Herstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
4CARE GmbHLiquidiert
Fraunhoferstraße 17, 24118 Kiel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Forquignon seit 11.12.2023 | Geschäftsführer |
Lasse Wittlich seit 18.8.2020 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
4CARE GmbHKielJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die 4CARE GmbH (im Folgenden auch 4Care genannt) hat ihren Sitz in Kiel. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kiel unter HRB 13770 KI eingetragen. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens für die Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Bewertungsgrundsätze für mittelgroße Kapitalgesellschaften, gemäß geltender Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte wurden aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden 10 Jahre festgelegt. Es werden keine passiven Steuerlatenzen gebildet, da die 4Care eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Essilor GmbH eingegangen ist. Die steuerlichen Effekte werden auf der Ebene der Essilor GmbH abgebildet. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Anlagevermögen Die Geschäfts- und Firmenwerte werden grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben, da sich aus der mittelfristigen Unternehmensplanung ergibt, dass die Nutzbarkeit der Marke, sowie die Nachfrage nach den vertriebenen Produkten über diesen Zeitraum zu ausreichenden positiven Ergebnissen führen wird und somit diese Nutzungsdauer mindestens der voraussichtlichen Bestandsdauer der Gesellschaft entspricht. Die Bewertung der selbst geschaffenen aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Herstellungskosten auf der Basis von Einzelkosten. Die Nutzungsdauer dieser Vermögenswerte wird einheitlich auf fünf Jahre geschätzt, die Abschreibungen erfolgen linear. Andere erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden bei Software regelmäßig zwei bis fünf Jahre, bei Warenzeichen (Marken) 10 bis 15 Jahren zugrunde gelegt. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibung des Sachanalagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Nutzungsdauer der Sachanlagen
Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als EUR 250,00, jedoch nicht mehr als EUR 1.000,00 betragen, werden ebenfalls im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Auf die Gegenstände des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Wertabschläge wegen verlustfreier Bewertung und für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer oder verminderter technischer Verwertbarkeit werden beim Vorratsvermögen in angemessenem Umfang vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag oder zum niedrigeren Wert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalles gebildet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Flüssige Mittel in Euro werden zum Nominalwert gezeigt, diejenigen in Fremdwährung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag erfasst, soweit sie Aufwand für einen genau bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen. Eigenkapital Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag ausgewiesen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Grundlagen der Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden neben den unrealisierten Verlusten auch die unrealisierten Gewinne aus der Stichtagskursbewertung berücksichtigt. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel der 4CARE GmbH dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. 2. Immaterielle Vermögensgegenstände Von den Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres in Höhe von insgesamt TEUR 37 (Vorjahr TEUR 375) entfallen TEUR 37 (Vorjahr TEUR 375) auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. 3. Warenbestand Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen zu TEUR 302 (Vorjahr TEUR 612) aus Lieferungen und Leistungen sowie zu TEUR 6.560 (Vorjahr TEUR 613) aus Finanzforderungen, wovon TEUR 0 (Vorjahr TEUR 9.230) gegen den Gesellschafter bestehen. Bei den Finanzforderungen handelt es sich um Forderungen aus dem Cashpooling Vertrag, der mit der Essilor International SAS, Paris, Frankreich abgeschlossen wurde. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen in Höhe von TEUR 614 (Vorjahr TEUR 721). Davon haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 186 (Vorjahr TEUR 182). 5. Rückstellungen Die Rückstellungen mit den einzelnen Bewegungen verglichen zum vorherigen Bilanzstichtag ist im folgenden Rückstellungspiegel der 4CARE GmbH dargestellt:
Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Die sonstigen Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 783 (Vorjahr: TEUR 973). Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf die Segmente auf:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 850 (Vorjahr TEUR 741), aus der Untervermietung TEUR 121 (Vorjahr 66 TEUR), und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 243 (Vorjahr TEUR 225), sowie Erstattungen aus Nebenkostenvorauszahlungen (TEUR 57) und Korrekturposten Debitoren (TEUR 134) aus Vorjahren. 3. Personalaufwand Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr TEUR 71) getätigt worden. In den Personalaufwendungen enthalten sind Sondereffekte, diese betreffen Abfindungen in Höhe von TEUR 220, Sonderbonuszahlungen in Höhe von TEUR 200, sowie den höheren Mitarbeiterbonus aus dem Jahr 2022 mit TEUR 165. 4. Abschreibungen Die Abschreibungen betreffen mit TEUR 957 (Vorjahr TEUR 1.040) planmäßige Abschreibungen auf erworbene und selbst geschaffene Software, Büro- und Ladeneinrichtung und Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen vor allem Werbekosten von TEUR 5.753 (Vorjahr TEUR 5.936), Kosten für die Warenabgabe von TEUR 4.142 (Vorjahr TEUR 3.359), Verkaufsprovisionen TEUR 491 (Vorjahr TEUR 716), Rechts- und Beratungskosten von TEUR 681 (Vorjahr TEUR 589) sowie Miet- und Nebenkosten von TEUR 695 (Vorjahr TEUR 758). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr TEUR 123) enthalten. Sonstige Angaben 1. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Bernd Behrens (CEO), Seevetal, (seit 18.08.2020 bis 11.12.2023) Marc Forquignon (CEO), Kiel, (seit 11.12.2023) 2. Arbeitnehmer Beschäftigungsgruppen Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 126 (Vorjahr: 138) Arbeitnehmer beschäftigt.
3. Anteilsbesitz Die Brille24 Production Ltd, an welcher die 4CARE GmbH zu 100% Beteiligungsanteile hielt, wurde im Kalenderjahr 2023 liquidiert. 4. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. 5. Außerbilanzielle Geschäfte Es besteht ein Factoring-Vertrag mit einem Anbieter, um den Rechnungskauf im Großhandel risikofrei anbieten zu können. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie die Struktur ihrer Restlaufzeit ist wie folgt:
7. Inanspruchnahme größenabhängiger Erleichterungen und Schutzklauseln Die größenabhängigen Erleichterungen gem. § 286 Abs. 4 HGB und § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. Für die Offenlegung wird die Erleichterung gem. § 276 HGB in Anspruch genommen. 8. Ergebnisabführungsvertrag und Ergebnisabführung Am 06.12.2021 wurde im Handelsregister der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der ESSILOR GmbH mit Sitz in Braunschweig, dem die Gesellschafterversammlung durch Beschluss vom 30.11.2021 und 01.12.2021 zugestimmt hat, eingetragen. Der erwirtschafte Gewinn in Höhe von TEUR 1.552 (Vorjahr Verlust TEUR 1.661) unterliegt gem. § 301 AktG der Ausschüttungssperre, da noch vororganschaftliche Verlustvorträge in der Bilanz enthalten sind. 9. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.522 auf neue Rechnung vorzutragen. 10. Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers konnte § 285 Nr. 17 HGB verzichtet werden, da diese Angaben im Konzernanhang der EssilorLuxottica S.A., Charenton-le-Pont/Frankreich, enthalten sind. 11. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der ESSILOR GmbH, Braunschweig/Deutschland, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der EssilorLuxottica, Charenton-le-Pont/Frankreich, die für den größten Kreis aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschafter erhältlich und wird am französischen Handels- und Unternehmensregister unter infogreffe.com offengelegt.
Kiel, den 14.08.2024 4CARE GmbH Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023A. Geschäftsmodell Die 4CARE GmbH (im Folgenden auch 4Care oder Gesellschaft genannt) ist ein 100% Tochterunternehmen der Essilor GmbH, die Teil der EssilorLuxottica S.A., Charenton-le- Pont/Frankreich, ist. 4Care ist ein Omni-Channel-Anbieter von Kontaktlinsen, Pflegemitteln, Brillen und Sonnenbrillen. 4Care ist zertifizierter Hersteller, Großhändler und Versandhändler. Mit den Produktbereichen Kontaktlinse, Pflegemittel, Brille und Sonnenbrille besetzt die Gesellschaft alle relevanten Segmente rund um das Thema gutes Sehen und stellt den Kunden ein großes Portfolio an hochwertigen Standard- und Premiumprodukten zur Verfügung. 4Care hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen dabei zu helfen, besser zu sehen und dabei gut auszusehen. Persönliche Produkt- und Servicelösungen für die Gesunderhaltung und Optimierung der Sehkraft sind dabei selbstverständlich. Die Gesellschaft ist ein zertifizierter Medizinprodukte-Hersteller und bedient mit ihren starken Produktmarken-Portfolio mit den Marken Lenscare (Kontaktlinsen, Pflegemittel und Zubehör), Brille24 und Lennox eyewear (Brillen und Sonnenbrillen) sowie der Marken Magnivision und Foster Grant für den SB-Handel (Kontaktlinsen, Pflegemittel, Fertiglesebrillen und Sonnenbrillen) gezielt verschiedene Zielgruppen und Marktsegmente. Die Online-Shops Lensbest und Brille24 bieten neben einer vielfältigen Produktpalette aus Marken- und Eigenmarken umfassende Produktinformationen, Anwendungs-Videos und interaktive Entscheidungshilfen wie Online-Anprobe und Brillenberater. Die Shops bedienen neben der DACH-Region auch die Länder Belgien, Frankreich und Niederlande. B. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Wirtschaftliches Umfeld 1.1. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft sieht Deutschland vor großen Herausforderungen: Der Ukraine Krieg, stark gestiegene Energiekosten sowie die hohen Inflationsraten wirken sich auf den Alltag in Deutschland aus. Mit Unterstützungsmaßnahmen durch die Politik konnte die Wirtschaft zwar vor großen Strukturbrüchen bewahrt und Arbeitsplätze konnten erhalten werden, es ist jedoch offensichtlich, dass wirtschaftliche Folgen länger zu spüren sein werden. Im Jahr 2023 kam es zu einem Rückgang der Inflationsrate auf 5,9% für das Gesamtjahr 1 (Vorjahr 7,9%). Die Auswirkungen dieser Preissteigerungen, insbesondere der Anstieg im Bereich der Nahrungsmittel um 12,4% 2 gegenüber dem Vorjahr, spiegeln sich vor allem in einem veränderten Einkaufsverhalten der Verbraucher wider. Die Auswirkungen sind vor allem im Versandhandel deutlich spürbar. Die Umsätze im Bereich von Nicht-Lebensmitteln brachen um 7,2% 3 gegenüber dem Vorjahr ein. Der preisbereinigte Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr lag bei 8,1%, nominal bei 3,2% 4. Für diese Entwicklung waren die starken Anstiege der Energie- und Rohstoffpreise, sowie die hohen Zuschläge auf Lebensmittel im letzten Jahr verantwortlich. Ausgehend von der hohen Inflationsrate sah sich die EZB im September 2023 und den folgenden Monaten gezwungen, die Leitzinsen auf (Stand Februar 2024) von 3,75% auf 4,5% zu erhöhen. 5 Langfristige Herausforderungen wie die notwendige Transformation zu einer klimaneutralen und insgesamt nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft, die Digitalisierung oder die perspektivisch zunehmenden Engpässe bei Fachkräften, wirken sich deutlich auf die Stimmung in der Wirtschaft, sowie der Bevölkerung aus. Hinzu kommt ein sich stark veränderndes geopolitisches Umfeld, das nicht nur den bewährten Multilateralismus, sondern auch Deutschland und Europa technologisch und industriell verstärkt herausfordert. Vor diesem Hintergrund ist das Brutto-Inlandsprodukt im Kalenderjahr 2023 um 0,3% gegenüber dem Jahr 2022 gesunken. 6 Für das Jahr 2024 wird ein leichtes Wachstum in Höhe von 0,3% erwartet. 7 1.2. Entwicklung in der Augenoptikbranche Die gesamte Augenoptikbranche erfährt nach der Pandemie diverse Strukturanpassungen. Unabhängig von Inflationsraten, Einkommens- und Konsumveränderungen bleibt der Bedarf an Sehhilfen grundsätzlich konstant. Nach einem Pandemie bedingten Umsatzrückgang im Jahr 2020 in Höhe von 7,4%, einem Umsatzwachstum durch Pandemie Nachholeffekte von 9% in 2021, wuchs der augen optische Markt in 2022 wieder gewohnt moderat um rund 2% sowie für 2023 erwartungsgemäß um rund 1%. 8 Der Branchenumsatz für Kontaktlinsen und -pflegemittel ist nach einem deutlichen Anstieg in 2022 um rund 14% im Jahr 2023 Vertriebsweg übergreifend leicht um rund 1% gesunken. Interessant ist die differenzierte Entwicklung nach Vertriebswegen: Neben einem Rückgang im Stationär Vertrieb um rund 7% ist der Umsatz von Kontaktlinsen im Onlinevertrieb um knapp 6% gestiegen. 9 2. Strategie Als einer der ersten Online-Anbieter für Kontaktlinsen und Brillen kennt die Gesellschaft den Markt für Augenoptik und die Anforderungen der unterschiedlichen Kunden genau. Mithilfe dieses Wissens kann den Endkonsumenten maßgeschneiderte, umfassende Produkt- und Servicelösungen für die Gesunderhaltung, Pflege und Optimierung der Sehkraft geboten werden. Darüber hinaus verfügt 4Care als europaweit zertifizierter Medizinprodukte-Hersteller über die jeweils höchsten Qualitätsstandards, die von unabhängigen Instituten regelmäßig bestätigt werden. Zum Ausbau und zur Absicherung der marktbedeutenden Stellung der 4Care wird das Kernsortiment über mehrere Vertriebswege im Rahmen einer Multi-Channel-Strategie distribuiert. Dies dient der Risikodiversifikation und entspricht dem heutigen Kundenkaufverhalten.
3 Destatis Stand 09/2023
4Care bietet schwerpunktmäßig in Europa die passende Lösung für die Augen an. Um das Markenversprechen halten zu können, antizipiert 4Care Kundenbedürfnisse und findet ganzheitliche Lösungen, die sowohl qualitativ hochwertig als auch bezahlbar sind. Die Vision lautet: Wir werden das kundenfokussierteste Unternehmen im Markt, das die ganze Welt "rund um Sicht" erlebbar macht. Dafür bietet 4Care online Informationen, Produkte und Services, die Menschen dabei helfen, besser zu sehen und dabei gut auszusehen. Die Expertise im Markt der Augenoptik und die intelligente Verzahnung aller Berührungspunkte helfen 4Care, die kundenfokussierte Grundhaltung im Markt zu verwirklichen. 3. Geschäftsentwicklung Das Jahr 2023 war geprägt von der andauernden Konsolidierung der im Vorjahr vorgenommenen technischen und organisatorischen Zusammenlegung der beiden Standorte und deren operativen Geschäfte sowie Prozesse. Im Geschäftsjahr 2023 hat die 4Care GmbH im Vergleich zum Vorjahr Umsatzsteigerungen um 2,6 Mio. EUR zu verzeichnen. Diese Umsatzsteigerung konnte mehrheitlich im Bereich B2B erzielt werden. Hier betrug das Umsatzwachstum 15,8 % gegenüber dem Vorjahr, während der B2C Bereich lediglich um 2,5% angewachsen ist. Der Anteil des Versandhandels am Umsatz macht 77,3 % aus (Vorjahr 77,0 %). Darüber hinaus wurden 22,7 % der Umsätze durch Lieferungen an Handelsmittler erzielt (Vorjahr 23%). Die Erlöse des Unternehmens werden im Wesentlichen durch den Verkauf und Handel von augenoptischen Erzeugnissen wie Kontaktlinsen(pflegemittel) und (Sonnen)Brillen erzielt. Diese werden über die eigenen Online-Shops (u.a. www.lensbest.de, www.brille24.de) sowie über den Großhandel vertrieben. Der Rohertrag konnte, um 9,6 % gesteigert werden. Diese Steigerung begründet sich zum einen in den höheren Umsatzerlösen, zum anderen in den deutlich gesunken Bezugsnebenkosten (TEUR 743 für Frachten), der hieraus resultierende Sondereffekt beeinflusst den Rohertrag. Das EBIT ("Earnings before interest and taxes") hat sich auf Grund von Synergieeffekten sowie gesamtheitlichen Prozessoptimierungen dabei deutlich verbessert (TEUR 1.462 gegenüber TEUR -1.213 im Vorjahr). Im Geschäftsjahr wurden im Wesentlichen Investitionen aus dem Vorjahr fertiggestellt, sowie Ersatzbeschaffungen im Bereich Equipment vorgenommen. Das Investitionsvolumen sank daher auf TEUR 73 (Vorjahr TEUR 856). Die Gesellschaft konnte sich trotz zunehmendem Konkurrenz- und Preiskampf am Markt bewähren. Das Geschäftsjahr war geprägt durch Prozessumstellungen und Optimierungen auf allen Ebenen. Zudem wurde die An- und Einbindung in die Konzernlandschaft intensiviert. Die Erwartungen an den Umsatz konnten um 5,9% übertroffen werden. Das zu erzielende Jahresergebnis wurde deutlich übertroffen. Der Rohertrag lag deutlich über der im Budget prognostizierten Erwartung. Das EBIT konnte deutlich übertroffen werden. Die Geschäftsleitung beurteilt insofern die Entwicklung insgesamt als positiv. 4. Beschaffungsmarkt Die Preisentwicklung an den Beschaffungsmärkten bei Waren verlief weitgehend moderat, was im Wesentlichen auf die schleppende Erholung der Weltwirtschaft sowie der zunehmende Preisdruck zurückzuführen ist. C. Darstellung der Lage 1. Vermögenslage Die Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt die folgende Übersicht:
Insgesamt ist die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 18,1 Prozent unter Vorjahresniveau: Das Anlagevermögen hat sich aufgrund von Abgängen im Softwarebereich um 34,6 % reduziert. Das Umlaufvermögen hat sich insgesamt um TEUR 3.065 verringert. Dieses liegt vor allem an verringerten Vorräten in Höhe von EUR -0,4 Mio., verringerten Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter (EUR -3,0 Mio.), insbesondere gegen ESSILOR GmbH (EUR -9,2 Mio.), sowie höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Cash Pool (EUR 6,6 Mio.) und verminderten Bankbeständen mit EUR -0,3 Mio. Am 01.12.2021 wurde mit der Muttergesellschaft ESSILOR GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die Abführung des Ergebnisses wird aufgrund § 301 AktG ausgesetzt, da die Gesellschaft noch vororganschaftliche Verlustvorträge in der Bilanz ausweist. Aus diesen Gründen verändert sich das Eigenkapital um TEUR 1.552 gegenüber dem Vorjahr. Das kurzfristige Fremdkapital setzt sich aus verringerten Rückstellungen (TEUR -1.174), gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR -3.672), verringerten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -237) sowie verminderten sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR -506) zusammen und liegt damit deutlich unter Vorjahresniveau. 2. Finanzlage 2.1. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Hauptziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft. 2.2. Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben Das Unternehmen ist an das Cash Pooling des Mutterkonzerns Essilor International S.A. angeschlossen. Das Unternehmen war jederzeit in der Lage seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Des Weiteren ist die Gesellschaft Teil einer steuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft ESSILOR GmbH, ein Jahresüberschuss und Fehlbetrag wird von dieser übernommen und ausgeglichen. Die nachstehende Darstellung des Cashflows wurde nach der indirekten Methode ermittelt.
2.3. Investitionen Im Berichtsjahr wurden die angefangenen Programmierungen der Shopsysteme, sowie die Anpassung des ERP-Systems fertiggestellt. Weitere Investitionen beziehen sich auf Ersatzbeschaffungen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung. 3. Ertragslage Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt: Umsatzerlöse Vergleich alle Angaben in %
Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage im Vorjahresvergleich:
Der Gesamtumsatz ist gegenüber dem Vorjahr um über 5% gestiegen. Der realisierte Umsatz lag 6% über dem geplanten Wert. Das Rohergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um rund 10% gestiegen. Dies begründet sich zum Teil durch die deutlich gesunkenen Frachtraten für Importe aus Übersee (TEUR 734) gegenüber dem Vorjahr. Zudem sind die Umsatzerlöse (5%) stärker angestiegen als die Materialaufwendungen (3% bereinigt um den zuvor erwähnten Effekt). Gegenüber der Planung wurden 5% geringere Aufwendungen für bezogene Waren aufgewendet. Das um den zuvor erwähnten Effekt bereinigte Rohergebnis liegt analog zu den Umsätzen 15,5% über dem geplanten Ergebnis. Die Personalaufwendungen sind aufgrund der Belastung für Abfindungen und einmaliger Effekte nominal um TEUR 73 gestiegen. Die Einmaleffekte belaufen sich auf TEUR 585. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände verringerten sich um 28% gegenüber dem geplanten Wert. Ursächlich hierfür war die vollständige Abschreibung von Betriebs- und Geschäftsausstattungen im Kalenderjahr 2022, bei gleichzeitig verringertem Investitionsverhalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 2,2%. Die Veränderungen belaufen sich im Wesentlichen auf Kosten des Anlagenabgang TEUR 94, höhere Beratungskosten TEUR 404, mehr Versandkosten TEUR 170, Verringerte Verkaufsprovisionen -226, verringerte Werbekosten TEUR -183 sowie Verringerung der übrigen Aufwendungen um TEUR -626. Das EBIT liegt, bedingt durch die oben dargestellten Effekte, bei TEUR 1.462 und ist damit um TEUR 2.674 besser als im vorherigen Geschäftsjahr. Für 2023 wurde, wie prognostiziert, ein deutlich verbessertes EBIT erzielt. Die Jahresprognose 2023 sah einen Gewinn in Höhe von TEUR 105 vor, dieser Gewinn wurde aufgrund der höheren Umsätze und des verringerten Aufwands deutlich übertroffen. D. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 1. Risiken Ein gesondertes Risikomanagementsystem ist nicht eingerichtet, da dieses aufgrund der Größe des Unternehmens nicht erforderlich ist. Dementsprechend erfolgt auch keine quantifizierte Bewertung der Risiken. Stattdessen finden über den Konzern regelmäßig umfassende Kontrollen über deren Internal Audit System statt. Die Risiken sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Als hauptsächliche Risiken können aus Sicht der Geschäftsleitung die Inflation, gestörte Lieferketten sowie der Krieg in der Ukraine benannt werden. Bei der Beurteilung dieser Risiken ist feststellbar, dass der Ukrainekrieg keine Auswirkung auf das Geschäftsmodell der 4Care GmbH hat, da keine Geschäftsbeziehung in die betroffenen Gebiete existent ist. Die Inflation wirkt sich auf die Einkaufspreise der 4Care GmbH aus, ist jedoch zugleich Antrieb für die kontinuierliche Entwicklung des Bereichs Komplett-Brille, da die B2C-Kunden preisgünstiger eine Komplettbrille erwerben können. Die eingangs erwähnte Preissteigerung im Bereich der Lebensmittel stellt aus Sicht der 4Care GmbH eine Chance für den B2C Bereich dar, da gutes Sehen ein Grundbedürfnis aller Menschen ist. Die Einschränkungen in den Lieferketten wirken sich auf die Liefertreue aus. Dies ist jedoch kein Risiko von 4Care allein, da diese Risiken für die Gesamtbranche gültig sind. Die Gesamtrisikosituation setzt sich aus den zuvor genannten Einzelrisiken zusammen. Die Gegenmaßnahmen werden jeweils unter den jeweiligen Risiken aufgeführt. Von der Geschäftsführung werden weder Einzelrisiken noch die Summe der Einzelrisiken als bestandsgefährdend eingeschätzt. Folgende berichtsrelevante, auch den Prognosezeitraum betreffende Einzelrisiken wurden identifiziert: Der Bereich des Großhandels ist stets von Volatilität bezüglich Ein- bzw. Auslistung sowie (Sonder-)Vereinbarungen über Warenrücknahmen geprägt. Der Vertrieb von Sonnenbrillen ist grundsätzlich vom Wetter abhängig. Darüber hinaus sind Geschäfte mit Retouren-Option mit einem Risiko behaftet. Das Risiko einer unterjährigen Auslistung ist aufgrund bestehender Verträge gering. Die Risiken aus Retouren sind in den Projektkalkulationen abgedeckt und es besteht nur ein geringeres Risiko höherer Retouren. Damit bestehende Großhandelskunden nicht verloren gehen, wurden folgende Maßnahmen eingeleitet: Zur Belieferung und Ausstattung von Großhandelskunden, die auf Strecke beliefert werden, ist eine Agentur beauftragt, welche flächendeckend in Deutschland auf Provisionsbasis tätig ist und somit für eine hohe Verfügbarkeit unserer Produkte sorgt. Des Weiteren gibt es keinen weiteren Wettbewerber, welcher eine vergleichbare Produktvielfalt anbieten kann. Des Weiteren wurde das Produktangebot immer weiter ausgebaut, so dass den Großhandelskunden die Möglichkeiten geboten wird, den Großteil ihres Angebots im Bereich der optischen Produkte vom gleichen verlässlichen Lieferanten zu beziehen. Zusätzlich werden so genannte Optik- Center angeboten, in denen neben den bestehenden Produkten wie Kontaktlinsen und Kontaktlinsen-Pflegemitteln zusätzlich Sonnenbrillen und Lesehilfen enthalten sind. Weiterhin besteht der Wettbewerbsdruck im Versandhandel durch andere Anbieter aufgrund geringer Markteintrittsbarrieren insbesondere im Bereich Kontaktlinsen. Dies wird insbesondere durch die hohe Verfügbarkeit des Internets forciert. Ein Druck auf die Margen wird weiterhin erwartet, wobei eine Reaktion auf diese Marktveränderungen insbesondere durch Erweiterung der Sortimente im Bereich der Eigenmarke erfolgt ist. Die Zertifizierung der 4Care als Medizinprodukteherstellerin sowie die regelmäßige Auditierung des Unternehmens im Rahmen des etablierten Qualitätsmanagementsystems gewährleisten neben der Erfüllung der DIN EN Normen eine konstant hohe Produkt- und Servicequalität. Aufgrund der soliden Stellung im Markt und der großen Erfahrung ist das Risiko als gering einzuschätzen. Als Medizinprodukteherstellerin besteht grundsätzlich ein höheres Risiko im Vergleich zur reinen Handelstätigkeit mit Fremd- bzw. Drittmarkenprodukten bezüglich der Produktverantwortlichkeit. Die Gesellschaft dokumentiert im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems etwaige Risiken und hat Prozesse organisiert, welche im Fall des Falles greifen sollten. Die Gesellschaft erfüllt die gesetzlichen Anforderungen auf Grund der EU-Medizinprodukteverordnung ("MDR"). Die Gesellschaft ist über den Konzern in den relevanten Versicherungsbereichen in deren Policen mit eingebunden. Währungsrisiken resultieren aus dem Einkauf von Waren und Dienstleistungen insbesondere im Bereich B2B, die weltweit bezogen werden. Im Verkaufsbereich bestehen keine bedeutenden Währungsrisiken, da keine wesentlichen auf Fremdwährung lautenden Verkaufsgeschäfte abgeschlossen worden sind. Risiken bestehen vorrangig aus dem USD-Kurs, sind aber derzeit als gering einzuschätzen und werden bei größeren Transaktionen über das Konzern Treasury mittelfristig abgesichert. Ein Zinsrisiko besteht nicht, da es keine verzinsten Fremdverbindlichkeiten gibt. Im Rahmen der mittelfristigen Unternehmensplanung wird eine saisonale Liquiditätsplanung erstellt. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über den Konzern. Ein entsprechender Ergebnisabführungsvertrag wurde im Dezember 2021 unterzeichnet. Angriffe auf IT-Systeme sowie Einschränkungen in der Performance der IT-Systeme sind grundlegende Risiken für E-Commerce Unternehmen. Hard- und Software werden auf einem aktuellen Stand gehalten. Darüber hinaus werden die Systeme verschiedenen Sicherheits- und Stabilitätsaudits unterzogen, welche die Sicherheit der Systeme bestätigen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft über den Konzern in eine sogenannte Cyber-Crime Versicherung eingebunden. Die Risiken für die Gesellschaft sind somit gering. Weitere Risiken können sich aus den negativen Folgen der inflationären Entwicklung und damit verbundenen aktuellen Wirtschaftslage ergeben, z.B. auf das Tagesgeschäft durch verringerte Kaufkraft im Bereich BTC. Wir schätzen die damit einhergehenden Risiken als gering ein. Das Risiko von Lieferkettenproblem und daraus resultierenden Vertragsstrafen durch die Kunden ist aufgrund getroffener Maßnahmen als gering einzuschätzen. 2. Chancen Den Risiken stehen folgende Chancen gegenüber: Das Geschäftsmodell ist etabliert und die 4Care als wichtiger Marktteilnehmer von Herstellern und Industrie akzeptiert. Im Jahr 2023 ist die Integration in den Essilor-Konzern weiter fortgeschritten. Dies betrifft derzeit vor allem die Bereiche Einkauf, Produktentwicklung und Marketing. Von zentralen Verhandlungen mit Lieferanten konnte die 4Care profitieren. Die 4Care führt alle gängigen Kontaktlinsenarten mit dazugehörige Kontaktlinsen-Pflegemittel und vertreibt eine Eigenmarken-Kontaktlinsenproduktlinie. Zusätzlich werden Korrektionsbrillen und Sonnenbrillen sowohl aller bekannten Marken als auch Eigenmarken angeboten. Die Online-Shops Lensbest und Brille24 sind als wichtige Marktteilnehmer von Herstellern und Industrie akzeptiert. Die Gesellschaft arbeitet sukzessive an der Steigerung der Kundenzufriedenheit, weshalb auch viel (in Neukunden) investiert wurde. Die Benutzerfreundlichkeit des Kaufprozesses für den Kunden ist dabei das zentrale Ziel. Die daraus resultierenden Umsatzsteigerungen sind in der Planung berücksichtigt. E. Besondere Ereignisse Im Dezember 2023 ist der vormalige Geschäftsführer Bernd Behrens ausgeschieden. Zum neuen Geschäftsführer wurde Marc Forquignon ernannt. F. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die wir auch für die interne Steuerung unserer Gesellschaft heranziehen, sind der Rohertrag sowie das EBIT. Diese Leistungsindikatoren werden von der Gruppe vorgegeben und überwacht. Als nicht-finanzieller Leistungsindikator sind die Unfallhäufigkeit im Lager, die Liefergeschwindigkeit an Kunden sowie die Anzahl der gepackten Sendungen an Kunden zu sehen. G. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die 4Care einen Rohertrag in gleicher Höhe wie im Vorjahr bei einem leicht verringerten positiven EBIT. Die Planung beinhaltet eine konstante und in Summe leicht verbesserte Umsatzentwicklung. Insgesamt ergibt sich eine leicht verringerte Ertragslage durch mäßig steigende Aufwendungen für Personal sowie leicht höhere Aufwendungen im Marketing-Bereich. 4Care legt seinen besonderen Fokus auf die Fortführung der Zero Unfallbilanz im Lagerbereich. Darüber hinaus wurden - neben der Verfügbarkeit von Standardware - durch Effizienzsteigerungen sowie Prozessoptimierungen und einer Flexibilisierung der Lager Organisation ein hoher Grad an Versendungen pro Tag erreicht. Pakete an Kunden werden dreimalig von den Versandpartnern abgeholt, sodass die Mehrzahl der Kunden bereits einen Tag nach Eingang der Bestellung über das bestellte Produkt verfügen. Die 4Care plant auch weiterhin Nachwuchskräfte insbesondere im Bereich der Informationstechnologie auszubilden, um so dem Fachkräftemängel entgegenzuwirken. Die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen über zukünftige Entwicklungen beruhen auf Einschätzungen der Geschäftsführung nach bestem Wissen und Gewissen zum Zeitpunkt der Erstellung. Die bis zum heutigen Zeitpunkt erkennbaren Auswirkungen aus der Corona-Pandemie sind in den Planungen enthalten. Die zukunftsbezogenen Aussagen sind naturgemäß einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen, die, falls sie eintreffen, zu anderen Ergebnissen als vorausgesehen führen können.
Kiel, den 14.08.2024 Marc Forquignon, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die 4CARE GmbH, Kiel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der 4CARE GmbH, Kiel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 4CARE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Hinweis zur Nachtragsprüfung Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Jahresabschluss sowie dem geänderten Lagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 22. April 2024 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 14. August 2024 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderungen der Aufwendungen aus Gewinnabführung sowie des Jahresüberschusses in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die daraus resultierenden Änderungen im Anhang respektive dem Lagebericht bezog. Die gesetzlichen Vertreter haben neben den vorstehend aufgeführten Änderungen in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung im geänderten Anhang, Abschnitte "Erläuterungen zur Bilanz", Unterabschnitt "6. Verbindlichkeiten" und "Sonstige Angaben", Unterabschnitt "8. Ergebnisabführungsvertrag" sowie im geänderten Lagebericht, Abschnitt "C. Darstellung der Lage", Unterabschnitt "1. Vermögenslage" und Unterabschnitt "2.2. Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben" Anpassungen vorgenommen.
Berlin, 22. April 2024/Begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannten Änderungen 14. August 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Helge Schäfer, Wirtschaftsprüfer Burak Sarigül, Wirtschaftsprüfer |
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