TECHTEX Deutschland GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Meik Hauke seit 30.10.2023 | Geschäftsführer |
Clemens Georg Jargon seit 27.7.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Mycronic AB | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mycronic GmbHUnterhachingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens Die Mycronic GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Mycronic AB mit dem Sitz in Täby, Schweden. Die Mycronic GmbH vertreibt Investitionsgüter rund um die Leiterplattenbestückung. Der Erfolg der Mycronic GmbH beruht zum Großteil auf dem Verkauf der Maschinen unserer Konzernmutter in Schweden. Das Produktportfolio der Mycronic GmbH beinhaltet SMD-Bestückungsautomaten der MY300-Serie in unterschiedlichen Leistungsklassen, von Stand-Alone- hin bis zu Inline-Lösungen, den berührungslosen JetPrinter MY700, das Lagersystem SMD-Tower, die MYSmart Produktpalette für Dosierungs- und Beschichtungsapplikationen sowie hochpräzise Inspektionsgeräte. Weiterhin offeriert die Mycronic GmbH Dienstleistungen zum Betrieb und Werterhalt der oben genannten Maschinen. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs 2.1 Entwicklungen von Branche und Entwicklung der Gesamtwirtschaft Hohe Inflationsraten, welche durch den Krieg in der Ukraine nochmals verschärft wurden, und die Anhebung der Leitzinsen durch viele Zentralbanken dämpften im Jahr 2023 die wirtschaftliche Entwicklung weltweit. Gemäß dem World Economic Outlook Update des Internationalen ährungsfonds (IWF) vom Januar 2024 wuchs die Weltwirtschaft im Jahr 2023 um 3,1%. Damit urde die Prognose des IWF vom Vorjahr um 0,2% überschritten. Gemäß Eurostat stieg in 2023 im Euroraum das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4% gegenüber den Vorjahr. In Deutschland verringerte sich gem. Statistischem Bundesamt das BIP um 0,1% in 2023. Da für unsere Nische im Gesamtmarkt keine spezifischen Marktdaten zur Verfügung stehen, orientieren wir uns am Gesamtmarkt der Elektronikindustrie und den bedingt aussagefähigen Daten der globalen Halbleiterindustrie. Für die globale Elektronikindustrie wird ein Wachstum von 4,5% für den Zeitraum 2023 - 2028 prognostiziert. Die Segmente mit dem stärksten Wachstum in diesem Fünfjahreszeitraum sind Elektronik für Rechenzentren, tragbare Elektronik, industrielle Anwendungen, Verteidigung/Luft- und Raumfahrt sowie die Automotive Branche. Der Halbleitermarkt soll in 2024 um 11,4% wachsen und das prognostizierte Wachstum der Elektronikindustrie für 2024 beläuft sich auf 5,1% (Prismark, Forecast May 2024). Das Segment der SMT Bestückungsautomaten ist in 2023 global um 26,5% auf 2.225 Millionen US Dollar geschrumpft. Alle Märkte verzeichneten eine negative Entwicklung mit den stärksten Rückgängen in Nord- und Südamerika sowie Japan. (Prosek MDC Bericht, April 2024). Der Dispensing-Maschinen Markt ging um 22% zurück und verzeichnete Umsätze in Höhe von 730 Millionen US Dollar in 2023. Der seit dem 24. Februar des Jahres 2022 stattfindende Angri skrieg auf die Ukraine hat auch in unserer Gesellschaft die wirtschaftliche Entwicklung beeinflusst. Trotz der mit diesem Krieg verbundenen negativen wirtschaftlichen Folgen konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 das Jahresergebnis des Vorjahres beinahe wieder erreichen. 2.2 Umsatz und Auftragsentwicklung Die im Geschäftsjahr 2022 von uns getätigten Prognosen hinsichtlich der Umsatzentwicklung für das Geschäftsjahr 2023 wurden übererfüllt. Die Umsatzerlöse verringerten sich von TEUR 25.441 im Vorjahr um TEUR 1.466 auf TEUR 23.975 und damit um 5,76 %. Der Auftragsbestand zum 31.12.2023 lag bei circa 4,1 Millionen Euro (Vorjahr: 2,1 Millionen EUR). 2.3 Investitionen Auch in 2023 wurde weiter in die EDV-Ausstattung sowie in die allgemeine Betriebs- und Geschäftsausstattung (GwG`s) investiert. Das Investitionsvolumen betrug rund TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 62), die Abschreibungen betrugen rund TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 80). 2.4 Finanzierungsmaßnahmen Alle in 2023 getätigten Investitionen konnten aus dem laufenden Cashflow finanziert werden. Leasingverpflichtungen bestehen für KFZ-Leasing sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung = TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 165). 2.5 Personal- und Sozialbereich Unsere Mitarbeiter bilden sich kontinuierlich fort, was sich in der Wertschätzung unserer Geschäftspartner widerspiegelt. 2.6 Forschung und Entwicklung Forschungs- oder Entwicklungstätigkeiten wurden im Berichtsjahr von unserer Gesellschaft nicht geleistet, solche sind für die beiden kommenden Geschäftsjahre auch nicht geplant. 3. Darstellung der Lage 3.1 Ertragslage Die Geschäftslage im Jahr 2023 entwickelte sich entsprechend der Planung. Trotz der schon dargestellten Verringerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich im Berichtsjahr der Rohgewinn (Umsatz - Materialaufwand) gegenüber dem Vorjahr um TEUR 259 auf nun TEUR 8.066. Dabei stieg die Rohgewinnspanne von 30,69 % im Vorjahr auf 33,64 %. Im Marktumfeld waren geringere Preisnachlässe im Sinne von Verkaufsrabatten erforderlich, um Aufträge abzuschließen was einen Anstieg der Rohgewinnspanne zur Folge hatte. Der Anstieg bei den Personalkräften von 31 auf zum Bilanzstichtag 34 spiegelt sich auch in einem Anstieg des Personalaufwands um TEUR 340 auf TEUR 3.670, womit sich diese bezogen auf die Höhe der erzielten Umsatzerlöse von 13,09 % auf 15,31 % erhöhten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit TEUR 2.669 sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 90 gestiegen. Dabei erhöhten sich vor allem die Verkaufsprovisionen entsprechend der Umsatzentwicklung. Auch bei Fracht- und Transportkosten ist ein Anstieg zu verzeichnen. Der Jahresüberschuss verringerte sich von im Vorjahr TEUR 1.511 um TEUR 18 oder um 1,20 % auf nun TEUR 1.493. Aufgrund des geringeren Rückganges des Jahresüberschusses im Vergleich zu den Umsatzerlösen, erhöhte sich auch die Ergebnis-Rendite bezogen auf die Umsatzerlöse von 5,94 % im Vorjahr auf nun 6,23 % im Berichtsjahr. 3.2 Finanzlage Nach einer zuletzt im Dezember 2018 erfolgten offenen Gewinnausschüttung an die Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 1.500 erfolgte bisher an diese keine weitere Ausschüttung. Vielmehr wurden die Jahresergebnisse auf laufende Rechnung vorgetragen und damit in den Gewinnvortrag der Gesellschaft eingestellt. Entsprechende Gesellschafter-Versammlungsbeschlüsse liegen vor. Die Geschäftsleitung der Gesellschaft wird der Gesellschafterversammlung erneut vorschlagen, auch den Jahresüberschuss des Berichtsjahres in Höhe von TEUR 1.493 wieder auf laufende Rechnung vorzutragen. In 2021 hat sich die Gesellschaft einem Cash-Pooling, das von der schwedischen Muttergesellschaft eingeführt wurde, angeschlossen. Dabei wurden die zur Zeit der Einführung vorhandenen liquiden Mittel der Gesellschaft auf ein Bankkonto der Muttergesellschaft eingezahlt und damit dem Konzern der Muttergesellschaft für dieses Cash-Pooling-Verfahren zur Verfügung gestellt. Der Ausweis erfolgt durch eine Forderung gegenüber der Muttergesellschaft. Zahlungs-Ein- und Ausgänge, die die Gesellschaft betreffen, werden über ein Unterkonto dieses Bankkontos erfasst, wobei dieses Unterkonto täglich gegen das Hauptkonto der Muttergesellschaft glattgestellt wird. Entsprechend den Zu- und Abgängen auf diesem Unterkonto wird der Forderungsbestand gegenüber der Muttergesellschaft aktualisiert. Der zum 31.12.2023 vorhandene Bestand der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände deckt nicht nur die kompletten Verbindlichkeiten und Rückstellungen ab, sie übersteigen diesen Schuldenstand noch um TEUR 8.207 (Vorjahr: um TEUR 6.757). Eine Fremd-Finanzierung war insoweit während des gesamten Geschäftsjahres nicht erforderlich. 3.3 Vermögenslage Das Eigenkapital unserer Gesellschaft hat sich von TEUR 8.897 im Vorjahr um TEUR 1.409 - und damit um 15,83 % - auf TEUR 10.305 erhöht. Bei einer Bilanzsumme von TEUR 12.304 hat sich damit die Eigenkapitalquote rechnerisch von 69,46 % auf 83,76 % erhöht. Nach wie vor ist sowohl unsere Liquiditäts- wie auch unsere Vermögenslage aus Sicht der Gesellschaft als solide zu bezeichnen. Aufgrund einer geringerer Auftragserledigung im 4. Quartal 2023 sanken die Forderungen aus Lieferung und Leistungen im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr entsprechend. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind ggü. dem Vorjahr um TEUR 139 gestiegen, wobei die Forderung gegen Gesellschafter im Berichtsjahr im Rahmen der Teilnahme am Cash-Pooling aus zur Verfügung gestellten liquiden Mitteln um TEUR 378 gestiegen ist. Die Steuerrückstellungen sind von TEUR 319 auf TEUR 368 in 2023 gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum 31.12.2023 TEUR 140. Dies entspricht einem Rückgang von TEUR 115 im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt ist die Position vonuntergeordneter Größenordnung im Verhältnis zu den Gesamtverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 2.239 auf TEUR 358 gesunken. Hierbei handelt es sich im Geschäftsjahr vorwiegend um Verbindlichkeiten gegenüber der schwedischen Muttergesellschaft aus der Lieferung von Waren. Auch die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich aufgrund der niedrigeren Umsatzsteuer-Verbindlichkeit zum Jahresende. Wir profitieren weiterhin vom positiven Trend und dem Gesamtwachstum in der Elektronikindustrie. Insgesamt konnten wir durch die Steigerung unseres Umsatzes auch das Gesamtergebnis verbessern. Ein umkämpfter Markt erfordert immer höhere Preisnachlässe in Form von Kundenrabatten, um Aufträge abzuschließen, was eine zunehmende Belastung darstellt. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Unternehmenssteuerung werden vor allem die Umsatzerlöse sowie das EBIT herangezogen. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 25.441 auf TEUR 23.975 gesunken. Dies entspricht einem Rückgang von TEUR 1.466 bzw. 5,76 % im Vergleich zum Vorjahr. Das EBIT beträgt im Geschäftsjahr TEUR 1.817. Im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 2.036 bedeutet dies einen Rückgang von TEUR 219. Der Materialaufwand ist überproportional zu den geringeren Umsatzerlösen gesunken. Allerdings sind die Personalaufwendungen sowie die sonstigen Aufwendungen (Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen in Summe) gestiegen. Das führte im Vergleich zum Vorjahr zu einem leicht gesunkenen EBIT. 5. Hinweise auf die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung (§ 289 Abs. 1 HGB) Chancen sehen wir für die Zukunft durch die kontinuierliche Weiterentwicklung und Optimierung von bestehenden Produkten sowie in der Erweiterung des Produktportfolios. Forderungsausfall- und Währungskursrisiken sowie bestandsgefährdende Risiken bestehen aktuell nicht. Wie sich jedoch die zukünftige wirtschaftliche Lage sowohl am Bescha ungsmarkt als auch im Kundenmarkt entwickelt, wird sehr von der weiteren Entwicklung des Russland-Ukraine-Kriegs und den sich hieraus ergebenden Folgen abhängig sein. Auch die hohe Inflation und die Gegenmaßnahmen der Zentralbanken können Folgen nach sich ziehen. Es muss abgewartet werden, inwieweit diese sich auf die gesamte Elektronik-Branche bzw. auf die Gesellschaft zukünftig auswirken. Unterbrechung der Lieferketten, Rohsto mangel, und gestiegene Rohsto - und Energiekosten sorgen bereits jetzt für höhere Materialkosten und Lieferengpässe am Bescha ungsmarkt. Zudem sind die Transportkosten weiterhin auf einem hohen Niveau. DieseEntwicklung wird zu einer weiteren Abschmelzung der Marge führen. Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken besteht in unserer Gesellschaft ein Informations- und Kontrollsystem durch fortlaufende Beurteilung und Bewertung des allgemeinen - vor allem aber dem für unsere Gesellschaft speziellen - Marktgeschehens. Durch Kundenfeedback, Marktanalysen und Erfassung bzw. Auswertung von potentiellen Geschäftsanbahnungen erfolgt eine Bewertung von Risiken, wobei unsere Risikobereitschaft als minimal zu bezeichnen ist. Durch einen ständigen Austausch der in unserer Gesellschaft vorhandenen Fachbereiche mit der Geschäftsleitung der Gesellschaft werden unternehmerische Risiken - gleich welcher Art - identifiziert, bewertet und die hieraus erforderlichen Maßnahmen in die Wege geleitet. Hierbei bedient sich die Gesellschaft auch der Unterstützung unserer Muttergesellschaft. Bis auf die dargestellten Auswirkungen im Zusammenhang mit der vorliegenden hohen Inflation, der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, drohender Rezession sowie der Ukraine-Sachlage sehen wir sonst keine wesentlichen Risiken für die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft. 6. Sonstige Angaben, insbesondere über die voraussichtliche Entwicklung Die Prognose für das globale Wachstum der Elektronikindustrie für das Jahr 2024 liegt bei 5,1% und für die globale Halbleiterindustrie bei einem Anstieg von 11,4% zum Vorjahr. Für die Elektronikindustrie wird weiterhin ein Wachstum von 4,5% für den Zeitraum 2023 - 2028 erwartet (Prismark, Forecast May 2024). Die aktuelle Auftragslage, die Anzahl von Anfragen und die hieraus resultierenden Angebote, die Anzahl der Maschinen im so genannten Order-Backlog und in den bestehenden Projekten lassen uns trotz der vorliegenden Krisen weiter ho nungsvoll in die Zukunft schauen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 22.732 sowie einen EBIT in Höhe von TEUR 1.200. Dies entspricht bei den Umsatzerlösen einem Rückgang von TEUR 1.243 bzw. 5,2% im Vergleich zum Jahr 2023. Beim EBIT entspricht dies einem Rückgang in Höhe von TEUR 617 bzw. 34,0 % im Vergleich zu 2023. Die Planung folgt dem zu erwartendenwirtschaftlichen Abschwung in Folge des Ukrainekriegs. Durch nicht vorhersehbare Auswirkungen aufgrund des Russland-Ukraine-Kriegs unterliegt die Prognose erheblichen Unsicherheiten. Zur Stärkung unserer Position im Binnenmarkt sowie im erweiterten EU-Bereich werden mittelfristig weiter an folgenden Zielsetzungen festhalten: • Erweiterung der personellen Ressourcen im Vertriebs-Außendienst • Erweiterung der personellen Ressourcen im Service-Außendienst • Erweiterung der Produktportfolios als Lösungsanbieter für hoch flexible SMT Fertigungen • Fokussierung auf beratungsintensive high-tech Produkte • Umsetzung eines neuen Demo-Center Konzepts • Diverse Messeteilnahmen als Aussteller. Die vorstehend angestrebten Ziele befinden sich alle in ihren Realisierungsphasen. Die Geschäftsjahre 2024 und 2025 sollen dazu dienen, diese ein weiteres Stück voranzubringen. Wir haben weder Zulieferer noch Kunden in der Ukraine oder in Russland. Der Ausbau des Marktanteils sowie die Erweiterung unseres Produktportfolios um neue, innovative Produkte bieten gute Chancen zur Stärkung unserer Position in unseren Zielmärkten. Weitere Umsatzpotenziale werden durch den Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit bestehenden Kunden erschlossen. Trotzdem stellen die hohe Inflation und die Auswirkungen des Ukrainekonflikts ein zunehmendes Risikopotential dar. Gestiegene Rohsto - und Energiepreise, hohe Inflation, Lieferkettenunterbrechung, stark zunehmende Liefer- und Transportkosten werden Auswirkungen auf Einkaufspreise, Personalkosten und Verfügbarkeit von Gütern haben, Die Weitergabe der Kosten an Kunden wird dabei eine große Herausforderung in einem umkämpften Markt darstellen. Als Folge kann es zu einem weiteren Abschmelzen der Marge kommen. HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA) Angaben zum Unternehmen
B) Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in seiner für das Geschäftsjahr 2023 gültigen Fassung aufgestellt. Bei unserer Gesellschaft handelt es sich im Berichtsjahr um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Aufstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31.12.2023 erfolgte unter Berücksichtigung der Vorschriften von § 242 bis § 256 a und § 264 bis § 289 f HGB und der einschlägigen Vorschriften des GmbHG. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) erstellt. Die Erstellung des Anhangs erfolgte auf der Grundlage der §§ 284 bis 288 HGB und die Erstellung eines Lageberichts basierend auf § 289 ff. HGB. Der Jahresabschluss des Vorjahres wurde ordnungsgemäß im Bundesanzeiger veröffentlicht. C) Rechnungslegungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren - wie im Vorjahr - die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Das Sachanlagevermögen wurde mit seinen Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerrechtlichen Vorschriften linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 netto wurden gemäß den hierzu geltenden steuerlichen Vorschriften (siehe Einkommensteuergesetz) im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Da im Sachanlagevermögen keine dauerhaften Wertminderungen vorlagen (auch nicht in den Vorjahren), wurden auch keine außerplanmäßigen Abschreibungen - wie auch umgekehrt hierauf basierend keine Zuschreibungen - vorgenommen. Die Vorratsbestände sind am Bilanzstichtag einzeln aufgenommen und grundsätzlich mit ihren Durchschnittswerten bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem jeweiligen Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1 % der Netto-Forderungen vorgenommen; bei uneinbringlichen Forderungen wurde eine Einzelwertberichtigung vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2021 hat sich die Gesellschaft einem Cash-Pooling, das von der schwedischen Muttergesellschaft eingeführt wurde, angeschlossen. Dabei wurden die zur Zeit der Einführung vorhandenen liquiden Mittel der Gesellschaft auf ein Bankkonto der Muttergesellschaft eingezahlt und damit dem Konzern der Muttergesellschaft für dieses Cash-Pooling-Verfahren zur Verfügung gestellt. Zahlungs-Ein- und Ausgänge, die die Gesellschaft betreffen, werden über ein Unterkonto dieses Bankkontos erfasst, wobei dieses Unterkonto täglich gegen das Hauptkonto der Muttergesellschaft glattgestellt wird. Entsprechend den Zu- und Abgängen auf diesem Unterkonto wird der Forderungsbestand gegenüber der Muttergesellschaft aktualisiert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist zum Nennwert bewertet. Entsprechend § 274 HGB wurden für die zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen entstandenen Differenzen latente Steuern berechnet und ausgewiesen. Es sind aktive latente Steuern entsprechend § 274 Abs. 1 S. 2 HGB vorhanden. Die in 2022 eingetretenen Veränderungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend § 274 Abs. 2 HGB ausgewiesen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Das Eigenkapital wurde ebenfalls mit seinem Nennbetrag ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Dies ist der Aufwand, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung im Erfüllungszeitpunkt zur Begleichung der Verpflichtung erforderlich ist. Hierbei wurden zukünftig zu erwartende Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und bei Rückstellungen mit einer zum Bilanzstichtag noch vorliegenden Restlaufzeit von mehr als einem Jahr eine Abzinsung vorgenommen, deren durchschnittlicher Marktzinssatz laufzeitorientiert den Bekanntmachungen der Bundesbank entnommen wurde (§ 253 Abs. 2 S. 1, S. 4+5 HGB i.V. mit RückAbzinsV). Auch die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist mit seinem Nennbetrag ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. D) Angaben zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung der Buchwerte des Anlagevermögens zum 31.12.2023 sowie der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der Bestandteil dieses Anhangs ist.
Die ausgewiesenen Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben - bis auf die Forderung geleistete Miet-Kaution (Anmietung der Geschäftsräume) in Höhe von TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 63) die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen ist - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus konzerninternen Kostenumlagen sowie den der Muttergesellschaft im Berichtsjahr im Rahmen der Teilnahme an dem Cash-Pooling zur Verfügung gestellten liquiden Mittel. Die Forderungen an den Gesellschafter belaufen sich auf TEUR 6.479 (Vorjahr: TEUR 6.122). Zum 31.12.2023 bestehen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 11,0. Zum 01.01.2023 betrug der Ansatz der aktiven latenten Steuern TEUR 10,0. Dies entspricht einer Erhöhung von TEUR 1,0 im Geschäftsjahr. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten den zum Bilanzstichtag von den Arbeitnehmern für das abgelaufene Geschäftsjahr noch nicht genommenen Urlaub sowie für noch für dieses Jahr zu vergütende Überstunden (TEUR 57; Vorjahr: TEUR 48), für an die Geschäftsführer bzw. div. Arbeitnehmer noch zu gewährende Tantiemen und Jahresprämien (TEUR 119; Vorjahr: TEUR 156), für Gewährleistungen (Bewertung erfolgte basierend auf den hierfür im Berichtsjahr angefallenen Aufwendungen) (TEUR 378; Vorjahr: TEUR 322), für die zu erwartenden Aufwendungen für die Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 77; Vorjahr: TEUR 21) sowie für die zu erwartenden Aufwendungen im Zusammenhang mit der gesetzlichen Verpflichtung der Gesellschaft, ihre Geschäftspapiere und Unterlagen bis zu 10 Jahre aufzubewahren (TEUR 3; Vorjahr: TEUR 3). Ebenfalls in die Rückstellungen einbezogen sind die für das Berichtsjahr noch zu erwartenden - bisher nicht abgerechneten - Gebühren- und Aufwandsabrechnungen (Berufsgenossenschaftsbeiträge, Schwerbehindertenabgabe, Mietnebenkosten- und sonstige Kostenabrechnungen) sowie die zu erwartenden Kosten für die Erstellung der Jahresabschlüsse (Aufstellung der Handels-, Steuer- und E-Bilanz), der Jahressteuererklärungen für das Berichtsjahr sowie der Veröffentlichung der Handelsbilanz im Bundesanzeiger (TEUR 124; Vorjahr: TEUR 61). Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 358 (Vorjahr: TEUR 2.239) Lieferung und Leistung zuzuordnen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEUR 358 (Vorjahr: TEUR 2.239). Diese sind mit alle unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Miet- und Wartungserträge, die im Berichtsjahr bereits für das Folgejahr vereinnahmt wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen überwiegend aus der Erstattung von Versicherungsentschädigungen TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 134) und der Verrechnung von Sachbezügen TEUR 101 (Vorjahr: TEUR 86). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.669 (Vorjahr: TEUR 2.580) handelt sich im Wesentlichen um Verkaufsprovisionen, Frachtkosten, Reiskosten der Arbeitnehmer sowie um Mietaufwendungen für die Geschäftsräume. E) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden bei der Gesellschaft keine Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten. Bei der Gesellschaft lagen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 470) vor. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte: - Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen = TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 467) - Sonstige Zahlungsverpflichtungen = TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3) Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen Januar 2023 und Oktober 2025. Die Betriebs- und Geschäftsräume am Sitz der Gesellschaft in Unterhaching sind angemietet. F) Sonstige Angaben Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB beträgt 34 (Vorjahr: 31,0). Davon 4 Leitende Angestellte und 30 Angestellte. (Vorjahr: 4 /27) Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge beträgt TEUR 10. Dieser resultiert aus der Bilanzierung aktiver latenter Steuern in selbiger Höhe. Geschäftsführer Alleinige Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr die Herren Clemens Jargon, mit Eintragung ins Handelsregister vom 07. Juni 2022, Herr Christian Senninger, ausgeschieden mit Eintragung im Handelsregister zum 30.10.2023 und mit Eintragung ins Handelsregister zum 30.10.2023, Herr Meik Hauke. Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Herr Clemens Jargon (Geschäftsführer) ist von Beruf Diplom Maschinenbau Ingenieur und Herr Meik Hauke (Geschäftsführer) ist von Beruf Elektrotechniker. Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführer belaufen sich auf TEUR 797. Konzernzugehörigkeit Der Hauptlieferant der Gesellschaft - die Firma Mycronic AB mit Sitz in Täby (Schweden, vormals Mycronic Technologies AB, Täby/Schweden) - ist seit 2008 alleiniger Gesellschafter der Gesellschaft. Die Mycronic GmbH wird als 100%-ige Tochter in den Konzernabschluss der Mycronic AB einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der AB erhältlich. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkung haben. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsleitung der Gesellschaft wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss auf laufende Rechnung vorzutragen. sonstige Berichtsbestandteile
Unterhaching, den 30.09.2024 gez. Maik Hauke Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 28.10.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Mycronic GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mycronic GmbH, Unterhaching, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mycronic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 8. Oktober 2024 EY
GmbH & Co. KG
Gez. Patrick Horbach, Wirtschaftsprüfer |
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