Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 128791
Eingetragen
29.8.2013
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermietung von SchienenfahrzeugenBetrieb von Verkehrswegen für Schienenfahrzeuge
Gegenstand
die Durchführung von Logistikdienstleistungen aller Art einschließlich solcher im Binnenschifffahrtsund Schienengewerbe sowie alle damit im Zusammenhang stehende Geschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Lütkemeier
seit 6.2.2015
Prokura
Jan Diercks
seit 29.1.2014
Prokura
Gert Sieksmeyer
seit 29.1.2014
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Dettmer Liquid Cargo Solutions GmbH
Germany
300.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dettmer Rail GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

Geschäftsjahr
Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.253,00 10.838,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.540.885,31 7.768.733,17
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen € 2.105.040,59 (€ 0,00)
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.880.557,18 2.699.459,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.100,00 0,00
14.466.797,49 10.479.032,68

PASSIVA

Geschäftsjahr
Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Gewinnrücklagen 300.000,00 300.000,00
III. Bilanzgewinn 2.993.680,75 1.267.281,49
3.593.680,75 1.867.281,49
B. Rückstellungen
C. Verbindlichkeiten
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen € 15.963,97 (€59.324,40)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 15.963,97 (€ 59.324,40)
- davon gegenüber Gesellschaftern € 0,00 (€ 5.635,92)
- davon aus Steuern € 10.726,49 (€ 10.480,58)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 247.260,94 (€ 162.397,84)
14.466.797,49 10.479.032,68

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019

Geschäftsjahr
Vorjahr
1. Rohergebnis 6.495.505,55 3.736.954,36
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.168.721,48 954.233,73
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 135.214,12 109.154,51
- davon für Altersversorgung € 5.672,16 (€ 5.820,00)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 11.149,31 14.915,80
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 777.059,02 712.933,09
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.188,89 0,00
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen € 2.188,16 (€ 0,00)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.145,95 6.894,63
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 78,16 (€ 0,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.466.005,30 682.098,13
8. Ergebnis nach Steuern 2.926.399,26 1.256.724,47
9. Jahresüberschuss 2.926.399,26 1.256.724,47
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.267.281,49 860.557,02
11. Ausschüttung 1.200.000,00 850.000,00
12. Bilanzgewinn 2.993.680,75 1.267.281,49

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

I. Allgemeine Angaben

Die Dettmer Rail GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Registernummer HRB 128791 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Dettmer Rail GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft, die gemäß § 267 Abs. 2 HGB die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften anzuwenden hat.

Die Gesellschaft wird erstmalig in den Konzernabschluss der Dettmer Asset Holding GmbH, Bremen, einbezogen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Bei der Bewertung ist von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) ausgegangen worden, da weder tatsächliche noch rechtliche Gegebenheiten dem entgegenstehen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter i.S.d. § 6 Abs. 2a EStG wurden im Geschäftsjahr und in den folgenden vier Geschäftsjahren zu je 1/5 abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für bekannte Ausfallrisiken werden Einzel- bzw. Pauschalwertwertberichtigungen gebildet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert ausgewiesen.

Das Gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und wird zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

III. Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Das zum Bilanzstichtag im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt € 300.000,00.

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen das Geschäftsjahr (€ 1.466) sowie Vorjahre (T€ 0).

Der Jahresüberschuss wird mit dem Gewinnvortrag zusammengefasst und als Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen.

V. Sonstige Angaben

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen für die unkündbare Laufzeit in folgender Höhe:

Jahr T€
2020 4.955
2021 4.318
2022 3.825
2023 ff. 6.402

In den Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sind Mieten für Kesselwagen (T€ 19.145) enthalten, denen zur Absicherung in gleicher Höhe entsprechende Untermietverträge gegenüberstehen.

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 13 kaufmännische Mitarbeiter (Vorjahr: 9).

Folgende Personen waren als Geschäftsführer bestellt:

 

Herr Gert Sieksmeyer, Hamburg

 

Herr Andreas Niemeyer, Bremen

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder mit einem Prokuristen. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit, soweit sie Rechtsgeschäfte gleichzeitig namens der Gesellschaft und als Vertreter von Dritten vornehmen. Prokura wurde Herrn Jan Diercks und Herrn Jürgen Lütkemeier erteilt.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf den Jahresabschluss und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens darstellen und über die gemäß § 285 Nr. 33 HGB zu berichten ist, haben sich nicht ereignet.

 

Hamburg, den 23. März 2020

Dettmer Rail GmbH

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2019

Dettmer Rail GmbH, Hamburg

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2019
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2019
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögens-Gegenstände 43.810,00 0,00 0,00 0,00 43.810,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 43.810,00 0,00 0,00 0,00 43.810,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.452,63 36.564,31 0,00 0,00 73.016,94
Summe Sachanlagen 36.452,63 36.564,31 0,00 0,00 73.016,94
Summe Anlagevermögen 80.262,63 36.564,31 0,00 0,00 116.826,94
Abschreibungen
Stand 01.01.2019
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2019
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögens-Gegenstände 43.808,00 0,00 0,00 0,00 43.808,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 43.808,00 0,00 0,00 0,00 43.808,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.614,63 11.149,31 0,00 0,00 36.763,94
Summe Sachanlagen 25.614,63 11.149,31 0,00 0,00 36.763,94
Summe Anlagevermögen 69.422,63 11.149,31 0,00 0,00 80.571,94
Zuschreibungen Buchwerte
Geschäftsjahr
Stand 31.12.2019
Stand 31.12.2018
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögens-Gegenstände 0,00 2,00 2,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2,00 2,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 36.253,00 10.838,00
Summe Sachanlagen 0,00 36.253,00 10.838,00
Summe Anlagevermögen 0,00 36.255,00 10.840,00

Lagebericht Geschäftsjahr 2019

Dettmer Rail GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Unternehmung Dettmer Rail GmbH (im Folgenden kurz "Dettmer Rail" oder "Gesellschaft" genannt) wurde 2013 gegründet und ist seit 01. Januar 2014 operativ tätig. Die Gesellschaft erbringt hauptsächlich Speditionsdienstleistungen im Europäischen Schienengüterverkehrsmarkt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Transport von Mineralölerzeugnissen. Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Hamburg sowie eine unselbständige Betriebsstätte in Budapest. Die administrativen Aufgaben wie Buchhaltung, Personalwesen sowie IT werden durch den Mehrheitsgesellschafter Dettmer Group KG in Bremen im Rahmen von Servicevereinbarungen erbracht.

Die Hauptaktivität der Gesellschaft besteht darin, als zuverlässiges Bindeglied zwischen Verladern und Warenempfängern den sicheren und termingerechten Transport von flüssigen Mineralölerzeugnissen in Privat-Güterwagen zu organisieren. Dabei greift Dettmer Rail auf zahlreiche europäische Bahnen als Dienstleistungspartner zurück. Darüber hinaus wird bei Bedarf das benötigte Wagenmaterial zur Verfügung gestellt und kundeneigene Wagenflotten betreut. Fachkundiges sowie motiviertes Personal und bedarfsgerechte Auswahl der passenden Dienstleistungspartner bilden die Basis für das Erbringen hochwertiger Transportdienstleistungen.

Neben der Haupttätigkeit organisiert die Gesellschaft im Bedarfsfall den Umschlag sowie den Vor- und Nachlauf der Transportgüter. Dies erfolgt zum Teil in Eigenregie, zum Teil in Zusammenarbeit mit anderen Gesellschaften der Dettmer Group KG.

Die Aufbauorganisation umfasst auf personeller Ebene eine Leitungsebene unterhalb der Geschäftsführung. Die Kontrolle und Steuerung erfolgt über ein routinemäßiges Berichtswesen, welches von den verantwortlichen Mitarbeitern in unterschiedlicher Tiefe und Häufigkeit (täglich, wöchentlich, monatlich) relevante Informationen zur Verfügung stellt.

Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten beschränken sich bei Dettmer Rail auf prozessuale und technische Verbesserung von Betriebsabläufen.

II. Wirtschaftsbericht und finanzielle Leistungsindikatoren

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Wachstum (bezogen auf das reale BIP) der Weltwirtschaft insgesamt hat sich von 2018 3,2 % auf 2,6% in 2019 nochmals deutlich abgekühlt. Dafür zeichnet der handelspolitische Konflikt zwischen den USA und China verantwortlich, sowie die vielerorts rückläufige Nachfrage nach PKWs, die nicht nur die Automobilhersteller trifft, sondern auch die vielen Unternehmen der Zulieferindustrie. Die Auseinandersetzung zwischen den USA und China führt auch in anderen Regionen zu einer Ungewissheit hinsichtlich des Fortbestands von etablierten Wertschöpfungsketten. Das Wachstum im Euroraum mit 1,2% ist 2019 ebenfalls geringer ausgefallen als in 2018 mit 1,8%. Dabei geht die Wertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe zurück, während konsumnahe Dienstleistungen und die Baubranche robust wachsen. Davon profitieren Länder mit vergleichsweise hoher Konsumgüterproduktion wie Frankreich und Spanien, während die von der Investitions- und Vorleistungsgüterindustrie geprägten Länder, wie beispielsweise Deutschland, ein deutlich schwächeres Wachstum aufzeigen. So ist das Wachstum in Deutschland mit nur 0,5% deutlich hinter die Wachstumsrate von 1,5% des letzten Jahres zurückgefallen.

Die Prognosen für die Wirtschaftsräume sind stabil, aber nicht wachsend. Für die Weltwirtschaft und im Euroraum wird 2020 etwa das gleiche Wachstum erwartet wie in 2019. Deutschland kann jedoch das Wachstum auf 1,1% mehr als verdoppeln, wobei die Industrieschwäche bleibt und die Konsum- und Baukonjunktur den positiven Verlauf stützen. Insgesamt dominieren die Risiken die Chancen. Die Entwicklung der durch die USA ausgelösten Handelskonflikte ist unklar, die Finanzstabilität Chinas mit Risiken behaftet, der Verschuldungsgrad der Unternehmen steigt, die wirtschaftlichen Austrittsmodalitäten von Großbritannien, die Entwicklung politischer Auseinandersetzung sowie die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus sind ebenfalls unklar.

Der Schienengüterverkehr in Deutschland hält im Modal Split der Verkehrsleistung unverändert einen Anteil von ca. 18%. Bis 2030 wird die Transportleistung in Europa um 30% steigen, vor allem im Transit und grenzüberschreitenden Verkehr. Auch die Verkehrsleistung der Bahnen wird deutlich zunehmen, wobei die Bundesregierung einen Wachstum Schienengüterverkehrs am Modalsplits auf 25% anstrebt. Die Entwicklung wird jedoch durch den kombinierten Verkehr getrieben und nicht im Bereich der konventionellen Wagenverkehre. Der Bahnverkehr wird grundsätzlich als klimafreundlicher Transportträger stark gefördert. Seit 2019 erfolgt die zeitlich begrenzte Förderung der Trassenpreise.

Die dadurch erzielten Kosteneinsparungen sollen die Bahnen in die Modernisierung des Lokparks investieren, die Personalausbildung und die Digitalisierung vorantreiben. Darüber hinaus hat die Bundesregierung eine Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bahn von jährlich 1 Mrd. EUR bis 2030 zugesichert, die nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Herrn Richard Lutz, vollumfänglich in den Infrastrukturausbau fließen soll. Für unser Unternehmen ebenfalls interessant sind die Energieprognosen für Deutschland, z.B. von der ExxonMobil. Durch Effizienzsteigerungen und Veränderungen in der Industrielandschaft wird der Primärenergieverbrauch bis 2040 um knapp 30% reduziert. Dabei sinkt der Anteil des Mineralöls am Primärenergiemix "nur" von ca. 35% auf ca. 28%, was jedoch in Kombination mit dem grundsätzlich geringeren Energieverbrauch einen Rückgang um 40% des Mineralöl-Energieverbrauchs bedeutet. Dabei sinkt der Bedarf an Heizöl im Hausbrand und bei den Ottokraftstoffen im Straßenverkehr um 45 - 50%, der Dieselverbrauch aufgrund des weiterzunehmenden LKW-Verkehrs nur um 30%, Rohbenzin als Rohstoff für die Chemieindustrie um 20% und lediglich der Kerosinverbrauch bleibt stabil. Für Dettmer Rail ist die Entwicklung zugleich Chance und Risiko. Wenn der geringere Bedarf zu Raffinerieschließungen führt, müssen wir mit geringerem Transportvolumen rechnen. Sollte es allerdings keine Raffinerieschließungen geben, führt dies zu längeren Transportwegen weil die Volumen exportiert werden müssen. Die erste Hälfte des Geschäftsjahrs 2019 war noch stark durch einen Raffinerieausfall in Bayern sowie das Rhein-Niedrigwasser geprägt, während wir im 2. Halbjahr von der notwendigen Bestandsrückführung in die Tankläger profitieren konnten.

2. Geschäftsverlauf

Die fakturierten Umsatzerlöse der Dettmer Rail sind gegenüber dem Vorjahr um insgesamt T€ 28.904 gestiegen und liegen damit 49,4% über dem Vorjahr.

Der Anstieg des Transportvolumens führte zu einem höheren administrativen und operativen Aufwand, so dass 2019 drei Mitarbeiter eingestellt wurden. Dies erfolgte allerdings auch im Vorgriff auf bereits erhaltene Auftragszusagen ab 01.01.2020. Das erste Halbjahr 2019 war durch Zusatztransporte aufgrund des Raffinerieausfalls in Bayern geprägt, so dass das zweite Halbjahr marginal schwächer ausfiel als das erste Halbjahr. Insgesamt konnten wir Langstrecken-Verkehre halten bzw. ausbauen. Negativ beeinflusst wurde der Geschäftsverlauf durch kapazitätsreduzierende Großbaustellen auf der Gleisinfrastruktur sowie Transportabsagen aufgrund fehlender Personalressourcen (Lokführer). Zum Ende des Geschäftsjahres wurde ein weiteres Modul der neuen Speditions-Software als Testversion ausgerollt und zum 01.01.2020 in den Echtbetrieb übernommen. Der Geschäftsverlauf lag über den Erwartungen.

3. Ertragslage

Das Betriebsergebnis hat sich im Geschäftsjahr um T€ 2.262 auf T€ 4.307 (Vorjahr: T€ 2.045) verbessert. Dieses ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Umsatzerlöse (+ T€ 28.904) trotz Erhöhung der Materialaufwendungen (+T€ 26.186) zurückzuführen. Insgesamt ergibt sich ein gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.669 verbesserter Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.926 (Vorjahr: T€ 1.257).

Die Personalaufwendungen sind aufgrund von Gehaltsanpassungen, den Neueinstellungen in 2019 sowie erstmals ganzjährig anfallender Gehaltskosten für Einstellung in 2018 gestiegen.

Als wesentliche Leistungsindikatoren sind die Umsatzrentabilität (Betriebsergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen: 4,9 %; Vorjahr: 3,5 %) und die Gesamtkapitalrentabilität (Summe aus Jahresüberschuss und Fremdkapitalzinsen im Verhältnis zum Gesamtkapital: 20,3 %; Vorjahr: 12,1 %) im Geschäftsjahr zufriedenstellend.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt T€ 14.467 (Vorjahr: T€ 10.479) und hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.988 erhöht.

Dem Anstieg des Anlagevermögens (+T€ 25), der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+T€ 1.599), der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+T€ 2.105) sowie der Liquiden Mittel (+T€ 182) stehen auf der Passivseite im Wesentlichen eine Erhöhung der Rückstellungen (+T€ 1.594), der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+T€ 626) sowie der Sonstigen Verbindlichkeiten (+T€ 85) gegenüber. Das Eigenkapital verbesserte sich unter Berücksichtigung der Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 1.200 durch den im Geschäftsjahr erzielten Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.926.

Die Anlagenintensität hat sich im Vergleich zum Vorjahr trotz gestiegener Bilanzsumme durch Investitionen von 0,1 % auf 0,3 % erhöht. Der Eigenkapitalanteil hat sich durch das positive Jahresergebnis auf 24,8 % (Vorjahr: 17,8 %) verbessert.

5. Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss + Abschreibungen) beträgt im Geschäftsjahr T€ 2.938 (Vorjahr: T€ 1.272). Unter Berücksichtigung der Investitionen (T€ 37; Vorjahr: T€ 5) und der Gewinnausschüttungen in Höhe von T€ 1.200 (Vorjahr: T€ 850) haben sich insbesondere die Liquiden Mittel um T€ 2.699 auf T€ 2.880 erhöht. Die Gesellschaft finanziert sich aus dem eigenen Cashflow und ist durch Eigenmittel solide finanziert. Vereinbarte Kreditlinien mussten 2019 nicht in Anspruch genommen werden.

III. Chancen- und Risikobericht zur Entwicklung der Gesellschaft

a. Gesamtwirtschaftliche und Branchen-Risiken

Der Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch von Ereignissen, die weder vorhersehbar, noch durch die Geschäftsführung beeinflussbar sind, beeinträchtigt werden.

Eine genaue Prognose für die weitere Zukunft ist unter dem Eindruck der Veränderungen im europäischen Schienengüterverkehrsmarkt sowie den Diskussionen um die E-Mobilität sowie der Umweltverträglichkeit von Mineralölen (Stichwort Stickoxide und Dieselfahrzeuge) schwer zu stellen. Grundsätzlich darf damit gerechnet werden, dass die Förderung von Rohöl sowie die Verarbeitungskapazitäten in Europa langfristig erhalten bleiben. Die meisten der nachfolgend genannten Punkte sind keine Dettmer Rail spezifischen Risiken, sondern als Risiken der Branche zu bewerten.

Ein kundenspezifisches Risiko sehen wir bei unseren Kunden, die Zucker als Rohstoff zur Ethanol-Produktion einsetzen. Diese Unternehmen müssen sich mit der veränderten Marktordnung für Zucker sowie gestiegenen Anforderungen an die CO 2-Zertifikate auseinandersetzen. Wir können nicht ausschließen, dass vereinzelte Kunden temporäre oder längerfristige Werksschließungen durchführen werden.

Die bereits unter II. erwähnten Engpässe bei der Verfügbarkeit von Lokführern wird uns noch lange Zeit und vermutlich mit zunehmender Intensität beschäftigen. Dieses Risiko versuchen wir durch die Integration neuer Leistungspartner in unser Lieferantenportfolio zu streuen.

Natürlich müssen wir auch beim kaufmännischen Personal die allgemeine demoskopische Entwicklung berücksichtigen und rechtzeitig die Personalplanung darauf einstellen.

Ein weiteres Risiko bildet ebenfalls die unklare Kostenentwicklung im Schienengüterverkehr. Die Gleisinfrastrukturbetreiber sind beispielsweise von den Eigentümern grundsätzlich zum kostendeckenden Betrieb aufgefordert, wodurch die Trassenpreise vermutlich steigen werden.

Diese externen Kosten sind durch die Bahnen nicht zu beeinflussen, ebenso wie die Entwicklung der Energiekosten oder neue Anforderungen an technische Aufrüstungen der Lokomotiven (z.B. ECTS). Die oben erwähnte Verknappung von Lokführern führt ebenfalls zu einem signifikanten Anstieg der Personalkosten.

Eine positive Entwicklung für die Branche bleiben die Trassenpreissenkungen, die vorerst bis 2023 durch Fördermittel des deutschen Staates ermöglicht werden. Allerdings obliegt die Verwendung der Trassenpreisförderung den Bahnen, d.h. es besteht keine Verpflichtung den Auftraggeber an den Förderungen partizipieren zu lassen. Grundsätzlich positiv sind ebenfalls die vom deutschen Staat beschlossenen Finanzmittel zum Ausbau bzw. der Sanierung der Gleisinfrastruktur zu bewerten. Jede Bauaktivität hat zwar durch die damit verbundenen Kapazitätseinschränkungen zunächst negative Auswirkungen auf den Schienengüterverkehr, bringt jedoch langfristig eine Kapazitätserhöhung und Effizienzsteigerung mit sich.

Im Bereich des Flottenmanagements werden die Leerfrachten für die Überstellung von leeren Wagen in die Werkstätten bzw. zwischen den Lieferstellen signifikant steigen. Ebenso werden Kapazitätsengpässe in den Werkstätten zu längeren Ausfallzeiten führen. Beide Punkte verursachen höhere Kosten, was sich nachteilig auf die generelle Vergabeentscheidung für den Schienengüterverkehr auswirken kann.

Die in der Vergangenheit aufgetretenen Verfügbarkeitsengpässe beim Schienengüterverkehr bewerten wir als Chance, da die Kunden unter Umständen bereit sein könnten, Transportkapazitäten längerfristig abzusichern. Allerdings treffen die Weltkonjunktur und andere weltweite Einflüsse die Verkehrsströme im Ex- und Import. Wenn bspw. weniger Produkte exportiert/importiert werden, sind davon die Bahnen betroffen, die sich bisher auf den Betrieb von Containerzügen (oder auch Stahl und Neubaufahrzeuge) konzentriert haben. Zur Auslastungssicherung Ihrer Ressourcen besteht das Risiko, dass diese Bahnen in das Marktsegment Mineralöltransporte vordringen und die Wettbewerbsintensität erhöhen.

Da die Bahnen im Wettbewerbsdruck ihre Aktivitäten stärker auf feste Achsen konzentrieren müssen, um somit Kostenvorteile zu generieren, leiten sich daraus neue Chancen für Bahnspediteure ab. Mit einem breiten Mix an Leistungspartnern können Bahnspediteure eine Vielzahl von Transportrelationen abbilden. Andererseits stellt der Direktvertrieb der Bahnen auf großvolumigen Achsen ein Risiko dar.

In der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen der Dettmer Gruppe werden sich neue Chancen ergeben, wobei der intermodale wie auch der intramodale Wettbewerbsdruck weiter hoch sein wird.

b. Personalrisiken

Durch regelmäßige Besprechungen der Unternehmenskennzahlen mit Führungskräften und den Mitarbeitern ist das gemeinsame Verständnis für die Unternehmensziele gewachsen.

Soweit grundsätzliche Personalrisiken, beispielsweise hinsichtlich der Bedarfsdeckung und der Personalbindung von qualifizierten Personen bestehen, werden diese durch eine fortschrittliche Personalpolitik sowie ein ausgewogenes Vergütungssystem minimiert.

c. IT-Risiken

Die Verfügbarkeit und Funktionalität der IT-Systeme sind für die Wirtschaftlichkeit der Gesellschaft ein bedeutender Bestandteil. Hard- und Software werden auf dem neuesten Stand gehalten, um auch Sicherheitslücken entgegen zu wirken.

Datensicherungen erfolgen zusätzlich zu redundanten Systemen täglich. Redundante Firewalls und zusätzliche Virenscanner schützen das System gegen Angriffe von außen und innen. Die Anpassungen der Datenschutz-Grundverordnung wurden entsprechend umgesetzt.

d. Finanzwirtschaftliche Risiken

Unser Debitorenrisiko steuern wir durch ein aktives Forderungsmanagement sowie durch die Einholung von Kreditauskünften bei neuen Kunden. Die Liquidität ist jederzeit durch verfügbare Eigenmittel gesichert. Darüber hinaus sind wir in das Cashmanagement der Dettmer Asset Holding GmbH einbezogen.

e. Risikomanagementsystem

Das Unternehmen besitzt ein Risikomanagementsystem unter Einbindung der Geschäftsführer sowie der Prokuristen. In mindestens monatlichen, größtenteils aber wöchentlichen Sitzungen werden Chancen und Risiken sowie die aktuellen Entwicklungen zeitnah analysiert und geeignete Maßnahmen verabschiedet und in der Folge nachgehalten.

Aufgrund monatlicher betriebswirtschaftlicher Auswertungen werden Soll-Ist-Vergleiche zur Identifikation von ungeplanten Entwicklungen bei den Leistungsbeziehungen durchgeführt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr und auch mit Ausblick auf die absehbare Zukunft waren und sind keine Risiken erkennbar, die einzeln oder kumuliert einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand der Gesellschaft und dessen Geschäftstätigkeit hatten oder haben könnten.

Weitere als die genannten Risiken sehen wir für die Gesellschaft nicht.

IV. Prognosebericht

Die Bahnen werden die Trassenpreisförderung zumeist für eigene Zwecke einsetzen, so dass die Kunden höchstens langfristig davon profitieren werden. Wir erwarten durch die Trassenpreisförderung weiterhin keinen signifikanten Transportzuwachs.

Das Wetter sowie die Baustellensituation auf den europäischen Gleisinfrastrukturen werden sich unverändert als ein wenig berechenbares Risiko darstellen. So wissen wir von Großbaustellen in Deutschland und anderen Staaten, die die Transporte vorübergehend deutlich verteuern und schwieriger machen werden, so dass es hier zu Transportrückgängen kommen kann. Ebenso wird sich die Verfügbarkeit von Lokführerressourcen wenig positiv entwickeln, was fortgesetzte Engpässe in der Transportdurchführung nach sich ziehen wird.

Diese Entwicklungen machen den europäischen Schienengüterverkehr, vor allem bei grenzüberschreitenden Transporten für unsere Kunden nicht einfacher, so dass die Kompetenz des Bahnspediteurs bei kleineren Volumenströmen vermehrt in Anspruch genommen werden wird.

Entgegen unserer Erwartung kann mangelnde Wagenverfügbarkeit zu einem Risiko werden. Aufgrund längerer Transportstrecken und einer geänderten Beschaffungsstruktur werden deutlich mehr Wagen benötigt als im Markt verfügbar sind.

Gleichzeitig sind die Neubaukapazitäten durch Werksschließungen geringer geworden und Wagenhalter scheuen mittlerweile die Investition in langlebige (> 25 Jahre) Wagengattungen, deren Nutzung bis Abschreibungsende nicht vorsehbar ist (Stichwort veränderter Energiemix). Der Ausbau der gebrochenen Transporte in Kooperation mit der Dettmer Reederei sowie dem Tanklager Magdeburg der Dettmer Gruppe wird ruhiger verlaufen, da nicht genügend Schiffsraum vorhanden ist.

Die Umsatz- und Gewinnerwartung des Vorjahres wurde in 2019 übertroffen.

In den Ausschreibungen zum Jahreswechsel sowie durch neue Verkehrsströme und - konzepte verzeichnen wir mehr Verkehrsgewinne als Verkehrsverluste. Ebenso konnten wir bei einigen Kunden die Dienstleistungstiefe erweitern. Insofern erwarten wir für 2020 eine leichte Wachstumsphase und somit eine leicht steigende Umsatz- und Gewinnentwicklung im Vergleich zur Geschäftsentwicklung in 2019.

Die Aufrechterhaltung unserer hohen Dienstleistungsqualität, die erhöhte Dienstleistungstiefe sowie steigende Anforderungen im Bereich der Administration, werden aller Voraussicht nach zu einem höheren Personalbedarf führen.

Wir werden unsere innerbetrieblichen Prozesse sowie unsere Marktaktivitäten reviewen und zwei weitere Module unserer neuen Speditions-Software in Betrieb nehmen, wodurch wir weitere Effizienzsteigerungen erwarten.

 

Hamburg, 23. März 2020

Dettmer Rail GmbH

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dettmer Rail GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dettmer Rail GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dettmer Rail GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 23. März 2020

Willer | Kettenburg & Heyduck GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Philipp Stürken, Wirtschaftsprüfer

Paul Heinz Meyer, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss 2019 wurde auf der Gesellschafterversammlung am 27. Mai 2020 festgestellt.

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