Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 109385
Vorher
MicroCoat Biochemische Produkte GmbH
Eingetragen
21.4.1995
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von PrüfmaschinenErbringung von Dienstleistungen von medizinischen Laboratorien
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Einsatzstoffen für in-vitro Diagnostika und biochemische Analytik, sowie von Testsystemen mit diesen Einsatzstoffen. Validierung von Testsystemen und Durchführung von diagnostischen Tests aller Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Katharina Schieder
seit 23.12.2019
Geschäftsführer
Johannes Dr. Reich
seit 30.9.2015
Geschäftsführer
Sonja Dr. Molinaro
seit 30.9.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
0.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MicroCoat Biotechnologie GmbH

Bernried

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Jahresabschluss per 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Firma MicroCoat Biotechnologie GmbH wurde 1992 gegründet. Das Kapital der Gesellschaft beträgt 100 TEUR. Die Geschäftsführung der MicroCoat Biotechnologie GmbH bestand zum 31.12.2023 aus Frau Dr. Sonja Molinaro, Herrn Dr. Johannes Reich und Frau Katharina Schieder.

MicroCoat positioniert sich als technologie-orientierter Partner für die pharmazeutische-, diagnostische- und Biotechnologie-Industrie. Hierbei umfasst die Angebotspalette die vollständige Wertschöpfungskette für die Entwicklung, Produktion und Anwendung von diagnostischen Produkten. Aufgrund der vorhandenen Plattform-Technologien und Geräteausstattung kann MicroCoat schnell qualitativ hochwertige Lösungen (Produkte/Dienstleistungen) nach Kundenvorgaben entwickeln, produzieren und anbieten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft wird durch verschiedene Risiken weiterhin gebremst. Der andauernde Ukraine-Krieg und der Nahost-Konflikt belasten die Aussichten auf einen Aufschwung. Darüber hinaus stellen die wirtschafts- und klimapolitischen Rahmenbedingungen Risiken für die Unternehmen dar. Hohe Belastungen ergeben sich unter anderem durch die Bürokratie, die Entwicklung der Arbeitskosten, der Fachkräftemangel, sowie Energie- und Rohstoffpreise.

Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr weiter erhöht auf insgesamt rund 105,4 Billionen US-Dollar.

Die deutsche Biotechnologiebranche erzielte im Jahr 2023 einen Gesamtumsatz von 12,7 Milliarden Euro, ein Rückgang von 51 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatzeinbruch ist vor allem auf die rückläufige Nachfrage nach Covid Diagnostika und Impfstoffen zurückzuführen. Die Zahl der Mitarbeiter in der Branche stieg um 10 % und auch die Anzahl der Unternehmen stieg um 3 % auf 996. Diese Zahl setzt sich aus 784 Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland und 212 deutschen Tochtergesellschaften. Die Investitionssummen in Form von Venture Capital stiegen auf 0,01 % des BIP. Im Vergleich ist die Investition in Biotech eher gering, da im restlichen Europa immerhin 0,02 % und in den USA sogar 0,05 % investiert wurden.

2. Forschung und Entwicklung

In 2023 leistete die Entwicklungseinheit weiterhin F&E Aktivitäten für einen Kunden aus dem Bereich Alzheimer-Frühdiagnostik. Dabei konnten entscheidende Fortschritte erzielt werden. Zusätzlich wurden für einen Bestandskunden aus dem Laborservice verschiedene ELISA-Assays entwickelt und optimiert, die im Rahmen der Probenmessung eingesetzt werden.

Darüber hinaus wurde im Bereich Endotoxin Service weiter an der Detektierbarkeit von Endotoxin in verschiedenen Probenmaterien geforscht und entsprechende Probenvorbereitungsprotokolle entwickelt.

Die Produktionsentwicklung wurde als eigene Gruppe in 2023 aufgelöst und ist in den verschiedenen Gruppen der Produktion aufgegangen.

Zusätzlich zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten innerhalb unseres Unternehmens arbeiten wir mit Partnern zusammen, um ein umfassendes Innovations- und Technologienetz aufzubauen.

3. Geschäftsverlauf 2023

Im Wirtschaftsjahr 2023 ist ein Umsatzrückgang von 6 % zu verzeichnen.

In 2023 gab es in mehreren Bereichen einen Umsatzrückgang.

Der Umsatz im Laborservice ging um 14 % zurück. Aufgrund zeitweise großer Verzögerungen in verschiedenen Gruppen konnten Projekte nur teilweise bearbeitet und nicht in voller Höhe in 2023 abgerechnet werden. Zum Teil konnten Assays nicht wie geplant transferiert werden und mussten nachentwickelt werden. Eine geplante große klinische Studie wurde kurzfristig vom Kunden gestoppt.

Der Umsatz im Bereich Endotoxin-Service konnte im Vergleich zum Vorjahr um 18 % gesteigert werden. Dies war insbesondere auf die gestiegene Nachfrage in der regulierten Endotoxin-Analytik zurückzuführen.

Die Umsätze der Kitproduktion konnten 2023 weiter um 32% gesteigert werden. Dies beruht fast ausschließlich auf der gestiegenen Nachfrage von Stammkunden, die ihre Kit-Verkäufe jeweils weiter steigern konnten.

Die allgemeine Produktverfügbarkeit hat sich in 2023 verbessert, sodass der Lagerbestand um rund 500 TEUR reduziert werden konnte ohne die Produktionssicherheit zu gefährden.

Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich leicht um 8 auf 231.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

Die Ertragslage des Jahres 2023 ist positiv. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr (2022 24.607 TEUR) um 1.413 TEUR auf 23.194 TEUR gesunken. Dieser liegt jedoch weiterhin über dem Umsatz von 2021. Das operative Betriebsergebnis lag bei rund 1,5 MEUR.

Die Materialquote liegt mit 26 % auf ähnlichem Niveau wie in den Vorjahren. Die Personalkosten sind um 2 % basierend auf Personalwachstum und steigenden Löhnen gestiegen. Die Personalquote ist basierend auf dem Umsatzrückgang gegenüber 2022 von 46 % auf 49 % verhältnismäßig stark gestiegen. Bei den gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Raumkosten ähnlich wie im Vorjahr ausgefallen.

b) Finanzlage

Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb des Zahlungsziels zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 1.703 TEUR. Im Jahr 2023 wurden Bankverbindlichkeiten in Höhe von 1.210 TEUR getilgt. Es wurden neue Darlehen in Höhe von 1.384 TEUR für Investitionen aufgenommen.

Unsere Kapitalstruktur ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens beträgt 64 % (Vj. 63 %) der Bilanzsumme.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr um 1.147 TEUR auf 23.017 TEUR. Das Vermögen der Gesellschaft ist zu rund 47 % im Anlagevermögen gebunden. Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme beträgt rund 10 %, auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände entfallen rund 40 % der Bilanzsumme. Die liquiden Mittel haben sich um 717 TEUR vermindert und betragen 3 % der Bilanzsumme.

5. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen "Umsatzrentabilität" und "Gesamtkapitalrentabilität" heran. Die Umsatzrentabilität beträgt in 2023 7 % und die Gesamtkapitalrentabilität 7,5 %.

Auch die Liquiditätsposition beeinflusst den Geschäftsverlauf von MicroCoat. Dieser Indikator wird ebenfalls regelmäßig analysiert und bewertet.

Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren sehen wir die Kundenzufriedenheit, die Mitarbeiterzufriedenheit und eine hohe Zuverlässigkeit als wichtiges Wettbewerbsinstrument an.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden.

6. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als sehr gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung war in 2023 leicht rückläufig. Der im Vorjahr intern geplante operative Umsatz wurde nicht eingehalten.

Ebenfalls die Ergebnisprognose aus dem Vorjahr für 2023 konnte aufgrund des Umsatzrückgangs nicht eingehalten werden.

III. Prognosebericht

Die direkten und indirekten Auswirkungen des sich ausweitenden Nahostkonfliktes auf die Geschäftsbeziehung von MicroCoat zu Kunden in Israel können derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

Die weltweiten Entwicklungen im Bereich der Lieferketten, Material- und Energieengpässen hat sich nur leicht verbessert. Im Rahmen der Risikooptimierung hat MicroCoat den Aufbau von Sicherheitsbeständen bei strategisch wichtigen Einkaufsartikeln vorgenommen, um möglichen Produktionsausfällen entgegenzuwirken.

Unser Unternehmen ist derzeit finanziell gut aufstellt. Die Gesellschaft ist stabil, wenn auch leicht unter Plan in das neue Geschäftsjahr 2024 gestartet. Die Umsätze des ersten, zweiten und dritten Quartals 2024 sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen.

Für die Zukunft erwarten wir keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik. Wir gehen weiter von einer leicht steigenden Umsatzentwicklung aus.

Die unplanbaren Risiken, wie zum Beispiel ein anhaltendes Absinken der Weltwirtschaftsleistung, machen eine aussagekräftige Prognose schwierig. Beim Jahresüberschuss wird mit einer Stagnierung gegenüber dem Vorjahr gerechnet.

Die Entwicklung der Finanzlage unserer Gesellschaft beurteilen wir positiv. Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Größere Investitionen sind in den nächsten Jahren in Form von der Anmietung neuer Räumlichkeiten und entsprechend vorheriger Investition in die Infrastruktur und die Ausstattung notwendig. Darüber hinaus plant die Firma größere Investitionen in die Automatisierung und die Erschließung neuer Märkte.

Die Geschäftsführung geht von der Fortführung des Unternehmens aus.

Wir erachten unser Planungssystem sowie die dort getroffenen Annahmen und zu Grunde gelegten Daten für zuverlässig. Neben Informationen aus dem EDV-System wird vielfach auch mit langfristigen Verträgen gearbeitet, was die Sicherheit der Prognosen verbessert. Die aktuelle Situation führt jedoch dazu, dass die Prognosen mit Unsicherheit behaftet sind und auch von weltpolitischer Seite verständlicherweise keine verlässlichen Informationen über den weiteren Verlauf des Ukrainekrieges mit den weiterführenden Folgen wie der Energiekrise und des Nahostkonfliktes zu erlangen sind.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Das Hauptprinzip der Risikopolitik ist das Streben nach nachhaltigem und langfristigem Wachstum, verbunden mit einer kontinuierlichen Steigerung der Leistungsfähigkeit. Ganz frei von jeglichem Risiko ist kaum ein Unternehmen, das mit unternehmerischem Handeln verbunden ist.

Allgemeine und bestandsgefährdende Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht erkennbar.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Strategie.

Die Liquidität ist ausreichend; wir erwarten keine Engpässe. Die Eigenmittelausstattung, die laufenden Cashflows sowie die zur Verfügung stehende Kreditlinie sind unsere Basis für die langfristige Unternehmensfinanzierung.

Alle wesentlichen Risiken des Geschäftsbetriebs sind über entsprechende Versicherungen gedeckt.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben.

Gerichts- und Schiedsverfahren, die einen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnten, sind nach Kenntnis der Geschäftsleitung weder anhängig noch angedroht. Grundsätzlich wird in rechtlichen Belangen auf externe Berater zurückgegriffen.

Steuerliche Risiken stellen für die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nach Kenntnis der Gesellschaft kein wesentliches Risiko dar.

Branchenspezifische Risiken

Eine weltweite Konjunkturabschwächung kann die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage schwächen, so dass sich dies auch auf die Nachfrage unserer Leistungen auswirken könnte. Dennoch ist die Konjunktur der Biotechnologie-und Pharma-Branche bisher eher wenig betroffen.

Ein Problem ist der anhaltende Fachkräftemangel in der Biotechnologie-Branche. Der zukünftige Erfolg von MicroCoat hängt in einem großen Maße davon ab, wie es gelingt, die erforderliche Anzahl an Mitarbeitern in Schlüsselpositionen zu gewinnen, weiterzuqualifizieren und über einen längeren Zeitraum an das Unternehmen zu binden. Der Firmenstandort in Bernried bei München, und diese Region verfügt über ein hohes Arbeitskräftepotenzial, wobei es dementsprechend viele Wettbewerbsunternehmen in der Biotechnologie gibt. Um weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber für Fachkräfte zu sein, bietet MicroCoat ein kompetitives Vergütungssystem und unternimmt vielfältige Maßnahmen im Bereich der Personalentwicklung. Ein wichtiger Bereich ist auch die unternehmensinterne Ausbildung von Fachkräften, die stetig weiterentwickelt und verbessert wird.

Das Risiko von Engpässen in der Verfügbarkeit von Verbrauchs- und Rohmaterialien ist im Vergleich zum Vorjahr weiter gesunken. Dennoch reduziert MicroCoat das Risiko von Verzögerungen in den globalen Lieferketten durch das Halten eines Sicherheitsbestandes, um Beeinträchtigungen der laufenden Auftragsabwicklung möglichst niedrig zu halten.

IT- und Cybersecurity-Risiken

Cybersecurity-Risiken sind alle Risiken, denen Computer- und Informationsnetzwerke, die IT-Infrastruktur sowie alle IT-gestützten Geschäfts- und Produktionsprozesse durch Sabotage, Spionage oder sonstige kriminelle Handlungen ausgesetzt sind. Im Falle eines Versagens der etablierten Sicherheitsmaßnamen können MicroCoat Reputationsschäden sowie Zahlungsverpflichtungen aus vertraglichen und gesetzlichen Ansprüchen von Kunden, Vertragspartnern und Behören entstehen. In den letzten Jahren ist eine weitere Professionalisierung von Cyber-Attacken zu beobachten.

Im Rahmen einer eigenen IT-Strategie werden diesen Risiken durch organisatorische (4-Augen-Prinzip) wie auch technische Maßnahmen (u.a. tägliche Sicherungen) minimiert. Obwohl die IT-Risiken in den letzten Jahren insgesamt gestiegen sind, wird dieses bei MicroCoat dennoch als gering eingestuft. Die ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen ermöglichen es, den Betrieb zu gewährleisten und dahingehend Auswirkungen auf das Unternehmen zu vermeiden.

Ertragsorientierte Risiken

Da unsere Produkte und Service-Dienstleistungen echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken nicht gestiegen sind.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Unser Finanzrisikomanagement zielt auf die Minderung der finanziellen Risiken und einen Abgleich dieser Risiken mit den sich aus der Geschäftstätigkeit ergebenden Bedürfnissen ab. Daneben überwachen wir laufend aktuelle Entwicklungen in der Steuergesetzgebung unserer Absatzmärkte um steuerrechtliche Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu kontrollieren.

Zur Sicherstellung des mittelfristigen Liquiditätsbedarfs wurde basierend auf der Unternehmensplanung eine umfangreiche Liquiditätsplanung erstellt.

Die stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens lässt derzeit keine Liquiditätsrisiken erkennen. Auf Grund der überwiegenden Fakturierung in Euro ist das Währungsrisiko als relativ gering einzustufen, die aktuelle makroökonomische Entwicklung (Abwertung des Euro im Vergleich zum US-Dollar) wird allerdings regelmäßig im Rahmen des Fremdwährungsmanagements geprüft.

Die Liquiditätslage ist als gut zu bezeichnen, es sind keine Engpässe zu erwarten. Gleichzeitig diversifizieren wir aufgrund der immer noch angespannten europäischen Wirtschaftslage unsere Abhängigkeit von einzelnen Finanzinstituten und arbeiten nur mit Banken zusammen, die über ein hohes Rating verfügen.

Rechts- und Compliance-Risiken

Rechtliche und Compliance-bezogene Risiken umfassen Risiken, die sich aus der Einhaltung von Gesetzen und gleichwertigen Regelungen ergeben. Von hoher Relevanz sind hierbei insbesondere Risiken in Bezug auf branchenspezifische Regelungen im Bereich Healthcare Compliance und GxP-relevante Sachverhalte. MicroCoat hat hier umfangreiche Systeme und Prozesse implementiert, um diese Risiken zu minimieren. Aufgrund der implementierten Maßnahmen werden diese Risiken im Geschäftsjahr als gesamtheitlich gering eingestuft.

2. Chancenbericht

Die Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr war leicht rückläufig. Dennoch rechnen wir laut internen Planungen in 2024 mit einem moderaten Umsatzwachstum.

Zur Erkennung von Chancen und Risiken bestehen Kontroll- und Überwachungsmechanismen, die geeignet sind, Entwicklungen, die Gefahren oder Potentiale darstellen, frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Der Geschäftsleitung stehen im Rahmen des monatlichen Reportings zeitnah Kennzahlen zur Verfügung.

Chancen sehen wir vor allem in der weiteren Automatisierung und Digitalisierung, welche zu einer Verbesserung der Margen beitragen sollen. Weitere Chancen liegen in der Gewinnung von Neukunden und in Nachfolgeaufträgen von Stammkunden. Da das Unternehmen bereits langfristige Beziehungen mit Kunden aus verschiedenen Ländern und Geschäftsbereichen pflegt, ist eine weitere Auslastung des Unternehmens mittelfristig gesichert.

3. Gesamtaussage

Wir sehen uns aufgrund unserer Marktposition und unserer finanziellen Stabilität gut aufgestellt. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Ukrainekrieg, die Energiekrise und der Nahostkonflikt alle Wirtschaftsbereiche beeinflussen, wenngleich nicht alle in gleichem Ausmaß. Es besteht die Gefahr der Ausweitung der Konflikte. Inwieweit sich damit verbundenen wirtschaftlichen Schäden auf unser Unternehmen auswirken können, ist noch nicht abzuschätzen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Forderungsausfälle liegen unterhalb des Branchendurchschnittes. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik.

 

Bernried, 19.11.2024

Katharina Schieder, Geschäftsführerin

Dr. Sonja Molinaro, Geschäftsführerin

Dr. Johannes Reich, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.340,00 49.336,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.287.910,00 1.475.139,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.070.331,00 2.198.103,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.590.925,48 1.443.749,00
4. geleistete Anzahlungen 481.330,16 5.430.496,64 110.111,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 928.318,90 756.654,95
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.863.414,44 0,00
3. sonstige Ausleihungen 488.916,11 5.280.649,45 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.639.798,58 2.057.780,93
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 553.721,85 655.458,35
3. fertige Erzeugnisse und Waren 118.085,64 2.311.606,07 118.928,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.514.526,44 6.596.459,89
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 551.600,85 1.737.496,61
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.123.889,48 9.190.016,77 3.153.043,68
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 578.439,73 1.294.630,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 206.290,11 223.545,04
23.016.838,77 21.870.437,62

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
Nennbetrag eigener Anteile -25.500,00 -25.500,00
Ausgegebenes Kapital 74.500,00 74.500,00
II. Bilanzgewinn 14.645.310,78 13.739.485,84
Summe Eigenkapital 14.719.810,78 13.813.985,84
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 90.430,00 222.221,70
2. sonstige Rückstellungen 402.700,00 493.130,00 431.780,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.855.775,04 5.681.792,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 250.636,95 18.440,50
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.452.809,60 1.176.770,13
4. sonstige Verbindlichkeiten 244.676,40 7.803.897,99 522.247,45
a) davon aus Steuern EUR 204.346,10; i.V. EUR 325.522,29
b) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 16.263,97; i.V. EUR 6.918,17
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 3.200,00
23.016.838,77 21.870.437,62

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar 2023 - 31. Dezember 2023

01.01.2023 - 31.12.2023
EUR
01.01.2022 - 31.12.2022
EUR
1. - 5. Rohertrag 17.143.798,53 18.979.643,75
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.306.925,41 9.167.328,42
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
(davon für Altersversorgung EUR 61.406,89; i.V. EUR 66.317,28) 2.114.747,52 11.421.672,93 2.051.376,75 11.218.705,17
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 833.128,33 796.745,34
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.332.217,50 3.836.119,73
1.556.779,77 3.128.073,51
9. Erträge aus Beteiligungen
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 70.600,75; i.V. EUR 40.817,73) 70.600,75 40.817,73
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00; i.V. EUR 0,00) 0,00 1.884,47
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(davon aus verbundenen Unternehmen EUR 74.333,43; i.V. EUR 11.452,27)
(davon aus Abzinsung EUR 0,00; i.V. EUR 0,00) 108.521,23 42.351,25
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon an verbundenen Unternehmen EUR 0,00; i.V. EUR 0,00)
(davon aus Aufzinsung EUR 0,00; i.V. EUR 0,00) 112.200,26 66.921,72 64.810,38 20.243,07
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 463.758,39 924.281,98
14. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.159.943,10 2.224.034,60
15. sonstige Steuern 4.118,16 4.118,16
16. Jahresüberschuss 1.155.824,94 2.219.916,44
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 13.739.485,84 12.564.406,22
18. Erwerb eigener Anteile 0,00 -44.836,82
19. Ausschüttung -250.000,00 -1.000.000,00
20. Bilanzgewinn 14.645.310,78 13.739.485,84

Anhang für das Geschäftsjahr 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Der Sitz und die Geschäftsleitung der Firma MicroCoat Biotechnologie GmbH befinden sich in den Geschäftsräumen in 82347 Bernried, Am Neuland 3.

Die Firma ist beim Amtsgericht München in das Handelsregister unter der Nummer HRB 109385 eingetragen.

Grundlagen der Rechnungslegung

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und denen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Bestimmungen des HGB gem. §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Wertansätze in der Bilanz der MicroCoat Biotechnologie GmbH zum 31.12.2023 wurden unverändert als Bilanzvorträge in neue Rechnung übernommen.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer angesetzt.

Als Abschreibungsmethode kam die lineare Absetzung für Abnutzung zur Anwendung. Von der Vereinfachungsregel entsprechend Abschnitt 44 EStR für unterjährige Zugänge bei beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurde Gebrauch gemacht.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs gem. § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Bei der Darstellung im Anlagenspiegel wird im Anschaffungsjahr ein fiktiver Abgang im gleichen Jahr unterstellt.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich zum niedrigeren, beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte sind nach den folgenden Grundsätzen aktiviert worden:

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden mit dem mittleren Einkaufspreis bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.

Der Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert angesetzt.

Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen beinhalten sämtliche, nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Im vorliegenden Jahresabschluss sind die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Buchung bewertet. Erträge und Aufwendungen aufgrund von Kursänderungen sind ergebniswirksam berücksichtigt worden.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage 4), der insoweit Bestandteil dieses Anhangs ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel gesondert vermerkt.

Hiervon wurden Darlehen an Mitglieder der Geschäftsführung in Höhe von 358.750,00 € (Laufzeit bis 30.06.2031, Zinssatz 1%, Ausweis unter sonstigen Ausleihungen) vergeben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr Vorjahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.190.016 € 2.778.329 € 11.487.000 € 4.856.290 €

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Bilanzposition Gesamtbetrag 31.12.2023 davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr und bis 5 Jahre davon mit Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.855.775 € 1.352.915 € 3.311.009 € 1.191.850 €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.452.809 € 1.452.809 € 0 € 0 €
Sonstige Verbindlichkeiten 244.676 € 244.676 € 0 € 0 €
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 250.637 € 250.637 € 0 € 0 €
7.803.897 € 3.301.038 € 3.311.009 € 1.191.850 €

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB haben zum Bilanzstichtag durch Bürgschaftsübernahmen i.H.v. 2.734 T€ sowie i.H.v. ca. 1.921 T€ bestanden. Ein Risiko einer Inanspruchnahme ist derzeit gering, da den abgesicherten Darlehen Immobilienwerte gegenüberstehen.

In 2023 wurde ein Rahmenkredit für den Unternehmensverbund über 1,5 Mio€ mit einer Bank vereinbart. Dieser Betrag wurde in 2023 nicht in Anspruch genommen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus den Mietverträgen für die Geschäftsräume und Lizenzvereinbarungen.

Gesamt in TE 2024 in TE 2025 in TE 2026 in TE 2027 in TE
Mietverträge 3.615 816 933 933 933
Lizenzverträge 420 105 105 105 105

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte bei Frau Dr. rer. nat. Sonja Molinaro (LabService/Development/TS/Quality), Frau Katharina Schieder (Administration/Training) und Herrn Dr. Johannes Reich (Endotoxin Service/Production).

Sonstiges

Darlehensforderungen mit einer Laufzeit von mindestens vier Jahren wurden als Ausleihungen dargestellt.

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr waren durchschnittlich 225,5 Mitarbeiter beschäftigt.

Zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag hat sich folgender Sachverhalt ergeben:

Der immer noch andauernde Krieg zwischen Russland und der Ukraine und die daraus resultierenden Sanktionen gegen Russland haben erhebliche Auswirkungen auf die europäischen und weltweiten Märkte.

Die Auswirkungen auf unser Unternehmen durch die Unterbrechung von Lieferketten, die weitere wirtschaftliche Entwicklung und die steigenden Energiekosten können noch nicht im vollen Umfang abgeschätzt werden.

Der in den USA Anfang November neu gewählte Präsident Donald Trump hat umfangreiche Zollerhöhungen und Handelsbeschränkungen u.a. gegenüber der EU angekündigt. In welchem Ausmaß diese wirklich kommen, und ob es Auswirkungen auf die MicroCoat GmbH geben wird, kann derzeit nicht vorhergesehen werden.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2023 in den Gewinnvortrag einzustellen.

 

Bernried, den 19. November 2024

Katharina Schieder, Geschäftsführerin

Dr. Sonja Molinaro, Geschäftsführerin

Dr. Johannes Reich, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs - oder Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 480.470,97 0,00 0,00 480.470,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.671.953,81 -84.584,00 BP 0,00 1.587.369,81
2. technische Anlagen und Maschinen 3.722.829,70 138.769,91 0,00 3.861.599,61
3. andere Anlagen, Betriebs- 21.250,97 U
und Geschäftsausstattung 3.201.256,38 579.751,93 139.011,37 3.663.247,91
4. geleistete Anzahlungen 110.111,90 392.469,23 21.250,97 U 481.330,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 756.654,95 171.663,95 0,00 928.318,90
2. Ausleihungen an verbundene 1.203.344,45 UG
Unternehmen 0,00 2.660.069,99 0,00 3.863.414,44
358.750,00 UG
3. sonstige Ausleihungen 0,00 130.166,11 0,00 488.916,11
21.250,97 U 21.250,97 U
9.943.277,71 5.550.401,57 139.011,37 15.354.667,91

U = Umbuchungen innerhalb des Anlagevermögens (diese sind nicht in der Summierung der Zugänge respektive Abgänge enthalten)

BP = Korrekturbuchung in Absprache mit Betriebsprüfung

UG = Umgliederung zwischen sonstigen Vermögensgegenständen und Ausleihungen aufgrund der Laufzeit

Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge (Abschr. Berichtsjahr)
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 431.134,97 29.996,00 0,00 461.130,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 196.814,81 102.645,00 0,00 299.459,81
2. technische Anlagen und Maschinen 1.524.726,70 266.541,91 0,00 1.791.268,61
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.757.507,38 433.945,42 119.130,37 2.072.322,43
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.910.183,86 833.128,33 119.130,37 4.624.181,82
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.340,00 49.336,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.287.910,00 1.475.139,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.070.331,00 2.198.103,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.590.925,48 1.443.749,00
4. geleistete Anzahlungen 481.330,16 110.111,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 928.318,90 756.654,95
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.863.414,44 0,00
3. sonstige Ausleihungen 488.916,11 0,00
10.730.486,09 6.033.093,85

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MicroCoat Biotechnologie GmbH, Bernried

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der MicroCoat Biotechnologie GmbH, Bernried, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der MicroCoat Biotechnologie GmbH, Bernried, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen (Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zu Grunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Gütersloh, 19. November 2024

Dr. Jörg Althans, Wirtschaftsprüfer

Sonstiger Berichtsteil

Zum Bestätigungsvermerk:

Der Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nutr teilweise offengelegt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19. November 2024 festgestellt.

Zur Ergebnisverwendung:

Wir verweisen auf den Anhang.

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