Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 29145
Vorher
Sachsenmilch Vertriebs GmbH
Eingetragen
30.7.2010
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenSonstige Verwaltung und Führung von Unternehmen und BetriebenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Verwaltung des eigenen Vermögens und Beteiligung an anderen Unternehmen, auch als persönlich haftender, geschäftsführender Gesellschafter.

Historie

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Management

NameRolle
Sören Kaiser
seit 14.12.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

TM-Immobilien S.à r.l.
Luxembourg
12.500 €
50.00%
Dresden
7.500 €
30.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

Luxemburg

Konzernabschluss zum 31.12.2019

- Konzernabschluss 2019 -

(R.C.S. Nr. B 163670)

(2b, rue Albert Borschette, L-1246 Luxemburg)

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019

1. Geschäftstätigkeit und Geschäftsbereiche

1.1 Überblick

Die Unternehmensgruppe Theo Müller ist ein international agierender Lebensmittelkonzern mit ca. 24.000 Mitarbeitern in 12 Ländern Europas. Die Konzernaktivitäten der Unternehmensgruppe Theo Müller untergliedern sich in die Geschäftsbereiche Molkerei, Feinkost und Dienstleistungen. Konzernmutterunternehmen ist die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., mit Sitz in Luxemburg. Die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. vereint die operativen Tätigkeiten der drei Geschäftsbereiche und fungiert als Beteiligungs- und Managementholding.

Im Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. zum 31. Dezember 2019 werden insgesamt 106 vollkonsolidierte Gesellschaften erfasst sowie 3 Gesellschaften nach der Equity-Methode bilanziert.

1.2 Geschäftsbereiche der Unternehmensgruppe

Molkerei

Im Geschäftsbereich Molkerei produziert und vertreibt die Unternehmensgruppe Theo Müller Molkereifrischprodukte als Marken- und Handelsmarkenwaren, Milch-Basisprodukte, Käse sowie für die industrielle Weiterverarbeitung bestimmte Milch- und Molkederivate. Der Vertrieb erfolgt überwiegend in Europa. Eigene Vertriebseinheiten bestehen in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Italien, Tschechien, Polen und der Slowakei. Der Geschäftsbereich verfügt über Produktionsstätten in Deutschland, Großbritannien und Tschechien.

Feinkost

Der Geschäftsbereich Feinkost umfasst die Produktion und den Vertrieb von gekühlten Salaten, Dressings und Saucen, Fertiggerichten sowie Fischdelikatessen. Darüber hinaus werden verschiedene Produkte im Auftrag von großen Lebensmittelherstellern sowie für Lebensmittelgroßhändler und Gewerbetreibende produziert. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten liegt in den Ländern Deutschland und Polen, in denen sich auch die Produktionsstätten des Geschäftsbereichs befinden.

Dienstleistungen

Der Geschäftsbereich Dienstleistungen beinhaltet neben Gesellschaften für die im Wesentlichen eigengenutzte Fruchtzubereitung und Verpackungsherstellung auch konzerneigene Logistikgesellschaften für die Erbringung von Transport- und Logistikdienstleistungen innerhalb und außerhalb der Unternehmensgruppe. Hierbei kommt der englischen CULINA Gruppe eine besondere Bedeutung zu, da sie im Bereich der Food-Logistik eines der führenden Unternehmen in Großbritannien und Irland ist und einen hohen Umsatzanteil im Geschäft mit Drittkunden erzielt.

Hinzu kommen Servicegesellschaften für die Erbringung konzerninterner Dienstleistungen aus den Bereichen Media und Marketing, des strategischen Einkaufs, der Finanzierung, Corporate Finance und Private Equity sowie ein Werkstattbetrieb für die Wartung und Reparatur von Nutzfahrzeugen. Die Gesellschaften des Geschäftsbereichs Dienstleistungen haben ihren Sitz in Luxemburg, Deutschland, Großbritannien, Belgien, Ungarn, Polen und der Schweiz.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die Unternehmensgruppe Theo Müller betreibt für den Geschäftsbereich Molkerei ein zentrales Forschungs- und Entwicklungszentrum im Technikum Freising, Freising / Deutschland. Daneben werden Forschungs- und Entwicklungsleistungen in diversen Tochtergesellschaften erbracht. Im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stehen insbesondere Produkt- und Verfahrensinnovationen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fielen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von T€ 16.767 (Vorjahr: T€ 17.566) an.

2. Markt- und Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr schwächte sich das Weltwirtschaftswachstum nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) von +3,6 % im Vorjahr auf +2,9 % ab. Insbesondere geo- und wirtschaftspolitische Faktoren, wie der unverändert andauernde Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die Diskussionen um den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit), wirkten sich belastend auf das Wirtschaftswachstum aus. Die expansive Geldpolitik der globalen Notenbanken war das beherrschende Thema an den Kapitalmärkten. Entgegen den Erwartungen des Vorjahres hat die US-Notenbank im Jahr 2019 einen zunehmend akkommodierenden Kurs eingeschlagen, der sich sehr positiv auf die Kapitalmärkte auswirkte.

In den Schwellenländern verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum ebenfalls von +4,5 % in 2018 auf +3,7 % in 2019. Insbesondere die beiden großen Schwellenländer, China mit einem Wachstum von +6,1 % und Indien mit einem Wachstum von +4,8 %, verzeichneten schwächere Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr.

Mit einem Jahr Verzögerung hat der wirtschaftliche Abschwung im Jahr 2019 auch die USA erreicht. Während sich die Wirkung der in 2018 beschlossenen Steuerreform abschwächte, wurden die Kosten des Handelskonflikts zunehmend sichtbarer. Im Vergleich zu anderen entwickelten Volkswirtschaften hat sich die US-Konjunktur mit einem Wachstum von +2,3 % jedoch sehr stabil entwickelt.

In den für die Unternehmensgruppe Theo Müller relevanten Märkten trübte sich das Wirtschaftswachstum ebenfalls ein. Das Wachstum in der europäischen Wirtschaftszone schwächte sich mit einem Zuwachs von nur noch +1,2 % im Vergleich zum Vorjahr weiter ab. Der von der Unsicherheit über die Zukunft des Welthandels getriebene Abschwung, hat sich in der Eurozone vor allem in den exportorientierten Ländern niedergeschlagen.

In Deutschland hat sich die Konjunktur im Jahr 2019 deutlich verlangsamt. Die deutsche Konjunktur hat sich mit einem Wachstum von +0,6 % in 2019 dabei deutlich stärker abgekühlt, als die Konjunktur in der europäischen Wirtschaftszone insgesamt. Nach einem langjährigen Aufschwung durchlief die deutsche Wirtschaft eine Schwächephase. Ausschlaggebend waren der globale Abschwung der Industriekonjunktur zusammen mit einem rückläufigen Welthandel. Weltweit gestiegene politische Unsicherheiten, internationale Handelskonflikte, Unsicherheit über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie das tiefere Weltwirtschaftswachstum wirkten sich in 2019 auch in Deutschland negativ aus und setzten der exportorientierten deutschen Industrie besonders hart zu.

Die wichtigsten Wirtschaftsindikatoren haben sich gemäß dem Jahreswirtschaftsbericht der deutschen Bundesregierung wie folgt entwickelt:

Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (preisbereinigt) um +0,6 %

Leichter Rückgang der Arbeitslosenquote auf 5,0 %

Anstieg des privaten Verbrauchs (preisbereinigt) um 1,6 %

Die britische Wirtschaft verzeichnete mit +1,4 % ein Wachstum das leicht über dem Vorjahresniveau von +1,3 % lag. Dabei hatte es die britische Wirtschaft vornehmlich den Konsumenten zu verdanken, dass sich die Wirtschaft nicht weiter abkühlte und den fortwährenden Irritationen über den Ausstieg aus der europäischen Union weitgehend trotzen konnte. Das Wachstum des privaten Konsums schwächte sich trotz eines steigenden Reallohnwachstums aber erneut ab und belief sich auf +1,3 %. Im Vorjahr wurde noch ein Wachstum von +1,6 % erreicht. Während die steigenden Reallöhne für einen positiven Impuls sorgten, wirkte sich ein gedämpftes Verbrauchervertrauen schwächend auf das Wachstum aus. Die Bank of England geht davon aus, dass die Unsicherheit eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union die Nachfrage nach Konsumgütern, und hierbei insbesondere nach den "nicht lebensnotwendigen" Konsumgütern, belastet hat. Die Inflationsrate ist im Jahr 2019 auf +1,8 % gesunken (Vorjahr: +2,5 %), was zum Teil auf die niedrigeren Ölpreise und das Auslaufen der Auswirkungen der Pfund-Abwertung im Jahr 2016 zurückzuführen war. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich weiterhin gut, wobei sich das Beschäftigungswachstum aber verlangsamt hat.

Die wichtigsten Wirtschaftsindikatoren haben sich gemäß dem Country Report 2020 der europäischen Komission im Jahr 2019 wie folgt entwickelt:

Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (preisbereinigt) um +1,8 %

Leichter Rückgang der Arbeitslosenquote auf 3,8 %

Anstieg des privaten Verbrauchs (preisbereinigt) um 1,6 %

2.2 Geschäftsbereichsbezogene Rahmenbedingungen

Molkerei

Das weltweite Milchaufkommen ist in den wichtigsten Exportländern im Jahr 2019 um lediglich +0,3 Mio. Tonnen gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Es betrug ca. 427 Mio. Tonnen. In keinem der wichtigsten Exportländer hat eine nennenswerte Zunahme stattgefunden. Während das Milchaufkommen in Europa (+0,5 %) sowie den USA (+0,3 %) marginal anstieg, waren in Australien (-6,6 %), Neuseeland (-0,7 %), Argentinien (-1,7 %), Chile (-1,3 %) und Uruguay (-4,2 %) zum Teil deutliche Rückgänge zu verzeichnen.

In Europa (EU-28) hat sich das Milchaufkommen gegenüber dem Vorjahr um +0,5 % erhöht und betrug 158 Mio. Tonnen. Dies entspricht einem mengenmäßigen Zuwachs der Milchmenge von +0,8 Mio. Tonnen. Somit war die Steigerung, verglichen mit dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre, schwächer ausgeprägt. Die größte Zunahme um +0,4 Mio. Tonnen (+5,3 %) entfällt auf Irland. Dies entspricht der Hälfte der Steigerung in der EU. Weitere Steigerungen waren im Vereinigten Königreich mit +0,2 Mio. Tonnen (+1,6 %) und Polen mit +0,2 Mio. Tonnen (+2,0 %) zu verzeichnen, während in den übrigen Ländern die Zuwächse vergleichsweise unbedeutend waren. Die stärkste Mengenreduktion hat in den Niederlanden um -0,1 Mio. Tonnen (-0,7 %) stattgefunden. Weitere Abnahmen fanden in Schweden mit -0,06 Mio. Tonnen (-2,1 %), Deutschland mit -0,05 Mio. Tonnen (-0,1 %), Frankreich mit -0,04 Mio. Tonnen (-0,2 %) und Italien mit -0,05 Mio. Tonnen (-0,4 %) statt.

Aufgrund günstiger Witterungsbedingungen erhöhte sich die Milchanlieferungsmenge im Vereinigten Königsreich im Jahr 2019 um 0,2 Mio. Tonnen auf 15,4 Mio. Tonnen. gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem Anstieg von +1,6 %.

In fast allen Kategorien hat die Produktion an Milchprodukten in Europa (EU-28) zugenommen. Einzige Ausnahme stellt die Herstellung von Konsummilch dar, bei der ein Produktionsrückgang von - 3,3 % zu verzeichnen war. Einen neuen Höchststand hat die produzierte Menge von Butter mit einer Zunahme um 58.000 Tonnen (+2,7 %) erreicht. Daneben wurde der zusätzliche Rohstoff vorrangig zu Sahne (+3,5 %), Käse (+0,3 %) und Frischprodukten (+0,2 %) verarbeitet. Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Produktion von Vollmilchpulver wie auch bei Magermilchpulver nahezu unverändert.

Der gewichtete durchschnittliche Milchauszahlungspreis in der EU-28 betrug im Dezember 2019 35,4 ct/kg und lag damit nahezu unverändert um -0,1 ct/kg unter dem Vorjahreswert.

Die Milcherzeugerpreise in Deutschland entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr heterogen und schwankten mit Höchststand im Januar von 33,8 ct/kg auf 33,3 ct/kg im Dezember. Der gewichtete durchschnittliche Milchauszahlungspreis für Rohmilch (bei standardisierten Inhaltsstoffen von 4,0 % Fett / 3,4 % Eiweiß) betrug in Deutschland ca. 33,7 ct/kg und lag somit um -1,9 % unter dem Vorjahreswert (34,4 ct/kg).

Im Vereinigten Königreich fiel der durchschnittliche Milchpreis in 2019 bei standardisierten Inhaltsstoffen (Fett 4,0 %, 3,3 % Eiweiß) gegenüber dem Vorjahr um -1,5 % und betrug 28,9 ppl (pence per liter).

In Tschechien war eine Abnahme des Milchpreises um -1,5 % von 8,9 CZK/Liter im Januar auf 8,8 CZK/Liter im Dezember 2019 zu verzeichnen.

Feinkost

Die Umsätze im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) mit sogenannten packaged goods sind im Vergleich zum Vorjahr um +1,7 % gestiegen, womit das Umsatzwachstum leicht über dem Vorjahreswert von +1,2 % lag. Infolge der sehr guten Beschäftigungssituation stiegen die Reallöhne im Jahr 2019 erneut an, so dass sich die wirtschaftliche Situation der Haushalte weiter verbesserte. Zudem achteten die Verbraucher beim Einkauf verstärkt auf die Qualität der Waren. Damit hat der Preis als alleiniges Entscheidungsmerkmal für die Verbraucher erneut an Bedeutung verloren. Infolge der guten wirtschaftlichen Situation vieler Haushalte hat auch der Außer-Haus-Konsum wieder deutlich zugelegt, was sich laut Schätzungen der GfK in einem Anstieg von knapp 5 % im Jahr 2019 widerspiegelt und sich damit dämpfend auf die Mengennachfrage im Handel auswirkt. 1 Insgesamt ist die vom Handel verkaufte Menge in 2019 gegenüber dem Vorjahr auch um -0,5 % leicht gesunken.

Die Umsatzsteigerung im LEH resultiert daher, wie auch schon in den Vorjahren, allein aus der Steigerung bezahlter Preise (+1,7 %, Vorjahr: +2,7 %). Hiervon stammen 2,0 % aus dem sogenannten Trading-up, also dem Umstieg auf höherwertige Produkte und einem damit verbundenen höheren Preis. Von Bedeutung ist bei dieser Entwicklung zum Beispiel die steigende Nachfrage nach Bio-Produkten, aber auch das Interesse der Verbraucher an neuen und oftmals innovativen Produkten von Start-ups, die Haushalte zu einem Sortimentswechsel animierten.

Allerdings gibt es eine erneute Verschiebung: +0,3 % des Trading-up's (Vorjahr: +1,0 %) resultiert aus Sortimentswechseln, also dem Kauf von neu eingeführten Produkten, die teurer sind als bereits bestehende, vergleichbare Produkte und +1,7 % (Vorjahr: +0,6 %) resultieren aus dem bewussten Umstieg auf qualitativ höherwertige Produkte. Wäre die Teuerungsrate im Handel im Jahr 2019 mit -0,3 % (Vorjahr: +1,2 %) nicht negativ gewesen, wäre die Umsatzsteigerung insgesamt sogar noch etwas höher ausgefallen. So ist der Anstieg der bezahlten Preisen aber vollständig auf das Einkaufsverhalten der Shopper zurückzuführen. 1 Die einzelnen Produktsegmente im Geschäftsbereich Feinkost entwickelten sich bei der Betrachtung des Gesamtmarktes im Jahresverlauf deutlich schwächer. Das Segment der Feinkostsalate, das sich nach Beilagen- und Auf's Brot Salaten unterteilen lässt, ist im Jahr 2019 nach Umsatz insgesamt um -3,0 % gesunken. Von diesem Rückgang war die größte Kategorie der Auf's Brot Salate, die ca. 64 % des Umsatzvolumens auf sich vereint, sowie die Kategorie der Beilagensalate nahezu gleichermaßen betroffen. Während sich das Segment der Fischspezialitäten stabil zeigte und mit +0,1 % annähernd auf dem Niveau des Vorjahres lag, musste das nach Umsatz kleinste Segment der Fischmarinaden ebenfalls einen Umsatzrückgang von -6,3 % hinnehmen. Im Segment der Fischspezialitäten entwickelte sich insbesondere der Nordsee Backfisch sehr positiv und konnte einen deutlichen Umsatzzuwachs erzielen.

Der Gesamtmarkt für das Segment Saucen & Dressings hat sich im Jahr 2019 erneut leicht positiv entwickelt und konnte eine Umsatzsteigerung von +1 % verzeichnen. Grillsaucen haben sich im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr mit -3,0 % schwächer entwickelt. Auch flüssige Salatsaucen mussten mit -2,0 % leichte Umsatzeinbußen hinnehmen. Gewinner in 2019 waren Ketchups mit einem Zuwachs von +3 % und vor allem Mayonnaisen mit einem Anstieg von +5 %.

Am Beschaffungsmarkt konnte insgesamt eine Materialkostensenkung von -1,3 % gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. In den einzelnen Warengruppen zeigte sich die Entwicklung jedoch sehr heterogen.

Basierend auf einer im Geschäftsjahr 2018 eingeführten Sourcingstrategie für den Einkauf von Rapsöl konnten in einem sehr dynamischen Markt auch im Jahr 2019 signifikante Einsparungen im Vergleich zum Vorjahr realisiert werden.

Verbesserungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr auch bei der Beschaffung von Heringen erreicht werden. Während die Fangquoten für den Hering für die Nord- und Ostsee deutlich reduziert wurden, haben sich die Quoten für die norwegische See leicht erhöht. Bei einer gleichzeitig deutlich gestiegenen Nachfrage aus der Fischöl- und Fischmehlindustrie, konnten die Preise im Geschäftsjahr 2019 gesenkt werden, da die Entwicklungen bei der Beschaffung frühzeitig antizipiert und bei den Einkaufsentscheidungen in den Vorperioden berücksichtigt wurden.

Nach der Fipronil-Krise in den Jahren 2017 und 2018 sind die Einstandspreise bei Eiprodukten bis Mitte des Jahres 2018 deutlich gestiegen. Die Beruhigung des Marktes setzte in der zweiten Jahreshälfte 2018 ein und hat sich im Geschäftsjahr 2019 weiter fortgesetzt. Verglichen mit dem Vorjahr ließen sich bei den Eiprodukten Einsparungen von insgesamt -7,9 % realisieren, obwohl das Preisniveau insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2018 noch außerordentlich hoch war. Trotz dieser Kostenreduktion lagen die Kosten für Eiprodukte aber auch im Jahr 2019 immer noch über dem Preisniveau, das vor der Fipronil-Krise herrschte.

Die positiven Auswirkungen des Wegfalls der Zuckermarktordnung führten auch in 2019 zu deutlich geringeren Kosten (ca. -12 %). Die Kosten für Früchte konnten durch eine gute Apfelernte und einen historischen Tiefpreis bei den Johannisbeeren um rd. 20 % gesenkt werden.

Gegenläufige Effekte lassen sich insbesondere im Bereich der Gemüse (+10,4 %), der Fleischrohstoffe (+5,5 %) sowie des Alaska Pollacks (+17,8 %) feststellen. Die Mehrkosten beim Gemüse sind mit der Dürre in 2018 / 2019, den damit verbundenen Ernteausfällen und gleichzeitig schlechten Qualitäten begründet. Insbesondere die Marktpreise für Zwiebeln und Weißkohl hatten sich in den unerwartet hohen Nachfragemonaten im Sommer 2019 stark verteuert.

Fleischpreise sind durch den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in China massiv angestiegen. China ist der weltweit größte Produzent und Nachfrager von Schweinefleisch. Durch ASP musste das Land einen Großteil der eigenen Bestände an Schweinen keulen und die inländische Nachfrage nach Schweinefleisch durch Importe, die überwiegend aus Europa stammten, decken. Dieser Nachfragesog hat in der Folge zu stark steigenden Marktpreisen für Schweinefleisch in Europa geführt.

Die weltweite Nachfrage nach Alaska Pollack überstieg auch in 2019 das vorhandene Angebot. Eine hohe Nachfrage bestand in den USA, wo die Spezies offiziell in das "School Lunch Program" aufgenommen wurde, sowie in China, wodurch insgesamt die Preise für Alaska Pollack gestiegen sind.

1 GfK-Nürnberg e.V., GfK Consumer Index 12/2019, Internetadresse: URL: http://www.gfk-verein.org

Dienstleistungen

Der englische Logistikmarkt ist nach Deutschland und Frankreich der drittgrößte in Europa. Die Wirtschaft im Vereinigten Königreich war im Jahr 2019 durch ein stabiles Wirtschaftswachstum geprägt und lag mit einem Zuwachs von +1,4 % auf dem Niveau des Vorjahres von +1,3 %. Die Wirtschaft entwickelte sich damit stärker als die deutsche Wirtschaft und die Wirtschaft im Euroraum insgesamt.

Der britische Lebensmitteleinzelhandel befindet sich unverändert in einer Umbruchphase, die dadurch gekennzeichnet ist, dass traditionelle Lebensmitteleinzelhändler weiterhin Marktanteile verlieren und Discounter ihre Marktposition konstant ausbauen. Durch die hohe Wettbewerbsintensität, sowohl im britischen Lebensmitteleinzelhandel als auch im Logistikmarkt, sind die Anbieter von Logistikdienstleistungen daher einem unverändert hohen Kostendruck ausgesetzt, der zudem immer stärker die Liquidität der Unternehmen belastet. Zudem haben Konzentrationen und Übernahmen am Logistikmarkt in der Vergangenheit die Wettbewerbssituation in Großbritannien verschärft und den wirtschaftlichen Druck auf die Unternehmen permanent erhöht.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die langfristigen Vermögenswerte in Höhe von T€ 2.838.142 (Vorjahr: T€ 2.354.665) setzen sich im Wesentlichen aus immateriellen Vermögenswerten in Höhe von T€ 580.915 (Vorjahr: T€ 587.050) und Sachanlagen in Höhe von T€ 1.688.124 (Vorjahr: T€ 1.560.917) zusammen.

Während sich die immateriellen Vermögenswerte um T€ -6.135 gegenüber dem Vorjahr reduzierten, stiegen die Sachanlagen um T€ +127.207 an. Die Veränderung der immateriellen Vermögenswerten, ist im Wesentlichen auf die außerplanmäßige Abschreibung eines Markenrechtes im Geschäftsbereich Molkerei zurückzuführen.

Der Anstieg der Sachanlagen resultiert aus hohen, im Vergleich zum Vorjahr allerdings leicht gesunkenen Investitionen des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von T€ 338.384 (Vorjahr: T€ 378.058). Hiervon entfallen allein T€ 148.447 auf technische Anlagen und Maschinen und T€ 128.028 auf Anlagen im Bau. Die Abschreibungen auf Sachanlagen belaufen sich insgesamt auf T€ 235.607 (Vorjahr: T€ 185.491), von denen T€ 58.351 auf außerplanmäßige Abschreibungen entfallen. Diese betreffen im Wesentlichen den Geschäftsbereich Molkerei und stehen zu einem großen Teil im Zusammenhang mit der Schließung eines Produktionsstandortes für Frischmilch im englischen Foston / Derbyshire.

Die Aktivierung von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 führte zu einer Erhöhung der langfristigen Vermögenswerte von T€ 237.157 (Vorjahr: T€ 0).

Eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie wird unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um eine Mischimmobilie mit Gewerbe- und Wohnflächen in Dresden / Deutschland. Der Buchwert beträgt zum Bilanzstichtag T€ 22.880 (Vorjahr: T€ 23.346).

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 131 auf T€ 671 nur geringfügig erhöht. Der Anstieg ist nahezu vollständig auf eine Kapitalmaßnahme bei einem Beteiligungsunternehmen zurückzuführen.

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte betragen zum Bilanzstichtag T€ 143.288 (Vorjahr: T€ 109.743) und erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ +33.545. Neben Beteiligungen in Höhe von T€ 4.193 (Vorjahr: T€ 2.707) beinhalten die langfristigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von T€ 79.933 (Vorjahr: T€ 70.496), sonstige Ausleihungen in Höhe von T€ 32.656 (Vorjahr: T€ 19.550) und Derivate in Höhe von T€ 25.203 (Vorjahr: T€ 15.629).

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um T€ +13.179 an und erhöhten sich auf insgesamt T€ 1.348.731. Der Anstieg im Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ +33.722), die das erhöhte Geschäftsvolumen der Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr widerspiegeln, sowie aus einer Erhöhung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte (T€ +7.624). Gegenläufig entwickelten sich hingegen die sonstigen Forderungen (T€ -20.484) aufgrund gesunkener Steuerforderungen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die sich im Geschäftsjahr um T€ -9.811 reduzierten.

Das Konzerneigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreswert um T€ +114.001 auf T€ 2.154.617. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Konzernjahresüberschuss von T€ 92.000, den im Eigenkapital erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen von T€ 37.960 sowie den Entnahmen der Gesellschafter von T€ -13.319.

Die dem Gesellschafter zustehende erfolgsabhängige Vergütung aus den CPECs (yield) belief sich im Geschäftsjahr auf T€ 87.457 und wurde durch Ausgabe neuer CPECs beglichen. Die CPECs erhöhten sich dadurch insgesamt von T€ 2.797.649 auf T€ 2.885.106. Bei einer gleichzeitig um T€ +491.437 gestiegenen Bilanzsumme von T€ 4.189.911 (Vorjahr: T€ 3.698.474) reduzierte sich die hohe Eigenkapitalquote um -3,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreswert und betrug zum Bilanzstichtag 51,4 % (Vorjahr: 55,2 %).

Die langfristigen Schulden erhöhten sich um T€ +283.369 gegenüber dem Vorjahr und beliefen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf T€ 839.725 (Vorjahr: T€ 556.356). Der Anstieg ist mit T€ +244.595 im Wesentlichen auf die erstmalige Bilanzierung der Leasing-Verbindlichkeiten nach IFRS 16 zurückzuführen.

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um T€ +94.067. Deutlichen Rückgängen bei den sonstigen Verbindlichkeiten (T€ -18.204) sowie den sonstigen finanziellen Schulden (T€ -5.153) standen wesentliche Anstiege der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ +45.458), der Finanzverbindlichkeiten (T€ +33.506) und der Leasing-Verbindlichkeiten (T€ +27.639) gegenüber. Während der Anstieg der Leasing-Verbindlichkeiten aus der Umsetzung von IFRS 16 resultiert, ist der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten im Wesentlichen auf die Inanspruchnahme von kurzfristigen Kreditlinien zurückzuführen.

Finanzlage

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (vgl. Tz. [27]) betrugen in der Unternehmensgruppe Theo Müller T€ -99.547 (Vorjahr: T€ -19.091) und verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ -80.456. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit erhöhte sich um T€ 163.310 und lag bei T€ 357.932 (Vorjahr: T€ 194.622).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr deutlich zunehmend und lag mit T€ -361.180 um T€ -182.777 über dem Vorjahreswert in Höhe von T€ -178.403.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ -125.634 (Vorjahr: Mittelzufluss in Höhe von T€ 36.986) hat sich im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um T€ -162.620 verändert.

Ertragslage

Der Gesamtumsatz der Unternehmensgruppe Theo Müller beträgt im Geschäftsjahr 2019 T€ 5.702.444 und hat sich damit um +1,9 % gegenüber dem Vorjahreswert leicht erhöht (Vorjahr: T€ 5.595.531). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Geschäftsbereich Dienstleistungen zurückzuführen, zu dem das Logistikgeschäft der englischen CULINA Gruppe gehört. Neben einem starken organischen Wachstum der englischen Tochtergesellschaften, wirkten sich auch die im Geschäftsjahr 2018 akquirierten Gesellschaften positiv auf die Umsatzerlöse aus, da diese Gesellschaften erstmalig für das gesamte Kalenderjahr in den Umsatzerlösen erfasst sind. Positiv entwickelte sich auch der Geschäftsbereich Molkerei, wenngleich ein reduziertes Absatzvolumen im englischen Marken- und Frischmilchgeschäft zu verzeichnen war. Der Geschäftsbereich Feinkost verzeichnete, nach einem moderaten Umsatzanstieg im Vorjahr, einen leichten Umsatzrückgang im aktuellen Geschäftsjahr. Während insbesondere die Umsatzerlöse am polnischen Markt erneut deutlich gesteigert werden konnten, verlief die Entwicklung in Deutschland gegenläufig. Bei einer rückläufigen Entwicklung des Gesamtmarktes verzeichnete der Geschäftsbereich Feinkost leichte Umsatzeinbußen.

Der Rohertrag des Konzerns entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr positiv. Infolge der leicht erhöhten Umsatzerlöse und nahezu unveränderten Materialaufwendungen von T€ 3.497.716 (Vorjahr: T€ 3.501.931), verbesserte sich die Materialaufwandsquote auf 61,3 % (Vorjahr: 62,6 %). Zusätzlich führten die deutlich gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge zu einem Anstieg des Rohertrags auf insgesamt T€ 2.441.559 (Vorjahr: T€ 2.295.729). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ +29.514 ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Erträge aus der Fremdwährungsbewertung von T€ +79.253 im Geschäftsjahr 2019 und den Wegfall einmaliger, das Vorjahr betreffende Sondereffekte des Geschäftsbereiches Feinkost in Höhe von T€ 66.635, zurückzuführen.

Der Personalaufwand stieg um T€ 73.574 auf insgesamt T€ -1.128.392 (Vorjahr: T€ -1.054.818), was trotz leicht gestiegener Umsatzerlöse zu einer höheren Personalaufwandsquote von 19,8 % (Vorjahr: 18,9 %) führte. Insbesondere die Personalaufwendungen im Geschäftsbereich Dienstleistungen haben sich durch die Ausweitung des Logistikgeschäftes in England, infolge der erstmalig für das Gesamtjahr berücksichtigten Personalaufwendungen der im Vorjahr akquirierten Gesellschaften und des erzielten organischen Wachstums, deutlich erhöht.

Die Abschreibungen haben sich im laufenden Geschäftsjahr erwartungsgemäß erhöht und stiegen um T€ 133.312 auf insgesamt T€ -338.125 (Vorjahr: T€ -204.813). Der Grund hierfür liegt in der Abschreibung der Nutzungsrechte in Höhe von T€ -61.598, die seit dem 1. Januar 2019 mit erstmaliger Anwendung des IFRS 16 bilanziert werden. Darüber hinaus haben sich die außerplanmäßigen Abschreibungen um T€ 54.562 gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ -930.808 (Vorjahr: T€ -900.336) stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr an und erhöhten sich um T€ 30.472 gegenüber dem Vorjahreswert. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Fremdwährungsbewertung in Höhe von T€ 74.358 zurückzuführen. Im Gegensatz dazu haben sich die Mietaufwendungen um T€ -66.567 aufgrund der Anwendung des IFRS 16 reduziert.

Trotz eines verbesserten Rohertrags, hat sich das Betriebsergebnis (EBIT) des Geschäftsjahres aufgrund gestiegener Aufwendungen und einmaliger Sondereinflüsse sehr deutlich gegenüber dem Vorjahr verringert. Es betrug zum Ende des Geschäftsjahres T€ 44.234 (Vorjahr: T€ 135.762), was einem Rückgang von T€ -91.528 entspricht.

Das positive Finanzergebnis in Höhe von T€ 20.392 (Vorjahr: T€ -5.262) verbesserte sich um T€ +25.654 gegenüber dem Vorjahr. Während sich das Zinsergebnis in Höhe von T€ -18.655 gegenüber dem Vorjahreswert (Vorjahr: T€ -15.245) im Wesentlichen aufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 um T€ -3.410 verschlechterte, verbesserte sich das übrige Finanzergebnis um T€ +29.249 deutlich und lag zum Bilanzstichtag bei T€ 39.066 (Vorjahr: T€ 9.817). Der hohe Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von T€ +53.070 und Kursverlusten aus Sicherungsgeschäften in Höhe von T€ -25.956.

Nach Berücksichtigung von Steuern verbleibt für das Geschäftsjahr 2019 ein Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen von T€ 92.000, das zugleich dem Konzernjahresüberschuss entspricht. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert entspricht dies einem Rückgang von -6,3 %. Für das Geschäftsjahr 2018 belief sich das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen auf T€ 98.180.

Das im Geschäftsjahr 2018 erzielte Ergebnis aus dem verkauften Geschäftsbereich Filialgeschäft belief sich auf T€ 104.556 und beinhaltete neben den zusammengefassten Aufwendungen und Erträgen der NORDSEE Gruppe, die vom Beginn des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung am 3. Dezember 2018 entstanden sind, auch den aus der Veräußerung resultierenden Gewinn. Der Konzernjahresüberschuss des Vorjahres, der das Ergebnis aus dem verkauften Geschäftsbereich beinhaltete, lag daher bei T€ 202.736.

4. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

In der Unternehmensgruppe Theo Müller existiert ein Chancen- und Risikomanagementsystem.

Auf der Basis von definierten Standards werden systematisch Risiken und Chancen in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen. Da Chancen und Risiken grundsätzlich die zwei Seiten unternehmerischen Handelns darstellen, ergeben sich die Chancen generell aus der komplementären Sicht der operativen und funktionalen Risikostruktur in allen Risikofeldern. So lassen sich potenzielle Gefahren frühzeitig minimieren und Chancen zielgerichtet und erfolgreich nutzen.

Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil sämtlicher Planungs-, Controlling- und Reportingstrukturen.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft beschäftigt sich regelmäßig mit Themen des Risikomanagements.

5. Risikobericht

Im Folgenden werden die wesentlichen Risikofelder und Einzelrisiken erläutert.

Beschaffungs- und Absatzmarkt

Als Kernrisikofelder sind der Beschaffungs- und der Absatzmarkt zu nennen. Auf dem Beschaffungsmarkt sind alle Konzerngesellschaften unter Führung des international operierenden zentralen Einkaufsmanagements der Unternehmensgruppe Theo Müller in die proaktive Steuerung des Lieferantenportfolios eingebunden. Dadurch kann die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten reduziert und die Verfügbarkeit benötigter Güter und Dienstleistungen jederzeit sichergestellt werden.

Milchlieferverträge mit Landwirten decken einen wesentlichen Teil des Einkaufsbedarfes ab. Der Pflege und Ausweitung der Milchlieferantenbeziehungen kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Auch unterliegen Milchlieferungen einer strengen Qualitätskontrolle. Die Basis für ein erfolgreiches Risikomanagement liefert ein umfassendes Einkaufsinformationssystem, das die permanente Transparenz über das Einkaufsvolumen sicherstellt. In interdisziplinären Teams wird zudem intensiv an alternativen Rezepturen und Verpackungen gearbeitet, um auf unvorhersehbare Schwankungen bei Rohstoffpreisen reagieren zu können. Mit innovativen Lösungen und durch kreative Ideen sieht die Unternehmensgruppe zusätzliche Chancen, auf Kundenbedürfnisse besser reagieren sowie neue Marktanteile gewinnen zu können.

Im Absatzbereich liegen unternehmerische Risiken primär in der steigenden Wettbewerbsintensität und dem wachsenden Preis- / Konditionendruck durch die Kunden. Diesen Risiken begegnet die Unternehmensgruppe im Markengeschäft durch Produktinnovationen, eine hohe Marken-, Media- und Vertriebsunterstützung sowie die fortgesetzte Pflege und Stärkung der Kundenbeziehungen. Parallel bewirkt das Geschäft mit Handelsmarken eine bessere Kapazitätsauslastung und Kostensituation. Auch führt der Ausbau der Geschäftsbereiche Käse, Basis- und Industrieprodukte zu einer optimierten Verwertung aller Milchbestandteile sowie einer gestiegenen Eigenversorgung mit Rahm, Buttermilch und Molke.

Die Lieferungen der Konzerngesellschaften an den Handel und industrielle Kunden sind bis auf wenige Ausnahmen, bei denen das Ausfallrisiko als äußerst gering eingeschätzt wird, durch Kreditversicherungen abgesichert. Die Kundenstruktur der Unternehmensgruppe Theo Müller setzt sich aus Großhandel, Verteilern, Handelsketten und Einkaufskooperationen zusammen. Für die vertriebenen Markenprodukte in Deutschland, im Vereinigten Königreich, in Polen und in Italien besteht - entgegen dem Bereich Commodities - eine gefestigte, historisch gewachsene Kundenstruktur. Unter normalen Marktbedingungen besteht bei den Forderungen somit ein Ausfallrisiko lediglich in Höhe des Eigenanteils. Das Forderungsmanagement gewährleistet aktuelle Informationen, um drohende Forderungsausfälle rechtzeitig zu erkennen und entsprechend reagieren zu können.

Investitionen

Für Investitionen besteht das Risiko, dass die getroffenen Annahmen oder Einschätzungen nicht wie geplant eintreten und es zu Fehlinvestitionen kommt, die wiederum die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe belasten. Um diesem Risiko angemessen zu begegnen, richten sich Entscheidungen über Investitionen in Sachanlagen nach festgelegten und differenzierten Zuständigkeitsregelungen und Genehmigungsprozessen, die alle relevanten Fachbereiche einbeziehen und in einer internen Richtlinie geregelt sind. Dabei werden Investitionen im Vorfeld detailliert auf Risikoaspekte hin analysiert. Projektbegleitende Prüfungen bilden die Basis für eine erfolgreiche Projektsteuerung und eine wirksame Risikoreduzierung.

Produktion

Risiken im Produktionsbereich werden durch eine hohe Mitarbeiterqualifikation, klar definierte Sicherheitsstandards, Qualitätsüberwachung und die regelmäßige Wartung der Anlagen minimiert. Nachteilige Auswirkungen möglicher Produktionsausfälle können durch eine flexible Produktionssteuerung aufgefangen und durch Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgesichert werden.

Finanzielle Risiken

Die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. hat einen zentralen Ansatz des finanziellen Risikomanagements zur Identifizierung, Messung und Steuerung von Risiken. Finanzielle Risikopositionen entstehen als Marktrisiken infolge von Zinssatz-, Preis- und Wechselkursänderungen. Die zentrale Treasury Abteilung der Unternehmensgruppe verfolgt daher genau die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, um Chancen zu identifizieren und im Sinne der gesamten Gruppe zu nutzen.

Währungsrisiken

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen Landeswährung ab. Deshalb wird das Währungsrisiko der Unternehmensgruppe hinsichtlich der operativen Tätigkeit als relativ gering eingeschätzt. Die einzelnen Konzerngesellschaften sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Diese betreffen hauptsächlich den Milcheinkauf in Polen und Tschechien, den Einkauf von Waren in Großbritannien sowie Kapitalzahlungen in USD. Zur Sicherung setzt die Unternehmensgruppe Währungsderivate ein, um diese Zahlungen bis maximal 18 Monate im Voraus zu sichern. Aufgrund dieser Sicherungsgeschäfte war die Unternehmensgruppe zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Liquiditätsrisiken

Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit stellt ein wichtiges Ziel der Unternehmensgruppe dar. Mögliche Engpässe werden in einer monatlich durchgeführten Konzernliquiditätsplanung auf Jahresbasis rechtzeitig transparent gemacht und es werden entsprechende Schritte eingeleitet. Liquiditätsbedarfe werden durch die Zusage von ausreichenden Kreditlinien abgedeckt.

Ausfallrisiken

Zur Minimierung von Ausfallrisiken werden als Kontraktpartner nur Banken ausgewählt, die in Übereinstimmung mit der Treasury-Richtlinie der Unternehmensgruppe regelmäßig in Bezug auf Bonität und Qualität der Quotierungen überprüft werden. Das Risiko, dass Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können, ist daher zu vernachlässigen.

Rechtliche Risiken

Rechtlichen Risiken wird durch entsprechende verbindliche Leitlinien, Verhaltensanweisungen und Schulungsmaßnahmen begegnet. Durch den Kontakt zur zentralen Rechtsabteilung der Unternehmensgruppe Theo Müller und durch das gesonderte Berichtssystem werden laufende Verfahren und potenzielle Risiken erfasst. Für bestimmte rechtliche Risiken wurden branchenübliche Versicherungen abgeschlossen, die als angemessen angesehen werden. Für Rechtsstreitigkeiten werden Rückstellungen gebildet, sofern es nach Einschätzung der Unternehmensgruppe wahrscheinlich ist, dass entsprechende, nicht oder nicht vollständig durch Versicherungen abgedeckte Verpflichtungen entstehen und eine adäquate Schätzung der Schadenshöhe möglich ist. Dennoch können aus Rechtsstreitigkeiten Verluste entstehen, die nicht durch den vorhandenen Versicherungsschutz oder durch Rückstellungen abgedeckt sind.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes sind keine Risiken im Zusammenhang mit der zukünftigen Entwicklung erkennbar, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden. Die Risikoanalyse zeigt, dass weder Einzelrisiken noch das aggregierte Gesamtrisiko nachhaltig die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe Theo Müller beeinträchtigen.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres

Anfang Dezember 2019 traten in Wuhan / China erste Fälle einer bis dahin unbekannten Lungenerkrankung auf, die auf den Virus Sars-CoV-2 ("Corona-Virus") zurückzuführen sind. Nachdem sich das Corona-Virus zwischenzeitlich sehr schnell über zahlreiche Länder hinweg bis nach Europa ausgebreitet hat, rief die Weltgesundheitsorganisation WHO am 11. März 2020 eine Pandemie aus. Wenige Tage später, am 17. März 2020, erklärte die luxemburgische Regierung den Notstand für das Großherzogtum Luxemburg. Mit dieser Entscheidung und den damit einhergehenden rigiden Maßnahmen und Beschränkungen, die von vielen anderen europäischen Ländern nahezu zeitgleich in ähnlicher Form umgesetzt wurden, sind derzeit weitreichende Folgen für das öffentliche und wirtschaftliche Leben in ganz Europa verbunden. Gemeinsames Ziel aller betroffenen Länder ist es, eine weitere unkontrollierbare Ausbreitung des Virus und eine Überlastung der nationalen Gesundheitssysteme zu vermeiden. Zur Abschwächung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie haben Regierungen in Europa unverzüglich begonnen, staatliche Hilfspakete in einem bislang nie dagewesenen Volumen zu verabschieden. Aufgrund der enormen Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Pandemie, ist von einem deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in allen betroffenen Ländern auszugehen, deren Höhe unmittelbar von der Dauer der einschränkenden Maßnahmen und der Wirksamkeit der staatlichen Hilfsmaßnahmen abhängt.

Die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. hat, basierend auf den nationalen und internationalen Verhaltensempfehlungen von Regierungen und Behörden, bei Ausbruch der Krise umgehend mit entsprechenden Notfallplänen reagiert, um konzernweit die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu schützen und die wirtschaftliche Handlungs- und Leistungsfähigkeit der gesamten Unternehmensgruppe sicherzustellen. Als Hersteller von Lebensmitteln ist die Unternehmensgruppe Theo Müller für ein funktionierendes Gemeinwesen systemrelevant. Daher ist die Unternehmensgruppe in ihren Kerngeschäftsfeldern keinen Beschränkungen ausgesetzt, sondern kann stattdessen eine verstärkte Nachfrage nach den hergestellten Produkten verzeichnen. Die weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen, die derzeit noch nicht absehbar sind, hängen von der künftigen Entwicklung der Corona-Pandemie und dem Zeitpunkt einer einsetzenden wirtschaftlichen Erholung ab.

Weitere signifikante Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Branchensituation haben sich zwischen dem Bilanzstichtag und der Erstellung des Konzernabschlusses der Unternehmensgruppe nicht ergeben.

7. Prognosebericht

7.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Konjunktur

7.1.1 Ausblick für die Weltwirtschaft

Im Januar 2020 rechnete der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2020 noch mit einer moderaten Belebung des Wachstums der Weltwirtschaft, basierend auf der Annahme einer höheren Wachstumsdynamik in vielen wichtigen Schwellenländern. Ebenso sollte die Wirtschaft in der Eurozone und insbesondere Deutschland ein höheres Wachstum gegenüber dem Vorjahr erzielen. Besonders Deutschland hätte von einer Stabilisierung der Weltwirtschaft profitieren sollen.

Angesichts der verheerenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, rechnet der IWF nur wenige Monate später in seiner Publikation vom 14. April 2020 nun mit der größten Rezession seit 100 Jahren.

Der IWF geht aktuell davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2020 um -3,0 % schrumpfen wird. Im Januar hatte der IWF noch ein globales Wachstum von +3,3 % vorhergesagt.

Für das darauf folgende Jahr 2021 rechnet der IWF bereits mit Nachholeffekten, die zu einer deutlichen wirtschaftlichen Erholung führen sollten. Die globale Wirtschaft soll im Jahr 2021, verglichen mit dem Jahr 2020, um +5,8 % wachsen. Der IWF weist allerdings darauf hin, dass die Prognosen von hoher Unsicherheit geprägt seien. Ob es zu einer wirtschaftlichen Erholung kommt und wann diese einsetzt, hängt im Wesentlichen davon ab, ob es gelingt die Pandemie einzudämmen.

Die Wirtschaft in der gesamten Eurozone wird nach Einschätzung des IWF im Jahr 2020 um -7,5 % im Vergleich zum Jahr 2019 schrumpfen. Damit ist die Eurozone von einer Rezession deutlich stärker getroffen, als es die USA (-6,1 %) oder die Schwellenländer (-1,0 %) sind.

In Deutschland soll die Wirtschaftsleistung nach der Prognose des IWF um -7,0 % zurückgehen und sich damit immer noch geringfügig besser als die gesamte Eurozone entwickeln. Deutlich schlechter sieht es hingegen in den Ländern der europäischen Union aus, die besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen sind. Für Italien und Spanien prognostiziert der IWF einen Rückgang von -9,1 % bzw. -8,0 %.

Für Großbritannien fällt der prognostizierte Rückgang der Wirtschaftsleistung ebenfalls etwas geringer aus. Hier rechnet der IWF mit einer Verringerung der wirtschaftlichen Leistung von -6,5 %. Für das Jahr 2021 wird ein Wirtschaftswachstum von +4,0 % erwartet.

7.1.2. Branchenausblick

Die Corona-Pandemie hat die europäischen Volkswirtschaften massiv erschüttert und das Konsumklima aktuell einbrechen lassen.

Dem Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland hat die Corona-Pandemie laut Erhebungen der GfK im Februar 2020 zunächst einen Umsatzsprung von +14 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat beschert. Verantwortlich hierfür waren insbesondere das Einkaufsverhalten der Verbraucher, die sich mit großen Mengen an Grundnahrungsmitteln und weiteren Waren der Grundversorgung bevorrateten. Dies ist eine Entwicklung, die möglicherweise noch längere Zeit andauern kann. Ebenso führte der Rückgang des Außer-Haus-Konsums, infolge der verhängten Maßnahmen und Einschränkungen, zu einer Verlagerung des Konsums in die privaten Haushalte.

Derzeit ist noch nicht absehbar, zu welchem Zeitpunkt und mit welcher Intensität eine wirtschaftliche Erholung einsetzen wird. Es zeichnet sich aber deutlich ab, dass der wirtschaftliche Einbruch zu einer zunehmenden Verunsicherung der Verbraucher führt. Eine ansteigende Arbeitslosigkeit und eine hohe Zahl von Beschäftigten in Kurzarbeit sind unmittelbar mit Einkommensverlusten verbunden und führen auch zu starken Einbußen bei der Einkommenserwartung. Diese Entwicklung führt zu einem Rückgang des privaten Konsums und, was ebenfalls bereits zu erkennen ist, zu einer Erhöhung der Sparquote. Damit werden auf den gesamten Handel schwierigere Zeiten zukommen. Der Lebensmitteleinzelhandel wird von dieser Entwicklung mittel- und langfristig genauso betroffen sein und wird sich auf die wirtschaftlich unsichere Lage der Konsumenten einstellen müssen.

Allerdings sind diese weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zum jetzigen Zeitpunkt nicht hinreichend quantifizierbar und können daher auch nicht im wirtschaftlichen Ausblick berücksichtigt werden. Hierzu muss die weitere Entwicklung und zunächst der Zeitpunkt einer einsetzenden wirtschaftlichen Erholung abgewartet werden.

7.2 Wirtschaftlicher Ausblick

Die Unternehmensgruppe Theo Müller ist aufgrund ihrer starken Marktstellung und ihrer Finanzkraft in allen bestehenden Geschäftsbereichen sehr gut positioniert. Kunden- und Verbraucherorientierung besitzen für die Unternehmensgruppe höchste Priorität und sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung in einem dynamischen Marktumfeld, mit einem sich verschärfenden Wettbewerb. In der derzeitigen Corona-Krise ist die Unternehmensgruppe Theo Müller, als Hersteller hochwertiger Lebensmittel, in ihren Kerngeschäftsfeldern zudem systemrelevant für ein funktionierendes Gemeinwesen und kann ihre Leistungsfähigkeit erfolgreich unter Beweis stellen.

Die Strategie der Unternehmensgruppe Theo Müller basiert auf drei Säulen und zielt neben einer Stärkung und Ausweitung des Kerngeschäftes auch darauf ab, neue Märkte und damit neue Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen. Die Unternehmensstrategie bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung der Unternehmensgruppe. Mit der konsequenten Umsetzung der Unternehmensstrategie in den folgenden Geschäftsjahren legt die Unternehmensgruppe Theo Müller die Basis für ein nachhaltiges und profitables Wachstum und wird den sich ständig steigenden Herausforderungen der Märkte positiv begegnen.

Da sich die Auswirkungen der derzeitigen Corona-Pandemie zum jetzigen Zeitpunkt nicht hinreichend quantifizieren lassen, wird nachfolgend auf die geplante Unternehmensentwicklung abgestellt. Hierbei finden eine Vielzahl bereits konkret definierter und auf der Unternehmensstrategie basierende Maßnahmen Berücksichtigung. Trotz der großen Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung, sowohl in Deutschland und England, als auch in allen weiteren Ländern, in denen die Unternehmensgruppe Theo Müller aktiv ist, wird es als sehr wahrscheinlich angesehen, dass sich die Corona-Pandemie nicht negativ auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Unternehmensgruppe Theo Müller auswirken wird.

Im Geschäftsbereich Molkerei geht die Unternehmensgruppe Theo Müller von einem moderaten Anstieg der Umsatzerlöse, bei einem deutlich verbesserten EBIT aus. Einen wesentlichen Beitrag an dieser Entwicklung leistet unter anderem das englische Frischmilchgeschäft, dessen Profitabilität durch die umgesetzten Maßnahmen der Vorjahre deutlich verbessert wird. Darüber hinaus war das Vorjahr durch hohe einmalige Sonderaufwendungen für die Restrukturierung des Frischmilchgeschäftes belastet, die sich im Geschäftsjahr 2020 vorraussichtlich reduzieren werden.

Im Geschäftsbereich Feinkost wird ebenfalls ein moderates Umsatzwachstum erwartet. Die Umsatzerlöse der deutschen Homann Gruppe werden sich dabei stärker entwickeln, als die der polnischen Lisner Gruppe, die in der Vergangenheit ein konstant hohes Umsatz- und Ergebniswachstum aufweisen konnte. Das EBIT für den Geschäftsbereich wird sich zudem deutlich verbessern.

Der Geschäftsbereich Dienstleistungen, der von der Entwicklung der englischen CULINA Gruppe geprägt wird, wird sich auch im Geschäftsjahr 2020 weiterhin positiv entwickeln und ein leichtes Umsatzwachstum erzielen. Das EBIT wird sich infolge der erfolgreichen Integration, der in den vergangenen Jahren akquirierten Gesellschaften und der Hebung von Synergieeffekten leicht überproportional entwickeln.

Für das Geschäftsjahr 2020 wird für den Konzern daher insgesamt eine moderate Steigerung der Umsatzerlöse bei einem deutlich gesteigerten EBIT erwartet.

In den darauf folgenden Geschäftsjahren erwartet die Unternehmensgruppe Theo Müller für den Gesamtkonzern ebenfalls einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse, bei einem deutlich erhöhten Anstieg des Betriebsergebnisses (EBIT). Mit gezielten Akquisitionen soll die Markt- und Wettbewerbsposition auch in der Zukunft weiter gestärkt und zusätzliches profitables Wachstum entsprechend der Unternehmensstrategie erzielt werden.

 

Luxemburg, 12. Mai 2020

Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.,
diese vertreten durch ihre Komplementärin, die Unternehmensgruppe Theo Müller S.à r.l.

diese wiederum vertreten durch die Geschäftsführer

Werner Stegmüller

Marcus Almeling

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019

der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

Aktiva

Anhang Tz. 31.12.2019
T€
31.12.2018
T€
A. Langfristige Vermögenswerte 2.838.142 2.354.665
1. Immaterielle Vermögenswerte 1 580.915 587.050
2. Sachanlagen 3 1.688.124 1.560.917
3. Nutzungsrechte 29 237.157 0
4. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4 22.880 23.346
5. At Equity bilanzierte Beteiligungen 5 671 540
6. Finanzielle Vermögenswerte 6 (30) 143.288 109.743
7. Leasing-Forderungen 29 1.292 0
8. Sonstige Vermögenswerte 7 4.007 2.044
9. Latente Steueransprüche 26 159.808 71.025
B. Kurzfristige Vermögenswerte 1.348.731 1.335.552
1. Vorräte 8 302.667 302.009
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9 (30) (31) 819.027 785.305
3. Forderungen gegen at Equity bilanzierte Unternehmen (30) (31) 206 295
4. Sonstige finanzielle Vermögenswerte 10 (30) 25.896 18.272
5. Laufende Ertragsteueransprüche 11.582 9.069
6. Sonstige Forderungen 11 (30) 62.671 83.155
7. Sonstige Vermögenswerte 12 (30) 29.820 30.774
8. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 27 (30) 96.862 106.673
C. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 13 3.038 8.257
Gesamtvermögen 4.189.911 3.698.474

Passiva

Anhang Tz. 31.12.2019
T€
31.12.2018
T€
A. Eigenkapital 14 2.154.617 2.040.616
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
I. Kapitalanteile 1.201 1.201
II. Kapitalrücklage 30.284 19.504
III. Gewinnrücklage 2.074.809 1.978.551
Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens 2.106.294 1.999.256
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 48.323 41.360
B. Langfristige Schulden 839.725 556.356
1. Rückstellungen für Pensionen 15 68.581 55.263
2. Sonstige Rückstellungen 16 16.119 8.242
3. Finanzverbindlichkeiten 17 (30) 416.385 407.067
4. Leasing-Verbindlichkeiten 29 (30) 246.571 1.976
5. Sonstige finanzielle Schulden 17 (30) 422 870
6. Latente Steuerverbindlichkeiten 26 91.647 82.938
C. Kurzfristige Schulden 1.195.569 1.101.502
1. Sonstige Rückstellungen 16 47.625 44.596
2. Finanzverbindlichkeiten 17 (30) 269.103 235.597
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30 451.146 405.688
4. Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 19 16.525 8.733
5. Leasing-Verbindlichkeiten 29 (30) 30.508 2.869
6. Sonstige finanzielle Schulden 17 (30) 1.854 7.007
7. Sonstige Verbindlichkeiten 18 (30) 378.808 397.012
Schulden gesamt 2.035.294 1.657.858
Gesamtkapital 4.189.911 3.698.474

Der Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernjahresabschlusses

Der Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernjahresabschlusses

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

Anhang Tz. 2019
T€
2018
T€
1. Umsatzerlöse 20 5.702.444 5.595.531
2. Erhöhung / Minderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.259 -929
3. Sonstige betriebliche Erträge 21 232.572 203.058
Gesamtleistung 5.939.275 5.797.660
4. Materialaufwand 22 -3.497.716 -3.501.931
Rohertrag 2.441.559 2.295.729
5. Personalaufwand 23 -1.128.392 -1.054.818
6. Abschreibungen 1 (3) -338.125 -204.813
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 24 -930.808 -900.336
Gesamte betriebliche Aufwendungen -5.895.041 -5.661.898
Betriebsergebnis (EBIT) 44.234 135.762
8. Zinserträge 30 1.904 947
9. Zinsaufwendungen 30 -20.559 -16.192
10. Übriges Finanzergebnis 25 (30) 39.066 9.817
11. Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 5 -19 166
Finanzergebnis 20.392 -5.262
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26 27.374 -32.320
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 92.000 98.180
13. Ergebnis aus verkauftem Geschäftsbereich -- 104.556
Konzernjahresüberschuss 14 92.000 202.736
Konzernjahresüberschuss der Periode, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist 14 91.117 194.869
nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist 14 883 7.867

Der Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernjahresabschlusses

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

Anhang Tz. 2019
T€
2018
T€
Konzernjahresüberschuss 92.000 202.736
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
Posten, die (in Folgeperioden) in die GuV umgegliedert werden können (recycling)
Änderung aus Fremdwährungsumrechnung (14) 38.165 -5.290
Anteil at Equity bilanzierter Unternehmen am other comprehensive income (14) -205 0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Beträge (14) 0 0
Posten, die nicht in die GuV umgegliedert werden können (non recycling
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-) aus leistungsorientierten Pensionsplänen (15) -13.129 -2.837
Latente Steuern auf erfolgsneutral (direkt im Eigenkapital) erfasste Beträge (14) 4.621 1.929
= Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (other comprehensive income) nach Ertragsteuern (14) 29.452 -6.198
= Konzerngesamtergebnis (total comprehensive income) 121.452 196.538
Konzerngesamtergebnis, das den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist 17 7.766
Konzerngesamtergebnis, das den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist 121.435 188.772
davon dem fortzuführenden Geschäftsbereich zuzurechnen 121.435 85.717
davon dem verkauftem Geschäftsbereich zuzurechnen -- 103.055

Der Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernjahresabschlusses

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

Anhang Tz. 31.12.2019
T€
31.12.2018
T€
1. Betriebsergebnis (EBIT) 44.234 135.762
2. Erhaltene Zinsen 30 1.365 743
3. Gezahlte Zinsen 30 -13.059 -14.841
4. Sonstige Einzahlungen übriges Finanzergebnis 1.869 200
5. Abschreibungen / Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 335.878 179.693
6. Veränderung langfristiger Rückstellungen 8.067 -22.299
7. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -590 -779
8. Gewinn (-) / Verlust (+) Abgang langfristiger Vermögenswerte -3.290 785
9. Gezahlte Ertragsteuern 26 -38.608 -39.631
10. Brutto Cashflow 335.866 239.633
11. Zunahme der Vorräte 8 -423 -15.499
12. Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9 (30) -33.705 12.716
13. Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30 45.364 -9.994
14. Veränderung übriges Working Capital 10.830 -32.234
15. Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Netto Cashflow) 357.932 194.622
16. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten 12.822 10.619
17. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (ohne Leasing) -338.654 -378.010
18. Einzahlungen aus staatlichen Zuwendungen 270 0
19. Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -5.927 -8.653
20. Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 17.643 39.064
21. Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte -41.026 -44.498
22. Auszahlungen (-) / Einzahlungen (+) aus Kapitalveränderungen at Equity bilanzierter Unternehmen -150 250
23. Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen -5.968 -30.191
24. Einzahlungen aus der Veräußerung von konsolidierten Unternehmen 0 231.622
25. Auszahlungen aus der Gewährung von Darlehen -746 -872
26. Einzahlungen aus der Gewährung von Darlehen 556 2.284
27. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -361.180 -178.403
28. Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -148.941 -9.414
29. Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 86.000 60.000
30. Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter -1.266 -406
31. Auszahlungen an / Entnahmen durch Gesellschafter -11.507 -6.271
32. Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -69.776 -6.905
33. Auszahlungen (-) / Einzahlungen (+) für den Erwerb / die Veräußerung von Anteilen, ohne Änderung des Beherrschungsverhältnisses 19.856 -18
34. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -125.634 36.986
35. Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -128.882 53.205
36. Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 48.426 -7.732
37. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 27 -19.091 -64.564
38. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 27 -99.547 -19.091

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

In T€ Kapitalanteile Kapitalrücklage Gewinnrücklage
2019 Kommanditkapital Gesetzliche Rücklage Übrige Gewinnrücklagen Versicherungs- mathematische Gewinne und Verluste
1. Januar 1.201 19.504 810.490 ‐15.686
Änderung der Bilanzierungs‐/ Bewertungsmethode 0 0 ‐12.722 0
1. Januar ‐ angepasster Stand 1.201 19.504 797.768 ‐15.686
Jahresergebnis 2018 auf neue Rechnung 0 0 0 0
Entnahmen Gesellschafter 0 0 ‐41.507 0
Einlagen Gesellschafter 0 0 28.188 0
Zugang Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Abgang Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen 0 10.783 2.985 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust 0 ‐3 6 432
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) 0 0 0 ‐6.895
Konzernergebnis 0 0 0 0
Ergebnisverwendung 0 0 0 0
31. Dezember 1.201 30.284 787.440 ‐22.149
In T€ Gewinnrücklage
2019 Veräußerbare finanzielle Vermögenswerte Währungsrücklage
1. Januar 0 ‐146.604
Änderung der Bilanzierungs‐/ Bewertungsmethode 0 0
1. Januar ‐ angepasster Stand 0 ‐146.604
Jahresergebnis 2018 auf neue Rechnung 0 0
Entnahmen Gesellschafter 0 0
Einlagen Gesellschafter 0 0
Zugang Konsolidierungskreis 0 0
Abgang Konsolidierungskreis 0 0
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen 0 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust 0 0
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) 0 37.212
Konzernergebnis 0 0
Ergebnisverwendung 0 0
31. Dezember 0 ‐109.392
In T€ Gewinnrücklage Gesamt
2019 CPEC Ergebnisvortrag Konzernergebnis Summe Gewinnrücklagen Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens Anteil im Fremdbesitz
1. Januar 2.797.694 ‐1.662.165 194.869 1.978.551 1.999.256 41.360
Änderung der Bilanzierungs‐/ Bewertungsmethode 0 0 0 ‐12.722 ‐12.722 0
1. Januar ‐ angepasster Stand 2.797.694 ‐1.662.165 194.869 1.965.830 1.986.534 41.360
Jahresergebnis 2018 auf neue Rechnung 0 194.869 ‐194.869 0 0 0
Entnahmen Gesellschafter 0 0 0 ‐41.507 ‐41.507 0
Einlagen Gesellschafter 87.457 0 0 115.645 115.645 0
Zugang Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Abgang Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen 0 ‐13.768 0 ‐10.783 0 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust 0 11.210 0 11.646 11.644 8.212
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) 0 0 0 30.318 30.318 ‐866
Konzernergebnis 0 0 91.117 91.117 91.117 883
Ergebnisverwendung 0 ‐87.457 0 ‐87.457 ‐87.457 ‐1.266
31. Dezember 2.885.106 ‐1.557.312 91.117 2.074.809 2.106.294 48.323
In T€ 2019 Gesamt Eigenkapital
1. Januar 2.040.616
Änderung der Bilanzierungs‐/ Bewertungsmethode ‐12.722
1. Januar ‐ angepasster Stand 2.027.894
Jahresergebnis 2018 auf neue Rechnung 0
Entnahmen Gesellschafter ‐41.507
Einlagen Gesellschafter 115.645
Zugang Konsolidierungskreis 0
Abgang Konsolidierungskreis 0
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust 19.856
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) 29.452
Konzernergebnis 92.000
Ergebnisverwendung ‐88.723
31. Dezember 2.154.617

(siehe Tz. [14])

Der Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernjahresabschlusses

In T€ Kapitalanteile Kapitalrücklage Gewinnrücklage
2018 Kommanditkapital Gesetzliche Rücklage Übrige Gewinnrücklagen Versicherungs- mathematische Gewinne und Verluste
1. Januar 1.201 19.499 781.568 ‐25.176
Änderung der Bilanzierungs‐/ Bewertungsmethode 0 0 17.081 0
1. Januar ‐ angepasster Stand 1.201 19.499 798.649 ‐25.176
Jahresergebnis 2017 auf neue Rechnung 0 0 0 0
Entnahmen Gesellschafter 0 0 ‐36.271 0
Einlagen Gesellschafter 0 0 27.134 0
Zugang Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Abgang Konsolidierungskreis 0 0 0 10.321
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen 0 5 20.978 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust 0 0 0 0
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) 0 0 0 ‐831
Konzernergebnis 0 0 0 0
Ergebnisverwendung 0 0 0 0
31. Dezember 1.201 19.504 810.490 ‐15.686
In T€ Gewinnrücklage
2018 Veräußerbare finanzielle Vermögenswerte Währungsrücklage
1. Januar 19.074 ‐141.164
Änderung der Bilanzierungs‐/ Bewertungsmethode ‐19.074 0
1. Januar ‐ angepasster Stand 0 ‐141.164
Jahresergebnis 2017 auf neue Rechnung 0 0
Entnahmen Gesellschafter 0 0
Einlagen Gesellschafter 0 0
Zugang Konsolidierungskreis 0 0
Abgang Konsolidierungskreis 0 ‐174
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen 0 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust 0 0
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) 0 ‐5.266
Konzernergebnis 0 0
Ergebnisverwendung 0 0
31. Dezember 0 ‐146.604
In T€ Gewinnrücklage Gesamt
2018 CPEC Ergebnisvortrag Konzernergebnis Summe Gewinnrücklagen Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens Anteil im Fremdbesitz
1. Januar 2.849.228 ‐1.735.477 122.970 1.871.021 1.891.721 26.535
Änderung der Bilanzierungs‐/ Bewertungsmethode 0 0 0 ‐1.993 ‐1.993 ‐17
1. Januar ‐ angepasster Stand 2.849.228 ‐1.735.477 122.970 1.869.028 1.889.728 26.518
Jahresergebnis 2017 auf neue Rechnung 0 122.970 ‐122.970 0 0 0
Entnahmen Gesellschafter ‐69.502 0 0 ‐105.773 ‐105.773 0
Einlagen Gesellschafter 17.924 0 0 45.058 45.058 0
Zugang Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 5.593
Abgang Konsolidierungskreis 0 ‐10.321 0 ‐174 ‐174 1.476
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen 0 ‐20.983 0 ‐5 0 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust 0 ‐431 0 ‐431 ‐431 413
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) 0 0 0 ‐6.097 ‐6.097 ‐101
Konzernergebnis 0 0 194.869 194.869 194.869 7.867
Ergebnisverwendung 0 ‐17.924 0 ‐17.924 ‐17.924 ‐406
31. Dezember 2.797.649 ‐1.662.165 194.869 1.978.551 1.999.256 41.360
In T€ 2018 Gesamt Eigenkapital
1. Januar 1.918.256
Änderung der Bilanzierungs‐/ Bewertungsmethode ‐2.010
1. Januar ‐ angepasster Stand 1.916.246
Jahresergebnis 2017 auf neue Rechnung 0
Entnahmen Gesellschafter ‐105.773
Einlagen Gesellschafter 45.058
Zugang Konsolidierungskreis 5.593
Abgang Konsolidierungskreis 1.302
Einstellung / Entnahmen Gewinnrücklagen 0
Änderung Eigentumsanteile Tochterunternehmen ohne Beherrschungsverlust ‐18
Übrige neutrale Veränderungen (OCI) ‐6.198
Konzernergebnis 202.736
Ergebnisverwendung ‐18.330
31. Dezember 2.040.616

(siehe Tz. [14])

Der Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernjahresabschlusses

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019

der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

Allgemeine Erläuterungen

Abkürzungen

3-M-Euribor Euro InterBank Offered Rate für eine Laufzeit von 3 Monaten
AB Anfangsbestand
AC Amortized cost
AfS Available for Sale
AG Aktiengesellschaft
AktG Aktiengesetz
a.s. Akciová společnost (Aktiengesellschaft nach dem tschechischen Handelsgesetzbuch)
a.T.W. am Teutoburger Wald
AUD Australien Dollar (Australischer Dollar)
B.V. Besloten vennootschap met beperkte aansprakelijkheid (Niederländische Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
BVG Berufliches Vorsorge Gesetz (Schweiz)
bzw. beziehungsweise
ca. circa
CHF Swiss Franc (Schweizer Franken)
CPEC Convertible Preferred Equity Certificate
ct/kg Cent pro Kilogramm
CZK Czech Koruna (Tschechische Krone)
DESTATIS Statistisches Bundesamt
d.h. das heißt
Dr. Doktor
E-Banking Elektronisches Bankgeschäft
EBIT Earnings before interest and taxes
EBITDA Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation
ECL Expected credit loss
EDV-Software Software zur elektronischen Datenverarbeitung
EONIA Euro OverNight Index Average
EU Europäische Union
f. folgende
finanz. finanzielle
FLaC Financial Liabilities at amortised Cost
FVO Fair Value Option
FVOCI Fair Value through Other Comprehensive Income
FVtPL Fair Value through Profit or Loss
FX-Swaps Devisenswaps
GBP British Pound (Britisches Pfund)
GewSt Gewerbesteuer
ggf. gegebenenfalls
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht
GmbH & Co. KG Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaft
GmbH & Co. KGaA Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaft auf Aktien
GRW Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens
GT Generationentafel
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
Heubeck RT 2005G Heubeck Richttafeln 2005 Generationentafel
Heubeck RT 2018G Heubeck Richttafeln 2018 Generationentafel
HGB Handelsgesetzbuch
HKD Hongkong Dollar
HPK Hamburger Pensionskasse von 1905
HUF Hungarian Forint (Ungarischer Forint)
IAS International Accounting Standards
IASB International Accounting Standards Board
IFRS International Financial Reporting Standards
IFRS IC International Financial Reporting Standards Interpretations Committee
ILS Israeli Shekel (Israelischer Schekel)
ImmoWertV Immobilienwertermittlungsverordnung
Inc. Incorporated (Gesellschaftsform)
InvZulG Investitionszulagengesetz
i. S.d. im Sinne des
IT-Tools Informationstechnik-Tools
IWF Internationaler Währungsfonds
Kft. Korlátolt Felelősségű Társaság (Ungarische Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
KG Kommanditgesellschaft
k.s. Komanditní spolecnost (Tschechische Kommanditgesellschaft)
KWK Kraft-Wärme-Kopplung
LaR Loans and Receivables
LEH Lebensmitteleinzelhandel
lfd. laufend
LIBOR London Interbank Offered Rate
LJ Laufendes Jahr
LKW Lastkraftwagen
LLC Limited Liability Company (Kapitalgesellschaft nach britischem/ US-amerikanischem Recht)
LLP Limited Liability Partnership (Personengesellschaft nach britischem/ US-amerikanischem Recht)
Ltd. Limited (Gesellschaftsform)
mbH mit beschränkter Haftung
Mio. Millionen
n.a. nicht anwendbar
neg. negativ
NOK Norwegian Krone (Norwegische Krone)
Nr. Nummer
OCI other comprehensive income
PKW Personenkraftwagen
PLN Polish Zloty (Polnischer Zloty)
pos. positiv
ppl. pence per liter
R.C.S. Registre de Commerce et des Sociétés Luxembourg
RT Realtime
S.A. Société anonyme (Luxemburgische Aktiengesellschaft)
S.à r.l. Société à responsabilité limitée (Luxemburgische Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
SCA Société en commandite par actions (Luxemburgische Kommanditgesellschaft auf Aktien)
S.e.c.s. Société en commandite simple (Luxemburgische Kommanditgesellschaft)
S.p.r.l. Société Privée à Responsabilité Limitée (Belgische Personengesellschaft mit beschränkter Haftung)
Sp. z o.o. Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością (Polnische Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
Sp. z o.o. sp.k. Spółka z ograniczona odpowiedzialnością Spółka komandytowa (Polnische Kommanditgesellschaft, deren Komplementär eine juristische Person ist)
s.r.o. Společnost s ručením omezeným (Tschechische Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
T€ Tausend Euro
Tz. Textziffer
u.a. unter anderem
UK United Kingdom
US United States
USA United States of America
USD United States Dollar
USPP US Private Placement
UTM Unternehmensgruppe Theo Müller
vgl. vergleiche
VVaG Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
Währungsdiff. Währungsdifferenz
z.B. zum Beispiel
ZGE zahlungsmittelgenerierende Einheit

Allgemeine Angaben zum Konzern

Der Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. für das Geschäftsjahr 2019 wurde von der Geschäftsführung am 12. Mai 2020 zur Veröffentlichung freigegeben. Mit diesem Zeitpunkt endet der Wertaufhellungszeitraum.

Oberstes Mutterunternehmen ist die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., die am 14. September 2011 gegründet und am 30. September 2011 beim Registre de Commerce et des Sociétés Luxembourg unter B 163670 eingetragen worden ist.

Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in der 2b, rue Albert Borschette in L-1246 Luxemburg.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind auf den Stichtag der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. Alle Beträge werden in tausend Euro (T€) angegeben, soweit nicht anders vermerkt. Sämtliche Werte wurden entsprechend kaufmännischer Rundung auf T€ auf- oder abgerundet, sodass sich einzelne Zahlen unter Umständen nicht genau zur angegebenen Summe addieren.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Geschäftstätigkeit des Mutterunternehmens, der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., liegt im Wesentlichen in der Ausführung von Aktivitäten, die direkt oder indirekt mit der Gründung, Akquisition und dem Halten von luxemburgischen und / oder ausländischen Unternehmen zusammenhängen, der Erbringung zentraler Dienstleistungen an Konzernunternehmen sowie in der Verwaltung, Geschäftsleitung, Kontrolle und Verwertung dieser Beteiligungen. Darüber hinaus kann die Gesellschaft ihre Mittel einsetzen, um sich an der Gründung, dem Erwerb, der Entwicklung und Kontrolle jeglichen Unternehmens zu beteiligen sowie um Wertpapiere, geistiges Eigentum und Immobilien durch Einlage, Zeichnung oder im Wege einer Kaufoption zu erwerben und weiterzuentwickeln.

Die geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns lassen sich in die folgenden Geschäftsbereiche untergliedern:

Molkerei

Im Geschäftsbereich Molkerei produziert und vertreibt die Unternehmensgruppe Theo Müller Molkereifrischprodukte als Marken- und Handelsmarkenwaren, Milch-Basisprodukte, Käse sowie für die industrielle Weiterverarbeitung bestimmte Milch- und Molkederivate. Der Vertrieb erfolgt überwiegend in Europa. Eigene Vertriebseinheiten bestehen in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Italien, Tschechien, Polen und der Slowakei. Der Geschäftsbereich verfügt über Produktionsstätten in Deutschland, Großbritannien und Tschechien.

Feinkost

Der Geschäftsbereich Feinkost umfasst die Produktion und den Vertrieb von gekühlten Salaten, Dressings und Saucen, Fertiggerichten sowie Fischdelikatessen. Darüber hinaus werden verschiedene Produkte im Auftrag von großen Lebensmittelherstellern sowie für Lebensmittelgroßhändler und Gewerbetreibende produziert. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten liegt in den Ländern Deutschland und Polen, in denen sich auch die Produktionsstätten des Geschäftsbereichs befinden.

Dienstleistungen

Der Geschäftsbereich Dienstleistungen beinhaltet neben Gesellschaften für die im Wesentlichen eigengenutzte Fruchtzubereitung und Verpackungsherstellung auch konzerneigene Logistikgesellschaften für die Erbringung von Transport- und Logistikdienstleistungen innerhalb und außerhalb der Unternehmensgruppe. Hierbei kommt der englischen CULINA Gruppe eine besondere Bedeutung zu, da sie im Bereich der Food-Logistik eines der führenden Unternehmen in Großbritannien und Irland ist und einen hohen Umsatzanteil im Geschäft mit Drittkunden erzielt.

Hinzu kommen Servicegesellschaften für die Erbringung konzerninterner Dienstleistungen aus den Bereichen Media und Marketing, des strategischen Einkaufs, der Finanzierung, Corporate Finance und Private Equity sowie ein Werkstattbetrieb für die Wartung und Reparatur von Nutzfahrzeugen. Die Gesellschaften des Geschäftsbereichs Dienstleistungen haben ihren Sitz in Luxemburg, Deutschland, Großbritannien, Belgien, Ungarn, Polen und der Schweiz.

Die nachfolgenden in den Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller als obersten Mutternehmen einbezogenen Tochtergesellschaften machen für das Geschäftsjahr 2019 von den Befreiungsvorschriften der § § 264b bzw. 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

i. S. d. § 264b HGB:

Käserei Loose GmbH & Co. KG, Wachau / Deutschland

Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG, Fischach / Deutschland

Molkerei Weihenstephan GmbH & Co. KG, Freising / Deutschland

Sachsenmilch Molkenderivate GmbH & Co. KG, Wachau / Deutschland

i. S. d. § 264 Abs. 3 HGB:

Alois Müller Naturfarm Handels-Verwaltungs GmbH, Fischach / Deutschland

August Loose Verwaltungs-GmbH, Wachau / Deutschland

Culina Logistics GmbH, Fischach / Deutschland

Emhage Transportgesellschaft mbH, Dissen / Deutschland

Fahrzeugtechnik Aretsried GmbH, Fischach / Deutschland

Gloria Feinkost GmbH, Dissen / Deutschland

Hamker Vertriebsgesellschaft mbH, Dissen / Deutschland

HK Food GmbH, Fischach / Deutschland

Homann Chilled Food GmbH, Dissen / Deutschland

HOMANN Feinkost GmbH, Dissen a.T.W. / Deutschland

HOMANN Service GmbH, Düsseldorf / Deutschland

Käserei Rusack GmbH, Leppersdorf / Deutschland

Alois Müller Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Fischach, OT Aretsried / Deutschland

Molkerei Alois Müller Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Fischach / Deutschland

Müller Iberica GmbH, Wachau / Deutschland

Müller Sachsen GmbH, Wachau / Deutschland

Müller Service GmbH, Fischach / Deutschland

Nadler Feinkost GmbH, Bottrop / Deutschland

Optipack GmbH, Wachau / Deutschland

Pfennigs Feinkost GmbH, Berlin / Deutschland

Sachsen Frischprodukte Komplementär GmbH, Wachau / Deutschland

Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH, Wachau / Deutschland

Sachsenmilch Investitions-GmbH, Wachau / Deutschland

Sachsenmilch Leppersdorf GmbH, Wachau / Deutschland

Sachsenmilch Vertriebs GmbH, Wachau / Deutschland

Salat- und Mayonnaisenfabrik Hermann Ofterdinger GmbH, Dissen / Deutschland

SAM Molkerei GmbH, Wachau / Deutschland

Sachsenmilch Molke GmbH, Wachau / Deutschland

T.M.A. Handelsgesellschaft mbH, Wachau / Deutschland

Thüringer Fischfeinkost Gebrüder Hopf GmbH, Floh-Seligenthal / Deutschland

TMI Dairy GmbH, Wachau / Deutschland

Unternehmensgruppe Theo Müller GmbH & Co. KGaA, Fischach / Deutschland

Unternehmensgruppe Theo Müller Komplementär GmbH, Fischach / Deutschland

Voss Feinkost und Lebensmittel GmbH, Dissen / Deutschland

Weihenstephan Holding Komplementär GmbH, Freising / Deutschland

WSF Fischfeinkost GmbH, Dissen aTW / Deutschland

Parent Company Guarantee

Der vorliegende Konzernabschluss befreit durch die Abgabe der sogenannten Parent Company Guarantee die nachfolgend genannten Gesellschaften von der Prüfung ihrer Einzelabschlüsse. Die Abgabe hat unverändert in englischer Sprache zu erfolgen.

"Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., Luxemburg has provided statutory guarantees to Robert Wiseman & Sons Limited, TM UK Production Limited, Muller Dairy (U.K.) Limited, Muller Investments Limited, Müller Wiseman Dairies Limited, TM Corporate Holdings UK Limited, Culina Ambient Holdings Limited, Culina Ambient Limited, Telford Transport Ltd, Great Bear Holdings Limited, Warrens Warehousing Group Limited and Robsons of Spalding Limited in accordance with section 479A of the Companies Act 2006. The guarantee covers all outstanding debts and liabilities of those companies as at 31 December 2019 and applies until such time as all such debts and liabilities are satisfied in full. The directors are at present not aware of any material claims arising under the guarantees."

Company Registered number Registered office
Robert Wiseman & Sons Limited SC087376 159 Glasgow Road, East Kilbride, Glasgow G74 4PA
TM UK Production Limited 07710777 Tern Valley Business Park, Shrewsbury Road, Market Drayton, Shropshire TF9 3SQ
Muller Dairy (U.K.) Limited 02092691 Shrewsbury Road, Market Drayton, Shropshire TF9 3SQ
Muller Investments Limited 07666062 Shrewsbury Road, Market Drayton, Shropshire TF9 3SQ
Müller Wiseman Dairies Limited SC146494 159 Glasgow Road, East Kilbride, Glasgow G74 4PA
TM Corporate Holdings UK Limited 09872321 Tern Valley Business Park, Shrewsbury Road, Market Drayton, Shropshire TF9 3SQ
Culina Ambient Holdings Limited 03342066 Culina Group Limited, Tern Valley Business Park, Market Drayton, Shropshire, TF9 3SQ
Culina Ambient Limited 01974240 Culina Group Limited, Culina Logistics Limited, Tern Valley Business Park, Market Drayton, Shropshire, TF9 3SQ
Telford Transport Ltd 06786612 Building 2 Brockton Bu Pk, Halesfield 10, Telford, Shropshire, TF7 4QP
Great Bear Holdings Limited 07006371 Stellar House Barbour Square, Field Lane, Tattenhall, Chester, CH3 9RF
Warrens Warehousing Group Limited 07071643 Irene House Ground Floor, Maidstone Road, Sidcup, Kent, England, DA14 5AE
Robsons of Spalding Limited 03597825 C/O Culina Group Limited, Tern Valley Business Park, Market Drayton, England, TF9 3SQ

Der Wortlaut der Parent Company Guarantee wird wie folgt wiedergegeben:

Die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., Luxemburg, hat gegenüber Robert Wiseman & Sons Limited, TM UK Production Limited, Muller Dairy (U.K.) Limited, Muller Investments Limited, Müller Wiseman Dairies Limited, TM Corporate Holdings UK Limited, Culina Ambient Holdings Limited, Culina Ambient Limited, Telford Transport Ltd, Great Bear Holdings Limited, Warrens Warehousing Group Limited und Robsons of Spalding Limited eine gesetzliche Garantie entsprechend Paragraf 479A des Companies Act 2006 abgegeben. Die Garantie umfasst alle ausstehenden Verbindlichkeiten und Schulden dieser Gesellschaften zum 31. Dezember 2019 und gilt solange, bis diese vollständig beglichen worden sind. Den Geschäftsführern liegen aktuell keine Ansprüche vor, die in den Anwendungsbereich der abgegebenen Garantie fallen.

Erklärung zur Übereinstimmung mit IFRS

Der Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. ist nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Commitee (IFRS IC) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Going Concern

Der Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern) aufgestellt. Die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. erwirtschaftete per 31. Dezember 2019 einen Konzernjahresüberschuss nach Steuern, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, in Höhe von T€ 91.117. Die kurzfristigen Vermögenswerte überstiegen die kurzfristigen Schulden um T€ 153.162. Die unter den langfristigen und kurzfristigen Schulden ausgewiesenen US Private Placements werden nach Ansicht des Managements planmäßig zurückgezahlt. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine Hinweise auf Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens sowie des Konzerns gefährden könnten.

Neue sowie geänderte Standards und Interpretationen - verpflichtend anzuwenden seit 1. Januar 2019

Die Unternehmensgruppe Theo Müller hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr 2019 erstmals angewendet:

Verlautbarung Bezeichnung
IFRS 16 Leasingverhältnisse
IFRS 9 Änderung des IFRS 9: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung
IAS 19 Änderung des IAS 19: Planänderung, -kürzung oder -abgeltung
IAS 28 Änderung des IAS 28: Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
IFRIC 23 Unsicherheit bzgl. der ertragsteuerlichen Behandlung
Diverse Jährliche Verbesserungen im Rahmen des Annual-Improvements-Process (Zyklus 2015 - 2017)

Zum 1. Januar 2019 hat die Unternehmensgruppe erstmalig IFRS 16 angewendet. Zudem war eine Reihe weiterer Standards erstmalig zum 1. Januar 2019 anzuwenden, diese haben jedoch keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Die Unternehmensgruppe hat IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 nach der modifiziert retrospektiven Methode angewendet, wonach der kumulierte Effekt aus der erstmaligen Anwendung zum 1. Januar 2019 erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst wird. Folglich wurden die Vergleichsinformationen für 2018 nicht angepasst. Darüber hinaus wurden die Angabepflichten in IFRS 16 nicht generell auf die Vergleichsinformationen angewendet.

Als Leasingnehmer least die Unternehmensgruppe viele Vermögenswerte, insbesondere den Fuhrpark, Produktionsanlagen, Depots, Sattelzugmaschinen sowie Sattelzugauflieger. Die Unternehmensgruppe hat bisher diese Leasingverhältnisse als Operating-Leasingverhältnisse oder Finanzierungsleasing-Verhältnisse eingestuft, in Abhängigkeit davon, ob im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des zugrunde liegenden Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen auf die Unternehmensgruppe übertragen wurden.

Mit Übergang auf IFRS 16 werden Zahlungsverpflichtungen aus bisherigen Operating-Leasingverhältnissen (IAS 17) mit dem entsprechenden Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019 abgezinst und mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen als Leasingverbindlichkeit angesetzt. Das zugehörige Nutzungsrecht wird mit einigen Ausnahmen, in Höhe der Leasingverbindlichkeit erfasst, berichtigt um Beträge für im Voraus geleistete oder abgegrenzte Leasingzahlungen. Für einzelne Immobilienmietverträge wird im Zeitpunkt der Erstanwendung das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand in der Höhe angesetzt, als ob IFRS 16 schon ab dem Zeitpunkt der Nutzung der Immobile angewendet worden wäre. Bisherige Finanzierungsleasing-Verhältnisse wurden am 1. Januar 2019 mit ihren Buchwerten zum 31. Dezember 2018 als Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeit erfasst.

Darüber hinaus wurden wesentliche Wahlrechte und Erleichterungsmöglichkeiten wie folgt ausgeübt:

Eine Prüfung auf Wertminderung erfolgt nicht. Stattdessen wird das Nutzungsrecht zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung vereinfachend um den Betrag, der zum 31. Dezember 2018 als Rückstellung für belastende Leasingverhältnisse erfasst wurde, vermindert.

Leasingverhältnisse, die spätestens am 31. Dezember 2019 enden, werden unabhängig von der ursprünglichen Vertragslaufzeit als kurzfristige Leasingverhältnisse bilanziert. Eine Ausnahme hiervon bildet der Fuhrpark, der unabhängig von der Restlaufzeit im Erstanwendungszeitpunkt als Leasingverhältnis bilanziell abgebildet wird.

Bei Leasingverhältnissen, deren zugrunde liegender Vermögenswert von geringem Wert ist, erfolgt die bilanzielle Abbildung der zu leistenden Leasingzahlungen generell im laufenden Aufwand innerhalb der sonstigen Gemeinkosten.

Bei der Bewertung des Nutzungsrechts bleiben die anfänglichen direkten Kosten zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung unberücksichtigt.

Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten werden gesondert in der Bilanz ausgewiesen.

In Verträgen, die neben Leasing-Komponenten auch Nicht-Leasing-Komponenten enthalten, wird in der Regel eine Trennung vorgenommen. Es werden nur Leasing-Komponenten als ein Leasingverhältnis abgebildet. Nicht-Leasingzahlungen werden als Aufwand erfasst. In seltenen Fällen kann es zu einer gemeinsamen Erfassung kommen, sofern eine Trennung nicht möglich ist. Dies betrifft im Wesentlichen Servicekomponenten von Flurförderfahrzeugen.

Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte fallen nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 16, sondern unter IAS 38.

Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen werden teilweise nachträglich erlangte bessere Erkenntnisse (sog. hindsight) berücksichtigt, wenn das für die Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen zu einer besseren Schätzung führt.

Die Regelung zum Bestandsschutz (sog. grandfathering) wird nicht in Anspruch genommen. Somit wird IFRS 16 am 1. Januar 2019 auf alle bestehenden Verträge angewendet, die in den Anwendungsbereich des neuen Standards fallen.

Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 16 wurden zum 1. Januar 2019 erstmalig Nutzungsrechte an Leasinggegenständen sowie zusätzliche Leasingverbindlichkeiten erfasst und die Differenz in den Gewinnrücklagen erfasst. Die Auswirkungen des Übergangs werden im Folgenden zusammengefasst.

In T€ 1. Januar 2019
Nutzungsrechte - Sachanlagen 267.471
Aktive latente Steuern 16.906
davon erfolgsneutral 2.669
Leasingverbindlichkeiten 283.062
Passive latente Steuern 14.237
Gewinnrücklagen -15.591

Der Zinssatz für die Bewertung der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten, soweit nicht implizit im Leasing-Verhältnis vorgegeben, ist der Grenzfremdkapitalzinssatz.

Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers, der auf die Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 angewendet wurde, beträgt 2,5 %.

Ausgehend von den Operating-Leasingverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 ergab sich folgende Überleitung auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019:

In T€ 1. Januar 2019
Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen zum 31. Dezember 2018, wie nach IAS 17 im Konzernabschluss angegeben 301.601
Abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019 283.062
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31. Dezember 2018 4.845
Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 287.907

Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards, Interpretationen und Änderungen

Neue Standards und Interpretationen, die zum 31. Dezember 2019 noch nicht angewendet wurden und die erst mit Datum der verpflichtenden Anwendung umgesetzt werden, existieren wie folgt:

Norm Bezeichnung Verpflichtend anzuwenden ab *
In EU-Recht übernommene Standards und Interpretationen
EU-Recht
IAS 1, IAS 8 Änderung des IAS 1: Definition von Wesentlichkeit 1. Januar 2020
IFRS Rahmenkonzept Aktualisierung der Querverweise auf das neu überarbeitete Rahmenkonzept in den entsprechenden Standards und Interpretationen 1. Januar 2020
IFRS 9, IAS 39, IFRS 7 Änderung des IFRS 9, IAS 39, IFRS 7: Reform der Referenzzinssätze 1. Januar 2020
Noch nicht in EU-Recht übernommene Standards und Interpretationen
Zeitlicher Anwendungsbereich
IFRS 3 Änderung des IFRS 3: Definition eines Geschäftsbetriebs 1. Januar 2020
IFRS 17 Versicherungsverträge 1. Januar 2021
IAS 1 Änderung des IAS 1: Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig 1. Januar 2021

* Für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Datum beginnen

Die Unternehmensgruppe analysiert die Auswirkungen der oben dargestellten Standards und Interpretationen und wird diese in dem Geschäftsjahr der verpflichtenden Anwendung umsetzen. Aktuell erwartet der Konzern aus den oben dargestellten Standards und Interpretationen keine wesentlichen Auswirkungen.

Es gibt keine weiteren Standards und Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und die eine wesentliche Auswirkung auf den Konzern hätten.

Aufstellungsgrundsätze des IFRS Konzernabschlusses

Konsolidierungskreis

Neben der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. als Mutterunternehmen wurden zum 31. Dezember 2019 die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen, bei denen die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt, ab dem erstmalig eine Beherrschung ausgeübt werden kann, vollkonsolidiert. Eine Vollkonsolidierung kann unterbleiben, sofern die Gesellschaft für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Die Beteiligungsquote an der Weihenstephan Holding Komplementär GmbH, Freising / Deutschland, hat sich im Geschäftsjahr 2019 von 25,10 % auf 100,00 % erhöht. Im Geschäftsjahr 2018 erfolgte eine Vollkonsolidierung aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen.

Vollkonsolidierte Unternehmen Anteile gehalten von Beteiligungsquote in % 2019 Beteiligungsquote in % 2018
1. Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s., Luxemburg - Mutterunternehmen Mutterunternehmen
2. UTM Luxemburg SCA, Luxemburg 1. / 51. 100,00 100,00
3. UTM Belgium Finance S.p.r.l., Arlon / Belgien 2. 100,00 100,00
4. Mueller Asia Ltd., Hongkong / China 3. 100,00 100,00
5. Molkerei Alois Müller Komplementär GmbH, Mödling / Österreich 3. 100,00 100,00
6. Unternehmensgruppe Theo Müller Komplementär GmbH, Fischach / Deutschland 3. 100,00 100,00
7. Unternehmensgruppe Theo Müller GmbH & Co. KGaA, Fischach / Deutschland 3. 100,00 100,00
8. Optipack GmbH, Wachau / Deutschland 7. 100,00 100,00
9. Culina Logistics GmbH, Fischach / Deutschland 7. 100,00 100,00
10. Fahrzeugtechnik Aretsried GmbH, Fischach / Deutschland 7. 100,00 100,00
11. Alois Müller Naturfarm Handels-Verwaltungs GmbH, Fischach / Deutschland 7. 100,00 100,00
12. Alois Müller Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH (vormals: Molkerei Alois Müller Komplementär GmbH), Fischach, OT Aretsried / Deutschland 7. 100,00 100,00
13. HOMANN Service GmbH, Düsseldorf / Deutschland 7. 100,00 100,00
14. HOMANN Feinkost GmbH, Dissen a.T.W. / Deutschland 13. 89,90 100,00
15. Hamker Vertriebsgesellschaft mbH, Dissen / Deutschland 14. 100,00 100,00
16. Thüringer Fischfeinkost Gebrüder Hopf GmbH, Floh-Seligenthal / Deutschland 14. 100,00 100,00
17. Pfennigs Feinkost GmbH, Berlin / Deutschland 14. 100,00 100,00
18. Nadler Feinkost GmbH, Bottrop / Deutschland 14. 100,00 100,00
19. WSF Fischfeinkost GmbH, Dissen aTW / Deutschland 14. 100,00 100,00
20. Voss Feinkost und Lebensmittel GmbH, Dissen / Deutschland 14. 100,00 100,00
21. Gloria Feinkost GmbH, Dissen / Deutschland 20. 100,00 100,00
22. Salat- und Mayonnaisenfabrik Hermann Ofterdinger GmbH, Dissen / Deutschland 20. 100,00 100,00
23. PepperPark GmbH, Weyhe / Deutschland 14. 100,00 --
24. Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG, Fischach / Deutschland 5. / 7. 100,00 100,00
25. Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH, Wachau / Deutschland 24. / 51. 100,00 100,00
26. Sachsenmilch Investitions-GmbH, Wachau / Deutschland 24. 100,00 100,00
27. Weihenstephan Holding Komplementär GmbH, Freising / Deutschland 24. 100,00 25,10
28. Molkerei Weihenstephan GmbH & Co. KG, Freising / Deutschland 24. / 27. 100,00 100,00
29. August Loose Verwaltungs-GmbH, Wachau / Deutschland 24. 100,00 100,00
30. Müller Iberica GmbH, Wachau / Deutschland 24. 100,00 100,00
31. Sachsen Frischprodukte Komplementär GmbH, Wachau / Deutschland 24. 100,00 100,00
32. Käserei Loose GmbH & Co. KG, Wachau / Deutschland 24. / 29. / 30. 100,00 100,00
33. TMI Dairy GmbH, Wachau / Deutschland 24. 100,00 100,00
34. Molkerei Alois Müller Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Fischach / Deutschland 24. 100,00 100,00
35. Müller Dairy CR/SR s.r.o., Prag / Tschechien 24. 100,00 100,00
36. Müller Dairy Polska Sp. z o.o., Warschau / Polen 24. 100,00 100,00
37. Müller Sachsen GmbH, Wachau / Deutschland 24. 100,00 100,00
38. T.M.A. Handelsgesellschaft mbH, Wachau / Deutschland 24. 100,00 100,00
39. Sachsenmilch Leppersdorf GmbH, Wachau / Deutschland 24. / 37. 100,00 100,00
40. Sachsenmilch Vertriebs GmbH, Wachau / Deutschland 39. 100,00 100,00
41. SAM Molkerei GmbH, Wachau / Deutschland 39. 100,00 100,00
42. Sachsenmilch Molke GmbH, Wachau / Deutschland 39. 100,00 100,00
43. Sachsenmilch Molkenderivate GmbH & Co. KG, Wachau / Deutschland 39. / 42. 100,00 100,00
44. Sachsenmilch Aktiengesellschaft, Leppersdorf / Deutschland 25. / 87. 97,81 91,23
45. Käserei Rusack GmbH, Leppersdorf / Deutschland 32. 100,00 100,00
46. Mlekarna Pragolaktos a.s., Prag / Tschechien 39. 100,00 100,00
47. Müller CR/SR k.s., Prag / Tschechien 35. / 39. 100,00 100,00
48. Müller Dairy Polska Sp. z o.o. sp.k., Poznan / Polen 36. / 39. 100,00 100,00
49. UTM Finance S.à r.l., Luxemburg 1. 100,00 100,00
50. UTM Hungary Finance Kft., Budapest / Ungarn 49. 100,00 100,00
51. TM Dairy Finance S.à r.l., Luxemburg 1. 100,00 100,00
52. TM Corporate Holdings UK Limited, Market Drayton / England 51. 100,00 100,00
53. Muller Service Limited, Market Drayton / England 52. 100,00 100,00
54. Müller Service GmbH, Fischach / Deutschland 53. 100,00 100,00
55. TM UK Production Limited, Market Drayton / England 52. 100,00 100,00
56. Muller Investments Limited, Market Drayton / England 55. 100,00 100,00
57. Muller Dairy (U.K.) Limited, Market Drayton / England 52. 100,00 100,00
58. TM Telford Dairy Limited, Market Drayton / England 57. 100,00 100,00
59. Mueller US LLC, Delaware / USA 57. 100,00 100,00
60. Muller Dairy Ireland Limited, Dublin / Ireland 57. 100,00 --
61. Muller UK & Ireland Group LLP, Market Drayton / England 55. / 57. / 68. 100,00 100,00
62. Müller Wiseman Dairies Limited, East Kilbride / Schottland 57. 100,00 100,00
63. Müller Wiseman Leasing Limited, East Kilbride / Schottland 62. 100,00 100,00
64. The Devon Dairy Limited, Market Drayton / England 62. 100,00 100,00
65. The Cornish Dairy Limited, Market Drayton / England 62. 100,00 100,00
66. Müller Wiseman Trust Company Limited, East Kilbride / Schottland 62. 100,00 100,00
67. Aberdeen Milk Co. Limited, East Kilbride / Schottland 62. 100,00 100,00
68. Robert Wiseman & Sons Limited, East Kilbride / Schottland 62. 100,00 100,00
69. Philpot Dairy Products Limited, Market Drayton / England 68. 100,00 100,00
70. Culina Group Limited, Market Drayton / England 52. 100,00 100,00
71. Culina Logistics Limited, Market Drayton / England 70. 100,00 100,00
72. Integrated Packing Services Limited, Market Drayton / England 70. 100,00 100,00
73. Foodpack Limited, Market Drayton / England 72. 100,00 100,00
74. CML F&L (Telford) Ltd, Telford / England 70. 100,00 100,00
75. Telford Transport Ltd, Telford / England 70. 100,00 100,00
76. MMCC Limited, Telford / England 70. 100,00 100,00
77. Culina Ambient Holdings Limited, Market Drayton / England 70. 100,00 100,00
78. Culina Ambient Limited, Market Drayton / England 77. 100,00 100,00
79. Great Bear Holdings Limited, Tattenhall / England 70. 100,00 100,00
80. Great Bear Distribution Limited, Tattenhall / England 79. 100,00 100,00
81. Morgan McLernon Telford Ltd, Lurgan / Nordirland 70. 75,00 75,00
82. Morgan McLernon Limited, Lurgan / Nordirland 70. 75,00 75,00
83. Warrens Warehousing Group Limited, Sidcup / England 70. 75,00 75,00
84. Warrens' Warehousing & Distribution (Midlands) Limited, Sidcup / England 83. 100,00 100,00
85. Robsons of Spalding Limited, Market Drayton / England 70. 100,00 100,00
86. Unity Resourcing Solutions Limited, Market Drayton / England 70. 100,00 --
87. TML-Invest S.à r.l., Luxemburg 1. 100,00 100,00
88. Theo Müller Holding (Schweiz) AG, Zürich / Schweiz 87. 100,00 100,00
89. Müller Media & Service AG, Zürich / Schweiz 88. 100,00 100,00
90. Müller Einkauf & Service AG, Zürich / Schweiz 88. 100,00 100,00
91. müller milch management ag, Zürich / Schweiz 88. 100,00 100,00
92. Müller Ventures AG, Zürich / Schweiz 88. 100,00 --
93. TM Property S.à r.l., Luxemburg 87. 90,00 90,00
94. Lisner Holding Sp. z o.o., Poznan / Polen 87. 100,00 100,00
95. Lisner Service Sp. z o.o., Poznan / Polen 94. 100,00 100,00
96. Lisner Poznan Sp. z o.o., Poznan / Polen 94. 100,00 100,00
97. Nordfish Polska Sp. z o.o., Charzyno / Polen 94. 100,00 100,00
98. Lisner Service Sp. z o.o. sp.k., Poznan / Polen 94. / 95. 100,00 100,00
99. Lisner Poznan Sp. z o.o. sp.k., Poznan / Polen 94. / 96. 100,00 100,00
100. Nordfish-Foodmark Sp. z o.o., Charzyno / Polen 94. / 97. 100,00 100,00
101. Nordfish-Charzyno Sp. z o.o., Charzyno / Polen 100. 100,00 100,00
102. International Food Retail Capital S.A., Luxemburg 1. 94,14 93,69
103. Kamps Food Retail Investments S.A., Luxemburg 102. 100,00 100,00
104. HK Food GmbH, Fischach / Deutschland 103. 100,00 100,00
105. Homann Chilled Food GmbH, Dissen / Deutschland 104. 100,00 100,00
106. Emhage Transportgesellschaft mbH, Dissen / Deutschland 105. 100,00 100,00

Die Unternehmensgruppe hält keine Anteile an Tochterunternehmen, für die wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen.

Folgende Gesellschaften, bei denen die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. mittelbar die Möglichkeit hat, die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich zu beeinflussen, werden nach der Equity-Methode bilanziert:

At Equity bilanzierte Unternehmen Anteile gehalten von Beteiligungsquote in % 2019 Beteiligungsquote in % 2018
1. Culina Logistics Ireland Limited, Dublin / Irland 1 70. 50,00 50,00
2. IPS at Eddie Stobart Limited, Market Drayton / England 1 72. 50,00 50,00
3. OrgaNext Life Science B.V., Arnheim / Niederlande 2 87. 25,00 25,00

1 Gemeinschaftsunternehmen
2 Assoziiertes Unternehmen

Die nachfolgenden Gesellschaften werden als Beteiligungen ausgewiesen.

Beteiligung Anteile gehalten von Beteiligungsquote in % 2019 Beteiligungsquote in % 2018
1. Bre Holding AG, Zug / Schweiz 88. 18,02 18,02
2. YooMee Africa Inc., Republic of Mauritius 88. 5,10 5,10
3. e4 Umwelt- und Servicegesellschaft mit beschränkter Haftung, Dissen / Deutschland 14. 4,00 4,00
4. Seedhouse Beteiligungs GbR, Osnabrück / Deutschland 14. 3,57 3,57
5. Yamo AG, Zug / Schweiz 92. 10,29 --
6. Morgan McLernon (ROI) Limited, Dublin / Irland 82. 100,00 --
7. MMI Distribution Limited, Market Drayton / England 70. 100,00 --

Wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen:

Nicht konsolidierte Unternehmen Anteile gehalten von Beteiligungsquote in % 2019 Beteiligungsquote in % 2018
1. FW100 Limited, Market Drayton / England 77. 100,00 100,00
2. Culina Ambient Properties Limited, Market Drayton / England 78. 100,00 100,00
3. Solstice Zone A Management Company Limited, Yeovil / England 68. 49,80 49,80

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2019 sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

31.12.2018 Gründung Erwerb Liquidation Veräußerung 31.12.2019
Vollkonsolidierte Unternehmen 104 3 1 2 0 106

Gründung

Name der Gesellschaft Anteile gehalten von Beteiligungsquote
in %
Zeitpunkt der Neugründung
1. Müller Ventures AG, Zürich / Schweiz 88. 100,00 29.03.2019
2. Unity Resourcing Solutions Limited, Market Drayton / England 70. 100,00 13.03.2019
3. Muller Dairy Ireland Limited, Dublin / Irland 57. 100,00 13.03.2019

Erwerb

Name der Gesellschaft Anteile gehalten von Beteiligungsquote
in %
Zeitpunkt des Erwerbs
1. PepperPark GmbH, Weyhe / Deutschland 14. 100,00 01.01.2019

PepperPark GmbH, Weyhe / Deutschland:

Am 1. Januar 2019 erwarb der Konzern über seine Tochtergesellschaft Homann Feinkost GmbH 100 % der Gesellschaftsanteile und erlangte damit die Beherrschung an der PepperPark GmbH. Die Hauptaktivität der Gesellschaft ist der Onlinevertrieb von Lebensmittelsamen, Pflanzen inklusive Anbauhelfer und -zubehör, Saucen und Gewürzen sowie verschiedener Fleischwaren.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft zum Erwerbszeitpunkt und die entsprechenden Buchwerte unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:

In T€ Buchwert Fair Value Anpassungen Fair Value
Immaterielle Vermögenswerte 89 - 89
Sachanlagen 12 - 12
Vorräte 235 - 235
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17 - 17
Sonstige Forderungen 38 - 38
Sonstige Vermögenswerte 84 - 84
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 56 - 56
Langfristige Finanzverbindlichkeiten -1.752 - -1.752
Sonstige kurzfristige Rückstellungen -29 - -29
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -3 - -3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -82 - -82
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten -46 - -46
Nettovermögen -1.381 - -1.381
Gegenleistung 348
Geschäfts- oder Firmenwert 1.729

Die Anschaffungskosten für den Erwerb der Anteile beliefen sich auf T€ 348 und wurden mit liquiden Mitteln beglichen. Unter Berücksichtigung der übernommenen liquiden Mittel von T€ 53 ergab sich ein Nettozahlungsmittelabfluss in Höhe von T€ -295.

Da die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses die Anteile an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden überstiegen, wurde der Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.729 gemäß IFRS 3.32 als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Aufgrund fehlender Werthaltigkeit wurde dieser zum 31. Dezember 2019 in voller Höhe abgewertet.

Seit dem Erwerbszeitpunkt hat die Gesellschaft zu den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen T€ 1.309 beigetragen. Der Anteil am Konzernergebnis für den gleichen Zeitraum betrug T€ -789.

Liquidation

Name der Gesellschaft Anteile gehalten von Beteiligungsquote
in %
Zeitpunkt der Liquidation
1. TM Dairy (UK Holding) S.à r.l., Luxemburg 51. 100,00 13.11.2019
2. UTM Dairy UK Limited, Market Drayton / England 59. 100,00 12.06.2019

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung wird grundsätzlich nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt der Begründung der Beherrschung (Erwerbszeitpunkt) durchgeführt. Danach werden die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und ansatzfähigen Eventualschulden des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet. Der sich bei der Erstkonsolidierung ergebende aktive Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und einmal jährlich auf seine Werthaltigkeit geprüft.

Bei einem Unternehmenszusammenschluss werden nicht beherrschende Anteile an dem erworbenen Unternehmen zum entsprechenden Anteil des identifizierten Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet.

Änderungen bei der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als ergebnisneutrale Transaktionen zwischen Eigentümern behandelt.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert.

In den langfristigen Vermögenswerten und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt. Im vorliegenden Abschluss wurden Zwischenergebnisse in Höhe von T€ -80 (Vorjahr: T€ -2.528) eliminiert.

Common control Transaktionen

Da IFRS 3 Transaktionen unter gemeinsamer Kontrolle (common control transactions) nicht regelt, wählt die Unternehmensgruppe als Form der Beteiligungsübertragung die Übernahme zu Buchwerten (predecessor accounting). Im Rahmen des predecessor accounting werden die übernommenen Vermögenswerte und Schulden nicht neu zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sondern anhand der bestehenden Buchwerte der erworbenen Unternehmen erfasst. Die übernommenen Vermögenswerte beinhalten bereits existierende Geschäfts- oder Firmenwerte, sofern eine konsolidierte Unternehmensgruppe übernommen wird. Eine etwaige Differenz zwischen hingegebener Gegenleistung und übernommenen Vermögenswerten und Schulden führt nicht zu einer Schaffung eines neuen Geschäfts- oder Firmenwertes, sondern wird innerhalb des Eigenkapitals erfasst.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der Gesellschaft, aufgestellt.

Die zum Konzern gehörenden ausländischen Gesellschaften sind selbstständige Teileinheiten. Die funktionale Währung ist die jeweilige Landeswährung.

In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Zum Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung monetärer Posten zum Stichtagskurs. Daraus resultierende Währungskursgewinne (+) und -verluste (-) werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2019 sind Währungsdifferenzen in Höhe von T€ 45.696 (Vorjahr: T€ -19.153) entstanden. Hiervon wurden T€ 43.046 (Vorjahr: T€ -16.908) im übrigen Finanzergebnis und T€ 2.650 (Vorjahr: T€ -2.245) im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Für die Einbeziehung der Fremdwährungsbilanzen in die Konzernbilanz werden die Vermögenswerte und Schulden mit dem Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Kapitalkonsolidierung und die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgen zu historischen Kursen. In 2019 wurden Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von T€ 37.960 ergebnisneutral in das Eigenkapital eingestellt (Vorjahr: T€ -5.290) (Tz. [14]).

Die Währungsumrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Fremdwährungsabschlüsse erfolgt zu den monatlich gültigen Durchschnittskursen.

Für die Währungsumrechnung bezüglich der relevanten Währungen der Länder, die nicht an der Europäischen Währungsunion teilnehmen, werden folgende Stichtagskurse zugrunde gelegt:

Wechselkurse
in €
Stichtagskurs zum 31.12.
Währung 2019 2018
1 britisches Pfund (GBP) 1,17536 1,11791
100 tschechische Kronen (CZK) 3,93577 3,88742
100 polnische Zloty (PLN) 23,49182 23,24824
1 US-Dollar (USD) 0,89015 0,87336
100 Hongkong-Dollar (HKD) 11,43210 11,15138
1 schweizer Franken (CHF) 0,92132 0,88739

Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und der zugrunde liegenden Schätzannahmen

Der Konzernabschluss ist in T€ und mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente (FVtPL) sowie als Eigenkapital- oder Schuldinstrument klassifizierter Wertpapiere (FVtPL) und Beteiligungen (FVtPL) nach dem Anschaffungskostenprinzip aufgestellt. Es wurden für alle Konzerngesellschaften einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden festgelegt, die sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert haben.

Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge werden nicht miteinander saldiert, soweit die Saldierung nicht von einem Standard bzw. einer Interpretation nach IFRS gefordert oder erlaubt wird.

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die zugrunde liegenden Schätzannahmen werden im Folgenden zusammengefasst:

Immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte, ohne Entwicklungskosten)

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung bei Erwerb zu Anschaffungskosten bzw. bei selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten zu Herstellungskosten angesetzt. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt.

Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer differenziert. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden im Fall von immateriellen Vermögenswerten mit einer bestimmten Nutzungsdauer mindestens zum Ende des Geschäftsjahres überprüft.

Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer beinhalten Milcheinstandsgelder, EDV-Software, Kundenbeziehungen und vorteilhafte Verträge. Milcheinstandsgelder werden als Vertragsbonus ausbezahlt und dienen zur Sicherung der benötigten Milch an den jeweiligen Produktionsstandorten.

Des Weiteren werden unter den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerten Grunddienstbarkeiten mit unbestimmter Nutzungsdauer mit einem Buchwert in Höhe von T€ 79 (Vorjahr: T€ 79) ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte werden im Wesentlichen nach folgenden Nutzungsdauern bemessen:

Immaterielle Vermögenswerte Nutzungsdauer
Kundenbeziehungen 5 - 20 Jahre
Vorteilhafte Verträge 5 - 18 Jahre
Software 3 - 8 Jahre
Milcheinstandsgelder 3 - 5 Jahre

Die Restnutzungsdauern der immateriellen Vermögenswerte verteilen sich wie folgt:

Immaterielle Vermögenswerte Restnutzungsdauer
Kundenbeziehungen 1 - 14 Jahre
Vorteilhafte Verträge 3 - 9 Jahre
Software 1 - 7 Jahre
Milcheinstandsgelder 1 - 4 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte von unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden einmal jährlich stattfindenden Werthaltigkeitsprüfungen unterzogen, sofern nicht Ereignisse oder veränderte Umstände schon vorher darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Abschreibungen ausgewiesen.

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt nach der Erwerbsmethode, bei der der Kaufpreis dem neu bewerteten anteiligen Netto-Reinvermögen des erworbenen Unternehmens gegenübergestellt wird. Dabei sind die Wertverhältnisse zum Erwerbszeitpunkt zugrunde zu legen, der dem Zeitpunkt entspricht, zu dem die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt wurde. Wertdifferenzen werden in voller Höhe aufgedeckt, das heißt, ansatzfähige Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden werden grundsätzlich mit ihren Fair Values in der Konzernbilanz ausgewiesen.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS 3 entspricht einem positiven Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten eines Unternehmens und dem erworbenen neu bewerteten anteiligen Netto-Reinvermögen. Die existierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft (impairment only approach). Etwaige Wertminderungen aktivierter Geschäfts- oder Firmenwerte werden in der Position Abschreibungen ausgewiesen.

Wenn die Anschaffungskosten niedriger sind als der beizulegende Zeitwert des Netto-Reinvermögens des Unternehmens, wird der Überschuss der Anteile des Erwerbers am beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens über die Anschaffungskosten direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Marken

Die im Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. bilanzierten Marken wurden nach der Relief from Royalty Method bewertet und haben sowohl bestimmte als auch unbestimmte Nutzungsdauern.

Marken Nutzungsdauer
Polarica 25 Jahre
Great Bear 17 Jahre
CML Fulfilment & Logistics 17 Jahre
Morgan McLernon 17 Jahre
Philpot 10 Jahre
FRijj 10 Jahre
Warrens 10 Jahre
Robsons 10 Jahre
Foodpack 7 Jahre
Homann unbestimmt
Nadler unbestimmt
Hamker unbestimmt
Lisner unbestimmt
Pfennigs unbestimmt
Hopf unbestimmt

Die Voraussetzungen für die Annahme einer unbestimmten Nutzungsdauer gemäß IAS 38.90 beziehen sich auf eine erfolgreiche unternehmerische Historie, die Existenz von Markteintrittsbarrieren für die Wettbewerber der Gesellschaft sowie die Absicht der Unternehmensgruppe Theo Müller, die Marken auf unbestimmte Zeit zu nutzen. Die Unternehmensgruppe Theo Müller betreibt dazu eine intensive Markenpflege.

Forschung und Entwicklung

Nach IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) sind Forschungskosten nicht und Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer erforderlich, wenn die technische und ressourcenmäßige Realisierbarkeit der Fertigstellung und die Absicht und Möglichkeit zur Nutzung des immateriellen Vermögenswertes gegeben sind sowie ein voraussichtlich künftiger wirtschaftlicher Nutzen nachgewiesen werden kann und die während der Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig bewertet werden können.

Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien nach IAS 38 kumulativ erfüllt sein.

In der Unternehmensgruppe Theo Müller fallen überwiegend Forschungskosten an. Da der überwiegende Teil der neuen Produkte nicht bis zur Markteinführungsphase gelangt, fehlt ein Nachweis, wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird. Zudem ist die Trennung zwischen der Forschungs- und der Entwicklungsphase durch das eingerichtete System nicht gewährleistet, sodass eine Aktivierung von Entwicklungsleistungen nach IAS 38 auch aufgrund fehlender verlässlicher Bewertung zurechenbarer Entwicklungsausgaben nicht möglich ist.

Sachanlagen

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend den voraussichtlichen Nutzungsdauern, bewertet. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens betragen:

Sachanlagen Nutzungsdauer
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 50 Jahre
Gebäude 33,3 und 50 Jahre
Laboreinrichtung 13 Jahre
Lagervorrichtungen 12 Jahre
Betriebsvorrichtungen 8-15 Jahre
Transportvorrichtungen 8-14 Jahre
PKW 6 Jahre
LKW 4-7 Jahre
Maschinen 3-10 Jahre
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre

Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf die voraussichtliche Nutzungsdauer pro rata temporis verrechnet und in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Abschreibungen ausgewiesen. Die Abschreibungsmethode als auch die Nutzungsdauern werden mindestens am Ende eines jeden Geschäftsjahres hinsichtlich des künftigen wirtschaftlichen Nutzungsverlaufs überprüft und ggf. angepasst. Die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage werden im Zeitpunkt ihres Anfalls in den Buchwert dieser Sachanlage einbezogen, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Bei Durchführung einer Großinspektion werden entsprechend die Kosten im Buchwert einer Sachanlage als Ersatz aktiviert, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Gleiches gilt für die Kosten einer Generalüberholung. Andere Instandhaltungsaufwendungen werden nur dann aktiviert, wenn der innewohnende zukünftige Nutzen des betreffenden Anlagegegenstandes erhöht wird.

Verpflichtungen zum Rückbau von angemieteten Geschäftsräumen auf den ursprünglichen Stand werden in voller Höhe zurückgestellt und in korrespondierender Höhe aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen basieren auf den um die aktivierten Beträge erhöhten Buchwerten.

Finanzierungskosten, die direkt im Zusammenhang mit dem Erwerb von qualifizierten Vermögenswerten anfallen, sind weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr gegeben.

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswertes resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Für Investitionen im Fördergebiet Sachsen wurden Zulagen gemäß Investitionszulagengesetz (InvZulG) sowie Zuschüsse gemäß Förderprogramm "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) gewährt. Öffentliche Zuschüsse und Zulagen für getätigte Investitionen werden als Zuwendungen für Vermögenswerte erfasst, sobald eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt sind. Sie werden entsprechend IAS 20.24 direkt von den entsprechenden Vermögenswerten abgesetzt.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zur Erzielung von Mieteinnahmen und / oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten.

Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten (cost model), vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen sowie Wertminderungen. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden unter den langfristigen Vermögenswerten gesondert ausgewiesen. Die Nutzungsdauer der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie beträgt 50 Jahre.

Die vom Konzern als Finanzinvestition gehaltene Immobilie wird ausschließlich vermietet. Die daraus resultierenden Mieteinnahmen und die direkt im Zusammenhang stehenden Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Leasingverhältnisse Die Unternehmensgruppe als Leasingnehmer:

Leasingverhältnisse sind Vereinbarungen, bei denen der Leasinggeber dem Leasingnehmer das Recht auf Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum und gegen Zahlung eines Entgelts überträgt. Ein Leasingverhältnis liegt nur dann vor, wenn der Leasingnehmer die Kontrolle über das Nutzungsrecht erlangt. Kontrolle ist gegeben, wenn der Leasingnehmer im Wesentlichen den gesamten wirtschaftliche Nutzen aus der Verwendung des identifizierten Vermögenswerts zieht und allein über die Nutzung des Vermögenswerts entscheidet.

In der Unternehmensgruppe werden zum Bereitstellungsdatum alle Leasingverhältnisse als Nutzungsrecht und als Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der ausstehenden Leasingzahlungen in der Bilanz erfasst.

Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswertes bzw. des Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize.

Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf die Unternehmensgruppe über oder in den Kosten des Nutzungsrechtes ist berücksichtigt, dass die Unternehmensgruppe eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswertes abgeschrieben, welche nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst.

Die Laufzeit des Leasingverhältnisses ist der hinreichend sichere Zeitraum, über den der Vermögenswert angemietet wird. Neben der unkündbaren Grundmietzeit werden Verlängerungszeiträume einbezogen, sofern ihre Inanspruchnahme mit Nutzungsbeginn hinreichend sicher ist und Kündigungszeiträume, sofern ihre Ausübung nicht hinreichend sicher ist. Die Einschätzung wird überprüft, wenn entweder nicht in der Kontrolle der Unternehmensgruppe liegende Ereignisse oder wesentliche Änderungen der Umstände eintreten, welche eine Änderung der Laufzeit notwendig machen. Die Laufzeit des Leasingverhältnisses wird angepasst, wenn eine Verlängerungsoption ausgeübt bzw. eine Kündigungsoption nicht ausgeübt wird und diese in der ursprünglichen Einschätzung nicht berücksichtigt waren. Die Änderung der Leasinglaufzeit führt zu einer geänderten künftigen Zahlungsreihe und somit zu einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit unter Verwendung des aktuellen Grenzfremdkapitalzinssatzes. Der entstandene Differenzbetrag wird erfolgsneutral im Nutzungsrecht erfasst. Ausbuchungsbeträge, die den Buchwert des Nutzungsrechts übersteigen, werden erfolgswirksam als Aufwand innerhalb des Betriebsergebnisses erfasst.

Die Leasingverbindlichkeit wird in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen über die hinreichend sichere Nutzungsperiode erfasst. Leasingzahlungen umfassen alle fixen und quasi-fixen Zahlungen, reduziert um künftige Anreizzahlungen des Leasinggebers. Darüber hinaus werden variable Zahlungen, die an eine Rate oder einen Index gekoppelt sind, erwartete Zahlungen aus Restwertgarantien sowie Zahlungen für die Ausübung von hinreichend sicheren Kauf- und Kündigungsoptionen angesetzt.

Die Leasingzahlungen werden mit den Grenzfremdkapitalzinssätzen der Unternehmensgruppe (Leasingnehmer) abgezinst. Die Grenzfremdkapitalzinssätze der Unternehmensgruppe werden auf Basis risikoloser Zinssätze über verschiedene Laufzeiten zzgl. einer Marge und einem länderspezifischen Risikoaufschlag ermittelt.

Jede Leasingrate wird in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Zinsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst, sodass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt.

Eine Änderung des Leasingvertrages (sog. "Vertragsmodifikation"), die den Umfang des ursprünglichen Vertrages wesentlich erhöht, wird als gesondertes Leasingverhältnis erfasst, wenn der Unternehmensgruppe ein zusätzliches Recht auf Nutzung eines oder mehrerer zugrunde liegender Vermögenswerte eingeräumt wird und das hierfür zu zahlende Entgelt dem Einzelveräußerungspreis entspricht, den die Unternehmensgruppe andernfalls für die Nutzung zahlen müsste, wenn sie diese Vermögenswerte in einem separaten Leasingvertrag von einer dritten Partei angemietet hätte.

Vertragsänderungen, die den Vertragsumfang zwar erhöhen, aber nicht zu einem gesonderten Leasingverhältnis führen, werden erfolgsneutral im Buchwert des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit des bestehenden Leasingverhältnisses erfasst. Wird durch eine Vertragsänderung der Umfang der Leasingvereinbarung reduziert, dann sind sowohl das Nutzungsrecht als auch die Leasingverbindlichkeit neu zu bewerten. Die hieraus resultierenden anteiligen Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam innerhalb des Betriebsergebnisses erfasst. Die modifizierten Beträge werden dann im Zeitpunkt der Änderung mit dem dann gültigen neuen Zinssatz bewertet.

Die Unternehmensgruppe nimmt die Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie für Leasingverhältnisse von Vermögenswerten mit geringem Wert, die keine kurzfristigen Leasingverhältnisse sind, in Anspruch und erfasst diese linear als Aufwand innerhalb des Betriebsergebnisses.

Sale-and-Leaseback Transaktionen kommen in der Unternehmensgruppe nicht zur Anwendung.

Die Unternehmensgruppe als Leasinggeber:

In seltenen Fällen tritt die Unternehmensgruppe im Rahmen von Untervermietungen als Leasinggeber auf. Hierbei werden Teile von Gebäuden oder auch gesamte Immobilien an externe Leasingnehmer untervermietet.

Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind (finance lease), so setzt der Leasinggeber nicht mehr das Leasingobjekt / Nutzungsrecht, sondern eine Leasingforderung an. Die Höhe der Leasingforderung entspricht im Zugangszeitpunkt dem Nettoinvestitionswert des Leasingobjekts.

Die von den Leasingnehmern gezahlten Leasingraten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. In der Folgebewertung wird die Forderung aus dem Leasingverhältnis um die erhaltenen Tilgungsanteile vermindert. Der Zinsanteil der erhaltenen Zahlungen wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Zinsertrag im Zinsergebnis erfasst.

At Equity bilanzierte Beteiligungen

Zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen zählen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen. Die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen wurden zum Erwerbszeitpunkt zu Anschaffungskosten aktiviert.

In den Folgeperioden werden die Buchwerte jährlich um die auf den Konzern entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ergebniswirksam erhöht oder vermindert. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung (impairment test) wird der Buchwert eines at Equity bilanzierten Unternehmens mit dessen erzielbarem Betrag verglichen. Falls der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt, ist eine Wertminderung (impairment) in Höhe des Differenzbetrages vorzunehmen. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, erfolgt eine entsprechende erfolgswirksame Zuschreibung. Zwischengewinne und -verluste aus Verkäufen zwischen Konzerngesellschaften und der at Equity bilanzierten Gesellschaft werden in Höhe des Beteiligungsprozentsatzes eliminiert.

Entspricht oder übersteigt der Anteil an den Verlusten eines at Equity bilanzierten Unternehmens den Wert einer nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst. Die Anteile werden mit einem Buchwert von Null ausgewiesen. Die überschießenden Verluste werden in einer Nebenrechnung festgehalten. Die in der Folgezeit erzielten Gewinne werden zunächst in der Nebenrechnung zur Verlustverrechnung verwendet. Anteile an künftigen Gewinnen werden erst dann bilanziell erfasst, wenn der Gewinnanteil die in der Nebenrechnung ermittelten Verluste übersteigt.

Verwässerungsgewinne und -verluste, die aus Anteilen an at Equity bilanzierten Unternehmen resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.

Finanzielle nicht derivative Vermögenswerte und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich zusammen aus Wertpapieren, Aktien, Beteiligungen, Ausleihungen, sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Mietkautionen, Baukostenzuschüsse, dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen, Altersteilzeit Erstattungsanspruch) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Nach den Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften des IFRS 9 wird in der Unternehmensgruppe zwischen zwei Klassifizierungskategorien für finanzielle Vermögenswerte unterschieden:

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC)

zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVtPL)

Die Kategorie

zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FVOCI)

kommt in der Unternehmensgruppe nicht zur Anwendung.

Die Zuordnung in die jeweilige Klassifizierungskategorie erfolgt auf Basis:

des Geschäftsmodells der Unternehmensgruppe zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte und

der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts.

Finanzielle Vermögenswerte, die Fremdkapitalinstrumente gemäß IAS 32 sind, werden anhand des Geschäftsmodells und der Struktur der vertraglichen Zahlungsströme klassifiziert. Fremdkapitalinstrumente werden als zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) klassifiziert, wenn das Geschäftsmodell auf die Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme abzielt ("Hold to Collect") und die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag vorsehen.

Finanzielle Vermögenswerte, bei denen entweder das Zahlungsstromkriterium nicht erfüllt ist oder die zu Handelszwecken gehalten werden (weder das Geschäftsmodell "Halten" noch "Halten und Verkaufen"), sowie derivative Finanzinstrumente, die nicht in einer Sicherungsbeziehung designiert sind, sind der Kategorie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust zugeordnet (FVtPL).

Der erstmalige Ansatz der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Transaktionskosten werden bei den finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unmittelbar im Gewinn und Verlust als Aufwand erfasst.

Die Folgebewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt in Abhängigkeit von deren Klassifizierung:

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC): Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Finanzergebnis ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und unter dem übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.

zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVtPL): Gewinne oder Verluste aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten werden im Gewinn oder Verlust saldiert unter dem übrigen Finanzergebnis in der Periode ausgewiesen, in der sie entstehen. Im Rahmen der Folgebewertung werden alle Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden ebenfalls saldiert unter dem übrigen Finanzergebnis in der Periode dargestellt, in der sie entstehen.

Kredite und Forderungen sind finanzielle Vermögenswerte mit festen bzw. bestimmbaren Zahlungsbeträgen, die an keinem aktiven Markt gehandelt werden. Diese sind dem Geschäftsmodell "Halten" mit dem Ziel zugeordnet, die vertraglichen Geldflüsse zu realisieren. Die vertraglichen Geldflüsse stellen dabei ausschließlich Zins und Tilgung auf die ausstehende Kapitalsumme dar. Diese Vermögenswerte werden bei erstmaliger Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. In den Folgejahren erfolgt die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Berücksichtigung eventueller Wertminderungsaufwendungen.

Daneben werden die unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere (fremdverwaltete Mandate) als zu Handelszwecken gehalten (FVtPL) klassifiziert und zum Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert (abgeleitet aus Börsenwerten respektive net asset value) bilanziert. Transaktionskosten werden sofort aufwandswirksam innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine Klassifizierung als zu Handelszwecken gehalten ist gegeben, wenn ein finanzieller Vermögenswert hauptsächlich mit der Absicht erworben wurde, diesen kurzfristig zu verkaufen oder es in der jüngsten Vergangenheit nachweislich kurzfristige Gewinnmitnahmen gab. Im Geschäftsjahr 2019 wurden unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten keine Wertpapiere als zu Handelszwecken gehalten, ausgewiesen.

Für Investition in Eigenkapitalinstrumenten, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, besteht im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung ein einmaliges Wahlrecht, diese zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI) zu bewerten. Die Unternehmensgruppe hat dieses Wahlrecht nicht in Anspruch genommen. Die Beteiligungen werden als zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVtPL) klassifiziert und zum Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Die unter den finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Ausleihungen bzw. Darlehen sowie Cashpooling Forderungen werden als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC) klassifiziert und bei erstmaliger Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. In den Folgejahren erfolgt die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Berücksichtigung eventueller Wertminderungsaufwendungen. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung oder Uneinbringlichkeit der Ausleihungen bzw. Darlehen vor, wird eine erfolgswirksame Abschreibung auf den voraussichtlich noch zu erzielenden Betrag vorgenommen. Dafür wird das 3-Stufen Wertminderungsmodell nach IFRS 9 verwendet. Im Geschäftsjahr 2019 sind keine wesentlichen Wertminderungen bei Ausleihungen und Darlehen entstanden.

Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden dabei zum Barwert unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.

Die Bilanzierung originärer Finanzinstrumente erfolgt bei marktüblichen Käufen zum Wert des Erfüllungstags (settlement day), das heißt zu dem Wert des Tages, an dem der Vermögenswert geliefert wird. Dagegen erfolgt die Bilanzierung der verwalteten Portfolien zum Handelstag (trade day).

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gibt und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag notierten Marktpreis bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Analyse von diskontierten Cashflows sowie die Verwendung anderer Bewertungsmodelle.

Maßgeblich für die Entscheidung über die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes ist der Übergang der mit diesen verbundenen Risiken und Chancen (risks and rewards approach).

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente, wie z.B. Devisentermingeschäfte, Rohstoffderivate, FX Optionen und FX-Swaps, werden grundsätzlich für Sicherungszwecke eingesetzt, um Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft zu reduzieren bzw. die daraus resultierenden Finanzierungserfordernisse abzudecken. Darüber hinaus werden Zinsswaps eingesetzt, um sich gegen Zinsänderungsrisiken aus Finanzierungsgeschäften abzusichern.

Eine Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (hedge accounting) erfolgt dabei im Konzernabschluss nicht.

Die derivativen Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der entsprechende Vertrag abgeschlossen wird, zunächst mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Transaktionskosten angesetzt und nach IFRS 9 mit ihrem beizulegenden Zeitwert (FVtPL) bilanziert und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden.

Als Quellen für die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte werden aktuelle und beobachtbare Marktparameter für Zinssätze und Wechselkurse verwendet. Die beizulegenden Zeitwerte werden durch Anwendung von Bewertungstechniken ermittelt (z.B. Discounted Cashflow Verfahren, Optionspreismodelle).

Eventuelle Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Bilanzierung derivativer Finanzinstrumente erfolgt bei marktüblichen Käufen zum Handelstag (trade day), das heißt, sobald die Unternehmensgruppe Vertragspartner wird.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen alle Kosten des Erwerbs und der Herstellung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Der Nettoveräußerungswert ist der voraussichtliche, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird auf Basis einer gleitenden Durchschnittswertmethode bzw. zu Stichtagswerten ermittelt. Durch angemessene Bildung von Wertkorrekturen wird allen erkennbaren Lagerungs- und Bestandsrisiken Rechnung getragen.

Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, die direkt dem Herstellungsprozess zugeordnet werden können. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden angesetzt, sofern es sich um produktionsbezogene Kosten handelt. Zinsen für Fremdkapital sind nicht mit einbezogen, sondern werden nach IAS 23.7 f. in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.

Forderungen und sonstige Forderungen

Forderungen und sonstige Forderungen stellen nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen und bestimmbaren Zahlungen dar, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Nach IFRS 9 werden dieser Instrumente in die Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC) eingestuft und unterliegen der Effektivzinsmethode.

In den Folgejahren erfolgt die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode, da diese Instrumente mit dem Ziel zur Vereinnahmung von vertraglichen Zahlungsströmen gehalten werden und deren Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf das ausstehende Kapital darstellen.

Die Unternehmensgruppe wendet für Fremdkapitalinstrumente, deren Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt, das Expected-Credit-Loss (ECL)-Modell gemäß IFRS 9 an. Danach ermittelt die Unternehmensgruppe die Wertminderungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, für jeden einzelnen Kunden bzw. für jede Kundengruppe. Hierbei wird jedem Kunden bzw. jeder Kundengruppe ein Rating zugeordnet, welches neben vergangenen und gegenwertigen Bedingungen auch Prognosen künftiger wirtschaftlicher Bedingungen berücksichtigt. Die Höhe der als Risikovorsorge für erwartete Kreditausfälle erfassten Wertberichtigungen hängt grundsätzlich davon ab, inwieweit sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz verschlechtert hat. Eine Risikovorsorge in Höhe des 12-Monats-ECL (Wertberichtigung für die innerhalb der nächsten 12 Monate erwarteten Kreditausfälle) wird ab dem erstmaligen Ansatz des Fremdkapitalinstruments erfasst. Sofern sich das Ausfallrisiko signifikant erhöht hat, wird eine Wertberichtigung für die erwarteten Kreditausfälle über die gesamte Laufzeit des Fremdkapitalinstruments erfasst. Eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos wird angenommen, sobald sich das Rating eines Kunden außerhalb des "Investmentgrades" befindet.

Bestehen an der Einbringlichkeit Zweifel, werden die Forderungen mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag durch Bildung einer individuellen Risikovorsorge (separates Wertberichtigungskonto) nach Betrachtung des Einzelfalles und unter Berücksichtigung des Umfangs der Kreditversicherung angesetzt.

Eine Ausbuchung der Forderung erfolgt, wenn die Uneinbringlichkeit der Forderung feststeht. Individuelle Risikovorsorgen werden bei Zahlung ausgebucht. Eine Inanspruchnahme liegt bei Uneinbringlichkeit vor. Ein aus der Ausbuchung resultierender Gewinn oder Verlust sowie Wertminderungsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bei den kurzfristigen Forderungen und sonstigen Forderungen stellen die ausgewiesenen Buchwerte einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Die Unterscheidung zwischen sonstigen Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten basiert darauf, ob der Anspruch der Gegenleistung auf Geld gerichtet ist oder nicht.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten Schecks, Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben eine Fälligkeit von maximal drei Monaten. Die Nominalbeträge entsprechen wegen der kurzen Fälligkeit den beizulegenden Zeitwerten. Die Bildung einer Risikovorsorge nach IFRS 9 findet aufgrund der kurzfristigen Laufzeit sowie der hohen Bonität der Kreditinstitute nicht statt.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung entsprechen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente den ausgewiesenen Beständen in der Bilanz zuzüglich kurzfristige, äußerst liquide Finanzinstrumenten (commercial papers) abzüglich Kontokorrent-Verbindlichkeiten und Cashpooling, die zum integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition der Unternehmensgruppe gehören.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und damit verbundene Schulden

Als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne Vermögenswerte, um zur Veräußerung stehende Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppe) oder um aufzugebende Geschäftsbereiche handeln. Schulden, die im Zusammenhang mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe bzw. eines aufgegebenen Geschäftsbereichs und werden unsaldiert als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und damit verbundene Schulden" als kurzfristig ausgewiesen.

Langfristige Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen) sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen und nicht mehr planmäßig abzuschreiben. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten werden ebenso wie die Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit bzw. aus der Veräußerung dieser Geschäftsbereiche als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen werden bis zu deren endgültiger Veräußerung dagegen im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen

Die Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne (defined benefit plans) basiert auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method).

Die Bruttopensionsverpflichtung resultiert dabei aus dem Barwert bereits erdienter Pensionsansprüche unter Berücksichtigung finanzieller und demografischer Annahmen. Gleichzeitig erfolgt eine Neubewertung des Planvermögens zum beizulegenden Zeitwert. Der Barwert der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens werden pro Plan saldiert und ergeben die leistungsorientierte Nettoschuld bzw. den Nettovermögenswert. Übersteigt der Fair Value des Planvermögens den Barwert der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung, wird unter Berücksichtigung der Obergrenze für den Vermögenswert (asset ceiling) ein Nettovermögenswert ausgewiesen, sofern die Unternehmensgruppe Verfügungsmacht über diese wirtschaftlichen Vorteile hat.

Die Neubewertungskomponente umfasst zum einen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung, dem Unterschied zwischen tatsächlich realisierter Planvermögensrendite und dem zu Periodenbeginn herangezogenen Rechnungszinssatz sowie gegebenenfalls den Auswirkungen aus der Änderung eines asset ceiling, sofern diese nicht bereits im Nettozinsaufwand enthalten sind. Die Neubewertungen werden erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuern in einer gesonderten Position im Eigenkapital ausgewiesen und zu keinem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht (recycled).

Der Nettozinsaufwand / -ertrag wird im Finanzergebnis ausgewiesen und durch Anwendung des Rechnungszinssatzes auf die zum Jahresanfang bestehende leistungsorientierte Nettoschuld bzw. den Nettovermögenswert unter Berücksichtigung von unterjährigen Veränderungen durch Beitrags- und Leistungszahlungen bestimmt. Der Rechnungszinssatz für die Berechnung der Pensionsrückstellung orientiert sich an dem langfristigen Zinssatz für hochwertige Unternehmensanleihen am Bilanzstichtag.

Der Dienstzeitaufwand ist Teil des Personalaufwands und setzt sich aus dem laufenden Dienstzeitaufwand, dem nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand sowie Gewinnen / Verlusten aus Abgeltungen eines Plans zusammen.

Bei beitragsorientierten Pensionsplänen (defined contribution plans) werden eindeutig festgelegte Beträge an einen externen Versorgungsträger entrichtet. Für die Unternehmensgruppe entsteht über die Erbringung dieser Beträge hinaus keine weitergehende Zahlungsverpflichtung. Die zu leistenden Zahlungen werden mit Fälligkeit im Personalaufwand der Berichtsperiode erfasst.

In Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die Rentenzahlungen in Abhängigkeit vom Einkommen und von den geleisteten Beiträgen übernimmt. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger bestehen für die Unternehmensgruppe keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Aufwand der Periode erfasst.

Für die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitern bestehen leistungs- und beitragsorientierte Versorgungszusagen, die von der Betriebszugehörigkeit und dem Lohn bzw. Gehalt des Mitarbeiters abhängig sind.

Bei dem beitragsorientierten Plan zahlt die Unternehmensgruppe aufgrund einer Betriebsvereinbarung Beiträge an die Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG (HPK), Hamburg / Deutschland. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst.

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer

Für bestehende Verpflichtungen aufgrund von Altersteilzeitregelungen sowie Dienstjubiläen werden entsprechende Rückstellungen in Übereinstimmung mit IAS 19 gebildet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie auftreten.

• Altersteilzeitverpflichtungen

Die in der Unternehmensgruppe abgeschlossenen Altersteilzeitprogramme sind überwiegend nach dem sogenannten "Blockmodell" vereinbart. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und bilanziert werden.

Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktivphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge).

Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Zahlung des Arbeitgebers von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Aufstockungsbeträge müssen aufgrund der Abhängigkeit von zukünftigen Arbeitsleistungen ratierlich über den Erdienungszeitraum angesammelt werden. Der Erdienungszeitraum für Aufstockungsbeträge beginnt bei Anwendung des Blockmodells mit dem Erwerb des Anspruchs des Arbeitnehmers auf Teilnahme am Altersteilzeitprogramm und endet mit Eintritt in die Passivphase.

• Dienstjubiläen

Es bestehen Verpflichtungen gegenüber einem Teil der Mitarbeiter auf Zuwendungen anlässlich von Dienstjubiläen. Die Bewertung gemäß IFRS erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren und wird zum Teil durch einen versicherungsmathematischen Gutachter berechnet.

Das versicherungsmathematische Verfahren zur Bewertung des erdienten Anspruchs ist die Projected Unit Credit Method. Den Berechnungen liegen die biometrischen Grundwerte gemäß den Richttafeln 2018 G nach Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Die Rückstellungen für das Jubiläumsgeld werden in der Bilanz unter der Position sonstige Rückstellungen ausgewiesen.

• Sterbegeldverpflichtungen

Es besteht gegenüber einem Teil der Mitarbeiter die Verpflichtung auf Zahlung von Sterbegeld. Beim Tod eines Arbeitnehmers erhalten der überlebende Ehegatte, die unterhaltsberechtigten Kinder oder die unterhaltenen Eltern ein Sterbegeld in Höhe jenes Betrages, der dem Monatsverdienst des Verstorbenen für den Zeitraum zwischen Todestag und dem letzten Tag des Monats entspricht.

Die Bewertung gemäß IFRS erfolgt durch einen versicherungsmathematischen Gutachter. Das versicherungsmathematische Verfahren zur Bewertung des erdienten Anspruchs ist die Projected Unit Credit Method. Den Berechnungen liegen die biometrischen Grundwerte gemäß den Richttafeln 2018 G nach Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Sterbegeldverpflichtungen werden in der Bilanz unter der Position sonstige Rückstellungen ausgewiesen.

• Abfindungszahlungen

Abfindungszahlungen werden gegebenenfalls fällig, wenn ein Mitarbeiter vor dem regulären Renteneintritt entlassen wird oder wenn ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis austritt. Der Konzern erfasst Abfindungsleistungen, wenn er nachweislich verpflichtet ist, entweder das Arbeitsverhältnis von gegenwärtigen Mitarbeitern entsprechend eines detaillierten formalen Plans, der nicht rückgängig gemacht werden kann, zu beenden oder Abfindungen bei freiwilliger Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Mitarbeiter zu leisten. Der Aufwand wird im Personalaufwand dargestellt, die Verpflichtung wird unter der Position sonstige Rückstellungen ausgewiesen.

• Managementboni und Mitarbeitererfolgsbeteiligungen

Für Managementboni und erfolgsabhängige Mitarbeitertantiemen wird eine Rückstellung basierend auf den entsprechenden Betriebsvereinbarungen gebildet. Der Aufwand wird im Personalaufwand dargestellt.

Sonstige Rückstellungen

Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann.

Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen. Rückstellungen werden auch für nachteilige Verträge gebildet. Ein Vertrag ist nachteilig, wenn die unvermeidbaren Kosten den aus dem Vertrag erwarteten wirtschaftlichen Nutzen übersteigen.

Sofern der aus der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der - sofern im Einzelfall erforderlich - die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen im Finanzergebnis erfasst.

Restrukturierungsrückstellungen

Rückstellungen für Restrukturierungen werden bilanziert, sobald die Unternehmensgruppe einen detaillierten und formellen Restrukturierungsplan verabschiedet und die Restrukturierungen entweder bereits begonnen oder öffentlich bekannt gegeben hat. Aufwendungen für die fortlaufenden Aktivitäten des Konzerns werden nicht zurückgestellt.

Ertragsteuern / latente Steuern

Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung betreffen Steuern aus der laufenden Veranlagung sowie latente Steuern. Ertragsteuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Sachverhalte, die direkt im Eigenkapital erfasst werden. In diesen Fällen werden diese Steuern mit dem Eigenkapital verrechnet.

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden werden mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung des IAS 12 auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem IFRS-Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern für zukünftig nutzbare steuerliche Verluste gebildet. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Zur Berechnung der latenten Steuern werden die Steuersätze verwendet, die am Bilanzstichtag gelten oder faktisch beschlossen sind. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Voraussetzungen des IAS 12.74 erfüllt sind.

Finanzverbindlichkeiten / sonstige finanzielle Verbindlichkeiten / sonstige Verbindlichkeiten

Die Position setzt sich zusammen aus Darlehens- und Anleiheverbindlichkeiten USPP (Finanzverbindlichkeiten), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Unternehmen, sonstigen finanziellen Schulden sowie sonstigen Verbindlichkeiten. Die nicht-derivativen finanziellen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. In den Folgejahren erfolgt die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode (AC). Für kurzfristige Verbindlichkeiten bedeutet dies, dass sie mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt werden. Die ausgewiesenen Buchwerte stellen dabei einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung eines marktadäquaten Zinssatzes mit dem Barwert bilanziert, der dem beizulegenden Zeitwert annähernd entspricht. Sofern der im Zusammenhang mit der Abzinsung ermittelte Differenzbetrag zwischen Barwert und Nominalbetrag aus einem Gesellschafterdarlehen resultiert, wird dieser Differenzbetrag im Eigenkapital berücksichtigt.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn sie zurückgezahlt wird oder durch den Gläubiger oder durch Gesetz erlassen wird.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden werden gemäß IFRS 15 erfasst. Danach werden anhand eines fünfstufigen vertragsbasierten Modells zunächst die relevanten Verträge mit Kunden identifiziert und abgegrenzt. Anschließend werden die im Vertrag explizit oder implizit vereinbarten separaten Leistungsverpflichtungen identifiziert und das Vertragswerk wird auf fixe und variable Vergütungsbestandteile untersucht, um auf dieser Grundlage den jeweiligen Transaktionspreis zu bestimmen. Dabei werden mögliche Restriktionen der Schätzbarkeit von variablen Gegenleistungen angemessen berücksichtigt. Sofern in einem Vertragswerk mehr als eine separate Leistungsverpflichtung identifiziert wird, erfolgt anschließend die Allokation des Transaktionspreises auf die definierten Leistungsverpflichtungen nach der Methode der relativen Einzelveräußerungspreise, die in der Regel als Preise auf den für die jeweiligen Kunden relevanten Märkten bestimmt werden. Die Umsatzrealisierung erfolgt bei der Erfüllung der Leistungsverpflichtung in Abhängigkeit von dem zugrunde liegenden Geschäftsmodell entweder zeitpunkt- oder zeitraumbezogen. Sofern erforderlich, werden auch die im IFRS 15 dargestellten umfangreichen PrinzipalAgent-Überlegungen angemessen in der Vertragsanalyse berücksichtigt.

Die Gewichtung der fünf Stufen hängt von der Ausgestaltung des jeweiligen Geschäftsmodells ab. Auf Basis der zugrunde liegenden Erlösquellen in der Unternehmensgruppe werden im Rahmen der Umsatzrealisierung folgende wesentliche Aspekte beachtet:

Produkte und Waren: Die aus diesen Verträgen resultierenden Umsatzerlöse werden bei Übertragung der Kontrolle grundsätzlich zeitpunktbezogen erfasst. Dies ist bei einer Auslieferung an den Kunden und in Abhängigkeit von den zugrunde liegenden Lieferbedingungen regelmäßig dann der Fall wenn der Kunde den Nutzen über die Leistung (den Vermögenswert) erlangt.

Dienstleistungen: Grundsätzlich werden Dienstleistungen über einen Zeitraum erbracht und der Umsatz wird unter Berücksichtigung einer angemessenen outputoder inputbasierten Methode zur Messung des Leistungsfortschritts erfasst. Sofern zulässig, werden Umsatzerlöse in der Unternehmensgruppe in Höhe des Rechnungsbetrags erfasst, wenn dieser Betrag dem Wert der erbrachten Leistung entspricht.

Lizenzen: Bei umsatzabhängiger Lizenzierung erfolgt die Umsatzrealisierung, wenn die gebührenbegründenden Umsätze des Kunden anfallen.

Zahlungen an Kunden einschließlich Gutschriften oder nachträgliche Preisnachlässe werden grundsätzlich als Erlösminderung erfasst, es sei denn, die Zahlung ist eine Gegenleistung für eine eigenständig abgrenzbare, angemessen bewertbare Lieferung oder Leistung des Kunden.

In der Unternehmensgruppe sind Zahlungen im Durchschnitt nach 43 Tagen fällig.

Ein Vertragsvermögenswert (contract asset) ist anzusetzen, sofern die Unternehmensgruppe aufgrund der Erfüllung einer vertraglichen Leistungsverpflichtung Erlöse erfasst hat, bevor der Kunde eine Zahlung geleistet hat bzw. bevor - unabhängig von der Fälligkeit - die Voraussetzungen für eine Rechnungstellung und damit den Ansatz einer Forderung vorliegen.

Eine Vertragsverbindlichkeit (contract liability) ist anzusetzen, sofern der Kunde eine Zahlung geleistet hat bzw. eine Forderung gegenüber dem Kunden fällig wird, bevor die Unternehmensgruppe eine vertragliche Leistungsverpflichtung erfüllt und damit Erlöse erfasst hat. Vertragsverbindlichkeiten sind innerhalb eines Kundenvertrags mit Vertragsforderungen zu saldieren.

Aktuell liegen keine Sachverhalte vor, die die Definition von Vertragsvermögenswerten und Vertragsverbindlichkeiten erfüllen.

IFRS 15 ermöglicht einige Erleichterungen, von denen in der Unternehmensgruppe die Folgenden angewendet werden:

Vertragskosten umfassen Kosten der Vertragsanbahnung sowie Vertragserfüllungskosten. Diese sind zu aktivieren, wenn davon auszugehen ist, dass die Kosten durch künftige Erlöse aus dem Vertrag kompensiert werden. Kosten der Vertragsanbahnung sind zusätzliche Kosten, die ohne den Vertragsabschluss nicht angefallen wären. Vertragserfüllungskosten sind nach Vertragsbeginn anfallende, direkt zurechenbare Kosten, die der Vertragserfüllung dienen, dieser jedoch zeitlich vorgelagert sind und nicht unter einem anderen Standard zu aktivieren sind. Die Unternehmensgruppe macht von dem Wahlrecht Gebrauch, Vertragskosten, deren Abschreibungszeitraum nicht mehr als ein Jahr betragen würde, grundsätzlich sofort als Aufwand zu erfassen.

Bei der Ermittlung des Transaktionspreises ist der Zeitwert des Geldes zu berücksichtigen, sofern der zeitliche Anfall der Zahlungen entweder dem Kunden (Zahlung nach Erhalt der Leistung oder dem leistenden Unternehmen) oder dem leistenden Unternehmen (Zahlung vor Erbringung der Leistung) einen signifikanten Finanzierungsvorteil verschafft. Als Erleichterungsvorschrift kann von einer Berücksichtigung des Zeitwert des Geldes abgesehen werden, wenn zwischen der Erfüllung der Leistungsverpflichtung und Zahlung nicht mehr als ein Jahr liegt. In der Unternehmensgruppe wird der Wert der Gegenleistung nicht um eine wesentliche Finanzierungskomponente angepasst, sofern sich die Finanzierungskomponente auf einen Zeitraum von nicht mehr als zwölf Monaten bezieht.

Betriebliche Aufwendungen und Erträge werden mit Inanspruchnahme bzw. Erbringung der Leistung erfasst. Zinsaufwendungen bzw. sonstige Fremdkapitalkosten und Zinserträge werden periodengerecht im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand bzw. Ertrag unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode erfasst.

Wertminderung

Die Unternehmensgruppe wendet für Fremdkapitalinstrumente, deren Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt, das Expected-Credit-Loss-Model gemäß IFRS 9 an (siehe auch "Forderungen und sonstige Forderungen").

Der Ansatz erwarteter Kreditverluste (ECL) nutzt ein dreistufiges Vorgehen zur Allokation von Wertberichtigungen:

Stufe 1: Erwartete Kreditausfälle innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag

Die Stufe 1 beinhaltet alle Verträge ohne wesentlichen Anstieg des Kreditrisikos seit der erstmaligen Erfassung. Es wird eine Risikovorsorge für einen erwarteten Kreditverlust über die Laufzeit des Instruments, welcher auf einen Ausfall innerhalb der nächsten zwölf Monate zurückzuführen ist, erfasst.

Stufe 2: Erwartete Kreditausfälle über die gesamte Laufzeit

Sofern ein finanzieller Vermögenswert nach seinem erstmaligen Ansatz eine signifikante Steigerung des Kreditrisikos erfahren hat, wird er in Stufe 2 eingeordnet. Hierbei wird eine Risikovorsorge über die erwarteten Kreditausfälle erfasst, welche über mögliche Zahlungsausfälle über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts bemessen wird. Eine signifikante Steigerung des Kreditrisikos wird angenommen, wenn das Finanzinstrument nicht mehr als investment grade bewertet wurde.

Stufe 3: Erwartete Kreditverluste über die gesamte Laufzeit - bonitätsbeeinträchtigt

Sofern ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt oder ausgefallen ist, wird er der Stufe 3 zugeordnet. Finanzielle Vermögenswerte werden als bonitätsbeeinträchtigt betrachtet, wenn objektive Hinweise gegeben sind, dass ein oder mehrere Ereignisse eingetreten sind, die einen negativen Einfluss auf die zukünftig erwarteten Cashflows aus dem Vermögenswert haben. Objektive Hinweise können sich z.B. aus der Altersstruktur der Forderungen bzw. wesentliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners ergeben.

Der Wertminderungsaufwand von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, ermittelt sich als wahrscheinlichkeitsgewichteter Barwert aller Zahlungsströme über die erwartete Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts. Der Wertminderungsaufwand wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bei der Bilanzierung von Vermögenswerten, die nicht Vorräte, latente Steueransprüche oder Finanzinstrumente sind, wird an jedem Bilanzstichtag geprüft, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, wird der erzielbare Betrag (als höherer der Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert) ermittelt und mit dem bilanzierten Buchwert verglichen. Ist dieser geringer als der Buchwert, erfolgt eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag. Der Wertminderungsaufwand wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Ist dies der Fall, so wird der Buchwert des Vermögenswertes auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Dieser Betrag darf jedoch nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird sofort im Periodenergebnis erfasst. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, wird der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden angepasst, um so den berichtigten Buchwert des Vermögenswertes, abzüglich eines etwaigen Restbuchwertes, systematisch auf seine Nutzungsdauer zu verteilen.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich - bei Vorliegen von Anhaltspunkten einer Wertänderung auch unterjährig - auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Zur Ermittlung eines Wertminderungsaufwands wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Als erzielbarer Betrag wird der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit herangezogen. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes nach Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken der zahlungsmittelgenerierenden Einheit widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Sofern der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst, der zunächst vollständig zu Lasten des Geschäfts- oder Firmenwertes gebucht wird. Im Berichtsjahr entstand - wie im Vorjahr - kein Wertminderungsaufwand. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand wird bei Erhöhung des erzielbaren Betrags in den Folgejahren nicht aufgeholt.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen

Bei der Aufstellung der Konzernbilanz sind vom Management zu einem gewissen Grad Schätzungen und Annahmen vorzunehmen. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie Schätzungen aufgrund aktueller Kenntnisse von Sachverhalten, die sich naturgemäß durch Ungewissheit auszeichnen und Veränderungen unterliegen können. Schätz- und prämissenintensive Bilanzierungsgrundsätze können sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Prämissen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Annahmen zukünftiger Zahlungsströme (z.B. Mittelabfluss bei Rückstellungen) und versicherungsmathematischer Annahmen, die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Planungsprämissen und Abzinsungssätze zur Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung (impairment test), die Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern.

Grundlegende Annahmen und Schätzungen werden fortlaufend vom Management bewertet und überprüft. Sobald Änderungen bezüglich bilanzierter Schätzungen von dem Erwarteten abweichen, werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden sowie die Erträge und Aufwendungen angepasst.

Die Prüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt jährlich auf Grundlage von aus der Ertragsplanung abgeleiteten Cashflow-Prognosen. Die tatsächliche Entwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit in den zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung (impairment test) abweichen. Zu den Buchwerten und Einzelheiten der Bewertung vergleiche Tz. [1].

Die Anwendung der Erwerbsmethode beinhaltet die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte sowie der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt. Zur Schätzung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte muss die Unternehmensgruppe die erwarteten künftigen Cashflows aus einigen dieser Vermögenswerte schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Vermögenswerte zu ermitteln.

Im Rahmen der Bewertung der Marken wurden Annahmen über Umsatzentwicklung, Lebenszyklen von Produkten und Lizenzentgelte von Markenrechten getroffen. Die tatsächliche Entwicklung in den zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung (impairment test) bzw. der Kaufpreisallokation (purchase price allocation) abweichen. Zu den Buchwerten und Einzelheiten der Bewertung vergleiche Tz. [1].

Hinsichtlich der Bilanzierung von Kundenstämmen wurden Annahmen über kundenbezogene Umsatzentwicklungen, EBITDA-Margen und vermögenswertspezifische Risikozuschläge getroffen. Die tatsächliche Entwicklung in den zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung der Kaufpreisallokation (purchase price allocation) abweichen.

Aktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, als ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint, das heißt, wenn in zukünftigen Perioden ein positives steuerliches Ergebnis zu erwarten ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen.

Die Festlegung von individuellen Risikovorsorgen auf Forderungen erfolgt unter Berücksichtigung der Altersstruktur der Forderungen sowie des Umfangs der Kreditversicherung der jeweiligen Forderung auf Basis einer Einzelfallbetrachtung.

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeitsraten und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen gewissen Unsicherheiten. Zu den Buchwerten und Einzelheiten der Bewertung vergleiche Tz. [15].

Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken, sodass aus gegenwärtiger Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung in der Konzernbilanz auszugehen ist.

Angaben zur Konzernbilanz

Langfristige Vermögenswerte

[1] Immaterielle Vermögenswerte

Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ist im nachfolgenden Konzernanlagespiegel dargestellt:

In T€ Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geleistete Anzahlungen Geschäfts- oder Firmenwert Gesamt
Anschaffungskosten Stand 01.01.2019 564.837 51 289.330 854.217
Währungsdifferenzen 15.174 3 11.127 26.304
Zugänge 5.519 408 0 5.927
Zugänge Konsolidierungskreis 215 27 7.402 7.644
Umbuchungen 1.022 0 0 1.022
Abgänge -7.432 0 0 -7.432
Abgänge Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Stand 31.12.2019 579.335 488 307.859 887.682
Kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2019 -268.281 0 1.113 -267.167
Währungsdifferenzen Bestand -5.832 0 -10 -5.842
Abschreibungen -31.956 0 0 -31.956
Wertminderungen -6.769 0 -1.729 -8.498
Zugänge Konsolidierungskreis -153 0 0 -153
Umbuchungen 0 0 0 0
Abgänge 7.431 0 0 7.431
Abgänge Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zuschreibungen 0 0 0 0
Währungsdifferenzen lfd. Jahr -580 0 0 -580
Stand 31.12.2019 -306.140 0 -626 -306.764
Restbuchwert 31.12.2018 296.556 51 290.443 587.050
Restbuchwert 31.12.2019 273.195 488 307.233 580.915

Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten.

Der Wertminderungsaufwand des laufenden Geschäftsjahres entfällt mit T€ 6.574 auf die außerordentliche Abschreibung der Marke "Frijj", mit T€ 1.729 auf die vollständige Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes der PepperPark GmbH sowie mit T€ 195 auf nicht mehr genutzte Software.

Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:

In T€ Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geleistete Anzahlungen Geschäfts- oder Firmenwert Gesamt
Anschaffungskosten Stand 01.01.2018 714.489 114 318.983 1.033.585
Währungsdifferenzen -2.347 -2 -1.692 -4.041
Zugänge 8.573 80 0 8.653
Zugänge Konsolidierungskreis 22.381 0 1.985 24.366
Umbuchungen 4.331 -141 0 4.190
Abgänge -107 0 0 -107
Abgänge Konsolidierungskreis -182.483 0 -29.946 -212.429
Stand 31.12.2018 564.837 51 289.330 854.217
Kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2018 -265.160 0 1.310 -263.849
Währungsdifferenzen Bestand 811 0 -197 614
Abschreibungen -31.378 0 0 -31.378
Wertminderungen 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Abgänge 108 0 0 108
Abgänge Konsolidierungskreis 19.593 0 0 19.593
Zuschreibungen 7.538 0 0 7.538
Währungsdifferenzen lfd. Jahr 207 0 0 207
Stand 31.12.2018 -268.281 0 1.113 -267.167
Restbuchwert 31.12.2017 449.329 114 320.293 769.736
Restbuchwert 31.12.2018 296.556 51 290.443 587.050

Die Position Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten gliedert sich wie folgt auf:

In T€ Software Milcheinstandsgelder Marke Kundenstamm Mietverträge Sonstige
Anschaffungskosten Stand 01.01.2019 113.052 3.650 205.322 202.040 14.917 25.857
Währungsdifferenzen 3.412 0 4.958 6.028 767 10
Zugänge 5.489 0 0 18 0 12
Zugänge Konsolidierungskreis 71 0 0 0 0 145
Umbuchungen 1.022 0 0 0 0 0
Abgänge -971 -2 -6.459 0 0 0
Stand 31.12.2019 122.075 3.648 203.821 208.086 15.684 26.021
Kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2019 -84.883 -2.358 -59.160 -99.223 -7.588 -15.070
Währungsdifferenzen Bestand -1.154 0 -1.970 -2.310 -390 -7
Abschreibungen -11.542 -647 -5.323 -11.334 -1.609 -1.501
Wertminderungen -195 0 -6.574 0 0 0
Zugänge Konsolidierungskreis -64 0 0 0 0 -89
Abgänge 971 1 6.459 0 0 0
Zuschreibungen 0 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen lfd. Jahr -205 0 -135 -190 -49 0
Stand 31.12.2019 -97.071 -3.004 -66.703 -113.057 -9.636 -16.667
Restbuchwert 31.12.2018 28.169 1.292 146.162 102.817 7.329 10.787
Restbuchwert 31.12.2019 25.003 644 137.118 95.029 6.048 9.353
In T€ Gesamt
Anschaffungskosten Stand 01.01.2019 564.837
Währungsdifferenzen 15.174
Zugänge 5.519
Zugänge Konsolidierungskreis 215
Umbuchungen 1.022
Abgänge -7.432
Stand 31.12.2019 579.335
Kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2019 -268.281
Währungsdifferenzen Bestand -5.832
Abschreibungen -31.956
Wertminderungen -6.769
Zugänge Konsolidierungskreis -153
Abgänge 7.431
Zuschreibungen 0
Währungsdifferenzen lfd. Jahr -580
Stand 31.12.2019 -306.140
Restbuchwert 31.12.2018 296.556
Restbuchwert 31.12.2019 273.195

Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:

In T€ Software Milcheinstandsgelder Marke Kundenstamm Mietverträge Sonstige
Anschaffungskosten Stand 01.01.2018 105.101 1.830 361.779 187.899 29.953 27.926
Währungsdifferenzen -325 0 -838 -1.063 -123 2
Zugänge 6.519 1.820 0 17 0 217
Zugänge Konsolidierungskreis 2.958 0 4.759 14.664 0 0
Umbuchungen 4.239 0 0 92 0 0
Abgänge -474 0 0 431 0 -64
Abgänge Konsolidierungskreis -4.966 0 -160.378 0 -14.913 -2.226
Stand 31.12.2018 113.052 3.650 205.322 202.040 14.917 25.857
Kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2018 -78.359 -1.783 -54.389 -88.123 -19.220 -23.285
Währungsdifferenzen Bestand 152 0 276 331 50 1
Abschreibungen -11.062 -575 -5.103 -11.067 -2.080 -1.491
Wertminderungen 0 0 0 0 0 0
Abgänge 474 0 0 -430 0 64
Abgänge Konsolidierungskreis 3.821 0 0 0 13.644 2.128
Zuschreibungen 24 0 0 0 0 7.514
Währungsdifferenzen lfd. Jahr 67 0 56 66 18 0
Stand 31.12.2018 -84.883 -2.358 -59.160 -99.223 -7.588 -15.070
Restbuchwert 31.12.2017 26.742 47 307.390 99.776 10.733 4.641
Restbuchwert 31.12.2018 28.169 1.292 146.162 102.817 7.329 10.787
In T€ Gesamt
Anschaffungskosten Stand 01.01.2018 714.489
Währungsdifferenzen -2.347
Zugänge 8.573
Zugänge Konsolidierungskreis 22.381
Umbuchungen 4.331
Abgänge -107
Abgänge Konsolidierungskreis -182.483
Stand 31.12.2018 564.837
Kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2018 -265.160
Währungsdifferenzen Bestand 811
Abschreibungen -31.378
Wertminderungen 0
Abgänge 108
Abgänge Konsolidierungskreis 19.593
Zuschreibungen 7.538
Währungsdifferenzen lfd. Jahr 207
Stand 31.12.2018 -268.281
Restbuchwert 31.12.2017 449.329
Restbuchwert 31.12.2018 296.556

Die Markenrechte sind den unten genannten ZGE wie folgt zugeordnet:

Markenrechte
in T€
31.12.2019 31.12.2018
ZGE Homann 88.186 1 88.241
ZGE Culina UK 45.696 47.065
ZGE Müller Milk & Ingredients 3.236 10.856
Gesamt 137.118 146.162

1 davon Marke Homann T€ 65.623, Marke Nadler T€ 14.354, Marke Lisner T€ 4.670, Marke Hamker T€ 920, Marke Pfennigs T€ 895, Marke Polarica T€ 1.008 und Marke Hopf T€ 716

Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind den unten genannten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

Geschäfts- oder Firmenwerte
in T€
31.12.2019 31.12.2018
ZGE Zweigniederlassung Veenendal 6.071 6.071
ZGE Müller Milk & Ingredients 82.573 78.537
ZGE Homann 73.845 73.795
ZGE Culina UK 144.744 132.040
Gesamt 307.233 290.443

Die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten, die als erzielbarer Betrag verwendet werden, erfolgt auf Basis künftiger diskontierter Cashflows unter Verwendung von Eingangsparametern (inputs) des Levels 3 der Fair Value Hierarchie (vgl. Tz. [30]).

ZGE Zweigniederlassung Veenendal

Die Werthaltigkeitsprüfung für den Geschäfts- oder Firmenwert wird für die Zweigniederlassung Veenendal / Niederlande, als zahlungsmittelgenerierende Einheit auf Grundlage des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten jährlich zum 30. November durchgeführt. Basis für die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- und Firmenwertes ist die Mittelfristplanung (Detailplanungsphase) über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung des erzielbaren Betrages herangezogen werden, sind Abzinsungssätze, Wachstumsraten des Endwertes und die Wachstumsrate des EBIT. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte basieren auf externen und internen Quellen und stellen die Beurteilung des Managements der zukünftigen Entwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit dar.

Die wesentlichen Annahmen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit für die Zweigniederlassung Veenendal stellen sich wie folgt dar:

Angaben zur ZGE Zweigniederlassung Veenendal 2019 2018
Bewertungsstichtag 30.11.2019 30.11.2018
Abzinsungssatz nach Steuern 6,20 % 5,57 %
Nachhaltige Wachstumsrate 1,00 % 1,00 %

Aufgrund der positiven Entwicklung der Zweigniederlassung Veenendal / Niederlande, ergibt sich - wie bereits im Vorjahr - kein Wertminderungsbedarf.

Da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wesentlich übersteigt, wird keine Sensitivitätsanalyse vorgenommen.

ZGE Müller Milk & Ingredients

Die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Akquisition der Robert Wiseman Dairies plc wurde auf Basis der ZGE Müller Milk & Ingredients, die auch den ehemaligen Geschäftsbereich Wiseman umfasst, durchgeführt. Die Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes auf eine Wertminderung basiert auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, der durch diskontierte Cashflow-Prognosen (Zeitraum fünf Jahre) geschätzt wurde. Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung des erzielbaren Betrages herangezogen werden, sind Abzinsungssätze, Wachstumsraten des Endwertes und die Wachstumsrate des EBIT. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte basieren auf externen und internen Quellen und stellen die Beurteilung des Managements zur zukünftigen Entwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit dar.

Die wesentlichen Annahmen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Müller Milk & Ingredients stellen sich wie folgt dar:

Angaben zur ZGE Müller Milk & Ingredients 2019 2018
Bewertungsstichtag 31.12.2019 31.12.2018
Abzinsungssatz nach Steuern 5,69 % 5,96 %
Nachhaltige Wachstumsrate 1,00 % 1,00 %

Aufgrund der geplanten Entwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Müller Milk & Ingredients ergibt sich - wie bereits im Vorjahr - kein Wertminderungsbedarf. Die Veränderung im Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Umrechnung mit dem aktuellen Stichtagskurs.

Zur Validierung der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten wurden weitere Szenarien bezüglich den oben beschriebenen wesentlichen Bewertungsparametern durchgeführt. Dabei wurde vom Management eine Erhöhung bzw. Reduzierung des Abzinsungssatzes nach Steuern oder der nachhaltigen Wachstumsrate um jeweils +/-1,00 % als möglich erachtet.

In keinem der dargestellten Szenarien hätte eine Veränderung der zugrunde gelegten Bewertungsparameter zu einem Wertminderungsbedarf geführt.

Die Werthaltigkeitsprüfung des Markenrechtes "Frijj", welches im Rahmen der Akquisition des Milchgeschäfts der Dairy Crest Ltd. zum 26. Dezember 2015 in das Anlagevermögen der Müller UK & Ireland Group übergegangen ist, wurde auf Basis der ZGE Müller Milk & Ingredients, die neben dem ehemaligen Geschäftsbereich Wiseman auch den ehemaligen Geschäftsbereich Dairy Crest beinhaltet, durchgeführt. Aufgrund reduzierter Ertragserwartungen ergab sich im Geschäftsjahr 2019 ein Wertminderungsbedarf in Höhe von T€ 6.574 (Vorjahr: T€ 0).

ZGE Culina UK

Die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes sowie des Markenrechtes der ZGE Culina UK wurde zuletzt auf den 31. Dezember 2019 durchgeführt. Basis für die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes der ZGE Culina UK, die auf Basis der Berechnung eines Nutzungswertes erfolgt, ist eine von der Unternehmensführung genehmigte Mittelfristplanung über einen Zeitraum von drei Jahren.

Die wesentlichen Annahmen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Culina UK stellen sich wie folgt dar:

Angaben zur ZGE Culina UK 2019 2018
Bewertungsstichtag 31.12.2019 31.12.2018
Abzinsungssatz nach Steuern 8,00 % 8,00 %
Nachhaltige Wachstumsrate 2,50 % 2,50 %

Die Wachstumsrate entspricht der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate des Sektors und berücksichtigt die Entwicklung der Inflationsrate des Wirtschaftsraumes.

Für 2019 wurde wie im Vorjahr kein Wertminderungsbedarf der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. des Markenrechtes ermittelt.

Da der Nutzungswert den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wesentlich übersteigt, wird keine Sensitivitätsanalyse vorgenommen.

ZGE Homann

Die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes sowie der Markenrechte der ZGE Homann wurde zuletzt auf den 30. September 2019 durchgeführt. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Homann wird auf Basis der Berechnung eines beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf Finanzplänen basieren, die von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren genehmigt wurden.

Die wesentlichen Annahmen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Homann stellen sich wie folgt dar:

Angaben zur ZGE Homann 2019 2018
Bewertungsstichtag 30.09.2019 31.12.2018
Abzinsungssatz nach Steuern 4,30 % periodenspezifisch zwischen 5,52 % und 7,96 %
Nachhaltige Wachstumsrate +1,00 % -1,00 %

Die Wachstumsrate entspricht der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate des Sektors und berücksichtigt die Entwicklung der Inflationsrate des Wirtschaftsraumes. Die für die Berechnung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten zugrunde liegenden Cashflow-Prognosen unterstellen eine bestimmte Umsatzentwicklung der Geschäftseinheit, die in den folgenden Jahren Steigerungsraten zwischen +1,0 % und +9,2 % aufweisen. Diese Umsatzsteigerungen wurden aus dem aktuellen Geschäftsplan entnommen.

Für 2019 wurde wie im Vorjahr kein Wertminderungsbedarf der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. des Markenrechtes ermittelt.

Die Unternehmensleitung ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten bzw. Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren beizulegenden Wert wesentlich übersteigt. Dabei wurde von der Unternehmensleitung eine Erhöhung bzw. Reduzierung des Abzinsungssatzes nach Steuern oder der nachhaltigen Wachstumsrate um jeweils +/-1,00 % als möglich erachtet.

[2] Forschung und Entwicklung

In der Unternehmensgruppe fallen zentrale Forschungs- und Entwicklungskosten primär im Technikum Freising, Freising / Deutschland, an. Des Weiteren fallen Forschungs- und Entwicklungskosten direkt in einzelnen Konzerngesellschaften für die Entwicklung und Veränderung von Produkten und Produktrezepturen an. Im Geschäftsjahr sind im Konzern T€ 16.767 (Vorjahr: T€ 17.566) Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen, die - da die Kriterien für eine Aktivierung von Entwicklungskosten nicht erfüllt waren - während der Berichtsperiode als Aufwand erfasst wurden.

[3] Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen zeigt der folgende Anlagespiegel:

In T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Finanzierungsleasing Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungswerte Stand 01.01.2019 791.764 2.091.899 349.945 25.301 214.573 3.473.482
Währungsdifferenzen 20.626 38.217 11.831 0 4.923 75.597
Zugänge 22.220 148.447 39.689 0 128.028 338.384
Nachaktivierungen 40 1 0 0 0 41
Zugänge Konsolidierungskreis 0 0 31 0 0 31
Umgliederungen nach IFRS 16 0 0 0 -25.301 0 -25.301
Umbuchungen 26.967 87.003 12.439 0 -119.499 6.910
Umgliederungen nach IFRS 5 -3.635 -2.657 -442 0 0 -6.734
Abgänge -8.130 -41.293 -27.368 0 -3.119 -79.910
Abgänge Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2019 849.852 2.321.617 386.125 0 224.906 3.782.499
Kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2019 -261.978 -1.437.219 -195.002 -18.125 -241 -1.912.565
Währungsdifferenzen Bestand -3.897 -24.787 -5.586 0 0 -34.270
Abschreibungen -19.716 -120.484 -37.056 0 0 -177.256
Wertminderungen -1.145 -38.716 -205 0 -18.285 -58.351
Nachaktivierungen -7 -1 0 0 0 -8
Zugänge Konsolidierungskreis 0 0 -19 0 0 -19
Umgliederungen nach IFRS 16 0 0 0 18.125 0 18.125
Umbuchungen 0 -1.222 -2.576 0 0 -3.798
Umgliederungen nach IFRS 5 1.497 2.319 365 0 0 4.182
Zuschreibungen 691 1.785 221 0 241 2.938
Abgänge 6.704 36.777 25.593 0 0 69.074
Abgänge Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen lfd. Jahr -300 -1.421 -781 0 75 -2.427
Stand 31.12.2019 -278.151 -1.582.969 -215.046 0 -18.210 -2.094.375
Restbuchwert 31.12.2018 529.786 654.680 154.943 7.176 214.332 1.560.917
Restbuchwert 31.12.2019 571.701 738.648 171.079 0 206.696 1.688.124

Die Wertminderungen in der Berichtsperiode belaufen sich auf T€ 58.351 (Vorjahr: T€ 13.839) und stellen die Wertminderung von bestimmten Sachanlagen auf ihren erzielbaren Betrag dar. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswertes bestimmt.

Die Wertminderungen betreffen in Höhe von T€ 56.543 (Vorjahr: T€ 11.710) den Geschäftsbereich Molkerei und entfallen im Wesentlichen auf technische Anlagen und Maschinen im Zusammenhang mit der Schließung eines Produktionsstandortes für Frischmilch in Foston / England sowie außerplanmäßigen Abschreibungen diverser Anlagen aufgrund dauerhafter Nicht-Nutzung. Weiterhin betreffen die Wertminderungen in Höhe von T€ 1.808 (Vorjahr: T€ 577) den Geschäftsbereich Feinkost.

Aus den Anlagen im Bau wurden T€ 1.022 (Vorjahr: T€ 4.190) in die Position Software umgebucht.

Zum Stichtag bestehen vertragliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 73.050 (Vorjahr: T€ 13.786) zum Erwerb von Sachanlagen. Des Weiteren wurde im Berichtsjahr Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 6.505) als Sicherheit für Finanzverbindlichkeiten verpfändet.

Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung wie folgt dar:

In T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Finanzierungsleasing Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungswerte Stand 01.01.2018 744.563 1.943.272 506.188 32.700 165.629 3.392.352
Währungsdifferenzen -3.589 -6.274 -1.597 -243 -862 -12.565
Zugänge 33.281 97.530 47.501 48 199.698 378.058
Zugänge Konsolidierungskreis 4.751 17.322 3.464 0 0 25.537
Umbuchungen 32.598 81.599 23.353 -4.045 -137.725 -4.220
Umgliederungen nach IFRS 5 -7.229 0 0 0 0 -7.229
Abgänge -1.948 -31.802 -30.760 -3.159 -11.309 -78.978
Abgänge Konsolidierungskreis -10.663 -9.748 -198.204 0 -858 -219.473
Stand 31.12.2018 791.764 2.091.899 349.945 25.301 214.573 3.473.482
Kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2018 -262.932 -1.374.900 -332.156 -19.610 -351 -1.989.949
Währungsdifferenzen Bestand 809 4.280 834 139 0 6.062
Abschreibungen -19.310 -106.145 -42.644 -3.554 1 -171.652
Wertminderungen -947 -881 -1.720 0 -10.291 -13.839
Zugänge Konsolidierungskreis -223 -9.598 -1.033 0 0 -10.854
Umbuchungen -17 -724 -1.878 2.649 0 30
Umgliederungen nach IFRS 5 5.210 0 0 0 0 5.210
Zuschreibungen 10.289 17.112 2.433 0 270 30.104
Abgänge 1.703 25.747 29.794 2.218 10.131 69.593
Abgänge Konsolidierungskreis 3.318 7.440 151.134 0 0 161.892
Währungsdifferenzen lfd. Jahr 122 450 234 33 -1 838
Stand 31.12.2018 -261.978 -1.437.219 -195.002 -18.125 -241 -1.912.565
Restbuchwert 31.12.2017 481.631 568.372 174.032 13.090 165.278 1.402.403
Restbuchwert 31.12.2018 529.786 654.680 154.943 7.176 214.332 1.560.917

[4] Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Der Konzern hält eine Mischimmobilie mit Gewerbe- und Wohnflächen, die als Finanzinvestition im Sinne des IAS 40 gilt. Die Immobilie befindet sich im Zentrum der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, Deutschland, in guter Wohnlage und 1b Geschäftslage. Der ausgewiesene Buchwert dieser Immobilie beträgt zum 31. Dezember 2019 T€ 22.880 (Vorjahr: T€ 23.346). Der beizulegende Zeitwert beträgt T€ 56.900 (Vorjahr: T€ 56.900) und wurde durch einen externen Gutachter anhand vergleichbarer Marktmieten sowie eines Bewertungsmodells (Ertragswertermittlung) gemäß Wertermittlungsverordnung mit Stichtag zum 3. Januar 2019 (ImmoWertV) ermittelt.

Aus der als Finanzinvestition angesetzten Immobilie wurden insgesamt Mieteinnahmen in Höhe von T€ 2.792 (Vorjahr: T€ 2.726) erzielt. Die mit der Erzielung der Erlöse verbundenen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2019 T€ 762 (Vorjahr: T€ 773).

Im Berichtsjahr wurden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 15.500) als Sicherheit für Finanzverbindlichkeiten verpfändet.

Der Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie entwickelte sich wie folgt:

In T€ Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie
Anschaffungswerte Stand 01.01.2019 27.111
Zugänge 0
Stand zum 31.12.2019 27.111
Kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2019 3.765
Zugänge 466
Stand zum 31.12.2019 4.231
Restbuchwert zum 31.12.2018 23.346
Restbuchwert zum 31.12.2019 22.880

[5] At Equity bilanzierte Beteiligungen

Die folgenden Gesellschaften werden nach der Equity-Methode bilanziert:

In T€ 31.12.2019 31.12.2018
IPS at Eddie Stobart Ltd., Market Drayton / England 1 221 240
Culina Logistics Ireland Ltd., Dublin / Irland 1 0 0
Organext Life Science B.V., Arnheim / Niederlande 2 450 300
At Equity bilanzierte Beteiligungen 671 540

1 Gemeinschaftsunternehmen
2 Assoziiertes Unternehmen

Zusammengefasste Informationen zu Gemeinschaftsunternehmen, die einzeln unwesentlich sind:

In T€ 31.12.2019 31.12.2018
Anteil des Konzerns am Gewinn / Verlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen -18 167
Anteil des Konzerns am sonstigen Ergebnis -1 -1
Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis -19 166
Währungsdifferenz 0 0
Buchwerte der Konzernanteile an diesen Unternehmen 221 240

Zusammengefasste Informationen zu assoziierten Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind:

In T€ (Basis: letzter vorliegender Abschluss) 31.12.2019 31.12.2018
Anteil des Konzerns am Gewinn / Verlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen 0 0
Anteil des Konzerns am sonstigen Ergebnis 0 0
Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis 0 0
Buchwerte der Konzernanteile an diesen Unternehmen 450 300

[6] Finanzielle Vermögenswerte

Die Veränderung der finanziellen, nicht derivativen Vermögenswerte stellt sich im Berichtsjahr sowie in der Vorperiode wie folgt dar:

In T€ Beteiligungen Sonstige finanzielle Vermögenswerte Wertpapiere des Anlagevermögens Ausleihungen
Anschaffungswerte Stand 01.01.2019 2.738 1.426 48.129 25.362
Währungsumrechnungsdifferenz 102 3 0 64
Zugänge 1.407 10 17.694 21.512
Umbuchungen 0 0 0 -1.750
Abgänge -22 -73 -10.614 -6.652
Stand 31.12.2019 4.224 1.366 55.209 38.537
Kumulierte Wertminderungen / -aufholungen Stand 01.01.2019 -31 -64 22.367 -5.812
Währungsumrechnungsdifferenz 0 0 0 0
Wertminderungen (-) / -aufholungen (+) 0 0 2.357 0
Veränderungen beizulegender Zeitwert (ergebnisneutral) 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 -68
Stand 31.12.2019 -31 -64 24.724 -5.880
Restbuchwert 31.12.2018 2.707 1.362 70.496 19.550
Restbuchwert 31.12.2019 4.193 1.302 79.933 32.656
In T€ Beteiligungen Sonstige finanzielle Vermögenswerte Wertpapiere des Anlagevermögens Ausleihungen
Anschaffungswerte Stand 01.01.2018 4.949 1.742 108.012 21.491
Währungsumrechnungsdifferenz 28 2 0 148
Zugänge 26 31 39.400 5.363
Umbuchungen -1.445 0 -9.162 8.517
Abgänge -820 -349 -90.121 -10.157
Stand 31.12.2018 2.738 1.426 48.129 25.362
Kumulierte Wertminderungen / -aufholungen Stand 01.01.2018 1.039 -64 11.584 -5.802
Währungsumrechnungsdifferenz 0 0 0 0
Wertminderungen (-) / -aufholungen (+) 0 0 0 0
Veränderungen beizulegender Zeitwert (ergebnisneutral) 0 0 0 0
Umbuchungen -1.039 0 10.783 0
Abgänge -31 0 0 -10
Stand 31.12.2018 -31 -64 22.367 -5.812
Restbuchwert 31.12.2017 5.988 1.678 119.596 15.689
Restbuchwert 31.12.2018 2.707 1.362 70.496 19.550

Die Bre Holding AG, Zug / Schweiz, wird mangels maßgeblichen Einflusses aufgrund gesellschaftsvertraglicher Vereinbarungen als Beteiligung in Höhe von T€ 2.760 (Vorjahr: T€ 2.658) ausgewiesen.

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen nicht verpfändetes Planvermögen in Höhe von T€ 1.207 (Vorjahr: T€ 1.270) und Mietkautionen in Höhe von T€ 95 (Vorjahr: T€ 91).

Die Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 Anlagen im Rahmen des Asset Managements in Höhe von T€ 79.933 (Vorjahr: T€ 70.496).

Die Ausleihungen enthalten ein Schuldscheindarlehen, Darlehen an Landwirte, Mitarbeiterdarlehen sowie Darlehen an Dritte in Höhe von T€ 32.656 (Vorjahr: T€ 19.550), die zu marktüblichen Bedingungen ausgegeben werden. Die vereinbarten Zinssätze für Mitarbeiterdarlehen und Darlehen an Landwirte liegen zwischen 0,0 % und 4,5 %. Ein Darlehen an einen fremden Dritten wird mit dem 3-M-Euribor zuzüglich Marge verzinst.

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten außerdem diverse Devisentermingeschäfte mit Fälligkeiten bis Juli 2022 zur Absicherung der Darlehensrückzahlungen der USPP-Anleihen mit positivem beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 25.203 (Vorjahr: T€ 15.620).

[7] Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

In T€ 31.12.2019 31.12.2018
Wertguthaben Altersteilzeit 3.032 2.044
Übrige 975 0
Gesamt 4.007 2.044

Kurzfristige Vermögenswerte

[8] Vorräte

Im Einzelnen gliedern sich die Vorräte wie folgt:

In T€ 31.12.2019 31.12.2018
Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe 157.718 150.173
Unfertige Erzeugnisse / Leistungen 17.829 16.556
Fertige Erzeugnisse und Waren 127.120 135.280
Gesamt 302.667 302.009

In 2019 beträgt die Abwertung von Vorräten auf den Nettoveräußerungswert T€ 12.698 (Vorjahr: T€ 15.305). Diese verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Vorratsbestände:

In T€ 31.12.2019 31.12.2018
Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe 7.845 6.559
Unfertige und Fertige Erzeugnisse, Handelswaren 4.853 8.746
Gesamt 12.698 15.305

Die Veränderungen der Abwertungen wurden in der jeweiligen Berichtsperiode aufwandswirksam erfasst.

Der Betrag der Vorräte, der während der Periode als Aufwand erfasst wurde, beträgt T€ 3.581.517 (Vorjahr: T€ 3.583.890).

[9] Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Informationen über das Ausmaß der in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken sind in der Tabelle "Risikomanagement / Kreditrisiko" unter Tz. [30] dargestellt. Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen.

[10] Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

In T€ 31.12.2019 31.12.2018
Forderungen aus Cashpooling gegen Komplementärgesellschaft 23.222 0
Derivate (FVtPL) 2.297 18.088
Darlehen (AC) 377 184
Gesamt 25.896 18.272

Die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Derivate, deren Wertänderungen erfolgswirksam erfasst werden, werden unter "Finanzinstrumente" Tz. [30] näher erläutert.

[11] Sonstige Forderungen

Die sonstigen Forderungen setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

In T€ 31.12.2019 31.12.2018
Vorsteuer / Quellensteuer 19.273 45.930
Stromsteuer- / Energiesteuererstattung 11.284 9.505
Im Folgemonat abziehbare Vorsteuer 10.050 7.227
Debitorische Kreditoren 3.812 4.458
Werbekostenzuschüsse / Bonusforderungen 1.677 2.451
Geleistete Anzahlungen an Lieferanten 1.451 1.268
Übrige 15.124 12.316
Gesamt 62.671 83.155

[12] Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

In T€ 31.12.2019 31.12.2018
Vorauszahlungen und aktive Rechnungsabgrenzungen 29.820 30.774
Gesamt 29.820 30.774

[13] Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Im Geschäftsjahr 2019 wurden Vermögenswerte aus dem Anlagevermögen in Höhe von T€ 2.552 umgegliedert und als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte ausgewiesen. Im Laufe des Geschäftsjahres 2019 wurden Vermögenswerte mit einem Buchwert von T€ 4.506 veräußert. Für die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte, die zum Ende des Geschäftsjahres einen Wert von T€ 3.038 ausweisen, wird eine Veräußerung im Jahr 2020 erwartet. Die Vermögenswerte werden aktiv am Markt angeboten, sodass mit einem Verkauf in 2020 zu rechnen ist.

Die als At Equity bilanzierte Beteiligung an der Gesellschaft International Dairies Corporation B.V., Amsterdam / Niederlande, wurde am 11. Februar 2019 mit einem Buchwert in Höhe von T€ 2.000 veräußert.

Gemäß IFRS 5 sind die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte auf ihren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten in Höhe von T€ 3.038 abgeschrieben worden. Im Geschäftsjahr 2019 ergab sich aus der Umklassifizierung ein Wertminderungsaufwand in Höhe von T€ 354. Für Vermögenswerte, die bereits als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte klassifiziert sind, ergab sich ein Wertminderungsaufwand in Höhe von T€ 1.593.

Bei den beizulegenden Zeitwerten abzüglich Veräußerungskosten handelt es sich um nicht wiederkehrende beizulegende Zeitwerte die auf Schätzungen von fremden Dritten unter Verwendung von beobachtbaren Marktpreisen basieren bzw. anhand aktiver Verkaufsverhandlungen bestätigt wurden. Daher sind die beizulegenden Zeitwerte in der Stufe 2 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte einzuordnen.

[14] Eigenkapital

Unter dem Posten Kommanditkapital werden zum 31. Dezember 2019 die voll eingezahlten Kommanditanteile der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. mit T€ 1.201 (Vorjahr: T€ 1.201) ausgewiesen.

Herr Theobald Müller hielt zum Bilanzstichtag als Kommanditist direkt und indirekt 94,00 % der Anteile an der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. Das Kommanditkapital in Höhe von € 1.200.999,99 setzt sich aus 120.099.999 Anteilen mit einem Nennwert von je € 0,01 zusammen. Die Gliederung der Anteile stellt sich wie folgt dar:

Betrag /
Anzahl
Kommanditkapital 1.200.999,99
Anzahl Anteile - Klasse A 1
Nennwert je Anteil - Klasse A 0,01 €
Anzahl Anteile - Klasse B 120.099.998
Nennwert je Anteil - Klasse B 0,01 €

Die Anteile A und B sind hinsichtlich ihrer Rechte und Pflichten identisch.

Die ausgegebenen CPECs werden bei der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. als Eigenkapital qualifiziert, da für den Halter kein Anspruch auf Rückzahlung des der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Kapitals in Form von flüssigen Mitteln besteht.

Dem Inhaber der CPECs steht je abgelaufenem Geschäftsjahr eine erfolgsabhängige Vergütung (yield) zu, die sich auf die Erträge aus den Vermögenswerten, die durch die CPECs finanziert sind, (underlying returns) bezieht. Die underlying returns werden durch korrespondierende Kosten und eine Marge reduziert. Die Gesellschaft kann den yield nach eigenem Ermessen durch Zahlung von flüssigen Mitteln oder durch Ausgabe neuer CPECs begleichen. Des Weiteren vermitteln die CPECs dem Inhaber keine Stimmrechte und sind sämtlichen Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber Dritten nachrangig.

Die Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Wert der CPECs im Geschäftsjahr. Die erfolgsabhängige Vergütung (yield) aus den CPECs belief sich im Jahr 2019 auf T€ 87.457. Der yield wurde gegen Ausgabe neuer CPECs an Herrn Theobald Müller in betragsmäßig gleicher Höhe beglichen.

Falls Verluste in einer CPEC-Klasse entstehen, werden Herr Theobald Müller als Inhaber der CPECs und die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. einen Forderungsverzichtsvertrag mit Besserungsklausel (waiver) abschließen, in dem sich Herr Müller verpflichtet, auf eine bestimmte Anzahl von CPECs zu verzichten. Die Höhe des Forderungsverzichts wird dem Verlust der CPEC-Klasse (vor Forderungsverzicht) zuzüglich der Marge entsprechen. Die Anzahl der CPECs der betreffenden Klasse wird dann dementsprechend erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals durch Korrektur der anderen Gewinnrücklagen reduziert. Wenn am Ende des folgenden Jahres festgestellt wird, dass der Ertrag der betreffenden CPEC-Klasse ausreicht, um die CPECs, die Gegenstand des Forderungsverzichtsvertrages waren, ganz oder teilweise wieder aufleben zu lassen, wird eine entsprechende Anzahl von CPECs der betreffenden Klasse neu ausgegeben.

Auf den Kapitalkonten II werden die auf die Gesellschafter entfallenden Gewinnanteile, sonstigen Einlagen und Entnahmen entsprechend des Gesellschaftsvertrages erfasst. Im Geschäftsjahr wurden den Kapitalkonten II Einlagen gemäß § 19 Abs. 5 des Gesellschaftsvertrages in Höhe von T€ +24.688 (Vorjahr: T€ +1.634) und im Rahmen der Gewinnverwendung des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von T€ +3.500 (Vorjahr: T€ +25.500) zugeführt. Entnahmen wurden in Höhe von T€ -11.507 (Vorjahr: T€ -6.271) vorgenommen, sodass sich der Bestand der Kapitalkonten II der Kommanditisten im Jahresverlauf insgesamt um T€ 16.681 (Vorjahr: T€ 20.863) erhöht hat.

Unter den Rücklagen werden neben den Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ -109.392 (Vorjahr: T€ -146.604), die gesetzliche Rücklage in Höhe von T€ 30.284 (Vorjahr: T€ 19.504) sowie andere Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 765.291 (Vorjahr: T€ 794.804) ausgewiesen. Letztere beinhalten sowohl die von der Unternehmensgruppe erwirtschafteten und in die anderen Gewinnrücklagen eingestellten Gewinne, Gesellschafterentnahmen und Einlagen, als auch Ansatz- und Bewertungsunterschiede aus der Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS. Darüber hinaus werden direkt im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in Höhe von insgesamt T€ -22.149 (Vorjahr: T€ -15.686) ausgewiesen.

Die folgende Tabelle stellt die Steuereffekte der direkt im Eigenkapital berücksichtigten Aufwendungen und Erträge für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember dar:

In T€ 2019 2018
Vor Ertragsteuern Ertragsteuern Nach Ertragsteuern Vor Ertragsteuern Ertragsteuern Nach Ertragsteuern
Änderungen aus Fremdwährungsumrechnung 37.960 0 37.960 -5.290 0 -5.290
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen -13.129 4.621 -8.508 -2.837 1.929 -908
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (other comprehensive income) 24.831 4.621 29.452 -8.127 1.929 -6.198

[15] Rückstellungen für Pensionen

In der Unternehmensgruppe Theo Müller bestehen sowohl Beitragszusagen (vgl. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze), als auch leistungsbasierte Pensionszusagen, die im Wesentlichen die deutschen Gesellschaften der fortgeführten Geschäftsbereiche Molkerei und Feinkost betreffen.

Leistungsbasierte Pensionspläne des Geschäftsbereichs Molkerei

Die betriebliche Altersversorgung im Geschäftsbereich Molkerei beruht auf einem leistungsorientierten Altersversorgungsplan (defined benefit plan) und ist auf die deutschen Unternehmen beschränkt. Der leistungsorientierte Plan basiert größtenteils auf Pensionszusagen durch Entgeltverzicht (deferred compensation). Die Beschäftigten verzichten auf einen Teil ihrer variablen Bruttobezüge und erhalten hierfür von den Unternehmen eine wertgleiche Pensionszusage, die von Beginn an gesetzlich unverfallbar ist. Der Versorgungsplan sieht bei Erreichen der Altersgrenze bzw. im Todesfall des begünstigten Arbeitnehmers eine Kapitalzahlung vor. Eine Ratenzahlung in bis zu zehn Raten ist ebenfalls möglich. Die Finanzierung erfolgt extern über eine Rückdeckungsversicherung, die in Abhängigkeit der umgewandelten Beträge, die Höhe des Versicherungskapitals bestimmt. Folglich stimmt der Beitrag zur Rückdeckungsversicherung mit dem Entgeltumwandlungsbetrag überein.

Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung werden von den Unternehmen als wirtschaftliche Eigentümer an den Versorgungsberechtigten zur Sicherung der Versorgungsansprüche verpfändet. Des Weiteren ist für gesetzlich unverfallbare Ansprüche die Insolvenzsicherung durch den Pensions-Sicherungsverein gesetzlich vorgeschrieben.

Das Planvermögen setzt sich aus Rückdeckungsversicherungen zusammen. Aufgrund der Diversifikation der Vermögenslage des Versicherers und den Auffangmechanismen bei deutschen Versicherungsunternehmen entsteht für die Unternehmen kein gesondertes Risiko.

Daneben bestehen vereinzelt Zusagen für Rentenleistungen in Abhängigkeit des pensionsfähigen Jahresgehalts. Die deutschen Zusagen unterliegen den gesetzlichen Vorschriften des Betriebsrentengesetzes, was alle drei Jahre eine Rentenanpassungspflicht (Inflationsrisiko) zur Folge hat.

Leistungsbasierte Pensionspläne des Geschäftsbereichs Feinkost

Des Weiteren bestehen für den Geschäftsbereich Feinkost leistungsorientierte Pensionspläne für Mitarbeiter im Falle der Pensionierung. Mitarbeiter konnten nur am leistungsorientierten Altersversorgungsplan (defined benefit plan) teilnehmen, wenn sie vor dem 31. Juli 2000 Mitglieder der Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG, Hamburg / Deutschland, bzw. vorher der Berolina VVaG, Hamburg / Deutschland, waren. Eine weitere Pensionsordnung wurde zum 31. Januar 2003 geschlossen. Darüber hinaus gibt es Mitarbeiter, die einen Pensionsanspruch aufgrund von Einzelzusagen haben. Das Planvermögen beinhaltet an die Begünstigten verpfändete Gruppenversicherungsverträge. Die erwartete Rendite aus diesem Planvermögen bestimmt sich nach der Verzinsung der Versicherungsgesellschaft.

in T € Überleitung der Pensionsverpflichtung Überleitung des Planvermögens Nettoschuld/-vermögenswert
01.01.2019 77.465 22.202 55.263
Laufender Dienstzeitaufwand 1.693 - 1.693
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Gewinne / Verluste aus Abgeltungen 0 - 0
Zinsaufwand /-ertrag 1.284 194 1.090
Gesamtbetrag, erfasst in GuV 2.977 194 2.783
Neubewertungen 13.503 354 13.149
davon Erträge aus dem Planvermögen, ohne der im Zins erfassten Erträge - 354 -354
davon Verluste aus der Änderung finanzieller Annahmen 13.466 - 13.466
davon Verluste aus der Änderung demografischer Annahmen 22 - 22
davon aus erfahrungsbedingten Anpassungen 15 - 15
davon asset ceiling - - -
Gesamtbetrag, erfasst im sonstigen Gesamtergebnis 13.503 354 13.149
Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen - 946 -946
Leistungszahlungen aus dem Plan -1.915 -230 -1.685
Währungsunterschiede in ausländischen Plänen 239 191 48
Abgang aus dem Konsolidierungskreis - - -
Sonstige Überträge 0 31 -31
31.12.2019 92.269 23.688 68.581
in T € Überleitung der Pensionsverpflichtung Überleitung des Planvermögens Nettoschuld/-vermögenswert
01.01.2018 139.306 18.227 121.079
Laufender Dienstzeitaufwand 2.292 - 2.292
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Gewinne / Verluste aus Abgeltungen 3.632 - 3.632
Zinsaufwand /-ertrag 2.415 163 2.252
Gesamtbetrag, erfasst in GuV 8.339 163 8.176
Neubewertungen 3.249 393 2.856
davon Erträge aus dem Planvermögen, ohne der im Zins erfassten Erträge - 393 -393
davon Verluste aus der Änderung finanzieller Annahmen -362 - -362
davon Verluste aus der Änderung demografischer Annahmen 1.406 - 1.406
davon aus erfahrungsbedingten Anpassungen 2.205 - 2.205
davon asset ceiling - - -
Gesamtbetrag, erfasst im sonstigen Gesamtergebnis 3.249 393 2.856
Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen - 928 -928
Leistungszahlungen aus dem Plan -3.610 877 -4.487
Währungsunterschiede in ausländischen Plänen 100 72 28
Abgang aus dem Konsolidierungskreis -71.390 - -71.390
Sonstige Überträge 1.471 1.542 -71
31.12.2018 77.465 22.202 55.263

Bei den in der Unternehmensgruppe gewährten Pensionszusagen ist für die Höhe der Pensionsleistung die Entwicklung der Versicherungsleistung maßgeblich. Die Versicherungsleistung richtet sich nach der Garantieverzinsung sowie der jährlichen Überschussrendite. Im Geschäftsjahr lag der Garantiezins zwischen 0,4 % und 4,00 %.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtung hängt im Wesentlichen von folgenden Parametern ab:

Versicherungsmathematische Annahmen (Pensionszusage durch Entgeltverzicht)

Geschäftsbereiche Molkerei, Feinkost und Dienstleistungen 31.12.2019 31.12.2018
Rechnungszins 0,19 %, 0,80 %, 0,82 % 0,80 %, 0,81 %, 2,17 %
Biometrische Annahmen Heubeck RT 2018G, BVG2015 GT Heubeck RT 2018G, BVG2015 GT

Versicherungsmathematische Annahmen (Pensionszusagen ohne Entgeltverzicht)

Geschäftsbereich Feinkost 31.12.2019 31.12.2018
Rechnungszins 0,82 % 2,17 %
Biometrische Annahmen Heubeck RT 2018G Heubeck RT 2018G

Aufteilung des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens nach Anlageklassen

In % 31.12.2019 31.12.2018
Rückdeckungsversicherungen (nicht aus Marktpreisen ableitbar) 100 100

In der Position Sonstige Überträge sind im Wesentlichen Rückdeckungsversicherungen enthalten, die aufgrund von Verpfändungen im Geschäftsjahr 2019 als Planvermögen ausgewiesen werden. Für die Rückdeckungsversicherungen liegen keine notierten Marktpreise auf einem aktiven Markt vor. Die beizulegenden Zeitwerte werden von den Versicherungsunternehmen ermittelt.

Die Unternehmensgruppe profitiert nicht von einer Planüberdotierung, da die Planvermögensüberschüsse den Mitarbeitern zur Verfügung stehen.

Die Unternehmensgruppe Theo Müller hat als wesentliche Bewertungsparameter den Rechnungszins und die Biometrie identifiziert. Aufgrund der Zusagestruktur ist der versicherungsmathematische Bewertungsparameter Rententrend als nicht signifikant anzusehen. Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt, wie sich der Barwert der Pensionsverpflichtung - bei einer möglichen Änderung des Rechnungszinses oder der Biometrie - am Bilanzstichtag ändern würde. Die Sensitivitätsanalyse ist nur auf den Barwert der Pensionsverpflichtung anwendbar und nicht auf die Nettoverpflichtung, da diese neben den versicherungsmathematischen Annahmen auch das Planvermögen bewertet zum Fair Value beinhaltet. Aufgrund der unterschiedlichen Pensionspläne wurde die Sensitivitätsanalyse für den Rechnungszinssatz und die Biometrie je Geschäftsbereich ermittelt.

In T€ 31.12.2019
Pensionsverpflichtung bei pos. Veränderung bei neg. Veränderung
Rechnungszinssatz (+/-50 Basispunkte) (Geschäftsbereich Molkerei) 22.142 21.521 22.791
Rechnungszinssatz (+/-50 Basispunkte) (Geschäftsbereich Feinkost) 62.501 57.265 68.478
Rechnungszinssatz (+/-25 Basispunkte) (Geschäftsbereich Dienstleistungen) 7.626 7.170 7.758
Lebenserwartung (+ 1 Jahr) (Geschäftsbereich Molkerei) 22.142 22.142 --
Lebenserwartung (+ 1 Jahr) (Geschäftsbereich Feinkost) 62.501 62.501 --
Lebenserwartung (+ 1 Jahr) (Geschäftsbereich Dienstleistungen) 7.626 7.536 --
In T€ 31.12.2018
Pensionsverpflichtung bei pos. Veränderung bei neg. Veränderung
Rechnungszinssatz (+/-50 Basispunkte) (Geschäftsbereich Molkerei) 21.443 20.812 22.089
Rechnungszinssatz (+/-50 Basispunkte) (Geschäftsbereich Feinkost) 49.689 45.879 54.006
Rechnungszinssatz (+/-25 Basispunkte) (Geschäftsbereich Dienstleistungen) 6.333 5.950 6.438
Lebenserwartung (+ 1 Jahr) (Geschäftsbereich Molkerei) 21.443 21.443 --
Lebenserwartung (+ 1 Jahr) (Geschäftsbereich Feinkost) 49.689 49.689 --
Lebenserwartung (+ 1 Jahr) (Geschäftsbereich Dienstleistungen) 6.333 6.254 --

Die Sensitivitätsanalyse beruht auf realistisch möglichen Änderungen und wurde analog zur originären Bewertung, d.h. mittels Anwartschaftsbarwertverfahren durchgeführt. Gegenüber dem Vorjahr gab es weder Veränderungen an der Bewertungssystematik noch an der Ableitung der zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen.

Bei den in der Unternehmensgruppe vorhandenen Pensionszusagen handelt es sich überwiegend um rückgedeckte Zusagen. Die Finanzierungsleistung über die abgeschlossenen Versicherungen und die Versorgungsleistungen sind aufeinander abgestimmt.

Erwartete Beträge oder Zuwendungen an das Planvermögen in der kommenden Berichtsperiode

In T€ 2020 2019
Beträge oder Zuwendungen 1.234 690

Planteilnehmer und Informationen über das Fälligkeitsprofil (undiskontierte Leistungsauszahlungen)

in Jahren 2019 2018
Durchschnittliche Kapitalbindungsdauer des Gesamtbestands der Pensionsverpflichtung
Geschäftsbereich Molkerei 6 7
Geschäftsbereich Feinkost 18 17
Geschäftsbereich Dienstleistungen 16 16

Erwartete Leistungszahlungen

In T€ 2019 2018
2019 -- 5.363
2020 2.081 2.261
2021 7.096 3.642
2022 2.926 2.888
2023 2.669 2.646
2024 (Vorjahr: 2024 - 2028) 5.381 18.256
2025 - 2029 16.034 --

Ein Großteil der Leistungszahlungen wird aus Rückdeckungsversicherungen finanziert.

[16] Sonstige Rückstellungen (lang- und kurzfristig)

Die sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

In T€ Vortrag zum 01.01.2019 Währungsdifferenz AB Verbrauch/Inanspruchnahme Zuführung
Personal 30.717 362 -20.623 33.806
- Jubiläum 3.422 0 -261 562
- Altersteilzeit 3.308 0 -1.115 2.289
- sonst. Personalverbindlichkeiten 23.987 362 -19.247 30.955
Übrige 22.121 363 -8.146 11.831
- Prozesse 1.262 13 -256 1.195
- nachteilige Verträge 2.344 0 -2.344 615
- Schadensfälle 2.588 109 -355 719
- Rückbauverpflichtung 2.467 126 -1.333 2.007
- Sonstiges 13.460 115 -3.858 7.295
Gesamt 52.838 725 -28.769 45.637
In T€ Umbuchung Zugang Konsolidierungskreis
Personal 0 0
- Jubiläum 0 0
- Altersteilzeit 0 0
- sonst. Personalverbindlichkeiten 0 0
Übrige 0 29
- Prozesse 0 0
- nachteilige Verträge 0 0
- Schadensfälle 0
- Rückbauverpflichtung 0 0
- Sonstiges 0 29
0
Gesamt 0 29
In T€ Auflösung Aufzinsung Währungsdifferenz LJ Stand zum 31.12.2019 Davon Restlaufzeit >1 Jahr
Personal -2.258 36 0 42.040 15.454
- Jubiläum -4 22 0 3.741 3.468
- Altersteilzeit 0 14 0 4.496 2.769
- sonst. Personalverbindlichkeiten -2.254 0 0 33.803 9.217
Übrige -4.494 0 0 21.704 665
- Prozesse -65 0 0 2.149 0
- nachteilige Verträge 0 0 0 615 0
- Schadensfälle -694 0 2 2.369 0
- Rückbauverpflichtung 0 0 0 3.267 15
- Sonstiges -3.735 0 -2 13.304 650
Gesamt -6.752 36 0 63.744 16.119

Die Rückstellungen für sonstige Personalverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Sonderzahlungen und für variable Vergütungen in Höhe von T€ 18.642 (Vorjahr: T€ 18.599) sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit Restrukturierungen in Höhe von T€ 14.752 (Vorjahr: T€ 4.186).

Die Berechnung der Rückstellungen für Jubiläen erfolgte mit Diskontierungszinssätzen zwischen 0,19 % und 0,82 % (Vorjahr: 0,71 % und 2,17 %). Der Zeitpunkt der hieraus erwachsenden Zahlungsmittelabflüsse wird während der nächsten 10 Jahre als konstant eingeschätzt. Die Unsicherheiten der Höhe dieser Zahlungsmittelabflüsse betreffen im Wesentlichen zukünftige Fluktuationen und Lebenserwartungen.

Die Berechnung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgte mit Diskontierungszinssätzen zwischen -0,18 % und 0,82 % (Vorjahr: 0,00 % und 2,17 %). Der Zeitpunkt der hieraus erwachsenden Zahlungsmittelabflüsse wird in den nächsten Jahren als konstant eingeschätzt. Die Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe dieser Zahlungsmittelabflüsse betreffen im Wesentlichen die Lebenserwartungen.

In den übrigen Rückstellungen sind unter Sonstiges Rückstellungen für Milchgeldnachzahlungen in Höhe von T€ 3.604 (Vorjahr: T€ 4.721) enthalten. Die Rückstellung für Milchgeldnachzahlungen resultiert daraus, dass der endgültige Milchauszahlungspreis im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung noch nicht vorliegt und somit eine Schätzung erfordert. Die extreme Schwankung der Milchpreise erschwert diese Schätzung. Des Weiteren beinhalten die übrigen Rückstellungen unter Sonstiges eine Rückstellung in Höhe von T€ 1.933 (Vorjahr: T€ 2.450) für die Verpflichtung zur Rückgabe von CO 2 Emissionsrechten entsprechend des prognostizierten CO 2 Ausstoßes im Jahr 2019.

Die bilanzierten Rückstellungen stellen faktische und rechtliche Verpflichtungen dar, deren Fälligkeit verlässlich geschätzt werden kann. Hinsichtlich der Höhe stellen die Rückstellungen zum Zeitpunkt der Bildung die bestmöglich, verlässliche Schätzung dar.

[17] Finanzverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Schulden (lang- und kurzfristig)

In T€ 31.12.2019 31.12.2018
Finanzverbindlichkeiten langfristig 416.385 407.067
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 260.800 252.043
USPP-Anleihen 155.578 152.529
Sonstiges 7 2.495
Sonstige finanzielle Schulden langfristig 422 870
Derivate 128 592
Sonstiges 294 278
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig 269.103 235.597
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 219.631 118.975
Verbindlichkeiten aus Darlehen 45.000 0
Darlehen von nahestehenden Personen 2.469 2.436
USPP-Anleihen 0 111.092
Sonstiges 2.003 3.094
Sonstige finanzielle Schulden kurzfristig 1.854 7.007
Derivate 1.854 219
Verbindlichkeiten aus Cashpooling gegenüber Komplementärgesellschaft 0 6.788

[18] Sonstige Verbindlichkeiten

In T€ 31.12.2019 31.12.2018
Bonus, Rückvergütung 95.440 111.284
Personalverbindlichkeiten 39.636 22.281
Ausstehende Rechnungen 35.661 55.697
Werbekostenzuschüsse 34.437 29.486
Messen, Provisionen, Aktionsrabatte, Promotion 31.565 50.571
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 25.231 35.216
Passive Rechnungsabgrenzung 9.494 30.161
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern 9.094 11.997
Marketing 8.054 2.033
Transportvergütung 5.324 1.868
Beratungs- und Abschlusskosten 3.585 1.815
Zinsverbindlichkeiten 3.196 4.796
Listungskosten 1.263 1.480
Übrige 76.828 38.327
Gesamt 378.808 397.012

[19] Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten

In T€ 31.12.2019 31.12.2018
Körperschaftsteuer oder vergleichbare ausländische Ertragsteuer 9.463 6.783
Gewerbesteuer 7.062 1.950
Gesamt 16.525 8.733

Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

[20] Umsatzerlöse

In T€ 2019 2018
aus dem Verkauf von Gütern 5.010.728 4.974.728
aus der Erbringung von Dienstleistungen 688.465 617.927
aus Nutzungsentgelten / Lizenzen 3.251 2.876
Gesamt 5.702.444 5.595.531

Die Umsatzerlöse des Konzerns betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Gütern in Deutschland und anderen europäischen Ländern sowie die Erbringung von Dienstleistungen und verteilen sich auf folgende Kategorien:

Umsatzerlöse nach Kategorien
in T€
2019 2018
Molkereiprodukte 4.196.296 4.157.230
Feinkost 633.541 647.953
Sonstiges 872.607 790.348
Gesamt 5.702.444 5.595.531

[21] Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Posten enthalten:

In T€ 2019 2018
Erträge aus Währungsdifferenzen 142.548 63.295
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen 35.024 55.733
Verbindlichkeiten . .
Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 6.324 1.604
Erträge aus der Aktivierung von Eigenleistung 5.479 4.195
Miet- und Leasingerträge 3.368 3.427
Erträge aus Schadenersatz / Pönalen 3.254 5.012
Franchiseerlöse 2.860 2.634
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 462 820
Sonstige 33.253 66.338
Gesamt 232.572 203.058

Die Position Sonstige beinhaltet im Wesentlichen Provisionserträge aus DelkredereAbkommen in Höhe von T€ 4.990 (Vorjahr: T€ 5.884) und Erträge aus KWK-Erstattungen in Höhe von T€ 2.378 (Vorjahr: T€ 4.855). Im Vorjahr waren Erträge aus Zuschreibungen aus dem Geschäftsbereich Feinkost in Höhe von T€ 37.631 in der Position Sonstige enthalten.

[22] Materialaufwand

In T€ 2019 2018
Aufwendungen für Roh- und Hilfsstoffe sowie für bezogene Waren -3.247.385 -3.239.725
Aufwendungen für bezogene Leistungen -250.331 -262.206
Gesamt -3.497.716 -3.501.931

[23] Personalaufwand

In T€ 2019 2018
Löhne und Gehälter -1.087.958 -1.013.548
Sonstiger Personalaufwand -40.434 -41.270
Gesamt -1.128.392 -1.054.818

Der Personalaufwand für beitragsorientierte Altersversorgungspläne betrug im Berichtsjahr T€ -19.228 (Vorjahr: T€ -15.260). Ferner wurden die an die gesetzlichen Rentenversicherungen erbrachten Arbeitgeberbeiträge aufwandswirksam erfasst. Diese betreffen in Höhe von T€ -644 (Vorjahr: T€ -260) Luxemburg, in Höhe von T€ -21.373 (Vorjahr: T€ -20.618) Deutschland und in Höhe von T€ -25.845 (Vorjahr: T€ -25.215) das übrige Ausland.

[24] Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

In T€ 2019 2018
Energie -176.802 -175.358
Aufwendungen aus Währungsdifferenzen -139.898 -65.540
Instandhaltung -139.368 -128.891
Logistikkosten -116.186 -114.957
Beiträge, Mieten, Versicherungen -85.697 -134.166
Betriebsstoffe -83.800 -81.960
Werbekosten -53.550 -62.393
Beratungskosten -41.405 -44.827
Vertriebsgemeinkosten -19.335 -16.932
Pachten -6.795 -5.931
Sonstige Gemeinkosten -67.972 -69.381
Gesamt -930.808 -900.336

[25] Übriges Finanzergebnis

Das übrige Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen folgende Positionen:

In T€ 2019 2018
Ertrag (+) / Aufwand (-) aus Fremdwährungsbewertung 48.097 -4.973
Kursgewinne (+) / -verluste (-) aus Sicherungsgeschäften -7.412 18.544
Währungsgewinn (+) / -verlust (-) aus Bewertung USPP-Anleihe -5.051 -11.935
Gewinn (+) / Verlust (-) aus Wertpapieren (Eigenkapitalinstrumente) 668 1.708
Gewinn (+) / Verlust (-) aus Wertpapieren (Schuldinstrumente) 1.689 6.428
Gewinn (+) / Verlust (-) aus zu Handelszwecken gehaltener Wertpapiere 0 -883
Zuschreibungen (-) / Abschreibungen (+) von Disagien anhand der Effektivzinsmethode -150 -90
Bewertung Finanzanlagen -633 -70
Dividendenerträge 1.855 1.077
Beteiligungserträge 15 20
Finanzierungsgebühren und sonstige Aufwendungen (-) und Erträge (+) -12 -9
Gesamt 39.066 9.817

[26] Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Diese Position betrifft sowohl laufende als auch latente Steuern. Die Ertragsteuern in der Unternehmensgruppe setzen sich wie folgt zusammen:

In T€ 2019 2018
Tatsächliche Steuern -44.915 -28.647
Gewerbesteuer -16.681 -8.507
Körperschaftsteuer -28.234 -20.140
Latente Steuern 72.289 -3.673
Gesamt 27.374 -32.320

In den Ertragsteuern sind Steuernachzahlungen (-) / Steuererstattungen (+) für Vorjahre in Höhe von T€ +21.430 (Vorjahr: T€ +4.917) enthalten.

Aus der Veränderung des Bestands an aktiven und passiven latenten Steuern entfallen T€ 7.784 (Vorjahr: T€ 1.789) auf Posten, die direkt dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben wurden. Hierbei handelt es sich um die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten von Pensionszusagen in Höhe von T€ 4.621 (Vorjahr: T€ 1.929), um die Erfassung von Übergangseffekten aus IFRS Standardänderungen in Höhe von T€ 2.870 (Vorjahr: T€ 0) und den Effekt aus der Währungsumrechnung der latenten Steuern in Höhe von T€ 293 (Vorjahr: T€ -141). Darüber hinaus resultiert die Veränderung aus Zugängen zum Konsolidierungskreis in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ -4.156) und aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 34.583).

Überleitung vom Konzernergebnis vor Ertragsteuern auf den Ertragsteueraufwand:

In T€ 2019 2018
Periodenergebnis vor Ertragsteuern 64.626 130.500
Anzuwendender Steuersatz (GewSt) 6,75 % 6,75 %
Erwarteter Ertragsteueraufwand -4.362 -8.809
Steuereffekt aufgrund unterschiedlicher Steuersätze
Steuereffekt aus Steuersatzänderung 273 849
Steuereffekte aus Abweichungen unterschiedlicher Ertragsteuersätze 17.602 -46.474
Steuereffekt aufgrund unterschiedlicher Steuerbemessungsgrundlage
Steuereffekt auf steuerfreie Erträge 43.089 61.444
Steuereffekt auf steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -72.988 -53.862
Ansatz und Bewertung aktiver latenter Steuern
Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern 5.048 -14.013
Steuereffekt auf aperiodische Steueraufwendungen und -erträge 39.052 28.256
Sonstiges -340 289
Ausgewiesene Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27.374 -32.320
Effektiver Steuersatz -42,36 % 24,77 %

Der anzuwendende Steuersatz für die Unternehmensgruppe Theo Müller berücksichtigt die Gewerbesteuer von durchschnittlich 6,75 % (Vorjahr: 6,75 %). Der Steuersatz entspricht der nominalen Steuerbelastung des Mutterunternehmens, der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. in Luxemburg.

Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern

In T€ 2019 2018
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 4 -42.614 10 -45.431
Geschäfts- oder Firmenwert 6.102 -1.317 3.908 -1.245
Sachanlagen 55.174 -22.870 11.695 -23.060
Nutzungsrechte 0 -12.923 -- --
Finanzielle Vermögenswerte - Wertpapiere des Anlagevermögens 0 -3.504 15 -2.812
Finanzielle Vermögenswerte - Übrige 0 -185 3 -25
Derivate langfristig positive Zeitwerte 0 -6.876 0 -4.347
Sonstige langfristige Vermögenswerte 5 0 18 0
Vorräte 876 0 832 0
Forderungen 707 -97 250 -395
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - Übrige 1 -18 24 0
Derivate kurzfristig positive Zeitwerte 0 -320 0 -4.667
Sonstige Forderungen / Sonstige Vermögenswerte 111 -418 113 -22
Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 0 0
Pensionsrückstellungen 12.964 -15 7.872 -8
Sonstige Rückstellungen langfristig 709 -16 643 -47
Leasing-Verbindlichkeiten langfristig 12.292 0 -- --
Sonstige Verbindlichkeiten langfristig 3.658 -431 3.741 -841
Sonstige Rückstellungen kurzfristig 1.336 0 1.545 0
Leasing-Verbindlichkeiten kurzfristig 3.113 0 -- --
Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig 6.915 -43 7.234 -38
Verlustvorträge 55.841 0 33.122 0
Bestand 159.808 -91.647 71.025 -82.938

Aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt T€ 153.050 (Vorjahr: T€ 199.317) wurden wegen fehlender Werthaltigkeit nicht gebildet. Davon entfallen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 150.137 (Vorjahr: T€ 155.584). Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen wurden in Höhe von T€ 2.913 (Vorjahr: T€ 43.733) nicht gebildet.

Aktive latente Steuern werden nur insoweit bilanziert, als auch eine wahrscheinliche zukünftige Nutzbarkeit - entweder auf Basis vorhandener passiver latenter Steuern oder, darüber hinaus, auf Basis vom wahrscheinlichen steuerlichen Ergebnis, nachgewiesen werden kann.

Für den Unterschied zwischen dem Nettovermögen und dem steuerlichen Buchwert von Tochtergesellschaften (outside basis differences) in Höhe von T€ 215.822 (Vorjahr: T€ 267.440) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da der Umkehreffekt gesteuert werden kann und es daher wahrscheinlich ist, dass sich in dem oben genannten Unterschiedsbetrag je nach Steuerrechtsjurisdiktion enthaltene temporäre zu versteuernde Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren.

Bestand an noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen

In T€ 2019 2018
Gewerbesteuer 354.069 309.062
davon bis zu 5 Jahre vortragsfähig 0 0
davon über 5 Jahre vortragsfähig 104.992 70.412
davon unbegrenzt vortragsfähig 230.216 219.789
davon in laufenden Rechstbehelfsverfahren 18.861 18.861
Körperschaftssteuer 984.206 902.070
davon bis zu 5 Jahre vortragsfähig 2 0
davon über 5 Jahre vortragsfähig 257.716 224.678
davon unbegrenzt vortragsfähig 726.488 677.392
davon in laufenden Rechstbehelfsverfahren 0 0

Die Vortragsfähigkeit von Verlustvorträgen, für die kein latenter Steueranspruch bilanziert wurde, stellt sich wie folgt dar:

In T€ 2019 2018
Gewerbesteuer 294.241 289.371
davon bis zu 5 Jahre vortragsfähig 0 0
davon über 5 Jahre vortragsfähig 104.992 70.412
davon unbegrenzt vortragsfähig 170.388 200.098
davon in laufenden Rechstbehelfsverfahren 18.861 18.861
Körperschaftssteuer 692.637 719.303
davon bis zu 5 Jahre vortragsfähig 2 0
davon über 5 Jahre vortragsfähig 257.716 224.678
davon unbegrenzt vortragsfähig 434.919 494.625
davon in laufenden Rechstbehelfsverfahren 0 0

Sonstige Angaben

[27] Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des IAS 7 erstellt und zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Schecks, Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten mit bis zu drei Monaten Fälligkeit abzüglich Kontokorrentkredite, zuzüglich Commercial Papers) der Unternehmensgruppe Theo Müller im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit ist nach der indirekten Methode ermittelt. Innerhalb der Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit wird der Brutto Cashflow, der internen Steuerungszwecken dient, als Zwischensumme definiert.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist gemäß IAS 7 in die drei Bereiche betriebliche Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterteilt.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wie folgt zusammen:

In T€ 31.12.2019 31.12.2018
Kasse 120 115
Guthaben bei Kreditinstituten 88.337 101.643
Geldtransitkonto 3.576 873
Schecks 4.829 4.041
Zwischensumme 96.862 106.672
abzüglich Kontokorrentkredite (-) -219.631 -118.975
abzüglich Cashpooling (-) 23.222 -6.788
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -99.547 -19.091

Die Buchwerte der im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, getrennt nach zahlungswirksamen und zahlungsunwirksamen Buchwertänderungen, entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

In T€ Stand zum 1. Jan. 2019 Zahlungswirksame Buchwertänderungen Erwerb Wechselkurs bedingte Wertänderungen
Finanzierungsleasing 4.845 -69.776 17.978 19.232
Finanzverbindlichkeiten (USPP) 263.621 -113.209 0 5.051
Darlehen von nahestehenden Personen 2.436 -40 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 5.588 41.587 0 280
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten> 1 Jahr 252.044 8.722 0 0
Summe der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit 528.534 -132.717 17.978 24.563
In T€ Zuschreibung Transaktionskosten Zugang Konsolidierungskreis
Finanzierungsleasing 0 0
Finanzverbindlichkeiten (USPP) 115 0
Darlehen von nahestehenden Personen 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0 1.750
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten> 1 Jahr 35 0
Summe der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit 150 1.750
In T€ Umbuchung Zinsaufwand Erstanwendung IFRS 16 Stand zum 31. Dez. 2019
Finanzierungsleasing -221 7.339 297.682 277.079
Finanzverbindlichkeiten (USPP) 0 0 0 155.578
Darlehen von nahestehenden Personen 0 73 0 2.469
Sonstige Finanzverbindlichkeiten -572 127 0 48.760
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten> 1 Jahr 0 0 0 260.800
Summe der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit -793 7.538 297.682 744.686
In T€ Stand zum 1. Jan. 2018 Zahlungswirksame Buchwertänderungen Erwerb Wechselkurs bedingte Wertänderungen
Finanzierungsleasing 11.709 -6.904 48 -19
Finanzverbindlichkeiten (USPP) 251.579 0 0 11.935
Darlehen von nahestehenden Personen 2.369 -6 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten> 1 Jahr 202.146 50.592 0 0
Summe der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit 467.803 43.682 48 11.916
In T€ Zuschreibung Transaktionskosten Zugang Konsolidierungskreis
Finanzierungsleasing 0 11
Finanzverbindlichkeiten (USPP) 107 0
Darlehen von nahestehenden Personen 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0 5.529
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten> 1 Jahr 35 0
Summe der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit 142 5.540
In T€ Umbuchung Zinsaufwand Zugang Finanzierungsleasing Stand zum 31. Dez. 2018
Finanzierungsleasing 0 0 0 4.845
Finanzverbindlichkeiten (USPP) 0 0 0 263.621
Darlehen von nahestehenden Personen 0 73 0 2.436
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 59 0 0 5.588
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten> 1 Jahr -729 0 0 252.044
Summe der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit -670 73 0 528.534

[28] Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus in 2019 abgeschlossenen Terminkontrakten für Energiebezüge in 2020 und 2021 (Strom, Gas), die unter die own use exemption des IFRS 9 fallen, bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 13.215 (Vorjahr: T€ 14.809).

Es bestehen nicht bilanzierte Zeichnungsverpflichtungen (commitments) von T€ 24.583 (Vorjahr: T€ 20.837) für Wertpapiere des Anlagevermögens und Beteiligungen.

[29] Leasingverhältnisse Leasingverhältnisse als Leasingnehmer

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Nutzungsrechte nach Klassen zugrundeliegender Vermögenswerte:

In T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Fuhrpark Sattelzugmaschinen und -auflieger Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Erstanwendung IFRS 16 zum 01.01.2019 161.909 58.876 15.553 30.880 252 267.471
Umgliederung Finanzierungsleasingverhältnisse nach IAS 17 aufgrund von IFRS 16 0 563 78 6.269 266 7.176
Währungsdifferenzen 8.055 2.719 580 1.908 26 13.287
Zugänge 9.585 4.151 5.814 2.636 0 22.185
Abgänge -4.141 -197 -876 -291 -5 -5.511
Umbuchungen 0 -64 -23 -4.046 0 -4.134
Planmäßige Abschreibungen -22.164 -16.087 -8.055 -14.905 -388 -61.598
Währungsdifferenzen lfd. Jahr -654 -383 -165 -506 -12 -1.721
Stand 31.12.2019 152.589 49.578 12.905 21.945 140 237.157

Die folgende Tabelle stellt die durchschnittlichen Vertragslaufzeiten der Nutzungsrechte nach Klassen zugrundeliegender Vermögenswerte dar:

Klasse von Nutzungsrechten In Jahren
Grundstücke und Bauten 27 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 6 Jahre
Fuhrpark 3 Jahre
Sattelzugmaschinen und -auflieger 4 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 Jahre

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Beträge erfasst:

In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge In T€
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten -7.359
Ertrag aus dem Unterleasingverhältnis von Nutzungsrechten 10
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse -2.493
Aufwendungen für variable Leasingzahlungen -209
Aufwendungen für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert vom geringen Wert, ausgenommen kurzfristige Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert -58

In der Kapitalflussrechnung wurden folgende Beträge ausgewiesen:

In der Kapitalflussrechnung erfasste Beträge In T€
Gesamte Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse -69.776

Im Vorjahr bestanden für die Unternehmensgruppe Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing sowie Operating-Leasing, die gemäß IAS 17 - Leasing bilanziert wurden.

Die Mindestleasingzahlungen für Finanzierungsleasingverbindlichkeiten beliefen sich im Vorjahr auf:

Leasingzahlungen fällig
in T€
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre >5 Jahre Gesamt
Mindestleasingzahlungen 2.980 1.996 0 4.976
Zinsaufwand für die am Bilanzstichtag bestehende Leasingverbindlichkeit 111 20 0 131
Barwert der Mindestleasingzahlungen per 31.12.2018 2.869 1.976 0 4.845

Aus Operating-Leasingvereinbarungen bestanden im Vorjahr folgende Verpflichtungen unter den angegebenen Fälligkeiten in T€:

In T€ 31.12.2018
Bis zu einem Jahr nach dem Bilanzstichtag 71.957
Zwischen einem und fünf Jahren 148.916
Länger als fünf Jahre 80.728
Mindestleasingzahlungen 301.601

Bei den Operating-Leasingvereinbarungen handelt es sich um Gebäude und Läger, technische Anlagen, Hardware, Kraftfahrzeuge, LKW und Sattelanhänger.

Im Vorjahr wurden Zahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von T€ 91.731 als Aufwand erfasst. Davon entfielen T€ 3.732 auf bedingte Mietzahlungen sowie T€ 0 auf Einzahlungen aus Untermietverhältnissen.

Leasingverhältnisse als Leasinggeber

In 2019 hat die Unternehmensgruppe eine Immobilie untervermietet, welches als Nutzungsrecht innerhalb den Grundstücke und Bauten ausgewiesen wurde.

Aufgrund der Gewährung von mietfreien Perioden hat die Unternehmensgruppe einen Aufwand aus Abgang des Nutzungsrechts in Höhe von T€ -29 innerhalb des operativen Ergebnisses ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden Zinserträge aus Leasingforderungen in Höhe von T€ 10 (Vorjahr: T€ 0) erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst.

Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderungen dar und zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht diskontierten Leasingzahlungen. Nach IAS 17 hatte die Unternehmensgruppe keine Finanzierungsleasingforderungen.

In T€ 31.12.2019
Bis zu einem Jahr nach dem Bilanzstichtag 387
Zwischen einem und fünf Jahren 967
Länger als fünf Jahre 0
Gesamtbetrag der nicht diskontierten Leasingforderungen 1.354
Nicht realisierter Zinsertrag -62
Nettoinvestition in das Leasingverhältnis 1.292

[30] Finanzinstrumente Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten:

Die folgende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IFRS 9 der Unternehmensgruppe Theo Müller, dar.

In T€ Bewertungskategorie nach IFRS 9 Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Aktiva Buchwert 31.12.2019 keine Kategorie des IFRS 9 / nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 (Fortgeführte) Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
1) Langfristige finanzielle Vermögenswerte
- Beteiligungen FVtPL 4.193 0 0 0 4.193
- Wertpapiere des Anlagevermögens (EK-Instrument) FVtPL 17.585 0 0 0 17.585
- Wertpapiere des Anlagevermögens (Schuldinstrument) FVtPL 62.348 0 0 0 62.348
- Ausleihungen AC 32.656 0 32.656 0 0
- Derivative finanzielle Vermögenswerte FVtPL 25.203 0 0 0 25.203
- Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte n.a. 1.302 1.302 0 0 0
- Leasing-Forderungen n.a. 1.292 1.292 0 0 0
2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 819.027 0 819.027 0 0
3) Forderungen gegen at Equity bilanzierte Unternehmen AC 206 0 206 0 0
4) Sonstige finanzielle Vermögenswerte
- Derivative finanzielle Vermögenswerte FVtPL 2.297 0 0 0 2.297
- Darlehen AC 377 0 377 0 0
- Cashpooling extern AC 23.223 0 23.223 0 0
5) Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte AC 92.495 71.877 20.617 0 0
6) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 96.862 0 96.862 0 0
Summe Aktiva 1.179.066 74.472 992.968 0 111.626
Passiva
1) Finanzverbindlichkeiten
- USPP-Anleihe (langfristig und kurzfristig) AC 155.578 0 155.578 0 0
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) AC 260.800 0 260.800 0 0
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurzfristig) AC 219.632 0 219.632 0 0
- Darlehen von nahestehenden Personen AC 2.469 0 2.469 0 0
- Sonstige Finanzverbindlichkeiten (langfristig) AC 7 0 7 0 0
- Sonstige Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig) AC 47.003 0 47.003 0 0
2) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 451.146 0 451.146 0 0
3) Verbindlichkeiten gegen at Equity bilanzierte Unternehmen AC 0 0 0 0 0
4) Sonstige finanzielle Schulden
- Derivative finanzielle Verbindlichkeiten FVtPL 1.982 0 0 0 1.982
- Cashpooling extern AC 0 0 0 0 0
- Sonstige (langfristig) AC 294 0 294 0 0
5) Sonstige Verbindlichkeiten
- Abgegrenzte Schulden n.a. 311.472 311.472 0 0 0
- Sonstige AC 67.337 43.682 23.655 0 0
6) Leasing-Verbindlichkeiten n.a. 277.079 277.079 0 0 0
Summe Passiva 1.794.798 632.233 1.160.583 0 1.982
In T€ Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Aktiva Fair Value 31.12.2019 *1
1) Langfristige finanzielle Vermögenswerte
- Beteiligungen 4.193
- Wertpapiere des Anlagevermögens (EK-Instrument) 17.585
- Wertpapiere des Anlagevermögens (Schuldinstrument) 62.348
- Ausleihungen 33.024
- Derivative finanzielle Vermögenswerte 25.203
- Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte --
- Leasing-Forderungen 1.321
2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen --
3) Forderungen gegen at Equity bilanzierte Unternehmen --
4) Sonstige finanzielle Vermögenswerte
- Derivative finanzielle Vermögenswerte 2.297
- Darlehen --
- Cashpooling extern --
5) Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte --
6) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente --
Summe Aktiva 145.971
Passiva
1) Finanzverbindlichkeiten
- USPP-Anleihe (langfristig und kurzfristig) 163.547
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) 237.592
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurzfristig) 219.632
- Darlehen von nahestehenden Personen --
- Sonstige Finanzverbindlichkeiten (langfristig) --
- Sonstige Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig) --
2) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen --
3) Verbindlichkeiten gegen at Equity bilanzierte Unternehmen --
4) Sonstige finanzielle Schulden
- Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.982
- Cashpooling extern --
- Sonstige (langfristig) --
5) Sonstige Verbindlichkeiten
- Abgegrenzte Schulden --
- Sonstige --
6) Leasing-Verbindlichkeiten --
Summe Passiva 622.753

*1 Für die Angabe der beizulegenden Zeitwerte wurde die Erleichterungsvorschrift des IFRS 7.29a in Anspruch genommen. Wenn der Buchwert näherungsweise dem Fair Value entspricht, wurde auf eine Angabe des Fair Values verzichtet.

In T€ Bewertungskategorie nach IFRS 9 Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Aktiva Buchwert 31.12.2018 keine Kategorie des IFRS 9 / nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 (Fortgeführte) Anschaffungskosten
1) Langfristige finanzielle Vermögenswerte
- Beteiligungen FVtPL 2.707 0 0
- Wertpapiere des Anlagevermögens (EK-Instrument) FVtPL 14.913 0 0
- Wertpapiere des Anlagevermögens (Schuldinstrument) FVtPL 55.582 0 0
- Ausleihungen AC 19.550 0 19.550
- Derivative finanzielle Vermögenswerte FVtPL 15.629 0 0
- Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte n.a. 1.362 1.362 0
2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 785.305 0 785.305
3) Forderungen gegen at Equity bilanzierte Unternehmen AC 295 0 295
4) Sonstige finanzielle Vermögenswerte
- Derivative finanzielle Vermögenswerte FVtPL 18.088 0 0
- Darlehen AC 184 0 184
5) Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte AC 113.929 83.894 30.071
6) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 106.673 0 106.673
Summe Aktiva 1.134.217 85.256 942.078
Passiva
1) Finanzverbindlichkeiten
- USPP-Anleihe (langfristig und kurzfristig) AC 263.621 0 263.621
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) AC 252.043 0 252.043
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurzfristig) AC 118.975 0 118.975
- Darlehen von nahestehenden Personen AC 2.436 0 2.436
2) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 405.688 0 405.688
3) Verbindlichkeiten gegen at Equity bilanzierte Unternehmen AC 0 0 0
4) Sonstige finanzielle Schulden
- Derivative finanzielle Verbindlichkeiten FVtPL 810 0 0
- Cashpooling extern AC 6.788 0 6.788
- Sonstige (langfristig) AC 279 0 279
5) Sonstige Verbindlichkeiten
- Abgegrenzte Schulden n.a. 298.896 270.128 28.768
- Sonstige AC 98.115 60.155 37.960
6) Finanzierungsleasingschulden AC 4.845 0 4.845
Summe Passiva 1.452.498 330.283 1.121.405
In T€ Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Aktiva Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
1) Langfristige finanzielle Vermögenswerte
- Beteiligungen 0 2.707
- Wertpapiere des Anlagevermögens (EK-Instrument) 0 14.913
- Wertpapiere des Anlagevermögens (Schuldinstrument) 0 55.582
- Ausleihungen 0 0
- Derivative finanzielle Vermögenswerte 0 15.629
- Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 0 0
2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0
3) Forderungen gegen at Equity bilanzierte Unternehmen 0 0
4) Sonstige finanzielle Vermögenswerte
- Derivative finanzielle Vermögenswerte 0 18.088
- Darlehen 0 0
5) Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0 0
6) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0
Summe Aktiva 0 106.919
Passiva
1) Finanzverbindlichkeiten
- USPP-Anleihe (langfristig und kurzfristig) 0 0
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) 0 0
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurzfristig) 0 0
- Darlehen von nahestehenden Personen 0 0
2) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
3) Verbindlichkeiten gegen at Equity bilanzierte Unternehmen 0 0
4) Sonstige finanzielle Schulden
- Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 810
- Cashpooling extern 0 0
- Sonstige (langfristig) 0 0
5) Sonstige Verbindlichkeiten
- Abgegrenzte Schulden 0 0
- Sonstige 0 0
6) Finanzierungsleasingschulden 0 0
Summe Passiva 0 810
In T€
Aktiva Fair Value 31.12.2018 *1
1) Langfristige finanzielle Vermögenswerte
- Beteiligungen 2.707
- Wertpapiere des Anlagevermögens (EK-Instrument) 14.913
- Wertpapiere des Anlagevermögens (Schuldinstrument) 55.582
- Ausleihungen 20.057
- Derivative finanzielle Vermögenswerte 15.629
- Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte --
2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen --
3) Forderungen gegen at Equity bilanzierte Unternehmen --
4) Sonstige finanzielle Vermögenswerte
- Derivative finanzielle Vermögenswerte 18.088
- Darlehen --
5) Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte --
6) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente --
Summe Aktiva 126.976
Passiva
1) Finanzverbindlichkeiten
- USPP-Anleihe (langfristig und kurzfristig) 267.177
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) 245.934
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurzfristig) 119.304
- Darlehen von nahestehenden Personen ---
2) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen --
3) Verbindlichkeiten gegen at Equity bilanzierte Unternehmen --
4) Sonstige finanzielle Schulden
- Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 810
- Cashpooling extern --
- Sonstige (langfristig) --
5) Sonstige Verbindlichkeiten
- Abgegrenzte Schulden --
- Sonstige --
6) Finanzierungsleasingschulden 5.095
Summe Passiva 638.320

*1 Für die Angabe der beizulegenden Zeitwerte wurde die Erleichterungsvorschrift des IFRS 7.29a in Anspruch genommen. Wenn der Buchwert näherungsweise dem Fair Value entspricht, wurde auf eine Angabe des Fair Values verzichtet.

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt und spiegeln die Preise, zu dem eine Partei die Rechte und/oder Pflichten aus diesen Finanzinstrumenten von einer unabhängigen Partei übernehmen würde, wider.

Langfristige finanzielle Vermögenswerte / Sonstige finanzielle Schulden

Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte mit erfolgswirksam erfassten Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung beinhalten neben Beteiligungen auch Portfolios im Rahmen des Asset Managements. Die beizulegenden Zeitwerte von börsennotierten Wertpapieren und Fondsanteilen basieren auf Kursnotierungen zum Bilanzstichtag.

Die Marktbewertung der durch Fondsgesellschaften verwalteten Portfolios erfolgt anhand veröffentlichter Net Asset Values, Brokerpreisinformationen, respektive zu den Börsenkursen zum jeweiligen Bilanzstichtag. Für die auf Brokerinformationen basierten Preisfeststellungen werden für jede Portfolioposition drei unterschiedliche Preisquellen herangezogen. Die Bewertung der Einzelposition reflektiert den jeweils höchsten Geldkurs (bid price) aus diesen Preisquellen. Weichen der höchste und der durchschnittliche Geldkurs um mehr als 5 % voneinander ab, wird der Durchschnitt aus den drei Kursen für die Bewertung der Position herangezogen.

Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden, gelten auch als zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte mit erfolgswirksam erfassten Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung. Soweit für diese Gesellschaften kein aktiver Markt existiert und sich die Fair Values nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln lassen, werden sie mit den jeweiligen Anschaffungskosten bilanziert. Es ist nicht geplant, von den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Beteiligungen wesentliche Anteile in naher Zukunft zu veräußern oder auszubuchen. Im Berichtsjahr als auch im Vorjahr gab es keine Abgänge von Anteilen verfügbarer Beteiligungen, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden. Soweit Hinweise auf niedrigere Fair Values bestehen, werden diese angesetzt.

Die Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihr beizulegender Zeitwert entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.

Hinsichtlich des Währungsrisikos werden strukturierte Optionen, FX-Swaps sowie Devisentermingeschäfte eingesetzt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten werden die beizulegenden Zeitwerte dieser Sicherungsinstrumente durch externe Partner mittels anerkannter Bewertungsmodelle ermittelt, wobei ausschließlich beobachtbare InputParameter in die Bewertung einfließen. Die Optionen werden auf Basis von Garman-Kohlhagen Modellen von den jeweiligen Banken berechnet. Die beizulegenden Zeitwerte der anderen derivativen Finanzinstrumente werden nach der Barwertmethode durch Diskontierung der kontrahierten Zahlungsströme ermittelt. Inputfaktoren der Bewertungsmodelle sind am Markt beobachtbare Marktpreise, Zinssätze und Volatilitäten, die von anerkannten externen Quellen bezogen werden. Dabei finden zum Bilanzstichtag relevante Zinssätze der Vertragspartner Anwendung.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / gegenüber assoziierten Unternehmen

Aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte näherungsweise den Buchwerten entsprechen.

Die Gliederung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen noch nicht überfälliger sowie überfälliger Forderungen sowie der Überfälligkeit ist unter dem Kreditrisiko dargestellt.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte / Sonstige finanzielle Schulden

Die Darlehen an Dritte und Darlehen an nahestehende Unternehmen sind variabel, zu marktgerechten Konditionen verzinst, weswegen die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten beinhalten die USPP-Anleihen sowie langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Aufgrund der kurzfristigen Laufzeit wird für die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie für die Darlehen von nahestehenden Personen unterstellt, dass die Buchwerte näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread Kurve der Unternehmensgruppe ermittelt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Unternehmen haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

Leasingforderungen

Die beizulegenden Zeitwerte der Leasingforderungen werden als Barwerte der mit den Forderungen verbundenen Einzahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread Kurve der Unternehmensgruppe ermittelt.

Fair Value Hierarchie

Die Bestimmung und der Ausweis der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente orientieren sich an einer Fair Value Hierarchie, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Diese Hierarchiestufe beinhaltet Aktien, Investmentfonds und festverzinsliche Wertpapiere, für die entweder ein Börsenkurs verfügbar ist oder für die die Preise von einem unabhängigen Preisanbieter zur Verfügung gestellt werden, die auf Basis tatsächlicher Markttransaktionen zustande gekommen sind. Des Weiteren sind börsengehandelte Derivate der Stufe 1 zugeordnet.

Stufe 2: Andere Eingangsparameter als die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) zu beobachten sind. Diese Stufe beinhaltet nicht börsengehandelte Derivate und nicht börsentäglich gehandelte Wertpapiere sowie Private Equity Fonds.

Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten). Bei den Beständen, die dieser Bewertungsstufe zugeordnet werden, handelt es sich um Investitionen in Hedge Fonds.

Welcher Hierarchiestufe die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt zugeordnet wird, richtet sich nach der niedrigsten Stufe, deren Eingangsparameter für die Bewertung als Ganzes erheblich sind. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese zum Stichtag umgegliedert.

Zum 31. Dezember 2019 wurden die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, gehalten.

In T€
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 31.12.2019
Finanzielle Vermögenswerte
 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
- Derivative finanzielle Vermögenswerte (FVtPL) 0 27.500 0 27.500
- Beteiligungen (FVtPL) 0 4.193 0 4.193
- Wertpapiere des Anlagevermögens (FVtPL)) 4.344 75.486 103 79.933
Finanzielle Verbindlichkeiten
 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
- Derivative finanzielle Schulden (FVtPL) 0 1.982 0 1.982
In T€
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 31.12.2018
Finanzielle Vermögenswerte
 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
- Derivative finanzielle Vermögenswerte (FVtPL) 0 33.717 0 33.717
- Beteiligungen (FVtPL) 0 2.707 0 2.707
- Wertpapiere des Anlagevermögens (FVtPL)) 3.968 66.198 329 70.495
Finanzielle Verbindlichkeiten
 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
- Derivative finanzielle Schulden (FVtPL) 0 810 0 810

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente, die innerhalb der Stufe 3 ausgewiesen werden. Im Berichtszeitraum wurden keine Finanzinstrumente aus oder in die Stufe 3 der Fair Value Hierarchie umgegliedert. Die Gewinne und Verluste in Verbindung mit Finanzinstrumenten der Stufe 3 der Bemessungshierarchie werden erfolgswirksam im übrigen Finanzergebnis als Gewinne und Verluste aus Wertpapieren des Anlagvermögens (Schuldinstrument) erfasst.

In T€
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Wertpapiere des Anlagevermögens (Asset Management)
01.01.2019 329
Veräußerungen -105
Erfolgswirksam erfasste Gewinne (+) / 30
Verluste (-) aus Wertpapieren des Anlagevermögens (Schuldinstrument) -151
Umgliederungen aus (-) / in (+) Stufe 3 0
31.12.2019 103
Summe der in der Periode aufwands- oder ertragswirksam erfassten Gewinne oder Verluste der am Abschlussstichtag gehaltenen Vermögenswerte -36
In T€
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Wertpapiere des Anlagevermögens (Asset Management)
01.01.2018 154
Veräußerungen -32
Erfolgswirksam erfasste Gewinne (+) / 14
Verluste (-) aus Wertpapieren des Anlagevermögens (Schuldinstrument) -7
Umgliederungen aus (-) / in (+) Stufe 3 200
31.12.2018 329
Summe der in der Periode aufwandsoder ertragswirksam erfassten Gewinne oder Verluste der am Abschlussstichtag gehaltenen Vermögenswerte 7

Bei den Finanzinstrumenten, die innerhalb der Stufe 3 ausgewiesen werden, handelt es sich um Wertpapiere des Anlagevermögens, deren Sensitivität sich nicht verlässlich bestimmen lässt. Risiken hieraus resultieren im Wesentlichen aus Zins- und Fremdwährungsänderungen sowie aus Wertänderungen, die durch Immobilien- und Rohstoffpreise beeinflusst werden.

Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, deren beizulegende Zeitwerte jedoch angegeben werden, stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

In T€ 31.12.2019
Stufe 1: Eingangsparameter als Preise auf aktiven Märkten Stufe 2: Andere Eingangsparamter, die direkt oder indirekt beobachtbar sind Stufe 3: Nicht beobachtbare Eingangsparameter Summe
Aktiva
Ausleihungen 0 33.024 0 33.024
Leasingforderungen 0 1.321 0 1.321
Passiva
USPP-Anleihen 0 163.547 0 163.547
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) 0 237.592 0 237.592
In T€ 31.12.2018
Stufe 1: Eingangsparameter als Preise auf aktiven Märkten Stufe 2: Andere Eingangsparamter, die direkt oder indirekt beobachtbar sind
Aktiva
Ausleihungen 0 20.057
Leasingforderungen 0 0
Passiva
USPP-Anleihen 0 267.177
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) 0 245.934
In T€ 31.12.2018
Stufe 3: Nicht beobachtbare Eingangsparameter Summe
Aktiva
Ausleihungen 0 20.057
Leasingforderungen 0 0
Passiva
USPP-Anleihen 0 267.177
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig) 0 245.934

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Die folgenden finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen.

31.12.2019
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte Bruttobeträge, die in der Bilanz saldiert werden Nettobeträge, die in der Bilanz ausgewiesen werden Nicht bilanziell saldierungsfähige Beträge Fair Value erhaltener finanz. Sicherheiten Gesamt Nettogröße
Derivative finanzielle Vermögenswerte 27.500 0 27.500 -936 0 26.564
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 835.310 -16.283 819.027 -272 0 818.755
Finanzverbindlichkeiten Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten Bruttobeträge, die in der Bilanz saldiert werden Nettobeträge, die in der Bilanz ausgewiesen werden Nicht bilanziell saldierungsfähige Beträge Fair Value gestellter finanz. Sicherheiten Gesamt Nettogröße
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.982 0 1.982 -936 0 1.046
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 466.701 -15.566 451.135 272 0 451.407
31.12.2018
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte Bruttobeträge, die in der Bilanz saldiert werden Nettobeträge, die in der Bilanz ausgewiesen werden Nicht bilanziell saldierungsfähige Beträge Fair Value erhaltener finanz. Sicherheiten Gesamt Nettogröße
Derivative finanzielle Vermögenswerte 33.717 0 33.717 -771 0 32.946
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 798.775 -13.469 785.306 -232 0 785.074
Finanzverbindlichkeiten Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten Bruttobeträge, die in der Bilanz saldiert werden Nettobeträge, die in der Bilanz ausgewiesen werden Nicht bilanziell saldierungsfähige Beträge Fair Value gestellter finanz. Sicherheiten Gesamt Nettogröße
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 810 0 810 -771 0 39
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 416.610 -10.923 405.687 232 0 405.919

Bilanzielle Saldierungen treten bei Forderungen und Verbindlichkeiten auf, bei welchen Gutschriften gewährt bzw. erhalten werden.

Bei nicht bilanziell saldierungsfähigen Beträgen werden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen im Insolvenzfall sämtliche mit dem betreffenden Kontrahenten bestehende Derivate mit positivem bzw. negativem beizulegenden Zeitwert aufgerechnet, sodass lediglich eine Forderung bzw. Verbindlichkeit in Höhe des Saldos verbleibt. Kollateralverträge, die das Ausfallrisiko der Unternehmensgruppe reduzieren, wurden in diesem Zusammenhang nicht abgeschlossen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Nettogewinne oder -verluste

Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar:

Nettoergebnis nach Bewertungskategorien nach IFRS 9: 2019 2018
Finanzielle Vermögenswerte Amortized Cost (AC) 45.359 -7.416
Finanzielle Verbindlichkeiten Amortized Cost (AC) -2.456 -11.779
Fair Value through P&L (FVtPL) -5.055 25.798

Das Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Amortized Cost (AC) beinhaltet die Nettogewinne bzw. -verluste der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (AC) sowie der Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (AC) und betrifft Währungsumrechnungseffekte aus der Stichtagsbewertung sowie unterjährig realisierte Währungskursgewinne / -verluste. Des Weiteren beinhaltet das Nettoergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Amortized Cost die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen (AC), die die im Betriebsergebnis erfasste Veränderungen der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Ausbuchungen von Forderungen und Krediten enthalten.

Das Nettoergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten Amortized Cost (AC) beinhhaltet die Nettogewinne bzw. -verluste der zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten (AC), welche die Währungsumrechnungseffekte der USPP-Anleihen sowie die Zuschreibung eines Disagios anhand der Effektivzinsmethode betreffen. Zudem werden in dieser Kategorie die im Betriebsergebnis erfassten Währungseffekte aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (AC) dargestellt.

Das Nettoergebnis aus Fair value through Profit & Loss (FVtPL) enthält Effekte aus Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte von derivativen finanziellen Vermögenswerten, Effekte aus der erfolgswirksamen Marktbewertung von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten sowie Zu- und Abschreibungen auf den vorraussichtlich noch zu erzielenden Betrag von Beteiligungen und die erfoglswirksam erfassten Bewertungen von als Eigenkapital- und Schuldinstrument kategorisierten Wertpapieren.

b) Zinserträge und -aufwendungen der nicht zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente

Von den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Zinserträgen und Zinsaufwendungen entfallen auf finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert sind, folgende Beträge:

In T€ 2019 2018
Zinserträge 1.904 947
Zinsaufwendungen -20.559 -16.192
Zinsergebnis -18.655 -15.244
davon aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 (mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten)
Darlehen und Forderungen (AC) 1.413 477
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet mit fortgeführten Anschaffungskosten (AC) -11.919 -14.689
Zinserträge auf Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente (AC) 274 243

Zinserträge der nicht zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte sind ein Bestandteil des Nettoergebnisses von Finanzinstrumenten, die der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" (AC) zuzuordnen sind. Dabei umfassen die Zinserträge der Kategorie "Darlehen und Forderungen (AC)" hauptsächlich Zinsen aus ausgereichten Darlehen und sonstigen Ausleihungen. In den Zinsaufwendungen der Kategorie "Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet mit fortgeführten Anschaffungskosten (AC)" sind im Wesentlichen Zinsaufwendungen enthalten, die im Zusammenhang mit den US Private Placements entstanden sind sowie Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Risikomanagement

In der Unternehmensgruppe Theo Müller existiert ein Chancen- und Risikomanagementsystem.

Auf der Basis von definierten Standards werden systematisch Risiken und Chancen in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen. Da Chancen und Risiken grundsätzlich die zwei Seiten unternehmerischen Handelns darstellen, ergeben sich die Chancen generell aus der komplementären Sicht der operativen und funktionalen Risikostruktur in allen Risikofeldern. So lassen sich potenzielle Gefahren frühzeitig minimieren und Chancen zielgerichtet und erfolgreich nutzen.

Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil sämtlicher Planungs-, Controlling- und Reportingstrukturen. Die Geschäftsführung der Gesellschaft beschäftigt sich regelmäßig mit Themen des Risikomanagements.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem hat im Hinblick auf das Finanz- und Rechnungswesen die Funktion, die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegungs- und Finanzberichtserstattungsprozesse zu gewährleisten. Das System beinhaltet Grundsätze und Verfahren sowie präventive und aufdeckende Kontrollen. Es zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu minimieren.

Unter anderem wird regelmäßig geprüft, ob konzerneinheitliche Bilanzierungs-, Bewertungs- und Kontierungsvorgaben angewendet werden, konzerninterne Transaktionen vollständig erfasst und im Konzernabschluss entsprechend eliminiert werden, bilanzierungsrelevante Sachverhalte erkannt und entsprechend abgebildet werden sowie die Prozesse zur Funktionstrennung und zum Vier-Augen-Prinzip eingehalten werden.

Kapitalmanagement

Ziele der Kapitalmanagementstrategie des Konzerns sind, Erträge durch die Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren und die Sicherung des Geschäftsbetriebes (Unternehmensfortführung) zu gewährleisten. Im Mittelpunkt des Kapitalmanagements steht die Eigenkapitalquote. Die Eigenkapitalquote beschreibt die Beziehung zwischen Eigen- und Gesamtkapital und errechnet sich aus deren Buchwerten. Je mehr Eigenkapital zur Verfügung steht, desto höher ist die finanzielle Stabilität des Unternehmensverbundes und desto unabhängiger ist der Konzern von Kapitalgebern. Die Eigenkapitalquote beträgt bei einem Eigenkapital von T€ 2.154.617 (Vorjahr: T€ 2.040.616) und einem gestiegenen Gesamtkapital 51,4 % (Vorjahr: 55,2 %).

Während in Luxemburg keine gesetzlichen Regelungen zu einem Mindestkapital bestehen, unterliegt die Unternehmensgruppe Theo Müller hinsichtlich der begebenen USPP-Anleihen bestimmten Financial Covenants, die seit Begebung der Anleihe eingehalten wurden. Die Covenants beziehen sich im Wesentlichen auf den Verschuldungsgrad. In einem halbjährigen Reporting werden diese auf ihre Einhaltung geprüft und den Anleihegläubigern berichtet. Ein Bruch der Covenants hätte zur Folge, dass die Investoren die USPP-Anleihe sofort fällig stellen könnten.

Des Weiteren ist die Unternehmensgruppe hinsichtlich des zweckgebundenen Tilgungsdarlehens während der Laufzeit an die Einhaltung von Covenants (Verschuldungsgrad und Zinsdeckungsfaktor) gebunden, deren Nichteinhaltung zur sofortigen Fälligkeit führen könnte.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass der Konzern möglicherweise nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten vertragsgemäß durch Lieferung von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten zu erfüllen. Die Steuerung der Liquidität im Konzern soll sicherstellen, dass stets ausreichend liquide Mittel verfügbar sind, um unter normalen wie auch angespannten Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können, ohne untragbare Verluste zu erleiden oder die Reputation des Konzerns zu schädigen. Die Zahlungsverpflichtungen resultieren dabei in der Unternehmensgruppe unter anderem aus dem operativen Geschäft sowie einer vorzeitigen Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten bei Nichteinhaltung von Financial Covenants.

Unter das Liquiditätsrisiko fällt auch, dass bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann (Refinanzierungsrisiko) oder aufgrund unzulänglicher Markttiefe oder Marktstörungen Geschäfte nicht oder nur mit Verlusten aufgelöst bzw. glattgestellt werden können (Marktliquiditätsrisiko).

Die Unternehmensgruppe generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft sowie durch das Halten von Beteiligungen als auch durch externe Finanzierungen. Die Unternehmensgruppe steuert ihre Liquidität, indem der Konzern neben dem Zahlungsmittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit die Zahlungsmittel auf Basis einer rollierenden Liquiditätsplanung steuert und auch Kreditlinien bei Banken in Anspruch nimmt, um den finanziellen Verpflichtungen unter normalen Marktbedingungen und Konditionen nachzukommen.

Die liquiden Mittel umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Festgelder sowie Sicht- und Termineinlagen). Zum Jahresende 2019 bestanden für die Unternehmensgruppe 13 kurzfristige Kreditlinien von insgesamt 464 Mio. € bei unabhängigen Banken (Vorjahr: 12 kurzfristige Kreditlinien von insgesamt 424 Mio. €), von denen 200 Mio. € (Vorjahr: 301 Mio. €) nicht in Anspruch genommen waren. Der zu zahlende Zinssatz für eine Inanspruchnahme von Kreditlinien basiert im Wesentlichen auf dem EONIA / LIBOR plus Marge. Zum Bilanzstichtag bestehen Avalkredite in Höhe von T€ 15.749 (Vorjahr: T€ 15.005), die zum Teil an die Kreditlinien angerechnet werden.

Daneben überwacht der Konzern in den einzelnen operativen Geschäftseinheiten das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses mittels IT-Tools, E-Banking und Cash-Management-Systemen. Eine auf Teilkonzernplanung basierende Liquiditätsplanung zeigt über einen Zeitraum von über einem Jahr die zu erwartende Entwicklung der Liquidität auf. Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement schließt das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln und die Möglichkeit zur Finanzierung durch einen adäquaten Betrag an zugesagten Kreditlinien ein.

Das operative Liquiditätsmanagement umfasst einen Cash-Concentration-Prozess, durch den eine tägliche Zusammenführung von liquiden Mitteln erfolgt. Dadurch können Liquiditätsüberschüsse und -anforderungen entsprechend den Bedürfnissen der Unternehmensgruppe sowie einzelner Konzerngesellschaften gesteuert werden. In das kurz- und mittelfristige Liquiditätsmanagement werden die Fälligkeiten finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten sowie Schätzungen der operativen Cashflows einbezogen.

Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt alle vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit einem negativen beizulegenden Zeitwert. Kann eine Gegenpartei wählen, zu welchem Zeitpunkt ein Betrag gezahlt wird, ist die Verbindlichkeit der frühesten Periode zuzuordnen. Für die derivativen Finanzinstrumente, bei denen generell ein Bruttozahlungsausgleich vereinbart worden ist, werden im Rahmen der Fälligkeitsanalyse die Bruttozahlungsströme angegeben, während für die übrigen Verpflichtungen die undiskontierten Cashflows für die nächsten Geschäftsjahre angegeben werden. Einbezogen wurden alle Finanzinstrumente, die zum Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten wurden in dieser Darstellung nicht berücksichtigt.

In T€ zum 31. Dezember 2019 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
Buchwert < 1 Jahr 1 - 5 Jahre >5 Jahre Bruttoabfluss
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
USPP-Anleihe kurz- und langfristig 155.578 5.795 167.367 0 173.162
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 480.432 334.995 146.372 4.773 486.140
Darlehen von nahestehenden Personen 2.469 1 0 2.468 2.469
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 451.135 451.135 0 0 451.135
Sonstige finanzielle Schulden
Übrige sonstige Schulden 47.010 47.003 7 0 47.010
Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Unternehmen 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten
Sonstige 378.808 369.711 9.097 378.808
Leasing-Verbindlichkeiten 277.079 57.270 125.643 94.884 277.797
Summe 1.792.511 1.265.910 448.486 102.125 1.816.521
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Bruttoausgleich -926
- cash outflow -67.436 -67.436
- cash inflow 66.664 66.664
In T€ zum 31. Dezember 2018 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
Buchwert < 1 Jahr 1 - 5 Jahre >5 Jahre Bruttoabfluss
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
USPP-Anleihe kurz- und langfristig 263.621 119.963 169.895 0 289.858
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 371.019 126.818 165.681 85.474 377.973
Darlehen von nahestehenden Personen 2.436 1 0 2.435 2.436
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 405.688 405.688 0 0 405.688
Sonstige finanzielle Schulden
Übrige sonstige Schulden 5.588 4.932 656 0 5.588
Verbindlichkeiten gegenüber at Equity bilanzierten Unternehmen 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten
Sonstige 397.011 372.012 17.523 7.476 397.011
Finanzierungsleasingschulden 4.845 3.059 1.786 0 4.845
Summe 1.450.208 1.032.473 355.541 95.385 1.483.399
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Bruttoausgleich -584
- cash outflow -56.700 -13.295 -69.995
- cash inflow 56.169 14.214 70.383

Es wird nicht erwartet, dass die vertraglich vereinbarten Zahlungen in der Restlaufzeitenanalyse erheblich früher als angegeben zu Mittelabflüssen führen, noch, dass diese in ihrer Höhe erheblich abweichen.

Die derivativen Finanzinstrumente umfassen sowohl Termingeschäfte und -optionen, als auch Swaps (Währungsswaps) sowie Rohstoffderivate. Die vertragliche Gestaltung legt fest, ob diese miteinander verrechnet werden und damit zu einem Nettoausgleich führen oder ob beide Vertragsparteien ihre Verpflichtungen vollständig zu erfüllen haben (Bruttoausgleich).

Terminkontrakte mit negativem Marktwert werden mit den Bruttobeträgen aus Zahlungsmittelabflüssen und -zuflüssen dargestellt. Zinsswaps werden mit den Nettobeträgen aus zu zahlenden Zinsen in die Laufzeitbänder eingeordnet. Optionen mit Stilhalterposition werden aufgrund bisheriger Nichtausübung keinem Laufzeitband zugeordnet und betragen zum Stichtag T€ 2.840 (Vorjahr: T€ 202).

Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen wie auch der liquiden Mittel sieht sich die Unternehmensgruppe keinem Konzentrationsrisiko im Bereich der Liquidität ausgesetzt.

Marktrisiken

Marktrisiken resultieren aus der Veränderung von Marktpreisen. Die Unternehmensgruppe ist aufgrund ihrer europaweiten Geschäftsaktivitäten Marktrisiken hauptsächlich aus Änderungen von Wechselkursen und Zinssätzen ausgesetzt. Daneben ist der Konzern dem Risiko ausgesetzt, dass sich der beizulegende Zeitwert sowie die künftigen Zahlungsströme von Finanzinstrumenten aufgrund von Schwankungen der Marktpreise ändern. Diese Marktrisiken können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe haben. Ziel des gruppenweiten Risikomanagements der Unternehmensgruppe ist es, diese Marktrisiken über ihre gewöhnlichen operativen Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten sowie, falls geeignet, über den Kauf und Verkauf derivativer Finanzinstrumente zu steuern und zu überwachen. Sämtliche Aktivitäten stehen im Einklang mit den gruppenweiten Richtlinien des Risikomanagements. Die zentrale Finanzabteilung beurteilt Risiken regelmäßig, indem Änderungen ökonomischer Schlüsselindikatoren sowie Marktinformationen verfolgt werden. Hedge Accounting findet in der Unternehmensgruppe keine Anwendung.

a) Währungskursrisiken

Währungskursrisiken im Sinne von IFRS 7 resultieren aus der Denominierung von Finanzinstrumenten in einer Fremdwährung, die nicht der funktionalen Währung der Unternehmensgruppe entspricht. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Finanzinstrumente in funktionaler Währung sowie nicht-monetäre Positionen weisen hingegen kein Währungsrisiko auf.

In der Unternehmensgruppe resultieren Währungsrisiken aus Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Diese bestehen vor allem zwischen dem britischen Pfund, dem US-Dollar, polnischen Zloty und den tschechischen Kronen gegenüber dem Euro. Bei den Währungskursrisiken werden Zahlungsströme aus zukünftigen Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung nach dem Grundsatz "Keine Absicherung ohne Grundgeschäft" und nach einer internen Richtlinie zwischen 0 % bis 100 % vom Exposure (Bedarf für einen definierten Zahlungszeitraum) abgesichert.

Die der Absicherung künftiger Zahlungsströme dienenden Finanzinstrumente werden ergebniswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Betrag, den die Unternehmensgruppe bei einer unterstellten Auflösung des Sicherungsgeschäfts am Stichtag zu bezahlen oder zu bekommen hätte. Der beizulegende Zeitwert der Sicherungsinstrumente wird auf Basis verfügbarer Marktnotierungen berechnet, ohne dass eine Verrechnung mit etwaig gegenläufigen Wertentwicklungen der Grundgeschäfte erfolgt. Zur Sicherung dieses Risikos werden neben marktüblichen Instrumenten wie Devisentermingeschäfte bzw. Devisenoptionen auch exotische Optionen im Währungsbereich eingesetzt. Zum Stichtag sind Optionen mit Barrier und Window Double Barrier Eigenschaften im Bestand, die ebenfalls zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen dienen. Die exotischen Optionen ermöglichen eine Kursverbesserung bzw. Partizipation an besseren Kursen, sofern die Barriers halten.

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen Landeswährung ab. Deshalb wird das Währungsrisiko der Unternehmensgruppe hinsichtlich der operativen Tätigkeit als relativ gering eingeschätzt. Die einzelnen Konzerngesellschaften sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Diese betreffen hauptsächlich Milcheinkäufe in Tschechien und Polen sowie Euro-Einkäufe der englischen Gesellschaften. Zur Sicherung setzt die Unternehmensgruppe Währungsderivate ein, um diese Zahlungen bis maximal 18 Monate im Voraus zu sichern. Aufgrund dieser Sicherungsgeschäfte war die Unternehmensgruppe zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus den USPP-Anleihen auf dem US-amerikanischen Markt. Davon sind zum Bilanzstichtag 100,0 %, das heißt 195 Mio. USD von 195 Mio. USD (Vorjahr: 99,8 %; 331 Mio. USD von 332 Mio. USD; Zinszahlungen und Kapitalbetrag) durch den Einsatz von Währungsderivaten abgesichert.

Die folgende Tabelle stellt das Nominalvolumen sowie die bilanzierten beizulegenden Zeitwerte der Fremdwährungsderivate zum Bilanzstichtag dar. Unter Nominalwert ist dabei der auf die funktionale Währung denominierte Gegenwert von abgesicherten, gekauften oder verkauften Fremdwährungsbeträgen mit konzernexternen Vertragspartnern zu verstehen.

In T€ Nominalwerte Marktwerte
Fremdwährungsderivate Kauf Verkauf Summe 31.12.2019
GBP -100.845 124.942 24.096 -933
CZK -26.606 0 -26.606 568
PLN -24.523 30.956 6.433 564
ILS 0 1.716 1.716 -30
USD -175.556 14.200 -161.357 25.109
NOK -5.369 0 -5.369 191
AUD 0 0 0 0
SEK -370 0 -370 12
HUF -3.007 0 -3.007 17
HKD -670 0 -670 11
-336.947 177.815 -159.132 25.518
In T€ Nominalwerte Marktwerte
Fremdwährungsderivate Kauf Verkauf Summe 31.12.2018
GBP -33.225 27.639 -5.586 -420
CZK -11.592 0 -11.592 33
PLN -6.834 0 -6.834 129
ILS 0 0 0 0
USD -271.820 0 -271.820 32.395
NOK -2.020 0 -2.020 -10
AUD 0 627 627 11
SEK -773 0 -773 7
HUF -1.552 0 -1.552 5
-327.816 28.266 -299.550 32.150

Die in der Tabelle aufgeführten Marktwerte stellen derivative finanzielle Vermögenswerte bzw. Schuldposten der Unternehmensgruppe dar. Die Nominalwerte beschreiben hingegen das Sicherungsvolumen (abgesichertes, künftiges Exposure), ausgedrückt in Euro. Die Restlaufzeit der derivativen Finanzinstrumente zur Sicherung von Währungsrisiken zum Bilanzstichtag beträgt maximal 12 Monate. Einzige Ausnahme bildet hier das Sicherungsinstrument für das USPP mit einer Restlaufzeit von 30 Monaten.

Die folgende Tabelle zeigt die Auflistung der wesentlichen Fremdwährungen der finanziellen Vermögenswerte und der finanziellen Schulden zum Bilanzstichtag, welche aus Sicht der jeweiligen Konzerngesellschaft einem Währungsrisiko unterliegen. Die Euro-Exposure von Fremdwährungsgesellschaften wurden den jeweiligen funktionalen Währungen der Konzerngesellschaften zugeordnet.

In T€ - 2019 Währungsrisiko Gesamt USD GBP CZK CHF NOK
Barreserve 14.586 681 9.167 771 1.030 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 28.576 12.747 12.037 1.611 0 0
Finanzielle Vermögenswerte - Asset Management 28.396 26.173 0 0 2.223 0
USPP-Anleihen -155.578 -155.578 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -45.075 -40.198 -6.118 -199 413 1.653
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -8.918 -1.135 -7.383 -164 -29 0
Netto Exposure -138.013 -157.309 7.704 2.020 3.637 1.653
In T€ - 2019 AUD PLN HKD HUF ILS
Barreserve 12 235 2.687 2 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 320 217 0 914 729
Finanzielle Vermögenswerte - Asset Management 0 0 0 0 0
USPP-Anleihen 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 39 -759 -98 190 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 -184 0 -24 0
Netto Exposure 372 -491 2.589 1.083 729
In T€ - 2018 Währungsrisiko Gesamt USD GBP CZK CHF NOK
Barreserve 13.196 3.689 6.538 367 1.528 407
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 34.130 13.249 17.907 1.230 0 0
Finanzielle Vermögenswerte - Asset Management 25.788 18.723 0 0 7.065 0
USPP-Anleihen -263.621 -263.621 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 116.333 26.199 88.242 1.892 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -5.772 -2.586 -13.953 6.274 -137 0
Netto Exposure -79.946 -204.347 98.734 9.763 8.456 407
In T€ - 2018 AUD PLN HKD HUF ILS
Barreserve 316 -339 -266 956 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 606 161 0 351 626
Finanzielle Vermögenswerte - Asset Management 0 0 0 0 0
USPP-Anleihen 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 4.884 -250 -4 0
Netto Exposure 922 4.706 -516 1.303 626

Sensitivitätsanalyse

Aus den verschiedenen Methoden der Risikoanalyse und des Risikomanagements hat die Unternehmensgruppe ein auf der Sensitivitätsanalyse basierendes System implementiert. Die Sensitivitätsanalyse ermöglicht den Risikomanagern die Identifizierung der Risikopositionen der einzelnen Geschäftseinheiten. Bei einer Sensitivitätsanalyse wird berechnet, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital haben. Neben Währungsrisiken unterliegt die Unternehmensgruppe auch Zinsänderungsrisiken. In die Sensitivitätsanalyse werden sämtliche Finanzinstrumente der Unternehmensgruppe einbezogen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Die Risikoabschätzung hinsichtlich des Währungsrisikos unterstellt hierbei eine Auf- / Abwertung des Euro gegenüber allen Fremdwährungen um 10 %. Es gelten grundsätzlich alle Finanzinstrumente dem Währungsrisiko als ausgesetzt, welche nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaften denominiert sind. Hierbei sind insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, finanzielle Vermögenswerte des Asset Managements, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzschulden enthalten.

Wenn der Euro gegenüber den folgenden Währungen um 10 % auf- bzw. abgewertet wird, hat das den in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Diese Aufstellung unterstellt, dass sämtliche Parameter - vor allem der Zinssatz - unverändert geblieben wären. Diese Annahme gilt ebenfalls für die Aufstellung für die Vorperiode. In der Sensitivitätsanalyse werden alle Währungspaare gegen den Euro sensitiviert .

In T€ - 2019 -10 % GuV +10 % GuV
GBP -11.182 5.869
CZK 2.706 -2.178
PLN 2.869 -1.464
USD 5.137 -4.363
CHF 480 -393
ILS -113 92
HKD 353 -288
HUF 263 -199
AUD 41 -34
SEK -25 21
NOK -61 50
468 -2.887

Das Vorjahr stellt sich wie folgt dar:

In T€ - 2018 -10 % GuV +10 % GuV
GBP -14.221 10.759
CZK 1.584 -1.265
PLN 1.457 -1.190
USD 1.383 -1.390
CHF 155 -126
ILS 70 -57
HKD -66 55
HUF 244 -193
AUD 252 -206
SEK 87 -71
NOK 269 -220
-8.786 6.096

Die wesentlichen Wechselkurse des Berichtsjahres sind unter dem Punkt "Währungsumrechnung" dargestellt.

b) Zinsrisiken

Zinsrisiken entstehen aus bilanzierten sowie nicht bilanzierten zinstragenden Finanzinstrumenten und sind von den Marktzinsvolatilitäten abhängig. Die Marktzinsvolatilitäten stellen sowohl Zinsniveauveränderungen als auch Drehungen der Zinsstruktur dar. Die durch die Sensitivitätsanalyse ermittelte Gesamtauswirkung bezieht sich auf den zinstragenden Bestand an Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag und zeigt den Effekt auf das Zinsergebnis durch eine Parallelverschiebung der Zinskurve und eine Neubewertung festverzinslicher zum Fair Value bewerteter Finanzinstrumente. Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente wirken sich in der Sensitivitätsanalyse auf das Zinsergebnis aus. Festverzinsliche Finanzinstrumente haben generell keine ergebniswirksame Auswirkung auf das Zinsergebnis. Sie haben nur dann eine ergebniswirksame Auswirkung im übrigen Finanzergebnis, wenn sie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Der Bestand an zinstragenden Finanzinstrumenten setzt sich zum Bilanzstichtag je wesentlicher Währung wie folgt zusammen:

Angabe in T€ - 2019 Gesamt EUR USD PLN CHF GBP
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
 sonstige Ausleihungen 23.830 23.184 0 0 95 551
 ausgereichte Darlehen 8.000 8.000 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
 ausgereichte Darlehen 125 105 0 0 0 0
Festverzinsliche Finanzinstrumente
 Wertpapiere des Anlagevermögens 2.595 2.595 0 0 0 0
 Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0 0 0 0 0
Variabel verzinsliche Finanzinstrumente
 Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0
 Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0 0 0 0 0
Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente 88.337 74.211 681 235 1.030 9.167
Finanzverbindlichkeiten
 USPP-Anleihen 155.578 0 155.578 0 0 0
 Aufgenommene Darlehen 48.152 47.467 0 0 0 685
 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig / kurzfristig) 480.434 434.715 40.198 1.397 -413 6.123
Gesamt: 807.051 590.277 196.457 1.632 712 16.526
Angabe in T€ - 2019 CZK HKD NOK AUD HUF
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
 sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
 ausgereichte Darlehen 0 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
 ausgereichte Darlehen 20 0 0 0 0
Festverzinsliche Finanzinstrumente
 Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
 Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0 0 0 0
Variabel verzinsliche Finanzinstrumente
 Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
 Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0 0 0 0
Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente 772 2.227 0 12 2
Finanzverbindlichkeiten
 USPP-Anleihen 0 0 0 0 0
 Aufgenommene Darlehen 0 0 0 0 0
 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig / kurzfristig) 199 97 -1.653 -39 -190
Gesamt: 991 2.324 -1.653 -27 -188
Angabe in T€ - 2018 Gesamt EUR USD PLN CHF GBP
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
 sonstige Ausleihungen 4.500 3.821 0 0 91 588
 ausgereichte Darlehen 14.253 9.816 0 0 4.437 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
 ausgereichte Darlehen 178 143 0 0 0 16
Festverzinsliche Finanzinstrumente
 Wertpapiere des Anlagevermögens 6.537 6.537 0 0 0 0
 Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0 0 0 0 0
Variabel verzinsliche Finanzinstrumente
 Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0
 Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0 0 0 0 0
Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente 101.643 88.931 3.689 -403 1.528 6.131
Finanzverbindlichkeiten
 USPP-Anleihen 263.930 0 263.930 0 0 0
 Aufgenommene Darlehen 12.919 12.170 0 749 0 0
 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig / kurzfristig) 360.535 242.906 26.199 -2 0 89.540
Gesamt: 763.948 363.778 293.819 344 6.056 96.275
Angabe in T€ - 2018 CZK HKD NOK AUD HUF
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
 sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
 ausgereichte Darlehen 0 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
 ausgereichte Darlehen 19 0 0 0 0
Festverzinsliche Finanzinstrumente
 Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
 Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0 0 0 0
Variabel verzinsliche Finanzinstrumente
 Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
 Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0 0 0 0
Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente 367 -266 407 303 956
Finanzverbindlichkeiten
 USPP-Anleihen 0 0 0 0 0
 Aufgenommene Darlehen 0 0 0 0 0
 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig / kurzfristig) 1.892 0 0 0 0
Gesamt: 2.279 -266 407 303 956

Für das Zinsrisiko wird durch die Sensitivitätsanalyse der Effekt einer Änderung der Marktzinssätze auf das Jahresergebnis dargestellt.

Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente unter folgenden Bedingungen: Eine Veränderung (+ / -) des Marktzinsniveaus zum 31. Dezember um 100 Basispunkte hätte das Ergebnis wie folgt verbessert (verschlechtert). Alle anderen Variablen, insbesondere Währungskurse, bleiben unverändert. Diese Annahme gilt ebenfalls für die Aufstellung für die Vorperiode.

In T€ GuV
+100 Basispunkte paralleles Ansteigen -100 Basispunkte paralleles Absinken
31.12.2019
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
- sonstige Ausleihungen 89 -89
- ausgereichte Darlehen 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
- ausgereichte Darlehen 0 0
Festverzinsliche Finanzinstrumente
- Wertpapiere des Anlagevermögens -144 155
- Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0
Variabel verzinsliche Finanzinstrumente
- Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0
- Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0
Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente 411 -411
Finanzverbindlichkeiten
- USPP-Anleihen 0 0
- aufgenommene Darlehen -25 25
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig / kurzfristig) -651 651
Cashflow Sensitivität -319 330
31.12.2018
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
- sonstige Ausleihungen 94 -94
- ausgereichte Darlehen 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
- ausgereichte Darlehen 0 0
Festverzinsliche Finanzinstrumente
- Wertpapiere des Anlagevermögens -306 327
- Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0
Variabel verzinsliche Finanzinstrumente
- Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0
- Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0
Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente 317 -317
Finanzverbindlichkeiten 0 0
- USPP-Anleihen -238 238
- aufgenommene Darlehen -114 112
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (langfristig / kurzfristig) -1.162 1.162
Cashflow Sensitivität -1.409 1.428

c) Andere Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Eine Änderung dieser Risikovariablen nimmt Einfluss auf die als FVtPL kategorisierten Wertpapiere und Portfolios (Asset Management).

Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung bei als Eigenkapital- oder Schuldinstrument eingestuften Wertpapieren des Anlagevermögens, wenn der Realtime-Kurs (RT-Kurs) gegenüber dem Bilanzstichtag um (+ / -) 10 % gestiegen / gesunken wäre.

In T€ - 2019 GuV
RT + 10
%
RT - 10
%
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Wertpapiere des Anlagevermögens (FVtPL) 7.866 -7.866
davon
- Aktien 433 -433
- Fonds 7.433 -7.433

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, welcher dadurch entsteht, dass eine Vertragspartei ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration einzelner Risiken. Die Unternehmensgruppe ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt.

a) Liquide Mittel

Bei der Anlage von liquiden Mitteln werden Finanzinstitute und Emittenten von Wertpapieren sorgfältig ausgewählt. Das Ausfallrisiko wird vermindert, indem als Gegenpartei nur Banken und Finanzinstitute ausgewählt werden, die beim Abschluss einer Transaktion kurzfristig mindestens ein A2 (Standard & Poor´s) bzw. P2 - Rating (Moody´s) und langfristig mindestens ein BBB (Standard & Poor´s) bzw. Baa2 - Rating (Moody´s) aufweisen. Zur weiteren Risikobegrenzung werden die Vermögenswerte auf mehrere Bankinstitute aufgeteilt. Diese Bonitätsrisiken werden streng überwacht und innerhalb vorgegebener Parameter gehalten. Konzernrichtlinien sorgen dafür, dass das Kreditrisiko gegenüber Finanzinstituten begrenzt ist. Das maximale Ausfallrisiko aus Anlagen wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Die Unternehmensgruppe Theo Müller erwartet keine Verluste aufgrund der Tatsache, dass die Gegenparteien ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen könnten.

Die Banken, bei denen liquide Mittel unterhalten werden, haben folgende langfristige Emittenten Ratings:

in T€
Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich Kontokorrentkredite 31.12.2019 31.12.2018
Aa1 0 37
Aa2 0 268
Aa3 0 -77.631
A1 0 33.952
A2 1.723 13.501
A3 -33.949 13.730
Ba1 -1.775 0
Baa1 9.169 -1.377
Baa2 -109.166 0
Baa3 2.395 0
n/a 309 494
Gesamt -131.295 -17.026

b) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und finanzielle Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren hauptsächlich aus dem Verkauf von Molkereiprodukten und Feinkostartikeln aller Art sowie deren Vertrieb als auch aus der Erbringung von Dienst- und Transportleistungen.

Die Kunden des Geschäftsbereichs Molkerei setzen sich aus Großhandel, Verteiler, Handelsketten und Einkaufskooperationen zusammen. Für die vertriebenen Markenprodukte besteht in Deutschland, in Großbritannien, in Polen und in Italien - entgegen dem Bereich Commodities - eine gefestigte, historisch gewachsene Kundenstruktur.

Im Geschäftsbereich Dienstleistungen setzen sich die Kunden der dort zugeordneten Logistikunternehmen im Wesentlichen aus Lebensmittelproduzenten und im Geschäftsbereich Feinkost aus Einzel- und Großhändlern sowie Copackern zusammen. Sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland besteht eine gefestigte, historisch gewachsene Kundenstruktur.

Das Kreditrisiko beinhaltet das Zahlungsausfallrisiko jedes einzelnen Kunden. Die Unternehmensgruppe steuert das Kreditrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis interner Richtlinien. Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen werden Kreditauskünfte oder historische Daten aus den bisherigen Geschäftsbeziehungen herangezogen. Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit Ausnahme einiger Einkaufskooperationen anhand einer Kreditversicherung abgesichert und reduzieren folglich das maximale Kreditausfallrisiko. Zum Bilanzstichtag sind T€ 154.527 (Vorjahr: T€ 154.712) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen versichert. Der Selbstbehalt beträgt 5 - 15 %.

Insgesamt wurde für einen Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 7.927 (Vorjahr: T€ 5.934) eine individuelle Risikovorsorge erfasst. Für die unter die Ausnahme fallenden Einkaufskooperationen besteht ein internes, vom Management Board genehmigtes Kreditlimit. Somit sind circa 99 % aller Forderungen durch das interne Risikomanagement abgesichert.

Ausfallrisiken wird mittels einer Risikovorsorge über erwartete Kreditausfälle nach IFRS 9 Rechnung getragen. Die historischen Forderungsausfälle waren unwesentlich. Es wird davon ausgegangen, dass durch die gebildete Risikovorsorge für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Generell unterliegen verkaufte Güter bis zur Bezahlung einer Eigentumsvorbehaltsklausel, sodass für die Unternehmensgruppe im Fall der Nichtbezahlung ein gesicherter rechtlicher Anspruch besteht. Daneben entfalten Kreditversicherungen sowie eventuell geforderte Bankbürgschaften risikomindernde Wirkung. Geschäfte mit Neukunden, für die keine Kreditversicherung abgeschlossen werden konnte bzw. die als risikoreich eingestuft wurden, werden nur auf Vorauszahlungsbasis abgeschlossen.

Unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise entfallen auf 8 Kundengruppen etwa 57 % (Vorjahr: 55 %) des Konzernnettoumsatzes. Keine andere Kundengruppe macht mehr als 10 % (Vorjahr:11 %) des Konzernnettoumsatzes aus. Der höchste Betrag für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht rund 10 % (Vorjahr: 11 %) der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen per 31. Dezember 2019. Folglich bestehen im Konzern keine wesentlichen Konzentrationen von Kreditrisiken.

Das maximale Ausfallrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen. Das maximale Ausfallrisiko aus Forderungen aus derivativen Sicherungsgeschäften infolge positiver beizulegender Zeitwerte wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben.

Folgende Abbildungen stellen die Risikovorsorge für Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Überleitung der Brutto-Forderung auf die Netto-Forderung sowie durch Überleitung der gesamten Risikovorsorge für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar:

in T€ 31.12.2019 31.12.2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 829.341 792.814
Abzüglich Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen 10.314 7.509
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 819.027 785.305

Die Wertberichtigungen entwickelten sich dabei wie folgt:

Anfangsbestand 01.01.2019 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Umrechnungsdifferenz Endbestand 31.12.2019
T€
individuelle Risikovorsorge 5.630 -271 -267 1.563 254 6.909
ECL 1.879 0 -302 1.776 52 3.405
Gesamt 7.509 -271 -569 3.339 306 10.314
Anfangsbestand 01.01.2018 Abgang PWB IFRS 9 Zugang ECL 1.1.2018 Zugang (+) / Abgang(-) Konsolidierungskreis Inanspruchnahme Auflösung Zuführung
T€
3.576 -190 +2.186 -382 -769 -1.170 +4.286
Anfangsbestand 01.01.2018 Umrechnungsdifferenz Endbestand 31.12.2018
T€
3.576 -28 7.509

Darstellung der Bruttobuchwerte pro Risikokategorie im Geschäftsjahr 2019:

Externes Rating Zuordnung zum internen Rating Bruttobuchwert Wertberichtigung ECL Ermittlung
AAA bis BBB- Performing 669.281 T€ 1.922 T€ 12-Monats ECL
BB+ bis D Underperforming 108.886 T€ 1.483 T€ Lifetime ECL

Darstellung der Bruttobuchwerte pro Risikokategorie im Geschäftsjahr 2018:

Externes Rating Zuordnung zum internen Rating Bruttobuchwert Wertberichtigung ECL Ermittlung
AAA bis BBB- Performing 685.708 T€ 1.508 T€ 12-Monats ECL
BB+ bis D Underperforming 45.091 T€ 371 T€ Lifetime ECL

Die folgende Tabelle gibt Informationen über das Ausmaß der in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenden Kreditrisiken:

Buchwerte
in T€
2019 2018
Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen 695.740 648.524
Überfällige Forderungen, ohne individuelle Risikovorsorge, davon
- weniger als 30 Tage 92.160 96.914
- 30 bis 60 Tage 16.688 13.862
- 61 bis 90 Tage 5.372 5.085
- mehr als 90 Tage 7.790 7.904
Gesamt 817.750 772.289
Bestand Forderungen vor individueller Risikovorsorge 7.927 16.659
Individuelle Risikovorsorge auf Forderungen -6.909 -5.360
Risikovorsorge nach IFRS 9 (Stufe 1 & 2) -3.405 -1.879
Kreditorische Debitoren 3.975 4.020
Fremdwährungsbewertung -311 -154
Buchwert (netto) 819.027 785.305

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus Forderungen und sonstigen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. Die Unternehmensgruppe erachtet dieses Kreditrisiko als nicht bedeutend.

Finanzielle Vermögenswerte

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Kreditausfallrisiko dar.

Maximales Ausfallrisiko

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten Finanzinstrumente und der finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben.

[31] Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Mittelbar und unmittelbar nahestehende Unternehmen und Personen sind assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und nicht konsolidierte Tochtergesellschaften der Unternehmensgruppe Theo Müller sowie Personen, die über einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der Unternehmensgruppe Theo Müller verfügen. Dies sind insbesondere die Geschäftsführer des Mutterunternehmens und die Mitglieder des Aufsichtsrates.

Transaktionen aus Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Die Gesellschaften der Unternehmensgruppe Theo Müller empfangen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit auch Lieferungen und Leistungen von nahestehenden Unternehmen und Personen. Diese Lieferungen und Leistungen werden zu Preisen wie mit Dritten abgewickelt. Darüber hinaus bestehen zwischen den Konzerngesellschaften und den Gemeinschaftsunternehmen Lieferungsbeziehungen aus dem Kauf und Verkauf von Waren.

Im Folgenden wird eine Übersicht über die Geschäftsvorfälle mit den oben genannten nahestehenden Personen und Unternehmen gegeben. Hierbei wird nach Art der Geschäftsvorfälle untergliedert.

Transaktionsvolumen Forderungen Verbindlichkeiten
2019
T€
2018
T€
31.12.2019
T€
31.12.2018
T€
31.12.2019
T€
31.12.2018
T€
Verkauf / Kauf Vermögensgegenstände
an sonstige nahestehende Unternehmen 0 0 0 0 0 0
von sonstigen nahestehenden Unternehmen 0 0 0 0 0 0
an Gemeinschaftsunternehmen 1 1.905 10.999 0 1.436 0 0
von Gemeinschaftsunternehmen 1 0 -18.578 0 0 0 0
Geleistete oder bezogene Dienstleistungen
an sonstige nahestehende Unternehmen 389 755 38 212 0 0
von sonstigen nahestehenden Unternehmen -9.972 -4.008 0 0 1.126 347
an Gemeinschaftsunternehmen 1 541 742 206 295 0 0
von Gemeinschaftsunternehmen 1 0 -87 0 0 0 0
Darlehen
von sonstigen nahestehenden Personen -35 66 0 0 2.469 2.436
Gewährte Darlehen
an sonstige nahestehende Unternehmen 0 0 20.727 0 0 0

(Aufwand (-))

1 beinhaltet neben direkten Transaktionen zwischen dem Beteiligungsunternehmen und dem jeweiligen Mutterunternehmen auch sämtliche weitere Transaktionen mit sonstigen Konzernunternehmen

Bezüge der Geschäftsführung und leitender Angestellter in Schlüsselpositionen

Der Geschäftsführung und anderen leitenden Angestellten in Schlüsselpositionen der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. wurden im Verlauf des Geschäftsjahres die folgenden Bezüge gewährt:

in T€ Aufwand Offene Posten Aufwand Offene Posten
2019 31.12.2019 2018 31.12.2018
kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer 4.452 500 3.299 1.200
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 130 0 0 0
Gesamt 4.582 500 3.299 1.200

[32] Durchschnittliche Anzahl an Beschäftigten

Die Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter und deren Aufteilung stellt sich in der Unternehmensgruppe Theo Müller wie folgt dar:

Durchschnittliche Anzahl Beschäftigte 2019 2018
Angestellte 6.146 6.481
Gewerbliche Mitarbeiter 16.330 18.122
Auszubildende 228 329
Sonstige 377 508
Leiharbeiter 1.157 1.411
Gesamt 24.237 26.851

[33] Abschlussprüferhonorar

Im Geschäftsjahr 2019 ist für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. folgender Aufwand erfasst:

Abschlussprüferhonorar
in T€
2019 2018
Abschlussprüfungsleistungen 1.657 1.649
davon Vorjahr 72 114
Andere Bestätigungsleistungen 0 30
Sonstige Leistungen 1.896 46
Gesamt 3.553 1.725

[34] Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Anfang Dezember 2019 traten in Wuhan / China erste Fälle einer bis dahin unbekannten Lungenerkrankung auf, die auf den Virus Sars-CoV-2 ("Corona-Virus") zurückzuführen sind. Nachdem sich das Corona-Virus zwischenzeitlich sehr schnell über zahlreiche Länder hinweg bis nach Europa ausgebreitet hat, rief die Weltgesundheitsorganisation WHO am 11. März 2020 eine Pandemie aus. Wenige Tage später, am 17. März 2020, erklärte die luxemburgische Regierung den Notstand für das Großherzogtum Luxemburg. Mit dieser Entscheidung und den damit einhergehenden rigiden Maßnahmen und Beschränkungen, die von vielen anderen europäischen Ländern nahezu zeitgleich in ähnlicher Form umgesetzt wurden, sind derzeit weitreichende Folgen für das öffentliche und wirtschaftliche Leben in ganz Europa verbunden. Gemeinsames Ziel aller betroffenen Länder ist es, eine weitere unkontrollierbare Ausbreitung des Virus und eine Überlastung der nationalen Gesundheitssysteme zu vermeiden. Zur Abschwächung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie haben Regierungen in Europa unverzüglich begonnen, staatliche Hilfspakete in einem bislang nie dagewesenen Volumen zu verabschieden. Aufgrund der enormen Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Pandemie, ist von einem deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in allen betroffenen Ländern auszugehen, deren Höhe unmittelbar von der Dauer der einschränkenden Maßnahmen und der Wirksamkeit der staatlichen Hilfsmaßnahmen abhängt.

Die Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. hat, basierend auf den nationalen und internationalen Verhaltensempfehlungen von Regierungen und Behörden, bei Ausbruch der Krise umgehend mit entsprechenden Notfallplänen reagiert, um konzernweit die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu schützen und die wirtschaftliche Handlungs- und Leistungsfähigkeit der gesamten Unternehmensgruppe sicherzustellen. Als Hersteller von Lebensmitteln ist die Unternehmensgruppe Theo Müller für ein funktionierendes Gemeinwesen systemrelevant. Daher ist die Unternehmensgruppe in ihren Kerngeschäftsfeldern keinen Beschränkungen ausgesetzt, sondern kann stattdessen eine verstärkte Nachfrage nach den hergestellten Produkten verzeichnen. Die weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen, die derzeit noch nicht absehbar sind, hängen von der künftigen Entwicklung der Corona-Pandemie und dem Zeitpunkt einer einsetzenden wirtschaftlichen Erholung ab.

Weitere signifikante Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Branchensituation haben sich zwischen dem Bilanzstichtag und der Erstellung des Konzernabschlusses der Unternehmensgruppe nicht ergeben.

 

Luxemburg, 12. Mai 2020

Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.,
diese vertreten durch ihre Komplementärin, die Unternehmensgruppe Theo Müller S.à r.L

diese wiederum vertreten durch die Geschäftsführer

Werner Stegmüller

Marcus Almeling

Prüfungsvermerk

An die Partner der

Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.

Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses

Unser Prüfungsurteil

Nach unserer Beurteilung vermittelt der beigefügte Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den "International Financial Reporting Standards" (IFRS),, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s. und ihrer Tochtergesellschaften (der "Konzern") zum 31. Dezember 2019 sowie der Ertragslage und der Zahlungsflüsse für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr.

Was wir geprüft haben

Der Konzernabschluss des Konzerns besteht aus:

der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019;

der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr;

der Konzerngesamtergebnisrechnung für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr;

der Konzern-Kapitalflussrechnung für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr;

der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr; und

dem Konzern-Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir führten unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem Gesetz vom 23. Juli 2016 über die Prüfungstätigkeit (Gesetz vom 23. Juli 2016) und nach den für Luxemburg von der "Commission de Surveillance du Secteur Financier" (CSSF) angenommenen internationalen Prüfungsstandards (I|SAs) durch. Unsere Verantwortung gemäß dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs wird im Abschnitt "Verantwortung des ,Réviseur d'entreprises agréé' für die Konzernabschlussprüfung" weitergehend beschrieben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Wir sind unabhängig von dem Konzern in Übereinstimmung mit dem für Luxemburg von der CSSF angenommenen "International Ethics Standards Board for Accountants' Code of Ethics for Professionall Accountants" (IESBA Code) sowie den beruflichen Verhaltensanforderungen, die wir im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einzuhalten haben und haben alle sonstigen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Verhaltensanforderungen erfüllt.

Sonstige Informationen

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die sonstigen Informationen. Die sonstigen Informationen beinhalten die Informationen, welche im Konzernlagebericht enthalten sind, jedoch beinhalten sie nicht den Konzernabschluss oder unseren Prüfungsvermerk zu diesem Konzernabschluss.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt nicht die sonstigen Informationen ab und wir geben keinerlei Sicherheit jedweder Art auf diese Informationen.

Im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses besteht unsere Verantwortung darin, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu beurteilen, ob eine wesentliche Unstimmigkeit zwischen diesen und dem Konzernabschluss oder mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen besteht oder auch ansonsten die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt erscheinen.. Sollten wir auf Basis der von uns durchgeführten Arbeiten schlussfolgern, dass sonstige Informationen wesentliche falsche Darstellungen enthalten, sind wir verpflichtet, diesen Sachverhalt zu berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

Verantwortung der Geschäftsleitung für den Konzernabschluss

Die Geschäftsleitung ist verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS (wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind) und für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet, um die Aufstellung des Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -- beabsichtigten oder unbeabsichtigten - - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist die Geschäftsleitung verantwortlich für die Beurteilung der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, sofern einschlägig, Angaben zu Sachverhalten zu machen, die im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit stehen, und die Annahme der Unternehmensfortführung als Rechnungslegungsgrundsatz zu nutzen, sofern nicht die Geschäftsleitung beabsichtigt, den Konzern zu liquidieren, die Geschäftsfähigkeit einzustellen oder keine andere realistische Alternative mehr hat, als so zu handeln.

Verantwortung des "Réviiseur d'entreprises agréé" für die Konzernabschlussprüfung

Die Zielsetzung unserer Prüfung ist es, eine hinreichende Sicherheit zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -- beabsichtigten oder unbeabsichtigten - - falschen Darstellungen ist, und darüber einen Prüfungsvermerk, der unser Prüfungsurteil enthält, zu erteilen. Hinreichende Sicherheit entspricht einem hohen Grad an Sicherheit, ist aber keine Garantie dafür, dass eine Prüfung in Übereinstimmung mit dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und nach den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs stets eine wesentliche falsche Darstellung, falls vorhanden,, aufdeckt. Unzutreffende Angaben können entweder aus Unrichtigkeiten oder aus Verstößen resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise davon ausgegangen werden kann, dass diese individuell oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Im Rahmen einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und nach den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs üben wir unser pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir das Risiko von wesentlichen falschen Darstellungen im Konzernabschluss aus Unrichtigkeiten oder Verstößen, planen und führen Prüfungshandlungen durch als Antwort auf diese Risiken und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für das Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Angaben bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind,, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsleitung angewandten Bilanzierungsmethoden, der rechnungslegungsrelevanten Schätzungen und den entsprechenden Anhangsangaben;

schlussfolgern wir über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die Geschäftsleitung sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht,, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnten. Sollten wir schlussfolgern, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Prüfungsvermerk auf die dazugehörigen Anhangsangaben zum Konzernabschluss hinzuweisen oder, falls die Angaben unangemessen sind, das Prüfungsurteil zu modifizieren. Diese Schlussfolgerungen basieren auf der Grundlage der bis zum Datum des Prüfungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Anhangsangaben und beurteilen, ob dieser die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse sachgerecht darstellt;

erlangen wir angemessene und ausreichende Prüfungsnachweise in Bezug auf die Finanzinformationen der Gesellschaften und der Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abgeben zu können. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unser Prüfungsurteil.

Wir kommunizieren mit den für die Überwachung Verantwortlichen, unter anderem den geplanten Prüfungsumfang und Zeitraum sowie wesentliche Prüfungsfeststellungen einschließlich wesentlicher Schwächen im internen Kontrollsystem, die wir im Rahmen der Prüfung identifizieren.

Bericht über weitere gesetzliche und aufsichtsrechtliche Verpflichtungen

Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss und wurde in Übereinstimmung mit den geltenden rechtlichen Anforderungen erstellt.

 

Luxemburg, 12. Mai 2020

PricewaterhouseCoopers, Société coopérative

Vertreten durch Patrick Schon

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