Beteiligungsgesellschaften
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anna Katarzyna Marciszewski seit 6.10.2015 | Prokura |
Michael Saitow seit 13.1.2015 | Vorsitzender des Vorstands |
Christoph Floss seit 13.1.2015 | Vorstandsmitglied |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ALZURA AGKaiserslauternJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT zum 31. Dezember 2023Inhaltsverzeichnis A. Grundlagen des Unternehmens 1. ALZURA AG im Überblick - das Geschäftsmodell und Kernkompetenzen 2. Unternehmensstruktur und -organisation 3. Ziele und Strategien 4. Forschung & Entwicklung B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Ertragslage 4. Finanzlage 5. Vermögenslage 6. Finanzielle Leistungsfaktoren C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht 2. Chancenbericht 3. Risikobericht A. Grundlagen des Unternehmens 1. ALZURA AG im Überblick - das Geschäftsmodell und Kernkompetenzen Die ALZURA AG wurde 2002 als Tyre24 GmbH gegründet. In 2015 wurde die Tyre24 GmbH durch Formwechsel in die SAITOW AG umgewandelt und im Jahr 2022 von SAITOW AG in ALZURA AG umfirmiert. Sie ist ein international agierendes IT-Unternehmen mit Hauptsitz in Kaiserslautern, dessen Kerngeschäft die Herstellung, der Vertrieb und der Betrieb von eCommerce-Systemen ist. Seit mehr als 20 Jahren entwickelt das Unternehmen Software, Web-Applikationen und Online-Plattformen, die zu den führenden ihrer Branche zählen. Alle Elemente - von der Webseite, den Anbindungen an Warenwirtschaftssysteme, den Schnittstellen zum Datenaustausch unterschiedlichster Datenbankstrukturen bis hin zu eigenen Bezahlsystemen - werden inhouse programmiert, getestet und gehostet. Der Geschäftsbereich Alzura.com umfasst eine der größten branchenspezifischen B2B-Plattformen in Europa. Tyre24.alzura.com als am längsten bestehender, wichtigster Bereich deckt dabei die automobilen Kategorien "Reifen, Felgen, Kfz-Ersatzteile und Werkstattzubehör" ab und wird von Großhändlern, Autohäusern und Werkstätten in Europa als Vertriebsplattform bzw. Einkaufsportal genutzt. Die ALZURA AG beschäftigt an den Standorten Kaiserslautern (Hauptsitz) und Berlin insgesamt 193 (VJ: 187) Mitarbeiter. 2. Unternehmensstruktur und -organisation Die ALZURA AG erfüllt als Muttergesellschaft übergreifend sämtliche Managementaufgaben für ihre Tochtergesellschaften. Diese werden nicht konsolidiert. Im Berichtsjahr erfolgten folgende wesentliche Veränderungen in der Unternehmensstruktur: 2.1. Gründung der Tyres & Parts Magazin GmbH Mit notarieller Urkunde vom 27. Januar 2023 wurde die Tyres & Parts Magazin GmbH als 100%ige Tochter der ALZURA AG gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Zeitungsverlags. 2.2. Umfirmierung der Tyres & Parts Magazin GmbH in Zeitung 1 GmbH Mit notarieller Urkunde vom 24. Mai 2023 wurde die Tyres & Parts Magazin GmbH in Zeitung 1 GmbH umfirmiert. 3. Ziele und Strategien 3.1. Steigerung der operativen Umsätze Im Zusammenhang mit der Betrachtung der operativen Umsatzerlöse und dem damit verbundenen Vorjahres- bzw. Mehrjahresvergleich ist für das Berichtsjahr Folgendes mit zu berücksichtigen: Im Juli 2022 hat die Verschmelzung von Konzerngesellschaften und die damit verbundene Erweiterung des operativen Umsatzes der Gesellschaft um Handelsumsätze stattgefunden. Zudem wurde zum 1. Juli 2022 ein neues komplexes Pricing-Modell eingeführt. Dadurch ist zu beachten, dass die Vergleichbarkeit der Umsätze 2023 vs. 2022 auch deshalb nur bedingt aussagefähig ist, da die oben erwähnten Effekte in 2022 zum Teil lediglich das zweite Halbjahr betroffen haben und es sich dadurch nicht um ganzjährige Auswirkungen handelt. Die Umsätze für das Berichtsjahr inkludieren jedoch die Auswirkungen für ein gesamtes Kalenderjahr. Dem vorweggenommen, wurde das Ziel, die operativen Umsätze, die nunmehr aus Lizenz- und Provisionserträgen auf der einen Seite und Handelsumsätzen auf der anderen Seite bestehen, zu steigern - auch ohne die Auswirkungen der Verschmelzungen der verschiedenen Gesellschaften - erreicht. Im Reifenbereich konnte im Berichtsjahr ein deutliches Umsatzplus erzielt werden. Dabei ist die Steigerung der Provisions-Umsätze im Reifenbereich insbesondere auf die am 1. Juli 2022 angepasste Preisgestaltung zurückzuführen. Im Bereich Kfz-Ersatzteile konnte die seit Jahren andauernde Umsatzsteigerung im Berichtsjahr fortgesetzt werden. Bei den Alufelgen setzt sich der Abwärtstrend der letzten Jahre fort. Dabei hat die angepasste Provisionierung bei den Alufelgen diesen Effekt noch verstärkt. 3.2. Steigerung des Jahresüberschusses Die ALZURA AG hat ihr Ziel, den Jahresüberschuss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen, nicht erreicht. Dies liegt insbesondere am im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Personalaufwand im Zusammenhang mit Investitionen in neue Geschäftsbereiche. 3.3. Diversifizierung durch F&E sowie neue Produkte und strategische Geschäftsfelder Die ALZURA AG verfolgt - insbesondere auch durch intensive Entwicklung im Bereich eCommerce - eine Diversifizierungsstrategie, um ihre Abhängigkeit vom Reifenmarkt zu verringern, der auch zukünftig stark unter Druck stehen wird. Die ALZURA AG positioniert sich als Servicebetreiber vertikaler Marktplätze mit dem Hauptprodukt Alzura.com eindeutig in einem noch wenig besetzten Marktumfeld, da die vorhandenen, sehr erfolgreichen Marktplätze (z.B. Amazon, eBay, Alibaba, Check24) ihren Schwerpunkt im Bereich B2C setzen. Mit der Verschmelzung der Kaguma GmbH & Co. KG und der ALZURA Trade GmbH auf die ALZURA AG tritt die ALZURA AG ab dem Jahr 2022 zudem als Lieferant in den Bereichen Reifen, Ersatzteile, Zubehör und Alufelgen auf und erzielt dadurch Handelsumsätze. Entwicklungstätigkeiten finden neben der initialen Projektphase bei neuen Ideen im Softwarebereich insbesondere hinsichtlich der Optimierung von IT-Schnittstellen und der Vereinfachung von Prozessen im Verhältnis von Kunden zum Tyre24-Marktplatz statt, sodass diese in Ihren täglichen Abläufen unterstützt und somit weiter an den Marktplatz gebunden werden. 3.4. Weitere Ziele und Strategien Wesentliches Potenzial für die ALZURA AG bietet sich im weiteren Ausbau des Marktplatzes Tyre24, sowohl in den etablierten Bereichen rund um den Reifen als auch in den neueren Kategorien Kfz-Ersatzteile und Werkstattzubehör. Im Bereich der Kfz-Ersatzteile bietet sich für Tyre24 weiterhin eine enorme Opportunität, die bisher jedoch nur unzureichend genutzt wurde Der Markt für Kfz-Teile ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in allen anderen von der ALZURA AG bearbeiteten Ländern deutlich größer als der für Reifen, Felgen und Räder. Zudem existieren hier - anders als im Reifen-Umfeld - keine wetter-getriebenen Saisonalitäten, sondern die Nachfrage zeigt sich gleichmäßig. Darüber hinaus verfügt Tyre24 mit seiner Vielzahl automobiler Kunden über eine starke Nachfragebasis für Kfz-Ersatzteile. Aufgrund des Erfolges von Tyre24 als Mittler zwischen gewerblichen Käufern und Verkäufern im automobilen Aftermarket beabsichtigt die ALZURA AG, weitere B2B Online-Marktplätze nach dem technischen und kommerziellen Vorbild von Tyre24 zu konzipieren und umzusetzen. 4. Forschung und Entwicklung Als Teil der Unternehmensphilosophie ist es der Anspruch der ALZURA AG, nah am Kunden zu sein, Trends frühzeitig aufzugreifen und neue, disruptive Lösungen zu finden. Dafür investiert die ALZURA AG jährlich einen Anteil ihres Umsatzes in Entwicklung. Diese zielgerichteten Aufwendungen schaffen die Grundlage für die starke Wettbewerbsposition der ALZURA AG als Marktführer in der Gegenwart und sichern diese Marktführerschaft auch für die Zukunft. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Erholung der deutschen Wirtschaft von dem starken Einbruch im Corona-Jahr 2020 hat sich im Berichtsjahr 2023 nicht weiter fortgesetzt. Bedingt durch ein nach wie vor hohes Preisniveau auf den Weltmärkten, steigenden Zinsen und geringerer Nachfrage aus dem In- und Ausland, betrug das Wirtschaftswachstum in Deutschland in 2023 ./. 0,3% gegenüber dem Vorjahr. Die ALZURA AG agiert in einem sich kontinuierlich weiterhin sehr stark verändernden und noch immer krisengeprägten Geschäftsumfeld, welches zusätzlich durch eine Vielzahl von Faktoren, wie den Ukraine-Russland Konflikt, sowie durch Lieferketten-Problematiken, starken Preisschwankungen bei der Energieversorgung, stark sinkender Inflationsrate, Fachkräftemangel sowie Rohstoffknappheit, einem rasanten Wandel unterzogen wird, dessen Ende weiterhin nicht absehbar ist. In der Produktgruppe der Reifen ist das Marktumfeld auch in 2023 durch diverse wesentliche Einflussfaktoren gekennzeichnet - diese reichen von Preiserhöhungen bei Rohstoffen über zeitweise stark reduzierte Produktionskapazitäten in Asien und deutlich verteuerte Containerpreise bis zu einem sich weiterhin fortsetzenden Verdrängungswettbewerb bzw. einer Konsolidierung auf Anbieterseite. Auch hat die veränderte Arbeitswelt (Stichworte "HomeOffice"/Fachkräftemangel/Trend zur 4-Tage-Woche) Auswirkungen auf den Markt, die sich in zum Teil weiterhin deutlich reduzierten KM-Laufleistungen der Fahrzeuge widerspiegeln. Im Mehrjahresvergleich hat sich das Marktvolumen ab 2014 bis Ende 2019 nahezu nicht verändert und unterlag nur geringfügigen Schwankungen. In den "Corona-Jahren" 2020 und 2021 zeigte sich jedoch national wie international ein deutlicher Einbruch des Gesamtmarktes. Auf diesem neu gefundenen Niveau scheint sich der Markt nun zu konsolidieren. Diese Konsolidierung hat sich im Berichtsjahr 2023 weiter fortgesetzt. 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf des für die ALZURA AG zentralen Produktbereichs, Tyre24, orientierte sich auch in 2023 an dem des Gesamtmarktes für Reifen, Felgen und Räder. Auch in dieser Berichtsperiode war der Markt von einem sich jährlich wiederholenden, saisonalen Verlauf gezeichnet. Diese Saisonalität hat aufgrund der Relevanz der Märkte Deutschland und Österreich besondere Bedeutung für die Gesellschaft. Einmal mehr positiv zu bemerken ist das auch bei Tyre24 an Bedeutung gewinnende Segment der Ganzjahresreifen sowie der Reifen für SUV. In anderen von Tyre24 versorgten Märkten, wie Italien oder Spanien, zeigen sich wie gewohnt kaum saisonale Verläufe; hier entwickelte sich das Geschäft weitgehend unabhängig von der Jahreszeit. Verschiedene Maßnahmen und Initiativen im Bereich der IT-Entwicklung (Front- und Backend) an Tyre24 erwiesen sich als positiv für die Geschäftsentwicklung der verschiedenen Produktbereiche. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei erneut - wie auch im Vorjahr - auf die Anbieter-Qualität gelegt. Durch eine stetig zunehmende Komplexität der Fahrzeuge wird die notwendige Zuordnung von passenden Felgen und Rädern immer anspruchsvoller. Zudem zeichnet sich eine weiter fortschreitende Verdrängung des Produkts "Aftermarket Felge" durch Alufelgen der Fahrzeughersteller ab. Der Tyre24-Bereich " Kfz-Ersatzteile" zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine weiterhin positive Entwicklung. In einem sich stark strukturell wandelnden Marktumfeld konnte sich Tyre24 als B2B Anbieter etablieren und dank seines attraktiven Sortiments im In- und Ausland erneut signifikant wachsen. Treiber waren auch hier verschiedene Produkt-Initiativen sowie eine aktive Marktbearbeitung auf der Nachfrage- und Angebotsseite. Hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-/COVID-19-Pandemie sowie des Ukraine-Russland-Konflikts auf den Geschäftsverlauf verweisen wir auf die nachstehenden Ausführungen im Risikobericht. Mit Wirkung zum 1. Juli 2022 wurde auf dem Marktplatz Tyre24 ein komplexes neues Pricing Modell eingeführt. Ziel hierbei war zum einen eine weitgehende Vereinheitlichung der Provisionierung in den unterschiedlichen Produktbereichen. Zum anderen wurden neue Produkte eingeführt, vereinzelt Produkte vom Markt genommen sowie der Leistungsumfang einzelner Produkte erweitert. Die Einführung des neuen Pricing Modells hat in Summe im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 im Vergleich zum Vorjahr zu einer deutlichen Erhöhung der Erlöse geführt, da die entsprechenden Änderungen im Vorjahr erst im zweiten Halbjahr wirksam wurden. Mit der Verschmelzung der ALZURA Trade GmbH und der Anwachsung der Kaguma GmbH & Co. KG erzielt die ALZURA AG seit der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2022 neben Erlösen aus Provisionserträgen und Lizenzgebühren nunmehr auch Handelsumsätze. Hierdurch kam es zu einer deutlichen Erhöhung der Umsatzerlöse. Um eine Vergleichbarkeit zu den Erlösen aus den Vorjahren herstellen zu können, ist hierbei der deutlich gestiegene Materialaufwand mit zu berücksichtigen. Aus Sicht des Vorstands ist der Geschäftsverlauf 2023 zufriedenstellend verlaufen. 3. Ertragslage Ausgewählte Kennzahlen zur Ertragslage Im Berichtsjahr veränderten sich ausgewählte Kennzahlen zur Ertragslage wie folgt: Der Rohertrag ist um 4,6% gestiegen. Der Anstieg ist auf das geänderte Preismodell und die Anwachsung der Kaguma GmbH & Co. KG und der damit verbundenen Erhöhung der Umsatzerlöse sowie des Materialaufwands in 2022 zurückzuführen, welche sich nun erstmals im Berichtsjahr 2023 auf ein gesamtes Jahr auswirken. Die Eigenkapitalrendite hat sich von 17,2 % um 5,5 Prozentpunkte auf 11,7 % verringert. Die Personalkosten sind von TEUR 10.632 um TEUR 958 auf nunmehr TEUR 11.590 gestiegen und haben sich damit um 9,0 % erhöht. Der Materialaufwand betrug im Geschäftsjahr TEUR 16.118. Im Vorjahr lag dieser aufgrund der Verschmelzungen sowie der Anwachsung im zweiten Halbjahr 2022 lediglich bei TEUR 10.798. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Berichtsjahr mit TEUR 6.103 um TEUR 458 und damit um 8,2% über dem Vorjahresniveau von TEUR 5.645. Bei den Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens handelt es sich um Erträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Diese betrugen im Berichtsjahr TEUR 409 (VJ: TEUR 365) und haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Der Jahresüberschuss verringerte sich von TEUR 2.283 um TEUR 520 auf TEUR 1.762. Dies entspricht einem Rückgang von 22,8 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei konnte die im Prognosebericht des Vorjahres in Aussicht gestellte Ergebniserwartung für 2023 leider nicht erreicht werden, da der Jahresüberschuss insbesondere aufgrund gestiegener Investitionen im Personalbereich niedriger ausfiel als geplant und somit nicht konstant gehalten werden konnte. 4. Finanzlage Die Mittel-Generierung aus der operativen Tätigkeit stellt für die ALZURA AG die wichtigste Finanzierungsquelle dar. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit betrug in 2023 TEUR 976. Im Geschäftsjahr 2020 wurden zwei Darlehen in Höhe von insgesamt Mio. EUR 2,85 aufgenommen. Diese sind versehen mit einer staatlichen Ausfallbürgschaft der KfW und dienten als Vorsichtsmaßnahme in der Corona-Pandemie. Der Stand der Darlehen zum Stichtag 31.12.2023 beträgt Mio. EUR 1,60. Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Gesellschaft zu jedem Zeitpunkt die Zahlungsfähigkeit sicherstellen. Die während des gesamten Jahres zugesagte Kreditlinie in Höhe von knapp Mio. EUR 1,0 musste während dieses Zeitraums nicht in Anspruch genommen werden. 5. Vermögenslage 5.1. Ausgewählte Kennzahlen zur Vermögenslage Zum Bilanzstichtag veränderten sich ausgewählte Kennzahlen zur Vermögenslage wie folgt: Die Eigenkapitalquote stieg von 85,0 % in 2018 auf 87,0 % in 2019. In 2020 fiel die Quote aufgrund der Corona-/COVID bedingten Kreditaufnahme auf 66,9 %, stieg in 2021 leicht auf 67,7 % und in 2022 wieder deutlich auf 73,9 % an. Dieser Trend konnte in 2023 mit einem weiteren Anstieg auf nun 78,9 % fortgesetzt werden. Die Quote der flüssigen Mittel entwickelte sich: 2018: 66,8 %; 2019: 9,5 %, 2020: 41,2 %, 2021: 32,3 %,2022: 31,0 % und 2023: 25,2 %. Die Verbindlichkeitsquote fiel von 18,1 % auf 13,6 % und die Forderungsquote stieg von 14,2 % auf 16,2 %. Die Anlagenintensität der Gesellschaft als Verhältnis von Anlagevermögen zur Bilanzsumme betrug am Bilanzstichtag 52,2 % nach 50,2 % im Vorjahr. 5.2. Vermögenslage Erwähnenswerte Veränderungen während des Berichtsjahres ergaben sich bei den folgenden Positionen: Die Bilanzsumme der ALZURA AG belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 19.117. Sie ist gegenüber dem Vorjahr (TEUR 18.045) um TEUR 1.072 und damit um 5,9 % gestiegen. 5.2.1. AKTIVA Das Anlagevermögen der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag TEUR 9.984 (VJ: TEUR 9.060). Das Umlaufvermögen betrug insgesamt TEUR 8.276 und ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 8.425 um TEUR 149 gesunken. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind von TEUR 2.366 um TEUR 734 auf TEUR 3.100 gestiegen. Die flüssigen Mittel sind zum Bilanzstichtag von TEUR 5.587 um TEUR 764 auf TEUR 4.823 gesunken. 5.2.2. PASSIVA Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 15.091. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Tilgungsleistungen um TEUR 499 gesunken. 6. Auswirkung der Verschmelzung auf die VFE-Lage Die Verschmelzungen und die Preisanpassung im Juli 2022 hatten auch im Berichtsjahr 2023 einen großen Effekt auf die Steigerung der Umsatzerlöse sowie den Rohertrag, da diese sich nun erstmals ganzjährig ausgewirkt haben. Der Personalaufwand hat sich zum einen aufgrund der Verschmelzung in 2022 und zum anderen im Zusammenhang mit Personalaufbau in neuen Geschäftsbereichen um 9,0 % erhöht. In Folge der Erweiterung des Geschäftsmodells hat sich zudem der Materialaufwand um TEUR 5.320 erhöht. 7. Finanzielle Leistungsfaktoren Wesentliche Leistungsfaktoren zur Steuerung des Unternehmens sind die produkt- und länderbezogenen Umsätze sowie die Umsatzrendite. Die produkt- und länderbezogenen Umsätze werden täglich mit Abweichungsanalysen zum Vorjahr und zum Vormonat berichtet. Zudem erfolgen monatliche Auswertungen, die auch eine detaillierte Lieferanten- und Kundenanalyse sowie die Entwicklung der Umsatzrendite beinhalten. Zur Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf die Ausführungen in der Ertragslage. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Das laufende Geschäftsjahr 2024 wurde gegenüber dem Berichtsjahr mit einem reduzierten Ergebnis geplant. Für das Jahr 2024 erwarten wir bei den Lizenz- und Provisionserträgen ein leichtes Umsatzwachstum. Bei den Handelsumsätzen gehen wir von einem leicht steigenden Rohertrag bei sinkenden Umsatzerlösen aus. Der bisherige Geschäftsverlauf in 2024 hat gezeigt, dass wir uns bei den bislang realisierten Erträgen nahe an den geplanten Werten bewegen. Auf der Kostenseite haben wir mit steigenden Gesamtkosten geplant, die fast ausschließlich auf gestiegene Personalkosten zurückzuführen sind. Diese leiten sich insbesondere aus dem Personalaufbau in neuen Geschäftsbereichen her und werden sich erst zeitverzögert auf die Ertragssituation auswirken können. Somit sind sie als Zukunftsinvestitionen zu verstehen. Eine Prognose der mittel- und längerfristigen Geschäftsentwicklung erscheint auch in diesem Jahr erneut schwierig, insbesondere aufgrund der nach wie vor schwer abschätzbaren Auswirkungen aus dem Ukraine-Russland-Konflikt. Die Erwartungshaltung ist jedoch, dass sich die im Jahr 2024 getätigten Investitionen in Personal sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung interner Prozesse in den Folgejahren auszahlen und zu steigenden Erträgen sowie Kundenwachstum und -bindung beitragen werden. 2. Chancenbericht Durch die weiterhin zunehmende Bedeutung des Internets als Vertriebskanal bieten sich für die ALZURA AG Chancen im Sinne von Umsatz- und Ergebnispotentialen, die über die in der Planung berücksichtigten Werte hinausgehen. Während sich die Anzahl der Plattformen im B2B-Bereich weiterhin erhöhen wird, sind wir als bestehender Anbieter mit einer gefestigten Marktposition gut positioniert, um unseren Marktanteil zu festigen und in einzelnen Produktbereichen weiterhin auszubauen. Im Gegensatz zu horizontalen Marktplätzen, die vorwiegend im Bereich B2C tätig sind und in Bezug auf ihr Warensortiment den Longtail-Ansatz verfolgen (Amazon, eBay), ist für die ALZURA AG mit ihrem vertikalen Marktplatz als Spezialist für eine Branche und ihr umfangreiches Sortiment eine Fokussierung auf den B2B-Bereich und branchenspezifische Gegebenheiten möglich, die dafür sorgt, dass das "Handelserlebnis" auf beiden Seiten der Transaktion direkter und schlanker funktionieren kann. Ein vertikaler Marktplatz kann insbesondere im E-Commerce B2B-Handelsgeschäft sehr viel individueller auf einzelne Bedürfnisse der Branche angepasst werden. Dies verdeutlichen wir bereits am Beispiel Tyre24 mit einer Spezialisierung auf Reifen, Felgen und Kfz-Ersatzteile sehr klar. Jeder Teilbereich des Tyre24 Marktplatzes ist in seiner Applikation individualisiert umgesetzt und bietet durch Such- und Filterfunktionen, die auf das Produkt abgestimmt sind, ein hohes Maß an Identifikation mit der Zielgruppe und somit eine Lösung für deren individuelles Problem. Diese Eigenschaften erhöhen die Akzeptanz einer solchen Plattform enorm im Vergleich zu einer horizontalen Lösung, wie Amazon oder eBay, wo sämtliche Kategorien und Produkte praktisch gleich behandelt werden. Auch hierdurch bieten sich Chancen hinsichtlich der Gewinnung neuer Partner sowie des Ausbaus bestehender Geschäftsbeziehungen. Ein weiteres, wesentliches Merkmal der Strategie der ALZURA AG ist das Vorhalten einer eigenen Produktdatenbank mit einer überdurchschnittlich hohen Qualität der Datensätze. Neben dem Konzept des vertikalen Marktplatzes ist die umfangreiche und stets aktuell gehaltene Automotive-Produktdatenbank eines der wichtigsten Alleinstellungsmerkmale des Unternehmens. Die ALZURA AG ist damit wie kein anderer E-Commerce Software- und Online-Service-Provider in der Lage, Online-Händlern ein enorm umfassendes Angebot miteinander vernetzter eCommerce-Leistungen, wie vertikale Marktplätze, Onlineshop, Produktdaten, Online-Vermarktung, Online-Payment und Local Commerce aus einer Hand anzubieten. Chancen bieten sich auch hier in der Anbindung neuer Kunden, die unsere Daten für Ihre Geschäfte nutzen, als auch in der hohen Hürde die Geschäftsbeziehung mit der ALZURA AG zu beenden. Auch durch die Einführung des neuen Pricing-Modells in 2022 wurden sowohl Anbieter als auch Käufer auf ALZURA Tyre24 stärker an den Marktplatz gebunden und sollen weiterhin dazu gebracht werden, ihre internen Prozesse zusätzlich hierauf auszurichten. Darüber hinaus können wir aufgrund der Skalierbarkeit unserer Software sowie unserer internen Prozesse leicht Markteintritte in neue Produktbereiche und Regionen vornehmen, mit einem überschaubaren Mehraufwand für deren Adjustierung. Dies bietet Möglichkeiten zur Steigerung der Erträge sowie das Potenzial, unabhängiger von einzelnen saisonalen und geographischen Effekten zu werden. Bereits jetzt ist die diversifizierte Aufstellung des Unternehmens auch verbunden mit Know-how-Transfer und Kostendegression. Primär dienen bisherige Diversifizierungsaktivitäten jedoch der Risikoreduzierung. Bei der Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen kommen uns zusätzlich unser bestehender Kundenstamm und unsere bisherige Erfahrung im Kerngeschäft zugute. 3. Risikobericht 3.1. Risikomanagementziele und -methoden Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die ALZURA AG ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potentielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können. Daneben finden in regelmäßigen Abständen Besprechungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat sowie Steuerberatern statt, in denen sämtliche wesentlichen Entscheidungen sowie festgestellte Risikofaktoren besprochen werden. 3.2. Auswirkungen der Corona-/COVID-19-Pandemie und des Ukraine-Russland Konflikts Zum Zeitpunkt der Aufstellung und Finalisierung des Jahresabschlusses Mitte Mai 2024 befinden wir uns in einem Stadium, in dem von der Corona-/COVID Pandemie keine relevante Gefahr mehr ausgeht. Aufgrund der bisherigen Entwicklungen und den daraus gezogenen Veränderungen seitens der ALZURA AG zeigt sich, dass die Corona-/COVID-19-Pandemie hauptsächlich zu Verschiebungen auf der Zeitachse geführt hat. Zudem kommen natürlich Veränderungen hinsichtlich des Fahrverhaltens (Home-Office; ausfallende Urlaubsreisen u.a.) zum Tragen. Zudem sehen wir hier weiterhin die Chance für die ALZURA AG, aufgrund der Fokussierung auf den Online-Handel und hier insbesondere bei den Kfz-Ersatzteilen signifikant Marktanteile hinzu zu gewinnen da die ALZURA AG in diesem Marktsegment bisher keine dominierende Rolle spielt. Die erneuten bisherigen Zuwachsraten im laufenden Jahr bestätigen diese Annahme. Die ALZURA AG verfügt über eine langjährige Expertise und exponierte Stellung im Markt und arbeitet über viele Jahre mit etablierten Partnern zusammen. Zudem verfolgt das Unternehmen ein auf Vermittlung und eCommerce basierendes Geschäftsmodell. Dies hatte eine stabilisierende Wirkung in den bisherigen Phasen der Pandemie. Der zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin andauernde und in Länge und Ausgang nicht zu prognostizierende Ukraine-Russland-Konflikt ist in seiner Auswirkung auf Lieferketten, Preisniveau und Angebot- sowie Nachfragesituation auf den Weltmärkten noch immer ein Unsicherheitsfaktor. Hieraus ergeben sich sowohl Risiken hinsichtlich Produktverfügbarkeiten, Lieferengpässen, Preissteigerungen und nachlassender Nachfrage im gesamten Reifenmarkt oder regionalen Teilbereichen, als auch Chancen, sollte es in absehbarer Zeit zu einer Entspannung oder zumindest einer besseren Prognostizierbarkeit der Lage in der Krisenregion kommen. 3.3. Rechtliche Risiken ALZURA AG könnten Geldbußen und Schadensersatzforderungen wegen angeblich oder tatsächlich kartellrechtswidrigen Verhaltens drohen. Ab Januar 2024 haben branchenweite Durchsuchungen auf internationaler Ebene bei Reifenherstellern und Reifengroßhändlern durch die Europäische Kommission wegen angeblicher kartellrechtswidriger Verhaltensweisen stattgefunden. Am 14. März 2024 erhielt die ALZURA AG vom Bundeskartellamt einen Auskunftsbeschluss zugestellt mit der Aufforderung, bestimmte näher bezeichnete Auskünfte zu erteilen bzw. Unterlagen herauszugeben. Ausweislich des Auskunftsbeschlusses bestehe gegen die ALZURA AG und ihren Vorstandsvorsitzenden ein Anfangsverdacht der Erleichterung von Preisabsprachen im Reifengroßhandel durch den Betrieb der Plattform Tyre24, weshalb am 23. Oktober 2023 ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gemäß § 81 Abs. 1 Nr. 1 GWB in Verbindung mit Art. 101 Abs. 1 AEUV eingeleitet worden sei. Die ALZURA AG kooperiert mit dem Bundeskartellamt und hat sämtliche angeforderten Informationen und Unterlagen fristgerecht übermittelt. Das Ermittlungsverfahren befindet sich in einem sehr frühen Stadium und es wurde vom Bundeskartellamt bislang keine Akteneinsicht gewährt. Daher ist der Ausgang des Verfahrens derzeit nicht absehbar. Der Grundgedanke beim Betreiben der Tyre 24 Plattform ist es jedoch, für den Kunden den besten Preis zu erzielen. Dies kann zum einen der günstigste Preis sein oder aber zum anderen der am schnellsten verfügbare Reifen oder aber eine Kombination von bestem Preis und schnellster Verfügbarkeit. Dieser Grundgedanke steht grundsätzlich im Widerspruch zu dem Vorwurf des Bundeskartellamtes, dass die ALZURA AG mit dem Betreiben der Plattform Tyre24 kartellrechtswidrige Preisabsprachen erleichtern würde. Sollte die ALZURA AG jedoch für einen Verstoß teilweise oder vollumfänglich mit verantwortlich gemacht werden, könnte das deutsche Bundeskartellamt Geldbußen in beträchtlicher Höhe verhängen. Ferner könnten Kunden, die angeblich vom vorgeworfenen Verhalten betroffen sind, Schadensersatzansprüche geltend machen. 3.4. Wesentliche Einzelrisiken 3.4.1. IT-Risiken Bei der ALZURA AG kommt der Funktionalität, Stabilität und Datensicherheit des IT-Systems die entscheidende Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf den unbefugten Zugriff und Abzug sensibler elektronischer Unternehmens- und Kundendaten sowie auf die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen. Dem Risiko des unbefugten Zugriffs und Abzugs von Daten begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien sowie der doppelten Absicherung der Zugriffe. Des Weiteren wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Mit einer redundanten Auslegung unserer IT-Infrastrukturen wird sich gegen Risiken abgesichert, die im Störungsfall entstehen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Sicherheitsmaßnahmen. Der hohe Anspruch an die Qualität unserer Dienstleistung gilt genauso für den Umgang mit den Daten unserer Kunden. Für das Unternehmen ist ein hoher Automatisierungsgrad wesentlich für den Geschäftserfolg. Somit kommt den Prozessabläufen und dem Qualitätsmanagementsystem der ALZURA AG eine ganz besondere Bedeutung zu. 3.4.2. Personenrisiken Fachliche Kompetenz und individuelle Leistungsbereitschaft sind unabdingbare Voraussetzungen für den Erfolg der ALZURA AG. Die Personalentwicklung eröffnet unseren Mitarbeitern attraktive Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Diese werden auch im Zusammenhang mit der Steuerung der Personalfluktuation gezielt eingesetzt. Auf der Suche nach qualifiziertem Personal bauen wir kontinuierlich unsere Rekrutierungsinstrumente aus. 3.4.3. Sonstige wirtschaftliche Risiken Ein Risiko besteht in der Tatsache, dass Käufer und Verkäufer Zahlungsschwierigkeiten haben können. Auch kann eine steigende Anzahl an gemeldeten Insolvenzen und Geschäftsaufgaben zu verzeichnen sein. Hierdurch kann es zu Zahlungsausfällen kommen. Diesem Risiko wird mit einem "präventiven" Forderungsmanagement entgegengewirkt. Dieses beinhaltet neben einer entsprechenden Bonitätsprüfung unserer Kunden - intern und durch Kooperationspartner im Vorfeld - auch die Schaffung und Aufrechterhaltung von Prozessen und Verfahrensabläufen zwischen der ALZURA AG und unseren Kunden, um den automatisierten Zahlungseingang per Lastschrift in einzelnen Ländern trotz länderspezifischer Besonderheiten zu gewährleisten. Hohe Preissensitivität der Kunden kann zu Verlusten bei Marktanteilen führen. Der vorhandenen Preissensitivität unserer Kunden begegnen wir mit einem überdurchschnittlichen Dienstleistungsangebot und hoher Dienstleistungsqualität. Wir sind der Meinung, dass der Preis nicht das allein ausschlaggebende Entscheidungskriterium unserer Kunden ist. Der Handel mit Reifen unterliegt saisonalen und zudem witterungsbedingten Schwankungen. Dieser Tatsache wird mit einer entsprechenden Planung, die derartige Besonderheiten berücksichtigt, entgegengetreten. Eine Ausprägung hiervon ist, dass wir neben monatlichen und jährlichen Berichten in Tertialen berichten. Zudem wird die Produktpalette des Unternehmens diversifiziert, um Abhängigkeiten zu verringern. Als international tätiges Unternehmen fakturiert und bezahlt die ALZURA AG Rechnungen auch in anderen Währungen als dem Euro. Hieraus ergeben sich Währungsrisiken. Im Berichtsjahr wurden die Geschäfte weiterhin schwerpunktmäßig im Euro-Raum betrieben. Die Geschäfte über die polnische Plattform machten dabei nur einen geringen Anteil aus, so dass die Wechselkursrisiken derzeit äußerst gering sind. Durch einen starken Euro kann sich die Wettbewerbsposition der ALZURA AG in Ländern mit schwacher Währung verschlechtern. Im Berichtsjahr wurden die Geschäfte weiterhin schwerpunktmäßig im Euro-Raum betrieben. Die Preisgestaltung im Nicht-Euro-Raum erfolgt regional angepasst in Landeswährung. Die relevanten Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Ausübung unseres Geschäftes werden von uns fortlaufend und aufmerksam verfolgt. Hierbei handelt es sich unter anderem um: Die Akzeptanz des Mediums "Internet" als Vertriebskanal kann sich verändern. Rechtliche Restriktionen bei der Nutzung des Internets können eintreten. Die Nutzungsintensität von Kraftfahrzeugen kann sich aufgrund von gesetzlichen Vorgaben (z.B. Emissionsvorschriften; Fahrverbote u.a.) oder wirtschaftlichen Randbedingungen (z.B. Benzinpreise) ändern. Weitere schwer abschätzbare Risiken bestehen durch den Ukraine-Russland Konflikt sowie durch die Lieferketten-Problematik, die Energieversorgung, die weiterhin hohe Inflation, den Fachkräftemangel sowie die Rohstoffknappheit. 3.4.4. Reputationsverluste durch Rechtsstreitigkeiten Die ALZURA AG ist Risiken durch Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Diese könnten neben einem direkten finanziellen Schaden auch indirekt zu einem Reputationsschaden führen. Wir versuchen diese Risiken im Vorfeld durch eine hohe Qualität unserer Arbeit zu minimieren. Des Weiteren lassen wir uns rechtlich mit hoher Kompetenz beraten und vertreten. Zurzeit sind keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken zu erkennen.
Kaiserslautern, 4. Juni 2024 ALZURA AG der Vorstand Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
AnhangAllgemeine Angaben zum JahresabschlussAngaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Der Jahresabschluss der ALZURA AG wurde aufgrund der Rechnungslegungsvorschriften des HGB und des AktG aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Für Offenlegungszwecke wurde, sofern möglich, von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 276, 288 und 327 HGB Gebrauch gemacht. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Ausleihungen zum Nennwert Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert oder niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr sowie das vorhergehende Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlage für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs.1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Angaben zur BilanzAnlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Abschreibung auf Geschäfts- oder FirmenwertDer entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden fünf Jahre festgelegt. Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 1.679.541,53, Vorjahr: EUR 1.344.056,08) entfallen ausschließlich auf sonstige Forderungen. Latente SteuernDer Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,88 % zugrunde gelegt. Im Berichtsjahr wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 67 gebildet. Angaben über die Gattung der AktienDas Grundkapital von EUR 222.225,00 ist eingeteilt in 222.225 auf den Namen lautende Stückaktien. Im Geschäftsjahr 2021 wurden 20.000 eigene Stückaktien erworben, diese wurden offen vom gezeichneten Kapital mit dem Nennbetrag abgesetzt. Entwicklung der KapitalrücklagenDie Kapitalrücklage besteht in unveränderter Höhe von EUR 4.977.733,25. Angabe zu RestlaufzeitvermerkenEs bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von EUR 1.492.849,95 (Vorjahr: EUR 1.667.897,14), mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als 5 Jahre in Höhe von EUR 970.555,52 (Vorjahr: EUR 1.380.555,52) und mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von EUR 133.333,40 (Vorjahr: EUR 222.222,28). Darin sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen wie folgt enthalten: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (EUR 1.602.780,02, Vorjahr: EUR 2.101.666,68) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von EUR 498.891,10, Vorjahr: EUR 498.888,88), eine Restlaufzeit von größer einem Jahr und weniger als fünf Jahren in Höhe von EUR 970.555,52 (Vorjahr: EUR 1.380.555,52) und von mehr als 5 Jahren in Höhe von EUR 133.333,40 (Vorjahr: EUR 222.222,28). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben in Höhe von EUR 85.048,13 (Vorjahr: EUR 101.937,35) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zusammen. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGBNeben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken: Selbstschuldnerische Bürgschaft gegenüber der Sparkasse Rhein-Haardt i.H.v. EUR 4.800.000,00 Die Mithafterklärung ist durch Grundbesitz eines nahestehenden Unternehmens abgesichert. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: - Leasingverträge für Pkw über TEUR 632 p.a. (Laufzeit zwischen 1 - 48 Monaten) - Miet- und Pachtverträge (unbefristet) für Büroräume (Kaltmiete und Stellplätze) über TEUR 1.038 p.a. - Miet- und Pachtverträge (befristet) für Büroräume (Kaltmiete und Stellplätze) über TEUR 59 p.a. (Laufzeit zwischen 1 - 36 Monaten) Die Miet- und Leasingverträge wurden - in Abgrenzung zur Anschaffung - mit dem Ziel eingegangen, eine geringere Kapitalbindung zu erreichen. Das in dieser Weise nicht gebundene Kapital kann gewinnbringend im Unternehmen angelegt werden. Das Risiko besteht darin, dass die so erzielten Erträge nicht ausreichen, um die Miet- und Leasingverpflichtungen bedienen zu können. Sonstige AngabenDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten ArbeitnehmerDie nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Mitglieder der UnternehmensorganeNamen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Herr Antonino Piscione. Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des AufsichtsratsDie Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf TEUR 1.157. Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden mit TEUR 44 vergütet. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der AnteileGemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
a) Jahresabschluss per 31.12.2023 Vorgänge von besonderer BedeutungNach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss beträgt EUR 1.762.394,80. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags in Höhe von EUR 8.148.156,68 ergibt sich ein Betrag von EUR 9.910.551,48 (Bilanzgewinn), der zu verwenden ist. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Kaiserslautern, den 4. Juni 2024 Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersDer Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss: An die ALZURA AG, Kaiserslautern PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der ALZURA AG, Kaiserslautern, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALZURA AG, Kaiserslautern, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses ingesamt einschließlich der Angaben und ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 10. Juni 2024 ALPERS
WESSEL DORNBACH GmbH
C. Wessel, Wirtschaftsprüfer M. Meyer, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats zum Einzeljahresabschluss 2023der ALZURA AGSehr geehrte Aktionäre, Der Aufsichtsrat nahm im Jahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben wahr. Er unterstützte laufend die Arbeit des Vorstands und begleitete ihn beratend. Der Aufsichtsrat unterrichtete sich regelmäßig und ausführlich anhand der schriftlichen - in "Smartsheet" hinterlegten - und mündlichen Berichte des Vorstands über den Geschäftsverlauf, die Lage des Unternehmens und die beabsichtigte Geschäftspolitik. Bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft und bei sämtlichen zustimmungspflichtigen Geschäften erfolgte eine direkte Einbindung des Aufsichtsrates. Die strategische Weiterentwicklung und Positionierung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Im Jahr 2023 tagte der Aufsichtsrat in vier ordentlichen Sitzungen. Bei allen ordentlichen Sitzungen war der Aufsichtsrat vollständig vertreten. Mitglieder des Aufsichtsrates waren: - Herr Antonino Piscione (Vorsitzender des Aufsichtsrates) - Herr Stefan Nowotny (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates) - Herr Michael Hilbig Jahresabschluss, Lagebericht und Abschlussprüfung Der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs vom Vorstand zum 31. Dezember 2023 aufgestellte Einzeljahresabschluss sowie der Lagebericht der ALZURA AG sind von der ALPERS • WESSEL • DORNBACH GmbH, Gänsemarkt 45, 20354 Hamburg, geprüft worden. Die Prüfung hat keine Beanstandung ergeben; der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Die Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 25.06.2024 in Anwesenheit des Abschlussprüfers und nach dessen Bericht ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete über den Verlauf und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und beantwortete Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis seiner Prüfung des Jahresabschlusses folgende Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses erstellt: "Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat." Der ausführliche Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers im Wortlaut findet sich im Prüfbericht. Der Aufsichtsrat prüfte den Einzelabschluss und den Lagebericht eingehend. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis der Abschlussprüfer zustimmend Kenntnis genommen und festgestellt, dass auch seinerseits keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Einzeljahresabschluss, der damit gemäß § 172 Satz 1 Aktiengesetz festgestellt ist. Ausschusstätigkeit Weil der Aufsichtsrat der ALZURA AG derzeit lediglich aus 3 Personen besteht, hat der Aufsichtsrat keine Ausschüsse, insbesondere keinen Prüfungsausschuss und keinen Nominierungsausschuss gebildet. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sprechen dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ALZURA AG ihre Anerkennung und Dank für die im vergangenen Jahr erbrachten Leistungen aus.
Kaiserslautern, den 25.06.2024 Der Aufsichtsrat Antonino Piscione, Vorsitzender des Aufsichtsrats Stefan Nowotny, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Michael Hilbig, Mitglied des Aufsichtsrats ErgebnisverwendungsvorschlagAuszug aus der Niederschrift der Aufsichtsratssitzung der ALZURA AG vom 25.06.2024: "TOP 5: Vorschlag des Aufsichtsrates zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung hinsichtlich der Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2023 Gemäß dem Jahresabschluss 2023 ergibt sich per 31. Dezember 2023 folgende Eigenkapitalsituation der Alzura AG:
(=Jahresüberschuss 2023 + Gewinnvortrag ./. Gewinnausschüttungen) Der Vorstand schlägt vor, den Gewinn des laufenden Jahres in voller Höhe auf neue Rechnungen vorzutragen. Der Aufsichtsrat beschloss einstimmig, hinsichtlich der Verwendung des Bilanzgewinns der Hauptversammlung folgenden Beschlussvorschlag zu machen: Der Jahresüberschuss betrug EUR 1.762.394,80. Der Bilanzgewinn per 31.12.2023 der Gesellschaft in Höhe von EUR 9.910.551,48 wird wie folgt verwendet: Der Gewinn des laufenden Jahres wird in voller Höhe auf neue Rechnungen vorgetragen." ErgebnisverwendungsbeschlussAuszug aus der ordentlichen Hauptversammlung der ALZURA AG am 25.06.2024: "Zu TOP 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2023 Der Jahresüberschuss betrug EUR 1.762.394,80. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags aus dem Vorjahr (EUR 8.148.156,68) ergibt sich ein Bilanzgewinn von EUR 9.910.551,48, der zu verwenden ist. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Gewinn des laufenden Jahres in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Der Vorsitzende stellte den Vorschlag zur Abstimmung. Die Hauptversammlung beschloss daraufhin einstimmig, ohne Gegenstimmen und Enthaltungen die vorstehende Verwendung des Bilanzgewinns gemäß Beschlussvorschlag. Der Vorsitzende stellte den gefassten Beschluss fest und verkündete ihn." Billigung des JahresabschlussesAuszug aus der Niederschrift der Aufsichtsratssitzung der ALZURA AG vom 25.06.2024: "TOP 3: Beschlussfassung über die Billigung des Jahresabschlusses 2023 inkl. des Lageberichts Nach der Erörterung des Jahresabschlusses beschloss der Aufsichtsrat ohne Einwendungen und einstimmig wie folgt: Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird in der vom Vorstand vorgestellten und vom Abschlussprüfer geprüften und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehenen Fassung gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt." |
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