VR-Immobilien- und Versicherungsdienst GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Norbert Hödl seit 23.7.2025 | Prokura |
Angelika Koller seit 15.1.2024 | Vorstandsmitglied |
Josef Eberle seit 22.9.2021 | Vorstandsmitglied |
Christian Stocker seit 22.9.2021 | Vorstandsmitglied |
Jürgen Dullinger seit 6.7.2020 | Prokura |
Cordula Daffner seit 6.7.2020 | Prokura |
Otmar Knaus seit 26.6.2018 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VR-Bank Passau eGPassauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen
der Geschäftstätigkeit
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| Berichtsjahr | Vorjahr | Veränderung | |||
| TEUR | TEUR | +/- | TEUR | % | |
| Bilanzsumme | 2.335.320 | 2.327.660 | + | 7.660 | 0,3 |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 120.560 | 177.257 | - | 56.697 | 32,0 |
Die Bilanzsumme blieb nahezu unverändert bei 2.335.320 TEUR. Maßgeblich hierfür waren insbesondere eine deutlich geringere Kreditnachfrage sowie ein Rückgang der Kundeneinlagen.
Die außerbilanziellen Geschäfte, die sich aus Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 25.423 TEUR und aus anderen Verpflichtungen in Höhe von 95.137 TEUR zusammen setzen, liegen deutlich unter Vorjahresniveau. Auch hier machte sich der Rückgang bei der Kreditnachfrage vor allem bei den offenen Kreditzusagen bemerkbar.
| Aktivgeschäft | Berichtsjahr | Vorjahr | Veränderung | ||
| TEUR | TEUR | +/- | TEUR | % | |
| Kundenforderungen | 1.609.323 | 1.599.669 | + | 9.654 | 0,6 |
| Wertpapiere | 426.734 | 490.576 | - | 63.842 | 13,0 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 150.146 | 69.893 | + | 80.253 | 114,8 |
Die Entwicklung des Aktivgeschäfts lag unter den in der Vorperiode berichteten Prognosen. Die geplanten Ziele wurden teilweise nicht erreicht, da aufgrund der gestiegenen Zinsen die Nachfrage im privaten Wohnungsbaubereich deutlich gesunken ist.
In der Struktur der Aktivseite sind im Berichtsjahr folgende wesentliche Veränderungen zu verzeichnen: Der gesunkene Anteil der Wertpapieranlagen und die gestiegenen Forderungen gegenüber Kreditinstituten sind der Anlagestrategie geschuldet.
Im Berichtsjahr wuchs das Kreditvolumen auf Grund des Zinsanstiegs nur leicht. Der deutliche Rückgang bei den privaten Immobilienfinanzierungen konnte durch Zuwächse bei den Unternehmensfinanzierungen zum Teil aufgefangen werden. Der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes bei den Privatkunden liegt im Immobilienfinanzierungsbereich. Die Kreditvergabe an Firmenkunden betraf schwerpunktmäßig Unternehmensfinanzierungen des regionalen Mittelstands und Investitionen in Mietobjekte. Größte Branche ist das Grundstücks- und Wohnungswesen.
| Passivgeschäft | Berichtsjahr | Vorjahr | Veränderung | ||
| TEUR | TEUR | +/- | TEUR | % | |
| Verbindlichkeiten | 319.987 | 287.964 | + | 32.023 | 11,1 |
| gegenüber Kreditinstituten | |||||
| Spareinlagen von Kunden | 259.968 | 314.697 | - | 54.729 | 17,4 |
| andere Einlagen von Kunden | 1.461.064 | 1.454.094 | + | 6.970 | 0,5 |
Die Entwicklung des Passivgeschäfts entsprach in Teilbereichen nicht den in der Vorperiode berichteten Prognosen. Die geplanten Ziele wurden nicht erreicht, da vor allem Spareinlagen in höher rentierliche Wertpapieranlagen im Depot B umgeschichtet wurden.
In der Struktur der Passivseite sind aufgrund der gestiegenen Zinsen im Berichtsjahr wesentliche Veränderungen zu verzeichnen. Sie sind insbesondere auf Umschichtungen von Sicht- und Spareinlagen in Termineinlagen zurückzuführen. Der Anteil der Kundeneinlagen an der Bilanzsumme ist zu Gunsten von Verbindlichkeiten gegenüber der Zentralbank gesunken.
| Dienstleistungsgeschäft | Berichtsjahr | Vorjahr | Veränderung | ||
| TEUR | TEUR | +/- | TEUR | % | |
| Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- | 3.756 | 3.160 | + | 596 | 18,9 |
| und Depotgeschäften | |||||
| andere Vermittlungserträge | 3.143 | 3.745 | - | 602 | 16,1 |
| Erträge aus Zahlungsverkehr | 9.830 | 8.713 | + | 1.117 | 12,8 |
Die Entwicklung des Dienstleistungsgeschäftes entsprach insgesamt den in der Vorperiode berichteten Prognosen, wobei sich die einzelnen Teilbereiche unterschiedlich entwickelt haben. Die geplanten Ziele wurden in Summe erreicht.
Die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft übertrafen unsere Erwartungen deutlich (+ 18,9 %). Hier spiegeln sich die Umschichtungen der Kunden in außerbilanzielle Anlagen wie z.B. in höher verzinsliche Rentenpapiere wider.
Die anderen Vermittlungserträge, die sich überwiegend aus der Vermittlung von Kredit-, Bauspar- und Versicherungsverträgen zusammensetzen, haben sich stark reduziert (- 16,1 %). Ursache war im Wesentlichen die deutlich niedrigere Kreditnachfrage im Wohnbaufinanzierungsbereich.
Die im Jahresverlauf 2022 angehobenen Preise für die Kontomodelle trugen insbesondere in 2023 zu der Steigerung der Erträge aus dem Zahlungsverkehr in Höhe von 1.117 TEUR (+ 12,8 %) bei.
| Warengeschäft / inkl. Nebenbetriebe | Berichtsjahr | Vorjahr | Veränderung | ||
| TEUR | TEUR | +/- | TEUR | % | |
| Warenumsatz | 6.577 | 6.697 | - | 120 | 1,8 |
| Rohergebnis aus Warenverkehr / inkl. Nebenbetriebe | 724 | 973 | - | 249 | 25,6 |
| Warenbestand | 652 | 786 | - | 134 | 17,0 |
Die Entwicklung des Warengeschäftes entsprach den Erwartungen. Die Vorjahreswerte waren durch Sonderfaktoren aufgrund des Russland-Ukraine-Konflikts geprägt.
Investitionen
In 2023 wurde weiter in die technische Ausstattung und Modernisierung der Gesamtbank investiert. Im Mittelpunkt der Investitionen stand die Digitalisierung sämtlicher Kreditakten.
Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr
Im Geschäftsjahr wurde eine weitere Tochtergesellschaft, die Agrarzentrum Jahrdorf GmbH, gegründet. Die VR-Bank Passau eG hält eine 100%ige Beteiligung. Im Januar 2024 wurde das Warengeschäft von der Bank in diese Tochtergesellschaft ausgelagert.
II.4 Lage der VR-Bank Passau eG
II.4.1 Ertragslage
Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Bank haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
| Gewinn- und Verlustrechnung | Berichtsjahr | Vorjahr | Veränderung | ||
| TEUR | TEUR | +/- | TEUR | % | |
| Zinsüberschuss 1) | 48.449 | 36.574 | + | 11.875 | 32,5 |
| Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 286 | 141 | + | 145 | 102,8 |
| Provisionsüberschuss 2) | 15.612 | 14.185 | + | 1.427 | 10,1 |
| Rohergebnis aus Warenverkehr | 724 | 973 | - | 249 | 25,6 |
| und Nebenbetrieben | |||||
| Sonstiges betriebliches Ergebnis 3) | 1.171 | 307 | + | 864 | 281,4 |
| Verwaltungsaufwendungen | |||||
| a) Personalaufwendungen | 21.790 | 20.212 | + | 1.578 | 7,8 |
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 9.833 | 8.839 | + | 994 | 11,2 |
| Bewertungsergebnis 4) | -5.269 | -16.529 | + | 11.260 | 68,1 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 28.869 | 7.076 | + | 21.793 | 308,0 |
| Steueraufwand | 8.171 | 4.428 | + | 3.743 | 84,5 |
| Jahresüberschuss | 7.198 | 2.647 | + | 4.551 | 171,9 |
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV - Posten 2.
2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV - Posten 6.
3) GuV - Posten 8 abzüglich GuV - Posten
12.
4) GuV-Posten 13 - 16
Die Entwicklung der Ertragslage hat unsere in der Vorperiode berichtete Prognose übertroffen.
Im Berichtsjahr war ein starker Anstieg des Zinsüberschusses um 11.875 TEUR (+ 32,5 %) zu verzeichnen. Die Veränderung begründet sich hauptsächlich in der Erhöhung der Zinserträge im variablen Kreditgeschäft, der Verzinsung der Guthaben bei der Deutschen Bundesbank und der Zentralbank sowie der Wiederanlage von fälligen eigenen Wertpapieren zu wesentlich höheren Zinssätzen.
Deutlich höhere Erträge aus dem Bereich Zahlungsverkehr und Kontoführung sowie aus dem Wertpapier-dienstleistungs- und Depotgeschäft führten zu einer Steigerung des Provisionsüberschusses. Diese Positionen konnten die Rückgänge bei den Vermittlungserträgen aus dem Bauspar-, Kredit- und Versicherungsgeschäft mehr als überkompensieren.
Am Standort Jahrdorf ist ein Rohergebnis aus Warenverkehr in Höhe von 724 TEUR erzielt worden.
Aufgrund der Hebung stiller Reserven aus dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden konnte das sonstige betriebliche Ergebnis um 864 TEUR (+ 281,4 %) deutlich gesteigert werden.
Die Erhöhung der Verwaltungsaufwendungen ist zurückzuführen auf höhere Aufwendungen für Beiträge zu Sicherungseinrichtungen, die durch fusionsbedingte Sondereffekte beeinflusst wurden, sowie auf die deutlich höheren Energiekosten. Bei den Personalkosten sind durch Einmaleffekte in Verbindung mit der Auslagerung von Pensionsrückstellungen sowie der freiwilligen Zahlung einer Inflationsprämie an die Mitarbeiter Mehraufwendungen angefallen.
Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich das Bewertungsergebnis deutlich. Das negative Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft hat sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Im Wertpapier- und Beteiligungsbereich zeigt sich ein gegensätzliches Bild. Hier konnten die im Vorjahr vorgenommenen zinsinduzierten Abschreibungen teilweise wieder aufgeholt werden, so dass sich insgesamt für das Bewertungsergebnis eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr ergibt.
Die Aufwands-/Ertragsrelation (Cost-Income-Ratio - CIR) (vgl. Definition im Abschnitt II.2) hat sich positiv entwickelt, sie reduzierte sich auf 49,4 % (Vorjahr: 56,4 %).
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Vorjahresvergleich deutlich um 21.793 TEUR (+308,0 %). Die Gründe hierfür liegen im Wesentlichen in den oben dargestellten Faktoren.
Aufgrund des guten Ergebnisses erhöhte sich der Steueraufwand deutlich.
Der Jahresüberschuss ist stark angestiegen. Vom Ergebnis wurden 4.330 TEUR den Rücklagen als Vorwegzuweisung zugeführt.
II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage
Die Entwicklung der Finanzlage entsprach unserer in der Vorperiode berichteten Prognose.
Die vorhandenen liquiden Mittel reichten im Geschäftsjahr aus, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Mindestreservebestimmungen und Bestimmungen der CRR) zu erfüllen. Den Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit konnte im Berichtsjahr stets nachgekommen werden. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ration (LCR) wiesen im Berichtszeitraum 2023 einen Wert von mindestens 136 % aus. Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 202 %.
Die liquiden Mittel haben sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr erhöht.
Unsere Anlagen in Wertpapiere der Liquiditätsreserve haben wir zugunsten der Forderungen gegenüber der Zentralbank weiter reduziert.
Neben den dargestellten liquiden Mitteln stehen uns kurzfristig verfügbare Kreditlinien bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank (DZ BANK AG) und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB zur Verfügung. Das Angebot der Deutschen Bundesbank, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften (Hauptrefinanzierungsgeschäfte) abzuschließen, wurde nicht genutzt.
Unsere Refinanzierungsstruktur ist weitgehend unabhängig von den Interbanken- und Kapitalmärkten und überwiegend durch Geschäftsbeziehungen mit den Privat- und Firmenkunden geprägt.
Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben.
Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist auch in den folgenden Jahren aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven sowie der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund nicht zu rechnen. Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva und ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen.
Bis zur Erstellung des Lageberichts liegen keine Anhaltspunkte für Umstände vor, die die Liquiditätslage der Bank nachteilig verändern könnten.
II.4.3 Vermögenslage
Die Entwicklung der Vermögenslage entsprach unserer in der Vorperiode berichteten Prognose.
Eigenkapital
Das bilanzielle Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
| Eigenkapital | Berichtsjahr | Vorjahr | Veränderung | ||
| TEUR | TEUR | +/- | TEUR | % | |
| Gezeichnetes Kapital | 11.274 | 11.496 | - | 222 | 1,9 |
| Rücklagen | 168.500 | 162.530 | + | 5.970 | 3,7 |
Wesentliche Veränderungen beim Eigenkapital ergaben sich durch Gewinnthesaurierung. Daneben besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 82.500 TEUR.
Der Anteil der bilanziellen Eigenmittel an der Bilanzsumme hat sich von 10,50 % auf 11,32 % erhöht.
Die harte Kernkapitalquote beläuft sich auf 18,33 % und liegt um 0,65 %-Punkte über dem Vorjahr.
Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Nettogewinn (Nettogewinn = Jahresüberschuss nach Steuern) und Bilanzsumme) beläuft sich auf 0,31 %. Unter Berücksichtigung der Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken würde sich eine Kapitalrendite von 0,89 % ergeben.
Kundenforderungen
Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt 68,9 %.
Branchenschwerpunkte im Kreditbestand bei den Firmenkunden bilden - bedingt durch die örtliche Kundenstruktur - das Grundstücks- und Wohnungswesen, Hotel- und Gastgewerbe, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel sowie Land- und Forstwirtschaft.
Konzentrationen bestehen im Grundstücks- und Wohnungswesen. Darüber hinaus ist das außergebietliche Kreditvolumen relativ hoch.
Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen, Einzelrückstellungen, Pauschalwertberichtigungen und Vorsorgereserven abgeschirmt.
Die aufsichtsrechtlichen Kreditgrenzen sowie die festgelegten Kreditbeschränkungen nach § 49 GenG wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten.
Wertpapiere
Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt zusammen:
| Wertpapiere | Berichtsjahr | Vorjahr | Veränderung | ||
| TEUR | TEUR | +/- | TEUR | % | |
| Anlagevermögen | 262.931 | 272.399 | - | 9.468 | 3,5 |
| Liquiditätsreserve | 163.804 | 218.177 | - | 54.373 | 24,9 |
Die eigenen Wertpapieranlagen haben insgesamt einen Anteil von 18,3 % an der Bilanzsumme. Hiervon entfällt ein Anteil von 98,5 %-Punkten auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 1,5 %- Punkten auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6).
Bei den festverzinslichen und variabel verzinslichen Wertpapieren im Investment-Grade handelt es sich ausschließlich um EUR-Anleihen. Darin sind ausländische Emittenten in Höhe von 306.129 TEUR enthalten, die größtenteils ihren Sitz in Europa haben. Wertpapiere im Anlagevermögen werden teilweise nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet, da die Kursveränderungen ausschließlich zinsinduziert sind und wir eine Dauerbesitzabsicht verfolgen. Dadurch wurden Abschreibungen in Höhe von 24.030 TEUR vermieden.
Strukturierte Finanzinstrumente wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet, soweit aus dem eingebetteten Derivat im Vergleich zum Basisinstrument keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen Risiken bzw. Chancen resultieren und diese an einer Börse gehandelt werden. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um sogenannte Credit Linked Notes über nominal 13.000 TEUR.
Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen
Die Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich aufgrund der Gründung der Agrarzentrum Jahrdorf GmbH.
Derivategeschäfte
Es wurden keine derivativen Instrumente eingesetzt.
II.5 Zusammenfassende Beurteilung des
Geschäftsverlaufs und der Lage
Die Geschäfte entwickelten sich nicht erwartungsgemäß. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Geschäft mit Kunden überwiegend aus der Region, stagnierte. Sowohl beim Kreditgeschäft als auch im Einlagengeschäft wurden die Erwartungen aus der Eckwertplanung nicht erreicht.
Die Ertragslage der Bank ist als gut zu bezeichnen und hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Die in der Vorperiode berichteten Prognosen wurden erreicht bzw. übertroffen. Gründe hierfür waren insbesondere die dargestellten Einflüsse aus dem deutlichen Zinsanstieg.
Die Vermögenslage ist gut. Durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung konnten die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr übererfüllt werden. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.
Finanzlage und Liquiditätsausstattung sind gut. Sie entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Die in der Vorperiode berichteten Prognosen wurden erreicht.
Insgesamt beurteilen wir die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr und zur ursprünglichen Planung als günstig, da trotz der verpassten Volumensziele die Ertragslage deutlich besser ausgefallen ist und somit auch zu einer deutlichen Verbesserung der Vermögens- und Finanzlage beigetragen hat.
III.1 Risikomanagementsystem
Die Ausgestaltung unseres Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategien, die hieraus abgeleiteten operativen Zielgrößen sowie die Risikotragfähigkeit der Bank. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken. Wir legen die für uns wesentlichen Risiken fest und entwickeln entsprechende Risikostrategien.
Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).
Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere Kapitalgrößen und -anforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals, wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.
Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen in einem adversen Szenario berücksichtigt.
Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.
Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.
Im Rahmen einer regelmäßigen Risikoberichterstattung werden Vorstand und Aufsichtsrat informiert.
Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagement-Aktivitäten werden durch die Interne Revision geprüft.
Die Steuerung unserer Risiken erfolgt insbesondere im Rahmen der ökonomischen Risikotragfähigkeit. Aus dem Risikodeckungspotenzial leiten wir unser Gesamtbankrisikolimit ab, welches wir in festgelegte Teilrisikolimite für die wesentlichen Risiken untergliedern.
Nachfolgend stellen wir die Risikotragfähigkeit zum Bilanzstichtag dar:
| Risikotragfähigkeit zum 31.12.2023 | Ökonomische Perspektive |
| (Werte in TEUR) | |
| Risikodeckungspotential | 302.830 |
| Gesamtbankrisikolimit | 215.000 |
| Marktpreisrisiko gesamt | 82.628 |
| Davon Zinsrisiko | 80.279 |
| Davon Aktienrisiko | 2.349 |
| Adressenausfallrisiken | 52.127 |
| Davon aus Kundenkreditgeschäft | 11.687 |
| Davon aus Eigenanlagen | 40.440 |
| Operationelles Risiko | 2.194 |
| Sonstige wesentliche Risiken | 11.989 |
| Risikopuffer | 54.000 |
| Anteil der Risiken am Gesamtbankrisikolimit in % | 69,27 |
| Anteil Risiken am Risikodeckungspotential in % | 49,18 |
Unser Stresstestkonzept umfasst die beiden Steuerungsperspektiven der Bank (ökonomische und normative Perspektive) und fokussiert hierbei jeweils die Adäquanz der Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank. Im Rahmen des Stresstestkonzeptes ermitteln wir regelmäßig und anlassbezogen die Auswirkungen von Stresstests, adversen Szenarien und Sensitivitätsanalysen. Die Reflexion und kritische Würdigung dieser Auswirkungen ist ein zentrales Element unseres Risikomanagements.
Im Folgenden erläutern wir das Risikomanagement unserer wesentlichen Risiken.
III.2 Marktpreisrisiken
Zinsänderungsrisiken
Die Zinsrisiken messen wir vierteljährlich mit dem Software Modul VR Control Zinsmanagement, wobei ein Konfidenzniveau von 99,9 % zur Anwendung kommt. Die gemessenen Risiken werden in einem Limitsystem dem entsprechenden Teilrisikolimit gegenübergestellt, dessen Überschreiten die Anwendung bestimmter Maßnahmen auslöst. Im Geschäftsjahr bewegte sich das Zinsrisiko innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Teilrisikolimits.
Zur Ermittlung der Auswirkungen von Zinsänderungen hat die Bank für die wesentlichen variablen Positionen Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte und Elastizitäten ermittelt. Neben der Risikoermittlung im Rahmen der Risikotragfähigkeit werden die Zinsrisiken auch im Kontext des Zinsrisikokoeffizienten sowie des barwertigen und periodischen Ausreißertests ermittelt.
Aufgrund des von uns eingegangenen Zinsänderungsrisikos ist ein Rückgang des Zinsbuchbarwertes nur bei steigenden Zinssätzen zu erwarten.
Sonstige Marktpreisrisiken
Daneben bestehen Risiken aus Fonds (Aktienrisiko).
Diese weiteren für uns wesentlichen Marktpreisrisiken werden mit folgenden Verfahren gemessen: Für Fondsrisiken verwenden wir die VaR-ex ante-Kennzahlen der Kapitalgesellschaften.
III.3 Adressenausfallrisiken
Forderungen an Kunden
Das Adressenausfallrisiko im Kundengeschäft messen wir mittels des Kreditportfoliomodells Kundengeschäft aus dem Software-Modul VR-Control KRM mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %.
Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertig ermittelter Credit Value at Risk (CVaR) ermittelt wird.
Die Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäfts erfolgt auf der Basis von Limitierungen. Unsere Auswertungen geben Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Sicherheiten, Risikoklassen und Größenklassen. Risikokonzentrationen bestehen in der Branche Grundstücks- und Wohnungswesen. Darüberhinaus ist das außergebietliche Kreditvolumen relativ hoch.
Risikovorsorge wird auf Basis der handelsrechtlichen Vorschriften gebildet.
Das Adressenausfallrisiko bewegte sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems.
Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage.
Eigenanlagen
Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen, Veröffentlichungen und Beobachtungen der Spreadentwicklungen der Emittenten zurück.
Die Messung der Adressrisiken bei den Eigenanlagen erfolgt durch das Kreditportfoliomodell für Eigengeschäfte, indem das zukünftige Verhalten definierter Risikoparameter auf Basis von Zufallszahlen in einer Monte-Carlo-Simulation abgebildet wird (Konfidenzniveau 99,9 %).
Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertig ermittelter Credit Value at Risk (CVaR) berechnet wird.
Diesen Risiken begegnen wir dadurch, dass wir keine Wertpapiere von Emittenten bzw. aus Emissionen erwarben, deren Rating von einer anerkannten Ratingagentur mit schlechter als "Investment Grade" beurteilt wurde. Das Ausfallrisiko inländischer und ausländischer Emittenten begrenzen wir durch ein System interner Strukturlimite und Einzellimite.
Das Adressenausfallrisiko bewegte sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems.
Für weitere Ausführungen zu den Eigenanlagen verweisen wir auf unsere Darstellungen im Abschnitt von Geschäftsverlauf und Lage.
Länderrisiken
Länderrisiken sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.
III.4 Liquiditätsrisiken
Da das Zahlungsunfähigkeitsrisiko aufgrund seiner Eigenart nicht sinnvoll mit Risikodeckungspotential begrenzt und somit nicht in die klassische Risikotragfähigkeit integriert werden kann, haben wir diesbezüglich einen weiteren Prozess (Liquiditätstragfähigkeit) in die Risikosteuerungs- und Controllingprozesse aufgenommen.
Die Überwachung der Liquiditätstragfähigkeit bzw. die Steuerung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt mit Hilfe entsprechender Liquiditätsablaufbilanzen (LAB), in welchen wir die szenariospezifischen Zahlungsmittelabflüsse den szenariospezifischen Zahlungsmittelzuflüssen an den jeweiligen Zahlungsmittelzeitpunkten gegenüberstellen. Sofern sich hieraus im Zeitverlauf ein kumulierter Zahlungsmittelbedarf entwickelt, prüfen wir, ob dieser mit dem jeweilig definierten Liquiditätsdeckungspotential (LDP) für einen zuvor definierten Zeitraum (Liquiditätshorizont bzw. Überlebenshorizont) im jeweiligen betrachteten Szenario abgedeckt werden kann. Der Überlebenshorizont von 12 Monaten wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.
Weiter wird zur frühzeitigen Erkennung eines Liquiditätsengpasses die LCR-Kennziffer gemessen und gesteuert. Zum Bilanzstichtag belief sich die Kennziffer auf 201,97 %. Im Geschäftsjahr bewegte sie sich zwischen 136,47 % und 236,95 % und lag somit stets über dem geforderten Mindestwert von 100%. Zusätzlich haben wir eine minimale Zielgröße in Höhe von 120 % definiert.
Darüber hinaus wird die Liquidität durch Fälligkeitslisten und Cashflow-Ermittlung überwacht.
Zur Sicherstellung der mittel- bis langfristigen strukturellen Liquidität beobachten wir regelmäßig die NSFR (Net Stable Funding Ratio). Damit beurteilen wir insbesondere die Abhängigkeit von kurzfristigen Refinanzierungen sowie unsere Stressresistenz insgesamt. Zum Bilanzstichtag lag die NSFR bei 130 % und damit über unserer internen Beobachtungsgrenze von 115 % und über der Mindestanforderung von 100 %.
Das Refinanzierungskostenrisiko berechnen wir regelmäßig auf Basis einer historischen Analyse der Veränderungen des Liquiditätsspreads unseres maßgeblichen Refinanzierungssatzes. Dabei kommt das 99,9 % Quantil der Stützstelle der Refinanzierungskurve zur Anwendung, welches der Duration unseres Zinsbuchs entspricht. Das ermittelte Refinanzierungskostenrisiko wird auf das Teilrisikolimit angerechnet.
Im Hinblick auf unsere Refinanzierungsquellen verweisen wir auf Abschnitt II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage. Das Refinanzierungskostenrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich eingestuft.
In liquiditätsmäßig engen Märkten sind wir nicht engagiert. Die Gefahr, dass mangels ausreichender Marktliquidität Verkäufe erschwert werden, schätzen wir als gering ein, da wir uns über die Zentralbank jederzeit refinanzieren können und nur Wertpapiere von namhaften Emittenten halten.
Eine Liquiditätsmanagementfunktion wurde mit dem Ziel der Liquiditätssteuerung eingerichtet, um in Phasen eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses einschließlich eines Stressfalls die Zahlungsfähigkeit zu sichern und eine Unterschreitung der bankaufsichtlichen LCR-Mindestquote zu verhindern. Zudem wurde für den Fall eines Liquiditätsengpasses ein Notfallplan festgelegt. Im Rahmen der Eigenanlagen- und Liquiditätsstrategie streuten wir die Positionen der Liquiditätsreserve über Laufzeiten und Emittenten, um ein hohes Maß an Liquidierbarkeit zu erreichen, damit wir jederzeit kurzfristig auf unerwartete Zahlungsstromschwankungen reagieren können.
III.5 Operationelle Risiken
Wesentliche identifizierte operationelle Risiken werden in einer Schadensfalldatenbank erfasst, analysiert und überwacht.
Die operationellen Risiken werden in ihrer Höhe auf Basis eines Self-Assessments abgeleitet und einem definierten Limit gegenübergestellt. Zudem werden auch Worst-Case-Annahmen im Rahmen von regelmäßigen Stresstests berücksichtigt.
Den operationellen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere Arbeitsanweisungen, die Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung, die laufende Optimierung der Arbeitsabläufe, Mitarbeiterschulungen, der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten, laufende Investitionen in neue DV-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale, Backup-Einrichtungen, Prüfung der Verfahren und Systeme durch die Interne Revision und Versicherungen (z.B. Diebstahl- und Betrugsrisiken). Zusätzlich hat unser Haus eine Notfallplanung erstellt.
Dem Rechtsrisiko begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare. Bei Rechtsstreitigkeiten nehmen wir juristische Hilfe in Anspruch.
Im Geschäftsjahr sind keine operationellen Risiken mit spürbarer Ertragsauswirkung eingetreten.
III.6 Weitere Risiken
Wir halten derzeit im Wesentlichen Verbundbeteiligungen. Die Beteiligungsrisiken beurteilen wir als wesentlich. Eine Risikomessung erfolgt mittels von der parcIT ermittelten Value-at-Risk (VaR) Kennziffern.
Das ermittelte Beteiligungsrisiko wird auf das Teilrisikolimit angerechnet.
Die Risiken aus unserem Immobilienportfolio messen wir mittels eines Pauschalbetrags von 20 % des Marktwertes und 20 % des Mietertrages.
Auch hier wird das ermittelte Immobilienrisiko auf das Teilrisikolimit angerechnet.
III.7 Gesamtbild der Risikolage
Zusammenfassend ist die Risikolage als geordnet einzustufen, da die Risikotragfähigkeit im Geschäftsjahr 2023 unter den definierten Risikoberechnungen gegeben war.
Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen haben wir im Jahr 2023 jederzeit eingehalten. Wir verweisen hierzu ergänzend auf unsere Ausführungen bei der Vermögenslage.
Nach derzeitigem Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit im Berichtszeitraum 2024 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögenssituation der Bank gegeben.
Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.
Die Prognosen, die sich auf die voraussichtliche Entwicklung der VR-Bank Passau eG für das nächste Geschäftsjahr 2024 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen und Planungsrechnungen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können.
Die Darstellung erwarteter Veränderungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren gegenüber dem entsprechenden Istwert des Berichtsjahres erfolgt auf Basis von Punktprognosen bzw. qualifiziert-komparativen Prognosen (Richtung und Intensität der Veränderung). Nachfolgend werden folgende Begriffe zur Darstellung der Entwicklungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren genutzt. Unsere Einstufungen sind wie folgt zu interpretieren:
- stark, erheblich sinken bzw. steigen: Abweichung größer - 15 % bzw. größer + 15 %
- geringfügig, leicht sinken bzw. steigen: Abweichung zwischen - /+ 5 % und - /+ 15 %
- konstant bleiben: Abweichung zwischen - 5 % und + 5 %
Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften
Die Ifo-Konjunkturprognose für Deutschland für das Geschäftsjahr 2024 zeichnet ein düsteres Bild: Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand, andauernde Streiks. Für 2024 wurde die Wachstumsprognose aktuell deutlich herabgesetzt. Man geht nur noch von einer Zunahme von 0,2 % des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts aus, im Dezember 2023 rechnete man noch mit 0,9 %. Die konjunkturelle Schwäche wird den Beschäftigungsaufbau verlangsamen und die Arbeitslosigkeit auf durchschnittlich 5,9 % steigen lassen. Bezüglich der Inflationsrate ist ein kontinuierlicher Rückgang von 5,9 % im vergangenen Jahr auf 2,3 % prognostiziert. Insbesondere die Gas- und Strompreise sollen für die Verbraucher günstiger werden.
Die ersten vom GVB veröffentlichten Zahlen zur Ergebnisvorschaurechnung 2024 der bayerischen Genossenschaftsbanken zeigen ein ähnliches Bild. Eine weiterhin verhaltene Kreditnachfrage und ein steigender Wettbewerbsdruck bei den Einlagen lässt die Zinsspanne sinken. Bei in etwa gleichbleibender Provisionsspanne und auch Betriebskosten wird im Durchschnitt mit einem gegenüber 2023 niedrigeren Ergebnis geplant.
Voraussichtlicher Geschäftsverlauf und voraussichtliche Lage
Unsere Eckwertplanung basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen:
In Erwartung einer stagnierenden konjunkturellen regionalen Wirtschaftsentwicklung gehen wir für das nächste Geschäftsjahr von einem moderaten Wachstum in Höhe von ca. 2 % im Kundenkreditgeschäft aus.
Aufgrund höherer Lohnabschlüsse und sinkender Energiepreise gehen wir im Einlagengeschäft von einem mäßigen Wachstum von 2 % aus.
Nach unserer Ergebnisvorschaurechnung für die Ertragslage ist auch im kommenden Jahr die Entwicklung der Zinsspanne von entscheidender Bedeutung. Wir rechnen auf der Grundlage unserer Zinsprognose mit einem gegenüber 2023 leicht fallendem Zinsüberschuss, der aber immer noch deutlich über der Prognose des GVB-Durchschnitts liegt. Der Wegfall der Verzinsung für die Mindestreserve und die nach wie vor inverse Zinskurve, wodurch vermehrt variable Positionen im Kreditgeschäft in niedrigere Festzinssätze umgeschichtet werden und ein zunehmender Wettbewerb um Einlagen stattfindet, begründen diesen Rückgang.
Das Provisionsergebnis wird durch rückläufige Vermittlungsprovisionen aus dem Kreditgeschäft konstant bleiben.
Die Personalaufwendungen werden nach unseren Planungen im nächsten Geschäftsjahr konstant bleiben. Bei den Sachaufwendungen rechnen wir, bedingt durch konsequentes Sachkostenmanagement, mit einer konstanten Entwicklung.
Beim Bewertungsergebnis rechnen wir insgesamt mit einem starkem Anstieg. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird neben der weiteren konjunkturellen Entwicklung auch erheblich durch die regionale Wirtschaftsentwicklung beeinflusst, daher gehen wir bei der Einzelrisikovorsorge für das Kreditgeschäft von einer konstanten Entwicklung aus. Bei unserem Wertpapierbestand planen wir aufgrund von Restlaufzeitenverkürzungen mit erheblich weniger Zuschreibungen.
Erwartete Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren
Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen und Annahmen erwarten wir für das nächste Geschäftsjahr die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf unsere bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Definition Abschnitt II.2):
- Das Betriebsergebnis vor Bewertung im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme wird gegenüber 2023 leicht fallen, aber immer noch über dem prognostizierten GVB-Durchschnitt liegen
- Die Cost Income Ratio wird in der Folge leicht steigen, sich aber immer noch in einem sehr guten Bereich bewegen
- Nach unseren Planungsrechnungen erwarten wir eine weitere Stärkung unserer Eigenmittel durch die voraussichtliche künftige Dotierung der Rücklagen und des Sonderpostens für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Die harte Kernkapitalquote wird geringfügig steigen. Somit liegt der Wert weiterhin deutlich über dem geforderten aufsichtsrechtlichen Mindestwert.
- Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) wird sich auf jetzigem Niveau stabilisieren und sich in einer Bandbreite von 175 % und 225 % bewegen. Die aufsichtsrechtlich erforderliche Untergrenze kann jederzeit ohne Probleme eingehalten werden.
Gesamtaussage
Insgesamt erwarten wir unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dass sich Geschäftsverlauf und Lage der VR-Bank Passau eG günstig entwickeln werden, da die Chancen aus dem höheren Zinsniveau die Risiken übersteigen. Die jederzeitige Einhaltung der Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität ist gewährleistet.
Die Risikotragfähigkeit der Bank wird gegeben sein.
Insgesamt gehen wir für das nächste Geschäftsjahr von einem konstanten Jahresüberschuss aus.
Risiken
Wesentliche Risiken für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage bestehen im kommenden Jahr bei einer Verschärfung geopolitischer Spannungen, denken wir nur an die hohe Unsicherheit durch den Krieg in der Ukraine sowie dem schwelenden Nahostkonflikt, die zu erhöhter Inflation führen können. Eine anhaltende Konjunkturschwäche birgt ebenso Risiken, die zu einem Anstieg von Ausfallwahrscheinlichkeiten, Insolvenzen und der Gefahr von Produktionsverlagerungen ins Ausland führen kann. Wesentliche Risiken können sich auch aus einer größeren und länger anhaltenden Korrektur der Immobilienpreise ergeben.
Chancen
Wesentliche Chancen für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage sowie den voraussichtlichen Geschäftsverlauf bestehen im nächsten Geschäftsjahr insbesondere, wenn sich die Wirtschaft deutlich besser entwickelt als prognostiziert. Dies kann zu einer positiveren Geschäftsentwicklung führen. Ein fallendes Zinsniveau könnte sich positiv auf die Kreditnachfrage auswirken. Diese kann auch durch zusätzliche Investitionen in Klimaschutz, Digitalisierung und PV-Anlagen gestärkt werden.
Wesentliche Chancen können sich zudem aus einer unerwartet guten Börsenentwicklung ergeben, die zu höheren Wertpapierumsätzen und Fondsvermittlungen als prognostiziert führen wird.
Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
| Passau, 18.04.2024 |
| VR-Bank Passau eG |
| Der Vorstand |
| gez. Knaus gez. Stocker gez. Eberle gez. Koller |
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.
Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.
Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.
Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband Bayern e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.
Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.
Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.
Mit der Vertreterversammlung 2024 scheiden Josef Federhofer, Franz Mautner, Heidi Niederhofer und Hans Waldbauer aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl ist zulässig und wird der Vertreterversammlung vorgeschlagen.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.
| Passau, | |||
| gez. Thomas Mayrhofer, Vorsitzender des Aufsichtsrates | |||
| (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
Jahresabschluss der Kreditinstitute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft
Bestandteile Jahresabschluss
1. Jahresabschluss (Formblatt 1)
2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform)
3. Anhang
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1.Barreserve | |||||
| a) Kassenbestand | 16.884.755,53 | 17.878 | |||
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 78.187.931,48 | 87.465 | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank | 78.187.931,48 | (87.465) | |||
| c) Guthaben bei Postgiroämtern | 0,00 | 95.072.687,01 | 0 | ||
| 2.Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind | |||||
| a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen | |||||
| sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen | 0,00 | 0 | |||
| darunter: bei der Deutschen | |||||
| Bundesbank refinanzierbar | 0,00 | (0) | |||
| b) Wechsel | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 3.Forderungen an Kreditinstitute | |||||
| a) täglich fällig | 102.299.142,33 | 38.571 | |||
| b) andere Forderungen | 47.846.870,07 | 150.146.012,40 | 31.322 | ||
| 4.Forderungen an Kunden | 1.609.323.292,70 | 1.599.669 | |||
| darunter: | |||||
| durch Grundpfandrechte gesichert | 895.049.336,29 | (881.819) | |||
| Kommunalkredite | 38.940.489,31 | (41.060) | |||
| Warenforderungen | 250.979,89 | (321) | |||
| 5.Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||||
| a) Geldmarktpapiere | |||||
| aa) von öffentlichen Emittenten | 0,00 | 0 | |||
| darunter: beleihbar bei der | |||||
| Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| ab) von anderen Emittenten | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| darunter: beleihbar bei der | |||||
| Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| b) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||||
| ba) von öffentlichen Emittenten | 116.024.646,98 | 123.024 | |||
| darunter: beleihbar bei der | |||||
| Deutschen Bundesbank | 116.024.646,98 | (123.024) | |||
| bb) von anderen Emittenten | 304.201.957,10 | 420.226.604,08 | 358.616 | ||
| darunter: beleihbar bei der | |||||
| Deutschen Bundesbank | 122.371.345,61 | (147.507) | |||
| c) eigene Schuldverschreibungen | 0,00 | 420.226.604,08 | 0 | ||
| Nennbetrag | 0,00 | (0) | |||
| 6.Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 6.507.883,92 | 8.936 | |||
| 6aa.Warenbestand | 652.158,38 | 785 | |||
| 7.Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | |||||
| a) Beteiligungen | 15.047.973,20 | 14.527 | |||
| darunter: an Kreditinstituten | 302.412,90 | (291) | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 6.058.560,00 | 21.106.533,20 | 6.049 | ||
| darunter: bei Kreditgenossenschaften | 6.000.050,00 | (6.000) | |||
| bei Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| bei Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| 8.Anteile an verbundenen Unternehmen | 80.564,59 | 56 | |||
| darunter: an Kreditinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| 9.Treuhandvermögen | 2.431.890,21 | 2.774 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 2.431.890,21 | (2.774) | |||
| 10.Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand | |||||
| einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch | 0,00 | 0 | |||
| 11.Immaterielle Anlagewerte | |||||
| a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 0 | |||
| b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und | |||||
| ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 14.995,09 | 30 | |||
| c) Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0 | |||
| d) Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 14.995,09 | 0 | ||
| 12.Sachanlagen | 10.970.624,50 | 11.905 | |||
| 13.Sonstige Vermögensgegenstände | 18.615.869,45 | 25.842 | |||
| 14.Rechnungsabgrenzungsposten | 170.788,04 | 211 | |||
| Summe der Aktiva | 2.335.319.903,57 | 2.327.660 | |||
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1.Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||||
| a) täglich fällig | 0,00 | 0 | |||
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 319.986.895,66 | 319.986.895,66 | 287.964 | ||
| 2.Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||||
| a) Spareinlagen | |||||
| aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist | |||||
| von drei Monaten | 250.831.769,26 | 303.680 | |||
| ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist | |||||
| von mehr als drei Monaten | 9.136.177,49 | 259.967.946,75 | 11.017 | ||
| b) andere Verbindlichkeiten | |||||
| ba) täglich fällig | 1.089.359.439,94 | 1.430.692 | |||
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder | |||||
| Kündigungsfrist | 371.704.494,58 | 1.461.063.934,52 | 1.721.031.881,27 | 23.402 | |
| 2a.Verpflichtungen aus Warengeschäften und | |||||
| aufgenommenen Warenkrediten | 24.087,35 | 86 | |||
| 3.Verbriefte Verbindlichkeiten | |||||
| a) begebene Schuldverschreibungen | 0,00 | 0 | |||
| b) andere verbriefte Verbindlichkeiten | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| darunter: Geldmarktpapiere | 0,00 | (0) | |||
| eigene Akzepte und Solawechsel | |||||
| im Umlauf | 0,00 | (0) | |||
| 4.Treuhandverbindlichkeiten | 2.431.890,21 | 2.774 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 2.431.890,21 | (2.774) | |||
| 5.Sonstige Verbindlichkeiten | 1.671.508,16 | 1.046 | |||
| 6.Rechnungsabgrenzungsposten | 932.135,60 | 923 | |||
| 7.Rückstellungen | |||||
| a) Rückstellungen für Pensionen und | |||||
| ähnliche Verpflichtungen | 13.439.770,00 | 12.796 | |||
| b) Steuerrückstellungen | 1.430.069,11 | 0 | |||
| c) andere Rückstellungen | 9.220.855,16 | 24.090.694,27 | 8.204 | ||
| 8....................................... | 0,00 | 0 | |||
| 9.Nachrangige Verbindlichkeiten | 0,00 | 0 | |||
| 10.Genussrechtskapital | 0,00 | 0 | |||
| darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig | 0,00 | (0) | |||
| 11.Fonds für allgemeine Bankrisiken | 82.500.000,00 | 69.000 | |||
| darunter: Sonderposten n. § 340e Abs. 4 HGB | 0,00 | (0) | |||
| 12.Eigenkapital | |||||
| a) Gezeichnetes Kapital | 11.273.600,00 | 11.496 | |||
| b) Kapitalrücklage | 0,00 | 0 | |||
| c) Ergebnisrücklagen | |||||
| ca) gesetzliche Rücklage | 41.500.000,00 | 38.830 | |||
| cb) andere Ergebnisrücklagen | 127.000.000,00 | 123.700 | |||
| cc) | 0,00 | 168.500.000,00 | 0 | ||
| d) Bilanzgewinn | 2.877.211,05 | 182.650.811,05 | 2.050 | ||
| Summe der Passiva | 2.335.319.903,57 | 2.327.660 | |||
| 1.Eventualverbindlichkeiten | |||||
| a) Eventualverbindlichkeiten aus weiter- | |||||
| gegebenen abgerechneten Wechseln | 0,00 | 0 | |||
| b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und | |||||
| Gewährleistungsverträgen | 25.423.176,89 | 38.753 | |||
| c) Haftung aus der Bestellung von Sicher- | |||||
| heiten für fremde Verbindlichkeiten | 0,00 | 25.423.176,89 | 0 | ||
| 2.Andere Verpflichtungen | |||||
| a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten | |||||
| Pensionsgeschäften | 0,00 | 0 | |||
| b) Platzierungs- und | |||||
| Übernahmeverpflichtungen | 0,00 | 0 | |||
| c) Unwiderrufliche Kreditzusagen | 95.137.293,18 | 95.137.293,18 | 138.504 | ||
| darunter: Lieferverpflichtungen aus | |||||
| zinsbezogenen Termingeschäften | 0,00 | (0) | |||
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1.Zinserträge aus | |||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 51.261.817,85 | 32.770 | |||
| darunter: aus Abzinsung von Rückstellungen | 10.509,17 | (0) | |||
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 6.668.499,57 | 57.930.317,42 | 6.880 | ||
| 2.Zinsaufwendungen | -9.481.343,34 | 48.448.974,08 | -3.076 | ||
| darunter: aus Aufzinsung von Rückstellungen | 0,00 | (-7) | |||
| 3.Laufende Erträge aus | |||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 286.028,56 | 141 | |||
| b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 580.724,43 | 817 | |||
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 866.752,99 | 0 | ||
| 4.Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- | |||||
| oder Teilgewinnabführungsverträgen | 414.350,54 | 692 | |||
| 5.Provisionserträge | 17.016.722,92 | 15.880 | |||
| 6.Provisionsaufwendungen | -1.404.788,36 | 15.611.934,56 | -1.695 | ||
| 7.Nettoertrag des Handelsbestands | 0,00 | 0 | |||
| 7a.Rohergebnis aus Warenverkehr und Nebenbetrieben | 724.485,40 | 973 | |||
| 8.Sonstige betriebliche Erträge | 1.963.125,42 | 1.003 | |||
| darunter: aus der Abzinsung von Rückstellungen | 40.842,00 | (10) | |||
| 9............................ | 0,00 | 0 | |||
| 10.Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||||
| a) Personalaufwand | |||||
| aa) Löhne und Gehälter | -16.215.752,39 | -15.843 | |||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für | |||||
| Altersversorgung und für Unterstützung | -5.574.643,99 | -21.790.396,38 | -4.370 | ||
| darunter: für Altersversorgung | -2.500.751,18 | (-1.345) | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | -9.833.444,44 | -31.623.840,82 | -8.839 | ||
| 11.Abschreibungen und Wertberichtigungen auf | |||||
| immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | -1.474.920,47 | -1.033 | |||
| 12.Sonstige betriebliche Aufwendungen | -792.552,13 | -696 | |||
| darunter: aus der Aufzinsung von Rückstellungen | -194.824,00 | (-348) | |||
| 13.Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen | |||||
| und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu | |||||
| Rückstellungen im Kreditgeschäft | -4.894.885,59 | -14.874 | |||
| 14.Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und | |||||
| bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung | |||||
| von Rückstellungen im Kreditgeschäft | 0,00 | -4.894.885,59 | 0 | ||
| 15.Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf | |||||
| Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen | |||||
| und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | -374.354,05 | -1.654 | |||
| 16.Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen | |||||
| an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen | |||||
| behandelten Wertpapieren | 0,00 | -374.354,05 | 0 | ||
| 17.Aufwendungen aus Verlustübernahme | 0,00 | 0 | |||
| 18............................ | 0,00 | 0 | |||
| 19.Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 28.869.069,93 | 7.076 | |||
| 20.Außerordentliche Erträge | 0,00 | 0 | |||
| 21.Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | 0 | |||
| 22.Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | (0) | |||
| 23.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -8.236.993,75 | -4.357 | |||
| 24.Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen | 66.228,01 | -8.170.765,74 | -72 | ||
| 24a.Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken | -13.500.000,00 | 0 | |||
| 25.Jahresüberschuss | 7.198.304,19 | 2.647 | |||
| 26.Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 8.906,86 | 3 | |||
| 7.207.211,05 | 2.650 | ||||
| 27.Entnahmen aus Ergebnisrücklagen | |||||
| a) aus der gesetzlichen Rücklage | 0,00 | 0 | |||
| b) aus anderen Ergebnisrücklagen | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 7.207.211,05 | 2.650 | ||||
| 28.Einstellungen in Ergebnisrücklagen | |||||
| a) in die gesetzliche Rücklage | -1.960.000,00 | -300 | |||
| b) in andere Ergebnisrücklagen | -2.370.000,00 | -4.330.000,00 | -300 | ||
| 29.Bilanzgewinn | 2.877.211,05 | 2.050 | |||
Die VR-Bank Passau eG, Passau, ist beim Amtsgericht Passau unter der Genossenschaftsregister-Nummer 921 eingetragen.
Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.
Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.
Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).
Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Einzelnen folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:
Barreserve
Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden mit den Anschaffungskosten oder mit dem Nennwert ausgewiesen. Unterschiedsbeträge zwischen Auszahlungsbetrag und höherem Nennwert wurden - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten bzw. Unterschiedsbeträge zwischen höherem Auszahlungsbetrag und dem Nennwert in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und zeitanteilig aufgelöst.
Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigem Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.
Die in den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe abgedeckt.
Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft werden Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Dies betrifft alle nicht akut ausfallgefährdeten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie die nach §§ 26, 27 RechkredV unter der Bilanz auszuweisenden Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen). Die ermittelten Teilbeträge für die Pauschalwertberichtigung werden von den Aktivposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden abgesetzt. Die Teilbeträge für das außerbilanzielle Geschäft werden unter den anderen Rückstellungen passiviert und entsprechend von den Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie den unwiderruflichen Kreditzusagen abgesetzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung erfolgt auf Grundlage des im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlusts über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (Bewertungsvereinfachungsverfahren). Der erwartete Verlust wird unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt ermittelt.
Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges haben wir ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB gebildet.
Wertpapiere
Die wie Umlaufvermögen behandelten Wertpapiere (Liquiditätsreserve) wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.
Im Geschäftsjahr erfolgten Umwidmungen von der Liquiditätsreserve in das Anlagevermögen. Aufgrund der bestehenden Dauerbesitzabsicht wurden die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere teilweise nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.
Bei den wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden im Geschäftsjahr Anschaffungskosten über pari durch anteilige Abschreibungen des Agios an den niedrigeren Einlösungskurs angepasst.
Der Ansatz der Wertpapiere erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Als Wertmaßstab im Rahmen der Folgebewertung wird auf den Börsenpreis oder einen ggf. bestehenden Marktpreis zurückgegriffen. Besteht kein aktiver (liquider) Markt oder kann ein Börsen- oder Marktpreis aus anderen Gründen nicht festgestellt werden, wird der beizulegende Zeitwert mittels Barwertberechnung (Discounted Cashflow-Verfahren) ermittelt.
Strukturierte Finanzinstrumente
Strukturierte Finanzinstrumente werden als einheitlicher Vermögensgegenstand gemäß den Voraussetzungen des IDW RS HFA 22 bilanziert.
Warenbestand
Bei der Bewertung des Warenbestandes wurde der Grundsatz der verlustfreien Bewertung beachtet.
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu fortgeführten Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert.
Treuhandvermögen
Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren.
Soweit hierbei Bandbreiten bestehen, wählen wir in der Regel die kürzest zulässige Nutzungsdauer.
Außerplanmäßige Abschreibungen wurden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sofern die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung früherer Jahre nicht mehr bestehen, erfolgen entsprechende Zuschreibungen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 EUR wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über 250 EUR, aber nicht über 800 EUR lagen.
Sonstige Vermögensgegenstände
Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.
Latente Steuern
Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.
Der Überhang an aktiven Steuerlatenzen resultiert überwiegend aus den Positionen Forderungen an Kunden, Wertpapiere und Rückstellungen.
Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.
Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 29 % zugrunde gelegt.
Verbindlichkeiten
Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum jeweiligen Erfüllungsbetrag.
Treuhandverbindlichkeiten
Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.
Rückstellungen
Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen bzw. drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.
Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Die Verpflichtungen aus Anwartschaften auf Pensionen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Die Berechnung der Rückstellung aus Altersteilzeit erfolgte nach dem Barwertverfahren.
Es wurden langfristige Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2 %, ein Anwartschaftstrend in Höhe von 2 % und zusätzlich ein Rententrend in Höhe von 2 % zugrunde gelegt. Zur Berücksichtigung des erhöhten Anpassungsbedarfs aufgrund aufgelaufener Inflationseffekte wurden die laufenden Leistungen mit Anpassung auf Basis des Dezember-Index per 01.01.2024 im Rahmen einer Schätzung um 4 % erhöht.
Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte mit einem Rechnungszinssatz in Höhe 1,69 % gemäß IDW RS HFA 30 (Rz 57) abhängig von der durchschnittlichen Restlaufzeit des Personenbestandes. Hierbei wurde der letzte von der Bundesbank veröffentlichte Zinssatz auf Basis des aktuellen Zinsniveaus und des für die Ermittlung des Rechnungszinses vorgeschriebenen Verfahrens bis zum Bilanzstichtag fortentwickelt. Im Vergleich zu einer Abzinsung mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 80.184 EUR. Unter Restlaufzeit ist bei Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen nicht die voraussichtliche Dauer bis zur vollständigen Abwicklung, sondern die Duration im Sinne eines versicherungsmathematischen Schwerpunkts aller künftigen Zahlungen an den Versicherungsberechtigten zu verstehen.
Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden analog zum Ab-/Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.
In Verbindung mit der Auslagerung von Pensionsrückstellungen in den vergangenen Jahren auf einen Pensionsfonds ergab sich aufgrund der Vermögensentwicklung des Pensionsfonds eine mittelbare Verpflichtung in Höhe von 990.074 EUR, die in Ausübung des Passivierungswahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht angesetzt wurde.
Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige, über den Basiszins hinausgehende Vorteile für Einlagen, wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.
Im übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.
Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs
Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebene positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert.
Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren, Postenentgelte und Kartenentgelte, sofern die jeweilige Karte Bestandteil des Kontomodells ist, angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskoten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussitlih noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt.
Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.
Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.
Vermerke unter dem Bilanzstrich
Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit übernehmen wir regelmäßig Bürgschaften.
Dabei ist es für uns erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen nicht vertragsgemäß erfüllt. Der Umfang der übernommenen Verpflichtungen ist aus den Angaben unter dem Bilanzstrich ersichtlich.
Von den unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 95.137.293 TEUR betreffen 95.137.293 TEUR Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken.
Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können.
Die Kreditzusagen werden mit dem Nominalbetrag gezeigt. Im Falle der Passivierung einer Rückstellung für noch nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusagen oder Eventualverbindlichkeiten wird der jeweilige Posten unter dem Strich in Höhe des zurückgestellten Betrags gekürzt.
Die widerruflichen und unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt.
Im Rahmen des Risikomanagementprozesses wird vor dem verbindlichen Eingehen sowie während der Laufzeit einer Verpflichtung das Risiko aus der Inanspruchnahme für Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen eingeschätzt. Dabei ist im Wesentlichen die Bonität des Auftraggebers bzw. Kreditnehmers sowie bei Credit Linked Notes die Bonität des Referenzschuldners ausschlaggebend. Im Falle der Verschlechterung der Bonität, die den Ausgleich der Inanspruchnahme ganz oder teilweise nicht mehr erwarten lässt, werden Rückstellungen gebildet. Den latenten Risiken der Positionen unter dem Bilanzstrich wurde durch die Bildung von Pauschalrückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen.
Zinserträge/Zinsaufwendungen
Negative Zinsen aus Passivgeschäften werden im Zinsaufwand erfasst (Reduktion des Zinsaufwands).
Währungsumrechnung
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.
Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.
(volle EUR)
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01. | Zugänge | Umbuchungen
(+/-) |
a) Abgänge
b) Zuschüsse |
Anschaffungs-/
Herstellungskosten
am Bilanzstichtag |
Buchwerte am
Bilanzstichtag |
|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle
Anlagewerte |
195.428 | 0 | 0 | a) 1
b) 0 |
195.427 | 14.995 |
| Sachanlagen | ||||||
| a) Grundstücke | 27.093.484 | 137.050 | -36.264 | a) 911.691
|
26.282.579 | 8.967.602 |
| und Gebäude | b) 0 | |||||
| b) Betriebs- und
Geschäftsaus- stattung |
9.382.137 | 488.065 | 36.264 | a) 1.067.429
b) 0 |
8.839.037 | 2.003.022 |
| a | 36.671.049 | 625.115 | 0 | a) 1.979.121
b) 0 |
35.317.043 | 10.985.619 |
| Buchwerte | |
| Vorjahr | |
| EUR | |
| Immaterielle
Anlagewerte |
29.856 |
| Sachanlagen | |
| a) Grundstücke | 9.697.326 |
| und Gebäude | |
| b) Betriebs- und
Geschäftsaus- stattung |
2.207.415 |
| a | 11.934.597 |
| Abschreibungen (kumuliert) 01.01. | Änderung der
kumulierten
Abschreibungen aufgrund Zugängen (ohne Abschreibungen Geschäftsjahr) (+) |
Änderung der
kumulierten
Abschreibungen aufgrund Abgängen (-) |
Änderung der
kumulierten
Abschreibungen aufgrund Umbuchungen (+/-) |
Abschreibungen Geschäftsjahr | Zuschreibungen Geschäftsjahr | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle
Anlagewerte |
165.572 | 0 | 0 | 0 | 14.860 | 0 |
| Sachanlagen | ||||||
| a) Grundstücke | 17.396.158 | 0 | 858.213 | 0 | 777.032 | 0 |
| und Gebäude | ||||||
| b) Betriebs- und
Geschäftsaus- stattung |
7.174.722 | 0 | 1.021.735 | 0 | 683.028 | 0 |
| a | 24.736.452 | 0 | 1.879.948 | 0 | 1.474.920 | 0 |
| Abschreibungen (kumuliert) | |
| am Bilanzstichtag | |
| EUR | |
| Immaterielle
Anlagewerte |
180.432 |
| Sachanlagen | |
| a) Grundstücke | 17.314.977 |
| und Gebäude | |
| b) Betriebs- und
Geschäftsaus- stattung |
6.836.015 |
| a | 24.331.424 |
| Anschaffungskosten 01.01. | Veränderungen (saldiert) | Buchwerte am Bilanzstichtag | |
| EUR | EUR | EUR | |
| Wertpapiere des
Anlagever- mögens |
276.399.645 | -14.609.286 | 261.790.359 |
| Beteiligungen
und Geschäfts- guthaben bei Genossen- schaften |
20.587.760 | 518.773 | 21.106.533 |
| Anteile an
verbundenen Unternehmen |
55.565 | 25.000 | 80.565 |
| b | 297.042.970 | -14.065.513 | 282.977.457 |
| Summe a und b | 333.714.019 | 293.963.076 |
I. Bilanz
In den Forderungen an Kreditinstitute sind 127.132.395 EUR Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
| bis drei Monate | mehr als drei Mo-
nate bis ein Jahr |
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | mehr als fünf Jahre | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b)(ohne Bausparguthaben) | 57.728 | 0 | 0 | 46.986.059 |
| Forderungen an Kunden (A 4) | 75.161.044 | 127.391.089 | 432.150.103 | 938.760.508 |
In den Forderungen an Kunden sind 35.860.549 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.
Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.
Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr 50.152.396 EUR fällig.
In den Forderungen, Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
|
Forderungen an
Beteiligungsunternehmen |
||
| Geschäftsjahr | Vorjahr | |
| EUR | EUR | |
| Forderungen an Kreditinstitute (A 3) | 128.083.354 | 47.834.067 |
| Forderungen an Kunden (A 4) | 1.707.166 | 1.878.227 |
| Schuldverschreibungen u. andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | 48.593.599 | 32.275.979 |
|
Forderungen an verbundene
Unternehmen |
||
| Geschäftsjahr | Vorjahr | |
| EUR | EUR | |
| Forderungen an Kunden (A 4) | 104.740 | 128.740 |
Die Genossenschaft besitzt folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen, mit denen ein Konzernverhältnis besteht:
| Name und Sitz | Anteil am Gesell- | Eigenkapital der Gesellschaft | Ergebnis des letzten vor- | ||
| schaftskapital | liegenden Jahresabschlusses | ||||
| % | Jahr | EUR | Jahr | EUR | |
| a) VR-Immobilien- u. Versicherungsdienst GmbH, Passau | 100,00 | 2023 | 55.564 | 2023 | 0 |
| b) Agrarzentrum Jahrdorf GmbH | 100,00 | 2023 | 25.000 | 2023 | -2.327 |
Mit dem unter Buchstabe a genannten Unternehmen besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 290 Abs. 5 HGB i.V.m. § 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.
Daneben besitzt die Genossenschaft folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen, die nicht von untergeordneter Bedeutung sind:
| Name und Sitz | Anteil am Gesell- | Eigenkapital der Gesellschaft | Ergebnis des letzten vor- | ||
| schaftskapital | liegenden Jahresabschlusses | ||||
| % | Jahr | EUR | Jahr | EUR | |
| Beteiligungs-AG der bayerischen Volksbanken, Pöcking | 1,57 | 2023 | 233.358.835 | 2023 | 8.644.248 |
| Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries | 0,57 | 2023 | 866.826.746 | 2023 | 39.198.891 |
| DZ BANK AG, Frankfurt am Main | |||||
| Einzelabschluss | 0,00 | 2023 | 10.638.000.000 | 2023 | 380.000.000 |
Weitere Beteiligungen wurden aufgrund der untergeordneten Bedeutung gem. § 286 Abs. 3 HGB nicht angegeben.
Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, die 5% der Stimmrechte überschreiten, bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt: Raiffeisen-Handels-GmbH Ostbayern, Rotthalmünster
In folgenden Posten sind enthalten:
| börsenfähig | börsennotiert | nicht börsennotiert | nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | 420.226.604 | 402.488.105 | 17.738.499 | 199.658.863 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) | 6.487.661 | 0 | 6.487.661 | 0 |
| Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (A 7) | 2.719 | 2.719 | 0 |
In der Wertpapieraufstellung sind die nicht mit dem Niederstwert bewerteten börsenfähigen Wertpapiere gesondert gekennzeichnet. Die Abgrenzung erfolgte nach längeren Laufzeiten und Wertpapierarten.
Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (der Buchwert wird im Folgenden mit Stückzinsen dargestellt):
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 199.658.863 EUR haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 175.629.002 EUR.
Auf Teile der im Anlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere (gemildertes Niederstwertprinzip) wurden außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB nicht vorgenommen. Die Wertminderung bei diesen Anlagen wird von uns als voraussichtlich nicht dauerhaft beurteilt, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistung bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind. Die Wertminderungen sind ausschließlich zinsinduziert.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Treuhandkredite betreffen ausschließlich Treuhandkredite.
| In den Sachanlagen sind enthalten: | EUR | |
| - Im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten | 6.531.007 | |
| - Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.003.022 |
Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
| EUR | |
| Allianz Versicherungs AG, UBR-Versicherung | 4.841.114 |
| R+V Lebensversicherung AG, Rückdeckungsversicherung | 3.377.859 |
| Allianz Versicherungs AG, UBR-Versicherung | 3.278.220 |
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind 1.598 EUR Disagiobeträge aus aufgenommenen Verbindlichkeiten (Vorjahr: 2.078 EUR) enthalten.
In folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
| Posten - Unterposten | Geschäftsjahr EUR | Vorjahr EUR |
| A 5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 9.044.194 | 3.887.006 |
In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 535.932 EUR enthalten.
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 319.986.896 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
| bis drei Monate | mehr als drei Mo- | mehr als ein Jahr | mehr als fünf | |
| nate bis ein Jahr | bis fünf Jahre | Jahre | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) |
17.802.797 | 22.723.867 | 111.576.259 | 167.883.973 |
| Spareinlagen mit
vereinbarter Kündigungsfrist
von mehr als drei Monaten (P 2ab) |
27.336 | 8.582.623 | 526.218 | 0 |
| Andere Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) |
189.971.794 | 123.099.006 | 57.287.972 | 1.345.723 |
Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von 810.093 EUR (Vorjahr: 794.261 EUR) enthalten.
Weiter sind im passiven Rechnungsabgrenzungsposten im Voraus vereinnahmte Mieten in Höhe von 122.043 EUR enthalten.
In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||
| Beteiligungsunternehmen | ||
| Geschäftsjahr | Vorjahr | |
| EUR | EUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) | 319.986.896 | 287.963.720 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) | 141.405 | 193.133 |
| Verbindlichkeiten aus Warengeschäften (P 2a) | 0 | 30.956 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||
| verbundenen Unternehmen | ||
| Geschäftsjahr | Vorjahr | |
| EUR | EUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 439.097 | 694.949 |
Die unter dem Passivposten Gezeichnetes Kapital ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
| Geschäftsguthaben | EUR | ||
| a) der verbleibenden Mitglieder | 10.934.650 | ||
| b) der ausscheidenden Mitglieder | 338.300 | ||
| c) aus gekündigten Geschäftsanteilen | 650 | ||
| Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile | EUR | 0 |
Die Ergebnisrücklagen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| Gesetzliche Rücklage | Andere Rücklagen | ||
| EUR | EUR | ||
| Stand 1. Januar 2023 | 38.830.000 | 123.700.000 | |
| Einstellungen | |||
| - aus Bilanzgewinn des Vorjahres | 710.000 | 930.000 | |
| - aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres | 1.960.000 | 2.370.000 | |
| Stand 31. Dezember 2023 | 41.500.000 | 127.000.000 |
Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss unter Einbeziehung eines Gewinnvortrags sowie der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vorwegzuweisungen in die gesetzlichen Rücklagen (1.960.000,00 EUR) und die anderen Ergebnisrücklagen ( 2.370.000,00 EUR) wie folgt zu verwenden:
| EUR | |
| Ausschüttung einer Dividende auf Geschäftsguthaben von 4,000 % | 449.741,98 |
| Zuweisung zu den gesetzlichen Rücklagen | 1.020.000,00 |
| Zuweisung zu den anderen Ergebnisrücklagen | 1.400.000,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 7.469,07 |
| Insgesamt | 2.877.211,05 |
In Bezug auf die Gesamttätigkeit der Bank
- sind die folgenden Anderen Verpflichtungen (Vermerkposten 2 unter dem Bilanzstrich) von wesentlicher Bedeutung:
| Art der Verbindlichkeit | EUR |
| offene unwiderrufliche Kreditzusagen gegen sieben Kreditnehmern | 29.145.996 |
In den Schulden und Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 7.317.203 EUR enthalten.
Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag liegt bei 80.184 EUR. Es sind ausreichend frei verfügbare Rücklagen vorhanden.
Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
| Passivposten | Zur Sicherheit übertragene | Gesamtbetrag |
| Vermögensgegenstände | in EUR | |
| 1b. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | Abtretung von Forderungen bzw. Sicherheiten | 295.270.568 |
II. Gewinn- und Verlustrechnung
Im Zinsergebnis sind keine wesentlichen negativen Zinsen enthalten.
Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, die für die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind, resultieren insbesondere aus der Vermittlung von Krediten, Bausparverträgen, Versicherungsverträgen sowie Fondsanlagen und -sparplänen.
Wichtige Einzelbeträge, die für die Beurteilung des Jahresabschlusses bzw. der Ertragslage nicht unwesentlich sind, sind enthalten in den Posten:
| Sonstige betriebliche Erträge | EUR |
| Erträge aus dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden | 727.906 |
In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende außerordentliche bzw. periodenfremde Erträge enthalten:
| EUR | |
| Erträge aus dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden | 727.906 |
Pfandbriefe
Zusatzangaben nach § 35 RechKredV
Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands auf 1.309.712,68 EUR, des Aufsichtsrats auf 96.787 EUR und der früheren Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene auf 1.616.626,92 EUR.
Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von 10.596.692 EUR.
Am Bilanzstichtag betrugen die gewährten Vorschüsse und Kredite sowie die eingegangenen Haftungsverhältnisse für
| EUR | |
| Mitglieder des Vorstands | 218.690 |
| Mitglieder des Aufsichtsrats | 1.424.690 |
Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von 5.042.732 EUR.
Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.
Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.
Die Zahl der im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
| Vollzeitbeschäftigte | Teilzeitbeschäftigte | ||
| Kaufmännische Mitarbeiter | 177,50 | 120,50 | |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 6,50 | 33,50 | |
| 184,00 | 154,00 |
Außerdem wurden durchschnittlich 23,25 Auszubildende beschäftigt.
| Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr | Anzahl der | Anzahl der Ge- | |
| Mitglieder | schäftsanteile | ||
| Anfang 2023 | 31.386 | 224.308 | |
| Zugang 2023 | 559 | 1.299 | |
| Abgang 2023 | 956 | 6.914 | |
| Ende 2023 | 30.989 | 218.693 |
| Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um | EUR | 280.750 | |
| Höhe des Geschäftsanteils EUR 50 | Höhe der Haftsumme | EUR | 0 |
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres ist folgender Vorgang von besonderer Bedeutung eingetreten (Nachtragsbericht): Aus strategischen Gründen haben wir das Warengeschäft zum 01.01.2024 in die neu gegründete Agrarzentrum Jahrdorf GmbH ausgelagert. Die dadurch erwarteten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind von untergeordneter Bedeutung.
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:
Genossenschaftsverband Bayern e.V.
Türkenstraße 22 - 24
80333 München
Von den gesetzlichen Vertretern und anderen Mitarbeitern werden folgende Mandate in Aufsichtsgremien großer Kapitalgesellschaften wahrgenommen:
| Gesetzlicher Vetreter / Mitarbeiter | Gremium | Kapitalgesellschaft |
| Otmar Knaus | Aufsichtsrat | Raiffeisen-Handels-GmbH Ostbayern, Rotthalmünster |
| Mitglieder des Vorstands: | |
| Manfred Asenbauer (Vorsitzender bis 31.12.2023), Ressorts Finanz- und Rechnungswesen, Personalmanagement, Controlling, Öffentlichkeitsarbeit | |
| Christian Stocker (stelllv. Vorsitzender ab 01.01.2024), Ressorts Qualitätsmanagement, Organisation, Innenrevision, Rechtsmanagement, Beauftragtenwesen | |
| Josef Eberle, Ressorts Privatkunden- und Wertpapiergeschäft, Versicherungsdienst, Warengeschäft | |
| Otmar Knaus (Vorsitzender ab 01.01.2024), Ressorts Firmenkundenbetreuung, Immobilienfinanzierung, Treasury, Prozess- u. Projektmanagement | |
| Angelika Koller (ab 01.01.2024), Ressorts Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Organisation, Beauftragtenwesen, Nachhaltigkeit |
| Mitglieder des Aufsichtsrats: | |
| Thomas Mayrhofer (Vorsitzender) - Kaufmann und Geschäftsführer der Holz Mayrhofer GmbH | |
| Dr. Chrysant Fischer (Stv. Vorsitzender) - selbständiger Rechtsanwalt | |
| Josef Jodlbauer - selbständiger Landwirt (bis 27.06.2023) | |
| Thomas Fuchs - Gymnasiallehrer - Regierung von Niederbayern | |
| Gerhard Bachl - kaufmännischer Angestellter - Neue Presse Verlags-GmbH | |
| Alois Duschl - selbständiger Zimmerermeister | |
| Georg Küblböck - selbständiger Landwirt | |
| Adelheid Niederhofer - Gesellschafterin der Fensterfabrik W. Niederhofer GmbH | |
| Josef Federhofer - Bürgermeister a.D. | |
| Christian Kelbel - selbständiger Steuerberater | |
| Franz Mautner - selbständiger Landwirt | |
| Johann Waldbauer - selbständiger Gast- und Landwirt | |
| Franz Wimmer - selbständiger Fuhrunternehmer (ab 28.06.2023) |
Passau, 12. März 2024
| gez. Knaus gez. Stocker gez.Eberle gez. Koller |
An die VR-Bank Passau eG, Passau
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der VR-Bank Passau eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1. Bewertung Kundenforderungen
2. Verlustfreie Bewertung des Bankbuchs
Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
a) Sachverhalt und Problemstellung
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
c) Verweis auf weitergehende Informationen
Bewertung Kundenforderungen
a) Sachverhalt und Problemstellung
Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 1.609 Mio. EUR. Dies entspricht 68,9 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 95 Mio. EUR sowie Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen in Höhe von 25 Mio. EUR.
Innerhalb des Postens bestehen Konzentrationen im Bereich Grundstücks- und Wohnungswesen. Darüber hinaus ist das außergebietliche Kreditvolumen relativ hoch.
Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft ab.
Des Weiteren haben wir umfangreiche analytische Prüfungshandlungen bzw. Datenanalysen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Bank in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden u.a. Auswertungen zur Datenqualität bei den Ratings, zu Forbearance-Maßnahmen sowie allgemeinen Auffälligkeiten (z.B. bei den Sicherheiten oder den Konditionen) durchgeführt.
Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. Bei der Auswahl haben wir insbesondere Kreditengagements berücksichtigt, die von der Preisentwicklung (z.B. Energie) und dem damit veränderten Konsumverhalten betroffen sind.
c) Verweis auf weitergehende Informationen
Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten.
Darüber hinaus enthält der Lagebericht Ausführungen zu den Kreditstrukturen und Verfahren der Risikoerkennung.
Verlustfreie Bewertung des Bankbuchs
a) Sachverhalt und Problemstellung
Mit den Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden, den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren auf der Aktivseite (insgesamt 2.186 Mio. EUR bzw. 93,6 % der Bilanzsumme) und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Kunden auf der Passivseite (insgesamt 2.041 Mio. EUR bzw. 87,4 % der Bilanzsumme) gehören wesentliche Teile der Bilanz zu den Finanzinstrumenten des Bankbuchs der Genossenschaft.
Die Finanzinstrumente des Bankbuchs sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. von der Genossenschaft verlustfrei zu bewerten. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und vom Differenzbetrag die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Drohverlustrückstellung) zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Drohverlustrückstellung zu bilden.
Der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen einschließlich der zugrundeliegenden Annahmen und Parameter sind in einem hohen Ausmaß ermessensbehaftet. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher waren diese Sachverhalte für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung sowie aus unserer Sicht für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung.
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Im Rahmen unserer Prüfung der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Bankbuchs auseinandergesetzt. Schwerpunkt war die Würdigung der Annahmen zur Schätzung der direkt aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs resultierenden Provisionserträge, der zugrundeliegenden Kostenannahmen, insbesondere im Bereich der Verwaltungskosten, der Standard-Risikokosten im Eigen- und Kundengeschäft. Des Weiteren haben wir die zutreffende Ableitung der laufzeitadäquaten Zinssätze aus Marktdaten nachvollzogen und haben uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Steuerungsinstrumente und Parameter zur internen Risikosteuerung überzeugt.
Das Berechnungsschema der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter einschließlich der Diskontierung nachvollzogen. Dabei haben wir bestimmte von den gesetzlichen Vertretern angewandte Annahmen und Parameter einer Einzelfallprüfung unterzogen.
c) Verweis auf weitergehende Informationen
Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen enthalten der Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:
Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäfts nach § 89 WpHG
Sonstige Leistungen ohne gestalterische Beratungskomponenten
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Werner Huber
München, 3. Juni 2024
Genossenschaftsverband Bayern e.V.
gez. Walter Friedrich gez. Werner Huber
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Vertreterversammlung am 25. Juni 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.
BaFin - Instituts - Nummer: 101516
Die VR-Bank Passau eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der VR-Bank Passau eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.
Die VR-Bank Passau eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Rohergebnis aus Warenverkehr und Nebenbetrieben und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 68.030 TEUR.
Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 261.
Der Gewinn vor Steuern beträgt 28.869 TEUR.
Die Steuern auf Einkommen und Ertrag betragen 8.237 TEUR und betreffen laufende Steuern.
Die VR-Bank Passau eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.
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