Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH

Kasseler Straße 2, 34346 Hann. Münden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 503086
Vorher
Constantia Labels GmbH
Eingetragen
9.10.2008
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von Etiketten aus Aluminium, Papier und Kunststoffen aller Art sowie die Vornahme aller Geschäfte, die mit der Betätigung auf diesen Gebieten zusmmenhängt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dag Gundersen
seit 8.12.2025
Geschäftsführer
Matthew Keith Skiles
seit 19.5.2022
Geschäftsführer
Bernd Schöniger
seit 24.8.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Multi-Color CorporationUSA
89.99%
Multi-Color CorporationUSA
10.01%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Constantia Flexibles GmbH
Austria
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH

Heiligenstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH, Heiligenstadt - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen . im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 7. August 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Horn, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.991,17 21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.253.206,52 5.531
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.067.854,89 4.583
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 550.778,12 726
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 44
9.871.839,53 10.884
9.884.830,70 10.906
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.610.525,30 3.831
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.395.306,53 1.360
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.584.493,69 2.565
5.590.325,52 7.755
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.229.733,35 4.335
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.642.450,41 31.656
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.051.340,99 2.458
34.923.524,75 38.449
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.497,28 8
40.515.347,55 46.213
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.515,39 159
50.426.693,64 57.278

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 7.300.000,00 7.300
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.263.658,00 1.264
IV. Gewinnvortrag 27.604.488,24 27.604
36.193.146,24 36.193
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 760.364,87 1.546
760.364,87 1.546
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 177
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.223.198,78 8.369
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.787.389,24 10.393
4. Sonstige Verbindlichkeiten 462.594,51 599
davon aus Steuern EUR 58.850,43 (Vj. TEUR 108)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR EUR 6.510,10 (Vj. TEUR 7)
13.473.182,53 19.538
50.426.693,64 57.278

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 56.664.234,51 74.990
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -945.146,58 1.148
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.222.631,59 775
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 995.691,01 (Vj. TEUR 228)
56.941.719,52 76.913
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 27.286.499,52 43.510
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.290.533,40 2.472
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.871.080,05 8.489
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.617.611,99 1.703
davon für Altersversorgung EUR 82.831,90 (Vj. TEUR 72)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.127.851,07 1.188
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.240.886,86 9.375
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.611.923,97 (Vj. TEUR 328)
49.434.462,89 66.736
8. Erträge aus Beteiligungen 1,00 0
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1,00 (Vj. TEUR 0)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 759.720,71 0
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 748.546,63 (Vj. TEUR 0)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.065,08 13
754.656,63 -13
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0
12. Ergebnis nach Steuern 8.261.913,26 10.164
13. Sonstige Steuern -4.213,26 -15
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 8.257.700,00 10.149
15. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH, Heiligenstadt, ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Handelsregisternummer HRB 503086 gemeldet.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften i. S. d. 267 Abs. 3 HGB und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Mit der Multi-Color Germany Holding GmbH, Frankfurt am Main, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, welcher eine Verlustübernahmeverpflichtung entsprechend § 302 AktG (analog) in seiner jeweils gültigen Fassung durch die Multi-Color Germany Holding GmbH umfasst. Der Vertrag wurde am 1. März 2018 abgeschlossen. Dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag stimmte die Gesellschafterin Multi-Color Corp., Batavia/Ohio, USA, mit Beschluss vom 15. März 2018 zu. Der Beschluss wurde am 27. März 2018 im Handelsregister bekanntgemacht und eine ertragsteuerliche Organschaft begründet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr unverändert fortgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Jahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Zugänge des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten oder mit den Herstellungskosten, die neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen enthalten, bewertet. Soweit den Zugängen Investitionszuschüsse oder Investitionszulagen nach InvZIG2007 bzw. InvZIG2010 zugeordnet werden, werden diese von den Herstellungskosten abgezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Anlagegüter ausschließlich linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt bei

gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten 4 bis 5 Jahre
Gebäude 10 bis 33 Jahre
Technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre
Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 19 Jahre

soweit nicht eine kürzere Abschreibungsdauer notwendig ist. Soweit außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Teilwert erforderlich sind, werden diese vorgenommen. Im Jahr des Zugangs wird die Abschreibung pro rata temporis ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter von EUR 250 bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 250 werden sofort in voller Höhe als Aufwand gebucht.

Vorräte

Innerhalb der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Auf schwer verwertbare oder nicht gängige Materialien werden Abschläge vorgenommen.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt, die nach Steuerrecht aktivierungspflichtig sind. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungs-Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB und Kosten der allgemeinen Verwaltung, für soziale Einrichtungen und freiwillige soziale Leistungen sowie für die Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden durch Vornahme von Einzelwertberichtigungen auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet. Darüber hinaus wird zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos eine pauschal ermittelte Wertberichtigung angesetzt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Bewertung des Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt zum Nennwert.

Passiva

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen von 3% p.a. bei den Personalkosten bzw. von 0% p.a. bei den anderen Rückstellungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit einem fristadäquaten Zinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten kommen mit den Erfüllungsbeträgen zum Ansatz.

Währungsumrechnung

Guthaben in ausländischen Währungen sowie Valutaforderungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Soweit Forderungen durch Devisentermingeschäfte abgesichert sind, kommt der Devisenterminkurs zum Ansatz. Zum 31. Dezember 2023 bestanden keine Devisentermingeschäfte.

Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Aufwendungen und Erträge in ausländischen Währungen werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

C. Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens nach § 284 Abs. 3 HGB ergibt sich unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus dem Anhang.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 30.642 (Vorjahr: TEUR 31.656) entfallen mit TEUR 29.297 (Vorjahr: TEUR 21.815) auf das konzerninterne Cashpooling und mit TEUR 1.345 (Vorjahr: TEUR 9.840) auf Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25 und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 7.300 (Vorjahr: TEUR 7.300) und resultiert aus Einzahlungen ehemaliger Gesellschafter.

Die Gewinnrücklagen stammen ausschließlich aus der "BilMoG"-Umstellung.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im wesentlichen Verpflichtungen

für ausstehende Rechnungen und Frachten in Höhe von TEUR 312 (Vorjahr: TEUR 362),

aus Rückstellungen für Personalkosten TEUR 198 (Vorjahr: TEUR 262)

für Lohnvorleistungen und aus Urlaubsansprüchen in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 224).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitsspiegel im Einzelnen dargestellt:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022 bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
( 177 ) ( 177 ) ( 0 ) ( 0 )
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.223 3.223 0 0
( 8.369 ) ( 8.369 ) ( 0 ) ( 0 )
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen *) 9.787 9.787 0 0
( 10.393 ) ( 10.393 ) ( 0 ) ( 0 )
Sonstige Verbindlichkeiten **) 463 463 0 0
( 599 ) ( 599 ) ( 0 ) ( 0 )
13.473 13.473 0 0
( 19.538 ) ( 19.538 ) ( 0 ) ( 0 )
*) davon gegenüber Gesellschaftern: TEUR 9.692 (TEUR 10.339)
davon aus Gewinnabführungen: TEUR 8.258 (TEUR 10.149)
davon aus Lieferungen und Leistungen: TEUR 1.530 (TEUR 244)
**) davon aus Steuern: TEUR 59 (TEUR 108)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 7 (TEUR 7)

Sicherheiten wurden im Übrigen nicht eingeräumt.

Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2023 bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

Die LABL, INC., USA haben als "Parent Borrower" im Rahmen eines "asset based revolving credit Agreement" ("ABL") vom 29. Oktober 2021 die Möglichkeit, Fremdkapital in Höhe von max. USD 590 Mio. aufzunehmen. Weitere Kreditnehmer ("other Borrower") sind eine Vielzahl von verbundenen Unternehmen, darunter die Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH. Alle beteiligten Unternehmen haften gem. "ABL GUARANTY AGREEMENT" als Gesamtschuldner. In diesem Zusammenhang wurden von der Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH, ebenso wie von den anderen beteiligten Gesellschaften, folgende Sicherheiten gewährt:

Globalzession von Forderungen ("Global Assignment Agreement")

Verpfändung der Bankkonten ("Account Pledge Agreement").

Zum 31. Dezember 2023 gab es Kreditaufnahmen in Höhe von USD 225.625.000,00 im Rahmen dieses Vertrages. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass wir aus der Mithaftung nicht in Anspruch genommen werden, weil die an der Finanzierung beteiligten Unternehmen von ihren Gesellschafterinnen ausreichend finanzielle Mittel bereitgestellt bekommen, um ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.

Weitere Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen bestehen nicht.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Für Vermögensgegenstände, die im Bereich der Verwaltung (z.B. Fahrzeuge, Büroausstattung, etc.) sowie der operativen Geschäftstätigkeit genutzt werden (z.B. Maschinen und Fuhrpark), wurden Operating-Leasinggeschäfte abgeschlossen, um diese Vermögensgegenstände mit möglichst geringer Mittelbindung zu nutzen. Der Abschluss dieser Geschäfte erfolgte im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Eine Aktivierung gemieteter bzw. geleaster liegenden Vermögensgegenstände erfolgte nicht. Die Laufzeiten der Miet- und Leasinggeschäfte betragen zwischen 2 und 48 Monaten. Die zukünftige Liquiditätsbelastung aus den Miet- und Leasingverpflichtung ist aus der Aufstellung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ersichtlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten. Diese resultieren aus Leasingverträgen TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 271) und aus Bestellobligo aus Abnahmeverpflichtungen für Rohstoffe und Investitionen TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 115). Der Gesamtbetrag dieser Verpflichtungen beträgt am Bilanzstichtag TEUR 282 (Vorjahr: TEUR 386). Davon werden TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 207) innerhalb eines Jahres und TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 179) innerhalb von vier weiteren Jahren fällig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen bestehen nicht.

Umsatzerlöse

Aufgeteilt nach geographischen Märkten entfallen von den Umsatzerlösen auf:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Bundesrepublik Deutschland 12.887 11.408
Übrige Europäische Union 19.218 22.413
Übriges Europa 13.419 27.376
Amerika 2.321 2.083
Afrika, Asien, Australien 8.820 11.710
56.664 74.990

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung bzw. Größenordnung betreffen Erträge aus

der Auflösung sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 214)

Erträge aus Versicherungsentschädigungen TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 333)

Wechselkursgewinne mit TEUR 996 (Vorjahr: TEUR 228)

Personalaufwand

Von den Personalaufwendungen entfallen TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 72) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für

Konzernumlagen verbundener Unternehmen in Höhe von TEUR 3.063 (Vorjahr: TEUR 4.390)

Frachten in Höhe von TEUR 1.143 (Vorjahr: TEUR 1.848)

Reparaturen und Ersatzteile in Höhe von TEUR 906 (Vorjahr: TEUR 866)

Währungsumrechnung mit TEUR 1.612 (Vorjahr: TEUR 327)

D. Sonstige Angaben

Konzernzugehörigkeit

Mit Wirkung zum 1. Juli 2019 wurde die Multi-Color Gruppe von einer Tochter der "Platinum Equity" übernommen. Wirtschaftliche Eigentümerin unseres Unternehmens ist seither die "Platinum Equity Capital Partners IV, L.P." mit Sitz in Beverly Hills (USA).

Die Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH war bis zum 24. September 2021 über die Multi-Color Germany Holding GmbH, Frankfurt am Main, die Multi-Color UK Holdings 2 (Großbritannien) und die Multi-Color Corp., Batavia/Ohio, USA, ein mit der LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) verbundenes Unternehmen.

Die Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH ist seit dem 24. September 2021 über die Multi- Color German Group GmbH, Frankfurt am Main, und die Multi-Color Corp., Batavia/Ohio, USA, ein mit der LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) verbundenes Unternehmen.

Die LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreis auf. Die Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH ist in diesen Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss der LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) wird einschließlich des hierzu erteilten Bestätigungsvermerks in englischer Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

31.12.2023 31.12.2022
Gewerbliche Mitarbeiter 102 106
Angestellte 45 51
Auszubildende 8 11
155 168

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 30. Es entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführung

Uwe Groß, Liebenau; (bis 29. Februar 2024)

General Manager bei der Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH (ohne Bezüge)

Bernd Schöniger, Immenhausen;

Financial Manager bei der Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH (ohne Bezüge)

Jörg Waldorf, Hann. Münden; (bis zum 29. Februar 2024)

Sales Director bei der Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH (ohne Bezüge)

Tanu Bhati, Cincinatti, USA; (bis zum 28. Mai 2024)

Vice President Treasurer bei der Multi-Color Corp., Batavia / USA (ohne Bezüge)

Matthew Skiles, Maineville, Ohio, USA; (ab dem 6. April 2022)

Corporate Tax Director bei der Multi-Color Corp., Batavia / USA (ohne Bezüge)

Dr. Georg Kasperkovitz, Amsterdam, Niederlande; (bis zum 5. Dezember 2023)

President EMEAA bei der Multi-Color Corp., Batavia / USA (ohne Bezüge)

Banjamin Krajcir, Illinois, USA (ab dem 28. Mai 2024)

Vice president Finance transformation bei Multi-Color Corporation., Batavia / USA

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

 

Heiligenstadt, den 17. Juli 2024

Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH

Matthew Skiles

Benjamin Krajcir

Bernd Schöniger

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 128.090,77 0,00 0,00 0,00 128.090,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.951.530,91 0,00 0,00 0,00 8.951.530,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.271.552,43 0,00 -213.324,26 119.059,05 20.177.287,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.320.754,54 0,00 0,00 32.563,49 4.353.318,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 44.361,24 107.261,30 0,00 -151.622,54 0,00
33.588.199,12 107.261,30 -213.324,26 0,00 33.482.136,16
33.716.289,89 107.261,30 -213.324,26 0,00 33.610.226,93
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 107.004,66 8.094,94 0,00 115.099,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.420.295,88 278.028,51 0,00 3.698.324,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.688.770,01 633.832,16 -213.169,84 16.109.432,33
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.594.644,45 207.895,46 0,00 3.802.539,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
22.703.710,34 1.119.756,13 -213.169,84 23.610.296,63
22.810.715,00 1.127.851,07 -213.169,84 23.725.396,23
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.991,17 21.086,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.253.206,52 5.531.234,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.067.854,89 4.582.782,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 550.778,12 726.110,34
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 44.361,24
9.871.839,53 10.884.488,75
9.884.830,70 10.905.574,89

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Die Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH und die Multi-Color Hann. Muenden Germany GmbH, Hann. Münden, sind Schwestergesellschaften unter der deutschen Mutter Multi-Color Germany Holding GmbH. Die Multi-Color Germany Holding GmbH Gruppe ist in den Konzern der Multi-Color Corp., Batavia/Ohio, mit Sitz in den USA eingebunden. Die deutschen Konzerngesellschaften bedienen unterschiedliche Geschäftsfelder.

Die Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH ist auf die Produktion von Vormaterialien zur Fertigung von Selbstklebeetiketten (PSL) und der Herstellung von Kunststoffetiketten spezialisiert. Hauptabnehmer sind Konzernkunden auf globaler Ebene für das Vormaterial und Kunden aus der Getränkeindustrie. Neben den Selbstklebeetiketten für Einweg- und Mehrweggebinde, den sogenannten Etiketten für den "No-Label-Look", werden Rundumetiketten als Rollenetikett und Shrink-Sleeves hergestellt.

Unsere Unternehmensgruppe positioniert sich als Vollsortimenter und Kompetenzpartner für die Ausstattung von Glas-, Kunststoff- und Metallbehältern. Dies stellt ein Alleinstellungsmerkmal dar, findet Anerkennung bei den Kunden und bewirkt, dass wir als Entwicklungspartner in frühen Entwicklungsphasen sowohl bei diesen als auch den Herstellern der Applikationsanlagen unserer Etiketten involviert werden. Bei Etiketten mit hohem Know-How-Anteil eröffnet uns dies den Zugang zu internationalen Märkten.

Die zum Jahresende 2017 in Betrieb genommene Anlage zur Herstellung von Vormaterial für die Selbstklebeetiketten ("Coater") wurde kontinuierlich weiter im Prozess optimiert. Das Equipment dient zur Eigenmaterialversorgung und auch zum Verkauf dieses Vormaterials an Unternehmen der Multi-Color-Gruppe. Die im Berichtsjahr erzielten Umsätze mit Vormaterial PSL zeigten sich belastet aus der Kaufzurückhaltung der Konsumenten und dem Abbau von hohen Lagerbeständen im Nachgang der Lieferkettenstörungen im Vorjahr.

Der Abverkauf sowohl der Selbstklebeetiketten als auch der Rundumetiketten und Sleeves haben zum Vorjahr im Absatz ebenfalls Belastungen aus den Nachwirkungen im Kaufkraftverlust und der Kaufzurückhaltung erfahren. Die stark angestiegenen Finanzierungskosten und der Abbau der hohen Lagerhaltung, im Nachgang zu den Lieferkettenstörung, haben in geringeren Umsätzen Reflektion gefunden. Die in den Vorjahren durchgeführten Preisanpassungen an die Kostenentwicklung und das verhaltene Konsumverhalten veranlassten die Kunden in der 2ten Jahreshälfte ihre Bedarfe über Ausschreibungsprozesse neu zu bewerten. Die Ausweitung der Zielmärkte über die Getränkekunden hinaus, beschreibt weitere Wachstumsmöglichkeiten für die Zukunft und führt zu einer größeren Risikostreuung.

Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Lage

Die deutsche Wirtschaft ist in 2023 leicht geschrumpft, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland lag in 2023 um 0,3% niedriger als in 2022.

Für 2024 wird ein Wirtschaftswachstum von +1,3% erwartet, laut Prognose der Bundesregierung.

Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr um rund 5,3 Billionen auf insgesamt circa 109,73 Billionen US-Dollar erhöht. Allein die vier größten Volkswirtschaften der Welt, die USA, China, Japan und Deutschland, vereinen mit ihrem Bruttoinlandsprodukt die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung auf sich.

Die aktuelle Inflation und die Unsicherheiten der Verbraucher werden zu Verhaltensänderungen im Konsumverhalten führen. Aus den steigenden Kapitalkosten ist mit einer reduzierten Lagerhaltung bei unseren Kunden und mit weiteren Kostenoptimierungsinitiativen zu rechnen. Die sich daraus ergebende Notwendigkeit einer hohen Flexibilität, verbunden mit der Liefersicherheit, die wir als Teil der globalen Multi-Color Gruppe bieten können, wird unsere Position an den Märkten weiter festigen.

2. Ertrag und Finanzierung

Die Planung und Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf EBITDA und Umsatz. Diese beiden Größen stellen auch die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren dar. Die Ergebnisentwicklung ist nachfolgend dargestellt.

Das EBITDA der Gesellschaft liegt mit EUR 8,6 Mio. um EUR 2,7 Mio. unter dem Vergleichszeitraum.

Für das Geschäftsjahr 2023 hatte die Geschäftsführung mit moderat steigenden Umsätzen und einem stabilen EBITDA gerechnet. Aufgrund es gesunkenen Umsatzvolumens wurde dieses Ziel nicht erreicht.

Wesentliche negativer Treiber ist das gesunkene Absatzvolumen. Positive Treiber sind - aufgrund von Nachlaufeffekten- gegenüber dem Vorjahr erhöhte Verkaufspreise, gesunkene Beschaffungskosten sowie höhere Verrechnungen an verbundene Unternehmen für erbrachte Dienstleistungen.

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 24,4 % auf EUR 56,7 Mio. gesunken und liegen damit unter unserer Prognose aus dem Vorjahr. Sämtliche Produktbereiche - Rundum- und Selbstklebeetiketten sowie Umsätze mit Coater-Material - haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Gegenläufig waren die Leistungsverrechnungen an verbundene Unternehmen.

Der Materialkostenbestandteil an der Gesamtleistung (= Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen) hat sich im Vergleichszeitraum von 60,4 % auf 51,3 % reduziert. Wesentliche Ursache hierfür sind die oben beschriebenen Preiseffekte.

Die Personalkosten sind aufgrund der niedrigeren Absatzmenge von EUR 10,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 9,5 Mio. im Berichtsjahr gesunken. In Relation zur Gesamtleistung (= Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen) sind sie von 13,4 % im Vorjahr auf 17,0 % gestiegen. Wesentliche Ursache hierfür sind die oben beschriebenen Volumeneffekte, trotz der Durchführung von Kurzarbeit in den Monaten März bis Juni sowie Oktober bis Dezember 2023.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 10,2 Mio. um EUR 0,9 Mio. über dem Niveau des Vorjahres.

Das Finanzergebnis liegt mit TEUR +755 um TEUR 768 über dem Vorjahr.

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2023 mit EUR 8,3 Mio. ein im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,9 Mio. niedrigeres Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) erzielt.

3. Entwicklung

Unsere Entwicklungsarbeit gliedert sich in zwei Schwerpunkte auf, die Weiterentwicklung der bestehenden Produktaufbauten und die Erweiterung der Produktpalette für den Coater und auf die Anwendungstechnik im Bereich der Prozessoptimierung intern und auch direkt beim Kunden. Im Fokus der Entwicklungen stand außerdem die Entwicklung von nachhaltigen Materialien, die einen positiven Einfluss auf die Wiederverwendungsprozess, das Recycling, haben.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist von EUR 57,3 Mio. im Vorjahr auf EUR 50,4 Mio. gesunken.

Das Sachanlagevermögen ist von EUR 10,9 Mio. im Vorjahr auf EUR 9,9 Mio. gesunken. Ebenso wie im Vorjahr waren die Investitionen auch im laufenden Geschäftsjahr geringer als die Abschreibungen.

Die Vorräte sind aufgrund des niedrigeren Volumens sowie gesunkener Beschaffungspreise von EUR 7,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 5,6 Mio. gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt von EUR 4,3 Mio. auf EUR 3,2 Mio. gesunken. Neben stichtagsbedingten Effekten hat unsere zum Vorjahr abweichende Saisonkurve zu dieser Reduzierung geführt. Die Umsätze in den letzten Monaten 2024 lagen unter denen des Vorjahres.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von EUR 31,7 Mio. auf EUR 30,6 Mio. gesunken. Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1,3 Mio. (Vorjahr: EUR 6,1). Die Reduzierung in Höhe von EUR 4,8 Mio. ergibt sich aus dem niedrigeren Volumen. Die Finanzforderungen sind von EUR 25,5 Mio. auf EUR 29,3 Mio. gestiegen. Der Anstieg ergibt sich aus einem höheren Cashpool-Guthaben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von EUR 2,5 Mio. auf EUR 1,1 Mio. gesunken. Die Reduzierung betrifft im Wesentlichen die Abtretung von Steuervorauszahlungen an die Gesellschafterin Multi-Color Germany Holding GmbH sowie an deren Gesellschafterin Multi-Color German Group GmbH.

Die liquiden Mittel sind von TEUR 8 im Vorjahr auf TEUR 1 gesunken.

Die Rückstellungen sind um EUR 0,7 Mio. auf EUR 0,8 Mio. gesunken. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus geringeren Personalrückstellungen für Zeitguthaben, Resturlaube, Abfindungen und Tantiemezahlungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des geringeren Volumens und gesunkener Beschaffungspreise von EUR 8,4 Mio. auf 3,2 Mio. gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um EUR 0,6 Mio. auf EUR 9,8 Mio. gesunken. Die Reduzierung ergibt sich im Wesentlichen aus der niedrigeren Ergebnisabführung des Geschäftsjahres an die Multi-Color Holding GmbH, Frankfurt am Main.

Die Eigenkapitalquote ist mit 71,8 % gegenüber 63,2 % im Vorjahr aufgrund der geringeren Bilanzsumme leicht gestiegen.

5. Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend aus Eigenkapital und in Teilen aus dem Konzern- Cash Pool.

Die liquiden Mittel haben sich von TEUR 8 im Vorjahr auf TEUR 1 im laufenden Geschäftsjahr 2023 reduziert.

Das Cash Pooling mit der MCC European Treasury Center B.V., Amsterdam, Niederlande, beträgt zum Stichtag EUR +29,3 Mio. (Vorjahr: EUR +21,8 Mio.).

Die Gesamtveränderung im Vergleich zum Vorjahresstichtag beträgt damit im Geschäftsjahr 2023 insgesamt EUR +7,5 Mio. Wesentlicher Treiber ist das niedrigere Working Capital, bestehend aus Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die oben beschriebene Abtretung von Steuervorauszahlungen.

6. Produktion und Umwelt

Zu Reduzierung des Abfalls bzw. des Materialeinsatzes nehmen wir kontinuierlich Verbesserungen an den Maschinen und Anlagen sowie unseren Prozessen vor. Maßnahmen zur Verbesserung unserer Energieeffizienz werden im Rahmen unseres nach ISO 50001 zertifizierten Energiemanagementsystems systematisch identifiziert und umgesetzt. Die Entwicklung von Materialien zur Schonung von Ressourcen und zur Unterstützung von Wiederverwendungsprozessen haben einen hohen Stellenwert.

Prognosebericht

Unsere nationalen und internationalen Absatzmärkte werden durch die aktuelle weltwirtschaftliche Situation beeinflusst. Herausforderungen in der Materialbeschaffung, steigende Kapitalkosten und Verfügbarkeit von Fremdwährungen insbesondere in den sich entwickelnden Ländern werden sich dauerhaft herausfordernd auf unser Geschäft auswirken. Längerfristig erwarten wir aus verändertem Verbraucherverhalten und anhaltendem Kostendruck - auch Chancen neue Geschäfte insbesondere im Export aus der Marktposition der Multi-Color Corporation zu generieren. Der Einstieg und Ausbau in neue Marktsegmente wie "Food" und "HPC", unterstützt über die konzernale Vertriebsstrukturen, bietet ergänzende Wachstumspotentiale zur Weiterentwicklung des Standortes.

Die verhaltene Marktnachfrage, volatile Rohmaterialpreise und inflationärer Anstieg der nicht materialbezogenen Kosten führen weiterhin zu einem hohen Druck auf die Margen. Konsolidierungen in der Zulieferindustrie führen unverändert zu Preisdruck. In 2024 wird ein deutlicher Schwerpunkt auf der Generierung von Neugeschäft in den angestammte als auch in neuen Märkten liegen. Zur Erreichung der Ziele befindet sich eine maßgebliche Umstrukturierung der Vertriebsorganisation in der Umsetzung.

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden bei der Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH insbesondere die Umsatzentwicklung und das operative Ergebnis (EBITDA) herangezogen.

Für das Jahr 2024 erwartet die Geschäftsführung moderat sinkende Umsätze und EBITDA. Nach den Preissteigerungen der letzten Jahre in der Beschaffung und im Absatz, erwarten wir für 2024 ein niedrigeres Volumen sowie moderat sinkende Preise. Wesentliche Faktoren sind an die aktuelle Situation angepasste Preisfindungs- und Anpassungsprozesse, mit denen die Kostenstrukturen besser und zeitnah abgebildet werden. Die Geschäftsführung rechnet weiterhin mit Beeinträchtigungen bzw. Mehrkosten im Bezug von Waren und Leistungen, Beeinträchtigungen bei Verkauf von Waren sowie einer erhöhten Krankenquote unserer Mitarbeiter und einer entsprechenden Auswirkung auf unsere Ertragslage. Aus dem inflationär getriebenen Kaufkraftverlust gehen wir von Verschiebungen im Verbraucherverhalten aus, die sich negativ auf den Absatz auswirken können. Ein weiterer Einfluss kann aus der weiteren Reduzierung von Lagerbeständen und einem kurzfristigeren Bestellverhalten bei unseren Kunden, bedingt aus höheren Finanzierungskosten, resultieren.

Internationale Sportveranstaltung, verbunden mit erhöhtem Werbeaufwand, können ebenfalls eine positive Auswirkung auf den Absatz aufzeigen.

Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Durch die Geschäftsführung ist ein wirksames Planungs- und Kontrollinstrumentarium eingerichtet, um gegenwärtige und zukünftige Finanzrisiken sowie Risiken mit Bezug auf Finanzinstrumente, insbesondere Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten, zu minimieren.

Vorräte:

Zur Reduzierung von Preisrisiken aus der Rohstoffbeschaffung werden Verträge nur noch mit kurzfristigen Möglichkeiten zur Anpassung an die Kostenentwicklung mit den Kunden abgeschlossen. Die Rohstoffbeschaffung wird über den globalen strategischen Einkauf der Multi-Color unterstützt und gesichert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unterliegen einem strengen Debitorenmanagement. Die Entwicklung der Außenstandsdauer wird nach Kundengruppen differenziert monatlich von der Geschäftsführung überwacht. Die wesentlichen Forderungsbestände sind durch Kreditversicherungen abgesichert. Den verbleibenden Ausfall- und Zinsrisiken wird zum Abschlussstichtag durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Die Fakturierung erfolgt überwiegend in Euro. Für Fakturierungen in fremder Währung werden Devisentermingeschäfte eingesetzt, um das Fremdwährungsrisiko abzusichern. Der Einsatz dieser Instrumente erfolgt in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung nach von ihr vorgegebenen Regeln.

Verbindlichkeiten:

Die Einkäufe erfolgen überwiegen in Euro, der Fremdwährungsanteil ist gering. Das Fremdwährungsrisiko wird laufend überwacht.

Aufgrund des überwiegenden Einkaufs und Verkaufs in Euro ergeben sich keine wesentlichen Wechselkursrisiken.

Unter Berücksichtigung der genannten Aspekte und Handlungen sieht das Management ein ausgewogenes Chancen-Risiken-Profil und hierbei keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken für das Geschäftsjahr 2024.

Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung liegen - neben dem noch anhaltenden Einfluss und Auswirkungen der Inflation mit dem damit verbundenen Kaufkraftverlusten und der Kaufkraftzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte - in der Volatilität unserer Absatz- und Beschaffungsmärkte. Diese können jeweils eine direkte Auswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit bei einzelnen Kunden bzw. in einzelnen Regionen haben. Die sich weiter entwickelnde Komplexität in der Auftragsstruktur verbunden mit einer steigenden Volatilität im Bestellverhalten stellt eine stetige Herausforderung dar. Durch eine Erweiterung unserer Fertigungstiefe streben wir eine Verbesserung der Kostenstruktur sowie eine verringerte Abhängigkeit von unseren Rohstofflieferanten an. Zudem sehen wir Verwerfungen in unserer Kundenstruktur bedingt aus der Positionierung des Handels zu unseren Kunden.

Eine Stärkung unserer Position sehen wir in der Einbindung unseres Unternehmens in die amerikanische Multi-Color Gruppe, deren Kerngeschäft u. a. die Herstellung und der Vertrieb von Etiketten für die Getränkeindustrie ist. Die Einführung eines konzernübergreifenden CRM-Systems unterstützt maßgeblich die Vertriebsaktivitäten. Die Stärkung und der weitere Ausbau der globalen Key-Account Struktur ist ein weiterer Faktor zur Festigung und zum Ausbau unserer Marktposition. Neukundenakquise wird über den Ausbau des Vertriebes für die zukünftige Geschäftsentwicklung vorangetrieben.

Unsere in Zusammenhang mit den multiplen Krisen eingeleiteten Maßnahmen beinhalten unter anderem die Einrichtung einer sogenannten Task Force, Kontaktminimierung, Maßnahmen zur Absicherung der Lieferketten für Beschaffung und Absatz, regelmäßige Mitarbeiter- und Kundeninformationen auf Basis der jeweiligen Lageeinschätzung sowie Maßnahmen zur Steuerung und Sicherstellung der Liquidität.

 

Heiligenstadt, den 17. Juli 2024

Multi-Color Heiligenstadt Germany GmbH

Bernd Schöniger

Benjamin Krajcir

Matthew Skiles

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