetwert von TEUR 2.430. Neben den durch den Ukraine-Krieg bedingten Rückgang der Nachfrage nach Agrar-Exporten in den Niederlanden sind gesetzliche Änderungen und hohe Energiepreise im Agrar-Sektor ursächlich für den Rückgang. Die Betriebsstätte in Polen lag deutlich unter dem Vorjahr (-13,4%) und deutlich unter dem Budget (63,7%). Dies ist insbesondere durch die inflationsbelastete wirtschaftliche Lage und die Embargo-Vorschriften für die der Betriebsstätte zugeordneten Länder (Russland und angrenzende Transit-Länder) begründet.

In Folge inflationsbedingt gestiegener Einkaufspreise, Personalaufwendungen und sonstiger Aufwendungen wurden unterjährig auch absatzseitig Preiserhöhungen durchgeführt. Der Umsatzanstieg insgesamt ist daher preis- aber auch volumenbedingt bzw. Folge des Produktmixes.

Der Aufwand für bezogene Waren inkl. Bezugsnebenkosten erhöhte sich unterproportional zu den gestiegenen Umsatzerlösen von TEUR 11.970 in 2022 auf TEUR 12.569 in 2023.

Die Rohgewinnmarge (Umsätze abzüglich Aufwendungen für bezogene Waren im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) beträgt 44,8% im Geschäftsjahr 2023 nach 41,9% im Geschäftsjahr 2022. Die relative Marge war im Geschäftsjahr 2023 aufgrund von gesunkenen Bezugsnebenkosten in Form von insbesondere gesunkenen Eingangsfrachten und darüber hinaus durch Änderungen im Kunden- und Produktmix sowie durch Preiserhöhungen deutlich gestiegen. Erhöhte altersbedingte Abwertungen auf Vorratsbestände haben ferner die Rohmarge leicht negativ beeinflusst.

Der Personalaufwand erhöhte sich grundsätzlich plangemäß im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 886 auf TEUR 5.162, wobei hierbei zusätzlich höhere Einmal-Personalkosten für Abfindungen berücksichtigt wurden. In Folge der hohen Inflationsraten wurden entsprechend auch Gehaltserhöhungen durchgeführt. Dem gegenüber standen ferner reduzierte Bonuszahlungen.

Die Abschreibungen erhöhten sich nahezu planmäßig auf TEUR 589 insbesondere aufgrund der weiteren eingeführten neuen Module für die ERP-Software.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen leicht um TEUR 63. Insbesondere ursächlich für den Anstieg sind höhere Ausgaben für Messen und vertriebliche Reisetätigkeit, höhere Kosten für Wartung und Instandhaltung, höhere Kosten für die Kreditversicherung sowie gestiegene Bürobedarfskosten. Der Anstieg der Kosten für Messen und vertriebliche Reisekosten ist hierbei ein wesentlicher Teil und liegt deutlich oberhalb der Erwartung. Die übrigen Aufwendungen erhöhten sich planmäßig. Die deutlich unter den Erwartungswert gesunkenen Frachtraten führten des Weiteren kompensierend zu einem unter dem Budget liegenden Gesamtwert der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die Erträge aus Beteiligungen erhalten eine Dividende aus der Beteiligung an der IWAKI Nordic A/S, Dänemark. Diese Ausschüttung wurde aber unmittelbar an den Gesellschafter der Iwaki Europe GmbH in Form einer betragsgleichen Ausschüttung weitergereicht.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich in Folge des deutlich gestiegenen Vorsteuerergebnisses um TEUR 240.

Infolge gestiegener Umsatzerlöse und unterproportional gestiegener Materialaufwendungen sowie trotz leicht gestiegener sonstiger betrieblicher Aufwendungen und deutlich erhöhter Personalaufwendungen beträgt der Jahresüberschuss TEUR 1.196 nach TEUR 703 im Vorjahr.

Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2023 reduzierte sich plangemäß um TEUR 222 auf TEUR 11.417 leicht gegenüber dem Vorjahr. Das in 2018 begonnene Projekt ERP-Software wurde in 2023 fortgeführt und weitere Module in Betrieb genommen (TEUR 106). Des Weiteren wurden in 2023 insbesondere ein Waren-Lager-Shuttle in Betrieb genommen (TEUR 67) und die Testanlagen erweitert (TEUR 184).

Um eingehende Kundenbestellungen zur Zufriedenheit erfüllen zu können, wurde zum 31. Dezember 2023 ein Vorratsbestand in Höhe von TEUR 6.017 vorgehalten. Der Vorratsbestand konnte im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 7.106) deutlich reduziert werden. Das immer noch hohe Bestandsniveau im Vergleich zu den Vorperioden ist insbesondere bedingt durch Lieferengpässe bei bestimmten Bauteilen, die im Zusammenbau einiger Pumpenarten benötigt werden. Darüber hinaus ist der erhöhte Bestand Folge des geänderten Fokusses auf schnelle Lieferfähigkeit sowie teilweise auch durch die Einführung der IWAKI Air-Produkte in 2023 bedingt.

Die Forderungen gegen Dritte und Joint Ventures der Muttergesellschaft erhöhten sich von TEUR 3.020 zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 3.998 zum 31. Dezember 2023, die Forderungen gegen die IWAKI Nordic (Forderungen gegen verbundene Unternehmen) erhöhten sich auf TEUR 1.198 (i. Vj. TEUR 1.071). Der Anstieg der Forderungen ist vor allem Folge des Umsatzanstiegs sowie des erhöhten Anteils an Joint Venture- und Export-Umsatzerlösen im vierten Quartal mit längeren Zahlungszielen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten reduzierten sich trotz der positiven Geschäftsentwicklung deutlich von TEUR 1.341 auf TEUR 856 auch als Folge der Finanzierungsaktivitäten des ERP-Projekts und der technischen Anlagen und Maschinen, insbesondere aber in Folge der weiterhin hohen Kapitalbindung im Bereich der Vorratsbestände sowie der gestiegenen Forderungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um TEUR 176 auf TEUR 583 insbesondere in Folge des geringeren Einkaufsvolumens und geringerer Frachtkosten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken deutlich um TEUR 1.746 auf TEUR 3.306 aufgrund gesunkener Einkaufsvolumen und reduzierter Bezugsmengen im vierten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahr. Des Weiteren sind die Darlehen gegenüber dem Gesellschafter durch planmäßige Tilgung um TEUR 284 auf TEUR 1.145 zurückgegangen. Aufgrund des ausreichend hohen Eigenkapitalanteils sowie der Finanzierung über kurzfristige Lieferverbindlichkeiten und Darlehen gegenüber dem Gesellschafter war eine Fremdfinanzierung im Jahr 2023 nicht notwendig.

IWAKI erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.196 (i. Vj. TEUR 703) sowie Umsatzerlöse von TEUR 22.786 (i. Vj. TEUR 20.585). Damit wurde der ursprüngliche Budgetwert für den Jahresüberschuss von TEUR 1.488 als einer der beiden wesentlichen Leistungsindikatoren nicht erreicht. Dies ist vor allem Folge eines geringeren Rohertrags, geringerer Erträge aus der Beteiligung an der IWAKI Nordic A/S sowie leicht gestiegener sonstiger betrieblicher Aufwendungen und deutlich erhöhter Personalaufwendungen im Vergleich zum Budget. Der ursprünglich geplante Anstieg der Umsatzerlöse auf TEUR 24.150 konnte ebenfalls in Folge eines schwierigen Marktumfeldes nicht erreicht werden. Das Eigenkapital erhöhte sich von TEUR 17.551 auf TEUR 18.472. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital) erhöhte sich von 71,5% auf 77,3% auch aufgrund des leichten Rückgangs der Bilanzsumme. Die Umsatzrentabilität (Jahresüberschuss im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) erhöhte sich erwartungsgemäß moderat von 3,4% auf 5,2%.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie den ihr derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen.

IWAKI plant für das Geschäftsjahr 2024 bisher die folgende Entwicklung der beiden Leistungsindikatoren: einen Anstieg der Umsatzerlöse auf rund TEUR 27.890 und eine Erhöhung des Jahresüberschusses auf rund TEUR 2.739. Diese Planung basiert auf Plandaten aus November 2023 und unter Annahme einer Abflachung der Lieferengpässe und keiner weiteren Verschlimmerung der Weltwirtschaft durch die vielen geopolitischen Spannungen. Dabei wurde ein positiver Einfluss auf die Umsatzerlöse weiterhin aus der geänderten Vertriebsmethode - Verminderung des Vertriebs über Joint Ventures und Ausweitung des Vertriebs über eigene Betriebsstätten - erwartet. In Folge des Ukraine-Kriegs und der vielen anderen geopolitischen Spannungen gibt es aber weiter deutliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und auch auf die europäischen Märkte, auf denen wir tätig sind. Hierdurch können sich auch weitere Auswirkungen auf unser Geschäft ergeben. Aktuell haben sich bereits kleine negative Auswirkungen auf das Nachfrageverhalten unserer Kunden ergeben. Es besteht daher das Risiko, dass die ursprünglichen Planungen für 2024 aufgrund der bestehenden Unsicherheiten und wieder zunehmender Material- und Lieferengpässe nicht erreicht werden können. Aufgrund des hohen Auftragsbestandes wird aber derzeit keine Anpassung der Planung als notwendig erachtet.

Grundsätzlich sollen sich auch die flächendeckenden Preiserhöhungen von Ende 2022 und aus dem Berichtsjahr 2023 positiv auf die Umsatzerlöse und die Margenentwicklung auswirken. Auch Projektverschiebungen der Kunden aus den Vorjahren sollen sich erhöhend und kompensierend in 2024 auswirken. Demgegenüber wird in einigen Bereichen, insbesondere im Personalbereich, bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Kosten für Zeitarbeit, Reise- und Messekosten und erneut Frachtkosten) sowie teilweise auch im Bereich der Abschreibungen, ein deutlicher Anstieg der Kosten erwartet. Ferner sind weitere Investitionen in Zusatzfunktionen des neuen ERP-Systems für 2024 geplant, welche das weitere Wachstum, eine Optimierung von Prozessen wie auch die Wettbewerbsfähigkeit unterstützen sollen. Die geplanten Maßnahmen sollen es ermöglichen, die Geschäftstätigkeit für die Zukunft weiter auszubauen. Für den Fall rückläufiger Umsatzerlöse in Folge einer Verschärfung des Ukraine-Kriegs bzw. der vielen geopolitischen Spannungen sind aber Kosteneinsparungen und Verschiebungen von Investitionen bspw. in Personal realisierbar.

Chancen- und Risikobericht

Die Kontrolle des laufenden Geschäftsbetriebs erfolgt durch die in der Gesellschaft installierten Informationssysteme. Darüber hinaus stellt der konzerninterne Erfahrungsaustausch eine Ergänzung zu den innerbetrieblichen Kontrollmechanismen dar.

Es sind keine Verstöße der Gesellschaft gegen geltendes Recht bekannt.

Mögliche rechtliche und steuerrechtliche Risiken sichert die Gesellschaft durch die Inanspruchnahme konzerninterner Fachabteilungen sowie durch die Betreuung durch professionelle Berater ab.

IWAKI verfolgt das Ziel, die bestehenden Chancen zu nutzen, hat aber auch Maßnahmen ergriffen, um die damit verbundenen Geschäftsrisiken zu identifizieren und zu begrenzen. Die Risiken und Chancen der Gesellschaft sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für IWAKI dargestellt.

Mögliche Risiken bestehen in der generellen Abhängigkeit von der Strategie sowie den Produktentwicklungen der Muttergesellschaft IWAKI Co., Ltd. Darüber hinaus können Risiken aus Exportbeschränkungen oder Exportverboten von Lieferungen aus Japan nach Deutschland bzw. in andere europäische Staaten entstehen. Um diese Risiken zu begrenzen, erfolgt auf Konzernebene ein Controlling aller notwendigen Genehmigungen für Auslieferungen von Japan nach Deutschland bzw. Europa. Wir schätzen dieses Risiko insgesamt als moderat ein.

Die Entwicklung der konjunkturellen Lage und auch Unsicherheiten in der Weltwirtschaft als Folge der vielen geopolitischen Spannungen als auch der weiterhin bestehenden Handelskonflikte zwischen den USA und der EU als auch den USA und China sowie weiterhin vor allem auch die Folgewirkungen des Ukraine-Kriegs nehmen stets Einfluss auf das Nachfrageverhalten unserer Kunden und stellen somit ebenfalls ein nur schwer kalkulierbares Risiko dar. Insbesondere haben die massiv gestiegenen Energie- und Finanzierungskosten, Material- und Lieferengpässe sowie auch die Nachfragerückgänge und Produktionsstopps und -ausfälle in einigen Industrien einen deutlichen Einfluss auf die globale Weltwirtschaft und somit auch in Teilen auf unser Geschäft. Auch beschaffungsseitig kann es in Folge der vielen geopolitischen Spannungen zu sich wieder verschärfenden Verzögerungen und Engpässen im Rahmen der Produktion in 2024 kommen. Aktuell gibt es beschaffungsseitig nur noch für wenige Teile Material- und Lieferengpässe und absatzseitig insgesamt nur begrenzte Auswirkungen. Durch den hohen Auftragsbestand erwarten wir aktuell nur geringe Auswirkungen für unser Geschäft. Wir schätzen diese Risiken daher insgesamt als moderat und schwer kalkulierbar ein. Aktuell sind die Auswirkungen auf unser Geschäft gering.

Zukünftige Chancen bestehen in der Einführung neuer Produkte. Darüber hinaus bestehen die Chancen von IWAKI darin, neue Kunden von der fortbestehenden Eigenschaft als zuverlässiger Partner, der sich durch hohe Produktqualität und die Fachkompetenz seiner Mitarbeiter auszeichnet, zu überzeugen.

IWAKI hat vier Betriebsstätten, in den Niederlanden, in Spanien und in Italien sowie in Polen. IWAKI kann diese Betriebsstätten bezüglich Umsatzentwicklung, Finanzen und Verwaltung direkt von Deutschland aus steuern, wodurch eine bessere Möglichkeit besteht, die Profitabilität des Geschäfts in diesen Ländern zu steigern. Spanien hat in 2023 ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht. Italien, Niederlande und Polen haben hingegen die Planungen des Vorjahres nicht voll erreicht, und weiteres Wachstum wird erwartet. Für alle Betriebsstätten wird auf Basis der Dezember-Planung eine Verbesserung des Umsatzes und des Ergebnisses in 2024 erwartet. Die Absätze in Deutschland sollen deutlich sowie mit den Joint Ventures und verbundenen Unternehmen ebenfalls moderat weiterwachsen. Auch wenn die aktuellen Auswirkungen, nach unterjährig bestehenden Material- und Lieferengpässen, auf unser Geschäft durch den Ukraine-Krieg bzw. die vielen anderen geopolitischen Spannungen gering sind, bestehen dennoch aktuell weitere Unsicherheiten.

4. Personal

In 2023 beschäftigte IWAKI durchschnittlich 63 Mitarbeiter (i. Vj. 60 Mitarbeiter). Im Durchschnitt waren zwei Mitarbeiter für die niederländische Betriebsstätte tätig, vier Mitarbeiter für die spanische Betriebsstätte, drei Mitarbeiter für die italienische Betriebsstätte und zwei Mitarbeiter in Polen.

 

Willich, den 28. März 2024

Iwaki Europe GmbH

Die Geschäftsführung

Hideki Uchida

Tomoki Egami

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Iwaki Europe GmbH, Willich

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Iwaki Europe GmbH, Willich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Iwaki Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 28. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Litmathe, Wirtschaftsprüfer

Hornung, Wirtschaftsprüferin

Feststellung / Gewinnverwendungsbeschluss:

Der geprüfte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 3. Juli 2024 festgestellt und es wurde beschlossen das Jahresergebnis 2023 und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

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