medatixx Holding GmbHLiquidiert
65343 Eltville am Rhein, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Susanne Dr. Frieß seit 28.5.2021 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PH Vermögensverwaltung GmbHSchönefeldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Inhaltsverzeichnis Konzernlagebericht 2021 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 Konzernkapitalflussrechnung 2021 Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2021 Konzernanhang 2021 Konzernlagebericht 20211. Konzern und Geschäftstätigkeit In den Konzernabschluss der PH Vermögensverwaltung GmbH sind zum Bilanzstichtag 31.12.2021 insgesamt 97 Gesellschaften (i.Vj. 94 Gesellschaften) durch Vollkonsolidierung und vier assoziierte Unternehmen (i.Vj. 3 Unternehmen) einbezogen. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns besteht im Wesentlichen aus der Produktion und dem Vertrieb von Spezialfahrzeugen, dem Verkauf und der Wartung von Software im medizinischen Bereich, der Produktion und dem Vertrieb von Kunststoffteilen, der Verwaltung von eigenen Immobilien, der sonstigen Vermögensverwaltung sowie der Erbringung von Dienstleistungen für verbundene und nahestehende Unternehmen. Die einbezogenen Gesellschaften sitzen hauptsächlich in Schönefeld, Baden-Württemberg (Ulm, Laupheim) und Sachsen (Dresden, Leipzig). Weitere Standorte bestehen in Bamberg, Eltville und Freiburg. Aus Konzernsicht wesentliche Geschäftsprozesse stellen die Beschaffung von Teilen für den Fahrzeugbau sowie das Personalmanagement in allen Konzernbereichen, insbesondere die Mitarbeiterakquise dar. Die Verwaltung der eigenen Immobilien erfordert einen hohen Personaleinsatz im Bereich der Liegenschaftsverwaltung. Die Erbringung von Dienstleistungen erfolgt ausschließlich innerhalb des Konzerns sowie gegenüber weiterer nahestehender Unternehmen. Es werden vor allem Dienstleistungen im Bereich Buchhaltung, IT und weiterer zentraler Tätigkeiten erbracht. Aus Konzernsicht wesentliche Beschaffungsmärkte stellen daher vor allem die Beschaffung von Fahrzeugteilen für den Bereich Spezialfahrzeuge dar. Im Immobilienbereich ist - sofern eine Bautätigkeit oder wesentliche Instandhaltungen entfaltet werden - ebenfalls der Markt der für Baustoffe wesentlich. Wichtig in allen Bereichen ist die Personalbeschaffung. Insbesondere in den personalintensiven Bereichen Software, Immobilien und Vermögensverwaltung ist eine dauerhafte Präsenz der Konzerngesellschaften als mitarbeitersuchender Arbeitgeber gegeben. Absatzseitig sind vor allem der deutsche und teilweise auch europäische Markt von großer Bedeutung für alle Konzerngesellschaften. Abnehmer der konzernseitigen Produkte im Bereich Spezialfahrzeuge sind vor allem Unternehmen und Körperschaften, die Wintersportmöglichkeiten oder Bademöglichkeiten und Sandstrände anbieten. Die Software wird im Wesentlichen an Abnehmer aus dem medizinischen Bereich vertrieben. Die Kunststoffteile werden im Wesentlichen für den Endverbraucher und die Automobilindustrie als Abnehmer produziert. Die Verwaltung von Immobilien erfolgt für eigene Immobiliengesellschaften und nicht für Dritte. Wesentliche Einflussfaktoren für die Entwicklung der Geschäftstätigkeit in den genannten Bereichen stellen grundsätzlich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung dar, da die Abnehmer überwiegend kostensensitiv sind und im Falle negativer konjunkturelle Entwicklungen Aufträge zurückziehen oder nicht vergeben. Der Bereich Spezialfahrzeuge hängt insbesondere von der Möglichkeit ab, Urlaubs- und Erholungsreisen durchführen zu können. In Zeiten der Corona-Pandemie 2020 und 2021 war gerade dieser Bereich durch die Pandemie stark negativ betroffen. Im medizinischen Bereich ist ebenfalls die politische Einflussnahme auf die Ausgaben im Gesundheitssektor zu nennen, die zu absatzseitigen Geschäftsentwicklungen führen kann, die nicht von der konjunkturellen Entwicklung abhängen. Der Bereich Kunststoffe ist durch die fortschreitende Abkehr von Erdöl-basierten Lösungen aus Kunststoff im Endverbrauchermarkt wesentlich betroffen. Im Bereich der Immobilienverwaltung kann die wirtschaftliche Entwicklung der Mieter (fast ausschließlich gewerblich) mittelbar eine Auswirkung auf die Vermietungsquote, die erzielbaren qm-Mieten und die Kreditwürdigkeit der Mieter haben. 2. Wirtschaftsbericht I. Wirtschaftliches Umfeld Das Jahr 2021 war weiterhin durch die Coronavirus-Pandemie geprägt, die die globale Konjunktur und den internationalen Handel in geringerem Ausmaß als im Vorjahr beeinträchtigte. Lieferkettenprobleme, die hohe Inflation insbesondere bei den Energiekosten sowie die Folgen der sich rasant ausbreitenden Virusvariante Omikron bremsten in der zweiten Jahreshälfte weltweit die konjunkturelle Erholung. In Europa erholte sich die Wirtschaft im Jahresverlauf 2021 von der pandemiebedingten Stagnation im vorangegangenen Winter. Für die Eurozone hat der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2021 eine Zunahme des BIP um 5,2 %, für Deutschland eine Steigerung um 2,9 % ermittelt. Obwohl die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus in vielen Staaten zu neuen Höchstständen bei den Neuinfektionen geführt hat, fallen die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen zunehmend geringer aus. Seit Ende Februar 2022 belasten der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die ergriffenen Sanktionen die Weltwirtschaft erheblich. Folgen sind unter anderem steigende Preise für Energie und Rohstoffe, die verschärfte Störung weltweiter Wertschöpfungsketten und dadurch eine deutlich gestiegene Inflation gegenüber 2020. Für 2022 liegt die aktuelle Prognose für die Entwicklung des BIP für Europa bei 2,6 % und für Deutschland bei 1,2 %. II. Geschäftsverlauf Der Konzernumsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dies begründet sich daraus, dass im Vorjahr mehr als 56 Gesellschaften zum 31.12.2020 erstmals konsolidiert wurden und deren Gewinn- und Verlustrechnung 2020 daher nicht in den Vorjahreskonzernabschluss eingegangen sind. Aufgrund der Einschränkungen durch die seit März 2020 herrschende Corona-Pandemie kam es insbesondere im Bereich Spezialfahrzeuge zu Einbußen in Nachfrage und Absatz, was sich auf Konzernebne mit einem Umsatzrückgang im Berichtszeitraum von rund 15 % niederschlägt. Der Bereich Software und wesentliche Teile des Bereichs Vermietung und Dienstleistungen sind erstmals Bestandteil des Konzernabschlusses. Im Bereich der Vermögensverwaltung konnte das Ergebnis und der Umsatz überdurchschnittlich gesteigert werden. III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021 sind 59 Gesellschaften erstmalig in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung enthalten, da diese überwiegend mit Wirkung zum 31.12.2020 zugegangen waren. Diese wurden daher im Vorjahr nicht in der Konzern Gewinn- und Verlust-Rechnung ausgewiesen. Hieraus ergeben sich folgende wesentliche einmalige Effekte auf den Konzernabschluss im Vergleich zum Vorjahr:
Die Vermögens- und Finanzlage ist wegen des Zugangs der oben genannten Gesellschaften zum 31.12.2020 vergleichbar mit dem Vorjahr. Die Auswirkungen der Konsolidierungskreisänderungen des Berichtszeitraums sind unwesentlich. 1. Ertragslage Umsatz Der Konzernumsatz ist im Berichtsjahr um 110,5 Mio. Euro von 346,9 Mio. Euro auf 457,4 Mio. Euro gestiegen. Die Zusammensetzung hat sich aus den vorgenannten Gründen im Vergleich zum Vorjahr wesentlich geändert. Die im Vorjahr zum Jahreswechsel zugegangenen 56 Gesellschaften haben im Berichtszeitraum einen Umsatz von 164,5 Mio. Euro erzielt. Der Umsatz mit Spezialfahrzeugen und Kunststoffen beträgt 294,1 Mio. Euro hat sich im Vorjahresvergleich (344,3 Mio. Euro) um 50,2 Mio. Euro reduziert. Der Umsatz in den Bereichen Software, Immobilienverwaltung und Dienstleistungen ist im Vorjahresvergleich um 160,7 Mio. Euro auf 163,3 Mio. Euro angestiegen. Umsatzseitig waren die Unternehmen, die diesen Bereichen zuzuordnen sind, im Vorjahr in der Konzern Gewinn- und Verlust-Rechnung noch nicht einbezogen. Der Anteil des Auslandsumsatzes beläuft sich auf 51 % (i.Vj: 84 %). Ergebnis Der Konzernjahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr wesentlich verbessert. Nach einem Konzernjahresfehlbetrag im Vorjahr von 289,0 Mio. Euro wurde im Geschäftsjahr 2021 ein positives Ergebnis von 542,5 Mio. Euro erzielt. Die im Konzernabschluss 2020 erwartete wesentliche Ergebnisverbesserung konnte erreicht werden. Der Konzernrohertrag ist im Geschäftsjahr um 75,4 Mio. Euro auf 225,0 gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Veränderungen im Konsolidierungskreis zurückzuführen. Das EBIT beträgt 569,2 Mio. Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (-311,0 Mio. Euro) um 880,2 Mio. Euro verbessert. Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus dem verbesserten Ergebnis aus assoziierten Unternehmen (+878,3 Mio. Euro) im Vergleich zum Vorjahr. Im Vorjahr ergab sich ein einmaliger Verlust bei der HeidelbergCement AG, die im abgelaufenen Geschäftsjahr weggefallen ist. Es wurden im Vorjahr pandemiebedingt außerplanmäßige Wertberichtigungen von -2.693,7 Mio. Euro auf Firmenwerte und von -803,0 Mio. Euro auf sonstige immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen vorgenommen, was zu Verlusten von -2.139,2 Mio. Euro (Konzernanteil) geführt hat. Der Anstieg bei den Abschreibungen resultiert aus gestiegenen planmäßigen Abschreibungen von Geschäfts- oder Firmenwerten (-14,5 Mio. Euro) aus der Kapitalkonsolidierung. Aus der Konsolidierungskreiserweiterung des Vorjahres resultieren davon ca. 9,0 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich mit +10,8 Mio. Euro positiv entwickelt. Die Personalaufwendungen (-44,9 Mio. Euro), die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen (-8,5 Mio. Euro) sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-16,9 Mio. Euro) haben sich im Wesentlichen aufgrund der Veränderung des Konsolidierungskreis (erstmaliger Einbezug in der Konzern Gewinn- und Verlust-Rechnung 31,3 Mio. Euro) erhöht. Das Zinsergebnis beträgt 3,9 Mio. Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (-6,1 Mio. Euro) um 10,0 Mio. Euro verbessert. Ursächlich hierfür ist, dass die Gesellschaften aus der Konsolidierungskreisveränderung hohe verzinsliche Forderungen gegenüber nicht konsolidierten Gesellschaften aufweisen, die bislang nicht in der Konzernbilanz enthalten waren. Der Ergebnisbeitrag hieraus beträgt 10,1 Mio. Euro. Die Steuern betreffen im Wesentlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Im Vorjahresvergleich ergibt sich eine Erhöhung (Aufwand) von 58,7 Mio. Euro. In dem Posten Steuern ist auch Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr 33,6 Euro Ertrag) enthalten. 2. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von 5.302,5 Mio. Euro um 550,9 Mio. Euro auf 5.853,4 Mio. Euro erhöht. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus der Erhöhung des Anlagevermögens und des Eigenkapitals. Der Aufbau der Aktiva resultiert insbesondere aus der Veränderung des Anlagevermögens in Höhe von 521,1 Mio. Euro. Im Anlagevermögen haben sich die Immateriellen Vermögensgegenstände (-33,2 Mio. Euro), die Sachanlagen (+52,2 Mio. Euro) und die Finanzanlagen (+502,1 Mio. Euro) verändert. Das Anlagevermögen beläuft sich auf 84,4 % der Bilanzsumme (Vorjahr 83,3 %). Innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände entfallen nahezu alle Veränderungen auf Abschreibungen für Geschäfts- und Firmenwerte. Bei den Sachanlagen resultiert das Wachstum aus dem Immobilienbereich. Es wurden rd. 55,5 Mio. Euro in Zukäufe und aktivierte Baumaßnahmen investiert. Die Steigerung in den Finanzanlagen betrifft im Wesentlichen die assoziierten Unternehmen (+685,8 Mio. Euro). Gegenläufig hat sich der Bestand an sonstigen Beteiligungen (-194,3 Mio. Euro) entwickelt. Grund hierfür sind Veräußerungen. Das Umlaufvermögen ist gestiegen (+29,3 Mio. Euro). Die Steigerung entfällt im Wesentlichen auf eine Zunahme der zinstragenden Forderungen von 104,3 Mio. Euro auf 453,0 Mio. Euro sowie einer gegenläufigen Entwicklung der Liquiden Mittel. Sie haben sich um 41,9 Mio. Euro reduziert. Innerhalb der Passiva hat sich das Eigenkapital um 838,7 Mio. Euro und die Eigenkapitalquote von 90,3 % im Vorjahr auf 96,2 % erhöht. Dieser Effekt beruht insbesondere auf dem hohen Konzernergebnis, welches überwiegend aus den Assoziierungen der Beteiligungen an HeidelbergCement und PHOENIX resultiert. Der Anstieg der nichtbeherrschenden Anteile im Eigenkapital resultiert überwiegend aus Minderheitenanteilen an der vollkonsolidierten Spohn Cement Beteiligungen GmbH. Die Rückstellungen sind um 5,5 Mio. Euro und die Verbindlichkeiten um 283,9 Mio. Euro gesunken. Die Reduktion der Verbindlichkeiten betrifft Bankverbindlichkeiten (24,9 Mio. Euro) und sonstige zinstragende Verbindlichkeiten (74,8 Mio. Euro). Weiterhin sind Kaufpreisverbindlichkeiten für übernommene Finanzanlagen in Höhe von 180,7 Mio. Euro abgelöst worden. Bei den sonstigen Passiva haben sich die Passiven Latenten Steuern um 0,6 Mio. Euro erhöht. 3. Finanzlage Die Konzernbilanz weist Bankkreditverbindlichkeiten in Höhe von 95,5 Mio. Euro (i.Vj.: 120,4 Mio. Euro) auf, was rund 1,6 % (i.Vj. 2,3 %) der Passiva bzw. 67,9 % (i.Vj.: 28,4 %) der Verbindlichkeiten entspricht. Die Bankverbindlichkeiten betreffen ausschließlich das Immobilienvermögen sind grundbuchlich gesichert und weisen langfristige Laufzeiten auf. Es werden punktuell Ankäufe und Umbaumaßnahme im Bereich Immobilienverwaltung fremdfinanziert. Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr einen Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 116,2 Mio. Euro auf. Der Effekt beruht insbesondere aus der Tilgung von Kaufpreisverbindlichkeiten für Finanzanlagen in Höhe von 180,7 Mio. Euro. Im Investitionsbereich ergibt sich ein Mittelzufluss von 104,0 Mio. Euro. Der Haupteffekt beruht auf dem Verkauf von sonstigen Beteiligungen. Es bestehen keine wesentlichen geplanten Investitionen. Sofern sich eine günstige Gelegenheit ergibt, wird ein entsprechender Zukauf getätigt. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich u.a. wegen des Abbaus von Verbindlichkeiten um 41,9 Mio. verringert. Die Konzerngesellschaften verfügen über ausreichende Kreditlinien. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zurückgegangen. Dies ist einer deutlich geringeren Ausnutzung der Bankenlinien zum Stichtag sowie den laufenden Tilgungen der Finanzierungsverbindlichkeiten geschuldet. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft (Umsatzrendite, Eigenkapitalrendite, operativer Cash-Flow) liegen trotz der aus der Corona-Epidemie erwachsenden vorübergehenden Ertragsschwäche einzelner Bereiche auf akzeptablem Niveau und sind Beleg für die wirtschaftliche Stärke der Gesellschaften des Konzerns. IV. Wirtschafts- und Prognosebericht Über die einzelnen Geschäftsbereiche berichten wir wie folgt: Bereich industrielle Güter Produktion und Vertrieb von Spezialfahrzeugen Wesentliches Geschäftsfeld der Kässbohrer Geländefahrzeug AG (im Folgenden: Kässbohrer oder KGF) sind Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service von kettengetriebenen Geländefahrzeugen zur Präparierung von Skipisten und Loipen, die unter dem Markennamen PistenBully angeboten werden. In einem zweiten Geschäftsfeld werden Fahrzeuge und Geräte zur Reinigung und Pflege von Stränden entwickelt, produziert und unter der Marke BeachTech global vertrieben. Unter dem Markennamen PowerBully werden Trägerfahrzeuge mit hohen Nutzlasten angeboten, die unter den widrigsten Umständen eingesetzt werden können und dank geringem Bodendruck minimale Auswirkungen auf die Umwelt im Einsatzgebiet haben. Die vielseitigen Anwendungsbereiche umfassen beispielsweise die Wartung von Gas- und Ölpipelines oder von Strom- und Telefonleitungen, die Bekämpfung von Vegetationsbränden und den Katastrophenschutz, minimalinvasive Bodenuntersuchungen sowie Forst- und Mulcharbeiten. Alle drei Produktlinien sind weltweit vertreten. Produktion, Entwicklung und Koordination des globalen Vertriebs- und Servicegeschäfts erfolgen am Stammsitz in Laupheim. 90 % der Umsatzerlöse werden im Geschäftsfeld PistenBully erzielt. Die wirtschaftliche Gesamtentwicklung des Unternehmens ist daher maßgeblich vom Wintertourismus, konkret vor allem vom Skisport, abhängig. Neben dem eher langfristigen Einfluss der klimatischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auf den Wintertourismus wird der operative Geschäftsverlauf vor allem durch die saisonalen Planungen von Bergbahn- und Skigebietsbetreibern und dem darauf basierenden jährlichen Investitionsverhalten bestimmt. Wesentliche Absatzmärkte für alle angeführten Produkte der KGF AG sind Europa und die USA. China und der asiatische Markt im Allgemeinen gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung. Neben den für den Wintersport maßgeblichen Wetterbedingungen sind die konjunkturellen Rahmenbedingungen für die Tourismusindustrie eine wichtige Einflussgröße. Allerdings wurde kaum eine Branche von der Corona Krise so hart getroffen wie der Tourismus: Experten bezifferten den Einbruch des weltweiten Geschäfts seit dem Jahr 2020 auf bis zu 70 % und gehen vor dem Jahr 2024 nicht von einer nachhaltigen Erholung aus. Vom weltweiten Marktvolumen für Pistenpräparierfahrzeuge entfiel rund zwei Drittel auf Europa. Die wichtigsten europäischen Absatzmärkte sind Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich und Skandinavien. Ein Drittel des Weltmarktvolumens umfasst als wesentliche weitere Absatzgebiete Nordamerika und Asien (v. a. Japan und China). Die gesamte weltweite Nachfrage nach Pistenfahrzeugen im alpinen und nordischen Segment lag für die Wintersaison 2020/2021 (Oktober bis März) etwa 30 % unter dem Marktvolumen der Vorjahressaison. Dieser massive Einbruch des Absatzmarkts ist ausschließlich auf die negativen Auswirkungen der Covid 19-Pandemie auf den Wintertourismus zurückzuführen. Im Geschäftsfeld PowerBully konnten die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr zwar gesteigert werden, verharren aber weiterhin auf mäßigem Niveau und konnten erneut keinen entscheidenden Beitrag zum Konzernumsatz beitragen. Das Hauptaugenmerk gilt in diesem Geschäftsfeld nach wie vor der Ausweitung des Produktportfolios sowie der Bearbeitung und Erschließung des globalen Hauptabsatzgebiets Nordamerika. Nach Abwägung aller Chancen und Risiken gibt es mehrere Szenarien, welche die Entwicklung von Kässbohrer beeinflussen und aufgrund der hohen, nicht wirksam adressierbaren externen Risiken in den Geschäftsfeldern PistenBully und BeachTech bestenfalls ein auf Niveau des Vorjahrs liegender Umsatz erreicht werden kann. In diesem Fall würde der Beitrag zum Konzernergebnis für 2022 deutlich unter Vorjahr liegen. Insbesondere beim Wegfall der im Berichtsjahr 2021 das Ergebnis wesentlich stützenden staatlichen Unterstützungsleistungen kann ein negativer Beitrag zum Konzernergebnis nicht ausgeschlossen werden. Zusammenfassend geht die Geschäftsleitung der PH Vermögensverwaltung GmbH und des Vorstandes der Kässbohrer Geländefahrzeug AG unter Verweis auf die vorstehenden Ausführungen, insbesondere zur globalen Pandemiesituation, unter angemessener Sorgfalt gemäß der "Business Judgment Rule" analog zum Vorjahr zu der Einschätzung, dass eine bessere Prognose zur Entwicklung des Geschäftsfeldes für das Geschäftsjahr 2022 und darüber hinaus nicht möglich ist und daher auch nicht abgegeben werden kann. Herstellung und Vertrieb von Kunststofferzeugnissen In diesem Teilbereich sind vier Gesellschaften tätig. Sie produzieren auf der Basis unterschiedlicher Technologien Kunststoffprodukte sowohl zum Endverbrauch als auch in erheblich größerem Umfang Semiprodukte zur Weiterverarbeitung. Der Umsatz hat sich im Vorjahresvergleich deutlich erhöht. Der Ergebnisbeitrag zum Konzern ist positiv. Diese Branche ist sehr abhängig von den Rohstoffpreisen und noch mehr von der Verfügbarkeit. Die chemische Industrie (Vorprodukte) ist doch sehr von den derzeitigen Einschränkungen betroffen. Hinzu kommt, dass Kunststoffprodukte aus dem Alltagsgebrauch substituiert werden müssen, da deren Verwendung zwischenzeitlich sanktioniert wird. Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Ausführungen im Risikobericht. Die Geschäftsleitungen der PH Vermögensverwaltung und der Tochtergesellschaften gehen davon aus, dass unsere Kunststoffaktivitäten auch in 2022 massiv von den konjunkturellen Folgen der Corona-Pandemie und Lieferengpässen betroffen sein werden. Es wird zu Umsatz- und Ergebniseinbußen kommen. Auch ein negativer Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis ist nicht unwahrscheinlich. Bereich Software In diesem Bereich ist die medatixx-Gruppe tätig, welche dem Konzern am 31.12.2020 zugegangen ist. Ihre Geschäftszahlen gehen im Geschäftsjahr erstmalig in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ein. Die medatixx-Gruppe ist ausschließlich im deutschen Markt tätig. Sie vertreibt Teil- und Gesamtlösungen für Arztpraxen und Apotheken sowie angegliederte Bereiche im Gesundheitswesen. Dies besteht aus Softwarelösungen und Hardwarebereitstellungen um den Praxisbetrieb abzuwickeln und Online der nationalen Telematik Infrastruktur zu entsprechen. Das Jahr 2021 war insgesamt zufriedenstellend und geprägt durch ein stabiles Kerngeschäft und zusätzliche positive Sondereffekte. Der seit Jahren im medatixx-Konzern verzeichnete Verlust an Praxen stieg 2021 leicht; einem Rückgang von 132 (Vorjahr 91) Praxen stehen jedoch 832 (Vorjahr 1.710) neu gewonnene Ärzte gegenüber. Die Gründe hierfür sind einerseits die demografisch und strukturell bedingten Schließungen von Praxen ohne Nachfolger; andererseits schließen sich die Ärzte zu größeren Praxiseinheiten zusammen. Als Sondereffekt kam im abgelaufenen Geschäftsjahr auch die Schließung von im Vorjahr eingerichteten Corona-Notfallpraxen zum Tragen. Auch 2021 wurde das Augenmerk auf Produktqualität, Leistungsumfang und Servicequalität gelegt. Dies wirkte sich auch in diesem Geschäftsjahr positiv aus. Die Praxissoftware-Produkte sind gut im Markt positioniert und erhalten in einschlägigen Foren und von den Kunden überwiegend gute Kritiken. Die in den Vorjahren begonnene Markteinführung der technologisch neuen Produktlinie unter den Produktnamen "medatixx" wurde erfolgreich fortgesetzt. Gemäß der KBV-Statistik nach Abrechnungsdateien verzeichnet diese Software seit einigen Quartalen kontinuierlich den größten Zuwachs an Anwendern. Wir rechnen für die kommenden Jahre mit einem wieder wachsenden Investitionsbedarf der Praxen, da Themen wie u.a. die IT-gestützte Kommunikation zwischen Patient und Arzt, digitale Archivierung und der elektronische Arztbrief mehr Bedeutung erlangen werden, was zusätzliche Investitionen in die Ausstattung der Arztpraxen bedingt. Die gesetzgeberischen Initiativen zur Förderung der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens werden den künftigen Bedarf an unseren Produkten und Dienstleistungen in den Arztpraxen weiter auf hohem Niveau halten. Der Generationswechsel in den Praxen gewinnt weiter an Fahrt und wird eine IT-affinere Generation von Ärzten in die Praxen bringen. Mit neuen Produkten und der permanenten technologischen Erneuerung unserer Systeme gehen wir weiterhin davon aus, auch 2022 und 2023 positive Auswirkungen auf unser Geschäft verzeichnen zu können. Die Geschäftsleitung erwartet für 2022 von einer gegenüber dem - von einem starken positiven Sondereffekt geprägten - Vorjahr deutlich verringerten, im langfristigen Vergleich aber zufriedenstellenden Ergebnissituation aus. Bereich Immobilienverwaltung Im Bereich Immobilienverwaltung sind 25 Gesellschaften tätig, welche eigene Immobilien bewirtschaften, vermieten oder verwalten. Das immobile Vermögen (inklusive eigen genutzte Immobilien ohne Anlagen im Bau) ist von 241,4 Mio. Euro auf 284,0 Mio. Euro gestiegen. Da große Teile der Immobiliengesellschaften im Vorjahr zum 31.12.2020 zugegangen sind, hat sich der Immobilienumsatz fast verachtfacht. Es wurde ein positiver Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis erwirtschaftet. Im Berichtszeitraum erfolgten hohe Investitionen, welche auch in den kommenden Jahren ein hohes Niveau haben werden. Somit vergrößert sich der vermietbare Bestand kontinuierlich. Der Mietumsatz ist gemessen am Konzernumsatz nur gering, wird sich aber im Folgejahr weiter moderat erhöhen. Für den Konzern erwarten wir einen positiven Ergebnisbeitrag. Bereich Vermögensverwaltung In diesem Bereich ist die überwiegende Zahl der Konzerngesellschaften tätig. Es werden Wertpapiere, Anteile an assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen gehalten und verwaltet. Auch werden Darlehen zur Finanzierung von nahestehenden Unternehmen ausgereicht und im geringeren Umfang auch Wertpapiere und Private Equity-Beteiligungen verwaltet. Der Beitrag des Bereiches zum Jahresergebnis ist gemessen an den unternehmerischen Aktivitäten des Konzerns wesentlich und resultiert indirekt aus dem unternehmerischen Erfolg der gehaltenen Anlagen. Im Geschäftsjahr sind hier (saldiert) Gewinne aus Assoziierung in Höhe von 550,7 Mio. Euro angefallen, die im Wesentlichen aus dem assoziierten Unternehmen Heidelberg-Cement AG resultieren. Aus der ebenfalls assoziierten PHOENIX Pharma SE konnte ein positiver Ergebnisbeitrag im mittleren zweistelligen Millionenbereich erzielt werden. Der buchmäßige Bestand des Finanzanlagevermögens hat sich zum Stichtag deutlich von 3.817,2 Mio. Euro auf 4.319,4 Mio. Euro erhöht. In den Finanzanlagen ist der Bestand an Beteiligungen und Wertpapieren unverändert und entspricht in etwa 73,8 % (Vorjahr 72,0 %) der gesamten Aktiva. Auch im Bereich der Gruppenfinanzierung ist der buchmäßige Bestand angestiegen. Der Bestand an verzinslichen Darlehensforderungen ist von 348,6 Mio. Euro auf 453,0 Mio. Euro gestiegen. Wir erwarten für das Konzerngeschäftsjahr 2022 aus diesem Bereich ein leicht geringeres positives Ergebnis. In den Bereich der Vermögensverwaltung gehören auch Gesellschaften, die Filmlizenzen vergeben. Der währungsbereinigte Umsatz ist aufgrund des Geschäftsmodells konstant. Im Ergebnis erwarten wir auch hier einen positiven Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis. Bereich Dienstleistungen Einige Konzerngesellschaften erbringen Dienstleistungen insbesondere für nahestehende Unternehmen. Der Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis der PH Vermögensverwaltung ist positiv. Für die im Bereich der Vermietung und Verpachtung, Dienstleistungen sowie Lizenzvergabe (Filmlizenzen) tätigen Konzerngesellschaften erwarten wir für 2022 ein insgesamt positives Ergebnis über dem Niveau des Berichtsjahres. V. Forschung und Entwicklung Die operativ tätigen Gesellschaften des PH VV Konzerns betreiben weiterhin und unverändert in unterschiedlichem Umfang Forschung und Entwicklung. Bereich Spezialfahrzeuge Die Entwicklungsaktivitäten sind laufend auf die Optimierung der aktuellen Produktpalette ausgerichtet. Bei Entwicklungsprojekten von neuen Fahrzeuggenerationen stellt sich Kässbohrer selbst die Anforderung, ihre Produktpalette mit sparsamen, umweltfreundlichen und nachhaltigen Technologien auszustatten, die die Emissionen der Fahrzeuge verringern können. Zentrale Entwicklungsaktivitäten erfolgen am Standort Laupheim. Die eignen Mitarbeiter im Forschungs- und Entwicklungsbereich werden durch externe Dienstleister (Verbände, Universitäten, Institute, Forschungseinrichtungen und Lieferanten) unterstützt, um flexibel und zeitnah auf alle marktseitigen Erfordernisse reagieren zu können. Bereich Software Der Markt, in welchen die medatixx tätig ist, ist von ständigen Innovationen gekennzeichnet. Sich ständig ändernde Hardwarelösungen verlangen unmittelbar neue Softwarelösungen. Die medatixx Forschungs- und Entwicklungsabteilung befasst sich vordringlich mit der Entwicklung und Pflege der jeweils neuen Softwaregenerationen. Aufgrund der gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen und der bestehenden Anforderungen des Marktes an die Softwarelösungen unseres Konzerns wurde der Personalbestand in den Softwareentwicklungs- Bereichen aufrechterhalten. Bereich Kunststoffe Die Herausforderung in diesem Bereich ist es, Verbrauchsplastik schrittweise durch neue Materialien zu ersetzen. Hier wurde im Geschäftsjahr intensive Entwicklung und Forschung durchgeführt. Die erforderliche punktuelle Umstellung der Produktionstechnologien und des Maschinenparks erfolgte auch unter Mithilfe externer Dienstleister. Ansonsten ergeben sich keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Konzern. VI. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Als Finanzinstrumente werden durch den Konzern ausschließlich Anteile am Eigenkapital in Form von Beteiligungen und zinstragende Forderungen bilanziert (zum Teil börsennotiert). Die Gesellschaften des Konzerns haben auf verschiedenen Ebenen und zielgerichtet auf das jeweilige Finanzinstrument wirksame Überwachungsprozesse eingeführt. Wesentlicher Teil dieser Überwachung ist die Erhebung aktueller aussagekräftiger Daten zur Beurteilung der vorhandenen Risikoposition und der der Veränderung dieser. VII. Chancen und Risiken künftiger Entwicklung sowie Ausblick Für den Bereich Herstellung und den Vertrieb Spezialfahrzeugen bestehen unterschiedliche Chancen und Risiken. Das Zusammenwirken von Produktpalette, Kundenstamm, Mitarbeitern und Geschäftspartnern ist ein starker Garant dafür, dass Chancen genutzt und Risiken positiv bewältigt werden können. Das Risikomanagementsystem in der Kässbohrer-Gruppe ist ein integraler Bestandteil vorhandener Managementsysteme. Zu nennen sind das IT-gestützte Management-Informationssystem, ein formalisiertes Reportingsystem, regelmäßige konzernweite Management- und Controllermeetings, mehrmals im Jahr stattfindende Strategierunden sowie mindestens zweiwöchig stattfindende operative Abstimmrunden der Geschäftsleitung. Das Produktportfolio von Kässbohrer ist maßgeblich bestimmt durch den PistenBully. Deshalb ist die Entwicklung eng verknüpft mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der gegebenen Marktsituation im Wintertourismus. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt eine deutliche Marktsättigung. Kurzfristig können infolge ungünstiger Wintersportbedingungen oder konjunktureller Negativfaktoren auch Jahre mit einer weiteren Schwankungsbreite des Marktvolumens von bis zu minus 30 % entstehen. Gegenüber der Vor-Corona-Saison 2019/2020 liegt das weltweite Marktvolumen auch in der Wintersaison 2021/2022 theoretisch auf gleichem Niveau, wird aufgrund der globalen Corona-Pandemie allerdings durch den Kunden die zweite Saison in Folge nicht im vollen Umfang nachgefragt. Auf dem Markt für Pistenfahrzeuge und verbundene Dienstleistungen hat sich faktisch ein Duopol gebildet. Beide Wettbewerber agieren weltweit, teilen sich den Markt und sprechen mit nahezu substituierbaren Produkten den gleichen, begrenzten Kundenkreis an. Die hohe Markttransparenz in diesem Nischenmarkt erhöht die Wettbewerbstransparenz beim Kunden und damit die Preissensitivität. Des Weiteren hängt das Marktrisiko vor allem im Geschäftsbereich PistenBully aufgrund der globalen Erwärmung langfristig direkt vom Umwelt- und Klimarisiko ab. Zahlreiche internationale Studien und Prognosen gehen von zum Teil unterschiedlichen Klimaentwicklungen und deren Auswirkungen aus. Eine negative Klimaentwicklung ist auf unsere Geschäftstätigkeit langfristig als gravierend einzustufen. Zudem bestehen Marktrisiken immer dann, wenn Kommunen und die öffentliche Hand für Investitionen zuständig sind. Hier werden aufgrund des finanziellen Drucks und der EU-Vorschriften praktisch nahezu alle relevanten Investitionen zunehmend durch Ausschreibungen vergeben. Insbesondere bei Anschaffungen von Loipenfahrzeugen und Strandreinigungsgeräten ist ausschließlich der Angebotspreis das relevante Kriterium, ohne dabei die Vorteile von Technik, Qualität oder Servicepräsenz in Relation zu setzen. Daher besteht das inhärente Risiko, Ausschreibungen zu verlieren. Ein weiteres Marktrisiko im Risikoportfolio ist das Marktrisiko auf der Beschaffungsseite. Durch die geringe Fertigungstiefe in der Produktion ist die Abhängigkeit insbesondere von den Single-Source-Lieferanten gegeben. Im Geschäftsjahr 2019/20 wurden umfassende Maßnahmen eingeleitet und abgeschlossen, um dieses Risiko besser zu überwachen und seine Eintrittswahrscheinlichkeit zu minimieren. Durch die stetig zunehmenden nationalen und internationalen Regulierungen im freien Warenverkehr sowie in der Außenwirtschaft- und Exportkontrolle und die daraus resultierende Komplexität können Risiken entstehen, die das Unternehmen in seiner wirtschaftlichen Aktivität beeinträchtigen können. Das Unternehmen übernimmt mit der Entwicklung im Bereich PistenBully Produktrisiken, die üblicherweise mit neuen technischen Lösungen und innovativen Neuerungen einhergehen. Jede Produktentwicklung erfolgt - trotz sorgfältiger vorheriger Prüfung der Marktchancen - grundsätzlich unter Unsicherheit über die endgültige Akzeptanz am Markt und den richtigen Einführungszeitpunkt. Auch im Pistenfahrzeugmarkt spielt neben ansprechendem Design und höchster Funktionalität das optimale Preis-/Leistungsverhältnis als aus Kundensicht relevantes Entscheidungskriterium eine stetig zunehmende Rolle. Ein weiteres Risikopotential sind die IT-Risiken. Durch die zunehmende Komplexität der IT können Risiken aus Systemausfällen, Daten- und Informationsverlust und unter Umständen aus weiter zunehmenden Anforderungen an Datenschutzbestimmungen entstehen. Das Unternehmen hat hier weitreichende Investitionen in die Erfüllung der Vorgaben sowie den Austausch der Infrastruktur durch neue und aktuelle Hard- und Software getätigt. Wir sehen das ertragsgefährdende Schadens- und Eintrittspotential als gering an. Finanzrisiken können dann entstehen, wenn zwei bis drei schlechte Geschäftsjahre aufeinander folgen, z. B. durch schlechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen oder durch extremen Schneemangel. Das Unternehmen hat hierfür strategische Maßnahmenpläne entwickelt, um auf eine solche Entwicklung kurzfristig vorbereiten zu können. Ein entsprechendes Worst-Case-Szenario wird jährlich im Rahmen der Aktualisierung der Mehrjahresplanung simuliert. Das Unternehmen unterliegt durch die in USD abgerechnete Geschäftstätigkeit auf dem nordamerikanischen Kontinent, die über die amerikanische Tochtergesellschaft abgewickelt wird, einem nicht unwesentlichen Währungsrisiko. Eine unvorteilhafte Kursentwicklung des Euro kann spürbaren Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben. Allerdings können die Produktion des PistenBully Scout in USA und der Effekt aus Strukturkostenanpassungen unserer nordamerikanischen Organisation in gewissem Maße ausgleichend wirken. Kässbohrer ist akut und mittelfristig Finanzierungs- und Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Dies betrifft vornehmlich die Pensionsrückstellungen und die zinstragenden Finanzverbindlichkeiten. Insgesamt sind Finanzierungsstruktur und damit auch Risikoprofil im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Durch die im Vorjahr umgesetzten Maßnahmen wurde das Finanzergebnis optimiert und eine gesunde Eigenkapitalrelation geschaffen, die eine solide Basis für künftige Investitions- und Wachstumsentscheidungen darstellt. Nach Auffassung der Geschäftsleitung können die genannten Risiken Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Das Absatzmarktrisiko der Kässbohrer AG ist das einzige Risiko, das sowohl in Eintrittswahrscheinlichkeit als auch Schadenspotential ein stark ertragsgefährdendes Unternehmensrisiko darstellt. Ein hohes Umwelt- und Klimarisiko hat dabei langfristige Auswirkungen auf den Gesamtmarkt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos ist aus heutiger Sicht zwischenzeitlich höher einzustufen als in der Vergangenheit. Für die Bereich Software stellen sich Chancen und Risiken wie folgt dar. Die medatixx hat im Bereich der Arzt- und Ambulanzsysteme in Deutschland eine gute Stellung im Markt erreicht. Obwohl der Markt in Bezug auf unsere Produkte weitgehend abgedeckt ist, sehen wir gute Chancen, mit unseren Produkten und Leistungen unsere Marktposition weiter zu festigen und auszubauen. Die von medatixx in den Hauptprodukten x.comfort, x.concept, x.isynet und easymed erreichte Marktposition erlaubt es in Zukunft auch, weiterhin erfolgreich am Markt agieren zu können. Die in den vergangenen Jahren entwickelte und in den Markt eingeführte nächste Generation von Arztinformationssystemen hat das Potenzial die Marktstellung von medatixx in den kommenden Jahren zu sichern. Die eingeführten technischen und organisatorischen Überwachungs- und Schutzmechanismen, die Virenangriffe auf unsere IT-Systeme vermeiden, die Verfügbarkeit unserer Systeme sicherstellen und den Zugriff Externer auf vertrauliche Unternehmensdaten verhindern sollen, werden ständig überprüft und, wenn nötig, verbessert. Das dadurch in den vergangenen Jahren erreichte Sicherheitsniveau konnte zwar die negativen Auswirkungen eines im vierten Quartal 2021 gegen medatixx gerichteten kriminellen Cyberangriffs nicht verhindern, trug aber wesentlich dazu bei, dass der Angriff sehr schnell erkannt und wirksame Gegenmaßnahmen eingeleitet werden konnten, so dass die Praxisverwaltungssysteme unserer Kunden nicht betroffen waren und unsere Leistungsfähigkeit für die Kunden nur kurzzeitig und nicht wesentlich beeinträchtigt wurde. Das Wiederaufsetzen der internen Datenverarbeitungssysteme erfolgte auf einer vollkommen neu, nach modernsten Sicherheitsstandards konzipierten IT-Systemarchitektur, um die potenziellen Schäden künftiger Angriffsversuche noch geringer zu halten. Neben den allgemeinen Risiken (ökonomische und regulatorische Risiken, Produkt- und Projektrisiken, Risiko am Verlust am geistigen Eigentum (Softwareentwicklung), Personalrisken oder Liquiditäts- und Kreditrisiken) gibt es spezielle Risiken im Geschäftsmodell. Ein spezielles Risiko besteht in der Softwareproduktion. Hier muss die medatixx stets auf dem neusten Stand bleiben und Mitarbeiter mit hohem Know-how an sich binden, um Aufträge auch erfüllen zu können. Das Risiko, gute Mitarbeiter aufgrund des Fachkäftemangels zu verlieren, ist in einigen Regionen und bei bestimmten Berufsbildern unverändert hoch. Ein spezielles Risiko besteht in unserem Unternehmen, aber auch der Branche, darin, dass ein wichtiges Element unserer Einnahmen Erlöse aus Werbe- und Informationsfunktionen in unserer Software für die Pharmaindustrie ist. Hier hat sich gerade in den letzten Jahren eine Veränderung, so dass die ursprüngliche Werbeintensität in unserer Software durch die Pharmaindustrie abgenommen hat und wir die Vermarktung des Zuganges zu unseren Kunden für Interessenten außerhalb der Pharmaindustrie intensivieren. Die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet mit einem weltweit tätigen Pharmaunternehmen ist zwar durch Verträge vereinbart, diese Verträge enden aber in naher Zukunft. Somit besteht ein gewisses Risiko, dass es in den kommenden Jahren zu Einnahmeausfällen kommen kann. Die Einnahmeausfälle können teilweise durch alternative Pharmaunternehmen kompensiert werden, würden aber trotzdem zu Umsatzausfällen führen. Grundsätzlich ist festzustellen, dass die medatixx einer Vielzahl allgemeiner und branchenspezifischer Risiken ausgesetzt ist. Deshalb werden regelmäßig Risikoanalysen durchgeführt, Kernziele identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen definiert, um Risiken weitestgehend zu minimieren und damit die Einflussnahme auf Umsätze und Ergebnisse zu reduzieren. Bestandsgefährdende Risiken werden derzeit für die medatixx nicht gesehen. Für die Herstellung und Veredelung sowie den Vertrieb von Kunststofferzeugnissen stellen sich die Risiken wie folgt dar. Zu den Kunden unserer Firmengruppe zählen in einem erheblichen Maße die Automobilindustrie bzw. die Trailerhersteller, welche ihrerseits in den zurückliegenden Jahren starke konjunkturelle Schwankungen zu verzeichnen hatten. Diese Konjunkturschwankungen erreichen dann auch sehr schnell die Zulieferer. Bei der Belieferung mit Basiskunststoffen gibt es weltweit sehr wenig Lieferanten. Bei einer möglichen Störung in der Belieferung wären auch sehr wahrscheinlich unsere Gesellschaften betroffen. Diese Lieferengpässe sind schon spürbar und werden sich voraussichtlich im Folgejahr verstärken. Derzeit kündigen sich bei ausgewählten Rohmaterialien Preissteigerungen an. Hinzu kommt, dass in der derzeitigen Situation (Corona-Pandemie) die Lieferketten teilweise gestört sind. Diese Beschaffungsrisiken sind als erheblich einzustufen. Derzeit sind bei unseren Hauptkunden im Automotive-Bereich sowie im Trailer-Bereich keine Umsatzsteigerungen zu sehen, unsere Kunden betrachten die anhaltende Krisensituation (politisch und pandemisch-wirtschaftlich) mit Sorge. In diesem gleichbleibenden Geschäftsfeld kommt es durch einen Verdrängungswettbewerb zu einer Margenreduzierung. Ein weiteres Risiko sehen wir in der hohen Händlerdichte in Deutschland. Hier herrscht ein großer Preisdruck. Das Weiterreichen der erhöhten Materialkosten wird sich schwierig gestalten. Ein weiteres Risiko stellt die derzeit europaweite Abkehr von bestimmten Kunststoffprodukten dar. In vielen Bereichen wurden schon die Produktion und der Vertrieb zum 01.07.2021 verboten. Teile unseres Produktportfolios sind hiervon betroffen. Auch der mittlerweile vollzogene Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union (Brexit) und der daraus resultierende Austritt Großbritanniens aus dem europäischen Binnenmarkt zum Ende des Jahres 2021 betreffen Teile unseres langjährigen Kundenstamms. Hieraus wird es Einbußen für unsere Gesellschaften geben. Die europaweite Diskussion um die Nutzung von Kunststoffprodukten birgt aber auch Chancen. Als Chance sehen wir zukünftig mehr höherwertige Spezialprodukte nach Kundenwunsch zu fertigen, von denen wir uns verbesserte Margen erhoffen. Im Bereich der Kunststoffherstellung sind durch Investitionen neue Strukturen geschaffen worden. Hiervon versprechen wir uns positive Effekte für das Jahr 2021 und darüber hinaus. Als Chance sehen wir weiterhin die neue Vertriebsstrategie unseres Distributionspartners. Hinzu kommt die Erweiterung des Distributionsprogramms auf alle Polyolefin-Typen, womit wir ein breiteres Produktportfolio anbieten können. Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situationen in den verschiedenen europäischen Staaten, ist eine Vorhersage schwierig bis unseriös. Im abgelaufenen Konzerngeschäftsjahr hatten wir einen deutlichen Umsatzrückgang. Der Ergebnisbeitrag war eine sogenannte "Schwarze Null". Wir gehen davon aus, dass unsere Kunststoffaktivitäten für 2022 sehr wahrscheinlich keinen negativen Beitrag zum Konzernergebnis leisten werden. Für den Bereich der Immobilienverwaltung führen wir folgendes aus: Die in 2020 aufgekommene und noch immer das gesamte gesellschaftliche Leben beeinflussende Corona-Pandemie ist nicht ganz spurlos an unserem Vermietungsgeschäft vorbeigegangen. Während viele unserer Mieter nahezu problemlos und ohne Auswirkungen auf unsere Mieteinnahmen durch die Krise kamen bzw. kommen, gibt es Bereiche mit Problemen. Dies betrifft z.B. alle Mieter, welche mit Sport- und Freizeitangeboten Dienstleistungen erbringen. Sie waren aufgrund behördlicher Eindämmungsmaßnahmen (Corona-Schutzverordnungen) im Frühjahr (März bis Mai/Juni 2020), von November 2020 teilweise bis Mai/Juni 2021 und zum dritten Male im Herbst 2021 bis Februar/ März 2022 geschlossen oder erheblich eingeschränkt. Besonders betroffen waren Anbieter, die vom Publikumsverkehr abhängig sind. Ähnlich schwierig könnte sich der kommende Winter gestalten. Sie konnten nur eingeschränkt und unregelmäßig ihren Mietverpflichtungen nachkommen. Es kam auch in sehr geringen Umfang zu Ausfällen z.B. durch Insolvenzen. Mit einigen Mietern haben wir Finanzierungsvereinbarungen getroffen, die es den Mietern ermöglichen, die aufgelaufenen Rückstände in der Zukunft abzubauen. Im notwendigen Umfang haben wir trotz der Vereinbarungen Einzelwertberichtigungen gebildet. Wir gehen davon aus, dass durch diese Maßnahmen (Finanzierungsvereinbarungen und Einzelwertberichtigungen) das Risiko für die Zukunft unseres Vermietungsgeschäftes eingedämmt ist. Wir sehen aber weiterhin auch Chancen in allen unseren Mietbereichen. Für die arg betroffenen Sport- und Freizeitbereiche profitieren wir von einem Nachholeffekt nach den Lockerungen der Corona-Schutzverordnungen im Frühjahr 2022. Auch kleinteiliges produzierendes Gewerbe und vor allem Logistik ist immer auf der Suche nach geeigneten Flächen. Diese Flächen mieterfreundlich nach deren Vorstellungen zu entwickeln, ist ein Kernbestandteil unserer Akquisitionsmaßnahmen. Als ein Risiko für unsere Vermietungsstrategie (Entwicklung der Mietobjekte als maßgeschneiderter Standort für den Mieter) entwickeln sich aber aktuell die Baupreise. Insbesondere für kurzfristige Umbauten, aber auch für ungeplante Instandhaltungen ist dies ein Kostenrisiko. Unsere Bauabteilung beobachtet diese Entwicklungen und setzt alle Maßnahmen baulicher Art in ein Kosten-Nutzenverhältnis des betreffenden Mietbereiches. Generell werden fortlaufend Maßnahmen zur Risikofrüherkennung getroffen, vor allem durch eine laufende Beobachtung des Grundstücks- und Immobilienmarktes sowie einem Forderungsmanagement. Strategische Neuausrichtungen sind zurzeit nicht notwendig. Schwerpunkt der Verkaufsstrategie ist bereits seit den Vorjahren die Veräußerung abgelegener Immobilienstandorte. Wir konzentrieren uns weiterhin auf definierte Kerngebiete (Dresden, Leipzig, Ulm, Freiburg und Wernigerode). Für diesen Unternehmensbereich sind keine bestandsgefährdenden Risiken bekannt geworden. Für den Bereich der Vermögensverwaltung führen wir folgendes aus: Das Ergebnis des Konzerns ist im höchsten Maße davon abhängig, wie sich die assoziierten Beteiligungen HeidelbergCement AG und PHOENIX Pharma SE entwickeln. Die PH Vermögensverwaltung hält über ihre konsolidierten Gesellschaften, die vermögensverwaltend tätig sind, mittelbar Beteiligungen an Gesellschaften, die direkt oder indirekt Aktien der HeidelbergCement AG besitzen. Eine Verschlechterung des Börsenumfeldes birgt generell das Risiko, dass Wertpapiere oder Beteiligungen wertberichtigt werden müssen oder nur mit Kursabschlägen veräußert werden können; existentielle Risiken gehen hiervon aber für uns nicht aus. Das Konzernergebnis ist aber nicht direkt abhängig vom schwankenden Börsenwert des im DAX geführten Unternehmens, sondern von den konjunkturellen Einflüssen auf das global operierende Unternehmen. Hier gibt es je nach Region unterschiedliche Chancen und Risiken, auf welche die HeidelbergCement AG in ihrem Konzernabschluss zum 31.12.2021 eingeht. Hinsichtlich dieser ausführlich beschriebenen Chancen und Risiken verweisen wir auf den Konzernabschluss der HeidelbergCement AG, welcher im Bundesanzeiger veröffentlicht wird, sowie auf die Quartalsberichte, welche neben den Jahresabschlüssen im unternehmenseigenen Internetauftritt publiziert werden. Die HeidelbergCement geht davon aus, dass das wirtschaftliche Umfeld in den wichtigsten Märkten der Gesellschaft trotz zahlreicher politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten weiter stabil ist. In ihrem Halbjahresbericht 2022 führt HeidelbergCement folgendes aus: Das Marktumfeld im Bausektor wird durch die negativen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bestimmt. Die Energie-, Rohstoff- und Transportpreise sind gerade in den letzten Wochen nochmals erheblich gestiegen. Euroconstruct erwartet nach einem Anstieg der Bauproduktion in Europa von 5,6 % im Vorjahr eine deutlich schwächere Zunahme um 2,3 % für 2022. In den USA dürfte die Bautätigkeit von staatlichen Infrastrukturprojekten und Konjunkturprogrammen profitieren. Vor diesem Hintergrund rechnet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2022 weiterhin mit einen starken Anstieg des Umsatzes und erwartet nun einen leichten Rückgang des Ergebnisses des laufenden Geschäftsbetriebs (im Konzernjahresausblick zum 31.12.2021 noch leichte Zunahme) im Vergleich zur starken Vorjahresentwicklung, jeweils vor Konsolidierungs- und Wechselkurseffekten. In der ganzheitlichen Betrachtung von Einzelrisiken sowie der Gesamtrisikoposition sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Die PHOENIX Pharma SE ist als europaweit tätiger Pharmagroßhändlerverschiedenen Risiken ausgesetzt. Grundsätzlich ist der Pharmamarkt weniger konjunkturabhängig als andere Wirtschaftszweige. Trotzdem kann es kurzfristig immer wieder zu regulatorischen Markteingriffen kommen. Gesundheitspolitische Entscheidungen können sich auf den Pharmamarkt mehr oder weniger stark auswirken. Diese Einflüsse werden seitens der PHOENIX Gruppe, je nach Region differenziert, beobachtet und durch da bestehende Risikomanagementsystem bewertet. Weiterhin besteht neben den allgemeinen wirtschaftlichen Risiken (Forderungsrisiken, finanzwirtschaftliche Risiken oder steuerlichen Risiken) auch rechtliche Risiken, die insbesondere durch die Tätigkeit in 26 Ländern sehr unterschiedlich wirken können. Angesichts der starken Marktposition besteht das Risiko, dass Wettbewerbsbehörden in bestimmten Fällen zu unserem Nachteil entscheiden. Im Rahmen des Handels mit pharmazeutischen Produkten sind in den verschiedenen Ländern bestimmte gesetzliche Regelungen zu beachten. Verstöße gegen diese Vorschriften können zu entsprechenden Sanktionsmaßnahmen seitens der Behörden führen. Hieraus ergeben sich aber auch Chancen für die PHOENIX. Die PHOENIX Gruppe ist in 26 Ländern in Europa aktiv. Diese breite geographische Diversifikation verringert den Einfluss gesundheitspolitischer Veränderungen in einzelnen Märkten auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns. Außerdem kann PHOENIX durch die breite geographische Abdeckung der pharmazeutischen Industrie europaweite Dienstleistungen anbieten. Chancen bieten sich darüber hinaus durch die Integration von Pharmagroß- und Apotheken Einzelhandel. Im letzten Konzerngeschäftsbericht (Stichtag 31.01.2022) kommt der Vorstand der PHOENIX Pharma SE zu folgender Gesamtbeurteilung: Insgesamt ist die PHOENIX Pharma SE in einem stabilen Markt tätig und hier aufgrund der Aktivitäten in den Bereichen Großhandel, Einzelhandel und Pre-Wholesale gut aufgestellt. So kann sie sich bietende Chancen nutzen, um die starke Marktstellung künftig auszubauen. Die Risiken und Chancen im Pharmahandel unterliegen im Zeitverlauf in der Regel keinen wesentlichen Veränderungen. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der PHOENIX gefährden könnten. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 (endet 31.01.2023) geht die PHOENIX davon aus, ihre Marktposition in Europa durch organisches Wachstum und Akquisitionen weiter auszubauen. Und so einen Anstieg der Umsatzerlöse leicht über dem Wachstum der europäischen Pharmamärkte zu erzielen. Sie gehen für das Geschäftsjahr von einem Ergebnis vor Steuern auf dem Niveau von 2021/2022 aus. Für die Finanzanlagen (nicht assoziierte Beteiligungen, Wertpapiere) rechnen wir nicht mit signifikanten Ergebniseinflüssen und sehen auch keine Risiken für den Konzern. Temporäre Auswirkungen sind durch internationale Entwicklungen an den Börsen allerdings niemals auszuschließen. Aufgrund der Art der pflichtgemäßen Einbeziehung in den Konzernabschluss wirken sich diese direkt im Konzernergebnis und im Konzerneigenkapital aus. Wegen der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung durch die Corona-Pandemie sind unterschiedlichste Szenarien möglich. Kurz- und mittelfristige Vorschauen und Szenarien in Bezug auf das Gesamtjahr 2022 und darüber hinaus erachten wir als unsicher. Künftige Entwicklungen auf Basis dieser Szenarien halten wir für kaum prognostizierbar. Die Vergabe von Darlehen erfolgt nahezu ausschließlich an nahestehende Unternehmen. Die Aktivitäten dieser Gesellschaften werden durch das gruppeninterne Monitoring ständig überprüft. Risikobehaftete Geschäfte werden nicht getätigt. Wir sehen hierin kein bestandsgefährdendes Risiko für den PH VV Konzern. Wir erwarten auf Basis uns vorliegender Erkenntnisse für das Konzerngeschäftsjahr 2022 aus diesem Bereich ein positives Ergebnis, welches leicht unter dem des Berichtsjahres liegt. Für den Bereich der Filmlizenzen gibt es nur sehr geringe Risiken. Für beide konsolidierten Filmgesellschaften wurde bereits im Vorjahr unter Ausnutzung des niedrigen Zinsniveaus eine Umschuldung von externer zu interner Finanzierung vorgenommen. Somit ist das bis dahin bestehende Währungsrisiko beseitigt. Die von den Gesellschaften erzielten Lizenzeinnahmen werden ein positives Ergebnis und einen positiven Cash-Flow erzielen. Für den Bereich der Dienstleistungserbringung führen wir folgendes aus: Mehrere Gesellschaften des PH VV Konzerns erbringen Dienstleistungen (Geschäftsbesorgung) für nahestehende Unternehmen und finanzieren diese zumindest teilweise. Die seit dem 31.12.2020 zum Konzern gehörende VEM Vermögensverwaltung GmbH ist seit 2011 Cash Pool-Führer aufgrund einer Cash Management-Vereinbarung, bei der Liquiditätsüberschüsse (Guthaben) einzelner Unternehmen gesammelt und an Gesellschaften mit Finanzierungsbedarf weitergegeben werden. Hier wird der Finanzstatus permanent überprüft und bei dauerhaftem Schuldensaldo Darlehensvereinbarungen getroffen. Von großem Vorteil ist die langjährig zusammengewachsene Mitarbeiterschaft in diesem Bereich, die umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse der Gruppe besitzt. Als Risiko ist auch hier bei einem weiteren Wachstum die Personalbeschaffung aufgrund unverändert auch hier herrschenden Fachkräftemangels (Steuern, Buchhaltung etc.) zu nennen. In diesem Bereich sehen wir ansonsten keine weiteren Risiken. Beurteilung der Gesamtrisiko- und -chancensituation durch die Unternehmensleitung Die Beurteilung der Gesamtrisikosituation des Konzerns ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokomplexe beziehungsweise Einzelrisiken. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Risiken insgesamt in etwa stabil geblieben. In der Summe sind der Geschäftsleitung keine Risiken bekannt, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2021 im September 2022 hat sich die Risikosituation unseres Konzerns nicht wesentlich verändert. Das Unternehmen verfügt über eine solide finanzielle Basis und die Liquiditätssituation ist komfortabel. Die Geschäftsleitung ist sich bewusst, dass die hier dargestellten Chancen und Risiken für die Geschäftstätigkeit auf gegenwärtigen Einschätzungen beruhen, die sich möglicherweise in der Zukunft als nicht richtig erweisen. Die beschriebenen Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, dass die PH Vermögensverwaltung die Chancen zur Weiterentwicklung des Unternehmens nutzen kann, ohne die Risiken dabei aus den Augen zu verlieren. Die PH Vermögensverwaltung sieht sich mit dem integrierten Produktportfolio seiner gewerblichen Beteiligungen, deren Positionen in Wachstumsmärkten und ihrer Kostenstruktur gut gerüstet, um sich eventuell realisierende Risiken zu bewältigen und von den sich bietenden Chancen zu profitieren. Insgesamt erwarten wir für alle in den Konzern 2021 einbezogenen Geschäftsbereiche für das Geschäftsjahr 2022 einen leicht steigenden Umsatz. Weiterhin erwarten wir ein leicht unter dem Vorjahr liegendes, positives Konzernergebnis für 2022. Nach unserer Auffassung und jetzigen Erkenntnissen ist die Fortführung der Gesellschaften des PH Vermögensverwaltung Konzerns nicht gefährdet.
Schönefeld, den 09. September 2022 Ludwig Merckle Dr. Susanne Frieß Konzernbilanz zum 31.12.2021AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernkapitalflussrechnug
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
Konzernanhang 2021Allgemeine Angaben Die Konzernobergesellschaft PH Vermögensverwaltung GmbH, Schönefeld (im folgendem auch als PH VV oder Gesellschaft bezeichnet) hat ihre Geschäftsanschrift in 12529 Schönefeld, Mittelstraße 5/5a und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Cottbus unter der Registernummer HRB 15665 CB. Der Konzernjahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt und geprüft. Die PH W stellt einen Konzern für den größten Konsolidierungskreis auf. Abgrenzung des Konsolidierungskreises Der Konzern umfasst folgende verbundene Unternehmen. In den Konzernabschluss werden 97 Gesellschaften (im Vorjahr: 94) einbezogen.
1 Befreiung § 264 Abs.3 Satz 4 HGB 2 Befreiung § 264 b HGB 81 Konzerngesellschaften sind entsprechend § 264 Abs. 3 Nr. 3 HGB bzw. § 264 b HGB von der Veröffentlichung des Jahresabschlusses befreit. Es haben alle Gesellschafter gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 1 HGB zugestimmt. Somit haben die Gesellschaften von den Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Die Gesellschaften verzichten auf die Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den Regelungen der §§ 264 ff. HGB. Sie verzichten weiterhin auf eine eigene Prüfung des Jahresabschlusses. Die PH Vermögensverwaltung GmbH, Schönefeld, wird ihren Konzernabschluss entsprechend den Regelungen des § 264 Abs. 3 Nr. 4 HGB bzw. § 264b Nr. 3 HGB in Verbindung mit § 325 HGB im Bundesanzeiger veröffentlichen.
Veränderungen im Konsolidierungskreis Im Konzerngeschäftsjahr 2021 gab es im Konsolidierungskreis im Vorjahresvergleich nur wenig Änderungen. Der Konsolidierungskreis hat sich um drei Gesellschaften im Stichtagsvergleich (97 / Vj. 94) erhöht. Den 5 Zugängen (Vj. 62) stehen 2 Abgänge (Vj. 3) gegenüber. Zugänge: Die Gesellschaften BLH GmbH (Nr. 5) und KLB Kötitzer Beteiligungen GmbH (Nr. 37) sind im Berichtszeitraum neu gegründet worden. Die UBH Immopact Holding GmbH (Nr. 77), Immopact MRL GmbH (Nr. 19) und Kötitzer Holding GmbH (Nr. 38) wurden erworben. Abgänge: Die bis zum Vorjahr zum Konsolidierungskreis gehörende LaDar 3 GmbH wurde im Berichtszeitraum veräußert. Weiterhin wird die im Vorjahr vollkonsolidierte PIB Verwaltung GmbH, bei welcher es im Rahmen von internen Umstrukturierungen zu einem Absenken der Beteiligungsquote unter 50 % kam, in diesem Jahr als assoziierte Beteiligung ausgewiesen. Die Veränderungen im Konsolidierungskreis führten am Bilanzstichtag im Vorjahresvergleich zu keinen signifikanten Veränderungen. Eine Vorjahresvergleichbarkeit ist nahezu uneingeschränkt gegeben. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass im Vorjahr 56 Gesellschaften am 31.12.2020 dem Konsolidierungskreis PH Vermögensverwaltung zugegangen sind. Diese nehmen mit ihren Erträgen und Aufwendungen erstmals an der Gewinn- und Verlustrechnung der Berichtsperiode 2021 teil. Somit ist eine Vergleichbarkeit der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen hierdurch nur eingeschränkt möglich. Die nachfolgende Übersicht stellt zur besseren Vorjahresvergleichbarkeit diese erstmaligen Effekte in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2021 dar:
Konsolidierungsgrundsätze Allgemein Die im Konzernabschluss der PH Vermögensverwaltung GmbH des Vorjahres angewandten Konsolidierungsgrundsätze sind beibehalten worden. Die Abschlüsse aller konsolidierten Gesellschaften wurden in Euro aufgestellt bzw. in Euro umgerechnet. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich in Anwendung der §§ 297 ff. HGB i. V. m. §§ 252 ff. HGB bewertet. Abschlussstichtage (§ 299 HGB) Die PPH Beteiligungen GmbH, die LuMe Vermögensverwaltung GmbH und die Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft nebst ihrer neun Tochtergesellschaften haben als Abschlussstichtag den 30.09.2021. Für die PPH Beteiligungen GmbH und LuMe Vermögensverwaltung GmbH wurde für Konsolidierungszwecke ein freiwilliger Zwischenabschluss auf den 31.12.2021 erstellt, welcher dem Konzerngeschäftsjahr entspricht. Zwischenzeitlich wurde das Geschäftsjahr der PPH Beteiligungen GmbH auf den 31.12. eines jeden Kalenderjahres umgestellt. Somit entspricht, nach der Einführung eines Rumpfgeschäftsjahres vom 01.10.2021 bis 31.12.2021, das Geschäftsjahr der Gesellschaft dem Konzerngeschäftsjahr der PH Vermögensverwaltung GmbH. Für die Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft, welche mit ihren neun Tochtergesellschaften einen eigenen Teilkonzern bildet, wurde ein freiwilliger Konzernabschluss auf den 30.09.2021 erstellt, geprüft und testiert. Die Einbeziehung der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft in den Konzern der PH Vermögensverwaltung GmbH erfolgt in Anwendung des § 299 Abs. 2 HGB zum 30.09.2021. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde der Zeitraum vom 01.10.2020 bis 30.09.2021 berücksichtigt. Diese Vorgehensweise entspricht den Vorjahren. Für alle anderen in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen entspricht der Stichtag der Einzelabschlüsse jeweils dem Stichtag des Konzernabschlusses. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der bis 2009 einbezogenen Gesellschaften erfolgte nach der Buchwertmethode. Die in der Vergangenheit entstandenen Unterschiedsbeträge wurden teilweise abgeschrieben bzw. ertragswirksam aufgelöst und teilweise gemäß § 309 Abs.1 HGB mit Gewinnrücklagen verrechnet. Seit 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen wird. Bei der Kapitalkonsolidierung sich ergebende aktivische Unterschiedsbeträge werden den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugerechnet, als deren Zeitwert vom Buchwert abweicht. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Auf- oder Abstockungen von Anteilen an Tochterunternehmen, ohne Statusänderung des Tochterunternehmens, werden im Konzernabschluss als Kapitalvorgang abgebildet. Bei einer Aufstockung werden die Vermögensgegenstände und Schulden nicht neu bewertet. Sofern sich ein Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung der Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt ergibt, wird dieser erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet. Bei einer Abstockung wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis der Anteile und dem hierauf entfallenden Anteil des Eigenkapitals zum Veräußerungszeitpunkt der Anteile erfolgsneutral in das Konzerneigenkapital eingestellt. Assoziierung
* die laufende Nr. entspricht der Nummerierung
der Konsolidierungskreisaufstellung
Die Anzahl der assoziierten Unternehmen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von drei auf vier erhöht. Die Einbeziehung der PHOENIX Pharma SE, Mannheim, wird auf der Basis des nach IFRS aufgestellten Konzernabschlusses der Gesellschaft einbezogen. Eine Anpassung der Bewertungsmethoden des assoziierten Unternehmens an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden erfolgt gem. § 312 Abs. 5 Satz 2 HGB nicht. Die PHOENIX Pharma SE selbst hat als Abschlussstichtag den 31.01. des Kalenderjahres. Deshalb setzt die Assoziierung für den PH VV Konzern auf der Quartalsberichterstattung zum 31.10. (Q3) auf. Für Einbeziehungszwecke wird die Eigenkapitalentwicklung in einer Nebenrechnung auf einen Zeitraum vom 01.11. - 31.10. (zwölf Monate) übergeleitet. Aus der Aufrechnung zwischen den Anschaffungskosten und dem korrespondierenden Eigenkapital ergab sich im Rahmen der Erstassoziierung ein passiver Unterschiedsbetrag (welcher dem Unterschiedsbetrag 1 betragsmäßig entspricht) von 757,1 Mio. Euro. Zum 31.12.2021 ergibt sich ein fortgeschriebener passiver Unterschiedsbetrag von 399,9 Mio. Euro. Die Einbeziehungsquote der Pharma Beteiligungsgesellschaft mbH, Schönefeld, hat sich von 49,0 % auf 24,5 % halbiert. Es gibt keine Unterschiedsbeträge. Die Spohn Cement Beteiligungen GmbH hält am Bilanzstichtag 26,73 % an der HeidelbergCement AG. Die Erstassoziierung erfolgt zum 31.12.2020. Das assoziierte Eigenkapital basiert auf dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss von Heidelberg Cement AG. Eine Anpassung der Bewertungsmethoden des assoziierten Unternehmens an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden erfolgt gem. § 312 Abs. 5 Satz 2 HGB nicht. Aus der Aufrechnung zwischen den Anschaffungskosten und dem korrespondierenden Eigenkapital ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag (welcher dem Unterschiedsbetrag 1 betragsmäßig entspricht) von 556,8 Mio. Euro. Zum 31.12.2021 ergibt sich ein fortgeschriebener passiver Unterschiedsbetrag von 537,2 Mio. Euro. Die bis zum 31.03.2021 voll konsolidierte PIB Verwaltung GmbH wird seit 01.04.2021, nach Beteiligungsabsenkung unter 50 %, assoziiert. Es gibt keine Unterschiedsbeträge. Sonstige Beteiligungen An der GbR Zielstattstraße, Schönefeld, werden 46,00 % gehalten. Da die Gesellschaft für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung ist, wird sie nicht assoziiert (§ 311 Abs. 2 HGB). Der Konzern hält an weiteren acht Gesellschaften Anteile, deren Beteiligungsquote unter 20 % liegt. Nicht beherrschende Anteile Die nicht beherrschenden Anteile bemessen sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Zwischengewinneliminierung Die im Vorratsbestand aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen entstandenen Zwischenergebnisse werden erfolgswirksam eliminiert. Im Konzern sind in Vorjahren Zwischengewinne für zwischen den Konzernunternehmen veräußerten Gegenständen des Sachanlagevermögens (Grundstücke, Gebäude und Betriebsausstattung) entstanden. Hier wurden die Buchgewinne und Buchverluste unter Abzug der Abschreibungen auf die verkauften Gegenstände und der Fortführung der ursprünglichen Abschreibung auf die historischen Anschaffungskosten bereinigt. Am Stichtag beträgt der eliminierte Zwischengewinn innerhalb der Sachanlagen (abzüglich latenter Steuern) 7,3 Mio. Euro. In der Konzern- Gewinn- und Verlustverrechnung des Berichtszeitraums sind aus Folgekonsolidierungen saldiert 0,2 Mio. Euro Aufwendungen enthalten. Auf die Eliminierung sonstiger unwesentlicher Zwischengewinne wurde, wie in den Vorjahren, wegen Geringfügigkeit verzichtet. Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie Schuldenkonsolidierung Es wurden konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften eliminiert. In der Schuldenkonsolidierung kommt es zu einer Ausnahme. Aufgrund des zeitlichen Unterschieds aus der Einbeziehung der LuMe Vermögensverwaltung GmbH und anderer Konzerngesellschaften (31.12.) und der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft (30.09.) kommt es zu einem Aufrechnungsunterschied von Darlehen zur Unternehmensfinanzierung (3,1 Mio. Euro; i.Vj: 12,8 Mio. Euro). Die finanziellen Mittel werden zur Gruppenfinanzierung der Kässbohrer-Gesellschaften eingesetzt. Der Betrag wird als Forderung an verbundene Unternehmen ausgewiesen, da er für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung ist. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die im Vorjahreskonzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind beibehalten worden. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt, bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten. Die Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Rahmen der Konzernvorschriften (§§ 290 bis 314 HGB) erweitert. Abweichend zum Vorjahr erfolgten im Berichtsjahr Ausweisänderungen im Konzerneigenkapital. Erfolgsneutral erfasste Effekte des Konzerneigenkapitals (zuvor erfasst im Konzernbilanzgewinn) werden gemäß DRS 22 in den Konzerngewinnrücklagen ausgewiesen, sofern sie nicht Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung darstellen. Weiterhin erfolgte eine Ausweisänderung, betreffend erfolgsneutraler Konsolidierungseffekte aus Vorjahren, von der Kapitalrücklage in die Konzerngewinnrücklage. Für eine sachgerechte und vergleichbare Darstellung wurde entsprechend der Ausweis des Vorjahres um die zuvor beschriebenen Sachverhalte angepasst. Weiterhin erfolgten entsprechende Anpassungen im Konzerneigenkapitalspiegel. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Die assoziierten Unternehmen werden nach der Equitymethode gemäß § 312 HGB bewertet. Das übrige Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Stichtag bewertet. Soweit erforderlich, wurden Zuschreibungen aus Wertaufholungen gemäß § 253 (5) HGB vorgenommen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach der gleitenden Durchschnittspreismethode ermittelt. In einzelnen Fällen von geringer Bedeutung kommen Festwerte zum Ansatz. Wertabschläge für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer und Überbestand sowie verminderter technischer Verwertbarkeit werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt, die neben den direkten Material- und Fertigungskosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten enthalten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Vertriebskosten werden in die Herstellungskosten nicht mit einbezogen. Wertabschläge für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer und Überbestand sowie verminderter technischer Verwertbarkeit werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Handelswaren und Gebrauchtfahrzeuge werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren voraussichtlichen Verkaufserlös unter Berücksichtigung der noch anfallenden Kosten bewertet. Die Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuern ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen werden von den Vorräten offen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nominalbeträgen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt; für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Längerfristige unverzinsliche Forderungen werden zum Barwert bewertet. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben, die vor dem Abschlussstichtag angefallen sind und Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, ausgewiesen. Die Rückstellungen sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken. Die Pensionsrückstellungen sind unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet. Den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Heubeck ermittelten Rückstellungen liegen im Berichtsjahr die folgenden Bewertungsparameter zugrunde: Abzinsungsfaktor (zum jeweiligen Bilanzstichtag) 1,97 % (30.09.21) / 1,87 % (31.12.21) (i.Vj: 2,42 % / 2,30 %), Gehaltstrend 1,75 % (i.Vj: 1,75 %), Rententrend zwischen 1,0 % bis 1,75 % (i.Vj: 1,75 %) und Fluktuationsrate 0 % (i.Vj: 0 %). Der Abzinsungsfaktor entspricht danach dem von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Sich ergebende Zinseffekte aus Änderungen des genutzten Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Zinsanteil aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen wird unter dem Posten Zinsaufwand ausgewiesen. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten bzw. den beizulegenden Zeitwerten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Sofern Deckungsvermögen vorliegt, erfolgt eine Verrechnung mit den Pensionsrückstellungen nach § 246 Abs. 2 HGB. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf der Passivseite werden als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für steuerliche Verlust- und Zinsvorträge sowie Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden gemäß § 306 HGB berücksichtigt. Zur Ermittlung der latenten Steuern werden die unternehmensindividuellen Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig sind, zu dem sich die temporären Differenzen erwartungsgemäß abbauen werden. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt saldiert, Posten nach § 306 HGB werden mit denen nach § 274 HGB zusammengefasst. Eine sich insgesamt nach Verrechnung ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird die Veränderung der latenten Steuern unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen. Grundsätze der Währungsumrechnung In den Einzelabschlüssen werden kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag unter Beachtung der historischen Anschaffungskosten als Wertobergrenze bewertet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Höchstwertprinzips bewertet. Die Währungsumrechnung im Konzern erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Die Umrechnung der Bilanzposten der in Fremdwährung valutierten Einzelabschlüsse in Euro erfolgt - mit Ausnahme des Eigenkapitals - mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Tochtergesellschaften werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in Euro umgerechnet. Die aus der Umrechnung resultierende Währungsdifferenz wird erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt. Erläuterungen zur Konzernbilanz Aktiva Anlagevermögen Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist aus der Darstellung im Konzernanlagegitter in der zum Anhang ersichtlich. Immaterielle Vermögensgegenstände In der Position entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden im Wesentlichen Software und Markenrechte ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über einen Zeitraum von 3 bis 15 Jahren. Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung, soweit diese nicht auf stille Reserven zugeordnet werden konnten. Zum 31.12.2021 sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 264,7 Mio. Euro (i.Vj.: 298,2 Mio. Euro) bilanziert. Die Veränderung zum Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von 33,5 Mio. Euro. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer ergibt sich aus langfristigen Kundenbeziehungen, der Erwartung, den Kaufpreis innerhalb eines strategischen Zeitraums in ökonomischen Nutzen zu überführen sowie einer stabilen Struktur der Mitarbeiter, die für den Unternehmenserfolg verantwortlich sind. Sachanlagen Als Sachanlagen werden neben Bauten auf eigenen Grundstücken und unbebauten Grundstücken im Wesentlichen Maschinen und Ausrüstungen, Betriebseinrichtungen, Büromaschinen sowie Fahrzeuge ausgewiesen. Die Abschreibungen betragen je nach Nutzungsdauer 25 bis 50 Jahre für Gebäude und bauliche Anlagen sowie zwischen 3 und 10 Jahren für bewegliche Anlagegüter. Assoziierte Beteiligungen Als assoziierte Unternehmen werden die Beteiligungen an insgesamt vier (i.Vj: drei) Unternehmen ausgewiesen. Der Buchwert hat sich um 685,8 Mio. Euro erhöht. Größter Einzelposten stellt die Beteiligung an HeidelbergCement AG dar. Sonstige Beteiligungen Unter den Beteiligungen werden die Buchwerte für insgesamt neun (i.Vj: acht) Unternehmen ausgewiesen. Im Berichtszeitraum gab es zwei Zugänge und einen Abgang. Wertpapiere des Anlagevermögens Das Wertpapiervermögen besteht aus Fondsanteilen und Aktien. Aufgrund gestiegener bzw. gefallener Kurswerte erfolgten Zuschreibungen von 15 Tsd. Euro bzw. Abschreibungen von 6,2 Tsd. Euro. Umlaufvermögen Vorräte Das Vorratsvermögen betrifft neben Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Unfertigen Erzeugnissen die Bestände an Fertigen Erzeugnissen und Waren sowie geleistete und erhaltene Anzahlungen. Es wird nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei eingeschränkter Verwertbarkeit werden Abschläge in ausreichendem Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Berücksichtigung von Ausfall- und Zinsrisiken um entsprechende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gekürzt ausgewiesen. Fremdwährungsforderungen werden zum niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Als Forderung gegen verbundene Unternehmen werden (3,1 Mio. Euro; i.Vj: 12,8 Mio. Euro) Forderungen an Gesellschaften der Kässbohrer Geländefahrzeug AG ausgewiesen. Wie bereits unter den Konsolidierungsgrundsätzen innerhalb dieses Konzernanhangs angegeben, resultieren die Forderungen aus einer stichtagsbedingten Aufrechnungsdifferenz aus der Schuldenkonsolidierung aufgrund des abweichenden Abschlussstichtags der Teilkonzerns Kässbohrer AG (30.09.2021). Der unter Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesene Wert betrifft zum Bilanzstichtag kurzfristige Darlehen. Sie bestehen überwiegend, wie im Vorjahr, gegenüber assoziierten Unternehmen. Unter der Position sonstige Vermögensgegenstände werden insbesondere Darlehen an nahestehende Unternehmen sowie Steuererstattungsansprüche ausgewiesen. Weiterhin werden hier langfristige Forderungen auf Filmlizenzen ausgewiesen. Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 2.656Tsd. Euro (i.Vj: 3.629 Tsd. Euro) und unter den Sonstigen Vermögensgegenständen haben 187,1 Mio. Euro (i.Vj: 190,3 Mio. Euro) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel betreffen Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten werden Aufwendungen abgegrenzt, die Zeiträumen nach dem Stichtag zuzurechnen sind. In diesem Posten sind auch Disagien in Höhe von 5 Tsd. Euro (i.Vj: 6 Tsd. Euro) ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt planmäßig. Passiva Eigenkapital Zur Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Darstellung im Konzerneigenkapitalspiegel. Als Gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital der Konzernobergesellschaft ausgewiesen. Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert 53.657 Euro. Die bilanzierte Kapitalrücklage wurde nach den Regelungen des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gebildet. Im Berichtszeitraum erfolgte eine Entnahme in Höhe von 5,9 Mio. Euro zum Ausgleich des Bilanzverlustes in der Konzernobergesellschaft. Die Konzerngewinnrücklage resultiert aus erfolgsneutralen Veränderungen auf Konzernebene. Die Erhöhung (saldiert 71,4 Mio. Euro) im Konzerngeschäftsjahr betreffen ergebnisneutrale Assoziierungen in Höhe von 96,5 Mio. Euro und Effekte aus Quotenänderungen von konsolidierten Unternehmen in Höhe von -25,1 Mio. Euro. Der Konzernbilanzgewinn berücksichtigt den Konzerngewinnvortrag von 322,8 Mio. Euro, den Konzernjahresüberschuss des Geschäftsjahres (542,5 Mio. Euro) abzüglich des Anteils der konzernfremden Gesellschafter am Konzerngewinn (274,7 Mio. Euro). Weiterhin wurden 5,9 Mio. Euro aus der Kapitalrücklage zugunsten des Bilanzgewinns entnommen. Die Nicht beherrschenden Anteile betreffen den Anteil konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital. Diese haben sich um 499,2 Mio. Euro erhöht. Grund hierfür sind u.a. Quotenänderungen mehrerer Konzerngesellschaften, das anteilige Ergebnis von 274,7 Mio. Euro und ein Anteil an ergebnisneutralen Zugänge aus Assoziierung in Höhe von 127,3 Mio. Euro. Rückstellungen Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr von 1.592 Tsd. Euro. Zum 31.12.2021 ergibt sich ein Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen von 19.798 Tsd. Euro. Dieser wurde wurden mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Zum 31. Dezember 2021 betrugen die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens 102 Tsd. Euro. Nach Verrechnung ergeben sich zum Bilanzstichtag bilanzierte Pensionsrückstellungen von 19.696 Tsd. Euro. Weiterhin wurden die auf das Deckungsvermögen entfallenden Zinserträge (3 Tsd. Euro) mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Diese beinhalten auch die voraussichtlichen Steuern auf das Ergebnis des Geschäftsjahres. Sonstige Rückstellungen wurden für Personalkosten, Retouren und Gewährleistungen, Rechnungsnachlauf und andere zu berücksichtigende Wagnisse gebildet. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: Die unter der Position Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Darlehensverbindlichkeiten betreffen langfristige Kredite und kurzfristige Kontokorrentkredite. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in Höhe von 36,5 Mio. Euro (i.Vj. 66,1 Mio. Euro) Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr ausgewiesen. Weiterhin haben 30,6 Mio. Euro (i.Vj. 29,5 Mio. Euro) der Verbindlichkeiten eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Von den Bankverbindlichkeiten sind 11,4 Mio. Euro durch Anlagevermögen besichert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: Es werden offene Liefer- und Leistungsverpflichtungen passiviert. Die Laufzeit beträgt mit 21,9 Mio. Euro (i.Vj: 22,4 Mio. Euro) weniger als ein Jahr. Ein Teil der Sicherheits- und Gewährleistungseinbehalte in Höhe von 0,2 Mio. Euro (i.Vj. 0,2 Mio. Euro) haben eine Laufzeit von einem bis zu fünf Jahren. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: Der Ausweis betrifft Darlehen und Cash-Pool Verbindlichkeiten. Die Laufzeit beträgt weniger als ein Jahr. Sonstige Verbindlichkeiten: Als sonstige Verbindlichkeiten werden hauptsächlich Darlehen, Kreditorische Debitoren, Mitarbeiterverbindlichkeiten sowie noch abzuführende Steuern (4,4 Mio. Euro; i.Vj. 5,1 Mio. Euro) und Sozialabgaben (0,5 Mio. Euro; i.Vj. 0,5 Mio. Euro) ausgewiesen. Von Sonstigen Verbindlichkeiten haben 18,1 Mio. Euro (i.Vj. 280,8 Mio. Euro) eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die restlichen Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,9 Mio. Euro haben eine Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren. Weiterhin werden hier Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von 7,0 Mio. Euro (i.Vj: 27,4 Mio. Euro) ausgewiesen. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind abgegrenzte Mietzahlungen und sonstige Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Erträge für den Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen. Latente Steuern Die Latenten Steuern betreffen im Wesentlichen Unterschiedsbeträge aus Handels- und Steuerbilanz, Zinsvorträge sowie nutzbare steuerliche Verlustvorträge und Konsolidierungen. Vom Wahlrecht der Saldierung von aktiven und passiven Latenten Steuern ist Gebrauch gemacht worden. Die Latenten Steuern in Höhe von 9,7 Mio. Euro (i.Vj: 9,0 Mio. Euro) betreffen im Wesentlichen Unterschiedsbeträge aus Handels- und Steuerbilanz (1,7 Mio. Euro Passiva), nutzbare Verlustvorträge (39,5 Mio. Euro Aktiva) sowie aus Konsolidierungen (47,5 Mio. Euro Passiva). Die passiven latenten Steuern haben sich im Berichtszeitraum um 0,6 Mio. Euro erhöht. Die Unterschiede Handels- und Steuerbilanz betreffen insbesondere steuerlich nicht abzugsfähige Abwertungen im Anlagevermögen, Vorräten und Forderungen/ Sonstigen Vermögensgegenständen sowie Rückstellungen. Die latenten Steuern auf Konsolidierungen sind entsprechend § 306 HGB gebildet. Die angewandten Steuersätze richten sich nach dem jeweiligen Sitz der Gesellschaft. Im Inland variiert dies nach dem jeweiligen Hebesatz in der Gewerbeertragsteuer. Die angewandten effektiven Steuersätze liegen zwischen 24 % und 33 %. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Außenumsatzerlöse nach Eliminierung der Innenumsätze betragen insgesamt 457,4 Mio. Euro.
Der Einfluss der Konsolidierungskreiserweiterungen 2020 auf die Umsatzerlöse betrifft nahezu ausschließlich Software, Mieten und Dienstleistungen. Diese Umsätze wurden zu 98 % im Inland erlöst. Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen verringerten sich um -17,9 Mio. Euro (i.Vj. 0,7 Mio. Euro Erhöhung). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus periodenfremden Erträgen (aus der Veräußerung von Sach- und Finanzanlagen, der Zuschreibung auf Sach- und Finanzanlagen, der Auflösung von Sonstigen Rückstellungen, der Herabsetzung von Wertberichtigungen im Umlaufvermögen, u.ä.) in Höhe von 12,2 Mio. Euro (i.Vj. 10,1 Mio. Euro). Weitere 5,5 Mio. Euro (i.Vj. 2,4 Mio. Euro) betreffen Erträge aus Währungsumrechnungen. Materialaufwand Der Materialaufwand betrifft den Einsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, bezogene Waren sowie bezogene Leistungen. Personalaufwand Die Personalaufwendungen enthalten Löhne, Gehälter, Prämien und Tantiemen und Sozialabgaben. Die Aufwendungen für die Altersversorgung betragen insgesamt 1,5 Mio. Euro (i.Vj. 1,3 Mio. Euro). Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beinhalten planmäßige Abschreibungen auf Software, Geschäfts- und Firmenwerte sowie Sachanlagen. Der in den Abschreibungen enthaltene Wert für Geschäfts- oder Firmenwerte beläuft sich auf 33,5 Mio. Euro (i.Vj. 19,0 Mio. Euro). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen auf Werbung und Vertrieb, auf Verwaltungsaufwendungen, auf Betriebsaufwendungen, auf Garantieaufwendungen sowie auf Mieten und Leasing. Außerdem werden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 5,0 Mio. Euro (i.Vj. 6,7 Mio. Euro) ausgewiesen. Weiterhin sind hier periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 0,1 Mio. Euro (i.Vj. 1,7 Mio. Euro) erfasst. Erträge aus assoziierten Beteiligungen Hier ausgewiesen werden jeweils das anteilige Jahresergebnis 2021 und die zeitanteiligen Beträge aus planmäßiger Auflösung von passivischen Unterschiedsbeträgen. Finanzergebnis
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen eine Ausschüttung und Gewinnanteile einer Personengesellschaft. Die Erträge aus anderen Wertpapieren (24 Tsd. Euro) betreffen hauptsächlich Dividenden und Zinserträge für festverzinsliche Wertpapiere. Die Zinserträge konnten im Wesentlichen durch die Vergabe von Darlehen erzielt werden. Auf Beteiligungen (Beteiligungsquote kleiner 20 %) sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,6 Mio. Euro vorgenommen worden. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Bankkontokorrente, Bankkredite sowie sonstige Darlehen und Zinsen auf Steuernachzahlungen. Hierin enthalten sind weiterhin Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Forderungen und aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 1,4 Mio. Euro (i.Vj. 71 Tsd. Euro). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Unter der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden insbesondere Aufwendungen für die voraussichtliche Steuerbelastung des Berichtsjahres sowie abgegrenzte Nachzahlungen/Erstattungen für Vorjahre (netto 29,3 Mio. Euro Aufwand; i.Vj. 3,2 Mio. Euro Ertrag) ausgewiesen. Weiterhin sind hier latente Steuern in Höhe von 0,7 Mio. Euro aufwandswirksam (i.Vj. 33,6 Mio. Euro ertragswirksam) erfasst. Sonstige Steuern Die Sonstigen Steuern betreffen überwiegend Grundsteuer und Kfz-Steuer. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wird für das Berichtsjahr 2021 nach den Vorschriften des DRS 21 erstellt. Für eine sachgerechte und vergleichbare Darstellung zum Vorjahr wurden entsprechend die Vergleichsangaben nach den Vorschriften des DRS 21 angepasst. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom Konzern-Jahresüberschuss einschließlich nicht beherrschender Anteile am Gewinn indirekt abgeleitet (indirekte Methode). Im Rahmen der indirekten Ermittlung wird der Konzern-Jahresüberschuss einschließlich nicht beherrschender Anteile am Gewinn um wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge angepasst. Die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten, die im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit stehen, werden um Effekte aus der Konsolidierungskreisänderung, bedeutende zahlungsunwirksame sowie Geschäftsvorfälle von außergewöhnlicher Bedeutung bereinigt. Vor diesem Hintergrund ist es nur bedingt möglich, die Veränderungen der entsprechenden bilanziellen Posten mit den Werten aus dem veröffentlichten Konzernabschluss abzustimmen. Der Cashflow aus der Finanzierungs- und Investitionstätigkeit wird nach der direkten Methode (zahlungsbezogen) ermittelt. Der Finanzmittelfonds umfasst am Bilanzstichtag alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel, d.h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 25,9 Mio. Euro (Vorjahr 67,8 Mio. Euro) mit einer Laufzeit ab Erwerbszeitpunkt von nicht mehr als drei Monaten. Erklärung nach § 299 Abs. 3 HGB zum Geschäftsverlauf der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft nach dem 30.09.2021 bis zum Abschlussstichtag des Konzernabschlusses der PH Vermögensverwaltung GmbH (31.12.2021) Die Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft bildet mit ihren neun Tochtergesellschaften einen eigenen Teilkonzern. Abschlussstichtag aller zehn Gesellschaften ist der 30.09.2021. Sie stellt einen eigenen Konzernabschluss auf und macht von der Befreiungsmöglichkeit des § 291 HGB Gebrauch. Für die Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft wurde zum Zwecke der Einbeziehung ein freiwilliger Konzernabschluss auf den 30.09.2021 erstellt und geprüft. Die Einbeziehung der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft in den Konzern der PH Vermögensverwaltung GmbH erfolgt in Anwendung des § 299 Abs. 2 HGB zum 30.09.2021. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde der Zeitraum vom 01.10.2020 bis 30.09.2021 berücksichtigt. Zwischen dem Abschlussstichtag der Kässbohrer Geländefahrzeug Aktiengesellschaft (30.09.2021) und dem Abschlussstichtag des PH VV Konzerns (31.12.2021) sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten, die in der Konzernbilanz oder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu berücksichtigen oder im Konzernanhang anzugeben wären. Weiterhin verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht. Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 1.141 Angestellte (Vorjahr: 344) und 345 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 407) beschäftigt. In der Vorjahresangabe nicht enthalten sind die Mitarbeiter der am 31.12.2020 zugegangen Gesellschaften. Diese Gesellschaften beschäftigten im Vorjahr durchschnittlich 722 überwiegend Angestellte. Geschäftsführer Dr. Susanne Frieß, Schönefeld (Rechtsanwältin) Ludwig Merckle, Ulm (Unternehmer) Die Angabe zu den Organbezügen wurde unter Bezugnahme auf § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten aus Anzahlungs-, Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien in Höhe von 5,9 Mio. Euro (Vorjahr 5,2 Mio. Euro). Von einer Inanspruchnahme wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt aufgrund laufender Einhaltungsüberwachung nicht ausgegangen. Weitere Haftungsverhältnisse bestehen nicht. Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB Die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, Bestellobligo u.ä. betragen insgesamt 61,3 Mio. Euro (Vorjahr 33,5 Mio. Euro). Hiervon entfallen:
Weitere nennenswerte sonstige Verpflichtungen bestehen nicht. Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft (hier Teilkonzern Kässbohrer Stichtag 30.09.2021) setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung gegen die Wechselkursentwicklung des US-Dollars ein. Es bestehen zum Bilanzstichtag 5 Devisentermingeschäfte über den Verkauf von US-Dollar mit einer Laufzeit bis längstens März 2022, die ein Gesamtvolumen von insgesamt 22,0 Mio. USD haben. Der beizulegende Wert zum 30.09.2021 beträgt -0,6 Mio. Euro, wofür entsprechend eine Rückstellung für Drohverluste passiviert wurde. Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB Das für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses beträgt 150 Tsd. Euro. Gewinnverwendung des Mutterunternehmens Der Jahresfehlbetrag von 333 Tsd. Euro wird zusammen mit dem Verlustvortrag 5.544 Tsd. Euro (Summe 5.877 Tsd. Euro) aus der Kapitalrücklage entnommen. Der Bilanzverlust beträgt somit 0 Euro. Konzernzugehörigkeit (§ 313 Abs. 2 Nr. 7 und 8 HGB) Die PH Vermögensverwaltung GmbH, Schönefeld (Registergericht Cottbus HRB 15665 CB), stellt mit ihren 96 (Abschlussstichtag) unmittelbaren bzw. mittelbaren Tochtergesellschaften den Konzernabschluss für den größten Kreis auf. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Nachtragsbericht (§ 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB) Im ersten Halbjahr 2022 wurden Anteile an zwei Gesellschaften erworben. Dies führt zum Abfluss liquider Mittel in Höhe eines Millionenbetrags im mittleren zweistelligen Bereich. Zur Finanzierung von geplanten Immobilienprojekten erfolgte nach Konzernabschlussstichtag der Abschluss eines Kreditvertrages. Die Teil-Inanspruchnahme des zur Verfügung gestellten Kreditrahmens ist für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe eines Millionenbetrages im unteren zweistelligen Bereich geplant. Nach dem Abschluss des Konzerngeschäftsjahres 2021 und bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergaben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Schönefeld, den 09. September 2022 Ludwig Merckle Dr. Susanne Frieß Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2021(alle Werte in Tsd. Euro)
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PH Vermögensverwaltung GmbH, Schönefeld: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der PH Vermögensverwaltung GmbH, Schönefeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PH Vermögensverwaltung GmbH, Schönefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 14. September 2022 MÖHRLE
HAPP LUTHER GmbH
Conrad Marcus, Wirtschaftsprüfer Jana Wegner, Wirtschaftsprüferin |
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