Erbringung von Logistikdienstleistungen
CHI NUE Cargo Handling GmbH
Flughafenstraße 86, 90411 Nürnberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Umut Kapsir seit 7.7.2025 | Geschäftsführer |
Sascha Kleffner seit 31.7.2023 | Prokura |
Manfred Prem seit 31.7.2023 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Stjepan BazantMainorden 2 Holding GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CHI NUE Cargo Handling GmbHNürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 20231 Grundlagen der CHI NUE Cargo Handling GmbH 1.1 Geschäftsmodell Die CHI NUE Cargo Handling GmbH (im Folgenden kurz "CHI NUE" genannt) ist im Handelsregister unter HRB 33379 beim Amtsgericht Nürnberg eingetragen. Der Gegenstand des Unternehmens ist der Transport und alle damit zusammenhängende Tätigkeiten im Bereich Luftfracht, Ersatzverkehr, Logistik und Lagerung. Frachten werden im Auftrag von Kunden (Speditionen) an den jeweiligen Produktionsstätten für den Export abgeholt bzw. im Import den Kunden zugestellt. Die Frachten werden über den multimodalen Transport abgewickelt und der Verkehrsträgerwechsel (Straße<->Luft) findet zu 95% an den Flughäfen Frankfurt und München statt. Nürnberg ist auf Grund der geografischen Lage zwischen den zwei größten deutschen Flughäfen, ein strategischer Knotenpunkt, um Luftfracht zwischenzulagern und zu konsolidieren. Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch die Bewirtschaftung der beiden Lagerhallen am Nürnberger Flughafen. Alleiniger Gesellschafter der CHI NUE ist die Mainorden 2 Holding GmbH in Wiesbaden, an der Herr Stjepan Bazant alle Anteile hält. Die Gesellschaft ist wesentlicher Bestandteil der Bazant-Gruppe. Die Planung, die Steuerung und die Überwachung der Gesellschaft sind eng mit der Bazant-Gruppe und dem Gesellschafter verknüpft. 1.2 Ziele und Strategien Frachthandling erfordert eine optimale Organisation. Faktoren wie kurze Lieferzeiten, Terminwahrung, hohe Qualität und Flexibilität stehen im Vordergrund. Dies erreicht die Bazant-Gruppe durch innovative Technologien im Lagerbereich wie Slave-Paletten-Systeme, moderne EDV- und Kommunikationsmittel und den ständigen Dialog mit dem Kunden. Die CHI hat es sich zur Philosophie gemacht, für jeden Kunden die passende Lösung und Dienstleistung entsprechend den individuellen Anforderungen zu bieten. Qualität und Zuverlässigkeit stehen dabei im Vordergrund. Mit dem Firmennamen "CHI" verbinden Branchenkenner der Luftfracht Kontinuität, Qualität, Kompetenz und ein ausgereiftes Leistungsspektrum, welches den hohen Ansprüchen der Kunden in der Luftfracht gerecht wird. Ziel der Verschmelzung mit der Höfner Transport GmbH und der dazugehörigen Namensänderung in die CHI NUE Cargo Handling GmbH ist die positive Marktwahrnehmung der CHI in Deutschland und Mitteleuropa. Des Weiteren wurde eine Corporate Identity für die eigenen Mitarbeiter/innen und Kunden geschaffen. Alle Luftfrachtunternehmen der Bazant-Gruppe sollen als solche am Markt wahrgenommen werden und zu erkennen sein. Interne wie auch externe Prozesse konnten durch den einheitlichen Markenauftritt einfacher standardisiert werden, welches zu positiven Synergieeffekten führte und noch führen wird. Immer häufiger wird im Luftfrachttransport nach Netzwerklösungen gesucht und diese können mit dem neu geschaffenen Markenauftritt am Markt angeboten werden. 1.3 Steuerungsinstrumente Die wachstumsorientierte Entwicklung finanzieller Leistungsindikatoren ist für die CHI NUE maßgeblich für den langfristigen Unternehmenserfolg. Die Steuerung, abgeleitet aus der im Vorjahr aufgestellten Strategie, erfolgt übergeordnet mit aggregierten Kennzahlen der Bazant-Gruppe, diese werden durch Kennzahlen der Einzelgesellschaften angereichert. Zu den finanziellen Leistungsindikatoren zählen vor allem die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern (EBT). Im Einklang mit der kurzfristig orientierten Strategie steuert und bewertet die Geschäftsführung die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren ebenfalls unter Berücksichtigung der kurzfristig prognostizierten Marktentwicklungen. In diesem Kontext kann es durch strategische Maßnahmen - beispielsweise die Umsetzung größerer Investitionsprojekte oder den Ausbau des nationalen Geschäfts - auch zu einer kurz- bis mittelfristigen Belastung der finanziellen Leistungsindikatoren kommen, solange langfristig eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unterstellt ist und die Maßnahmen nicht mit unverhältnismäßig hohen Risiken für die Gesellschaft behaftet sind. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen In den letzten Jahren wurde das weltwirtschaftliche Umfeld von zahlreichen Krisen beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2023 wirkten sich vor allem die langsame Erholung nach der COVID-19-Pandemie, der Krieg in der Ukraine, hohe Inflationsraten und der Nahost-Konflikt negativ auf die Weltwirtschaft aus und sorgten weiterhin für Unsicherheit. Im Jahr 2023 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam in einem krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen und ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur. Dies verhinderte die Fortsetzung der Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020. 1 Die meisten Dienstleistungsbereiche weiteten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahr dennoch aus und stützten somit die Wirtschaft. Allerdings fiel der Anstieg insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich "Information und Kommunikation" mit einem Plus von 2,6 Prozent, der damit seine langjährige Wachstumsgeschichte fortsetzte. Auch die Bereiche "Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit" (+1,0 Prozent) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 Prozent) legten leicht zu. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich "Handel, Verkehr und Gastgewerbe" um 1 Prozent zurück. 2
1 Destatis Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt
2023 für Deutschland" (15. Januar 2024, Berlin)
Der private Konsum sank angesichts hoher Verbraucherpreise 2023 preisbereinigt um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders betroffen waren Bereiche, in denen die Preise entweder auf hohem Niveau stagnierten oder weiter stiegen. Die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte sanken besonders stark (-6,2 Prozent). Auch der Staat reduzierte erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben um 1,7 Prozent, vor allem bedingt durch den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. 3 Im Kontext des Welthandels verzeichneten die deutschen Exporte im Jahr 2023 einen Rückgang um 1,8 Prozent, während die Importe aufgrund der schwachen Binnennachfrage um 3,0 Prozent sanken. Trotz des Rückgangs trugen die Nettoexporte positiv zum Bruttoinlandsprodukt bei. Die globale Nachfrageverschiebung von Waren zu Dienstleistungen und der Abbau von Lagerbeständen in wichtigen Märkten belasteten den deutschen Außenhandel. Nach der Lagerkorrektur wird eine schrittweise Erholung erwartet. Die Außenhandelspreise, beeinflusst von den Energiepreisschwankungen durch den Ukraine-Krieg, sind nach starken Anstiegen 2022 im Jahr 2023 deutlich gesunken. Dies führte zu einer Verbesserung der Terms of Trade um 4,2 Prozent und einer Erhöhung des Leistungsbilanzüberschusses von 4,4 Prozent auf 6,8 Prozent des BIP. Für 2024 wird ein weiterer, aber moderater Anstieg des Leistungsbilanzüberschusses auf rund 7,5 Prozent erwartet. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Die Wirtschaftsleistung wurde 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland erbracht, was einem Anstieg von 0,7 Prozent oder 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht und einen neuen Höchststand darstellt. Die Zunahme der Beschäftigung wurde durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung unterstützt. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand nahezu ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. 4
3 Destatis Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt
2023 für Deutschland" (15. Januar 2024, Berlin)
Der Luftfrachtverkehr verzeichnete im Jahr 2021 einen außergewöhnlichen Anstieg, hauptsächlich aufgrund der erhöhten Nachfrage nach hochwertigen und zeitkritischen Gütern, die für die Produktion von Impfstoffen während der globalen Pandemie benötigt wurden. Dies führte zu einem Rekordjahr, in dem die Luftfrachtindustrie weltweit stark gefordert war. Im Jahr 2023 hingegen erlebte die Branche einen Rückgang, wobei insgesamt 58 Millionen Tonnen Luftfracht befördert wurden. Diese Entwicklung war vor allem auf die Normalisierung der Warenströme zurückzuführen, nachdem die besondere Nachfrage infolge der Pandemie abgeflacht war. 5 Unter dem Strich war 2023 für die Luftfracht daher kein gutes Jahr. Laut der International Air Transport Association (IATA) blieb die internationale Verkehrsleistung der Luftfrachtgesellschaften immer noch 3,8 Prozent unter dem Niveau von 2019, was darauf hinweist, dass die Erholung nach der Pandemie langsamer verläuft als erhofft. Besonders in Europa war der Rückgang der Luftfrachtverkehrsleistung mit einem deutlichen Rückgang der Frachtraten verbunden, was die Wettbewerbssituation weiter verschärfte. 6 Im Jahr 2023 verzeichnete der deutsche Luftfrachtmarkt einen leichten Aufwärtstrend gegen Ende des Jahres, wie aus den Daten des Verbands der Air Cargo Abfertiger Deutschlands (VACAD) hervorgeht. Dies zeigte sich durch eine Zunahme der umgeschlagenen Mengen im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieser positiven Entwicklung blieben die Gesamttonnage-Zahlen für das Jahr unter denen des Vorjahres, was teilweise auf verschärfte europäische Zollvorschriften zurückzuführen ist. Diese haben dazu geführt, dass sich Luftfrachtaktivitäten zunehmend in die Benelux-Staaten verlagern, was eine Herausforderung für die deutsche Luftfrachtindustrie darstellt und die Notwendigkeit einer Anpassung der Regularien betont. 7
Mit Blick auf die genauen Zahlen im Jahr 2023, lässt sich dennoch festhalten, dass Frankfurt am Main nach wie vor die Luftfrachtumschläge deutlich dominiert. Der Flughafen Frankfurt (Frankfurt Airport) verzeichnete rund 1,93 Millionen Tonnen Luftfracht, gefolgt von Leipzig/Halle mit etwa 1,4 Millionen Tonnen und Köln/Bonn mit rund 0,9 Millionen Tonnen. Dies unterstreicht die zentrale Rolle Frankfurts als einer der größten Frachtflughäfen weltweit, geprägt durch seine herausragende Lage, die Präsenz zahlreicher Logistikdienstleister und eine exzellente Verkehrsanbindung. 8 2.2 Geschäftsverlauf einschließlich Geschäftsergebnis Die Umsatzerlöse sind von TEUR 15.405 im Vorjahr auf TEUR 14.359 im Berichtsjahr erneut gesunken (um 6,8%). Die CHI NUE weist nach einem leicht positiven Ergebnis vor Steuern von TEUR 155 im Vorjahr ein negatives Ergebnis vor Steuern von TEUR -1.358 im Berichtsjahr aus. Die EBT-Marge verschlechterte sich von 1,0% im Vorjahr auf nun -9,5%. Das Tonnagevolumen hat sich von 117.119 Tonnen im Vorjahr auf 94.815 Tonnen im Berichtsjahr verringert. Der Importanteil liegt bei 27,0% (Vorjahr: 26,2%), der Exportanteil bei 73,0% (Vorjahr: 73,8%) und ist damit fast unverändert geblieben. 2.3 Lage der CHI NUE Cargo Handling GmbH 2.3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 122 auf TEUR 3.749 (Vorjahr: TEUR 3.871) vermindert. Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr um TEUR 40 auf TEUR 1.634 (Vorjahr: TEUR 1.594) erhöht. Den Anlagenzugängen in Höhe von TEUR 658 stehen vor allem Abschreibungen in Höhe von TEUR 607 (Vorjahr: TEUR 662) und Anlagenabgänge zu Restbuchwerten in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 36) gegenüber. Aus den Anlagenabgängen ergaben sich netto Buchverluste in Höhe von TEUR 11. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 betrug 43,6% (Vorjahr: 41,2%). Das Anlagevermögen ist durch das Eigenkapital zu 10,6% (Vorjahr: 98,0%) gedeckt. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 Anteile in die NUE Services GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 552 investiert. Die Finanzierung der Anteile erfolgte durch das geführte Cash-Pooling bei der Mainorden Holding GmbH. Das Umlaufvermögen hat sich im Jahr 2023 um TEUR 170 auf TEUR 2.080 (Vorjahr: TEUR 2.250) vermindert und hat einen Anteil an der Bilanzsumme von 55,5% (Vorjahr: 58,1%). Der Rückgang des Umlaufvermögens ist dabei vor allem auf die Forderung aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die sonstigen Vermögengegenstände im Berichtsjahr belaufen sich auf 7 TEUR (Vorjahr TEUR 34). Das Eigenkapital ist aufgrund des Jahresfehlbetrages auf TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 1.562) gesunken. Die Eigenkapitalquote hat sich infolge des niedrigeren Eigenkapitals und der geringeren Bilanzsumme von 40,3% im Vorjahr auf 4,6% im Berichtsjahr verringert. Die Rückstellungen erlebten eine Erhöhung um TEUR 54 auf TEUR 307 (Vorjahr: TEUR 253). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 191) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 15). Die Verbindlichkeiten haben sich von TEUR 2.057 im Vorjahr auf TEUR 3.269 im Berichtsjahr erhöht. Die Verbindlichkeiten haben einen Anteil an der Bilanzsumme von 87,2% (Vorjahr: 53,1%). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrafen ausschließlich Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Finanzierung der Erweiterung des Fuhrparks in Vorjahren. Die Verbindlichkeiten haben sich im Berichtsjahr auf TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 5) erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 104 auf TEUR 662 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit TEUR 2.313 (Vorjahr: TEUR 1.239) größtenteils gegenüber der Mainorden Holding GmbH, Wiesbaden, aus dem gruppenweiten Cash-Pooling. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Steuerverbindlichkeiten. 2.3.2 Finanzlage Die CHI NUE verfügt bis auf den in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestand über keine eigenen finanziellen Mittel, da die Gesellschaft in das gruppenweite Cash-Pooling der Bazant-Gruppe eingebunden ist. Sie greift daher bei Bedarf auf finanzielle Mittel aus dem Cash-Pool mit der Mainorden Holding GmbH, Wiesbaden, zurück, die Cash-Pool-Führer ist. Nach § 5 des Cash-Pooling-Vertrags hat die Gesellschaft einen vereinbarten Gesamtkreditrahmen in Höhe von TEUR 3.000 mit dem Cash-Pool-Führer. Zum 31. Dezember 2023 wurden finanzielle Mittel aus dem Cash-Pool in Höhe von TEUR 2.158 (Vorjahr: TEUR 1.109 ) in Anspruch genommen. Über die Cash-Pool-Verbindlichkeiten wurde gemäß § 8 des Cash-Pooling-Vertrags der Rangrücktritt zwischen den beiden Vertragsparteien vereinbart. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 2.3.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse verminderten sich im Berichtsjahr um TEUR 1.046 auf TEUR 14.359 (Vorjahr: TEUR 15.405). Der Materialaufwand ist im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 179 auf TEUR 5.763 (Vorjahr: TEUR 5.943) gesunken. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 278 auf TEUR 5.719 (Vorjahr: TEUR 5.442) erhöht. Die Personalintensität ist von 35,3% im Vorjahr auf 39,8% im Berichtsjahr gestiegen. Die Rohertragsmarge zzgl. Personalaufwand (also Material- und Personalaufwand zu Umsatzerlösen) hat sich von 26,1% im Vorjahr auf 20,0% im Berichtsjahr verringert. Der Rückgang der Abschreibung auf das Anlagevermögen um TEUR 56 auf TEUR 607 (Vorjahr: TEUR 663) ist auf geringe Ersatzinvestitionen im Berichtsjahr und in den Vorjahren zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 421 auf TEUR 3.696 (Vorjahr: TEUR 3.275) erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Rechts- und Beratungskosten (TEUR 291) und der Mietleasingkosten (TEUR 152) zurückzuführen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) hat sich um TEUR 1.513 auf TEUR -1.358 (Vorjahr: TEUR 155) 9 verringert. Die Gesellschaft weist nach einem Jahresüberschuss im Vorjahr in Höhe von TEUR 126 im Berichtsjahr einen Jahresdefizit in Höhe von TEUR -1.389 aus. 2.3.4 Gesamtaussage Mit einem Umsatzverlust von rund 7% im Vergleich zum Vorjahr konnte sich CHI NUE nicht der allgemeinen Marktentwicklung entziehen. Die Wiederaufnahme vieler Flugverbindungen weltweit bei gleichzeitig schwacher Wirtschaftsentwicklung führten nicht nur zu sinkenden Frachtmengen, sondern teilweise auch zu einer regionalen Umverteilung. Die Umsatzverluste konnte durch einen leicht niedrigeren Materialeinsatz nicht aufgewogen werden. Auch steigende Personalkosten und steigende sonstige Betriebsaufwendungen ließen keine Gegensteuerung zu, was letztendlich zu dem schlechten Jahresergebnis führte.
9 Korrektur der Vorjahresangabe
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 - insbesondere im Bereich der Umsatzerlöse und des Ergebnisses nicht die Erwartungen erfüllt hat. Für das Jahr 2023 wurden Umsatzerlöse von rd. TEUR 15.900 sowie ein Ergebnis vor Steuern von rd. TEUR 500 erwartet. Dies hätte einer EBT-Marge von 3,0% entsprochen. 3 Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikomanagementsystem Als Unternehmen in der Transport- und Logistikbranche, insbesondere im Luftfrachthandling und in der Frachtlagerung ist die CHI NUE Cargo Handling GmbH unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Allgemein werden diese Risiken und Chancen abgewogen und die Unternehmenssteuerung danach ausgerichtet. Nicht alle Risiken lassen sich ausschließen bzw. vorhersehen. Durch die Implementierung und ständige Erweiterung des Risikomanagementsystems werden bekannte Risiken nach Eintrittsmöglichkeiten und Auswirkungen klassifiziert. Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken haben wir ein umfassendes tägliches Kontrollsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert (DMS). Dieses System wird zur Anpassung an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickelt. Die Geschäftsführung wird zudem monatlich durch eine zentralisierte betriebswirtschaftliche Analyse (BWA) über die Umsatz- und Aufwandsentwicklung sowie einen Forecast auf das Gesamtjahr umfassend in Kenntnis gesetzt, um bei Planabweichungen geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können bzw. bei negativen Entwicklungen entgegenzusteuern. Nach dem Ausbruch der Coronapandemie im Frühjahr 2020 wurde für die gesamte Bazant-Gruppe eine Pandemie-Notfallplanung aufgesetzt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet, die im Berichtsjahr infolge der weiterhin bestehenden Pandemie und der Virusmutationen fortgeführt wurden. Es erfolgte eine fortlaufende Überprüfung, ob eingerichtete Maßnahmen ausreichen, oder ob nachzusteuern ist. Entsprechende Informationen werden über die Führungskräfte regelmäßig kommuniziert und aktualisiert. 3.2 Risikobericht Im Folgenden werden die Risiken erläutert, die wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit beziehungsweise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und/oder die Reputation der CHI NUE haben könnten. Auf die Darstellung nicht wesentlicher Risiken wurde vorliegend verzichtet. 3.2.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken Die aktuellen hohen Inflationsraten könnten sich negativ auf das verfügbare Einkommen privater Haushalte auswirken. Diese Tatsache, zusammen mit Unsicherheiten über die zukünftige Entwicklung der Inflationsraten, könnte zu einer Verringerung der Konsumnachfrage führen und sich auf das Frachtvolumen auswirken. Zinserhöhungen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation könnten weitreichendere Auswirkungen auf die Refinanzierung von Staaten und Unternehmen sowie auf die globale Wirtschaftsentwicklung haben, als ursprünglich erwartet. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass sich die globale wirtschaftliche Entwicklung stärker abkühlt als prognostiziert, was die Konsumnachfrage beeinträchtigen könnte. Langanhaltend hohe Energiepreise könnten auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie beeinträchtigen und die Position Deutschlands im Luftverkehr schwächen. Der Welthandel könnte sich in Richtung mehr nationalen Protektionismus entwickeln, was die exportorientierte deutsche Wirtschaft beeinträchtigen könnte. Abgesehen von den wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Konflikts gibt es weltweit viele geopolitische Krisenherde, die sowohl die wirtschaftliche Entwicklung als auch den Luftverkehr belasten könnten. Die Abschätzung der Folgewirkung und der finanziellen Auswirkungen insbesondere der durch die Bundesregierung beschlossenen Gegenmaßnahmen sind für die Wirtschaft im Allgemeinen und für die CHI NUE im Speziellen zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts nur schwer einzuschätzen und ebenso wenig umfänglich prognostizierbar. Für die CHI NUE hat die Coronapandemie allerdings keine negativen Auswirkungen gehabt. Durch die Tätigkeit in der inländischen Transport- und Logistikbranche, insbesondere im Luftfrachthandling und in der Frachtlagerung, unterliegt die CHI NUE kurzfristigen konjunkturellen Risiken, denen sich die Gesellschaft nicht entziehen kann und die der gesamten Branche drohen können. Der Aufwärtstrend könnte durch ein erneutes Aufflackern der europäischen Schuldenkrise, Schwächungen der EU und des Euroraums durch divergierende Interessen der Mitgliedsländer oder auch in Folge neuer Regierungskonstellationen gebremst oder gestoppt werden. Die globale Wirtschaftsentwicklung könnte von den vorgenannten Faktoren ebenso negativ betroffen sein, wie protektionistische Tendenzen zwischen großen Wirtschaftsräumen und wirtschaftliche oder geopolitische Krisen negative Konsequenzen auf das Wachstum haben können. Solche Entwicklungen, wie eine andauernde Eskalation des Handelskrieges der USA mit China in Form von Strafzöllen, können erhebliche Auswirkungen auf die globale und regionale Luftverkehrsentwicklung haben und sich damit auch ungünstig auf die CHI NUE auswirken. Die derzeit bestehenden Risiken in China (Strukturwandel), Nahost (geopolitische Spannungen) und der Krieg in der Ukraine könnten dämpfend auf die Weltwirtschaft und in der Folge auf die exportorientierte deutsche Wirtschaft wirken, mit Konsequenzen auch für das Flughafen-Geschäft der CHI NUE. Gleichfalls dämpfend auf die Wirtschaftsentwicklung würden Rohöl-Preisschocks durch eine sich verstärkende instabile geopolitische Lage in Nahost wirken. Kerosinpreissteigerungen in der Folge würden zusätzlich die Nachfrage- und damit auch die Angebotsentwicklung beeinträchtigen. Politische und regulatorische Entscheidungen auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene beeinflussen die Luftfahrtbranche nach wie vor. Wenn es aus den vorgenannten Gründen zu Entwicklungsbeeinträchtigungen im Luftverkehr käme, könnte dies negative Folgen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CHI NUE haben. Daher beobachtet die Geschäftsführung der CHI NUE die Angebots- und Nachfrageentwicklung des Luftverkehrs weiterhin genau, um bei Bedarf im Rahmen der Möglichkeiten Gegenmaßnahmen einzuleiten. Aufgrund der beschriebenen Lage schätzt die Geschäftsführung der CHI NUE insgesamt die potenzielle Schadensstufe der gesamtwirtschaftlichen Faktoren als "sehr hoch" ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich negative gesamtwirtschaftliche Entwicklungen in derartigem Maße auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken könnten, wird als "möglich" eingeschätzt. 3.2.2 Markt-, Wettbewerbs- und regulatorische Risiken Der Erfolg eines Frachtdienstleisters ist neben einem attraktiven Angebot abhängig von den Airlines und dem damit verbundenen weltweiten und dichten Streckennetzwerk, der Flottenstruktur und dem Tarifangebot durch die Fluggesellschaften sowie der Konsolidierungsfreudigkeit des dazugehörigen multimodalen Fixkostenspediteure, der diese Empfangs- bzw. Abgangsflughäfen auch mit dementsprechendem Frachtvolumen bedient. Dieses Frachtvolumen des Spediteurs wird seinerseits wieder stark von der Industrie, die der Spediteur und derer Tradelanes, die er bedient, geprägt. Gedämpfte globale Wirtschaftsentwicklung und zunehmender Wettbewerbsdruck in allen Verkehrsbereichen haben in der Vergangenheit zu Konsolidierungen und teils auch zu Insolvenzen bei Fluggesellschaften sowie Handlingsgesellschaften geführt. Verstärkt durch die Coronapandemie und der weltweit geltenden Reise- und Kontaktbeschränkungen verursachten Unsicherheiten trotz der vereinzelten Staatshilfen ist in Zukunft eine Marktkonsolidierung als sehr wahrscheinlich anzusehen. Das Frachtaufkommen am Frankfurter Flughafen war allerdings weit weniger von der Coronapandemie betroffen als der Passagierverkehr. Während der Passagierverkehr zeitweise zum Erliegen kam, konnte Frankfurt in der Rolle als führender Fracht-Umschlagplatz in Europa für die notwendige Verteilung des Coronaimpfstoffs sorgen und bildete somit eine kritische Infrastruktur für medizinische Güter und Waren. In der Luftfracht fallen, die aus dem EU-Luftraum verbannten, russischen Gesellschaften aus, während die westlichen Fluggesellschaften den Luftraum über dem größten Staat der Erde nicht mehr nutzen können. Passagier- und Frachtflüge nach Asien müssen weiter südlich liegende Routen nehmen, um den russischen Luftraum zu meiden. Nach Angaben von Lufthansa Cargo verlängern sich Flüge aus Mitteleuropa nach Japan, Korea und China teils um mehrere Stunden und können bis zu 20% weniger Fracht mitnehmen. Mit dem Umfliegen des russischen Luftraums sind für einige Fluggesellschaften die meisten Passagier- und Frachtflüge nach Asien daher nicht mehr wirtschaftlich. Ausfälle in der Luftfracht könnten die globalen Lieferkettenprobleme weiter verschärfen. Politische und regulatorische Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen beeinflussen weiterhin die Luftfahrtbranche. Maßnahmen zum Klima- und Lärmschutz sowie Steuern und Gebühren können Flugreisen verteuern und den internationalen Luftverkehr einseitig beeinflussen. Dies könnte strukturelle Wettbewerbsnachteile für den deutschen und europäischen Luftverkehr bedeuten. Eine große Herausforderung ist unverändert der Fachkräftemangel. Der Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte hat sich aufgrund der aktuellen konjunkturellen Lage und der damit verbundenen Auslastung der Unternehmen im Allgemeinen und der Gesellschaften der Bazant-Gruppe im Speziellen weiter verschärft. Aus der Coronapandemie heraus ist z.B. die Nachfrage nach Fachkräften im Bereich der Digitalisierung und damit der Wettbewerb um entsprechende Fachkräfte weiter angestiegen. Die Nachfrage nach gutem qualifiziertem Personal betrifft alle Bereiche und Branchen der Wirtschaft. Mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung zur rechtzeitigen Erkennung von potenziellen Veränderungen mit negativen Folgen für das Geschäft, aber auch einer ausgewogenen bedarfsorientierten Ausbauplanung, begegnet die Geschäftsführung der CHI NUE diesen Risiken. Angesichts des dynamischen Marktumfelds schätzt die Geschäftsführung die potenzielle Auswirkung (Schadensstufe) dieser Risiken als "sehr hoch" und die Eintrittswahrscheinlichkeit als "möglich" ein. 3.2.3 Finanzwirtschaftliche Risiken Die CHI NUE unterliegt Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Preisänderungsrisiken aus der Veränderung von Zinssätzen oder Währungskursen. Zinsrisiken resultieren insbesondere aus dem mit Investitionen einhergehenden Kapitalbedarf. Ihnen wird vor allem durch die Vereinbarung von festen Zinssätzen begegnet. Wechselkursänderungsrisiken ist die Gesellschaft nicht ausgesetzt, da die Geschäfte fast ausschließlich in Euro abgewickelt werden. Die Geschäftsführung der CHI NUE schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit von Preisänderungsrisiken daher als "unwahrscheinlich", die mögliche potenzielle Auswirkung (Schadensstufe) als "gering" ein. Den bestehenden Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begegnet die Geschäftsführung der CHI NUE durch ein aktives Forderungsmanagement und Mahnwesen. Auf zweifelhafte oder ausfallgefährdete Forderungen werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Geschäftsführung der CHI NUE schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos daher als "möglich", die mögliche potenzielle Auswirkung (Schadensstufe) als "mittel" ein. Aus der aktuellen Situation auf den Finanzmärkten sowie deren Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Lage, insbesondere die Liquiditätssituation und die zukünftige mögliche Kreditvergabepraxis der Banken, können sich Ausfall- und Liquiditätsrisiken ergeben. Als eine Gegensteuerungsmaßnahme verfolgen die Gesellschaften der Bazant-Gruppe eine Cash Pooling Strategie und sichern damit die Mittelbeschaffung, zum Beispiel für anstehende Investitionen und Tilgungen. Die finanziellen Mittel aus dieser strategischen Liquiditätsreserve stehen unverändert zur Verfügung. Die Geschäftsführung der CHI NUE schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als "unwahrscheinlich", die mögliche potenzielle Auswirkung (Schadensstufe) als "gering" ein. 3.3 Chancenbericht 3.3.1 Gesamtwirtschaftliche Chancen Für die Wirtschaftsleistung in Deutschland zeichnet sich nach Einschätzung mehrerer Wirtschaftsforschungsinstitute für das laufende Jahr ein Rückgang ab. So erwartet etwa das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 0,2 Prozent. Für 2024 rechnet das IfW nun mit einem Plus von 0,2. Die Inflation dürfte sich in den kommenden Monaten deutlich verringern und 2024 2,4 Prozent betragen. Der globale Luftverkehr bietet die zentrale infrastrukturelle Basis für die inzwischen stark internationalisierte Weltwirtschaft. Unterstützt wird dies durch die Entwicklung in verschiedenen Entwicklungs- und Schwellenländern mit anhaltend günstigen Wachstumsperspektiven. Hier trägt der Anstieg des Lebensstandards überproportional zum Wachstum des Luftverkehrs bei, auch deshalb, weil eine landseitige Verkehrsinfrastruktur größtenteils nicht gut entwickelt ist. 3.3.2 Unternehmensstrategische Chancen Eine kontinuierliche Optimierung wesentlicher Geschäftsprozesse sowie eine stetige Kostenkontrolle sind von essenzieller Bedeutung, um eine stabile Profitabilität und Kapitalrendite zu gewährleisten. Die Geschäftsführung der CHI NUE ist der Meinung, dass die Möglichkeiten zur weiteren Optimierung der Kostenstrukturen innerhalb der Bazant-Gruppe noch nicht voll ausgeschöpft sind. Es gehört zu den Aufgaben der Unternehmensführung, kontinuierlich die Organisation daraufhin zu untersuchen, wie diese effektiver und effizienter gestaltet werden kann. Chancen für eine Verbesserung der Prozesse ergeben sich nicht nur innerhalb der Bazant-Gruppe, sondern auch in der Zusammenarbeit mit den Kunden und Lieferanten. Daher ist die Geschäfts-führung der CHI NUE bestrebt, auch an diesen Schnittstellen regelmäßig die Prozesse zu überprüfen und weitere Potenziale zu heben, die sich positiv auf das Unternehmensergebnis und die gelieferte Qualität auswirken. Die Gesellschaft ist kontinuierlich bestrebt, organisatorische und prozessbezogene Verbesserungen zu realisieren. Daher hat die Geschäftsführung der CHI NUE auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 einen Fokus daraufgelegt, hier zusätzliche Impulse zu setzen, so auch im Rahmen eines prozessorientierten Qualitätsmanagements, um unter anderem die Prozessorientierung im Unternehmen weiter zu verankern und zu stärken. 3.4 Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung werden allenfalls in einem intensiven Wettbewerbsumfeld bei jedoch günstiger branchenspezifischer Entwicklung gesehen. Vor dem Hintergrund der derzeitigen finanziellen Stabilität der Bazant-Gruppe sieht man sich für die Bewältigung der künftigen Chancen und Risiken gut gerüstet. Nach Überprüfung der Chancen- und Risikolage kommen wir zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts zu dem Ergebnis, dass alle uns bekannten Risiken durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt sind und keine bestandsgefährdenden Risiken bestehen. 4. Prognosebericht Der weltwirtschaftliche Ausblick für das Jahr 2024 ist mit hohen Unsicherheiten behaftet. Der weitere Verlauf des Ukraine-Krieges, die damit verbundenen ökonomischen Folgen sowie die künftige Inflationsdynamik und die daraus resultierenden Straffungsmaßnahmen der Zentralbanken bestimmen die Prognosen der Wirtschaftsinstitute. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum für 2024 von im Januar geschätzten 3,1% leicht auf 3,2% angehoben und geht für 2025 ebenfalls von 3,2% aus. Er verwies auf den Rückgang der Energiepreisschocks und das wieder steigende Arbeitskräfteangebot, zu dem in vielen Industrieländern die Einwanderung beiträgt. Der IWF mahnte jedoch, dass die insgesamt festzustellende Stabilität der Weltwirtschaft ein "enormes Gefälle zwischen den Ländern" verberge. Zudem rechnet er damit, dass sich die Inflation weltweit auf eine durchschnittliche Jahresrate von 5,9% im laufenden Jahr und 4,5% im Jahr 2025 abkühlen wird. 2023 hatte sie bei 6,8% gelegen. 11 Laut der Prognose des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, auch Wirtschaftsweise genannt, wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Auch die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose nach unten. Im folgenden Jahr 2025 soll das BIP laut Wirtschaftsweise um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen. 12 Für 2024 prognostiziert die Bundesregierung eine moderate Belebung des Welthandels um etwa drei Prozent. Deutsche Absatzmärkte sollen ähnlich wachsen, besonders in Europa. Frühindikatoren deuten jedoch auf ein schwaches Winterhalbjahr hin, mit negativen Exporterwartungen und schlechten Auftragsbeständen. Eine graduelle Erholung der Auslandsnachfrage wird im Laufe des Jahres erwartet, mit einer erwarteten Exportwachstumsrate von 0,6 Prozent und einer Importwachstumsrate von 0,8 Prozent, wodurch kein Wachstumsimpuls vom Außenbeitrag zu erwarten ist. 13 Basierend auf der erwarteten Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie unter Berücksichtigung der finanziellen Lage der Fluggesellschaften geht die International Air Transport Association (IATA) für 2024 von einem weltweiten Passagierwachstum, bezogen auf die verkauften Passagierkilometer (RPK), von 11,6 % gegenüber 2023 aus. Das Passagierniveau vom Basisjahr 2019 wurde im Februar 2024 erreicht.
11
https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/04/16/world-economic-outlook-april-2024
Der Airports Council International (ACI) geht im Jahr 2024 für Europa von einer vollständigen Erholung des Passagierverkehrs aus und erwartet ein Plus von 6 % gegenüber dem Vorkrisenniveau. Für Deutschland rechnet der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft lediglich mit einem Sitzplatzangebot von 89 % des Passagierniveaus von 2019. Die vergleichsweise geringe Erholungsrate wird unter anderem mit höheren Standortkosten begründet. 14 Für das Jahr 2024 prognostiziert die Geschäftsleitung der CHI NUE auf Grundlage der Betriebswirtschaftlichen Analyse (BWA) für Mai 2024 Umsatzerlöse in Höhe von etwa TEUR 14.400 und ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von etwa TEUR 120. Im Jahr 2025 wird sowohl bei den Umsatzerlösen als auch beim Ergebnis vor Steuern ein leichter Anstieg erwartet. In Abhängigkeit vom weiteren Verlauf des Kriegs in der Ukraine, des Nahost-Konflikts, sowie der geopolitischen Entwicklungen sind Abweichungen von den gegebenen Prognosen möglich.
Nürnberg, den 2. Oktober 2024 Soheyl Rahmani-Teherani, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die CHI NUE Cargo Handling GmbH hat ihren Sitz in Nürnberg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRB 33379 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der §§ 242 ff., 264 ff. des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung des Anhangs wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses werden Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber den CHI-/Mainorden-Gesellschaften (Bazant-Gruppe) unter den Forderungen gegen bzw. den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden mit Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verrechnet, soweit die Aufrechnungslage dies ermöglicht. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden die in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung anzugebenden Davon-Vermerke teilweise in den Anhang aufgenommen. 2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten auf der Aktivseite sind - sofern unten nicht abweichend vermerkt - nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Die nachstehenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt, wenn diese bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt. Die nachfolgend beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens und das Sachanlagevermögen werden zum Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Anschaffungskosten und dem Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens abzüglich der Schulden zum Zeitpunkt der Übernahme eines Unternehmens und wird grundsätzlich linear abgeschrieben. Aufgrund der vielfältigen und heterogenen Einflussfaktoren auf die Nutzung des aktivierten Geschäfts- oder Firmenwertes war es nicht möglich, seine Nutzungsdauer verlässlich zu schätzen. Daher wurde für die planmäßige Abschreibung der gesetzlich vorgesehene Höchstzeitraum vom 10 Jahren zugrunde gelegt. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden Nutzungsdauern vorgenommen:
Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten bis EUR 800,00 nicht überschreiten, werden nach § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgten im Berichtsjahr nicht. Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert außerplanmäßig abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen auf die Nettoforderungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Den allgemeinen Kredit-, Zins- und Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird ggf. durch eine Pauschalwertberichtigung auf die einzelwertberichtigten Nettoforderungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand wird mit dem Nominalwert angesetzt. Aktive latente Steuern wurden nicht angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen enthalten alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelter durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Angaben zu den Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen Kommanditanteile an der NUE Cargo Services GmbH & Co. KG, Nürnberg. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Kautionsforderungen in Höhe von TEUR 3 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt EUR 25.000,00 und ist vollständig eingezahlt. Es wird von der Mainorden 2 Holding GmbH, Wiesbaden, (Alleingesellschafterin) gehalten. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 5) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit über einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen wie im Vorjahr nicht. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist durch Eigentumsübertragung der finanzierten Objekte abgesichert. Sämtliche anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind ungesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit TEUR 2.160 (Vorjahr: TEUR 1.110) gegenüber der Mainorden Holding GmbH, Wiesbaden, aus dem im Geschäftsjahr 2018 gruppenweit eingeführten Cash-Pooling sowie aus dem laufenden Leistungsverkehr mit Gesellschaften aus der Bazant-Gruppe. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Mainorden 2 Holding GmbH, Wiesbaden. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 130) aus Umsatzsteuer- sowie aus Lohn- und Kirchsteuerverbindlichkeiten. 3. Sonstige Angaben Angaben über die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Die Geschäfte der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2023 von Herrn Soheyl Rahmani-Tehrani (Kaufmann), Wetzlar, geführt. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Durchschnittliche Anzahl der im Jahr 2023 beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 131 (Vorjahr: 121) Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 34 Angestellte und 97gewerbliche Arbeitnehmer. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge und sonstige Einrichtungsgegenstände sowie aus Mietverträgen. Die finanziellen Verpflichtungen aus den Miet- und Leasingverträgen, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung sind, betrugen zum Abschlussstichtag insgesamt TEUR 933 (Vorjahr: TEUR 1.837). Von den Gesamtverpflichtungen betreffen TEUR 869 (Vorjahr: TEUR 1.602) das folgende Geschäftsjahr. Die verbleibenden Verpflichtungen weisen Laufzeiten über einem Jahr aus. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären, bestehen nicht. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft ist zusammen mit fünfanderen Gesellschaften der Bazant-Gruppe gemeinsame Darlehensnehmerin eines Bar- bzw. Eurokredits und Avalkredites bei der UniCredit Bank AG, Frankfurt am Main. Dieser Kredit ist aktuell mit einer Verbundrahmenlinie von TEUR 9.500 ausgestattet. Die Ausnutzung der Linie als Bar- und/oder Eurokredit ist auf insgesamt TEUR 6.000 begrenzt, von der zum Jahresende 2023 durch eine der anderen fünf Gesellschaften ein Betrag in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00) in Anspruch genommen wurde. Bei Nutzung dieser Kreditlinie kann jede der Gesellschaften - unabhängig von ihrer jeweiligen Inanspruchnahme - gesamtschuldnerisch zur Tilgung herangezogen werden. Mit der Verbundrahmenlinie sind Aval- Kredite in Höhe von TEUR 7.977 (Vorjahr: TEUR 7.817 abgedeckt. Die CHI NUE Cargo Handling GmbH selbst trägt zu dieser Inanspruchnahme mit einem Betrag von TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 179) bei. Sollte die UniCredit Bank AG aus diesem Aval-Kredit Leistungen erbringen müssen, besteht für die CHI NUE Cargo Handling GmbH ein Rückgriffsrisiko in Höhe der Inanspruchnahme der UniCredit Bank AG. Weitere Haftungsverhältnisse, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären, bestehen zum Abschlussstichtag ansonsten nicht. Insgesamt schätzt die Geschäftsführung der CHI NUE Cargo Handling GmbH das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen als gering ein, da die anderen Gesellschaften aus der Bazant-Gruppe ihren Verpflichtungen bis dato nachgekommen sind und aktuell kein Ausfallrisiko im Kreis der Gesellschaften aus der Bazant-Gruppe zu erkennen ist. Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird unter Inanspruchnahme der größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB verzichtet. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten, die die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen würden.
Nürnberg, den 2. Oktober 2024 Soheyl Rahmani-Teherani, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die CHI NUE Cargo Handling GmbH , Nürnberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der CHI NUE Cargo Handling GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CHI NUE Cargo Handling GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 2. Oktober 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Michael Conrad, Wirtschaftsprüfer ppa. David Schubert, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt. |
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