Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 741566
Eingetragen
18.6.2012
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung und der Vertrieb von optischen Artikeln aller Art sowie von Artikeln der Hörakustik nebst Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Helmut Dr. Baur
seit 18.6.2012
Geschäftsführer
Dominic Baur
seit 18.6.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
74.80%
Helmut Baur
25.20%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
BF Holding GmbH
Germany
2.560.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Binder Optik GmbH

Böblingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BINDER OPTIK GMBH, BÖBLINGEN

I. Grundlagen des Unternehmens

a) Geschäftsmodell

Die Gesellschaft ist ein Filialist im Augenoptikmarkt mit derzeit 47 Filialen in Süddeutschland. In den Filialen bietet das Unternehmen dem Endverbraucher alles rund um das gute Sehen. Die Filialen zeichnen sich gegenüber anderen Optikfilialisten durch eine starke Markenorientierung aus.

b) Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung ist in das Netzwerk der Unternehmenspartner verlagert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war für die deutsche Wirtschaft von mehreren Herausforderungen geprägt. Zentral stand die anhaltende Inflation, die durch gestiegene Energiepreise und die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts weiter angeheizt wurde. Diese Situation zwang die Europäische Zentralbank zu weiteren Zinserhöhungen, die darauf abzielten, die Inflation zu kontrollieren, was jedoch auch das Wachstum bremste und die Finanzierungskosten für Unternehmen und Verbraucher erhöhte.

Insbesondere der deutsche Handelssektor musste sich 2023 beweisen. Die anhaltend hohe Inflation beeinflusste das Konsumverhalten erheblich, indem sie die Kaufkraft der Verbraucher einschränkte. Viele Konsumenten wurden dadurch preissensitiver, was zu einem verstärkten Wettbewerb und Druck auf die Margen im Einzelhandel führte.

Energiepreisschocks und anhaltende Unsicherheiten im globalen Handel, teilweise bedingt durch geopolitische Spannungen und Lieferkettenstörungen, führten zu erhöhten Betriebskosten. Diese Umstände zwangen Einzelhändler dazu, ihre Preisstrategien zu überdenken und effizientere Logistiklösungen zu implementieren.

Genannte Einflüsse beeinflussen selbstverständlich auch die Augenoptik als Handelsbetrieb massiv. Durch die hohe Beratungsintensität und den Gesundheitsanteil gilt die Branche jedoch als "krisenresistenter" als der restliche Handel. Die allgemeinen Branchentrends der vergangenen Jahre behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Die allgemeinen Branchentendenzen zeichnen sich lediglich fort.

Der Branchenumsatz bezogen auf die stationäre Augenoptik stieg von 2021 auf 2022 um 1,6 Prozent und liegt damit bei knapp 6,2 Milliarden Euro. Die Brillenstückzahlen sanken um 1,5 Prozent. Damit wurden 11,2 Millionen Brillen im Jahr 2022 über die stationäre Augenoptik verkauft.

Auch im Jahr 2022 setzte sich der Konzentrationsprozess in der Augenoptik fort. Die Anzahl der Geschäfte der größten augenoptischen Unternehmen nahm zu, ebenso die stationären Betriebe der Unternehmen, die sich schwerpunktmäßig auf den Multi-Channelvertrieb stützen.

Die Aufteilung des Marktes in die zehn umsatzstärksten Unternehmen und die mittelständischen Augenoptikbetriebe bezieht sich auf den augenoptischen Gesamtmarkt, inklusive Multichannel- und Onlineumsätze. Dies wurde im Vergleich zu den Vorjahren geändert, da in der aktuellen Liste des ZVA erstmalig auch die "Multichannel-Unternehmen" berücksichtigt sind. Auf dieser Basis beträgt der Umsatzanteil der zehn größten Unternehmen 51 Prozent im Jahr 2022 und damit erstmals mehr als die Hälfte des Gesamtmarktes.

Die Ertragsstruktur stationärer Augenoptikgeschäfte hat sich im Laufe der Zeit als nahezu konstant erwiesen. Hauptsächlich generieren diese Geschäfte ihren Umsatz aus dem Verkauf von Brillenoptik, zu dem Korrektionsgläser, Gestelle, Korrektionssonnenbrillen, Reparaturdienste und weitere Serviceleistungen zählen, die mehr als 80 Prozent des Gesamterlöses ausmachen. Diese Umsatzverteilung blieb seit 2020 unverändert, wobei der Bereich der Brillenoptik laut dem Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) 85 Prozent des Umsatzes ausmacht. Im Gegensatz dazu steht der Verkauf von Kontaktlinsen & Pflegemitteln, der auch weiterhin nur 5 Prozent des Umsatzes einbringt (Tendenz jedoch sinkend). Die übrigen zehn Prozent setzen sich aus dem Verkauf von vergrößernden Sehhilfen, nichtkorrigierenden Sonnenbrillen, anderen Handelswaren und gegebenenfalls Hörgeräten zusammen. Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Geschäfte sämtliche Umsatzkategorien abdecken, da manche sich auf spezifische Segmente konzentrieren und andere auslassen.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Allgemeine Entwicklung des Geschäftsverlaufs

Das Unternehmen ist weiterhin im Jahr 2023 auf Expansionskurs. Im März 2023 haben wir unsere neue Filiale in Ravensburg eröffnet und im Juli 2023 erfolgte die Übernahme eines Augenoptikerfachgeschäftes in Schramberg.

Im Online-Shop haben wir in Zusammenarbeit mit Opticland das Sortiment und den Lagerbestand weiter ausgebaut. Der Shop dient als erweitertes Schaufenster für die Endkunden. Ein größerer Stückzahlen- Umsatzanstieg ist nicht zu erwarten.

Unsere Investitionen in die digitale Akademie haben wir personell und durch weitere Ausrüstung verstärkt. Wir vermitteln jetzt auch über Videoproduktionen geschäftliche Prozesse an die Filialen, und über die neue Plattform "just social" haben wir unser firmeneigenes soziales Netzwerk geschaffen.

b) Ertragslage

Der Umsatz entwickelte sich im Berichtsjahr positiv und stieg um 645 T€ im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatzverlust durch die Schließung einer Filiale konnte durch den Umsatzzugewinn der neuen Filialen mehr als kompensiert werden. Der Umsatzzuwachs ging einher mit einem Absatzrückgang (-8,6% zum Vorjahr) in den Erstaufträgen. Dieser Rückgang wurde zum Teil durch höhere Zweitbrillenverkäufe (+50,3% zum Vorjahr) ausgeglichen sowie einer geringeren Rabattvergabe (+951 T€ zum Vorjahr) und dem damit verbundenen höheren Durchschnittsbon (+8,9% zum Vorjahr).

Der guten Entwicklung der Rohertragslage (+762 T€ zum Vorjahr) steht die Kostensteigerung in diversen Bereichen gegenüber, sodass sich der verbesserte Rohertrag nicht bis zum Unternehmensergebnis durchschlägt.

Personalkosten

Die Personalkosten stiegen trotz gesunkener Mitarbeiterzahl um 210 T€. Berücksichtigt man im Vorjahr die Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit so entsprechen die Personalkosten dem Niveau des Vorjahres. Für die verbleibenden Mitarbeiter wurden Gehaltsanpassungen getätigt und auch eine steuerfreie Inflationsausgleichsprämie bezahlt.

Raumkosten

Inflationsbedingt stiegen die Kosten für die Mieten in unseren Filialen (+120 T€). Viele Mietverträge haben eine Wertsicherungsklausel, die an die Entwicklung des Verbraucherpreisindex gekoppelt ist.

Marketingkosten

Die Entwicklung einer neuen CI und dem damit verbundenen neuen Marktauftritt verursachte im Bereich Werbung (+64 T€ zum Vorjahr) trotz beanspruchter Fördermittel höhere Kosten in den Bereichen Online-Auftritt, Fotowerbung und Beratungskosten.

Sonstige Kosten

Die Fremdarbeiten stiegen wegen dem Rückbau sowie des Umzugs bzw. Umbaus von Filialen um 36 T€. Für die Beschaffung neuen Personals wird zunehmend die Unterstützung von Personalberatern benötigt, sodass hier eine Kostensteigerung von 24 T€ zu verzeichnen ist. Wir erwarten, dass sich dieser Kostenblock weiter erhöhen wird.

c) Finanzlage

Das Unternehmen verfügt nach wie vor über eine gute Liquidität. Die Kontokorrentkredite wurden das ganze Jahr über nicht in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten wurden während des Geschäftsjahres innerhalb der Zahlungsziele und möglichst unter Ausnutzung von Skonti beglichen. Für die weitere Expansion des Unternehmens durch Zukäufe von bestehenden Augenoptikgeschäften, deren Inhaber ihr Geschäft gerne verkaufen möchten, haben wir im Berichtsjahr Kredite in Anspruch genommen. Die Kreditaufnahme diente ebenso den Investitionen in den Umbau bestehender Filialen.

d) Vermögenslage

Die Entwicklung der Eigenkapitalquote auf über 50% zeigt die weiterhin gute Entwicklung der Gesellschaft und schafft somit Vertrauen bei den Geldgebern für die zukünftige Kreditaufnahme.

Das Anlagevermögen erhöhte sich nach Abschreibungen um 337 T€. Die Investitionen beziehen sich auf die Umbauten bestehender Filialen und den Zukauf neuer Filialen.

Der Warenbestand erhöhte sich zum Vorjahr um 237 T€. Neben den neuen Filialen ist diese Bestandserhöhung die Auswirkung der weiteren Konzentration auf hochwertige Markenware im Fassungsbereich, die die Ausrichtung der Gesellschaft zum hochwertigen Filialisten zum Ausdruck bringt.

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um 76 T€ insgesamt resultiert u.a. aus der Auflösung einer Rückstellung für Restverpflichtungen aus der Schließung einer Filiale. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sanken zum Vorjahr um 40 T€.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Steuerung der einzelnen Filialen bedienen wir uns diverser branchenspezifischer Kennzahlen wie z.B. der Höhe des Durchschnittsbons, der Stückzahl und damit insgesamt den Umsatzerlösen. Diese Leistungsindikatoren haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert, und werden täglich und kumuliert monatlich ermittelt bzw. intern an die Filialleiter zur Steuerung ihrer Filiale berichtet. Jede Filiale wird als eigenes Profit Center angesehen. Erfolgsziele wie Deckungsbeitrag und Filialergebnis werden in einer jährlichen Planung und in Absprache mit den Filialleitern definiert. Die Zielerreichung ist Grundlage für eine Beteiligung am Prämiensystem.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir für das Geschäftsjahr 2023 als gut ein. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung war angesichts der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Inflation zufriedenstellend.

III. Prognosebericht

Die Aussichten für den deutschen Handel in 2024 sind von wirtschaftlichen Unwägbarkeiten überschattet, insbesondere durch anhaltende Inflationsentwicklungen und ein unsicheres geopolitisches Umfeld. Diese inflationären Entwicklungen könnten weiterhin das Verbraucherverhalten beeinflussen, indem sie die allgemeine Kaufkraft einschränken und zu einem zurückhaltenden Konsum führen. Dennoch erwarten wir ein leichtes Wachstum im Bereich der Stückzahlen, der Höhe des Durchschnittsbons und damit des Umsatzes. Dies wird sowohl durch Optimierung der Preis- und Angebotspolitik erreicht, als auch durch die weitere Übernahme von planmäßig 2 bis 3 traditionellen Fachgeschäften. Wir rechnen mit einem positiven Ergebnis, das aufgrund steigender sonstiger Aufwendungen leicht unter dem des Jahres 2022 liegen wird. Trotz der herausfordernden Situation werden wir nachhaltig in die Expansion und Modernisierung unserer Standorte sowie in die Informationstechnologie investieren. Das Unternehmen wird sich auch weiter gesund digital aufstellen, um in der Zukunft seine Marktposition weiter auszubauen zu können.

IV. Chancen- und Risikobericht

Risiken

Das wohl bedeutendste Risiko für das Jahr 2024 liegt sowohl in der Inflationsentwicklung als auch dem geopolitischen Umfeld. Beides sind relevante Faktoren für das Konsumverhalten in Deutschland dar. Wir schätzen dieses Risiko daher als hoch für die Entwicklung unseres Geschäfts ein.

Ein ebenfalls ernstzunehmendes Risiko liegt in der Verfügbarkeit von Augenoptikern und Augenoptikermeistern, um unsere Fachgeschäfte weiterhin geöffnet zu halten und die entsprechenden Umsätze generieren zu können. Für jedes Fachgeschäft als auch das Gesamtunternehmen wurden Maßnahmen ergriffen um dies sicherzustellen und eventuell kurzfristige ungeplante Ausfälle kompensieren zu können (Optimierung der Öffnungszeiten, Betriebsferien in ländlichen Lagen, Anhebung der Gehaltsstruktur, Ausbau der Personalbeschaffung, Investitionen in Personalbindungs- und Weiterbildungsmaßnahmen). Wir schätzen dieses Risiko als mittel ein.

Ein erhöhtes Umsatz-/ Absatzrisiko durch den Onlinehandel oder neu auf den Markt drängende finanzkräftige Unternehmen ist für das Jahr 2024 nicht zu erwarten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Unternehmen verfügt über eine gute Liquidität, auch wenn in Anbetracht der Inflation diese stark in Anspruch genommen wird. Wir schätzen Risiken hieraus derzeit als eher gering ein.

Absatzmarktrisiken

Wie bereits erwähnt stellt das wohl bedeutendste Risiko für das Jahr 2024 die Inflationsentwicklung dar, die das Konsumverhalten wesentlich beeinflussen kann.

Chancen

Bis zum Jahr 2030 nimmt die Zahl der Fehlsichtigen weiter zu. Dies wird zu einer zunehmenden Nachfrage nach Brillen und Kontaktlinsen führen. Darüber hinaus erwarten wir eine Fortsetzung des Trends zu hochwertigen Marken- und Gleitsichtbrillen. Die Binder Optik GmbH bildet weiterhin für den eigenen Bedarf intensiv aus und investiert darüber hinaus erheblich in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Wir gehen davon aus, dass sich der Konzentrationsprozess in der Augenoptikerbranche fortsetzen wird. Die Kunden bevorzugen größere Filialunternehmen, es wird mit einer Umsatzverschiebung zu Lasten der Einzelbetriebe gerechnet. Aufgrund unserer guten finanziellen Situation werden wir in den nächsten Jahren unsere kontrollierte Expansionsstrategie durch weitere Übernahmen von Fachgeschäften fortsetzen.

Gesamteinschätzung

Aus heutiger Sicht sind für das Unternehmen keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

 

Böblingen, den 19. April 2024

Binder Optik GmbH

gez. Dominic Baur

Die Geschäftsführung

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

BINDER OPTIK GMBH, BÖBLINGEN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.489.707,90 3.152.535,11
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 343.135,50 145.690,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 209.602,50 67.565,00
II. Sachanlagen 2.980.741,23 2.841.014,23
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 416.501,00 444.123,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.564.240,23 2.289.803,23
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 107.088,00
III. Finanzanlagen 165.831,17 165.830,88
1. Beteiligungen 164.800,51 164.800,22
B. UMLAUFVERMÖGEN 11.408.339,54 10.740.701,88
I. Vorräte 3.048.237,94 2.772.537,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.728.059,18 1.145.850,73
1. Forderungen gegen Gesellschafter 50.058,33 0,00
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 122.703,10 116.730,92
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.632.042,42 6.822.313,30
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 87.060,96 63.877,31
14.985.108,40 13.957.114,30

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 8.453.822,36 6.948.365,13
I. Gezeichnetes Kapital 2.560.000,00 2.560.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.552.388,34 1.360.247,39
III. Gewinnvortrag 1.695.976,79 1.754.871,84
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.351.396,01 4.055.694,82
C. VERBINDLICHKEITEN 3.179.890,03 2.953.054,35
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.763.663,83 839.774,36
14.985.108,40 13.957.114,30

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 20.009.218,55 19.246.854,36
2. Personalaufwand -10.091.218,77 -9.881.416,32
a) Löhne und Gehälter -8.462.908,26 -8.215.268,09
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.628.310,51 -1.666.148,23
- davon für Altersversorung: EUR 48.416,48 (Vorjahr: EUR 43.742,87)
3. Abschreibungen -782.753,49 -784.452,62
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -782.753,49 -784.452,62
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.756.434,27 -6.576.617,63
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.074,38 5.475,92
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -91.267,68 -70.940,05
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -657.827,49 -622.604,76
8. Ergebnis nach Steuern 1.649.791,23 1.316.298,90
9. Sonstige Steuern -4.334,00 -43.053,00
10. Jahresüberschuss 1.645.457,23 1.273.245,90

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BINDER OPTIK GMBH, BÖBLINGEN

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Binder Optik GmbH hat ihren Sitz in Böblingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 741566 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die aktivierten Firmenwerte aus der Übernahme von Optikfachgeschäften werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben, da dies den Erfahrungswerten aus bisherigen Übernahmen entspricht.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibung bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:

Gebäude, Bauten auf fremden Grundstücken: 33 Jahre

andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1 bis 21 Jahre

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Finanzanlagen werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse und fertigen Erzeugnisse wurden retrograd retrograd unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die fertigen Erzeugnisse wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und retrograd unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbarer Einzelrisiken bewertet.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet.

Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82%, der von der Dt. Bundesbank bekanntgemacht wurde

Lohn-, und Gehaltssteigerungen von 0,0% nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit

Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 55). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die Steuerrückstellungen enthalten die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres und die zu erwartenden Steuernachzahlungen aus Vorjahren.

Bei der Bewertung von sonstigen Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Im Zinsergebnis werden ausschließlich die auf das Geschäftsjahr entfallenden Zinsanteile aus der Aufzinsung von Rückstellungen ausgewiesen, Erträge und Aufwendungen aufgrund Änderungen des Rechnungszinses werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. im Personalaufwand oder in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht.

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1. Ausschüttungssperre

Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt EUR 11.484,00, die auf den Ertrag aus dem geänderten Zinssatz zur Abzinsung von Pensionsrückstellungen entfallen.

4.2. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage 3/7 in Form eines Anlagespiegels dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres gem. § 268 Abs. 2 HGB.

Bzgl. der Angabe der Beteiligungen wurde die Schutzklausel des § 286 III HGB in Anspruch genommen.

4.3. Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Gegenüber dem Gesellschafter bestehen nachfolgende Forderungen:

EUR Vorjahr
EUR
Forderungen gegenüber Gesellschaftern 50.058,33 0,00

4.4. Rückstellungen

Die Pensionszusage gegenüber dem Geschäftsführer Dr. Helmut Baur ist mit einer an diesen verpfändeten Forderung i. H. v. TEUR 136 besichert, die als Deckungsvermögen i. S. d. § 246 II S. 2 HGB behandelt und daher mit der Pensionsrückstellung saldiert wurde.

4.5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf insgesamt EUR 3.179.890,03 (Vorjahr EUR 2.953.054,35), davon betragen die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.778.120,82 (Vorjahr EUR 2.372.738,51) bzw. mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.401.769,21 (Vorjahr EUR 580.315,84). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren betragen EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf insgesamt EUR 1.763.663,83 (Vorjahr EUR 839.774,36), davon betragen die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 403.904,62 (Vorjahr EUR 302.078,52) bzw. mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.359.759,21 (Vorjahr EUR 537.695,84).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, der durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert ist, beträgt EUR 246.060,09.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen nachfolgende Rechte und Pflichten:

EUR Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 486.606,65

Genussrechte, Besserungsscheine, Wandelschuldverschreibungen, etc.

Die Gesellschaft hat 73 Genussrechte zu je EUR 765,00 bis EUR 1.065,00 ausgegeben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

< 1 Jahr
TEUR
> 1 Jahr
TEUR
Mieten 3.042 13.909
Leasing 128 136
Fuhrpark 114 94
sonstige 107 200
Summe 3.391 14.339

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung

Der GuV-Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthält folgende Aufwendungen aus der Abzinsung:

EUR Vorjahr
EUR
Abzinsung Pensionsrückstellung 38.400,00 39.628,00
Summe 38.400,00 39.628,00

6. Sonstige Pflichtangaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Berichtsjahr Vorjahr
Filialleiter / Meister 84 85
Angestellte 122 134
sonstige 26 29
gesamt 232 248

Geschäftsführer

Während des Berichtsjahres waren Geschäftsführer:

Dr. Helmut Baur Dipl.-Kfm.
Dominic Baur Dipl.-Oec.

Die Schutzklausel des § 286 IV HGB wurde in Anspruch genommen.

 

Böblingen, den 19. April 2024

gez.

Dr. Helmut Baur, Geschäftsführer

Dominic Baur, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.05.2024 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Geschäfts- oder Firmenwert 298.000,00 209.226,27 0,00 0,00 507.226,27
999.112,69 326.707,83 0,00 0,00 1.325.820,52
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 920.731,97 0,00 0,00 0,00 920.731,97
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.252.060,04 763.829,16 136.488,00 150.794,54 14.001.582,66
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 107.088,00 29.400,00 -136.488,00 0,00 0,00
14.279.880,01 793.229,16 0,00 150.794,54 14.922.314,63
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 164.800,22 0,29 0,00 0,00 164.800,51
165.830,88 0,29 0,00 0,00 165.831,17
15.444.823,58 1.119.937,28 0,00 150.794,54 16.413.966,32
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Geschäfts- oder Firmenwert 230.435,00 67.188,77 0,00 297.623,77
853.422,69 129.262,33 0,00 982.685,02
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 476.608,97 27.622,00 0,00 504.230,97
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.962.256,81 625.869,16 150.783,54 11.437.342,43
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
11.438.865,78 653.491,16 150.783,54 11.941.573,40
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
12.292.288,47 782.753,49 150.783,54 12.924.258,42
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Geschäfts- oder Firmenwert 209.602,50 67.565,00
343.135,50 145.690,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 416.501,00 444.123,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.564.240,23 2.289.803,23
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 107.088,00
2.980.741,23 2.841.014,23
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 164.800,51 164.800,22
165.831,17 165.830,88
3.489.707,90 3.152.535,11

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Binder Optik GmbH, Böblingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Binder Optik GmbH, Böblingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Binder Optik GmbH, Böblingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Sindelfingen, 30. April 2024

KMZ Kullen Müller Zinser Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Sebastian Otten, Wirtschaftsprüfer

Stefan Kurz, Wirtschaftsprüfer

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