Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 52862
Eingetragen
28.4.1977
Branche
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tEinzelhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Handel mit Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugzubehör sowie der Betrieb einer Kraftfahrzeugwerkstätte und einer Tankstelle.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ernad Hadzic
seit 22.1.2018
Prokura
Tristan Kreller
seit 3.7.2012
Prokura
Michael Müller
seit 4.12.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bergfeldstraße 3, 85376 Fürholzen
50.000 DM
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Müller GmbH

Freising

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht

I. Grundlagen

Gegenstand unseres Unternehmens ist der Verkauf von neuen Kraftfahrzeugen des Automobilherstellers Renault, sowie der Handel mit Gebrauchtwagen aller gängigen Hersteller. Ferner gehört zum Gegenstand unseres Unternehmens der Handel mit Kfz-Ersatzteilen, Reparatur und Wartung von Kraftfahrzeugen, die Vermittlung von Leasing-, Finanzierungs- und Versicherungsverträgen sowie die Vermietung von Kraftfahrzeugen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaft und Branche

Im Jahr 2023 war das wirtschaftliche Umfeld von hoher Unsicherheit geprägt. Globale Lieferkettenprobleme, geopolitische Spannungen und Inflationsdruck beeinflussten die Automobilbranche erheblich. Aufgrund gestiegener Energiepreise und Mindestlohnerhöhungen kam es zu allgemeinen Preissteigerungen auf allen Stufen der Lieferketten. Dennoch wurden rund 3,7 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Dies entsprach einer Zunahme um +5,5 Prozent.

2.844.609 Personenkraftwagen (Pkw) wiesen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von +7,3 Prozent auf. Knapp die Hälfte aller Pkw (1.379.260/48,5 %) waren mit einem alternativen Antrieb ausgestattet.

Batterieelektrische Pkw (BEV) nahmen um +11,4 Prozent zu, Plug-in-Hybride waren mit -51,5 Prozent rückläufig.

Pkw mit einem CO 2 -Ausstoß von 121 bis 160 g CO 2 pro km erreichten einen Anteil von 43,5 Prozent (2022: 38,3 %). Hier wurden 1.237.203 Pkw neu zugelassen. Dies entsprach einem Anstieg von +21,7 Prozent.

Der durchschnittliche CO 2 -Ausstoß stieg um +4,9 Prozent auf 114,9 g/km (2022: 109,6 g/km).

Fast jeder Dritte neu zugelassene Pkw (30,1 %) war dem Segment der SUVs zuzuordnen.

Rund 1,9 Millionen Pkw (67,1 %) wurden gewerblich zugelassen.

Die Weltwirtschaft hat sich 2023 besser entwickelt als zu Beginn des Jahres noch erwartet.

Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Berichtsjahr 2023 bei 3,1%. Während die USA und China mehr Wachstum verzeichneten als im Vorjahr, schwächte sich das Wirtschaftswachstum in Europa ab.

In der Eurozone lag das Wachstum im Jahr 2023 wegen der hohen Inflationsraten und dadurch sinkender Nachfrage bei 0,5%. In Deutschland war mit einem Minus von 0,3% ein schrumpfendes BIP zu verzeichnen.

Zu dieser Entwicklung trugen neben den steigenden Preisen auch die rückläufige Exportnachfrage und niedrige Investitionen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus bei.

2. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

Der Rohertrag (Umsatz minus Wareneinsatz) betrug im Geschäftsjahr 2022/2023 5.712 T€ gegenüber 5.996 T€ im Vorjahr, dies entspricht einer Minderung von 4,75%.

Die Anzahl der verkauften Neufahrzeuge betrug im Geschäftsjahr 2022/2023 535 (Vorjahr: 875), die Anzahl der verkauften Gebrauchtfahrzeuge betrug im Geschäftsjahr 499 (Vorjahr: 538).

Der After-Sales-Bereich konnte einen Umsatzzuwachs von 164 T€ gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, was einem Anstieg von 9% entspricht. Gestiegene Werkstattpreise und die Bereitschaft der Kunden auch preisintensivere Reparaturen durchführen zu lassen, haben zu diesem Anstieg geführt.

In Summe wurden im Geschäftsjahr 2022/2023 ca. 3.995 T€ weniger Umsatzerlöse erzielt, als im Vorjahr. Dies entspricht einer Minderung von 13,53%.

Der Materialaufwand ist aufgrund gestiegener Einkaufspreise, welche nicht in gleichem Maße an die Kundschaft weitergegeben werden konnten, nur um 3.710 T€ gesunken.

Die Personalkosten sind zum Vorjahr um 203 T€ gestiegen - bedingt durch Neueinstellungen und Lohnanpassungen für die Mitarbeiter. Die variablen sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im laufenden Geschäftsjahr um 431 T€ verringert. Während es in vielen Bereichen zu Kostensteigerungen gekommen ist (gestiegene Miet- und Pachtaufwendungen, Energiekosten, Werbekosten (insbesondere durch online-Plattformen), Kosten der Warenabgabe) konnten im Bereich der Fahrzeugkosten deutliche Einsparungen erzielt werden. Es handelt sich hierbei um Miet-/Leasingkosten aus der Fahrzeugmiete gegenüber KFZ-Vermietung Müller, die im aktuellen Wirtschaftsjahr nicht mehr angefallen sind.

Das Finanzergebnis ist zum Vorjahr aufgrund gestiegener Zinsen für Einkaufsfinanzierungen um 294 T€ gesunken.

Das Ergebnis nach Steuern ist gegenüber dem Vorjahr um 703 T€ gesunken.

2.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2022/2023 ergaben sich folgende finanzielle Leistungsindikatoren:

2021/2022 2022/2023
Eigenkapitalquote (%) 24,1 15,8
Eigenkapitalrentabilität (%) 30,9 -8,6
Gesamtkapitalrentabilität (%) 8,8 1,6
Cashflow nach DVFA/SG (T€) 619,1 480,7
EBITDA (T€) 969,1 357,2

2.2 Vermögens- Finanz- und Ertragslage

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die erforderlichen Ersatzinvestitionen getätigt.

Die Erweiterung des Autohauses befindet sich noch im Gange. Es liegt eine Genehmigung für den Anbau eines weiteren Ausstellungsraums vor. Die Planung ist bereits erfolgt. Die Umsetzung wurde noch nicht in Auftrag gegeben. Die bereits entstanden Kosten hierfür belaufen sich auf 290 T€ und sind auf "Gebäude im Bau" aktiviert.

Im Wirtschaftsjahr 2024/2025 wird die vorhandene Ein-/Ausfahrt geteilt, sodass eine gesonderte Ein- und Ausfahrt entsteht. Es werden Kosten in Höhe von 60 T€ erwartet.

In Landshut wurde im Geschäftsjahr eine weitere Betriebsstätte eröffnet, deren Bau bereits abgeschlossen ist.

Personal

Die Personalkosten beliefen sich im Geschäftsjahr auf 2.731 T€ und sind im Vergleich zum Vorjahr um 8,07 % gestiegen. Zur Zahl der Mitarbeiter wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Vermögenslage:

Das gesamte Anlagevermögen wird planmäßig abgeschrieben.

Der Buchwert des Anlagevermögens (717,0 T€) beträgt 4,9 % der Bilanzsumme (14.598,6 T€).

Der Buchwert des Fahrzeug- und Teilebestandes belief sich auf 9.124 T€, was einen Anstieg von 27,86 % entspricht. Zu berücksichtigen ist, dass auf diesen Bestand Abwertungen in Höhe von 475 T€ vorgenommen wurden. Die Finanzierung erfolgt durch kurzfristige Darlehen in Höhe von 9.849,5 T€ sowie durch Abschlagszahlungen von Käufern in Höhe von 236,4 T€.

Finanzlage

Die Finanzlage kann - trotz des Verlustes im lfd. Geschäftsjahr - als gesichert bezeichnet werden. Während der Bestand der liquiden Mittel konstant auf Vorjahres-Niveau verbleibt hat sich der Bestand an offenen Forderungen zum Stichtag um 1457,0 T€ erhöht (+ 43,0%).

Unsere Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Kreditlinien zur Finanzierung der laufenden Geschäfte stehen in ausreichendem Maße zur Verfügung.

Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten haben wir nicht getätigt.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 ergaben sich folgende Zahlungsströme:

T€
Finanzmittelfonds zum 1.10.2022 (saldiert mit Kontokorrentverbindlichkeiten) -4.883,1
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -3.845,0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -367,3
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -700,4
Finanzmittelfonds zum 30.09.2023 (saldiert mit Kontokorrentverbindlichkeiten) -9.795,8

Die Eigenkapitalquote beträgt 15,8%.

Ertragslage

Unsere wesentlichen Ergebnisquellen stellen der Neu- und Gebrauchtwagenverkauf dar. Diese machen etwa 87% der gesamten Umsätze aus und liegen damit leicht unter Vorjahresniveau. Das After-Sales-Geschäft konnte im Vorjahresvergleich um 9,1% gesteigert werden.

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2022/2023 von 29.510 T€ auf 25.515 T€ gesunken. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf - 198 T€ (Vorjahr: 766 T€). Nach Steuern ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 170 T€ (Vorjahr: -533 T€).

Der Umsatzrückgang ist darin begründet, dass insgesamt der Absatz an Autos im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Zudem ist der Absatz von Elektroautos rückläufig.

Das Jahresergebnis und die Liquiditätssituation kann als nicht zufriedenstellend beurteilt werden. Der entstandene Jahresfehlbetrag ist im Wesentlichen auf Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens und die gestiegenen Kosten für die Finanzierung des Fahrzeugbestandes (gestiegene Zinsen und längere Standzeiten der Fahrzeuge) zurückzuführen.

III. Prognosebericht

Die insgesamt stabilen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürften dafür sorgen, dass die weltweiten Automobilmärkte im Jahr 2024 leicht (+3,9%) wachsen.

Das Wachstum dürfte dabei auf einer breiten Basis erfolgen und sich auf viele Märkte verteilen, insbesondere aber auf China und die USA. Es wird jedoch aufgrund eines weltweit erhöhten Angebots von Neufahrzeugen von einem sich verstärkenden Preiswettbewerb ausgegangen, der sich auch auf die Preise für Gebrauchtwagen auswirken wird.

Die mittelfristige Entwicklung im Automobilhandel wird stark von der zunehmenden Elektrifizierung und Digitalisierung geprägt sein. Elektrofahrzeuge werden weiterhin an Bedeutung gewinnen. Wichtig hierfür sind allerdings auch staatliche Förderungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Händler müssen ihre Ladeinfrastruktur und technischen Kompetenzen ausbauen, um diesen Wandel zu unterstützen. Gleichzeitig wird die Digitalisierung der Verkaufs- und Serviceprozesse voranschreiten, wodurch Online-Verkäufe und digitale Kundenbetreuung zunehmen. Nachhaltigkeit und innovative Mobilitätslösungen wie Carsharing und Abonnement-Modelle werden ebenfalls wichtige Treiber sein.

Die aktuelle Inflation, hohe Energiepreise und die Unsicherheiten durch den Ukraine-Krieg führen jedoch zu einer Kaufzurückhaltung bei den Kunden. Autohändler müssen daher flexibel und anpassungsfähig bleiben, um den sich wandelnden Marktanforderungen gerecht zu werden und langfristig erfolgreich zu sein.

Es wurden Maßnahmen der Geschäftsführung ergriffen, um die wirtschaftliche und finanzielle Situation zu verbessern. Hierunter fallen insbesondere Maßnahmen wie den Verkauf und Abbau der Bestände, laufende Kosten reduzieren, Vertriebstätigkeiten steigern und die Liquidität mit den Geschäftsbanken zu erweitern. Insbesondere wurden Elektroautos günstiger verkauft, um Finanzierungskosten einzusparen. Die Anzahl der fakturierten Fahrzeuge kann somit in 2023/2024 deutlich gesteigert werden. Gleichzeitig sind die Margen jedoch deutlich gesunken. Dies ist auf erhöhte Preisnachlässe und den Druck der Hersteller gegenüber den Händlern zurückzuführen. Durch Vorgaben der Hersteller sind beispielhaft die Werbekosten laufend gestiegen. Im After-Sales-Bereich können ebenfalls deutliche Steigerungen erzielt werden, da Kunden aufgrund der Marktlage bereit sind, aufwendigere Reparaturen durchführen zu lassen. Insgesamt ist im Folgejahr mit überproportional steigenden Finanzierungskosten, Energiekosten und sonstige Kosten zu rechnen. Aufgrund dieser Faktoren wird für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein Verlust zwischen 800 T€ bis 1.200 T€ erwartet.

IV. Bericht über Chancen und Risiken

Eine anhaltend hohe Inflation mit hohen Zinsen und sinkenden Realeinkommen und ein damit verbundener breiter Nachfragerückgang könnten sich negativ auf das Absatzvolumen auswirken und nachteilige Preis- und Produkt-Mix-Effekte nach sich ziehen.

Ein weiter andauernder Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie eine weitere Eskalation des Konflikts im Nahen Osten könnten die Weltwirtschaft ebenfalls stark belasten. Die derzeitige Schwäche der chinesischen Wirtschaft stellt ein zusätzliches Risiko für den Absatz dar.

Die derzeit bestehenden Risiken werden wie im Vorjahr als beherrschbar angesehen.

Im Zuge des Krieges in der Ukraine besteht die Gefahr einer weiteren Verschärfung der Konfliktsituation und damit einhergehender weiterer Sanktionen westlicher Staaten gegenüber Russland sowie möglicher Gegensanktionen beziehungsweise Vergeltungsmaßnahmen Russlands.

Ein Wegfall der US-Unterstützung für die Ukraine könnte enorme Auswirkungen auf das Kriegsgeschehen haben. Im Falle einer weiteren Eskalation des Konflikts im Nahen Osten drohen negative Auswirkungen auf den Ölpreis, der wiederum die Inflationsraten steigen lassen könnte.

Im Konflikt zwischen den USA und China verschiebt sich der Schwerpunkt von reinen Zollerhöhungen zu weiterem Import und Exportbeschränkungen für bestimmte Technologien.

Eine Verschärfung des Konflikts könnte negative Folgen für den Handel zwischen Europa und China haben, was in der Folge sowohl zu einem Absatzrisiko als auch zu Risiken in der Lieferkette führen könnte.

Ein weiteres Risiko ist eine Rezession in Europa und in den USA. In beiden Regionen wurden die Zinsen stark angehoben, um die Inflation einzudämmen.

Die Inflationsraten sind inzwischen deutlich gesunken und die meisten Volkswirtschaften sind trotz der Zinsanhebungen weitergewachsen, vor allem die Arbeitsmärkte zeigen sich sehr robust.

Allerdings wirken geldpolitische Maßnahmen wie Zinserhöhungen oftmals erst mit einem gewissen Verzug und könnten daher 2024 die Konjunktur bremsen und somit ein Absatzrisiko darstellen.

Die derzeitige Schwäche der chinesischen Wirtschaft stellt ebenfalls ein Risiko für den Absatz dar. Ein weiteres Risiko existiert bei Fahrzeugen, welche lange stehen und dann nur mit einem entsprechenden Wertverlust weiterveräußert werden können.

Neue Modelle sowohl von Renault als auch MG stellen eine Chance für das Unternehmen dar. Zudem erholt sich der Automarkt insgesamt.

Wir versichern, dass im Lagebericht nach bestem Wissen der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben sind.

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 717.081,55 445.538,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.483,00 15.725,00
II. Sachanlagen 703.598,55 429.813,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 83.030,00 101.951,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 330.076,00 115.024,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 290.492,55 212.838,00
B. Umlaufvermögen 13.868.212,39 9.819.796,14
I. Vorräte 8.956.972,98 6.363.677,38
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 236.144,03 902.899,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.847.619,25 3.390.630,91
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 22.000,00 22.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 63.620,16 65.487,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.391,25 11.528,97
Summe Aktiva 14.598.685,19 10.276.863,11

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.306.095,88 2.476.278,95
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,60 25.564,60
II. Kapitalrücklage 6.391,15 6.391,15
III. Gewinnvortrag 2.444.323,20 1.910.941,23
IV. Jahresfehlbetrag 170.183,07 -533.381,97
B. Rückstellungen 288.539,86 472.423,86
C. Verbindlichkeiten 12.004.049,45 7.328.160,30
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.557.219,89 5.718.595,36
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 9.849.516,59 4.934.695,06
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 707.703,30 783.900,30
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.446.829,56 1.609.564,94
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.444.329,56 1.607.064,94
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.500,00 2.500,00
Summe Passiva 14.598.685,19 10.276.863,11

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.888.984,81 6.235.216,86
2. Personalaufwand 2.731.385,66 2.527.471,07
a) Löhne und Gehälter 2.280.853,42 2.163.710,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 450.532,24 363.760,26
davon für Altersversorgung 20.888,28 20.888,28
3. Abschreibungen 581.736,03 60.269,03
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 106.736,03 60.269,03
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 475.000,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.336.760,72 2.738.685,27
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.303,62 11.298,62
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 448.977,19 154.009,48
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -28.388,10 232.698,66
8. Ergebnis nach Steuern -170.183,07 533.381,97
9. Jahresfehlbetrag 170.183,07 -533.381,97

Anhang

Allgemeine Angaben

Die Autohaus Müller GmbH hat ihren Sitz in Freising und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (Reg.Nr. HRB 52862).

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen mit den Berichtszahlen ist gegeben. Im Berichtsjahr wurde der Kontenrahmen SKR 51 verwendet.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich im Anhang gemacht.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung/Erläuterungen zur Bilanz und GuV

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über drei bis zehn Jahre pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Anschaffungskosten der Zugänge an beweglichen geringwertigen Anlagegegenständen mit Anschaffungskosten im Einzelnen von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 werden in den Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG einbezogen und im Jahr des Zugangs und den folgenden vier Jahren linear aufgelöst.

Unter den Vorräten wird neben dem Bestand an zum Verkauf bestimmten Kraftfahrzeugen der Bestand an Teilen und Schmierstoffen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Überführungs- und Aufrüstkosten.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen wurde eine Einzelwertberichtigung gebildet.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ergeben sich keine Differenzen, so dass keine latenten Steuern anzusetzen waren.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sachanlagen wird auf den Anlagespiegel am Schluss des Anhangs verwiesen.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr Vorjahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.079.514,91 € 308.449,20 € 2.859.913,63 € 279.593,31 €
Sonstige Vermögensgegenstände 792.879,34 € 22.000,00 € 530.717,28 € 22.000,00 €

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Forderungen gegen Gesellschafter von 380.340,66 € Euro ausgewiesen.

In der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind Prämien und Boni enthalten, die erst im Wirtschaftsjahr 2023/2024 vereinnahmt wurden. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit T€ 22 Wertpapiere, die zu Anschaffungskosten bewertet sind.

Erhaltene Anzahlungen

Die Anzahlungen auf Fahrzeuge wurden von den Vorräten offen abgesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Aufwendungen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Eigenkapital

Das Stammkapital in Höhe von 25.564,60 Euro ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Urlaubsrückstellungen (66.480,00 Euro), Garantierückstellungen (4.300,00 Euro), Rückstellungen für die Erstellung des Jahresabschlusses (25.000,00 Euro), Rückzahlungsverpflichtung der Corona-Soforthilfe (30.000,00 Euro), Rückzahlungsverpflichtung der Überbrückungshilfe (25.000,00 Euro) sowie Rückstellungen für die Prüfung des Jahresabschlusses (20.000,00 Euro) und die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (5.300,00 Euro).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

30.09.2023 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit über 1 Jahr davon Restlaufzeit über 5 Jahre
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.557.219,89 € 9.859.407,39 € 697.812,50 € 0,00 €
(5.718.595,36 €) (4.948.595,36 €) (770.000,00 €) (0,00 €)
Erhaltene Anzahlungen 236.144,03 € 236.144,03 € 0,00 € 0,00 €
(902.899,29 €) (902.899,29 €) (0,00 €) (0,00 €)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 574.256,99 € 574.256,99 € 0,00 € 0,00 €
(940.129,37 €) (940.129,37 €) (0,00 €) (0,00 €)
Sonstige Verbindlichkeiten 872.572,57 € 872.572,57 € 0,00 € 0,00 €
(669.435,57 €) (490.230,23 €) (0,00 €) (0,00 €)

Die Kraftfahrzeuge werden an die finanzierenden Banken sicherungsübereignet; dazu werden die Kfz-Briefe bei den Banken hinterlegt.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 370.291,13 Euro auf Steuern (Vj.: 89.123,74 Euro) und 110,70 Euro betreffen die soziale Sicherheit (Vj.: 2.208,27 Euro).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Zinserträgen entfallen 10.474,37 € auf den Gesellschafter, von den Zinsaufwendungen betreffen 3.252,07 € den Gesellschafter.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Am Bilanzstichtag waren im Unternehmen durchschnittlich folgende Mitarbeiter beschäftigt:

Angestellte 41,5
Geringfügig Beschäftigte 21,75
Auszubildende 6,5
Summe 69,75

Gesamtbezüge

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr zum 30.09.2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 170.183,07 Euro ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag körperschaftsteuerrechtlich in das Jahr 2021 zurückzutragen. Die daraus resultierenden Steuererstattungen wurden in der Bilanz als Forderung aktiviert.

Handelsrechtlich wird der Jahresfehlbetrag mit den Gewinnvorträgen aus den Vorjahren verrechnet. Der daraus resultierende Gewinnvorträg wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Organe

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Michael Müller; er ist alleinvertretungsberechtigt.

Beziehung zu verbundenen Unternehmen

Das Unternehmen ist weder Tochtergesellschaft noch seinerseits Muttergesellschaft von Tochtergesellschaften.

Organschaft

Zwischen der Gesellschaft und dem Einzelunternehmen Michael Müller, Kfz-Vermietung und -Verkauf, besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft. Die Gesellschaft ist Organgesellschaft. Unternehmer ist nur der Organträger. Die Handlungen der Organgesellschaft werden umsatzsteuerlich dem Organträger zugerechnet, der auch alleiniger umsatzsteuerlicher Steuerschuldner ist. Die Voraussetzungen für eine ertragsteuerliche Organschaft liegen nicht vor.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift Geschäftsführung

 

gez. Michael Müller

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Autohaus Müller GmbH, Freising

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Müller GmbH, Freising - bestehend aus der Bilanz zum 30.9.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.10.2022 bis zum 30.9.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Müller GmbH, Freising, für das Geschäftsjahr vom 1.10.2023 bis zum 30.9.2023 geprüft

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.9.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.10.2023 bis zum 30.9.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss insgesamt die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 5. März 2025

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