Besins Healthcare Germany GmbH

Mariendorfer Damm 3, 12099 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 44881
Vorher
Dr. Kade/Besins Pharma GmbH
Eingetragen
13.10.2004
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Der Vertrieb, einschließlich Lizensierung, von pharmazeutischen Produkten, medizinischen Hilfsmitteln/Geräten, Kosmetika, Nahrungsergänzungsmitteln, digitalen Gesundheitsanwendungen und/ oder jeder Art von Produkten im Zusammenhang mit Humanmedizin sowie die Förderung von klinischen Studien und die Unterstützung medizinischer Fachkräfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Karl Philipp Grein
seit 19.2.2024
Prokura
Andre Klaus Kindling
seit 16.11.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Besins Healthcare Ireland LimitedIRL
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH
Germany
12.800 €
50.00%
BESINS INTERNATIONAL HEALTHCARE SA
Belgium
12.800 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Besins Healthcare Germany GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 21. Juni 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Pierre Zapp, Wirtschaftsprüfer

Burak Sarigül, Wirtschaftsprüfer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.744.771,26 2.289.411,75
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 455.217,25
2.744.771,26 2.744.629,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.284.529,16 1.457.292,55
4.029.300,42 4.201.921,55
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 96.762,65 107.169,54
2. Waren 12.452.749,66 6.972.006,01
12.549.512,31 7.079.175,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.039.772,28 10.140.812,37
2. Forderungen gegen Gesellschafter 1.177.701,44 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 572.042,40 1.819.853,08
9.789.516,12 11.960.665,45
III. Flüssige Mittel 0,00 467.370,67
22.339.028,43 19.507.211,67
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 208.454,25 224.473,87
26.576.783,10 23.933.607,09

PASSIVA

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Gewinnvortrag 11.151.562,96 6.958.422,04
III. Jahresüberschuss 2.147.755,03 4.193.140,92
13.324.917,99 11.177.162,96
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 214.174,30 221.885,30
2. Sonstige Rückstellungen 7.644.834,38 3.768.530,75
7.859.008,68 3.990.416,05
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.400.725,32 887.309,90
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.978.352,19 7.122.295,12
3. Sonstige Verbindlichkeiten 13.778,92 756.423,06
- davon aus Steuern: TEUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 750,5)
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 1,8 (Vorjahr: TEUR 1,8)
5.392.856,43 8.766.028,08
26.576.783,10 23.933.607,09

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

2023
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 61.121.403,64 53.045.904,31
2. Sonstige betriebliche Erträge 370.900,17 112.365,00
3. Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -30.251.527,37 -24.711.625,89
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.455.736,26 -7.444.711,22
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.127.630,96 -1.394.615,74
- davon für Altersversorgung EUR 152.281,32 (Vorjahr: EUR 143.624,59) -10.583.367,22 -8.839.326,96
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -796.977,55 -554.694,64
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.655.294,70 -12.965.888,80
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35.339,36 6.781,41
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 28.823,37 (Vorjahr: EUR 6.781,41)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -105.561,24 -16.555,22
- davon aus Abzinsung: EUR 1.166,60 (Vorjahr: EUR 16.555,22)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -967.322,63 -1.868.501,17
10. Ergebnis nach Steuern 2.167.592,46 4.208.458,04
11. Sonstige Steuern -19.837,43 -15.317,12
12. Jahresüberschuss 2.147.755,03 4.193.140,92

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Die Besins Healthcare Germany GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg in Berlin unter der Nr. HRB 44881 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin, per 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden stetig oder unverändert angewendet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen bei einer Nutzungsdauer von drei bis zwölf Jahren vermindert. Die Abschreibung erfolgte zeitanteilig linear.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer (drei bis fünfzehn Jahre) des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen.

Vermögensgegenstände mit Nettoanschaffungskosten bis EUR 800 werden im Zeitpunkt der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Der Bilanzansatz der Vorräte entspricht den Anschaffungskosten, abzüglich Abschläge für Nicht-Gängigkeit.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bilanziert.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert berücksichtigt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.600,00 und ist voll eingezahlt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellung entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre verwendet, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

2. Erläuterungen zu Bilanz und GuV-Posten

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beiliegenden Anlagenspiegel ersichtlich.

Die flüssigen Mittel betreffen Bankguthaben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Der Cashpool wurde gewechselt von BESINS Healthcare S.A., Belgien zu Besins Healthcare Distribution FZ-LLC, Dubai. Es besteht eine Forderung gegen das verbundene Unternehmen Besins Healthcare Distribution FZ-LLC, Dubai aus dem Cashpool bei der BNP Bank in Höhe von TEUR 1.177 (Vorjahr: TEUR -4.087).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Rechnungen für Versicherungen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Krankenkassen- und Herstellerzwangsrabatte sowie Personalrückstellungen. Weitere sonstige Rückstellungen betreffen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Aufwendungen für Warenlieferungen sowie Management- und IT-Leistungen.

Neben den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten bestehen für Verbindlichkeiten keine Besicherungen.

Alle Umsatzerlöse entfallen auf das Inland.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 74 (Vj.: TEUR 62) enthalten, welche aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 71 (Vj.: TEUR 112) enthalten, welche aus nachlaufenden Rechnungen resultieren, für die keine Rückstellung gebildet wurde.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen mit TEUR 960 auf das aktuelle Geschäftsjahr und mit TEUR 7 auf Vorjahre.

3. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 1.250 (Vj.: TEUR 1.192). Diese betreffen im Wesentlichen die Anmietung des Büros in Berlin und die Leasingverpflichtungen für die Firmenfahrzeuge.

Es bestanden am Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführer:

Herr René Munzert ist am 29. September 2023 als Geschäftsführer abberufen worden. Herr André Kindling und Herr Antoine Louis Oivier Grouès sind am 29. September 2023 als neue Geschäftsführer bestellt worden.

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer verzichtet. Es wurden keine weiteren Geschäfte mit den Geschäftsführern durchgeführt.

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 91 Angestellte (Vj.: 88 Angestellte).

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 63 (Vj.: TEUR 60).

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Besins Healthcare Holding Pte. Ltd, Singapur, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist in Singapur (456 Alexandra Road, #20-02 Fragrance Empire Building, Singapore 119962) erhältlich.

4. Nachtragsbericht

Ereignisse von besonderer Bedeutung haben nach dem Stichtag nicht stattgefunden.

Durch den Konflikt in der Ukraine sieht sich die Gesellschaft Preissteigerungen in verschiedenen Bereichen ausgesetzt. Gründe dafür sind u.a. gestiegene Rohstoffkosten und eine höhere Inflationsrate.

Dies umfasst beispielsweise Kosten für den Vertriebsaußendienst in Bezug auf Firmen PKW und Tarifverträge, zum anderen erwartete Preiserhöhungen von Lohnherstellern und dem Lagerlogistiker. Die Umsatzerwartung bleibt davon unberührt.

 

Berlin, den 21. Juni 2024

André Kindling, Geschäftsführer

Antoine Louis Olivier Grouès, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.488.758,31 609.454,39 455.217,25 6.553.429,95
2. Geleistete Anzahlungen 455.217,25 0,00 -455.217,25 0,00
5.943.975,56 609.454,39 0,00 6.553.429,95
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.160.302,48 14.902,03 0,00 2.175.204,51
8.104.278,04 624.356,42 0,00 8.728.634,46
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.199.346,56 609.312,13 3.808.658,69
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
3.199.346,56 609.312,13 3.808.658,69
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 703.009,93 187.665,42 890.675,35
3.902.356,49 796.977,55 4.699.334,04
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.744.771,26 2.289.411,75
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 455.217,25
2.744.771,26 2.744.629,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.284.529,16 1.457.292,55
4.029.300,42 4.201.921,55

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin, (nachfolgend "BHG"), vertreibt als 100%ige Tochtergesellschaft der Besins Healthcare Ireland Limited, Dublin ("BH IE Ltd.") verschreibungspflichtige Arzneimittel in den Bereichen Gynäkologie und Urologie. Das Portfolio umfasst dabei Arzneimittel für gynäkologische Indikationen, wie zum Beispiel Kinderwunschbehandlung, hormonelle Kontrazeption, Hormonersatztherapie und vaginale Trockenheit sowie für den Bereich der Testosteronsubstitution bei Männern. Als meistverordnete Arzneimittel sind vor allem Gynokadin Dosiergel, Oekolp und Utrogest im Bereich Frauengesundheit sowie Testogel im Bereich Männergesundheit zu nennen. Das Unternehmen stellt seine Produkte mit einem eigenen Facharztaußendienst bei Fachärzten in der Gynäkologie und Urologie vor und nimmt selektiv an Ausschreibungsverfahren der gesetzlichen Krankenkassen teil. Hauptabnehmer der Produkte sind der pharmazeutische Großhandel und Apotheken. Die Gesellschaft ist nur im Inland tätig. Ausgehend von der starken Position in den Nischenmärkten der verschreibungspflichtigen Hormonpräparate plant BHG den Ausbau des Geschäftes weiter voranzutreiben. Die Gesellschaft verfolgt dabei das Ziel gemeinsam mit der Besins Healthcare Gruppe organische Wachstumschancen als auch externe, erfolgversprechende Angebote konsequent zu nutzen.

Wirtschaftsbericht

Nach den Pandemiejahren ist eine Rückkehr zur Normalität und Stabilität feststellbar. Die bis dato schwierig einzuschätzenden externen Faktoren, die 2022 noch teilweise Einfluss auf die Wirtschaft hatten, sind 2023 nur noch in sehr geringem Maße in Erscheinung getreten. Insbesondere hat die Inflation in Deutschland in der zweiten Jahreshälfte wieder ein moderates Niveau erreicht. Laut dem Statistischen Bundesamt lag die Inflation für 2023 bei +5,9% nach 6,9% im Jahr 2022. Im Jahresverlauf schwächte sich die Inflation weiter ab und lag im Dezember bei nur noch 3,7%.

Im Gesundheitswesen waren 2023 deutlich weniger Lieferengpässe bei kritischen Arzneimitteln zu verzeichnen. Aus den Pharmadaten Kompakt des BPI (Bundesverband der pharmazeutischen Industrie) stieg der Weltmarkt für pharmazeutische Produkte um +3,4% (vs. 2021) und erreichte somit EUR 1.303,1 Mrd. Umsatz. Auf den deutschen Markt bezogen konnte ebenfalls ein Wachstum bei den Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen von EUR 289,2 Mrd. bzw. einem Plus von +1,7% vs. 2021 erreicht werden. Insgesamt bleibt dieser Pharmasektor sehr gut einschätzbar und ist auch weiterhin mit einer positiven Entwicklung versehen.

Der IQVIA Marktbericht für 2023 vermerkt: Der Apothekenmarkt verbucht im Jahr 2023 ein leichtes, einstelliges Umsatzwachstum von knappen +2%. Es wurden ca. 1,7 Mrd. Packungen (-4% vgl. VJ) im Wert von 47,5 Mrd. Euro (zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers, inkl. Impfstoffen und Testdiagnostika) an Patienten abgegeben.

Das Marktsegment der rezeptpflichtigen Präparate wächst 2023 um +2,6% nach Umsatzzunahme, während der Absatzzuwachs nur geringläufig um 1% zunimmt. Dies entspricht einem Marktvolumen von 41,4 Mrd. Euro bzw. rund 791 Mio. Packungen.

Laut Bericht des vdek (dem Verband der deutschen Ersatzkassen) bleibt es wie in den Vorjahren bei knapp 75% der Bevölkerung, die in den gesetzlichen Krankenkassen vertreten sind und entsprechend 25%, die in der privaten Krankenkasse mit ihren Angehörigen sind.

Hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage der Krankenkassen, erklärt der Bundesgesundheitsminister: Die Finanzkennzahlen bis Ende September 2023 zeigen, dass es mit dem Finanzmarktstabilisierungsgesetz gelungen sei, die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenkassen zu stabilisieren. Ohne das Gesetz wäre ein Defizit von EUR 17 Mrd. zu erwarten gewesen. Jetzt sind die Haushalte weitgehend ausgeglichen.

Der Fokus von Besins Healthcare Germany als Hormonspezialist in den Bereichen Gynäkologie und Urologie wird von den Marktteilnehmern positiv bewertet, was sich in den steigenden Marktanteilen unserer Produkte für die Wechseljahre und zur Testosteronersatztherapie widerspiegelt. Als hohes Potential kann die Wahrnehmung in der Anwendung von Hormonen angesehen werden. Durch sie tendenziell negative Berichterstattung in den Medien hat es einen Rückgang in den Verordnungen gegeben. Mittlerweile erleben wir aber eine aufkommende, gesellschaftspolitische Diskussion, die weit positiver geführt wird. Hier wird Aufklärung über den Nutzen von Hormonen in breiten Teilen der Bevölkerung, aber auch in Politik und Gesundheitspolitik, die Akzeptanz und somit die Anwendungen der HRT steigen lassen.

Ertragslage

Zur internen Steuerung werden maßgeblich der Nettoumsatz sowie das EBITDA herangezogen. Weitere bedeutsame finanzielle sowie nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden derzeit nicht verwendet.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Bruttoumsatz, ohne Berücksichtigung von Erlösschmälerungen, von TEUR 72.370 erreicht, was einer Steigerung von 23,9% entspricht. Die Produkte im Bereich Hormonersatztherapie für die Frau entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich, was allerdings weniger in den Unterschieden der Anwendungsformen begründet ist, sondern durch die Lieferausfälle in 2022 für die fix kombinierten Hormonpräparate und feste Monosubstanzen, bedingt durch die Knappheit an Wirkstoffmengen. Der Bruttoumsatz von Gynokadin ® Dosiergel konnte um 22,4% gesteigert werden, was über der Zielstellung für das Jahr 2023 lag. Der Bruttoumsatz von Utrogest ® wurde um 66,8% auf EUR 15,5 Mio. gesteigert. Dies ist in erster Linie auf den Abschluss von Rabattverträgen mit den gesetzlichen Krankenkassen zurückzuführen, so dass der Nettoertrag durch die zu gewährenden Rabatte leider nicht in gleichem Ausmaß gesteigert werden konnte. Der Bruttoumsatz des Produktes Utrogest ® Luteal in der Indikation der assistierten Reproduktion ist mit einem Umsatz von EUR 3,0 Mio. und einer Steigerung von 2,3% stabil geblieben. Hier machen sich Importe aus dem europäischen Ausland leider negativ im Ertragswachstum im deutschen Markt bemerkbar.

Das im Oktober 2022 neu eingeführte Produkt Ganiran erzielte einen Bruttoumsatz von EUR 1,4 Mio. und lag damit 37,2% über den Plan.

Der Bereich Kontrazeptiva setzt die negative Umsatzentwicklung leider fort, da hier durch die Vergabe von Rabattverträgen an konkurrierende Unternehmen, Verordnungen für unsere Produkte substituiert wurden. Das Präparat Evakadin ® stand das ganze Jahr Ärzten und Frauen leider nicht zur Verfügung, da es weiterhin Schwierigkeiten in der Lohnherstellung gibt. Präparate aus der Gruppe der Kontrazeptiva und oralen HRT, welche sich im Preiswettbewerb befinden, wurden in den Apotheken aufgrund des Rahmenvertrags über die Arzneimittelversorgung nach § 129 Absatz 2 SGB V zwischen dem Spitzenverband der GKV und den Apothekern nicht mehr berücksichtigt. Dieser Rahmenvertrag sieht ohne Rabattvereinbarung eine Abgabepflicht für die vier preisgünstigen vergleichbaren Präparate vor, wodurch Verordnungen unserer Präparate verstärkt durch andere, günstigere Generika und Parallel-Importe substituiert wurden.

Der Markt für Anwendungen einer Testosteronersatztherapie bei Männern ist kontinuierlich, wenn auch nur einstellig wachsend. So konnten wir durch die Marktausdehnung auch für unser Produkt Testogel ® , mit seinen unterschiedlichen Anwendungsformen, den Bruttoumsatz steigern. Dieser stieg um 12,3% auf EUR 24,1 Mio. und lag damit im Rahmen der Erwartungen.

Insgesamt belief sich der Nettoumsatz des Unternehmens zum 31. Dezember 2023 auf EUR 61,1 Mio. und lag damit EUR 3,6 Mio. über den Planvorgaben.

Die Materialaufwandsquote beträgt 49,5% nach 46,6% im Vorjahr. Gestiegene Materialkosten und Eingangsfrachten haben zu einer höheren Materialaufwandsquote im Vergleich zu 2022 geführt.

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 im Durchschnitt 91 Angestellte, was einem Anstieg um 3 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Personalaufwendungen beliefen sich auf insgesamt TEUR 10.583 nach TEUR 8.839 im Vorjahr.

Sonstige betriebliche Aufwendungen beliefen sich auf TEUR 16.655 und stiegen somit um TEUR 3.689 gegenüber dem Vorjahr. Die erhöhten Aufwendungen sind insbesondere auf die um TEUR 877 gestiegenen Managementgebühren sowie die Aufwendungen für Vertragsstrafen aus Rabattverträgen (TEUR 1.498) zurückzuführen.

Das EBITDA belief sich auf TEUR 3.982 gegenüber TEUR 6.626 im Vorjahr, was mit einer niedrigeren Umsatzrentabilität von 3,5% einherging. Die Nettoumsatzsteigerung von TEUR 8.076 ging mit gestiegenen Logistik- und Marketingkosten einher. 2023 musste zusätzlich eine Vertragsstrafe aus Krankenkassenrabattverträgen von TEUR 1.498 berücksichtigt werden.

BHG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn von TEUR 2.148 gegenüber TEUR 4.193 im Vorjahr erzielt.

Die Erwartungen an den Umsatz des Geschäftsjahres 2023 wurden erfüllt. Interne Steuerungsmaßnahmen haben dazu beigetragen, dass die gesteckten Ziele erreicht werden konnten.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme von BHG betrug am 31. Dezember 2023 TEUR 26.577 und verzeichnete somit einen Anstieg um 11,04%. Das Umlaufvermögen ist insgesamt um 14,5% auf TEUR 22.339 angestiegen. Das Vorratsvermögen ist um 77,3% auf TEUR 12.550 gestiegen, was insbesondere auf die Fokus-Produkte zurückzuführen ist, die nunmehr eine ausreichende Bestandsreichweite zum Jahresende aufweisen. Die Gesellschaft nutzt einen Cashpool im Konzernverbund. Daher liegen die liquiden Mittel bei TEUR 0 (Vj.: TEUR 467).

Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 13.325. Die Eigenkapitalquote stieg auf Grund des Jahresüberschusses zum Bilanzstichtag von 46,7% im Vorjahr auf 50,1% in 2023 an.

Finanzlage

Die Gesellschaft nutzt einen Cashpool im Konzernverbund. Daher sind die liquiden Mittel bei TEUR 0 (Vj.: TEUR 467). Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein Mittelrückgang von TEUR 467 nach einem Rückgang von TEUR 5.555 im Vorjahr erzielt. Unter Berücksichtigung des Mittelabflusses aus

Investitionstätigkeit weist BHG einen Free Cashflow von TEUR 467 (Vj.: TEUR 5.564) aus. Der Mittelabfluss resultiert im Wesentlichen aus der Umstellung auf einen Cashpool und der endgültigen Schließung des Bankkontos in Deutschland.

Das kurzfristige Vermögen deckt das kurzfristige Fremdkapital um ein Vielfaches.

Risikobericht

Da der Arzneimittelmarkt stark reguliert wird, unterliegt BHG einem eher geringen Marktrisiko. Die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen werden stets überwacht, so dass veränderte Gegebenheiten rechtzeitig erkannt werden und die Gesellschaft sich somit auf die Entwicklung einstellen kann. Das Vertriebsrisiko wird begrenzt durch den Einsatz der Controlling-Instrumente Planung und Kontrolle. Das innerbetriebliche Kommunikationssystem trägt dazu bei, die operativen Risiken zu identifizieren und falls sie überhaupt entstehen, zu begrenzen. Den Betriebsrisiken wird durch die Zusammenarbeit mit Dienstleistern begegnet. Das Rechtsrisiko wird durch die rechtzeitige Einbindung externer Rechtsanwaltskanzleien vermindert.

Die europaweit festzustellende Inflation stellt mittlerweile wieder eine überschaubare, nicht kritische Größe dar. Die Preisgestaltung mit den Lohnherstellern ist nur noch in den normalen Bandbreiten der Vor-Coronajahre und wesentlich besser vorhersehbarer. Weiterhin arbeiten wir mit unserem bewährten Distributeur zusammen, sodass wir hier eine sehr solide Kontinuität auch im Jahr 2024 haben werden. Auf den globalen Rohstoffmärkten haben sich auch die Lieferketten wieder normalisiert.

Auch, wenn die finanziellen Auswirkungen der Inflation und die Unterbrechungen der Lieferketten noch nicht abschätzbar sind, sieht die Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung keine Anzeichen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Chancenbericht

Chancen in der künftigen Entwicklung werden vor allem in der Unabhängigkeit des pharmazeutischen Marktes von der konjunkturellen Entwicklung gesehen, was insbesondere für verschreibungspflichtige Produkte gilt. Das Wachstumspotential im Bereich Frauen- und Männergesundheit ist groß, allerdings abhängig vom Informationsstand der entsprechenden Teile der Bevölkerung. Die zunehmende Orientierung auf den Erhalt einer hohen Lebensqualität bei zunehmender Lebenserwartung stellt für den pharmazeutischen Sektor der Volkswirtschaft eine Chance für eine weiterhin positive Marktentwicklung dar. Das Portfolio zur Hormonersatztherapie und Testosteronersatztherapie von Besins Healthcare ist hierfür gut aufgestellt. Die strategische Weiterentwicklung wird sowohl durch die Aktivitäten des Konzerns als auch durch eigene Aktivitäten der deutschen Gesellschaft von Besins Healthcare vorangetrieben. Insbesondere durch die Information von größeren Bevölkerungsgruppen durch Besins Healthcare, durch Kooperationen mit Krankenversicherungen und Industrie-Unternehmen sowie die Information von politischen Entscheidungsträgern als Multiplikatoren sind zusätzliche Chancen gegeben. Insbesondere Vorurteile gegenüber Hormonen sollen weiter abgebaut werden. Dem Wettbewerb am Markt wird Besins Healthcare auch in Zukunft mit der langjährigen Expertise im Bereich Hormongesundheit, der Qualität seiner Produkte und der Zuverlässigkeit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begegnen.

Prognosebericht

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 erfolgte unter Berücksichtigung bekannter Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts zur Verfügung standen. Der branchenspezifische und gesamtwirtschaftliche Ausblick wurde in diese Prognose mit einbezogen.

Für das kommende Geschäftsjahr ist ein Nettoumsatz von EUR 66,4 Mio. geplant, was einem Anstieg in Höhe von 8,6% entspricht. Das EBITDA wird leicht höher, verglichen mit dem des abgelaufenen Geschäftsjahres, erwartet. In den Bereichen der Hormonsubstitution für Frau (HRT) und Mann (TRT) wollen wir weiterwachsen und unsere Marktanteile ausbauen. Die Gesellschaft wird sich hier auf die Ausweitung der Verordnungen konzentrieren, indem sie bestehende Vorurteile gegenüber Hormonen abbauen wird und die Vorteile der transdermalen Gabe gegenüber anderen Applikationswegen bei den Fachkreisen weiter verdeutlichen wird. Die notwendigen Ressourcen dafür sind im Unternehmen vorhanden, temporär fehlende Ressourcen werden über externe Aufträge ausgeglichen.

Es sollte sich positiv auf den Umsatz auswirken, dass für die Lohnhersteller neue Wirkstofflieferanten zur Verfügung stehen und somit die Gefahr von Lieferunfähigkeiten deutlich reduziert wurde, verglichen mit den letzten beiden Jahren. Insbesondere die Eröffnung der neuen Produktionsstätte in Muel, Spanien durch Besins gibt für das Jahr 2024 und darüber hinaus sehr gute Aussichten für eine stabile Warenversorgung.

Die Belastung aus Zwangsrabatten (inkl. Preismoratorium und Rabattverträgen) wird im Jahr 2024 zwar einen beträchtlichen Betrag ausmachen, der aufgrund des Auslaufens der gesetzlichen Regulierungen bei den Hersteller-Zwangsrabatten (bei patentgeschützten Arzneimitteln) von 12%, auf 7% gesenkt wird. Gewinnprognosen sind wegen der regulativen Eingriffe des Staates dennoch schwierig, da z. B. Rabattverträge wieder neu gewonnen werden müssen, Parallelimporte auf den deutschen Markt kommen sowie Konkurrenzprodukte zu erwarten sind.

Durch die kontinuierliche Fortbildung des Personalbestandes und Vermeiden von Fluktuation der Leistungsträger wird die Gesellschaft auch im Jahr 2024 den Anforderungen des Wettbewerbes und der sich ändernden gesundheitspolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gerecht werden.

Derzeit ist weder ein Einfluss des Ukrainekrieges noch der Situation im Gazastreifen zu erwarten. Die Handelsketten haben sich längst darauf eingestellt und wählen falls notwendig andere Routen.

 

Berlin, den 21. Juni 2024

Besins Healthcare Germany GmbH

André Kindling, Geschäftsführer

Antoine Louis Olivier Grouès, Geschäftsführer

Quellenverzeichnis

BMG. 2023. Finanzentwicklung der GKV im 1. bis 3. Quartal 2023. [Online] 08. Dezember 2023. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/finanzentwicklung-der-gkv-im-1-bis-3-quartal-2023-8-12-23

BMG 2023 Preismoratorium für Arzneitmittel [Online] 24. April 2023.

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/preismoratorium/.

BPI e.V. 2024. . Pharma Daten 2023. [Online].

https://www.bpi.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=77439&token=cc627b84d69c38fc2c751b2fa9ecc5b4a174e727.

IQVIA. 2024. IQVIA MARKTBERICHT CLASSIC 2023[Online].

https://www.iqvia.com/-/media/iqvia/pdfs/germany/library/publications/iqvia-pharma-marktbericht-classic-q4-2023.pdf.

PharmNet.Bund.2023 Veröffentlichte Lieferengpassmeldungen [Online].

https://anwendungen.pharmnet-bund.de/lieferengpassmeldungen/faces/public/meldungen.xhtml;jsessionid=00CD2DCCD2A6278D6 1A6D412753763D1?jfwid=F2841C98237793E7C12C2CBC45073A60%3A0

vdek. 2024. Verband der Ersatzkassen Presse Daten. [Online] 16. Februar 2024.

https://www.vdek.com/presse/daten/b_versicherte.htmL3

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