SKS Kontakttechnik GmbHLiquidiert

09366 Niederdorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 15817
Eingetragen
14.7.1998
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kontaktbauelementen, Sensoren und elektromechanischen Komponenten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Falk Langer
seit 4.1.2022
Geschäftsführer
Michael Lüdke
seit 4.1.2022
Geschäftsführer
Katja Schneider
seit 24.1.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SKS Kontakttechnik GmbH

Niederdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der SKS Kontakttechnik GmbH, Niederdorf

1. Grundlagen

a) Geschäftsmodell

Die SKS Kontakttechnik GmbH - nachfolgend SKS genannt - beschäftigt sich mit Entwicklungen und der Produktion von elektromechanischen und elektrischen Kontakten, Steckverbindern, Baugruppen und Systemen. Die Wertschöpfungskette reicht von Engineering-Dienstleistungen über Werkzeugbau, Automatenstanzen und -biegen, Kunststoffspritzen, Vergießen von Komponenten und Schäumen von Dichtungen, Kabelbearbeitung, Bestückung von Leiterplatten sowie Montage von Elektrik- und Elektronikteilen bis hin zum fertigen System. Der Fokus liegt auf dem OEM-Geschäft, aber auch der Vermarktung unter eigenem Label.

Der Sitz der Gesellschaft ist Niederdorf in der Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau, direkt an der Abfahrt Stollberg Nord der Autobahn A72.

b) Ziele und Strategien

Die SKS ist seit 01.01.2019 eine Tochtergesellschaft der Phoenix Contact GmbH & Co. KG.

Phoenix Contact ist der nachhaltigen Entwicklung von Lebens- und Wirtschaftsräumen verpflichtet. Die Unternehmensgruppe ist sich ihrer Rolle in Gesellschaft und Umwelt bewusst. Den Anforderungen der Corporate Social Responsibility (CSR) sowie Corporate Compliance (CC) folgend stellt Phoenix Contact die Einhaltung von Gesetzen, allgemeingültigen Werten und Prinzipien sicher und lebt Integrität und Rechtschaffenheit. Die Unternehmensgruppe fördert gesellschaftliches Engagement.

Die Unternehmensstrategie und die gesellschaftliche Verpflichtung werden in den Corporate Principles aufgegriffen und gelebt.

Mit Leidenschaft für Technologie und Innovation schaffen wir gemeinsam eine nachhaltige Welt.

Mission

Lösungen für Elektrifizierung, Vernetzung und Automatisierung sind unser Beitrag für eine Welt, in der regenerative Energie zum Nutzen aller zur Verfügung steht.

Culture

Unabhängig -

Wir handeln stets so, dass unsere unternehmerischen Entscheidungsfreiräume gesichert bleiben.

Innovativ gestaltend -

Wir verstehen Innovation als wegweisenden Brückenschlag in eine nachhaltige Zukunft; so entwickeln wir vorausschauend das Unternehmen.

Partnerschaftlich vertrauensvoll -

Unser Handeln wird von wechselseitig verpflichtendem Geist, von Freundlichkeit und Aufrichtigkeit getragen. Unsere Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern sind auf beiderseitig nachhaltigen Nutzen ausgerichtet. Unsere Unternehmenskultur fördert Vertrauen und die Entwicklung der Mitarbeitenden zum Erreichen vereinbarter Ziele.

Die SKS unternimmt alle Anstrengungen, um mit deren Geschäftspartnern den Code of Conduct der Phoenix-Contact-Gruppe umzusetzen und zum Bestandteil der Geschäftsbeziehung zu machen, wie dies auch auf der eigenen Website zum Ausdruck gebracht wird.

c) Forschung und Entwicklung

Die SKS ist im Kern Dienstleister im Bereich Entwicklung und Fertigung.

In der Produktentstehung spielen dabei zeitliche Aspekte eine wesentliche Rolle; Time-to-Market[1] wird immer mehr zu einer entscheidenden Komponente. Es gilt, gute Produktideen immer schneller in nutzbare Produkte umzuwandeln. Durch die hohe Fertigungstiefe und damit verbundene Kompetenz in der Wertschöpfung differenziert sich die SKS im Markt.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den konzerneigenen Kunden ist zudem wesentlicher Baustein für die langfristigen Unternehmensziele. Maßgabe bleibt trotzdem weiterhin den überwiegenden Erlösanteil mit OEM-Kunden zu generieren. Dadurch bleibt SKS auch weiterhin der direkte Blick auf die Erfordernisse des Marktes erhalten, kann sich den Herausforderungen stellen und auf die Anforderungen entsprechend reagieren.

Es ist ferner zu erkennen, dass Effekte der Zusammenarbeit von SKS mit deren Kunden erfolgversprechend auch auf die Phoenix Contact-Gruppenunternehmen ausstrahlen können.

F&E Schwerpunkte 2023

In 2023 ist es gelungen für die SKS wegweisende neue Kunden und Aufträge zu gewinnen, in dem gezielt innovative Produktideen umgesetzt wurden. Gerade im Umfeld der aktiven I/Os und der passiven Verteiler wurde eine Vielzahl an neuen Projekten gewonnen und verwirklicht. Dabei kristallisiert sich immer mehr eine Plattformstrategie für diese elementaren Produktfamilien heraus, welche durch die zusätzliche Grundlast aus der Gruppe zu planbaren Automatisierungsschritten für wiederverwendbare Baugruppen führt.

Weiterhin hervorzuheben ist die erfolgreiche Fortführung der Integration der Innovativen PushLock-Anschlusstechnik in neue Steckverbinderfamilien. So wurde im Jahr 2023 die neue SACC M8-Steckverbinderfamilie umgesetzt, die SACC M12-Power-Steckverbinderfamilie erweitert und die IPD-Familie um eine 5pol-Variante für Phoenix Contact ausgebaut.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung schwächte sich im Verlauf des Jahres 2023 zunehmend ab. Sowohl das Auslaufen der staatlichen Stützungsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Folgen und Ukraine-Krise als auch die Bekämpfung der Inflation durch die Zentralbanken wirkten dämpfend auf die Wirtschaft. Die Normalisierung der Lieferketten spiegelte sich positiv in der Auftragslage der Unternehmen wider.

Jedoch belasteten hohe Lohnabschlüsse die Unternehmensergebnisse.

Die Zentralbanken setzten ihre Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung fort. Während die US-amerikanische Notenbank FED[2] seit Juli 2023 die Zinsen nicht mehr erhöhte, hielt die EZB[3] die Zinsen seit September konstant. Die Inflationszahlen gingen zurück und gleichzeitig verlor die Wirtschaft an Schwung, was sich im stetigen Abbau der Auftragsbestände zeigte.

Die Inflation im Euroraum betrug im Jahresdurchschnitt 5,4% und lag damit wie im Vorjahr deutlich über dem angestrebten Ziel von 2,0%. In den USA fiel die Inflationsrate von 8,0% des Vorjahres auf 4,1% im Jahr 2023. Die kräftigen Erhöhungen der Zentralbankzinsen zeigten somit Wirkung und der Zinserhöhungspfad flachte sich ab. Die FED erhöhte den Leitzins bis zum Jahresende nur noch um einen Prozent-Punkt auf 5,5%, während der Leitzins der Europäischen Zentralbank um insgesamt 2,0%-Punkte auf 4,5% anstieg.

Die wirtschaftliche Erholung konnte nicht fortgesetzt werden. Das Wirtschaftswachstum schwächte sich auf globaler Ebene nochmals um -0,3%-Punkte ab und betrug 2,7%. Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schwellenländer um 0,4%-Punkte zulegte, sank das Wachstum in den Industrieländern um -1,0%-Punkt auf 1,6%.

Allgemeine Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts:

2023 2022 Veränderung
Welt 2,7% 3,0% -0,3%-Punkte
Schwellenländer 4,1% 3,7% +0,4%-Punkte
Industrieländer 1,6% 2,6% -1,0%-Punkt

China konnte 2023 das Bruttoinlandsprodukt um 2,2%-Punkte steigern. Allerdings bremste die hohe Verschuldung der lokalen Regierungen, die Immobilienkrise sowie die Auswirkung der Ein-Kind-Politik das Wirtschaftswachstum.

In den USA führten die gestiegenen Hypothekenzinsen zu einem Rückgang beim Wohnungsbau, dennoch konnte vor allem durch verstärkten Privatkonsum ein Wachstum von 2,4% erzielt werden.

Indien konnte aufgrund der geopolitischen Entwicklung und der weiterwachsenden Bevölkerung ein Wachstum von 7% verzeichnen.

2023 2022 Veränderung
Indien 7,0% 6,7% +0,3%-Punkte
China 5,2% 3,0% +2,2%-Punkte
Brasilien 2,9% 3,0% -0,1%-Punkte
USA 2,4% 1,9% +0,5%-Punkte
Japan 1,9% 1,0% +0,9%-Punkte

Das Wirtschaftswachstum im Euroraum betrug im Jahresdurchschnitt 0,5% und war damit um 2,9%-Punkte schwächer als im Vorjahr. In Spanien ging das Wachstum auf 2,3% zurück. Ursächlich hierfür waren Sondereffekte aus dem Tourismus im Vorjahr. Nichtsdestotrotz stellte dieses Wachstum einen Spitzenwert innerhalb Europas dar. Die wirtschaftliche Entwicklung von Polen und Großbritannien war mit Wachstumsraten von 0,3% nahezu unverändert, während Italien und Frankreich mit Wachstumsraten von 0,7% bzw. 0,8% schwach zulegen konnten. Das Schlusslicht in Europa bildete Deutschland, das eine negative Wachstumsrate von -0,2% aufwies.

Im zweiten Halbjahr 2023 rutschte der Euroraum in die Rezession. Ursächlich hierfür war der wirtschaftliche Einbruch des Bausektors und fehlende Auftragseingänge in vielen Wirtschaftsbereichen. Die Industrie war mit gestiegenen Zinsen und einer schwachen globalen Nachfrage konfrontiert.

Entwicklung des BIP in ausgewählten Ländern Europas:

2023 2022 Veränderung
Eurozone 0,5% 3,4% -2,9%-Punkte
Spanien 2,3% 5,8% -3,5%-Punkte
Frankreich 0,8% 2,5% -1,7%-Punkte
Italien 0,7% 3,8% -3,1%-Punkte
Polen 0,3% 4,9% -4,6%-Punkte
Großbritannien 0,3% 4,3% -4,0%-Punkte
Deutschland -0,2% 1,9% -2,1%-Punkte

b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) meldete für den Zeitraum Januar bis Oktober 2023 einen Zuwachs der preisbereinigten Produktion von 2,2% sowie des Umsatzes von 8,9%. Der Jahresumsatz betrug für den genannten Zeitraum € 198,5 Mrd. Die Inlandsumsätze nahmen um 10,7% zu und erhöhten sich somit stärker als die Auslandsumsätze, die um 7,4% stiegen. In Summe verringerten sich die Auftragseingänge um -1,4%. Während sich die Inlandsorders um 4,6% erhöhten, sanken die Auslandsbestellungen um -6,1%. Die Exporte steigerten sich bis September 2023 um 5,3%. Die starke Zunahme der Importe von 6,6% führte nach Jahren der Exportüberschüsse zu einem Importüberhang von fast zwölf Milliarden Euro. Aufgrund der abnehmenden Auftragseingänge wurden die Produktionspläne nach unten angepasst. Die Zahl der Beschäftigten betrug im September 2023 906.200 und war im Jahresvergleich damit um 2,9% höher als im Vorjahr, allerdings wurden Neueinstellungspläne zurückgestellt.

Die Produktion im deutschen Maschinen- und Anlagenbau als eine wesentliche Abnehmerbranche blieb im Zeitraum von Januar bis November gegenüber dem Vorjahr mit +0,3% nahezu unverändert. Die Kapazitätsauslastung lag im Oktober 2023 bei 85,9% und sank damit im Jahresverlauf deutlich. Sie war damit erstmals seit 2021 niedriger als das langjährige Mittel von 86,1%. Die Beschäftigtenzahl befand sich im Oktober mit 1.033.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern knapp über Vorjahresniveau (+1,6%). Nach einer Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Kurzarbeiter auf knapp 15.000 gestiegen. Mit einem weiteren Anstieg ist in den nächsten Monaten zu rechnen. Der nominale Umsatz stieg im Zeitraum Januar bis Oktober 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,8% auf € 214,1 Mrd. Der Export verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Anstieg um 4,6% auf € 171,8 Mrd. Der Export verlangsamte sich jedoch im Jahresverlauf deutlich. Davon waren nahezu alle Regionen betroffen. In den Monaten August bis Oktober war das Minus mit -7,9% am größten. Die USA - als größter Einzelmarkt - waren in den genannten drei Monaten mit einem Plus von 6,4% noch positiv, aber dieser Zuwachs hat sich im Jahresverlauf mehr als halbiert. Der Auftragseingang ging im Zeitraum Januar bis November gegenüber dem Vorjahr um -6% zurück. Während der inländische Auftragseingang um -4% fiel, verringerten sich die Orders aus dem Ausland um -7%.

c) Geschäftsverlauf

In das Jahr 2023 startete die SKS noch mit einem hohen Auftragsbestand. Allerdings war der Auftragseingang zum Jahresstart bereits deutlich abgekühlt, was sich im 3. und 4. Quartal noch weiter verstärkte. Der Auftragsbestand selbst war zudem ungleichmäßig über die unterschiedlichen Produktfamilien und Produktionsbereiche verteilt. Der Auftragsrückhang wurde auf den Linien mit elektronischen Bauelementen bereits bis zum Sommer fast vollständig abgebaut. Infolgedessen sank der Umsatz ab Sommer stark ab und in der rollierenden Planung mussten die Jahresziele stark korrigiert werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz im Jahr 2023 um 9,5% auf € 47,6 Millionen gesunken.

Die Phoenix Contact-Gruppe hatte 2022 dabei einen Anteil von 32,3% am Gesamtumsatz der SKS, im Jahr 2023 ist der Anteil auf 30,9% gefallen. Die Abhängigkeit vom Konzerngeschäft konnte somit sogar weiter leicht reduziert werden. Im Jahr 2024 gehen wir aber von einer Gegenbewegung und einem stärkeren Gruppenanteil aus.

Maßgeblich wird das Ergebnis durch Geschäftsbeziehungen mit Hauptkunden bestimmt. Der Umsatz mit der Phoenix Contact Gruppe sank um -14%. Wobei das Ergebnis im Detail sehr unterschiedlich nach den Geschäftsbereichen und komplett gegenläufig zum Vorjahr ausfiel. Mit der Phoenix Contact Electronics GmbH, wurde der Umsatz um 80,6% gesteigert. Die noch vorhandenen Auftragsbestände stellen einen großen Teil des Auftragsbestandes aus 2022 dar. Der Umsatz mit der Phoenix Contact GmbH & Co. KG, maßgeblich mit der BU IFC, nahm um -24,7% ab. Hintergrund für diese stark unterschiedliche Entwicklung war neben den allgemein einfrierenden Auftragseingängen, der Unterschied in den Rückhängen und Auftragsbeständen.

Der größte Direktkunde schloss das Jahr mit € 6,1 Mio. (-3% zum Vorjahr) ab. Beim zweitgrößten Direktkunden lag der Umsatzeinbruch sogar bei -20%. Starkes Wachstum war dagegen im Kundenkreis von aktiven Verteilern zu verzeichnen. Bei den beiden größten Kunden für diese Produktgruppe wurden die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt.

85,7% des Umsatzes werden mit 25 Kunden erlöst, dabei haben die TOP10-Kunden einen Anteil von 67,6%. Der Exportanteil der SKS-Produkte liegt leicht gestiegen bei 17,8% und verteilt sich auf Länder der Europäischen Union und 28 Länder außerhalb der EU.

Die tragende Produktgruppe ist weiter der passive Verteiler (21,9%), gefolgt von T&M unter dem eigenen Label Hirschmann (14,3%) und aktiven Verteilern (13,7%), wobei die Produktgruppe mit 64,7% starkes Wachstum aufwies. Als Ursache ist hierbei die deutlich verbesserte Versorgung mit Halbleitern (Chips) im Vergleich zum Vorjahr zu sehen.

Um die Wettbewerbsfähigkeit und den Ertrag zu sichern, startete bereits früh im Jahr 2023 das gruppenweite Kostensenkungs-Programm (CPP). Ab dem 1. Oktober 2023 führte die SKS zudem Kurzarbeit in der Produktion und den produktionsnahen Bereichen ein.

Positiv zu vermerken ist, dass trotz der schwachen Auftragseingänge viele neue Kundenprojekte gewonnen werden, welche in 2023 noch nicht zum Umsatz beitragen konnten, aber für 2024 zusätzliche Umsätze garantieren.

Entsprechend der Entwicklung der Marktlage wurden Anpassungen bei den Investitionstätigkeiten vorgenommen. Ursprüngliche Planinvestitionen in Höhe von 21% der Gesamtinvestitionssumme wurden bereits jetzt in Folgejahre verschoben. Trotzdem konnten relevante Erweiterungen im Werkzeugbau, in der Automatenfertigung zur Erhöhung des Automatisierungsgrades sowie in die Gebäudeinfrastruktur getätigt werden. In Kombination mit den tiefgreifenden Veränderungen der Produktions- und Logistik-Struktur innerhalb der SKS im Vorjahr wurden wesentliche Maßnahmen zur Erreichung der anspruchsvollen Ziele der nächsten Jahre umgesetzt.

Mit der Akquisition der SKS durch die Phoenix Contact Gruppe wurden weitere Möglichkeiten zur Erweiterung bzw. Fokussierung geschaffen, mit dem Ziel die SKS auch als Competence Center von elektromechanischen Lösungen für die Gruppe zu etablieren und das eigene Geschäftsmodell gezielt weiterzuentwickeln. In den fünf Jahren, in denen das Unternehmen zur Phoenix-Contact-Gruppe gehört, lag ein weiterer Fokus auf der Integration in den Bereichen Governance-Systeme, IT, HR und Einkauf.

Zu erwähnen sei dabei, dass im Jahr 2023 die Digitalisierung von Prozessen weiter vorangetrieben wurde, eingeführt wurde unter anderem, die im Konzern bereits genutzte Software iManSys. Dieses Tool unterstützt bei allen Anforderungen in den Bereichen Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit, Qualität und Umweltmanagement. Weiterhin wurde die Software HK-Calc zur Kalkulation von Ziel-, Plan- und Ist-Herstellkosten eingeführt, wodurch eine einheitliche Gestaltung der Produktionskostenkalkulation und eine transparente Darstellung der Kostenstruktur innerhalb der Gruppe sichergestellt wird.

d) Wirtschaftliche Lage

i. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sanken zum Vorjahr um 9,5%, was einen Jahresumsatz 2023 von € 47,6 Mio. ausmacht. Vom Brutto-Gesamtumsatz (vor Erlösminderungen) der SKS entfallen € 39,2 Mio. auf Deutschland, € 3,8 Mio. auf die europäische Union und € 4,7 Mio. auf Drittländer.

Einhergehend mit dem Umsatzrückgang ist im Materialaufwand ebenso eine deutliche Minderung zu verzeichnen. Die Materialaufwandsquote lag bei 50,1%.

Die Personalkosten betragen € 15,2 Mio. Der durchschnittliche Personalbestand, umgerechnet auf Vollzeitäquivalente, stieg 2023 um 12 Personen auf 336 Mitarbeitende. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren 334 Personen beschäftigt.

Das erzielte Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von € 2,2 Mio. ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um mehr als die Hälfte, d.h. € 2,8 Mio., gesunken.

ii. Vermögens- und Finanzlage

Es wurden insgesamt Investitionen in Höhe von € 2,1 Mio. getätigt, davon € 1,8 Mio. in Maschinen und Anlagen.

Der Bestand an Vorräten - Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren als auch geleistete Anzahlungen beträgt € 11,6 Mio. Als wesentliches Ziel des Jahres 2023 wurde der Lagerabbau ausgegeben. Ein Abbau des Lagers wird zum 31.12.2023 mit € 2,9 Mio. ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken um € 1,3 Mio. auf € 4,7 Mio. Der überwiegende Anteil des Rückgangs entfällt mit € 1,0 Mio. auf das Cash-Pool-Konto, welches mit der Phoenix Contact GmbH & Co. KG unterhalten wird und zum Stichtag € 0,8 Mio. ausweist.

Das Eigenkapital beträgt unverändert € 13,4 Mio., was einer Eigenkapitalquote von 55,1% entspricht.

Die Rückstellungen betragen mit T€ 0,8 um T€ 0,1 weniger als im Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sowie Lieferungen und Leistungen liegen mit T€ 549 unter dem Vorjahresniveau von T€ 861. Die übrigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um € 2,7 Mio. auf € 9,5 Mio. gesunken. Diese resultiert aus der Tilgung des Fremddarlehens in Höhe von € 3,0 Mio.

e) Gesamtaussage

Die im Lagebericht des Vorjahres angestrebte Gesamtzielsetzung bezüglich der Umsätze wurden wie auch das EBIT nicht erreicht. Gründe liegen im Wesentlichen im stark zurückgegangenen Auftragseingang, den gleichzeitig gestiegenen Kosten u.a. durch die Haustarifeinführung und die noch nachwirkenden Preiserhöhungen aus der angespannten Lage im Beschaffungsmarkt der beiden Vorjahre. Durch gezielte Maßnahmen, wie das aus der Gruppe gesteuerte Performance Programm und die am Standort frühzeitig umgesetzte Kurzarbeit konnte die Lage im 4.Quartal stabilisiert werden.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung wichtiger Kennzahlen:

2023 2022 Veränderung
Bilanzsumme € 24,2 Mio. € 27,3 Mio. € -3,1 Mio.
Eigenkapital € 13,4 Mio. € 13,4 Mio. -
Umsatzerlöse € 47,6 Mio. € 52,6 Mio. € -5,0 Mio.
operatives Ergebnis (EBIT) € 2,2 Mio. € 5,0 Mio. € -2,8 Mio.
Abschreibungen € 0,9 Mio. € 0,7 Mio. € 0,2 Mio.

3. Prognosebericht

Nicht nur der andauernde Krieg in der Ukraine und der Nahost-Konflikt, sondern auch die Spannungen mit China und die Präsidentschaftswahlen in den USA werfen bereits ihren Schatten voraus und verunsichern Politik und Wirtschaft. Die dramatisch gestiegene geopolitische Unsicherheit hat einen schwer planbaren Einfluss auf die wirtschaftlichen Aktivitäten in Deutschland und der Welt.

Das von den europäischen und amerikanischen Unternehmen angestrebte sogenannte Decoupling[4] von China hat zudem kostensteigernde Effekte, die sich mindestens dämpfend auf die Wirtschaftsleistung auswirken werden.

Andererseits entsteht hieraus gerade für die SKS auch eine große Chance, welche sich als lokaler Partner für zumeist europäischen und amerikanischen Kunden darstellt.

Für die Weltwirtschaft wird 2024 ein Wachstum von 2,4% prognostiziert. In China wird ein Wachstum von 4,9% erwartet, während dieses in den USA 1,7% beträgt. Für den Euroraum wird mit einem schwachen Wachstum von 0,5% gerechnet. Für Deutschland ist für das Jahr 2024 von einem negativen Wachstum von -0,1% auszugehen.

Wie die Umfragen bezüglich des Geschäftsklimas unter den Mitgliedsunternehmen des ZVEI zu Beginn 2024 zeigen, erwarten lediglich 11% der Unternehmen ein Wachstum ihrer Aktivitäten, 49% gehen vom unveränderten Geschäftsniveau aus und 40% rechnen mit einem Rückgang. Die Volkswirte des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwarten für 2024 einen Rückgang der realen Produktion von -4,0%.

Die Unternehmensplanung für 2024 erfolgt unter den Prämissen der oben beschriebenen konjunkturellen Lage. Aufgrund des zwar gesunken, aber stabilen Auftragseingangs und des aktuell in bestimmten Produktbereichen noch bestehenden Auftragsbestandes in zweistelliger Millionenhöhe sowie der Neuprojektanläufe mit Neukunden, wird eine leichte Erhöhung des Umsatzes für 2024 erwartet. Weitere Annahmen lassen sich aus dem Risikobericht (Abschnitt 4) ableiten.

Die SKS plant ein Umsatzwachstum von mehr als 4,8%, wobei der Anteil der Phoenix-Contact-Gruppe mit 36,0% geplant ist.

Die Gesellschaft erwartet für das Jahr 2024 ein EBIT in Höhe von 8,5%.

Investitionen sind in Höhe von € 1,9 Mio. vorgesehen, welche zum überwiegenden Teil Maschinen und Anlagen betreffen.

4. Risikomanagement, Chancen- und Risikobericht

a) Risikomanagement

Das Risikomanagement hat die Aufgabe, bestehende Risiken frühzeitig zu erfassen, zu analysieren und zu bewerten. Die Risiken, die für die Unternehmensgruppe wesentlich sind, werden im Risikomanagementsystem detailliert beschrieben und bewertet. Ziel ist es, eine interne Transparenz zu schaffen und das Risikobewusstsein zu erhöhen. Im Risikohandbuch der Unternehmensgruppe sind Konzept, Methoden sowie Umsetzung beschrieben. Regelmäßig wird der Geschäftsführung und dem Beirat zum Stand der Risiken sowie der eingeleiteten Maßnahmen Bericht erstattet.

Die Entscheidungen des Managements beruhen auf dem Konzept eines mehrstufigen Risikomanagements, das frühzeitig Risiken identifiziert. Dieses umfasst betriebswirtschaftliche Werkzeuge zur Entscheidungshilfe sowie ein zeitnahes Berichtswesen. Die Risikoverantwortlichen der Fachbereiche ergreifen geeignete Maßnahmen, um operativ Risiken zu minimieren und die Wahrscheinlichkeit zu mindern, dass sie eintreten. Dadurch wird die Wertschöpfungskette abgesichert. Aktualisierte Prognosen und eine angemessene Planung lassen rechtzeitig kritische Abweichungen erkennen. Ein kontinuierlicher Controlling-Prozess stellt sicher, dass die Risiken überwacht und Maßnahmen eingehalten werden.

b) Chancen

Maßgebliches Ziel von SKS bleibt nachhaltiges und profitables Wachstum, wobei ein ausgewogenes Verhältnis von Risiken und Chancen angestrebt wird. Wir erwarten für die kommenden Jahre eine solide und wachsende Nachfrage nach Produkten und Lösungen der Elektromechanik und Elektronik. Dies betrifft noch nicht erschlossene Marktpotenziale vorhandener Produktlinien sowie zunehmende kundenspezifische Lösungen. Darüber hinaus bieten die Megatrends Konnektivität, Mobilität, Neo-Ökologie, Digitalisierung, Urbanisierung und Globalisierung langfristige Chancen, da die SKS im Rahmen der Phoenix Contact-Gruppe einerseits schon entsprechende spezielle Entwicklungs- und Produktexpertisen für Lösungen besitzt bzw. im Rahmen der Gruppe partizipieren kann.

Nachhaltiges Wachstumspotenzial besteht in den Märkten für Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Intelligente Netze, Wasserwirtschaft und Elektromobilität, Logistik und Agrartechnik. Für viele Fragen der Menschheit werden elektrotechnische Produkte und Lösungen Teil der Antwort sein. Die SKS wird speziell in diesen Märkten vom Zugang der Phoenix Contact Gruppe über das breite Vertriebsnetzwerk profitieren.

Chancen werden zudem in der besseren Nutzung interner Potenziale gesehen. Dies betrifft die Prozesse in Entwicklung, Produktion, Beschaffung, Vermarktung und der Verwaltung. Dort wird eine Steigerung der Effizienz angestrebt, insbesondere durch stetige Verbesserung der eingesetzten Systeme sowie durch Optimierungen und Automatisierung in den Prozessabläufen. Eine moderate Entwicklung der operativen Kosten bildet vor dem Hintergrund eines volatileren gesamtwirtschaftlichen Umfelds die Grundlage für weiteres, profitables Wachstum der SKS Kontakttechnik GmbH.

Seit einigen Jahren greift Phoenix Contact die digitale Transformation aktiv auf. Mit dem Produkt- und Lösungsportfolio wird die Unternehmensgruppe von der Digitalisierung in der Industrie überdurchschnittlich profitieren. Potenziale aus der Digitalisierung werden gezielt über Projekte erschlossen und im Erfolgsfall in das Produkt- und Leistungsangebot von Phoenix Contact überführt. Bereits erschlossene Wachstumsfelder sind die Netzwerk- und Steuerungstechnik, das für Maschinensicherheit entwickelte Produktportfolio "Safety" sowie die Produkte der Cyber Security zur Absicherung industrieller Anlagentechnik. Hierneben werden über die Digitalisierungsprojekte auch Effizienzpotenziale gehoben, die durch Prozessintegration und -automatisierung realisiert werden können. Insbesondere die stetig fortschreitende Harmonisierung der Systemlandschaften ermöglicht Shared Service Ansätze, die stetig ausgebaut werden. Die großen Digitalisierungsprojekte der Unternehmensgruppe sind in einer Roadmap zusammengefasst und mit einem Projektmanagement je Projekt unterlegt. Eine regelmäßige Berichterstattung an das Management stellt sicher, dass die Projekte entsprechend der Planung realisiert werden. Risiken oder Abweichungen zum Plan werden über die etablierten Projektstrukturen und Berichtswege transparent gemacht und nachverfolgt. Fallback-Lösungen stellen sicher, dass Digitalisierungsprojekte nicht zu Betriebsunterbrechungsszenarien führen.

Phoenix Contact unterhält eine M&A[5] Funktion, die gezielt Unternehmen analysiert und bewertet. Hierdurch wird das bestehende Leistungsportfolio der Unternehmensgruppe strategisch erweitert. Über die eigene Venture Capital Gesellschaft werden zudem Beteiligungen an Start-ups zur Erschließung innovativer Technologien eingegangen. Der Bereich "New Business" ermöglicht es dem Unternehmen, neue Geschäftsfelder abseits des bestehenden Produkt- und Leistungsportfolios zu entwickeln. Darunter fallen derzeit insbesondere die Aktivitäten rund um die Elektromobilität.

Die weltweiten Produktions- und Vertriebsnetzwerke sichern langfristig das Wachstum der Unternehmensgruppe, so dass auch SKS Synergieeffekte hieraus zieht. Die hohe Innovationskraft sowie das breite Produkt- und Leistungsportfolio sind der Schlüssel für den Markterfolg.

c) Risiken

Umfeldrisiken

Absatzmarktrisiken

Die Nachfrage in den Märkten, in denen die SKS aktiv ist, unterliegt zyklischen Schwankungen. Phasen der Hochkonjunktur (2021-2022) wechseln sich ab mit Phasen verhaltenen Wachstums (2012 - 2016) oder Rezessionen (2009). Im Rahmen der jährlichen Unternehmensplanung werden interne und externe Einschätzungen herangezogen, um zu einer möglichst erwartungstreuen Planung zu kommen. Unterjährig erfolgt ein anforderungsgerechtes Monitoring des Auftragseingangs und Auftragsbestandes. Monatliche Reportings, Forecast- und Prognoseprozesse überprüfen laufend, ob das Marktverhalten von der Unternehmenserwartung abweicht. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass bei signifikanten Abweichungen von der Planerwartung kostendämpfende oder kapazitätserweiternde Maßnahmen zeitnah umgesetzt werden können.

Beschaffungsmarktrisiken

Im Rahmen des operativen Geschäfts ist die SKS den Preisschwankungen auf weltweiten Beschaffungsmärkten ausgesetzt, die nur teilweise in Form von Preiserhöhungen weitergegeben werden können. Den Beschaffungsrisiken wird durch vertragliche Vereinbarungen sowie durch eine gezielte Synergie mit dem Supply Chain Management der Firmengruppe begegnet. Überdies werden für definierte Beschaffungsgüter Sicherheitsbestände vorgehalten.

Politische oder wirtschaftliche globale Krisen sorgen immer wieder dafür, das Lieferketten ins Stocken geraten. Durch Störungen innerhalb der Lieferkette entstehen in der Folge Lieferengpässe. Dies kann bereits bei der Beschaffung von Materialien beginnen, die für die Herstellung eines Produktes nötig sind. Aber auch Fehler bei der tatsächlichen Produktion oder Verzögerungen und Ausfälle beim Transport vom Material zur Produktionsstätte oder vom fertigen Produkt zum Händler sind mögliche Ursachen für Lieferengpässe. Aktuell führen politische Konflikte, wie der Krieg zwischen Russland und der Ukraine oder die Angriffe von jemenitischen Houthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer zu Lieferengpässen und Preisanstiegen.

Das Unternehmen sah sich aufgrund der Sondereffekte dazu veranlasst, seinerseits die Absatzpreise anzuheben, um die Profitabilität des Unternehmens abzusichern. In der Preisdurchsetzung ist naturgemäß ein zeitlicher Versatz zu beobachten, so dass die Preisdurchsetzung erst in 2024 die volle Wirksamkeit entfalten wird.

Für unsere Planung des Geschäftsjahres 2024 gehen wir in einigen Warengruppen und Dienstleistungen wie z.B. bei Leitungen oder Kunststoffen von fallenden Beschaffungskosten aus, in anderen bleibt es volatil und stark abhängig von weltpolitischen Ereignissen. Durch die Normalisierung von Lieferzeiten ist das Risiko für zu teuer eingekaufte und lang reichende Materialien gedämpft, aber auch hier werden Lieferzeiten durch geopolitische Konflikte kurzfristig beeinflusst.

Kundenabhängigkeiten

Die SKS generiert Umsatzerlöse im Kern mit Entwicklungsdienstleistungen und der Produktion von elektromechanischen und elektrischen Kontakten und Systemen im Kundenauftrag. Der Großteil der Umsätze wird mit Bestandskunden in Europa und Amerika erzielt, mit denen das Unternehmen über einen langen Zeitraum eng partnerschaftlich zusammenarbeitet. Die zunehmende Integration in die Phoenix Contact Gruppe ist durch ein starkes Wachstum mit Gruppenunternehmen erkennbar, wobei auch das Direktgeschäft von SKS mit Neukunden stetig ausgebaut wird. Klassische Abhängigkeiten von einzelnen Großkunden außerhalb der Phoenix Contact Gruppe bestehen nicht in der Weise, dass durch eine solche Abhängigkeit die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens gefährdet werden könnte. Kundenabhängigkeiten werden im Rahmen der Risikomanagementaktivitäten analysiert. Ebenso werden die von den wichtigsten Kunden ausgehende Risiken analysiert und proaktiv über risikominimierende Maßnahmen reduziert.

Personalmarktrisiken

An unserem Unternehmensstandort stehen wir in einem starken Wettbewerb um qualifiziertes Personal. Darüber hinaus führt der demografische Wandel absehbar zu einem Anstieg des Durchschnittsalters unserer Belegschaft. Die sinkende Arbeitslosigkeit in Deutschland führt zu einer weiteren Verknappung des Personalangebots. Die SKS begegnet den Risiken u. a. mit einem Ausbau des Ausbildungsangebotes, einem attraktiven Haustarifabschluss und aktiven Personalmarketing, um die Attraktivität als Top-Arbeitgeber für Fach- und Führungskräfte zu verdeutlichen und den Bekanntheitsgrad der Unternehmensgruppe zu steigern. Für unsere Prognose gehen wir davon aus, dass wir diese in Bezug auf unsere Anforderungen im Bereich der Personalakquisition erfüllen können.

Gesundheitliche Risiken

SKS ist als Unternehmen dem Risiko von plötzlich auftretenden Infektionen ausgesetzt, die sich teils regional begrenzt als Epidemie, teils global als Pandemie verbreiten können. Ende 2019 kam es zunächst in China zum Ausbruch einer Epidemie, die sich im ersten Quartal 2020 zu einer globalen Pandemie entwickelt hat und die Welt bis dato beschäftigt. Mit den Schutzimpfungen sowie den allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln ist ein sicherer Geschäftsbetrieb gewährleistet. Die bereits vor der Pandemie erfolgte Digitalisierung der betrieblichen Abläufe sowie der betrieblichen Kommunikations- und Kollaborationsmittel ermöglicht es dem Unternehmen, die nicht unmittelbar wertschöpfenden Tätigkeiten weitestgehend von zuhause auszuführen, so dass in den verwaltenden Tätigkeiten Infektionen im betrieblichen Umfeld vermieden werden konnten. In wertschöpfenden Bereichen wurden präventive Schutzmaßnahmen entwickelt und situativ an die Fortschreibung der behördlichen Vorgaben angepasst, so dass trotz anhaltender Pandemie der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden konnte. Insgesamt gesehen ist es 2023 zu einer stetigen Entspannung der Situation gekommen. Allerdings führten nicht Covid bedingte Erkältungserkrankungen im vierten Quartal zu einem hohen Krankenstand.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditätsrisiken

Das übergeordnete Finanzmanagement der Phoenix Contact GmbH & Co. KG überwacht die Finanzströme und die Liquiditätsbedarfe der Gruppenunternehmen und gleicht mögliche Liquiditätsengpässe einzelner Gruppenunternehmen über gruppeninterne Darlehen aus. Liquiditätsrisiken sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar.

Bestandsrisiken

Aufgrund der angestrebten Lieferperformance halten wir in allen Bereichen der Wertschöpfungskette Vorräte von Rohstoffen, Halbfabrikaten und Fertigerzeugnissen vor.

Es gilt nach den Jahren mit Materialengpässen, Preissteigerungen und langen Lieferzeiten Sicherheitsbestände und Kapitalbindung richtig einzustellen. Noch steht der Abbau der Lagerbestände im Fokus, es gilt aber immer die Aufrechterhaltung der Produktion und der Lieferfähigkeit gegenüber Kunden sicherzustellen.

Weitere Risiken ergeben sich aus der Überalterung von Beständen, die die Fähigkeit zur Weiterverarbeitung und zum Absatz am Markt beeinträchtigen. Hierfür werden in angemessener Weise Bestandsabwertungen gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften ermittelt und verbucht.

Die SKS begegnet dem Risiko durch interne Transparenz sowie festgelegte Verantwortlichkeiten für die Bestände im Bereich des Einkaufes.

Ausfallrisiken

Forderungsbestände werden in 14-tägigem Turnus dem Mahnwesen unterzogen. Die standardisierten Zahlungsbedingungen und -ziele werden damit engmaschig kontrolliert sowie die Bonität kontinuierlich überprüft. Wesentliche Ausfälle gab es 2023 nicht und werden auch für 2024 nicht erwartet.

Rechtliche, politische, steuerliche und wirtschaftliche Risiken

Globale bzw. politische Risiken

Aufgrund der internationalen Prägung der Phoenix Contact-Gruppe sowie ihrer Märkte ist die Veränderung politischer, wirtschaftlicher, rechtlicher und steuerlicher Rahmenbedingungen und daraus resultierender Risiken auch für SKS von Belang. Identifizierte Risiken werden, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, durch präventive und reaktive Maßnahmen reguliert.

Wirtschaftliche Risiken

Wirtschaftlich war das Jahr durch eine nachlassende Wachstumsdynamik geprägt, die in einer Rezession geendet hat. Die Unternehmensplanung für 2024 geht von einer Belebung des Bestellverhaltens aus, jedoch hat sich diese Erwartung bis zum Jahresende 2023 noch nicht in Form von steigenden Auftragseingängen manifestiert. Insofern ist die Unternehmensplanung mit Unsicherheiten verbunden.

Politische Risiken

Das Berichtsjahr ist weiterhin von der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine geprägt. Die politischen Risiken in Europa sind daher unverändert hoch, wenngleich sich die Rückkopplung auf die Energiemärkte 2023 abgeschwächt hat. Zuletzt ist der Einmarsch Russlands in die Ukraine Anlass für die nordischen Länder Finnland und Schweden, der Nato beizutreten. Umgesetzt ist der Beitritt Finnlands. Der Beitritt von Schweden steht noch vor dem Abschluss.

Weiterhin erhöht ist das geopolitische Risiko in Asien mit Blick auf mögliche Konflikte im Umfeld von China und Taiwan. Die Wahlen in Taiwan im Januar 2024 gingen zugunsten des Kandidaten aus, der die Unabhängigkeit Taiwans ausdrücklich unterstützt, was das Konfliktpotenzial hochhalten dürfte.

Die Unsicherheiten bezogen auf die weiteren Folgen des EU-Austritts Großbritanniens (Brexit) haben sich insbesondere im Hinblick auf die für Phoenix Contact relevanten Product Compliance Anforderungen zeitlich entspannt, da Produkte mit CE-Konformität weiterhin in Großbritannien vermarktet werden dürfen. Die Übergangsfristen wurden entsprechend unbefristet verlängert.

Geopolitischen Risiken begegnet Phoenix Contact mit einer zunehmenden Regionalisierung der Wertschöpfung, sofern das Marktvolumen diese wirtschaftlich tragbar macht. Diese Bestrebung stärkt insgesamt die Resilienz auch für SKS, da lokalisierte Liefer- und Wertschöpfungsketten auch als Kapazitätsventil genutzt werden können. Im Falle von beispielsweise Naturereignissen bieten sich Ausweichkapazitäten, die genutzt werden können, um Produktionsausfälle abzumildern oder sogar zu vermeiden.

Unverändert hoch ist der Druck auf die Staatsfinanzen. Zuletzt musste die Regierung in Deutschland eine Niederlage vor dem Bundesverfassungsgericht hinnehmen. Nicht verwendete Mittel zur Bewältigung der Covid-Pandemie sollten zur Finanzierung der Energie- und Wärmewände herausgezogen werden, was gemäß Bundesverfassungsgericht rechtswidrig ist. Entsprechend können staatliche Förderungen nicht aufrechterhalten werden und staatliche Sparmaßnahmen sind notwendig, die die Konjunktur zusätzlich belasten können. Nachlassend ist zuletzt der Inflationsdruck, so dass sich ggf. ab 2025 der Lohndruck und die damit einhergehenden Streiks abmildern könnten.

Patentrechtliche Risiken

Dem Risiko von Schutzrechtsverletzungen begegnet die Phoenix Contact GmbH & Co. KG durch risikominimierende Maßnahmen, die in den Entwicklungsprozess integriert sind. Gerichtsanhängige Streitigkeiten im Hinblick auf Schutzrechtsverletzungen wurden fortgeführt und größtenteils zugunsten Phoenix Contact entschieden, so dass sich das Risiko deutlich reduziert hat. Die Phoenix Contact GmbH & Co. KG betreibt die Anmeldung von eigenen Schutzrechten in wesentlichen Märkten für die gesamte Unternehmensgruppe, also auch für SKS, um sich aktiv vor Nachahmung zu schützen. Die IP[6]-Strategie des Unternehmens wurde im Berichtsjahr neu formuliert, um Schutzrechte künftig zentral zu verwalten. Die Umsetzung ist bereits angelaufen.

Rechtliche Risiken

Dem Risiko von Rechtsverstößen begegnet die Phoenix Contact GmbH & Co. KG durch die langjährig etablierte Rechtsabteilung, eine Interne Revision sowie eine Compliance Funktion. Die Compliance Funktion stellt sicher, dass die Wahrscheinlichkeit von Rechtsverstößen durch interne Regelungen und Handlungsanweisungen sowie durch Schulungsprogramme und ein Hinweisgeber-System nachhaltig reduziert wird. Der Fokus des Compliance Programms liegt auf der Einhaltung eines fairen Wettbewerbs, der Korruptionsprävention, dem Datenschutz, den Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes sowie der Trade Compliance. Die erlassenen Richtlinien und Handlungsanweisungen werden sukzessive auch international in der Unternehmensgruppe implementiert. Auch die Interne Revision untersucht im Rahmen ihrer geplanten Aktivitäten die Einhaltung von gesetzlichen und gruppeninternen Vorgaben.

Regulatorische Risiken (Produkt Compliance)

Für die SKS sind Vorgaben zur normkonformen Gestaltung der Produkte verpflichtend. Änderungen innerhalb der relevanten Normen werden zentral durch Phoenix Contact überwacht und den Business Units, damit auch der SKS zeitnah zugeleitet. Seitens der EU, aber auch seitens anderer Länder, werden gegenwärtig die Bemühungen erhöht, die Verwendung von Blei in Produkten zu minimieren. Die SKS unterstützt die Bestrebungen in der Phoenix Contact Gruppe, Blei in Legierungen zu substituieren. Hierzu werden zeit- und ressourcenintensive Tests sowie Materialumstellungen geprüft und vorgenommen. Die Umstellung auf bleifreie Produkte wird temporär zu einer Belastung der Ertragslage durch gestiegene Herstellungskosten führen. Derzeit geht das Unternehmen davon aus, die Substitution plangemäß umsetzen zu können. Für das Geschäftsjahr 2024 ist das Risiko insbesondere in quantitativer beherrschbar.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Lieferantenrisiken

Lieferantenrisiken bestehen grundsätzlich bei Rohstoff- und Komponentenlieferanten. Die SKS begegnet diesem Risiko durch Überwachung der finanziellen Stabilität wesentlicher Lieferanten mit Hilfe laufender Bewertung sowie Meetings vor Ort bzw. Audits. Zusätzlich werden Single-Source-Lieferanten nach Möglichkeit vermieden und bestehende Abhängigkeiten langfristig reduziert. Darüber hinaus besteht das Ziel, ausgewählte Lieferbeziehungen vertraglich abzusichern sowie wichtige Lieferanten im Rahmen unserer Versicherungsstrategie zu berücksichtigen. Besonderes Augenmerk gilt auch im Hinblick von bei Lieferanten eingesetzten Werkzeugen. Das Eigentum liegt nach Möglichkeit bei der SKS (bzw. Phoenix Contact). Vereinbarungen zur brandsicheren Unterbringung von Werkzeugen gehören ebenso zu den Maßnahmen zur Reduzierung der Lieferantenrisiken. Zu signifikanten Ausfällen bei Lieferanten kam es bei der SKS im Jahr 2023 nicht und wir planen auch für 2024 keine besonderen Kosten hierfür ein.

IT-Risiken

Aufgrund des hohen Vernetzungsgrads innerhalb der weltweiten Wertschöpfungskette sind die Unternehmen der Phoenix Contact-Gruppe in hohem Maße von der eingesetzten Informationstechnologie abhängig. Den Risiken wird durch umfangreiche technische Maßnahmen sowie der Beschäftigung von IT-Spezialisten und externen Beratern begegnet. Darüber hinaus verfolgt die Unternehmensgruppe die Strategie, IT-Prozesse und -Systeme innerhalb der Unternehmensgruppe zu vereinheitlichen. Das Cyberrisiko hat im Jahr 2023 erneut zu ernsten Schäden in der Wirtschaft geführt. Phoenix Contact nimmt diese Vorkommnisse zum Anlass, die Bedrohungslage im Jahr 2024 erneut zu bewerten und die präventiven Maßnahmen weiter auszubauen. Hierzu wird im Rahmen des intensiven Kontaktes zwischen den IT-Abteilungen der SKS und Phoenix Contact GmbH & Co. KG auf die aktuellen Themen eingegangen.

Dazu gehören regelmäßige Anwenderschulungen und Prozesse, die gegen Betrugsversuche abgesichert sind, ebenso wie der Unterhalt einer Cyberpolice, die Schäden durch signifikante Cyberangriffe über eine Versicherungslösung finanziell abgemildert. Derzeit ist ungewiss, ob die bestehende Cyber-Police künftig fortgeführt werden kann, da die Schadenswerte der Vergangenheit dazu geführt haben, dass Versicherer keine oder nur noch reduzierte und über Selbstbehalte und Ausschlüsse stark eingeschränkte Deckungen anbieten. Die Unternehmensgruppe beabsichtigt, diesem Trend durch verstärkte organisatorische, prozessuale und technologische Risikobewältigungsmaßnahmen zu begegnen.

Dazu wird im Jahr 2024 ein OT-Security-Audit vom Cybersecurity Office der Phoenix-Contact-Gruppe am Standort in Niederdorf durchgeführt, mit dem Ziel, Empfehlungen für die Verbesserung des Schutzes vor OT-Cyberbedrohungen sowie der Reaktion auf OT-Sicherheitsvorfälle bereitzustellen.

Signifikante Schäden durch eingetretene IT-Risiken gab es im Jahr 2023 nicht.

d) Gesamtrisikoposition

Die Gesamtrisikoposition der SKS veränderte sich 2023 deutlich. Während sich die Absatzmarktrisiken im zweiten Halbjahr stark beschleunigten, sind die Schwierigkeiten auf der Beschaffungsseite in vielen Warengruppen zurückgegangen, wobei das allgemeine Risiko in den Lieferketten durch die politischen Rahmenbedingungen noch gestiegen ist. Die Stabilisierung der Geschäftslage im 4. Quartal, die anhaltenden und wirksamen Maßnahmen zur Kostenkontrolle sowie der leicht positive Auftragseingang unterstreichen die Planung. Verschiedene Szenarien für niedrigere Umsatzniveaus liegen vor und werden im rollierenden Planungsprozess gegen die tatsächliche Entwicklung gestellt.

Durch die aktuell gegebene Risikotragfähigkeit stellen wir zum Abschlussstichtag keine bestandsgefährdenden Entwicklungen fest. Aufgrund des geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages werden alle Chancen und Risiken an die Phoenix Contact PS Holding GmbH weitergeleitet/abgewälzt. Gleiches gilt für den Prognosezeitraum.

 

Niederdorf, den 6. Februar 2024

Falk Langer

Michael Lüdke

Geschäftsführer

[1] Dauer von der Produktentwicklung bis zur Einführung des Produkts am Markt

[2] Federal Reserve Bank

[3] Europäische Zentralbank

[4] Entkoppelung/Entflechtung der Wirtschaftsströme

[5] M ergers & A cquisitions

[6] I ntellectual P roperty

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 80.512,90 42.042,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 570.128,28 264.018,90
2. technische Anlagen und Maschinen 2.565.966,81 2.300.863,20
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.861.728,08 1.718.493,72
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.806.102,95 7.803.926,12 2.396.792,49 6.680.168,31
7.884.439,02 6.722.210,73
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.595.277,51 6.654.421,01
2. unfertige Erzeugnisse 5.179.011,90 7.142.067,62
3. fertige Erzeugnisse und Waren 758.207,88 641.592,48
4. geleistete Anzahlungen 19.654,58 11.552.151,87 11.873,31 14.449.954,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.520.189,69 2.701.596,85
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vj.: € 0,00)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.138.309,54 3.346.548,49
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vj.: € 0,00)
- davon aus Lieferungen und Leistungen: € 1.327.015,20 (Vj.: € 1.464.175,17)
- davon gegen Gesellschafter: € 2.344,32 (Vj.: € 7,91)
3. sonstige Vermögensgegenstände 58.480,01 19.956,06
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vj.: € 0,00) 4.716.979,24 6.068.101,40
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.278,96 14.042,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 59.218,81 45.773,14
24.220.067,90 27.300.082,60

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Gewinnvortrag 11.354.278,71 11.354.278,71
13.354.278,71 13.354.278,71
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 821.507,09 913.862,07
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 124.553,30 66.400,86
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 124.553,30 (Vj.: € 66.400,86)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vj.: € 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 424.238,81 794.422,34
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 424.238,81 (Vj.: € 794.422,34)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vj.: € 0,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.071.844,56 8.247.539,16
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 9.071.844,56 (Vj.: € 8.247.539,16)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vj.: € 0,00)
- davon gegenüber Gesellschaftern: € 8.658.405,97 (Vj. € 8.003.452,07)
- davon aus Lieferungen und Leistungen: € 455.481,41 (Vj.: € 244.087,09)
4. sonstige Verbindlichkeiten 423.645,43 3.923.579,46
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 423.645,43 (Vj.: € 3.923.579,46)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vj.: € 0,00)
- davon aus Steuern: € 410.527,92 (Vj.: € 262.090,88)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0,00 (Vj.: € 0,00)
10.044.282,10 13.031.941,82
24.220.067,90 27.300.082,60

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 47.609.650,18 52.630.800,69
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.867.978,84 1.126.452,54
45.741.671,34 53.757.253,23
3. andere aktivierte Eigenleistungen 731.163,43 597.429,67
46.472.834,77 54.354.682,90
4. sonstige betriebliche Erträge 66.443,37 81.148,78
davon aus der Währungsumrechnung: € 1.862,29 (Vj.: € 2.253,40) 46.539.278,14 54.435.831,68
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 17.899.753,08 22.706.435,80
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.402.189,04 23.301.942,12 5.443.672,86 28.150.108,66
23.237.336,02 26.285.723,02
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.455.432,26 12.478.416,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 2.713.284,48 15.168.716,74 2.416.541,25 14.894.957,81
davon für Altersversorgung: € 2.756,94 (Vj.: € 2.413,84)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 852.660,56 701.943,34
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.058.234,26 5.694.754,70
davon aus der Währungsumrechnung: € 3.906,91 (Vj.: € 1.474,69) 2.157.724,46 4.994.067,17
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 30,00
davon aus verbundenen Unternehmen: € 0,00 (Vj.: € 0,00)
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 89.486,00 54.574,41
davon aus verbundenen Unternehmen: € 89.486,00 (Vj.: € 54.574,41)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -439.802,00 -180.000,00
davon an verbundene Unternehmen: € 259.726,00 (Vj.: € 0,00)
12. Ergebnis nach Steuern 1.807.408,46 4.868.671,58
13. sonstige Steuern 3.625,17 751,75
14. aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -1.803.783,29 -4.867.919,83
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die SKS Kontakttechnik GmbH hat ihren Sitz in Niederdorf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter HR B 15817 eingetragen.

Die SKS Kontakttechnik GmbH, Niederdorf, ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen im Wesentlichen den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt worden. Die Gliederung hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a sowie 264 bis 277 HGB aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewendet.

2.3 Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen bewertet worden.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 S. 2 HGB einbezogen. Beim abnutzbaren beweglichen Anlagevermögen werden die Abschreibungen ausschließlich nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Vermögensgegenstände mit einem Einzelanschaffungswert bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Betriebsausgabe behandelt.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Nutzungsdauer
in Jahren
Konzessionen, gew. Schutzrechte etc. 3 bis 8 Jahre
technische Anlagen und Maschinen 3 bis 14 Jahre
Betriebsausstattung 3 bis 14 Jahre
Werkzeuge 7 bis 12 Jahre

2.4 Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder ihren niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und unfertige Leistungen sind unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den Herstellungskosten oder ihren niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen notwendige Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie darauf entfallende notwendige Gemeinkosten.

Die geleisteten Anzahlungen sind zu ihren Anschaffungskosten angesetzt.

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten unter Abzug gebotener Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

2.5 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital und die Gewinnrücklagen sind zum Nennwert angesetzt.

2.6 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken.

2.7 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei kurzfristigen Verbindlichkeiten in Fremdwährungen erfolgt die Umrechnung gemäß § 256a HGB ohne Beachtung des Höchst- bzw. Realisationsprinzips.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Gliederung zum 31. Dezember 2023 und die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sind im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.245.788,77 55.439,05 0,00 0,00 1.301.227,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.500,00 0,00 0,00 0,00 2.500,00
1.248.288,77 55.439,05 0,00 0,00 1.303.727,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 385.753,99 78.119,42 0,00 253.722,70 717.596,11
2. technische Anlagen und Maschinen 10.826.122,92 363.679,06 210.854,49 235.251,84 11.214.199,33
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.554.124,00 164.998,87 0,00 454.367,45 8.173.490,32
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.396.792,49 1.483.735,79 131.083,34 -943.341,99 2.806.102,95
21.162.793,40 2.090.533,14 341.937,83 0,00 22.911.388,71
22.411.082,17 2.145.972,19 341.937,83 0,00 24.215.116,53
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Abschreibungen
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.203.746,35 16.968,57 0,00 1.220.714,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.500,00 0,00 0,00 2.500,00
1.206.246,35 16.968,57 0,00 1.223.214,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 121.735,09 25.732,74 0,00 147.467,83
2. technische Anlagen und Maschinen 8.525.259,72 333.827,29 210.854,49 8.648.232,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.835.630,28 476.131,96 0,00 6.311.762,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
14.482.625,09 835.691,99 210.854,49 15.107.462,59
15.688.871,44 852.660,56 210.854,49 16.330.677,51
Buchwerte
31.12.2023
Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 80.512,90 42.042,42
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
80.512,90 42.042,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 570.128,28 264.018,90
2. technische Anlagen und Maschinen 2.565.966,81 2.300.863,20
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.861.728,08 1.718.493,72
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.806.102,95 2.396.792,49
7.803.926,12 6.680.168,31
7.884.439,02 6.722.210,73

3.2 Rückstellungen

Angabe und Erläuterung der wesentlichen in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Positionen:

Gewährleistungen 412.200,00
ausstehende Rechnungen 80.112,59
Arbeitszeitkonto 76.498,33
Urlaub 27.783,89
Berufsgenossenschaft 81.000,00
übrige 143.912,28
821.507,09

3.3 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten ergeben sich wie folgt:

Gesamt
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
Restlaufzeit über fünf Jahre
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 124.553,30 124.553,30 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 424.238,81 424.238,81 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.071.844,56 9.071.844,56 0,00 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 423.645,43 423.645,43 0,00 0,00
10.044.282,10 10.044.282,10 0,00 0,00

4. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 gliedern sich nach geographischen Gesichtspunkten wie folgt auf:

Inland 82%
Übriges EU-Gebiet 8%
Drittland 10%
100%

Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:

Produkte für Industrie und Automatisierungstechnik 78%
Produkte für Test & Measurement ("T&M") 15%
Anlagen, Vorrichtungen und Werkzeuge 6%
Entwicklungsleistungen 1%
100%

5. Sonstige Angaben

5.1 Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer nach Gruppen während des Geschäftsjahres

Es waren durchschnittlich beschäftigt:

indirekte Mitarbeiter 109
direkte Mitarbeiter 222
Lehrlinge 4
gesamt 335

5.2 Organmitglieder

Geschäftsführer der Gesellschaft sind im Berichtsjahr Herr Falk Langer, Ingenieur, Zwönitz, sowie Herr Michael Lüdke, Ingenieur, Vlotho.

5.3 Gesamtbezüge der aktiven Organmitglieder

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung werden auf Grundlage von § 285 Nr. 9a HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

5.4 Honorar Abschlussprüfer

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 der Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg, enthalten.

5.5 Name und Sitz des Mutterunternehmens der Gesellschaft des größten und kleinsten Konsolidierungskreises

Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg, einbezogen. Die Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg, ist gleichzeitig das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt. Im Falle der Offenlegung ist der Konzernabschluss beim Unternehmensregister erhältlich.

5.6 Nachtragsbericht

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, ist nicht zu berichten.

 

Niederdorf, den 6. Februar 2024

Falk Langer

Michael Lüdke

Geschäftsführer

Der Jahresabschluss wurde am 31.07.2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SKS Kontakttechnik GmbH, Niederdorf

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der SKS Kontakttechnik GmbH, Niederdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SKS Kontakttechnik GmbH, Niederdorf, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen".

 

Hagen, den 09. Februar 2024

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