Nordpol+ Agentur für Kommunikation GmbH
Selbe AdressePublic-Relations-Beratung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha Steffens seit 5.12.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.81% | |
| 0.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbHEigenbeteiligung | 21.66% |
Equistone Partners Europe Fund IV "C" L.P. | 12.22% |
Equistone Partners Europe Fund IV "E" L.P. | 12.11% |
Equistone Partners Europe Fund IV "A" L.P. | 10.24% |
Equistone Partners Europe Fund IV "D" L.P. | 9.76% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbHHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 28. Februar 2023 Ernst
& Young GmbH
Möbus, Wirtschaftsprüfer Weiß, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbH mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 132098 eingetragen. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls teilweise an dieser Stelle gemacht. Konzernabschlussstichtag Gemäß § 299 HGB wurde der Konzernabschluss auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Abweichende Bilanzstichtage bei Tochterunternehmen bestehen nicht. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode (Neubewertungsmethode) zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird auf der Aktivseite als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die folgenden Gesellschaften:
1. unmittelbar gehalten durch die PIA
Performance Interactive Alliance Holdings GmbH
Der Abschluss der Scholz & Friends Digital Media GmbH sowie der NXT Audience GmbH - letztgenannte Gesellschaft wurde per Gesellschaftsvertrag vom 20. September 2022 von der PIA Media GmbH (hält 50 % der Anteile) und der Agentur ERASON GmbH (hält 50 % der Anteile) gegründet - wurden anteilig gemäß § 310 HGB einbezogen, da die Gesellschaften jeweils von beiden Gesellschaftern gemeinsam geführt werden. Die aus Anteilen an der Scholz & Friends Digital Media GmbH resultierenden Vermögensgegenstände, Schulden sowie GuV Positionen sind in folgender Höhe im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2022 enthalten:
Die aus Anteilen an der NXT Audience GmbH resultierenden Vermögensgegenstände, Schulden sowie GuV Positionen sind in folgender Höhe im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2022 enthalten:
Die Voony Games GmbH, Hamburg, wurde per Verschmelzungsvertrag vom 24. März 2022 auf die Appico GmbH verschmolzen. Die Qverse Inc. wurde im Geschäftsjahr 2022 endkonsolidiert. Aus der Entkonsolidierung ergaben sich keine wesentlichen Effekte. Nicht konsolidierte Unternehmen
Die durch die PIA Holdings erworbenen Anteile an den nicht konsolidierten Unternehmen wurden gemäß § 311 Absatz 2 HGB zu Anschaffungskosten bewertet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Konzernabschluss wird gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, die stetig angewendet wurden. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Mutterunternehmens erstellt. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die PIA-Gruppe betreibt keine Forschung, so dass Forschungskosten nicht anfallen. Der Einbezug von Entwicklungskosten in die Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt ab dem Zeitpunkt, ab dem die Entwicklung des jeweiligen Projektes beschlossen wurde und eine positive Machbarkeitseinschätzung vorliegt. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände betreffen ausschließlich Softwareentwicklungen und enthalten direkt zurechenbare Personal- und anteilige Raumkosten. Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Rahmen des Zusammenschlusses zum Konzern in den Geschäftsjahren 2014 bis 2020 entstanden sind, werden über einen Zeitraum von 12 Jahren abgeschrieben. In der Nutzungsdauer spiegeln sich im Wesentlichen die Art und langfristig angelegte Unternehmenstätigkeit, die Lebensdauer der Geschäftsmodelle sowie der Entwicklung nachhaltiger Geschäftschancen wider. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation bilanzierten selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte (Kundenbeziehungen und Marke) werden über 3 bzw. 15 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Alle Sachanlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Beteiligungen mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigere beizulegenden Werten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich abgezinst. Liquide Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet alle Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Unter den Verbindlichkeiten ausgewiesene erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden mit dem Nennwert angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet alle Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und - entlastung nicht abgezinst. Zudem werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden grundsätzlich saldiert ausgewiesen. Währungsumrechnung Die erstmalige Erfassung der aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Vermögensgegenstände und Schulden im Rahmen der Währungsumrechnung in der Handelsbilanz II erfolgt mit dem Devisenkassakurs zum Transaktionstag. Bei monetären Vermögensgegenständen wird der Briefkurs zugrunde gelegt. Bei nichtmonetären Vermögensgegenständen sowie Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt die Umrechnung mit dem Geldkurs. Auf fremde Währung lautende monetäre Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger wird das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) bei wechselkursbedingten Wertänderungen nicht angewendet. Nichtmonetäre Vermögensgegenstände, die in fremder Währung erworben wurden, werden nur zum Zugangszeitpunkt umgerechnet. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Konzernbilanz Konsolidierungskreisänderungen Es haben sich im Jahr 2022 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage aus den unter der Überschrift "Konsolidierungskreis" aufgeführten Änderungen des Konsolidierungskreises ergeben. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 78.130 (im Vorjahr TEUR 96.439), Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 524) sowie Marken in Höhe von TEUR 3.101 (im Vorjahr TEUR 3.379). Im Geschäftsjahr 2022 wurden Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.858 (im Vorjahr TEUR 2.104) aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr 2022 Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.858 (im Vorjahr TEUR 2.104) an. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Positionen weisen, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in Höhe von TEUR 1.188 (im Vorjahr TEUR 2.393) aus Lieferungen und Leistungen. Rechnungsabgrenzungsposten Hierin enthalten ist ein Disagio von TEUR 718 (im Vorjahr TEUR 1.074). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von TEUR 61 und die Kapitalrücklage von TEUR 61.443 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Der Konzern hält eigene Anteile von 18,3% des gezeichneten Kapitals mit einem Nominalwert von EUR 13.642. Der Konzern weist auch in dem Geschäftsjahr 2022 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus, was über einen längerfristigen Zeitraum andauern wird. Dieses ist durch Abschreibungen der aus der Erstkonsolidierung resultierenden Vermögensgegenstände sowie zahlungsunwirksamen Zinsaufwand verursacht und hat keinen Einfluss auf das operative Geschäft und die Finanzlage. Der Konzernabschluss wurde daher unter der Fortführungsprognose aufgestellt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni, Urlaubsansprüche, Sondervergütungen, Restrukturierung und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt:
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliederten sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen die mit Wirkung zum 27. Februar 2019 abgeschlossene Refinanzierung. Diese sind mit folgenden Pfandrechten oder ähnlichen Rechten abgesichert:
Eine Verpfändung der Anteile aller wesentlichen Gesellschaften der Gruppe ist nicht vorgesehen, solange vereinbarte wirtschaftliche Parameter eingehalten werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen in Höhe von EUR 135 Mio. auf Darlehen und Zinsen, welche vertragsgemäß nachrangig (Rangrücktritt wurde erklärt) im Verhältnis zu Ansprüchen anderer Gläubiger sind. Seit 2021 werden auch Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern, bei denen die Anteile von Treuhändern verwaltet werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen zwecks einer besseren Darstellung der Finanzlage. Die Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultierten, wie im Vorjahr, fast ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten endfällige Verbindlichkeiten aus Anteilsrückkäufen gegenüber ehemaligen Gesellschaftern von TEUR 15.311 (im Vorjahr TEUR 14.796). Des Weiteren beinhaltet der Posten weitere Verbindlichkeiten gegenüber ausgeschiedenen Gesellschaftern in Höhe von TEUR 26.814 (im Vorjahr TEUR 25.695), die ursprünglich aus der Inanspruchnahme von Gesellschafterdarlehen resultierten. Die Gesellschafterdarlehen sowie Darlehen gegenüber ehemaligen Gesellschaftern enthalten sogenannte "Change of Control" Klauseln, die dazu führen könnten, dass die Darlehen ggf. kurzfristig fällig werden könnten. In solch einem besonderen Fall würde dann eine Refinanzierung erfolgen, die bzgl. Zins- und Tilgungsbelastung sowie der Laufzeiten an das Ertragspotential der PIA-Gruppe angepasst ist. Daher sieht die Geschäftsführung die Darlehen gegenüber Gesellschaftern und ehemaligen Gesellschaftern als langfristig an. Im Übrigen wird auf die obigen Ausführungen zum Rangrücktritt verwiesen. Latente Steuern Der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei den immateriellen Vermögensgegenständen (selbsterstellte und erworbene Software sowie Kundenbeziehungen). Entwicklung der latenten Steuern Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Kernmarkt ist dabei Deutschland mit einem Umsatzanteil von über 88%. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen
Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Die Finanzlage ist durch einen operativen Cashflow in Höhe von TEUR 791 sowie den Investitions- (TEUR -5.339) und Finanzierungscashflow (TEUR -9.227) geprägt. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Vom Finanzmittelfonds entfallen zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.476 auf quotal einbezogene Unternehmen. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen zum 31. Dezember 2022 EUR 0 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Sonstige Angaben Außerbilanzielle Geschäfte
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2022 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume in Höhe von TEUR 20.741 (im Vorjahr TEUR 24.688), Kfz-Leasingverträgen in Höhe von TEUR 789 (im Vorjahr TEUR 672) sowie sonstigen Leasingverträgen in Höhe von TEUR 777 (im Vorjahr TEUR 398). Die Miet- und Leasingverhältnisse enden zwischen 2023 und 2028. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte oder Haftungsverhältnisse, die für die Finanzlage des Konzerns von Bedeutung wären. Geschäfte mit nahestehende Personen und Unternehmen Zu den nahestehenden Personen und Unternehmen zählen natürliche Personen sowie juristische Personen und Unternehmen, die das berichtende Unternehmen oder eines seiner Tochterunternehmen beherrschen können oder die auf das berichtende Unternehmen oder auf seine Tochterunternehmen unmittelbar oder mittelbar wesentlich einwirken können, sowie diejenigen natürlichen sowie juristischen Personen und Unternehmen, die das berichtende Unternehmen beherrschen kann oder auf die es wesentlich einwirken kann. Für das Geschäftsjahr 2022 ist über keine angabepflichtigen Geschäftsbeziehungen zu berichten. Konzernverhältnisse Die PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbH mit Sitz in Hamburg stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Die Offenlegung erfolgt im Unternehmensregister. Prüfungs- und Beratungshonorare Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 178 und für sonstige Leistungen TEUR 4. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung der PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbH mit Sitz in Hamburg schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2022 auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung Geschäftsführer der PIA Holdings sind:
Beirat Mitglieder des Beirats der PIA Holdings sind:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung und des Beirats der Muttergesellschaft wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt 2022 wurden 979 angestellte Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer, Handelsvertreter, Freiberufler, Werkstudenten und Praktikanten) beschäftigt. Nachtragsbericht Der langjährige Geschäftsführer, Christian Tiedemann, verlässt PIA auf eigenen Wunsch und hat sein Amt als Geschäftsführer der PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbH mit Wirkung zum Ablauf des 31. Januar 2023 niedergelegt.
Hamburg, den 20. Februar 2023 Sascha Steffens, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Grundlagen des Konzerns Die PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbH-Gruppe (PIA) wurde durch einen Zusammenschluss der beteiligten Unternehmen Anfang 2014 gegründet. PIA ist eine der führenden Digitalagenturgruppen in Deutschland und vereint mit PIA Media MUC (vormals: Blue Summit), Econda, PIA Media (vormals: Performance Media), Dymatrix, Delasocial und Feed Dynamix sechs Online Marketing Unternehmen sowie die im Geschäftsjahr 2017 gegründete PIA One GmbH (vormals: PIA Performance Interactive Alliance One), aus der heraus die Leistungserbringung von gruppenweiten Kunden koordiniert wird, unter ihrem Dach. Im Geschäftsjahr 2018 wurden darüber hinaus die Muse 49 sowie die PIA Floak, letztere als Tochtergesellschaft von PIA Media MUC, gegründet. Zugleich wurde das Portfolio von PIA um das Product Design Studio Appico sowie, als Reaktion auf die zunehmende Bedeutung von mobiler Werbung, um den Performance Mobile Spezialisten PIA Advertising BER (vormals: Qverse) erweitert. Im Geschäftsjahr 2019 wurden die drei Gesellschaften UDG Ludwigsburg, UDG Rhein-Main sowie die UDG Hamburg (UDG Gesellschaften) erworben, um das Portfolio von PIA um UX Expertise und Technologie Know-how zu erweitern. Darüber hinaus hat die PIA Advertising BER im Wege eines Asset-Kaufvertrages die Technologie von DCypher Media erworben, um seinerzeit aktive externe Dienstleister ersetzen zu können. Es wurde im Geschäftsjahr 2019 außerdem die Tochtergesellschaft PIA Digital Services (vormals: PIA Tech Management) in Bukarest, Rumänien, mit dem Ziel gegründet, Technologiedienstleistungen für Gesellschaften von PIA zu erbringen. Zudem wurde im Januar 2020 die Akquisition der wesentlichen Vermögensgegenstände der Nordpok Agentur für Kommunikation, Hamburg, durch die Muse49 vollzogen. In dem Zusammenhang wurde die Muse49 dann auch in Nordpok Agentur für Kommunikation umfirmiert. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2021 wurde der Beschluss gefasst, die Media- Agenturen der PIA noch stärker inhaltlich zu verzahnen. In diesem Zusammenhang wurden die folgenden Gesellschaften Anfang 2022 umfirmiert: Blue Summit Media in PIA Media MUC, Performance Media Deutschland in PIA Media, Performance Advertising in PIA Advertising, Qverse in PIA Advertising BER, Digital Media Deutschland in PIA Media DUS, Performance Technologies in PIA Ad Tech, Floak in PIA Floak und PIA Tech Management in PIA Digital Services. Mit diesem Schritt wird neben der oben erwähnten engeren Verzahnung der Gesellschaften das Ziel verfolgt, dass der Media Bereich der PIA als größte Media-Agentur in der DACH-Region wahrgenommen wird. PIA gilt als einer der ersten Data-Driven-Full-Service Anbieter im digitalen Performance Marketing. Die Leistungsangebote der PIA umfassen u.a. Kunden- und Webanalyse Systeme, Display Advertising, SEO/SEA, CRM, Social Media- und Mobile Marketing bis hin zum Multi-Channel Kampagnenmanagement sowie die Planung, Umsetzung, Schaltung, Analyse und Optimierung digitaler Marketingmaßnahmen auf allen Kanälen. Durch den Erwerb der UDG Gesellschaften wurde das Portfolio der PIA unter anderem im User Experience Bereich ergänzt. Die Akquisition der Nordpol+ Agentur für Kommunikation GmbH sorgt für eine Stärkung der kreativen Exzellenz der PIA-Gruppe. Wirtschaftsbericht Rahmenbedingungen Digitale Werbung zählt nicht erst seit kurzem zu den zentralen und unverzichtbaren Kommunikationskanälen. Dies hat sich bereits durch ein dynamisches Wachstum in den letzten Jahren gezeigt. Durch das Aufheben beinahe aller Corona Beschränkungen kehrte fast wieder Normalität in Deutschland ein. Durch die strenge "Zero-COVID-Politik" in China leidet die deutsche Wirtschaft dennoch weiter unter Lieferengpässen. Die Sanktionen gegen Russland, in Folge des Angriffs auf die Ukraine, und die daraus resultierende Energiekrise und Rekordinflation in Europa, führten zu einer starken Verunsicherung in der deutschen Wirtschaft. Die große Angst vor einer Rezession ist nicht nur in der für PIA relevanten Branche Werbung/Marketing zu spüren. Das ifo Institut prognostiziert für 2022 ein Wachstum von 1,8 %. Einem Schrumpfen der deutschen Wirtschaft im Winterhalbjahr 2022/2023 soll, laut Prognose des ifo Instituts, ab dem Frühjahr 2023 eine schrittweise Erholung folgen. 1 Für den gesamten Onlinewerbemarkt in Deutschland wird bis 2026 mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 6,1 % pro Jahr gerechnet. Bei rund 9,5 Milliarden Euro im Jahr 2021 könnte der Umsatz in diesem Segment bis 2026 auf 16,1 Milliarden Euro ansteigen. 2 Durch Corona konnte der Online-Handel in den Jahren 2020 und 2021 hohe Umsatzwachstumsraten erreichen. Dieser positive Trend hat sich in 2022 nicht fortgesetzt. Zwar konnte das 1. Quartal 2022 mit rund 22,8 Milliarden Euro den Vorjahreszeitraum (21,9 Milliarden Euro) überbieten, aber ab dem 2. Quartal blieben die Umsätze gegenüber dem Vorjahr zurück (21,84 Milliarden Euro gegenüber 24,14 Milliarden Euro und 19,8 Milliarden Euro gegenüber 22,19 Milliarden Euro). 3 Das Jahr 2022 ist geprägt durch den Krieg in der Ukraine und durch die Rekordinflation. Die steigenden Lebenshaltungskosten und die deutliche Erhöhung der Aufwendungen für Strom und Gas sorgen für eine breite Verunsicherung. In der zweiten Jahreshälfte 2022 geht der Trend in Richtung Sparen, auch um die kommenden Rechnungen für Gas und Strom begleichen zu können. 4 Gemäß erster Erhebung des Werbe- und Marktforschers Nielsen sind die Bruttowerbeausgaben der Unternehmen in Deutschland in 2022 um 3,4 % auf 36,7 Milliarden Euro gesunken (Bruttowerbeausgaben in Deutschland in 2021: 38 Milliarden Euro). Dabei ist die Gattung "Onlinewerbung", die für PIA relevant ist, im vergangenen Jahr um 3,9 % auf knapp 4,5 Milliarden Euro zurückgegangen. 5
1
https://www.ifo.de/fakten/2022-12-14/ifo-konjunkturprognose-winter-2022-inflation-und-rezession
Allerdings wird sich der Trend zur mobilen Werbung weiter fortsetzen. Eine durchschnittliche Wachstumsrate in diesem Bereich von 8,9 % ist dreimal höher als im Bereich Desktop Werbung (+2,8 %). Es wird davon ausgegangen, dass das mobile Segment in 2026 rund 9,5 Milliarden Euro erwirtschaften wird, während das Desktop Segment bei lediglich 6,7 Milliarden Euro liegen soll. 6 Auch wenn die Bedeutung der Online-Werbung und das Customer-Relationship-Management (CRM) durch das stetige eCommerce-Wachstum weiter zunimmt, sieht sich der Markt mit kontinuierlichen Konsolidierungstendenzen konfrontiert. Es wird davon ausgegangen, dass die spürbar wachsende Verschmelzung der unterschiedlichen digitalen Kanäle zunehmen wird. Zugleich wird eine erfolgreiche Entwicklung bei den Veränderungen innerhalb einzelner Kanäle, wie z.B. Video und Mobile, innerhalb von Display und eine kontinuierliche Verbesserungs- und Investitionsbereitschaft der Marktteilnehmer vorausgesetzt, um von der insgesamt dynamischen Marktentwicklung langfristig zu profitieren. Einerseits bestätigt sich dadurch die besondere Konfiguration des PIA-Portfolios über alle wesentlichen CRM- und Online-Kanäle hinweg, zum anderen löst diese Entwicklung bei den Kunden Änderungsprozesse aus, welche wir, begleitend durch intensive Beratung des Kunden, verstärkt zu nutzen wissen müssen. Vor diesem Hintergrund gehen wir für 2023 gleichwohl insgesamt von einem mittleren einstelligen, aber abnehmenden prozentualen Marktwachstum bei zugleich hohem Investitionsbedarf in der Branche aus. Im Brennpunkt dieser Branchenentwicklung steht weiterhin Advanced Analytics und First-Party Data: Unternehmen wollen zunehmend mehr über ihre Kunden erfahren und daraus zum einen neue Ansätze in der Ansprache zum Cross- und Up-Selling der Kunden gewinnen und zum anderen die Aussteuerung der bisherigen Onlinekanäle optimieren. Dies führt zu einer kontinuierlich starken Nachfrage im sog. Data-Driven Marketing. Darüber hinaus zeichnet sich ab, dass die analoge Fernsehwerbung zunehmend eine Digitalisierung durchlaufen wird. Auch in diesem Feld ist PIA bereits mit ihren bestehenden Systemen, die laufend weiterentwickelt werden, nach Einschätzung der Geschäftsführung der PIA bestens auf die Anforderungen von Kunden aufgestellt. Ein weiterer Trend im Online-Marketing ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Obwohl KI mittlerweile bereits in verschiedenen Bereichen, wie bspw. bei der Suchmaschinenoptimierung oder in der Kundenkommunikation durch Chatbots, eingesetzt wird, hat sie ihr gesamtes Potential bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Insbesondere in den Bereichen Personalisierung des Marketings und Optimierung des Targetings sowie bei der Verbesserung des Kundenerlebnisses wird KI zukünftig immer stärker unterstützen. PIA hat den Einsatz von KI in 2022 mit der Gründung der Joint Venture Unternehmung NXT Audience GmbH und dem entwickelten Audience-Analytics- und Targeting-Produkt mit Namen NEO weiter ausgebaut und wird dies zukünftig weiter optimieren.
5 Nielsen: Bruttowerbeausgaben 2022
Environmental-, Social und Governance-Faktoren, kurz ESG, werden für Unternehmen immer wichtiger, stehen sie doch für einen freiwilligen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Wirtschaft. Dies gilt auch für die PIA-Gruppe, schon allein aus der sozialen Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeitenden heraus, wie auch aus einem Verantwortungsgefühl gegenüber der Umwelt heraus. Daneben können ESG-Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Wachstumsmöglichkeiten eine große Rolle spielen. Immer mehr Kunden beziehen die Kriterien der ESG in ihre Entscheidungsfindung für die Auswahl von Geschäftspartnern mit ein. Stellt sich ein Unternehmen darauf nicht ein, wird es nach Einschätzung der Geschäftsführung von PIA, im Entscheidungsprozess oft nicht berücksichtigt. PIA hat im Jahr 2022 begonnen, die Aktivitäten im Bereich ESG zu intensivieren und hat unter anderem eine Sustainability-Managerin eingestellt, mit der PIA unter anderem vorantreibt, ab 2023 CO 2 -neutral zu werden. Übergeordnet hat sich an der Tatsache, dass sich die Pandemie als Katalysator für die ohnehin fortschreitende Digitalisierung auswirkt, nichts geändert. Arbeitsprozesse und Kommunikationswege verschieben sich weiter in den virtuellen Raum. Budgets werden weiter in die Online-Kanäle umgeschichtet und werden dort sehr wahrscheinlich auch bleiben. Eine Tendenz von der die Performance Interactive Alliance profitieren wird. Ertragslage
Die Umsatzerlöse der Gruppe belaufen sich auf TEUR 298.415 (Rückgang um 6,7% gegenüber Vorjahr). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Tatsache zurückzuführen, dass es im Media Bereich zu starken Budgetkürzungen gekommen ist. Gleichzeitig gab es in diesem Bereich in 2022 weniger Neugeschäftsaktivitäten. Der Rückgang der Medialeistungen korreliert mit dem Rückgang der Umsatzerlöse. Der Contribution Profit (CP) der Gruppe hat sich aufgrund erhöhter bezogener Leistungen gegenüber dem Vorjahr leicht verringert (Rückgang um ca. 2,3 %). Der Umsatz umfasst Honorar- und Mediaumsätze für den Bereich Online und Performance Marketing sowie Umsatzerlöse aus Beratung und Projekten in den Bereichen Marketing Automation und Advanced Analytics. Der Contribution Profit umfasst nur die Honorarumsätze (ohne Mediaumsätze für den Bereich Online und Performance Marketing), Umsatzerlöse aus Beratung, Projekten und Software as a Service in den Bereichen Marketing Automation und Advanced Analytics. Steuerungsgrößen sind neben spezifischen Kennzahlen in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen insbesondere Contribution Profit, EBITDA (Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen) und Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit. Aktivierte Eigenleistungen enthalten insbesondere aktivierte Personalkosten für die Entwicklung und Weiterentwicklung selbsterstellter Softwareprodukte. Im Geschäftsjahr 2022 wurden TEUR 2.162 Eigenleistungen aktiviert. Der Materialaufwand umfasst im Wesentlichen Aufwendungen für Medialeistungen im Zusammenhang mit Online- und Performance Marketing Dienstleistungen. Der Rückgang steht im Wesentlichen im direkten Zusammenhang mit den gesunkenen Honorar- und Mediaumsätzen. Der Umsatzrückgang wurde zu einem Großteil durch Gesellschaften verzeichnet, die einen hohen Anteil an Medialeistungen erbringen. Daher kam es insgesamt zu einem überproportionalen Rückgang des Materialaufwands im Vergleich zum Umsatz und damit zu einem Margenanstieg im Vorjahresvergleich. Sonstige Kostenpositionen umfassen Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen, insbesondere Kosten für die Büro- und IT-Infrastruktur an den Standorten in Hamburg, München, Stuttgart, Frankfurt, Karlsruhe, Berlin, Mainz und Ludwigsburg. Die Investitionstätigkeit in Media- und Analysetechnologien wurde im Rahmen des weiteren Ausbaus des Software as a Service und Lizenzgeschäfts sowie der softwaregestützten Beratung in den wesentlichen Unternehmensbereichen im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter intensiviert. Für 2023 erwarten wir eine Fortsetzung dieses Trends. Die Abschreibungen betreffen Büro- und IT-Infrastruktur sowie selbsterstellte Software und insbesondere aus der Erstkonsolidierung resultierende immaterielle Vermögensgegenstände (Kundenlisten, Marke sowie Geschäfts- und Firmenwert). Das Ergebnis vor Steuern ist von EUR -16,6 Mio. auf EUR -19,3 Mio. gesunken. Das liegt im Wesentlichen an dem gesunkenen Umsatz. Ein ähnlicher Rückgang ist im EBITDA (angepasst um Einmal- und Sondersachverhalte), welches sich von EUR 27,9 Mio. auf EUR 25,7 Mio. rückläufig entwickelt hat, zu verzeichnen. Des Weiteren haben sich Finanzierungskosten durch fortlaufende Tilgungen der Bankdarlehen aufgrund der im Geschäftsjahr 2019 abgeschlossenen Bank-Refinanzierung im antizipierten Maß verändert. Unter den Ertragsteuern wird ein Aufwand in Höhe von EUR 3,1 Mio. ausgewiesen. Dieser umfasst Aufwand aus laufenden Steuern in Höhe von EUR 3,3 Mio. sowie Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern in Höhe von EUR 0,2 Mio. Aufgrund der Abschreibung der aus den Erstkonsolidierungen resultierenden Vermögensgegenstände sowie des im Wesentlichen zahlungsneutralen Zinsaufwandes wird insgesamt ein Konzernjahresfehlbetrag von EUR 22,3 Mio. (im Vorjahr: EUR 19,4 Mio.) ausgewiesen. Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2022 aus Sicht der Geschäftsführung zwar grundsätzlich nicht erfolgreich verlaufen, da die Umsatz- und Ergebnisprognose des Vorjahres für 2022 nicht erreicht werden konnte. Vor dem Hintergrund des sehr herausfordernden makroökonomischen Umfelds, insbesondere durch den Krieg in der Ukraine und die dadurch ausgelöste Energie-Krise in Deutschland und Europa sowie die hohen Inflationsraten, was bei der Erstellung des Budgets für das Jahr 2022 nicht antizipiert werden konnte, hat sich PIA und vor allem die Segmente PIA Tech & Data sowie PIA Content & UX nach Einschätzung der Geschäftsführung der PIA aber gut geschlagen. Finanzlage Die Finanzlage ist durch einen operativen Cashflow in Höhe von TEUR 791 sowie den Investitions- (TEUR -5.339) und Finanzierungscashflow (TEUR -9.227) geprägt. Der deutliche Rückgang des operativen Cashflows zum Vorjahr ist auf ein gestiegenes Working Capital, insbesondere auf deutlich geringere erhaltene Anzahlungen im Vorjahresvergleich, zurückzuführen. Im Investitionscashflow werden Investitionen in Software und sonstige Infrastruktur der Gruppe ausgewiesen. Der Finanzierungscashflow bestimmt sich maßgeblich aus Zins- und Tilgungsleistungen. Es besteht weiterhin eine Betriebsmittellinie zur Abdeckung kurzfristigen Liquiditätsbedarfs, die zum Stichtag nicht in Anspruch genommen wurde. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gruppe beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 333,1 Mio. Wesentlich bestimmt ist die Struktur der Bilanz durch immaterielle Vermögenswerte (Software, Geschäfts- und Firmenwerte sowie Marken), welche wiederum stark durch die Akquisitionen geprägt sind, und damit im Zusammenhang stehende passive latente Steuern. Des Weiteren ist die Bilanzsumme geprägt durch hohe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, denen abgrenzungsbedingt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, hohe Rückstellungen und erhaltene Anzahlungen gegenüberstehen, sowie auf der Finanzierungsseite durch Bank- und Gesellschafterdarlehen sowie Darlehen gegenüber ehemaligen Gesellschaftern. Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten wie auch Rückstellungen (für ausstehende Rechnungen) betreffen im Wesentlichen Medialeistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen in Höhe von EUR 135 Mio. auf Darlehen und Zinsen, welche vertragsgemäß nachrangig (Rangrücktritt wurde erklärt) im Verhältnis zu Ansprüchen anderer Gläubiger sind. Der Konzern weist auch im Geschäftsjahr 2022 negatives Eigenkapital aus, was über einen längerfristigen Zeitraum andauern wird. Dieses ist durch Abschreibungen der aus der Erstkonsolidierung resultierenden Vermögensgegenstände sowie zahlungsunwirksamen Zinsaufwand verursacht und hat weder Einfluss auf das operative Geschäft noch auf die Finanzlage. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Erhaltene Anzahlungen betreffen laufende Budgets und werden in der Regel monatlich mit abgerechneten Leistungen verrechnet. Die Gesellschafterdarlehen sowie Darlehen ggü. ehemaligen Gesellschaftern enthalten sog. "Change of Control" Klauseln, die dazu führen könnten, dass die Darlehen ggf. kurzfristig fällig werden könnten. In solch einem besonderen Fall würde dann eine Refinanzierung erfolgen, die bzgl. Zins- und Tilgungsbelastung sowie der Laufzeiten an das Ertragspotential der PIA-Gruppe angepasst ist. Daher sieht die Geschäftsführung die Darlehen ggü. Gesellschaftern und ehemaligen Gesellschaftern als langfristig an. Im Übrigen wird auf die obigen Ausführungen zum Rangrücktritt verwiesen. Zusammenfassend schätzt die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe weiterhin als positiv ein. Nachtragsbericht Der langjährige Geschäftsführer, Christian Tiedemann, verlässt PIA auf eigenen Wunsch und hat sein Amt als Geschäftsführer der PIA Performance Interactive Alliance Holdings GmbH mit Wirkung zum Ablauf des 31. Januar 2023 niedergelegt. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Chancen und Risiken Die für PIA relevanten Märkte sind insgesamt durch einen generellen Trend von traditionellen Werbebudgets hin zu Online-Werbung und einem steigenden e-Commerce-Aufkommen in nahezu allen Branchen geprägt. Dies eröffnet der PIA vielfältige Entwicklungschancen. Der datengetriebene Marketingansatz der PIA kombiniert alle wesentlichen Bestandteile der digitalen Vermarktungskette: von der Datenaggregation, über die Analyse und Erstellung von Kundenprofilen bis hin zur Orchestrierung der verschiedenen Marketing- Kampagnen und der Ausspielung in alle relevanten Kanäle. PIA kann sich damit als integrierter Partner für die digitale Transformation der Vermarktung aufstellen und das zunehmende Bedürfnis der Kunden nach Beratung, übergreifend optimierter Werbeausspielung und Implementierung komplexer Datenarchitekturen bedienen. Übergreifende Kundenprojekte zeigen den Bedarf und mögliche Einsatzgebiete. Die weitere positive Entwicklung der Unternehmensgruppe ist jedoch abhängig vom kontinuierlichen Ausbau der Beratungskompetenz sowie der erfolgreichen Entwicklung technologischer Anwendungen im Agenturumfeld und Analytics Bereich. In einem kompetitiven Umfeld kann es insbesondere im Falle größerer Kunden ausschreibungsbedingt zu Budgetverlusten kommen, denen die Performance Interactive Alliance durch ein kontinuierliches Neukundengeschäft entgegentritt. Auch in 2022 hat es keinerlei negative Auswirkungen der in 2018 umgesetzten EU-Da- tenschutz-Grundverordnung sowie der weiterhin andauernden Diskussion um die weder inhaltlich noch zeitlich fixierte zukünftige EU-ePrivacy-Verordnung für die Unternehmen der PIA-Gruppe gegeben. Im Gegenteil, wir beobachten nach wie vor einen starken Anstieg des Beratungsbedarfes werbungtreibender Unternehmen in diesem Bereich, den wir mit unseren Unternehmen mit jeweils unterschiedlichem Schwerpunkt und Ausmaß erfüllen. Die sogenannten "EuGH und BGH-Cookie-Urteile" oder das EuGH-Urteil zur Ungültigkeit des "EU-US Privacy Shield-Abkommens" in 2020 haben die Unsicherheit im Bereich des digitalen Datenschutzes vielmehr deutlich intensiviert. Dies gilt vor allem, aber nicht nur, für die Zielgruppe der mittelständischen Unternehmen im DACH-Raum. Vor allem letzteres Urteil führt seit Jahresbeginn zu einer stark erhöhten Nachfrage nach DSGVO-konformen Lösungen von Daten-Diensteistern aus dem EU-Raum, wie zum Beispiel auch von Lösungen eines Teils unserer Unternehmen. Ende 2022 wurde die Corona Pandemie in Deutschland weitestgehend für beendet erklärt. Das öffentliche Leben hat sich, mit wenigen Ausnahmen, wieder normalisiert. Die großen Verlierer der letzten 2 Jahre aus der Tourismus- und Reisebranche, der Luftfahrt, der Event- und Entertainment-Branche sowie dem stationären Handel, konnten sich wieder etwas erholen. Durch die weiterhin angespannte Corona Situation in China, leidet die Wirtschaft dennoch nach wie vor unter Lieferengpässen. Zusätzlich übt der Krieg in der Ukraine Druck auf die privaten Haushalte und die Wirtschaft aus. Stark gestiegene Energiekosten und die Rekordinflation belasten ganz Europa. Das hat in Q3 und Q4 2022 zu einer Zurückhaltung des Konsums in Deutschland geführt. Das inflationsbedingte vorsichtige Kaufverhalten ist im Online-Handel spürbar. Erstmals seit 2014 liegen die Umsätze im 4. Quartal unter denen des Vorjahreszeitraums. Auch in dieser Krise hat die PIA-Gruppe versucht, den sinkenden Umsatzerlösen vorwiegen im Media-Bereich mit zielführenden Maßnahmen entgegenzuwirken. Die Unsicherheit, auf Grund der Rekordinflation in Europa, war jedoch so groß, dass die eingeleiteten Maßnahmen nicht ausreichend waren, um den gesamtwirtschaftlichen negativen Trend zu durchbrechen. Auch wenn sich die Energiepreise an den Märkten zum Jahresende wieder auf Vorkriegsniveau befinden, so ist es zum jetzigen Zeitpunkt kaum möglich, den weiteren Verlauf sowie mögliche Auswirkungen auf die Wirtschaft verlässlich vorherzusagen. Es ist nicht auszuschließen, dass es zu insolvenzbedingten Forderungsausfällen kommen kann oder, dass Zahlungsziele stark ausgereizt werden. Aktuell ist aber von beidem noch nichts zu spüren. Zusätzlich könnte weiterhin Druck auf die Werbeetats innerhalb des Kundenstammes der PIA sowie bei potenziellen Neukunden vorherrschen, was einen negativen Effekt auf die Vermögens- und Ertragslage haben könnte. Diese Risiken sind für Performance Interactive Alliance jedoch nicht bestandsgefährdend und die vergangenen Jahre der Pandemie bzw. die vergangenen Monate unter herausfordernden makroökonomischen Bedingungen haben gezeigt, dass das Risiko als gering einzustufen ist. Forderungsausfallrisiken begegnet PIA durch permanentes Monitoring der Forderungsbestände sowie ein konsequentes Mahnwesen. Zudem wird enger Kontakt zu den Kunden gehalten, um stets auf dem aktuellen Stand zu sein. PIA bemüht sich weiter um Großkunden, die das Ergebnis und die Sichtbarkeit steigern sollen. Dem sich daraus ergebenden Risiko, dass bei einem Wegfall der Kunden auch das Ergebnis stark beeinflusst wird, entgegnet PIA mit engem Monitoring durch regelmäßige Kundentermine. Durch den stetigen Austausch werden Risiken durch Spannungen in der Kundenbeziehung oder durch kundeninterne Entscheidungen frühzeitig erkannt, um so ggfs. geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Technologischen Risiken begegnet das Management der Gruppe mit der konsequenten Fortsetzung der Entwicklungsarbeit mit den unter der Überschrift "Prognosebericht" aufgeführten Schwerpunkten sowie durch einen damit verbundenen angemessenen Personalausbau. Die Organisationsentwicklung der Gruppe ist darauf ausgerichtet, Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen führenden Mitarbeitern zu minimieren und durch technische Anwendungen die operative Effizienz der Gruppe zu steigern. Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Ertrags- und Finanzlage sowie der Kapitalausstattung der Gruppe derzeit nicht erkennbar. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen in Höhe von EUR 135 Mio. auf Darlehen und Zinsen, welche vertragsgemäß nachrangig im Verhältnis zu Ansprüchen anderer Gläubiger sind. Wesentliche Rechtsstreitigkeiten bestehen nicht. Mit Darlehensgebern laufen Diskussionen zur Interpretation von Konditionen hinsichtlich Verzinsung zu Ungunsten der PIA-Gruppe. Die Geschäftsführung hält die gestellten Ansprüche für unbegründet und lässt sich anwaltlich beraten. Zur Absicherung potenzieller Zinsrisiken besteht, soweit die Zinssätze variabel sind, ein Zinssicherungsgeschäft im Rahmen der Bankfinanzierung. Es gibt keine Anhaltspunkte für bestandsgefährdende Risiken. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem (Konzern-) Rechnungslegungsprozess Die oben erläuterten Chancen und Risiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden vom Management der PIA-Gruppe sowie der operativen Einheiten laufend überwacht. Durch regelmäßige Treffen der Gruppengeschäftsführung sowie der Geschäftsbereiche, unterstützt durch ein monatliches gruppenweites Management Reporting, werden die Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung sowie daraus resultierende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kontrolliert. Prognosebericht Insgesamt gehen wir für das Geschäftsjahr 2023 von einer wieder steigenden Ausschöpfung von Neukundenpotentialen, einer Stabilisierung des Media-Geschäfts sowie der Nutzung von Synergiepotentialen innerhalb des Unternehmensverbundes aus, was zu einer Steigerung der Ergebnisentwicklung im unteren zweistelligen Prozentbereich beitragen soll sowie zu einer deutlichen Verbesserung der operativen Cashflow-Entwicklung. Der zunehmenden Konsolidierung der relevanten Märkte bei weiter steigenden Kundenanforderungen und einer starken Ausrichtung auf CRM Beratung, sowie der Verbindung von Kreation, Content und Performance begegnet die Performance Interactive Alliance weiterhin mit Investitionen in qualifiziertes Personal zur Erweiterung des eigenen Leistungsspektrums. Dies wird auch zu einer Forcierung von Cross Sales zwischen den Performance Interactive Alliance Unternehmen und dem Ausbau des gruppenweiten Neukundengeschäfts beitragen. Außerdem investiert PIA in den technischen Fortschritt wie dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Bereich des Digital-Marketings, um mit innovativen Produkten unsere Angebote optimieren zu können. Zudem werden wir verstärkt die Softwareentwicklung, unter Einschluss von Marketing Automation und Advanced Analytics, mit hoher Priorität weiterführen. Die sich daraus ergebende Kampagnenoptimierung sowie die Automatisierung von Arbeitsprozessen sollen dazu beitragen, Kundenzufriedenheit zu gewährleisten und damit Bestandsgeschäft zu sichern und dem hohen Preisdruck im Neugeschäft standhalten zu können. Wir erwarten für 2023 auf Basis der genannten Rahmenbedingungen und der fortschreitenden Kostenoptimierung eine im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich liegende Steigerung von Umsatz und Contribution Profit sowie einen Anstieg des EBITDA im unteren zweistelligen Prozentbereich. Zugleich wird die Ertrags- und Finanzlage durch die weiterhin fortzusetzenden Investitionen in qualifiziertes Personal, die Produktentwicklung sowie den Aufbau vernetzter Beratungsaktivitäten geprägt sein. Darüber hinaus wird für das kommende Geschäftsjahr bei laufenden Abschreibungen und aktueller Finanzierungsstruktur mit einem leicht abnehmenden Finanzergebnis und mit einem moderat geringeren Konzernjahresfehlbetrag für 2023 gerechnet.
Hamburg, den 20. Februar 2023 Sascha Steffens, Geschäftsführer |
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