MNJ Capital GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lucas Jacobi seit 29.4.2024 | Geschäftsführer |
Michael Lammers seit 13.5.2019 | Prokura |
Günther Bernd Reese seit 23.4.2018 | Geschäftsführer |
Max Nikolaus Jacobi seit 21.11.2017 | Geschäftsführer |
Helmut Jacobi seit 25.4.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
Wohnen in Northeim GmbHAufgelöst | 0.02% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Jacobi Tonwerke GmbHBilshausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Jacobi Tonwerke GmbH1. Einleitung Die Jacobi Tonwerke GmbH ist ein in sechster Generation geführtes Familienunternehmen und gehört zu den stärksten Mittelständlern der Dachziegelbranche. Mit 20 Dachziegelmodellen in über 25 verschiedenen Farbnuancen bietet die Jacobi Tonwerke GmbH den Architekten, den Dachdeckern, den Zimmerern und dem Baustoff-Fachhandel eine große Dachziegelauswahl an. Als Vollsortimenter gehören alle Detaillösungen vom First bis zur Traufe dazu. Seit dem 1. Juli 2005 gehört auch die WALTHER DACHZIEGEL GMBH zur Jacobi Firmengruppe. Mit rund 400 Mitarbeitern, zwei Produktionsstandorten und einem Marktanteil von etwa 8 % gehört die Jacobi-Firmengruppe zu den führenden Mittelständlern der Branche. 1.1. Unternehmensentwicklung Unsere Wurzeln ragen bis in das Jahr 1860 zurück. Am 01. März 1860 erwarb Joseph Jacobi die ehemalige Ratsziegelei in Duderstadt. Über die Jahre folgte eine bewegte Firmengeschichte mit vielen Höhen und Tiefen. In den 1990er Jahren konnte die fünfte Generation die neuen Absatzmärkte in Ostdeutschland nutzen und den Umsatz kontinuierlich ausbauen. Im Jahr 2005 übernahm Jacobi Tonwerke das mittelständische Familienunternehmen Walther Dachziegel. In dem sich anschließenden Integrationsprozess verbindet der "gute Ton" Jacobi und Walther bis heute. Kontinuierlich fortwährende Investitionen in den Maschinen- und Anlagenpark formten so einen modernen Dachziegelhersteller. Heutzutage befinden sich unsere Produktionsstandorte im südniedersächsischen Bilshausen und in Langenzenn in der Nähe von Nürnberg. Durch diese geografisch vorteilhafte Lage kann die Jacobi Tonwerke GmbH ihren Kunden in ganz Deutschland ein marktfähiges Produkt anbieten. 1.2. Zukunftssicherheit Die letzten Jahre waren durch einen hohen Wettbewerbsdruck gekennzeichnet und erforderten einige Veränderungsprozesse im Unternehmen. Diese konnten zusammen mit dem Generationenwechsel erfolgreich gestaltet werden und lassen die Unternehmerfamilie beruhigt in die Zukunft blicken. Schon heute entwickelt das Management Strategien, wie der nächste anstehende Transformationsprozess rund um die Dekarbonisierung gestaltet werden kann. Uns ist heute klar, dass weitere signifikante Investitionen in der Zukunft erforderlich sein werden, um den Ausstoß von CO 2 zu vermeiden. Alle Maßnahmen und Ausrichtungen folgen stets der Vision "Jacobi 200 Jahre." Hiernach ordnet sich alles unter, um die Jacobi Gruppe für die Zukunft fit halten zu können. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung Im Jahreswirtschaftsbericht 2023 formulierte die Bundesregierung für das Jahr 2023 in ihrer Prognose noch eine leichte Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2%. Im Jahreswirtschaftsbericht 2023 wird im Weiteren auf bestehende große Unsicherheiten für die deutsche Wirtschaft in Folge des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine hingewiesen. Im Einzelnen benannt werden als Risikofaktoren für die deutsche Wirtschaft insbesondere die anhaltenden hohen Energie- und Verbraucherpreise sowie die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft. Ein weiterer Anstieg der Verbraucherpreise von 6,0% gegenüber dem Vorjahr 2022 wurde erwartet. Die Erwartung eines leichten Anstiegs des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes wurden in 2023 rückblickend nicht erfüllt. Zwar stieg das Bruttoinlandsprodukt in 2023 nominal um 6,3% auf 4.121,16 Mrd. Euro (Vorjahr 3.876,81 Mrd. Euro). Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist hingegen um -0,3% gegenüber dem Vorjahr 2022 zurückgegangen. Nachdem im Jahr 2022 die Wirtschaftsleistung im Euroraum noch um ca. 3,5% angestiegen ist, wuchs die Wirtschaftsleistung 2023 im Euroraum lediglich um 0,4% Das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen belief sich in der Eurozone in 2023 auf 14,3 Bill. Euro im Vorjahr 2022 betrug es 13,41 Bill. Euro Die Betriebe im traditionell bedeutsamen Bereich des Bauhauptgewerbes verzeichneten in 2023 lt. dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. zwar ein Umsatzplus von nominal 1,4%. Unter Berücksichtigung der deutlichen Baupreissteigerungen in 2023, hervorgerufen durch die hohen Baumaterialpreise und Zinsen, wurde allerdings ein reales Minus von -5,2% ausgewiesen. Der baugewerbliche Umsatz 2023 in Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe betrug 112,6 Mrd. Euro. Für den baugewerblichen Umsatz im Bereich der Wohnungsbauten verzeichnete das Statistische Bundesamt für Betriebe mit 20 und mehr tätigen Personen ein nominales Minus von -4,9% auf 26,5 Mrd. Euro (Vorjahr 27,9 Mrd. Euro). Für den besonders zinssensiblen privaten Wohnungsbau prognostizierte die KfW in ihrem Konjunkturkompass im Februar 2023 einen großen realen Einbruch der Umsätze. Die weitere Entwicklung in 2023 bestätigte diese Einschätzung, der Wohnungsbau ist von allen Bausparten am stärksten von Auftragsmangel und Stornierungen betroffen gewesen und auch weiterhin betroffen. Der Gesamtumsatz der deutschen Ziegelindustrie mit den Wirtschaftszweigen Dachziegel, Mauerstein und Klinker ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2022 um rund 484 Mio. Euro auf 1.105 Mio. Euro gesunken. Das entspricht einem Rückgang von rund 30,5 %. Die Anzahl der produzierten Pressdachziegel und Strangziegel ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um -40,15 % auf 373 Mio. Stück gesunken. Der Rückgang in diesem Zeitraum beträgt absolut rund 250 Mio. Stück, im Vorjahr wurden rund 623 Mio. Stück Ziegel produziert. Die Geschäftsjahre 2020, 2021 und 2022 waren für die Ziegelindustrie und insbesondere auch für die Jacobi Gruppe sehr erfolgreich. Heute wissen wir jedoch, dass die hohe Nachfrage in 2022 wesentlich durch Vorzieheffekte entstanden ist: in Erwartung stets steigender Verkaufspreise haben der Bedachungsfachhandel und die Verarbeiter zu viel Ware eingekauft, die in Händlerlägern, Bauhöfen und auf Baustellen eingelagert wurden. Die Blase platzte in 2023 dann abrupt: Die übermäßige Bevorratung wurde komplett abgebaut. Wir haben zudem beobachtet, dass viele Baustoffhändler auch darüber hinaus ihr Lager abgebaut haben. Einzelne Baustellen wurden teils aus mehreren Händlerlägern bedient. Logistisch gesehen führte dieses zu Mehrkosten, die aber in Kauf genommen worden sind, um die Bestände zu reduzieren und gebundenes Kapital freizusetzen. Für die Produktion bedeutete der abrupte Nachfragerückgang eine schwache Auslastung, auch weil die Lagerbestände im Dachziegelwerk im 1. Quartal in Erwartung einer guten Nachfrage aufgebaut wurden. Kurzarbeit und Personalfluktuation waren die Folge. 3. Geschäftsverlauf und Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Geschäftsjahr 2023 Im Jahr 2023 sind die Umsatzerlöse der Jacobi Tonwerke GmbH um -39,5 % gegenüber dem Vorjahr 2022 zurückgegangen. Der Rückgang beträgt nominal -36.075 T€ auf 55.288 T€. Hierbei ist anzumerken, dass Jahr 2023 die Jacobi Tonwerke GmbH im Wege der Verschmelzung sowohl die Jacobi Tonbergbau GmbH als auch die Jacobi Dachgesellschaft mbH vollständig aufgenommen hat. Die geplante Umsatzhöhe von 83.312 T€ wurde um -33,6 % bzw. rund 28.024 T€ unterschritten. Die Betriebsleistung sank in 2023 gegenüber 2022 um -39,4 %, das entspricht einem Minus von 35.996 T€. Die Materialeinsatzquote lag in 2023 mit 65,7% 11,4 Prozentpunkte über der Quote aus 2022. In absoluten Zahlen betrugen der Materialaufwand und der Aufwand für bezogene Leistungen in 2023 36.370 T€. Dieser Aufwand resultiert überwiegend aus dem Bezug der Fertigerzeugnisse von der Dachziegelwerke Bilshausen GmbH & Co. KG und der Walther Dachziegel GmbH. Der Rohertrag lag zum Bilanzstichtag bei 19.019 T€ und lag damit um 22.755 T€ (54,5 %) unter dem Vorjahreswert. Die Ausgaben für das Personal beliefen sich im Jahr 2023 auf 8.234 T€ und waren damit um 543 T€ (-6,2 %) geringer als im Jahr 2022. Die Personaleinsatzquote ist um 5,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 14,9 % gestiegen. Die tatsächlichen Personalkosten lagen um 40 T€ über den geplanten Personalkosten. Die Reduktion der Personalkosten gegenüber dem Vorjahr ist auf eine den Auftragsrückgang berücksichtigende Personaleinsatzplanung in Verbindung mit Kurzarbeit zurückzuführen. Die Abschreibungen sind im Jahr 2023 mit 1.425 T€ um 134 T€ (10,4 %) höher ausgefallen als in 2022. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass durch die Verschmelzungen das Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahr angewachsen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 37,3 % gesunken. Die absolute Kostensenkung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrug -5.060 T€ auf nunmehr 8.493 T€. Das Betriebsergebnis verringerte sich um -92,4 % auf nunmehr 1.574 T€. Das Finanzergebnis schließt in 2023 mit -805 T€ ab. Eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist auch hier aufgrund der Verschmelzung mit der Muttergesellschaft nicht sinnvoll. Das Ergebnis nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2023 507 T€ und verzeichnet damit einen Rückgang gegenüber 2022 um -97,6 %. Der Jahresüberschuss der Jacobi Tonwerke GmbH wird als Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen. Die Sachanlagen des Anlagevermögens erhöhten sich um 1.892 T€ auf 23.089 T€ und bildeten damit einen Anteil von 35,5 % (Vorjahr 35,7 %) an der Bilanzsumme. Die Finanzanlagen erhöhten sich ebenfalls gegenüber dem Vorjahr und zwar um 5.466 T€. Ursächlich ist hier im Wesentlichen die Übertragung der Beteiligung der Walther Dachziegel GmbH durch die Verschmelzung mit der Muttergesellschaft. Die Finanzanlagen betrugen zum Bilanzstichtag 11.791 T€. Das gesamte Anlagevermögen, bestehend aus Sachanlagen und Finanzanlagen, stellt 54,0 % der Bilanzsumme in Höhe von 65.072 T€ dar. Die Vorräte wurden insgesamt um 4.372 T€ auf 16.334 T€ aufgebaut. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 932 T€, das entspricht einem Abbau von 25,7 %, auf 2.690 T€. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr 2022 um 4.093 T€ auf 4.312 T€. Die Jacobi Tonwerke GmbH weist ein Eigenkapital in Höhe von 29.396 T€ (45,2 % der Bilanzsumme) aus. Die langfristigen Bankdarlehen wurden durch die Verschmelzung um 7.647 T€ auf 12.148 T€ gegenüber dem Vorjahr 2022 erhöht. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten, soweit möglich, mit Skonto beglichen werden. Die Jacobi Tonwerke GmbH ist in das Cash-Pooling der Unternehmensgruppe mit einbezogen. Die Finanzierung der Jacobi Unternehmensgruppe wird über ein Bankenkonsortium sichergestellt. Der Konsortialvertrag läuft bis 2026. 4. Bericht über Forschung und Entwicklung Wie auch in den Vorjahren erstreckten sich die weiteren Forschungsaktivitäten auf die Bereiche Rohstoffe, Engobe und Glasuren. Insbesondere bei den hochwertig veredelten Oberflächen verfügt die Dachziegelwerke Bilshausen GmbH & Co. KG über eine besondere Kompetenz, die durch kontinuierliche Verbesserung der Oberflächen noch weiter ausgebaut werden soll. Die Entwicklungsarbeiten konzentrierten sich im Geschäftsjahr 2023 auf die Optimierung der Betriebsmasse unter Planung des Einbezuges neuer Rohstoffvorkommen in der näheren Umgebung. Als wesentlicher neuer Bereich kann der Umbau auf CO 2 -Neutralität und der erforderlichen Modernisierung der Produktionstechnologie genannt werden. Die Jacobi Gruppe hat in 2023 mehrere Brennöfen mit besonderer Lufttechnik ausgerüstet. Zusammen mit dem Coating aus dem Jahr 2022 konnte eine signifikante Einsparung beim Gasverbrauch erzielt werden. Wir werden auch in der Zukunft einen besonderen Fokus auf die Energieeffizienz unserer Produktionseinheiten legen und im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses investieren. 5. Risikobericht 5.1. Marktrisiko Der Markt für Bedachungsbaustoffe und Tondachziegel ist von der zyklischen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und von der Entwicklung des Bauhauptgewerbes abhängig. Das Kerngeschäft der Jacobi Gruppe ist die Sanierung im Wohnungsbau. Naturgemäß spielen auch witterungsbedingte, saisonale Schwankungen eine Rolle. Wie bereits im letzten Risikobericht aufgezeigt hat sich die Nachfrage nach Dachziegeln signifikant reduziert. Dieses ist durch mehrere Punkte begründet. Erstens in der spürbaren Verteuerung des Materials aufgrund gestiegener Energiekosten und insbesondere auch in der Verteuerung der Arbeitsleistung des Dachdeckers. Zweitens führen die nachhaltig gestiegenen Zinsen zu einer Situation, in der viele Modernisierungs- oder Neubaumaßnahmen sich nicht mehr tragen. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) führte zu einer nie da gewesenen Verunsicherung. Wir sehen heute die Gefahr, dass die Bautätigkeit noch mehrere Jahre auf diesem niedrigen Niveau verharren könnte. Die Neueindeckung eines Hauses mit zeitgemäßer Dämmkonzeption bleibt unverändert die wirtschaftlichste Maßnahme, um effizient Energie einzusparen. Es wäre daher wünschenswert, wenn die energetische Sanierung stärker gefördert würde, da sich hieraus positive Effekte für unser Geschäft ergeben können. Unsere langjährigen Geschäftsbeziehungen zum Baustoffgroß- und Bedachungsfachhandel werden intensiv gepflegt. Da mit den Baustoff-Kooperationen Delkrederevereinbarungen existieren, ist das Risiko von Forderungsausfällen als gering einzustufen. 5.2. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Jacobi Tonwerke GmbH ist als Konzerngesellschaft in das Risikomanagement der Jacobi Gruppe einbezogen. Das Risikomanagement der Jacobi Unternehmensgruppe hilft Risiken zu vermeiden, zumindest aber frühzeitig zu identifizieren und den daraus resultierenden Gefahren für die Unternehmensgruppe mit geeigneten Maßnahmen entgegenzuwirken. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Wesentliche Kernelemente stellen die mittelfristige Planung für jeweils drei zukünftige Geschäftsjahre und das permanente zentrale Controlling auf der Grundlage der kurzfristigen Erfolgsrechnung dar. Die laufende Kontrolle und Analyse des Working Capitals sind wichtiger Bestandteil des zentralen Controllings. Aufgrund der Saisonalität unseres Geschäftsmodells wird insbesondere im ersten Halbjahr ein aktives Liquiditätsmanagement betrieben. Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos werden in der Jacobi-Gruppe derivative Finanzinstrumente eingesetzt. 5.3. Risiken am Beschaffungsmarkt Nach Ausgliederung der Produktion auf die Dachziegelwerke Bilshausen GmbH & Co. KG sind die Risiken auf dem Beschaffungsmarkt nur augenscheinlich ausgelagert. Unsere Gesellschaft kauft die Fertigerzeugnisse zwar als Handelsware ein, doch mit der Produktionsgesellschaft Dachziegelwerke Bilshausen GmbH & Co. KG ist ein Liefervertrag geschlossen, der vorsieht, dass alle signifikanten Kostensteigerungen aus der Produktion der Dachziegel an die Jacobi Tonwerke GmbH weitergegeben werden können. Die Versorgungssicherheit mit dem Rohstoff Ton ist langfristig durch drei sich ergänzende Faktoren sichergestellt. Der Betrieb eigener Tongruben, die langjährige Zusammenarbeit mit Lieferanten und eine beständige Analyse und aktive Bewegung am Beschaffungsmarkt gewährleisten eine kontinuierliche Versorgung. Dem Kostensteigerungsrisiko im Bereich der Energieversorgung konnte aufgrund der marktseitigen Turbulenzen, die durch den Russland-Ukraine-Krieg induziert waren, nicht mit einer langfristigen Sicherung der Bezugspreise entgegengetreten werden. Dennoch wurden zuletzt in 2023 im nennenswerten Umfang Gasmengen zu definierten Preisen eingekauft, um für bestimmte Zeiträume eine Planungssicherheit zu erreichen. Es muss jedoch festgehalten werden, dass diese Sicherheit einen Prämienaufschlag kostet, der sich ggf. negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirken kann. Stand heute (Mai 2024) scheint die Versorgungslage ausreichend gesichert; es kann dennoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich Mangellagen, z.B. in der Winterperiode 2024 / 2025, ergeben. Im Falle eines Versorgungsengpasses existieren Notfallpläne, die den Umgang mit dieser Situation regeln. Derzeitig erscheint es nicht vorstellbar, dass der Gaspreis einen Anstieg wie gegen Ende des Jahres 2021 erreicht. Dennoch ergeben sich für den zukünftigen Bezug von Erdgas insbesondere preisliche Risiken, die zu einer massiven Verteuerung der Herstellungskosten führen können. Es bleibt abzuwarten, ob diese Kosten stets vollumfänglich an den Kunden weitergegeben werden können. Im schlechtesten Falle müssten wir die Produktionseinheiten abschalten, um nicht verlustig zu produzieren. In den letzten beiden Jahren haben sich Emissionszertifikate zu einem nennenswerten Kostenfaktor entwickelt: Der Preis für ein Verschmutzungsrecht für eine Tonne CO 2 stieg im Kalenderjahr 2021 von 40 Euro auf über 100 Euro. In 2024 wurden Preise von etwas über 50 € gesehen und zuletzt mussten ca. 70 € je Zertifikat bezahlt werden. Die Jacobi Gruppe hat dieses Volatilitätsrisiko bereits frühzeitig erkannt und sich eine Reserve an Zertifikaten eingekauft. Mit diesem Bestand muss nicht zu jedem Preisniveau zugekauft werden. Auch künftig werden wir unsere Beschaffungsstrategie, die sich aus zukünftigen hochgerechneten Abgabeverpflichtungen ableitet, unbeirrt umsetzen. 5.4. Sonstige Risiken In Zeiten der Digitalisierung gewinnen die im Unternehmen eingesetzten IT-Systeme einen immer größeren Stellenwert. Dem Ausfallrisiko der eingesetzten Informations- und Kommunikationstechnologien wird durch ein umfangreiches Sicherheitskonzept der ITK-Struktur mit räumlich getrennten Sicherungssystemen begegnet. Die Jacobi Gruppe sieht sich zurzeit keinen nennenswerten rechtlichen Risiken ausgesetzt. Wesentliche Umweltrisiken sind derzeit nicht bekannt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts scheint die Coronavirus-Pandemie überwunden. Die Auswirkungen des Virus auf die Wirtschaft und auf unser Geschäft sind derzeitig überschaubar und zeigen kein erhöhtes Risiko. Künftige negative Einflüsse durch Pandemien können jedoch nicht ausgeschlossen werden. 6. Chancen und voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Heute ist klar, dass die Verteuerung der Baukosten und die gestiegenen Zinsen die deutsche Bauwirtschaft hart treffen: insbesondere die Neubautätigkeit liegt am Boden und auch bei der Sanierung spüren wir deutliche Zurückhaltung. Die durch das Gebäudeenergiegesetz verursachte Verunsicherung der Hauseigentümer weicht nur langsam. Die unter Würdigung der Gesamtsituation akzeptablen Geschäftszahlen im Jahr 2023 konnten durch eine aufmerksame Unternehmenssteuerung erlangt werden. Auch im Geschäftsjahr 2024 wird es mehr denn je darauf ankommen, die Signale des Marktes richtig zu deuten. Nachdem die Fertigwarenläger in 2023 zunächst aufgebaut wurden und der Abverkauf aufgrund der reduzierten Nachfrage nur sehr schleppend verlief, müssen Ofenlaufzeiten und Schichtmodell in 2024 angepasst werden, um nachfrageorientiert produzieren zu können. Auch im Jahr 2024 werden wir die konsequente Ausrichtung unserer Unternehmung auf ihre Kunden und die systematische Gestaltung der Kundenbeziehungsprozesse weiter vorantreiben. Nach der Implementierung des Customer Relationship Management Systems sollen weitere Unternehmensbereiche besser durch IT unterstützt werden, um die Arbeit schneller und effizienter erledigen zu können. Nach den Tarifabschlüssen, die zu deutlich höheren Löhnen in der Ziegelindustrie führen, müssen Kosten eingespart werden, um den Kunden ein gutes Produkt zu marktgerechten Preisen anbieten zu können. Vermutlich werden Tondachziegel nie wieder so günstig wie in den Jahren 2020 und früher. Dieses ergibt sich bereits aus den wohl nachhaltig gestiegenen Energiekosten. Die Umstellung der Ofentechnologie auf CO 2 -Neutralität bedeutet kurz-, mittel- und langfristige Investitionen in die Bereiche der Energiegewinnung, intelligente Energiesteuerung sowie neue Arbeitsweisen und Schichtmodelle. Für diese existenzielle Aufgabe wird es eine große Herausforderung werden, das notwendige qualifizierte Fachpersonal zu akquirieren. Im Rahmen der Sicherstellung einer weiterhin höchsten Qualitätsansprüchen genügenden Produktion konzentriert sich die Jacobi Gruppe fortwährend auf den Ersatz und die Erweiterung des Maschinen- und Anlagenparks. Die derzeitigen Anstrengungen liegen weiterhin vornehmlich auf der vertrieblichen und modellseitigen Ausrichtung, um langfristig mit bedarfsgerechten Produkten am Markt bestehen zu können. Mit dem zu Beginn des Jahres 2021 eingeführten Stylist-PV verbinden wir unseren Flachziegel mit Solarmodulen. Mit dem für das Dachdeckerhandwerk immer wichtiger werdenden Solargeschäft verschmelzen somit zwei Teile zu einer Einheit und fügen sich dezent in die Dachfläche ein. Weitere Aktivitäten in diesem Bereich sollen folgen. Der Ausblick für 2024 und auch 2025 ist aufgrund der vorherrschenden Situation unklar, da aktuell nicht absehbar ist, wie lange die Nachfrage auf diesem niedrigen Niveau verbleiben wird. Wir gehen davon aus, einem unverändert hohen Wettbewerbsdruck ausgesetzt zu sein, der vermutlich einen weiteren Abbau von Produktionskapazitäten (Werksschließungen) fordern wird. Für 2024 gehen wir daher von einem Unternehmensergebnis aus, dass bei moderaten Absatzzuwächsen auf dem Niveau des Jahres 2023 liegen kann.
Bilshausen, den 23. Mai 2024 Jacobi Tonwerke GmbH Hans Helmuth Jacobi Max Nikolaus Jacobi Lucas Jacobi Günther Reese BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Jacobi Tonwerke GmbHA. Allgemeine Angaben Die Jacobi Tonwerke GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB mit Sitz in Bilshausen, Osteroder Str. 2, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Göttingen unter HRB 102004. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Mit Vertrag vom 15.06.2023 (UVZ-Nr. 361/2023 des Notars Jochen A. Müller, Duderstadt) wurde die ehemalige Muttergesellschaft, die Jacobi Dachgesellschaft mbH, mit Wirkung 1. Januar 2023 auf ihre Tochtergesellschaft Jacobi Tonwerke GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte nach § 24 UmwG zu Buchwerten. Zuvor wurde ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2023 die ehemalige Tochtergsellschaft der Jacobi Dachgesellschaft mbH, die Jacobi Tonbergbau GmbH auf die Jacobi Tonwerke GmbH verschmolzen. Infolgedessen sind die Vorjahreszahlen nur bedingt vergleichbar. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögensposten und Schulden entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um nutzungsbedingte, planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wurden im Berichtsjahr im Wesentlichen vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen, vermindert um angemessene Wertberichtigungen bilanziert. Die Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand sind zum Nominalwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag berücksichtigt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Berücksichtigung finden alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagespiegel Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Übersicht auf den folgenden Seiten dargestellt.
Anteile an verbundenen Unternehmen Die Jacobi Tonwerke GmbH hält Anteile an folgenden Unternehmen: • 100 % der Anteile an der Dachziegelwerke Bilshausen GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr zum 31.12.2023 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -455 bei einem Eigenkapital zum 31.12.2023 von TEUR 5.844 ab. • 100 % der Anteile der Jacobi Verwaltungsgesellschaft Bilshausen mbH. Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1 sowie ein Eigenkapital zum 31.12.2023 von TEUR 30 aus. • 100 % der Anteile der WALTHER DACHZIEGEL GMBH. Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 100 sowie ein Eigenkapital zum 31.12.2023 von TEUR 4.797 aus. • 100 % der Anteile der Jacobi Tegl A/S Esbjerg/DK. Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TDKK 269 sowie ein Eigenkapital zum 31.12.2023 von TDKK 591 aus. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter Die Forderungen gegenüber Gesellschafter betragen insgesamt TEUR 0 (TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betragen TEUR 5.655 (TEUR 0). Kapitalrücklage Im Rahmen der Anwachsung der Chr. Walther GmbH & Co. KG, Langenzenn, mit Wirkung zum 1. Juli 2005 wurde das übernommene Vermögen sowie die Schulden mit den jeweiligen Zeitwerten angesetzt. Der sich ergebende "Anwachsungsgewinn" in Höhe von TEUR 9.500 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Des Weiteren wurde der sich aus dem down-stream-merger ergebende Verschmelzungsgewinn der Kapitalrücklage zugeführt. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Dabei wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt: - durchschnittlicher Marktzins von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) - erwartete Rentensteigerungen von 2,20 % - Rechnungsgrundlagen: "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Der sich durch die Anwendung des § 253 Abs. 2 HGB n.F. ergebende und einer Ausschüttungssperre unterliegende Unterschiedsbetrag beläuft sich auf TEUR 16. Rückstellungen Der Bilanzposten "Sonstige Rückstellungen" enthält Beträge für folgende Verpflichtungen von nicht unerheblicher Bedeutung: - Garantieverpflichtungen - Urlaubsansprüche - Überstunden-Zeitkonto - Jahresabschlussprüfung - Jubiläumszuwendungen - Rekultivierung von Tongruben. Verbindlichkeiten Zu den Verbindlichkeiten werden hinsichtlich ihrer Restlaufzeit bzw. ihrer Besicherung folgende Angaben gemacht:
Latente Steuern Infolge des down-stream-mergers ist der Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der verschmolzenen Jacobi Dachgesellschaft mbH erloschen und damit die körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft aufgehoben. Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2023 erstmalig latente Steuern zu erfassen. Die latenten Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen zwischen den Handels- und den Steuerbilanzen der einbezogenen Gesellschaften sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen im Rahmen des Konzernabschlusses. Berücksichtigt wurden passive und aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen, die sich voraussichtlich ausgleichen und daraus folgend tatsächlich eine Erhöhung bzw. Verminderung des künftig zu versteuernden Einkommens ernsthaft erwarten lassen. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung des sich durch die Rechtsform ergebenden Steuersatzes in Höhe von 27 %.
Insgesamt haben sich die latenten Steuern wie folgt entwickelt: D. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Allgemeines Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse (vor Erlösschmälerungen) gliedern sich wie folgt:
E. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 HGB Die Gesellschaft unterhält zum Abschlussstichtag 45 Fahrzeugleasingverträge sowie 2 Leasingverträge für Transportgeräte und Kopierer. Die verbleibenden Gesamtaufwendungen aus diesen Verträgen betragen insgesamt TEUR 1.095. Derivative Finanzinstrumente Art und Umfang der derivativen Finanzinstrumente stellen sich mit den beizulegenden Zeitwerten wie folgt dar:
Die Jacobi Gruppe setzt derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen aus variabel verzinslichen (Euribor) Darlehen ein. Den Zinsswaps liegen Grundgeschäfte mit vergleichbaren, gegenläufigen Risiken zu Grunde. Die Regelungen zur Bildung von Bewertungseinheiten werden, soweit möglich, angewandt. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 haben sich nicht ergeben. Konzernabschluss / Angaben zum Mutterunternehmen Die Gesellschaft stellt als Muttergesellschaft der Jacobi Gruppe einen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Unternehmensregister offengelegt. Geschäfte mit nahestehenden Personen Es wurden keine wesentlichen, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt, die nach § 285 Nr. 21 HGB angabepflichtig wären. Beteiligungen gem. § 285 Nr. 11a HGB Die Jacobi Tonwerke GmbH ist persönlich haftende Gesellschafterin der Dachziegelwerke Bilshausen GmbH & Co. KG, Bilshausen. Angaben zu Leitungsorganen Geschäftsführer mit Ablauf des Geschäftsjahres 2023 waren die Herren Hans Helmuth Jacobi (Jurist), Günther Reese (technischer Betriebswirt) sowie Max Nikolaus Jacobi (Diplom-Kaufmann [FH]) Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.259. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfung beträgt TEUR 40 und für Steuerberatungsleistungen TEUR 13. Angaben zur Mitarbeiterzahl Die durchschnittliche Zahl der jeweils während der Geschäftsjahre 2022 und 2023 beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Bilshausen, den 23. Mai 2024 Jacobi Tonwerke GmbH Hans Helmuth Jacobi Lucas Jacobi Max Nikolaus Jacobi Günther Reese sonstige Berichtsbestandteile
Bilshausen, den 23. Mai 2024 Jacobi Tonwerke GmbH Hans Helmuth Jacobi Lucas Jacobi Max Nikolaus Jacobi Günther Reese Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 10.11.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Jacobi Tonwerke GmbH, Bilshausen, Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Jacobi Tonwerke GmbH, Bilshausen - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jacobi Tonwerke GmbH, Bilshausen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 23. Mai 2024 HINDENBURG
REVISION GMBH
Weydandt, Wirtschaftsprüfer Heberling, Wirtschaftsprüfer |
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