MK Colonia GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sören Kaiser seit 14.12.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.LuxemburgKonzernabschluss zum 31.12.2019- Konzernabschluss 2019 -(R.C.S. Nr. B 163670)(2b, rue Albert Borschette, L-1246 Luxemburg)Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20191. Geschäftstätigkeit und Geschäftsbereiche1.1 ÜberblickDie Unternehmensgruppe Theo Müller ist ein international agierender Lebensmittelkonzern mit ca. 24.000 Mitarbeitern in 12 Ländern Europas. Die Konzernaktivitäten der Unternehmensgruppe Theo Müller untergliedern sich in die Geschäftsbereiche Molkerei, Feinkost und Dienstleistungen. Konzernmutterunternehmen ist die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., mit Sitz in Luxemburg. Die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. vereint die operativen Tätigkeiten der drei Geschäftsbereiche und fungiert als Beteiligungs- und Managementholding. Im Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. zum 31. Dezember 2019 werden insgesamt 106 vollkonsolidierte Gesellschaften erfasst sowie 3 Gesellschaften nach der Equity-Methode bilanziert. 1.2 Geschäftsbereiche der UnternehmensgruppeMolkereiIm Geschäftsbereich Molkerei produziert und vertreibt die Unternehmensgruppe Theo Müller Molkereifrischprodukte als Marken- und Handelsmarkenwaren, Milch-Basisprodukte, Käse sowie für die industrielle Weiterverarbeitung bestimmte Milch- und Molkederivate. Der Vertrieb erfolgt überwiegend in Europa. Eigene Vertriebseinheiten bestehen in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Italien, Tschechien, Polen und der Slowakei. Der Geschäftsbereich verfügt über Produktionsstätten in Deutschland, Großbritannien und Tschechien. FeinkostDer Geschäftsbereich Feinkost umfasst die Produktion und den Vertrieb von gekühlten Salaten, Dressings und Saucen, Fertiggerichten sowie Fischdelikatessen. Darüber hinaus werden verschiedene Produkte im Auftrag von großen Lebensmittelherstellern sowie für Lebensmittelgroßhändler und Gewerbetreibende produziert. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten liegt in den Ländern Deutschland und Polen, in denen sich auch die Produktionsstätten des Geschäftsbereichs befinden. DienstleistungenDer Geschäftsbereich Dienstleistungen beinhaltet neben Gesellschaften für die im Wesentlichen eigengenutzte Fruchtzubereitung und Verpackungsherstellung auch konzerneigene Logistikgesellschaften für die Erbringung von Transport- und Logistikdienstleistungen innerhalb und außerhalb der Unternehmensgruppe. Hierbei kommt der englischen CULINA Gruppe eine besondere Bedeutung zu, da sie im Bereich der Food-Logistik eines der führenden Unternehmen in Großbritannien und Irland ist und einen hohen Umsatzanteil im Geschäft mit Drittkunden erzielt. Hinzu kommen Servicegesellschaften für die Erbringung konzerninterner Dienstleistungen aus den Bereichen Media und Marketing, des strategischen Einkaufs, der Finanzierung, Corporate Finance und Private Equity sowie ein Werkstattbetrieb für die Wartung und Reparatur von Nutzfahrzeugen. Die Gesellschaften des Geschäftsbereichs Dienstleistungen haben ihren Sitz in Luxemburg, Deutschland, Großbritannien, Belgien, Ungarn, Polen und der Schweiz. 1.3 Forschung und EntwicklungDie Unternehmensgruppe Theo Müller betreibt für den Geschäftsbereich Molkerei ein zentrales Forschungs- und Entwicklungszentrum im Technikum Freising, Freising / Deutschland. Daneben werden Forschungs- und Entwicklungsleistungen in diversen Tochtergesellschaften erbracht. Im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stehen insbesondere Produkt- und Verfahrensinnovationen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fielen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von T€ 16.767 (Vorjahr: T€ 17.566) an. 2. Markt- und Rahmenbedingungen2.1 Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenIm Berichtsjahr schwächte sich das Weltwirtschaftswachstum nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) von +3,6 % im Vorjahr auf +2,9 % ab. Insbesondere geo- und wirtschaftspolitische Faktoren, wie der unverändert andauernde Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die Diskussionen um den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit), wirkten sich belastend auf das Wirtschaftswachstum aus. Die expansive Geldpolitik der globalen Notenbanken war das beherrschende Thema an den Kapitalmärkten. Entgegen den Erwartungen des Vorjahres hat die US-Notenbank im Jahr 2019 einen zunehmend akkommodierenden Kurs eingeschlagen, der sich sehr positiv auf die Kapitalmärkte auswirkte. In den Schwellenländern verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum ebenfalls von +4,5 % in 2018 auf +3,7 % in 2019. Insbesondere die beiden großen Schwellenländer, China mit einem Wachstum von +6,1 % und Indien mit einem Wachstum von +4,8 %, verzeichneten schwächere Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Jahr Verzögerung hat der wirtschaftliche Abschwung im Jahr 2019 auch die USA erreicht. Während sich die Wirkung der in 2018 beschlossenen Steuerreform abschwächte, wurden die Kosten des Handelskonflikts zunehmend sichtbarer. Im Vergleich zu anderen entwickelten Volkswirtschaften hat sich die US-Konjunktur mit einem Wachstum von +2,3 % jedoch sehr stabil entwickelt. In den für die Unternehmensgruppe Theo Müller relevanten Märkten trübte sich das Wirtschaftswachstum ebenfalls ein. Das Wachstum in der europäischen Wirtschaftszone schwächte sich mit einem Zuwachs von nur noch +1,2 % im Vergleich zum Vorjahr weiter ab. Der von der Unsicherheit über die Zukunft des Welthandels getriebene Abschwung, hat sich in der Eurozone vor allem in den exportorientierten Ländern niedergeschlagen. In Deutschland hat sich die Konjunktur im Jahr 2019 deutlich verlangsamt. Die deutsche Konjunktur hat sich mit einem Wachstum von +0,6 % in 2019 dabei deutlich stärker abgekühlt, als die Konjunktur in der europäischen Wirtschaftszone insgesamt. Nach einem langjährigen Aufschwung durchlief die deutsche Wirtschaft eine Schwächephase. Ausschlaggebend waren der globale Abschwung der Industriekonjunktur zusammen mit einem rückläufigen Welthandel. Weltweit gestiegene politische Unsicherheiten, internationale Handelskonflikte, Unsicherheit über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie das tiefere Weltwirtschaftswachstum wirkten sich in 2019 auch in Deutschland negativ aus und setzten der exportorientierten deutschen Industrie besonders hart zu. Die wichtigsten Wirtschaftsindikatoren haben sich gemäß dem Jahreswirtschaftsbericht der deutschen Bundesregierung wie folgt entwickelt:
Die britische Wirtschaft verzeichnete mit +1,4 % ein Wachstum das leicht über dem Vorjahresniveau von +1,3 % lag. Dabei hatte es die britische Wirtschaft vornehmlich den Konsumenten zu verdanken, dass sich die Wirtschaft nicht weiter abkühlte und den fortwährenden Irritationen über den Ausstieg aus der europäischen Union weitgehend trotzen konnte. Das Wachstum des privaten Konsums schwächte sich trotz eines steigenden Reallohnwachstums aber erneut ab und belief sich auf +1,3 %. Im Vorjahr wurde noch ein Wachstum von +1,6 % erreicht. Während die steigenden Reallöhne für einen positiven Impuls sorgten, wirkte sich ein gedämpftes Verbrauchervertrauen schwächend auf das Wachstum aus. Die Bank of England geht davon aus, dass die Unsicherheit eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union die Nachfrage nach Konsumgütern, und hierbei insbesondere nach den "nicht lebensnotwendigen" Konsumgütern, belastet hat. Die Inflationsrate ist im Jahr 2019 auf +1,8 % gesunken (Vorjahr: +2,5 %), was zum Teil auf die niedrigeren Ölpreise und das Auslaufen der Auswirkungen der Pfund-Abwertung im Jahr 2016 zurückzuführen war. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich weiterhin gut, wobei sich das Beschäftigungswachstum aber verlangsamt hat. Die wichtigsten Wirtschaftsindikatoren haben sich gemäß dem Country Report 2020 der europäischen Komission im Jahr 2019 wie folgt entwickelt:
2.2 Geschäftsbereichsbezogene RahmenbedingungenMolkereiDas weltweite Milchaufkommen ist in den wichtigsten Exportländern im Jahr 2019 um lediglich +0,3 Mio. Tonnen gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Es betrug ca. 427 Mio. Tonnen. In keinem der wichtigsten Exportländer hat eine nennenswerte Zunahme stattgefunden. Während das Milchaufkommen in Europa (+0,5 %) sowie den USA (+0,3 %) marginal anstieg, waren in Australien (-6,6 %), Neuseeland (-0,7 %), Argentinien (-1,7 %), Chile (-1,3 %) und Uruguay (-4,2 %) zum Teil deutliche Rückgänge zu verzeichnen. In Europa (EU-28) hat sich das Milchaufkommen gegenüber dem Vorjahr um +0,5 % erhöht und betrug 158 Mio. Tonnen. Dies entspricht einem mengenmäßigen Zuwachs der Milchmenge von +0,8 Mio. Tonnen. Somit war die Steigerung, verglichen mit dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre, schwächer ausgeprägt. Die größte Zunahme um +0,4 Mio. Tonnen (+5,3 %) entfällt auf Irland. Dies entspricht der Hälfte der Steigerung in der EU. Weitere Steigerungen waren im Vereinigten Königreich mit +0,2 Mio. Tonnen (+1,6 %) und Polen mit +0,2 Mio. Tonnen (+2,0 %) zu verzeichnen, während in den übrigen Ländern die Zuwächse vergleichsweise unbedeutend waren. Die stärkste Mengenreduktion hat in den Niederlanden um -0,1 Mio. Tonnen (-0,7 %) stattgefunden. Weitere Abnahmen fanden in Schweden mit -0,06 Mio. Tonnen (-2,1 %), Deutschland mit -0,05 Mio. Tonnen (-0,1 %), Frankreich mit -0,04 Mio. Tonnen (-0,2 %) und Italien mit -0,05 Mio. Tonnen (-0,4 %) statt. Aufgrund günstiger Witterungsbedingungen erhöhte sich die Milchanlieferungsmenge im Vereinigten Königsreich im Jahr 2019 um 0,2 Mio. Tonnen auf 15,4 Mio. Tonnen. gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem Anstieg von +1,6 %. In fast allen Kategorien hat die Produktion an Milchprodukten in Europa (EU-28) zugenommen. Einzige Ausnahme stellt die Herstellung von Konsummilch dar, bei der ein Produktionsrückgang von - 3,3 % zu verzeichnen war. Einen neuen Höchststand hat die produzierte Menge von Butter mit einer Zunahme um 58.000 Tonnen (+2,7 %) erreicht. Daneben wurde der zusätzliche Rohstoff vorrangig zu Sahne (+3,5 %), Käse (+0,3 %) und Frischprodukten (+0,2 %) verarbeitet. Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Produktion von Vollmilchpulver wie auch bei Magermilchpulver nahezu unverändert. Der gewichtete durchschnittliche Milchauszahlungspreis in der EU-28 betrug im Dezember 2019 35,4 ct/kg und lag damit nahezu unverändert um -0,1 ct/kg unter dem Vorjahreswert. Die Milcherzeugerpreise in Deutschland entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr heterogen und schwankten mit Höchststand im Januar von 33,8 ct/kg auf 33,3 ct/kg im Dezember. Der gewichtete durchschnittliche Milchauszahlungspreis für Rohmilch (bei standardisierten Inhaltsstoffen von 4,0 % Fett / 3,4 % Eiweiß) betrug in Deutschland ca. 33,7 ct/kg und lag somit um -1,9 % unter dem Vorjahreswert (34,4 ct/kg). Im Vereinigten Königreich fiel der durchschnittliche Milchpreis in 2019 bei standardisierten Inhaltsstoffen (Fett 4,0 %, 3,3 % Eiweiß) gegenüber dem Vorjahr um -1,5 % und betrug 28,9 ppl (pence per liter). In Tschechien war eine Abnahme des Milchpreises um -1,5 % von 8,9 CZK/Liter im Januar auf 8,8 CZK/Liter im Dezember 2019 zu verzeichnen. FeinkostDie Umsätze im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) mit sogenannten packaged goods sind im Vergleich zum Vorjahr um +1,7 % gestiegen, womit das Umsatzwachstum leicht über dem Vorjahreswert von +1,2 % lag. Infolge der sehr guten Beschäftigungssituation stiegen die Reallöhne im Jahr 2019 erneut an, so dass sich die wirtschaftliche Situation der Haushalte weiter verbesserte. Zudem achteten die Verbraucher beim Einkauf verstärkt auf die Qualität der Waren. Damit hat der Preis als alleiniges Entscheidungsmerkmal für die Verbraucher erneut an Bedeutung verloren. Infolge der guten wirtschaftlichen Situation vieler Haushalte hat auch der Außer-Haus-Konsum wieder deutlich zugelegt, was sich laut Schätzungen der GfK in einem Anstieg von knapp 5 % im Jahr 2019 widerspiegelt und sich damit dämpfend auf die Mengennachfrage im Handel auswirkt. 1 Insgesamt ist die vom Handel verkaufte Menge in 2019 gegenüber dem Vorjahr auch um -0,5 % leicht gesunken. Die Umsatzsteigerung im LEH resultiert daher, wie auch schon in den Vorjahren, allein aus der Steigerung bezahlter Preise (+1,7 %, Vorjahr: +2,7 %). Hiervon stammen 2,0 % aus dem sogenannten Trading-up, also dem Umstieg auf höherwertige Produkte und einem damit verbundenen höheren Preis. Von Bedeutung ist bei dieser Entwicklung zum Beispiel die steigende Nachfrage nach Bio-Produkten, aber auch das Interesse der Verbraucher an neuen und oftmals innovativen Produkten von Start-ups, die Haushalte zu einem Sortimentswechsel animierten. Allerdings gibt es eine erneute Verschiebung: +0,3 % des Trading-up's (Vorjahr: +1,0 %) resultiert aus Sortimentswechseln, also dem Kauf von neu eingeführten Produkten, die teurer sind als bereits bestehende, vergleichbare Produkte und +1,7 % (Vorjahr: +0,6 %) resultieren aus dem bewussten Umstieg auf qualitativ höherwertige Produkte. Wäre die Teuerungsrate im Handel im Jahr 2019 mit -0,3 % (Vorjahr: +1,2 %) nicht negativ gewesen, wäre die Umsatzsteigerung insgesamt sogar noch etwas höher ausgefallen. So ist der Anstieg der bezahlten Preisen aber vollständig auf das Einkaufsverhalten der Shopper zurückzuführen. 1 Die einzelnen Produktsegmente im Geschäftsbereich Feinkost entwickelten sich bei der Betrachtung des Gesamtmarktes im Jahresverlauf deutlich schwächer. Das Segment der Feinkostsalate, das sich nach Beilagen- und Auf's Brot Salaten unterteilen lässt, ist im Jahr 2019 nach Umsatz insgesamt um -3,0 % gesunken. Von diesem Rückgang war die größte Kategorie der Auf's Brot Salate, die ca. 64 % des Umsatzvolumens auf sich vereint, sowie die Kategorie der Beilagensalate nahezu gleichermaßen betroffen. Während sich das Segment der Fischspezialitäten stabil zeigte und mit +0,1 % annähernd auf dem Niveau des Vorjahres lag, musste das nach Umsatz kleinste Segment der Fischmarinaden ebenfalls einen Umsatzrückgang von -6,3 % hinnehmen. Im Segment der Fischspezialitäten entwickelte sich insbesondere der Nordsee Backfisch sehr positiv und konnte einen deutlichen Umsatzzuwachs erzielen. Der Gesamtmarkt für das Segment Saucen & Dressings hat sich im Jahr 2019 erneut leicht positiv entwickelt und konnte eine Umsatzsteigerung von +1 % verzeichnen. Grillsaucen haben sich im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr mit -3,0 % schwächer entwickelt. Auch flüssige Salatsaucen mussten mit -2,0 % leichte Umsatzeinbußen hinnehmen. Gewinner in 2019 waren Ketchups mit einem Zuwachs von +3 % und vor allem Mayonnaisen mit einem Anstieg von +5 %. Am Beschaffungsmarkt konnte insgesamt eine Materialkostensenkung von -1,3 % gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. In den einzelnen Warengruppen zeigte sich die Entwicklung jedoch sehr heterogen. Basierend auf einer im Geschäftsjahr 2018 eingeführten Sourcingstrategie für den Einkauf von Rapsöl konnten in einem sehr dynamischen Markt auch im Jahr 2019 signifikante Einsparungen im Vergleich zum Vorjahr realisiert werden. Verbesserungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr auch bei der Beschaffung von Heringen erreicht werden. Während die Fangquoten für den Hering für die Nord- und Ostsee deutlich reduziert wurden, haben sich die Quoten für die norwegische See leicht erhöht. Bei einer gleichzeitig deutlich gestiegenen Nachfrage aus der Fischöl- und Fischmehlindustrie, konnten die Preise im Geschäftsjahr 2019 gesenkt werden, da die Entwicklungen bei der Beschaffung frühzeitig antizipiert und bei den Einkaufsentscheidungen in den Vorperioden berücksichtigt wurden. Nach der Fipronil-Krise in den Jahren 2017 und 2018 sind die Einstandspreise bei Eiprodukten bis Mitte des Jahres 2018 deutlich gestiegen. Die Beruhigung des Marktes setzte in der zweiten Jahreshälfte 2018 ein und hat sich im Geschäftsjahr 2019 weiter fortgesetzt. Verglichen mit dem Vorjahr ließen sich bei den Eiprodukten Einsparungen von insgesamt -7,9 % realisieren, obwohl das Preisniveau insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2018 noch außerordentlich hoch war. Trotz dieser Kostenreduktion lagen die Kosten für Eiprodukte aber auch im Jahr 2019 immer noch über dem Preisniveau, das vor der Fipronil-Krise herrschte. Die positiven Auswirkungen des Wegfalls der Zuckermarktordnung führten auch in 2019 zu deutlich geringeren Kosten (ca. -12 %). Die Kosten für Früchte konnten durch eine gute Apfelernte und einen historischen Tiefpreis bei den Johannisbeeren um rd. 20 % gesenkt werden. Gegenläufige Effekte lassen sich insbesondere im Bereich der Gemüse (+10,4 %), der Fleischrohstoffe (+5,5 %) sowie des Alaska Pollacks (+17,8 %) feststellen. Die Mehrkosten beim Gemüse sind mit der Dürre in 2018 / 2019, den damit verbundenen Ernteausfällen und gleichzeitig schlechten Qualitäten begründet. Insbesondere die Marktpreise für Zwiebeln und Weißkohl hatten sich in den unerwartet hohen Nachfragemonaten im Sommer 2019 stark verteuert. Fleischpreise sind durch den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in China massiv angestiegen. China ist der weltweit größte Produzent und Nachfrager von Schweinefleisch. Durch ASP musste das Land einen Großteil der eigenen Bestände an Schweinen keulen und die inländische Nachfrage nach Schweinefleisch durch Importe, die überwiegend aus Europa stammten, decken. Dieser Nachfragesog hat in der Folge zu stark steigenden Marktpreisen für Schweinefleisch in Europa geführt. Die weltweite Nachfrage nach Alaska Pollack überstieg auch in 2019 das vorhandene Angebot. Eine hohe Nachfrage bestand in den USA, wo die Spezies offiziell in das "School Lunch Program" aufgenommen wurde, sowie in China, wodurch insgesamt die Preise für Alaska Pollack gestiegen sind.
1 GfK-Nürnberg e.V., GfK Consumer Index
12/2019, Internetadresse: URL: http://www.gfk-verein.org
DienstleistungenDer englische Logistikmarkt ist nach Deutschland und Frankreich der drittgrößte in Europa. Die Wirtschaft im Vereinigten Königreich war im Jahr 2019 durch ein stabiles Wirtschaftswachstum geprägt und lag mit einem Zuwachs von +1,4 % auf dem Niveau des Vorjahres von +1,3 %. Die Wirtschaft entwickelte sich damit stärker als die deutsche Wirtschaft und die Wirtschaft im Euroraum insgesamt. Der britische Lebensmitteleinzelhandel befindet sich unverändert in einer Umbruchphase, die dadurch gekennzeichnet ist, dass traditionelle Lebensmitteleinzelhändler weiterhin Marktanteile verlieren und Discounter ihre Marktposition konstant ausbauen. Durch die hohe Wettbewerbsintensität, sowohl im britischen Lebensmitteleinzelhandel als auch im Logistikmarkt, sind die Anbieter von Logistikdienstleistungen daher einem unverändert hohen Kostendruck ausgesetzt, der zudem immer stärker die Liquidität der Unternehmen belastet. Zudem haben Konzentrationen und Übernahmen am Logistikmarkt in der Vergangenheit die Wettbewerbssituation in Großbritannien verschärft und den wirtschaftlichen Druck auf die Unternehmen permanent erhöht. 3. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslageDie langfristigen Vermögenswerte in Höhe von T€ 2.838.142 (Vorjahr: T€ 2.354.665) setzen sich im Wesentlichen aus immateriellen Vermögenswerten in Höhe von T€ 580.915 (Vorjahr: T€ 587.050) und Sachanlagen in Höhe von T€ 1.688.124 (Vorjahr: T€ 1.560.917) zusammen. Während sich die immateriellen Vermögenswerte um T€ -6.135 gegenüber dem Vorjahr reduzierten, stiegen die Sachanlagen um T€ +127.207 an. Die Veränderung der immateriellen Vermögenswerten, ist im Wesentlichen auf die außerplanmäßige Abschreibung eines Markenrechtes im Geschäftsbereich Molkerei zurückzuführen. Der Anstieg der Sachanlagen resultiert aus hohen, im Vergleich zum Vorjahr allerdings leicht gesunkenen Investitionen des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von T€ 338.384 (Vorjahr: T€ 378.058). Hiervon entfallen allein T€ 148.447 auf technische Anlagen und Maschinen und T€ 128.028 auf Anlagen im Bau. Die Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich insgesamt auf T€ 235.607 (Vorjahr: T€ 185.491), von denen T€ 58.351 auf außerplanmäßige Abschreibungen entfallen. Diese betreffen im Wesentlichen den Geschäftsbereich Molkerei und stehen zu einem großen Teil im Zusammenhang mit der Schließung eines Produktionsstandortes für Frischmilch im englischen Foston / Derbyshire. Die Aktivierung von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 führte zu einer Erhöhung der langfristigen Vermögenswerte von T€ 237.157 (Vorjahr: T€ 0). Eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie wird unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um eine Mischimmobilie mit Gewerbe- und Wohnflächen in Dresden / Deutschland. Der Buchwert beträgt zum Bilanzstichtag T€ 22.880 (Vorjahr: T€ 23.346). Die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 131 auf T€ 671 nur geringfügig erhöht. Der Anstieg ist nahezu vollständig auf eine Kapitalmaßnahme bei einem Beteiligungsunternehmen zurückzuführen. Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte betragen zum Bilanzstichtag T€ 143.288 (Vorjahr: T€ 109.743) und erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ +33.545. Neben Beteiligungen in Höhe von T€ 4.193 (Vorjahr: T€ 2.707) beinhalten die langfristigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von T€ 79.933 (Vorjahr: T€ 70.496), sonstige Ausleihungen in Höhe von T€ 32.656 (Vorjahr: T€ 19.550) und Derivate in Höhe von T€ 25.203 (Vorjahr: T€ 15.629). Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um T€ +13.179 an und erhöhten sich auf insgesamt T€ 1.348.731. Der Anstieg im Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ +33.722), die das erhöhte Geschäftsvolumen der Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr widerspiegeln, sowie aus einer Erhöhung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte (T€ +7.624). Gegenläufig entwickelten sich hingegen die sonstigen Forderungen (T€ -20.484) aufgrund gesunkener Steuerforderungen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die sich im Geschäftsjahr um T€ -9.811 reduzierten. Das Konzerneigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreswert um T€ +114.001 auf T€ 2.154.617. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Konzernjahresüberschuss von T€ 92.000, den im Eigenkapital erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen von T€ 37.960 sowie den Entnahmen der Gesellschafter von T€ -13.319. Die dem Gesellschafter zustehende erfolgsabhängige Vergütung aus den CPECs (yield) belief sich im Geschäftsjahr auf T€ 87.457 und wurde durch Ausgabe neuer CPECs beglichen. Die CPECs erhöhten sich dadurch insgesamt von T€ 2.797.649 auf T€ 2.885.106. Bei einer gleichzeitig um T€ +491.437 gestiegenen Bilanzsumme von T€ 4.189.911 (Vorjahr: T€ 3.698.474) reduzierte sich die hohe Eigenkapitalquote um -3,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreswert und betrug zum Bilanzstichtag 51,4 % (Vorjahr: 55,2 %). Die langfristigen Schulden erhöhten sich um T€ +283.369 gegenüber dem Vorjahr und beliefen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf T€ 839.725 (Vorjahr: T€ 556.356). Der Anstieg ist mit T€ +244.595 im Wesentlichen auf die erstmalige Bilanzierung der Leasing-Verbindlichkeiten nach IFRS 16 zurückzuführen. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um T€ +94.067. Deutlichen Rückgängen bei den sonstigen Verbindlichkeiten (T€ -18.204) sowie den sonstigen finanziellen Schulden (T€ -5.153) standen wesentliche Anstiege der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ +45.458), der Finanzverbindlichkeiten (T€ +33.506) und der Leasing-Verbindlichkeiten (T€ +27.639) gegenüber. Während der Anstieg der Leasing-Verbindlichkeiten aus der Umsetzung von IFRS 16 resultiert, ist der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten im Wesentlichen auf die Inanspruchnahme von kurzfristigen Kreditlinien zurückzuführen. FinanzlageDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (vgl. Tz. [27]) betrugen in der Unternehmensgruppe Theo Müller T€ -99.547 (Vorjahr: T€ -19.091) und verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ -80.456. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit erhöhte sich um T€ 163.310 und lag bei T€ 357.932 (Vorjahr: T€ 194.622). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr deutlich zunehmend und lag mit T€ -361.180 um T€ -182.777 über dem Vorjahreswert in Höhe von T€ -178.403. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ -125.634 (Vorjahr: Mittelzufluss in Höhe von T€ 36.986) hat sich im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um T€ -162.620 verändert. ErtragslageDer Gesamtumsatz der Unternehmensgruppe Theo Müller beträgt im Geschäftsjahr 2019 T€ 5.702.444 und hat sich damit um +1,9 % gegenüber dem Vorjahreswert leicht erhöht (Vorjahr: T€ 5.595.531). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Geschäftsbereich Dienstleistungen zurückzuführen, zu dem das Logistikgeschäft der englischen CULINA Gruppe gehört. Neben einem starken organischen Wachstum der englischen Tochtergesellschaften, wirkten sich auch die im Geschäftsjahr 2018 akquirierten Gesellschaften positiv auf die Umsatzerlöse aus, da diese Gesellschaften erstmalig für das gesamte Kalenderjahr in den Umsatzerlösen erfasst sind. Positiv entwickelte sich auch der Geschäftsbereich Molkerei, wenngleich ein reduziertes Absatzvolumen im englischen Marken- und Frischmilchgeschäft zu verzeichnen war. Der Geschäftsbereich Feinkost verzeichnete, nach einem moderaten Umsatzanstieg im Vorjahr, einen leichten Umsatzrückgang im aktuellen Geschäftsjahr. Während insbesondere die Umsatzerlöse am polnischen Markt erneut deutlich gesteigert werden konnten, verlief die Entwicklung in Deutschland gegenläufig. Bei einer rückläufigen Entwicklung des Gesamtmarktes verzeichnete der Geschäftsbereich Feinkost leichte Umsatzeinbußen. Der Rohertrag des Konzerns entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr positiv. Infolge der leicht erhöhten Umsatzerlöse und nahezu unveränderten Materialaufwendungen von T€ 3.497.716 (Vorjahr: T€ 3.501.931), verbesserte sich die Materialaufwandsquote auf 61,3 % (Vorjahr: 62,6 %). Zusätzlich führten die deutlich gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge zu einem Anstieg des Rohertrags auf insgesamt T€ 2.441.559 (Vorjahr: T€ 2.295.729). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ +29.514 ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Erträge aus der Fremdwährungsbewertung von T€ +79.253 im Geschäftsjahr 2019 und den Wegfall einmaliger, das Vorjahr betreffende Sondereffekte des Geschäftsbereiches Feinkost in Höhe von T€ 66.635, zurückzuführen. Der Personalaufwand stieg um T€ 73.574 auf insgesamt T€ -1.128.392 (Vorjahr: T€ -1.054.818), was trotz leicht gestiegener Umsatzerlöse zu einer höheren Personalaufwandsquote von 19,8 % (Vorjahr: 18,9 %) führte. Insbesondere die Personalaufwendungen im Geschäftsbereich Dienstleistungen haben sich durch die Ausweitung des Logistikgeschäftes in England, infolge der erstmalig für das Gesamtjahr berücksichtigten Personalaufwendungen der im Vorjahr akquirierten Gesellschaften und des erzielten organischen Wachstums, deutlich erhöht. Die Abschreibungen haben sich im laufenden Geschäftsjahr erwartungsgemäß erhöht und stiegen um T€ 133.312 auf insgesamt T€ -338.125 (Vorjahr: T€ -204.813). Der Grund hierfür liegt in der Abschreibung der Nutzungsrechte in Höhe von T€ -61.598, die seit dem 1. Januar 2019 mit erstmaliger Anwendung des IFRS 16 bilanziert werden. Darüber hinaus haben sich die außerplanmäßigen Abschreibungen um T€ 54.562 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ -930.808 (Vorjahr: T€ -900.336) stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr an und erhöhten sich um T€ 30.472 gegenüber dem Vorjahreswert. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Fremdwährungsbewertung in Höhe von T€ 74.358 zurückzuführen. Im Gegensatz dazu haben sich die Mietaufwendungen um T€ -66.567 aufgrund der Anwendung des IFRS 16 reduziert. Trotz eines verbesserten Rohertrags, hat sich das Betriebsergebnis (EBIT) des Geschäftsjahres aufgrund gestiegener Aufwendungen und einmaliger Sondereinflüsse sehr deutlich gegenüber dem Vorjahr verringert. Es betrug zum Ende des Geschäftsjahres T€ 44.234 (Vorjahr: T€ 135.762), was einem Rückgang von T€ -91.528 entspricht. Das positive Finanzergebnis in Höhe von T€ 20.392 (Vorjahr: T€ -5.262) verbesserte sich um T€ +25.654 gegenüber dem Vorjahr. Während sich das Zinsergebnis in Höhe von T€ -18.655 gegenüber dem Vorjahreswert (Vorjahr: T€ -15.245) im Wesentlichen aufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 um T€ -3.410 verschlechterte, verbesserte sich das übrige Finanzergebnis um T€ +29.249 deutlich und lag zum Bilanzstichtag bei T€ 39.066 (Vorjahr: T€ 9.817). Der hohe Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von T€ +53.070 und Kursverlusten aus Sicherungsgeschäften in Höhe von T€ -25.956. Nach Berücksichtigung von Steuern verbleibt für das Geschäftsjahr 2019 ein Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen von T€ 92.000, das zugleich dem Konzernjahresüberschuss entspricht. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert entspricht dies einem Rückgang von -6,3 %. Für das Geschäftsjahr 2018 belief sich das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen auf T€ 98.180. Das im Geschäftsjahr 2018 erzielte Ergebnis aus dem verkauften Geschäftsbereich Filialgeschäft belief sich auf T€ 104.556 und beinhaltete neben den zusammengefassten Aufwendungen und Erträgen der NORDSEE Gruppe, die vom Beginn des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung am 3. Dezember 2018 entstanden sind, auch den aus der Veräußerung resultierenden Gewinn. Der Konzernjahresüberschuss des Vorjahres, der das Ergebnis aus dem verkauften Geschäftsbereich beinhaltete, lag daher bei T€ 202.736. 4. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem und RisikomanagementsystemIn der Unternehmensgruppe Theo Müller existiert ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Auf der Basis von definierten Standards werden systematisch Risiken und Chancen in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen. Da Chancen und Risiken grundsätzlich die zwei Seiten unternehmerischen Handelns darstellen, ergeben sich die Chancen generell aus der komplementären Sicht der operativen und funktionalen Risikostruktur in allen Risikofeldern. So lassen sich potenzielle Gefahren frühzeitig minimieren und Chancen zielgerichtet und erfolgreich nutzen. Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil sämtlicher Planungs-, Controlling- und Reportingstrukturen. Die Geschäftsführung der Gesellschaft beschäftigt sich regelmäßig mit Themen des Risikomanagements. 5. RisikoberichtIm Folgenden werden die wesentlichen Risikofelder und Einzelrisiken erläutert. Beschaffungs- und AbsatzmarktAls Kernrisikofelder sind der Beschaffungs- und der Absatzmarkt zu nennen. Auf dem Beschaffungsmarkt sind alle Konzerngesellschaften unter Führung des international operierenden zentralen Einkaufsmanagements der Unternehmensgruppe Theo Müller in die proaktive Steuerung des Lieferantenportfolios eingebunden. Dadurch kann die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten reduziert und die Verfügbarkeit benötigter Güter und Dienstleistungen jederzeit sichergestellt werden. Milchlieferverträge mit Landwirten decken einen wesentlichen Teil des Einkaufsbedarfes ab. Der Pflege und Ausweitung der Milchlieferantenbeziehungen kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Auch unterliegen Milchlieferungen einer strengen Qualitätskontrolle. Die Basis für ein erfolgreiches Risikomanagement liefert ein umfassendes Einkaufsinformationssystem, das die permanente Transparenz über das Einkaufsvolumen sicherstellt. In interdisziplinären Teams wird zudem intensiv an alternativen Rezepturen und Verpackungen gearbeitet, um auf unvorhersehbare Schwankungen bei Rohstoffpreisen reagieren zu können. Mit innovativen Lösungen und durch kreative Ideen sieht die Unternehmensgruppe zusätzliche Chancen, auf Kundenbedürfnisse besser reagieren sowie neue Marktanteile gewinnen zu können. Im Absatzbereich liegen unternehmerische Risiken primär in der steigenden Wettbewerbsintensität und dem wachsenden Preis- / Konditionendruck durch die Kunden. Diesen Risiken begegnet die Unternehmensgruppe im Markengeschäft durch Produktinnovationen, eine hohe Marken-, Media- und Vertriebsunterstützung sowie die fortgesetzte Pflege und Stärkung der Kundenbeziehungen. Parallel bewirkt das Geschäft mit Handelsmarken eine bessere Kapazitätsauslastung und Kostensituation. Auch führt der Ausbau der Geschäftsbereiche Käse, Basis- und Industrieprodukte zu einer optimierten Verwertung aller Milchbestandteile sowie einer gestiegenen Eigenversorgung mit Rahm, Buttermilch und Molke. Die Lieferungen der Konzerngesellschaften an den Handel und industrielle Kunden sind bis auf wenige Ausnahmen, bei denen das Ausfallrisiko als äußerst gering eingeschätzt wird, durch Kreditversicherungen abgesichert. Die Kundenstruktur der Unternehmensgruppe Theo Müller setzt sich aus Großhandel, Verteilern, Handelsketten und Einkaufskooperationen zusammen. Für die vertriebenen Markenprodukte in Deutschland, im Vereinigten Königreich, in Polen und in Italien besteht - entgegen dem Bereich Commodities - eine gefestigte, historisch gewachsene Kundenstruktur. Unter normalen Marktbedingungen besteht bei den Forderungen somit ein Ausfallrisiko lediglich in Höhe des Eigenanteils. Das Forderungsmanagement gewährleistet aktuelle Informationen, um drohende Forderungsausfälle rechtzeitig zu erkennen und entsprechend reagieren zu können. InvestitionenFür Investitionen besteht das Risiko, dass die getroffenen Annahmen oder Einschätzungen nicht wie geplant eintreten und es zu Fehlinvestitionen kommt, die wiederum die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe belasten. Um diesem Risiko angemessen zu begegnen, richten sich Entscheidungen über Investitionen in Sachanlagen nach festgelegten und differenzierten Zuständigkeitsregelungen und Genehmigungsprozessen, die alle relevanten Fachbereiche einbeziehen und in einer internen Richtlinie geregelt sind. Dabei werden Investitionen im Vorfeld detailliert auf Risikoaspekte hin analysiert. Projektbegleitende Prüfungen bilden die Basis für eine erfolgreiche Projektsteuerung und eine wirksame Risikoreduzierung. ProduktionRisiken im Produktionsbereich werden durch eine hohe Mitarbeiterqualifikation, klar definierte Sicherheitsstandards, Qualitätsüberwachung und die regelmäßige Wartung der Anlagen minimiert. Nachteilige Auswirkungen möglicher Produktionsausfälle können durch eine flexible Produktionssteuerung aufgefangen und durch Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgesichert werden. Finanzielle RisikenDie Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. hat einen zentralen Ansatz des finanziellen Risikomanagements zur Identifizierung, Messung und Steuerung von Risiken. Finanzielle Risikopositionen entstehen als Marktrisiken infolge von Zinssatz-, Preis- und Wechselkursänderungen. Die zentrale Treasury Abteilung der Unternehmensgruppe verfolgt daher genau die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, um Chancen zu identifizieren und im Sinne der gesamten Gruppe zu nutzen. WährungsrisikenIm operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen Landeswährung ab. Deshalb wird das Währungsrisiko der Unternehmensgruppe hinsichtlich der operativen Tätigkeit als relativ gering eingeschätzt. Die einzelnen Konzerngesellschaften sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Diese betreffen hauptsächlich den Milcheinkauf in Polen und Tschechien, den Einkauf von Waren in Großbritannien sowie Kapitalzahlungen in USD. Zur Sicherung setzt die Unternehmensgruppe Währungsderivate ein, um diese Zahlungen bis maximal 18 Monate im Voraus zu sichern. Aufgrund dieser Sicherungsgeschäfte war die Unternehmensgruppe zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. LiquiditätsrisikenDie jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit stellt ein wichtiges Ziel der Unternehmensgruppe dar. Mögliche Engpässe werden in einer monatlich durchgeführten Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis rechtzeitig transparent gemacht und es werden entsprechende Schritte eingeleitet. Liquiditätsbedarfe werden durch die Zusage von ausreichenden Kreditlinien abgedeckt. AusfallrisikenZur Minimierung von Ausfallrisiken werden als Kontraktpartner nur Banken ausgewählt, die in Übereinstimmung mit der Treasury-Richtlinie der Unternehmensgruppe regelmäßig in Bezug auf Bonität und Qualität der Quotierungen überprüft werden. Das Risiko, dass Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können, ist daher zu vernachlässigen. Rechtliche Risiken Rechtlichen Risiken wird durch entsprechende verbindliche Leitlinien, Verhaltensanweisungen und Schulungsmaßnahmen begegnet. Durch den Kontakt zur zentralen Rechtsabteilung der Unternehmensgruppe Theo Müller und durch das gesonderte Berichtssystem werden laufende Verfahren und potenzielle Risiken erfasst. Für bestimmte rechtliche Risiken wurden branchenübliche Versicherungen abgeschlossen, die als angemessen angesehen werden. Für Rechtsstreitigkeiten werden Rückstellungen gebildet, sofern es nach Einschätzung der Unternehmensgruppe wahrscheinlich ist, dass entsprechende, nicht oder nicht vollständig durch Versicherungen abgedeckte Verpflichtungen entstehen und eine adäquate Schätzung der Schadenshöhe möglich ist. Dennoch können aus Rechtsstreitigkeiten Verluste entstehen, die nicht durch den vorhandenen Versicherungsschutz oder durch Rückstellungen abgedeckt sind. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes sind keine Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung erkennbar, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden. Die Risikoanalyse zeigt, dass weder Einzelrisiken noch das aggregierte Gesamtrisiko nachhaltig die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe Theo Müller beeinträchtigen. 6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des GeschäftsjahresAnfang Dezember 2019 traten in Wuhan / China erste Fälle einer bis dahin unbekannten Lungenerkrankung auf, die auf den Virus Sars-CoV-2 ("Corona-Virus") zurückzuführen sind. Nachdem sich das Corona-Virus zwischenzeitlich sehr schnell über zahlreiche Länder hinweg bis nach Europa ausgebreitet hat, rief die Weltgesundheitsorganisation WHO am 11. März 2020 eine Pandemie aus. Wenige Tage später, am 17. März 2020, erklärte die luxemburgische Regierung den Notstand für das Großherzogtum Luxemburg. Mit dieser Entscheidung und den damit einhergehenden rigiden Maßnahmen und Beschränkungen, die von vielen anderen europäischen Ländern nahezu zeitgleich in ähnlicher Form umgesetzt wurden, sind derzeit weitreichende Folgen für das öffentliche und wirtschaftliche Leben in ganz Europa verbunden. Gemeinsames Ziel aller betroffenen Länder ist es, eine weitere unkontrollierbare Ausbreitung des Virus und eine Überlastung der nationalen Gesundheitssysteme zu vermeiden. Zur Abschwächung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie haben Regierungen in Europa unverzüglich begonnen, staatliche Hilfspakete in einem bislang nie dagewesenen Volumen zu verabschieden. Aufgrund der enormen Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Pandemie, ist von einem deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in allen betroffenen Ländern auszugehen, deren Höhe unmittelbar von der Dauer der einschränkenden Maßnahmen und der Wirksamkeit der staatlichen Hilfsmaßnahmen abhängt. Die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. hat, basierend auf den nationalen und internationalen Verhaltensempfehlungen von Regierungen und Behörden, bei Ausbruch der Krise umgehend mit entsprechenden Notfallplänen reagiert, um konzernweit die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu schützen und die wirtschaftliche Handlungs- und Leistungsfähigkeit der gesamten Unternehmensgruppe sicherzustellen. Als Hersteller von Lebensmitteln ist die Unternehmensgruppe Theo Müller für ein funktionierendes Gemeinwesen systemrelevant. Daher ist die Unternehmensgruppe in ihren Kerngeschäftsfeldern keinen Beschränkungen ausgesetzt, sondern kann stattdessen eine verstärkte Nachfrage nach den hergestellten Produkten verzeichnen. Die weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen, die derzeit noch nicht absehbar sind, hängen von der künftigen Entwicklung der Corona-Pandemie und dem Zeitpunkt einer einsetzenden wirtschaftlichen Erholung ab. Weitere signifikante Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Branchensituation haben sich zwischen dem Bilanzstichtag und der Erstellung des Konzernabschlusses der Unternehmensgruppe nicht ergeben. 7. Prognosebericht7.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Konjunktur7.1.1 Ausblick für die WeltwirtschaftIm Januar 2020 rechnete der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2020 noch mit einer moderaten Belebung des Wachstums der Weltwirtschaft, basierend auf der Annahme einer höheren Wachstumsdynamik in vielen wichtigen Schwellenländern. Ebenso sollte die Wirtschaft in der Eurozone und insbesondere Deutschland ein höheres Wachstum gegenüber dem Vorjahr erzielen. Besonders Deutschland hätte von einer Stabilisierung der Weltwirtschaft profitieren sollen. Angesichts der verheerenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, rechnet der IWF nur wenige Monate später in seiner Publikation vom 14. April 2020 nun mit der größten Rezession seit 100 Jahren. Der IWF geht aktuell davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2020 um -3,0 % schrumpfen wird. Im Januar hatte der IWF noch ein globales Wachstum von +3,3 % vorhergesagt. Für das darauf folgende Jahr 2021 rechnet der IWF bereits mit Nachholeffekten, die zu einer deutlichen wirtschaftlichen Erholung führen sollten. Die globale Wirtschaft soll im Jahr 2021, verglichen mit dem Jahr 2020, um +5,8 % wachsen. Der IWF weist allerdings darauf hin, dass die Prognosen von hoher Unsicherheit geprägt seien. Ob es zu einer wirtschaftlichen Erholung kommt und wann diese einsetzt, hängt im Wesentlichen davon ab, ob es gelingt die Pandemie einzudämmen. Die Wirtschaft in der gesamten Eurozone wird nach Einschätzung des IWF im Jahr 2020 um -7,5 % im Vergleich zum Jahr 2019 schrumpfen. Damit ist die Eurozone von einer Rezession deutlich stärker getroffen, als es die USA (-6,1 %) oder die Schwellenländer (-1,0 %) sind. In Deutschland soll die Wirtschaftsleistung nach der Prognose des IWF um -7,0 % zurückgehen und sich damit immer noch geringfügig besser als die gesamte Eurozone entwickeln. Deutlich schlechter sieht es hingegen in den Ländern der europäischen Union aus, die besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen sind. Für Italien und Spanien prognostiziert der IWF einen Rückgang von -9,1 % bzw. -8,0 %. Für Großbritannien fällt der prognostizierte Rückgang der Wirtschaftsleistung ebenfalls etwas geringer aus. Hier rechnet der IWF mit einer Verringerung der wirtschaftlichen Leistung von -6,5 %. Für das Jahr 2021 wird ein Wirtschaftswachstum von +4,0 % erwartet. 7.1.2. BranchenausblickDie Corona-Pandemie hat die europäischen Volkswirtschaften massiv erschüttert und das Konsumklima aktuell einbrechen lassen. Dem Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland hat die Corona-Pandemie laut Erhebungen der GfK im Februar 2020 zunächst einen Umsatzsprung von +14 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat beschert. Verantwortlich hierfür waren insbesondere das Einkaufsverhalten der Verbraucher, die sich mit großen Mengen an Grundnahrungsmitteln und weiteren Waren der Grundversorgung bevorrateten. Dies ist eine Entwicklung, die möglicherweise noch längere Zeit andauern kann. Ebenso führte der Rückgang des Außer-Haus-Konsums, infolge der verhängten Maßnahmen und Einschränkungen, zu einer Verlagerung des Konsums in die privaten Haushalte. Derzeit ist noch nicht absehbar, zu welchem Zeitpunkt und mit welcher Intensität eine wirtschaftliche Erholung einsetzen wird. Es zeichnet sich aber deutlich ab, dass der wirtschaftliche Einbruch zu einer zunehmenden Verunsicherung der Verbraucher führt. Eine ansteigende Arbeitslosigkeit und eine hohe Zahl von Beschäftigten in Kurzarbeit sind unmittelbar mit Einkommensverlusten verbunden und führen auch zu starken Einbußen bei der Einkommenserwartung. Diese Entwicklung führt zu einem Rückgang des privaten Konsums und, was ebenfalls bereits zu erkennen ist, zu einer Erhöhung der Sparquote. Damit werden auf den gesamten Handel schwierigere Zeiten zukommen. Der Lebensmitteleinzelhandel wird von dieser Entwicklung mittel- und langfristig genauso betroffen sein und wird sich auf die wirtschaftlich unsichere Lage der Konsumenten einstellen müssen. Allerdings sind diese weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zum jetzigen Zeitpunkt nicht hinreichend quantifizierbar und können daher auch nicht im wirtschaftlichen Ausblick berücksichtigt werden. Hierzu muss die weitere Entwicklung und zunächst der Zeitpunkt einer einsetzenden wirtschaftlichen Erholung abgewartet werden. 7.2 Wirtschaftlicher AusblickDie Unternehmensgruppe Theo Müller ist aufgrund ihrer starken Marktstellung und ihrer Finanzkraft in allen bestehenden Geschäftsbereichen sehr gut positioniert. Kunden- und Verbraucherorientierung besitzen für die Unternehmensgruppe höchste Priorität und sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung in einem dynamischen Marktumfeld, mit einem sich verschärfenden Wettbewerb. In der derzeitigen Corona-Krise ist die Unternehmensgruppe Theo Müller, als Hersteller hochwertiger Lebensmittel, in ihren Kerngeschäftsfeldern zudem systemrelevant für ein funktionierendes Gemeinwesen und kann ihre Leistungsfähigkeit erfolgreich unter Beweis stellen. Die Strategie der Unternehmensgruppe Theo Müller basiert auf drei Säulen und zielt neben einer Stärkung und Ausweitung des Kerngeschäftes auch darauf ab, neue Märkte und damit neue Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen. Die Unternehmensstrategie bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung der Unternehmensgruppe. Mit der konsequenten Umsetzung der Unternehmensstrategie in den folgenden Geschäftsjahren legt die Unternehmensgruppe Theo Müller die Basis für ein nachhaltiges und profitables Wachstum und wird den sich ständig steigenden Herausforderungen der Märkte positiv begegnen. Da sich die Auswirkungen der derzeitigen Corona-Pandemie zum jetzigen Zeitpunkt nicht hinreichend quantifizieren lassen, wird nachfolgend auf die geplante Unternehmensentwicklung abgestellt. Hierbei finden eine Vielzahl bereits konkret definierter und auf der Unternehmensstrategie basierende Maßnahmen Berücksichtigung. Trotz der großen Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung, sowohl in Deutschland und England, als auch in allen weiteren Ländern, in denen die Unternehmensgruppe Theo Müller aktiv ist, wird es als sehr wahrscheinlich angesehen, dass sich die Corona-Pandemie nicht negativ auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Unternehmensgruppe Theo Müller auswirken wird. Im Geschäftsbereich Molkerei geht die Unternehmensgruppe Theo Müller von einem moderaten Anstieg der Umsatzerlöse, bei einem deutlich verbesserten EBIT aus. Einen wesentlichen Beitrag an dieser Entwicklung leistet unter anderem das englische Frischmilchgeschäft, dessen Profitabilität durch die umgesetzten Maßnahmen der Vorjahre deutlich verbessert wird. Darüber hinaus war das Vorjahr durch hohe einmalige Sonderaufwendungen für die Restrukturierung des Frischmilchgeschäftes belastet, die sich im Geschäftsjahr 2020 vorraussichtlich reduzieren werden. Im Geschäftsbereich Feinkost wird ebenfalls ein moderates Umsatzwachstum erwartet. Die Umsatzerlöse der deutschen Homann Gruppe werden sich dabei stärker entwickeln, als die der polnischen Lisner Gruppe, die in der Vergangenheit ein konstant hohes Umsatz- und Ergebniswachstum aufweisen konnte. Das EBIT für den Geschäftsbereich wird sich zudem deutlich verbessern. Der Geschäftsbereich Dienstleistungen, der von der Entwicklung der englischen CULINA Gruppe geprägt wird, wird sich auch im Geschäftsjahr 2020 weiterhin positiv entwickeln und ein leichtes Umsatzwachstum erzielen. Das EBIT wird sich infolge der erfolgreichen Integration, der in den vergangenen Jahren akquirierten Gesellschaften und der Hebung von Synergieeffekten leicht überproportional entwickeln. Für das Geschäftsjahr 2020 wird für den Konzern daher insgesamt eine moderate Steigerung der Umsatzerlöse bei einem deutlich gesteigerten EBIT erwartet. In den darauf folgenden Geschäftsjahren erwartet die Unternehmensgruppe Theo Müller für den Gesamtkonzern ebenfalls einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse, bei einem deutlich erhöhten Anstieg des Betriebsergebnisses (EBIT). Mit gezielten Akquisitionen soll die Markt- und Wettbewerbsposition auch in der Zukunft weiter gestärkt und zusätzliches profitables Wachstum entsprechend der Unternehmensstrategie erzielt werden.
Luxemburg, 12. Mai 2020 Unternehmensgruppe
Theo Müller S.e.c.s.,
diese wiederum vertreten durch die Geschäftsführer Werner Stegmüller Marcus Almeling Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.Aktiva
Der Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernjahresabschlusses Der Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernjahresabschlusses Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.
Der Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernjahresabschlusses Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.
Der Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernjahresabschlusses Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.
(siehe Tz. [14]) Der Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernjahresabschlusses
(siehe Tz. [14]) Der Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernjahresabschlusses Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.Allgemeine ErläuterungenAbkürzungen
Allgemeine Angaben zum KonzernDer Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. für das Geschäftsjahr 2019 wurde von der Geschäftsführung am 12. Mai 2020 zur Veröffentlichung freigegeben. Mit diesem Zeitpunkt endet der Wertaufhellungszeitraum. Oberstes Mutterunternehmen ist die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., die am 14. September 2011 gegründet und am 30. September 2011 beim Registre de Commerce et des Sociétés Luxembourg unter B 163670 eingetragen worden ist. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in der 2b, rue Albert Borschette in L-1246 Luxemburg. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind auf den Stichtag der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. Alle Beträge werden in tausend Euro (T€) angegeben, soweit nicht anders vermerkt. Sämtliche Werte wurden entsprechend kaufmännischer Rundung auf T€ auf- oder abgerundet, sodass sich einzelne Zahlen unter Umständen nicht genau zur angegebenen Summe addieren. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Geschäftstätigkeit des Mutterunternehmens, der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., liegt im Wesentlichen in der Ausführung von Aktivitäten, die direkt oder indirekt mit der Gründung, Akquisition und dem Halten von luxemburgischen und / oder ausländischen Unternehmen zusammenhängen, der Erbringung zentraler Dienstleistungen an Konzernunternehmen sowie in der Verwaltung, Geschäftsleitung, Kontrolle und Verwertung dieser Beteiligungen. Darüber hinaus kann die Gesellschaft ihre Mittel einsetzen, um sich an der Gründung, dem Erwerb, der Entwicklung und Kontrolle jeglichen Unternehmens zu beteiligen sowie um Wertpapiere, geistiges Eigentum und Immobilien durch Einlage, Zeichnung oder im Wege einer Kaufoption zu erwerben und weiterzuentwickeln. Die geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns lassen sich in die folgenden Geschäftsbereiche untergliedern: MolkereiIm Geschäftsbereich Molkerei produziert und vertreibt die Unternehmensgruppe Theo Müller Molkereifrischprodukte als Marken- und Handelsmarkenwaren, Milch-Basisprodukte, Käse sowie für die industrielle Weiterverarbeitung bestimmte Milch- und Molkederivate. Der Vertrieb erfolgt überwiegend in Europa. Eigene Vertriebseinheiten bestehen in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Italien, Tschechien, Polen und der Slowakei. Der Geschäftsbereich verfügt über Produktionsstätten in Deutschland, Großbritannien und Tschechien. FeinkostDer Geschäftsbereich Feinkost umfasst die Produktion und den Vertrieb von gekühlten Salaten, Dressings und Saucen, Fertiggerichten sowie Fischdelikatessen. Darüber hinaus werden verschiedene Produkte im Auftrag von großen Lebensmittelherstellern sowie für Lebensmittelgroßhändler und Gewerbetreibende produziert. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten liegt in den Ländern Deutschland und Polen, in denen sich auch die Produktionsstätten des Geschäftsbereichs befinden. DienstleistungenDer Geschäftsbereich Dienstleistungen beinhaltet neben Gesellschaften für die im Wesentlichen eigengenutzte Fruchtzubereitung und Verpackungsherstellung auch konzerneigene Logistikgesellschaften für die Erbringung von Transport- und Logistikdienstleistungen innerhalb und außerhalb der Unternehmensgruppe. Hierbei kommt der englischen CULINA Gruppe eine besondere Bedeutung zu, da sie im Bereich der Food-Logistik eines der führenden Unternehmen in Großbritannien und Irland ist und einen hohen Umsatzanteil im Geschäft mit Drittkunden erzielt. Hinzu kommen Servicegesellschaften für die Erbringung konzerninterner Dienstleistungen aus den Bereichen Media und Marketing, des strategischen Einkaufs, der Finanzierung, Corporate Finance und Private Equity sowie ein Werkstattbetrieb für die Wartung und Reparatur von Nutzfahrzeugen. Die Gesellschaften des Geschäftsbereichs Dienstleistungen haben ihren Sitz in Luxemburg, Deutschland, Großbritannien, Belgien, Ungarn, Polen und der Schweiz. Die nachfolgenden in den Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller als obersten Mutternehmen einbezogenen Tochtergesellschaften machen für das Geschäftsjahr 2019 von den Befreiungsvorschriften der § § 264b bzw. 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. i. S. d. § 264b HGB:
i. S. d. § 264 Abs. 3 HGB:
Parent Company GuaranteeDer vorliegende Konzernabschluss befreit durch die Abgabe der sogenannten Parent Company Guarantee die nachfolgend genannten Gesellschaften von der Prüfung ihrer Einzelabschlüsse. Die Abgabe hat unverändert in englischer Sprache zu erfolgen. "Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., Luxemburg has provided statutory guarantees to Robert Wiseman & Sons Limited, TM UK Production Limited, Muller Dairy (U.K.) Limited, Muller Investments Limited, Müller Wiseman Dairies Limited, TM Corporate Holdings UK Limited, Culina Ambient Holdings Limited, Culina Ambient Limited, Telford Transport Ltd, Great Bear Holdings Limited, Warrens Warehousing Group Limited and Robsons of Spalding Limited in accordance with section 479A of the Companies Act 2006. The guarantee covers all outstanding debts and liabilities of those companies as at 31 December 2019 and applies until such time as all such debts and liabilities are satisfied in full. The directors are at present not aware of any material claims arising under the guarantees."
Der Wortlaut der Parent Company Guarantee wird wie folgt wiedergegeben: Die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., Luxemburg, hat gegenüber Robert Wiseman & Sons Limited, TM UK Production Limited, Muller Dairy (U.K.) Limited, Muller Investments Limited, Müller Wiseman Dairies Limited, TM Corporate Holdings UK Limited, Culina Ambient Holdings Limited, Culina Ambient Limited, Telford Transport Ltd, Great Bear Holdings Limited, Warrens Warehousing Group Limited und Robsons of Spalding Limited eine gesetzliche Garantie entsprechend Paragraf 479A des Companies Act 2006 abgegeben. Die Garantie umfasst alle ausstehenden Verbindlichkeiten und Schulden dieser Gesellschaften zum 31. Dezember 2019 und gilt solange, bis diese vollständig beglichen worden sind. Den Geschäftsführern liegen aktuell keine Ansprüche vor, die in den Anwendungsbereich der abgegebenen Garantie fallen. Erklärung zur Übereinstimmung mit IFRSDer Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. ist nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Commitee (IFRS IC) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Going ConcernDer Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern) aufgestellt. Die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. erwirtschaftete per 31. Dezember 2019 einen Konzernjahresüberschuss nach Steuern, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, in Höhe von T€ 91.117. Die kurzfristigen Vermögenswerte überstiegen die kurzfristigen Schulden um T€ 153.162. Die unter den langfristigen und kurzfristigen Schulden ausgewiesenen US Private Placements werden nach Ansicht des Managements planmäßig zurückgezahlt. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine Hinweise auf Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens sowie des Konzerns gefährden könnten. Neue sowie geänderte Standards und Interpretationen - verpflichtend anzuwenden seit 1. Januar 2019Die Unternehmensgruppe Theo Müller hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr 2019 erstmals angewendet:
Zum 1. Januar 2019 hat die Unternehmensgruppe erstmalig IFRS 16 angewendet. Zudem war eine Reihe weiterer Standards erstmalig zum 1. Januar 2019 anzuwenden, diese haben jedoch keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss. Die Unternehmensgruppe hat IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 nach der modifiziert retrospektiven Methode angewendet, wonach der kumulierte Effekt aus der erstmaligen Anwendung zum 1. Januar 2019 erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst wird. Folglich wurden die Vergleichsinformationen für 2018 nicht angepasst. Darüber hinaus wurden die Angabepflichten in IFRS 16 nicht generell auf die Vergleichsinformationen angewendet. Als Leasingnehmer least die Unternehmensgruppe viele Vermögenswerte, insbesondere den Fuhrpark, Produktionsanlagen, Depots, Sattelzugmaschinen sowie Sattelzugauflieger. Die Unternehmensgruppe hat bisher diese Leasingverhältnisse als Operating-Leasingverhältnisse oder Finanzierungsleasing-Verhältnisse eingestuft, in Abhängigkeit davon, ob im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des zugrunde liegenden Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen auf die Unternehmensgruppe übertragen wurden. Mit Übergang auf IFRS 16 werden Zahlungsverpflichtungen aus bisherigen Operating-Leasingverhältnissen (IAS 17) mit dem entsprechenden Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019 abgezinst und mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen als Leasingverbindlichkeit angesetzt. Das zugehörige Nutzungsrecht wird mit einigen Ausnahmen, in Höhe der Leasingverbindlichkeit erfasst, berichtigt um Beträge für im Voraus geleistete oder abgegrenzte Leasingzahlungen. Für einzelne Immobilienmietverträge wird im Zeitpunkt der Erstanwendung das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand in der Höhe angesetzt, als ob IFRS 16 schon ab dem Zeitpunkt der Nutzung der Immobile angewendet worden wäre. Bisherige Finanzierungsleasing-Verhältnisse wurden am 1. Januar 2019 mit ihren Buchwerten zum 31. Dezember 2018 als Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeit erfasst. Darüber hinaus wurden wesentliche Wahlrechte und Erleichterungsmöglichkeiten wie folgt ausgeübt:
Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 16 wurden zum 1. Januar 2019 erstmalig Nutzungsrechte an Leasinggegenständen sowie zusätzliche Leasingverbindlichkeiten erfasst und die Differenz in den Gewinnrücklagen erfasst. Die Auswirkungen des Übergangs werden im Folgenden zusammengefasst.
Der Zinssatz für die Bewertung der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten, soweit nicht implizit im Leasing-Verhältnis vorgegeben, ist der Grenzfremdkapitalzinssatz. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers, der auf die Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 angewendet wurde, beträgt 2,5 %. Ausgehend von den Operating-Leasingverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 ergab sich folgende Überleitung auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019:
Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards, Interpretationen und ÄnderungenNeue Standards und Interpretationen, die zum 31. Dezember 2019 noch nicht angewendet wurden und die erst mit Datum der verpflichtenden Anwendung umgesetzt werden, existieren wie folgt:
* Für Geschäftsjahre, die am oder nach
diesem Datum beginnen
Die Unternehmensgruppe analysiert die Auswirkungen der oben dargestellten Standards und Interpretationen und wird diese in dem Geschäftsjahr der verpflichtenden Anwendung umsetzen. Aktuell erwartet der Konzern aus den oben dargestellten Standards und Interpretationen keine wesentlichen Auswirkungen. Es gibt keine weiteren Standards und Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und die eine wesentliche Auswirkung auf den Konzern hätten. Aufstellungsgrundsätze des IFRS KonzernabschlussesKonsolidierungskreisNeben der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. als Mutterunternehmen wurden zum 31. Dezember 2019 die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen, bei denen die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt, ab dem erstmalig eine Beherrschung ausgeübt werden kann, vollkonsolidiert. Eine Vollkonsolidierung kann unterbleiben, sofern die Gesellschaft für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Beteiligungsquote an der Weihenstephan Holding Komplementär GmbH, Freising / Deutschland, hat sich im Geschäftsjahr 2019 von 25,10 % auf 100,00 % erhöht. Im Geschäftsjahr 2018 erfolgte eine Vollkonsolidierung aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen.
Die Unternehmensgruppe hält keine Anteile an Tochterunternehmen, für die wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen. Folgende Gesellschaften, bei denen die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. mittelbar die Möglichkeit hat, die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich zu beeinflussen, werden nach der Equity-Methode bilanziert:
1 Gemeinschaftsunternehmen
Die nachfolgenden Gesellschaften werden als Beteiligungen ausgewiesen.
Wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen:
Veränderungen im KonsolidierungskreisDie Veränderungen des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2019 sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Gründung
Erwerb
PepperPark GmbH, Weyhe / Deutschland:Am 1. Januar 2019 erwarb der Konzern über seine Tochtergesellschaft Homann Feinkost GmbH 100 % der Gesellschaftsanteile und erlangte damit die Beherrschung an der PepperPark GmbH. Die Hauptaktivität der Gesellschaft ist der Onlinevertrieb von Lebensmittelsamen, Pflanzen inklusive Anbauhelfer und -zubehör, Saucen und Gewürzen sowie verschiedener Fleischwaren. Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft zum Erwerbszeitpunkt und die entsprechenden Buchwerte unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:
Die Anschaffungskosten für den Erwerb der Anteile beliefen sich auf T€ 348 und wurden mit liquiden Mitteln beglichen. Unter Berücksichtigung der übernommenen liquiden Mittel von T€ 53 ergab sich ein Nettozahlungsmittelabfluss in Höhe von T€ -295. Da die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses die Anteile an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden überstiegen, wurde der Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.729 gemäß IFRS 3.32 als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Aufgrund fehlender Werthaltigkeit wurde dieser zum 31. Dezember 2019 in voller Höhe abgewertet. Seit dem Erwerbszeitpunkt hat die Gesellschaft zu den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen T€ 1.309 beigetragen. Der Anteil am Konzernergebnis für den gleichen Zeitraum betrug T€ -789. Liquidation
KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung wird grundsätzlich nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt der Begründung der Beherrschung (Erwerbszeitpunkt) durchgeführt. Danach werden die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und ansatzfähigen Eventualschulden des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet. Der sich bei der Erstkonsolidierung ergebende aktive Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und einmal jährlich auf seine Werthaltigkeit geprüft. Bei einem Unternehmenszusammenschluss werden nicht beherrschende Anteile an dem erworbenen Unternehmen zum entsprechenden Anteil des identifizierten Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Änderungen bei der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als ergebnisneutrale Transaktionen zwischen Eigentümern behandelt. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. In den langfristigen Vermögenswerten und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt. Im vorliegenden Abschluss wurden Zwischenergebnisse in Höhe von T€ -80 (Vorjahr: T€ -2.528) eliminiert. Common control TransaktionenDa IFRS 3 Transaktionen unter gemeinsamer Kontrolle (common control transactions) nicht regelt, wählt die Unternehmensgruppe als Form der Beteiligungsübertragung die Übernahme zu Buchwerten (predecessor accounting). Im Rahmen des predecessor accounting werden die übernommenen Vermögenswerte und Schulden nicht neu zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sondern anhand der bestehenden Buchwerte der erworbenen Unternehmen erfasst. Die übernommenen Vermögenswerte beinhalten bereits existierende Geschäfts- oder Firmenwerte, sofern eine konsolidierte Unternehmensgruppe übernommen wird. Eine etwaige Differenz zwischen hingegebener Gegenleistung und übernommenen Vermögenswerten und Schulden führt nicht zu einer Schaffung eines neuen Geschäfts- oder Firmenwertes, sondern wird innerhalb des Eigenkapitals erfasst. WährungsumrechnungDer Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der Gesellschaft, aufgestellt. Die zum Konzern gehörenden ausländischen Gesellschaften sind selbstständige Teileinheiten. Die funktionale Währung ist die jeweilige Landeswährung. In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Zum Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung monetärer Posten zum Stichtagskurs. Daraus resultierende Währungskursgewinne (+) und -verluste (-) werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2019 sind Währungsdifferenzen in Höhe von T€ 45.696 (Vorjahr: T€ -19.153) entstanden. Hiervon wurden T€ 43.046 (Vorjahr: T€ -16.908) im übrigen Finanzergebnis und T€ 2.650 (Vorjahr: T€ -2.245) im operativen Ergebnis ausgewiesen. Für die Einbeziehung der Fremdwährungsbilanzen in die Konzernbilanz werden die Vermögenswerte und Schulden mit dem Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Kapitalkonsolidierung und die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgen zu historischen Kursen. In 2019 wurden Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von T€ 37.960 ergebnisneutral in das Eigenkapital eingestellt (Vorjahr: T€ -5.290) (Tz. [14]). Die Währungsumrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Fremdwährungsabschlüsse erfolgt zu den monatlich gültigen Durchschnittskursen. Für die Währungsumrechnung bezüglich der relevanten Währungen der Länder, die nicht an der Europäischen Währungsunion teilnehmen, werden folgende Stichtagskurse zugrunde gelegt:
Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und der zugrunde liegenden SchätzannahmenDer Konzernabschluss ist in T€ und mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente (FVtPL) sowie als Eigenkapital- oder Schuldinstrument klassifizierter Wertpapiere (FVtPL) und Beteiligungen (FVtPL) nach dem Anschaffungskostenprinzip aufgestellt. Es wurden für alle Konzerngesellschaften einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden festgelegt, die sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert haben. Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge werden nicht miteinander saldiert, soweit die Saldierung nicht von einem Standard bzw. einer Interpretation nach IFRS gefordert oder erlaubt wird. Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die zugrunde liegenden Schätzannahmen werden im Folgenden zusammengefasst: Immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte, ohne Entwicklungskosten)Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung bei Erwerb zu Anschaffungskosten bzw. bei selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten zu Herstellungskosten angesetzt. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer differenziert. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden im Fall von immateriellen Vermögenswerten mit einer bestimmten Nutzungsdauer mindestens zum Ende des Geschäftsjahres überprüft. Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer beinhalten Milcheinstandsgelder, EDV-Software, Kundenbeziehungen und vorteilhafte Verträge. Milcheinstandsgelder werden als Vertragsbonus ausbezahlt und dienen zur Sicherung der benötigten Milch an den jeweiligen Produktionsstandorten. Des Weiteren werden unter den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerten Grunddienstbarkeiten mit unbestimmter Nutzungsdauer mit einem Buchwert in Höhe von T€ 79 (Vorjahr: T€ 79) ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:
Die Restnutzungsdauern der immateriellen Vermögenswerte verteilen sich wie folgt:
Immaterielle Vermögenswerte von unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden einmal jährlich stattfindenden Werthaltigkeitsprüfungen unterzogen, sofern nicht Ereignisse oder veränderte Umstände schon vorher darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Abschreibungen ausgewiesen. Unterschiedsbetrag aus der KapitalkonsolidierungDie Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt nach der Erwerbsmethode, bei der der Kaufpreis dem neu bewerteten anteiligen Netto-Reinvermögen des erworbenen Unternehmens gegenübergestellt wird. Dabei sind die Wertverhältnisse zum Erwerbszeitpunkt zugrunde zu legen, der dem Zeitpunkt entspricht, zu dem die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt wurde. Wertdifferenzen werden in voller Höhe aufgedeckt, das heißt, ansatzfähige Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden werden grundsätzlich mit ihren Fair Values in der Konzernbilanz ausgewiesen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS 3 entspricht einem positiven Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten eines Unternehmens und dem erworbenen neu bewerteten anteiligen Netto-Reinvermögen. Die existierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft (impairment only approach). Etwaige Wertminderungen aktivierter Geschäfts- oder Firmenwerte werden in der Position Abschreibungen ausgewiesen. Wenn die Anschaffungskosten niedriger sind als der beizulegende Zeitwert des Netto-Reinvermögens des Unternehmens, wird der Überschuss der Anteile des Erwerbers am beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens über die Anschaffungskosten direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. MarkenDie im Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. bilanzierten Marken wurden nach der Relief from Royalty Method bewertet und haben sowohl bestimmte als auch unbestimmte Nutzungsdauern.
Die Voraussetzungen für die Annahme einer unbestimmten Nutzungsdauer gemäß IAS 38.90 beziehen sich auf eine erfolgreiche unternehmerische Historie, die Existenz von Markteintrittsbarrieren für die Wettbewerber der Gesellschaft sowie die Absicht der Unternehmensgruppe Theo Müller, die Marken auf unbestimmte Zeit zu nutzen. Die Unternehmensgruppe Theo Müller betreibt dazu eine intensive Markenpflege. Forschung und EntwicklungNach IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer erforderlich, wenn die technische und ressourcenmäßige Realisierbarkeit der Fertigstellung und die Absicht und Möglichkeit zur Nutzung des immateriellen Vermögenswertes gegeben sind sowie ein voraussichtlich künftiger wirtschaftlicher Nutzen nachgewiesen werden kann und die während der Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig bewertet werden können. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien nach IAS 38 kumulativ erfüllt sein. In der Unternehmensgruppe Theo Müller fallen überwiegend Forschungskosten an. Da der überwiegende Teil der neuen Produkte nicht bis zur Markteinführungsphase gelangt, fehlt ein Nachweis, wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird. Zudem ist die Trennung zwischen der Forschungs- und der Entwicklungsphase durch das eingerichtete System nicht gewährleistet, sodass eine Aktivierung von Entwicklungsleistungen nach IAS 38 auch aufgrund fehlender verlässlicher Bewertung zurechenbarer Entwicklungsausgaben nicht möglich ist. SachanlagenDie Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend den voraussichtlichen Nutzungsdauern, bewertet. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens betragen:
Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf die voraussichtliche Nutzungsdauer pro rata temporis verrechnet und in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Abschreibungen ausgewiesen. Die Abschreibungsmethode als auch die Nutzungsdauern werden mindestens am Ende eines jeden Geschäftsjahres hinsichtlich des künftigen wirtschaftlichen Nutzungsverlaufs überprüft und ggf. angepasst. Die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage werden im Zeitpunkt ihres Anfalls in den Buchwert dieser Sachanlage einbezogen, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Bei Durchführung einer Großinspektion werden entsprechend die Kosten im Buchwert einer Sachanlage als Ersatz aktiviert, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Gleiches gilt für die Kosten einer Generalüberholung. Andere Instandhaltungsaufwendungen werden nur dann aktiviert, wenn der innewohnende zukünftige Nutzen des betreffenden Anlagegegenstandes erhöht wird. Verpflichtungen zum Rückbau von angemieteten Geschäftsräumen auf den ursprünglichen Stand werden in voller Höhe zurückgestellt und in korrespondierender Höhe aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen basieren auf den um die aktivierten Beträge erhöhten Buchwerten. Finanzierungskosten, die direkt im Zusammenhang mit dem Erwerb von qualifizierten Vermögenswerten anfallen, sind weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr gegeben. Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswertes resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Für Investitionen im Fördergebiet Sachsen wurden Zulagen gemäß Investitionszulagengesetz (InvZulG) sowie Zuschüsse gemäß Förderprogramm "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) gewährt. Öffentliche Zuschüsse und Zulagen für getätigte Investitionen werden als Zuwendungen für Vermögenswerte erfasst, sobald eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt sind. Sie werden entsprechend IAS 20.24 direkt von den entsprechenden Vermögenswerten abgesetzt. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienAls Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zur Erzielung von Mieteinnahmen und / oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten (cost model), vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen sowie Wertminderungen. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden unter den langfristigen Vermögenswerten gesondert ausgewiesen. Die Nutzungsdauer der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie beträgt 50 Jahre. Die vom Konzern als Finanzinvestition gehaltene Immobilie wird ausschließlich vermietet. Die daraus resultierenden Mieteinnahmen und die direkt im Zusammenhang stehenden Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Leasingverhältnisse Die Unternehmensgruppe als Leasingnehmer:Leasingverhältnisse sind Vereinbarungen, bei denen der Leasinggeber dem Leasingnehmer das Recht auf Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum und gegen Zahlung eines Entgelts überträgt. Ein Leasingverhältnis liegt nur dann vor, wenn der Leasingnehmer die Kontrolle über das Nutzungsrecht erlangt. Kontrolle ist gegeben, wenn der Leasingnehmer im Wesentlichen den gesamten wirtschaftliche Nutzen aus der Verwendung des identifizierten Vermögenswerts zieht und allein über die Nutzung des Vermögenswerts entscheidet. In der Unternehmensgruppe werden zum Bereitstellungsdatum alle Leasingverhältnisse als Nutzungsrecht und als Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der ausstehenden Leasingzahlungen in der Bilanz erfasst. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswertes bzw. des Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize. Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf die Unternehmensgruppe über oder in den Kosten des Nutzungsrechtes ist berücksichtigt, dass die Unternehmensgruppe eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswertes abgeschrieben, welche nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst. Die Laufzeit des Leasingverhältnisses ist der hinreichend sichere Zeitraum, über den der Vermögenswert angemietet wird. Neben der unkündbaren Grundmietzeit werden Verlängerungszeiträume einbezogen, sofern ihre Inanspruchnahme mit Nutzungsbeginn hinreichend sicher ist und Kündigungszeiträume, sofern ihre Ausübung nicht hinreichend sicher ist. Die Einschätzung wird überprüft, wenn entweder nicht in der Kontrolle der Unternehmensgruppe liegende Ereignisse oder wesentliche Änderungen der Umstände eintreten, welche eine Änderung der Laufzeit notwendig machen. Die Laufzeit des Leasingverhältnisses wird angepasst, wenn eine Verlängerungsoption ausgeübt bzw. eine Kündigungsoption nicht ausgeübt wird und diese in der ursprünglichen Einschätzung nicht berücksichtigt waren. Die Änderung der Leasinglaufzeit führt zu einer geänderten künftigen Zahlungsreihe und somit zu einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit unter Verwendung des aktuellen Grenzfremdkapitalzinssatzes. Der entstandene Differenzbetrag wird erfolgsneutral im Nutzungsrecht erfasst. Ausbuchungsbeträge, die den Buchwert des Nutzungsrechts übersteigen, werden erfolgswirksam als Aufwand innerhalb des Betriebsergebnisses erfasst. Die Leasingverbindlichkeit wird in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen über die hinreichend sichere Nutzungsperiode erfasst. Leasingzahlungen umfassen alle fixen und quasi-fixen Zahlungen, reduziert um künftige Anreizzahlungen des Leasinggebers. Darüber hinaus werden variable Zahlungen, die an eine Rate oder einen Index gekoppelt sind, erwartete Zahlungen aus Restwertgarantien sowie Zahlungen für die Ausübung von hinreichend sicheren Kauf- und Kündigungsoptionen angesetzt. Die Leasingzahlungen werden mit den Grenzfremdkapitalzinssätzen der Unternehmensgruppe (Leasingnehmer) abgezinst. Die Grenzfremdkapitalzinssätze der Unternehmensgruppe werden auf Basis risikoloser Zinssätze über verschiedene Laufzeiten zzgl. einer Marge und einem länderspezifischen Risikoaufschlag ermittelt. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Zinsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst, sodass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt. Eine Änderung des Leasingvertrages (sog. "Vertragsmodifikation"), die den Umfang des ursprünglichen Vertrages wesentlich erhöht, wird als gesondertes Leasingverhältnis erfasst, wenn der Unternehmensgruppe ein zusätzliches Recht auf Nutzung eines oder mehrerer zugrunde liegender Vermögenswerte eingeräumt wird und das hierfür zu zahlende Entgelt dem Einzelveräußerungspreis entspricht, den die Unternehmensgruppe andernfalls für die Nutzung zahlen müsste, wenn sie diese Vermögenswerte in einem separaten Leasingvertrag von einer dritten Partei angemietet hätte. Vertragsänderungen, die den Vertragsumfang zwar erhöhen, aber nicht zu einem gesonderten Leasingverhältnis führen, werden erfolgsneutral im Buchwert des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit des bestehenden Leasingverhältnisses erfasst. Wird durch eine Vertragsänderung der Umfang der Leasingvereinbarung reduziert, dann sind sowohl das Nutzungsrecht als auch die Leasingverbindlichkeit neu zu bewerten. Die hieraus resultierenden anteiligen Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam innerhalb des Betriebsergebnisses erfasst. Die modifizierten Beträge werden dann im Zeitpunkt der Änderung mit dem dann gültigen neuen Zinssatz bewertet. Die Unternehmensgruppe nimmt die Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie für Leasingverhältnisse von Vermögenswerten mit geringem Wert, die keine kurzfristigen Leasingverhältnisse sind, in Anspruch und erfasst diese linear als Aufwand innerhalb des Betriebsergebnisses. Sale-and-Leaseback Transaktionen kommen in der Unternehmensgruppe nicht zur Anwendung. Die Unternehmensgruppe als Leasinggeber:In seltenen Fällen tritt die Unternehmensgruppe im Rahmen von Untervermietungen als Leasinggeber auf. Hierbei werden Teile von Gebäuden oder auch gesamte Immobilien an externe Leasingnehmer untervermietet. Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind (finance lease), so setzt der Leasinggeber nicht mehr das Leasingobjekt / Nutzungsrecht, sondern eine Leasingforderung an. Die Höhe der Leasingforderung entspricht im Zugangszeitpunkt dem Nettoinvestitionswert des Leasingobjekts. Die von den Leasingnehmern gezahlten Leasingraten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. In der Folgebewertung wird die Forderung aus dem Leasingverhältnis um die erhaltenen Tilgungsanteile vermindert. Der Zinsanteil der erhaltenen Zahlungen wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Zinsertrag im Zinsergebnis erfasst. At Equity bilanzierte BeteiligungenZu den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen zählen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen. Die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen wurden zum Erwerbszeitpunkt zu Anschaffungskosten aktiviert. In den Folgeperioden werden die Buchwerte jährlich um die auf den Konzern entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ergebniswirksam erhöht oder vermindert. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung (impairment test) wird der Buchwert eines at Equity bilanzierten Unternehmens mit dessen erzielbarem Betrag verglichen. Falls der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt, ist eine Wertminderung (impairment) in Höhe des Differenzbetrages vorzunehmen. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, erfolgt eine entsprechende erfolgswirksame Zuschreibung. Zwischengewinne und -verluste aus Verkäufen zwischen Konzerngesellschaften und der at Equity bilanzierten Gesellschaft werden in Höhe des Beteiligungsprozentsatzes eliminiert. Entspricht oder übersteigt der Anteil an den Verlusten eines at Equity bilanzierten Unternehmens den Wert einer nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst. Die Anteile werden mit einem Buchwert von Null ausgewiesen. Die überschießenden Verluste werden in einer Nebenrechnung festgehalten. Die in der Folgezeit erzielten Gewinne werden zunächst in der Nebenrechnung zur Verlustverrechnung verwendet. Anteile an künftigen Gewinnen werden erst dann bilanziell erfasst, wenn der Gewinnanteil die in der Nebenrechnung ermittelten Verluste übersteigt. Verwässerungsgewinne und -verluste, die aus Anteilen an at Equity bilanzierten Unternehmen resultieren, werden ergebniswirksam erfasst. Finanzielle nicht derivative Vermögenswerte und sonstige finanzielle VermögenswerteDie finanziellen Vermögenswerte setzen sich zusammen aus Wertpapieren, Aktien, Beteiligungen, Ausleihungen, sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Mietkautionen, Baukostenzuschüsse, dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen, Altersteilzeit Erstattungsanspruch) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nach den Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften des IFRS 9 wird in der Unternehmensgruppe zwischen zwei Klassifizierungskategorien für finanzielle Vermögenswerte unterschieden:
Die Kategorie
kommt in der Unternehmensgruppe nicht zur Anwendung. Die Zuordnung in die jeweilige Klassifizierungskategorie erfolgt auf Basis:
Finanzielle Vermögenswerte, die Fremdkapitalinstrumente gemäß IAS 32 sind, werden anhand des Geschäftsmodells und der Struktur der vertraglichen Zahlungsströme klassifiziert. Fremdkapitalinstrumente werden als zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) klassifiziert, wenn das Geschäftsmodell auf die Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme abzielt ("Hold to Collect") und die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag vorsehen. Finanzielle Vermögenswerte, bei denen entweder das Zahlungsstromkriterium nicht erfüllt ist oder die zu Handelszwecken gehalten werden (weder das Geschäftsmodell "Halten" noch "Halten und Verkaufen"), sowie derivative Finanzinstrumente, die nicht in einer Sicherungsbeziehung designiert sind, sind der Kategorie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust zugeordnet (FVtPL). Der erstmalige Ansatz der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Transaktionskosten werden bei den finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unmittelbar im Gewinn und Verlust als Aufwand erfasst. Die Folgebewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt in Abhängigkeit von deren Klassifizierung:
Kredite und Forderungen sind finanzielle Vermögenswerte mit festen bzw. bestimmbaren Zahlungsbeträgen, die an keinem aktiven Markt gehandelt werden. Diese sind dem Geschäftsmodell "Halten" mit dem Ziel zugeordnet, die vertraglichen Geldflüsse zu realisieren. Die vertraglichen Geldflüsse stellen dabei ausschließlich Zins und Tilgung auf die ausstehende Kapitalsumme dar. Diese Vermögenswerte werden bei erstmaliger Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. In den Folgejahren erfolgt die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Berücksichtigung eventueller Wertminderungsaufwendungen. Daneben werden die unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere (fremdverwaltete Mandate) als zu Handelszwecken gehalten (FVtPL) klassifiziert und zum Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert (abgeleitet aus Börsenwerten respektive net asset value) bilanziert. Transaktionskosten werden sofort aufwandswirksam innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine Klassifizierung als zu Handelszwecken gehalten ist gegeben, wenn ein finanzieller Vermögenswert hauptsächlich mit der Absicht erworben wurde, diesen kurzfristig zu verkaufen oder es in der jüngsten Vergangenheit nachweislich kurzfristige Gewinnmitnahmen gab. Im Geschäftsjahr 2019 wurden unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten keine Wertpapiere als zu Handelszwecken gehalten, ausgewiesen. Für Investition in Eigenkapitalinstrumenten, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, besteht im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung ein einmaliges Wahlrecht, diese zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI) zu bewerten. Die Unternehmensgruppe hat dieses Wahlrecht nicht in Anspruch genommen. Die Beteiligungen werden als zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVtPL) klassifiziert und zum Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die unter den finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Ausleihungen bzw. Darlehen sowie Cashpooling Forderungen werden als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC) klassifiziert und bei erstmaliger Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. In den Folgejahren erfolgt die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Berücksichtigung eventueller Wertminderungsaufwendungen. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung oder Uneinbringlichkeit der Ausleihungen bzw. Darlehen vor, wird eine erfolgswirksame Abschreibung auf den voraussichtlich noch zu erzielenden Betrag vorgenommen. Dafür wird das 3-Stufen Wertminderungsmodell nach IFRS 9 verwendet. Im Geschäftsjahr 2019 sind keine wesentlichen Wertminderungen bei Ausleihungen und Darlehen entstanden. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden dabei zum Barwert unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Die Bilanzierung originärer Finanzinstrumente erfolgt bei marktüblichen Käufen zum Wert des Erfüllungstags (settlement day), das heißt zu dem Wert des Tages, an dem der Vermögenswert geliefert wird. Dagegen erfolgt die Bilanzierung der verwalteten Portfolien zum Handelstag (trade day). Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gibt und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag notierten Marktpreis bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Analyse von diskontierten Cashflows sowie die Verwendung anderer Bewertungsmodelle. Maßgeblich für die Entscheidung über die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes ist der Übergang der mit diesen verbundenen Risiken und Chancen (risks and rewards approach). Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente, wie z.B. Devisentermingeschäfte, Rohstoffderivate, FX Optionen und FX-Swaps, werden grundsätzlich für Sicherungszwecke eingesetzt, um Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft zu reduzieren bzw. die daraus resultierenden Finanzierungserfordernisse abzudecken. Darüber hinaus werden Zinsswaps eingesetzt, um sich gegen Zinsänderungsrisiken aus Finanzierungsgeschäften abzusichern. Eine Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (hedge accounting) erfolgt dabei im Konzernabschluss nicht. Die derivativen Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der entsprechende Vertrag abgeschlossen wird, zunächst mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Transaktionskosten angesetzt und nach IFRS 9 mit ihrem beizulegenden Zeitwert (FVtPL) bilanziert und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Als Quellen für die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte werden aktuelle und beobachtbare Marktparameter für Zinssätze und Wechselkurse verwendet. Die beizulegenden Zeitwerte werden durch Anwendung von Bewertungstechniken ermittelt (z.B. Discounted Cashflow Verfahren, Optionspreismodelle). Eventuelle Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Bilanzierung derivativer Finanzinstrumente erfolgt bei marktüblichen Käufen zum Handelstag (trade day), das heißt, sobald die Unternehmensgruppe Vertragspartner wird. VorräteDie Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen alle Kosten des Erwerbs und der Herstellung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Der Nettoveräußerungswert ist der voraussichtliche, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird auf Basis einer gleitenden Durchschnittswertmethode bzw. zu Stichtagswerten ermittelt. Durch angemessene Bildung von Wertkorrekturen wird allen erkennbaren Lagerungs- und Bestandsrisiken Rechnung getragen. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, die direkt dem Herstellungsprozess zugeordnet werden können. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden angesetzt, sofern es sich um produktionsbezogene Kosten handelt. Zinsen für Fremdkapital sind nicht mit einbezogen, sondern werden nach IAS 23.7 f. in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Forderungen und sonstige ForderungenForderungen und sonstige Forderungen stellen nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen und bestimmbaren Zahlungen dar, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Nach IFRS 9 werden dieser Instrumente in die Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC) eingestuft und unterliegen der Effektivzinsmethode. In den Folgejahren erfolgt die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode, da diese Instrumente mit dem Ziel zur Vereinnahmung von vertraglichen Zahlungsströmen gehalten werden und deren Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf das ausstehende Kapital darstellen. Die Unternehmensgruppe wendet für Fremdkapitalinstrumente, deren Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt, das Expected-Credit-Loss (ECL)-Modell gemäß IFRS 9 an. Danach ermittelt die Unternehmensgruppe die Wertminderungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, für jeden einzelnen Kunden bzw. für jede Kundengruppe. Hierbei wird jedem Kunden bzw. jeder Kundengruppe ein Rating zugeordnet, welches neben vergangenen und gegenwertigen Bedingungen auch Prognosen künftiger wirtschaftlicher Bedingungen berücksichtigt. Die Höhe der als Risikovorsorge für erwartete Kreditausfälle erfassten Wertberichtigungen hängt grundsätzlich davon ab, inwieweit sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz verschlechtert hat. Eine Risikovorsorge in Höhe des 12-Monats-ECL (Wertberichtigung für die innerhalb der nächsten 12 Monate erwarteten Kreditausfälle) wird ab dem erstmaligen Ansatz des Fremdkapitalinstruments erfasst. Sofern sich das Ausfallrisiko signifikant erhöht hat, wird eine Wertberichtigung für die erwarteten Kreditausfälle über die gesamte Laufzeit des Fremdkapitalinstruments erfasst. Eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos wird angenommen, sobald sich das Rating eines Kunden außerhalb des "Investmentgrades" befindet. Bestehen an der Einbringlichkeit Zweifel, werden die Forderungen mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag durch Bildung einer individuellen Risikovorsorge (separates Wertberichtigungskonto) nach Betrachtung des Einzelfalles und unter Berücksichtigung des Umfangs der Kreditversicherung angesetzt. Eine Ausbuchung der Forderung erfolgt, wenn die Uneinbringlichkeit der Forderung feststeht. Individuelle Risikovorsorgen werden bei Zahlung ausgebucht. Eine Inanspruchnahme liegt bei Uneinbringlichkeit vor. Ein aus der Ausbuchung resultierender Gewinn oder Verlust sowie Wertminderungsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei den kurzfristigen Forderungen und sonstigen Forderungen stellen die ausgewiesenen Buchwerte einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Die Unterscheidung zwischen sonstigen Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten basiert darauf, ob der Anspruch der Gegenleistung auf Geld gerichtet ist oder nicht. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten Schecks, Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben eine Fälligkeit von maximal drei Monaten. Die Nominalbeträge entsprechen wegen der kurzen Fälligkeit den beizulegenden Zeitwerten. Die Bildung einer Risikovorsorge nach IFRS 9 findet aufgrund der kurzfristigen Laufzeit sowie der hohen Bonität der Kreditinstitute nicht statt. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung entsprechen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente den ausgewiesenen Beständen in der Bilanz zuzüglich kurzfristige, äußerst liquide Finanzinstrumenten (commercial papers) abzüglich Kontokorrent-Verbindlichkeiten und Cashpooling, die zum integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition der Unternehmensgruppe gehören. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und damit verbundene SchuldenAls "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne Vermögenswerte, um zur Veräußerung stehende Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppe) oder um aufzugebende Geschäftsbereiche handeln. Schulden, die im Zusammenhang mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe bzw. eines aufgegebenen Geschäftsbereichs und werden unsaldiert als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und damit verbundene Schulden" als kurzfristig ausgewiesen. Langfristige Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen) sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen und nicht mehr planmäßig abzuschreiben. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten werden ebenso wie die Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit bzw. aus der Veräußerung dieser Geschäftsbereiche als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen werden bis zu deren endgültiger Veräußerung dagegen im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Rückstellungen für PensionenDie Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne (defined benefit plans) basiert auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method). Die Bruttopensionsverpflichtung resultiert dabei aus dem Barwert bereits erdienter Pensionsansprüche unter Berücksichtigung finanzieller und demografischer Annahmen. Gleichzeitig erfolgt eine Neubewertung des Planvermögens zum beizulegenden Zeitwert. Der Barwert der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens werden pro Plan saldiert und ergeben die leistungsorientierte Nettoschuld bzw. den Nettovermögenswert. Übersteigt der Fair Value des Planvermögens den Barwert der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung, wird unter Berücksichtigung der Obergrenze für den Vermögenswert (asset ceiling) ein Nettovermögenswert ausgewiesen, sofern die Unternehmensgruppe Verfügungsmacht über diese wirtschaftlichen Vorteile hat. Die Neubewertungskomponente umfasst zum einen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung, dem Unterschied zwischen tatsächlich realisierter Planvermögensrendite und dem zu Periodenbeginn herangezogenen Rechnungszinssatz sowie gegebenenfalls den Auswirkungen aus der Änderung eines asset ceiling, sofern diese nicht bereits im Nettozinsaufwand enthalten sind. Die Neubewertungen werden erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuern in einer gesonderten Position im Eigenkapital ausgewiesen und zu keinem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht (recycled). Der Nettozinsaufwand / -ertrag wird im Finanzergebnis ausgewiesen und durch Anwendung des Rechnungszinssatzes auf die zum Jahresanfang bestehende leistungsorientierte Nettoschuld bzw. den Nettovermögenswert unter Berücksichtigung von unterjährigen Veränderungen durch Beitrags- und Leistungszahlungen bestimmt. Der Rechnungszinssatz für die Berechnung der Pensionsrückstellung orientiert sich an dem langfristigen Zinssatz für hochwertige Unternehmensanleihen am Bilanzstichtag. Der Dienstzeitaufwand ist Teil des Personalaufwands und setzt sich aus dem laufenden Dienstzeitaufwand, dem nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand sowie Gewinnen / Verlusten aus Abgeltungen eines Plans zusammen. Bei beitragsorientierten Pensionsplänen (defined contribution plans) werden eindeutig festgelegte Beträge an einen externen Versorgungsträger entrichtet. Für die Unternehmensgruppe entsteht über die Erbringung dieser Beträge hinaus keine weitergehende Zahlungsverpflichtung. Die zu leistenden Zahlungen werden mit Fälligkeit im Personalaufwand der Berichtsperiode erfasst. In Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die Rentenzahlungen in Abhängigkeit vom Einkommen und von den geleisteten Beiträgen übernimmt. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger bestehen für die Unternehmensgruppe keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Für die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitern bestehen leistungs- und beitragsorientierte Versorgungszusagen, die von der Betriebszugehörigkeit und dem Lohn bzw. Gehalt des Mitarbeiters abhängig sind. Bei dem beitragsorientierten Plan zahlt die Unternehmensgruppe aufgrund einer Betriebsvereinbarung Beiträge an die Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG (HPK), Hamburg / Deutschland. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst. Andere langfristig fällige Leistungen an ArbeitnehmerFür bestehende Verpflichtungen aufgrund von Altersteilzeitregelungen sowie Dienstjubiläen werden entsprechende Rückstellungen in Übereinstimmung mit IAS 19 gebildet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie auftreten. • AltersteilzeitverpflichtungenDie in der Unternehmensgruppe abgeschlossenen Altersteilzeitprogramme sind überwiegend nach dem sogenannten "Blockmodell" vereinbart. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und bilanziert werden. Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktivphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge). Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Zahlung des Arbeitgebers von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Aufstockungsbeträge müssen aufgrund der Abhängigkeit von zukünftigen Arbeitsleistungen ratierlich über den Erdienungszeitraum angesammelt werden. Der Erdienungszeitraum für Aufstockungsbeträge beginnt bei Anwendung des Blockmodells mit dem Erwerb des Anspruchs des Arbeitnehmers auf Teilnahme am Altersteilzeitprogramm und endet mit Eintritt in die Passivphase. • DienstjubiläenEs bestehen Verpflichtungen gegenüber einem Teil der Mitarbeiter auf Zuwendungen anlässlich von Dienstjubiläen. Die Bewertung gemäß IFRS erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren und wird zum Teil durch einen versicherungsmathematischen Gutachter berechnet. Das versicherungsmathematische Verfahren zur Bewertung des erdienten Anspruchs ist die Projected Unit Credit Method. Den Berechnungen liegen die biometrischen Grundwerte gemäß den Richttafeln 2018 G nach Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Die Rückstellungen für das Jubiläumsgeld werden in der Bilanz unter der Position sonstige Rückstellungen ausgewiesen. • SterbegeldverpflichtungenEs besteht gegenüber einem Teil der Mitarbeiter die Verpflichtung auf Zahlung von Sterbegeld. Beim Tod eines Arbeitnehmers erhalten der überlebende Ehegatte, die unterhaltsberechtigten Kinder oder die unterhaltenen Eltern ein Sterbegeld in Höhe jenes Betrages, der dem Monatsverdienst des Verstorbenen für den Zeitraum zwischen Todestag und dem letzten Tag des Monats entspricht. Die Bewertung gemäß IFRS erfolgt durch einen versicherungsmathematischen Gutachter. Das versicherungsmathematische Verfahren zur Bewertung des erdienten Anspruchs ist die Projected Unit Credit Method. Den Berechnungen liegen die biometrischen Grundwerte gemäß den Richttafeln 2018 G nach Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Sterbegeldverpflichtungen werden in der Bilanz unter der Position sonstige Rückstellungen ausgewiesen. • AbfindungszahlungenAbfindungszahlungen werden gegebenenfalls fällig, wenn ein Mitarbeiter vor dem regulären Renteneintritt entlassen wird oder wenn ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis austritt. Der Konzern erfasst Abfindungsleistungen, wenn er nachweislich verpflichtet ist, entweder das Arbeitsverhältnis von gegenwärtigen Mitarbeitern entsprechend eines detaillierten formalen Plans, der nicht rückgängig gemacht werden kann, zu beenden oder Abfindungen bei freiwilliger Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Mitarbeiter zu leisten. Der Aufwand wird im Personalaufwand dargestellt, die Verpflichtung wird unter der Position sonstige Rückstellungen ausgewiesen. • Managementboni und MitarbeitererfolgsbeteiligungenFür Managementboni und erfolgsabhängige Mitarbeitertantiemen wird eine Rückstellung basierend auf den entsprechenden Betriebsvereinbarungen gebildet. Der Aufwand wird im Personalaufwand dargestellt. Sonstige RückstellungenGemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen. Rückstellungen werden auch für nachteilige Verträge gebildet. Ein Vertrag ist nachteilig, wenn die unvermeidbaren Kosten den aus dem Vertrag erwarteten wirtschaftlichen Nutzen übersteigen. Sofern der aus der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der - sofern im Einzelfall erforderlich - die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen im Finanzergebnis erfasst. RestrukturierungsrückstellungenRückstellungen für Restrukturierungen werden bilanziert, sobald die Unternehmensgruppe einen detaillierten und formellen Restrukturierungsplan verabschiedet und die Restrukturierungen entweder bereits begonnen oder öffentlich bekannt gegeben hat. Aufwendungen für die fortlaufenden Aktivitäten des Konzerns werden nicht zurückgestellt. Ertragsteuern / latente SteuernErtragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung betreffen Steuern aus der laufenden Veranlagung sowie latente Steuern. Ertragsteuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Sachverhalte, die direkt im Eigenkapital erfasst werden. In diesen Fällen werden diese Steuern mit dem Eigenkapital verrechnet. Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden werden mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten. Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung des IAS 12 auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem IFRS-Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern für zukünftig nutzbare steuerliche Verluste gebildet. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Zur Berechnung der latenten Steuern werden die Steuersätze verwendet, die am Bilanzstichtag gelten oder faktisch beschlossen sind. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Voraussetzungen des IAS 12.74 erfüllt sind. Finanzverbindlichkeiten / sonstige finanzielle Verbindlichkeiten / sonstige VerbindlichkeitenDie Position setzt sich zusammen aus Darlehens- und Anleiheverbindlichkeiten USPP (Finanzverbindlichkeiten), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Unternehmen, sonstigen finanziellen Schulden sowie sonstigen Verbindlichkeiten. Die nicht-derivativen finanziellen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. In den Folgejahren erfolgt die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode (AC). Für kurzfristige Verbindlichkeiten bedeutet dies, dass sie mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt werden. Die ausgewiesenen Buchwerte stellen dabei einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung eines marktadäquaten Zinssatzes mit dem Barwert bilanziert, der dem beizulegenden Zeitwert annähernd entspricht. Sofern der im Zusammenhang mit der Abzinsung ermittelte Differenzbetrag zwischen Barwert und Nominalbetrag aus einem Gesellschafterdarlehen resultiert, wird dieser Differenzbetrag im Eigenkapital berücksichtigt. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn sie zurückgezahlt wird oder durch den Gläubiger oder durch Gesetz erlassen wird. Ertrags- und AufwandsrealisierungUmsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden werden gemäß IFRS 15 erfasst. Danach werden anhand eines fünfstufigen vertragsbasierten Modells zunächst die relevanten Verträge mit Kunden identifiziert und abgegrenzt. Anschließend werden die im Vertrag explizit oder implizit vereinbarten separaten Leistungsverpflichtungen identifiziert und das Vertragswerk wird auf fixe und variable Vergütungsbestandteile untersucht, um auf dieser Grundlage den jeweiligen Transaktionspreis zu bestimmen. Dabei werden mögliche Restriktionen der Schätzbarkeit von variablen Gegenleistungen angemessen berücksichtigt. Sofern in einem Vertragswerk mehr als eine separate Leistungsverpflichtung identifiziert wird, erfolgt anschließend die Allokation des Transaktionspreises auf die definierten Leistungsverpflichtungen nach der Methode der relativen Einzelveräußerungspreise, die in der Regel als Preise auf den für die jeweiligen Kunden relevanten Märkten bestimmt werden. Die Umsatzrealisierung erfolgt bei der Erfüllung der Leistungsverpflichtung in Abhängigkeit von dem zugrunde liegenden Geschäftsmodell entweder zeitpunkt- oder zeitraumbezogen. Sofern erforderlich, werden auch die im IFRS 15 dargestellten umfangreichen PrinzipalAgent-Überlegungen angemessen in der Vertragsanalyse berücksichtigt. Die Gewichtung der fünf Stufen hängt von der Ausgestaltung des jeweiligen Geschäftsmodells ab. Auf Basis der zugrunde liegenden Erlösquellen in der Unternehmensgruppe werden im Rahmen der Umsatzrealisierung folgende wesentliche Aspekte beachtet:
Ein Vertragsvermögenswert (contract asset) ist anzusetzen, sofern die Unternehmensgruppe aufgrund der Erfüllung einer vertraglichen Leistungsverpflichtung Erlöse erfasst hat, bevor der Kunde eine Zahlung geleistet hat bzw. bevor - unabhängig von der Fälligkeit - die Voraussetzungen für eine Rechnungstellung und damit den Ansatz einer Forderung vorliegen. Eine Vertragsverbindlichkeit (contract liability) ist anzusetzen, sofern der Kunde eine Zahlung geleistet hat bzw. eine Forderung gegenüber dem Kunden fällig wird, bevor die Unternehmensgruppe eine vertragliche Leistungsverpflichtung erfüllt und damit Erlöse erfasst hat. Vertragsverbindlichkeiten sind innerhalb eines Kundenvertrags mit Vertragsforderungen zu saldieren. Aktuell liegen keine Sachverhalte vor, die die Definition von Vertragsvermögenswerten und Vertragsverbindlichkeiten erfüllen. IFRS 15 ermöglicht einige Erleichterungen, von denen in der Unternehmensgruppe die Folgenden angewendet werden:
Betriebliche Aufwendungen und Erträge werden mit Inanspruchnahme bzw. Erbringung der Leistung erfasst. Zinsaufwendungen bzw. sonstige Fremdkapitalkosten und Zinserträge werden periodengerecht im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand bzw. Ertrag unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode erfasst. WertminderungDie Unternehmensgruppe wendet für Fremdkapitalinstrumente, deren Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt, das Expected-Credit-Loss-Model gemäß IFRS 9 an (siehe auch "Forderungen und sonstige Forderungen"). Der Ansatz erwarteter Kreditverluste (ECL) nutzt ein dreistufiges Vorgehen zur Allokation von Wertberichtigungen: Stufe 1: Erwartete Kreditausfälle innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag Die Stufe 1 beinhaltet alle Verträge ohne wesentlichen Anstieg des Kreditrisikos seit der erstmaligen Erfassung. Es wird eine Risikovorsorge für einen erwarteten Kreditverlust über die Laufzeit des Instruments, welcher auf einen Ausfall innerhalb der nächsten zwölf Monate zurückzuführen ist, erfasst. Stufe 2: Erwartete Kreditausfälle über die gesamte Laufzeit Sofern ein finanzieller Vermögenswert nach seinem erstmaligen Ansatz eine signifikante Steigerung des Kreditrisikos erfahren hat, wird er in Stufe 2 eingeordnet. Hierbei wird eine Risikovorsorge über die erwarteten Kreditausfälle erfasst, welche über mögliche Zahlungsausfälle über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts bemessen wird. Eine signifikante Steigerung des Kreditrisikos wird angenommen, wenn das Finanzinstrument nicht mehr als investment grade bewertet wurde. Stufe 3: Erwartete Kreditverluste über die gesamte Laufzeit - bonitätsbeeinträchtigt Sofern ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt oder ausgefallen ist, wird er der Stufe 3 zugeordnet. Finanzielle Vermögenswerte werden als bonitätsbeeinträchtigt betrachtet, wenn objektive Hinweise gegeben sind, dass ein oder mehrere Ereignisse eingetreten sind, die einen negativen Einfluss auf die zukünftig erwarteten Cashflows aus dem Vermögenswert haben. Objektive Hinweise können sich z.B. aus der Altersstruktur der Forderungen bzw. wesentliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners ergeben. Der Wertminderungsaufwand von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, ermittelt sich als wahrscheinlichkeitsgewichteter Barwert aller Zahlungsströme über die erwartete Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts. Der Wertminderungsaufwand wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei der Bilanzierung von Vermögenswerten, die nicht Vorräte, latente Steueransprüche oder Finanzinstrumente sind, wird an jedem Bilanzstichtag geprüft, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, wird der erzielbare Betrag (als höherer der Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert) ermittelt und mit dem bilanzierten Buchwert verglichen. Ist dieser geringer als der Buchwert, erfolgt eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag. Der Wertminderungsaufwand wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Ist dies der Fall, so wird der Buchwert des Vermögenswertes auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Dieser Betrag darf jedoch nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird sofort im Periodenergebnis erfasst. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, wird der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden angepasst, um so den berichtigten Buchwert des Vermögenswertes, abzüglich eines etwaigen Restbuchwertes, systematisch auf seine Nutzungsdauer zu verteilen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich - bei Vorliegen von Anhaltspunkten einer Wertänderung auch unterjährig - auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Zur Ermittlung eines Wertminderungsaufwands wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Als erzielbarer Betrag wird der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit herangezogen. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes nach Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken der zahlungsmittelgenerierenden Einheit widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Sofern der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst, der zunächst vollständig zu Lasten des Geschäfts- oder Firmenwertes gebucht wird. Im Berichtsjahr entstand - wie im Vorjahr - kein Wertminderungsaufwand. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand wird bei Erhöhung des erzielbaren Betrags in den Folgejahren nicht aufgeholt. Wesentliche Schätzungen und AnnahmenBei der Aufstellung der Konzernbilanz sind vom Management zu einem gewissen Grad Schätzungen und Annahmen vorzunehmen. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie Schätzungen aufgrund aktueller Kenntnisse von Sachverhalten, die sich naturgemäß durch Ungewissheit auszeichnen und Veränderungen unterliegen können. Schätz- und prämissenintensive Bilanzierungsgrundsätze können sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Prämissen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Annahmen zukünftiger Zahlungsströme (z.B. Mittelabfluss bei Rückstellungen) und versicherungsmathematischer Annahmen, die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Planungsprämissen und Abzinsungssätze zur Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung (impairment test), die Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern. Grundlegende Annahmen und Schätzungen werden fortlaufend vom Management bewertet und überprüft. Sobald Änderungen bezüglich bilanzierter Schätzungen von dem Erwarteten abweichen, werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden sowie die Erträge und Aufwendungen angepasst. Die Prüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt jährlich auf Grundlage von aus der Ertragsplanung abgeleiteten Cashflow-Prognosen. Die tatsächliche Entwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit in den zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung (impairment test) abweichen. Zu den Buchwerten und Einzelheiten der Bewertung vergleiche Tz. [1]. Die Anwendung der Erwerbsmethode beinhaltet die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte sowie der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Zur Schätzung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte muss die Unternehmensgruppe die erwarteten künftigen Cashflows aus einigen dieser Vermögenswerte schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Vermögenswerte zu ermitteln. Im Rahmen der Bewertung der Marken wurden Annahmen über Umsatzentwicklung, Lebenszyklen von Produkten und Lizenzentgelte von Markenrechten getroffen. Die tatsächliche Entwicklung in den zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung (impairment test) bzw. der Kaufpreisallokation (purchase price allocation) abweichen. Zu den Buchwerten und Einzelheiten der Bewertung vergleiche Tz. [1]. Hinsichtlich der Bilanzierung von Kundenstämmen wurden Annahmen über kundenbezogene Umsatzentwicklungen, EBITDA-Margen und vermögenswertspezifische Risikozuschläge getroffen. Die tatsächliche Entwicklung in den zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung der Kaufpreisallokation (purchase price allocation) abweichen. Aktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, als ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint, das heißt, wenn in zukünftigen Perioden ein positives steuerliches Ergebnis zu erwarten ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Die Festlegung von individuellen Risikovorsorgen auf Forderungen erfolgt unter Berücksichtigung der Altersstruktur der Forderungen sowie des Umfangs der Kreditversicherung der jeweiligen Forderung auf Basis einer Einzelfallbetrachtung. Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeitsraten und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen gewissen Unsicherheiten. Zu den Buchwerten und Einzelheiten der Bewertung vergleiche Tz. [15]. Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken, sodass aus gegenwärtiger Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung in der Konzernbilanz auszugehen ist. Angaben zur KonzernbilanzLangfristige Vermögenswerte[1] Immaterielle VermögenswerteDie Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ist im nachfolgenden Konzernanlagespiegel dargestellt:
Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten. Der Wertminderungsaufwand des laufenden Geschäftsjahres entfällt mit T€ 6.574 auf die außerordentliche Abschreibung der Marke "Frijj", mit T€ 1.729 auf die vollständige Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes der PepperPark GmbH sowie mit T€ 195 auf nicht mehr genutzte Software. Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:
Die Position Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten gliedert sich wie folgt auf:
Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:
Die Markenrechte sind den unten genannten ZGE wie folgt zugeordnet:
Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind den unten genannten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:
Die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten, die als erzielbarer Betrag verwendet werden, erfolgt auf Basis künftiger diskontierter Cashflows unter Verwendung von Eingangsparametern (inputs) des Levels 3 der Fair Value Hierarchie (vgl. Tz. [30]). ZGE Zweigniederlassung VeenendalDie Werthaltigkeitsprüfung für den Geschäfts- oder Firmenwert wird für die Zweigniederlassung Veenendal / Niederlande, als zahlungsmittelgenerierende Einheit auf Grundlage des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten jährlich zum 30. November durchgeführt. Basis für die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- und Firmenwertes ist die Mittelfristplanung (Detailplanungsphase) über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung des erzielbaren Betrages herangezogen werden, sind Abzinsungssätze, Wachstumsraten des Endwertes und die Wachstumsrate des EBIT. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte basieren auf externen und internen Quellen und stellen die Beurteilung des Managements der zukünftigen Entwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit dar. Die wesentlichen Annahmen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit für die Zweigniederlassung Veenendal stellen sich wie folgt dar:
Aufgrund der positiven Entwicklung der Zweigniederlassung Veenendal / Niederlande, ergibt sich - wie bereits im Vorjahr - kein Wertminderungsbedarf. Da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wesentlich übersteigt, wird keine Sensitivitätsanalyse vorgenommen. ZGE Müller Milk & IngredientsDie Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Akquisition der Robert Wiseman Dairies plc wurde auf Basis der ZGE Müller Milk & Ingredients, die auch den ehemaligen Geschäftsbereich Wiseman umfasst, durchgeführt. Die Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes auf eine Wertminderung basiert auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, der durch diskontierte Cashflow-Prognosen (Zeitraum fünf Jahre) geschätzt wurde. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung des erzielbaren Betrages herangezogen werden, sind Abzinsungssätze, Wachstumsraten des Endwertes und die Wachstumsrate des EBIT. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte basieren auf externen und internen Quellen und stellen die Beurteilung des Managements zur zukünftigen Entwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit dar. Die wesentlichen Annahmen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Müller Milk & Ingredients stellen sich wie folgt dar:
Aufgrund der geplanten Entwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Müller Milk & Ingredients ergibt sich - wie bereits im Vorjahr - kein Wertminderungsbedarf. Die Veränderung im Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Umrechnung mit dem aktuellen Stichtagskurs. Zur Validierung der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten wurden weitere Szenarien bezüglich den oben beschriebenen wesentlichen Bewertungsparametern durchgeführt. Dabei wurde vom Management eine Erhöhung bzw. Reduzierung des Abzinsungssatzes nach Steuern oder der nachhaltigen Wachstumsrate um jeweils +/-1,00 % als möglich erachtet. In keinem der dargestellten Szenarien hätte eine Veränderung der zugrunde gelegten Bewertungsparameter zu einem Wertminderungsbedarf geführt. Die Werthaltigkeitsprüfung des Markenrechtes "Frijj", welches im Rahmen der Akquisition des Milchgeschäfts der Dairy Crest Ltd. zum 26. Dezember 2015 in das Anlagevermögen der Müller UK & Ireland Group übergegangen ist, wurde auf Basis der ZGE Müller Milk & Ingredients, die neben dem ehemaligen Geschäftsbereich Wiseman auch den ehemaligen Geschäftsbereich Dairy Crest beinhaltet, durchgeführt. Aufgrund reduzierter Ertragserwartungen ergab sich im Geschäftsjahr 2019 ein Wertminderungsbedarf in Höhe von T€ 6.574 (Vorjahr: T€ 0). ZGE Culina UKDie Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes sowie des Markenrechtes der ZGE Culina UK wurde zuletzt auf den 31. Dezember 2019 durchgeführt. Basis für die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes der ZGE Culina UK, die auf Basis der Berechnung eines Nutzungswertes erfolgt, ist eine von der Unternehmensführung genehmigte Mittelfristplanung über einen Zeitraum von drei Jahren. Die wesentlichen Annahmen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Culina UK stellen sich wie folgt dar:
Die Wachstumsrate entspricht der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate des Sektors und berücksichtigt die Entwicklung der Inflationsrate des Wirtschaftsraumes. Für 2019 wurde wie im Vorjahr kein Wertminderungsbedarf der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. des Markenrechtes ermittelt. Da der Nutzungswert den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wesentlich übersteigt, wird keine Sensitivitätsanalyse vorgenommen. ZGE HomannDie Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes sowie der Markenrechte der ZGE Homann wurde zuletzt auf den 30. September 2019 durchgeführt. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Homann wird auf Basis der Berechnung eines beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf Finanzplänen basieren, die von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren genehmigt wurden. Die wesentlichen Annahmen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Homann stellen sich wie folgt dar:
Die Wachstumsrate entspricht der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate des Sektors und berücksichtigt die Entwicklung der Inflationsrate des Wirtschaftsraumes. Die für die Berechnung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten zugrunde liegenden Cashflow-Prognosen unterstellen eine bestimmte Umsatzentwicklung der Geschäftseinheit, die in den folgenden Jahren Steigerungsraten zwischen +1,0 % und +9,2 % aufweisen. Diese Umsatzsteigerungen wurden aus dem aktuellen Geschäftsplan entnommen. Für 2019 wurde wie im Vorjahr kein Wertminderungsbedarf der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. des Markenrechtes ermittelt. Die Unternehmensleitung ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten bzw. Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren beizulegenden Wert wesentlich übersteigt. Dabei wurde von der Unternehmensleitung eine Erhöhung bzw. Reduzierung des Abzinsungssatzes nach Steuern oder der nachhaltigen Wachstumsrate um jeweils +/-1,00 % als möglich erachtet. [2] Forschung und EntwicklungIn der Unternehmensgruppe fallen zentrale Forschungs- und Entwicklungskosten primär im Technikum Freising, Freising / Deutschland, an. Des Weiteren fallen Forschungs- und Entwicklungskosten direkt in einzelnen Konzerngesellschaften für die Entwicklung und Veränderung von Produkten und Produktrezepturen an. Im Geschäftsjahr sind im Konzern T€ 16.767 (Vorjahr: T€ 17.566) Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, die - da die Kriterien für eine Aktivierung von Entwicklungskosten nicht erfüllt waren - während der Berichtsperiode als Aufwand erfasst wurden. [3] SachanlagenDie Entwicklung der Sachanlagen zeigt der folgende Anlagespiegel:
Die Wertminderungen in der Berichtsperiode belaufen sich auf T€ 58.351 (Vorjahr: T€ 13.839) und stellen die Wertminderung von bestimmten Sachanlagen auf ihren erzielbaren Betrag dar. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswertes bestimmt. Die Wertminderungen betreffen in Höhe von T€ 56.543 (Vorjahr: T€ 11.710) den Geschäftsbereich Molkerei und entfallen im Wesentlichen auf technische Anlagen und Maschinen im Zusammenhang mit der Schließung eines Produktionsstandortes für Frischmilch in Foston / England sowie außerplanmäßigen Abschreibungen diverser Anlagen aufgrund dauerhafter Nicht-Nutzung. Weiterhin betreffen die Wertminderungen in Höhe von T€ 1.808 (Vorjahr: T€ 577) den Geschäftsbereich Feinkost. Aus den Anlagen im Bau wurden T€ 1.022 (Vorjahr: T€ 4.190) in die Position Software umgebucht. Zum Stichtag bestehen vertragliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 73.050 (Vorjahr: T€ 13.786) zum Erwerb von Sachanlagen. Des Weiteren wurde im Berichtsjahr Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 6.505) als Sicherheit für Finanzverbindlichkeiten verpfändet. Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:
[4] Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienDer Konzern hält eine Mischimmobilie mit Gewerbe- und Wohnflächen, die als Finanzinvestition im Sinne des IAS 40 gilt. Die Immobilie befindet sich im Zentrum der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, Deutschland, in guter Wohnlage und 1b Geschäftslage. Der ausgewiesene Buchwert dieser Immobilie beträgt zum 31. Dezember 2019 T€ 22.880 (Vorjahr: T€ 23.346). Der beizulegende Zeitwert beträgt T€ 56.900 (Vorjahr: T€ 56.900) und wurde durch einen externen Gutachter anhand vergleichbarer Marktmieten sowie eines Bewertungsmodells (Ertragswertermittlung) gemäß Wertermittlungsverordnung mit Stichtag zum 3. Januar 2019 (ImmoWertV) ermittelt. Aus der als Finanzinvestition angesetzten Immobilie wurden insgesamt Mieteinnahmen in Höhe von T€ 2.792 (Vorjahr: T€ 2.726) erzielt. Die mit der Erzielung der Erlöse verbundenen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2019 T€ 762 (Vorjahr: T€ 773). Im Berichtsjahr wurden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 15.500) als Sicherheit für Finanzverbindlichkeiten verpfändet. Der Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie entwickelte sich wie folgt:
[5] At Equity bilanzierte BeteiligungenDie folgenden Gesellschaften werden nach der Equity-Methode bilanziert:
1 Gemeinschaftsunternehmen
Zusammengefasste Informationen zu Gemeinschaftsunternehmen, die einzeln unwesentlich sind:
Zusammengefasste Informationen zu assoziierten Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind:
[6] Finanzielle VermögenswerteDie Veränderung der finanziellen, nicht derivativen Vermögenswerte stellt sich im Berichtsjahr sowie in der Vorperiode wie folgt dar:
Die Bre Holding AG, Zug / Schweiz, wird mangels maßgeblichen Einflusses aufgrund gesellschaftsvertraglicher Vereinbarungen als Beteiligung in Höhe von T€ 2.760 (Vorjahr: T€ 2.658) ausgewiesen. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen nicht verpfändetes Planvermögen in Höhe von T€ 1.207 (Vorjahr: T€ 1.270) und Mietkautionen in Höhe von T€ 95 (Vorjahr: T€ 91). Die Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 Anlagen im Rahmen des Asset Managements in Höhe von T€ 79.933 (Vorjahr: T€ 70.496). Die Ausleihungen enthalten ein Schuldscheindarlehen, Darlehen an Landwirte, Mitarbeiterdarlehen sowie Darlehen an Dritte in Höhe von T€ 32.656 (Vorjahr: T€ 19.550), die zu marktüblichen Bedingungen ausgegeben werden. Die vereinbarten Zinssätze für Mitarbeiterdarlehen und Darlehen an Landwirte liegen zwischen 0,0 % und 4,5 %. Ein Darlehen an einen fremden Dritten wird mit dem 3-M-Euribor zuzüglich Marge verzinst. Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten außerdem diverse Devisentermingeschäfte mit Fälligkeiten bis Juli 2022 zur Absicherung der Darlehensrückzahlungen der USPP-Anleihen mit positivem beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 25.203 (Vorjahr: T€ 15.620). [7] Sonstige langfristige VermögenswerteDie sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:
Kurzfristige Vermögenswerte[8] VorräteIm Einzelnen gliedern sich die Vorräte wie folgt:
In 2019 beträgt die Abwertung von Vorräten auf den Nettoveräußerungswert T€ 12.698 (Vorjahr: T€ 15.305). Diese verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Vorratsbestände:
Die Veränderungen der Abwertungen wurden in der jeweiligen Berichtsperiode aufwandswirksam erfasst. Der Betrag der Vorräte, der während der Periode als Aufwand erfasst wurde, beträgt T€ 3.581.517 (Vorjahr: T€ 3.583.890). [9] Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Informationen über das Ausmaß der in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken sind in der Tabelle "Risikomanagement / Kreditrisiko" unter Tz. [30] dargestellt. Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen. [10] Sonstige finanzielle VermögenswerteDie sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:
Die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Derivate, deren Wertänderungen erfolgswirksam erfasst werden, werden unter "Finanzinstrumente" Tz. [30] näher erläutert. [11] Sonstige ForderungenDie sonstigen Forderungen setzen sich aus folgenden Posten zusammen:
[12] Sonstige VermögenswerteDie sonstigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:
[13] Zur Veräußerung gehaltene langfristige VermögenswerteIm Geschäftsjahr 2019 wurden Vermögenswerte aus dem Anlagevermögen in Höhe von T€ 2.552 umgegliedert und als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte ausgewiesen. Im Laufe des Geschäftsjahres 2019 wurden Vermögenswerte mit einem Buchwert von T€ 4.506 veräußert. Für die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte, die zum Ende des Geschäftsjahres einen Wert von T€ 3.038 ausweisen, wird eine Veräußerung im Jahr 2020 erwartet. Die Vermögenswerte werden aktiv am Markt angeboten, sodass mit einem Verkauf in 2020 zu rechnen ist. Die als At Equity bilanzierte Beteiligung an der Gesellschaft International Dairies Corporation B.V., Amsterdam / Niederlande, wurde am 11. Februar 2019 mit einem Buchwert in Höhe von T€ 2.000 veräußert. Gemäß IFRS 5 sind die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte auf ihren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von T€ 3.038 abgeschrieben worden. Im Geschäftsjahr 2019 ergab sich aus der Umklassifizierung ein Wertminderungsaufwand in Höhe von T€ 354. Für Vermögenswerte, die bereits als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte klassifiziert sind, ergab sich ein Wertminderungsaufwand in Höhe von T€ 1.593. Bei den beizulegenden Zeitwerten abzüglich Veräußerungskosten handelt es sich um nicht wiederkehrende beizulegende Zeitwerte die auf Schätzungen von fremden Dritten unter Verwendung von beobachtbaren Marktpreisen basieren bzw. anhand aktiver Verkaufsverhandlungen bestätigt wurden. Daher sind die beizulegenden Zeitwerte in der Stufe 2 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte einzuordnen. [14] EigenkapitalUnter dem Posten Kommanditkapital werden zum 31. Dezember 2019 die voll eingezahlten Kommanditanteile der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. mit T€ 1.201 (Vorjahr: T€ 1.201) ausgewiesen. Herr Theobald Müller hielt zum Bilanzstichtag als Kommanditist direkt und indirekt 94,00 % der Anteile an der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. Das Kommanditkapital in Höhe von € 1.200.999,99 setzt sich aus 120.099.999 Anteilen mit einem Nennwert von je € 0,01 zusammen. Die Gliederung der Anteile stellt sich wie folgt dar:
Die Anteile A und B sind hinsichtlich ihrer Rechte und Pflichten identisch. Die ausgegebenen CPECs werden bei der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. als Eigenkapital qualifiziert, da für den Halter kein Anspruch auf Rückzahlung des der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Kapitals in Form von flüssigen Mitteln besteht. Dem Inhaber der CPECs steht je abgelaufenem Geschäftsjahr eine erfolgsabhängige Vergütung (yield) zu, die sich auf die Erträge aus den Vermögenswerten, die durch die CPECs finanziert sind, (underlying returns) bezieht. Die underlying returns werden durch korrespondierende Kosten und eine Marge reduziert. Die Gesellschaft kann den yield nach eigenem Ermessen durch Zahlung von flüssigen Mitteln oder durch Ausgabe neuer CPECs begleichen. Des Weiteren vermitteln die CPECs dem Inhaber keine Stimmrechte und sind sämtlichen Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber Dritten nachrangig. Die Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Wert der CPECs im Geschäftsjahr. Die erfolgsabhängige Vergütung (yield) aus den CPECs belief sich im Jahr 2019 auf T€ 87.457. Der yield wurde gegen Ausgabe neuer CPECs an Herrn Theobald Müller in betragsmäßig gleicher Höhe beglichen. Falls Verluste in einer CPEC-Klasse entstehen, werden Herr Theobald Müller als Inhaber der CPECs und die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. einen Forderungsverzichtsvertrag mit Besserungsklausel (waiver) abschließen, in dem sich Herr Müller verpflichtet, auf eine bestimmte Anzahl von CPECs zu verzichten. Die Höhe des Forderungsverzichts wird dem Verlust der CPEC-Klasse (vor Forderungsverzicht) zuzüglich der Marge entsprechen. Die Anzahl der CPECs der betreffenden Klasse wird dann dementsprechend erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals durch Korrektur der anderen Gewinnrücklagen reduziert. Wenn am Ende des folgenden Jahres festgestellt wird, dass der Ertrag der betreffenden CPEC-Klasse ausreicht, um die CPECs, die Gegenstand des Forderungsverzichtsvertrages waren, ganz oder teilweise wieder aufleben zu lassen, wird eine entsprechende Anzahl von CPECs der betreffenden Klasse neu ausgegeben. Auf den Kapitalkonten II werden die auf die Gesellschafter entfallenden Gewinnanteile, sonstigen Einlagen und Entnahmen entsprechend des Gesellschaftsvertrages erfasst. Im Geschäftsjahr wurden den Kapitalkonten II Einlagen gemäß § 19 Abs. 5 des Gesellschaftsvertrages in Höhe von T€ +24.688 (Vorjahr: T€ +1.634) und im Rahmen der Gewinnverwendung des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von T€ +3.500 (Vorjahr: T€ +25.500) zugeführt. Entnahmen wurden in Höhe von T€ -11.507 (Vorjahr: T€ -6.271) vorgenommen, sodass sich der Bestand der Kapitalkonten II der Kommanditisten im Jahresverlauf insgesamt um T€ 16.681 (Vorjahr: T€ 20.863) erhöht hat. Unter den Rücklagen werden neben den Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ -109.392 (Vorjahr: T€ -146.604), die gesetzliche Rücklage in Höhe von T€ 30.284 (Vorjahr: T€ 19.504) sowie andere Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 765.291 (Vorjahr: T€ 794.804) ausgewiesen. Letztere beinhalten sowohl die von der Unternehmensgruppe erwirtschafteten und in die anderen Gewinnrücklagen eingestellten Gewinne, Gesellschafterentnahmen und Einlagen, als auch Ansatz- und Bewertungsunterschiede aus der Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS. Darüber hinaus werden direkt im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in Höhe von insgesamt T€ -22.149 (Vorjahr: T€ -15.686) ausgewiesen. Die folgende Tabelle stellt die Steuereffekte der direkt im Eigenkapital berücksichtigten Aufwendungen und Erträge für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember dar:
[15] Rückstellungen für PensionenIn der Unternehmensgruppe Theo Müller bestehen sowohl Beitragszusagen (vgl. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze), als auch leistungsbasierte Pensionszusagen, die im Wesentlichen die deutschen Gesellschaften der fortgeführten Geschäftsbereiche Molkerei und Feinkost betreffen. Leistungsbasierte Pensionspläne des Geschäftsbereichs MolkereiDie betriebliche Altersversorgung im Geschäftsbereich Molkerei beruht auf einem leistungsorientierten Altersversorgungsplan (defined benefit plan) und ist auf die deutschen Unternehmen beschränkt. Der leistungsorientierte Plan basiert größtenteils auf Pensionszusagen durch Entgeltverzicht (deferred compensation). Die Beschäftigten verzichten auf einen Teil ihrer variablen Bruttobezüge und erhalten hierfür von den Unternehmen eine wertgleiche Pensionszusage, die von Beginn an gesetzlich unverfallbar ist. Der Versorgungsplan sieht bei Erreichen der Altersgrenze bzw. im Todesfall des begünstigten Arbeitnehmers eine Kapitalzahlung vor. Eine Ratenzahlung in bis zu zehn Raten ist ebenfalls möglich. Die Finanzierung erfolgt extern über eine Rückdeckungsversicherung, die in Abhängigkeit der umgewandelten Beträge, die Höhe des Versicherungskapitals bestimmt. Folglich stimmt der Beitrag zur Rückdeckungsversicherung mit dem Entgeltumwandlungsbetrag überein. Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung werden von den Unternehmen als wirtschaftliche Eigentümer an den Versorgungsberechtigten zur Sicherung der Versorgungsansprüche verpfändet. Des Weiteren ist für gesetzlich unverfallbare Ansprüche die Insolvenzsicherung durch den Pensions-Sicherungsverein gesetzlich vorgeschrieben. Das Planvermögen setzt sich aus Rückdeckungsversicherungen zusammen. Aufgrund der Diversifikation der Vermögenslage des Versicherers und den Auffangmechanismen bei deutschen Versicherungsunternehmen entsteht für die Unternehmen kein gesondertes Risiko. Daneben bestehen vereinzelt Zusagen für Rentenleistungen in Abhängigkeit des pensionsfähigen Jahresgehalts. Die deutschen Zusagen unterliegen den gesetzlichen Vorschriften des Betriebsrentengesetzes, was alle drei Jahre eine Rentenanpassungspflicht (Inflationsrisiko) zur Folge hat. Leistungsbasierte Pensionspläne des Geschäftsbereichs FeinkostDes Weiteren bestehen für den Geschäftsbereich Feinkost leistungsorientierte Pensionspläne für Mitarbeiter im Falle der Pensionierung. Mitarbeiter konnten nur am leistungsorientierten Altersversorgungsplan (defined benefit plan) teilnehmen, wenn sie vor dem 31. Juli 2000 Mitglieder der Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG, Hamburg / Deutschland, bzw. vorher der Berolina VVaG, Hamburg / Deutschland, waren. Eine weitere Pensionsordnung wurde zum 31. Januar 2003 geschlossen. Darüber hinaus gibt es Mitarbeiter, die einen Pensionsanspruch aufgrund von Einzelzusagen haben. Das Planvermögen beinhaltet an die Begünstigten verpfändete Gruppenversicherungsverträge. Die erwartete Rendite aus diesem Planvermögen bestimmt sich nach der Verzinsung der Versicherungsgesellschaft.
Bei den in der Unternehmensgruppe gewährten Pensionszusagen ist für die Höhe der Pensionsleistung die Entwicklung der Versicherungsleistung maßgeblich. Die Versicherungsleistung richtet sich nach der Garantieverzinsung sowie der jährlichen Überschussrendite. Im Geschäftsjahr lag der Garantiezins zwischen 0,4 % und 4,00 %. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung hängt im Wesentlichen von folgenden Parametern ab: Versicherungsmathematische Annahmen (Pensionszusage durch Entgeltverzicht)
Versicherungsmathematische Annahmen (Pensionszusagen ohne Entgeltverzicht)
Aufteilung des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens nach Anlageklassen
In der Position Sonstige Überträge sind im Wesentlichen Rückdeckungsversicherungen enthalten, die aufgrund von Verpfändungen im Geschäftsjahr 2019 als Planvermögen ausgewiesen werden. Für die Rückdeckungsversicherungen liegen keine notierten Marktpreise auf einem aktiven Markt vor. Die beizulegenden Zeitwerte werden von den Versicherungsunternehmen ermittelt. Die Unternehmensgruppe profitiert nicht von einer Planüberdotierung, da die Planvermögensüberschüsse den Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Die Unternehmensgruppe Theo Müller hat als wesentliche Bewertungsparameter den Rechnungszins und die Biometrie identifiziert. Aufgrund der Zusagestruktur ist der versicherungsmathematische Bewertungsparameter Rententrend als nicht signifikant anzusehen. Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt, wie sich der Barwert der Pensionsverpflichtung - bei einer möglichen Änderung des Rechnungszinses oder der Biometrie - am Bilanzstichtag ändern würde. Die Sensitivitätsanalyse ist nur auf den Barwert der Pensionsverpflichtung anwendbar und nicht auf die Nettoverpflichtung, da diese neben den versicherungsmathematischen Annahmen auch das Planvermögen bewertet zum Fair Value beinhaltet. Aufgrund der unterschiedlichen Pensionspläne wurde die Sensitivitätsanalyse für den Rechnungszinssatz und die Biometrie je Geschäftsbereich ermittelt.
Die Sensitivitätsanalyse beruht auf realistisch möglichen Änderungen und wurde analog zur originären Bewertung, d.h. mittels Anwartschaftsbarwertverfahren durchgeführt. Gegenüber dem Vorjahr gab es weder Veränderungen an der Bewertungssystematik noch an der Ableitung der zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen. Bei den in der Unternehmensgruppe vorhandenen Pensionszusagen handelt es sich überwiegend um rückgedeckte Zusagen. Die Finanzierungsleistung über die abgeschlossenen Versicherungen und die Versorgungsleistungen sind aufeinander abgestimmt. Erwartete Beträge oder Zuwendungen an das Planvermögen in der kommenden Berichtsperiode
Planteilnehmer und Informationen über das Fälligkeitsprofil (undiskontierte Leistungsauszahlungen)
Erwartete Leistungszahlungen
Ein Großteil der Leistungszahlungen wird aus Rückdeckungsversicherungen finanziert. [16] Sonstige Rückstellungen (lang- und kurzfristig)Die sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die Rückstellungen für sonstige Personalverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Sonderzahlungen und für variable Vergütungen in Höhe von T€ 18.642 (Vorjahr: T€ 18.599) sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit Restrukturierungen in Höhe von T€ 14.752 (Vorjahr: T€ 4.186). Die Berechnung der Rückstellungen für Jubiläen erfolgte mit Diskontierungszinssätzen zwischen 0,19 % und 0,82 % (Vorjahr: 0,71 % und 2,17 %). Der Zeitpunkt der hieraus erwachsenden Zahlungsmittelabflüsse wird während der nächsten 10 Jahre als konstant eingeschätzt. Die Unsicherheiten der Höhe dieser Zahlungsmittelabflüsse betreffen im Wesentlichen zukünftige Fluktuationen und Lebenserwartungen. Die Berechnung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgte mit Diskontierungszinssätzen zwischen -0,18 % und 0,82 % (Vorjahr: 0,00 % und 2,17 %). Der Zeitpunkt der hieraus erwachsenden Zahlungsmittelabflüsse wird in den nächsten Jahren als konstant eingeschätzt. Die Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe dieser Zahlungsmittelabflüsse betreffen im Wesentlichen die Lebenserwartungen. In den übrigen Rückstellungen sind unter Sonstiges Rückstellungen für Milchgeldnachzahlungen in Höhe von T€ 3.604 (Vorjahr: T€ 4.721) enthalten. Die Rückstellung für Milchgeldnachzahlungen resultiert daraus, dass der endgültige Milchauszahlungspreis im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung noch nicht vorliegt und somit eine Schätzung erfordert. Die extreme Schwankung der Milchpreise erschwert diese Schätzung. Des Weiteren beinhalten die übrigen Rückstellungen unter Sonstiges eine Rückstellung in Höhe von T€ 1.933 (Vorjahr: T€ 2.450) für die Verpflichtung zur Rückgabe von CO 2 Emissionsrechten entsprechend des prognostizierten CO 2 Ausstoßes im Jahr 2019. Die bilanzierten Rückstellungen stellen faktische und rechtliche Verpflichtungen dar, deren Fälligkeit verlässlich geschätzt werden kann. Hinsichtlich der Höhe stellen die Rückstellungen zum Zeitpunkt der Bildung die bestmöglich, verlässliche Schätzung dar. [17] Finanzverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Schulden (lang- und kurzfristig)
[18] Sonstige Verbindlichkeiten
[19] Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten
Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung[20] Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse des Konzerns betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Gütern in Deutschland und anderen europäischen Ländern sowie die Erbringung von Dienstleistungen und verteilen sich auf folgende Kategorien:
[21] Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Posten enthalten:
Die Position Sonstige beinhaltet im Wesentlichen Provisionserträge aus DelkredereAbkommen in Höhe von T€ 4.990 (Vorjahr: T€ 5.884) und Erträge aus KWK-Erstattungen in Höhe von T€ 2.378 (Vorjahr: T€ 4.855). Im Vorjahr waren Erträge aus Zuschreibungen aus dem Geschäftsbereich Feinkost in Höhe von T€ 37.631 in der Position Sonstige enthalten. [22] Materialaufwand
[23] Personalaufwand
Der Personalaufwand für beitragsorientierte Altersversorgungspläne betrug im Berichtsjahr T€ -19.228 (Vorjahr: T€ -15.260). Ferner wurden die an die gesetzlichen Rentenversicherungen erbrachten Arbeitgeberbeiträge aufwandswirksam erfasst. Diese betreffen in Höhe von T€ -644 (Vorjahr: T€ -260) Luxemburg, in Höhe von T€ -21.373 (Vorjahr: T€ -20.618) Deutschland und in Höhe von T€ -25.845 (Vorjahr: T€ -25.215) das übrige Ausland. [24] Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
[25] Übriges FinanzergebnisDas übrige Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen folgende Positionen:
[26] Steuern vom Einkommen und vom ErtragDiese Position betrifft sowohl laufende als auch latente Steuern. Die Ertragsteuern in der Unternehmensgruppe setzen sich wie folgt zusammen:
In den Ertragsteuern sind Steuernachzahlungen (-) / Steuererstattungen (+) für Vorjahre in Höhe von T€ +21.430 (Vorjahr: T€ +4.917) enthalten. Aus der Veränderung des Bestands an aktiven und passiven latenten Steuern entfallen T€ 7.784 (Vorjahr: T€ 1.789) auf Posten, die direkt dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben wurden. Hierbei handelt es sich um die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten von Pensionszusagen in Höhe von T€ 4.621 (Vorjahr: T€ 1.929), um die Erfassung von Übergangseffekten aus IFRS Standardänderungen in Höhe von T€ 2.870 (Vorjahr: T€ 0) und den Effekt aus der Währungsumrechnung der latenten Steuern in Höhe von T€ 293 (Vorjahr: T€ -141). Darüber hinaus resultiert die Veränderung aus Zugängen zum Konsolidierungskreis in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ -4.156) und aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 34.583). Überleitung vom Konzernergebnis vor Ertragsteuern auf den Ertragsteueraufwand:
Der anzuwendende Steuersatz für die Unternehmensgruppe Theo Müller berücksichtigt die Gewerbesteuer von durchschnittlich 6,75 % (Vorjahr: 6,75 %). Der Steuersatz entspricht der nominalen Steuerbelastung des Mutterunternehmens, der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. in Luxemburg. Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern
Aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt T€ 153.050 (Vorjahr: T€ 199.317) wurden wegen fehlender Werthaltigkeit nicht gebildet. Davon entfallen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 150.137 (Vorjahr: T€ 155.584). Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen wurden in Höhe von T€ 2.913 (Vorjahr: T€ 43.733) nicht gebildet. Aktive latente Steuern werden nur insoweit bilanziert, als auch eine wahrscheinliche zukünftige Nutzbarkeit - entweder auf Basis vorhandener passiver latenter Steuern oder, darüber hinaus, auf Basis vom wahrscheinlichen steuerlichen Ergebnis, nachgewiesen werden kann. Für den Unterschied zwischen dem Nettovermögen und dem steuerlichen Buchwert von Tochtergesellschaften (outside basis differences) in Höhe von T€ 215.822 (Vorjahr: T€ 267.440) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da der Umkehreffekt gesteuert werden kann und es daher wahrscheinlich ist, dass sich in dem oben genannten Unterschiedsbetrag je nach Steuerrechtsjurisdiktion enthaltene temporäre zu versteuernde Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren. Bestand an noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen
Die Vortragsfähigkeit von Verlustvorträgen, für die kein latenter Steueranspruch bilanziert wurde, stellt sich wie folgt dar:
Sonstige Angaben[27] Angaben zur Konzern-KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung ist in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des IAS 7 erstellt und zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Schecks, Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten mit bis zu drei Monaten Fälligkeit abzüglich Kontokorrentkredite, zuzüglich Commercial Papers) der Unternehmensgruppe Theo Müller im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit ist nach der indirekten Methode ermittelt. Innerhalb der Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit wird der Brutto Cashflow, der internen Steuerungszwecken dient, als Zwischensumme definiert. Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist gemäß IAS 7 in die drei Bereiche betriebliche Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterteilt. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wie folgt zusammen:
Die Buchwerte der im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, getrennt nach zahlungswirksamen und zahlungsunwirksamen Buchwertänderungen, entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
[28] Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus in 2019 abgeschlossenen Terminkontrakten für Energiebezüge in 2020 und 2021 (Strom, Gas), die unter die own use exemption des IFRS 9 fallen, bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 13.215 (Vorjahr: T€ 14.809). Es bestehen nicht bilanzierte Zeichnungsverpflichtungen (commitments) von T€ 24.583 (Vorjahr: T€ 20.837) für Wertpapiere des Anlagevermögens und Beteiligungen. [29] Leasingverhältnisse Leasingverhältnisse als LeasingnehmerDie folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Nutzungsrechte nach Klassen zugrundeliegender Vermögenswerte:
Die folgende Tabelle stellt die durchschnittlichen Vertragslaufzeiten der Nutzungsrechte nach Klassen zugrundeliegender Vermögenswerte dar:
In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Beträge erfasst:
In der Kapitalflussrechnung wurden folgende Beträge ausgewiesen:
Im Vorjahr bestanden für die Unternehmensgruppe Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing sowie Operating-Leasing, die gemäß IAS 17 - Leasing bilanziert wurden. Die Mindestleasingzahlungen für Finanzierungsleasingverbindlichkeiten beliefen sich im Vorjahr auf:
Aus Operating-Leasingvereinbarungen bestanden im Vorjahr folgende Verpflichtungen unter den angegebenen Fälligkeiten in T€:
Bei den Operating-Leasingvereinbarungen handelt es sich um Gebäude und Läger, technische Anlagen, Hardware, Kraftfahrzeuge, LKW und Sattelanhänger. Im Vorjahr wurden Zahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von T€ 91.731 als Aufwand erfasst. Davon entfielen T€ 3.732 auf bedingte Mietzahlungen sowie T€ 0 auf Einzahlungen aus Untermietverhältnissen. Leasingverhältnisse als LeasinggeberIn 2019 hat die Unternehmensgruppe eine Immobilie untervermietet, welches als Nutzungsrecht innerhalb den Grundstücke und Bauten ausgewiesen wurde. Aufgrund der Gewährung von mietfreien Perioden hat die Unternehmensgruppe einen Aufwand aus Abgang des Nutzungsrechts in Höhe von T€ -29 innerhalb des operativen Ergebnisses ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Zinserträge aus Leasingforderungen in Höhe von T€ 10 (Vorjahr: T€ 0) erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst. Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderungen dar und zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht diskontierten Leasingzahlungen. Nach IAS 17 hatte die Unternehmensgruppe keine Finanzierungsleasingforderungen.
[30] Finanzinstrumente Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten:Die folgende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IFRS 9 der Unternehmensgruppe Theo Müller, dar.
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt und spiegeln die Preise, zu dem eine Partei die Rechte und/oder Pflichten aus diesen Finanzinstrumenten von einer unabhängigen Partei übernehmen würde, wider. Langfristige finanzielle Vermögenswerte / Sonstige finanzielle SchuldenDie zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte mit erfolgswirksam erfassten Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung beinhalten neben Beteiligungen auch Portfolios im Rahmen des Asset Managements. Die beizulegenden Zeitwerte von börsennotierten Wertpapieren und Fondsanteilen basieren auf Kursnotierungen zum Bilanzstichtag. Die Marktbewertung der durch Fondsgesellschaften verwalteten Portfolios erfolgt anhand veröffentlichter Net Asset Values, Brokerpreisinformationen, respektive zu den Börsenkursen zum jeweiligen Bilanzstichtag. Für die auf Brokerinformationen basierten Preisfeststellungen werden für jede Portfolioposition drei unterschiedliche Preisquellen herangezogen. Die Bewertung der Einzelposition reflektiert den jeweils höchsten Geldkurs (bid price) aus diesen Preisquellen. Weichen der höchste und der durchschnittliche Geldkurs um mehr als 5 % voneinander ab, wird der Durchschnitt aus den drei Kursen für die Bewertung der Position herangezogen. Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden, gelten auch als zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte mit erfolgswirksam erfassten Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung. Soweit für diese Gesellschaften kein aktiver Markt existiert und sich die Fair Values nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln lassen, werden sie mit den jeweiligen Anschaffungskosten bilanziert. Es ist nicht geplant, von den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Beteiligungen wesentliche Anteile in naher Zukunft zu veräußern oder auszubuchen. Im Berichtsjahr als auch im Vorjahr gab es keine Abgänge von Anteilen verfügbarer Beteiligungen, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden. Soweit Hinweise auf niedrigere Fair Values bestehen, werden diese angesetzt. Die Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihr beizulegender Zeitwert entspricht im Wesentlichen dem Buchwert. Hinsichtlich des Währungsrisikos werden strukturierte Optionen, FX-Swaps sowie Devisentermingeschäfte eingesetzt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten werden die beizulegenden Zeitwerte dieser Sicherungsinstrumente durch externe Partner mittels anerkannter Bewertungsmodelle ermittelt, wobei ausschließlich beobachtbare InputParameter in die Bewertung einfließen. Die Optionen werden auf Basis von Garman-Kohlhagen Modellen von den jeweiligen Banken berechnet. Die beizulegenden Zeitwerte der anderen derivativen Finanzinstrumente werden nach der Barwertmethode durch Diskontierung der kontrahierten Zahlungsströme ermittelt. Inputfaktoren der Bewertungsmodelle sind am Markt beobachtbare Marktpreise, Zinssätze und Volatilitäten, die von anerkannten externen Quellen bezogen werden. Dabei finden zum Bilanzstichtag relevante Zinssätze der Vertragspartner Anwendung. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / gegenüber assoziierten UnternehmenAufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte näherungsweise den Buchwerten entsprechen. Die Gliederung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen noch nicht überfälliger sowie überfälliger Forderungen sowie der Überfälligkeit ist unter dem Kreditrisiko dargestellt. Sonstige finanzielle Vermögenswerte / Sonstige finanzielle SchuldenDie Darlehen an Dritte und Darlehen an nahestehende Unternehmen sind variabel, zu marktgerechten Konditionen verzinst, weswegen die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. FinanzverbindlichkeitenFinanzverbindlichkeiten beinhalten die USPP-Anleihen sowie langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Aufgrund der kurzfristigen Laufzeit wird für die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie für die Darlehen von nahestehenden Personen unterstellt, dass die Buchwerte näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread Kurve der Unternehmensgruppe ermittelt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Unternehmen haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. LeasingforderungenDie beizulegenden Zeitwerte der Leasingforderungen werden als Barwerte der mit den Forderungen verbundenen Einzahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread Kurve der Unternehmensgruppe ermittelt. Fair Value HierarchieDie Bestimmung und der Ausweis der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente orientieren sich an einer Fair Value Hierarchie, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert: Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Diese Hierarchiestufe beinhaltet Aktien, Investmentfonds und festverzinsliche Wertpapiere, für die entweder ein Börsenkurs verfügbar ist oder für die die Preise von einem unabhängigen Preisanbieter zur Verfügung gestellt werden, die auf Basis tatsächlicher Markttransaktionen zustande gekommen sind. Des Weiteren sind börsengehandelte Derivate der Stufe 1 zugeordnet. Stufe 2: Andere Eingangsparameter als die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) zu beobachten sind. Diese Stufe beinhaltet nicht börsengehandelte Derivate und nicht börsentäglich gehandelte Wertpapiere sowie Private Equity Fonds. Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten). Bei den Beständen, die dieser Bewertungsstufe zugeordnet werden, handelt es sich um Investitionen in Hedge Fonds. Welcher Hierarchiestufe die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt zugeordnet wird, richtet sich nach der niedrigsten Stufe, deren Eingangsparameter für die Bewertung als Ganzes erheblich sind. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese zum Stichtag umgegliedert. Zum 31. Dezember 2019 wurden die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, gehalten.
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente, die innerhalb der Stufe 3 ausgewiesen werden. Im Berichtszeitraum wurden keine Finanzinstrumente aus oder in die Stufe 3 der Fair Value Hierarchie umgegliedert. Die Gewinne und Verluste in Verbindung mit Finanzinstrumenten der Stufe 3 der Bemessungshierarchie werden erfolgswirksam im übrigen Finanzergebnis als Gewinne und Verluste aus Wertpapieren des Anlagvermögens (Schuldinstrument) erfasst.
Bei den Finanzinstrumenten, die innerhalb der Stufe 3 ausgewiesen werden, handelt es sich um Wertpapiere des Anlagevermögens, deren Sensitivität sich nicht verlässlich bestimmen lässt. Risiken hieraus resultieren im Wesentlichen aus Zins- und Fremdwährungsänderungen sowie aus Wertänderungen, die durch Immobilien- und Rohstoffpreise beeinflusst werden. Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, deren beizulegende Zeitwerte jedoch angegeben werden, stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen VerbindlichkeitenDie folgenden finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen.
Bilanzielle Saldierungen treten bei Forderungen und Verbindlichkeiten auf, bei welchen Gutschriften gewährt bzw. erhalten werden. Bei nicht bilanziell saldierungsfähigen Beträgen werden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen im Insolvenzfall sämtliche mit dem betreffenden Kontrahenten bestehende Derivate mit positivem bzw. negativem beizulegenden Zeitwert aufgerechnet, sodass lediglich eine Forderung bzw. Verbindlichkeit in Höhe des Saldos verbleibt. Kollateralverträge, die das Ausfallrisiko der Unternehmensgruppe reduzieren, wurden in diesem Zusammenhang nicht abgeschlossen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnunga) Nettogewinne oder -verlusteDie folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar:
Das Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Amortized Cost (AC) beinhaltet die Nettogewinne bzw. -verluste der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (AC) sowie der Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (AC) und betrifft Währungsumrechnungseffekte aus der Stichtagsbewertung sowie unterjährig realisierte Währungskursgewinne / -verluste. Des Weiteren beinhaltet das Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Amortized Cost die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen (AC), die die im Betriebsergebnis erfasste Veränderungen der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Ausbuchungen von Forderungen und Krediten enthalten. Das Nettoergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten Amortized Cost (AC) beinhhaltet die Nettogewinne bzw. -verluste der zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten (AC), welche die Währungsumrechnungseffekte der USPP-Anleihen sowie die Zuschreibung eines Disagios anhand der Effektivzinsmethode betreffen. Zudem werden in dieser Kategorie die im Betriebsergebnis erfassten Währungseffekte aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (AC) dargestellt. Das Nettoergebnis aus Fair value through Profit & Loss (FVtPL) enthält Effekte aus Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte von derivativen finanziellen Vermögenswerten, Effekte aus der erfolgswirksamen Marktbewertung von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten sowie Zu- und Abschreibungen auf den vorraussichtlich noch zu erzielenden Betrag von Beteiligungen und die erfoglswirksam erfassten Bewertungen von als Eigenkapital- und Schuldinstrument kategorisierten Wertpapieren. b) Zinserträge und -aufwendungen der nicht zum Fair Value bewerteten FinanzinstrumenteVon den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Zinserträgen und Zinsaufwendungen entfallen auf finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert sind, folgende Beträge:
Zinserträge der nicht zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte sind ein Bestandteil des Nettoergebnisses von Finanzinstrumenten, die der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" (AC) zuzuordnen sind. Dabei umfassen die Zinserträge der Kategorie "Darlehen und Forderungen (AC)" hauptsächlich Zinsen aus ausgereichten Darlehen und sonstigen Ausleihungen. In den Zinsaufwendungen der Kategorie "Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet mit fortgeführten Anschaffungskosten (AC)" sind im Wesentlichen Zinsaufwendungen enthalten, die im Zusammenhang mit den US Private Placements entstanden sind sowie Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. RisikomanagementIn der Unternehmensgruppe Theo Müller existiert ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Auf der Basis von definierten Standards werden systematisch Risiken und Chancen in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen. Da Chancen und Risiken grundsätzlich die zwei Seiten unternehmerischen Handelns darstellen, ergeben sich die Chancen generell aus der komplementären Sicht der operativen und funktionalen Risikostruktur in allen Risikofeldern. So lassen sich potenzielle Gefahren frühzeitig minimieren und Chancen zielgerichtet und erfolgreich nutzen. Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil sämtlicher Planungs-, Controlling- und Reportingstrukturen. Die Geschäftsführung der Gesellschaft beschäftigt sich regelmäßig mit Themen des Risikomanagements. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem hat im Hinblick auf das Finanz- und Rechnungswesen die Funktion, die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegungs- und Finanzberichtserstattungsprozesse zu gewährleisten. Das System beinhaltet Grundsätze und Verfahren sowie präventive und aufdeckende Kontrollen. Es zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu minimieren. Unter anderem wird regelmäßig geprüft, ob konzerneinheitliche Bilanzierungs-, Bewertungs- und Kontierungsvorgaben angewendet werden, konzerninterne Transaktionen vollständig erfasst und im Konzernabschluss entsprechend eliminiert werden, bilanzierungsrelevante Sachverhalte erkannt und entsprechend abgebildet werden sowie die Prozesse zur Funktionstrennung und zum Vier-Augen-Prinzip eingehalten werden. KapitalmanagementZiele der Kapitalmanagementstrategie des Konzerns sind, Erträge durch die Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren und die Sicherung des Geschäftsbetriebes (Unternehmensfortführung) zu gewährleisten. Im Mittelpunkt des Kapitalmanagements steht die Eigenkapitalquote. Die Eigenkapitalquote beschreibt die Beziehung zwischen Eigen- und Gesamtkapital und errechnet sich aus deren Buchwerten. Je mehr Eigenkapital zur Verfügung steht, desto höher ist die finanzielle Stabilität des Unternehmensverbundes und desto unabhängiger ist der Konzern von Kapitalgebern. Die Eigenkapitalquote beträgt bei einem Eigenkapital von T€ 2.154.617 (Vorjahr: T€ 2.040.616) und einem gestiegenen Gesamtkapital 51,4 % (Vorjahr: 55,2 %). Während in Luxemburg keine gesetzlichen Regelungen zu einem Mindestkapital bestehen, unterliegt die Unternehmensgruppe Theo Müller hinsichtlich der begebenen USPP-Anleihen bestimmten Financial Covenants, die seit Begebung der Anleihe eingehalten wurden. Die Covenants beziehen sich im Wesentlichen auf den Verschuldungsgrad. In einem halbjährigen Reporting werden diese auf ihre Einhaltung geprüft und den Anleihegläubigern berichtet. Ein Bruch der Covenants hätte zur Folge, dass die Investoren die USPP-Anleihe sofort fällig stellen könnten. Des Weiteren ist die Unternehmensgruppe hinsichtlich des zweckgebundenen Tilgungsdarlehens während der Laufzeit an die Einhaltung von Covenants (Verschuldungsgrad und Zinsdeckungsfaktor) gebunden, deren Nichteinhaltung zur sofortigen Fälligkeit führen könnte. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko besteht darin, dass der Konzern möglicherweise nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten vertragsgemäß durch Lieferung von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten zu erfüllen. Die Steuerung der Liquidität im Konzern soll sicherstellen, dass stets ausreichend liquide Mittel verfügbar sind, um unter normalen wie auch angespannten Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können, ohne untragbare Verluste zu erleiden oder die Reputation des Konzerns zu schädigen. Die Zahlungsverpflichtungen resultieren dabei in der Unternehmensgruppe unter anderem aus dem operativen Geschäft sowie einer vorzeitigen Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten bei Nichteinhaltung von Financial Covenants. Unter das Liquiditätsrisiko fällt auch, dass bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann (Refinanzierungsrisiko) oder aufgrund unzulänglicher Markttiefe oder Marktstörungen Geschäfte nicht oder nur mit Verlusten aufgelöst bzw. glattgestellt werden können (Marktliquiditätsrisiko). Die Unternehmensgruppe generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft sowie durch das Halten von Beteiligungen als auch durch externe Finanzierungen. Die Unternehmensgruppe steuert ihre Liquidität, indem der Konzern neben dem Zahlungsmittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit die Zahlungsmittel auf Basis einer rollierenden Liquiditätsplanung steuert und auch Kreditlinien bei Banken in Anspruch nimmt, um den finanziellen Verpflichtungen unter normalen Marktbedingungen und Konditionen nachzukommen. Die liquiden Mittel umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Festgelder sowie Sicht- und Termineinlagen). Zum Jahresende 2019 bestanden für die Unternehmensgruppe 13 kurzfristige Kreditlinien von insgesamt 464 Mio. € bei unabhängigen Banken (Vorjahr: 12 kurzfristige Kreditlinien von insgesamt 424 Mio. €), von denen 200 Mio. € (Vorjahr: 301 Mio. €) nicht in Anspruch genommen waren. Der zu zahlende Zinssatz für eine Inanspruchnahme von Kreditlinien basiert im Wesentlichen auf dem EONIA / LIBOR plus Marge. Zum Bilanzstichtag bestehen Avalkredite in Höhe von T€ 15.749 (Vorjahr: T€ 15.005), die zum Teil an die Kreditlinien angerechnet werden. Daneben überwacht der Konzern in den einzelnen operativen Geschäftseinheiten das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses mittels IT-Tools, E-Banking und Cash-Management-Systemen. Eine auf Teilkonzernplanung basierende Liquiditätsplanung zeigt über einen Zeitraum von über einem Jahr die zu erwartende Entwicklung der Liquidität auf. Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement schließt das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln und die Möglichkeit zur Finanzierung durch einen adäquaten Betrag an zugesagten Kreditlinien ein. Das operative Liquiditätsmanagement umfasst einen Cash-Concentration-Prozess, durch den eine tägliche Zusammenführung von liquiden Mitteln erfolgt. Dadurch können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den Bedürfnissen der Unternehmensgruppe sowie einzelner Konzerngesellschaften gesteuert werden. In das kurz- und mittelfristige Liquiditätsmanagement werden die Fälligkeiten finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten sowie Schätzungen der operativen Cashflows einbezogen. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt alle vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit einem negativen beizulegenden Zeitwert. Kann eine Gegenpartei wählen, zu welchem Zeitpunkt ein Betrag gezahlt wird, ist die Verbindlichkeit der frühesten Periode zuzuordnen. Für die derivativen Finanzinstrumente, bei denen generell ein Bruttozahlungsausgleich vereinbart worden ist, werden im Rahmen der Fälligkeitsanalyse die Bruttozahlungsströme angegeben, während für die übrigen Verpflichtungen die undiskontierten Cashflows für die nächsten Geschäftsjahre angegeben werden. Einbezogen wurden alle Finanzinstrumente, die zum Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten wurden in dieser Darstellung nicht berücksichtigt.
Es wird nicht erwartet, dass die vertraglich vereinbarten Zahlungen in der Restlaufzeitenanalyse erheblich früher als angegeben zu Mittelabflüssen führen, noch, dass diese in ihrer Höhe erheblich abweichen. Die derivativen Finanzinstrumente umfassen sowohl Termingeschäfte und -optionen, als auch Swaps (Währungsswaps) sowie Rohstoffderivate. Die vertragliche Gestaltung legt fest, ob diese miteinander verrechnet werden und damit zu einem Nettoausgleich führen oder ob beide Vertragsparteien ihre Verpflichtungen vollständig zu erfüllen haben (Bruttoausgleich). Terminkontrakte mit negativem Marktwert werden mit den Bruttobeträgen aus Zahlungsmittelabflüssen und -zuflüssen dargestellt. Zinsswaps werden mit den Nettobeträgen aus zu zahlenden Zinsen in die Laufzeitbänder eingeordnet. Optionen mit Stilhalterposition werden aufgrund bisheriger Nichtausübung keinem Laufzeitband zugeordnet und betragen zum Stichtag T€ 2.840 (Vorjahr: T€ 202). Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen wie auch der liquiden Mittel sieht sich die Unternehmensgruppe keinem Konzentrationsrisiko im Bereich der Liquidität ausgesetzt. MarktrisikenMarktrisiken resultieren aus der Veränderung von Marktpreisen. Die Unternehmensgruppe ist aufgrund ihrer europaweiten Geschäftsaktivitäten Marktrisiken hauptsächlich aus Änderungen von Wechselkursen und Zinssätzen ausgesetzt. Daneben ist der Konzern dem Risiko ausgesetzt, dass sich der beizulegende Zeitwert sowie die künftigen Zahlungsströme von Finanzinstrumenten aufgrund von Schwankungen der Marktpreise ändern. Diese Marktrisiken können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe haben. Ziel des gruppenweiten Risikomanagements der Unternehmensgruppe ist es, diese Marktrisiken über ihre gewöhnlichen operativen Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten sowie, falls geeignet, über den Kauf und Verkauf derivativer Finanzinstrumente zu steuern und zu überwachen. Sämtliche Aktivitäten stehen im Einklang mit den gruppenweiten Richtlinien des Risikomanagements. Die zentrale Finanzabteilung beurteilt Risiken regelmäßig, indem Änderungen ökonomischer Schlüsselindikatoren sowie Marktinformationen verfolgt werden. Hedge Accounting findet in der Unternehmensgruppe keine Anwendung. a) WährungskursrisikenWährungskursrisiken im Sinne von IFRS 7 resultieren aus der Denominierung von Finanzinstrumenten in einer Fremdwährung, die nicht der funktionalen Währung der Unternehmensgruppe entspricht. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Finanzinstrumente in funktionaler Währung sowie nicht-monetäre Positionen weisen hingegen kein Währungsrisiko auf. In der Unternehmensgruppe resultieren Währungsrisiken aus Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Diese bestehen vor allem zwischen dem britischen Pfund, dem US-Dollar, polnischen Zloty und den tschechischen Kronen gegenüber dem Euro. Bei den Währungskursrisiken werden Zahlungsströme aus zukünftigen Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung nach dem Grundsatz "Keine Absicherung ohne Grundgeschäft" und nach einer internen Richtlinie zwischen 0 % bis 100 % vom Exposure (Bedarf für einen definierten Zahlungszeitraum) abgesichert. Die der Absicherung künftiger Zahlungsströme dienenden Finanzinstrumente werden ergebniswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Betrag, den die Unternehmensgruppe bei einer unterstellten Auflösung des Sicherungsgeschäfts am Stichtag zu bezahlen oder zu bekommen hätte. Der beizulegende Zeitwert der Sicherungsinstrumente wird auf Basis verfügbarer Marktnotierungen berechnet, ohne dass eine Verrechnung mit etwaig gegenläufigen Wertentwicklungen der Grundgeschäfte erfolgt. Zur Sicherung dieses Risikos werden neben marktüblichen Instrumenten wie Devisentermingeschäfte bzw. Devisenoptionen auch exotische Optionen im Währungsbereich eingesetzt. Zum Stichtag sind Optionen mit Barrier und Window Double Barrier Eigenschaften im Bestand, die ebenfalls zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen dienen. Die exotischen Optionen ermöglichen eine Kursverbesserung bzw. Partizipation an besseren Kursen, sofern die Barriers halten. Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen Landeswährung ab. Deshalb wird das Währungsrisiko der Unternehmensgruppe hinsichtlich der operativen Tätigkeit als relativ gering eingeschätzt. Die einzelnen Konzerngesellschaften sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Diese betreffen hauptsächlich Milcheinkäufe in Tschechien und Polen sowie Euro-Einkäufe der englischen Gesellschaften. Zur Sicherung setzt die Unternehmensgruppe Währungsderivate ein, um diese Zahlungen bis maximal 18 Monate im Voraus zu sichern. Aufgrund dieser Sicherungsgeschäfte war die Unternehmensgruppe zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus den USPP-Anleihen auf dem US-amerikanischen Markt. Davon sind zum Bilanzstichtag 100,0 %, das heißt 195 Mio. USD von 195 Mio. USD (Vorjahr: 99,8 %; 331 Mio. USD von 332 Mio. USD; Zinszahlungen und Kapitalbetrag) durch den Einsatz von Währungsderivaten abgesichert. Die folgende Tabelle stellt das Nominalvolumen sowie die bilanzierten beizulegenden Zeitwerte der Fremdwährungsderivate zum Bilanzstichtag dar. Unter Nominalwert ist dabei der auf die funktionale Währung denominierte Gegenwert von abgesicherten, gekauften oder verkauften Fremdwährungsbeträgen mit konzernexternen Vertragspartnern zu verstehen.
Die in der Tabelle aufgeführten Marktwerte stellen derivative finanzielle Vermögenswerte bzw. Schuldposten der Unternehmensgruppe dar. Die Nominalwerte beschreiben hingegen das Sicherungsvolumen (abgesichertes, künftiges Exposure), ausgedrückt in Euro. Die Restlaufzeit der derivativen Finanzinstrumente zur Sicherung von Währungsrisiken zum Bilanzstichtag beträgt maximal 12 Monate. Einzige Ausnahme bildet hier das Sicherungsinstrument für das USPP mit einer Restlaufzeit von 30 Monaten. Die folgende Tabelle zeigt die Auflistung der wesentlichen Fremdwährungen der finanziellen Vermögenswerte und der finanziellen Schulden zum Bilanzstichtag, welche aus Sicht der jeweiligen Konzerngesellschaft einem Währungsrisiko unterliegen. Die Euro-Exposure von Fremdwährungsgesellschaften wurden den jeweiligen funktionalen Währungen der Konzerngesellschaften zugeordnet.
SensitivitätsanalyseAus den verschiedenen Methoden der Risikoanalyse und des Risikomanagements hat die Unternehmensgruppe ein auf der Sensitivitätsanalyse basierendes System implementiert. Die Sensitivitätsanalyse ermöglicht den Risikomanagern die Identifizierung der Risikopositionen der einzelnen Geschäftseinheiten. Bei einer Sensitivitätsanalyse wird berechnet, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital haben. Neben Währungsrisiken unterliegt die Unternehmensgruppe auch Zinsänderungsrisiken. In die Sensitivitätsanalyse werden sämtliche Finanzinstrumente der Unternehmensgruppe einbezogen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Die Risikoabschätzung hinsichtlich des Währungsrisikos unterstellt hierbei eine Auf- / Abwertung des Euro gegenüber allen Fremdwährungen um 10 %. Es gelten grundsätzlich alle Finanzinstrumente dem Währungsrisiko als ausgesetzt, welche nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaften denominiert sind. Hierbei sind insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, finanzielle Vermögenswerte des Asset Managements, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzschulden enthalten. Wenn der Euro gegenüber den folgenden Währungen um 10 % auf- bzw. abgewertet wird, hat das den in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Diese Aufstellung unterstellt, dass sämtliche Parameter - vor allem der Zinssatz - unverändert geblieben wären. Diese Annahme gilt ebenfalls für die Aufstellung für die Vorperiode. In der Sensitivitätsanalyse werden alle Währungspaare gegen den Euro sensitiviert .
Das Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
Die wesentlichen Wechselkurse des Berichtsjahres sind unter dem Punkt "Währungsumrechnung" dargestellt. b) ZinsrisikenZinsrisiken entstehen aus bilanzierten sowie nicht bilanzierten zinstragenden Finanzinstrumenten und sind von den Marktzinsvolatilitäten abhängig. Die Marktzinsvolatilitäten stellen sowohl Zinsniveauveränderungen als auch Drehungen der Zinsstruktur dar. Die durch die Sensitivitätsanalyse ermittelte Gesamtauswirkung bezieht sich auf den zinstragenden Bestand an Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag und zeigt den Effekt auf das Zinsergebnis durch eine Parallelverschiebung der Zinskurve und eine Neubewertung festverzinslicher zum Fair Value bewerteter Finanzinstrumente. Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente wirken sich in der Sensitivitätsanalyse auf das Zinsergebnis aus. Festverzinsliche Finanzinstrumente haben generell keine ergebniswirksame Auswirkung auf das Zinsergebnis. Sie haben nur dann eine ergebniswirksame Auswirkung im übrigen Finanzergebnis, wenn sie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der Bestand an zinstragenden Finanzinstrumenten setzt sich zum Bilanzstichtag je wesentlicher Währung wie folgt zusammen:
Für das Zinsrisiko wird durch die Sensitivitätsanalyse der Effekt einer Änderung der Marktzinssätze auf das Jahresergebnis dargestellt. Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente unter folgenden Bedingungen: Eine Veränderung (+ / -) des Marktzinsniveaus zum 31. Dezember um 100 Basispunkte hätte das Ergebnis wie folgt verbessert (verschlechtert). Alle anderen Variablen, insbesondere Währungskurse, bleiben unverändert. Diese Annahme gilt ebenfalls für die Aufstellung für die Vorperiode.
c) Andere PreisrisikenIFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Eine Änderung dieser Risikovariablen nimmt Einfluss auf die als FVtPL kategorisierten Wertpapiere und Portfolios (Asset Management). Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung bei als Eigenkapital- oder Schuldinstrument eingestuften Wertpapieren des Anlagevermögens, wenn der Realtime-Kurs (RT-Kurs) gegenüber dem Bilanzstichtag um (+ / -) 10 % gestiegen / gesunken wäre.
KreditrisikenDas Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, welcher dadurch entsteht, dass eine Vertragspartei ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration einzelner Risiken. Die Unternehmensgruppe ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. a) Liquide MittelBei der Anlage von liquiden Mitteln werden Finanzinstitute und Emittenten von Wertpapieren sorgfältig ausgewählt. Das Ausfallrisiko wird vermindert, indem als Gegenpartei nur Banken und Finanzinstitute ausgewählt werden, die beim Abschluss einer Transaktion kurzfristig mindestens ein A2 (Standard & Poor´s) bzw. P2 - Rating (Moody´s) und langfristig mindestens ein BBB (Standard & Poor´s) bzw. Baa2 - Rating (Moody´s) aufweisen. Zur weiteren Risikobegrenzung werden die Vermögenswerte auf mehrere Bankinstitute aufgeteilt. Diese Bonitätsrisiken werden streng überwacht und innerhalb vorgegebener Parameter gehalten. Konzernrichtlinien sorgen dafür, dass das Kreditrisiko gegenüber Finanzinstituten begrenzt ist. Das maximale Ausfallrisiko aus Anlagen wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Die Unternehmensgruppe Theo Müller erwartet keine Verluste aufgrund der Tatsache, dass die Gegenparteien ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen könnten. Die Banken, bei denen liquide Mittel unterhalten werden, haben folgende langfristige Emittenten Ratings:
b) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und finanzielle VermögenswerteForderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren hauptsächlich aus dem Verkauf von Molkereiprodukten und Feinkostartikeln aller Art sowie deren Vertrieb als auch aus der Erbringung von Dienst- und Transportleistungen. Die Kunden des Geschäftsbereichs Molkerei setzen sich aus Großhandel, Verteiler, Handelsketten und Einkaufskooperationen zusammen. Für die vertriebenen Markenprodukte besteht in Deutschland, in Großbritannien, in Polen und in Italien - entgegen dem Bereich Commodities - eine gefestigte, historisch gewachsene Kundenstruktur. Im Geschäftsbereich Dienstleistungen setzen sich die Kunden der dort zugeordneten Logistikunternehmen im Wesentlichen aus Lebensmittelproduzenten und im Geschäftsbereich Feinkost aus Einzel- und Großhändlern sowie Copackern zusammen. Sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland besteht eine gefestigte, historisch gewachsene Kundenstruktur. Das Kreditrisiko beinhaltet das Zahlungsausfallrisiko jedes einzelnen Kunden. Die Unternehmensgruppe steuert das Kreditrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis interner Richtlinien. Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen werden Kreditauskünfte oder historische Daten aus den bisherigen Geschäftsbeziehungen herangezogen. Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit Ausnahme einiger Einkaufskooperationen anhand einer Kreditversicherung abgesichert und reduzieren folglich das maximale Kreditausfallrisiko. Zum Bilanzstichtag sind T€ 154.527 (Vorjahr: T€ 154.712) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen versichert. Der Selbstbehalt beträgt 5 - 15 %. Insgesamt wurde für einen Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 7.927 (Vorjahr: T€ 5.934) eine individuelle Risikovorsorge erfasst. Für die unter die Ausnahme fallenden Einkaufskooperationen besteht ein internes, vom Management Board genehmigtes Kreditlimit. Somit sind circa 99 % aller Forderungen durch das interne Risikomanagement abgesichert. Ausfallrisiken wird mittels einer Risikovorsorge über erwartete Kreditausfälle nach IFRS 9 Rechnung getragen. Die historischen Forderungsausfälle waren unwesentlich. Es wird davon ausgegangen, dass durch die gebildete Risikovorsorge für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Generell unterliegen verkaufte Güter bis zur Bezahlung einer Eigentumsvorbehaltsklausel, sodass für die Unternehmensgruppe im Fall der Nichtbezahlung ein gesicherter rechtlicher Anspruch besteht. Daneben entfalten Kreditversicherungen sowie eventuell geforderte Bankbürgschaften risikomindernde Wirkung. Geschäfte mit Neukunden, für die keine Kreditversicherung abgeschlossen werden konnte bzw. die als risikoreich eingestuft wurden, werden nur auf Vorauszahlungsbasis abgeschlossen. Unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise entfallen auf 8 Kundengruppen etwa 57 % (Vorjahr: 55 %) des Konzernnettoumsatzes. Keine andere Kundengruppe macht mehr als 10 % (Vorjahr:11 %) des Konzernnettoumsatzes aus. Der höchste Betrag für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht rund 10 % (Vorjahr: 11 %) der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen per 31. Dezember 2019. Folglich bestehen im Konzern keine wesentlichen Konzentrationen von Kreditrisiken. Das maximale Ausfallrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen. Das maximale Ausfallrisiko aus Forderungen aus derivativen Sicherungsgeschäften infolge positiver beizulegender Zeitwerte wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Folgende Abbildungen stellen die Risikovorsorge für Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Überleitung der Brutto-Forderung auf die Netto-Forderung sowie durch Überleitung der gesamten Risikovorsorge für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar:
Die Wertberichtigungen entwickelten sich dabei wie folgt:
Darstellung der Bruttobuchwerte pro Risikokategorie im Geschäftsjahr 2019:
Darstellung der Bruttobuchwerte pro Risikokategorie im Geschäftsjahr 2018:
Die folgende Tabelle gibt Informationen über das Ausmaß der in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenden Kreditrisiken:
Forderungen und sonstige VermögenswerteDie maximale Kreditrisikoposition aus Forderungen und sonstigen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. Die Unternehmensgruppe erachtet dieses Kreditrisiko als nicht bedeutend. Finanzielle VermögenswerteDer Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Kreditausfallrisiko dar. Maximales AusfallrisikoDas maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten Finanzinstrumente und der finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. [31] Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenMittelbar und unmittelbar nahestehende Unternehmen und Personen sind assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und nicht konsolidierte Tochtergesellschaften der Unternehmensgruppe Theo Müller sowie Personen, die über einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der Unternehmensgruppe Theo Müller verfügen. Dies sind insbesondere die Geschäftsführer des Mutterunternehmens und die Mitglieder des Aufsichtsrates. Transaktionen aus Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Personen und UnternehmenDie Gesellschaften der Unternehmensgruppe Theo Müller empfangen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit auch Lieferungen und Leistungen von nahestehenden Unternehmen und Personen. Diese Lieferungen und Leistungen werden zu Preisen wie mit Dritten abgewickelt. Darüber hinaus bestehen zwischen den Konzerngesellschaften und den Gemeinschaftsunternehmen Lieferungsbeziehungen aus dem Kauf und Verkauf von Waren. Im Folgenden wird eine Übersicht über die Geschäftsvorfälle mit den oben genannten nahestehenden Personen und Unternehmen gegeben. Hierbei wird nach Art der Geschäftsvorfälle untergliedert.
(Aufwand (-)) Bezüge der Geschäftsführung und leitender Angestellter in SchlüsselpositionenDer Geschäftsführung und anderen leitenden Angestellten in Schlüsselpositionen der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. wurden im Verlauf des Geschäftsjahres die folgenden Bezüge gewährt:
[32] Durchschnittliche Anzahl an BeschäftigtenDie Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter und deren Aufteilung stellt sich in der Unternehmensgruppe Theo Müller wie folgt dar:
[33] AbschlussprüferhonorarIm Geschäftsjahr 2019 ist für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. folgender Aufwand erfasst:
[34] Ereignisse nach dem BilanzstichtagAnfang Dezember 2019 traten in Wuhan / China erste Fälle einer bis dahin unbekannten Lungenerkrankung auf, die auf den Virus Sars-CoV-2 ("Corona-Virus") zurückzuführen sind. Nachdem sich das Corona-Virus zwischenzeitlich sehr schnell über zahlreiche Länder hinweg bis nach Europa ausgebreitet hat, rief die Weltgesundheitsorganisation WHO am 11. März 2020 eine Pandemie aus. Wenige Tage später, am 17. März 2020, erklärte die luxemburgische Regierung den Notstand für das Großherzogtum Luxemburg. Mit dieser Entscheidung und den damit einhergehenden rigiden Maßnahmen und Beschränkungen, die von vielen anderen europäischen Ländern nahezu zeitgleich in ähnlicher Form umgesetzt wurden, sind derzeit weitreichende Folgen für das öffentliche und wirtschaftliche Leben in ganz Europa verbunden. Gemeinsames Ziel aller betroffenen Länder ist es, eine weitere unkontrollierbare Ausbreitung des Virus und eine Überlastung der nationalen Gesundheitssysteme zu vermeiden. Zur Abschwächung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie haben Regierungen in Europa unverzüglich begonnen, staatliche Hilfspakete in einem bislang nie dagewesenen Volumen zu verabschieden. Aufgrund der enormen Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Pandemie, ist von einem deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in allen betroffenen Ländern auszugehen, deren Höhe unmittelbar von der Dauer der einschränkenden Maßnahmen und der Wirksamkeit der staatlichen Hilfsmaßnahmen abhängt. Die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. hat, basierend auf den nationalen und internationalen Verhaltensempfehlungen von Regierungen und Behörden, bei Ausbruch der Krise umgehend mit entsprechenden Notfallplänen reagiert, um konzernweit die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu schützen und die wirtschaftliche Handlungs- und Leistungsfähigkeit der gesamten Unternehmensgruppe sicherzustellen. Als Hersteller von Lebensmitteln ist die Unternehmensgruppe Theo Müller für ein funktionierendes Gemeinwesen systemrelevant. Daher ist die Unternehmensgruppe in ihren Kerngeschäftsfeldern keinen Beschränkungen ausgesetzt, sondern kann stattdessen eine verstärkte Nachfrage nach den hergestellten Produkten verzeichnen. Die weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen, die derzeit noch nicht absehbar sind, hängen von der künftigen Entwicklung der Corona-Pandemie und dem Zeitpunkt einer einsetzenden wirtschaftlichen Erholung ab. Weitere signifikante Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Branchensituation haben sich zwischen dem Bilanzstichtag und der Erstellung des Konzernabschlusses der Unternehmensgruppe nicht ergeben.
Luxemburg, 12. Mai 2020 Unternehmensgruppe
Theo Müller S.e.c.s.,
diese wiederum vertreten durch die Geschäftsführer Werner Stegmüller Marcus Almeling PrüfungsvermerkAn die Partner der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.Bericht über die Prüfung des KonzernabschlussesUnser PrüfungsurteilNach unserer Beurteilung vermittelt der beigefügte Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den "International Financial Reporting Standards" (IFRS),, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. und ihrer Tochtergesellschaften (der "Konzern") zum 31. Dezember 2019 sowie der Ertragslage und der Zahlungsflüsse für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr. Was wir geprüft haben Der Konzernabschluss des Konzerns besteht aus:
Grundlage für das PrüfungsurteilWir führten unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem Gesetz vom 23. Juli 2016 über die Prüfungstätigkeit (Gesetz vom 23. Juli 2016) und nach den für Luxemburg von der "Commission de Surveillance du Secteur Financier" (CSSF) angenommenen internationalen Prüfungsstandards (I|SAs) durch. Unsere Verantwortung gemäß dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs wird im Abschnitt "Verantwortung des ,Réviseur d'entreprises agréé' für die Konzernabschlussprüfung" weitergehend beschrieben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Wir sind unabhängig von dem Konzern in Übereinstimmung mit dem für Luxemburg von der CSSF angenommenen "International Ethics Standards Board for Accountants' Code of Ethics for Professionall Accountants" (IESBA Code) sowie den beruflichen Verhaltensanforderungen, die wir im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einzuhalten haben und haben alle sonstigen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Verhaltensanforderungen erfüllt. Sonstige InformationenDie Geschäftsführung ist verantwortlich für die sonstigen Informationen. Die sonstigen Informationen beinhalten die Informationen, welche im Konzernlagebericht enthalten sind, jedoch beinhalten sie nicht den Konzernabschluss oder unseren Prüfungsvermerk zu diesem Konzernabschluss. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt nicht die sonstigen Informationen ab und wir geben keinerlei Sicherheit jedweder Art auf diese Informationen. Im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses besteht unsere Verantwortung darin, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu beurteilen, ob eine wesentliche Unstimmigkeit zwischen diesen und dem Konzernabschluss oder mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen besteht oder auch ansonsten die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt erscheinen.. Sollten wir auf Basis der von uns durchgeführten Arbeiten schlussfolgern, dass sonstige Informationen wesentliche falsche Darstellungen enthalten, sind wir verpflichtet, diesen Sachverhalt zu berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten. Verantwortung der Geschäftsleitung für den KonzernabschlussDie Geschäftsleitung ist verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS (wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind) und für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet, um die Aufstellung des Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -- beabsichtigten oder unbeabsichtigten - - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist die Geschäftsleitung verantwortlich für die Beurteilung der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, sofern einschlägig, Angaben zu Sachverhalten zu machen, die im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit stehen, und die Annahme der Unternehmensfortführung als Rechnungslegungsgrundsatz zu nutzen, sofern nicht die Geschäftsleitung beabsichtigt, den Konzern zu liquidieren, die Geschäftsfähigkeit einzustellen oder keine andere realistische Alternative mehr hat, als so zu handeln. Verantwortung des "Réviiseur d'entreprises agréé" für die KonzernabschlussprüfungDie Zielsetzung unserer Prüfung ist es, eine hinreichende Sicherheit zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -- beabsichtigten oder unbeabsichtigten - - falschen Darstellungen ist, und darüber einen Prüfungsvermerk, der unser Prüfungsurteil enthält, zu erteilen. Hinreichende Sicherheit entspricht einem hohen Grad an Sicherheit, ist aber keine Garantie dafür, dass eine Prüfung in Übereinstimmung mit dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und nach den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs stets eine wesentliche falsche Darstellung, falls vorhanden,, aufdeckt. Unzutreffende Angaben können entweder aus Unrichtigkeiten oder aus Verstößen resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise davon ausgegangen werden kann, dass diese individuell oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Im Rahmen einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und nach den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs üben wir unser pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir kommunizieren mit den für die Überwachung Verantwortlichen, unter anderem den geplanten Prüfungsumfang und Zeitraum sowie wesentliche Prüfungsfeststellungen einschließlich wesentlicher Schwächen im internen Kontrollsystem, die wir im Rahmen der Prüfung identifizieren. Bericht über weitere gesetzliche und aufsichtsrechtliche VerpflichtungenDer Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss und wurde in Übereinstimmung mit den geltenden rechtlichen Anforderungen erstellt.
Luxemburg, 12. Mai 2020 PricewaterhouseCoopers, Société coopérative Vertreten durch Patrick Schon |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
37 nahegelegene Organisationen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Vermittlung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Betrieb von Verkehrswegen für Schienenfahrzeuge
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Vermessungsbüros
Herstellung von Prüfmaschinen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln a. n. g.
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Allgemeine Gebäudereinigung
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Herstellung von Prüfmaschinen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen