Valmet Deutschland GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Josef Geier seit 22.1.2018 | Geschäftsführer |
Yrjö Ylitalo seit 2.5.2013 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Valmet Plattling GmbHDarmstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen und Kunden der GesellschaftDie Valmet Plattling GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Valmet Deutschland GmbH, Darm-stadt, die wiederum ein Tochterunternehmen der finnischen Valmet Corporation ist. Die Gesellschaft kann somit auf das Knowhow der gesamten Valmet-Gruppe zurückgreifen. Die Valmet-Gruppe mit Konzernsitz in Finnland ist ein Anbieter von erstklassigen Lösungen und Dienstleistungen, u.a. für die Zellstoff-, Holzwerkstoff- und Papierindustrie, verbunden mit Prozessautomatisierung. Der fachmännische Service und die Dienstleistungen von Valmet für die Zellstoff-, Papier- und Holzwerkstoffindustrie helfen, die Laufzeit und die Produktivität der Maschinen und deren Abläufe zu verbessern. Die Valmet-Bereiche haben Niederlassungen und eigene Produktionsstätten auf der ganzen Welt. Die Produkte und der Service werden mit ca. 19.000 Mitarbeitern, in mehr als 100 Ländern, über ca. 130 Vertrieb- und Servicestellen angeboten. Daneben unterhält Valmet 60 Produktionsstandorte und 32 Technologiezentralen. 1 Geschäftsgrundlage der Valmet Plattling GmbH ist die Erbringung von Serviceleistungen zur Instandhaltung von Maschinen und Anlagen für die Zellstoff- und Papierindustrie. Die Tätigkeit wird ausschließlich am Standort Plattling ausgeübt. Grundlage ist ein Vertrag mit einem Kunden, der am Standort Plattling zwei Papierherstellungsmaschinen zur Erzeugung graphischer Papiere betreibt. Basis für die Kundenbeziehung im Geschäftsjahr ist ein im Sommer 2021 für die Jahre 2022 bis 2024 geschlossener Vertrag, der die Konditionen für die zu erbringenden Serviceleistungen definiert. Durch die Fixierung auf einen Kunden ergibt sich für die Gesellschaft eine erhebliche Abhängigkeit von dessen Entwicklung. Im Juli 2023 gab der Kunde bekannt, dass er die Papierproduktion im November 2023 einstellen wird. Der Ausblick für die Jahre 2023 und 2024 ist dadurch erheblich beeinflusst, da der Gesellschaft infolge der Einstellung der Produktion durch den Kunden die Geschäftsgrundlage entzogen wird (siehe hierzu auch die weiteren Ausführungen in den Abschnitten V. "Ereignisse nach dem Abschluss des Geschäftsjahres" und VI. "Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft" dieses Lageberichts). Es besteht eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft mit der Valmet Deutschland GmbH als Organträger. Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages werden die Ergebnisse an den Organträger abgeführt bzw. von diesem übernommen. Die Gesellschaft ist an einen Cash-Pool der Valmet-Gruppe angeschlossen. Mit der Valmet Technologies Oy, Espoo/Finnland, besteht eine Concept Fee-Vereinbarung, nach der die Gesellschaft relevante Teile einer umsatz- und ergebnisabhängigen Vergütung bis zu einer definierten Grenze abführen muss. Ein umsatzabhängiges Mindestergebnis verbleibt bei der Gesellschaft. II. Gesamtwirtschaftliche und BranchenentwicklungDie Weltkonjunktur wurde im Jahr 2022 vor allem durch den im Februar ausgebrochenen Krieg gegen die Ukraine und die daraus hervorgehenden Folgewirkungen beeinflusst. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die die Wirtschaft in den Jahren 2020 und 2021 stark beeinflusst hatten, spielten im Vergleich nur eine geringe Rolle. Direkte Auswirkungen des Krieges ergaben sich aus dem sinkenden Export von Getreide aus der Ukraine und den damit verbundenen Preissteigerungen am Weltmarkt. Umfangreiche Auswirkungen ergaben sich im Anschluss an den russischen Angriff auf den Energiemarkt durch die vor allem von Europa und von Amerika verhängten Sanktionen gegen Russland. Weltweit stieg die Inflation. In Europa wurde vor allem Deutschland von den Sanktionen betroffen, da die Energieversorgung in den letzten Jahrzehnten in Abhängigkeit von russischem Gas gebracht wurde. Die stark gestiegenen Gas- und Strompreise sowie die gekoppelten sonstigen Energiepreise trieben die Inflation in Deutschland in die Höhe. Daneben wirkten sich sonstige Preissteigerungen u.a. wegen gestörter Lieferketten und -engpässen auf die Preisentwicklung aus. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate in Deutschland bei 6,9 %. 2 Durch die Sanktionen ist auch das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland mit einem Zuwachs von 1,8 % weniger stark gestiegen als in anderen Wirtschaftsnationen. 3 Die Weltwirtschaft verzeichnete im Jahr 2022 insgesamt einen Zuwachs des globalen realen Bruttoinlandsprodukts von 2,9 %. 4 Die Branche der energie- und rohstoffintensiven papierproduzierenden Industrie unterliegt seit Jahren einem Strukturwandel. Während die Mengen an Karton- und Verpackungspapieren vor allem durch den Online-Handel stetig wachsen und die Hygienepapiere stagnieren, ist über die Jahre aufgrund der zunehmenden Rolle der elektronischen Medien ein Rückgang bei den graphischen Papieren zu verzeichnen. Coronabedingt war im Jahr 2021 ein Anstieg zu verzeichnen, da Printwerbung vom Handel forciert wurde. 5 Der Ukrainekrieg und die damit verbundenen stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise wirken sich erheblich auf die Branche aus. Unser Kunde an der Produktionsstätte Plattling ist mit seinen beiden Maschinen im Bereich der graphischen Papiere tätig und somit besonders betroffen. III. Wirtschaftsbericht1. Geschäftsentwicklung Geschäftsgrundlage des Unternehmens war im Berichtsjahr fast ausschließlich der Service-Vertrag mit unserem Großkunden. Im Sommer 2021 wurde ein neuer Vertrag über die Service- und Wartungsarbeiten ab 1. Januar 2022 geschlossen. Es wurde seinerzeit eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 vereinbart. Die wesentlichen Kennzahlen Umsatz und Ergebnis entwickelten sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse sind erwartungsgemäß um T€ 297 auf T€ 9.275 gesunken. Die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Umsatzerlöse resultieren vor allem aus vereinbarten Vertragsanpassungen. Das Ergebnis vor Concept Fee lag um T€ 116 unter dem Vorjahr. Hintergrund sind vor allem die Vertragsanpassungen mit unserem Großkunden, die nicht durch eine entsprechende Verminderung der Personalaufwendungen ausgeglichen werden konnten. Die Abweichung zur Planung ist auf Anpassungen im Rahmen der Abschlusserstellung zurückzuführen. Das Ergebnis vor Gewinnabführung ist aufgrund der Vertragsvereinbarungen ferner von den Aufwendungen für Concept Fee abhängig, die im Geschäftsjahr T€ 80 (Vorjahr T€ 416) betrugen. In einem für unseren Kunden und Valmet Plattling schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von T€ 667 erwirtschaftet (Vorjahr T€ 447). Unsere Dienstleistung hängt maßgeblich vom Knowhow unserer Mitarbeiter ab. Wir sind daher bestrebt, laufende Fortbildung zu unterstützen und die Fluktuation zu begrenzen. Dieses Ziel konnten wir im Geschäftsjahr einhalten. 2. Ertragslage Neben den oben beschriebenen Veränderungen der Planungsgrößen Umsatz und Ergebnis hat sich folgender Posten der Gewinn- und Verlustrechnung in relevanter Größe verändert: Der Rückgang der Personalaufwendungen um T€ 163 ist vor allem auf den planmäßig reduzierten durchschnittlichen Mitarbeiterbestand zurückzuführen. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist die Verminderung im Wesentlichen durch die um T€ 336 gesunkene Concept Fee begründet. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.340 auf T€ 2.267 verringert. Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen, wie bereits im Vorjahr, um T€ 275 aufgrund der die Investitionen übersteigenden Abschreibungen vermindert. Die Kundenforderungen sind im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund der Vertragsanpassungen um T€ 42 gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich um T€ 1.034 auf T€ 987, was überwiegend auf verminderte Forderungen aus Cash-Pool (T€ - 1.263) zurückzuführen ist. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 1.230 auf T€ 854 gesunken. Hintergrund sind hauptsächlich die im Jahr 2022 beglichenen Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr gegenüber dem Gesellschafter. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der geringeren Bilanzsumme von 5,5 % auf 8,8 %. 4. Finanzlage Die Finanzierung unserer Gesellschaft erfolgt überwiegend durch den Cash-Pool des Valmet-Konzernverbundes. Der noch im Vorjahr bestehende Cash-Pool mit dem Gesellschafter wurde beendet. Im Geschäftsjahr betragen die Forderungen aus den Cash-Pool-Konten T€ 753 (Vorjahr T€ 2.016). IV. Risiko- und ChancenberichtDie Valmet-Gruppe widmet sich vor allem Kunden in den Bereichen Zellstoff, Papier und Energie. Die Valmet Plattling GmbH ist in das Risikomanagement und die Report-Strukturen der Valmet-Gruppe einbezogen. Monatlich werden Abweichungen zu Planzahlen ermittelt und analysiert, entsprechende notwendige Maßnahmen werden umgesetzt. Das Hauptrisiko für unsere Gesellschaft resultiert aus der Entwicklung der Branche, insbesondere der Herstellung von graphischen Papieren. Dazu kam zu Beginn des Jahres 2022 die durch den Ukrainekrieg ausgelöste Energie- und Rohstoffkrise und die damit verbundene Inflation. Diese Faktoren bestimmten die nahe und mittlere Zukunft des Standortes Plattling. Die kritische Situation auf dem Markt der graphischen Papiere war im Jahr 2022 grundsätzlich unverändert. Die Auslastung der am Standort von unserem Kunden betriebenen verbliebenen zwei Papiermaschinen war durch die Branchensituation und die gestiegenen Kosten mit Risiken behaftet. Wie schon in den Jahren 2020 und 2021 wurden auch im Jahr 2022 die Maschinenlaufzeiten bzw. der Schichtbetrieb, insbesondere an Wochenenden, verkürzt. Unser Hauptrisiko liegt damit in der Abhängigkeit von unserem Großkunden. Die im Berichtsjahr 2022 bestehende Beziehung basiert auf ursprünglich Ende 2015 abgeschlossenen Serviceverträgen mit Laufzeiten bis 31. Dezember 2021. Die Verträge bzw. Anlagen zu den Verträgen wurden im Zeitablauf mehrfach angepasst. Im Sommer 2021 wurde ein neuer Vertrag geschlossen, in dem die neuen Konditionen für die Serviceleistungen der Valmet Plattling GmbH für die Jahre 2022 bis 2024 fest definiert wurden. Neben Kündigungsszenarien (unter anderem Kostenbeteiligung) und Verpflichtungen zu regelmäßigen Vertragsverhandlungen wurde vor allem eine periodenbezogene fixe Vergütung für unsere Dienstleistung festgeschrieben, die für uns die Risiken der operativen Planung zunächst vermeintlich bis Ende 2024 reduzierte (siehe jedoch auch die weiteren Ausführungen in den Abschnitten V. "Ereignisse nach dem Abschluss des Geschäftsjahres" und VI. "Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft" dieses Lageberichts). Das Unternehmen ist neben diesen Risiken ferner grundsätzlich Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt, denen wie folgt begegnet wurde:
Aufgrund der bestehenden Organschaft mit der Gesellschafterin liegen etwaige steuerliche Risiken, die aus der Geschäftstätigkeit der Valmet Plattling GmbH resultieren, primär bei der Valmet Deutschland GmbH. Aufgrund der vereinbarten Ergebnisabführung ergeben sich keine Auswirkungen durch das erwirtschaftete Ergebnis auf das Eigenkapital der Gesellschaft. Durch die Einbindung der Gesellschafterin in den Valmet-Konzern sehen wir keine besonderen Risiken. Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2014 wurde mit der Valmet Technologies Oy, Espoo/Finnland, eine "Concept Fee"-Vereinbarung getroffen, nach der die Gesellschaft relevante Teile einer umsatz- und ergebnisabhängigen Vergütung bis zu einer definierten Grenze abführen muss. Ein umsatzabhängiges Mindestergebnis verbleibt bei der Gesellschaft. Der Vertrag wird bezüglich der Konditionen regelmäßig geringfügig angepasst. Zusammenfassend war davon auszugehen, dass für die Gesellschaft zum Abschlussstichtag am 31. Dezember 2022 keine relevanten Risiken bestehen, die sich auf den Fortbestand der Gesellschaft mittelfristig auswirken könnten. V. Ereignisse nach dem Abschluss des GeschäftsjahresStilllegung der Produktion am Standort Plattling Ende Juli 2023 gab unser Kunde Rhein Papier GmbH, Plattling, bekannt, dass er seine Produktion im November 2023 einstellt. Der mit uns erst Mitte 2021 verlängerte Dienstleistungsvertrag, der eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 hatte, wurde zum 31. Januar 2024 gekündigt. Der Gesellschaft ist damit die Geschäftsgrundlage entfallen. Im November 2023 wurde mit dem Betriebsrat ein Interessenausgleich und ein Sozialplan vereinbart. Mit den Mitarbeitern wurden Aufhebungsvereinbarungen getroffen, bzw. es wurden Kündigungen zu unterschiedlichen Terminen ausgesprochen. Die Mitarbeiter sind seit Anfang Februar 2024 freigestellt. Der letzte Mitarbeiter wird im Juli 2024 das Unternehmen verlassen. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurden entsprechende Rückstellungen für Abfindungen und Freistellungen gebildet. Über eine vertraglich mit dem Kunden vereinbarte Beteiligung an den Stilllegungskosten wurde im Frühjahr 2024 eine Einigung getroffen. Es ist vorgesehen, die Gesellschaft nach weitgehender Abwicklung auf die Schwestergesellschaft Valmet GmbH, Darmstadt zu verschmelzen. VI. Voraussichtliche Entwicklung der GesellschaftDa die Vertragskonditionen mit unserem Großkunden für das Geschäftsjahr 2023 angepasst wurden, haben wir aufgrund der fixen Vereinbarungen Umsatzerlöse in Höhe von ca. T€ 8.600 geplant. Daneben wurden Erlöse in einer Höhe von ca. T€ 450 für eventuelle Programmierungsarbeiten, Prämien für Verbesserungen sowie für Aufträge mit weiteren Kunden prognostiziert. Die Branchensituation, die sich auf die Wirtschaftlichkeit der Papierproduktion, auch des Werkes Plattling, zunehmend negativ auswirkte, führte im Sommer 2023 dazu, dass sich unser Kunde entschloss, die Produktion am Standort einzustellen. Aufgrund der Kündigung des Dienstleistungsvertrages zum 31. Januar 2024 mussten wir die Arbeitsverhältnisse mit unseren Mitarbeitern beenden und entsprechend den Vereinbarungen mit dem Betriebsrat und den Mitarbeitern im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 eine Restrukturierungsrückstellung in Höhe von ca. T€ 7.000 bilden, die vor allem Abfindungen und Freistellungsgehälter enthält.
Der Dienstleistungsvertrag mit unserem Kunden sieht verschiedene Szenarien über eine Beteiligung an den Kosten im Rahmen einer Stilllegung oder Kündigung vor. Unter anderem wird das Anlagevermögen vom Kunden zu Buchwerten übernommen. Das Anlagevermögen wurde daher in der Planung als werthaltig beurteilt. Mit Vereinbarung vom 16. April/6. Mai 2024 wurde der Verkauf zum 31. Januar 2024 bestätigt. Daneben ist im Dienstleistungsvertrag geregelt, dass die Abfindungsaufwendungen an definierte Mitarbeiter anteilig vom Kunden übernommen werden. Mit Vereinbarung vom 24. April 2024 wurde eine Kompensation von T€ 2.000 pauschal festgelegt und in der Planung berücksichtigt. Für das Jahr 2024 gehen wir aufgrund der Kündigung unseres Kunden zum 31. Januar 2024 von Umsätzen in Höhe von ca. T€ 700 aus. Daneben wird mit Aufwendungen (vor allem Personalaufwendungen für den Monat Januar) in ähnlicher Höhe gerechnet, so dass kein nennenswertes Ergebnis zu erwarten ist. Es ist vorgesehen, die Gesellschaft auf die Schwestergesellschaft Valmet GmbH, Darmstadt, zu verschmelzen. Eine Liquidation kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Darmstadt, den 12. Juli 2024 Christian Geier Yrjö Ylitalo
1 Annual Review 2023; Seite 11;
https://www.valmet.com/globalassets/investors/reports--presentations/annual-reports/2023/valmet-annual-review-2023.pdf.
Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. VorbemerkungenDie Valmet Plattling GmbH ist im Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt unter der Nummer HR B 85800 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Gesellschaft wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 und 4 HGB. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Die Gesellschaft hat ihren Jahresabschluss freiwillig nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten entspricht den gesetzlichen Vorschriften; sie richtet sich nach den folgenden Gesichtspunkten: Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten aktiviert. Abschreibungen werden für alle Vermögensgegenstände linear auf Grundlage von vorsichtig geschätzten individuellen Nutzungsdauern bis zu 15 Jahren vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist von untergeordneter Bedeutung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Gesellschaft saldiert bei Vorliegen einer Aufrechnungslage gemäß der §§ 387 ff. BGB die Forderungen gegen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt unter Zugrundelegung eines ihrer Restlaufzeit entsprechenden Rechnungszinses nach Maßgabe der Veröffentlichungen der deutschen Bundesbank auf Basis der RückAbzinsV nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Dabei wurde eine künftige Entgeltsteigerung von unverändert 2,5 % p.a. zugrunde gelegt. Die Berechnung der Sterblichkeit und der Invalidität basiert auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Block- bzw. Teilzeitmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines ihrer Restlaufzeit entsprechenden Rechnungszinses nach Maßgabe der Veröffentlichungen der deutschen Bundesbank auf Basis der RückAbzinsV. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Abschlussstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Bei der Berechnung der Verpflichtung aus Altersteilzeit wurde wie im Vorjahr eine künftige Entgeltsteigerung von 2,5 % p.a. zugrunde gelegt. Die Berechnung der Sterblichkeit und der Invalidität basiert auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Bewertung der Sterbegeldrückstellung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der Anwartschaftsbarwertmethode. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Rückstellungsbetrag basiert auf dem versicherungsmathematischen Barwert der Sterbegelder, die von den Mitarbeitern bis zum Stichtag gemäß Planformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer bis dahin abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden sind. Als Finanzierungsendalter wurde die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung nach dem RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007 angesetzt. Dabei wurde wie im Vorjahr eine künftige Entgeltsteigerung von 2,5 % p.a. zugrunde gelegt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Entsprechende Bilanzposten, sofern vorhanden, werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. III. BilanzerläuterungenAnlagevermögen Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sachanlagen ist dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen fast ausschließlich gegen unseren Großkunden, mit dem im Berichtsjahr ein Instandhaltungsvertrag für Papiermaschinen und sonstige Wartungsleistungen bestand. Die Forderungen waren zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses beglichen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen übrige verbundene Unternehmen aus Cash-Pool bestehen gegen die Valmet Oyj, Espoo/Finnland, die mit einer skandinavischen Bank ein sogenanntes Group Account Agreement abgeschlossen hat, dem die Gesellschaft im Herbst 2015 als Teilnehmer beigetreten ist. Der Cash-Pool über den Gesellschafter wurde im Geschäftsjahr beendet. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Eigenkapital Alleinige Gesellschafterin ist die Valmet Deutschland GmbH, Darmstadt. Das Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 200 und ist voll eingezahlt. Sonstige Rückstellungen
Die Jubiläumsrückstellung wurde mit einem Zinssatz in Höhe von 1,42 % p.a. (Vorjahr 1,35 % p.a.) abgezinst. Aufgrund der bestehenden betrieblichen Vereinbarungen wurden Rückstellungen für Altersteilzeit gebildet. Der Anstieg resultiert vor allem aus einer neuen Vereinbarung, der Zahlungen für laufende Vereinbarungen gegenüberstehen. Die Kalkulation erfolgte unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes für eine durchschnittliche Laufzeit von zwei Jahren (im Vorjahr von einem Jahr) in Höhe von 0,42 % p.a. (Vorjahr 0,29 % p.a.). Die Sterbegeldrückstellung für 98 Mitarbeiter (Vorjahr 96 Mitarbeiter) wurde mit einem Rechnungszinssatz (7-Jahres-Durchschnitt) in Höhe von 1,42 % p.a. (Vorjahr 1,35 % p.a.) kalkuliert. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten des Berichts- und des Vorjahres haben jeweils eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Umsätze mit einem Kunden im Inland, mit dem im Berichtsjahr ein Servicevertrag bestand. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Geschäftsjahr periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 45 (Vorjahr T€ 0). Der Personalaufwand ist vor allem aufgrund der Reduzierung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:
Die Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten beinhalten im Wesentlichen die regelmäßigen Belastungen von verbundenen Unternehmen im Rahmen von Serviceverträgen. Diese resultieren neben Dienstleistungen für Shared-Service-Centers im Wesentlichen aus EDV-Dienstleistungen und administrativen Tätigkeiten. Die Lizenzabgaben beinhalten eine "Concept Fee" in Höhe von T€ 80 (Vorjahr T€ 416), die von der Valmet Technologies Oy, Espoo/Finnland, berechnet wird. Die Aufwendungen für die überwiegend umsatz- und ergebnisabhängige Concept Fee resultieren aus einem Vertrag mit der finnischen Konzerngesellschaft, der auf Basiszahlen der internen Berichterstattung beruht. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind, wie im Vorjahr, keine periodenfremden Aufwendungen enthalten. V. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen keine. Die Geschäftstätigkeit wurde auf dem Betriebsgelände des Kunden, mit dem ein Servicevertrag bestand, ausgeübt. Geschäftsführer der Gesellschaft sind die Herren:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde aufgrund von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Gehalt bezogen hat und sich anhand der Angabe die Bezüge eines Mitglieds der Geschäftsführung feststellen lassen. Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 96 (Vorjahr 98) Angestellte beschäftigt. Als Prüfungshonorar sind T€ 11 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die Geschäfte mit nahestehenden Personen und verbundenen Unternehmen sind zu marktüblichen Konditionen vorgenommen worden. Die Angaben zu Erträgen und Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung sind in den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind:
Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Valmet Oyj, Espoo/ Finnland, (größter und gleichzeitig kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sind am Sitz der Valmet Oyj in englischer Sprache erhältlich.
Darmstadt, den 12. Juli 2024 Christian Geier Yrjö Ylitalo
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