Messner Stiftung GmbH
Selbe AdresseKonservierung und Restaurierung von kulturellem Erbe
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oguzhan Celil seit 10.9.2025 | Geschäftsführer |
Matthias Hans-Emil Meyder seit 13.1.2025 | Prokura |
Guido Dr. Spachtholz seit 14.12.2020 | Geschäftsführer |
Martin Kühl seit 20.6.2013 | Prokura |
Sven Markus Schneller seit 16.1.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HERMA GmbHFilderstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009Bilanz zum 31. Dezember 2009 der HERMA GmbH, FilderstadtAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009
Anhang für das Geschäftsjahr 2009A. RechnungslegungsgrundsätzeBei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen mit Ausnahme der vorgenommenen Bewertungsänderungen im Anlagevermögen. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist mit den steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das unbewegliche Sachanlagevermögen wird teils nach der linearen, teils nach der degressiven Methode abgeschrieben. Die Abschreibung des übrigen Sachanlagevermögens erfolgt über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der degressiven und linearen Methode. Von der Möglichkeit des Übergangs von der degressiven Methode auf die lineare Methode wird Gebrauch gemacht, sofern dies zu einer höheren Abschreibung führt. Neuzugänge an beweglichem Sachanlagevermögen wurden in 2009 soweit zulässig degressiv (in 2008 generell nach der linearen Methode) abgeschrieben. Die Auswirkung der Bewertungsänderung hat einen kleinen Einfluß auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Bewertung der aktivierten Eigenleistungen erfolgt zu den steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, daß die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen werden. Für Maschinenwerkzeuge, Büromaterial, Farben und Waren für die Kantine wurden Festwerte in Höhe von insgesamt TEUR 237 (i.V. TEUR 205) gebildet. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu den steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten, höchstens jedoch zu ihren voraussichtlichen Veräußerungserlösen abzüglich noch anfallender Kosten, bewertet. Zur Berücksichtigung unzureichender Gängigkeit bzw. Verwertbarkeit wurden ausreichende Abschläge vorgenommen. Für Ersatzteile werden Festwerte in Höhe von unverändert TEUR 45 gebildet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 2,2 %, in Ausnahmefällen mit 6 % gebildet. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden regelmäßig Pauschalwertberichtigungen von 1 %, in Ausnahmefällen von 2 %, zum Ansatz gebracht. Die Rückdeckungsversicherung ist mit dem Deckungskapital bewertet. Das Körperschaftsteuerguthaben wird zum Barwert angesetzt. Die Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Das in den Rechungsabgrenzungsposten enthaltene Disagio wird linear über den Zeitraum der Zinsbindung des entsprechenden Darlehens abgeschrieben. Die Pensionsverpflichtungen einschließlich der Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung durch Entgeltumwandlung werden versicherungsmathematisch mit ihren Teilwerten gemäß § 6 a EStG auf der Basis eines Zinssatzes von 6 % angesetzt. Im Berichtsjahr erfolgte die Bewertung der Pensionsverpflichtungen auf Basis der Richttafeln 2005 G von Prof. Klaus Heubeck. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. Die Jubiläumsrückstellungen und Altersteilzeitrückstellungen sind mit dem versicherungsmathematischen Barwert angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag bewertet. Währungsumrechnung Forderungen, flüssige Mittel und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet; bei Kursänderungen erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtages unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Soweit Forderungen in Fremdwährung gesichert sind, erfolgt die Umrechnung zum entsprechenden Sicherungskurs. B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungI. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Bei den Sachanlagen wurden im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 4.207.367,43 vorgenommen. Diese betrafen in voller Höhe die Übertragung stiller Reserven gemäß § 6 b EStG. Eine Zuschreibung wurde in 2009 unter Bezugnahme auf Art. 67 Abs. 4 EGHGB nicht vorgenommen. Bei den Finanzanlagen wurde im Vorjahr eine Abschreibung in Höhe von EUR 481.163,01 vorgenommen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 10.015.882,50 (i.V. EUR 10.101.803,82) betreffen in voller Höhe Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von EUR 840.782,66 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. 3. Flüssige Mittel Die Position enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Rechnungsabgrenzungsposten In dem Posten ist ein Disagio in Höhe von EUR 411.184,79 (i.V. EUR 474.444,00) enthalten. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 3.508), ausstehende Rechnungen (TEUR 1.406), Garantieverpflichtungen (TEUR 906), Kundenboni (TEUR 720), drohende Verluste aus Lieferverpflichtungen (TEUR 714), Werbekostenzuschüsse (TEUR 440) und unterlassene Instandhaltung (TEUR 405). 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 20.294 durch Grundpfandrechte und eine Sicherungsübereignungsvereinbarung bezüglich einer Beschichtungsanlage gesichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von 3.743.085,30 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und in Höhe von EUR 178.796,92 eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind in Höhe von TEUR 970 durch Anzahlungsbürgschaften besichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von EUR 3.509.829,29 (i.V. EUR 4.165.748,69) betreffen in voller Höhe verbundene Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 294.732,79 (i.V. EUR 87.206,82) betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:
II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:
Dabei wurden 49,4% der Bruttoumsätze im Inland (TEUR 92.995) und 50,6% im Ausland (TEUR 95.246) erzielt. 2. Periodenfremde Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 818 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und der Ausbuchung von Verbindlichkeiten aus Vorjahren. 3. Periodenfremde Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 342 enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um Aufwendungen aus Nachbelastungen Vorjahre und aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens. Die sonstigen Steuern enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 300. 4. Aufwendungen für Altersversorgung In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 2.602.179,42 (i.V. EUR 2.140.421,62) enthalten. 5. Verbundene Unternehmen Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen keine verbundene Unternehmen (i.V. EUR 52.567,36). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 116.720,18 (i.V. EUR 0,00). C. Sonstige Angaben1. Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen zu mindestens 20 % beteiligt:
2. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestanden im Vorjahr Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 590. Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften betragen zum Bilanzstichtag TEUR 365 (i.V. TEUR 602). Sie betreffen in voller Höhe (i.V. TEUR 342) verbundene Unternehmen. Ferner besteht eine Subsidiärhaftung für die Unterstützungskasse i.S.v. Art. 28 Abs.1 EGHGB in Höhe von TEUR 323 (i.V. TEUR 0). Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.439 (i.V. TEUR 1.235). 4. Finanzinstrumente Die Gesellschaft verwendet Finanzinstrumente zur Minimierung der Auswirkungen von Wechselkurs- und Zinsänderungen. Der Abschluß derivater Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt. Die Zeitwerte der Devisenterminkontrakte werden aus der Differenz zwischen den vertraglich vereinbarten und den Terminkursen am Bilanzstichtag ermittelt. 5. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer sind: Sven Schneller, Neckartenzlingen (Vorsitzender) Dr. Thomas Baumgärtner, Pliezhausen Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen: Werner Röhm (im Ruhestand), Stuttgart (Vorsitzender) Dr. Michael Heinrich (Geschäftsführer), Ravensburg Fritz-Jürgen Heckmann (Rechtsanwalt), Stuttgart Der Beirat erhielt für seine Tätigkeit eine Vergütung in Höhe von EUR 48.000,00. 6. Konzernabschluss Der vorliegende Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der HERMA Holding GmbH + Co KG, Filderstadt, einbezogen. Aus diesem Grund ist die Gesellschaft von der Verpflichtung, einen eigenen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit. Die Angaben zu dem Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr.17 HGB n.F. werden im Konzernabschluss der HERMA Holding GmbH + Co KG angegeben. D. ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 17.112.027,19 auf neue Rechnung vorzutragen.
Filderstadt, 26. Februar 2010 HERMA GmbH Geschäftsführung Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009Gesamtwirtschaftliche EntwicklungNach dem dramatischen Rückgang der weltwirtschaftlichen Aktivität infolge der Finanzkrise, der die letzten Monate des Jahres 2008 und den Beginn des Jahres 2009 geprägt hatte, befindet sich die Weltkonjunktur seit dem Frühjahr 2009 auf Erholungskurs. Durch rasche und umfangreiche Maßnahmen zur Stützung des Bankensektors sowie eine stark expansive Geld- und Finanzpolitik wurde ein Kollaps des Weltfinanzsystems verhindert. Trotz weitreichender Konjunkturprogramme in allen Industrieländern ergibt sich für das Gesamtjahr 2009 zum ersten Mal seit 1946 ein Rückgang des globalen Bruttoinlandsproduktes. Die deutsche Wirtschaft wurde von der zurückliegenden Rezession stärker getroffen als Ende 2008 befürchtet. In den vier Rezessionsquartalen seit April 2008 sank das Bruttoinlandsprodukt um fast 7%. Der Erholungsprozess der heimischen Wirtschaft hat insbesondere seit dem dritten Quartal durch lagerzyklische Effekte und ein wieder anziehendes Exportgeschäft der Unternehmen spürbare Fortschritte gebracht. Ende 2009 ist jedoch auch nach drei Quartalen moderaten Wirtschaftswachstums erst ein kleiner Teil des vorangegangenen Einbruchs der Wirtschaftsleistung wieder ausgeglichen. Beachtliche Überkapazitäten und eher dämpfende Einflüsse des privaten Konsums im zweiten Halbjahr 2009 aufgrund auslaufender staatlicher Prämien belasten die Perspektiven für 2010. Vor diesem Hintergrund haben sich die Geschäftserwartungen der Unternehmen zwar bis zuletzt weiter verbessert, sie befinden sich jedoch nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau. Auch der Geschäftsklimaindex für die Papier, Karton und Pappe verarbeitende Industrie ist im Jahresverlauf 2009 kontinuierlich angestiegen, bewegt sich aber zum Jahresende immer noch im leicht negativen Bereich. Umsatzentwicklung HERMA GmbHDer Umsatz der HERMA GmbH (Brutto-Erlöse) war mit EUR 188,2 Mio. um 2,2 % rückläufig gegenüber Vorjahr. Die Umsatzentwicklung im Jahresverlauf verlief stark unterschiedlich. Umsatzeinbrüche in den ersten beiden Monaten führten zu einem Umsatzrückgang von 8,5 % im 1. Halbjahr. Das 2.Halbjahr konnte mit einem Umsatzanstieg von 4,5 % gegenüber Vorjahr abgeschlossen werden. Nach Abzug von Erlösschmälerungen lag der Nettoumsatz bei EUR 181,2 Mio.
Der Exportanteil liegt mit 50,6 % damit auf Vorjahresniveau (i.V. 50,0 %). Die Umsatzentwicklung nach Geschäftsbereichen verlief sehr unterschiedlich. Während bei Haftmaterialien erfreuliche Umsatzsteigerungen erzielt werden konnten, wurde bei Etiketten und Etikettiermaschinen das Vorjahr deutlich unterschritten. Im Geschäftsbereich Etiketten war sowohl das Handelsgeschäft als auch das Industriegeschäft gleichermaßen von den Umsatzrückgängen betroffen.
MitarbeiterDie Zahl der Mitarbeiter ist 2009 leicht angestiegen und lag am Jahresende um 5 Mitarbeiter über dem Vorjahresstand. Hauptursache war eine weitere Erhöhung der Zahl der Auszubildenden. Auch als Beitrag zur Verbesserung der sozial- und arbeitsmarktpolitischen sowie gesellschaftlichen Situation wurde ihre Zahl auf 45 erhöht (Vorjahr 37). Die gesamten Personalaufwendungen einschließlich Rückstellungen für Altersteilzeitregelungen, betriebliche Altersversorgung und Personalanpassungen lagen rund EUR 0,6 Mio. über dem Vorjahr, der Personalaufwand in % vom Umsatz (Brutto-Erlöse) ist leicht angestiegen. Die steuerlich zulässigen Höchstwerte für Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 23,4 Mio. wurden auch in der Handelsbilanz angesetzt. Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten deutlich höhere Beiträge an den Pensionssicherungsverein.
ErgebnisDas Ergebnis vor Steuern 2009 lag mit EUR 2,7 Mio. knapp unter dem Vorjahr (EvS 2008: EUR 3,1 Mio.). Deckungsbeitragsverluste aufgrund des Umsatzrückgangs und eines ungünstigen Produktmixes haben das Ergebnis belastet. Durch Kosteneinsparungen in allen Bereichen sowie durch eine deutliche Verbesserung des Ertragsniveaus im wichtigen England-Geschäft konnte der negative Effekt weitgehend kompensiert werden.
Es wurden Finanzinstrumente zur Minimierung der Auswirkungen von Wechselkurs- und Zinsänderungen eingesetzt. Alle bestehenden Instrumente sind auf die Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt und enthalten Risikobegrenzungen. InvestitionenDie Investitionen 2009 betrugen EUR 4,1 Mio. und lagen damit EUR 1,1 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Schwerpunkte waren die Inbetriebnahme einer neuen Schneidemaschine, Optimierungsmaßnahmen im Bereich der Fördertechnik sowie der Bau einer neuen Kantine in Filderstadt. Die Abschreibungen 2009 lagen deutlich über dem Investitionsvolumen. Der Rückgang der Abschreibungen gegenüber 2008 resultiert im wesentlichen aus der im Vorjahr erfolgten außerplanmäßigen Abschreibung aufgrund der Übertragung stiller Reserven gemäß § 6b EStG.
BilanzstrukturDie Bilanzsumme 2009 liegt mit € 117,5 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Einem niedrigeren Anlagevermögen aufgrund weiterhin hoher Abschreibungen stehen erhöhte flüssige Mittel gegenüber. Das Umlaufvermögen konnte insgesamt gegenüber Vorjahr konstant gehalten werden. Bestandsreduzierungen von 11 %, die durch eine Vielzahl interner Maßnahmen ermöglicht wurden, stehen erhöhte Forderungen gegenüber. Hier spiegelt sich neben der allgemeinen wirtschaftlichen Situation die deutlich über Vorjahr liegende Umsatzentwicklung in den beiden letzten Monaten des Jahres 2009 wider. Die Eigenkapitalquote der HERMA GmbH lag per 31.12.2009 bei 34,6 % (i.V.33,3 %). Die Bankschulden konnten um EUR 7,6 Mio. auf EUR 20,4 Mio. zurückgeführt werden.
Geschäftsbereich HaftmaterialDie weltweite Rezession hat auch den europäischen Haftmaterialmarkt erheblich beeinflusst. Dennoch konnte der Geschäftsbereich Haftmaterial durch einen starken Zuwachs an Neukunden diese Rückgänge mehr als ausgleichen und in der Summe erneut ein deutliches Wachstum von über 8 % erzielen. Dieses Wachstum wurde ausschließlich durch Verdrängung erreicht, so dass unser Marktanteil überproportional gestiegen ist. Der Ausbau unserer Vertriebsorganisation in den Märkten durch lokale Vertreter wurde 2009 konsequent fortgesetzt. Dadurch konnten im Export in wichtigen Ländern Zentraleuropas erhebliche Zuwächse, teilweise im zweistelligen Prozentbereich, erzielt werden. Durch eine stringente Preispolitik konnte der Kursverfall des Britischen Pfunds ausgeglichen werden. Die währungsbedingten Ergebnisbelastungen des Vorjahres wurden dadurch eliminiert. Im Inland wurde ein zweistelliges Wachstum erreicht, was wesentlich von Neukunden getragen wurde. Diese Entwicklung ist besonders positiv, da wir dadurch unsere Kundenbasis im wichtigen Heimatmarkt verbreitern konnten. In der Fertigung lag der Schwerpunkt der Tätigkeiten im Bereich der Prozessoptimierung. Durch eine Verbesserung der Gesamtanlageneffizienz und der Materialausnutzung konnten Einsparungen erreicht werden. Die Investitionen lagen überwiegend im Bereich Schneiden. Eine zusätzliche Schneidemaschine wurde Mitte des Jahres in Betrieb genommen. 2010 wird der Ausbau unseres Schneidebereichs weiter im Mittelpunkt stehen. Eine zusätzliche Schneidemaschine wird im Mai installiert, eine bauliche Erweiterung einschließlich einer Verpackungsanlage ist vorbehaltlich einer weiterhin positiven Entwicklung für 2010 geplant. In der Beschaffung wurde die Entwicklung der Vorjahre weiter fortgesetzt, so dass für alle wesentlichen Materialien leistungsfähige Alternativlieferanten zur Verfügung stehen. Als Schwerpunktmaßnahme wurde 2009 das gesamte HERMA Transportaufkommen untersucht und ausgeschrieben. Zur Realisierung der aufgezeigten Optimierungspotentiale werden seit Anfang 2010 neue Logistikpartner eingesetzt. Dies wird neben einer Verbesserung unserer Logistikleistungen zu erheblichen Einsparungen bei den Logistikkosten führen. Für 2010 erwarten wir im Geschäftsbereich Haftmaterial aufgrund der deutlich breiteren Kundenbasis sowie durch die Einführung von neuen Produkten ein deutliches Wachstum. Geschäftsbereich EtikettenDer Markt für Office- und Consumer-Produkte war 2009 in Deutschland in der Summe um rund 10% rückläufig. Besonders im 1. und 2. Quartal mussten deutliche Umsatzrückgänge verzeichnet werden. Davon waren die europäischen Globals in der Summe überdurchschnittlich betroffen. Insgesamt setzte sich die Situation aus den Vorjahren in den einzelnen Vertriebskanälen fort. Deutlichen Rückgängen im klassischen Großhandel verbunden mit einer kontinuierlich geringer werdenden Zahl an Großhändlern stehen Zuwächse im Online-Handel, bei Drogeriemarktketten und bei Discountern gegenüber. Das Sortiment wurde im Geschäftsjahr weiter gestrafft und stärker auf den Bereich Etiketten für gewerbliche Nutzer ausgerichtet. Im Stammgeschäft mit A4-Etiketten konnte in Deutschland erneut ein Zuwachs erzielt werden, was aufgrund der insgesamt rückläufigen Marktentwicklung eine Steigerung des Marktanteils bedeutet. Die markt- und produktbedingten Rückgänge insbesondere bei Fotoalben, Fotoeinklebemitteln und bei Computer- und Frankieretiketten konnten allerdings nicht ausgeglichen werden. Auch in Anbetracht der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2009 ist die Ergebnisentwicklung innerhalb des Handelsgeschäftes nicht zufriedenstellend. Weitere Investitionen in den Onlinehandel sowie organisatorische Veränderungen gehören daher ebenso zu den Maßnahmen 2010 wie eine weitere Konzentration innerhalb des Sortiments und auch innerhalb der europäischen Märkte. Auch der Markt für Industrieetiketten ist 2009 insbesondere in den Branchen Automotive und Chemie deutlich zurückgegangen. Die weitgehend stabile Konsum- und Binnennachfrage verhinderte einen weiteren Umsatzeinbruch bei Industrieetiketten. Mit gezielten Kostenmaßnahmen vor allem im Fertigungs- und Logistikbereich konnte eine rückläufige Ergebnisentwicklung begrenzt werden. In dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld ist es dennoch gelungen, Großaufträge mit Standardrollenetiketten bei Neukunden zu gewinnen. Erfreulich ist insbesondere die weitere Durchdringung in der Lebensmittelindustrie. Großes Interesse der Kunden besteht für die auf der Messe FachPack im Oktober letzten Jahres vorgestellte Neuheit "laseraktivierbare Etiketten". In einer engen Zusammenarbeit mit dem Geschäftsbereich Maschinen konnten nach ersten Aufträgen bereits weitere erfolgversprechende Projekte mit Großkunden gestartet werden. Mit der aufkeimenden konjunkturellen Erholung sehen wir hier für 2010 ein vielversprechendes Wachstumsfeld. Entsprechende Kontakte werden wir deshalb gezielt ausbauen. Geschäftsbereich MaschinenIm Geschäftsbereich Maschinen ist 2009 der Auftragseingang um 13% und der Umsatz um 10% gegenüber den hohen Vorjahreswerten zurückgegangen. Ein Auftragsüberhang aus 2008 hat im abgelaufenen Jahr zu einer sehr stabilen Beschäftigungssituation geführt. Nach dem hohen Wachstum in den letzten Jahren wurde 2009 die Anzahl der Mitarbeiter nur moderat erhöht und die nötige Kapazität durch Überzeiten realisiert. Für das Jahr 2010 rechnen wir mit einer leichten Belebung des Auftrageinganges. Ein weiterer Umsatzrückgang sollte vermieden werden können. Um den Absatz der HERMA-Etikettierer weiter zu erhöhen, werden verstärkt Maschinenbaufirmen als Kunden akquiriert, die bereits Etikettierer anderer Hersteller einsetzen. Zusätzlich werden gezielt auch Etikettiermaschinenhersteller, die selbst Etikettierer herstellen, angesprochen. Diese gilt es mit überzeugenden Leistungsdaten und einer interessanten Preisgestaltung zu überzeugen, unseren Etikettierer H400 einzusetzen und die Fertigung ihrer eigenen Produkte einzustellen. QualitätsmanagementDas auf dem neuen HERMA Standortkonzept basierende HERMA Managementsystem wurde erstmalig einem externen Wiederholungsaudit unterzogen. Dies war das zwischenzeitlich 5. Repeat Audit seit der erstmaligen Zertifizierung im Juli 1994. Das prozessorientierte, integrierte Qualitäts- und Arbeitssicherheitsmanagementsystem wurde in einem erfolgreich durchgeführten Audit nach der seit Januar 2009 geltenden neuen Norm DIN EN ISO 9001:2008 bestätigt. Die Durchführung der Zertifizierung wurde von der TÜV Süd Management Service GmbH vorgenommen. Ausblick 2010Die Erholung der Weltwirtschaft dürfte sich in den kommenden beiden Jahren fortsetzen. Die konjunkturelle Dynamik in den Industrieländern wird eher moderat bleiben. Erforderliche Anpassungsprozesse wichtiger Volkswirtschaften infolge der Krise, eine Reduzierung staatlicher Konjunkturprogramme und ein sich weiterhin in der Konsolidierung befindlicher Finanzsektor werden die gesamtwirtschaftliche Nachfrage dämpfen. 2010 wird für den gesamten Euroraum ein Wachstum von etwa 1% erwartet. Für Deutschland rechnet man für 2010 und 2011 mit einem Wirtschaftswachstum von jeweils rund 2%. Maßgebliche Triebkräfte sollen von der Binnennachfrage kommen. Die wichtigste Säule bildet dabei der private Verbrauch, der von Kaufkraftzuwächsen der privaten Haushalte profitiert. Für die Exporte wird noch mit keiner deutlichen Erholung gerechnet. Erst gegen Ende 2011 dürfte die Wirtschaftskraft Deutschlands wieder an das Niveau vor der Krise heranreichen. Die Risiken speziell für HERMA liegen in einem sich weiter verstärkenden Wettbewerbsdruck aufgrund der im Markt verfügbaren Überkapazitäten einerseits und einem weiter anhaltenden Kostendruck bei der Beschaffung von Rohstoffen und Energie andererseits. Das Unternehmen ist jedoch gut aufgestellt. Die Konzentration auf die Kernkompetenzen Haftmaterial, Etiketten und Etikettiermaschinen sowie die für die Selbstklebetechnologie einzigartige "Know-How-Kette" entlang der drei Geschäftsbereiche wird die strategische Basis bleiben, um auch weiterhin erfolgreich zu sein. Die weitere Auslastung der neuen Beschichtungsmaschine und die Schaffung von Wachstumsperspektiven für das Etikettengeschäft stellen Schlüsselfaktoren für den künftigen Unternehmenserfolg dar. Die Umsatzprognosen für 2010 sehen einen Zuwachs von rund 5 % vor. Vor dem Hintergrund der Verbesserung der konjunkturellen Entwicklung und der Monatszahlen für Januar 2010 halten wir diese Prognose aus heutiger Sicht für erreichbar. Das Umsatzwachstum und eine weiterhin strenge Kostendisziplin sollten eine Ergebnisverbesserung ermöglichen.
Filderstadt, 26. Februar 2010 HERMA GmbH Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers" Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HERMA GmbH, Filderstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 26. Februar 2010 Ebner
Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
Dr. Wolfgang Russ, Wirtschaftsprüfer Frank Strohm, Wirtschaftsprüfer Feststellung Jahresabschluss und ErgebnisverwendungIn der Beiratssitzung vom 23. April 2010 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 festgestellt und beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 17.112.027,19 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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