PSI logistics GmbHLiquidiert

Dircksenstraße 42, 10178 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 79248
Eingetragen
29.6.2004
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Die Erstellung und der Vertrieb von Software für logistische Systeme sowie die Beratung, Serviceund Managementleistungen zur Systemintegration und der Handel mit Hardware-Systemen.

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PSI Logistics GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2020

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

DER PSI LOGISTICS GMBH, BERLIN

Geschäft

Die PSI Logistics GmbH (im Folgenden "Logistics") erzielte im Geschäftsjahr 2020 ein positives Betriebsergebnis von TEUR 1.829 (Vorjahr TEUR 1.504) und bestätigt damit die nachhaltige Entwicklung der vorangegangenen fünf Geschäftsjahre. Die Logistics weist im Berichtsjahr ein positives Eigenkapital aus. Der Umsatz verminderte sich durch Covid-19 um TEUR 4.223 auf TEUR 17.317 und somit um rd. 20%, die Gesamtleistung ging zurück auf TEUR 18.272 und somit um TEUR 2.388 gegenüber dem Vorjahr.

Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Wachstum in Deutschland 2020 bricht durch Covid-19 ein.

Die deutsche Wirtschaft ist 2020 um fünf Prozent im Pandemie-Jahr 2020 geschrumpft. Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen jetzt: Zum Jahresende ging es langsam wieder aufwärts. Im Gegensatz zur positiven Entwicklung zum Jahresende fällt das Gesamtergebnis für 2020 aber ernüchternd aus: Über das gesamte Krisenjahr hinweg schrumpfte die deutsche Volkswirtschaft um 5,0 Prozent. Es war der größte Einbruch seit der Finanzkrise 2009, als die Wirtschaftsleistung um 5,7 Prozent zurückging.

(Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/coronakrise-deutsche-wirtschaft-waechst-zum-jahres-ende-2020-ueberraschend-a-6c536c6f-f325-4076-bfb9-efaded71e4d4)

Logistikmarkt in Deutschland

Wie die aktuellen Entscheidungen aufgrund der Entwicklung der Pandemie zeigen, werden auch 2021 die politischen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus Bestand haben. Entsprechend wird mit weiteren punktuellen Einschränkungen gerechnet, was die wirtschaftliche Entwicklung bremsen wird. Um dies auf einem Minimum zu halten, ist eine Sensibilisierung der Beschäftigten für die Corona-Schutzmaßnahmen notwendig. Dies hilft den Unternehmen dabei, zumindest in ihrem Verantwortungsbereich weitere Beeinträchtigungen zu vermeiden. Die Auswirkungen durch die Covid-19 Krise für den Logistikmarkt können zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht eingeschätzt werden.

(Quelle: www.bvl.de/blog/die-entwicklung-der-logistik-in-2021-prognose-der-logistikwei-sen).

Der Auftragseingang der Logistics ist pandemiebedingt zurückgegangen und betrug im Geschäftsjahr 2020 TEUR 18.720 gegenüber TEUR 20.012 im Vorjahr. Der Auftragsbestand ist gestiegen, da der Rückgang des Umsatzes stärker war als der des Auftragseinganges und betrug zum 31. Dezember 2020 TEUR 8.395 gegenüber TEUR 7.075 im Vorjahr.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2020 beschäftigte die Gesellschaft 142 Mitarbeiter gegenüber 144 Mitarbeitern Ende 2019.

Das Geschäftsjahr 2020 ist geprägt durch die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Gegenüber dem Vorjahr ist der Auftragseingang gesunken. Das Betriebsergebnis lag mit TEUR 1.829 um TEUR 325 über dem Vorjahr und somit über den Erwartungen des laufenden Geschäftsjahres.

Organisationsstruktur

In der Division Transportation liegt der Schwerpunkt in den drei Produkten PSIairport, PSItms und PSIglobal am Standort Dortmund. Zu allen drei Produkten konnte trotz der Ereignisse durch die Pandemie die wirtschaftlichen Planziele übertroffen werden. Im Jahr 2020 nutzten viele Airport-Kunden die Chance, Projekte vorzuziehen und die Infrastruktur zu erneuern. Besonders hervorzuheben ist die Inbetriebnahme des neuen Flughafens Berlin inkl. des Umzuges vom Flughafen Berlin-Tegel. Im Kontext deutlich gestiegener Paketaufkommen bedingt durch die Pandemie, konnte das auf der Konzernplattform PSI Java Framework - PJF migrierte PSItms seine effiziente Performance beim Kunden der Schweizerischen Post positiv unter Beweis stellen. Durch die Pandemie sind viele lokale und globale Supply Chains stark tangiert. Mit dem PSIglobal nutzten viele Bestands- und Neukunden die Möglichkeiten, aktives Risikomanagement zu betreiben, die geänderten Logistikströme den neuen Gegebenheiten in Produktion und Transport anzupassen.

Die Division Warehousing mit dem Produktschwerpunkt PSIwms ist in Deutschland an den Standorten Aschaffenburg und Dortmund vertreten. In 2020 wurden zahlreiche Projekte überdurchschnittlicher Größe erfolgreich abgeschlossen. Eine zu Jahresbeginn von Vorsicht und Zurückhaltung geprägte Entscheidungsbereitschaft der Kunden löste sich erst im Q3 auf und führte zu einem außergewöhnlich starken Schlussquartal und einer hohen Zahl von gewonnen Neuprojekten sowohl in der D-A-CH-Region als auch in Osteuropa. Das erfolgreich initiierte Upgrade-Geschäft im Bestandskundenumfeld erfreut sich großer Beliebtheit und wird weiter fortgeführt. Das PSIwms Release 2020 stellt Kunden weitere neue Features zur Verfügung und wird aktiv vermarktet. Speziell für den boomenden Online-Handel ist ab 2021 eine auf die Bedürfnisse des Online-Handel ausgerichtetes Branchentemplate verfügbar, welches auf BestPractice Prozessen aus zahlreichen und erfolgreich umgesetzten Projekten basiert. Die Integration von Funktionalitäten in das Lösungsangebot und die Vertriebswege der Schwestereinheit PSI Automotive & Industry GmbH stößt nach erfolgreichen Pilotprojekten auf großes Interesse.

Die Aktivitäten der Logistics im Konzern wurden ausgebaut und die Zusammenarbeit mit den ausländischen PSI Konzerngesellschaften in Poznan (PSI Polen), Moskau (OOO PSI Russland) und Kuala Lumpur (PSI Incontrol Sdn Bhd) und den inländischen PSI Konzerngesellschaften PSI Automotive & Industry GmbH, PSI FLS Fuzzy & Neuro Systeme GmbH und PSI Metals GmbH-innerhalb des PSI Konzerns weiter intensiviert.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

2020 2019 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Gesamtleistung 18.272 100,0 20.660 100,0 -2.388 -11,6
Betrieblicher Aufwand * -16.443 -90,0 -19.156 -92,7 2.713 -14,2
Beteiligungs- und Finanzergebnis -185 -220 35 -15,9
Ergebnis vor Steuern 1.644 1.284 360 28,0
Jahresergebnis 1.573 1.258 315 25,0

* inkl. sonstiger betrieblicher Erträge

Umsatz durch Covid-19 um 20 % gesunken

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2020 verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.223 auf TEUR 17.317. In der reduzierten Gesamtleistung ist eine Bestandsveränderung in Höhe von TEUR 955 (Vorjahr: TEUR -881) enthalten.

Mitarbeiteranzahl konstant - Fremdleistungseinkauf stark reduziert

Aufgrund der Verminderung des Umsatzes ist auch der Einkauf von Fremdleistungen und Waren mit TEUR 1.129 um TEUR 2.492 und somit um über zwei Drittel gesunken. Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Berichtsjahr um TEUR 584 auf TEUR 11.198.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind im Vergleichszeitraum um TEUR 99 auf TEUR 991 gestiegen. Das Investitionsvolumen wurde mit TEUR 612 (Vorjahr: TEUR 1.356) aufgrund der Gesamtsituation reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 408 auf TEUR 4.384 reduziert. Gesunkener Reisekosten- und Messeaufwand ist hier der wesentliche Faktor.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von TEUR 495 auf TEUR 1.259. Förderzuschüsse sind hier der wesentliche Treiber.

Ergebnissteigerung in schwierigen Geschäftsumfeld

Das positive Betriebsergebnis mit TEUR 1.829 (Vorjahr: TEUR 1.504) resultiert aus der innovativen Ausrichtung der Produkte, einer guten Marktposition mit Marktführern als Referenzen und dem sehr guten Umfeld in der Logistik-IT.

Das negative Finanzergebnis in Höhe von TEUR -185 (Vorjahr: TEUR -220) resultiert im Wesentlichen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen.

Der Steueraufwand betrifft die laufenden Ertragsteuern für das Geschäftsjahr.

Finanzlage

2020
TEUR
2019
TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.673 3.696
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -612 -1.356
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.000 -1.790
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 1.061 550
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.595 1.045
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.656 1.595

Finanzierung aus operativem Geschäft

Die Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft und Investitionen ist sichergestellt. Über das Risikomanagement erfolgt eine monatlich rollierende Prognose mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.023 auf TEUR 2.673.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert ausschließlich aus Investitionen im Anlagevermögen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit resultiert aus der anteiligen Tilgung eines Darlehens gegenüber der Gesellschafterin PSI Software AG.

Die Logistics weist zum Bilanzstichtag liquide Mittel in Höhe von TEUR 2.656 (Vorjahr: TEUR 1.595) aus und erfüllte im Jahr 2020 ihre externen Zahlungsverpflichtungen.

Vermögenslage

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen 2.778 30,1 3.156 35,6 -378 -12,0
Vorräte abzüglich erhaltene Anzahlungen 801 8,7 240 2,7 561 >100
Kurzfristige Forderungen 2.922 31,7 3.711 41,8 -789 -21,3
Flüssige Mittel 2.656 28,8 1.595 18,0 1.061 66,5
Übrige Aktiva 60 0,7 110 1,2 -50 -45,5
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0 0,0 64 0,7 -64 >100
9.217 100,0 8.876 100,0 341 3,8
Kapital
Eigenkapital 1.509 16,4 0 0,0 1.509 >100
Langfristige Verbindlichkeiten 2.589 28,1 2.446 27,6 143 5,8
Kurzfristige Verbindlichkeiten 5.119 55,5 6.430 72,4 -1.311 -20,4
9.217 100,0 8.876 100,0 341 3,8

Erhöhung der liquiden Mittel

Das Vermögen der Gesellschaft ist im Wesentlichen kurzfristig gebunden. Die langfristigen Verbindlichkeiten enthalten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.311 verringert und resultieren im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten im Verbundbereich im Zusammenhang mit Liefer- und Leistungsverkehr (TEUR 141), erhaltenen Anzahlungen (TEUR 1.049) sowie sonstigen Rückstellungen, Steuerrückstellungen, Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 3.929). Dem kurzfristig gebundenen Vermögen von TEUR 6.439 stehen kurzfristige Verbindlichkeiten von TEUR 5.119 gegenüber.

Eigenkapitalbasis gestärkt

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt im Geschäftsjahr 2020 unverändert TEUR 1.426. Der Jahresüberschuss von TEUR 1.573 führt zu einem positiven Eigenkapital von TEUR 1.509. Die PSI Software AG gab für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Rangrücktrittserklärung für Forderungen in Höhe von TEUR 1.000 ab. Die Logistics hat im Berichtsjahr die aus dem Vorjahr verbliebene Restschuld aus Darlehen gegenüber der PSI Software AG vollständig getilgt. Gemäß Rangrücktrittsvereinbarung vom Oktober 2019 wird die Logistics der PSI Software AG den geprüften Jahresabschluss 2020 vorlegen und auf dieser Basis den Rangrücktritt kündigen.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Logistics

Das Geschäftsjahr 2020 war durch Covid-19 geprägt und führte zu einem Umsatzrückgang von rd. 20 %. Aufgrund der Marktstellung der Logistics, der innovativen Weiterentwicklung der Produkte, dem Ausbau von Vertrieb und Marketing und dem Ausrollen der auf die PSI Java Plattform migrierten Produkte konnte eine Ergebnissteigerung erzielt werden. Die Logistics erwirtschaftete im Berichtsjahr ein positives Betriebsergebnis von TEUR 1.829. Der operative Cashflow ist mit TEUR 2.673 positiv. Diese positive wirtschaftliche Entwicklung wirkt sich auf die Vermögenslage aus. Die Logistics konnte die Restschuld des Darlehens gegenüber ihrer Gesellschafterin tilgen.

Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung der Produkte PSIwms, PSItms, PSIglobal und PSIairport erfolgt sowohl innerhalb der Realisierung der Kundenprojekte, als auch durch strategische Produktentwicklungen. Strategische Produktentwicklungen werden im Wesentlichen durch Lizenzeinnahmen, der Lizenzwartung und das operative Geschäft der Logistics finanziert und erfolgen auch in Zusammenarbeit mit der PSI Tochtergesellschaft in Polen.

Weil das Nachfragewachstum im Logistik-IT-Markt aktuell kaum durch Anbieter wie Logistics vollständig bedient werden kann, wurde eine überproportionale Stärkung der Standardentwicklung durchgeführt, um bei geringeren Individualprogrammierungen zugunsten von höheren Lizenzeinnahmen mehr Kunden zu bedienen. Außerdem kann der Markt zusätzlich über Partner betreut werden. Diese Tendenz werden wir im Jahr 2021 noch weiter umsetzen.

2020 wurde die Migration auf die einheitliche Technologieplattform PSI Java Framework (PJF) fortgesetzt und die neuen Features im Markt etabliert. Auch im Jahr 2020 war dieser Bereich ein wichtiger Baustein in der strategischen Weiterentwicklung der Logistics Produkte sein. Es wurden mehrere Forschungsprojekte bearbeitet, um die Themen Elektromobilität, autonomes Fahren und Blockchain erfolgreich als Marktführer zu besetzen. Im Jahr 2020 liefen dazu die Forschungsprojekte APEROL, Silke, iP4Move und Land Leuchten. Die PSI Logistics ist in einigen Projekten der Konsortialführer.

Zunehmend finden sich viele Verfahren der Künstlichen Intelligenz in allen Produkten der PSI Logistics. Die Kompetenz dieser Algorithmen stammt überwiegend aus der Schwestereinheit PSI FLS Fuzzy Logik & Neuro Systeme. Vermarktet werden diese besonderen Erweiterungen unter dem Begriff der »Industriellen Intelligenz«.

Die PSI Logistics erhielt im Jahr 2020 vier Auszeichnungen:

»TOP Arbeitgeber« im Mittelstand für die Region DACH

Capital und Statista zu »Innovativsten Unternehmen Deutschlands«

»Beste Logistik Marke« zum zweiten Mal mit dem 3. Platz in der Kategorie »IT für Warehouse Management«

»Digitalen Pionieren Mittelstand« in Deutschland von der Wirtschaftswoche und zwei unabhängigen Beratungsunternehmen

Die Logistics setzt weiterhin in einem immer dynamischeren Markt auf konsequente Release-Fähigkeit und Cloud-Fähigkeit der Produkte, um ihren Kunden dynamisch neue Produktinnovationen zur Verfügung stellen zu können, und um sich einen andauernden Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Weitere Entwicklungsprojekte im Rahmen der Konzernstrategie werden gemeinschaftlich finanziert.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiter und ihr Know-how stellen ein wesentliches Element des Unternehmenswertes und auch zugleich eine wesentliche Säule des Unternehmenserfolges dar. Um beide Größen zu steigern und langfristig zu sichern, ist die Personalentwicklung ein Kernelement der Unternehmensstrategie. Des Weiteren soll diese Maßnahme auch die Motivation auf einem hohen Niveau erhalten.

Risikobericht

Die zukünftige Entwicklung ist von der erfolgreichen Vermarktung entwickelter Standardsoftwareprodukte abhängig, die mit technologischen Risiken (Weiterentwicklung und Verbesserung der Produkte) sowie Marktrisiken (Bekanntheitsgrad der Gesellschaft, Vertriebsstrukturen, Konkurrenzsituation) behaftet sind.

Als Softwarehersteller im Projektgeschäft besteht das Risiko, dass durch unzureichende technische Spezifizierungen in der Projektplanungsphase, Kostenüberschreitungen in der Projektabwicklungsphase und Nachforderungen von Kunden nach Projektabschluss keine Kostendeckung erreicht werden kann. Die Geschäftsführung begegnet diesem Risiko durch den Einsatz interner Kontroll- und Steuerinstrumente. Unterstützt wird der Einsatz der Steuerungsinstrumente durch entsprechende Schulungsmaßnahmen.

Durch organisatorische, technische und Marketingmaßnahmen sollen die Produkte der Logistics zudem verstärkt partnerfähig gestaltet werden. In bestimmten Marktsegmenten und bestimmten nationalen Märkten sollen Partner gewonnen werden, welche nicht nur den Vertrieb der Produkte der Logistics, sondern auch die Integration und Projektabwicklung übernehmen sollen. Dieses ist eine Maßnahme zur Steigerung des Lizenzumsatzes am Gesamtgeschäft.

Zur Finanzierung des operativen Geschäfts nutzt die Logistics Finanzinstrumente, die im Wesentlichen aus Liefer- und Leistungsforderungen und liquiden Mitteln bestehen. Die wichtigsten Risiken sind hierbei Ausfall-, Liquiditäts-, Wechselkurs- und Zeitwertrisiken.

Ausfall- und Liquiditätsrisiken werden mittels der Verwendung von Kontrollverfahren und Kreditlinien gesteuert. Für die Logistics besteht keine Konzentration des Ausfallrisikos bei einzelnen oder einer Gruppe von Vertragspartnern. Die Gesellschaft ist bestrebt, über ausreichende Liquidität und Kreditlinien zu verfügen, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen.

Die Chance der Logistics zur Realisierung größerer Projektvolumina schafft gleichzeitig auch zusätzliche Risiken hinsichtlich der Internationalisierung des Geschäftes, des Vorfinanzierungsgrades und der Projektabwicklung.

Da die Gesellschaft überwiegend Geschäfte tätigt, die in Euro abgeschlossen werden, besteht kein nennenswertes Wechselkursrisiko.

Durch die Konzentration auf das Geschäft mit den Kernprodukten und Kernkompetenzen der Gesellschaft sowie der Nutzung der Ressourcen des PSI Konzerns wird das Risiko hinsichtlich eines zu geringen Auftragseingangs sehr begrenzt.

Durch die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 (Covid-19) ist die weltweite Konjunktur eingebrochen und es besteht weiterhin die Gefahr einer fortgesetzten weltweiten konjunkturellen Abkühlung durch die Unterbrechung internationaler Lieferketten. Logistics verfügt über einen hohen Auftragsbestand und war als Softwarehersteller mit einem hohen Anteil eigener Wertschöpfung kaum von der Unterbrechung der Lieferketten betroffen.

Prognosebericht

Die intensive Vermarktung der erweiterten Produkte soll die Ertragskraft des Unternehmens stärken. Alleinstellungsmerkmale durch die PSI Logistics Suite und die Synergien von Programmfunktionen aus anderen Geschäftseinheiten des PSI Konzerns in die bestehenden Produkte sollen die Marktposition der Logistics verbessern und zusätzliche Umsatzpotenziale erwirtschaften.

Die Bestandskundenbasis sorgt für einen kontinuierlichen Auftragseingang und ist darüber hinaus die Basis für das geplante Wachstum.

Die Vermarktung von Lizenzen wird weiterhin auch über andere PSI Konzerngesellschaften (z.B. PSI Polen, OOO PSI Russland, PSI Automotive & Industry) erfolgen.

In der Division Transportation werden die auf die Konzernplattform migrierten Systeme zum PSItms, PSIairport sowie PSIglobal vermarktet. Im Jahr 2021 erfolgt eine besondere Vermarktung unter dem Namen »Smart Routing Service« aus dem PSItms und PSIglobal für intelligente und effiziente Anwendungen im Kontext von Geoinformationssystemen (GIS) zum Routen auf Verkehrswegen über Web-Dienste vermarktet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Unterstützung der Bestandskunden im Bereich Airport, welche durch die weiter anhaltende Pandemie besonders betroffen sind. Der Aufbau von weiteren Partnern zeigt erste positive Skalierungseffekte.

Die Division Warehousing wird die Marktposition weiter verbessern. Die breite Bestandskundenbasis mit dem etablierten und stetig durch Innovationen erweiterten Produkt PSIwms ermöglicht weitere Neuprojekte, Upgrades, weitere Lizenzumsätze und erfolgreiche Anpassungen.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland blieb bis um Ausbruch der Coronavirus-Krise auf Wachstumskurs, Bestätigungen dafür gaben nicht nur die Wirtschaftsindikatoren für Deutschland, sondern auch die von International Data Corporation (IDC) prognostizierten IT-Ausgaben für Hardware, Software und Services. Für das Jahr 2020 wurde eine Steigerung des Wirtschaftswachstums um 1,6 % gegenüber 2019 erwartet. Durch Covid-19 sind die Prognosen von großer Unsicherheit geprägt.

Für 2021 erwartete das Management eine positive Entwicklung in den relevanten Marktsegmenten. Diese positiven Vorzeichen der wirtschaftlichen Lage in Deutschland bestätigten sich in den ersten Monaten in der Anzahl und Qualität konkreter Anfragen potentieller Neukunden. Die Unsicherheiten durch Covid-19 bleiben bestehen.

In der Prognose für das Geschäftsjahr 2020 ging das Management von einer leichten Ergebnissteigerung gegenüber 2019 aus. Die Erwartung im Auftragseingang lag bei 24 Mio. Euro und der Umsatz wurde mit 22 Mio. Euro geplant. Dies beruhte auch auf einer Einschätzung des gesamten Logistikmarktes und der Stellung der Logistics in diesem Markt. Ab Q3 2020 erreichte die Logistics einen deutlichen Anstieg des Auftragseingangs. Insgesamt erwarten wir 2021 einen weiteren Anstieg zur Auftragsvergabe. Unter besonderer Beobachtung ist unser Geschäft im Bereich Airport. Die Branche bleibt durch die Pandemie auch im Jahr 2021 besonders betroffen. Sofern keine weiteren Schocks die Weltwirtschaft erschüttern, streben wir für 2021 eine moderate Ergebnis- und Margensteigerung sowie leichte Steigerungen beim Auftragseingang und Umsatz an. Um unsere Ziele zu erreichen, werden wir auch weiterhin in die Funktionalität unserer Produkte und die Effizienz unserer Geschäftsprozesse investieren.

 

Berlin, 7. Mai 2021

Sascha Tepuric, Geschäftsführer

Dr. Giovanni Prestifilippo, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020

PSI LOGISTICS GMBH, BERLIN

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 1.589.417,00 1.721.652,00
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 197.452,00 223.674,00
Rechner und Zubehör 395.616,00 562.656,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 595.248,00 648.373,00
1.188.316,00 1.434.703,00
2.777.733,00 3.156.355,00
UMLAUFVERMÖGEN
Vorräte
Unfertige Leistungen 2.919.422,00 1.964.074,00
Waren 0,00 0,00
2.919.422,00 1.964.074,00
Erhaltene Anzahlungen -2.118.041,10 -1.724.412,50
801.380,90 239.661,50
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.201.570,11 3.230.773,89
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 506.176,47 294.221,09
Sonstige Vermögensgegenstände 214.335,89 186.146,34
2.922.082,47 3.711.141,32
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.656.419,46 1.595.379,82
6.379.882,83 5.546.182,64
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 59.756,29 109.362,21
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 63.725,30
SUMME AKTIVA 9.217.372,12 8.875.625,15

PASSIVA

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 1.425.600,00 1.425.600,00
Bilanzgewinn (Vorjahr: -verlust) 83.480,90 -1.489.325,30
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 63.725,30
1.509.080,90 0,00
RÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen für Pensionen 2.588.621,00 2.446.474,00
Steuerrückstellungen 96.154,91 25.797,81
Sonstige Rückstellungen 3.082.836,45 3.099.814,05
5.767.612,36 5.572.085,86
VERBINDLICHKEITEN
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.049.151,40 1.139.719,18
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 218.820,49 240.796,16
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 140.703,50 1.407.438,98
Sonstige Verbindlichkeiten 237.676,01 335.101,26
- davon aus Steuern: EUR 114.921,96 (Vorjahr: EUR 311.208,79)
1.646.351,40 3.123.055,58
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 294.327,46 180.483,71
SUMME PASSIVA 9.217.372,12 8.875.625,15

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

PSI LOGISTICS GMBH, BERLIN

2020
EUR
2019
EUR
Umsatzerlöse 17.316.697,52 21.540.261,31
Bestandsveränderung der unfertigen Leistungen 955.348,00 -880.604,00
Sonstige betriebliche Erträge 1.259.356,96 764.076,06
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 278,69 (Vorjahr: EUR 1.264,74)
Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -180.123,27 -1.694.894,57
Aufwendungen für bezogene Leistungen -949.061,53 -1.926.205,27
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -9.285.278,76 -8.733.551,07
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.912.144,23 -1.880.028,56
- davon für Altersversorgung: EUR 37.936,19 (Vorjahr: EUR 150.443,74)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -990.864,58 -892.113,99
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.384.267,85 -4.792.649,90
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 2.524,37 (Vorjahr: EUR 879,93)
- davon Aufwendungen aus der Anwendung des Art. 67 Abs. 1 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG): EUR 33.387,00 (Vorjahr: EUR 33.387,00)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.385,11 6.328,06
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 200,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -194.865,79 -226.081,00
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: EUR 194.284,00 (Vorjahr: EUR 226.000,00)
Ergebnis vor Steuern 1.644.181,58 1.284.537,07
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -70.357,10 -26.193,09
Ergebnis nach Steuern 1.573.824,48 1.258.343,98
Sonstige Steuern -1.018,28 -308,07
Jahresüberschuss 1.572.806,20 1.258.035,91
Verlustvortrag -1.489.325,30 -2.747.361,21
Bilanzgewinn (Vorjahr: -verlust) 83.480,90 -1.489.325,30

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

PSI LOGISTICS GMBH, BERLIN

I. ALLGEMEINES, WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGS METHODEN

1. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen

Der Sitz der Gesellschaft ist in Berlin. Die Gesellschaft ist unter der Firma PSI Logistics GmbH im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer B 79248 eingetragen.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

2. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss 2019 der PSI Logistics GmbH (im Folgenden ,Logistics') ist nach den Vorschriften der §§ 242-288 HGB sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Abschluss wurde in Euro erstellt.

Nach § 267 HGB gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Vermögensgegenständen und Schulden

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Soweit außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund einer dauerhaften Wertminderung notwendig sind, werden diese berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr zu einem Pool zusammengefasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden wie folgt abgeschrieben:

Erworbene Lizenzen, Software 3 - 5 Jahre linear
Rechner und Zubehör 3 - 7 Jahre linear
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 13 Jahre linear
Ausbau Geschäftsstelle 10 Jahre linear
Geringwertige Wirtschaftsgüter 5 Jahre linear

Die unfertigen Leistungen sind in entsprechender Anwendung des § 255 HGB zu Herstellungskosten verlustfrei bewertet, wobei angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung berücksichtigt wurden. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Erhaltene Anzahlungen wurden auftragsbezogen aktivisch von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt. Werthaltigkeitsrisiken wurde durch die Bildung entsprechender Wertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst.

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 238 (Vorjahr: TEUR 245), der einer Ausschüttungssperre unterliegt, welche durch eine ausreichende Kapitalrücklage jedoch nicht zum Tragen kommt.

Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis folgender Annahmen berechnet:

2020
%
2019
%
Abzinsungsfaktor (7-Jahres-Durchschnitt) 1,60 1,97
Abzinsungsfaktor (10-Jahres-Durchschnitt) 2,30 2,71
Einkommenstrend p.a. 1 0,00/1,30 0,00/1,30
Rententrend p.a. 1,50 1,50
Fluktuation 0,00 0,00

Pensionen - Änderung der Regelaltersgrenze

Zum 31. Dezember 2020 wurde bei der Berechnung der deutschen Pensionsverpflichtung die grundsätzliche Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung berücksichtigt.

Bis 2009 wurden die Pensionsverpflichtungen versicherungsmathematisch mit ihrem Teilwert gemäß § 6a EStG auf der Basis eines Zinssatzes von 6 % angesetzt. Durch die erstmalige Anwendung der Bestimmung des BilMoG hat sich zum 1. Januar 2010 eine Unterdotierung in Höhe von TEUR 501 ergeben. In Anwendung des Übergangswahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der Unterschiedsbetrag über eine Laufzeit von 15 Jahren verteilt. Zum 31. Dezember 2020 besteht noch ein ausstehender Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 134. Im Geschäftsjahr erfolgte entsprechend eine Zuführung in Höhe von TEUR 33, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen ist.

1 Ein Teil der Pensionszusagen wurde am 31.12.2006 abgelöst. Für diesen Teil sind Gehaltstrends bei der Berechnung der Verpflichtung nicht relevant.

Die gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht bilanzierte Unterdeckung aus der Unterstützungskasse beträgt TEUR 111.

Bei der Bemessung der übrigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken angemessen berücksichtigt und ihnen ausreichend Rechnung getragen. Da es sich mit Ausnahme der Jubiläumsrückstellungen nur um kurzfristig fällige Rückstellungen handelt, waren bis auf diese Ausnahme keine zukünftigen Preis- und Kostensteigerungen und Abzinsungseffekte bei der Bewertung der Rückstellungen zu berücksichtigen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß den Vorschriften des geltenden HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird.

Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden alle Einzahlungen vor dem 31. Dezember 2020 ausgewiesen, soweit sie einen Ertrag nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Latente Steuern werden auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten angesetzt, wenn davon ausgegangen wird, dass sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren wieder abbauen. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den gewerbesteuerlichen Hebesätzen der Logistics. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von 29,83 %. Die Aktivierung eines Überhangs aktiver latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Wahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

II. ANGABEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens und der kumulierten Abschreibungen ist im Anlagespiegel auf Seite 8 dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die Gesellschafterin PSI Software AG mit TEUR 391 (Vorjahr: TEUR 29) und drei Konzerngesellschaften mit TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 265). Die Forderungen resultieren im Berichtsjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Gezeichnetes Kapital

Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital zum 31. Dezember 2020 beträgt unverändert TEUR 1.426 und ist in voller Höhe eingezahlt.

4. Bilanzgewinn/ Vorjahr -verlust

Der Bilanzgewinn beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 83 (Vorjahr: Bilanzverlust TEUR 1.489).

5. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Der im Vorjahr ausgewiesene nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 64 wurde durch den Jahresüberschuss ausgeglichen.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten personalbezogene Rückstellungen für Urlaubsund Mehrarbeits- sowie Prämienansprüche, Jubiläen, Altersteilzeit und Berufsgenossenschaft von TEUR 935 (Vorjahr: TEUR 1.127), projektbezogene Rückstellungen für zu erbringende Leistungen und Wareneinkauf von TEUR 2.126 (Vorjahr: TEUR 1.920) sowie übrige Rückstellungen von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 53), welche im Wesentlichen aus Rückstellungen für Jahresabschlusskosten und ausstehende Rechnungen bestehen.

7. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Gesellschafterin PSI Software AG mit TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 1.291) und vier Konzerngesellschaften mit TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 116).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten unverändert ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

8. Latente Steuern

Aus der Gegenüberstellung von aktiven und passiven latenten Steuern ergab sich zum Bilanzstichtag ein Aktivüberhang. Latente Steuern auf temporäre Differenzen i.S.v. § 274 HGB ergeben sich unter Anwendung eines Steuersatzes von 29,83 % bei folgenden Bilanzposten:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Pensionsrückstellungen

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Forderungen

Das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird nicht in Anspruch genommen. Die sich ergebenden aktiven latenten Steuern werden nicht aktiviert.

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Ein sich aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG ergebender Unterschiedsbetrag bezüglich der Pensionsrückstellungen wird unter Anwendung eines Übergangswahlrechtes über eine Laufzeit von 15 Jahren verteilt. Im Geschäftsjahr erfolgte entsprechend wie im Vorjahr eine Zuführung in Höhe von TEUR 33. Diese Zuführung ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den Aufwendungen aus der Anwendung des Art. 67 Abs. 1 EGHGB ausgewiesen.

III. SONSTIGE ANGABEN

1. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Wartung
TEUR
Raummieten
TEUR
Gerätemieten und -leasing
TEUR
Insgesamt
TEUR
2022 23 601 183 807
2022-2023 1 894 166 1.061
2024-2026 1 107 36 144

Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen keine weiteren sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

2. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag besteht eine Subsidiärhaftung aus den Pensionsverpflichtungen im Sinne des § 251 HGB.

3. Eventualverbindlichkeiten

Gegenüber der PSI Software AG bestehen aus dem Erlass von Darlehen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wesentliche Verpflichtungen aus Besserungsscheinen. Diese finanziellen Verpflichtungen entstehen bedingt, sofern die Gesellschaft Gewinne erzielt und die alleinige Gesellschafterin den Besserungsschein in Anspruch nimmt. Das Volumen zukünftiger Zahlungen aus Besserungsscheinen beläuft sich zum 31.12.2020 auf TEUR 250. Zum Bilanzstichtag und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden keine Ansprüche aus der bestehenden Besserungsscheinregelung geltend gemacht.

4. Anzahl der Mitarbeiter

nach Tätigkeitsbereichen nach Geschäftsstellen
Produktion 122 Aschaffenburg 78
Vertrieb 10 Dortmund 64
Verwaltung 13 Berlin 3
145 145

5. Geschäftsführung und Vertretungsbefugnis

Geschäftsführer:

Dr. Giovanni Prestifilippo, Dortmund Dr.-Ingenieur

Sascha Tepuric, Aschaffenburg Diplom-Informatiker

6. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe zur Vergütung der Geschäftsführer wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

7. Prüfungs- und Beratungsgebühren

Die Honorare des Abschlussprüfers Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft werden im Konzernabschluss der PSI Software AG angegeben.

8. Konzernverhältnisse

Die PSI Software AG hält 100 % des Stammkapitals der PSI Logistics GmbH. Die PSI Software AG erstellt einen Konzernabschluss gemäß § 315e HGB für den größten und kleinsten Kreis nach International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger offengelegt.

9. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss von TEUR 1.573 (Vorjahr: TEUR 1.258) wird auf neue Rechnung vorgetragen.

10. Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.

 

Berlin, 7. Mai 2021

Geschäftsführung:

Sascha Tepuric

Dr. Giovanni Prestifilippo

PSI Logistics GmbH, Berlin

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN KUMMULIERTE ABSCHREIBUNG
01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge 31.12.2020
EUR
01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
EUR
I MATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 3.573.509,58 507.911,24 2.728,68 4.078.692,14 1.851.857,58 640.139,24
3.573.509,58 507.911,24 2.728,68 4.078.692,14 1.851.857,58 640.139,24
II SACHANLAGEN
1. Bauten auf fremden Grundstücken 269.193,65 0,00 0,00 269.193,65 45.519,65 26.222,00
2. Rechner und Zubehör 1.499.749,03 77.710,09 7.408,55 1.570.050,57 937.093,03 244.739,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 810.504,91 26.647,25 23.058,12 814.094,04 162.131,91 79.764,25
2.579.447,59 104.357,34 30.466,67 2.653.338,26 1.144.744,59 350.725,34
6.152.957,17 612.268,58 33.195,35 6.732.030,40 2.996.602,17 990.864,58
KUMMULIERTE ABSCHREIBUNG BUCHWERTE
Abgänge
EUR
31.12.2020
EUR
31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
I MATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 2.721,68 2.489.275,14 1.589.417,00 1.721.652,00
2.721,68 2.489.275,14 1.589.417,00 1.721.652,00
II SACHANLAGEN
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 71.741,65 197.452,00 223.674,00
2. Rechner und Zubehör 7.397,55 1.174.434,57 395.616,00 562.656,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.050,12 218.846,04 595.248,00 648.373,00
30.447,67 1.465.022,26 1.188.316,00 1.434.703,00
33.169,35 3.954.297,40 2.777.733,00 3.156.355,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PSI Logistics GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PSI Logistics GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PSI Logistics GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt " Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts " unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 19. Mai 2021

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gerald Reiher, Wirtschaftsprüfer

Christoph Krause, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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