Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 10267
Eingetragen
7.5.1998
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Metall- und Kunststoffwaren für Bauzwecke a. n. g.
Gegenstand
Betrieb eines Werkes für Metallveredelung, insbesondere von Aluminium, die Herstellung und der Vertrieb von Stahl-, Metall- und Kunststofferzeugnissen einschließlich des Großhandels mit solchen Erzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Hans Christian Wahl
seit 22.3.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
66.67%
33.33%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
200.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HD Wahl GmbH

Jettingen-Scheppach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlage des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Unser Kerngeschäft ist Oberflächenveredelung von Aluminium mittels Anodisation (Eloxal) und Einbrennlackierung speziell für den Metall- und Fassadenbau, sowie auch für die Automobilzulieferindustrie. Darüber hinaus fertigen wir Fenster und Lüftungselemente aus Aluminium für den Profilglasbau.

Zu unseren Kunden zählen weltweit tätige Fassaden- und Metallbaukonzerne genauso wie Mittelständler, Systemhäuser, Halbzeugwerke und Automobilzulieferer. Weil unsere Oberflächen höchsten internationalen Standards genügen, liefern wir Oberflächen für Großprojekte in Europa, USA und den mittleren Osten.

2. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung wird in unserem Unternehmen zur Verbesserung der Produktionsprozesse und im Bedarfsfall in Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten der Oberflächentechnik und Metallchemie wie auch mit geeigneten Vorlieferanten getätigt. Eine eigene Entwicklungsabteilung besteht nicht - wenn notwendig, werden externe Experten hinzugezogen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 stellte sich gesamtwirtschaftlich durchwachsen dar. Im letzten Quartal des Jahres 2022 war zuerst von einem strengen Winter und der damit verbundenen Gefahr einer Gasmangellage ausgegangen worden. Als sich der Winter dann als milder als erwartet herausstellte und sich die befürchtete Gasknappheit nicht manifestierte, hellte sich die gesamtwirtschaftliche Stimmung zunächst auf. Die für Deutschland als Exportnation relevante Weltkonjunktur erschien stabil: Die amerikanische Zentralbank erhöhte zwar kontinuierlich den Leitzins, um der nach wie vor grassierenden Inflation entgegenzuwirken, jedoch traten die befürchteten Negativeffekte für das amerikanische Wirtschaftswachstum nicht ein. Außerdem baute nicht nur Deutschland Anfang des zweiten Quartals die letzten SARS-CoV-2-Schutzmaßnahmen ab, sondern auch China ließ seine diesbezüglichen Wirtschaftshemmnisse fallen. Die Bundesregierung prognostizierte für 2023 anfänglich ein Wirtschaftswachstum in Höhe von 0,2 %.

Spätestens zum Halbjahr allerdings zeigte sich, dass die Konjunktur schwächer war, als angenommen. Die im Vorjahresvergleich sehr hohen Preise stiegen weiter an, wenn auch langsamer als im Vorjahr. Darauf reagierend erhöhten die Zentralbanken die Leitzinsen ebenso kontinuierlich, nachdem sich die Inflation nur langsam in Richtung des angestrebten Zwei-Prozent-Ziels bewegt hatte.

Der Preisanstieg betraf wie im Vorjahr insbesondere auch die Energie. Die Bundesregierung hatte 2022 zur Bekämpfung der Energiekrise die Laufzeiten der letzten Atomkraftwerke letztmalig bis April 2023 verlängert, sodass Mitte April die restlichen Reaktoren in Deutschland vom Netz gingen. In der Folge musste mehr Strom aus dem Ausland eingekauft werden. Ein vom Wirtschaftsministerium ins Spiel gebrachter Industriestrompreis zur Entlastung der deutschen Industrie wurde nicht umgesetzt. Die beschlossenen Strom- und Gaspreisbremsen zeigten nur begrenzt und nur zu Beginn des Jahres Wirkung.

Letztlich konnten die Maßnahmen der Bundesregierung den Abschwung nicht aufhalten und die anfängliche Prognose des Wirtschaftswachstums stellte sich als zu optimistisch heraus. Faktisch lag das Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Während insbesondere viele Dienstleistungsbereiche ein Plus auswiesen, betrug der Rückgang im produzierenden Gewerbe 2,0 %, besonders die energieintensiven Industrien und ebenfalls der Hochbau waren betroffen. Wie schon im Vorjahr machten Fachkräftemangel, hohe Materialkosten und die sich verschlechternden Finanzierungsbedingungen dem Bau zu schaffen. Die Bauinvestitionen 2023 sanken nach einem Minus in Höhe von 1,6 % im Vorjahr nochmals um 2,1 %.

Der Markt für Standardoberflächen stellt sich weiterhin preisorientiert dar. Vor dem Hintergrund steigender Preise wird es für Bauherren und Generalunternehmer zunehmend schwerer, Bauprojekte mit einer einer Staatsanleihe ähnlichen Rendite zu realisieren. Durch Qualitätseinsparungen, die optisch bis zur Erstveräußerung der Immobilie zunächst nicht auffallen, sollen Baukosten gesenkt werden, um eigene Renditeziele leichter zu erreichen. Die Themen der Nachhaltigkeit müssen weitgehend dahinter zurücktreten. Der Griff zur günstigeren, qualitativ minderwertigen Oberfläche liegt nahe, sodass weiterhin beständig der Mehrwert einer qualitativ hochwertigen Oberfläche erklärt werden muss.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Das Ergebnis des Jahres 2023 konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Die Steigerung ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass die im Jahr 2022 angehobenen Verkaufspreise zur Anwendung kamen. Aufgrund der in unserer Branche üblichen Planungs- und Vorlaufzeiten konnten wir die damaligen Teuerungen nur zeitlich verzögert und in geringem Umfang direkt weitergeben. Die Erlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 23,9 % erhöht. Gleichzeitig sind die für uns besonders bedeutsamen Energiekosten im Vergleich zum Vorjahr um 33,2 % gesunken. Das Rohergebnis erhöhte sich in der Folge beider Effekte um 52,2 % auf 8.120 TEuro.

Die sonstigen Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit haben sich um 22,1 % erhöht. Unsere Abschreibungen im Jahr 2023 haben sich um 11 TEuro auf 823 TEuro erhöht. Somit ergibt sich insgesamt ein Jahresergebnis in Höhe von 812 TEUR sowie ein Cash-Flow (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen) in Höhe von 1.635 TEuro.

a. Ertragslage

01.01.2023 bis 31.12.2023 01.01.2022 bis 31.12.2022 Veränderung zum Vorjahr
in
TEuro % TEuro % TEuro
Rohergebnis 8.119,7 100,0 5.336,2 100,0 2.783,5
- Personalaufwand 4.638,2 57,1 3.779,3 70,8 858,9
- Sonstige betriebliche
Aufwendungen 1.566,9 19,3 1.283,7 24,1 283,2
= Geschäftsergebnis 1.914,6 23,6 273,2 5,1 1.641,4
- Abschreibungen 822,9 10,1 812,1 15,2 10,8
+ Finanzergebnis -15,3 -0,2 -33,3 -0,6 18,0
= Ergebnis vor Steuern 1.076,4 13,3 -572,2 -10,7 1.648,6
- Steuern 263,9 3,3 -57,5 -1,1 321,4
= Jahresergebnis 812,5 10,0 -514,7 -9,6 1.327,2

Besonders die Oberflächenaufträge für den nationalen und internationalen Metall- und Hochbau sind unsere Ergebnisquellen. Unserer Erfahrung nach werden im architektonisch anspruchsvollen Hochbau auf dem internationalen Parkett höhere Oberflächenqualitäten für Metallfassaden benötigt als die der bei nationalen Projekten oft verbauten, kurzlebigeren Pulverlackoberflächen, was uns einen Vorteil verschafft.

Die Aufwendungen für Energie werden erheblich durch die geopolitische Lage und ihre Auswirkung auf die Preise der Energieträger beeinflusst. Hier war von einer Abmilderung im Vergleich zum Vorjahr auszugehen, jedoch war eine Rückkehr auf das Gas- und Strompreisniveau vor dem Ukraine-Konflikt nicht mehr vorstellbar. Die Energiepreissituation in Deutschland wird für den Standort im Angesicht deindustrialisierender Tendenzen von entscheidender Bedeutung sein, insofern hängt die zukünftige Entwicklung auch von dem Umfang politischer Interventionen ab.

Aufgrund unserer hohen Anlagenintensität und der damit einhergehenden fixen Kosten ist unsere Ertragslage immer umsatzabhängig. Weitere Investitionen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz und zur Kapazitätssteigerung sind geplant.

b. Finanzlage

Unsere Finanzlage ist solide. Das Anlagevermögen verringerte sich als Saldo zwischen den Abschreibungen für Abnutzung und den Neuinvestitionen um 645,4 TEuro. Das Anlagevermögen beträgt 56,5 % der Bilanzsumme. Forderungen werden größtenteils innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele vereinnahmt.

Unsere Kapitalstruktur ist gleichbleibend stabil. Die Eigenkapitalquote hat sich im Geschäftsjahr aufgrund gestiegener Bilanzsumme und vorgenommener Ausschüttungen leicht auf 53,6 % gemindert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich auf 7,9 % der Bilanzsumme reduziert.

Lieferantenverbindlichkeiten werden generell innerhalb der Skonto-Zahlungsfrist beglichen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 3,8 % der Bilanzsumme.

c. Vermögenslage

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Veränderung zum Vorjahr
in
TEuro % TEuro % TEuro
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände 78 0,8 89 1,0 -11
Sachanlagen 5.248 55,7 5.882 68,9 -634
Vorräte 1.048 11,1 1.055 12,4 -7
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.729 18,4 979 11,4 750
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.308 13,9 522 6,1 786
Rechnungsabgrenzungsposten 14 0,1 14 0,2 0
Summe Aktiva 9.425 100,0 8.541 100,0 884

PASSIVA

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Veränderung zum Vorjahr
in
TEuro % TEuro % TEuro
Eigenkapital 5.056 53,6 4.814 56,4 242
Rückstellungen 1.153 12,2 449 5,3 704
Verbindlichkeiten 3.191 33,9 3.264 38,1 -73
Passive latente Steuern 25 0,3 14 0,2 11
Summe Passiva 9.425 100,0 8.541 100,0 884

Dem kurz- und langfristig gebundenen Vermögen stehen entsprechend Eigenkapital sowie kurz- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Als Kennzahlen für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Umsatzrendite, das EBIT (Jahresergebnis vor Steuern und Zinsen) sowie das Verhältnis von Personalaufwand zu Rohergebnis heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.

4. Gesamtaussage

Die beiden Produktionsbereiche Eloxal und Einbrennlackierung ergänzen sich nach wie vor einerseits sehr gut, andererseits arbeiten sie jeweils für teilweise unterschiedliche Märkte, sodass unser Produktportfolio hier diversifiziert ist.

Selbst große Auftragsvolumina können weiterhin effizient produziert werden. Unsere existierenden Qualitäts-, Umwelt- und Energie-Managementsysteme funktionieren und die Lieferantenbeurteilungen durch unsere Kunden fallen wie in den Vorjahren durchweg gut bis sehr gut aus.

Die Umsatzrendite stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Unser EBIT erhöhte sich ebenfalls deutlich auf 1.091,6 TEUR. Auch das Verhältnis aus Personalaufwand zu Rohergebnis hat sich entwickelt wie im Vorjahr abgeschätzt: Der betrachtete Quotient entspricht in etwa wieder dem der Jahre 2020 und 2021. Insofern konnten die für das Geschäftsjahr gesteckten Ziele erreicht werden.

Insgesamt sind wir mit der wirtschaftlichen Stabilität des Unternehmens zufrieden.

III. Prognosebericht

Für das kommende Jahr nehmen wir an, dass es seitens der EZB im ersten Halbjahr noch nicht zu einer Absenkung der Leitzinsen kommen wird. In der Folge dürfte die Nachfrage nach Immobilien als Kapitalanlage weiter nachlassen. Dabei besteht die Gefahr, dass es bei Büroimmobilien zu einer schwer zu revidierenden Abwärtsspirale infolge des schon negativen Ausblickes kommt. Aktuell sind die erteilten Baugenehmigungen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig: Im Zeitraum Januar bis November des Jahres 2023 wurden nur 196.700 Baugenehmigungen erteilt, während es im Vorjahr noch rund 80.000 mehr waren. Wir gehen deshalb von einer Verringerung der Anfragen aus dem Baugewerbe in der nächsten Zeit aus.

Zudem ist im Rahmen eines Großauftrages mit Verwerfungen zu rechnen: Die Projektgesellschaft des betroffenen Bauvorhabens ist Ende des Geschäftsjahres in Zahlungsschwierigkeiten geraten und musste zu Beginn des Jahres 2024 Insolvenz anmelden. Nachdem die Baustelle momentan ruht, hat auch unser Kunde, der der Metallbauer des Projektes ist, den Auftrag für den Moment pausiert. Für den Auftrag war ein deutlich zweistelliger Prozentsatz unserer Kapazität reserviert, der jetzt nicht zum geplanten Zeitpunkt abgerufen werden wird. Es ist davon auszugehen, dass es uns aufgrund der langen Vorlaufzeiten im Baugewerbe nicht gelingen wird, die Kapazitäten kurzfristig anderweitig zu vergeben. Nichtsdestoweniger blicken wir optimistisch auf unsere Auftragslage für das kommende Jahr und werden im Geschäftsjahr 2024 die ersten Kundenprojekte mit unseren Produktinnovationen ausführen, die wir im Jahr 2023 vorgestellt haben.

Mittels interner Systemoptimierungen werden wir die internen Abläufe und Prozesse verbessern, sodass wir hier mit Effizienzzuwächsen und einer Verringerung unserer Materialeinsätze rechnen. Im Angesicht von Allzeithöchstständen bei den Energiepreisen wird die energieeffiziente Belegung unserer Anlagen neben anderen Maßnahmen zur Energie- und Ressourceneinsparung weiterhin unser vorrangiges Ziel sein. Wir werden unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht und nach Möglichkeit skontierbar nachkommen. In Unternehmensorganisation und Geschäftspolitik sind darüberhinausgehend keine wesentlichen Änderungen geplant.

Besonderes Augenmerk legen wir nach wie vor auf die Auftragsakquisition und umfassende Marktinformation. Die Präsentation unserer Produktpalette in digitalen und gedruckten Medien wird kontinuierlich weiterentwickelt und gepflegt. Dazu werden wir auch im Jahr 2025 auf der internationalen "BAU 2025"-Messe vertreten sein. Die noch genauere Ansprache unserer Stakeholder und die Anpassung unserer Kommunikation an deren Bedürfnisse bleiben dafür unser Ziel.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens als positiv. Bezogen auf unsere Leistungsindikatoren gehen wir für das Jahr 2024 im Vergleich zum Jahr 2023 von einer leichten Abnahme von EBIT und Umsatzrendite aus. Für das Verhältnis von Personalaufwand zu Rohergebnis erwarten wir, dass es dem Stand aus 2023 entsprechen wird.

IV. Chancen- und Risikobericht

Risiken könnten sich für uns nach wie vor aus weltwirtschaftlichen und internationalen, politischen Konflikten ergeben. Die mit einem Konflikt einhergehenden Verwerfungen in Lieferketten und Grenzschließungen könnten sich auf unsere Nachfrage und die Versorgung mit Rohstoffen und Materialien auswirken, insbesondere auch dann, wenn die Lieferengpässe die Verfügbarkeit von Energie betreffen würden.

Alle Änderungen an der Bepreisung oder der Versorgung von und mit Energie, auch die Einführung oder Abschaffung politischer Lenkungsmaßnahmen und Anreize, betreffen uns als energieintensives mittelständisches Unternehmen überdurchschnittlich stark. Energiepreisschwankungen wirken sich drastischer aus als in anderen Industriezweigen und Einführung oder Abschaffung staatlicher Entlastungsmaßnahmen verändern unser Ergebnis maßgeblich. Der unkompensierte und vollumfängliche Wegfall der Versorgung mit Strom oder Gas würde zudem zum Einbruch unserer Produktion führen.

Bezogen auf den Energiepreis sind die Wettbewerbsverzerrungen im In- und Ausland nach wie vor eklatant. Die Flüssiggas-Exporteure entlasten ihre heimischen Wirtschaften mit subventionierter Energie, wie bspw. die USA mit dem "Inflation Reduction Act", während sie ihre Kosten auf dem Weltmarkt weitergeben. Entsprechend wird hier eine asymmetrische Wettbewerbssituation herbeigeführt und für die nächsten Jahre zementiert. Gleichzeitig sind in der EU momentan relativ teure, regenerative Energien politisch gewünscht, die aber versorgungs- und preistechnisch saisonbedingt stärker schwanken als herkömmliche Energien, die saisonunabhängig zur Verfügung gestellt werden.

Ein geopolitisches Risiko könnte eine erhebliche Eskalation der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Ost und West mit Folgen für die Energie- und Rohstoffversorgung sein.

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und einer immer medienwirksamer ausgetragenen Debatte um verringerte Arbeitszeiten bei gleichzeitigem, vollem Lohnausgleich, sehen wir uns zunehmend mit der Schwierigkeit konfrontiert, geeignete Arbeitskräfte zu rekrutieren. Im Speziellen sinkt die Bereitschaft zur Schicht- und Nachtarbeit. Wir versuchen hier, zunehmend mehr Kräfte aus dem (europäischen) Ausland zu gewinnen.

In diesem dynamischen Umfeld von gesellschafts- und geopolitischer Bedeutung begegnen wir diesen Risiken mit zunehmender Flexibilisierung unserer Produktion und unseres Verbrauchs sowie mittels einer Diversifikation der eingesetzten Energieträger.

Aufgrund der stabilen Finanzlage unseres Unternehmens könnte ein Liquiditätsrisiko höchstens in der außerordentlichen, unvorhergesehenen Verschlechterung der Ertragslage liegen. Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen keine.

Ebenfalls sehen wir aktuell keine Risiken durch Forderungsausfälle. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Wir verfügen über ein effizientes Mahnwesen, darüber hinaus besteht eine Warenkreditversicherung.

Eine Chance stellen unsere Produktinnovationen dar und die Möglichkeit, mit neuen Produkten die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen zu erhöhen. Hier ist unser Ziel, weiterhin die höchste Qualität mit bisher in Deutschland nicht verfügbarer Optik und Ästhetik zu liefern.

Chancen sehen wir auch in der Nachhaltigkeit unserer Produkte. Ökologische Werte und nachhaltiges Wirtschaften gewinnen zwischenzeitlich sowohl im privaten wie öffentlichen Bauwesen immer mehr an Bedeutung, deshalb sehen wir uns sehr gut positioniert. Ob neben der in Umfragen ausgedrückten Gesinnung auch die Bereitschaft der Endkonsumenten besteht, den für die ökologisch bessere Herstellung notwendigen Aufpreis gegenüber ökologisch schlechteren, aber günstigeren Alternativen zu bezahlen, wird sich zeigen.

Unsere Chancen liegen zudem in der anlagentechnischen und personellen Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens. Wir investieren kontinuierlich in unsere Anlagen- und Steuerungstechnik. Darüber hinaus richten wir uns am Bedürfnis des Kunden aus und werden als kompetente und zuverlässige Partner bei der Realisierung großer Projekte wahrgenommen. Dies geht maßgeblich auf unsere motivierten und fachlich sehr gut ausgebildeten Mitarbeiter zurück. Unsere Qualitätsansprüche sichern wir durch Ein- und Ausgangskontrollen im Haus sowie durch externe Institute.

Im Angesicht explodierender Rohstoffpreise sehen wir unsere kleine Größe, die aus einer flachen Hierarchie resultierende Flexibilität sowie die genaue Überwachung der Kostenentwicklung als Möglichkeiten, uns in einem Markt wettbewerbsfähig zu halten, aus dem starrere Begleiter ausscheiden müssen.

 

Jettingen-Scheppach, den 22.02.2024

gez. Hans Dieter Wahl

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.325.619,00 5.971.010,83
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 77.531,80 88.961,16
II. Sachanlagen 5.248.087,20 5.882.049,67
1. Grundstücke und Bauten 3.076.421,73 3.213.257,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.682.732,00 2.130.234,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 468.938,00 478.283,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.995,47 60.274,81
B. Umlaufvermögen 4.085.363,00 2.556.172,30
I. Vorräte 1.047.915,11 1.054.705,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.729.353,75 979.494,20
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.308.094,14 521.972,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.543,00 14.060,00
Aktiva 9.424.525,00 8.541.243,13

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.056.040,26 4.813.585,80
I. Gezeichnetes Kapital 102.258,38 102.258,38
II. Gewinnrücklagen 1.297.741,62 1.297.741,62
III. Bilanzgewinn 3.656.040,26 3.413.585,80
B. Rückstellungen 1.153.154,97 449.476,00
C. Verbindlichkeiten 3.190.729,77 3.263.681,33
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 746.898,68 977.799,07
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.443.831,09 2.285.882,26
D. Passive latente Steuern 24.600,00 14.500,00
Passiva 9.424.525,00 8.541.243,13

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.119.698,99 5.336.191,48
2. Personalaufwand 4.638.234,51 3.779.305,65
a) Löhne und Gehälter 3.908.744,88 3.129.597,66
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 729.489,63 649.707,99
3. Abschreibungen 822.926,50 812.057,24
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 822.926,50 812.057,24
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.566.891,56 1.283.682,40
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.308,76 1.756,87
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.565,17 35.088,05
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 244.561,68 -76.834,00
davon Erträge aus latenten Steuern 2.800,00
davon Aufwendungen für latente Steuern 10.100,00
8. Ergebnis nach Steuern 831.828,33 -495.350,99
9. Sonstige Steuern 19.373,87 19.362,87
10. Jahresüberschuss (Vj: Jahresfehlbetrag) 812.454,46 -514.713,86
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.843.585,80 3.928.299,66
12. Bilanzgewinn 3.656.040,26 3.413.585,80

Anhang

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma HD Wahl GmbH mit Sitz in Jettingen-Scheppach im Handelsregister des Amtsgerichts Memmingen unter HRB 10267 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Größenabhängige Erleichterungen wurden in Anspruch genommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Grundlage für die planmäßige Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt bzw. auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar ist, werden sie auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.

In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden hierbei nicht angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert bewertet.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und die Entwicklung der einzelnen Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen sind in einem Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge 2023
Euro
Abgänge 2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 103.356,36 0,00 0,00
geleistete Anzahlungen 53.715,80 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 157.072,16 0,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 5.769.395,03 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 11.732.021,23 36.493,26 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.579.295,66 140.884,91 83.418,54
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 60.274,81 162,50 0,00
Summe Sachanlagen 19.140.986,73 177.540,67 83.418,54
Summe Anlagevermögen 19.298.058,89 177.540,67 83.418,54
Umbuchungen 2023
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 103.356,36
geleistete Anzahlungen 0,00 53.715,80
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 157.072,16
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 0,00 5.769.395,03
technische Anlagen und Maschinen 40.441,84 11.808.956,33
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.636.762,03
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -40.441,84 19.995,47
Summe Sachanlagen 0,00 19.235.108,86
Summe Anlagevermögen 0,00 19.392.181,02
Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Zugänge 2023
Euro
Abgänge 2023
Euro
Sonstige Änderungen 2023
Euro
Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 68.111,00 11.429,36 0,00 0,00 79.540,36
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 68.111,00 11.429,36 0,00 0,00 79.540,36
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 2.556.137,30 136.836,00 0,00 0,00 2.692.973,30
technische Anlagen und Maschinen 9.601.787,23 524.437,10 0,00 0,00 10.126.224,33
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.101.012,53 150.224,04 83.412,54 0,00 1.167.824,03
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 13.258.937,06 811.497,14 83.412,54 0,00 13.987.021,66
Summe Anlagevermögen 13.327.048,06 822.926,50 83.412,54 0,00 14.066.562,02
Buchwert 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 23.816,00
geleistete Anzahlungen 53.715,80
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 77.531,80
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 3.076.421,73
technische Anlagen und Maschinen 1.682.732,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 468.938,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.995,47
Summe Sachanlagen 5.248.087,20
Summe Anlagevermögen 5.325.619,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die hier ausgewiesenen Beträge haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 2.844 TEUR (Vorjahr: 3.928 TEUR) enthalten.

Verbindlichkeiten

Gesamt- davon Restlaufzeit
betrag TEuro Geschäftsjahr bis 1 Jahr TEuro Geschäftsjahr über 1 Jahr TEuro Geschäftsjahr über 5 Jahre TEuro Geschäftsjahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 747 233 514 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.444 2.444 0 0
3.191 2.677 514 0
Gesamt- davon Restlaufzeit
betrag TEuro Vorjahr bis 1 Jahr TEuro Vorjahr über 1 Jahr TEuro Vorjahr über 5 Jahre TEuro Vorjahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 978 231 747 23
Sonstige Verbindlichkeiten 2.286 2.286 0 0
3.264 2.517 747 23

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignung von technischen Anlagen gesichert.

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Halbfabrikaten und Waren.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) enthalten.

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern haben sich von 15 TEUR um 10 TEUR auf 25 TEUR erhöht.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Sonstige Angaben

Während des Geschäftsjahres war durchschnittlich folgende Anzahl von Arbeitnehmern beschäftigt:

Gewerbliche Arbeitnehmer 74
Angestellte 16
90

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr Herr Hans Dieter Wahl, Kaufmann, bestellt. Weitere Angaben unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB.

Der Bilanzgewinn - bestehend aus Gewinnvortrag und Jahresüberschuss - beträgt 3.656 TEuro und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Jettingen-Scheppach, den 22.02.2024

gez. Hans Dieter Wahl

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.02.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HD Wahl GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HD Wahl GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HD Wahl GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ulm, den 22.02.2024

SONNTAG GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. ppa. Piening, Wirtschaftsprüferin

gez. Mairock, Wirtschaftsprüfer

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