MARCO Systemanalyse und Entwicklung GmbH

Hans-Böckler-Straße 2, 85221 Dachau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 171775
Vorher
Kräutergarten GmbH
Eingetragen
16.1.2008
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Gegenstand
Analyse, Entwicklung und Vertrieb von elektronischen oder mechanischen Systemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Torsten Lukas
seit 1.7.2021
Geschäftsführer
Markus Dr. Krach
seit 20.5.2019
Prokura
Martin Reuter
seit 16.1.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 4 angezeigt

MARCO Systemanalyse und Entwicklung GmbH
Germany
355.650 €
52.11%
Martin Friedrich Reuter
Dachau
178.250 €
26.12%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MARCO Systemanalyse und Entwicklung GmbH

Dachau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 113.496,84 161.558,30
113.496,84 161.558,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.731.655,24 4.795.549,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.188.795,86 2.757.292,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 847.018,67 843.796,12
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.465,49 75.444,00
7.772.935,26 8.472.081,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 393.380,56 654.597,98
2. Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 51.872,01
393.380,56 706.469,99
8.279.812,66 9.340.109,99
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.304.260,07 12.118.070,89
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.191.899,78 6.595.462,39
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.720.108,52 - 1.380.914,80
19.216.268,37 20.094.448,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.249.842,81 2.142.586,60
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 445.535,36 4.255.166,15
3. Sonstige Vermögensgegenstände 11.168.199,06 516.957,63
18.863.577,23 6.914.710,38
III. Wertpapiere Sonstige Wertpapiere 500,00 500,00
500,00 500,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 452.104,57 12.504.402,04
38.532.450,17 39.514.060,50
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 205.711,83 145.155,76
47.017.974,66 48.999.326,25

PASSIVSEITE

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 682.500,00 682.500,00
2. Erworbene Eigene Anteile (355.650,00) (323.150,00)
326.850,00 359.350,00
II. Kapitalrücklage 324.970,85 1.162.921,09
III. Gewinnvortrag 29.467.702,73 25.414.763,59
IV. Jahresüberschuss 3.120.781,89 4.052.939,14
33.240.305,47 30.989.973.82
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 93.375,61 317.379,35
2. Sonstige Rückstellungen 3.926.875,05 6.857.637,03
4.020.250,66 7.175.016,38
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.602.576,46 5.839.794,32
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 929.802,13 1.746.851,60
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 142.827,45 63.174,12
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 796.621,29 679.870,76
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.285.591,20 2.504.645,25
- davon aus Steuern: EUR 377.582,56 (Vj.: EUR 412.187,33)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 7.984,17 (Vj.: EUR 11.096,44)
9.757.418,53 10.834.336.05
47.017.974,66 48.999.326,25

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 40.752.323,75 57.795.375,32
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 622.460,88 918.877.01
3. Gesamtleistung 41.374.784,63 58.714.252,33
4. Sonstige betriebliche Erträge 13.691.301,33 5.690.614,64
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (20.287.069,81) (26.672.168,81)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (6.680.860.89) (6.918.695,03)
(26.967.930.70) (33.590.863,84)
6. Rohergebnis 28.098.155,26 30.814.003,13
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (13.951.330,99) (15.165.818,26)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (3.723.014,70) (3.032.462,96)
- davon für Altersversorgung: EUR 871.135,95 (Vj.: EUR 42.650,82)
(17.674.345,69) (18.198.281,22)
8. Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (1.312.756,25) (1.376.040,38)
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (6.588.533,88) (6.541.031,37)
Betriebsergebnis 2.522.519,44 4.698.650,16
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.240,23 8.818,48
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (245.006,82) (180.396,24)
12. Finanzergebnis (242.766,59) (171.577,76)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 872.694,07 (455.602,09)
14. Ergebnis nach Steuern 3.152.446,92 4.071.470,31
15. Sonstige Steuern (31.665.03) (18.531,17)
16. Jahresüberschuss 3.120.781,89 4.052.939.14

ANHANG zum Jahresabschluss 31.12.2023

1. Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: MARCO Systemanalyse und Entwicklung GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Dachau
Registergericht: München
Registernummer: 171775

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Bilanz ist in Kontoform aufgestellt worden.

Die in § 266 Abs. 2 und 3 HGB bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Die in § 275 Abs. 2 HGB bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH erstellt einen Konzernabschluss. Dabei ist Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH, die oberste Konsolidierungsebene, sowohl des größten als auch des kleinsten Konsolidierungskreises. Der Konzernabschluss wird gemäß den Vorschriften des § 325 HGB im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und ist dort erhältlich.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen wurde unverändert zum Vorjahr wie folgt bewertet:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßige Abschreibung wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um die planmäßigen Abschreibungen vermindert.

Die planmäßige Abschreibung wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Eine Wertminderung erfolgt nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung.

Ausleihungen an Gesellschafter

Die Ausleihungen an Gesellschafter wurden zu Nennwerten angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellkosten beinhalten sowohl die Anschaffungskosten als auch den monetär bewerteten kalkulierten Zeitaufwand bis zur Fertigstellung. Die unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten mit dem entsprechenden Fertigstellungsgrad bewertet.

Bei den Vorräten wurden soweit erforderlich Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund von Lagerrisiken vorgenommen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zu Nennwerten angesetzt.

Pauschalwertberichtigungen sind i. H. v. 5 % des Nettoforderungsbestandes vorgenommen worden.

Für erkennbare Einzelrisiken wurde eine Einzelwertberichtigung gebildet.

Die Fremdwährungsforderungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen wurden zu Nennwerten angesetzt.

Für erkennbare Einzelrisiken wurde eine Einzelwertberichtigung gebildet. Darüber hinaus werden Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt.

Für erkennbare Einzelrisiken wurde eine Einzelwertberichtigung gebildet.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel, die sowohl bei Kreditinstituten als auch als Bargeldbestand vorhanden sind, wurden grundsätzlich zu Nennwerten am Bilanzstichtag bilanziert.

Die in Fremdwährung geführten Bankkonten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen wurden zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Bei Bildung der sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnungen

Erforderliche Währungsumrechnungen erfolgten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag, gemäß den Anforderungen aus §256a HGB.

3. Angaben zur Bilanz

Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind 2023 (9.757 Tsd. €) gegenüber 2022 (10.834 Tsd. €) rückläufig.

in Tsd. € RESTLAUFZEITEN
2022 < 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre Gesamt
gegenüber Kreditinstituten 2.518 3.322 5.840
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.747 1.747
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 63 63
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 680 680
Sonstige Verbindlichkeiten 2.505 2.504
7.513 3.322 10.834
in Tsd. € RESTLAUFZEITEN
2023 < 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre Gesamt
gegenüber Kreditinstituten 3.175 3.428 6.603
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 930 930
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 143 143
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 797 796
Sonstige Verbindlichkeiten 1.285 1.285
6.330 3.428 9.757

Rückstellungen

Die Rückstellungen sind in 2023 (4.020 Tsd. €) gegenüber 2022 (7.175 Tsd. €) rückläufig.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für Jahres- und Konzernabschlusskosten, Prüfungskosten, Gewährleistungsansprüche, Urlaubs-, Überstundenansprüche sowie Rückstellungen für Löhne und Gehälter.

3. Sonstige Rückstellungen 2023 2022
390100 Rückstellung Jahresabschluß u. Prüfungskosten 77.765 72.000
390300 Rückstellung Urlaub und Überstunden 949.922 875.000
391000 Rückstellung für Gewährleistungen 2.157.042 4.157.600
392000 Rückstellung für Berufsgenossenschaft 0 78.500
393100 Rückstellung Lohn und Gehalt 244.127 1.191.717

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt untergliedern;

nach Geschäftsbereichen:

Bergbau € 34.211.000,00 83,9%
Piezo/Sonstiges € 6.541.323,75 16,1%
€ 40.752.323,75 100,00%

nach geografischen Märkten:

Inland € 2.910.788,89 7,1%
Ausland ohne EU € 35.735.247,68 87,7%
EU-Ausland € 2.106.287,18 5,2%
€ 40.752.323,75 100,00%

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind verbucht der Verkauf der Marco Beijing ( 9.700 Tsd. €), der Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen (2.285 Tsd. €), sowie der Ertrag aus Forschungszuschüssen (1.089 Tsd. €).

5. Sonstige Pflichtangaben

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 297 Arbeitnehmer beschäftigt, davon in der

Verwaltung 47
Produktion/Entwicklung 250

Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Form von Leasing- und Mietkaufverträgen bestehen für 2024 voraussichtlich i. H. v. 450 Tsd. €.

Die Laufzeit der finanziellen Verpflichtungen beträgt für Leasing zwischen zwei und vier Jahren. Der Mietvertrag für den Standort in Unna bei Dortmund läuft bis Ende 2026, die übrigen Mietverträge unbegrenzt.

Die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird mit Verweis auf den Konzernabschluss der Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH unterlassen.

Als Geschäftsführer der Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH sind Herr Martin Reuter (Executive Officer) und Herr Torsten Lukas (Managing Director) bestellt.

Von der Schutzklausel gem. § 286 (4) HGB wurde Gebrauch gemacht.

Im Dezember 2023 ist Herr Dongjun Wang als Gesellschafter der MARCO Systemanalyse & Entwicklung GmbH ausgeschieden.

Die Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH ist mit einer Kapitaleinlage in Höhe von 10.000 RUB an der OOO Marco Automatika (Russland) beteiligt.

Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2021: 154.903 Tausend RUB

Beteiligung 100 %.

Gewinn im Geschäftsjahr 2021: 37.301 Tausend RUB

Wechselkurs 31.12.2021: 1 € : 85,30040 RUB

Die Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH ist mit einer Kapitaleinlage in Höhe von 63.000,00 UAH an der OOO Marco Donbass (Ukraine) beteiligt.

Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2017: 1.163.9000 UAH.

Beteiligung 100 %

Gewinn im Geschäftsjahr 2017: 36.000 UAH

Wechselkurs 31.12.2017: 1 € : 33,5365 UAH

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2018 bis 2022 aufgrund der Kriegswirren keinen Abschluss erstellt.

Die Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH ist mit einer Kapitaleinlage in Höhe von 20.000,00 UAH an der OOO Marco Systems GmbH (Kharkov) beteiligt.

Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2020: 830.100 UAH

Beteiligung 100 %

Gewinn im Geschäftsjahr 2020: 351,8 Tausend UAH

Wechselkurs 31.12.2020: 1 € : 34,4067 UAH

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021 und 2022 aufgrund der Kriegswirren keinen Abschluss erstellt.

Die Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH ist mit einer Kapitaleinlage in Höhe von 432.000.000 KRW an der Marco Korea System Analysis and Development Co. Ltd. (Südkorea) beteiligt.

Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023: 5.160.094.724,00 KRW

Beteiligung: 100 %

Gewinn im Geschäftsjahr 2023: 559.255.254 KRW

Wechselkurs 31.12.2023 1 € : 1.423,13 KRW

Die Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH ist mit einer Kapitaleinlage von 2.296.500 Tausend VND an der Marco Vietnam System Analysis and Development Co. Ltd. beteiligt.

Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023: 37.905.328.125 VND

Beteiligung: 100%

Gewinn im Geschäftsjahr 2023: 8.972.068.587 VND

Wechselkurs 31.12.2023: 1 € : 26.779VND

Die Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH ist mit einer Kapitaleinlage von 100.000 USD an der Marco System Analysis and Development LLC beteiligt.

Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023: 476.706,79 USD

Beteiligung: 100%

Gewinn im Geschäftsjahr 2023: 141.955,47 USD

Wechselkurs 31.12.2023: 1 € : 1,0903 USD

6. Verwendung des Jahresergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den zum 31.12.2022 vorhandenen Bilanzgewinn (32.588 Tsd. €), der sich aus dem Jahresgewinn (3.121 Tsd. €) und dem Gewinnvortrag (29.468 Tsd. €) zusammensetzt, auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Geschäftsjahr 2023 war insbesondere aufgrund der Entwicklung in China eine negative Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu verzeichnen. Vor dem Hintergrund der Ende April 2024 auslaufenden Kreditlinien wurde in Abstimmung mit den kreditgebenden Banken am 27. November 2023 ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben, welches nach der erfolgreichen Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen von einem Fortbestand der Gesellschaft ausgeht. Im April 2024 wurden die Kreditlinien bis zum 31.12.2026 verlängert, so dass vor diesem Hintergrund sowie der hohen Wahrscheinlichkeit der erfolgreichen Umsetzung der geplanten weiteren Maßnahmen, die Finanzierung der Gesellschaft und somit deren Fortbestand sichergestellt ist. Aus diesem Grund wird der Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Im Geschäftsjahr 2023 konnten nicht alle in den Kreditverträgen vereinbarten Finanzkennzahlen eingehalten werden. Auch für das Geschäftsjahr 2024 wird gemäß der im Rahmen des Sanierungskonzeptes erstellten Unternehmensplanung eine vereinbarte Finanzkennzahl nicht eingehalten werden. Die genannte Nichteinhaltung dieser einzelnen Finanzkennzahl im Sanierungszeitraum bis Ende 2025 wird seitens des betreffenden Kreditinstituts für sich alleine nicht als Nichteinhaltung der Kreditvereinbarung betrachtet.

Durch negative Entwicklungen der Gesamtwirtschaft, vor allem im Branchen- und Marktumfeld, besteht das Risiko, dass die weiteren vereinbarten Finanzkennzahlen in den folgenden Jahren nicht eingehalten werden können oder negative Abweichungen von Unternehmensplanungen auftreten können, so dass Nachverhandlungen mit den kreditgebenden Banken erforderlich werden. Grundsätzlich stellt dies ein bestandsgefährdendes Risiko dar.

 

Dachau, den 25.10.2024

Martin Reuter

Torsten Lukas

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH, Dachau

Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Anlagegüter Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.195.374,36 19.899,00 0,00 0,00 1.215.273,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.872.409.48 114,203,05 0.00 0.00 8.986.612.51
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.928.054.94 194.559.47 0.00 0,00 6.122.614.41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.022.296,86 306.865,34 78.653,96 0,00 3.250.508.24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen am Bau 75.444.00 166.017.15 235.995,66 0.00 5.465,49
Zwischensumme 17.898.205,26 781.645,01 314.649.62 0.00 18.365.200,65
III Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 654,597,98 0,00 261.217,42 0,00 393.380,56
2. Ausleihungen an Gesellschafter 51.872,01 0.00 51.872.01 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme 706.469,99 0.00 313.089,43 0,00 393.380.56
Endsumme 19.800.049.61 801.544.01 627.739.05 0.00 19.973.854.57
Abschreibungen
Anlagegüter Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.033.816,06 67.960.46 0,00 0,00 1.101.776,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.076.860,27 178.097.00 0,00 0,00 4.254.957,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.170.762.55 763.056,00 0.00 0.00 3.933.818,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.178.872.74 303.642.79 78.653,96 0.00 2.403.861,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen am Bau 0.00 0,00 0,00 0,00 0.00
Zwischensumme 9.426.495,56 1.244.795,79 78.653,96 0.00 10.592.637,39
III Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0.00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Gesellschafter 0.00 0,00 0,00 0.00 0,00
3. Beteiligungen 0.00 0,00 0,00 0.00 0,00
Zwischensumme 0.00 0.00 0.00 0,00 0.00
Endsumme 10.460.311.62 1.3.12.756.25 78.653.96 0,00 11.694.413.91
Zuschreibungen Buchwert
Anlagegüter Geschäftsjahr 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 0.00 113.496,84 161.558.30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 4.731.655,24 4.795.549,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.188.795,86 2.757.292,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 847.018,67 843.796.12
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen am Bau 0,00 5.465,49 75.444.00
Zwischensumme 0,00 7.772.935.26 8.472.081.70
III Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 393.380,56 654.597,98
2. Ausleihungen an Gesellschafter 0.00 0.00 51.872.01
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0.00
Zwischensumme 0.00 393.380.56 706.469.99
Endsumme 0.00 8.279.812,66 9.340.109,99

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH

I. Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand der marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH ist die Entwicklung und Produktion von Lösungen für den Bereich Bergbau und den Bereich Dosiertechnik. Im Bereich Bergbau werden sowohl elektronische als auch hydraulische Lösungen entwickelt, produziert und vertrieben. Im Bereich Dosiertechnik entwickelt die Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH Konzepte für Mikrodosierung und fertigt Gesamtsysteme für die Dosierung von flüssigen und pastösen Medien in Volumenbereichen von unter einem Mikroliter.

II. Entwicklung von Branchen und Gesamtwirtschaft im Geschäftsjahr

Die Weltwirtschaft im Jahr 2023 war geprägt von einer Reihe globaler Herausforderungen und Entwicklungen, die die wirtschaftliche Stabilität und das Wachstum vieler Länder beeinflussten:

a. Inflation und Zinspolitik:

Viele Länder, insbesondere in Europa und den USA, kämpften weiterhin mit hoher Inflation, die durch steigende Energiepreise und anhaltende Lieferkettenprobleme getrieben wurde. Zentralbanken, vor allem die Federal Reserve und die Europäische Zentralbank, reagierten mit Zinserhöhungen, um die Inflation zu kontrollieren. Dies belastete das Wachstum und führte in manchen Regionen zu einer Abschwächung der Wirtschaft.

b. Erholung nach der Pandemie

Trotz der wirtschaftlichen Erholung nach der COVID-19-Pandemie blieben viele Volkswirtschaften von strukturellen Problemen betroffen. Arbeitskräftemangel in bestimmten Sektoren und Veränderungen im Konsumverhalten bremsten die volle Rückkehr zu vorherigen Wachstumsraten.

c. Ukraine-Krieg und geopolitische Spannungen

Der Krieg in der Ukraine belastete weiterhin die Energie- und Nahrungsmittelmärkte, besonders in Europa. Die Sanktionen gegen Russland und Unterbrechungen in den globalen Lieferketten führten zu Unsicherheiten auf den Märkten. Gleichzeitig verschärften sich geopolitische Spannungen zwischen den USA und China, insbesondere im technologischen Bereich, was das internationale Handelsklima beeinträchtigte.

d. Energiewende und Klimapolitik

Die Energiewende und der Übergang zu erneuerbaren Energien waren weiterhin wichtige wirtschaftliche Faktoren. Viele Länder investierten massiv in grüne Technologien und Infrastruktur, um langfristig unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden. Diese Transformation brachte jedoch kurzfristig hohe Kosten und strukturelle Veränderungen für bestimmte Industrien.

e. Wirtschaftswachstum

Das globale Wirtschaftswachstum verlangsamte sich 2023. Während einige aufstrebende Märkte wie Indien und Teile Südostasiens robustes Wachstum zeigten, verzeichneten viele Industrienationen schwächere Wachstumsraten oder gerieten sogar in Rezession, da die globalen Handelsbedingungen herausfordernd blieben.

III. Geschäftsentwicklung 2023

a. Forschung und Entwicklung (§ 289 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 HGB)

Durch vertiefte Schulungen, Weiterbildung und einzelne gezielte Neueinstellungen wird der Forschungs- und Entwicklungsbereich weiter verstärkt. Als Schlüssel zum Erfolg gilt eine effiziente Organisationsstruktur, die eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der drei Bereiche der Konstruktion, der Hardware- und Softwareentwicklung unterstützt. Verträge und Patente sichern den erreichten Zustand jeweils ab.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sind für die Branche auf einem hohen Niveau. Um die Diversifizierung weiter voranzutreiben (Stichwort "marco als Systemanbieter") und um die Technologieführerschaft im Geschäftsbereich Dispensing auszubauen, wurde in den letzten zwei Jahren ein noch stärkerer Fokus auf Innovationen gelegt. Inhaltlich ist die Weiterentwicklung in der Automatisierungstechnik mit den Robotern marc0, marc1 und marc2 hervorzuheben (siehe dazu im Detail auch unter Chancen und Risiken der aktuellen Entwicklung). In Summe wurden circa 4 Mio. EUR in Forschung und Entwicklung investiert.

b. Betriebstätten

Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH unterhält mehrere Betriebsstätten in Deutschland. Die Verwaltung ist am Standort Dachau ansässig. Dachau und Hermsdorf sind die beiden größten Produktionsstandorte. Die Produktion von Präzisionsdrehteilen findet an einem kleineren Produktionsstandort in Apolda statt. An den Standorten Babenhausen und Dortmund arbeiten Softwareentwickler für die beiden Geschäftsbereiche von Marco Systemanalyse und Entwicklung GmbH.

c. Investitionen

Neben den Investitionen in die Entwicklung wurde im Jahr 2023 vordergründig in die IT-Infrastruktur und IT-Sicherheit aller deutschen Standorte investiert (ca. 300 Tsd. €). Der Standort in Apolda läuft auf Überlast und stößt an seine Kapazitätsgrenzen. Um perspektivisch das organische Wachstum weiter zu unterstützen, wurde in Apolda Anfang 2023 ein Grundstück für ca. 114 Tsd. € erworben. Dieses soll perspektivisch für einen Neubau genutzt werden; auch um die Modernisierung des vorhandenen Maschinenparks voranzutreiben und mit dem Ziel der weiteren Optimierung des Produktionsprozesses.

d. Personal- und Sozialbereich

Zum 31. Dezember 2023 umfasste der Personalbestand von Marco insgesamt 293 Mitarbeitende, einschließlich der Auszubildenden. Durch das Engagement und die Expertise vieler qualifizierter Fachkräfte gelang es, die Zahl der Zeitarbeitskräfte bis Ende des Jahres auf null zu reduzieren. Trotz des Abschieds einiger Mitarbeiter - ein Großteil ging in den wohlverdienten Ruhestand - ist es jedoch gelungen, qualifiziertes Personal zu finden, um etwaig wertvolle Positionen nachzubesetzen.

Die Produktionsmitarbeiter im Dispensing-Bereich wurden gezielt verstärkt, um dem Wachstum in diesem Sektor gerecht zu werden. Die Weiterbildung der Mitarbeitenden, insbesondere der qualifizierten Nachwuchskräfte, wird individuell gestaltet und angeboten.

Im Jahr 2023 bildete Marco Industrieelektroniker, Zerspanungsmechaniker und Industriekaufleute aus. Auch für 2024 stehen Ausbildungsplätze bereit. Darüber hinaus bietet Marco interessierten Studenten aus den Bereichen Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau, Elektroengineering und Physik verschiedene Möglichkeiten an, darunter Werkstudentenstellen, Praktika sowie Themen für Bachelor- und Masterarbeiten. Diese Initiativen sollten dazu beitragen, dem spürbaren Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

e. Umweltschutz

In den einzelnen Geschäftsfeldern und Tätigkeitsbereichen achtet das Unternehmen auf umweltfreundliche Materialien, Vorgänge und Prozesse. Die Verantwortung für den Umweltschutz und nachhaltiges handeln wurde im Rahmen des Code of Conduct dokumentiert und auf der Homepage publiziert.

2022 wurde ein Energieaudit für den Standort Dachau durchgeführt. Potenzielle Verbesserungen in der Energiebilanz sind aufgezeigt, um einen positiven Beitrag hin zum emissionsfreien Wirtschaften zu leisten. Die Umsetzung in mehreren Teilabschnitten ist nach wie vor in Diskussion

f. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Im Dezember 2023 wurden sämtliche Anteile an der Marco (Beijing) System Analysis and Development Ltd. (China) veräußert. Im gleichen Zuge wurde Herr Wang als Gesellschafter der GmbH abgelöst. Diese Veräußerung geht mit einer Konzentration auf das Dispensing Geschäft einher und soll Ressourcen für wichtige Entwicklungen in diesem Bereich freilegen.

Die gestaffelten Zahlungen aus der Veräußerung von Marco (Beijing) sind mit der Übergabe von Arbeitspaketen verbunden. Diese Meilensteine werden kontinuierlich verfolgt, um Risiken in Bezug auf Zahlungsausfälle zu vermeiden.

Darüber hinaus wurde die Zertifizierung nach der ISO 9001:2015 im Sommer des Jahres 2023 im gewöhnlichen Rhythmus mit positivem Ergebnis abgeschlossen.

IV. Darstellung und Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist durch die Ergebnisse der letzten Jahre stabil.

Die Bilanzsumme betrug zum 31.12.2023 47.018 Tsd. € (Vorjahr: 48.999 Tsd. €), was einem Rückgang von 4,0 % entspricht.

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr (30.990 Tsd. €) aufgrund des Jahresergebnisses auf 33.240 Tsd. € erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt damit im Jahr 2023 bei 71 % (Vorjahr 63,2 %).

Die Anlagenquote war im Geschäftsjahr 2023 leicht sinkend

Anlagenquote: Anlagevermögen x 100 : Gesamtvermögen 17,6 % (Vorjahr 19,1 %)

Das Anlagevermögen ist in 2023 (8.280 Tsd. €) Im Vergleich zum Vorjahr (9.340 Tsd. €) gesunken. Dies ist auch begründet durch den Verkauf der Beteiligung Marco Beijing.

Der Vorratsbestand in 2023 (19.216 Tsd. €) hat sich im Vergleich zum Vorjahr (20.094 Tsd. €) leicht reduziert. Damit wurde der starke Anstieg aus 2022 teilweise kompensiert.

Die Forderungen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 20 % (7.695 Tsd. €) gegenüber dem Vorjahr (6.398 Tsd. €) gestiegen. Zudem war ein Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um 10.651 Tsd. € zu vermerken. Begründet ist dies in erster Linie durch den Verkauf von Marco Beijing Ende des Jahres 2023.

Umlaufquote: Umlaufvermögen x 100 : Gesamtvermögen 82,0 % (Vorjahr 80,6 %)

Die Verbindlichkeiten sind im Jahr 2023 mit 9.757 Tsd. € um rund 1% niedriger zum Vorjahr (10.834 Tsd. €).

Die Rückstellungen im Jahr 2023 haben sich gegenüber dem Vorjahr um 44 % reduziert. Die Reduktion auf 4.020 Tsd. € (Vorjahr 7.175 Tsd. €) erklärt sich hauptsächlich durch die reduzierten Rückstellungen aus Gewährleistung.

b. Finanzlage

Die Kontokorrentlinien der Hausbanken wurden, Anfang 2021 für weitere drei Jahre verlängert. Vor dem Hintergrund dieser Befristung bis April 2024 wurde in Abstimmung mit den kreditgebenden Banken am 27.November 2023 ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben, welches nach der erfolgreichen Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen von einem Fortbestand der Gesellschaft ausgeht. Im April 2024 wurde die Kreditlinie mit der LBBW bis zum 31.12.2026 und die Kreditlinie mit der Sparkasse Dachau unbefristet verlängert, so dass vor diesem Hintergrund und der hohen Wahrscheinlichkeit der erfolgreichen Umsetzung der geplanten weiteren Maßnahmen die Finanzierung der Gesellschaft und somit deren Fortbestand sicher gestellt ist.

Die Liquiditätslage ist stabil. Ein ständiger Finanzbedarf aus dem operativen Geschäft bedingt die eingeschlagenen Unternehmensstrategie: Viele Kundenaufträge sind mit engen Lieferterminen versehen, Material muss in beschränkten Stückzahlen vorgehalten. Aber auch eine kundenspezifische Entwicklungsleistung wird im Vorfeld erwartet. In der Realität wird diese Anforderung aber schon heute vertraglich über geänderte Zahlungsbedingungen an ausgewählte Kunden weitergegeben. Darüber hinaus besteht die Notwendigkeit, in innovative neue Produkte und Fertigungsmöglichkeiten zu investieren. Potenzielle staatliche Förderzulagen werden seit dem Jahr 2021 genutzt und reduzieren an dieser Stelle den Liquiditätsbedarf-wenn auch nur nachträglich.

Der vereinfachte operative Cash-Flow berechnet aus dem bereinigten Jahresüberschuss (bereinigt um den Erlös aus der Veräußerung von Marco Beijing) und den Abschreibungen beträgt im Geschäftsjahr 2023 -5,3 Mio. € (Vorjahr 5,4 Mio. €).

Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, die fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen.

c. Ertragslage

Die Gesellschaft erwirtschaftete insgesamt ein positives Ergebnis. Der Jahresüberschuss betrug rund 3,1 Mio. €. Das EBIT-Ergebnis liegt bei rund 2,5 Mio. € und EBITDA bei rund 3.8 Mio. €.

Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr von 57,8 Mio. € auf 40,8 Mio. € im Jahr 2023. Davon entfielen ca. 34,2 Mio. € auf den Bergbau und ca. 6,5 Mio. €. auf Dispensing. Der Rückgang der Umsatzerlöse von 2021 bis 2023 ist auf drei wesentliche Faktoren zurückzuführen: (1) die Rezession in China sowie eine protektionistische Handelspolitik und die verzögerte Öffnung des chinesischen Marktes nach Überwindung der Covid- 19 Pandemie, (2) der kriegsbedingte Rückzug aus dem russischen und ukrainischen Miningmarkt und (3) das Schrumpfen des Miningmarktes aufgrund des Shifts zu klimaneutraler Energiegewinnung. Unabhängig davon wurde im Bereich Dispensing weder ein Großauftrag im Jahr 2022 noch im Jahr 2023 umgesetzt. Insofern ist der Umsatz auch in diesem Bereich deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Rückgang verlangt eine strategische Neuausrichtung, die mit der Diversifizierung und Ausbau des zweiten Standbeins zum erfolgreichen Systemanbieter im Bereich Dispensing bereits seit zwei Jahren eingeläutet wurde.

Die Umsatzrentabilität (Ergebnis vor Ertragssteuern und Zinsaufwand) beträgt für das Geschäftsjahr 2023 6,1 % im Vergleich zum Vorjahr von 8,1 %.

Die Aufwendungen für den Materialeinsatz sind entgegen dem Vorjahr mit dem um ca. 30% gesunkenem Umsatz zurückgegangen. Vermeintliche Preissteigerungen, die noch auf den Abriss der Lieferketten während Corona, den Krieg in der Ukraine und die darauffolgende Inflation zurückgeführt werden können, wirken dem entgegen, spielen aber keine wesentliche Rolle.

Die Personalkosten haben sich von 2022 auf 2023 um ca. 3,0% reduziert. Im Laufe des Jahres 2023 wurden alle Zeitarbeitsarbeitskräfte abgebaut.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen finden sich weiterhin Kosten für die unselbstständigen Servicegesellschaften. Insbesondere hervorzuheben, sind hier die Aufwände für die Gesellschaft in den USA.

Mit 13,7 Mio. € liefern die sonstigen betrieblichen Erträge dieses Jahr einen deutlichen positiven Beitrag. Als besonderer Sondereffekte ist hierbei die Reduktion der Rückstellungen für Gewährleistungen hervorzuheben, der sich vordergründig aufgrund des reduzierten Umsatzes ergibt. Eine weitere sehr wesentlich positive Auswirkung ergibt sich durch den Verkauf der Marco Beijing zum 31.12.2023 mit einem positiven Betrag von 9,1 Mio. €. Zudem sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen 1,1 Mio. € aus Forschungszulagen enthalten.

Die Ertragslage war insgesamt negativ und verschlechtert im Vergleich zum Vorjahr. Gründe dafür liegen in fehlenden Skaleneffekten aufgrund der absoluten Höhe des Umsatzes wie weiter oben beschrieben. Darüber hinaus schlägt aber auch der niedrigere Anteil des Geschäftsbereiches Dispensing von rund 16% am Gesamtumsatz mit deutlich besseren Margen auf die Gesamtertragslage negativ durch.

Der russische Einmarsch in der Ukraine hat den Geschäftsverlauf maßgeblich im Jahr 2022 und nachhaltig für die Folgejahre negativ beeinflusst. Im Einklang mit den Sanktionen wurde jegliche Geschäftstätigkeit mit Russland eingestellt. Im Jahr 2022 war ein Umsatz von ca. 7,5 Mio. € im Budget geplant. Alle ausstehenden Forderungen mit der russischen Tochtergesellschaft wurden bereits in den Vorjahren abgeschrieben. Der Verkauf der russischen Tochtergesellschaft wurde in die Wege geleitet, verzögert sich allerdings nach wie vor aus politischen Gründen, die die Firma marco nicht beeinflussen kann.

d. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die Prognose des Vorjahrs, ein moderates Umsatzwachstum zu generieren, wurde demzufolge und entsprechend der genannten Gründe bei weitem nicht erreicht. Unabhängig davon wird das ursprünglich für 2023 geplante Großprojekt entgegen den Planungen erst zu einem maßgeblichen Umsatz im Jahr 2024 führen. Zusammenfassend beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage im Berichtsjahr als stark verbesserungswürdig.

V. Darstellung der wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Chancen

a. Piezotechnik als Grundstein für eine starke Marktposition

Mit hochentwickelten Piezoventilen für einzigartige Präzision, einer Vielzahl maßgeschneiderter Dichtsitze, innovativen Materialaufbereitungssystemen zum Mischen oder Entgasen sowie Portalrobotern spielt marco schon heute eine wichtige Rolle bei der Verbesserung von Fertigungsprozessen in fast allen Branchen weltweit.

Mit innovativen Produkten in der Dosiertechnik (Dispensing), die in der Automotiv- oder Pharmaindustrie, aber auch für andere Industrieanwendungen vordergründig im Elektronikbereich, wie bspw. der Displayfertigung, zum Einsatz kommen, hat sich marco einen guten Ruf erarbeitet. An Marktanteilen gerechnet ist aber noch viel Luft nach oben.

Die Herstellung von präzisen Hochleistungs-Dosiersystemen ist von der Ausarbeitung spezieller Anwendungen für eine Vielzahl von Märkten abhängig. Die entwickelten (und oft kundenspezifischen) Lösungen sind entscheidend für den Einsatz einer Vielzahl von Medien wie Silikon, Schmelz- und UV-Klebstoffe, Farben und Lacke, Schmierstoffe, Lötpasten und Flussmittel, die alle präzise in Mikromengen dosiert werden. Die Entwicklung ist oftmals und je nach Kundenbedarf eher kurzfristig, verfolgt aber ein langfristiges Ziel: Das Produktspektrum wird kontinuierlich erweitert und die strategische Neuausrichtung vom Ventil- zum Systemanbieter geht kontinuierlich seinen Gang. Marco kümmert sich um den kompletten Prozess beim Kunden von der Flüssigkeitszuführung, über die Dosierung des Mediums, bis hin zur Qualitätskontrolle. Künstliche Intelligenz spielt in diesem Bereich eine immer wichtigere Rolle: die kontinuierliche Überwachung der Dosierung führt zu großer Prozessstabilität beim Kunden und schafft Vertrauen in die technischen Fähigkeiten von marco.

Grundlage, um die starke Marktstellung in diesem Bereich auszubauen, ist eine starke interdisziplinäre Entwicklung zwischen den Standorten in Dachau, Hermsdorf, Dortmund, sowie den ausländischen Tochtergesellschaften in den USA, Korea und China. Der weitere Aufbau der Produktion in Hermsdorf und Dachau, als auch der weitere Ausbau des anwendungstechnischen Vertriebsnetzes stand und steht stark im Fokus: Der nachhaltige Ausbau des eigenen Vertriebs verbunden mit einem intelligenten Ansatz für das Marketing sollen den nachhaltigen Erfolg in der Dosiertechnik unterstützen, mit der Opportunität den Umsatz in den nächsten Jahren wesentlich zu steigern.

b. Automatisierungs-Equipment: Neuentwicklung der Roboterlinie

In der Automatisierungstechnik wurde die marco Gantry System Serie (Dosiereinheit und Roboter) mit Hochdruck weiterentwickelt. Langfristiges Ziel war und ist eine sinnvolle Ergänzung des Produktportfolios als Basis für den weiteren Ausbau von marco zu einem kompletten Systemanbieter in der Dosiertechnik. Die Gantry Systeme marco, marc1 und marc2 kombinieren modernste Robotertechnologie mit ausgeklügelter Dosiersteuerung. Die leichte, und dennoch solide Bauweise als Tabletop- oder Inline-Roboter bietet immer die passende Lösung für jeden Bedarf und Einsatzort.

Das marc0 Gantry System ist ein Tischroboter mit hoher Mobilität. Durch sein geringes Gewicht ist er flexibel einsetzbar. Trotzdem hat er eine hohe Tragkraft und kann mit Dosierköpfen für verschiedenste Anwendungen betrieben werden.

Das marc1 und marc2 Gantry System sind jeweils modulare Portal Roboter, inlinefähig, aber auch stand-alone in der Produktion einzusetzen. In Kombination mit der StepDot- Technologie für Hochgeschwindigkeits-Nadeldosierung oder anderen marco Piezo- Ventilen wie dem sJet wird der Roboter zu einem Dosierroboter, der präzise Bahnkurven entlang aller Achsen fährt und die höchsten internationalen Standards erreicht.

Die Entwicklung einer Komplettlösung auf Basis von modularen Systemen bietet dem Kunden einen enormen Mehrwert: Der Kunde spart sich die Integration mehrere Lieferanten auf einen Maschinenbauer und erwirbt somit ein hocheffiziente Systemlösung aus einer Hand. Die ersten Verkäufe von marco Gantry Systeme an Kunden wie bspw. Philips, Nike, WinCoat oder MPower bestätigen die eingeschlagene Strategie und zeigen das Potenzial für die Serie und somit der Zukunft auf.

c. Stabilisierung Vertrieb Dispensing

Die strategische Neuausrichtung vom Ventilhersteller zum Systemanbieter im Dispensing erfordert auch eine angepasste Herangehensweise im Vertrieb. Entsprechend wurden alte Strukturen im Vertrieb in eine hybride Anwendungstechnik überführt, die sowohl technische als auch kommerzielle Themen beherrscht. Die Anwendungstechnik in allen Standorten weltweit beantwortet Kundenanfragen zuerst mit Versuchen im Dosierlabor. Nach einer gemeinsamen Evaluierung mit dem Kunden tritt die kommerzielle Phase anschließend in den Vordergrund. Je nach technischer Komplexität kann sich die Anbahnung über mehrere Monate oder gar Jahre ziehen. Der technische Anspruch an die angebotenen Lösungen bedingt ein weltweit erfahrenes Team. Der Umbruch mit strategischen Einstellungen wurde im Jahr 2022 eingeleitet und zeigt in einem herausfordernden Umfeld im Jahr 2024 gute Erfolge (siehe auch Punkt b.)

Mit der Gründung einer neuen Tochtergesellschaft in Shenzhen wurde im Februar 2024 die strategische Neuausrichtung auch für den Vertrieb im chinesischen Markt vollzogen.

d. VisTwo als Prozessvisualisierungssystem

VisTwo ist die Entwicklung aus dem ehemaligen Programm VisPro von Visual Systems und wird für unterschiedlichste Industriezweige als SCADA-System eingesetzt. Das System kommt in beiden Geschäftsbereichen Dispensing und Robotic Mining zur Anwendung und erweitert das Leistung-Spektrum ideal in der Breite. Durch die hohe Integration der Software in das Projektmanagement und den Remote-Zugriff auf alle entwickelten Systemlösungen sind hocheffiziente und speziell auf den Kunden zugeschnittene Lösungen deutlich schneller als beim Wettbewerb realisierbar.

e. Produktion und hauseigene Automatisierung

Die interne Produktion von Elektronikkomponenten für die eigenen Produkte ist reibungslos eingespielt. Die hauseigene Automatisierungslinie greift bereits in vielen Produktionsprozessen, sowohl im Bereich des Bergbaus als auch im Dispensing. Somit wird die eingesetzte Arbeitszeit je Produkt jedes Jahr optimiert. Die fortschreitende Automatisierung und das sorgfältige Projektmanagement hilft bei der Überführung von neuen Produkten in die Produktion und wirkt sich hierbei der Optimierung positiv aus. Das Ziel ist bei jedem neuen Produkt Serienfertigungsprozesse von Beginn an zu formulieren, die es bspw. ermöglichen, auf demselben Nutzenträger ein Produkt zu löten, zu montieren, zu vergießen, Funktionstests durchzuführen, sowie Tests unter verschiedenen Bedingungen durchzuführen.

Exemplarisch werden seit Jahren Aquaplaning Sensoren für Hella auf der Fertigungsstraße in Hermsdorf in Serie produziert. Die Straße verfolgt die Strategie der hauseigenen Automatisierung und erfüllt die hohen Anforderungen an Lieferanten im Automobilsektor. Die bisher produzierten Stückzahlen werden fast ausschließlich bei Porsche eingesetzt. Die intensive strategische Zusammenarbeit mit Hella wird perspektivisch sehr zum Unternehmenserfolg beitragen. Zusätzlich zu Porsche hat nun auch Mercedes entschieden einen Teil ihrer PKW-Flotte mit dem Aquaplaning Sensor von Hella auszustatten. Entsprechend wird in 2024/25 die bestehende Fertigungsstraße weiter optimiert, um die nahezu Verdreifachung der Kapazität zu bewältigen.

f. Longwall Control System im Robotic Mining

Der Absatz der Steuerung für die Kohlegewinnung geht seit 2023 zurück. Die Auftragslage auf dem chinesischen Markt ging im Laufe des Jahres 2023 kontinuierlich zurück, im Durchschnitt im zweiten Halbjahr stärker als im ersten Halbjahr. Dagegen entwickelt sich der australische Markt positiv. Die Kohle ist auch weiterhin ein wichtiger Teil der weltweiten Energieversorgung und muss als Brückentechnologie verstanden werden. Mittel- und langfristig werden sich regenerative Energiequellen durchsetzen. Insoweit ist mittelfristig von einem Rückgang auszugehen. Das kurzfristige Geschehen am chinesischen Markt ist allerdings geprägt von einer hartnäckigen Rezession gepaart mit Handelsbarrieren, die den Export von deutscher Technologie erschweren. Daher liegt der Fokus seit 2023 wieder vermehrt auf der Entwicklung neuer Technologien im Bereich Robotic Mining. Die entsprechend identifizierten Leuchtturmprojekte wurden und werden mit Nachdruck verfolgt. Ziel ist nicht nur Markanteile in einem mittel- bis langfristig schrumpfenden Markt zu verteidigen, sondern auch zielorientierte Lösungen bei Qualitätsproblemen mit dem Ziel einer hohen Kundenzufriedenheit zügig zu adressieren. Unabhängig vom chinesischen Markt ist marco mittlerweile bestens auf dem australischen Markt etabliert und liefert seit Ende 2020 die Anlagen mit der höchsten Automatisierung. Die Partnerschaft mit dem lokalen Partner CutCoal soll ausgebaut und bietet Potential für weiteres Wachstum.

2. Risiken

a. Unsicherheiten im chinesischen Markt für den Bergbau

China hat sich erst im zweiten Quartal 2023 nach außen geöffnet, so dass die Infektionslage für das Geschäftsjahr noch ein Vorgang von besonderer Bedeutung war. In der Folge hat sich die Situation auch in China stabilisiert, nichtsdestotrotz wurde die Vermögens- und Ertragsstruktur des Unternehmens auch im Jahr 2023 negativ beeinflusst. Um diesen Prozess des Wandels hin zu einem Unternehmen, das mittelfristig nur noch um Markt für Dispensing agiert, zu beschleunigen wurden sämtliche Anteile an der Marco (Beijing) System Analysis and Development Ltd. (China) veräußert. In der Folge ist die marco GmbH nur noch in der Rolle des Lieferanten in den chinesischen Bergbaumarkt und hat keinen direkten Zugang zum Endkunden mehr. Diese Konstellation ist für beide Parteien neu; die Interessen beider gilt es kontinuierlich neu zu bewerten und belegt die gesamte Situation mit einer gewissen Unsicherheit im wirtschaftlichen Agieren.

b. Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine

Der russische Markt wird über mehrere Jahre keine Rolle mehr spielen. Jegliche Geschäftstätigkeit mit Russland wurde eingestellt. Das Geschäft mit ukrainischen Kunden läuft den Umständen entsprechend auf einem sehr niedrigen Niveau. Perspektivisch muss abgewartet werden, ob sich hier Potentiale beim Wiederaufbau ergeben.

Der Verkauf der russischen Tochtergesellschaft für einen symbolischen EURO ist nach wie vor in den letzten Zügen. Aus der heutigen Sicht ist kein weiteres Risiko zu erkennen. Der Verkauf der Tochtergesellschaft an das lokale Management ist nach mehreren Schleifen mit der russischen Verwaltung immer noch in Bearbeitung und zieht sich aus rein politischen Gründen weiter in die Länge.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass ausbleibende Umsätze aus Russland und der Ukraine sehr wahrscheinlich kein Wachstum mehr generieren werden.

c. Beschaffung

Der Situation im Beschaffungsbereich hat sich im Laufe des Jahres weitestgehend normalisiert. Die jahrelangen anhaltenden Probleme durch unterbrochene Lieferketten vor allem in der Elektronik haben sich entspannt: Mit wenigen Ausnahmen sind Lieferzeiten wieder auf einem normalen Niveau. Allerdings sind manche Preiserhöhungen von Lieferanten geblieben, so dass Preisanpassungen bei Kunden teilweise bereits im Jahr 2023 antizipiert wurden und letztendlich im Jahr 2024 mit einer allgemeinen Preiserhöhung weitergegeben wurden.

Unabhängig davon lag und liegt der Fokus auf einer weiteren Optimierung bei der Termin- und Preisverfolgung mit den Lieferanten (Expediting). Erhöhte Aufmerksamkeit hat auch die Optimierung der Lieferketten für den wachsenden Dispensing Bereich. Die fortschreitende Diversifizierung in diesem Bereich, respektive die kurzen Entwicklungszyklen auf Kundenbedarf erfordern Lieferanten, die Schritt halten können und in gewohnter Qualität unter Zeitdruck lieferfähig bleiben.

d. Finanzwirtschaftliche Risiken

Grundsätzlich sind Risiken aus Forderungsausfällen und damit zusammenhängende Liquiditätsrisken nicht auszuschließen. Die Gesellschaft versucht, diesen Risiken durch ein aktives Forderungsmanagement sowie ausreichende bilanzielle Risikovorsorge zu begegnen.

e. Geopolitik und Weltwirtschaft

Die Zeit der weltweit hohen Inflationsraten aus 2022/2023 scheint derzeit überwunden. Die gestiegenen Zinsen und geopolitischen Spannungen hatten und haben einen konjunkturellen Abschwung zur Folge. Marco bedient hauptsächlich internationale Kunden. Bei der strategischen Neuausrichtung im Dispensing liegt der Fokus auf dem europäischen, dem amerikanischen und auch dem asiatischen Markt (Südkorea, Japan, Taiwan, etc.). Dies dient in erster Linie dazu, Abhängigkeiten vom chinesischen Markt zu reduzieren. Das Wirtschaftswachstum in China bewegt sich nicht mehr auf dem Niveau der Vorjahre, insoweit ist diese geografische Diversifizierung von zentraler Bedeutung. Zusätzlich verschlechtert sich die geopolitische Situation seit Jahren. Der Krieg in der Ukraine, der Nahostkrieg, der andauernde Handelskonflikt zwischen Europa/ USA und China - um nur einige zu nennen - erschweren ein wirtschaftlich erfolgreiches Handeln. Die Importe aus China und die Exporte nach China gehen seit 2022 zurück. Die vielen Neuentwicklungen im Dispensing mit einer klaren strategischen Handschrift sind die Antwort auf die schwierige weltweite Ausgangslage der jüngeren Zeit.

VI. Prognosebericht

Der Bereich Mikrodosierung wird sich in den kommenden Jahren stärker entwickeln. Die Technologie wird stetig weiterentwickelt; neben der Konsumgüterindustrie und Pharmaindustrie entstehen eine Vielzahl an möglichen künftigen Einsatzfeldern in anderen Industriezweigen, wie der Automobilindustrie und der Produktion von Elektronikbauteilen bzw. der Batterieproduktion. Mit einem steigenden Jahresumsatz für das Jahr 2024 ist die Entwicklung im Bereich Dispensing wieder positiv und bestätigt die strategische Neuausrichtung mit der Fokussierung auf diesen Geschäftsbereich. Das Wachstum basiert auf ersten erfolgreichen Verkäufen der Gantry Systeme (marc0 bis marc2), dem erneuten Ausbau des Basisgeschäfts, steigenden Umsätzen mit verbundenen Unternehmen (vor allem durch die Neugründung einer Tochtergesellschaft in Shenzhen und einer Betriebsstätte in Taiwan), aber auch auf dem erfolgreichen Abschluss verschobener Großprojekte.

Die Auftragssituation im Bereich Bergbau ist seit Anfang 2024 besser im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2023. In einem schwierigen makroökonomischem und geopolitischem Umfeld soll dem Rückgang der letzten zwei Jahre auch mit dem neu entwickelten Steuergerät und der zugehörigen Peripherie gegengesteuert werden. In China ist Kohle immer noch einer der wichtigsten Energielieferanten (ca. 60% des Energiebedarfs). Bei anhaltendem Wirtschaftswachstum in China, steigt auch der Bedarf an Kohle. China plant das Ende des Kohleabbaus bis Ende 2060. Die Kohleverstromung soll nach dem heutigen Stand aber erst nach 2026 zurückgefahren werden. Die Förderung von Kohle wird für die Energieversorgung weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Mittel- bis langfristig wird dieser Bereich aber weiterhin abnehmen. Als positiv ist aber sicherlich der Ausbau der Partnerschaft mit CutCoal für den australischen Markt hervorzuheben.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2024 ist Kurzarbeit berücksichtigt. Im Jahr 2025 belaufen sich die Einsparungen im Personalbereich auf ca. 1,6 Mio. € p.a.; dem entgegen stehen "negative" Effekte aus der Beendigung der Kurzarbeit, sowie aus potenziellen Gehaltssteigerungen entgegen.

Aufgrund der weitestgehend hohen Fixkostenstruktur, die im Mittelpunkt der Maßnahmen steht, wird sich der Jahresüberschuss im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 (vor den Sondereffekten aus der Veräußerung) zwar verbessern, aber erst wieder im Jahr 2025 positiv werden.

Investitionen im Jahr 2024 sind im Besonderen für die weitere Entwicklung von ergänzenden Produkten im Dispensing, die zunehmende Automatisierung und die kontinuierliche Digitalisierung der Unternehmensprozesse geplant. Die potenzielle Erweiterung und Modernisierung des Standortes in Apolda ist schon heute aufgrund der Überlast notwendig. Die Planung steht in groben Zügen, wird aber voraussichtlich nicht vor 2026 umgesetzt.

Im Geschäftsjahr 2023 konnten nicht alle in den Kreditverträgen vereinbarten Finanzkennzahlen eingehalten werden. Auch für das Geschäftsjahr 2024 wird gemäß der im Rahmen des Sanierungskonzeptes erstellten Unternehmensplanung eine vereinbarte Finanzkennzahl nicht eingehalten werden. Die genannte Nichteinhaltung dieser einzelnen Finanzkennzahl im Sanierungszeitraum bis Ende 2025 wird seitens des betreffenden Kreditinstituts für sich alleine nicht als Nichteinhaltung der Kreditvereinbarung betrachtet.

Durch negative Entwicklungen der Gesamtwirtschaft, vor allem im Branchen- und Marktumfeld, besteht weiterhin das Risiko, dass die weiteren in den Kreditverträgen vereinbarten Finanzkennzahlen in den folgenden Jahren nicht eingehalten werden können oder negative Abweichungen von Unternehmensplanungen auftreten können, so dass Nachverhandlungen mit den kreditgebenden Banken erforderlich werden. Grundsätzlich stellt dies ein bestandsgefährdendes Risiko dar.

 

Dachau, den 25.10.2024

Martin Reuter, Geschäftsführer

Torsten Lukas, Geschäftsführer

6.1.2 Bilanz zum 31. Dezember 2023

6.2 Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MARCO Systemanalyse und Entwicklung GmbH, Dachau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MARCO Systemanalyse und Entwicklung GmbH, Dachau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MARCO Systemanalyse und Entwicklung GmbH, Dachau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Abschnitt "7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "VI. Prognosebericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass im Geschäftsjahr 2023 nicht alle in den Kreditverträgen vereinbarten Finanzkennzahlen eingehalten werden konnten. Zudem wird davon ausgegangen, dass auch für das Geschäftsjahr 2024 gemäß der im Rahmen des Sanierungskonzeptes erstellten Unternehmensplanung nicht alle vereinbarten Finanzkennzahlen eingehalten werden können. Die Geschäftsführung geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass die Kreditinstitute von der Möglichkeit der Kündigung der Kreditlinien im Prognosezeitraum keinen Gebrauch machen werden. Die genannte Nichteinhaltung einer einzelnen Finanzkennzahl im Sanierungszeitraum bis Ende 2025 wird seitens des betreffenden Kreditinstituts für sich alleine nicht als Nichteinhaltung der Kreditvereinbarung betrachtet.

Durch negative Entwicklungen der Gesamtwirtschaft, vor allem im Branchen- und Marktumfeld, besteht weiterhin das Risiko, dass die in den Kreditverträgen vereinbarten Finanzkennzahlen auch in den folgenden Jahren nicht eingehalten werden können oder negative Abweichungen von Unternehmensplanungen auftreten können, so dass Nachverhandlungen mit den kreditgebenden Banken erforderlich werden. Grundsätzlich stellt dies ein bestandsgefährdendes Risiko dar.

Wie in Abschnitt "7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" des Anhangs und Abschnitt "VI. Prognosebericht" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des §322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteilezum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 25. Oktober 2024

Rödl & Partner GmbH
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