Bombastus-Werke - Aktiengesellschaft
Wilsdruffer Straße 170, 01705 Freital, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Katharina Geist seit 27.1.2025 | Prokura |
Markus Kannegießer seit 27.1.2025 | Vorstandsmitglied |
Markus Johannes Kunze seit 1.2.2023 | Vorstandsmitglied |
Mathias Solf seit 4.8.2011 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bombastus-Werke - AktiengesellschaftFreitalJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Bericht des Aufsichtsratesder Bombastus-Werke AGSehr geehrte Aktionäre und Freunde unseres Unternehmens, im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat die Maßnahmen und Entscheidungen des Vorstandes sowie alle wichtigen Angelegenheiten der Gesellschaft auf Rechtmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit sowie auf Konformität der Satzung der BW-AG regelmäßig kontrolliert, beratend begleitet und dem Aufsichtsrat obliegende Entscheidungen getroffen. Neben dieser vergangenheitsbezogenen Kontrolle steht eine ebenso auf die Zukunft gerichtete aktive Beratungstätigkeit gegenüber, wenn es um die strategische Ausrichtung des Unternehmens geht. Der Aufsichtsrat ließ sich durch den Vorstand über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die wesentlichen Geschäftsvorfälle in seinen Sitzungen und durch schriftliche Berichte regelmäßig und eingehend unterrichten. Ein Schwerpunkt 2023 war die Suche und Auswahl eines geeigneten Nachfolgers für den planmäßig ausscheidenden Vorstand Ulrich Brodkorb zum Jahresende 2024. Die dazu notwendigen Vertragsverhandlungen sind durch den Aufsichtsrat maßgeblich initiiert worden und befinden sich aktuell im Status der Unterschriftsreife. Der von der Geschäftsführung vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht sind, durch den zum Abschlussprüfer bestellten Wirtschaftsprüfer Stephan Jäkel, ECOVIS Audit AG, Zweigniederlassung Osnabrück, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Nach Aussprache mit dem Wirtschaftsprüfer am 29. Mai 2024 und eigener Prüfung hat der Aufsichtsrat von dem Prüfungsergebnis Kenntnis genommen und keine Einwendungen erhoben. Der Jahresabschluss der Bombastus-Werke AG zum 31. Dezember 2023 ist damit festgestellt. Somit hat der Aufsichtsrat seine gesetzlichen Aufgaben erfüllt und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Der Aufsichtsrat dankt auch dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bombastus-Werke AG für die geleistete erfolgreiche Arbeit und deren Einsatz für das Unternehmen.
Freital, den 29. Mai 2024 Markus Hösel, Aufsichtsratsvorsitzender LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023BOMBASTUS-WERKE AG, FREITAL1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die Bombastus-Werke AG aus Freital bei Dresden stellen Arznei- und Gesundheitspflegemittel her, die im Sinne des Arztes Bombastus "Paracelsus" von Hohenheim eine naturgemäße Heilweise unterstützen. Die Bombastus-Werke können inzwischen auf eine über einhundertfünfzehnjährige Tradition zurückblicken. Neben dem traditionellen Kernsortiment, bestehend aus Kosmetika und Arzneimitteln aus der gesamten Salbeipflanze und aus Koloquinthe bietet das Unternehmen heute ein breites Angebot an Tees, Ätherischen- und Basisölen, Duft- und Komplexkompositionen, homöopathischen und biochemischen Präparaten, Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln, Kosmetika sowie Rezepturgrundstoffen für Apotheken an. Die Bombastus-Werke AG ist weltweit alleiniger Hersteller von Präparaten aus allen Bestandteilen der Salbeipflanze. Der IWF geht für die Weltwirtschaft davon aus, dass sich das globale Wachstum auf 3,0 % in 2023 und 2,9 % im nächsten Jahr (von 3,5 % im Jahr 2022) abschwächen wird. Dies wird vor allem auf die nachlassende Erholung nach der Pandemie, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt. Die OECD erwartet für dieses Jahr 2,9 % und für nächstes Jahr 2,7 %. Hinter den Gesamtzahlen - die allesamt vor dem jüngsten Nahost-Konflikt veröffentlicht wurden - verbergen sich wachsende Unterschiede zwischen den Regionen. Besonders ausgeprägt ist die Verlangsamung in der Eurozone, wo das Wachstum von 3,6 % im Jahr 2022 auf 0,7 % (IWF) bzw. 0,6 % (OECD) in diesem Jahr zurückgehen dürfte. Für die meisten großen Schwellenländer außer Brasilien, China und Russland wird in diesem Jahr ebenfalls eine Abschwächung erwartet. Der Jahreswirtschaftsbericht 2024 für die deutsche Wirtschaft zeigt: Insbesondere vor dem Hintergrund der geopolitischen Zeitenwende, der Dekarbonisierung und der Demografie steht die deutsche Wirtschaft vor enormen Herausforderungen. Aber auch der über die Jahre aufgebaute Umfang an Bürokratie und Regelungen erschwert die notwendige Transformation. Zuletzt war die wirtschaftliche Entwicklung bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten einer restriktiveren Geldpolitik. Im vergangenen Jahr nahm die Wirtschaftsleistung entsprechend um 0,3 Prozent ab. (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2024 vom Februar 2024 BMWi) Die monatliche Entwicklung des Klinik- und Apothekenmarktes zeigt bei leichtem Absatzrückgang eine Umsatzwachstumsrate im mittleren einstelligen Bereich. Im Kalenderjahr 2023 steigt der Umsatz mit Arzneimitteln im gesamten Pharmamarkt (Apotheke und Klinik) um 5,7 %. Der Absatz geht um 2,0 % zurück. Insgesamt wurden 100 Mrd. Zähleinheiten (Kapseln, Hübe, Portionsbeutel etc.) im Wert von fas 60 Mrd. Euro an Patienten abgegeben. In der Gesamtbetrachtung ist die Absatzentwicklung in den beiden Segmenten des Marktes ab Ende Q1 eher rückläufig, besonders in den Apotheken. Die Umsatzentwicklung erweist sich im Kliniksegment im vergangenen Jahr als fast doppelt so hoch wie im Apothekenbereich. Die Umsatzentwicklung im Apothekenmarkt (Basis: berechnete Preise nach Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmens abzüglich Herstellerrabatte) im Jahr 2023 resultiert im unteren einstelligen Bereich mit einer nicht ganz erreichten Zuwachsrate von 2 %. Der Rückgang nach der Verbrauchsmenge in Zähleinheiten (ZE) beträgt fast 4 %, was 1.7 Mio. abgegebener Packungen entspricht. (Quelle: BAH, IQVIATM Marktdaten 2023) Die Bombastus-Werke AG erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung um 3,2 % auf 12,3 Mio. € (Vorjahr 6,5 % auf 11,9 Mio. €). Die Lohnproduktion verzeichnete eine Steigerung um 6,3% (Vorjahr 4,3%). Der Umsatz in den deutschen Vertriebsgebieten wuchs um 2,4% (Vorjahr 5,5%). Der Export konnte um 32,2% (Vorjahr 25,0%) gesteigert werden, das Geschäftsfeld "Zertifikatsware" verringerte sich um 2,0% (Vorjahr + 2,1%). Die Vorjahresprognose wurde im Bereich der Umsatzerlöse übertroffen und ist sehr zufriedenstellend. Insgesamt beurteilt der Vorstand den Geschäftsverlauf als positiv. Die Gesamtleistung erhöhte sich um 6,8 % auf 12.549 T€. Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Produktbereiche:
Die Aufteilung hat sich erneut nur unwesentlich verändert. Bei den Absatzmärkten der Gesellschaft ergab sich eine geringe Verschiebung zu Gunsten des Exportanteils (3,6%, Vorjahr 2,8%). Trotz der Umsatzsteigerung konnte aufgrund stark gestiegener Rohstoffpreise und Energiekosten kein positives Jahresergebnis erzielt werden (T€ - 163€, Vorjahr +T€ 166). Im operativen Geschäft konnte ein EBITDA in Höhe von T€ 852 (Vorjahr T€ 1.407) erwirtschaftet werden. Die folgende Kapitalflussrechnung verdeutlicht die Finanzlage der Gesellschaft:
Das Eigenkapital hat sich um 55,6 T€ auf 5.365,2 T€ vermindert. Mit den aus wirtschaftlicher Sicht dem Eigenkapital zuzurechnenden Sonderposten aus Investitionszuschüssen ergibt sich am 31. Dezember 2023 ein Eigenmittelanteil an der Bilanzsumme von 33,4 % (Vorjahr 32,5%). Hervorzuheben ist die Darlehensgewährung von Aktionären und anderen, dem Unternehmen nahestehenden Personen in Höhe von insgesamt 9.369,8 T€ (entsprechend 52,6 % der Bilanzsumme). Die Angabe nach § 289 Abs. 2 Satz 2 HGB (= Angabe nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG) findet sich im Anhang; die eigenen Aktien machen 36,57% (Vorjahr 1,17%) des gezeichneten Kapitals aus. Die wirtschaftliche Entwicklung war bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Inflationseffekten. Insbesondere der um 23% höhere Materialaufwand hat neben den um mehr als ein Drittel gestiegenen Energiekosten das Ergebnis sehr negativ beeinflusst. Die Marktsituation hat uns nicht erlaubt, unsere Preise entsprechend anzuheben. Insgesamt haben wir trotz der Herausforderungen den Umsatz gesteigert. Unsicherheiten bei der Rohstoff- und Materialbeschaffung begegneten wir mit einer erhöhten Lagerhaltung. 2. Chancen und Risikobericht Nach § 289 Abs. 1 Satz 4 HGB haben wir die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken zu beurteilen und zu erläutern. In diesem Zusammenhang sind nach unserer Einschätzung folgende Aspekte bedeutsam: Weiterhin werden die Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen mit ihren Auswirkungen auf den Apothekenmarkt sowie restriktive Regularien im Zusammenhang mit der (Nach-)Zulassung von Medikamenten Einfluss auf die Entwicklung unserer Gesellschaft nehmen. Erneut steigende Rohstoffpreise für das von uns benötigte Qualitätsniveau sowie Anpassungen bei den Löhnen werden sich auf das Ergebnis auswirken. Diese Mehrkosten können nicht immer zeitnah und in voller Höhe an unsere Kunden weitergegeben werden. Mit der Optimierung von Produktionsabläufen zur Effizienzsteigerung, aber auch mit marktorientierten Preiserhöhungen, steuern wir hier gegen. Die demographische Entwicklung in Deutschland und eine steigende Sensibilität der Verbraucher erhöhen in der Bevölkerung kontinuierlich die Akzeptanz der naturgemäßen Prophylaxe und Selbstmedikation. Hier sehen wir weiterhin Chancen auf eine Steigerung unserer Umsätze. Inwieweit wir von der politisch gewollten Stärkung des Pharmastandortes Deutschland profitieren werden, bleibt abzuwarten. 3. Prognosebericht Die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung, die Umsetzung von EU-Beschlüssen durch die deutsche Administration und die Entwicklung der Einkaufspreise für Material und Energie führen zu Unsicherheiten bei der Prognose. Auch werden diese Faktoren einen Einfluss auf die Ertragslage haben, dem wir mit einer nennenswerten Preisanpassung über unser gesamtes Sortiment im Frühjahr des laufenden Jahres Rechnung getragen haben. Insgesamt erwarten wir hier Im Geschäftsjahr 2024 eine moderate Steigerung des Umsatzes und ein ausgeglichenes Ergebnis. Aufgrund unserer weiterhin guten Liquiditätssituation und der darauf basierenden Liquiditäts- und Finanzplanung sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken. Es können sich je nach der Entwicklung der politischen Lage, der Verfügbarkeit und der Preisentwicklung bei den Anbietern Veränderungen beim geplanten Investitionsvolumen ergeben, auch steht bei der PV-Anlage noch ein Mietmodell durch den örtlichen Versorger im Raum:
Instandhaltung und Reparaturen: Die Produktionsbereiche und Lagerbereiche werden regelmäßig geprüft und bei Bedarf renoviert. Für die folgenden Jahre werden laufende Instandhaltungen und Reparaturen in Höhe von rd. T€ 120 / Jahr erwartet. Ausblick: Durch geeignete Marketingmaßnahmen im Apotheken-, Therapeuten- und Endverbraucherbereich wollen wir unsere Marktstellung im Heimatmarkt festigen. Der Vertriebskanal "eigener Web-Shop" entwickelt sich erfreulich, der Umsatz konnte um 10,6% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden und wir gehen davon aus, neue Käuferschichten zu erreichen und höhere Margen zu erzielen. Im Marktsegment "Krankenhaus" erwarten wir weiterhin eine Steigerung. Im Bereich Lohnproduktion liegen uns bereits höhere Bestellungen bis zum Jahresende 2024 vor. 4. Forschungs- und Entwicklungsbericht Im Bereich Forschung und Entwicklung sind aus Sicht der Bombastus-Werke AG im Sinne von § 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB folgende Schwerpunkte zu nennen: Fortsetzung der Grundlagenarbeit zu in der Natur vorkommenden, aber unerwünschten Inhaltsstoffen oder Beimengungen bei den von uns verwendeten Rohstoffen und Drogen. Diese auch als Kooperation mit einem unserer Fachverbände und ausgewählten Mitbewerbern.
Freital, am 07. Juni 2024 Bombastus-Werke AG gez. U. Brodkorb gez. M. Kunze BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023BOMBASTUS-WERKE AG, FREITALAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023BOMBASTUS-WERKE AG, FREITAL1. ALLGEMEINE ANGABEN Die Gesellschaft wird unter der Firma Bombastus-Werke Aktiengesellschaft mit Sitz in 01705 Freital, Wildsdruffer Straße 170, bei Amtsgericht Dresden im Handelsregister unter der Nummer HRB 18772 geführt. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von kosmetischen und pharmazeutischen Präparaten und sonstigen Erzeugnissen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt und gegliedert. Die Gesellschaft erfüllt hinsichtlich der Bilanzsumme und der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer die Merkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Offenlegung des Jahresabschlusses erfolgt unter Inanspruchnahme der größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276, 288 und 327 HGB. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt. Von der Gliederung der Bilanz wird gegenüber dem Vorjahr nicht abgewichen. Die Posten der Bilanz sind mit denen des Vorjahres vergleichbar. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2023 planmäßig fortgeführten Abschreibung bewertet. Das Anlagevermögen wird nach Maßgabe der Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2020 wurde der Online Shop als selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstand aktiviert. Der Online Shop wird über 10 Jahre linear abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu Euro 800,00 (ohne Umsatzsteuer) werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die Vorräte wurden durch eine körperliche Bestandsaufnahme ermittelt und unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten, bei Vorliegen wertmindernder Umstände mit dem niedrigeren Teilwert angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit den - retrograd ermittelten ("verlustfreie Bewertung") - Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind - bis auf eine Ausnahme - mit ihrem Nennwert angesetzt. Bei der Ausnahme handelt es sich um eine unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderung aus einem Grundstücksverkauf, die über einen längeren Zeitraum in Raten beglichen wird; diese Forderung wird unter Berücksichtigung der von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten Zinssatzes abgezinst. Wertberichtigungen wurden in erforderlicher Höhe vorgenommen. Es besteht eine Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Die Posten der aktiven Rechnungsabgrenzung wurden in der Höhe angesetzt, wie sie vor dem Abschlussstichtag geleistet wurden und Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den steuerlichen Verlustvorträgen, die innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechnet werden können. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ergibt sich aus der Verrechnung des Aktivwertes des zweckexklusiven Deckungsvermögens mit der Rückstellung für die Pensionszusagen. Für die Begünstigten liegt jeweils eine Abtretungserklärung vor. Investitionszuschüsse für Anlagegüter wurden in den Sonderposten aus Investitionszuschüssen eingestellt. Dieser Posten wird in Höhe der Abschreibungen auf die mit diesen Zuschüssen finanzierten Anlagegütern aufgelöst. Auf diese Weise werden die korrespondierenden Abschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung kompensiert. Rückstellungen wurden im handelsrechtlichen erforderlichen Umfang gebildet. Die (mit dem zweckexklusiven Deckungsvermögen saldierten) Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelt. Als Berechnungsgrundlagen wurde ein Rechnungszins von 1,83 % sowie eine Gehalts- und Rentendynamik von 0 % zugrunde gelegt (in einem Fall: Rentendynamik von 1 %). Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernüftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passive Rechnungsabgrenzung wurde für in 2023 erhaltene Einnahmen, die wirtschaftlich dem Folgejahr zuzurechnen sind, zum Zwecke der Periodenabgrenzung in die Bilanz eingestellt. 3. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Aktiva Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) enthalten. Umlaufvermögen Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von Euro 5.662,83 (Vorjahr: Euro 8.202,14) eine Restlaufzeit von über einem Jahr; der Restbetrag von Euro 103.412,16 (Vorjahr: Euro 79.668,99) sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Folgejahr fällig (und zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nahezu vollständig eingegangen). Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, sind nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Schulden zu verrechnen. Zum Bilanzstichtag wurden daher folgende Vermögensgegenstände und Rückstellungen unter dieser Bilanzposition saldiert:
Passiva Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2023 unverändert Euro 2.852.800,00. Es ist eingeteilt in 28.528 Aktien mit einem Nennwert von Euro 100,00. Es handelt sich um vinkulierte Namensaktien. In 2023 erhielt die Gesellschaft 10.459 Aktien schenkungsweise zurück. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 359 eigene Aktien veräußert. Das Agio für die ausgegebenen Aktien sowie der Nennbetrag für die Schenkungsweise erhaltenen Aktien wurde der Kapitalrücklage zugeführt. Zum Bilanzstichtag waren 10.433 eigenen Aktien im Bestand. Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2023 Euro 4.613.976,39 (Vorjahr : Euro 3.496.276,39). Die Gewinnrücklagen betragen unverändert Euro 1.254.214,95. Der Bilanzverlust zu Beginn des Jahres in Höhe von Euro 2.149.242,12 erhöhte sich zum Ende des Jahres aufgrund des Jahresfehlbetrags von Euro 163.271,36 auf einen Bilanzverlust von Euro 2.312.513,48. Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB beträgt Euro 627.882,00 und setzt sich wie folgt zusammen:
Sonderposten aus Investitionszuschüssen Der Sonderposten aus Investitionszuschüssen wurde im Berichtsjahr um planmäßige Auflösungen in Höhe von Euro 27.467,00 (Vorjahr: Euro 44.930,00) reduziert. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von Euro 285.104,26 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von Euro 1.099.542,96 eine solche von über einem Jahr, davon Euro 116.813,5 über fünf Jahre. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten solche mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von Euro 337.330,89. Die sonstigen Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt auf:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie ein Teilbetrag von Verbindlichkeiten gegenüber anderen Darlehensgebern in Höhe von Euro 2.566.337,00 sind durch Grundpfandrechte bzw. Pfandrechte an beweglichen Anlagegütern gesichert; alle anderen Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte abgesichert. An nicht zu passivierenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind Leasingraten anzuführen, die wie folgt fällig werden:
Sonstige nicht zu bilanzierende Haftungsverhältnisse liegen nicht vor. 4. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen in voller Höhe Abzinszungserträge gem. § 277 Abs. 5 HGB. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Vorjahes betreffen die Verminderung der aktiven latenten Steuern. 5. SONSTIGE ANGABEN Im Jahresdurchschnitt 2023 waren folgende Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahreszahlen in Klammern):
Dem Vorstand der Gesellschaft gehören an: Bankkaufmann Ulrich Brodkorb, Althegnenberg, Markus Kunze, Freital seit dem 01.01.2023, Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen: Markus Hösel (CABS GmbH), Chemnitz, Vorsitzender Reinhard Hecker, Geschäftsführer (CABS GmbH), Chemnitz, stellvertretender Vorsitzender Ulrich Käs, technischer Leiter (IBM Deutschland GmbH), Berlin, Holger Dehnert, Geschäftsführer (VerkehrsManagement Elbe-Elster GmbH), Dresden, Joachim Harlaß, Angestellter (NHV e.V.), Chemnitz Albrecht Böhner, selbständiger Ingenieur, Pirna Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten in 2023 eine Vergütung von insgesamt Euro 3.000,00. Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Vorstände wurde von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Das Jahresergebnis in Höhe von Euro -163.271,36 (Vorjahr: Euro 165.698,55) soll zusammen mit dem bisherigen Verlustvortrag von Euro 2.149.242,12 auf neue Rechnung vorgetragen werden. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. Die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise bleiben abzuwarten.
Freital, 07. Juni 2024 gez. U. Brodkorb gez. M. Kunze ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bombastus-Werke AG, Freital Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bombastus-Werke AG, Freital, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bombastus-Werke AG, Freital, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, 07. Juni 2024 ECOVIS
Audit AG
Hendrik Niehüser, Wirtschaftsprüfer Stephan Jäkel, Wirtschaftsprüfer Angaben zur ErgebnisverwendungAuf der Hauptversammlung vom 28. August 2024 wurde wie folgt beschlossen: Tagesordnungspunkt 2: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzergebnisses Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 163.271,36 € auf neue Rechnung vorzutragen. Der Versammlungsleiter stellte den Antrag zur Abstimmung. Bei einer Präsenz von 1.869.900 € des Grundkapitals ergab die Abstimmung: Ja-Stimmen 1.869.900 € des Grundkapitals, keine Nein-Stimmen, keine Stimmenthaltungen. Der Versammlungsleiter stellte fest, dass beschlossen wurde den Jahresfehlbetrag in Höhe von 163.271,36 € auf neue Rechnung vorzutragen. Angaben zur Feststellung Der Jahresabschluss wurde am 31. Mai 2024 vom Aufsichtsrat gebilligt. |
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