Beteiligungsgesellschaften
Palatina Bus GmbH
Weinstraße 8, 67480 Edenkoben, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Jung seit 2.2.2024 | Prokura |
Mark Weber seit 16.6.2021 | Prokura |
Marcus Weigl seit 24.3.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Transdev Stadt GmbH (vormals: Veolia Verkehr Stadt GmbH) | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Palatina Bus GmbHEdenkobenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE1. AllgemeinesDer Jahresabschluss der Palatina Bus GmbH, Edenkoben, - im Folgenden auch kurz Gesellschaft genannt - für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2014 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Die Gesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft, welche die Größenkriterien für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB erfüllt. Die Gesellschaft nimmt bei der Aufstellung des Jahresabschlusses die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. Die Gliederung des Anlagevermögens wurde gemäß der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen gemäß Verordnung vom 27. Februar 1968 (BGBI./1968, Seite 193) in der am 13. Juli 1988 geänderten Fassung (BGBL/1988, Seite 1057) vorgenommen. 2. AnlagevermögenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert Für die planmäßigen Abschreibungen von Gegenständen des Anlagevermögens werden folgende Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern angewandt:
Bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Höhe von höchstens EUR 150,00, die selbständig nutzbar sind, werden sofort abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten in einer Höhe von mehr als EUR 150,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00 werden in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt. Der Sammelposten wird im Jahr seiner Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren linear jeweils mit 20 % aufwandswirksam aufgelöst. Beim Finanzanlagevermögen handelt es sich um Beteiligungen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 3. VorräteDie Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bestände wurden sämtlich durch eine Stichtagsinventur ermittelt und zum Bilanzstichtag fortgeschrieben. 4. Verbundene UnternehmenAls verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die unter der Kontrolle der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich stehen. 5. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. 6. Liquide MittelKassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nennwert angesetzt. 7. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum AnlagevermögenDer Sonderposten enthält ausschließlich im Rahmen für seit dem Geschäftsjahr 2010 getätigte Investitionen in Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erhaltene Investitionszuschüsse. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt ratierlich über die Nutzungsdauer der jeweiligen bezuschussten Vermögensgegenstände. 8. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und Jubiläen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die Verpflichtungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Bewertung liegt ein Zinssatz von 4,62 % zu Grunde. Bei der Ermittlung der Höhe der Rückstellungen werden zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Dabei geht die Gesellschaft derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,8 % bei den Entgelten und bei den Renten aus. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die erstmalige Erfassung der Rückstellung und der zukünftigen Zuführungen nach der Bruttomethode. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung wird gesondert vom Zuführungsbetrag erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen. 9. VerbindlichkeitenDer Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihrem Erfüllungsbetrag. 10. Schätzungen von Ansprüchen aus der LeistungserbringungBei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden wie in den Vorjahren insbesondere die Ansprüche auf Erstattungen für Fahrgeldausfälle aus der Beförderung Schwerbehinderter sowie die Ansprüche gegen Verkehrsverbünde und sonstige Leistungsempfänger zum 31. Dezember 2014 für die Monate November und Dezember 2014 teilweise auf Basis der gesetzlichen und vertraglichen Grundlagen geschätzt, da die Endabrechnungen durch die Leistungsempfänger regelmäßig nach Erstellung des Jahresabschlusses erfolgen. 11. Schätzungen von Aufwendungen und ErträgenIm Rahmen der zeitnahen Erstellung des Jahresabschlusses wurden auf dem Stand der Buchhaltung im Dezember 2014 Aufwands- und Ertragsschätzungen für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2014 vorgenommen, die die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft beeinflussen. Für Teile dieser Aufwands- und Ertragskomponenten liegen Abrechnungen zum Teil erst nach dem Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses vor. II. EINZELANGABEN ZUR BILANZ1. AnlagevermögenZur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014 einschließlich der kumulierten Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibung wird auf den Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang verwiesen. Im Finanzanlagevermögen der Gesellschaft sind Beteiligungen an folgenden Unternehmen enthalten:
2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeIn den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen die gesetzlichen Ausgleichsleistungen für die Beförderung Schwerbehinderter gemäß SGB IX (Art. 1 §§ 145 ff.) von TEUR 102 (i. Vj. TEUR 96) sowie die gesetzlichen Ausgleichsleistungen für den Schülerverkehr gem. § 45a PBefG von TEUR 983 (i. Vj. TEUR 598) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 144 (i. Vj. TEUR 0) die Forderungen aus der Verlustübernahme des laufenden Geschäftsjahres gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Transdev Stadt GmbH, Berlin, (Gesellschafterin) sowie aus dem Liefer- und Leistungsverkehr TEUR 143 (i. Vj. TEUR 31). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Ansprüche aus der Erstattung von Mineralölsteuer für das 2. Halbjahr 2014 in Höhe von TEUR 27 (i. Vj. TEUR 27) enthalten. 3. EigenkapitalDas Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 256.000,00 und wird zum Bilanzstichtag zu 100 % von der Transdev Stadt GmbH, Berlin, gehalten. Die Kapitalrücklage wurde durch den Gesellschafterbeschluss der Transdev Stadt GmbH, Berlin, am 12. Mai 2006 in Höhe von EUR 357.000,00 eingestellt. Der Verlust des Geschäftsjahres 2014 wird im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags in voller Höhe von der Alleingesellschafterin übernommen. 4. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum AnlagevermögenIm Geschäftsjahr 2014 wurden Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 35 (i. Vj. TEUR 0) im Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen passiviert. In Höhe von TEUR 62 (i. Vj. TEUR 62) wurden Zuschüsse im Geschäftsjahr 2014 aufgelöst. 5. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 399 (i. Vj. TEUR 555), Resturlaubsansprüche in Höhe von TEUR 87 (i. Vj. TEUR 82), Ansprüche aus Überstunden in Höhe von TEUR 44 (i. Vj. TEUR 74), Rückstellungen für Haftpflicht-Selbstbehalt in Höhe von TEUR 39 (i. Vj. TEUR 76) sowie Rückstellungen für Unfallverpflichtungen in Höhe von TEUR 9 (i. Vj. TEUR 56). 6. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 4.176 (i. Vj. TEUR 4.197) die Verbindlichkeiten aus dem Cash Pool-Konto gegenüber der Transdev GmbH, Berlin. Die Kreditlinie im Rahmen des Cashpoolings ist noch nicht voll ausgeschöpft. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. III. EINZELANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse umfassen im Wesentlichen Erlöse aus der Durchführung von vertraglichen Verkehrsleistungen. Die gesetzlichen Ausgleichsleistungen betreffen Leistungen für den Schülerverkehr gem. § 45a PBefG und Leistungen für die Beförderung Schwerbehinderter gem. SGB IX (Art. 1 §§ 145 ff.). Zuschüsse werden für die vertraglich vereinbarten Verkehrsdurchführungen auf regionaler Ebene gewährt. Darüber hinaus wurden die Umsatzerlöse in 2014 aufgrund einer Spitzabrechnung des VRN für 2013 um TEUR 345 (i. Vj. TEUR 0) gemindert. 2. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erlöse aus der Vermietung von Werbeflächen auf Bussen von TEUR 35 (i. Vj. TEUR 35) sowie aus Schadenerstattungen von Unfällen von TEUR 68 (i. Vj. TEUR 8). Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen betragen TEUR 62 (i. Vj. TEUR 62). Darüber hinaus sind periodenfremde Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 6 (i. Vj. TEUR 46) und aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 91 (i. Vj. TEUR 69) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. 3. MaterialaufwandDie Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen (ohne Berücksichtigung der Erstattungen für Mineralölsteuer von TEUR 54 (i. Vj. TEUR 53)) insbesondere Aufwendungen für Treibstoffe in Höhe von TEUR 1.084 (i. Vj. TEUR 1.145) sowie Ersatzteile für Busse in Höhe von TEUR 101 (i. Vj. TEUR 110). Die bezogenen Leistungen resultieren hauptsächlich aus Fremdleistungen von Subunternehmern in Höhe von TEUR 2.768 (i. Vj. TEUR 2.809) sowie Fremdreparaturen in Höhe von TEUR 139 (i. Vj. TEUR 184). 4. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Betriebsführungskosten (TEUR 247; i. Vj. TEUR 179), Dienstleistungskosten (TEUR 160; i. Vj. TEUR 99), Aufwendungen für den Verleih von Verwaltungs- und Führungspersonal an verbundene Unternehmen (TEUR 42; i. Vj. TEUR 59), Aufwendungen für das Shared Service Center (TEUR 40; i. Vj. TEUR 42) sowie Aufwendungen für die Fahrzeughaftpflichtversicherung (TEUR 61; i. Vj. TEUR 42). 5. FinanzergebnisIn den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 6 (i. Vj. TEUR 8) enthalten, die aus der Aufzinsung von Rückstellungen resultieren. Darüber hinaus sind in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen TEUR 37 (i. Vj. TEUR 0) enthalten, die aus der Spitzabrechnung des VRN für 2013 resultieren. IV. SONSTIGE ANGABENSonstige finanzielle VerpflichtungenAm Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft folgende Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
* gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verpflichtungen verteilen sich auf folgende Jahre:
* gegenüber verbundenen Unternehmen
Mit Änderungsvereinbarung vom 10. Januar 2008 (Erstvereinbarungszeitpunkt 10. Januar 2001) wurde die Führung der laufenden administrativen Geschäfte auf die Transdev Stadt GmbH, Berlin, übertragen. Die Vergütung für diese Tätigkeit betrug im Geschäftsjahr TEUR 247 (i. Vj. TEUR 179); der Vertrag ist auf unbefristete Dauer abgeschlossen und kann mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist zum Jahresende gekündigt werden. HaftungsverhältnisseAngabepflichtige Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251 in Verbindung mit 268 Abs. 7 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht. GeschäftsführungAlleiniger Geschäftsführer ist Herr Christian Volz, Diplom-Kaufmann, Dudenhofen - bis 31. Juli 2014 Herr Horst Windeisen, Betriebswirt (IHK), Bietigheim-Bissingen - ab 1. August 2014. Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. MitarbeiterDie Gesellschaft beschäftigte in 2014 durchschnittlich 96 Mitarbeiter (i. Vj. 95 Mitarbeiter), davon 93 operativ und 3 in der Verwaltung. KonsolidierungskreisDie Gesellschaft wird über die Transdev Stadt GmbH, deren Mutterunternehmen die Transdev GmbH, Berlin, und deren Mutterunternehmen Transdev Ile de France S.A., Nanterre, Frankreich, in den Konzernabschluss der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen, die wiederum quotal in den Konzernabschluss der Veolia Environnement S.A., Paris, Frankreich, und der Caisse des Dépôts et Consignations, Paris, Frankreich, einbezogen wird. Der nach den von der Europäischen Union übernommenen IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden.
Edenkoben, den 27.04.2015 Palatina Bus GmbH Horst Windeisen Entwicklung des Anlagevermögens 2014
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014A. Grundlagen des KonzernsDie Palatina Bus GmbH (PAL) mit Sitz in Edenkoben ist ein Busunternehmen, das überwiegend im Linienverkehr tätig ist. Die Busse des Unternehmens sind in den Regionen Vorder- und Südpfalz sowie im Rhein-Neckar-Kreis überwiegend auf Basis von Konzessionsverträgen im Einsatz. Die PAL ist eine 100% ige Tochtergesellschaft der Transdev Stadt GmbH, Berlin, und gehört damit zum Teilkonzern der Transdev GmbH, Berlin. Die Transdev GmbH ist ein Tochterunternehmen der Transdev S.A., Paris, Frankreich, welches zu den international aufgestellten Unternehmensgruppen im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zählt. Anteilseigner der französischen Transdev sind die Caisse des Dépôts et Consignations, Paris, Frankreich, sowie Veolia Environnement S.A., Paris, Frankreich. Seit April 2013 firmiert die Veolia Transdev (VTD) weltweit als Transdev. Die Gesellschaft unterliegt den Regelungen des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG). B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft hat sich in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld als stabil erwiesen und bleibt auf Wachstumskurs, wenn auch nur leicht. Der deutsche Arbeitsmarkt stellt sich nach wie vor positiv dar. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal 2014 um 0,1 % höher als im zweiten Quartal und höher als im Vorjahr (+1,2 %). Im zweiten Quartal 2014 war das BIP geringfügig zurückgegangen (- 0,1 %), nachdem die deutsche Wirtschaft mit viel Schwung ins Jahr gestartet war (erstes Quartal 2014: + 0,8 %). 1 Im Jahr 2015 dürfte sich die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung fortsetzen und der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts bei 1,0 % liegen. Bei einer erwarteten Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 % und einer Inflationsrate von 0,7 % (bedingt durch den Ölpreisrückgang) ist ein Abgleiten in die Deflation nicht wahrscheinlich. 2 Der rückläufige Mineralölpreis im Berichtsjahr wirkte sich im Vergleich zum Vorjahr mit einer Einsparung von 52 TEUR aus. 2. Branchenbezogene RahmenbedingungenIm ersten Halbjahr 2014 waren in Deutschland fast 5,6 Milliarden Passagiere im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen zu verzeichnen. Dies sind somit 0,5 % mehr als im ersten Halbjahr 2013. Im Nahverkehr stieg das Fahrgastaufkommen laut Statistischem Bundesamt im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 um 0,5%. Im Fernverkehr war ein Rückgang um 0,3 % zu verbuchen. Im Schnitt wurden fast 31 Millionen Fahrten am Tag zurückgelegt. Eisenbahnen und S-Bahnen beförderten 1,2 Milliarden Passagiere (+ 2,1 %), mit Straßen-, Stadt- und U-Bahnen fuhren 1,9 Milliarden Fahrgäste (+ 1,8 %), dagegen wurden im Busverkehr weniger Fahrgäste registriert (-1,2 %, auf 2,7 Milliarden Passagiere). Im Fernverkehr (ausgenommen Fernbus) wurden 62 Millionen Personen befördert und damit 0,5 % weniger als im ersten Halbjahr 2013. Aufgrund der Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes und der Öffnung des Marktes für Fernbusse ab Januar 2013 stieg die Zahl der Passagiere in diesem Sektor stark um 8,1 % auf fast 1,4 Millionen an. Zahlreiche Unternehmen wie MeinFernbus oder FlixBus sowie der Postbus stiegen in den Markt ein und betreiben derzeit eine Vielzahl von Fernbus-Strecken, deren Rentabilität sich erst zeigen muss. Ein großes Problem sind dabei auch die kaum oder nicht vorhandenen Zentralen Omnibusbahnhöfe (ZOBs) und deren Finanzierung. 3 4 Im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) herrschte auch im Jahr 2014 weiterhin enormer Wettbewerbsdruck um Ausschreibungen von Neu- oder Bestandsverkehren. Zu den größten Wettbewerbern der Transdev GmbH gehören weiterhin die Deutsche Bahn AG, Tochtergesellschaften ausländischer Staatsbahnen wie Netinera (italienische Staatsbahn FS) und Abellio (niederländische Staatsbahn NS) sowie große Landesbahnen (wie die Hessische Landesbahn). Der Eintritt weiterer Wettbewerber in den Markt hat sich auch in 2014 fortgesetzt, neben National Express nunmehr auch Go Ahead als zweitem großen britischen in Deutschland präsenten Verkehrskonzern. Im SPNV-Markt steigern die Wettbewerber der DB AG weiterhin ihre Marktanteile. Im Jahr 2014 lag die Anzahl der Vergabeverfahren höher als in den Vorjahren. Dieser Trend wird sich in den folgenden 2-3 Jahren fortsetzen, insbesondere wegen des Auslaufens großer Verkehrs Verträge der DB in Baden-Württemberg und bei verschiedenen S-Bahn- und Expressnetzen in Ballungsräumen. Darüber hinaus werden derzeit viele frühe wettbewerbliche Verkehrsverträge zum zweiten Mal ausgeschrieben, nachdem ihre oft rund zehnjährige Vertragslaufzeit ausläuft. Bis 2016 sollen insgesamt mindestens weitere 150 Millionen Zugkilometer (Zkm) ausgeschrieben werden. Im eigenwirtschaftlichen Schienenfernverkehr sind die Rahmenbedingungen in 2014 durch die erfolgreiche Aufnahme vieler neuer Fernbusangebote anspruchsvoller geworden. Preissensible Fahrgäste sind von der Schiene auf den Bus umgestiegen. Der Marktanteil der Wettbewerber im Fernverkehr lag bei unter einem Prozent gemessen an der Verkehrsleistung und wird durch die Einstellung des Fernzuges InterConnex (Leipzig-Warnemünde) im Dezember 2014 im kommenden Jahr sinken.
1 Destatis, Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal
2014 um 0,1 % gestiegen, Pressemitteilung Nr. 401 vom
14.11.2014
3. GeschäftsverlaufBetrieb EdenkobenNach Inbetriebnahme des Linienbündels "Neustadt/Wstr. Los 1" zum Jahresbeginn 2013 stand im Geschäftsjahr 2014 die weitere Verbesserung der betrieblichen Abläufe im Vordergrund, vor allem in Bezug auf die Dienst- und Fahrzeugeinsatzplanung. Die zur Bedienung des o. g. Linienbündels beschafften Neufahrzeuge verkehren mit Ausnahme der Kleinfahrzeuge (Fiat Ducato mit TS-Aufbau) weitgehend problemlos. Im Frühsommers bzw. Herbst wurde im Linienbündel "Neustadt/Wstr, Los 1" eine Verkehrserhebung durchgeführt, welche gemäß den Vergabebedingungen im zweiten Betriebsjahr erfolgen muss und deren Ergebnis für die Höhe der Fahrgeldeinnahmen im besagten Linienbündel maßgeblich sein wird. Probeweise für ein Jahr wurde mit dem HOLIDAY-Park in Haßloch eine Kooperation eingegangen: Für die Saison 2014 übernahm Palatina Bus die formale Betriebsführung der Buslinie 518 (Haßloch Bahnhof < => Holiday-Park) und vereinnahmte die vom VRN zugewiesenen Fahrgeldeinnahmen aus dem Einnahmepool des Verkehrsverbundes. Der Holiday-Park hingegen befuhr weiterhin mit seinem eigenen Omnibus die Linie 518, nun in der Funktion als Subunternehmer der Palatina Bus. Diese Kooperation wurde nach Ablauf des Geschäftsjahrs 2014 nicht mehr fortgesetzt, da die von uns gesetzten Erwartungen hinsichtlich des Ergebnisbeitrags nur teilweise erfüllt wurden. Andererseits war es expliziter Wunsch des HOLIDAY-Parks, die Betriebsführung der Linie 518 wieder selbst zu übernehmen. Betrieb WaibstadtIm Betrieb Waibstadt ergaben sich im Berichtsjahr keine wesentlichen Änderungen im Auftragsbestand im Linienverkehr. Die Konzessionsverträge Sinsheim Nord und Sinsheim Süd laufen unverändert fort. Der im Vorjahr akquirierte Sonderlinienverkehr zur Badewelt Sinsheim konnte durch eine nachweislich gute Dienstleistungsqualität für ein weiteres Jahr gesichert werden. Fortwährende Qualitätsprobleme hingegen bereitete der Auftragnehmer Hoffmann-Reisen, Sinsheim. Während die übrige Verkehrsleistung am Standort Waibstadt kaum beanstandet wird, sorgen Qualitätsmängel bei Fahrpersonal und Fahrzeugen des Auftragnehmers für massive Beanstandungen von Kunden und Aufgabenträger. Nach einem "Krisengespräch" im September besserte sich die Lage für einen kurzen Zeitraum marginal. Nach weiteren massiven Vorfällen wurde im Dezember einvernehmlich ein Ende der Zusammenarbeit vereinbart. Zum 1. April 2015 übernimmt Palatina Bus die komplette Fahrleistung des Subunternehmers Hoffmann-Reisen, Sinsheim in Eigenregie. Die Beauftragung eines anderen Subunternehmers wurde ernsthaft geprüft, schied aber aus wirtschaftlichen Gründen aus. Das Unternehmen erbrachte im Geschäftsjahr inclusive der an Auftragnehmer vergebenen Leistungen insgesamt 4,1 (i. Vj. ca. 4,2) Millionen Kilometer. Der leichte Rückgang ist auf eine Optimierung der Dienst- und Umlaufplanung und der damit verbundenen Reduzierung von Leerfahrten zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2014 beschäftigte die Palatina Bus 99 (i. Vj. 95) Mitarbeiter. Die Struktur der Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:
Im Dezember 2014 erhielt Palatina Bus den Zuschlag für das Linienbündel "Rheinpfalz", welches ca. 55 Fahrzeugeinheiten und 2.140.370 Fahrplankilometer umfasst. Bis zur Betriebsaufnahme am 14. Juni 2015 gilt es, einen völlig neuen Unternehmensstandort, den Betrieb Ludwigshafen aufzubauen. Lage3.1 VermögenslageIm Vergleich zum Geschäftsjahr 2013 sank die Bilanzsumme um 5,9 % auf 7.328 T€. Die Eigenkapitalquote steigt dadurch auf 8,4 % (i. VJ 7,9 %). Aktiva Insgesamt ist das Anlagevermögen der PAL um 556 T€ zurückgegangen. Zum Einen sanken die Buchwerte für Grundstücke und Bauten um 17 T€ und die der Fahrzeuge um 453 T€ durch planmäßige Abschreibungen von 649 T€, die über den Neuanschaffungen von 196 T€ lagen. Zum Anderen sanken aber auch die Werte der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung um 82 T€, die sich vornehmlich auf die planmäßigen Abschreibungen der in den vergangenen Jahren neu eingeführten Vertriebstechnik gründen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 101 T€. Diese Veränderungen ergeben sich v. a. aus niedrigeren Forderungen gegenüber den Verkehrsverbünden (-448 T€), aber auch einer Erhöhung der Forderungen aus Ausgleichsansprüchen des Schülerverkehrs (+385 T€) und einer Erhöhung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 257 T€. Passiva Beim Eigenkapital gibt es aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Transdev Stadt GmbH (ehemalig Veolia Verkehr Stadt GmbH) in 2014 keine Änderungen zum Vorjahr. Die Sonderposten für Investitionszuschüsse liegen im Jahr 2014 mit 524 T€ um 27 T€ geringer als 2013 begründet in der planmäßigen Abschreibung welche im Ergebnis durch eine Erhöhung der Sonderposten mit einer weiteren Fahrzeugförderung abgemildert wurden. Die Rückstellungen verringerten sich 2014 um 513 TC. Dies ist im Wesentlichen auf niedrigere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (-156 T€), niedrigere Rückstellungen aus Unfallverpflichtungen und Haftpflicht-Selbstbehalt (in Summe -84 T€), aber auch geringere sonstige Verbindlichkeitsrückstellungen (-256 T€) zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten stiegen im Berichtszeitraum in Summe um 80 T€. Zum Einen stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 895 T€ an und zum Anderen reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 861 T€. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 895 T€ gründet sich vornehmlich auf die sich nach den Ergebnissen der Verkehrserhebung im Linienbündel Neustadt ergebenden Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber den Aufgabenträgern. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem konzernweiten Cash Management-System (CMS) bei der HypoVereinsbank von 4.176 T€. (i.VJ: 4.197 T€) 3.2 FinanzlageDie Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über ein Cash-Management-System mit der Transdev GmbH, Berlin, welches unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten zum Monatsende gekündigt werden kann. Eine Kündigung ist bisher nicht erfolgt. Die Gesellschaft verfügt über einen Kreditrahmen von TEUR 6.000.
Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2014 jederzeit in der Lage, ihre fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen. Durch die Einbindung in das Cash-Management-System verfügt die Gesellschaft über einen finanziellen Rahmen für das operative Geschäft und die Finanzierung neuer zukunftssichernder Investitionen. Die Palatina Bus GmbH hat im Berichtszeitraum 226 T in das Anlagevermögen investiert (2013: TEUR 2.757). Die Investitionen betreffen im Wesentlichen die Mordernisierung der Fahrzeugflotte durch ein weiteres Solofahrzeug für das Linienbündel Neustadt Los 1. 3.3 ErtragslageDas Operating Income nach Management Fee (Betriebsergebnis) nach HGB wird zur internen Ergebnissteuerung herangezogen, es ermittelt sich aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzüglich des Finanz- und des Beteiligungsergebnisses. In monatlichen Business Review Meetings wird das Operating Income vor Management Fee nach IFRS analysiert. Unterschiede zwischen Handelsrecht und internationaler Rechnungslegung ergeben sich im Wesentlichen aus unterschiedlichen Abschreibungsdauern und Bewertungsunterschieden bei Rückstellungen (z. B. für schwere Instandhaltung, Drohverluste oder Pensionen). Die Palatina Bus schließt das Jahr 2014 mit einem erzielten Operating Income nach Management Fee (Betriebsergebnis) von 11 T€ ab. Dies stellt eine Abweichung gegenüber der Planung des Berichtsjahres von -599 T€ und einer Abweichung gegenüber dem Vorjahr von T€ -884 dar und ergibt sich im Wesentlichen durch folgende Entwicklungen: Mit einem Rückgang von ca. 7,8 % oder 782 T€ entwickelten sich die Umsatzerlöse der PAL im Jahr 2014 rückläufig. Im Wesentlichen ist dies auf die überraschend schwachen Nachfragewerte aus den vorläufigen Ergebnissen der Verkehrserhebung im Linienbündel Neustadt Los 1 (-816 T€) zurückzuführen, welche eine Anpassung der Fahrgeldeinnahmenansprüche nebst dem Jahr 2014 auch rückwirkend für das 1. Betriebsjahr 2013 zur Folge hatten. Des Weiteren reduzierten sich die Umsatzerlöse durch geminderte Forderungen in Höhe von 195 T€ für in der Höhe strittige Ausgleichsgelder aus dem Schülerverkehr für das Linienbündel Neustadt Los 1 für die Anspruchsjahre 2013 und 2014. Dem Gegenüber stehen erhöhte Umsatzerlöse durch die einjährige Konzession der Linie 518 und die Dynamisierung der Fahrgeldeinnahmenzuscheidungen in den Linienbündeln Sinsheim Nord und Sinsheim Süd, welche den Rückgang aus o. g. Punkten nicht kompensieren konnten. Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben mit 305 T€ auf konstant hohem Niveau im Vergleich zum Vorjahr (297 T€). Ein deutlicher Rückgang um 141 T€ hat sich bei den Materialaufwendungen ergeben. Dieser Rückgang ist größtenteils auf stark gesunkene Dieselkosten (-65 T€), geringere Aufwendungen für Fahrzeuginstandhaltungskosten (-45 T€) und geringere Subauftragnehmerkosten (-41 T€) im Zuge einer Erhöhung der Eigenerbringung zurückzuführen. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse zuzüglich der sonstigen betrieblichen Erträge und abzüglich der Materialaufwendungen) sank von 5.946 T€ in 2013 auf 5.312 T€ in 2014. Die Personalaufwendungen bewegen sich mit 3.430 T€ ca. 3,3 % über dem Niveau des Vorjahres. Das liegt vor allem an der VAV-Tariferhöhung von 2,2 % zum 1. September 2014 für die Mitarbeiter in Rheinland Pfalz und der WBO-Tariferhöhung um 2,0 % ab 1. April 2014 zzgl. der Erhöhung der Jahressonderzahlung um 100 €. Ein weiterer Aspekt der gestiegenen Personalkosten ergibt sich aus der Erhöhung der Eigenregiequote und damit verbundener Übernahme von ehemaligen vergebenen Subauftragsverkehren im Raum Sinsheim. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 127 T€ gestiegen. Ausschlaggebend hierfür sind die Aufwendungen der im Linienbündel Neustadt durchgeführten Verkehrserhebung (47 T€) sowie eine Erhöhung der Management-Fee Umlage um 68 T€. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind um 63 T€ auf nunmehr 161 T€ gestiegen. Dies ergibt sich vornehmlich aus Nachzahlungszinsen für zu hohe Vorabsetzungsbeträgen resultierend aus der vorläufigen Ergebnissen der Verkehrserhebung Neustadt Los 1. Das Ergebnis vor Gewinnabführung/Verlustübernahme beläuft sich auf -144 T€ ( i. VJ. +794 T€). 3.4 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Gesellschaft blieb aufgrund der notwendigen Anpassung der Erlöse im Zusammenhang mit dem Linienbündel Neustadt Los 1 für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 deutlich hinter den Erwartungen zurück. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. PrognoseberichtDas Geschäftsjahr 2015 wird geprägt sein durch eine weitere Optimierung des erreichten Vertragsbestandes. Außerdem wird die Gesellschaft zum 14. Juni 2015 durch das neu gewonnene Linienbündel Rheinpfalz den Wachstumskurs langfristig fortzusetzen. Die Geschäftsführung geht in ihrer aktuellen Vorausschau für das Geschäftsjahr 2015 durch die Erweiterung (Linienbündel Rheinpfalz) von einer Erhöhung des Umsatzvolumens um 4.285 T€ aus. Bei einer Erhöhung der KM-Leistung um ca. 1.100 TKM wird ein gleichbleibender Dieselpreis von 0,96 et pro Liter erwartet. Das Operating Income nach Management Fee wird nach der aktuellen Vorausschau im Geschäftsjahr 2015 890 T€ betragen und damit deutlich über dem Ergebnis des Berichtsjahres (11 T€) liegen. Das Unternehmen plant mit einer konstanten Mitarbeiterzahl von 146.
Zu berücksichtigen ist, dass die tatsächlichen Ergebnisse durch geänderte Rahmenbedingungen von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, insbesondere die erstmals in der aktuellen Vorausschau eingeflossenen Planwerte des neuen Linienbündels Rheinpfalz sind vorläufig einer spätestens im zweiten Betriebsjahr durchzuführenden Verkehrserhebung, deren Ergebnis maßgeblichen Einfluss auf den Fahrgeldeinnahmenanspruch und damit auf die Umsätze haben wird. 2. Chancen- und RisikoberichtDurch die monatliche Analyse der Plan/Ist-Abweichungen, die durch das regionale Controlling in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer erstellt und an die Transdev GmbH, Berlin, gemeldet werden, ist die Einbettung in das Risikomanagement der Transdev-Gruppe gegeben. In diesem Rahmen werden besonders die Auswirkungen folgender Indikatoren berücksichtigt:
Im Rahmen des Finanzmanagements werden mögliche Risiken u. a. durch folgende Maßnahmen fortlaufend überwacht, quantifiziert und nach den Unternehmenszielen entsprechend aktiv gesteuert:
Konkret unterliegt die Gesellschaft den Chancen und Risiken im Wettbewerb um Verkehrsverträge. Die Konzessionsverträge der Gesellschaft haben folgende Laufzeit: Sinsheim Nord bis Dezember 2018, Sinsheim Süd bis Dezember 2019, Neustadt Los 1 bis Dezember 2022 und Rheinpfalz bis Juni 2025. Die Neuausschreibung wird jeweils etwa ein Jahr vor Auslauf der Verträge erwartet. Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass nach Auslaufen der bestehenden Konzessionsverträge andere Wettbewerber den Zuschlag erhalten. Im Vertrag Neustadt Los 1 stand im Jahr 2014 eine Verkehrserhebung an, die Zuscheidungsbasis für den Fahrgeldeinnahmenanspruch der Gesellschaft an den Verbundeinnahmen des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar in diesem Vertrag für 3-5 Jahre sein wird. Bisher werden die Fahrgeldeinnahmen für diesen Vertrag nur auf Basis von vorläufigen Absetzungen geleistet. Das vorläufige Ergebnis der inzwischen abgeschlossenen Verkehrserhebung wurde bereits im Jahresabschluss 2014 für die Jahre 2013 und 2014 berücksichtigt. Hieraus ergibt sich auch ein Defizit für die Folgejahre, welchem durch umfassende Optimierungsmaßnahmen gegengesteuert werden soll. Weitere Risiken bestehen kostenseitig, insbesondere bei Treibstoff- und Personalkosten. Das Dieselpreisrisiko wird teilweise kompensiert durch eine Indexierungsregel in den Verkehrsverträgen Neustadt Los 1 und Rheinpfalz, die anderen Konzessionsverträge haben keine dementsprechende Indexierungsregel. Alle Konzessionsverträge des Unternehmens sind sogenannte Nettoverträge. Insofern kann das Unternehmen - gemeinsam mit anderen Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Rhein-Neckar - auf steigende Kosten durch eine Anhebung der Beförderungstarife reagieren. Durch die am 1. Januar 2013 in Kraft getretene Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) werden bisher nur in Ausnahmefällen zulässige Fernbuslinien weitestgehend für den Wettbewerb freigegeben. Das Risiko für den Schienenpersonennahverkehr ist jedoch im Gegensatz zum Schienenpersonenfernverkehr begrenzt, da Fernbuslinien einen Haltestellenabstand von 50 km einhalten müssen und zwei Haltestellen nicht so gelegt werden dürfen, dass die Schienen-Nahverkehrsverbindung zwischen ihnen weniger als eine Stunde beträgt. D. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die in dem Lagebericht zu erwähnen wären, sind nicht eingetreten. Die in 2013 begonnenen und in 2014 fortgeführten Verkaufsvorbereitungen der gesamten Veolia Verkehr Gruppe (jetzt Transdev Gruppe) in Deutschland wurden in 2014 zunächst ausgesetzt und aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung der Trandev Deutschland Gruppe gestoppt. Transdev Deutschland ist wieder fester Bestandteil von Transdev und steht nicht mehr zum Verkauf.
Edenkoben, 27.04.2015 Palatina Bus GmbH Horst Windeisen, Geschäftsführer BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Palatina Bus GmbH, Edenkoben, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 25. Juni 2015 Ernst
& Young GmbH
Wehner, Wirtschaftsprüfer Schmidt, Wirtschaftsprüfer GESELLSCHAFTERBESCHLUSSDie unterzeichnete Transdev Stadt GmbHals alleinige Gesellschafterin der Palatina Bus GmbHfasst hiermit unter Verzicht auf sämtliche gesetzlichen und/oder gesellschaftsvertraglichen Fristen und Formen im Wege schriftlicher Beschlussfassung den folgenden Beschluss: 1.) Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 (Jahresergebnis EUR 0,00 nach Verlustübernahme von EUR 144,001,18 an die Gesellschafterin) wird festgestellt. 2.) Der Geschäftsführung wird für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014 Entlastung erteilt. 3.) Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, wird zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 bestellt. Die deutsche Fassung dieses Beschlusses ist bindend. Datum: 27.08.2015 Ort: Berlin
Transdev Stadt GmbH Christian Schreyer |
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