1 & 1 De-Mail GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Koch seit 20.10.2025 | Geschäftsführer |
Monika Weninger seit 15.7.2025 | Geschäftsführer |
Sascha D ́Avis seit 15.5.2023 | Geschäftsführer |
Christian Bockelt seit 11.4.2023 | Geschäftsführer |
Cretièn René Gilbert Brandsma seit 23.9.2020 | Geschäftsführer |
Alessandro Stefano Nava seit 6.6.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
1&1 Telecom GmbHMontabaurJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bericht über die Lage der Gesellschaft Lagebericht 2023 1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1. Geschäftsmodell 1.2. Ziele und Strategien 1.3. Steuerungssysteme 1.4. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1.5. Geschäftsverlauf 1.6. Lage der Gesellschaft 2. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 2.1. Risikobericht 2.2. Chancenbericht 2.3. Prognosebericht Allgemeine Hinweise Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Bericht auf die zusätzliche Formulierung der weiblichen Form verzichtet. Die 1&1 Telecom GmbH weist darauf hin, dass die Verwendung der männlichen Form explizit als geschlechtsunabhängig zu verstehen ist. Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft1.1. Geschäftsmodell Struktur der Gesellschaft Die 1&1 Telecom GmbH mit Hauptsitz in Montabaur, Deutschland, ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der 1&1 Telecom Holding GmbH, Montabaur. Die Anteile an der 1&1 Telecom Holding GmbH hält wiederum die 1&1 Telecommunication SE, Montabaur (100 %). Gesellschafterin der 1&1 Telecommunication SE ist die börsennotierte 1&1 AG (im Folgenden "1&1"), Montabaur, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird. Oberste Muttergesellschaft ist die börsennotierte United Internet AG, Montabaur. Kerngeschäft der Gesellschaft ist die Erbringung von Internetzugangsdiensten. Diese können unter Nutzung von Mobile Internet oder durch die Bereitstellung von Breitband-Anschlüssen realisiert werden. Geschäftstätigkeit Die 1&1 Telecom GmbH stellt ihren Kunden ein umfassendes Spektrum an kostenpflichtigen Breitband- und Mobile-Access-Produkten inklusive der damit verbundenen Anwendungen (wie Heimvernetzung, Online-Storage, Telefonie, Smart Home oder IPTV) zur Verfügung. Im Konzernabschluss der 1&1 wird die Geschäftstätigkeit der 1&1 Telecom GmbH dem Segment "Access" zugeordnet. Der Betrieb und der fortschreitende Ausbau des Mobilfunknetzes erfolgt im Segment 1&1 Mobilfunknetz. Hier sind die Schwestergesellschaften 1&1 Mobilfunk GmbH, Düsseldorf sowie 1&1 Towers GmbH, Düsseldorf für den Aufbau und Betrieb des Mobilfunknetzes verantwortlich. Die 1&1 Telecom GmbH nutzt dabei das Festnetz der Schwestergesellschaft 1&1 Versatel GmbH und kann zudem über eine Vereinbarung mit der 1&1 Versatel Breitband-Haushaltsanschlüsse von City Carriern sowie der Deutschen Telekom vermarkten. Seit dem Start der mobilen Dienste im 1&1 Mobilfunknetz am 8. Dezember 2023 bezieht die 1&1 Telecom GmbH Vorleistungen für Neukunden aus dem Konzernnetz. Überall dort, wo das 1&1 Mobilfunknetz während des Baus des Netzes noch nicht selbst über eine ausreichende Netzabdeckung verfügt, nutzt die 1&1 Telecom GmbH National Roaming Vorleistungen von der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG ("Telefónica"). Ab spätestens Oktober 2024 sollen diese National Roaming Vorleistungen dann von der Vodafone GmbH ("Vodafone") bezogen werden. Bis zum Start der mobilen Dienste im 1&1 Mobilfunknetz hatte die 1&1 Telecom GmbH, über den privilegierten Zugang der Schwestergesellschaft Drillisch Online GmbH, Zugriff auf das Mobilfunknetz von Telefónica in Deutschland (sogenannter Mobile Bitstream Access Mobile Virtual Network Operator = MBA MVNO) und nutzte Kapazitäten anderer Vorleistungsanbieter, zum Beispiel das Mobilfunknetz von Vodafone. Diese Kunden werden nun seit Beginn des Jahres 2024 sukzessive auf das 1&1 Mobilfunknetz migriert. Angeboten werden die Access-Produkte über die Marke "1&1" sowie weitere Marken der United Internet Gruppe wie "GMX" und "WEB.DE", so dass die adressierten Märkte umfassend und zielgruppenspezifisch ausgeschöpft werden können. Unternehmensleitung Die Geschäftsleitung der Gesellschaft setzte sich unterjährig wie folgt zusammen:
Seit dem 1. März 2024 gehört außerdem Dr. Pascal Grieder (Produktmanagement Access) zur Geschäftsführung. Wesentliche Absatzmärkte Die 1&1 Telecom GmbH hält 9,1 Millionen Verträge in den Produktbereichen Breitband und Mobilfunk und ist als Einzelgesellschaft im Wesentlichen im deutschen Markt tätig. Wesentliche Standorte Die 1&1 Telecom GmbH beschäftigte zum 31. Dezember 2023 insgesamt 281 Mitarbeiter (31. Dezember 2022: 243 Mitarbeiter). Wesentliche Standorte der Gesellschaft:
1.2. Ziele und Strategien Das Geschäftsmodell der 1&1 Telecom GmbH basiert überwiegend auf Kundenverträgen mit festen monatlichen Beträgen sowie festen Laufzeiten. Zu einem kleineren Teil werden auch Verträge ohne Laufzeit vermarktet. Ein solches Geschäftsmodell sichert stabile und planbare Umsätze und Cashflows, bietet Schutz gegen kurzfristige konjunkturelle Einflüsse und eröffnet finanzielle Spielräume, um Wachstumschancen in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten zu nutzen. Eine große Zahl an Kundenbeziehungen hilft der Gesellschaft Skaleneffekte zu nutzen: Je mehr Kunden Produkte nachfragen, desto besser lassen sich Fixkosten decken und desto höher ist der Gewinn. Diese Gewinne können anschließend in die Gewinnung neuer Kunden sowie die Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsfelder investiert werden. Um neue Kunden zu gewinnen und Verträge von Bestandskunden zu verlängern, bietet die 1&1 Telecom GmbH attraktive Angebote mit neuester und hochwertiger Technologie. Gleichzeitig wünschen sich Kunden ein hohes Service-Level mit schneller Reaktionszeit. Die 1&1 Telecom GmbH kombiniert diese beiden Erwartungen, um seinen Kunden ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis zu bieten. Aus heutiger Sicht sind Mobile-Internet, insbesondere auf Basis der 5G Technologie, und leistungsfähige Breitband-Anschlüsse, sowie die damit einhergehenden Anwendungen, die Wachstumsmärkte der nächsten Jahre. Mit ihrer klaren Positionierung in diesen Märkten ist die 1&1 Telecom GmbH, unter dem Dach der 1&1 AG und der United Internet Gruppe, strategisch gut aufgestellt, um das erwartete Marktpotenzial zu nutzen. Dank der langjährigen Erfahrung als Telekommunikationsanbieter, den Kompetenzen bei Marketing, Vertrieb und Kundenbetreuung, der starken und bekannten Marke "1&1" sowie den bestehenden Kundenbeziehungen zu Millionen Konsumenten, Gewerbetreibenden und Freiberuflern (Consumer) ist die Gesellschaft dazu gut positioniert. Die 1&1 Telecom GmbH wird auch künftig stark in neue Kunden und neue Produkte investieren, um auf Basis dieses erwarteten Wachstums ihre Marktpositionierung weiter auszubauen. Durch das konzerneigene 1&1 Mobilfunknetz gewinnt die Gesellschaft Unabhängigkeit vom Zugang zu Fremdnetzen, steigert die eigene Wertschöpfung und kann neue Geschäftsfelder erschließen. Durch die Nutzung der neuartigen und innovativen Open RAN-Technologie will sich die 1&1 Gruppe und damit auch die 1&1 Telecom GmbH vom Wettbewerb abgrenzen und als einziger Netzbetreiber das Potenzial von 5G voll ausschöpfen. Dies bietet der Gesellschaft zukünftig strategische Optionen für alle Anwendungen, die auf schnelles Internet, kurze Latenzzeiten sowie stabile Datentransfers angewiesen sind. Dies wird für unterschiedliche Anwendungen in der Zukunft, vor allem im Bereich des Internets der Dinge, ein essenzieller Baustein für zukünftiges Wachstum werden. Auch für Anwendungen im Bereich des Edge Computing ist das 1&1 Mobilfunknetz hervorragend vorbereitet. Weitere Informationen zu Strategie, Chancen und Zielen enthält der Risiko-, Chancen- und Prognosebericht unter Punkt 2. 1.3. Steuerungssysteme Die internen Steuerungssysteme unterstützen das Management bei der Steuerung und Überwachung der Gesellschaft. Die Systeme bestehen aus Planungs-, Ist- und Forecast-Rechnungen und basieren auf der jährlich überarbeiteten strategischen Planung. Dabei werden insbesondere Marktentwicklungen, technologische Entwicklungen und Trends, deren Einfluss auf die eigenen Produkte und Services sowie die finanziellen Möglichkeiten der Gesellschaft berücksichtigt. Die Unternehmenssteuerung hat das Ziel, die 1&1 Telecom GmbH kontinuierlich und nachhaltig weiterzuentwickeln. Das Berichtswesen umfasst monatliche Ergebnisrechnungen sowie quartalsweise erstellte Reportings und stellt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft dar. Die Finanzberichterstattung wird durch weitere Detailinformationen ergänzt, die für die Beurteilung und Steuerung des operativen Geschäfts notwendig sind. Ein weiterer Bestandteil der Steuerungssysteme sind die quartalsweise erstellten Berichte zu den wesentlichen Risiken des Unternehmens. Die genannten Berichte werden von der Geschäftsführung diskutiert und stellen wesentliche Beurteilungs- und Entscheidungsgrundlagen dar. Die Steuerung der 1&1 Telecom GmbH erfolgt auf Ebene des 1&1-Konzerns, welcher sich in die Geschäftssegmente "Access" und "1&1 Mobilfunknetz" aufteilt. Zentrale Steuerungskennzahlen im Konzern sind der Service-Umsatz, das vergleichbare operative EBITDA auf IFRS-Basis (das um außergewöhnliche Faktoren bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sowie Cash-Capex (Ausgaben für Investitionen). Die 1&1 Telecom GmbH ist Teil des Geschäftssegments "Access". Für die 1&1 Telecom GmbH ist ausschließlich die Steuerungsgröße Service-Umsatz nach IFRS (auf Sprach- und Datendienste entfallende Umsatzerlöse) relevant, da eine Betrachtung der Ergebnisgröße auf Ebene der Einzelgesellschaft aufgrund fehlender Aussagekraft aus Konzernsicht keine Steuerungsrelevanz besitzt. Die Ermittlung der finanziellen Leistungsindikatoren und die darauf basierende Steuerung erfolgen auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS). Darüber hinaus wird die Gesellschaft, wie auch der 1&1-Konzern, über nicht-finanzielle Kennzahlen, wie die Anzahl und das Wachstum der kostenpflichtigen Kundenverträge, gesteuert. Die für die Steuerung der Gesellschaft relevanteste finanzielle Kennzahl ist der Service-Umsatz nach IFRS. Neben dieser finanziellen Kennzahl ist die bedeutsamste nicht-finanzielle Kennzahl die Anzahl der Kundenverträge. Als Frühwarnsystem dienen darüber hinaus die Brutto- und Netto-Vertriebszahlen sowie die damit verbundenen Kundengewinnungskosten - im Vergleich zu den Planungs- und Forecast-Rechnungen der Gesellschaft. 1.4. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung der Gesamtwirtschaft Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für 2023 unterjährig leicht nach oben korrigiert. Im Rahmen seines letzten Konjunkturausblicks (World Economic Outlook, Update Januar 2024) hat der IWF nach vorläufigen Berechnungen für 2023 ein Plus von 3,1 Prozent für die Weltwirtschaft ausgewiesen. Das Wachstum lag damit unter dem Vorjahresniveau (3,5 Prozent) und gleichzeitig 0,2 Prozentpunkte über der ursprünglichen IWF-Prognose von Januar 2023 (2,9 Prozent). Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland blieb deutlich hinter dem Vorjahr und auch hinter der ursprünglichen Erwartung des IWF zurück. So hat der IWF für Deutschland einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um -0,3 Prozent (Vorjahr: 1,8 Prozent) konstatiert und damit nochmals -0,4 Prozentpunkte weniger als noch zu Jahresbeginn erwartet (0,1 Prozent). Die Berechnungen des Fonds für Deutschland decken sich damit mit den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), das für 2023 - im Rahmen der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023" am 15. Januar 2024 - ebenfalls einen Rückgang des (preisbereinigten) Bruttoinlandsprodukts (BIP) um -0,3 Prozent festgestellt hat. Dies sind 2,1 Prozentpunkte weniger als in 2022 (1,8 Prozent). Verantwortlich dafür waren nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes die inflationsbedingt nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine insgesamt geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Unterjährige Veränderungen der Wachstumsprognosen 2023
Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook (Update), Januar 2024 Mehrperiodenübersicht: Entwicklung des BIP
Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook (Update), Januar 2024 Entwicklung der Branche / Kernmärkte Für den deutschen ITK-Markt hat der Branchenverband Bitkom im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz am 10. Januar 2024 für das Jahr 2023 ein Wachstum um 2,0 Prozent (Vorjahr: 6,8 Prozent) auf 215,0 Milliarden Euro unterstellt. Zu Jahresanfang 2023 war der Verband noch von einem Umsatzwachstum von 3,8 Prozent für 2023 ausgegangen. Gleichwohl zeigte sich die Digitalbranche damit auch unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt von geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen, sowie gestörter Lieferketten und Fachkräftemangel erneut sehr robust. Der Anstieg des Gesamtmarktes ITK resultiert insbesondere aus den gestiegenen Umsätzen in der Informationstechnik. Die Umsätze in diesem größten Teilmarkt stiegen laut BITKOM-Prognose 2023 um 2,2 Prozent (Vorjahr: 8,7 Prozent) auf 142,9 Milliarden Euro - nachdem zu Jahresbeginn 2023 ein Wachstum von 6,3 Prozent erwartet wurde. Dabei entwickelten sich die Segmente des Teilmarktes recht unterschiedlich: So legten die Bereiche Software um 9,6 Prozent (Vorjahr: 15,0 Prozent) und IT-Services um 5,1 Prozent (Vorjahr: 8,5 Prozent) zu, während der Bereich IT-Hardware nach den überproportional hohen Investitionen während der Pandemie erst einmal um -5,4 Prozent (Vorjahr: 4,8 Prozent) zurückging. Positiv hat sich auch der ITK-Teilmarkt Telekommunikation entwickelt. Für diesen für die 1&1 Telecom GmbH relevanten Kernmarkt erwartet der Branchenverband in 2023 einen Anstieg um 1,7 Prozent (Vorjahr: 3,4 Prozent) auf 72,1 Milliarden Euro - nachdem zu Jahresbeginn 2023 ein Wachstum um 0,9 % prognostiziert wurde. Auch im Telekommunikationsmarkt entwickelten sich die einzelnen Segmente recht unterschiedlich: So legten das Infrastrukturgeschäft (getrieben durch den 5G-Netzausbau) um 4,4 Prozent (Vorjahr: 14,2 Prozent) sowie die Telekommunikationsdienste um 1,9 Prozent (Vorjahr: 2,1 Prozent) zu, während die Endgeräte -0,7 Prozent (Vorjahr: 2,4 Prozent) zurückgingen. (Stationärer) Breitband-Markt in Deutschland Die Nachfrage nach neuen festnetzbasierten Breitband-Anschlüssen in Deutschland hat sich in den letzten Jahren infolge der bereits breiten Haushaltsabdeckung sowie des starken Trends zur mobilen Internetnutzung verlangsamt. Mit einem erwarteten Plus von 0,2 Millionen bzw. 0,5 Prozent neuen Anschlüssen in 2023 auf 37,0 Millionen blieb die Anzahl der Neuschaltungen erneut auf moderatem Niveau. Zu diesem Ergebnis kamen der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Dialog Consult in ihrer gemeinsamen "25. TK-Marktanalyse Deutschland 2023" (November 2023). Die für die 1&1 Telecom GmbH derzeit relevanten Anschlüsse in den beiden Technologiebereichen DSL und FTTB / FTTH (Glasfaser) entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich. So gingen DSL-Anschlüsse in Deutschland um 0,4 Millionen auf 24,3 Millionen zurück, während gleichzeitig Glasfaser-Anschlüsse um 0,8 Millionen auf 4,2 Millionen zulegten. Die Anzahl der Kabelanschlüsse ging in 2023 ebenfalls um 0,2 Millionen auf 8,5 Millionen zurück. Die im Festnetzgeschäft erzielten Umsätze lagen - nach Schätzungen von Dialog Consult / VATM - mit 32,6 Milliarden Euro in 2023 unverändert auf Vorjahresniveau. In diesen Umsatzzahlen enthalten sind - neben den Endkundenumsätzen - u. a. auch Vorleistungs-, Interconnection- und Endgeräteumsätze. Weitaus stärker als die Anzahl der neu geschalteten Anschlüsse und die im Festnetz realisierten Umsätze hat sich gemäß einer Hochrechnung von Dialog Consult / VATM das durchschnittlich verbrauchte Datenvolumen - als Indikator für die weiter steigende Nutzung von z. B. IPTV oder Cloud-Anwendungen - mit einem Anstieg um 16,1 Prozent auf 320,9 GB (pro Anschluss und Monat) entwickelt. Entsprechend stark entwickelte sich auch die Nachfrage nach leistungsstärkeren Breitband-Anschlüssen. So stieg etwa der Anteil von geschalteten Breitband-Anschlüssen mit Geschwindigkeiten (Downstream) von mindestens 50 Mbit/s von 58,7 Prozent im Vorjahr um 3,2 Prozentpunkte auf 61,9 Prozent (aller Breitband-Anschlüsse) in 2023. Stärker noch stiegen die Festnetzanschlüsse mit Empfangsraten von mindestens 250 Mbit/s um 5,1 Prozentpunkte auf einen Anteil von 23,0 Prozent (aller Breitband-Anschlüsse). Markt-Kennzahlen: Festnetz in Deutschland
Quelle: Dialog Consult / VATM, TK-Marktanalyse Deutschland 2023, November 2023 Mobile-Internet-Markt in Deutschland Im deutschen Mobilfunk-Markt hat sich die Anzahl der aktiven SIM-Karten nach Schätzungen von Dialog Consult / VATM in 2023 um 12,9 Millionen bzw. 7,6 Prozent auf 181,9 Millionen erhöht. Der Zuwachs resultiert dabei aus den sogenannten M2M-SIM-Karten (Machine-to-Machine-SIM-Karten), die z. B. für den automatisierten Informationsaustausch zwischen Maschinen, Automaten, Fahrzeugen etc. untereinander und / oder mit einer zentralen Leitstelle eingesetzt werden, die um 12,0 Millionen auf 70,3 Millionen zulegten. Die Zahl der persönlichen SIM stieg nur leicht um 0,5 Millionen auf 104,9 Millionen - und deutet damit, wie auch die Zahlen der letzten Jahre zeigen, auf eine weitgehende Marktsättigung hin. Die Gesamtumsätze im deutschen Mobilfunkmarkt stiegen - nach Schätzungen von Dialog Consult / VATM - in 2023 von 27,5 Milliarden Euro um 0,4 Prozent auf 27,6 Milliarden Euro (inkl. Interconnection-, Wholesale- und Endgeräteumsätzen). Dabei stiegen die Service-Umsätze um 1,0 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro, während die sonstigen Umsätze (die die Umsätze mit Interconnection, Wholesale und Endgeräten enthalten) um 3,0 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zurückgingen. Weitaus stärker als die aktiven persönlichen SIM-Karten und die Mobilfunkumsätze nahm nach Prognosen von Dialog Consult / VATM das durchschnittlich verbrauchte Datenvolumen (pro Anschluss und Monat) - als Zeichen für die zunehmende Nutzung mobiler Datendienste - um 22,1 Prozent auf 6,57 GB zu. Markt-Kennzahlen: Mobilfunk in Deutschland
Quelle: Dialog Consult / VATM, TK-Marktanalyse Deutschland 2023, November 2023 Rechtliche Rahmenbedingungen / wesentliche Ereignisse Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit von der 1&1 Telecom GmbH blieben im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen konstant und hatten keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Rechtliche Rahmenbedingungen Der zukünftige Erfolg der 1&1 Gruppe als Betreiber eines Mobilfunknetzes sowie das damit unmittelbar verbundene Anbieterpotenzial für die 1&1 Telecom GmbH als direkter Nutznießer des eigenen Mobilfunknetzes des 1&1 Konzerns ist neben anderen Faktoren auch von der zukünftigen Vergabepraxis für Mobilfunkfrequenzen abhängig. Im Rahmen der Frequenzauktion der Bundesnetzagentur im Jahr 2019 hat 1&1 5G Frequenzen in den Spektren 2 GHz und 3,6 GHz ersteigert. Die Frequenzblöcke im Bereich 3,6 GHz stehen bereits zur Verfügung und werden im Betrieb des Mobilfunknetzes genutzt, während die Frequenzen im Bereich 2 GHz ab 2026 zur Verfügung stehen werden. Zur Überbrückung dieses Zeitraums hat 1&1 weitere Frequenzen im Bereich 2,6 GHz von Telefónica angemietet. Um sein Mobilfunknetz wettbewerbsfähig und effizient betreiben zu können, benötigt 1&1 wie jeder andere Mobilfunknetzbetreiber neben dem hochfrequenten Spektrum auch sogenannte Low-Band-Frequenzen, welche für die Versorgung in Innenräumen unverzichtbar sind. Hier findet rund 80 Prozent des Datenverkehrs statt. Im September 2023 hat sich die Bundesnetzagentur erneut zur Vergabe der im Jahr 2025 auslaufenden Low-Band-Frequenzen im Spektrum 800 MHz geäußert. In einem sogenannten Konsultationspapier sprach sich die Bundesnetzagentur für eine Verlängerung der Frequenzen an die drei etablierten Netzbetreiber aus. Nachdem in der Vergangenheit in der Bundesrepublik Deutschland Frequenzvergaben ausschließlich diskriminierungsfrei über Auktionen erfolgten, wäre eine solche Verlängerung ein Novum. 1&1 würde bei einer solchen Vergabe keinen Zugriff auf die Low-Band-Frequenzen erhalten. Auch das Bundeskartellamt hat sich im November 2023 zu der Vergabesituation der Frequenzen geäußert. In einem Positionspapier stellt das Bundeskartellamt heraus, dass eine Verlängerung der Frequenzen, die 1&1 nicht berücksichtigt, 1&1 als Marktneuling gegenüber den etablierten Mobilfunknetzbetreibern gravierenden wettbewerbsrechtlichen Nachteilen aussetzt. In seinem Positionspapier verdeutlicht das Bundeskartellamt mit Verweis auf andere europäische Länder auch, dass das vorhandene Funkspektrum für vier Mobilfunknetzbetreiber ausreicht. Zum selben Ergebnis kommen verschiedene durch 1&1 veröffentlichte Studien zur Frequenzsituation in Deutschland. Demnach werden die Low-Band-Frequenzen von den drei übrigen Mobilfunknetzbetreibern teils nicht effizient genutzt und auch Zusammenhänge zwischen einer hohen Frequenzausstattung einzelner Mobilfunknetzbetreiber mit der Leistungsfähigkeit der Mobilfunknetze sind nicht erkennbar, so dass eine Vergabe der Low-Band-Frequenzen an alle vier Mobilfunknetzbetreiber ohne Qualitätseinbußen möglich sei. Auch der ehemalige Bundesverfassungsrichter und renommierte Jurist, Prof. Udo Di Fabio, hat in einem von 1&1 beauftragten Gutachten klar herausgestellt, dass aus der Versteigerung der ersten 5G Frequenzen an einen Neueinsteiger im Jahr 2019 eine zusätzliche Regulierungsverantwortung resultiert. Eine Verlängerung von Frequenznutzungsrechten der etablierten Netzbetreiber ohne Berücksichtigung von 1&1 als Neueinsteiger würde gegen die Grundsätze des Vertrauensschutzes und des Gleichheitssatzes verstoßen und wäre unter mehreren Gesichtspunkten sogar verfassungswidrig. Über die genauen Vergabemodalitäten wird die Bundesnetzagentur voraussichtlich in 2024 weitere Informationen geben. Wesentliche neue Verträge und Ereignisse Abschluss eines verbindlichen Vorvertrages für eine langfristige, exklusive National Roaming Partnerschaft mit Vodafone Im August 2023 haben 1&1 respektive die Schwestergesellschaft 1&1 Mobilfunk GmbH und Vodafone einen verbindlichen Vorvertrag für eine langfristige, exklusive National Roaming Partnerschaft geschlossen. Die National Roaming Kooperation beinhaltet die diskriminierungsfreie Bereitstellung von National Roaming in noch nicht vom neuen 1&1 Mobilfunknetz versorgten Gebieten und umfasst insbesondere Zugang zum 5G-Netz von Vodafone inklusive den Mobilfunkstandards 2G und 4G sowie künftige Technologien. Das Startdatum für das National Roaming von Vodafone wird ein Jahr nach Abschluss der finalen National Roaming Kooperation liegen, spätestens jedoch am 1. Oktober 2024. Die Grundlaufzeit der National Roaming Kooperation wird von da an fünf Jahre betragen. Die 1&1 Mobilfunk GmbH wird das Recht haben, die Laufzeit der National Roaming Kooperation bis zu zweimal um jeweils weitere fünf Jahre - also um bis zu weitere 10 Jahre - zu verlängern. An das Vertragsende schließt sich eine dreijährige Übergangszeit an. Berechnungsbasis ist ein sogenanntes Kapazitätsmodell, bei dem 1&1 respektive die Gesellschaft den von seinen Kunden jeweils prozentual genutzten Anteil des Vodafone-Netzes zu einem Festpreis je Prozentpunkt vergütet. Dieser Festpreis ändert sich von Zeit zu Zeit analog zur prozentualen Kostenentwicklung des Vodafone-Netzes. Die Konditionen orientieren sich somit an der zukünftigen Marktentwicklung und ermöglichen der 1&1 Gruppe und insoweit auch der 1&1 Telecom GmbH dauerhaft wettbewerbsfähige Angebote. Erweiterung des National Roaming Vertrages mit Telefónica um 5G Im November 2023 haben 1&1 beziehungsweise die Schwestergesellschaft Drillisch Online GmbH und Telefónica die im Mai 2021 geschlossene National Roaming Vereinbarung um 5G erweitert. Überall dort, wo das im Aufbau befindliche 5G-Netz noch über keine eigene Abdeckung verfügt, stehen Kunden der 1&1 Gruppe damit im Rahmen des um 5G erweiterten Nationalen Roaming automatisch das 2G/4G/5G-Netz von Telefónica zur Verfügung. Spätestens ab Oktober 2024 wird 1&1 Nationales Roaming planmäßig von Vodafone nutzen und Vorleistungen von Telefónica schrittweise verringern. 1&1 O-RAN: Start mobiler Dienste im modernsten 5G-Netz Europas Nach dem Start des 1&1 Mobilfunknetzes im Dezember 2022 mit "1&1 5G zu Hause" hat die 1&1 Gruppe am 8. Dezember 2023 seine mobilen Dienste freigeschaltet. Das vierte Mobilfunknetz Deutschlands ist damit jetzt voll funktionsfähig und kann auch unterwegs mit Smartphones genutzt werden. Voraussetzung für die Freischaltung mobiler Dienste war die zuvor erfolgte Bereitstellung von 5G National-Roaming durch Telefónica. Darüber hinaus fanden im Geschäftsjahr 2023 keine wesentlichen Ereignisse statt, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf hatten. Äußere Einflüsse Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keine externen Ereignisse, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf von der 1&1 Telecom GmbH hatten. 1.5. Geschäftsverlauf Die 1&1 Telecom GmbH ist in eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der 1&1 AG sowie in eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der United Internet AG eingebunden. Tatsächlicher und erwarteter Geschäftsverlauf Für das Geschäftsjahr 2023 hatte die Geschäftsführung der Gesellschaft weiteres Kunden- und Service-Umsatzwachstum prognostiziert. Konkret sollte die Anzahl der Kundenverträge im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen. Weiterhin wurde mit einem moderaten Service-Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich im Geschäftsjahr gerechnet. Im Geschäftsjahr 2023 verringerte sich die Anzahl der Kundenverträge geringfügig auf 9,10 Millionen. Während der Vertragsbestand im Geschäftsfeld "Mobile Internet" stabil blieb, gingen die Verträge im Geschäftsfeld "Festnetz" leicht zurück, was aus höher als erwarteten Kündigungen resultierte. Somit konnte die Erwartung im Hinblick auf Vertragswachstum nicht erreicht werden. Demgegenüber wurde der Service-Umsatz, durch die verbesserte Wertigkeit der einzelnen Vertragsverhältnisse, im erwarteten Rahmen gesteigert. Somit konnten die Umsatzerwartungen auf Einzelgesellschaftsebene erreicht werden.
Die im nachfolgenden Kapitel 1.6 gezeigten Kennzahlen des Einzelabschlusses der Gesellschaft entsprechen den handelsrechtlichen Rechnungslegungsgrundsätzen. Da diese nicht den für die Steuerung der Gesellschaft verwendeten Kennzahlen gemäß International Financial Accountings Standards entsprechen, wird nachfolgend eine Überleitung auf die nach IFRS ermittelte steuerungsrelevante finanzielle Kennzahl der Gesellschaft dargestellt:
1.6. Lage der Gesellschaft Die Inhalte dieses Kapitels beziehen sich auf den Jahresabschluss der 1&1 Telecom GmbH, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt wird. Ertragslage Die Umsätze der 1&1 Telecom GmbH betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 3.201.488 (Vorjahr: TEUR 3.108.329). Von den Umsätzen entfallen TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 260) auf das Ausland. Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 172.465 (Vorjahr: TEUR 163.003) resultieren überwiegend aus dem Verkauf von Hardware an die Drillisch Online GmbH. Darüber hinaus erbringt die 1&1 Telecom GmbH weiterhin allgemeine Dienstleistungen für verbundene Unternehmen in den Bereichen Logistik, Versand und Verwaltung. Die positive Umsatzentwicklung resultiert aus einer verbesserten Wertigkeit der einzelnen Vertragsverhältnisse. Zusätzlich stiegen im Geschäftsfeld "Mobilfunk" gegenüber dem Vorjahr sowohl Nachfrage nach höherwertiger, teurerer Hardware sowie die Absatzpreise für die mit den Tarifen verkaufte Hardware an. Hierdurch wurde der Mengeneffekt aus dem leichten Rückgang der kostenpflichtigen Kundenverträge im Geschäftsjahr 2023 auf 9,10 Mio. Verträge kompensiert. Konkret wies der Mobile-Vertragsbestand mit 5,10 Mio. keine Veränderung auf; DSL-Verträge verringerten sich leicht um 0,10 Mio. auf 4,00 Mio. Entwicklung der Kundenverträge der 1&1 Telecom GmbH in 2023 (in Mio.):
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 4.144 auf TEUR 46.341 (Vorjahr: TEUR 42.197) gestiegen und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Rücklastschrift- und Mahngebühren (TEUR 15.503) sowie sonstige periodenfremde Erträge (TEUR 14.470). Des Weiteren bestehen noch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 3.003) und aus Zahlungseingängen auf abgeschriebene Forderungen (TEUR 2.062). Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 11.303 und resultieren hauptsächlich aus dem Schadensersatz aus vorzeitig gekündigten Verträgen (TEUR 9.642) und konzerninternen Weiterbelastungen (TEUR 709). Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert auf der einen Seite auf höheren Einmaleffekten in den sonstigen periodenfremden Erträgen, welche sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.856 erhöht haben. Zum Stichtag bestehen die sonstigen periodenfremden Erträge aus diversen Sachverhalten. Darüber hinaus sind auch die Rücklastschrift- und Mahngebühren um TEUR 1.721 gestiegen. Auf der anderen Seite sind die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um TEUR 1.664 und aus dem Eingang abgeschriebener Forderungen um TEUR 2.384 gesunken. Der Materialaufwand hat sich im Geschäftsjahr 2023 nahezu gleichläufig zum Umsatz entwickelt und ist um 3,9 % von TEUR 2.187.071 im Vorjahr (70,4 % vom Umsatz) auf TEUR 2.272.639 (71,0 % vom Umsatz) gestiegen. Der Anstieg der Materialaufwendungen von TEUR 85.567 ist im Wesentlichen auf gestiegene Aufwendungen für den Bezug von Hardware zurückzuführen, der sowohl aus einem höheren Absatz von Geräten sowie der gestiegenen Nachfrage nach höherwertigen Geräten resultiert. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen entwickelten sich dazu gegenläufig und reduzierten sich leicht gegenüber dem Vorjahr. Hier profitiert die Gesellschaft weiterhin von den Einkaufskonditionen aus dem Vorleistungsvertrag zwischen der Schwestergesellschaft Drillisch Online GmbH und der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG. Aufgrund des prozentual leicht höheren Anstiegs des Materialaufwands im Vergleich zum Umsatz stieg das Rohergebnis lediglich von TEUR 963.455 (31,0 % vom Umsatz) um 1,2 % auf TEUR 975.190 (30,5 % vom Umsatz). Der Personalaufwand stieg aufgrund des um rund 14% höheren durchschnittlichen Mitarbeiterbestandes sowie bedingt durch unterjährige Gehaltsanpassungen im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 25.312 (Vorjahr: TEUR 20.955). Die Personalaufwandsquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 % auf 0,8 % (Vorjahr: 0,7 %) erhöht. Neben den eigenen Personalressourcen greift die 1&1 Telecom GmbH für zentrale Dienstleistungen auf Ressourcen der 1&1 Gruppe und der United Internet Gruppe zurück, die über Konzernumlagen abgerechnet werden. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen stiegen geringfügig um TEUR 28 von TEUR 8.047 auf TEUR 8.076. Im Wesentlichen beinhalten sie die planmäßige Abschreibung auf den, im Jahr 2017 als immateriellen Vermögensgegenstand erfassten, Kundenstamm der Versatel-Gruppe in Höhe von TEUR 7.828. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 536.949 im Vorjahr um 6,4 % auf TEUR 571.367 gestiegen. Für diesen Anstieg um TEUR 34.418 ist im Wesentlichen die Erhöhung der Werbekosten und Provisionen um TEUR 26.326 sowie Fremdarbeiten um TEUR 12.998 verantwortlich. Hauptsächlich enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Fremdarbeiten (TEUR 266.159), Leistungseinkauf für Werbung und Vertrieb (TEUR 216.132), Forderungsverluste bzw. Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 45.297) sowie Frachtkosten (TEUR 17.476). Das Betriebsergebnis beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 370.435 (Vorjahr: TEUR 397.504). Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betrugen im Geschäftsjahr TEUR 930 (Vorjahr: TEUR 631) und betreffen im Wesentlichen Zinszahlungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 907 (Vorjahr: TEUR 631). Der Anstieg der Zinszahlungen von verbundenen Unternehmen resultiert aus der höheren Cash-Pooling Verzinsung. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind um TEUR 7.088 von TEUR 5.058 auf TEUR 12.146 gestiegen. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus den höheren Zinsaufwendungen aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 7.283 (Vorjahr: TEUR 0). Das Ergebnis vor Steuern belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 359.219 (Vorjahr: TEUR 393.077). Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 359.190 (Vorjahr: TEUR 393.068) wurde gemäß Gewinnabführungsvertrag an die 1&1 Telecom Holding GmbH abgeführt. Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme der 1&1 Telecom GmbH erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 777.052 im Vorjahr auf TEUR 962.383. Die wesentlichen Effekte hierbei werden im Nachfolgenden erläutert. Aktiva Das Anlagevermögen der Gesellschaft belief sich auf TEUR 42.390 (Vorjahr: TEUR 50.003) und entsprach somit ca. 4,4 % (Vorjahr: 6,4 %) der Bilanzsumme. Bedingt durch planmäßige Abschreibungen verminderten sich die immateriellen Vermögensgegenstände von TEUR 49.695 im Vorjahr auf TEUR 42.146. Die Sachanlagen verminderten sich durch planmäßige Abschreibungen von TEUR 308 im Vorjahr auf TEUR 244. Das Umlaufvermögen der 1&1 Telecom GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 412.181 auf TEUR 412.228 erhöht. Dabei erhöhten sich die Vorräte auf TEUR 177.862 (Vorjahr: TEUR 119.905). Dies resultiert hauptsächlich durch einen höheren Smartphone-Bestand im Bereich Mobilfunk zum 31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahr. Der Vorratsbestand besteht ausschließlich aus Handelswaren, welche in Höhe von TEUR 9.166 wertberichtigt wurden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände reduzierten sich von TEUR 290.817 auf TEUR 232.561. Die Differenz zum Vorjahr erklärt sich auf der einen Seite durch den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 118.270. Hauptgrund für den Rückgang ist das Cashpooling, welches im Vergleich zum Vorjahr eine Verbindlichkeit darstellt. Zum Stichtag bestehen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen lediglich aus Lieferungs- und Leistungsverrechnung. Auf der anderen Seite gab es einen Anstieg bei den Forderungen aus dem Leistungsverkehr um TEUR 41.612, den nicht fakturierten Leistungen um TEUR 1.107 sowie bei den sonstigen Vermögensgegenständen um TEUR 17.295. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich von TEUR 1.458 auf TEUR 1.805. Die Liquidität der 1&1 Telecom GmbH im operativen Geschäft ist durch die Einbindung in das Cash-Pooling der 1&1 Telecommunication SE, Muttergesellschaft der 1&1 Telecom Holding GmbH, als unmittelbare Gesellschafterin, sichergestellt. Die 1&1 Telecommunication SE wiederum ist in das Cash-Pooling der mittelbaren Konzernobergesellschaft 1&1 AG eingebunden. Darüber hinaus kann im Rahmen der im Geschäftsjahr 2018 zwischen der 1&1 AG und der United Internet AG abgeschlossenen Cash Management Vereinbarung die 1&1 AG auf bis zu maximal 200,0 Mio. EUR an Liquidität der United Internet AG zurückgreifen und sichert damit die Finanzierung der 1&1 Gruppe. Die Gesellschaft finanziert sich zudem über den eigenen Cashflow. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 314.868 auf TEUR 507.765 erhöht und enthält im Wesentlichen Kontingentvorauszahlungen, welche mittelbar über die Versatel Gruppe bei der Telekom Deutschland GmbH (für den Vorleistungseinkauf DSL) eingekauft werden. Darüber hinaus beinhaltet der aktive Rechnungsabgrenzungsposten einen der 1&1 Versatel Deutschland GmbH gewährten Baukostenzuschuss. Passiva Das Eigenkapital von der 1&1 Telecom GmbH blieb im Geschäftsjahr 2023 aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der 1&1 Telecom Holding GmbH unverändert bei TEUR 1.143. Das Stammkapital von TEUR 26 ist in voller Höhe eingezahlt und wurde zum Bilanzstichtag unverändert zu 100 % von der 1&1 Telecom Holding GmbH gehalten. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 0,1 % (Vorjahr: 0,1 %). Da eine ertragsteuerliche Organschaft mit der 1&1 AG sowie eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der United Internet AG besteht, wurden im Geschäftsjahr 2023 keine Steuerrückstellungen für inländische Steuern gebildet. Bei den Rückstellungen handelt es sich um Steuerrückstellungen für ausländische Umsatzsteuer und um sonstige Rückstellungen. Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 66.414 auf TEUR 78.309 verändert und setzen sich wie folgt zusammen:
Der Posten "Sonstige" bei den sonstigen Rückstellungen ist von TEUR 6.454 im Vorjahr auf TEUR 21.707 angestiegen und enthält im Wesentlichen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten aus Vorleisterverträgen (TEUR 11.669), Wareneinsatz (TEUR 4.056), zentrale private Überspielrechte (TEUR 1.670), ausstehende Rechnungen (TEUR 1.432) sowie Gewährleistungsrückstellungen (TEUR 1.100). Der Anstieg über TEUR 15.253 resultiert hauptsächlich aus den Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten aus Vorleisterverträgen, welche sich um TEUR 11.366 erhöht haben. Die Verbindlichkeiten stiegen von TEUR 653.907 im Vorjahr auf TEUR 825.539. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind von TEUR 5.185 im Vorjahr auf TEUR 5.441 angewachsen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich von TEUR 84.990 auf TEUR 83.655. Veränderungen in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, insbesondere aus dem Vorleistungseinkauf, müssen mit den dazugehörenden Veränderungen der Rückstellungen des Leistungseinkaufs betrachtet werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von TEUR 559.389 auf TEUR 732.796 und resultierten im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 359.190 sowie Cash-Pooling in Höhe von TEUR 178.357. Der Posten Sonstige Verbindlichkeiten reduzierte sich von TEUR 4.343 auf TEUR 3.648 und enthält im Wesentlichen kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 3.152 und Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 493. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten (enthält ausschließlich vorausgezahlte Kundenentgelte) ist von TEUR 55.587 im Vorjahr auf TEUR 57.392 gestiegen. Gesamtaussage der Geschäftsführung Die Geschäftsführung der 1&1 Telecom GmbH blickt auf ein herausforderndes Jahr zurück. Unter den gegebenen Bedingungen und einem leichten Rücklauf der Kundenverträge hat sich die 1&1 Telecom GmbH dennoch positiv entwickelt und damit ihre gute Position in einem hochkompetitiven Marktumfeld weiter ausgebaut. Die 1&1 Telecom GmbH hat sich vor allem durch das Umsatzwachstum von 3,0 % auf TEUR 3.201.488 und der dadurch getriebenen Verbesserung der Rohmarge, trotz gestiegener Materialaufwendungen, positiv im operativen Geschäft entwickelt. Auch im Hinblick auf die steuerungsrelevante Kennzahl nach IFRS hat sich die Gesellschaft im Berichtszeitraum durchweg positiv entwickelt. Der Service-Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 0,6 % auf TEUR 2.398.099 im Berichtsjahr gesteigert werden. In dieser Entwicklung zeigen sich erneut die Vorteile des Geschäftsmodells der 1&1 Telecom GmbH, das überwiegend auf elektronischen Abonnements mit festen monatlichen Beträgen sowie vertraglich festgelegten Laufzeiten basiert. Dies sichert stabile und planbare Umsätze und Cashflows, bietet Schutz gegen konjunkturelle Einflüsse und eröffnet finanzielle Spielräume, um neue Kunden zu gewinnen, bestehende Kundenverhältnisse auszubauen und Chancen in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten zu nutzen. 2. Risiko-, Chancen- und PrognoseberichtDie Risiko- und Chancenpolitik der 1&1 Telecom GmbH orientiert sich an dem Ziel, die Werte des Unternehmens zu erhalten und nachhaltig zu steigern, indem Chancen wahrgenommen und Risiken frühzeitig erkannt und gesteuert werden. Das "gelebte" Risiko- und Chancenmanagement stellt sicher, dass die 1&1 Telecom GmbH ihre Geschäftstätigkeiten in einem kontrollierten Unternehmensumfeld ausüben kann. Das Risiko- und Chancenmanagement regelt den verantwortungsvollen Umgang mit Unsicherheiten, die mit unternehmerischem Handeln immer verbunden sind. 2.1. Risikobericht Risikomanagement Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil der Unternehmenspolitik, mit dem frühzeitig Risiken erkannt und begrenzt werden sollen. Die 1&1 Telecom GmbH ist in die kontinuierliche Früherkennung sowie standardisierte Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken durch ein konzernweites Risikomanagementsystem der 1&1 eingebunden. Diese Standards werden laufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt. Um im Spannungsfeld zwischen Gewinnchancen und Verlustrisiken dauerhaft erfolgreich zu sein, werden Risiken systematisch und nach konzerneinheitlichen Standards in die Entscheidungsprozesse einbezogen. Das Risikomanagement ist damit ein strategischer Erfolgsfaktor der Unternehmensführung für die 1&1 Telecom GmbH. Methoden und Ziele des Risikomanagements Das Risikomanagementsystem umfasst die Maßnahmen, die es der 1&1 Telecom GmbH erlauben, mögliche Risiken, die die Erreichung der Unternehmensziele gefährden könnten, frühzeitig durch Assessments und Frühwarnsysteme zu erkennen, monetär und szenario-orientiert zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Das Ziel des konzernweit etablierten und IT-unterstützten Risikomanagements ist es dabei, dem Management die größtmögliche Transparenz über die tatsächliche Risikosituation, deren Veränderung sowie der verfügbaren Handlungsoptionen zu verschaffen, um so das bewusste Eingehen oder das Vermeiden von Risiken zu ermöglichen. Bei identifizierten, unvermittelt wirkenden erheblichen Risiken und Risikoveränderungen wird eine Ad-hoc-Berichtspflicht ausgelöst. Auf diesem Wege können wesentliche Risiken schnellstmöglich adressiert werden. Die Bewertung der Risiken erfolgt in einer Netto-Betrachtung, d. h. Effekte durch mitigierende Maßnahmen werden erst nach Umsetzung der Maßnahme in der Risikobewertung berücksichtigt. Risiken im Bereich "Strategie" Geschäftsentwicklung und Innovationen Ein wichtiger Erfolgsfaktor für die 1&1 Telecom GmbH ist es, neue und ständig verbesserte Produkte und Services zu entwickeln, um Umsätze und Ergebnisse weiter zu steigern, neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kundenverhältnisse auszubauen. Dabei besteht das Risiko, dass Neuentwicklungen zu spät auf den Markt kommen oder seitens der Zielgruppe nicht wie erwartet angenommen werden. Diesen Risiken begegnet die 1&1 Telecom GmbH durch eine intensive und permanente Markt-, Produkt- und Wettbewerbsbeobachtung sowie eine ständig auf das Feedback der Kunden reagierende Produktentwicklung. Im Rahmen der Diversifikation des Geschäftsmodells bzw. der Erweiterung der Wertschöpfungskette wird es der 1&1 Telecom GmbH ermöglicht, in neue Märkte bzw. in vor- oder nachgelagerte Märkte einzusteigen. Kooperationen und Outsourcing In einigen Unternehmensbereichen arbeitet die 1&1 Telecom GmbH mit spezialisierten Kooperations- und Outsourcing-Partnern zusammen. Dabei stehen Ziele wie beispielsweise die Konzentration auf das eigentliche Kerngeschäft, Kostenreduktion oder die Partizipation am Fachwissen des Partners im Vordergrund. Mit diesen Chancen gehen gleichzeitig auch Gefahren in Form von Abhängigkeiten von externen Dienstleistern sowie Vertrags- und Ausfallrisiken einher. Zur Reduzierung dieser Risiken wird vor Vertragsabschluss mit einem externen Dienstleister eine detaillierte Marktanalyse sowie eine Due Diligence Prüfung durchgeführt und auch nach Vertragsabschluss ein enger und partnerschaftlicher Austausch mit den Kooperations- und Outsourcing-Partnern aufrechterhalten. Organisationsstruktur und Entscheidungsfindung Die Wahl der geeigneten Organisationsstruktur ist wesentlich für die Effizienz und den Erfolg des Unternehmens. Neben der Organisationsstruktur ist der Geschäftserfolg auch maßgeblich vom Treffen richtiger Entscheidungen abhängig. Die Grundlage von Entscheidungen wird hierbei von den vorhandenen Geschäftsprozessen und Strukturen beeinflusst. Sollte die Effizienz durch einen oder mehrere Faktoren gefährdet sein, stellt dies ein strategisches Risiko für die 1&1 Telecom GmbH dar, welches, sofern wirtschaftlich sinnvoll, vermieden werden sollte. Die 1&1 Telecom GmbH sieht sich hier aufgrund der hohen Agilität in der Organisation gut aufgestellt und unternimmt eine Vielzahl von Maßnahmen zur Optimierung und Vereinheitlichung von Strukturen, Prozessen und Kennzahlen. Personalentwicklung und -bindung Hoch qualifizierte und gut ausgebildete Mitarbeiter bilden die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der 1&1 Telecom GmbH. Neben der erfolgreichen Rekrutierung von qualifiziertem Personal (siehe auch Risiko "Personalbeschaffung") sind die Personalentwicklung und die langfristige Bindung von Leistungsträgern an das Unternehmen von strategischer Bedeutung für die 1&1 Telecom GmbH. Wenn es nicht gelingt, Führungskräfte und Mitarbeiter mit speziellem Fach- oder Technologiewissen zu gewinnen, weiterzuentwickeln und an die Gesellschaft zu binden, besteht die Gefahr, dass die 1&1 Telecom GmbH nicht in der Lage sein könnte, ihrer Geschäftstätigkeit effektiv nachzugehen und ihre Wachstumsziele zu erreichen. Durch eine konzentrierte Ansammlung von strategischem Wissen und Fähigkeiten (sog. Kopfmonopol) kann es bei einem Ausfall eines entsprechenden Mitarbeiters zu erheblichen Auswirkungen bei der Leistungserstellung der Gesellschaft kommen. Die 1&1 Telecom GmbH wirkt diesem Risiko entgegen, indem Mitarbeiter- und Führungskompetenzen ständig weiterentwickelt werden und Vertretungsregelungen etabliert sind. So werden gezielt Maßnahmen zur beruflichen Weiterentwicklung, Mentoren- und Coachingprogramme sowie besondere Angebote für Potenzialträger angeboten, die auf die Weiterentwicklung von Talenten und Führungskompetenzen ausgerichtet sind. Risiken im Bereich "Markt" Absatzmarkt und Wettbewerb Der deutsche Telekommunikationsmarkt ist durch einen starken und anhaltenden Wettbewerb geprägt. Abhängig von der Strategie der am Markt beteiligten Parteien können unterschiedliche Effekte auftreten, die u. a. eine Anpassung der eigenen Geschäftsmodelle oder der eigenen Preispolitik nach sich ziehen können. Die Auslieferung der Hardware innerhalb eines Werktages oder ein Vorort-Austausch defekter Geräte am nächsten Werktag bedingt eine entsprechende Lagerhaltung von Endgeräten. Hieraus können zeitliche Wertminderungsaufwendungen entstehen, wenn sich Marktpreise für Endgeräte ändern. Auch durch den Markteintritt von neuen Wettbewerbern könnten Marktanteile, Wachstumsziele oder Margen gefährdet werden. Die 1&1 Telecom GmbH versucht, diese Risiken mit einer detaillierten Planung auf Basis interner Erfahrungswerte und externer Marktstudien sowie durch ein ständiges Monitoring von Markt und Wettbewerb zu minimieren. Beschaffungsmarkt Eine Lücke in der Beschaffung bzw. der Lieferung von zum Unternehmensbetrieb benötigten Ressourcen kann zu Engpässen oder Ausfällen bei der 1&1 Telecom GmbH führen. Dies betrifft sowohl den Einkauf von Hard- und Software als auch den Bezug von Vorleistungen. Änderungen bestehender Vorleistungs-Konditionsmodelle (z.B. Preiserhöhungen oder Veränderungen der Abrechnungsmodalitäten) können zu Margen- und Ergebnisrisiken führen. Auch eine Preiserhöhung der eingekauften Produkte und anderer Leistungen stellt ein Risiko für die zu erzielenden Produktmargen dar. Die 1&1 Telecom GmbH begegnet diesen Risiken durch die langfristige Bindung und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit mehreren Dienstleistern und Lieferanten sowie - sofern wirtschaftlich sinnvoll - einem Ausbau der eigenen Wertschöpfungsketten. Personalbeschaffung Es ist von zentraler Bedeutung für die 1&1 Telecom GmbH, dass die personellen Ressourcen effektiv gesteuert werden, damit der kurz-, mittel- und auch langfristige Bedarf an Mitarbeitern und die erforderlichen Fachkenntnisse sichergestellt werden. Wenn es nicht gelingt, Führungskräfte und Mitarbeiter mit speziellem Fach- und Technologiewissen zu gewinnen, wäre die 1&1 Telecom GmbH nicht in der Lage, ihrer Geschäftstätigkeit effektiv nachzugehen und ihre Wachstumsziele zu erreichen. Als Arbeitgeber sieht sich die 1&1 Telecom GmbH gut aufgestellt, um auch künftig qualifizierte Fach- und Führungskräfte mit Potenzial zur Steigerung des Geschäftserfolgs einstellen zu können. Dies wurde wie schon in den vergangenen Jahren durch das Top Employers Institute mit der Auszeichnung "Top Arbeitgeber 2023" für die United Internet Gruppe bestätigt. Risiken im Bereich "Leistungserstellung" Arbeitsabläufe und -prozesse Vor dem Hintergrund der stetig steigenden Komplexität und Interoperabilität der angebotenen Produkte sind zunehmend steigende Anforderungen an die Weiterentwicklung der internen Arbeitsabläufe und -prozesse zu verzeichnen. Dies geht mit ständig wachsenden Abstimmungs- und Koordinationsaufwänden einher. Die besondere Herausforderung liegt hierbei - neben der Sicherstellung der Qualitätsstandards - vor allem in der Anpassung an das sich immer schneller vollziehende Marktgeschehen. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft mit einer ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung der internen Abläufe und Prozesse, der gezielten Bündelung und Bindung von Experten und Kompetenzträgern sowie der kontinuierlichen Optimierung der organisatorischen Strukturen. Cyber- und Informationssicherheit Die 1&1 Telecom GmbH realisiert ihren Unternehmenserfolg im Wesentlichen im Umfeld des Internets. Zur Leistungserbringung werden im Rahmen der Geschäftsprozesse Informations- und Telekommunikationstechnologien (Übertragungssysteme, Vermittlungsknoten u. a.) eingesetzt, die stark mit dem Internet vernetzt sind und deren Verfügbarkeit durch Bedrohungen aus dem Internet gefährdet werden können. So könnten beispielsweise DDoS-Attacken (DDoS = Distributed Denial of Service) zu einer Überlastung der technischen Systeme bzw. zu Serverausfällen führen. Um solchen Risiken zunehmend schneller begegnen zu können, wird das bestehende Überwachungs- und Alarmierungssystem inklusive der nötigen Prozesse und Dokumentationen kontinuierlich optimiert. Es besteht zudem das Risiko eines Hackerangriffs mit dem Ziel, Kundendaten auszuspionieren, zu löschen oder Leistungen missbräuchlich in Anspruch zu nehmen. Die 1&1 Telecom GmbH begegnet diesem Risiko mit dem Einsatz von Virenscannern, Firewalling-Konzepten, eigens initiierten Tests und diversen technischen Kontrollmechanismen. Die Bedrohungspotentiale aus dem Internet stellen für die 1&1 Telecom GmbH hinsichtlich ihrer Auswirkungen eine der größten Risikogruppen dar, die insgesamt durch eine Vielzahl an technischen und organisatorischen Maßnahmen kontrolliert werden. Insbesondere seien hier der Betrieb und die kontinuierliche Verbesserung des Sicherheitsmanagementsystems sowie der stetige Ausbau der Widerstandsfähigkeit (Resilienz) der Systeme genannt. Kapazitätsengpässe Aufgrund von temporärer oder dauerhafter Knappheit von Ressourcen könnte die geplante Leistungserstellung gefährdet werden und es könnten entsprechende Umsatzausfälle drohen. Um diesen Risiken zu begegnen, gibt es einen engen Austausch mit Lieferanten, zu den mit diesen vereinbarten Notfallkonzepten. Projekte Die klassischen Projektziele Qualität, Zeit und Budget werden vor bzw. bei Start eines Projektes festgelegt und sind folglich Gegenstand unternehmerischer Planung. Werden im Rahmen der Planung bzw. der Projektierung bereits potenzielle Risiken sichtbar oder werden im Verlauf der Umsetzung eines Projektes negative Abweichungen von diesen Planungen erkennbar, werden diese bei den Risiken erfasst. Darüber hinaus können in Projekten auch Risiken liegen, die zwar auf das Projekt selbst keine Auswirkungen haben, sich jedoch im Anschluss an das Projekt ergeben (z. B. Sicherheitsschwachstellen in einem neuen Software-Code). Durch ein aktives Projektmanagement werden bereits während des Projekts risikomindernde Maßnahmen durchgeführt. Zur Reduzierung der vorgenannten Risiken finden neben der Aufrechterhaltung des bereits vorhandenen professionellen Projektmanagements regelmäßig spezialisierte Schulungen zum Projektmanagement statt, um z. B. die Aspekte Sicherheit- oder Datenschutzanforderungen zu steigern. Die Projektziele werden zudem durch Management und Controlling eng überwacht. Im Rahmen des Aufbaus und des Betriebs des Mobilfunknetzes begegnet die 1&1 Gruppe und somit auch gleichzeitig die 1&1 Telecom GmbH vielfältigen technischen Projektrisiken. Es besteht die Herausforderung, dass sämtliche Kunden innerhalb der nächsten beiden Jahre auf das konzerneigene Netz zu migrieren sind. Sollte dies nicht wie geplant gelingen, könnte dies zu Unzufriedenheit bei den betroffenen Kunden und letztendlich zu einem Kundenverlust führen. Die 1&1 Gruppe mit ihren Tochterunternehmen hat die Projekte für die Kundenmigration frühzeitig gestartet und gemeinsam mit den Partnern Konzepte erarbeitet, die das Gelingen der Kundenmigration sicherstellen sollen. Mit dem Netzstart am 8. Dezember 2023 wurden auch die erforderlichen Infrastrukturanbindungen - nebst der notwendigen National Roaming Anbindung von Telefonica - erfolgreich in Betrieb genommen. Technischer Anlagebetrieb Die Produkte der 1&1 Telecom GmbH sowie die dazu benötigten Geschäftsprozesse basieren auf einer komplexen technischen Infrastruktur und einer Vielzahl erfolgskritischer Softwaresysteme (Server, Kundenverwaltungsdatenbanken, Statistiksysteme etc.). Die ständige Anpassung an sich verändernde Kundenbedürfnisse führt zu einer zunehmenden Komplexität dieser technischen Infrastruktur, an der regelmäßige Änderungen vorgenommen werden müssen. In der Folge, aber auch durch größere Umstellungen wie beispielsweise Migrationen von Datenbeständen, kann es zu vielfältigen Störungen oder Ausfällen kommen. Sollten davon z.B. Leistungssysteme betroffen sein, könnte die 1&1 Telecom GmbH gegenüber ihren Kunden die zugesicherte Leistung nicht oder vorübergehend nicht mehr erbringen. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft durch gezielte Architekturanpassungen, Qualitätssicherungsmaßnahmen und eine räumlich getrennte (georedundante) Auslegung der Kernfunktionalitäten. Darüber hinaus werden verschiedene soft- und hardwarebasierte Sicherheitsvorkehrungen eingesetzt, die Infrastruktur und Verfügbarkeit schützen. Durch die Teilung von Aufgaben werden risikobehaftete Handlungen oder Geschäftsvorfälle nicht von einem Mitarbeiter allein, sondern nach dem "Vier-Augen-Prinzip" ausgeführt. Manuelle und technische Zugriffsbeschränkungen stellen darüber hinaus sicher, dass Mitarbeiter nur in ihren Verantwortungsbereichen tätig sind. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme gegen Datenverlust werden die vorhandenen Datenbestände einer regelmäßigen Datensicherung unterzogen und in georedundanten Rechenzentren gespeichert. Risiken im Bereich "Compliance" Datenschutz Es kann nie vollständig ausgeschlossen werden, dass Datenschutzbestimmungen beispielsweise durch menschliches Fehlverhalten oder technische Schwachstellen verletzt werden. In einem solchen Fall drohen der 1&1 Telecom GmbH Bußgelder und der Verlust von Kundenvertrauen. Die 1&1 Telecom GmbH speichert die Daten ihrer Kunden auf Servern in nach internationalen Sicherheitsstandards zertifizierten, firmeneigenen sowie in angemieteten Rechenzentren. Der Umgang mit diesen Daten unterliegt umfangreichen gesetzlichen Vorgaben, deren Einhaltung laufend überprüft wird. Die Gesellschaft ist sich dieser großen Verantwortung bewusst und räumt dem Datenschutz einen hohen Stellenwert und besondere Beachtung ein. Durch den Einsatz neuester Technologien, die ständige Überprüfung der datenschutzrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Vorgaben, einem umfangreichen datenschutzrechtlichen Schulungsprogramm für Mitarbeiter sowie die möglichst frühzeitige Einbindung von Datenschutzaspekten und -anforderungen in die Produktentwicklung investiert die 1&1 Telecom GmbH kontinuierlich in die Verbesserung des Datenschutzniveaus. Fehlverhalten und Regelwidrigkeiten Die Nichteinhaltung oder Nichtbeachtung gesellschaftlicher Normen, Trends und Besonderheiten kann zu Fehlverhalten und Fehlentscheidungen und damit zu Einnahmeverlusten und -ausfällen führen. Als national agierendes Unternehmen steht die 1&1 Telecom GmbH außerdem vor der Herausforderung, auch im Bereich der internen Abläufe und Prozesse solchen negativen Faktoren durch ein adäquates Management zu begegnen. Den Risiken aus Fehlverhalten und Regelwidrigkeiten begegnet die 1&1 Telecom GmbH unter anderem mit der "Kultur des Miteinanders", der Bereitstellung eines Verhaltenskodexes, dem Management sowie Compliance als integralem Bestandteil der Unternehmenskultur. Gesetzgebung und Regulierung Änderungen der bestehenden Gesetzgebung, der Erlass neuer Gesetze sowie Änderungen bei staatlichen Regulierungsthemen können unerwartete negative Auswirkungen auf die durch die 1&1 Telecom GmbH verfolgten Geschäftsmodelle und deren Weiterentwicklung haben. Vor allem im Segment "Access" haben die Entscheidungen der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts Einfluss auf den Netzzugang und die Gestaltung der Internetzugangstarife. Preiserhöhungen der Leitungsbetreiber, von denen die 1&1 Telecom GmbH Vorleistungen für die eigenen Kunden bezieht, könnten sich negativ auf die Profitabilität der Tarife auswirken. Gleichermaßen besteht die Möglichkeit, dass eine fehlende Regulierung das Marktumfeld für die 1&1 Telecom GmbH verschlechtert. Im Zusammenhang mit dem Aufbau eines leistungsstarken Mobilfunknetzes ist der 1&1-Konzern auf die Zuteilung relevanter Frequenzen durch die Bundesnetzagentur angewiesen. So stehen voraussichtlich im Jahr 2026 Low-Band Frequenzen zur Neuvergabe an. Es besteht das Risiko, dass der 1&1-Konzern bei der Vergabe dieser Frequenzen nicht berücksichtigt wird und stattdessen eine Verlängerung der Frequenzzuteilung an die etablierten Netzbetreiber erfolgt. In diesem Fall wäre die 1&1 Telecom GmbH darauf angewiesen, Vorleistungen in erhöhtem Umfang einzukaufen, was einen negativen Einfluss auf die Wertschöpfung hätte. Die Low-Band-Frequenzen haben aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften eine größere Reichweite und ein besseres Durchdringungsvermögen als High-Band-Frequenzen und ermöglichen so eine kostengünstige Versorgung auf dem Land mit weit voneinander entfernten Mobilfunkmasten und tragen zudem zu einem guten Empfang innerhalb von Gebäuden bei. Die 1&1 Telecom GmbH begegnet dem tendenziell steigenden Regulierungsrisiko durch eine Zusammenarbeit mit mehreren Vorleistungspartnern und einer aktiven Verbandsarbeit. Zudem hat die 1&1 Telecom GmbH über die 1&1 Versatel GmbH - eine Schwestergesellschaft im United Internet Konzern - Zugang zum Festnetz. Dieser Zugang zur Netzinfrastruktur gibt der 1&1 Telecom GmbH die Möglichkeit, ihre Wertschöpfung zunehmend zu vertiefen und weniger Breitband-Vorleistungen von Dritten zu beziehen. Zusätzlich wurde der 1&1 Telecom GmbH, über langfristige Verträge mit ihren Schwestergesellschaften, der Zugriff auf die Netzkapazitäten von Vodafone und Telefónica gesichert. Rechtsstreitigkeiten Die 1&1 Telecom GmbH ist gegenwärtig an verschiedenen Rechtsstreitigkeiten beteiligt, die sich aus der normalen Geschäftstätigkeit ergeben. Der Ausgang von Rechtsstreitigkeiten ist naturgemäß ungewiss und stellt daher ein Risiko dar. Sofern in ausgewählten Fällen negative Erfolgsaussichten bestehen und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann, sind die Risiken aus den Rechtsstreitigkeiten in den Rückstellungen berücksichtigt. Im Jahr 2019 hat ein Vorleister Ansprüche im niedrigen dreistelligen Millionenbereich angemeldet (im Rahmen der internen Klassifizierung sind Beträge bis zu 333 Millionen Euro als niedriger dreistelliger Millionenbetrag definiert, die angemeldeten Ansprüche übersteigen diesen Betrag auch in Summe nicht). Die 1&1 Telecom GmbH sieht die Ansprüche der Gegenpartei im Wesentlichen als unbegründet an und hält einen Ressourcenabfluss für nicht wahrscheinlich. Risiken im Bereich "Finanzen" Fraud und Forderungsausfall Um dem dynamischen Kundenwachstum sowie einer möglichst schnellen Leistungsbereitstellung im Sinne des Kunden Rechnung zu tragen, sind die Bestell- und Bereitstellungsprozesse der 1&1 Telecom GmbH - wie bei vielen großen Unternehmen im Massenmarktgeschäft - weitgehend automatisiert. Diese automatisierten Prozesse bieten naturgemäß Angriffsmöglichkeiten für Betrüger. Aufgrund der hohen Attraktivität der angebotenen Produkte und Services erhöht sich neben der Anzahl der Kunden auch die Anzahl von Nichtzahlern und Betrügern. Als Folge sind steigende Forderungsausfälle zu verzeichnen. So könnten der 1&1 Telecom GmbH beispielsweise Schäden durch Hardwarebestellungen entstehen, die unter einer falschen Identität ausgeführt und nicht bezahlt werden. Auch durch missbräuchliche SIM-Kartennutzungen, z.B. infolge von massenhaften Anrufweiterleitungen oder Roaming-Calls, können Schäden entstehen. Die 1&1 Telecom GmbH versucht durch den permanenten Ausbau des Fraud-Managements, durch eine enge Zusammenarbeit mit Vorleistungsdienstleistern sowie durch entsprechende Produktgestaltung, Fraud-Angriffe zu vermeiden oder zumindest frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden. Finanzierung und Liquidität Das Liquiditätsrisiko der 1&1 Telecom GmbH besteht grundsätzlich darin, dass die Gesellschaft möglicherweise ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im Cash-Management werden konzernweit der Bedarf und Überschuss an Zahlungsmitteln zentral ermittelt. Durch das konzerninterne Saldieren (Netting) von Bedarf und Überschuss wird die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß reduziert. Die Gesellschaft hat zur Steuerung ihrer Bankkonten und der internen Verrechnungskonten sowie zur Durchführung automatisierter Zahlungsvorgänge standardisierte Prozesse und Systeme etabliert. Die im Wesentlichen bei der 1&1 Telecom GmbH im Zuge der Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeit entstehenden Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus internen Leistungsverrechnungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft verfügt über verschiedene Vermögenswerte, die unmittelbar aus ihrer Geschäftstätigkeit resultieren. Diese umfassen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände. Risiken im Bereich "Externe Ereignisse - Höhere Gewalt" Aufgrund von externen Ereignissen wie beispielsweise Naturkatastrophen (Erdbeben oder Überschwemmungen), personellen Krisen (Pandemien oder Epidemien) oder infrastrukturellen Krisen (Beschädigung des Straßennetzes, Einschränkung der Energieversorgung) kann es zur Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebs der 1&1 Telecom GmbH kommen. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken soweit möglich mit einer Vielzahl verschiedener Maßnahmen, die infolge der Coronavirus-Pandemie noch ausgeweitet wurden. Regelmäßige Erarbeitung und Überprüfung der Notfallkonzepte und deren Training gehören zum Standard der 1&1 Telecom GmbH. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Risikosituation der Gesellschaft Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation für die 1&1 Telecom GmbH ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken unter Berücksichtigung der Interdependenzen. Ausgangspunkt zur Einschätzung der Bedeutung von Risiken bilden die Ausprägungen Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoausmaß. Der Erwartungswert (Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert mit dem Risikoausmaß) liegt mit Ausnahme des Risikos "Rechtsstreitigkeiten", welches als bedeutendes Risiko eingestuft wird, für alle übrigen Risiken einzeln betrachtet unterhalb von 5 Millionen Euro. Durch den kontinuierlichen Ausbau des Risikomanagements begegnet die 1&1 Telecom GmbH diesen Risiken und begrenzt sie, soweit sinnvoll, mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen auf ein Minimum. Die Einschätzung der wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken unterlag während des Geschäftsjahres 2023 naturgemäß aufgrund der Entwicklung der externen Bedingungen sowie infolge der eigenen Gegenmaßnahmen Schwankungen. Die Gesamtrisikosituation für die 1&1 Telecom GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Bei der Beurteilung der Gesamtrisikosituation blieben die für die 1&1 Telecom GmbH bestehenden Chancen unberücksichtigt. Bestandsgefährdende Risiken waren für die 1&1 Telecom GmbH im Geschäftsjahr 2023 sowie zum Aufstellungsstichtag dieses Berichts weder aus Einzelrisikopositionen noch aus der Gesamtrisikosituation erkennbar. Gesellschaft, Politik und Wirtschaft stehen momentan vor komplexen makroökonomischen Herausforderungen, die sich aus einer Kombination von hohen Zinsen, gedämpften Wachstumserwartungen, einem angespannten Finanzierungsrahmen, sinkendem Handelswachstum und einem abnehmenden Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern zusammensetzen. Neben den destabilisierenden Effekten des Krieges in der Ukraine trägt der Krieg im Nahen Osten zusätzlich zu einer erhöhten Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Zukunft bei. Die 1&1 Telecom GmbH reagiert darauf, indem sie die aktuellen Herausforderungen aktiv annimmt und in ihre geschäftlichen Entscheidungen integriert, insbesondere durch die Entwicklung von Strategien zur Risikominimierung, wie beispielsweise durch diversifizierte Beschaffungsstrategien zur Sicherstellung einer sicheren und fairen Energieversorgung. Die 1&1 Telecom GmbH, welche in ihren Geschäftsaktivitäten nicht in den an den Kriegen beteiligten Ländern aktiv ist, sieht sich dennoch mit den indirekten Auswirkungen konfrontiert. Vor dem Hintergrund der durch den Krieg im Nahen Osten und den Krieg in der Ukraine bedingten unsicheren Sicherheitslage, insbesondere im Umfeld der Zufahrt und die Durchfahrt des Suezkanals, und den möglichen indirekten Auswirkungen auf globale Geschäftsabläufe, hat die Gesellschaft proaktive Risikomanagement- und Minderungsstrategien entwickelt:
Die Geschäftsführung und operativ Verantwortliche werden die weiteren Entwicklungen genau beobachten und gegebenenfalls (sofern möglich) geeignete Gegenmaßnahmen einleiten. 2.2. Chancenbericht Chancenmanagement Das Chancenmanagement hat seine Grundlage in der strategischen Planung und den daraus abgeleiteten Maßnahmen für die Entwicklung von Produkten und deren Positionierung in den unterschiedlichen Zielgruppen und Märkten während des Produkt-Lebenszyklus. Die direkte Verantwortung für das frühzeitige und kontinuierliche Identifizieren, Bewerten und Steuern von Chancen obliegt der Geschäftsführung sowie der operativen Führungsebene. Das Management der 1&1 Telecom GmbH beschäftigt sich intensiv mit detaillierten Auswertungen, Modellen und Szenarien zu aktuellen und künftigen Branchen- und Technologietrends, Produkten, Märkten / Marktpotenzialen und Wettbewerbern im Umfeld der Gesellschaft. Die bei diesen strategischen Analysen identifizierten Chancenpotenziale werden anschließend unter Betrachtung der kritischen Erfolgsfaktoren sowie der bestehenden Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der 1&1 Telecom GmbH analysiert, in den Planungsgesprächen zwischen der Geschäftsführung und den operativ verantwortlichen Führungskräften diskutiert und in konkrete Maßnahmen, Ziele und Meilensteine umgesetzt. Fortschritt und Erfolg der Maßnahmen werden fortlaufend von den operativen Verantwortlichen sowie von den Geschäftsführern der 1&1 Telecom GmbH überwacht. Chancen Das stabile und weitgehend konjunkturunabhängige Geschäftsmodell der 1&1 Telecom GmbH sichert planbare Umsätze und Cashflows und eröffnet so finanzielle Spielräume, um Chancen in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten zu nutzen. Breite strategische Positionierung in Wachstumsmärkten Angesichts der Positionierung in den heutigen Wachstumsmärkten liegen die rein strategischen Wachstumschancen der Gesellschaft auf der Hand: Überall und ständig verfügbare, immer leistungsfähigere festnetz- und mobilfunkbasierte Zugangsprodukte ermöglichen neue, aufwändigere Anwendungen. Diese internetbasierten Anwendungen für Privatanwender, Freiberufler und kleine Unternehmen sind für die 1&1 Telecom GmbH aus heutiger Sicht die Wachstumstreiber der nächsten Jahre. Partizipation am Marktwachstum Trotz der unsicheren volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet die 1&1 Telecom GmbH wie auch viele der führenden Branchenanalysten eine positive Entwicklung in dem für die Gesellschaft wesentlichen deutschen Telekommunikationsmarkt. Mit den wettbewerbsfähigen Access-Produkten und bekannten Marken, der hohen Vertriebskraft sowie den bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen zu Millionen Kunden (Cross- und Up-Selling-Potenzial) ist die 1&1 Telecom GmbH gut aufgestellt, um am erwarteten Marktwachstum zu partizipieren. Ausbau der Marktpositionen Die 1&1 Telecom GmbH gehört heute mit 9,1 Millionen Kundenverträgen im Bereich internetbasierter Zugangsleistungen zu den führenden Unternehmen in Deutschland. Aufbauend auf dem vorhandenen technologischen Know-how, der hohen Produkt- und Servicequalität, der Bekanntheit der Marke 1&1, der Geschäftsbeziehungen zu Millionen Kunden sowie der hohen Kundenbindung sieht die 1&1 Telecom GmbH gute Chancen, die heutigen Marktanteile weiter auszubauen. Einstieg in neue Geschäftsfelder Zu den Kernkompetenzen der 1&1 Telecom GmbH gehört es auch, Kundenwünsche, Trends und somit neue Märkte frühzeitig zu erkennen. Die breit angelegte Wertschöpfungskette (von Produktentwicklung über effektives Marketing und einen schlagkräftigen Vertrieb bis hin zur aktiven Kundenbetreuung) ermöglicht es der Gesellschaft dabei, schnell mit Innovationen am Markt zu sein und diese entsprechend zu vermarkten. Zugriff auf das konzerneigene 5G Mobilfunknetz Mit dem am 8. Dezember 2023 auch für mobile Dienste - von der 1&1 Mobilfunk GmbH sowie der 1&1 Towers GmbH - in Betrieb genommenen 1&1 Mobilfunknetz wurde die 1&1 Gruppe zum vierten Mobilfunknetzbetreiber Deutschlands. Damit plant die 1&1 Gruppe und insoweit auch die 1&1 Telecom GmbH die Wertschöpfung im Mobilfunkgeschäft auszubauen und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Die 1&1 Gruppe betreibt in Deutschland das europaweit erste vollständig virtualisierte Mobilfunknetz auf Basis der Open RAN-Technologie. Durch die Nutzung der neuartigen und innovativen Open RAN-Technologie will sich die 1&1 Gruppe zukünftig vom Wettbewerb abgrenzen und das Potential von 5G voll ausschöpfen. Dies bietet der Gesellschaft als Teil der 1&1 Gruppe zukünftig strategische Optionen für alle Anwendungen, die auf schnelles Internet, kurze Latenzzeiten sowie stabile Datentransfers angewiesen sind. Dies wird für unterschiedliche Anwendungen in der Zukunft, vor allem im Bereich des Internets der Dinge, ein essenzieller Baustein für zukünftiges Wachstum werden. Mit 9,10 Millionen Kundenverträgen und dem Zugriff auf eines der größten Glasfasernetze in Deutschland bringt die 1&1 Telecom GmbH als Teil der 1&1 Gruppe beste Voraussetzungen mit, um das hohe Potenzial von 5G in Deutschland auszuschöpfen. Zugriff auf eins der größten Glasfasernetze Deutschlands Die 1&1 Telecom GmbH hat als Konzernunternehmen des United Internet Konzerns Zugriff auf das Telekommunikationsnetz von 1&1 Versatel GmbH - eines der größten und leistungsfähigsten Glasfasernetze in Deutschland. Darüber hinaus hat die 1&1 Telecom GmbH seit April 2021 über die 1&1 Versatel auch Zugriff auf das Glasfasernetz der Deutschen Telekom. Die von 1&1 Versatel GmbH bereitgestellte bzw. über die Deutsche Telekom bezogene Netzinfrastruktur gibt der 1&1 Telecom GmbH die Möglichkeit, im Wachstumsmarkt der Glasfaser ihre Wertschöpfung und die Anzahl ihrer Kunden zu erhöhen. Nach einer Studie von Dialog Consult / VATM hat sich die Zahl der Kunden mit 1-Gbit/s-Anschlussbandbreite im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich erhöht. Dies zeigt die große Chance, die sich durch den Zugriff auf das Glasfasernetz der Deutschen Telekom für die 1&1 Telecom GmbH bietet. Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikolage Die Chancen- und Risikosituation, bezogen auf das laufende Geschäft, stellt sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert dar. Bei den aufgeführten Chancen und Risiken handelt es sich um die derzeit identifizierten, wesentlichen Chancen und Risiken. Es ist nicht auszuschließen, dass darüber hinaus weitere wesentliche Chancen und Risiken existieren, die momentan vom Management nicht erkannt werden oder deren Eintrittswahrscheinlichkeit als vernachlässigbar gering eingeschätzt wird. Für alle wahrscheinlichen Risiken wurde ausreichend Vorsorge getroffen. Existenzbedrohende Risiken sind derzeit nicht bekannt. 2.3. Prognosebericht Dieser Bericht enthält bestimmte, in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von der hier gegebenen Einschätzung abweichen werden. Konjunkturerwartungen Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem Weltwirtschaftsausblick vom 30. Januar 2024 seine Prognosen für die Entwicklung der globalen Volkswirtschaften in den Jahren 2024 und 2025 aktualisiert. Angesichts der aktuell sinkenden Inflation sowie des zuletzt anziehenden Wachstums hat der IWF seine Prognose für die Weltwirtschaft für 2024 im Rahmen seines Updates von zuvor 2,9 Prozent auf 3,1 Prozent (nach 3,1 Prozent in 2023) angehoben. Gleichwohl bleibt das weltweite Wirtschaftswachstum damit erneut deutlich hinter dem Durchschnittswert der vergangenen Jahre von 3,8 Prozent zurück. Für 2025 prognostiziert der IWF ein Wachstum der Weltwirtschaft um 3,2 Prozent. Als Risiko sieht der IWF die geopolitischen Spannungen, insbesondere im Mittleren Osten, die bereits zu einem erheblichen Anstieg der Preise für Frachtlieferungen zwischen Asien und Europa führten. Für Deutschland erwartet der IWF (nach -0,3 Prozent in 2023) ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent in 2024 und 1,6 Prozent in 2025. Damit dürfte Deutschland den Prognosen zufolge im Jahr 2024 erneut das niedrigste Wachstum der G7-Staaten verbuchen. Mit dem erwarteten Wachstum von 0,5 Prozent bzw. 1,6 Prozent in 2024 und 2025 liegt der Fonds leicht über der Prognose der Bundesregierung, die am 21. Februar 2024 im Rahmen ihres Jahreswirtschaftsbericht 2024 von einem Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent in 2024 ausgeht. Die Bundesregierung zeigt sich damit etwas vorsichtiger in der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage als noch im vergangenen Jahr. Als Ursachen für diese Einschätzung nennt die Bundesregierung die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiven Geldpolitik. Branchen- / Markterwartungen Trotz der Herausforderungen durch die schwierigen konjunkturellen Bedingungen, durch gestörte Lieferketten und Fachkräftemangel erwartet der Branchenverband Bitkom für den deutschen ITK-Markt insgesamt in 2024 ein Wachstum um 4,4 Prozent (Vorjahr: 2,0 Prozent). Die Umsätze sollen damit auf 224,3 Milliarden Euro steigen. Der Markt für Informationstechnik soll nach Bitkom-Berechnungen - nach einer kurzen Wachstumsdelle in 2023 - in 2024 wieder um 6,1 Prozent (Vorjahr: 2,2 Prozent) auf 151,5 Milliarden Euro zulegen. Am stärksten soll dabei erneut das Software-Segment, das besonders durch das Cloud-Geschäft und Künstliche Intelligenz (KI) angetrieben wird, mit einem kräftigen Plus von 9,4 Prozent (Vorjahr: 9,6 Prozent) auf 45,5 Milliarden Euro wachsen. Für das Geschäft mit IT-Services, wozu unter anderem die IT-Beratung gehört, wird ein Wachstum um 4,8 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent) auf 51,7 Milliarden Euro erwartet. Und auch der Umsatz mit IT-Hardware soll wieder deutlich zulegen, um 4,6 Prozent (Vorjahr: -5,4 Prozent) auf 54,5 Milliarden Euro. Der Markt für Unterhaltungselektronik steht hingegen weiter unter Druck. Laut Bitkom-Prognose fallen die Umsätze 2024 erneut um voraussichtlich -3,4 Prozent (Vorjahr: -2,1 Prozent) auf 7,8 Milliarden Euro. Der aus Sicht des Geschäftsmodells von der 1&1 Telecom GmbH wichtigste ITK-Markt ist der deutsche Telekommunikationsmarkt (Breitband-Anschlüsse und Mobile-Internet) im überwiegend abonnementfinanzierten Geschäftsbereich "Access". Telekommunikationsmarkt in Deutschland Für den deutschen Telekommunikationsmarkt erwartet der Branchenverband Bitkom, dass der Markt insgesamt um 1,0 Prozent (Vorjahr: 1,7 Prozent) auf 72,8 Milliarden Euro zulegen kann. Den größten Anteil daran hat das Geschäft mit Telekommunikationsdiensten, das um 1,6 Prozent (Vorjahr: 1,9 Prozent) auf 52,6 Milliarden Euro wachsen soll. Die Investitionen in Telekommunikations-Infrastruktur sollen in Summe leicht um -1,0 Prozent (Vorjahr: 4,4 Prozent) auf 8,4 Milliarden Euro zurückgehen. Die Umsätze mit Endgeräten werden mit -0,2 Prozent (Vorjahr: -0,7 Prozent) auf 11,8 Milliarden Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Markt-Prognose: Telekommunikationsmarkt in Deutschland (in Mrd. €)
Quelle: Bitkom, Januar 2024 Unternehmenserwartungen Prognose für das Geschäftsjahr 2024 Die 1&1 Telecom GmbH strebt für das bevorstehende Geschäftsjahr den Turnaround hin zu weiterem Kundenwachstum, vor allem im Festnetzsegment, an. Für das Jahr 2024 rechnet die Gesellschaft auf vergleichbarer Basis weiterhin mit Wachstum des Service-Umsatzes nach IFRS. Konkret soll die Anzahl der Kundenverträge im Vergleich zum Vorjahr (2023: 9,10 Mio. Verträge) im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen. Für den Service-Umsatz nach IFRS (2023: 2.398,1 Mio. EUR) wird weiteres Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Gesamtaussage der Geschäftsführung Trotz der weiterhin unsicheren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung blickt die Geschäftsführung der 1&1 Telecom GmbH optimistisch in die Zukunft. Dank des überwiegend auf elektronischen Abonnements beruhenden Geschäftsmodells sieht sich die Gesellschaft stabil gegen konjunkturelle Einflüsse aufgestellt. Diese nachhaltige Geschäftspolitik wird 1&1 auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Nach einem erfolgreichen Jahresauftakt sieht die Geschäftsführung die Gesellschaft auch zum Aufstellungsstichtag dieses Lageberichts auf gutem Wege, die Prognosen für das Gesamtjahr 2024 zu erreichen. Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen Der vorliegende Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen der Geschäftsführung der 1&1 Telecom GmbH sowie den ihr derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien für die darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen können. Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
HRB 22331 Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der 1&1 Telecom GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB sowie nach dem Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert ist. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die "Davon-Vermerke", soweit sie nicht bereits bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt wurden, im Anhang gemacht. Die Wertansätze der Bilanz zum 31. Dezember 2022 wurden unverändert übernommen. Die Gesellschaft ist unter der Firma 1&1 Telecom GmbH mit Sitz in Montabaur im Handelsregister des Amtsgerichtes Montabaur unter der Nummer HRB 22331 eingetragen. Zwischen der 1&1 Telecom Holding GmbH, Montabaur, und der 1&1 Telecom GmbH wurde am 25. Februar 2015 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Dieser gilt ab dem 1. Januar 2015 und konnte erstmals zum 31. Dezember 2019 gekündigt werden. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 9. März 2015. Eine Kündigung zum 31. Dezember 2023 wurde nicht vorgenommen. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte auf Grundlage der nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. 2.1. Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB mit ihren Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Das Wahlrecht nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wird nicht in Anspruch genommen und damit werden keine Kosten der allgemeinen Verwaltung, keine Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Bewertung einbezogen. Ebenso wird das Wahlrecht zum Ansatz von Zinsen für Fremdkapital als Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene Immaterielle Vermögensgegenstände gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wird nicht in Anspruch genommen. Grundsätzlich werden sämtliche Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung in den Folgejahren teilweise oder ganz, erfolgt eine Zuschreibung in Höhe der eingetretenen Wertaufholung, höchstens jedoch bis zu dem Wert, der sich ohne Vornahme der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte. Die angewandten Abschreibungsmethoden und verwendeten Nutzungsdauern ergeben sich aus der folgenden Übersicht:
Beim Erwerb gebrauchter Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird die verbleibende Restnutzungsdauer ermittelt und die vorstehende Nutzungsdauer dementsprechend angepasst. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Anlagegüter wird seit 1. Januar 2013 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Anlagegütern, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand EUR 250 nicht übersteigen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Verkauf oder sonstigem Abgang mit ihren jeweiligen Buchwerten (Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen) ausgebucht. In Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert des Vermögensgegenstands wird ein Gewinn oder Verlust aus Anlageabgang ergebniswirksam berücksichtigt. 2.2. Vorräte Waren werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum gleitenden Durchschnittspreis unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Einkaufsbezogene Werbekostenzuschüsse werden anschaffungskostenmindernd erfasst. Risiken sowie der geplante Verkauf von Waren an Drittverwerter werden durch eine pauschale Abwertung berücksichtigt. Eine Überprüfung der Lagerbestände auf diese Risiken erfolgt monatlich. 2.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit ihrem Nominalwert angesetzt. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen und das allgemeine Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf den Forderungsbestand berücksichtigt. 2.4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sind zum Nennwert angesetzt. 2.5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird über die Laufzeit der Leistungserbringung ratierlich aufwandswirksam aufgelöst. 2.6. Eigenkapital Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. 2.7. Rückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten und Risiken aus drohenden Verlusten werden angemessene Rückstellungen aufgrund vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe ihres notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für zukünftige Aufwendungen aus der Serviceleistung zur Erfüllung der Herstellergarantie im Rahmen des 1&1 Vorortaustausches wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die Laufzeiten (Geltendmachung von Garantieleistungen ab Umsatzzeitpunkt) anhand einer Analyse der Garantiefälle der vergangenen zwei Geschäftsjahre berücksichtigt. Anfallende Aufwendungen für die Abschaltung von Festnetz-Kunden am Ende ihrer Vertragslaufzeit werden als Verteilungsrückstellung passiviert. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden Laufzeiten, Entgelte und Kundenbestand entsprechend berücksichtigt. 2.8. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden gem. § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. 2.9. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstbewertung erfasst. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen "Davon-Vermerke", zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte, als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. 2.10. Latente Steuern Zwischen der 1&1 Telecom GmbH und der 1&1 AG, Montabaur besteht eine ertragsteuerliche Organschaft. Aus diesem Grund sind auf Ebene der 1&1 Telecom GmbH, auch bei einem Passivüberhang, keine latenten Steuern zu bilden. 2.11. Globale Mindestbesteuerung Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung (Einführung eines Mindeststeuergesetzes) finden seit dem 1. Januar 2024 für die United Internet Gruppe Anwendung, in deren Konzernabschluss die 1&1 Telecom GmbH einbezogen wird. Aus der umfassenden Analyse auf Basis der Qualified CbCR-Daten des aktuellen und der drei vorangegangenen Geschäftsjahre sowie der Prognosen für künftige Geschäftsjahre ergibt sich, dass ab Inkrafttreten der Rechtsvorschriften auf Ebene der 1&1 Telecom GmbH voraussichtlich keine Mehrsteuerbelastung durch das Mindeststeuergesetz resultiert. 2.12. Umsatzerlösrealisierung Als Umsatzerlöse werden alle Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung von Produkten sowie der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen. Dies betrifft im Wesentlichen Erlöse aus den Bereichen Telefondienstleistungen Festnetz, Internet, Mobilfunk, Endgerätegeschäft und sonstige Umsatzerlöse. Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer sowie sonstiger direkt mit dem Umsatz verbundener Steuern. Entsprechend dem Realisationsprinzip erfolgt eine periodengerechte Erfassung. 3. Erläuterungen zur Bilanz3.1. Entwicklung des Anlagevermögens Die in § 284 Abs. 3 HGB geforderten Angaben zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind unter Angabe der Zugänge, Abgänge, Umbuchungen und Zuschreibungen sowie der Abschreibungen im Geschäftsjahr im Anlagespiegel als Anlage 1 zum Anhang gesondert dargestellt. Auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr TEUR 8.076 Abschreibungen vorgenommen, von denen TEUR 185 auf Sachanlagen sowie TEUR 7.891 auf immaterielle Vermögensgegenstände entfallen. Den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände liegt im Wesentlichen die Abschreibung des Kundenstammes zugrunde, welcher von der Versatel-Gruppe, Düsseldorf, im Jahr 2017 auf die 1&1 Telecom GmbH zu insgesamt TEUR 93.933 übertragen wurde. 3.2. Vorräte Die Vorräte sind im Berichtsjahr um TEUR 57.957 auf TEUR 177.862 gestiegen (Vorjahr: TEUR 119.905). Der Vorratsbestand besteht ausschließlich aus Handelswaren, welche in Höhe von TEUR 9.166 wertberichtigt wurden. 3.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhaltet ausschließlich Forderungen aus dem Leistungsverkehr der Gesellschaft in Höhe von TEUR 137.287 (Vorjahr: TEUR 95.675), sowie noch nicht fakturierte Leistungen in Höhe von TEUR 52.470 (Vorjahr: TEUR 51.363). Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 627 (Vorjahr: TEUR 118.897) handelt es sich zum Bilanzstichtag lediglich um Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsverrechnung. Hauptgrund für die Differenz zum Vorjahr ist die um TEUR 145.115 gesunkene Forderung aus Cash-Pooling, welche anders als im Vorjahr im Geschäftsjahr 2023 eine Verbindlichkeit darstellt. Es werden je verbundenem Unternehmen Forderungen und Verbindlichkeiten saldiert ausgewiesen, soweit eine Aufrechnungslage gemäß § 387 ff. BGB gegeben ist. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 42.178 (Vorjahr: TEUR 24.883) beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Werbekostenzuschüssen in Höhe von TEUR 30.018 und debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 11.724. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3.4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 192.897 auf TEUR 507.765 erhöht und enthält im Wesentlichen Kontingentvorauszahlungen an die Telekom Deutschland GmbH, Bonn, welche über die 1&1 Versatel Deutschland GmbH, Düsseldorf, eingekauft wurden (für den Vorleistungseinkauf DSL). Die Höhe der Kontingentvorauszahlungen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 500.509 (Vorjahr: TEUR 297.812). Ebenfalls ist in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ein der 1&1 Versatel Deutschland GmbH gewährter Baukostenzuschuss enthalten, der zum Bilanzstichtag einen Wert von TEUR 2.526 (Vorjahr: TEUR 12.631) hat. 3.5. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital von TEUR 26 ist in voller Höhe eingezahlt und gegenüber dem Vorjahr unverändert. Sämtliche Geschäftsanteile werden von der 1&1 Telecom Holding GmbH gehalten. 3.6. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 222). 3.7. Gewinnvortrag Zum Bilanzstichtag beträgt der Gewinnvortrag unverändert TEUR 895. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wurde das gesamte Ergebnis der 1&1 Telecom GmbH in Höhe von TEUR 359.190 an die Gesellschafterin 1&1 Telecom Holding GmbH abgeführt. 3.8. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen teilen sich wie folgt auf:
Bei den Steuerrückstellungen handelt es sich um Rückstellungen für ausländische Umsatzsteuer (TEUR 3) und Zinsen (TEUR 1). In den Rückstellungen für den Belegschaftsbereich sind im Wesentlichen die Positionen Rückstellungen für Quartalsprovisionen (TEUR 794), Rückstellungen Urlaub (TEUR 484) sowie sonstige Personalrückstellungen (TEUR 353) und Rückstellungen für Sozialversicherung (TEUR 301) enthalten. Die Rückstellungen des Leistungseinkaufs umfassen hauptsächlich Rückstellungen für Vorleister (TEUR 29.164), Vertriebsprovisionen (TEUR 11.318), ausstehende Rechnungen Operations (TEUR 9.545) und für Marketing (TEUR 4.436). In den Rückstellungen für Vorleister wurden zukünftige Aufwendungen für die Abschaltung von Festnetz-Kunden am Ende ihrer Vertragslaufzeit passiviert (TEUR 20.471), wovon TEUR 13.378 auf die 1&1 Versatel Deutschland GmbH, Düsseldorf, als Teil der United Internet Gruppe, entfallen. Der Posten "Sonstige" bei den sonstigen Rückstellungen enthält im Wesentlichen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten aus Vorleisterverträgen (TEUR 11.669), Wareneinsatz (TEUR 4.056), zentrale private Überspielrechte (TEUR 1.670), ausstehende Rechnungen (TEUR 1.432) sowie Gewährleistungsrückstellungen (TEUR 1.100). 3.9. Verbindlichkeiten Die folgende Gliederung gibt Aufschluss über die Zusammensetzung und die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten:
Davon gibt es, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen bestehen im Wesentlichen aus hinterlegten Kautionen von Kunden (TEUR 4.044) sowie erhaltenen Anzahlungen von Drittverwertern (TEUR 1.396). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 732.795 (Vorjahr: TEUR 559.389), im Wesentlichen resultieren diese aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 359.190 gegenüber der Gesellschafterin 1&1 Telecom Holding GmbH. Darüber hinaus umfassen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling (TEUR 178.357) gegenüber der 1&1 Telecommunication SE und aus Umsatzsteuer (TEUR 41.456) gegenüber der United Internet AG. Des Weiteren bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 153.020) mit den Gesellschaften der United Internet Gruppe. Hierbei werden jeweils je Gesellschaft Forderungen und Verbindlichkeiten saldiert ausgewiesen, soweit eine Aufrechnungslage gemäß § 387 ff. BGB gegeben ist. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.648 beinhalten hauptsächlich kreditorische Debitoren (TEUR 3.152) und Steuerverbindlichkeiten (TEUR 493). Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert. 3.10. Passive Rechnungsabgrenzung Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 57.392 (Vorjahr: TEUR 55.587) enthält ausschließlich Kundenvorauszahlungen für Service-Gebühren, im Festnetz- und Mobilfunkbereich, die über den zugrundeliegenden Vertragszeitraum abgegrenzt und periodengerecht als Umsatz vereinnahmt werden. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1. Umsatzerlöse
Im Berichtsjahr erhöhten sich die Umsatzerlöse um 3,0 % (TEUR 93.159) auf TEUR 3.201.488 (Vorjahr: TEUR 3.108.329). Dabei erhöhten sich die Umsatzerlöse im Bereich "DSL" um 2,2 % auf TEUR 1.483.568 (Vorjahr: TEUR 1.451.876) und im Bereich "Mobilfunk" stiegen sie um 3,5 % auf TEUR 1.707.836 (Vorjahr: TEUR 1.650.214). Die sonstigen Umsätze mit verbundenen Unternehmen und Drittverwertern sowie dem Versatel Massenmarkt, erhöhten sich um 61,6 % auf TEUR 10.084 (Vorjahr: TEUR 6.239). Auf das Ausland entfielen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 260). 4.2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge teilen sich wie folgt auf:
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 4.144 gestiegen (Vorjahr: TEUR 42.197). Dies resultiert hauptsächlich aus höheren Einmaleffekten in den sonstigen periodenfremden Erträgen im Vergleich zum Vorjahr. Die Summe der periodenfremden Erträge beträgt TEUR 19.535 (Vorjahr TEUR 18.727). Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 11.303 und resultieren im Wesentlichen aus dem Schadensersatz aus vorzeitig gekündigten Verträgen (TEUR 9.642) und konzerninternen Weiterbelastungen (TEUR 709). Die Erträge aus der konzerninternen Weiterbelastung umfassen Weiterberechnungen an andere Konzerngesellschaften ohne Zuschläge. 4.3. Materialaufwand Die Materialaufwendungen sind im Berichtsjahr um TEUR 85.567 auf TEUR 2.272.639 gestiegen. Im Wesentlichen ist dies auf gestiegene Aufwendungen für den Bezug von Hardware zurückzuführen, der sowohl aus einem höheren Absatz von Geräten sowie der gestiegenen Nachfrage nach höherwertigen Geräten resultiert. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen entwickelten sich dazu gegenläufig und reduzierten sich leicht gegenüber dem Vorjahr. Hier profitiert die Gesellschaft weiterhin von den Einkaufskonditionen aus dem 2021 geschlossenen Vorleistungsvertrag zwischen der Schwestergesellschaft Drillisch Online GmbH und der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG. Bei den Materialaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 1.378.152 (Vorjahr: TEUR 1.390.820) sowie um Aufwendungen für bezogene Waren (Mobile, DSL) in Höhe von TEUR 894.487 (Vorjahr: TEUR 796.251). 4.4. Personalaufwand Der Personalaufwand beträgt im Berichtsjahr TEUR 25.312 (Vorjahr: TEUR 20.955) und setzt sich aus Aufwendungen für Löhne und Gehälter von TEUR 21.709 (Vorjahr: TEUR 18.043) sowie Sozialabgaben TEUR 3.603 (Vorjahr: TEUR 2.912) zusammen. Die Erhöhung der Personalaufwendungen ist auf den Anstieg des Mitarbeiterbestands sowie Gehaltsanpassungen zurückzuführen. 4.5. Abschreibungen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen stiegen geringfügig um TEUR 28 von TEUR 8.047 auf TEUR 8.076. Im Wesentlichen beinhaltet sie die planmäßige Abschreibung auf den Kundenstamm in Höhe von TEUR 7.828. 4.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen die nachfolgenden Aufwendungen:
Der Posten "Sonstige" beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen aus dem konzerninternen Wareneinsatz (TEUR 709), Kraftfahrzeugkosten (TEUR 457) sowie sonstige Personalaufwendungen (TEUR 456). Darüber hinaus umfasst der Posten im Wesentlichen periodenfremde Aufwendungen (TEUR 398), Reise- und Bewirtungskosten (TEUR 380) sowie Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 351). 4.7. Zinsergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betrugen im Geschäftsjahr TEUR 930 (Vorjahr: TEUR 631). Der Anstieg der Zinserträge resultiert hauptsächlich aus der höheren Cash-Pooling Verzinsung in Höhe von TEUR 907 (Vorjahr: TEUR 631). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind um TEUR 7.088 von TEUR 5.058 auf TEUR 12.146 gestiegen. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus den höheren Zinsaufwendungen für die Verbindlichkeit aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 7.283 (Vorjahr: TEUR 0). 4.8. Gewinnverwendung Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird das gesamte Ergebnis der 1&1 Telecom GmbH in Höhe von TEUR 359.190 an die Gesellschafterin 1&1 Telecom Holding GmbH abgeführt. 5. Sonstige Angaben5.1. Cash-Pooling Zwischen bestimmten Gesellschaften der 1&1-Gruppe unter der Führung der 1&1 AG, Montabaur, und der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, besteht eine Vereinbarung über die Durchführung eines Cash-Poolings, bei dem die täglichen Kontostände auf ein Liquiditätskonto übertragen werden. Die 1&1 Telecom GmbH ist Teil dieser Cash-Pool Vereinbarung. Es besteht keine gesamtschuldnerische Haftung der 1&1 Telecom GmbH für die Cash Pooling-Vereinbarung der 1&1 AG, Montabaur oder anderer Konzerngesellschaften. 5.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Summe der finanziellen Verpflichtungen betrug zum Bilanzstichtag TEUR 6.941 und setzt sich hauptsächlich aus der langfristigen Anmietung von Büroräumen zusammen. Die folgende Gliederung gibt Aufschluss über die Fälligkeiten der sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
Zum 31. Dezember 2023 besteht im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 0) ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 120 für Lieferungen und Leistungen, die in 2024 als Sachanlagevermögen erfasst werden. 5.3. Geschäftsführung Der Geschäftsleitung gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:
Seit dem 1. März 2024 gehört außerdem Dr. Pascal Grieder (Produktmanagement Access) zur Geschäftsführung. Die Geschäftsführer beziehen ihr Gehalt von anderen Konzernunternehmen der 1&1-Gruppe. 5.4. Mitarbeiterzahl Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der 1&1 Telecom GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt verändert:
5.5. Konzernverhältnisse Die 1&1 Telecom GmbH wird in den Konzernabschluss der 1&1 AG, Montabaur, (kleinster Konsolidierungskreis) und der United Internet AG, Montabaur, (größter Konsolidierungskreis) einbezogen, die nach den International Financial Reporting Standards, wie sie für börsennotierte Gesellschaften in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt werden. Beide Konzernabschlüsse werden im Unternehmensregister veröffentlicht. 5.6. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 sind bei der 1&1 Telecom GmbH keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft mit Auswirkungen auf Rechnungslegung und Berichterstattung haben. 5.7. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe des Konzernabschlusses der 1&1 AG, Montabaur, und United Internet AG, Montabaur enthalten.
Montabaur, den 18. März 2024 1&1 Telecom GmbH Christian Bockelt Cretièn Brandsma Sascha D'Avis Dr. Pascal Grieder Robin John Andes Harries Thomas Henkel Alessandro Stefano Nava Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die 1&1 Telecom GmbH, Montabaur Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der 1&1 Telecom GmbH, Montabaur, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 1&1 Telecom GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 23. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Erik Hönig, Wirtschaftsprüfer Christian David Simon, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 6. Juni 2024 festgestellt. |
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