Beteiligungsgesellschaften
HDI Pensionsfonds AG
Proactiv-Platz 1, 40721 Hilden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Paul Schulze Zurmussen seit 28.8.2025 | Prokura |
Kevin Püster seit 28.8.2025 | Prokura |
Jessica Wilke seit 11.7.2024 | Prokura |
Dirk Egert seit 8.8.2023 | Prokura |
Stephan Dr. Müller seit 8.8.2023 | Vorstandsmitglied |
Fabian von Löbbecke seit 8.8.2023 | Vorsitzender des Vorstands |
Henning Dr. Kuschewitz seit 6.1.2023 | Prokura |
Matthias Weber seit 30.6.2022 | Vorstandsmitglied |
Martina Schalk seit 21.6.2022 | Prokura |
Lars Dormann seit 5.1.2022 | Prokura |
Stefan Dinges seit 22.1.2020 | Prokura |
Michael Eberhard Josef Schmitt seit 27.5.2019 | Prokura |
Marco Westermann seit 27.5.2019 | Prokura |
Michaela Ellend seit 27.5.2019 | Prokura |
Volker Stehr seit 27.5.2019 | Prokura |
Robert Leopold seit 19.7.2018 | Prokura |
Heiko Dr. Schmitz-Elvenich seit 19.7.2018 | Prokura |
Thomas Prieß seit 31.5.2017 | Prokura |
Thorsten Dr. Pauls seit 1.2.2016 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HDI Pensionsfonds AG (vormals: PB Pensionsfonds Aktiengesellschaft)HildenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023HDI Pensionsfonds AG auf einen Blick.
1) Annual Premium Equivalent (laufende
Neugeschäftsbeiträge + 1/10 der
Neugeschäfts-Einmalbeiträge)
LageberichtGeschäftstätigkeit, Organisation und StrukturUnternehmenspolitischer HintergrundSeit dem 2.1.2023 firmiert die ehemalige PB Pensionsfonds AG unter dem Namen HDI Pensionsfonds AG. Dieser Namenswechsel wurde aufgrund des Kooperationsvertrags mit der Deutschen Bank (Wegfall Altersvorsorgekooperation mit der Postbank) notwendig. Die HDI Pensionsfonds AG ist Teil des Talanx Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland (im Folgenden HDI Deutschland). Innerhalb des Geschäftsbereichs ist sie dem Ressort Bancassurance zuzuordnen. Dort werden die inländischen Bankkooperationen des Talanx Konzerns gebündelt. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb des Pensionsfondsgeschäfts. Unsere VertriebspartnerDie HDI Pensionsfonds AG bietet eine flexible und renditestarke Möglichkeit zur Umsetzung der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Mit maßgeschneiderten Produkten werden Arbeitgeber dabei unterstützt, den Rechtsanspruch aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf betriebliche Altersversorgung umzusetzen. Dabei bietet die HDI Pensionsfonds AG auch in unruhigen Börsenzeiten die erforderliche Sicherheit, da die versicherungsförmigen Risiken vollständig auf die LPV Lebensversicherung AG (vormals: PB Lebensversicherung AG) und die TARGO Lebensversicherung AG übertragen werden. Hiervon profitieren insbesondere die rund 200.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Konzerns DHL Group (vormals Deutsche Post DHL Group, ohne Beamte). Ihnen wird exklusiv ein kostengünstiges Produkt, die Konzern Vorsorge-Rente (KVR), angeboten. VertriebswegeDie HDI Pensionsfonds AG stützt sich vorwiegend auf konzerneigene Vertriebswege: Die Beratung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns DHL Group erfolgt überwiegend durch eine spezielle Vertriebseinheit innerhalb der LPV Lebensversicherung AG, welche sich auf die Produkte des Pensionsfonds fokussiert. Darüber hinaus werden weitere Key-Account-Manager aus der Vertriebsbetreuung für die Deutsche Bank sowie Mitarbeiter der HDI-Vertriebe und qualifizierte freiberufliche Mitarbeiter bei Bedarf hinzugezogen. Auch wenn die pandemiebestimmten Einschränkungen im Jahr 2023 weitgehend aufgehoben waren, wurden die individuellen Beratungen von Interessentinnen und Interessenten auf Grund der guten Erfahrungen aus dem Vorjahr weiterhin überwiegend telefonisch oder videogestützt durchgeführt. Darüber hinaus fanden auch wieder vermehrt persönliche Beratungen statt. Während die seit 2022 beobachtete inflationsbedingte Abschlusszurückhaltung zu Beginn des Jahres weiter fortbestand, nahm die Abschlussquote seit Mitte des Jahres wieder signifikant zu. Der nichtversicherungsförmige Pensionsplan (PF 112) komplettiert die Produktpalette. Die HDI Pensionsfonds AG arbeitet hier mit allen Vertriebswegen von HDI Deutschland, insbesondere mit dem HDI Exklusivvertrieb und dem HDI Maklervertrieb zusammen. Angeboten werden die Übernahme von Versorgungszusagen von Gesellschafter-Geschäftsführern und Mitarbeiter-Kollektiven. Dienstleistungen im KonzernverbundDie HDI Pensionsfonds AG beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Anfallende Aufgaben werden von Konzerngesellschaften auf Basis von Dienstleistung- und Ausgliederungsverträgen für die HDI Pensionsfonds AG übernommen. Die Einbindung der HDI Pensionsfonds AG in eine große Versicherungsgruppe ermöglicht gesellschaftsübergreifend organisierte Funktionen und damit die sinnvolle Nutzung von Synergien und Ressourcen. Hierdurch können die Kostenvorteile einer einheitlichen Bearbeitung im Konzern genutzt und bessere Konditionen bei Dienstleistern erreicht werden. Wesentliche Dienstleistungen übergreifend tätiger Funktionsbereiche wie z. B. Finanzen, Personal, IT, Betrieb und Vertrieb werden durch die HDI AG für die Inlandsgesellschaften des Talanx Konzerns erbracht, also auch für die HDI Pensionsfonds AG. Darüber hinaus nutzt die HDI Pensionsfonds AG die zentralen Dienstleistungen der Ampega Asset Management GmbH, die die Vermögensverwaltung für die Versicherungsgesellschaften im Konzern betreibt. Am Standort Hilden erbringen die HDI Deutschland Bancassurance Communication Center GmbH Inbound Callcenter-Dienstleistungen sowie die HDI Deutschland Bancassurance Kundenmanagement GmbH & Co. KG Outbound Callcenter-Dienstleistungen für unsere Gesellschaft. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenVolkswirtschaftliche EntwicklungDie rückläufige, aber immer noch erhöhte Inflation, anhaltende geopolitische Spannungen und die Folgen der restriktiveren Geldpolitik der meisten Notenbanken haben die globale Konjunkturdynamik im Jahr 2023 gebremst, ohne jedoch die Weltwirtschaft in eine Rezession zu stürzen. War schon das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2022 (+3,5 %) durch den Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine und die im Zuge dessen explodierenden Preise für Energie- und Nahrungsmittelrohstoffe belastet, ist die Weltwirtschaft im Jahr 2023 nur noch um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen. In Deutschland ging die Schwäche insbesondere von der (energieintensiven) Industrie aus. Hier signalisiert der Einkaufsmanagerindex bereits seit 18 Monaten eine anhaltende Kontraktion, sodass die Industrieproduktion inzwischen gut 10 % unter ihrem Prä-Covid-Niveau liegt. Die privaten Haushalte verringerten ihren Konsum angesichts eines begrenzten Reallohnwachstums im Vorjahresvergleich deutlich. Hingegen überraschten die Ausrüstungsinvestitionen trotz eines unsicheren geopolitischen Umfelds und gestiegener Zinsen positiv, während der Zinsanstieg die Bauinvestitionen erneut bremste. Das schwächere globale Konjunkturumfeld sorgte zudem für sinkende Exporte, sodass das deutsche BIP 2023 im Jahresvergleich um 0,3 % sank. Damit blieb das Wachstum nicht nur deutlich hinter dem Vorjahr, sondern auch hinter demjenigen der Eurozone insgesamt (voraussichtlich 0,5 %) zurück. Die US-Wirtschaft überraschte 2023 mit hoher Resilienz: Trotz eines nahezu beispiellosen Zinserhöhungszyklus der Fed (elf Leitzinserhöhungen seit März 2022) und der daraus resultierenden Verwerfungen im Bankensektor im Frühjahr zeigte sich die US-Wirtschaft robust und wuchs im Jahresvergleich um voraussichtlich 2,5 %. Basis dieser Entwicklung waren neben dem anhaltend robusten Arbeitsmarkt (mit einer Arbeitslosenquote in Höhe von 3,6 %) der steigende private und staatliche Konsum sowie die rückläufige Inflation, die von ihrem Hoch bei 9,1 % im Juni 2022 auf zuletzt 3,4 % im Dezember 2023 gesunken ist. Das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer blieb 2023 hinter dem Durchschnitt der letzten Jahre zurück, wobei sich hier ein differenziertes Bild zeigt. Auch wenn das Wachstum in Osteuropa durch den anhaltenden Russland-Ukraine Krieg weiterhin belastet war, legte dieses doch im Vergleich zum Vorjahr zu. Das Wachstum in Lateinamerika hingegen verlangsamte sich. Chinas wirtschaftlicher Erholung fehlte im ersten Jahr nach dem Ende der Covid-Beschränkungen weiterhin das Momentum. Während das chinesische BIP zum Jahresauftakt kräftig um 2,1 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen war, flachte das Wachstum in den folgenden Quartalen deutlich ab. Verantwortlich hierfür waren sowohl die weiterhin ungelösten Verwerfungen im Immobiliensektor, die für eine deutliche Stimmungseintrübung sorgten und den privaten Konsum belasteten, als auch das Abflauen der Weltkonjunktur. Im Jahresvergleich wuchs das chinesische BIP um voraussichtlich 5,2 % und lag damit knapp über dem Wachstumsziel der Regierung von 5 %. Der Inflationsdruck ließ 2023 weltweit nach. Lag die Inflationsrate in der Eurozone 2022 noch bei 8,4 %, verringerte diese sich im Jahresdurchschnitt 2023 auf 5,5 %. Die Inflationsdynamik nahm dabei über das Jahr ab. So lag die jährliche Inflationsrate im ersten Quartal noch bei 8,0 %, im vierten Quartal bei nur noch 2,7 %. In den USA zeigte sich ein ähnliches Bild, wenn auch auf etwas niedrigerem Niveau. Die Inflationsrate fiel im Jahresschnitt von 8,0 % im Jahr 2022 auf 4,1 % im Jahr 2023. Zu Jahresbeginn strafften sowohl die Fed als auch die EZB ihre Geldpolitik und erhöhten ihre Leitzinsen bis zum dritten Quartal in vier Schritten von 4,5 % auf 5,5 % im Falle der Fed (obere Grenze) bzw. in sechs Schritten von 2 % auf 4 % im Falle der EZB (Einlagensatz). Einhergehend mit dem abnehmenden Inflationsdruck in der zweiten Jahreshälfte erfolgten keine weiteren Zinsschritte. KapitalmärkteDie internationalen Kapitalmärkte konnten sich in dem schwierigen Umfeld immer noch erhöhter Inflation, Sorgen vor einer bevorstehenden Rezession und aggressiver Zinserhöhungszyklen vieler Zentralbanken im Jahresverlauf 2023 gut behaupten. Beflügelt durch eine Jahresendrallye schlossen Aktien aus den USA (S&P 500: + 24,2 %) vor den Industrieländern insgesamt (MSCI World: +21,8 %) sowie vor Europa (EURO STOXX 50: +19,2 %). Die asiatischen Aktienmärkte blieben mit leichten Kursgewinnen deutlich hinter dieser Entwicklung zurück (MSCI ASIA EX JAPAN: 3,6 %), wobei chinesische Aktien kräftige Abschläge hinnehmen mussten (MSCI CHINA: -13,2 %). Nachdem die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen im vergangenen Jahr mit kräftigen Steigerungen auf das schnell restriktiver werdende geldpolitische Umfeld reagiert hatten, bewegten sie sich in der ersten Jahreshälfte weitestgehend seitwärts, bevor sie bis ins vierte Quartal hinein angesichts neuer Sorgen vor einem restriktiveren Kurs der Notenbanken kräftig anstiegen. Im Zuge abnehmender Inflationsdynamik und damit verbundener Hoffnungen auf Zinssenkungen im Jahr 2024, fielen die Renditen der Staatsanleihen zum Jahresende wieder. Ende 2023 lag die Rendite zehnjähriger US-Treasuries bei 3,88 % (+0,01 Prozentpunkte), die zehnjähriger Bunds bei 2,02 % (-0,55 Prozentpunkte). Auch der Ölpreis (Brent) stieg in der Spitze deutlich von 86 USD auf 97 USD je Barrel, lag jedoch zum Jahresende mit 77 USD je Barrel unter dem Jahreseinstiegskurs. Der Euro kletterte auf Jahressicht um 3,1 % auf 1,10 USD. Deutsche VersicherungswirtschaftDie Ausführungen zu den Versicherungsmärkten stützen sich auf Veröffentlichungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) und beinhalten vorläufige Daten. Nach dem stabilen Verlauf der Vorjahre hatte die deutsche Versicherungswirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 einen leichten Anstieg ihrer Beitragseinnahmen zu verzeichnen. Laut Hochrechnung erhöhten sie sich um 0,6 % auf 224,7 Mrd. EUR. Die Schaden- und Unfallversicherer dürften im Jahr 2023 ein Beitragswachstum von 6,7 % auf 84,5 Mrd. EUR erreicht haben. Die Unternehmen der privaten Krankenversicherung lassen Beiträge in Höhe von 48,2 Mrd. EUR und damit ein Wachstum von 2,3 % erwarten. Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds hatten insgesamt um 5,2 % auf 92,0 Mrd. EUR sinkende Beitragseinnahmen zu verzeichnen. Dabei stagnierte das Geschäft gegen laufenden Beitrag bei 66,3 Mrd. EUR, während das Geschäft gegen Einmalbeitrag um 16,1 % auf 25,7 Mrd. EUR nachgab. Ein heterogenes Bild ergab sich im Bereich der betrieblichen Altersversorgung: Während sich die Beitragseinnahmen der Pensionsfonds nach dem sehr starken Vorjahreswachstum auf 1,0 Mrd. EUR normalisierten (Vorjahreszeitraum : 2,2 Mrd. EUR; -53,4 %), sanken die der Pensionskassen um 5,1 % auf 1,9 Mrd. EUR. Rechtliche und regulatorische RahmenbedingungenAufsichtsrechtliche AnforderungenVersicherungsunternehmen (Erst- und Rückversicherungsgesellschaften), Pensionsfonds und Kapitalverwaltungsgesellschaften unterliegen weltweit einer umfassenden Rechts- und Finanzaufsicht durch Aufsichtsbehörden. In der Bundesrepublik Deutschland ob liegt diese Aufgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Hinzu kommen umfassende rechtliche Vorgaben für die Geschäftstätigkeit. In den vergangenen Jahren haben sich die regulatorischen Rahmenbedingungen weiter verschärft, was zu einer zunehmenden Komplexität geführt hat. Dieser Trend setzte sich 2023 fort. Mindestanforderungen an die GeschäftsorganisationDie BaFin hat am 30.12.2020 das Rundschreiben "Aufsichtsrechtliche Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (MaGo für EbAV)" veröffentlicht. Darin legt die Aufsichtsbehörde dar, wie die von ihr beaufsichtigten Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) ihre Geschäftsorganisation gemäß §§ 23 ff. und §§ 234a ff. Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) ausgestalten sollen. Die HDI Pensionsfonds AG profitiert von der Einbindung in die Governance Strukturen der HDI Deutschland AG und hat die Anforderungen dieses Rundschreibens bereits im Geschäftsjahr 2021 fristgerecht umgesetzt. DigitalisierungIn den letzten Jahren hat die Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Damit einher geht ein Übergang zu digitalen, datenbasierten Geschäftsmodellen; sich hieraus ergebende rechtliche Fragen und Herausforderungen mit dem Fokus auf der IT-Sicherheit spielen auch bei den Unternehmen des Talanx-Konzerns eine immer wichtigere Rolle. Mit dem Rundschreiben 10/2018 zu den Versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (VAIT) hat die BaFin Hinweise zur Auslegung der Vorschriften über die Geschäftsorganisation im Versicherungsaufsichtsgesetz gegeben, soweit sie sich auf die technisch-organisatorische Ausstattung der Unternehmen beziehen. Gleiches gilt hinsichtlich des Rundschreibens 11/2020 zu den kapitalverwaltungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (KAIT). Diese Rundschreiben werden laufend angepasst und erweitert. Ferner hat die Behörde Orientierungshilfen zu Auslagerungen an Cloud-Anbieter veröffentlicht. Weiterhin gab es im Jahr 2023 auf Ebene der EU und in Deutschland regulatorische Initiativen für die Entwicklung, den Einsatz und die Nutzung von künstlicher Intelligenz, die auch die Versicherungswirtschaft betreffen und deren Entwicklung und konkrete Auswirkung auf den Talanx Konzern beobachtet wird. Durch den Digital Operational Resilience Act (DORA) der EU gibt es in diesem Zusammenhang neue Anforderungen, die unter anderem Versicherungsunternehmen ab Januar 2025 erfüllen müssen. Hierdurch soll der europäische Finanzmarkt gegenüber Cyberrisiken und Angriffe auf die Informations- und Kommunikationstechnologie gestärkt werden. Die weitere Entwicklung und die konkrete Auswirkung auf den Talanx Konzern werden beobachtet. Wenn möglich, nimmt der Talanx Konzern über seine Interessenverbände Stellung zu den geplanten Vorhaben und bereitet die Umsetzung der jeweils aktuellen regulatorischen Anforderungen vor. DatenschutzDie Versicherungsunternehmen des Talanx Konzerns verarbeiten bei der Antrags-, Vertrags- und Leistungsabwicklung umfangreiche personenbezogene Daten. Zur Gewährleistung der datenschutzrechtlichen Anforderungen, wie der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes, ist das Datenschutzmanagementsystem auf die Beachtung und Kontrolle der Vorgaben ausgerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für einen sorgsamen Umgang mit den Daten sensibilisiert (durch Schulungen) und werden auf die Einhaltung der Datenschutzanforderungen schriftlich verpflichtet. Für prozessunabhängige Datenschutzanforderungen, wie z. B. Beauftragung von Dienstleistern, sind zentrale Verfahren zu beachten. Gleiches gilt für die Datenschutzrechte der Kunden, Aktionäre und Beschäftigten. Die Einhaltung geltenden Rechts ist für die Gesellschaften des Talanx Konzerns Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Der Konzern widmet der Anpassung des Geschäfts und seiner Produkte an die gesetzlichen sowie aufsichts- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen große Aufmerksamkeit. Die hierfür installierten Mechanismen gewährleisten, dass künftige Rechtsentwicklungen und ihre Auswirkungen auf die eigene Geschäftstätigkeit frühzeitig identifiziert und bewertet werden, damit wir die erforderlichen Anpassungen rechtzeitig vornehmen können. ZinszusatzreserveIn § 23 Abs. 3 PFAV ist ein Verfahren zur Neubewertung der Mindestdeckungsrückstellung aus Zinsgründen vorgegeben. Ziel dieses Verfahrens ist es, in einem Niedrigzinsumfeld frühzeitig und schrittweise die Sicherheitsmargen in der Mindestdeckungsrückstellung durch die Bildung einer Zinszusatzreserve anzuheben. Das Ausmaß dieser Reservestärkung hängt davon ab, ob und wie weit ein in § 23 Abs. 2 PFAV festgelegter Referenzzinssatz jeweils den Rechnungszinssatz eines einzelnen Versorgungsverhältnisses unterschreitet. Nach dem Verfahren ist am Bilanzstichtag für jedes Versorgungsverhältnis der Rechnungszinssatz mit dem Referenzzinssatz zu vergleichen. Ist der Referenzzinssatz kleiner als der Rechnungszinssatz, so erfolgt für dieses Versorgungsverhältnis eine Reserveauffüllung (Zinszusatzreserve). Bei der Berechnung der Mindestdeckungsrückstellung ist für die 15 Jahre ab dem Bilanzstichtag der Referenzzinssatz anzusetzen und für die Folgejahre der bisherige Rechnungszinssatz. Die Festlegung des Referenzzinssatzes gemäß § 23 Abs. 2 PFAV hängt von der Zinsentwicklung der zurückliegenden 10 Jahre ab, was insbesondere dazu führt, dass kurzfristige Änderungen des Zinsniveaus sich im Referenzzins nur sehr abgeschwächt niederschlagen. Der Referenzzinssatz bleibt darum zum 31.12.2023 gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 1,57 %. Daher sind von der Neubewertung der Mindestdeckungsrückstellung aus Zinsgründen zum 31.12.2023 weiterhin die Versorgungsverhältnisse betroffen, deren Mindestdeckungsrückstellung ohne die Bildung der Zinszusatzreserve mit einem Rechnungszinssatz von 3,25 %, 2,75 %, 2,25 % oder 1,75 % berechnet würde. Die Berechnungen haben ergeben, dass bei Leistungszusagen mit einem Rechnungszins von 3,25 %, 2,75 %, 2,25 % und 1,75 % eine Reservestärkung notwendig ist. Bei den Verträgen in der Form der Beitragszusage mit Mindestleistung mit diesen Rechnungszinsen ist für die Mindestleistung ebenfalls eine Zinszusatzreserve zu bilden. Die Finanzierung der Zinszusatzreserve erfolgt bei den Leistungszusagen ausschließlich und bei den Beitragszusagen mit Mindestleistung überwiegend dadurch, dass die vom jeweiligen Versicherer für die Rückdeckungsversicherung zu stellende Zinszusatzreserve im Pensionsfonds aktiviert werden konnte. Wo das nicht ausreichte, war ausreichend Fondsvermögen vorhanden, um die Zinszusatzreserve zu finanzieren. Geschäftsverlauf und LageThemen des BerichtsjahresZukunftssicherung des Geschäftsbereichs HDI Deutschland Der Geschäftsbereich HDI Deutschland führt auch in diesem Berichtsjahr das strategische Programm GO25 fort. Es erfolgten Anpassungen an geänderte Rahmenbedingungen und Marktentwicklungen und das strategische Programm wurde entsprechend nachgeschärft und ergänzt. Zudem liegt in der Programmausrichtung ein stärkeres Gewicht auf den für die Umsetzung verantwortlichen Ressorts. Der Ausbau der Stärken im Geschäft mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen sowie der als Partner von Banken und Vertriebspartnern sind vorangetrieben worden. Neben dem Ausbau von profitablem Neugeschäft, der Steigerung der Kostendisziplin und der Optimierung des Underwritings ist das strategische Programm mit weiteren übergreifenden Schwerpunkten konkretisiert bzw. erweitert worden. Um die Kunden- und Vertriebspartner-Zentrierung zu erhöhen, wird programmübergreifend ein besonders starker Fokus auf die Service- und Prozess-Exzellenz gesetzt, in dem unter anderem die Effizienz in den Bereichen Versicherungsbetrieb sowie der Schadenbearbeitung gesteigert werden soll. Dabei werden im Hinblick auf die Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit neue Einsatzmöglichkeiten wie GenAI (Generative künstliche Intelligenz) geprüft und die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements forciert. Das strategische Programm GO25 trägt damit zur Verbesserung der Eigenkapitalrendite bei und stärkt den Geschäftsbereich HDI Deutschland als stabilen Ergebnislieferanten. Das Vorantreiben der Digitalisierungsthemen und -vorhaben prägt zusammen mit der Modernisierung der IT-Infrastruktur weiterhin die Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten. Dies folgt der IT-Strategie des Geschäftsbereichs HDI Deutschland, die - auf der Grundlage von Vorgaben der Talanx AG sowie der Geschäftsstrategie für HDI Deutschland - gesamthaft alle wesentlichen IT-Aspekte für die Risikoträger-Gesellschaften umfasst. Agile Methoden und agil organisierte Umsetzungen nach dem Scaled Agile Framework (SAFe) haben sich bei der HDI Pensionsfonds AG bewährt. Verbunden mit einem kulturellen Wandel und als wesentlicher Teil der Transformation erfolgte die Einführung der agilen Liefer- bzw. Change-Organisation für große Teile des Geschäftsbereichs HDI Deutschland. Das risikoträgerübergreifende Leben-Betriebsmodell wird im Rahmen des 2020 gestarteten Programms Harbour umgesetzt. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt der Programm-Aktivitäten weiterhin auf Maßnahmen zur weiteren Automatisierung und Digitalisierung und dem Ausbau der Kunden- und Vertriebspartnerorientierung. Damit leistet das Programm Harbour einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Kunden- und Vertriebspartnerzufriedenheit und der Verbesserung der Kostensituation im Geschäftsbereich HDI Deutschland. Partnerspezifische Betreuung der Mitarbeiter der DHL Group und der DB Privat- und Firmenkundenbank AGDie Betreuung der Konzerne "DHL Group" und "DB Privat- und Firmenkundenbank AG" erfolgt durch ein festes Team von Mitarbeitern, welche sich ausschließlich um die Betreuung der Post und der Deutsche Bank kümmern. Diese werden unterstützt von ca. 15 angestellten Key-Account-Managern aus der Vertriebsbetreuung für die Deutsche Bank. Im hybriden Beratungsansatz der Gesellschaft spielt auch die telefonische und videobasierte Beratung durch das Vertriebs-Service-Sekretariat eine wichtige Rolle. Damit wird eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Mitarbeiterberatung gewährleistet. Neben den standardisierten Betreuungsleistungen werden in Abstimmung mit den Personalverantwortlichen der Kooperationspartner in regelmäßigen Abständen Maßnahmen besprochen, um die Attraktivität der Entgeltumwandlung weiter zu erhöhen. Die vorhandene Vertriebseinheit bildet über Regionalmanager das Bindeglied zwischen den Personalverantwortlichen und den zur Mitarbeiterberatung eingesetzten Key Account Managern. Dadurch wird die Effizienz der Beratertage weiter gesteigert und die Vernetzung zum Kooperationspartner ausgebaut. Durch den Einsatz moderner Medien konnte die Gesellschaft auch unter den Bedingungen der Corona-Pandemie diesen Vertriebsansatz erfolgreich beibehalten. Die in 2022 beobachtete infaltionsbedingte Kaufzurückhaltung bei den Interessenten bestand auch über den Jahreswechsel hinaus im Jahre 2023 fort. Erst durch den nennenswerten Tarifabschluss der DHL Group 2023 haben die Abschlussquoten wieder merklich zugenommen. Insgesamt konnte aber die Belebung des Geschäftes im 2. Halbjahr 2023 die Rückstände aus dem ersten Halbjahr nicht ganz ausgleichen. SozialpartnermodellNach den ersten Umsetzungen zum Sozialpartnermodell im Markt im Jahre 2022 wurden keine weiteren Tarifverträge umgesetzt. Auch das unter dem Namen "Die Deutsche Betriebsrente" agierende Konsortium aus Deutscher Pensionsfonds AG und HDI Pensionsfonds AG hat seine Aktivitäten zur Etablierung eines Sozialpartner-Modells reduziert. Das Konsortium setzt dabei auf politische Aktivitäten zur Erleichterung der Einführung eines Sozialpartnermodelles. Diese waren im Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung vereinbart und stehen zur Umsetzung an. Auswirkungen der Ausschreibung des Versicherungsgeschäfts durch die Deutsche Bank AG auf LPV VersicherungenAnfang 2020 hat die Deutsche Bank AG ihr Versicherungsgeschäft ab 2023 - nach dem Auslaufen der aktuellen Kooperationsverträge mit den LPV Versicherungen (Postbank) und den Zurich Versicherungen (Deutsche Bank) - ausgeschrieben. Die LPV Versicherungen haben sich an dieser Ausschreibung beteiligt und die Kooperation mit der Deutschen Bank und der Postbank für das Geschäft mit Annex-Produkten gesichert. Der neue Vertrag knüpft nahtlos an den alten an und hat eine zehnjährige Laufzeit - vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2032. Das Annex-Geschäft umfasst zunächst Absicherungsprodukte für Privatkredite und Baufinanzierungen, insbesondere für die Risiken Tod, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit. Auch die klassische Risiko-Lebensversicherung wird dabei Teil des Portfolios sein. Mit dem neuen Vertrag bleiben die LPV Versicherungen auf Wachstumskurs. Die neue Kooperation bietet darüber hinaus vielfältige, weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Das Geschäft mit Leben- und Unfallversicherungen führen die Zurich Versicherungen seit 2023 mit Postbank und Deutsche Bank fort. Die diesbezügliche Kooperation der LPV Versicherungen mit der Postbank lief zum Jahresende 2022 aus. Diese Kooperation betrifft zunächst die Zusammenarbeit mit der Postbank als Vertriebsweg. Die Kooperation zwischen Deutscher Bank und der HDI Pensionsfonds AG bleibt für die Entgeltumwandlung weiter bestehen. Das bedeutet, dass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Deutsche Bank, welche ehemals bei der Postbank beschäftigt waren, auch zukünftig die Konzern Vorsorge-Rente für ihre Altersversorgung wählen können. NachhaltigkeitAls international tätiger Versicherungskonzern und langfristig orientierter Investor hat sich der Talanx Konzern bereits seit langem einer verantwortungsvollen, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgelegten Unternehmensführung verschrieben. Die Nachhaltigkeitsstrategie stellt daher einen integralen Bestandteil der Konzernstrategie dar. Diese basiert auf der gezielten Umsetzung von ESG-spezifischen Aspekten (kurz: ESG für Environment, Social, Governance) in der Kapitalanlage, der Versicherungstechnik, den eigenen Betriebsstätten sowie im Rahmen des sozialen Engagements. Mit den im November 2021 veröffentlichten strategischen Maßnahmen hat der Talanx Konzern eine Weiterentwicklung seiner Nachhaltigkeitsstrategie bekannt gegeben und Nachhaltigkeit noch stärker im Geschäftsmodell verankert. Bei der Entwicklung der Konzernstrategie 2025 wurden die Ziele und Prioritäten bestätigt und weiter geschärft, so wurde u. a. ein einheitliches strategisches Fundament für das soziale und gesellschaftliche Engagement des Konzerns geschaffen. Neben dem bereits bestehenden Netto-Null-Ziel für den weltweiten Betrieb bis spätestens 2030 (inklusive Kompensation) verpflichtet sich der Konzern im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens auch in der Versicherungstechnik sowie der Kapitalanlage dazu, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen 1. Seit 2023 enthält die Nachhaltigkeitsstrategie eine deutlich geschärfte Positionierung zu fossilen Energieträgern in der Versicherungstechnik. Die HDI Pensionsfonds AG bietet mit ihrer Altersversorgung ein Finanzprodukt im Sinne der Offenlegungsverordnung an. Unter Artikel 8 bzw. Artikel 9 der Offenlegungsverordnung werden für Finanzprodukte vorvertragliche Informationen hinsichtlich ökologischer oder sozialer Merkmale sowie über nachhaltige Investitionen verlangt. Unsere Gesellschaft bietet aktuell keine Finanzprodukte an, die unter Artikel 8 oder Artikel 9 der Offenlegungsverordnung fallen. Aus diesem Grund ist für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung ab 1.1.2022 gemäß Artikel 7 der Taxonomie-Verordnung folgende formell erforderliche Erklärung abzugeben: "Die diesem Finanzprodukt zugrundeliegenden Investitionen berücksichtigen nicht die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten." LeistungsindikatorenUnsere Gesellschaft hat für das Geschäftsjahr 2023 ausschließlich finanzielle Steuerungsgrößen bzw. finanziell bedeutsame Leistungsindikatoren festgelegt. Diese betreffen unter anderem die Neugeschäftsbeiträge, die gebuchten Bruttobeiträge, die Bruttoaufwendungen für Versorgungsfälle, das Ergebnis aus Kapitalanlagen sowie den Rohüberschuss. Die Entwicklung dieser und weiterer Kennzahlen wird in den nachfolgenden Kapiteln näher erläutert. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gemäß § 289c Abs. 3 Nr. 5 HGB, die für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft von Bedeutung sind, sind derzeit in Entwicklung. Für weiterführende Erläuterungen insbesondere zu den Aspekten Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung wird auf die Nichtfinanzielle Konzernerklärung der Talanx AG verwiesen. ErtragslageNeugeschäftIm Berichtsjahr übernahm die HDI Pensionsfonds AG innerhalb der mit Arbeitgebern abgeschlossenen Rahmenverträge 2.366 (2.631) Neuverträge, davon 1.673 (1.955) Anwärter, 57 (44) Rentner sowie 636 (632) Rentenübergänge. Davon entfielen 1.439 (1.462) Anwärter auf den Bereich DHL Group sowie 136 (101) Stück, davon 79 Anwärter und 57 Rentner, auf den nichtversicherungsförmigen Pensionsplan. Alle Versorgungszusagen beinhalten eine Zusage auf eine lebenslange Altersrente. Die laufenden Neugeschäftsbeiträge sanken entsprechend der Neuabschlüsse innerhalb der bestehenden Rahmenverträge auf 2.442 (3.331) TEUR. Die nahezu ausschließlich den nichtversicherungsförmigen Pensionsplan betreffenden Einmalbeiträge sanken im Berichtsjahr um 4.418 TEUR auf 21.495 TEUR. Insgesamt errechnen sich hieraus Neugeschäftsbeiträge auf APE-Basis in Höhe von 4.592 (5.922) TEUR. VertragsbestandZum Ende des Berichtsjahres 2023 umfasste der Bestand 39.144 (37.716) Verträge; davon
Diese Zusagen umfassten insgesamt eine versicherte Jahresrente von
BeiträgeIm Jahr 2023 nahm die HDI Pensionsfonds AG gebuchte Beiträge in Höhe von 55.935 (59.149) TEUR ein, dies entspricht einem Rückgang von 5,4 %. Der Rückgang resultiert aus den Einmalbeiträgen, welche um 17,0 % auf 21.495 TEUR sanken und nahezu ausschließlich auf den nichtversicherungsförmigen Pensionsplan entfallen. Die laufenden Beiträge konnten im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % auf 34.440 TEUR weiter gesteigert werden. LeistungenIm Berichtsjahr fielen Aufwendungen für Versorgungsfälle in Höhe von 21.973 (20.441) TEUR an. Hiervon entfielen 14.716 (13.043) TEUR auf den nichtversicherungsförmigen und 7.257 (7.398) TEUR auf den versicherungsförmigen Pensionsplan. Teile der angefallenen Leistungen hat die HDI Pensionsfonds AG aus den für die Versorgungszusagen abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen erhalten. Aufwendungen für den PensionsfondsbetriebDie Aufwendungen für den Pensionsfondsbetrieb betrugen 3.577 (3.245) TEUR und umfassen mittelbare Aufwendungen sowie Provisionen. Erträge und Aufwendungen aus KapitalanlagenDie laufenden Kapitalerträge für eigenes Risiko beliefen sich im Berichtsjahr auf 161 (267) TEUR. Dem standen laufende Aufwendungen in Höhe von 30 (21) TEUR gegenüber. Das laufende Ergebnis belief sich auf 131 (246) TEUR. Im Berichtsjahr wurden außerordentliche Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen in Höhe von saldiert 79 (-17) TEUR realisiert. Der Saldo aus außerordentlichen Zu- und Abschreibungen belief sich auf 3.329 (2.814) TEUR. Insgesamt war ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von 3.408 (2.797) TEUR auszuweisen. Das Kapitalanlageergebnis für eigenes Risiko belief sich insgesamt auf 3.539 (3.044) TEUR. Im Berichtsjahr wurde eine Nettoverzinsung von 4,1 (4,1) % erreicht. ErgebnisabführungDas Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 978 (1.178) TEUR ergab sich aus einem pensionsfondstechnischen Ergebnis in Höhe von -170 (75) TEUR sowie sonstigen Erträgen von 1.683 (1.582) TEUR und sonstigen Aufwendungen von 535 (479) TEUR. Unter Berücksichtigung eines Steueraufwands von 0 (-14) TEUR belief sich das Jahresergebnis auf 978 (1.164) TEUR, welches die HDI Pensionsfonds AG im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags an die HDI Deutschland Bancassurance GmbH abführt. FinanzlageEigenkapitalNach Ergebnisabführung beträgt das Eigenkapital: Eigenkapital nach Ergebnisverwendung
LiquiditätslageDie Liquidität der HDI Pensionsfonds AG war zu jeder Zeit gesichert. Zum Bilanzstichtag waren liquide Mittel in Form von Einlagen und laufenden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 4.678 (3.070) TEUR verfügbar. VermögenslageKapitalanlagenDas Volumen der Kapitalanlagen für eigenes Risiko des Pensionsfonds stieg im Berichtsjahr um 12.821 TEUR und betrug zum Jahresende 93.007 (80.186) TEUR. Hiervon entfallen 83.574 (70.851) TEUR auf Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen. Die Aktienquote blieb unverändert mit einem Anteil von 0,1 (0,1) %. Entwicklung der Kapitalanlagen 1 im Detail
1) ohne Kapitalanlagen für Rechnung und
Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern
Die Marktwerte der Kapitalanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 92.855 (79.732) TEUR. Die Bewertungsdifferenzen beliefen sich auf -152 (-454) TEUR. Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und ArbeitgebernDer entsprechende Kapitalanlagebestand belief sich zum Jahresende auf 832.744 (776.485) TEUR und verzeichnete damit einen Zuwachs von 7,2 %. Hiervon entfallen 493.592 (470.096) TEUR auf Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen. Weitere 335.813 (303.217) TEUR entfielen auf Investmentanteile. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie Unternehmensleitung der HDI Pensionsfonds AG bewertet den Geschäftsverlauf des Berichtsjahres vor dem Hintergrund des unverändert schwierigen branchenspezifischen Umfelds als herausfordernd. Das Neugeschäft blieb allerdings sowohl bei den aus dem nichtversicherungsförmigen Pensionsplan stammenden Einmalbeiträgen als auch bei den laufenden Beiträgen hinter unseren Annahmen zurück. Trotz insgesamt gestiegener laufender Beiträge gaben die Bruttobeiträge gegenüber dem Vorjahr signifikant nach. Plangemäß war bei den Aufwendungen für Versorgungsfällen sowie bei den Aufwendungen für den Pensionsfondsbetrieb ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen. Das Kapitalanlageergebnis für eigene Rechnung nahm erheblich zu. Auf Basis eines rückläufigen pensionsfondstechnischen Ergebnisses und eines leicht verbesserten sonstigen Ergebnisses konnte der hohe Vorjahreswert des an unsere Muttergesellschaft abzuführenden Ergebnisses nicht ganz erreicht werden. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als positiv zu beurteilen. RisikoberichtZusammenfassende Darstellung der RisikolageIm Risikomanagement der Gesellschaft werden die Risiken für die Gesellschaft regelmäßig untersucht. Die etablierten Risikomanagementsysteme und Kontrollinstanzen unterstützen eine frühzeitige Identifikation, Bewertung und Steuerung der Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben können. Insgesamt sieht sich die Gesellschaft derzeit in der Lage, alle Verpflichtungen aus den bestehenden Versicherungsverträgen dauerhaft zu erfüllen. Bestandsgefährdende Risiken, d. h. wesentliche Risiken mit existenziellem Verlustpotenzial für die Gesellschaft, zeichnen sich derzeit nicht ab. Das Risikoprofil der Gesellschaft ist geprägt von operationellen Risiken. Gegenüber dem Vorjahr bestehen unverändert wesentliche geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten, unter anderem aufgrund des Nahostkonflikts und des Krieges in der Ukraine, möglicher Engpässe z. B. in der Energieversorgung oder bei Lieferketten, weiterhin hoher Inflationsraten und von Rezessionsrisiken. Auch wenn im Laufe des Berichtsjahres ein Zinsrückgang festzustellen war, liegt das Zinsniveau zum Bilanzstichtag weiterhin deutlich oberhalb der langjährigen Niedrigzinsphase. Die aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen werden von der Gesellschaft erfüllt. Einer Solvenzanforderung von 8.872 TEUR stehen anrechenbare Eigenmittel in Höhe von 13.099 TEUR gegenüber; mithin beträgt die Solvenzquote 147,6 %. Grundlagen des RisikomanagementsDas Risikomanagement der Gesellschaft erfüllt die Anforderungen des deutschen Aktiengesetzes (§ 91 Abs. 2 AktG). Mit dem vorliegenden Bericht kommt die Gesellschaft ihrer Verpflichtung zu einer Berichterstattung über die wesentlichen Risiken der voraussichtlichen Entwicklung nach (§ 289 Abs. 1 HGB). RisikomanagementsystemBasis des Risikomanagements ist die jährlich durch den Vorstand verabschiedete Risikostrategie, die sich aus der Geschäftsstrategie ableitet. Sie ist verbindlicher, integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns. Zur Umsetzung und Überwachung der Risikostrategie bedient sich die Gesellschaft eines Internen Steuerungs- und Kontrollsystems. Das Risikoverständnis ist ganzheitlich, d. h. es umfasst Chancen und Risiken, wobei der Fokus der Betrachtungen auf negativen Zielabweichungen und somit Risiken im engeren Sinn liegt. Risikostrategische Ziele sind dabei insbesondere die Einhaltung der festgelegten Risikotoleranz und des Risikobudgets. Das Risikomanagement der Gesellschaft ist in das Risikomanagement des Geschäftsbereichs HDI Deutschland sowie des Talanx Konzerns eingegliedert und berücksichtigt die Konzernrichtlinien. Zur Quantifizierung von Risiken wird ein Risikomodell eingesetzt. Der betrachtete Zeithorizont des Modells beträgt ein Kalenderjahr. Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft wird laufend weiterentwickelt und damit den jeweiligen sachlichen und gesetzlichen Erfordernissen sowie den Konzernvorgaben angepasst. Das Risikomanagementsystem ist mit dem zentralen Steuerungssystem der Gesellschaft eng verzahnt. Die Bewertung der wesentlichen quantifizierbaren Risiken der Gesellschaft erfolgt regelmäßig mit Hilfe des Risikomodells. Dabei werden diese Risiken systematisch analysiert und mit Risikokapital hinterlegt. Zusätzlich werden wesentliche, sich aus Zielabweichungen ergebende strategische Risiken, Projektrisiken, Reputationsrisiken und Emerging Risks betrachtet. Die erfassten Risiken werden durch abgestimmte Maßnahmen gesteuert sowie die quantifizierbaren Risiken durch ein Limit- und Schwellenwertsystem überwacht. Der Vorstand der Gesellschaft wird im Rahmen der Risikoberichterstattung vom Risikomanagement regelmäßig über die aktuelle Risikosituation informiert. Bei akuten Risiken ist eine Sofortberichterstattung an den Vorstand gewährleistet. Als einen wesentlichen Teil des Risikomanagementsystems führt das Unternehmen entsprechend den aufsichtsrechtlichen Anforderungen mindestens alle drei Jahre eine eigene Risikobeurteilung (ERB) durch, in der unter anderem der gesamte Finanzierungsbedarf analysiert wird. Im Kapitalanlagebereich umfasst das Risikomanagementsystem spezifische Instrumentarien zur laufenden Überwachung aktueller Risikopositionen und der Risikotragfähigkeit. Sämtliche Kapitalanlagen stehen unter ständiger Beobachtung und Analyse durch den Geschäftsbereich Kapitalanlagen und das operative Kapitalanlagecontrolling. Mit Hilfe von Szenarioanalysen und Stresstests werden die Auswirkungen von Kapitalmarktschwankungen simuliert, um bei Bedarf frühzeitig auf diese reagieren zu können. Darüber hinaus stellt eine umfangreiche Berichterstattung die erforderliche Transparenz aller die Kapitalanlagen betreffenden Entwicklungen sicher. Für Handels- und Abwicklungstätigkeiten im Kapitalanlagebereich bedient sich die Gesellschaft der Dienstleistung der Ampega Asset Management GmbH. RisikoorganisationDie Aufbauorganisation im Risikomanagement der Gesellschaft gewährleistet eine Funktionstrennung zwischen aktiver Risikoübernahme und unabhängiger Risikoüberwachung. Zentrale Organe sind neben dem Gesamtvorstand der Gesellschaft die Schlüsselfunktionen gemäß § 7 Nr. 9 VAG - nämlich Unabhängige Risikocontrollingfunktion, Compliance-Funktion, Interne Revision, Versicherungsmathematische Funktion - sowie die Risikoverantwortlichen. Der Gesamtvorstand trägt die nicht delegierbare Verantwortung für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Risikomanagements in der Gesellschaft. Er legt die Risikostrategie fest und trifft hieraus abgeleitete wesentliche Risikomanagemententscheidungen. Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion ist auf Basis der geltenden Ausgliederungsvereinbarungen auf die HDI AG ausgegliedert und wird von einer organisatorischen Einheit unter Leitung des Chief Risk Officer wahrgenommen. Dadurch wird Know-how gebündelt und eine effiziente Nutzung der Ressourcen sichergestellt. Innerhalb der Gesellschaft ist ein Ausgliederungsbeauftragter benannt, der die Ausgliederung überwacht. Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion ist primär für die Identifikation, Bewertung und Analyse des Risikoprofils sowie für die Überwachung von Limiten und Maßnahmen zur Risikobegrenzung auf aggregierter Ebene zuständig. Diese Aufgabe wird durch den Chief Risk Officer mit Unterstützung des Risikomanagements und des Risikokomitees des Geschäftsbereichs HDI Deutschland wahrgenommen. Das Risikokomitee spricht dabei Empfehlungen an den Gesamtvorstand aus. Risikoverantwortliche sind für die Identifikation und Bewertung der wesentlichen Risiken ihres Verantwortungsbereiches zuständig. Zudem sind sie verantwortlich für Vorschläge zur Risikominderung und für die Umsetzung geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Der Austausch von Erkenntnissen zwischen Risikoverantwortlichen und Unabhängiger Risikocontrollingfunktion findet im Rahmen von regelmäßigen Risikosteuerungskreis-Sitzungen statt. Die Interne Revision ist für die prozessunabhängige Prüfung der Geschäftsbereiche, insbesondere auch des Risikomanagements, verantwortlich. Die Leitung der Internen Revision ist zum Zwecke der Diskussion risikorelevanter Themen als Gast im Risikokomitee vertreten. Die Gesellschaft ist in die Compliance-Organisation des Geschäftsbereichs HDI Deutschland eingebunden, um eine ordnungsmäßige Geschäftsorganisation zu unterstützen, welche die Einhaltung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gewährleistet. Compliance entsendet einen Vertreter in das Risikokomitee. Die Versicherungsmathematische Funktion trägt im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben zur wirksamen Umsetzung des Risikomanagementsystems bei, insbesondere hinsichtlich der Koordinierung der Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen sowie der Angemessenheit der Zeichnungs- und Annahmepolitik und der Rückversicherungsvereinbarungen. Auch die Versicherungsmathematische Funktion ist im Risikokomitee vertreten. Auch die Funktionen der Internen Revision, Compliance und Versicherungsmathematischen Funktion sind an die HDI AG ausgegliedert. Risiken der künftigen EntwicklungDie Risikolage der Gesellschaft wird anhand der nachfolgend beschriebenen Risikokategorien erörtert. Versicherungstechnische RisikenDas versicherungstechnische Risiko bezeichnet die Gefahr, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht. Biometrische RisikenBiometrische Risiken beschreiben die Gefahr eines Verlusts oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten aufgrund von Änderungen in den biometrischen Rechnungsgrundlagen. Die Gesellschaft trägt zurzeit nahezu keine biometrischen Risiken selbst. Im Bereich der Entgeltumwandlung werden für alle biometrischen Risiken - wie Eintritt der Erwerbsminderung, Tod oder Langlebigkeit - spezielle Rückdeckungsversicherungen bei Lebensversicherungsunternehmen abgeschlossen. Die Gesellschaft tritt bei diesen Rückdeckungsversicherungen als Versicherungsnehmer auf und erhält alle für die Leistungserbringung benötigten Zahlungen vom Rückdeckungsversicherer. Beim nichtversicherungsförmigen Pensionsplan PF112 trägt der Arbeitgeber die biometrischen Risiken. KostenrisikenDas Kostenrisiko beschreibt die Gefahr eines Verlusts oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, die sich aus Veränderungen in der Höhe, im Trend oder bei der Volatilität der bei der Verwaltung von Versicherungsverträgen angefallenen Kosten ergibt. Der Kostenverlauf wird durch Betriebskosten und Provisionen bestimmt, denen angemessen vorsichtige Kostenzuschläge in den Beiträgen gegenüberstehen. Die Betriebskosten sind zu einem großen Teil von Personalkosten bestimmt. Bisher ist die Versicherungsbranche von erhöhten Tarifabschlüssen nicht berührt. Die Auswirkungen der in den vergangenen Jahren hohen Inflationstraten sind somit noch nicht wesentlich. Die Produktkalkulation stützt sich auf eine adäquate Kostenrechnung. MarktrisikenDas Marktrisiko bezeichnet die Gefahr, die sich aus Schwankungen in der Höhe oder in der Volatilität von Finanzmarktdaten ergibt, die den Wert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beeinflussen. Die Gesellschaft verfügt über detaillierte Kapitalanlagerichtlinien, die das Anlageuniversum, besondere Qualitätsmerkmale, Emittentenlimite und Anlagegrenzen festlegen. Diese orientieren sich an den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie den internen Richtlinien der Gesellschaft, sodass eine möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung erreicht werden. Zudem wird eine klare Funktionstrennung zwischen operativer Steuerung des Kapitalanlagerisikos und Risikocontrolling sichergestellt. Aktien- und BeteiligungsrisikenDas Aktienrisiko bezeichnet das Risiko aus Änderungen des Aktienkursniveaus. Eine mögliche Änderung wirkt auf die Bewertung von Aktien sowie auf Vermögenspositionen, die im Risikomodell wie Aktien modelliert werden, insbesondere auf etwaige Beteiligungen der Gesellschaft. Das Aktienrisiko besitzt aufgrund der niedrigen Aktienquote der Gesellschaft nur ein begrenztes Gefahrenpotenzial. ZinsrisikenDas Zinsrisiko beschreibt die Sensitivität von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Zinskurve oder auf die Volatilität der Zinssätze. Das Zinsrisiko wird vor allem durch regelmäßige Asset-Liability-Analysen, kontinuierliche Beobachtung der Kapitalanlagen und -märkte sowie Ergreifen entsprechender Maßnahmen gesteuert. Bei Bedarf kommen auch geeignete Kapitalmarktinstrumente zum Einsatz. Sofern die Gesellschaft Zinsverpflichtungen eingegangen ist, hat sie diese über Rückdeckungsversicherungen an Lebensversicherer innerhalb des Konzerns weitergegeben. WährungsrisikenDas Währungsrisiko beschreibt die Sensitivität von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Wechselkurse. Das Währungsrisiko spielt bei der Gesellschaft nur eine untergeordnete Rolle, da die Kapitalanlage nur in Euro erfolgt. ImmobilienrisikenDas Immobilienrisiko steht für das Risiko aus Schwankungen des Werts der in der Kapitalanlage gehaltenen Immobilien. Hierbei werden sowohl Immobilien im engeren Sinne (z. B. Grundstücke und Gebäude) als auch Immobilienfonds berücksichtigt. Die Gesellschaft hat keine Immobilieninvestitionen. Kreditrisiken aus der KapitalanlageKreditrisiken beschreiben allgemein die Risiken eines Verlustes oder nachteiliger Veränderungen der Finanzlage, die sich aus Fluktuationen bei der Bonität von Wertpapieremittenten, Gegenparteien und anderen Schuldnern ergeben, gegen welche die Gesellschaft Forderungen hat. Sie treten in Form von Gegenparteiausfallrisiken, Spread-Risiken oder Marktrisikokonzentrationen auf. Die Gesellschaft führt regelmäßig Bonitätsprüfungen der vorhandenen Schuldner durch. Bonitätsrisiken unter Investmentgrade und ohne Rating werden in allenfalls begrenztem Umfang eingegangen. Zur Steuerung des Ausfall- bzw. Bonitätsrisikos werden Ratingkategorien und Sicherungsinstrumente berücksichtigt. Die Bonität der Schuldner wird laufend überwacht. Wesentlicher Anhaltspunkt für die Investitionsentscheidung durch das Portfolio-Management sind die durch externe Agenturen wie Standard & Poor's, Moody's, Fitch oder Scope Analysis vergebenen Ratingklassen. Bonitätsstruktur der festverzinslichen Kapitalanlagen 1
Zur Minderung des Konzentrationsrisikos wird eine breite Mischung und Streuung der Anlagen beachtet. Abhängigkeiten von einzelnen Schuldnern werden möglichst vermieden. Gliederung der festverzinslichen Kapitalanlagen nach Art der Emittenten1)
Derivate und strukturierte ProdukteSofern Derivatgeschäfte zur Ertragsvermehrung, Erwerbsvorbereitung und Absicherung von Beständen sowie Geschäfte mit strukturierten Produkten getätigt werden, werden sie im Rahmen der internen Richtlinien der Gesellschaft abgeschlossen. Derivatpositionen und -transaktionen werden im Reporting detailliert aufgeführt. Auf der einen Seite sind Derivate wegen ihrer sehr niedrigen Transaktionskosten und ihrer sehr hohen Marktliquidität und -transparenz effiziente und flexible Instrumente zur Portfoliosteuerung. Auf der anderen Seite gehen mit dem Einsatz von Derivaten auch zusätzliche Risiken einher, die detailliert überwacht und zielgerecht gesteuert werden. Im Berichtsjahr wurden im Portfolio der Gesellschaft keine Derivate eingesetzt. Strukturierte Produkte waren zum 31.12.2023 mit einem Gesamtbuchwert von 698 (705) TEUR im Direktbestand. Value at RiskEin wichtiges Element der Steuerung von Marktrisiken ist die regelmäßige Überwachung geeigneter Kennziffern, so z. B. des Value at Risk (VaR), der einen mit vorgegebener Wahrscheinlichkeit innerhalb eines definierten Zeitraums maximal zu erwartenden Verlust abbildet. Der VaR wird in Prozent der Marktwerte der betrachteten Kapitalanlagen gemessen. Zur Messung der Kreditrisiken in der Kapitalanlage wird unter Berücksichtigung von emittentenspezifischen Merkmalen, Portfoliokonzentrationen und Korrelationen ein Credit-VaR ermittelt, der sich auf einen Zeitraum von einem Jahr bezieht. Der Credit-VaR zum 31.12.2023 betrug 1,08 %. GegenparteiausfallrisikenDas Gegenparteiausfallrisiko deckt risikomindernde Verträge wie z. B. Rückversicherungsvereinbarungen oder Verbriefungen sowie Forderungen gegen Vermittler und alle sonstigen Kreditrisiken ab, soweit sie nicht anderweitig in der Risikomessung berücksichtigt werden. Informationen zu Ausfallrisiken in der Kapitalanlage finden sich oben unter dem Stichwort der Kreditrisiken. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegen Rückversicherer Beim Risiko des Ausfalls von Forderungen gegen Rückversicherer handelt es sich um die Möglichkeit des Ausfalls von Anteilen der Rückversicherer an Versicherungsverbindlichkeiten abzüglich Rückversicherungsdepots oder anderer Sicherheiten. Da die Gesellschaft keine Rückversicherungsverträge abgeschlossen hat, besteht kein Risiko aus dem Ausfall von Forderungen gegen Rückversicherer. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegen VersicherungsvermittlerDas Risiko des Ausfalls von Forderungen gegen Versicherungsvermittler besteht grundsätzlich in der Möglichkeit, dass im Falle von (vermehrten) Kündigungen durch Versicherungsnehmer Provisionsrückforderungen nicht hinreichend werthaltig sind. Die Forderungen gegen Versicherungsvermittler betreffen überwiegend die Postbank, eine Niederlassung und Marke der Deutsche Bank AG, und die LPV Lebensversicherung AG. In geringem Maße kommen auch Forderungen gegen Vermittler gemäß § 84 HGB vor. Aufgrund der Rückprovisionsregelungen wurde von einer Pauschalwertberichtigung abgesehen. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegen sonstige Parteien Das Risiko eines Ausfalls der vom Pensionsfonds abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen wird laufend beobachtet und wird als unwesentlich beurteilt, da diese Rückdeckungsversicherungen mit Lebensversicherern abgeschlossen wurden, die sowohl der deutschen Versicherungsaufsicht unterliegen als auch dem aufsichtsrechtlich geforderten Sicherungsfonds gemäß § 221 ff. VAG angehören. Mit der Einführung des neuen Risikomodells PERM sind mit den Rückdeckungsversicherern formale Meldeprozesse bei negativen Veränderungen vereinbart. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, Anlagen und andere Vermögenswerte zu realisieren, um ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. So können z. B. wegen der Illiquidität von Märkten Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert werden oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden. Zur Überwachung der Liquiditätsrisiken ist jede Wertpapiergattung mit einem Liquiditätskennzeichen versehen, das den Grad der Liquidierbarkeit des Titels zu marktgerechten Preisen angibt. Diese Kennzeichen werden vom Risikocontrolling der Ampega Asset Management GmbH regelmäßig überprüft, unter Berücksichtigung von Marktdaten und einer Einschätzung des Portfolio-Managements plausibilisiert und, falls angezeigt, modifiziert. Die Daten fließen anschließend in das standardisierte Berichtswesen an den Finanzvorstand der Gesellschaft ein. Die Liquiditätsstruktur zum Bilanzstichtag stellt sich folgendermaßen dar: Liquiditätsstruktur der Kapitalanlagen zum 31.12.2023 in %
Den Liquiditätsrisiken wird durch eine kontinuierliche Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der finanziellen Verpflichtungen begegnet. Es existieren individuelle Mindestlimite für den Bestand an Papieren mit hoher Liquidität sowie Höchstlimite für den Bestand an Papieren mit geringer Liquidität. Insbesondere die Mindestlimite leiten sich aus dem zeitlichen Charakter der versicherungstechnischen Zahlungsverpflichtungen ab. Durch eine hinreichend liquide Anlagestruktur wird sichergestellt, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten. Durch die gestiegenen Zinsen und die damit verbundene Marktwertreduktion der Kapitalanlagen ist das Liquiditätsmanagement nochmals in einen stärkeren Fokus gerückt. Auf Basis der Liquiditätsplanung war zum Bilanzstichtag kein erhöhtes Risiko absehbar, dass zur Sicherstellung der Liquidität Anlagen aus dem Anlagevermögen heraus oder mit Verlusten verkauft werden müssten. Operationelle RisikenDas operationelle Risiko bezeichnet das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit bzw. dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern oder Systemen wie auch durch externe Ereignisse ergibt. Risiken aus Business Continuity und IT Service ContinuityRisiken aus Business Continuity und IT Service Continuity bezeichnen das Risiko, dass der Geschäftsbetrieb aufgrund von natürlichen oder von Menschen verursachten Gefahren bedroht, geschädigt oder gestört wird. Hierzu zählen sowohl Verluste als auch Mehrkosten durch den Ausfall von bzw. aufgrund technischer Probleme in den IT-Systemen wie auch durch Zerstörung oder Beschädigung der Gebäude bzw. gebäudeweiten Versorgungseinrichtungen oder durch weitere Beeinträchtigungen der Arbeitsumgebung. Risiken aus Störungen der Gebäudeinfrastruktur reduziert die Gesellschaft mit wirksamen Risikosteuerungsmaßnahmen u. a. durch die Einhaltung von Sicherheits- und Wartungsvorschriften sowie Brandschutzmaßnahmen sowie auch durch die flächendeckende Möglichkeit des mobilen Arbeitens. Um Risiken aus einer Unterbrechung des Geschäftsbetriebs aufgrund von Krisen oder Notfällen zu begegnen, ist in der Gesellschaft ein Krisenmanagement etabliert, das im Falle einer Störung eine schnellstmögliche Rückkehr in den Normalbetrieb sicherstellt. Der Notfallvorsorge wird mittels eines Notfallhandbuchs, der Durchführung von Business-Impact-Analysen zur Ermittlung der Kritikalität von Geschäftsprozessen, der Einrichtung eines Krisenstabs und Notfallteams Rechnung getragen. Das Risiko des Ausfalls der IT-Infrastruktur wird durch regelmäßige Kontrollen, redundante Systeme, Backup- und Recovery-Verfahren sowie Rufbereitschaft verringert. Gezielte Investitionen in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Informationstechnologie erhalten und steigern das bestehende hohe Sicherheitsniveau. Risiken aus ProzessenProzessrisiken beschreiben das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen ergibt, einschließlich der Schwächen in der Datenqualität. Die Gesellschaft hat ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, durch das insbesondere Prozessrisiken systematisch identifiziert und mit Kontrollmaßnahmen versehen werden. Die Notwendigkeit, Vollständigkeit und Wirksamkeit der Kontrollmaßnahmen wird im Rahmen von regelmäßigen Prozessreviews durch den jeweiligen Prozessverantwortlichen bewertet. Die Interne Revision beurteilt in regelmäßigen Abständen von ihrem objektiven Standpunkt aus, inwiefern die Kontrollen angemessen und wirksam sind. Compliance-, Rechts- und Steuer-RisikenCompliance-, Rechts- und Steuer-Risiken beschreiben das Risiko der Nichteinhaltung der gesetzlichen oder aufsichtsrechtlichen Vorschriften und unternehmensinternen Richtlinien, welches zu Klagen oder behördlichen Verfahren führen könnte. Compliance-Risiken beinhalten rechtliche Risiken, Risiken aus Änderungen der Gesetzgebung einschließlich der Änderungen der Steuergesetzgebung und der gesetzlichen Meldepflichten. Rechtliche Risiken liegen in Verträgen und allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen wie z. B. geschäftsspezifischen Unwägbarkeiten des Wirtschafts- und Steuerrechts. Compliance-Risiken im Vertrieb werden auch im Hinblick auf den GDV-Verhaltenskodex für den Vertrieb regelmäßig überwacht. Die Entwicklung der rechtlichen Anforderungen zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung in der Geschäftstätigkeit, zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken und zur Offenlegung relevanter Nachhaltigkeitsinformationen wird intensiv verfolgt. Mögliche Entwicklungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung oder gesetzliche Änderungen, insbesondere gesellschaftsrechtlicher, produktrechtlicher oder steuerlicher Natur, werden frühzeitig identifiziert und eng überwacht. Fraud-RisikenFraud-Risiken beinhalten das Risiko aus der vorsätzlichen Verletzung der Gesetze oder Regeln durch eigene Mitarbeiter (interne Fraud-Risiken) und/oder durch Dritte (externe Fraud-Risiken), um einen persönlichen Vorteil zu erlangen. Gemeint sind Fraud-Risiken im weiteren Sinne, sodass nicht nur Betrug, sondern auch weitere Vermögensdelikte mit eingeschlossen sind. Dem Risiko von dolosen Handlungen begegnet die Gesellschaft durch Regelungen und interne Kontrollen in den Fachbereichen. So unterliegen Zahlungsströme und Verpflichtungserklärungen strengen Vollmachts- und Berechtigungsregelungen. Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen, das Vier-Augen-Prinzip bei wichtigen Entscheidungen und Stichproben bei serienhaften Geschäftsvorfällen erschweren dolose Handlungen. Darüber hinaus prüft die Interne Revision unternehmensweit Systeme, Prozesse und Einzelfälle. Personelle RisikenPersonelle Risiken bezeichnen das Risiko, welches sich aus unzureichender Ausstattung oder durch unzulängliches Verhalten der Mitarbeiter ergibt. Entsprechend qualifizierte Mitarbeiter sind für das Geschäft mit starker Kundenorientierung sowie die Umsetzung wichtiger Projekte notwendig. Zur Minderung von personellen Risiken legt die Gesellschaft großen Wert auf Aus- und Fortbildung. So können sich die Mitarbeiter durch individuelle Entwicklungspläne und angemessene Qualifizierungsangebote auf die aktuellen Marktanforderungen einstellen. Moderne Führungsinstrumente und adäquate monetäre ebenso wie nicht monetäre Anreizsysteme fördern einen hohen Einsatz der Mitarbeiter. Auch Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter sowie Prozessdokumentationen und Vertretungsregelungen tragen dazu bei, Personalrisiken zu reduzieren. Informations- und IT-SicherheitsrisikenDie Informations- und IT-Sicherheitsrisiken beschreiben die Risiken, die die Vollständigkeit, Vertraulichkeit oder Verfügbarkeit der Informationen oder IT-Systeme potenziell gefährden können. Die Verfügbarkeit der Anwendungen, die Sicherheit und Vertraulichkeit und die Integrität der verwendeten Daten sind von entscheidender Bedeutung für die Gesellschaft. Sicherheit im IT-Bereich wird bei der Gesellschaft durch Zugangskontrollen, Zugriffsberechtigungssysteme und Sicherungssysteme für Programme und Datenhaltung gewährleistet. Bei der Verbindung interner und externer Netzwerke ist eine schützende Firewall-Technik installiert, die regelmäßig überprüft und ständig weiterentwickelt wird. Um bei allen Mitarbeitern ein gutes Grundverständnis dafür zu erreichen, Bedrohungen abzuwenden und Sicherheit von Informationen zu gewährleisten, werden zielgruppenorientierte Awareness- und Trainingsmaßnahmen zur Informationssicherheit durchgeführt. Das vorhandene Information Security Management System ist nach ISO 27001 zertifiziert. Outsourcing-RisikenOutsourcing-Risiken bezeichnen das Risiko, das sich aus dem Outsourcing der Funktionen oder Versicherungstätigkeiten ergibt - entweder direkt oder durch weiteres Outsourcing -, die sonst vom Unternehmen selbst ausgeübt werden könnten. Es wird unterschieden nach Fremdvergabe von Aufgaben bis zum Vertrieb und der Fremdvergabe von Vertriebsleistungen. Risiken aus ausgegliederten Funktionen oder Dienstleistungen sind grundsätzlich in den Risikomanagement-Prozess eingebunden und werden identifiziert, bewertet, gesteuert und überwacht, auch wenn die Dienstleistung konzernintern erfolgt. Zudem werden vor Ausgliederung von Tätigkeiten/Bereichen initiale Risikoanalysen durchgeführt. Die Gesellschaft lässt sich erforderliche Auskunfts- und Weisungsbefugnisse von dem Dienstleister vertraglich zusichern. Hierdurch wird der Vorstand berechtigt, jederzeit Einzelweisungen zu erteilen. Damit ist der Vorstand in der Lage, Einfluss auf die ausgegliederten Bereiche zu nehmen. Zudem wird eine angemessene und fortlaufende Kontrolle und Beurteilung der Dienstleister durch diverse Beurteilungsmaßnahmen gewährleistet (u. a. Definition von Produktkatalogen einschließlich Service-Level-Agreements und Durchführung von Kundenzufriedenheitsbefragungen zur Überprüfung der Einhaltung der vereinbarten Leistungs- und Qualitätskriterien). Andere wesentliche RisikenStrategische RisikenStrategische Risiken beschreiben Risiken aus strategischen Geschäftsentscheidungen. Zum strategischen Risiko zählt auch das Risiko, das sich daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden. Die Gesellschaft überprüft ihre Geschäfts- und Risikostrategie mindestens jährlich u. a. auf Konsistenz und passt Prozesse und Strukturen im Bedarfsfall an. Strategischen Risiken wird im Rahmen der Planungs- und Steuerungsprozesse begegnet. Ein Schwerpunkt der HDI Pensionsfonds AG ist die Versorgung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Konzerns DHL Group. Durch die tarifvertragliche Unterlegung und da die Beratung durch konzerninterne Mitarbeiter durchgeführt wird, wird das Risiko des Wegfalls sämtlicher Vertriebszugänge als gering eingeschätzt. Darüber hinaus wird ein nichtversicherungsförmiger Pensionsplan über alle Vertriebswege des Geschäftsbereichs HDI Deutschland angeboten, was die Abhängigkeit von einem einzelnen Vertriebsweg weiter reduziert. Da die Vertriebsleistung grundsätzlich ein zentraler Erfolgsfaktor ist, wird den Vertriebsrisiken bei der Gesellschaft eine angemessene Bedeutung beigemessen. ProjektrisikenProjektrisiken beschreiben Risiken einer Gefährdung des vorgesehenen Ablaufs oder einer Nichterreichung der Ziele von Projekten (inklusive strategischer sowie IT-bezogener Projekte). Projektrisiken und ihre Auswirkungen werden im Rahmen des Projektmanagements systematisch erhoben. Der Fortschritt der Projekte wird regelmäßig überprüft und bewertet. Es kommen im Unternehmen verbindlich eingerichtete Prozesse und Maßnahmen zur Kontrolle und Steuerung des Projektportfolios wie auch von Einzelprojekten zum Einsatz. Dadurch wird sichergestellt, dass rechtzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen getroffen werden können, wenn sich bezüglich der Erreichung der Zeit- und Qualitätsziele Schwierigkeiten abzeichnen sollten. ReputationsrisikenReputationsrisiken beschreiben Risiken aus einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Reputationsrisiken werden intensiv beobachtet. Zur Verringerung von Reputationsrisiken ist ein professionelles Beschwerdemanagement installiert. Darüber hinaus wird die Gefahr von Reputationsrisiken durch die Qualitätsanforderungen an die Produkte, ein ständiges Qualitätsmanagement der wesentlichen Geschäftsprozesse sowie durch strenge Datenschutz- und Compliance-Richtlinien begrenzt. Das Kommunikationsmanagement im Krisenfall ist geregelt. Emerging RisksEmerging Risks sind neue oder sich entwickelnde zukünftige Risiken, deren Risikogehalt noch nicht zuverlässig bekannt ist und deren potenzielle Auswirkungen nur schwer beurteilt werden können. Häufig liegen diesen Risiken Trends bzw. strukturelle, langfristige Entwicklungen zugrunde, die mittelbare Auswirkungen auf das gesellschaftliche, technologische, ökologische, politische oder ökonomische Umfeld haben. Die Emerging Risks werden im Rahmen eines konzernweit abgestimmten Verfahrens im Risikomanagement der Gesellschaft jährlich identifiziert und gesteuert. Die Ergebnisse und Erkenntnisse des Emerging-Risk-Prozesses gehen in die Risikoberichterstattung und den Risikomanagementprozess ein, sodass mögliche Vulnerabilitäten frühzeitig erkannt und ggf. durch Risikominderungsmaßnahmen begrenzt werden können. NachhaltigkeitsrisikenNachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung (kurz: ESG für Environment, Social, Governance), deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie auf die Reputation der Gesellschaft haben kann. Dies schließt klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken sowie Transitionsrisiken im Zusammenhang mit Umstellungsprozessen ein. Nachhaltigkeitsrisiken können sich als Meta-Risiko in allen Risikokategorien materialisieren, die Gesellschaft überwacht diese Risiken daher im Rahmen ihres Risikomanagementsystems. Darüber hinaus berücksichtigt die Gesellschaft Nachhaltigkeitsaspekte in ihrer Geschäftstätigkeit, z. B. im Rahmen der Kapitalanlage. Prognose- und ChancenberichtUnsere nachstehenden Ausführungen stützen sich auf fundierte Experteneinschätzungen Dritter sowie auf die von uns als schlüssig erachteten Planungen und Prognosen; dennoch handelt es sich um unsere subjektive Einschätzung. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die tatsächlichen Entwicklungen von der hier wiedergegebenen erwarteten Entwicklung abweichen werden. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft hat sich 2023 in einem Umfeld immer noch erhöhter Inflationsraten, einer deutlich restriktiveren Geldpolitik rund um den Globus sowie bestehender (Ukraine) und neuer (Israel) geopolitischer Konflikte weiter abgekühlt. Obwohl die meisten Notenbanken angesichts zuletzt rückläufiger Inflationsraten ihren Zinsgipfel voraussichtlich bereits erreicht haben, dürften die Nachwehen der immensen geldpolitischen Straffung die Konjunktur noch weit bis ins Jahr 2024 belasten. Die Industrieländer sollten dabei die Talsohle im ersten Halbjahr 2024 durchschreiten, während die Schwellen- und Entwicklungsländer bereits ab dem Frühjahr wieder kräftiger wachsen könnten. In Deutschland und der Eurozone dürfte sich die weitgehende Stagnation des Vorjahres bis in den Sommer hinein fortsetzen. Die sinkende Inflation sollte dann in Verbindung mit einem kräftigen Lohnwachstum angesichts enger Arbeitsmärkte zu realen Einkommenssteigerungen führen und dem privaten Konsum Auftrieb geben. Auch sollten es diese Entwicklungen der EZB erlauben, ab dem zweiten Quartal einen behutsamen Zinssenkungszyklus zu beginnen. Im zweiten Halbjahr dürfte darüber hinaus eine Belebung der Weltwirtschaft Exporten und Investitionen Auftrieb geben. Waren wir schon zuvor davon ausgegangen, dass die Energiekosten in Europa nicht mehr auf ihr Niveau vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs zurückfallen und damit eine dauerhafte Belastung für Unternehmen und private Haushalte darstellen werden, ist mit dem Konflikt zwischen der Hamas und Israel und der einhergehenden Störung der Lieferwege durch das Rote Meer ein weiterer Risikofaktor hinzugekommen. Anders als in Europa ist die US-Wirtschaft bis ins vierte Quartal 2023 hinein kräftig gewachsen. Hier dürfte nun der Hochpunkt erreicht sein: Wir rechnen im ersten Halbjahr 2024 mit einer Schrumpfung der Wirtschaftsleistung. Das erhöhte Zinsniveau bremst nicht nur Kreditvergabe und Investitionen, sondern belastet zunehmend auch den Arbeitsmarkt, sodass die kräftigen Lohnsteigerungen des Vorjahres keine Fortsetzung finden dürften. Gegenwind für den privaten Konsum gibt es auch durch die Wiederaufnahme der zeitweise ausgesetzten Rückzahlungen für Studiendarlehen. Jedoch dürften die Unternehmen nach ihren Covid-Erfahrungen eine breit angelegte Freisetzung von Arbeitskräften scheuen, wodurch ein kräftiger Nachfrageeinbruch vermieden werden sollte. Erste Zinssenkungen der Fed ab dem Frühjahr sowie eine Belebung der Weltwirtschaft versprechen zudem Rückenwind für das zweite Halbjahr. Ein wesentliches Abwärtsrisiko für unseren Ausblick sehen wir insbesondere darin, dass die Notenbanken in Sorge vor einer Rückkehr der Inflation die geldpolitische Straffung zu weit treiben könnten und damit für eine schwerere Rezession sorgen. In einem Jahr, in dem nicht nur in den USA, sondern für gut die Hälfte der Weltbevölkerung Wahlen anstehen, sehen wir eine erhöhte Gefahr des Aufflammens (geo-)politischer Konflikte (insbesondere China/Taiwan/ USA). Hinzu kommen strukturelle Risiken wie der Klimawandel, die Stabilität der chinesischen Wirtschaft angesichts der andauernden Krise im Immobiliensektor oder die hohe öffentliche und private Verschuldung vieler Volkswirtschaften nach dem Ende des Niedrigzinsumfelds. KapitalmärkteDer Rückgang der Inflationsraten in den USA und der Eurozone in Richtung der Notenbankziele sollte es Fed und EZB erlauben, ihren Fokus von der Inflationsbekämpfung auf die Konjunkturunterstützung zu richten und ab dem Frühjahr mit Zinssenkungen zu beginnen. Der US-Leitzins sollte bis zum Jahresende von 5,50 % auf 4,00 % sinken, der EZB-Einlagensatz von 4,00 % auf 3,25 %, wobei beide Notenbanken den Abbau ihrer Anleihebestände fortsetzen sollten. Die parallele Rallye an den Renten- und Aktienmärkten zum Jahresende 2023 dürfte die bevorstehenden Zinssenkungen von EZB und Fed bereits zu einem guten Teil vorweggenommen haben, sodass sich die Renditen von Bundesanleihen und US-Treasuries Ende 2024 im Bereich ihrer aktuellen Niveaus bewegen sollten. Risiken sehen wir insbesondere in einer erhöhten Emissionstätigkeit bei zugleich sinkender Aufnahme von Staatspapieren durch die Notenbanken. Für Aktien sehen wir 2024 allenfalls begrenztes Kurspotenzial, da angesichts der konjunkturellen Schwäche nicht mit größeren Gewinnsteigerungen zu rechnen ist. Da wir keine schwerere Rezession erwarten, sollten Aktien- und Unternehmensanleihekurse jedoch von größeren Rückschlägen verschont bleiben. Künftige BranchensituationDas makroökonomische Umfeld ist weiterhin durch erhebliche Risikofaktoren geprägt. Sowohl für den nationalen als auch den internationalen Versicherungsmarkt wird insbesondere die weitere Inflationsentwicklung maßgebend sein. Unsere Prognosen sind daher mit mehr als der üblichen Unsicherheit behaftet. Deutsche VersicherungswirtschaftFür 2024 erwarten wir eine deutliche Verbesserung der Gesamtlage. Für den deutschen Versicherungsmarkt rechnen wir mit einer deutlichen Steigerung des Beitragswachstums im Vergleich zum Jahr 2023. LebensversicherungFür die deutsche Lebensversicherung erwarten wir auch für 2024 aus dem makroökonomischen Umfeld keine bedeutenden positiven Impulse für die Entwicklung und gehen daher nur von einer im Vorjahresvergleich geringfügigen Steigerung der Beitragseinnahmen aus. Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen Demografischer Wandel in DeutschlandAusgelöst durch den demografischen Wandel ist gegenwärtig die Entstehung von zwei Märkten mit hohem Entwicklungspotenzial zu beobachten: zum einen der Markt für Produkte für Senioren und zum anderen der für junge Kunden, die durch die abnehmenden Leistungen des Sozialsystems stärker eigenständig vorsorgen müssen. Senioren sind nicht mehr mit dem "klassischen Rentner" der Vergangenheit gleichzusetzen. Dies zeigt sich nicht nur in der steigenden Inanspruchnahme von Serviceleistungen, für die eine hohe Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft besteht. Der Wandel wird vor allem darin deutlich, dass diese Kundengruppe zunehmend aktiver ist und sich damit mehr mit absicherungsbedürftigen Risiken als die vorherigen Generationen auseinandersetzt. Für die Anbieterseite ist somit nicht genug damit getan, bestehende Produkte um Assistance-Leistungen zu erweitern, sondern es müssen neue Produkte konzipiert werden, um die neu entstehenden Bedürfnisse abzudecken. Beispiele hierfür sind Produkte für den Zweitwohnsitz und intensive Reisetätigkeit im Ausland, für sportliche Aktivitäten bis ins hohe Alter und die Vermögensweitergabe an die Erben. Gleichzeitig tritt das Thema der finanziellen Absicherung im Alter stärker ins Bewusstsein der jungen Kunden. Durch (staatlich geförderte) private Vorsorgeprodukte und attraktive Angebote der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) kann dieses Potenzial bearbeitet werden. Gegenwärtig wird für diese Kundengruppe von einem Trend der verstärkten Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten ausgegangen, die eine höhere Flexibilität in der Spar- und der Entsparphase aufweisen. Die Lebensversicherungsgesellschaften im Konzern könnten durch ihre umfassende Produktpalette mit neuen Produkten sowie mit ihrer vertrieblichen Aufstellung im Markt der Senioren und der jungen Kunden profitieren. Sollten wir von den vertrieblichen Chancen durch den demografischen Wandel stärker profitieren als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. FinanzmarktsituationNach einer langen Phase sehr geringer Inflation in der Eurozone ist diese im Jahr 2022 rapide gestiegen und verharrte auch im Jahr 2023 deutlich über dem Inflationsziel der Europäische Zentralbank. Damit verfestigten sich die Zinsen auf einem deutlich erhöhten Niveau, jedoch mit hoher Volatilität. Diese Situation ist für uns als Versicherer herausfordernd, bietet aber auch Chancen. Insbesondere profitieren wir aufgrund des steigenden Zinsniveaus von höheren Zinserträgen. Der erhöhten Volatilität der Inflation hingegen begegnen wir gegebenenfalls durch die vermehrte Nutzung von inflationsgebundenen Finanzinstrumenten. Im deutschen Lebensversicherungsgeschäft führt dies mittlerweile zu einem Abbau der Zinszusatzreserve, die in den vergangenen Jahren als Risikovorsorge aufgrund des niedrigen bzw. negativen Zinsniveaus gebildet wurde. Sollten sich unsere Zinserträge weiterhin kontinuierlich verbessern, könnte sich dies positiv auf die Kapitalanlagerendite und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. DigitalisierungKaum eine Entwicklung verändert die Versicherungsbranche so nachhaltig wie die Digitalisierung: Geschäftsprozesse und -modelle werden mittels Nutzung von IT-Systemen grundlegend neu gestaltet. Diese Entwicklung ist insbesondere für die Wettbewerbsfähigkeit von Versicherungsunternehmen entscheidend. Hierdurch ergeben sich neue Möglichkeiten bei der Kommunikation mit Kunden, der Abwicklung von Versicherungsfällen, der Auswertung von Daten und der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Wir führen zahlreiche Projekte durch, um den digitalen Wandel zu gestalten. Hierzu zählt auch Mehrwert schaffen durch künstliche Intelligenz (KI). Schon jetzt zeichnen sich deutliche Vorteile für Kunden und Mitarbeiter ab, allen voran Zeitersparnis durch optimierte Prozesse unter Beachtung geltender Datenschutz- und Compliance-Vorgaben. Die fortlaufende Untersuchung potenzieller weiterer Use Cases ist fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Sollten die Digitalisierungsprojekte im Konzern schneller umgesetzt werden als derzeit erwartet und von den Kunden angenommen werden, könnte sich dies positiv auf die Beitragsentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen. WissensmanagementWissens- und Innovationsmanagement gewinnen auch in der Versicherungsbranche zunehmend an Bedeutung. Um den gezielten Austausch von Wissen und Innovation zu fördern, haben wir ein Best Practice Lab in unserem Konzern eingerichtet: Experten auf internationaler Ebene tauschen sich in Excellence-Teams zu Fachthemen aus und entwickeln gemeinsam neue Lösungen, u. a. zu den Themen Pricing, Vertrieb, Marketing, Schaden, Betrugsmanagement, Kundenservice-Center und Digitalisierung. Die Ergebnisse und Lösungen des Best Practice Lab stellen wir unseren Gesellschaften zur Verfügung, damit diese ihre Prozesse und Methoden permanent verbessern können. Sollten wir mit unserem Best Practice Lab schneller neue Lösungen und Ideen generieren und umsetzen als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Beitragsentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen. AgilitätVeränderungen in der globalisierten Welt im Informationszeitalter vollziehen sich in immer höherem Tempo. Die Welt ist geprägt von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit (Englisch VUCA - Volatility, Uncertainty, Complexity and Ambiguity). Um als Versicherungsunternehmen mit der Veränderungsgeschwindigkeit mithalten zu können, ist der Wandel hin zu einer agilen Organisation notwendig. Eine agile Organisation zu sein bedeutet für uns eine lernende Organisation zu sein, die den Nutzen der Kunden in den Mittelpunkt stellt, um den Gewinn des Unternehmens zu steigern. Aus diesem Grund setzen wir auf interdisziplinäre und kreative Teams, offene und direkte Kommunikation, flache Hierarchien sowie eine gelebte Fehlerkultur. Durch zahlreiche Initiativen unterstützen wir den Wandel unseres Unternehmens hin zu einer agilen Organisation. Wir gestalten unsere Arbeitsplätze so, dass Kommunikationswege verkürzt werden und der bereichsübergreifende Austausch gefördert wird. Mit Hilfe unseres Agility Campus lernen unsere Mitarbeiter agile Methoden kennen und werden befähigt, eigenständig neue Lösungen zu entwickeln. In unseren Teams werden Daily-Stand-up-Meetings abgehalten, um die Selbststeuerung der Teams zu verbessern. Des Weiteren setzen wir auf hybrides Arbeiten und bieten unseren Mitarbeitern an, bis zu 60 % der Arbeit mobil, d. h. außerhalb des Büros, zu erledigen. Dies ermöglicht unseren Mitarbeitern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, während gleichzeitig der gemeinsame direkte Austausch unter Kollegen erhalten bleibt. Agilität bietet Chancen für Kunden, Mitarbeiter und Investoren. Kunden können von neuen Versicherungslösungen profitieren, die gezielt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Mitarbeiter haben durch agiles Arbeiten mehr Gestaltungsmöglichkeiten und können an neuen Herausforderungen wachsen. Zu guter Letzt profitieren Investoren von einem steigenden Unternehmensgewinn, wenn die Kunden zufrieden sind und die Mitarbeiter ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Sollte der Wandel hin zu einer agilen Organisation schneller umgesetzt werden als erwartet, könnte sich dies positiv auf die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen. Entwicklung der HDI Pensionsfonds AGIm aktuellen wirtschaftlichen Umfeld bleibt die Vorsorge und Absicherung von persönlichen Risiken weiterhin von großer Bedeutung. Aufgrund der aktuellen geopolitischen und geoökonomischen Konfrontationen ergeben sich vielfältige Auswirkungen sowohl auf die Volkswirtschaft als auch auf die Finanzdienstleistungsbranche. Die prognostizierte Entwicklung bzw. das erwartete Wachstum des Bruttoinlandsprodukts fällt daher sowohl für 2023 als auch für 2024 deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Durch die hohe Inflation steigen die erforderlichen Renten und der Absicherungsbedarf der eigenen Arbeitskraft. Politische Eingriffe in die geförderte und private Altersvorsorge sind möglich. Zusätzlich bestehen Herausforderungen in der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft. Durch das Betriebsrenten-Stärkungsgesetz wurde die Attraktivität der Betrieblichen Altersversorgung im Jahre 2023 weiter erhöht. In der Bruttoentgeltumwandlung wurde die Möglichkeit der steuerfreien Umwandlung von Gehaltsbestandteilen in Zusagen der betrieblichen Altersversorgung auf 7.008 EUR angepasst, davon 3.504 EUR auch sozialversicherungsfrei. Als weitere Alternative der Vorsorge wurden auch bisher bestehende Nachteile von Riesterförderung in der bAV abgeschafft. Somit ist die betriebliche Altersversorgung weiterhin erste Wahl für den Aufbau der Altersvorsorge der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland. Kapitalanlagestrategie KVRDie Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko der Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden zum größten Teil sicherheitsorientiert in Rückdeckungsversicherungen bei Partnergesellschaften im Talanx Konzern angelegt. Nach dem für Kapitalanlagen herausfordernden Jahr 2022 waren die Märkte im Jahr 2023, wenn auch unter großen Schwankungen, wieder freundlicher. Das verwendete Indikatormodell zeigte überwiegend leicht positive Signale und trug so zu einer positiven Wertentwicklung im Spezialfonds zur KVR bei. Zudem trugen die gestiegenen Zinsen zu anwachsenden Kapitalerträgen innerhalb der Rückdeckungsversicherungen bei. Dies wird durch eine wachsende Überschussbeteiligung zukünftig an unsere Kunden weiter gegeben. Kapitalanlage nichtversicherungsförmiger PensionsplanDie Kapitalanlage für den nichtversicherungsförmigen Pensionsplan erfolgt zum Teil durch die Übernahme bereits vorhandener Rückdeckungsversicherungen, zum Teil in einer Reihe von Spezial- und Publikumsfonds. Dieses Spektrum von Anlageformen ermöglicht es dem Pensionsfonds, sehr individuell auf die Wünsche der Kunden einzugehen. Daher ist die HDI Pensionsfonds AG mit seinen beiden Produktlinien zur Entgeltumwandlung und der Übernahme von Versorgungszusagen für die zukünftige Entwicklung gut aufgestellt. NachhaltigkeitAls Finanzmarktakteur ist die HDI Pensionsfonds AG sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung, welche sie mit ihren Anlageentscheidungen übernimmt, bewusst. Der Pensionsfonds hat aus diesem Grund im Jahr 2021 begonnen, seine Kapitalanlagen konsequenter als bisher an ESG-Kriterien auszurichten. Das erste Ziel ist dabei, alle Spezial- und Publikumsfonds, die der Pensionsfonds seinen Kunden anbietet, am Artikel 8 der Offenlegungsverordnung auszurichten. Zum 1.12.2022 wurde der Spezialfonds zur Konzern-Vorsorge Rente gemäß Artikel 8 neu ausgerichtet, im Laufe des Jahres 2023 wurde diese Umstellung für die Spezial- und Publikumsfonds zum Pensionsplan PF112 nachgezogen. Übernahme von VersorgungszusagenGroße Chancen bieten sich bei der Übernahme von Versorgungszusagen. Der Pensionsfonds ist der einzige Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung, der dem Arbeitgeber eine Übertragung von in der Vergangenheit gegebenen Versorgungszusagen mittels lohnsteuer- und sozialabgabenfreien Einmalbeitrag ermöglicht. Dabei werden Leistungen der Altersrente, der Erwerbsminderungsrente und der Hinterbliebenenrente zugesagt und durch den Pensionsfonds abgesichert. Die Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) führte bei den deutschen Unternehmen zu einer Neubewertung der Pensionsverpflichtungen und macht damit den tatsächlichen Wert einer Pensionszusage sichtbar. Wurde vor Einführung des BilMoG in der Regel ein Zinssatz von 6 % bei der handelsrechtlichen Bewertung von Pensionsverpflichtungen angesetzt, so sinkt dieser Zinssatz auf voraussichtlich ca. 1,8 % im Jahr 2023. Da der Pensionsfonds bei der Übernahme von Pensionsverpflichtungen eine realistische Bewertung der Verpflichtung als Grundlage für die Preisfindung ansetzt, war bisher der Einmalbeitrag für die Übertragung deutlich höher als die im Unternehmen bilanzierte Pensionsrückstellung. Das Wachsen der Pensionsrückstellung durch das BilMoG bringt somit in der Beratung große Vorteile. Durch die verstärkte Zusammenarbeit innerhalb des Geschäftsbereichs HDI Deutschland steht der HDI Pensionsfonds AG das bAV-Know-how der HDI Pensionsmanagement AG für die Beratung in diesem anspruchsvollen Geschäftsfeld verstärkt zur Verfügung. Ausblick der HDI Pensionsfonds AGDie coronabedingte Reduktion der persönlichen Kontakte hat zu einer deutlich geänderten Beratungspraxis im Bereich der Altersversorgung geführt. Digitale Formate mit Telefon oder Video haben die persönliche Vor-Ort-Beratung in vielen Bereichen abgelöst. Neben sich daraus ergebenden Kosteneinsparungen und positiven Effekten auf die Umwelt durch flächendeckenden Verzicht auf Dienstreisen hat die vereinfachte Terminierung zu einer deutlichen Flexibilisierung der Beratung geführt. Anfängliche Befürchtungen, dass die Abschlussquoten sinken werden, haben sich nicht realisiert. Seit dem Sommer 2022 nehmen wir aber, vor allem bei gewerblichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, eine zunehmende Zurückhaltung beim Abschluss der KVR wahr. Grund ist die anziehende Inflation und individuelle Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Die auch in der Coronakrise weiterhin hohen Abschlussquoten waren bei unverändertem und sogar eher gestiegenem Vorsorgebedarf substanziell gesunken. Seit dem Sommer 2023 konnten wir, auch bedingt durch eine abflachende Inflation und einen substanziellen Tarifabschluss in der DHL Group im Frühjahr 2023, wieder ansteigende Abschlussquoten verzeichnen. Trotzdem ist es aufwändiger, die bisherigen Absatzerfolge zu erzielen. Auch im Bereich der Übernahme der Versorgungszusagen kann die eingetrübte Konjunktur das Neugeschäft belasten. Andererseits können gerade die eingetrübten Konjunkturaussichten bei den Gesellschafter-Geschäftsführern zu einer höheren Bereitschaft führen, über die eigenen Zusagen und deren Insolvenzsicherung nachzudenken und bisher aufgeschobene Auslagerungen final durchzuführen. Somit erwarten wir im Geschäftsfeld der Einzelzusagen keine wesentliche Belastung der Geschäftsaussichten und halten an unseren Plänen fest. Für das Jahr 2024 sehen wir in den etablierten Produkten "Entgeltumwandlung" und "Übernahme von Versorgungszusagen" weiterhin ein großes Potenzial. Wir werden den 2022 eingeschlagenen Weg fortsetzen und die Betreuungskapazitäten für unsere Partner DHL Group und Postbank weiter ausbauen, um das vorhandene Potenzial schneller zu heben. Auch wenn die Integration der ehemaligen Postbank in die Deutsche Bank voranschreitet, haben wir weiterhin die Möglichkeit, die ehemaligen Postbank-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezüglich ihrer betrieblichen Altersversorgung zu beraten und die KVR anzubieten. Auf Grund der bereits hohen Durchdringung in der Postbank ist das Neugeschäftspotenzial beschränkt. Im nichtversicherungsförmigen Pensionsplan erweist sich das Einzelgeschäft mit Gesellschafter-Geschäftsführern weiterhin als robust und verlässlich. Wir sind ständig auf der Suche nach weiteren Kooperationspartnern um hier auch zukünftig unsere Vertriebsziele zu sichern. Unsere Anstrengungen gehen aber insbesondere dahin, auch bei den Ausschreibungen zu Übertragungen von Mitarbeiter-Kollektiven verstärkt Berücksichtigung zu finden. Wir haben im Rahmen einer konservativen Planung für die Zukunft keine Übernahme von Kollektiven mehr berücksichtigt und die Erwartungen bei den Einzelzusagen konstant gehalten. Bei den laufenden Beiträgen rechnen wir für 2024 mit einem weiteren Anstieg, insbesondere durch das weiterhin gute Neugeschäft mit der KVR. Einhergehend mit der Ausweitung unseres Geschäftsvolumens gehen wir von einem moderaten Anstieg der Aufwendungen für Versorgungsfälle und der Aufwendungen für den Pensionsfondsbetrieb aus. Das Kapitalanlageergebnis sowie auch das nichtpensionsfondstechnische sonstige Ergebnis planen wir weiter zu erhöhen. Nach unseren derzeitigen Planungen werden wir den an unsere Muttergesellschaft abzuführenden Gewinn weiter steigern können.
Hilden, den 23. Februar 2024 Der Vorstand: Fabian von Löbbecke, Vorsitzender Dr. Stephan Müller Matthias Weber Bewegung des Bestandes an
Versorgungsverhältnissen im Geschäftsjahr 2023
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| Anwärter | ||
|
Männer
Anzahl |
Frauen
Anzahl |
|
| I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres | 17.273 | 15.877 |
| II. Zugang während des Geschäftsjahres | ||
| 1. Neuzugang an Anwärtern, Zugang an Rentnern | 954 | 657 |
| 2. sonstiger Zugang 1) | 34 | 28 |
| 3. gesamter Zugang | 988 | 685 |
| III. Abgang während des Geschäftsjahres | ||
| 1. Tod | 31 | 18 |
| 2. Beginn der Altersrente | 257 | 359 |
| 3. Invalidität | 3 | 1 |
| 4. Reaktivierung, Wiederheirat, Ablauf | 0 | 0 |
| 5. Beendigung unter Zahlung von Beträgen | 51 | 57 |
| 6. Beendigung ohne Zahlung von Beträgen | 23 | 18 |
| 7. sonstiger Abgang | 19 | 10 |
| 8. gesamter Abgang | 384 | 463 |
| IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres | 17.877 | 16.099 |
| davon: | ||
| 1. nur mit Anwartschaft auf Invaliditätsversorgung | 373 | 237 |
| 2. nur mit Anwartschaft auf Hinterbliebenenversorgung | 574 | 585 |
| 3. mit Anwartschaft auf Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung | 672 | 296 |
| 4. beitragsfreie Anwartschaften | 6.368 | 6.370 |
| 5. in Rückdeckung gegeben 3) | 17.226 | 15.953 |
| 6. in Rückversicherung gegeben | 0 | 0 |
| 7. lebenslange Altersrente | 17.877 | 16.099 |
| 8. Auszahlungsplan mit Restverrentung 4) | 0 | 0 |
| 9. aus beitragsbezogenen Pensionsplänen | 17.027 | 15.806 |
| 10. aus leistungsbezogenen Pensionsplänen | 850 | 293 |
| Invaliden- und Altersrenten | |||
|
Männer
Anzahl |
Frauen
Anzahl |
Summe der Jahresrenten
2)
TEUR |
|
| I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres | 1.856 | 2.259 | 12.142 |
| II. Zugang während des Geschäftsjahres | |||
| 1. Neuzugang an Anwärtern, Zugang an Rentnern | 262 | 364 | 1.330 |
| 2. sonstiger Zugang 1) | 5 | 3 | 257 |
| 3. gesamter Zugang | 267 | 367 | 1.587 |
| III. Abgang während des Geschäftsjahres | |||
| 1. Tod | 37 | 14 | 140 |
| 2. Beginn der Altersrente | 0 | 0 | 0 |
| 3. Invalidität | 0 | 0 | 0 |
| 4. Reaktivierung, Wiederheirat, Ablauf | 0 | 0 | 0 |
| 5. Beendigung unter Zahlung von Beträgen | 0 | 0 | 13 |
| 6. Beendigung ohne Zahlung von Beträgen | 0 | 0 | 0 |
| 7. sonstiger Abgang | 12 | 6 | 636 |
| 8. gesamter Abgang | 49 | 20 | 789 |
| IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres | 2.074 | 2.606 | 12.940 |
| davon: | |||
| 1. nur mit Anwartschaft auf Invaliditätsversorgung | 0 | 0 | 0 |
| 2. nur mit Anwartschaft auf Hinterbliebenenversorgung | 661 | 372 | 7.881 |
| 3. mit Anwartschaft auf Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung | 0 | 0 | 0 |
| 4. beitragsfreie Anwartschaften | 0 | 0 | 0 |
| 5. in Rückdeckung gegeben 3) | 1.489 | 2.474 | 4.614 |
| 6. in Rückversicherung gegeben | 0 | 0 | 0 |
| 7. lebenslange Altersrente | 1.287 | 1.033 | 11.275 |
| 8. Auszahlungsplan mit Restverrentung 4) | 784 | 1.576 | 1.665 |
| 9. aus beitragsbezogenen Pensionsplänen | 1.389 | 2.387 | 3.210 |
| 10. aus leistungsbezogenen Pensionsplänen | 685 | 219 | 9.730 |
| Hinterbliebenenrenten | ||||||
|
Witwen
Anzahl |
Witwer
Anzahl |
Waisen
Anzahl |
Witwen
TEUR |
Witwer
TEUR |
Waisen
TEUR |
|
| I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres | 353 | 90 | 8 | 729 | 57 | 17 |
| II. Zugang während des Geschäftsjahres | ||||||
| 1. Neuzugang an Anwärtern, Zugang an Rentnern | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. sonstiger Zugang 1) | 38 | 21 | 0 | 73 | 15 | 0 |
| 3. gesamter Zugang | 38 | 21 | 0 | 73 | 15 | 0 |
| III. Abgang während des Geschäftsjahres | ||||||
| 1. Tod | 21 | 1 | 0 | 26 | 0 | 0 |
| 2. Beginn der Altersrente | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Invalidität | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. Reaktivierung, Wiederheirat, Ablauf | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Beendigung unter Zahlung von Beträgen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 6. Beendigung ohne Zahlung von Beträgen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 7. sonstiger Abgang | 0 | 0 | 0 | 6 | 0 | 0 |
| 8. gesamter Abgang | 21 | 1 | 0 | 31 | 0 | 0 |
| IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres | 370 | 110 | 8 | 770 | 71 | 18 |
| davon: | ||||||
| 1. nur mit Anwartschaft auf Invaliditätsversorgung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. nur mit Anwartschaft auf Hinterbliebenenversorgung | 122 | 0 | 0 | 195 | 0 | 0 |
| 3. mit Anwartschaft auf Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. beitragsfreie Anwartschaften | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5. in Rückdeckung gegeben 3) | 151 | 102 | 6 | 201 | 65 | 16 |
| 6. in Rückversicherung gegeben | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 7. lebenslange Altersrente | 370 | 110 | 8 | 770 | 71 | 18 |
| 8. Auszahlungsplan mit Restverrentung 4) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 9. aus beitragsbezogenen Pensionsplänen | 138 | 101 | 6 | 100 | 64 | 16 |
| 10. aus leistungsbezogenen Pensionsplänen | 232 | 9 | 2 | 670 | 7 | 2 |
1) Zum Beispiel Reaktivierung,
Wiederinkraftsetzung sowie Erhöhung der Rente.
2) Einzusetzen ist hier der Betrag der im
Folgejahr planmäßig zu zahlenden Renten bzw. -
bei Auszahlungsplänen - Raten (entsprechend der
Deckungsrückstellung).
3) Hier sind Eintragungen vorzunehmen, sofern
zur Deckung der Verpflichtungen gegenüber den
Versorgungsberechtigten Verträge bei
Lebensversicherern abgeschlossen wurden.
4) Hat die Phase der Restverrentung bereits
begonnen, so ist die Eintragung in der Zeile "Lebenslange
Altersrente" vorzunehmen.
Betriebene Arten von Pensionsplänen (Anlage 2 zum Lagebericht)
Die HDI Pensionsfonds AG bietet den Mitarbeitern der Postbank und der DHL Group, den Geschäfts- und Firmenkunden der Postbank sowie externen Kunden folgende Vorsorgemodelle an:
Beitragszusagen mit Mindestleistung
Die Beitragszusagen mit Mindestleistungen werden im Jahresabschluss stets auf Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern ausgewiesen.
Beitragsorientierte Leistungszusagen
Diese Tarife wurden 2022 eingeführt und sind die Nachfolgetarife zu den Beitragszusagen mit Mindestleistung mit einer gegenüber diesen reduzierten Garantie. Sie werden im Jahresabschluss stets auf Rechnung und Risiko von Arbeitgebern und Arbeitnehmer ausgewiesen.
Leistungszusage
Bei den Leistungszusagen sagt der Pensionsfonds die Höhe der Leistung fest zu. Der Bilanzansatz erfolgt hier auf eigene Rechnung. Dieser Risikoklasse werden auch laufende Renten aus Beitragszusagen mit Mindestleistung zugeordnet.
Zusagen nichtversicherungsförmiger Pensionsplan PF 112
Der Bilanzansatz erfolgt auf Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern.
Neben den aktiv vertriebenen Vorsorgeplänen wird ein übernommener und nicht mehr für Neuabschlüsse geöffneter Bestand geführt. Hierbei handelt es sich um Versorgungszusagen aus einer im Jahr 2016 auf die HDI Pensionsfonds AG verschmolzenen Vorgängergesellschaft in Form von Beitragszusagen mit Mindestleistung und Leistungszusagen. Diese Zusagen sind zu 100 % bei der HDI Lebensversicherung AG rückgedeckt und werden einheitlich auf Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bilanziert.
Bilanz zum 31. Dezember 2023
Aktiva
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 | ||
| A. Kapitalanlagen | ||||
| Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 1.013 | 979 | ||
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 4.461 | 4.674 | ||
| 3. Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen | 83.574 | 70.851 | ||
| - davon bei verbundenen Unternehmen: 83.574 (70.851) TEUR | ||||
| - davon gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR | ||||
| 4. Sonstige Ausleihungen | ||||
| Namensschuldverschreibungen | 3.220 | 3.268 | ||
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 739 | 413 | ||
| 93.007 | 80.186 | |||
| B. Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern | ||||
| Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern | 832.744 | 776.485 | ||
| C. Forderungen | ||||
| I. Forderungen aus dem Pensionsfondsgeschäft | ||||
| - davon an verbundenen Unternehmen: 0 (0) TEUR | ||||
| - davon an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR | ||||
| 1. an Arbeitgeber und Versorgungsberechtigte | 187 | 1.260 | ||
| 2. an Vermittler | 0 | 0 | ||
| 188 | 1.260 | |||
| II. Forderungen an Lebensversicherungsunternehmen | 1.330 | 766 | ||
| - davon an verbundenen Unternehmen: 1.330 (766) TEUR | ||||
| - davon an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR | ||||
| III. Sonstige Forderungen | 294 | 262 | ||
| - davon an verbundenen Unternehmen: 11 (0) TEUR | ||||
| - davon an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR | ||||
| 1.811 | 2.288 | |||
| D. Sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 3.939 | 2.657 | ||
| II. Andere Vermögensgegenstände | 989 | 951 | ||
| 4.928 | 3.608 | |||
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | ||||
| Abgegrenzte Zinsen und Mieten | 120 | 122 | ||
| Summe der Aktiva | 932.611 | 862.689 | ||
|
Passiva |
||||
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 | ||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Eingefordertes Kapital | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 8.000 | 8.000 | ||
| abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen | 5.963 | 5.963 | ||
| 2.038 | 2.038 | |||
| II. Kapitalrücklage | 6.761 | 6.761 | ||
| III. Gewinnrücklagen | ||||
| Gesetzliche Rücklage | 800 | 800 | ||
| 9.599 | 9.599 | |||
| B. Pensionsfondstechnische Rückstellungen | ||||
| I. Beitragsüberträge | ||||
| 1. Bruttobetrag | 3 | 3 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückversicherung gegebene Pensionsfondsgeschäft | 0 | 0 | ||
| 3 | 3 | |||
| II. Deckungsrückstellung | ||||
| 1. Bruttobetrag | 83.741 | 71.017 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückversicherung gegebene Pensionsfondsgeschäft | 0 | 0 | ||
| 83.741 | 71.017 | |||
| III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versorgungsfälle | ||||
| 1. Bruttobetrag | 385 | 602 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückversicherung gegebene Pensionsfondsgeschäft | 0 | 0 | ||
| 385 | 602 | |||
| IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung | ||||
| 1. Bruttobetrag | 875 | 943 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückversicherung gegebene Pensionsfondsgeschäft | 0 | 0 | ||
| 875 | 943 | |||
| 85.004 | 72.565 | |||
| C. Pensionsfondstechnische Rückstellungen entsprechend dem Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern | ||||
| Deckungsrückstellung | ||||
| 1. Bruttobetrag | 832.744 | 776.485 | ||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückversicherung gegebene Pensionsfondsgeschäft | 0 | 0 | ||
| 832.744 | 776.485 | |||
| D. Andere Rückstellungen | ||||
| Sonstige Rückstellungen | 1.143 | 879 | ||
| E. Andere Verbindlichkeiten | ||||
| I. Verbindlichkeiten aus dem Pensionsfondsgeschäft | ||||
| - davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 157 (211) TEUR | ||||
| - davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR | ||||
| 1. gegenüber Arbeitgebern | 2.167 | 1.277 | ||
| 2. gegenüber Vermittlern | 157 | 261 | ||
| 2.324 | 1.539 | |||
| II. Verbindlichkeiten gegenüber Lebensversicherungsunternehmen | 291 | 77 | ||
| - davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 291 (77) TEUR | ||||
| - davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR | ||||
| III. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.507 | 1.545 | ||
| - davon aus Steuern: 0 (0) TEUR | ||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 6 (4) TEUR | ||||
| - davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 1.198 (1.286) TEUR | ||||
| - davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR | ||||
| 4.122 | 3.161 | |||
| Summe der Passiva | 932.611 | 862.689 | ||
Ich bestätige hiermit entsprechend § 128 Abs. 5 VAG, dass die im Vermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.
Hilden, den 22. Februar 2024
Der Treuhänder
Lutz Krannich
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den Posten B. II. und C. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung des § 341f HGB sowie unter Beachtung der aufgrund des § 240 Satz 1 Nummer 10 bis 12 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist.
Hilden, den 22. Februar 2024
Der Verantwortliche Aktuar
Dr. Stephan Müller
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
| TEUR | 2023 | 2022 | |
| I. Pensionsfondstechnische Rechnung | |||
| 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | |||
| a) Gebuchte Beiträge | 55.935 | 59.149 | |
| b) Veränderung der Beitragsüberträge | 0 | -0 | |
| 55.935 | 59.149 | ||
| 2. Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 268 | 255 | |
| 3. Erträge aus Kapitalanlagen | |||
| a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 1.628 | 1.309 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: 1.466 (1.152) TEUR | |||
| b) Erträge aus Zuschreibungen | 3.337 | 2.816 | |
| c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 958 | 3 | |
| 5.922 | 4.129 | ||
| 4. Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen | 47.111 | 15.941 | |
| 5. Sonstige pensionsfondstechnische Erträge für eigene Rechnung | 0 | 1.140 | |
| 6. Aufwendungen für Versorgungsfalle für eigene Rechnung | |||
| a) Zahlungen für Versorgungsfälle | -22.190 | -19.839 | |
| b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versorgungsfälle | 217 | -602 | |
| -21.973 | -20.441 | ||
| 7. Veränderung der übrigen pensionsfondstechnischen Netto-Rückstellungen | |||
| Deckungsrückstellung | -68.983 | -4.856 | |
| 8. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung für eigene Rechnung | -200 | -330 | |
| 9. Aufwendungen für den Pensionsfondsbetrieb für eigene Rechnung | |||
| a) Abschlussaufwendungen | -1.989 | -1.824 | |
| b) Verwaltungsaufwendungen | -1.588 | -1.420 | |
| -3.577 | -3.245 | ||
| 10. Aufwendungen für Kapitalanlagen | |||
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen | -138 | -105 | |
| b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen | -8 | -2 | |
| c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | -22 | -1.018 | |
| -169 | 1.125 | ||
| 11. Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen | -13.432 | -50.542 | |
| 12. Sonstige pensionsfondstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung | -1.072 | -0 | |
| 13. Pensionsfondstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | -170 | 75 | |
| II. Nichtpensionsfondstechnische Rechnung | |||
| 1. Sonstige Erträge | 1.683 | 1.582 | |
| 2. Sonstige Aufwendungen | -535 | -479 | |
| 1.148 | 1.103 | ||
| 3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 978 | 1.178 | |
| 4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0 | -14 | |
| 5. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne | -978 | -1.164 | |
| 6. Jahresüberschuss = Bilanzgewinn | 0 | 0 | |
Anmerkung: Aufwandsposten sind mit einem Minuszeichen vor dem entsprechenden Betrag gekennzeichnet.
Anhang
Angaben zur Gesellschaft
Die HDI Pensionsfonds AG mit Sitz in Hilden wird beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Handelsregisternummer HRB 46987 geführt.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Jahresabschluss und Lagebericht der Gesellschaft werden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie den relevanten Verordnungen, insbesondere RechPensV, in ihrer zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt.
Aktiva
Anteile oder Aktien an Investmentvermögen sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden, sofern sie nach den Grundsätzen des Umlaufvermögens geführt werden, nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder den darunterliegenden Börsen- oder Marktwerten am Bilanzstichtag angesetzt. Das Wertaufholungsgebot wird beachtet (§ 341b Abs. 2 HGB in Verbindung mit §§ 255 Abs. 1 und 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 sowie Abs. 5 HGB). Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet (§ 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 5 HGB). Dauerhafte Wertminderungen werden erfolgswirksam abgeschrieben. Zur Beurteilung des Vorliegens einer dauerhaften Wertminderung in Bezug auf Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die wie Anlagevermögen bilanziert werden, werden Bonitätsprüfungen der Emittenten sowie die Entwicklungen der Ratings hinzugezogen. Zur Feststellung des Vorliegens einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung insbesondere öffentlich gehandelter Anteile oder Aktien an Investmentvermögen werden die vom Versicherungsfachausschuss des IDW empfohlenen Aufgreifkriterien verwendet. Demzufolge kann eine dauerhafte Wertminderung immer dann vorliegen, wenn der Zeitwert eines Wertpapiers in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert liegt sowie für den Fall, dass der Durchschnittswert der täglichen Börsenkurse in den letzten 12 Monaten um mehr als 10 % unter dem Buchwert liegt. Sofern die notwendigen Informationen für eine Durchschau (look-through-approach) vorliegen, richtet sich die Beurteilung der voraussichtlichen Dauerhaftigkeit einer Wertminderung für Anteile oder Aktien an Investmentvermögen bei einer zum Abschlussstichtag vorliegenden stillen Last auf dem Investmentanteil nach den im Fonds gehaltenen Vermögensgegenständen. Bei über oder unter pari erworbenen Wertpapieren wird der Differenzbetrag mit Hilfe der Effektivzinsmethode über die Laufzeit amortisiert.
Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen werden zum Zeitwert bilanziert oder zum sicheren Liquidationswert bewertet, der dem Zeitwert entspricht.
Namensschuldverschreibungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert (§ 341c Abs. 3 HGB). Dabei werden die Kapitalanlagen bei Erwerb mit dem Anschaffungskurs angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zum Rückzahlungsbetrag wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode amortisiert. Notwendige Abschreibungen werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip vorgenommen (§ 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 5 HGB).
Es befinden sich strukturierte Produkte in der Anlageform von Inhaberschuldverschreibungen und Namensschuldverschreibungen im Bestand. Sie werden entsprechend dem Bilanzposten, in dem sie geführt werden, angesetzt und bewertet. Bei den im Bestand befindlichen strukturierten Produkten handelt es sich um Finanzinstrumente, bei denen das Basisinstrument in Form eines Fixed-Income Kassainstrumentes mit einem oder mehreren Derivaten vertraglich zu einer Einheit verbunden ist. Die Bilanzierung erfolgt, sofern die Voraussetzungen nach IDW RS HFA 22 vorliegen, einheitlich zu fortgeführten Anschaffungskosten nach den Vorschriften der wie Anlagevermögen bilanzierten Kapitalanlagen gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip (§ 341b Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB).
Im Rahmen des Wertaufholungsgebots (§ 253 Abs. 5 HGB) werden auf Vermögensgegenstände, die in früheren Jahren abgeschrieben wurden, erfolgswirksame Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungswerte oder auf einen niedrigeren Verkehrs- oder Börsenwert vorgenommen, wenn die Gründe für die dauerhafte Wertminderung entfallen sind und eine Werterholung eingetreten ist.
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern werden mit den Rücknahmepreisen am Bewertungsstichtag bilanziert.
Alle übrigen Aktivposten werden mit den Nominalbeträgen angesetzt.
Passiva
Das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklagen im Eigenkapital werden zum Nennwert angesetzt.
Die Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft werden für jede Versicherung einzeln gerechnet und unter Berücksichtigung des Beginnmonats und der Zahlweise auf den Bilanztermin abgegrenzt. Die steuerlichen Bestimmungen werden beachtet.
Die Deckungsrückstellung wurde unter Beachtung des § 341f HGB sowie der aufgrund des § 240 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet. Gemäß § 23 Abs. 2 PFAV wird dabei eine Zinszusatzreserve mit einem Referenzzinssatz von 1,57 % berücksichtigt.
Der Ansatz in der Bilanz entspricht - sofern versicherungsförmige Garantien übernommen wurden - mindestens den Werten, die der Rückdeckungsversicherer der HDI Pensionsfonds AG für den einzelnen Vertrag gemeldet hat. Durch Kontrollrechnungen wurde überprüft, ob die der HDI Pensionsfonds AG gemeldete Deckungsrückstellung ausreichend ist, um die von der Gesellschaft eingegangenen Verpflichtungen abzudecken.
Um der fortwährenden Verbesserung der Sterblichkeit ausreichend Rechnung zu tragen, wurden für die Kontrollrechnungen die aktuellen Sterbewahrscheinlichkeiten Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) 2004 R Bestand und DAV 2004 R B20 verwendet. Der verwendete Rechnungszins ist der jeweils bei Vertragsabschluss verwendete Satz. Dadurch wurden teilweise höhere Reserven gestellt, als die vom Rückdeckungsversicherer gemeldeten Werte.
Die Deckungsrückstellung entsprechend dem Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern folgt dem Aktivwert.
Bei der Berechnung der Rückstellung für Altersteilzeit wurden alle Mitarbeiter berücksichtigt, die die Altersteilzeit in Anspruch genommen haben. Die Berechnungen wurden mit Hilfe der modifizierten HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G durchgeführt, wie sie für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum Ansatz kommen. Es wurde die Ausscheideordnung der Aktiven zu Grunde gelegt. Dabei wurde unter der Annahme einer mittleren Restlaufzeit von zwei Jahren ein auf Basis der Marktverhältnisse zum 30.09.2023 prognostizierter Stichtagszins zum 31.12.2023 von 1,05 % (0,52 %) angesetzt. Als Gehaltstrend wurden 3,50 % (3,50 %) angenommen. Die Rückstellung ist gemäß § 253 HGB mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie setzt sich zusammen aus der Rückstellung für rückständiges Arbeitsentgelt, der Rückstellung für Aufstockungsbeträge, der Rückstellung für den zusätzlichen Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung und der Rückstellung für Abfindung.
Die übrigen Rückstellungen werden nach dem Grundsatz vorsichtiger kaufmännischer Bewertung mit ihrem voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und, soweit die erwarteten Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen, gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem von der Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz (Stichtagszins zum 31.12.2023) der letzten sieben Jahre abgezinst.
Latente Steuern berechnen sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden in Handels- und Steuerbilanz. Aufgrund der bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft zum obersten Organträger Talanx AG, Hannover, werden bei der HDI Pensionsfonds AG keine latenten Steuern gebildet.
Alle übrigen Passivposten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Währungsumrechnung
Soweit die Bilanzposten oder Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Beträge in ausländischer Währung enthalten, werden sie zu den amtlich fixierten Mittelkursen vom 31.12.2023 bzw. zu Transaktionskursen umgerechnet.
Hinweis:
Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Abschlusses, werden die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und der Anhang in Tausend Euro aufgestellt. Die einzelnen Posten, Zwischen- und Endsummen werden kaufmännisch gerundet. Die Addition der Einzelwerte kann daher von den Zwischen- und Endsummen um Rundungsdifferenzen abweichen.
Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva
Entwicklung des Aktivpostens A. im Geschäftsjahr 2023
| TEUR | Bilanzwerte Vorjahr | Zugänge | Umbuchungen |
| Sonstige Kapitalanlagen | |||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 979 | 6.987 | 0 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 4.674 | 802 | 0 |
| 3. Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen | 70.851 | 878 | 13.763 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | |||
| Namensschuldverschreibungen | 3.268 | 0 | 0 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 413 | 326 | 0 |
| Summe A. | 80.186 | 8.993 | 13.763 |
| TEUR | Abgänge | Zuschreibungen | Abschreibungen | Bilanzwerte Geschäftsjahr |
| Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | -6.945 | 0 | -8 | 1.013 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | -1.015 | 0 | 0 | 4.461 |
| 3. Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen | -5.255 | 3.337 | 0 | 83.574 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | ||||
| Namensschuldverschreibungen | -48 | 0 | 0 | 3.220 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 739 |
| Summe A. | -13.263 | 3.337 | -8 | 93.007 |
Zu A. Kapitalanlagen
Ermittlung der Zeitwerte der Kapitalanlagen
Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen werden zum Zeitwert bilanziert oder zum sicheren Liquidationswert bewertet, der dem Zeitwert entspricht.
Die Zeitwerte der Namensschuldverschreibungen werden über ein Barwertverfahren mit Hilfe von produkt- und ratingspezifischen Renditekurven ermittelt. Bei den verwendeten Spread-Aufschlägen werden spezielle Ausgestaltungen wie z. B. Einlagensicherung, Gewährträgerhaftung oder Nachrangigkeit berücksichtigt.
Die Ermittlung des beizulegenden Wertes erfolgt für wie Anlagevermögen bilanzierte, öffentlich gehandelte Aktien und Aktienfonds mittels des EPS-Verfahrens (EPS = earnings per share), eines Ertragswertverfahrens je Aktie auf Basis der von unabhängigen Analysten geschätzten jährlichen Gewinnerwartungen oder der darüberliegenden Marktwerte. Sofern der EPS-Wert über 120 % des Marktwertes liegt, erfolgt eine Deckelung bei diesen 120 %.
Bei der Ermittlung des beizulegenden Wertes für wie Anlagevermögen bilanzierte, über Spezialfonds gehaltene Rententitel werden die Renten zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, sofern sich keine Indizien für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung ergeben. Hierzu wird die Bonität des Emittenten sowie die Entwicklung der Ratings herangezogen. Bei Default-Titeln und Titeln, deren Marktwert kleiner 50 % des Nominals ist, wird grundsätzlich der niedrigere Marktwert herangezogen.
Die Zeitwertermittlung der sonstigen Kapitalanlagen erfolgt grundsätzlich auf Basis des Freiverkehrswertes gemäß § 36 RechPensV i.V.m. § 56 RechVersV Für Kapitalanlagen, die einen Markt- oder Börsenpreis haben (Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere), gilt als Zeitwert der Wert zum Bilanzstichtag bzw. zum letzten diesem Zeitpunkt vorausgehenden Tag, für den ein Markt- oder Börsenpreis feststellbar war. In Fällen, in denen keine Börsennotierungen vorliegen, werden Renditekurse auf Basis an Finanzmärkten etablierter Preisbildungsverfahren eingesetzt. Kapitalanlagen werden höchstens mit ihrem voraussichtlich realisierbaren Wert unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Vorsicht bewertet.
Kapitalanlagen
| TEUR | Buchwerte | Zeitwerte | Saldo |
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 1.013 | 1.146 | 133 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 4.461 | 4.288 | -173 |
| 3. Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen | 83.574 | 83.574 | 0 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | |||
| Namensschuldverschreibungen | 3.220 | 3.108 | -112 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 739 | 739 | 0 |
| Summe | 93.007 | 92.855 | -152 |
Es werden keine gemäß § 54 RechVersV in die Überschussbeteiligung (an Bewertungsreserven) eingehenden Kapitalanlagen ausgewiesen, da die Versicherungsbestände nicht an den Bewertungsreserven der Gesellschaft beteiligt werden.
Bei folgenden zu Anschaffungskosten bilanzierten Kapitalanlagen lagen die Zeitwerte unterhalb der Buchwerte:
Kapitalanlagen mit stillen Lasten
| TEUR | Buchwerte | Zeitwerte | Saldo |
| Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 3.162 | 2.967 | -195 |
| Sonstige Ausleihungen | 2.220 | 2.057 | -163 |
| Summe | 5.382 | 5.024 | -358 |
Unter Anwendung des § 341b Abs. 2 HGB wurden bei den wie Anlagevermögen bilanzierten Kapitalanlagen Abschreibungen in Höhe von 195 (321) TEUR vermieden. Es handelt sich hierbei nach unserer Einschätzung um vorübergehende Wertminderungen. Zur Beurteilung des Vorliegens einer dauerhaften Wertminderung in Bezug auf festverzinsliche Wertpapiere werden Bonitätsprüfungen der Emittenten sowie die Entwicklungen der Ratings hinzugezogen. Diese stillen Lasten wurden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB nicht außerplanmäßig abgeschrieben, da diese im Wesentlichen zinsinduziert sind und somit nicht als dauerhaft eingeschätzt werden. Aufgrund der Bonität der Emittenten ist nicht mit Zahlungsausfällen zu rechnen.
Zu B. Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern
Entwicklung der im Aktivposten B. erfassten Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2023
| TEUR | Bilanzwerte Vorjahr | Zugänge | Umbuchungen |
| Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern | |||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 303.217 | 20.725 | -2.948 |
| 2. Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen | 470.096 | 33.851 | -10.815 |
| 3. Einlagen bei Kreditinstituten | 3.172 | 167 | 0 |
| Summe B. | 776.485 | 54.742 | -13.763 |
| TEUR | Abgänge | Nicht realisierte Gewinne | Nicht realisierte Verluste | Bilanzwerte Geschäftsjahr |
| Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern | ||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | -11.308 | 26.127 | 0 | 335.813 |
| 2. Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen | -7.091 | 20.984 | -13.432 | 493.592 |
| 3. Einlagen bei Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 3.338 |
| Summe B. | -18.399 | 47.111 | -13.432 | 832.744 |
Zu D. II. Andere Vermögensgegenstände
In diesem Posten werden ausschließlich vorausgezahlte Versicherungsleistungen ausgewiesen.
Erläuterungen zur Bilanz - Passiva
Zu A. I. Eingefordertes Kapital
Das als "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesene Grundkapital in Höhe von 8.000 (8.000) TEUR ist eingeteilt in 8.000 auf den Namen lautende Stückaktien a 1.000 EUR und ist zu 25,47 % bzw. 2.038 (2.038) TEUR eingezahlt.
Zu A. III. Gewinnrücklagen
Die gesetzliche Rücklage gemäß § 150 AktG ist mit 10 % des gezeichneten Kapitals vollständig dotiert.
Zu B. II. Deckungsrückstellung
Die Zuführung zur Zinszusatzreserve belief sich im Berichtsjahr auf 10 (3) TEUR. Gleichlaufend erfolgte in gleicher Höhe eine Veränderung der vom Rückdeckungsversicherer gebildeten Zinszusatzreserve. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft einen Stand der Zinszusatzreserve von 1.182 (1.172) TEUR aus.
Zu B. IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung (RfB)
| TEUR | |
| Stand 1.1.2023 | 943 |
| Zuführungen im Geschäftsjahr | 200 |
| Entnahmen im Geschäftsjahr | -268 |
| Stand 31.12.2023 | 875 |
Die Zuweisung aus dem Überschuss des Geschäftsjahres ist ausschließlich erfolgsabhängig.
Zusammensetzung der RfB
| TEUR | 31.12.2023 |
| Von der Rückstellung für Beitragsrückerstattung entfallen auf: | |
| a) bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile, | 356 |
| b) bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Schlussüberschussanteile, | 0 |
| c) den Fonds für Schlussüberschussanteile (ohne die Beträge, die nach Buchstabeb anzugeben sind) | 0 |
| d) ungebundener Teil der RfB | 518 |
| Summe | 875 |
Zu C. Pensionsfondstechnische Rückstellungen entsprechend dem Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern - Deckungsrückstellung
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Pensionsplan | ||
| Deutsche Post DHL Group (DP DHL) | 482.036 | 452.350 |
| nichtversicherungsförmiger Pensionsplan | 279.799 | 260.376 |
| Zukunftsvorsorge Rente | 28.279 | 21.016 |
| Leistungszusage (ehemaliger Bestand einer verschmolzenen Vorgängergesellschaft) | 33.672 | 33.910 |
| Beitragszusage mit garantierter Mindestleistung (ehemaliger Bestand einer verschmolzenen Vorgängergesellschaft) | 8.957 | 8.832 |
| Summe | 832.744 | 776.485 |
Die Veränderung der Zinszusatzreserve belief sich im Berichtsjahr auf -947 (-625) TEUR. Gleichlaufend erfolgte in gleicher Höhe eine Aktivierung der vom Rückdeckungsversicherer gebildeten Zinszusatzreserve. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft einen Stand der Zinszusatzreserve von 15.824 (16.771) TEUR aus.
Alle Rückdeckungsversicherungen für anwartschaftliche Entgeltumwandlungsverträge und das Vermögen, das für den Pensionsplan DP DHL verwaltet wird, sind für Rechnung und Risiko für Arbeitnehmer und Arbeitgeber angelegt. Für die übernommenen Direktzusagen und laufenden Renten aus Entgeltumwandlungsverträgen werden Rückdeckungsversicherungen für eigene Rechnung abgeschlossen.
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Deckungsrückstellung gemäß § 17 Abs. 2 RechPensV | ||
| Pensionspläne Geschäftskunden/Firmenkunden und TARGO Lebensversicherung AG | ||
| Prospektive Deckungsrückstellung | 12.391 | 11.230 |
| Pensionsplan DP DHL | ||
| Prospektive Deckungsrückstellung für die Mindestleistung | 350.932 | 331.435 |
| Prospektive Deckungsrückstellung für Zusatzversorgungen | 5.297 | 5.314 |
| Benötigte Deckungsrückstellung Pensionsplan DP DHL | 356.229 | 336.749 |
| Nichtversicherungsförmiger Pensionsplan PF 112 | ||
| Prospektive Deckungsrückstellung für die Leistungsempfänger | 106.195 | 104.268 |
| Beitragszusage mit garantierter Mindestleistung (ehemaliger Bestand einer verschmolzenen Vorgängergesellschaft) | ||
| Prospektive Deckungsrückstellung für die Leistungsempfänger | 6.667 | 6.646 |
| Leistungszusage (ehemaliger Bestand einer verschmolzenen Vorgängergesellschaft) | ||
| Prospektive Deckungsrückstellung für die Leistungsempfänger | 33.507 | 33.713 |
| Benötigte Deckungsrückstellung HDI Pensionsfonds AG | 514.988 | 492.606 |
Für den Bestand der verschmolzenen Vorgängergesellschaft sind Rückdeckungsversicherungen für Rechnung und Risiko für Arbeitnehmer und Arbeitgeber angelegt.
Zu D. Andere Rückstellungen
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Sonstige Rückstellungen | ||
| a) Provisionen | 784 | 672 |
| b) Tantiemen | 171 | 108 |
| c) Kosten des Jahresabschlusses | 91 | 76 |
| d) zu zahlende Kosten und Gebühren | 90 | 11 |
| e) übrige Rückstellungen | 6 | 12 |
| Summe | 1.143 | 879 |
Zu E. Andere Verbindlichkeiten
In diesem Posten sind keine Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 1 a HGB mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren enthalten.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Zu I. Pensionsfondstechnische Rechnung
Zu I. l.a) Gebuchte Beiträge
| TEUR | 2023 | 2022 |
| laufende Beiträge | 34.440 | 33.237 |
| Einmalbeiträge | 21.495 | 25.912 |
| aus Verträgen | ||
| ohne Gewinnbeteiligung | 21.647 | 26.099 |
| mit Gewinnbeteiligung | 34.288 | 33.050 |
| beitragsbezogene Pensionspläne | 34.444 | 33.221 |
| leistungsbezogene Pensionspläne | 21.490 | 25.928 |
| Summe | 55.935 | 59.149 |
Zu. I. 3. Erträge aus Kapitalanlagen
| TEUR | 2023 | 2022 |
| Erträge aus Kapitalanlagen (Aktivposten A) | ||
| a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 161 | 267 |
| aa) davon: Erträge aus im Aktivposten A enthaltenen Lebensversicherungsverträgen, die von Pensionsfonds zur Deckung von Verpflichtungen gegenüber den Versorgungsberechtigten eingegangen werden | 1 | 110 |
| b) Erträge aus Zuschreibungen | 3.337 | 2.816 |
| bb) davon: Erträge aus im Aktivposten A enthaltenen Lebensversicherungsverträgen, die von Pensionsfonds zur Deckung von Verpflichtungen gegenüber den Versorgungsberechtigten eingegangen werden | 3.337 | 2.816 |
| c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 101 | 3 |
| cc) davon: Erträge aus im Aktivposten A enthaltenen Lebensversicherungsverträgen, die von Pensionsfonds zur Deckung von Verpflichtungen gegenüber den Versorgungsberechtigten eingegangen werden | 99 | 2 |
| Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern (Aktivposten B) | ||
| a) laufende Kapitalerträge | 1.467 | 1.042 |
| aa) davon: Erträge aus im Aktivposten B enthaltenen Verträgen bei Lebensversicherungsunternehmen, die von Pensionsfonds zur Deckung von Verpflichtungen gegenüber Versorgungsberechtigten eingegangen werden | 1.467 | 1.042 |
| b) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 857 | 0 |
| bb) davon: Erträge aus im Aktivposten B enthaltenen Verträgen bei Lebensversicherungsunternehmen, die von Pensionsfonds zur Deckung von Verpflichtungen gegenüber Versorgungsberechtigten eingegangen werden | 0 | 0 |
| Summe | 5.922 | 4.129 |
Zu I. 8. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung für eigene Rechnung
Bei den Aufwendungen in Höhe von 200 (330) TEUR handelt es sich ausschließlich um die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung.
Zu I. 10. Aufwendungen für Kapitalanlagen
| TEUR | 2023 | 2022 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen (Aktivposten A) | ||
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen | 30 | 21 |
| aa) davon: Aufwendungen für im Aktivposten A enthaltenen Lebensversicherungsverträgen, die von Pensionsfonds zur Deckung von Verpflichtungen gegenüber den Versorgungsberechtigten eingegangen werden | 0 | 0 |
| b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 8 | 2 |
| bb) davon: Aufwendungen für im Aktivposten A enthaltenen Lebensversicherungsverträgen, die von Pensionsfonds zur Deckung von Verpflichtungen gegenüber den Versorgungsberechtigten eingegangen werden | 0 | 0 |
| c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 21 | 20 |
| cc) davon: Aufwendungen für im Aktivposten A enthaltenen Lebensversicherungsverträgen, die von Pensionsfonds zur Deckung von Verpflichtungen gegenüber den Versorgungsberechtigten eingegangen werden | 0 | 0 |
| Aufwendungen für Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern (Aktivposten B) | ||
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen | 108 | 84 |
| aa) davon: Aufwendungen für die im Aktivposten B enthaltenen Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen, die von Pensionsfonds zur Deckung von Verpflichtungen gegenüber Versorgungsberechtigten eingegangen werden | 0 | 0 |
| b) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 1 | 998 |
| bb) davon: Aufwendungen für die im Aktivposten B enthaltenen Verträge bei Lebensversicherungsunternehmen, die von Pensionsfonds zur Deckung von Verpflichtungen gegenüber Versorgungsberechtigten eingegangen werden | 0 | 0 |
| Summe | 169 | 1.125 |
Die Abschreibungen auf Kapitalanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 277 Abs. 3 Satz 1 HGB von 8 (2) TEUR.
Zu I. 12. sonstige pensionsfondstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung
Die sonstigen pensionsfondstechnischen Aufwendungen in Höhe von 1.072 (0) TEUR ergeben sich aus der Auflösung von Forderungen, die im Rahmen einer Finanzierungsplanvereinbarung gebildet wurden und deren Tilgung durch Entnahme aus dem Sicherungsvermögen erfolgte. Die entsprechende Deckungsrückstellung wurde bereits im Vorjahr gebildet.
Zu II. Nichtpensionsfondstechnische Rechnung
Zu II. 1. Sonstige Erträge
| TEUR | 2023 | 2022 |
| a) Rückvergütung für die Vermittlung von Fondsanteilen | 1.067 | 1.047 |
| b) Erträge aus der Verwaltung von Rückdeckungsversicherungen | 501 | 475 |
| c) übrige Erträge | 115 | 59 |
| Summe | 1.683 | 1.582 |
Zu II. 2. Sonstige Aufwendungen
| TEUR | 2023 | 2022 |
| a) Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes | 491 | 443 |
| b) Zinsaufwendungen | 44 | 12 |
| - davon Aufzinsung für Rückstellungen: 222 | ||
| (150) EUR | ||
| c) Einlagegebühr bei Kreditinstituten | 0 | 23 |
| d) übrige Aufwendungen | 1 | 0 |
| Summe | 535 | 479 |
Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere aus dem Jahresabschluss nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse einschließlich Pfandbestellungen und Sicherungsübereignungen sowie Verbindlichkeiten aus der Begebung von Wechseln oder Schecks bestehen nicht.
Beteiligungen an unserer Gesellschaft
Alleinaktionär unserer Gesellschaft ist die HDI Deutschland Bancassurance GmbH, Hilden. Die HDI Deutschland Bancassurance GmbH, Hilden, hat uns mitgeteilt, dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der HDI Pensionsfonds AG, Hilden (Mitteilung gemäß § 20 Abs. 4 AktG) sowie gleichzeitig unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der HDI Pensionsfonds AG, Hilden (Mitteilungen gemäß § 20 Abs. 1 und 3 AktG) gehört.
Konzernabschluss
Die Gesellschaft ist Konzerngesellschaft des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover, sowie der Talanx AG, Hannover. Der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Mutterunternehmen des HDI-Konzerns) stellt nach § 341 i HGB in Verbindung mit § 290 HGB einen Konzernabschluss auf (größter Kreis), in den die Gesellschaft einbezogen wird. Für die Talanx AG als Mutterunternehmen des Talanx Konzerns ergibt sich daneben die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses aus § 341 i HGB in Verbindung mit § 290 HGB (kleinster Kreis), welcher auf der Grundlage von § 315e Absatz 1 HGB gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt wird. Die Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger bekanntgegeben.
In Anwendung der §§ 291, 292 HGB ist die Gesellschaft daher von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und eines eigenen Konzernlageberichtes befreit.
Gesamthonorare des Abschlussprüfers
Die Vergütung des Abschlussprüfers für Prüfungsleistungen ist anteilig in den Konzernabschlüssen des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V.a.G. und der Talanx AG enthalten. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023 sowie das nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Berichtspaket geprüft.
Provisionen und sonstige Bezüge der Vertreter, Personalaufwendungen
| TEUR | 2023 | 2022 |
| 1. Provisionen jeglicher Art der Vertreter | 1.091 | 1.233 |
| 2. Sonstige Bezüge der Vertreter | 0 | 0 |
| 3. Löhne und Gehälter | 144 | 96 |
| 4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 4 | 1 |
| 5. Aufwendungen für Altersversorgung | 3 | 0 |
| Summe | 1.242 | 1.330 |
Nahestehende Unternehmen und Personen
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen.
Mitarbeiter
Unsere Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr keine eigenen Mitarbeiter.
Organe der Gesellschaft
AUFSICHTSRAT
Mitglied
Sven Lixenfeld
Vorsitzender
Mitglied des Vorstands der HDI Deutschland AG Düsseldorf
Ulrich Rosenbaum
Vorsitzender des Aufsichtsrats der neue leben Lebensversicherung AG
stellv. Vorsitzender Brühl
Thomas Schneider
Chief HR Officer P&P/EVP Corporate HR Germany Deutsche Post AG
Koblenz
VORSTAND
| Mitglied | Vorstandsressorts |
| Fabian von Löbbecke | ■ Geldwäschebekämpfung |
| Vorsitzender | ■ Compliance |
| Hilden | ■ Revision |
| ■ Datenschutz | |
| ■ IT | |
| ■ Risikomanagement | |
| ■ Recht | |
| Dr. Stephan Müller | ■ Mathematik |
| (seit 1.7.2023) | ■ Controlling |
| Hilden | ■ aktuarielle bAV-Beratung |
| ■ Rechnungswesen, Bilanzierung und Steuern | |
| ■ Versicherungsmathematische Funktion | |
| ■ Vermögensanlage und -verwaltung | |
| ■ Kundenservice bAV | |
| Matthias Weber | ■ Vertriebsberatung |
| Hilden | ■ Marketingunterstützung |
| Silke Fuchs | - |
| (bis 30.6.2023) | |
| Hilden |
Organbezüge
Die Gesamtbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder für ihre Tätigkeit in unserer Gesellschaft betrugen im Berichtsjahr 95 (75) TEUR. Sofern sie auch Organe anderer Gesellschaften des Talanx Konzerns sind, erhielten die Vorstandsmitglieder darüber hinaus Bezüge für ihre Tätigkeit in diesen Gesellschaften. Im Rahmen des anteilsbasierten Vergütungssystems wurden dem Vorstand im Berichtsjahr 532 (385) virtuelle Aktien aus dem Talanx-Performance-Share-Programm mit einem Zeitwert in Höhe von 23 (15) TEUR zugeteilt.
Für ihre frühere Tätigkeit in unserer Gesellschaft erhielten ehemalige Vorstandsmitglieder oder deren Hinterbliebene Bezüge in Höhe von 10 (8) TEUR.
Im Geschäftsjahr wurden von der HDI Pensionsfonds AG keine Kredite oder Vorschüsse an die Vorstandsmitglieder gewährt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für die Tätigkeit in unserer Gesellschaft Bezüge in Höhe von 6 (6) TEUR.
Nachtragsbericht
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft nachhaltig beeinflussen würden.
Hilden, den 23. Februar 2024
Der Vorstand
Fabian von Löbbecke, Vorsitzender
Dr. Stephan Müller
Matthias Weber
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers.
An die HDI Pensionsfonds AG, Hilden
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der HDI Pensionsfonds AG, Hilden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HDI Pensionsfonds AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen den von uns vor Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 8. März 2024
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Christian Sack, Wirtschaftsprüfer
ppa. Michael Zangl, Wirtschaftsprüfer
Überschussbeteiligung
Für das Geschäftsjahr 2024 sind die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Überschussanteilsätze festgesetzt worden.
Sofern Überschussanteilsätze verändert wurden, stehen die Vorjahreswerte in Klammern hinter den aktuellen Werten.
1. Verträge für Rechnung und Risiko von Arbeitgebern und Arbeitnehmern
Die Überschussanteile teilen wir monatlich, erstmals ab Beginn des zweiten Jahres der Zusage, zusammen mit dem verbuchten Beitrag zu. Die laufenden Überschussanteile werden entsprechend den getroffenen Vereinbarungen zur Erhöhung des Altersvorsorgeguthabens verwendet.
| Berechtigte Pensionspläne | Überschusssatz | Bemessungsgröße |
| Versorgungszusagen nach dem ... | ||
| ... Pensionsplan DP DHL | ||
| ... Leistungsspektrum 1 | 0,00 % | Gezahlter Beitrag |
| ... Leistungsspektrum 2 | 1,00 % | Gezahlter Beitrag |
| ... beitragsorientierte Leistungszusage | 1,00 % | Gezahlter Beitrag |
| ... Pensionsplan GK/FK | 0,00 % | Gezahlter Beitrag |
| ... Pensionsplan TAL | 0,00 % | Gezahlter Beitrag |
2. Verträge für Rechnung und Risiko des Pensionsfonds
Werden auf das Leben des Anspruchsberechtigten Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, steht die gesamte Wertentwicklung der Rückdeckungsversicherung, sofern sie nicht zur Absicherung der zugesagten Leistung benötigt wird, auf dem Wege der Direktgutschrift dem Anspruchsberechtigten zu.
Im Versorgungsvertrag können folgende Sonderregelungen für die Verwendung der Überschüsse getroffen werden:
| ― |
Auffüllung der Deckungsrückstellung aufgrund einer aktuariell notwendigen Änderung der Rechnungsgrundlagen |
| ― |
Zahlung der Beiträge an den Pensionssicherungsverein a. G. |
| ― |
Ausschüttung an den Arbeitgeber |
Bericht des Aufsichtsrats.
Der Aufsichtsrat hat den Vorstand der HDI Pensionsfonds AG im Berichtsjahr auf der Basis ausführlicher schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht. Der Aufsichtsrat trat insgesamt zu zwei ordentlichen Sitzungen zusammen, um sich über die Geschäftsentwicklung und Lage des Unternehmens zu informieren und um die anstehenden Beschlüsse zu fassen. Weiter hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Vorlage von Unterlagen über die Lage und die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, den Geschäftsverlauf sowie das Risikomanagement unterrichten lassen. Die einzelnen Themen hat er intensiv hinterfragt, diskutiert und - soweit nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich - nach eingehender Prüfung und Beratung ein Votum abgegeben.
Darüber hinaus erfolgten im Umlaufverfahren außerhalb einer Sitzung zwei Beschlussfassungen über kurzfristig zwischen den Sitzungen zu behandelnde Themen.
Schwerpunkte der Beratungen im Plenum
Für den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland wurde das strategische Programm GO25 weiterentwickelt und die Geschäftsbereichsstrategie Anfang 2023 nachgeschärft. Diese bündelt sich nun in fünf Ressortstrategien, darunter u. a. Ertragskraft Leben - weiterhin als eindeutige Positionierung für die Gesellschaften des Geschäftsbereichs - mit dem Ziel, nachhaltig zu wachsen.
Die in der agilen Lieferorganisation - Agile@HD - gebündelten Einheiten und die agilen Zusammenarbeitsmodelle wurden in 2023 - wo erforderlich - nachjustiert sowie deren Abläufe weiterentwickelt und in kontinuierliche Regelprozesse überführt.
Im Rahmen der jährlichen Abfrage der Selbsteinschätzung durch die Mitglieder des Aufsichtsrats wurde in der Aufsichtsratssitzung am 14. November 2023 über die Ergebnisse berichtet, welche zufriedenstellend ausgefallen sind.
Der Aufsichtsrat hat für die nächste Selbsteinschätzung Mitte 2024 bislang keine Anpassung der Themenfelder beschlossen.
Angepasst an die sich aus Gesetz und der Arbeitspraxis ergebenden für den Aufsichtsrat relevanten Themen wurden im Geschäftsjahr 2023 erneut digitale Weiterbildungsangebote durchgeführt. Die Schulungen sind zudem aufgezeichnet worden und stehen den Aufsichtsratsmitgliedern auch in digitaler Form zum Selbststudium im Nachgang zur Verfügung. Für das Geschäftsjahr 2023 wurden drei Themen ausgewählt und durch interne sowie externe Referenten geschult. Die ausgewählten Schulungsthemen waren ein Update zu IFRS17, IT-Betriebssicherheit und eine durch PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführte Weiterbildung zum Thema Nachhaltigkeit. Schwerpunkte waren dabei u.a. die Nachhaltigkeitsregulatorik für Versicherungsunternehmen, insbesondere die neuen Anforderungen aus der Offenlegungsverordnung sowie künftige Aspekte zur Nachhaltigkeitsberichterstattung im Zuge von CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) und der daraus resultierenden Rechte und Pflichten für den Aufsichtsrat.
Aufgrund der steigenden Bedeutung hat sich der Aufsichtsrat zudem in der Herbstsitzung 2023 mit den aktuellen Entwicklungen zur Nachhaltigkeit, speziell zu den Themen Environmental, Social, Governance (ESG)-Regulatorik, ESG-Strategie des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland, Aufbau einer Governance und nachhaltigen Kapitalanlagen befasst und sich diese erläutern lassen. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat mit den Sitzungsunterlagen für die Aufsichtsratssitzung im Herbst 2023 über die im Mai erfolgte anlassunabhängige BaFin-Prüfung und deren Ergebnisse informiert.
Der Aufsichtsrat wurde auch in 2023 über die Lage der Gesellschaft insbesondere hinsichtlich der Finanz-, Kapitalanlagen- und Solvabilitätsentwicklung regelmäßig unterrichtet. Im Rahmen der Berichterstattung wurde den aktuellen Entwicklungen der wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Entwicklungen im Jahr 2023 Rechnung getragen. Insbesondere aufgrund der veränderten Zinsentwicklung wurden auch die entsprechenden Auswirkungen und eventuelle daraus resultierende Maßnahmen für die Gesellschaft erläutert.
Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat zustimmungspflichtige Geschäfte vorgelegt, der Aufsichtsrat hat die nach Satzung oder Geschäftsordnung notwendigen Zustimmungen in jedem Fall erteilt.
In den Quartalsberichten gem. § 90 AktG wurden unter anderem die Entwicklung des Neugeschäfts und der Beiträge sowie die Themen Kosten und Kapitalanlage dargestellt und erläutert.
Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde darüber hinaus von der bzw. dem Vorstandsvorsitzenden laufend über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen unterrichtet.
Der Gesamtvorstand entscheidet gemäß der ihm durch die Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben über die Erstellung und jährliche Überprüfung der Geschäfts- und Risikostrategie. Der Aufsichtsrat hat die Risikostrategie für das Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Sitzung vom 6. März 2023 erörtert. Die Aktualisierung der Risikostrategie wurde in der Sitzung vom 14. November 2023 erörtert und zur Kenntnis genommen.
Ferner wurde der Aufsichtsrat in den Sitzungen über den aktuellen Stand zum Risikomanagement informiert, er hat sich von der Leistungsfähigkeit des Risikomanagementsystems überzeugt. Dem Aufsichtsrat wurden zudem die vierteljährlichen Risikoberichte der Gesellschaft zur umfänglichen Information zugeleitet. Bei Bedarf erhielt der Aufsichtsrat detaillierte Informationen insbesondere zur Risikolage der Gesellschaft sowie zu den seitens des Vorstands zur Stabilisierung geplanten und ergriffenen Maßnahmen.
Insgesamt wird damit den aufsichtsbehördlichen Anforderungen an das Risikomanagement im Rahmen einer guten und verantwortungsbewussten Unternehmensführung und -überwachung entsprochen.
Ergänzend wurde der Aufsichtsrat in den Sitzungen neben dem Risikomanagement auch über den aktuellen Stand der weiteren Governance-Funktionen Versicherungsmathematische Funktion, Compliance und Revision informiert und hat sich somit von der Leistungsfähigkeit aller Governance-Funktionen überzeugt.
Der Aufsichtsrat sah sich zu Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 AktG im Geschäftsjahr 2023 nicht veranlasst.
Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand seine operativen Schwerpunkte zutreffend gesetzt und geeignete Maßnahmen ergriffen hat. Insgesamt hat der Aufsichtsrat im Rahmen seiner gesetzlichen und satzungsgemäßen Zuständigkeiten an den Entscheidungen des Vorstands mitgewirkt und sich von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt.
Jahresabschlussprüfung
Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft worden.
Die Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben; in dem erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wird erklärt, dass der Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 vermittelt. Der Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Der Abschlussprüfer erklärt gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB, dass die Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern zur Sitzung zugeleitet.
Der Abschlussprüfer war in der Aufsichtsratssitzung am 11. März 2024 über die Beratung des Jahresabschlusses und des Lageberichts anwesend, hat über die Durchführung und Qualität der Prüfung berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zum Jahresabschluss und Lagebericht wie auch zum Prüfungsbericht zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss erörtert und auch den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft und zu einzelnen Punkten Nachfragen an den Abschlussprüfer gerichtet. Der Aufsichtsrat ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Prüfungsbericht in Übereinstimmung mit den §§ 317 und 321 HGB steht und keinen Bedenken begegnet. Weiter ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass der Lagebericht die Anforderungen des § 289 HGB erfüllt und in Übereinstimmung mit den Aussagen der Berichte an den Aufsichtsrat gemäß § 90 AktG steht. Der Lagebericht steht auch in Einklang mit der eigenen Einschätzung des Aufsichtsrats hinsichtlich der Lage der Gesellschaft. Dem Lagebericht und insbesondere den dort getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmt der Aufsichtsrat zu.
Zudem hat der Aufsichtsrat die Qualität der Abschlussprüfung anhand der vorgelegten Berichterstattung geprüft.
Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat selbst vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind Einwendungen nicht zu erheben, so dass der Aufsichtsrat sich dem Urteil des Abschlussprüfers angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss am 11. März 2024 gebilligt hat. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.
Der Aufsichtsrat hat ferner den Bericht des Verantwortlichen Aktuars über die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts 2023 zur versicherungsmathematischen Bestätigung nach Aussprache ohne Beanstandung entgegengenommen.
Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat und weitere Mandate
Frau Silke Fuchs hat mit Wirkung zum Ablauf des 30. Juni 2023 ihr Mandat als Mitglied und Vorsitzende des Vorstands niedergelegt.
Herr Fabian von Löbbecke wurde in der Sitzung vom 6. März 2023 mit Wirkung ab dem 1. Juli 2023 zum Vorsitzenden des Vorstands der Gesellschaft ernannt sowie darüber hinaus vom Aufsichtsrat mit Wirkung ab 1. Januar 2024 wiederbestellt. Herr Dr. Müller wurde im Wege einer Beschlussfassung außerhalb einer Sitzung am 25. Mai 2023 mit Wirkung ab dem 1. Juli 2023 zum Mitglied des Vorstands ernannt.
Der Aufsichtsrat nahm anlässlich dieses Wechsels eine Anpassung der Ressortverteilung vor. Der Aufsichtsrat hat Frau Fuchs Dank und Anerkennung für die langjährige Vorstandstätigkeit ausgesprochen.
In der Sitzung vom 6. März 2023 standen turnusmäßige Neuwahlen des Aufsichtsrats an. Herr Sven Lixenfeld, Herr Ulrich Rosenbaum und Herr Thomas Schneider wurden mit Wirkung ab Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 6. März 2023 für eine volle Amtsperiode in den Aufsichtsrat der Gesellschaft wiedergewählt. In der unmittelbar anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats wurden Herr Sven Lixenfeld zum Vorsitzenden und Herr Ulrich Rosenbaum zum stellvertretenden Vorsitzenden aus der Mitte des Gremiums gewählt.
Dank an Vorstand und Mitarbeiter
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und die im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich geleistete Arbeit.
Hilden, 11. März 2024
Der Aufsichtsrat
Sven Lixenfeld, Vorsitzender
Ulrich Rosenbaum, Stv. Vorsitzender
Thomas Schneider
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LPV Lebensversicherung AG
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Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Kocks GmbH
79mHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
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Kokerei
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