Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 19394
Eingetragen
18.10.2005
Branche
ElektrizitätsverteilungBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Der Betrieb, die Unterhaltung und der Ausbau der örtlichen Verteilungsanlagen für Elektrizität und Gas einschließlich der Wahrnehmung aller dazugehörigen Aufgaben und Dienstleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Stadt Remscheid
60.00%
20.00%
20.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
EWR GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

EWR Netz GmbH

Remscheid

Jahresabschluss zum 31.12.2008

Lagebericht der EWR Netz GmbH für das Geschäftsjahr 2008

Allgemeines

Neben dem operativen Tagesgeschäft der Gesellschaft standen die Vorbereitungen auf die zum 01. Januar 2009 greifende Anreizregulierung sowie das so genannte "Vattenfallurteil" und die hieraus resultierende Behandlung erzielter Mehrerlöse aus Netznutzungsentgelten des Strom- und Gasversorgungsnetzes im Mittelpunkt der Aktivitäten.

Unverändert ist der Gegenstand des Unternehmens der Betrieb, die Unterhaltung und der Ausbau der örtlichen Verteilungsanlagen für Elektrizität und Gas einschließlich der Wahrnehmung aller dazugehörigen Aufgaben und Dienstleistungen. Die im Eigentum der EWR GmbH stehenden Strom- und Gasversorgungsnetze sind im Rahmen eines Verpachtungs-/Dienstleistungsmodells an die Gesellschaft verpachtet. Alleiniger Gesellschafter ist die EWR GmbH.

Die technische und kaufmännische Betriebsführung der Gesellschaft wird über einen geschlossenen Dienstleistungsvertrag von der EWR GmbH wahrgenommen.

Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

Zwischen der EWR GmbH (Muttergesellschaft) und der 100 %igen Tochtergesellschaft EWR Netz GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Im Geschäftsjahr 2008 beläuft sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Gewinn- bzw. Verlustabführung auf - 12.754 T€ gegenüber - 2.724 T€ im Jahr zuvor.

Die Gesellschaft erzielte im Zeitraum Januar bis Dezember 2008 - vor Erlösminderung aufgrund von Mehrerlöserstattungen - einen Umsatz von insgesamt 39,4 Mio. € (i. Vj. 44,7 Mio. €). Auf Netznutzungsentgelte aus dem Stromnetz entfielen hiervon 27,0 Mio. € und damit 5,6 Mio. € weniger als im Jahr zuvor. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Nachwirkung der neuen, ab September 2007 gültigen Netznutzungsentgelte zurückzuführen. Gestiegene Durchleitungsmengen auf der einen Seite gegenüber gekürzten Netznutzungsentgelten auf der anderen Seite bewirkten im Gasnetz mit annähernd 10,8 Mio. € ein gleich hohes Umsatzniveau wie im Jahr 2007. Auf andere Erlöse entfielen ca. 1,6 Mio. €.

Die Gesellschaft hat sich - auf der Grundlage der durch den Bundesgerichtshof (BGH) in Sachen "Vattenfall" bestätigten Mehrerlösabschöpfung - zur diskriminierungsfreien Rückerstattung der im Zeitraum 29. Oktober 2005 bis 01. September 2007 (Strom) und 29. Januar 2006 bis 01. November 2007 (Gas) erzielten Mehrerlöse entschlossen. Auf die Erlösminderung entfallen insgesamt 13,4 Mio. € und kürzen damit die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Gesamterlöse auf rund 26,0 Mio. €.

Der Verlust des Geschäftsjahres 2008 in Höhe von 12.754 T€ wird von der EWR GmbH aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages ausgeglichen.

Um Finanzierungsspitzen des Unternehmens auszugleichen, verfügt die Gesellschaft über einen von der EWR GmbH eingeräumten Darlehensrahmen von 3.000 T€.

Die Gesellschaft hat kein eigenes Anlagevermögen, die Betriebsmittel sind von der Muttergesellschaft gepachtet. Investitionen werden im Auftrag der EWR Netz GmbH auf der Ebene der EWR GmbH durchgeführt. Das Eigenkapital der Gesellschaft fällt deshalb und wegen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit 100 T€ vergleichsweise niedrig aus. Darüber hinaus wird der weitaus überwiegende Teil der geschäftlichen Aktivitäten zwischen der EWR GmbH und der EWR Netz GmbH abgewickelt.

Personalbereich

Die EWR Netz GmbH kommt mit einer schlanken Personalstruktur aus. Der Personalaufwand liegt auf einem zu vergleichbaren Gesellschaften angemessenen Niveau. Zum Jahresende beschäftigte die Gesellschaft 3 Mitarbeiter. Die Vergütung lehnt sich an die tarifvertraglichen Regelungen des TV-V an, dem Spartentarifvertrag für Versorgungsbetriebe, der seit dem 01.07.2005 auch in der EWR Anwendung findet. Die Aufgaben der Mitarbeiter konzentrieren sich im Wesentlichen auf das Regulierungs- und Assetmanagement sowie in Teilen auf den Netzvertrieb. Alle kaufmännischen Arbeiten sowie die technische Betriebsführung werden von der EWR GmbH durchgeführt.

Umweltschutz

Die Betriebsführung für das Unternehmen basiert gleichermaßen auf einem schon vor Jahren integrierten Managementsystem, das innerhalb des "Konzerns Stadtwerke Remscheid" zentral von der EWR GmbH betreut wird. Grundlagen bilden dabei die Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9001:2000 und 14.001, die eine regelmäßige Überprüfung durch unabhängige Gutachterorganisationen zur Folge haben.

Rentabilität

Die zum 01. September 2007 bzw. 01. November 2007 seitens der Landesregulierungsbehörde ergangenen Entgeltbescheide waren jeweils bis zum 31. Dezember 2008 gültig und wurden nicht mehr einer zweiten Netzentgeltgenehmigungsrunde unterzogen. Im Ergebnis wurden die Entgelte für das Strom- und Gasnetz - gemessen am beantragten Volumen - seitens der Landesregulierungsbehörde deutlich gekürzt. Die von der EWR in Rechnung gestellten Dienstleistungs- bzw. Betriebsführungsentgelte sowie die Pachtentgelte für das Strom- und Gasversorgungsnetz wurden angepasst und fielen um insgesamt 7,6 Mio. € niedriger aus als in der Vergleichsperiode 2007. Das negative Ergebnis der Gesellschaft in Höhe von ca. 12,8 Mio. € ist ausschließlich auf die erklärte Verpflichtung zur Rückerstattung der erzielten Mehrerlöse (13,4 Mio. €) zurückzuführen.

Risiken und Chancen

Die EWR Netz GmbH ist - wie auch die anderen Gesellschaften der SR-Unternehmensgruppe - in das zentrale Risikofrüherkennungssystem der Stadtwerke Remscheid GmbH eingebunden. Die mittels Softwareunterstützung erfassten Risiken werden halbjährlich durch die Risikoverantwortlichen aktualisiert und vom Risikokoordinator erfasst und verwaltet. Die bei der Landesregulierungsbehörde beantragten Netznutzungsentgelte für den Stromnetz- und Gasnetzzugang sind beschieden und bis zum 31. Dezember 2008 gültig. Die sich aus der Anreizregulierung ergebene weitere Absenkung der Entgelte haben wir der Bedeutung entsprechend klassifiziert und im Risikofrüherkennungssystem der Unternehmensgruppe ausgewiesen. Die EWR Netz GmbH hat keine Finanzmarktgeschäfte getätigt, insoweit drohen der Gesellschaft auch aus diesem Segment keine Risiken. Andere Risiken haben wir angemessen in Form von Rückstellungsdotierungen berücksichtigt.

Den Risiken stehen natürlich unsere Bemühungen entgegen, die negativen Ergebnisauswirkungen aus der Netzentgeltregulierung durch vielfältige Gegenmaßnahmen so weit wie möglich abzumildern. Dazu gehört auch die Beleuchtung von Alternativszenarien mit Blick auf eine Netzkooperation mit den Stadtwerken Solingen, die wirtschaftliche Vorteile aufzeigen sollen. Bekanntermaßen scheiterte kurz vor der Umsetzung die angestrebte Fusion der Stadtwerke Solingen, Velbert und der EWR. Die Aufsichtsgremien und Räte befürworten dieses Projekt und haben die Geschäftsführungen mit der entscheidungsreifen Konzeption beauftragt.

Ausblick

Die für 2009 zu erwartenden Netzentgeltkürzungen konnten in der für das neue Geschäftsjahr aufgestellten Wirtschaftsplanung wesentlich besser eingeschätzt werden als in der Vergangenheit. Die damit verbundene relative Planungssicherheit erstreckt sich in der ersten Phase der Anreizregulierung bis zum Ende der Jahre 2012 (Gas) bzw. 2013 (Strom). Wesentliche Parameter für die Bemessung der uns von der Regulierungsbehörde mitgeteilten Erlösobergrenzen bilden die so genannten Effizienzwerte, die für das Stromnetz bei knapp 91 % und für das Gasnetz bei annähernd 76 % liegen.

Im Hinblick auf weitere in den nächsten Jahren zu erwartende Netzentgeltkürzungen werden in 2009 in der EWR Netz GmbH und der EWR GmbH weitere Projekte zur mittel- und langfristigen Optimierung der Netzstrukturen und Netzkosten angestoßen.

Nach dem Scheitern der Kooperationsbemühungen im Rahmen des angestrebten Rheinisch-Bergischen Stadtwerke-Verbundes (RBSV), konzentriert sich die Mutter, die EWR GmbH, wie bereits erwähnt, auf die beschlussreife Konzeption einer gemeinsamen Netzgesellschaft mit den Stadtwerken Solingen. Das Geschäftsmodell und die wirtschaftliche Auswirkungen stehen im Mittelpunkt des Projektes und sollen zur Beschlussfassung im Sommer 2009 den Aufsichtsgremien und Gesellschaftern präsentiert werden. Im Anschluss soll mit der Umsetzungsphase gestartet werden.

Das Investitions- und Instandhaltungsprogramm 2009 und Folgejahre wird sich wieder uneingeschränkt an den finanziellen Spielräumen orientieren, die vom Regulierer vorgegeben werden. Derzeit rechnen wir im laufenden Geschäftsjahr 2009 noch in der Strom- und Gasversorgung mit einem Investitionsvolumen von etwa 2,7 Mio. €, das im Auftrag auf Ebene der EWR GmbH umgesetzt werden soll.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist jederzeit gesichert. Neben den Einnahmen aus Netznutzungsentgelten steht ein Darlehensrahmenvertrag mit der EWR GmbH zur Verfügung. Die Jahresergebnisse des Unternehmens werden über den Ergebnisabführungsvertrag abgeführt bzw. ausgeglichen.

 

Remscheid, 31. März 2009

Prof. Dr. Hoffmann, Geschäftsführung

Bilanz der EWRNetz GmbH zum 31. Dezember 2008

AKTIVA

31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 700.985,22 500.457,33
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 506.623,96
- davon gegenüber dem Gesellschafter 0,00 € (Vj. 507 T€)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 89.855,22 136.176,67
790.840,44 1.143.257,96
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.257.861,53 120.000,26
2.048.701,97 1.263.258,22
B. Rechnungsabgrenzungsposten 494.508,44 5.700,00
2.543.210,41 1.268.958,22

PASSIVA

31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Jahresüberschuss 0,00 0,00
100.000,00 100.000,00
B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen 464.312,70 173.865,74
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.126.478,76 976.660,96
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 360.725,55 0,00
- davon gegenüber dem Gesellschafter 360.725,55 € (Vj. 0 T€)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.684,96 18.431,52
- davon aus Steuern 2.684,96 € (Vj. 2 T€)
1.489.889,27 995.092,48
D. Rechnungsabgrenzungsposten 489.008,44 0,00
2.543.210,41 1.268.958,22

Gewinn - und Verlustrechnung der EWRN etz GmbH für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2008

EUR 2008
EUR
2007
EUR
1. Umsatzerlöse 25.978.701,60 44.745.297,97
2. Sonstige betriebliche Erträge 245.067,38 227.983,32
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - 38.522.422,43 - 46.487.421,48
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 125.814,63 - 611.243,27
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 239.886,74 - 214.789,88
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 45.328,12 - 45.073,93
- - davon für Altersversorgung 12.625,97 € (Vj. 14 T€)
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 117.322,18 - 39.050.774,10 - 374.522,87
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 72.865,66 36.161,83
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 - 76,23
- davon an verbundene Unternehmen 0,00 € (Vj. 0 T€)
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 12.754.139,46 - 2.723.684,54
9. Erträge aus Verlustübernahme 12.754.139,46 2.723.684,54
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG zum Jahresabschluss der EWR Netz GmbH für das Geschäftsjahr 2008

Die EWR Netz GmbH ist als Organgesellschaft in eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der EWR GmbH (Organträger) verbunden. Zwischen der EWR GmbH und der EWR Netz GmbH ist ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen worden.

Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb, die Unterhaltung und der Ausbau der örtlichen Verteilungsanlagen für Elektrizität und Gas einschließlich der Wahrnehmung aller dazugehörigen Aufgaben und Dienstleistungen. Mit Pachtvertrag vom 28.10.05 wurden die im Eigentum der EWR GmbH stehenden Strom- und Gasnetze zum 01.10.05 gepachtet.

Der Jahresabschluss der EWR Netz GmbH ist nach den Vorschriften des 3. Buches des HGB und unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 (3) HGB aufgestellt worden.

I. Angaben zur Form und Darstellung der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung

Den Besonderheiten einer Netzgesellschaft haben wir durch die Erweiterung der Gliederung der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung Rechnung getragen. Soweit in der Bilanz Posten zusammengefasst wurden, sind diese im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert, um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wählten wir das Gesamtkostenverfahren.

II. Erläuterungen zu den Positionen der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung hinsichtlich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Forderungen wurden zum Nennwert aktiviert.

Bei den Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

2. Angaben zu Positionen der Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Ansprüche aus Netznutzungsentgelten gegenüber unseren Netzkunden. Die von den Kunden erhaltenen Abschlagsbeträge sind unter Berücksichtigung der abgeführten Umsatzsteuer mit den Forderungen saldiert worden.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind überwiegend Forderungen aus noch nicht fälligen Umsatzsteuerguthaben zu verzeichnen.

Aktive Rechnungsabgrenzungen

Neben den üblichen periodischen Abgrenzungen sind 489 T€ erhaltene Zuschüsse zu Baukosten und Hausanschlüssen (s. u. Passive Rechnungsabgrenzungen) als Netzpachtvorauszahlungen an die Muttergesellschaft weitergeleitet worden. Diese Pachtvorauszahlungen werden analog zu den erhaltenen Zuschüssen über einen Zeitraum von 20 Jahren erfolgswirksam aufgelöst.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 100 T€.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen und so bemessen, dass sie nach vernünftigen kaufmännischen Grundsätzen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen.

Ungewisse Verbindlichkeiten 35 T€
Rückerstattung aus Netznutzungsmehrerlösen 406 T€
Urlaubsverpflichtung/ Überstundenvergütungen 13 T€
Jahresabschlusskosten 10 T€
Gesamt 464 T€

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter errechnen sich wie folgt:

Verbindlichkeit aus Erstattung Netznutzungsmehrerlösen 12.505.027 T€
Verbindlichkeit aus Netzverpachtung 1.723.440 T€
Verbindlichkeit aus Dienstleistung (Betiebsführung) 5.049.765 T€
Verbindlichkeit aus Netzverlusten 243.698 T€
Verbindlichkeit aus Stromeinspeisung 103.705 T€
Verbindlichkeit aus stonstigen Leistungen 109.393 T€
Zwischensumme 19.735.028 T€
Forderungen aus Netznutzungsentgelt - 6.464.061 T€
Forderungen aus Verlustausgleich - 12.754.139 T€
Forderungen Sonstige - 104.043 T€
Forderungen aus Steuererstattungen - 52.059 T€
Gesamt 360.726 T€

Für die nachstehenden gegliederten Verbindlichkeiten bestanden folgende Restlaufzeiten:

Gesamt
T€
bis 1 Jahr
T€
1 bis 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
Erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.126 1.126 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 361 361 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3 3 0 0
Davon aus Steuern 3 T€ (Vj. 2 T€
Summe der Verbindlichkeiten 1.490 1.490 0 0

Passive Rechnungsabgrenzungen

In 2008 erhaltene Zuschüsse zu Baukosten und Hausanschlüssen wurden passiv abgegrenzt und werden über einen Zeitraum von 20 Jahren erfolgswirksam aufgelöst.

3. Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen entfallen u. a. auf Netznutzungsentgelte Strom 15.659 T€ und auf Netznutzungsentgelte Gas 8.748 T€. Diese wurden um die Erstattungen der Netznutzungsentgeltmehrerlöse in Höhe von 13.381 T€ gemindert.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind u. a. periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Erstattungen aus Vorjahren in Höhe von 151 T€ enthalten.

Materialaufwand

Der Materialaufwand gliedert sich wie folgt:

Netzpacht- und Betriebsführungskosten 29.486 T€
Vorgelagerte Strom- und Gastransportnetzkosten 6.927 T€
Sonstige Netzkosten 2.109 T€
Sonstige Fremdleistungen 126 T€
Gesamt 38.648 T€

Aufwand aus Gewinnabführung

Gemäß § 3 des Gewinnabführungsvertrages vom 26.09.05 verpflichtet sich die EWR GmbH (Organträger), den Jahresfehlbetrag in Höhe von 12.754 T€ durch Verlustübernahme auszugleichen.

III. Ergänzende Angaben

Belegschaft

In 2008 waren gemäß § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 3 Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehört an:

 

Prof. Dr. Thomas Hoffmann

Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr.9 HGB bestehen nicht.

IV. Konzernabschluss

Die EWR Netz GmbH wird in den Konzernabschluss der Stadtwerke Remscheid GmbH, Remscheid, einbezogen. Der Konzernabschluss der Stadtwerke Remscheid GmbH wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht.

 

Remscheid, 31.03.09

Prof. Dr. Hoffmann, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die EWR Netz GmbH, Remscheid:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der EWR Netz GmbH, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Nach § 10 Abs. 4 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die interne Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Gesellschaft sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt.

 

Düsseldorf, 9. April 2009

WIBERA Wirtschaftsberatung AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Norbert Wiechers, Wirtschaftsprüfer

ppa. Karina Tovar, Wirtschaftsprüferin

Niederschrift über die 4. ordentliche Gesellschafterversammlung der EWR Netz GmbH vom 08. Juli 2009

Zu TOP 1: Vorlage und Feststellung des Jahresabschlusses 2008 einschließlich Anhang und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008 in der geprüften Fassung

"Die Gesellschafterversammlung stellt gemäß § 10 (1) 2 des Gesellschaftsvertrages der EWR Netz GmbH den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2008 (01.01. - 31.12.) in der von der WIBERA geprüften Fassung fest."

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