Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 7922
Eingetragen
24.5.2000
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Fertigung, Herstellung, der Import und Export und der Vertrieb von elektronischen, elektrischen und elektromechanischen Bauelementen und Geräten, insbesondere von unterbrechungsfreien Stromversorgungen sowie die Erbringung damit verbundener Dienstleistungen für die Energietechnik.

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Dr. Kluger
seit 27.2.2012
Geschäftsführer
Thomas Selzer
seit 22.10.2009
Prokura
Darrel Casey
seit 13.2.2003
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Masterguard GmbH

Erlangen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2009 bis zum 31.03.2010

LAGEBERICHT für das Wirtschaftsjahr 01. April 2009 bis 31. März 2010

Die Masterguard GmbH hat ihren Sitz und ihre Geschäftsleitung in Erlangen

(Registergericht Fürth) und ist eine Gesellschaft im Chloride Group PLC-Konzern.

Masterguard hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nach einem Umsatzwachstum im Vorjahr einen Rückgang von 33 % bzw. 30 % beim Inlands- bzw. Gesamtumsatz zu verzeichnen. Dies entspricht dem Verhalten des Gesamtmarktes für das USV-Geschäft im Verlauf der deutschen Wirtschaftskrise, so dass wir davon ausgehen, unseren Marktanteil stabil gehalten zu haben. Hier ist besonders auf die Stärken im Bereich des breit gefächerten Service-Portfolios hinzuweisen und die Lösungskompetenz unseres Unternehmens hervorzuheben. Im Gegensatz zum Vorjahr war das Geschäft allerdings nicht durch Großaufträge angereichert.

Die Aktivitäten von Masterguard erstreckten sich über ein weites Feld von Marktsegmenten, wobei IT- und Finanzdienste, Telekommunikation, Energieversorgung, Industrie und öffentliche Auftraggeber über eine Vielfalt von Vertriebswegen, einschließlich dem Direktvertrieb, eine führende Rolle einnahmen.

Trotz des schwierigen Marktumfeldes bestätigte Masterguard in Deutschland ihre führende Position bei unterbrechungsfreien Stromversorgungsanlagen durch erfolgreiche Vermarktung innovativer Produkte im Hardware- und Softwarebereich, durch Systemlösungen sowie durch intensivierte Serviceleistungen.

Bei bewährtem, kundenorientiertem Fokus auf Life-Time-Konzepte sowie die Betreuung von Key Accounts hat Masterguard ein zufriedenstellendes Geschäftsvolumen erzielt.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Umsatzentwicklung der Firma verlief wie folgt:

2009/2010
TEUR
2008/2009
TEUR
Inland 22.672 33.755
Ausland 1.884 1.518
Gesamt 24.556 35.273

Der Umsatz verteilt sich wie folgt:

2009/2010
TEUR
2008/2009
TEUR
Leistungsklasse 0 - > 100 kVA 11.655 21.890
Sonstiges 419 622
Service Dienstleistungen 12.482 12.761
Gesamt 24.556 35.273

Geschäftsverlauf:

Der Einbruch im Umsatzvolumen erstreckt sich vor allen Dingen auf das Produktgeschäft und fällt dort mit 47 % dramatisch aus. Dahingegen konnte das Servicevolumen praktisch konstant gehalten werden und verzeichnet mit 2 % einen marginalen Rückgang. Bei den Produkten - bis hin zu größten Leistungen von 800 kVA - hat sich ganz besonders die kundenseitige Verschiebung von Großprojekten nachteilig auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt.

Produktion:

Die Produktion wurde in 2004/2005 eingestellt. Unsere gewerblichen Tätigkeiten bzgl. Herstellung beschränken sich nun auf die Zusammenstellung und Lieferung von Kundenlösungen. Die USV-Produkte werden zum ganz überwiegenden Teil von Chloride SpA, Bologna, zugekauft.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie das Prüffeld werden beibehalten.

Darstellung der Lage

Ertragslage:

Bei etwa gleich gebliebenen Serviceumsätzen, jedoch einem Umsatzeinbruch bei den Produkten von 46,7 %, aber einer niedrigeren Materialaufwandsquote im Verhältnis zu den Umsatzerlösen von 49,8 % (Vj. 55,5 %) erzielte die Gesellschaft ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR 378 (Vj. Positives Ergebnis TEUR 3.133). Aufgrund der vorzeitigen vollumfänglichen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Geschäftsjahr 2009/2010 und der damit einhergehenden Bewertungsänderung für Pensionsrückstellungen ergab sich zudem ein außerordentlicher Aufwand in Höhe von TEUR 1.353. Insgesamt endete das Berichtsjahr mit einem Jahresverlust von TEUR -1.721 (Vj. Jahresüberschuss TEUR 1.768).

Die niedrigere Materialaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr ist hauptsächlich auf eine verbesserte Organisation, in der das Kundenwohl und die Schaffung margenträchtiger Lösungen im Vordergrund stehen, zurückzuführen.

Vermögenslage:

Das Eigenkapital zum Geschäftsjahresende beläuft sich auf rund TEUR 14.173 (Vj. TEUR 15.858).

Die Bilanzsumme belief sich auf TEUR 26.575 (Vj. TEUR 28.091) am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Das Netto-Anlagevermögen belief sich auf TEUR 3.125 (Vj. TEUR 3.573) und setzte sich im Wesentlichen aus Firmenwert und Sachanlagevermögen zusammen.

Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 4.123 (Vj. TEUR 7.887) ergibt sich aus dem Rückgang der Umsatzerlöse. Die ausgewiesenen Forderungen sind mit TEUR 418 (Vj. TEUR 323) später als 12 Monate zur Zahlung fällig.

Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf TEUR 12.362 (Vj. TEUR 10.569) ist im Wesentlichen auf zwei Aspekte zurückzuführen. Zum einen wurde im Berichtsjahr eine Cash-Pooling Vereinbarung mit der Chloride Group abgeschlossen, wodurch sich zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von TEUR 1.622 ergeben. Zum anderen bestehen Forderungen aus einem Kompensationsanspruch gegenüber Chloride SpA in Höhe von TEUR 546, die aus der vorzeitigen Auflösung des International Business Service Agreements resultieren. Die Position enthält zudem wie im Vorjahr ein an Chloride PLC gewährtes Darlehen in Höhe von TEUR 10.000.

Der Anstieg der Pensionsrückstellungen um TEUR 1.457 auf TEUR 5.006 (Vj. TEUR 3.549) resultiert im Wesentlichen aus der veränderten Bewertungsmethode im Rahmen der Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes. In diesem Zusammenhang erfolgte zudem eine Auflösung der unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Jubiläumsrückstellungen, die sich mit TEUR 36 in den Gewinnrücklagen widerspiegelt.

Finanzlage:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen keine (Vj. TEUR 0). Die Finanzerträge von TEUR 191 (Vj. TEUR 536) resultieren aus Zinsen für Bankguthaben und Zinsen von verbundenen Unternehmen.

Die Cash Earnings nach DVFA/SG haben sich insbesondere aufgrund des negativen Jahresergebnisses auf TEUR 497 (Vj. TEUR 2.799) verschlechtert.

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug TEUR 429. Dem stehen Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit von TEUR -284 gegenüber. Die liquiden Mittel sind dadurch um TEUR 145 auf TEUR 3.189 gestiegen.

Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von rund TEUR 286 getätigt, die im Wesentlichen mit TEUR 159 Vermietete Erzeugnisse, mit TEUR 50 PC/ Bürokommunikation und mit TEUR 23 Immaterielle Vermögensgegenstände/ Lizenzen betrafen.

Personal- und Sozialbereich

Im Geschäftsjahr waren im Jahresdurchschnitt 105 (Vj. 112) Mitarbeiter beschäftigt. In dieser Gesamtzahl sind vier neu eingestellte Mitarbeiter enthalten. Somit wurden bei Masterguard insgesamt 18 % des Bestandspersonals abgebaut. Die Effizienz unseres Unternehmens haben wir so nachhaltig gesteigert, dass selbst bei einer hypothetischen Fortschreibung des diesjährigen Umsatzniveaus die Masterguard solide in der Gewinnzone bleiben würde. Darüber hinaus haben wir durch die Neueinstellungen die Innovations- und Marktkraft unseres Unternehmens weiter gestärkt und uns auf kommendes Konjunkturwachstum vorbereitet.

Forschung und Entwicklung

Die Entwicklungsarbeiten schlossen u.a. den Ausbau der im Vorjahr neu eingeführten USV-Serie bis 200 kVA und die Weiterentwicklung höherer Integration der USV-Steuerung ein. Die Entwicklung von Connectivity- und Fernüberwachungslösungen wurde applikationsspezifisch erweitert. Im Leistungsbereich über 200 kVA wurde mit der Produktreihe Trinergy eine Weltneuheit auf den Markt gebracht und erfolgreich eingeführt, mittels der unsere Kunden unter Lebenszyklusbetrachtung erhebliche Kostensenkungspotentiale schöpfen, sowie Beiträge zur Erreichung von Umwelt- und Klimazielen leisten können. Die Trinergy bietet ein Höchstmaß an Energieeffizienz und damit minimale Betriebskosten für unsere Kunden bei ansonsten stark erweiterter Funktionalität und Modularität.

In Summe bedeuten diese Fortschritte eine Verbesserung unserer Marktposition.

Nachtragsbericht

Mit Wirkung zum 3. September 2010 wurde die Muttergesellschaft Chloride Group PLC von Emerson Electric Co./USA übernommen. Die Geschäftsleitung erwartet nach derzeitigem Kenntnisstand hierdurch keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von Masterguard.

Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftstätigkeit

Masterguard sieht ihre Chancen zu weiterhin positiver Geschäftsentwicklung im Vertrieb von innovativen Hardware- und Software-Produkten, im Lösungsgeschäft und insbesondere in der Vermarktung von umfangreichen Dienstleistungen für Stromversorgungsanlagen und deren "Mission Critical"-Umfeld.

Das größte Risiko für eine Firma in unserer Branche ist das Nichterkennen der Marktentwicklungen, wobei Produktfehlentwicklungen und potentielle Abschreibungen auf Vorräte die geschäftlichen Bedrohungen darstellen. Ein Ersatz unserer Produkte durch neue Technologien ist nicht absehbar.

Nach Ende der als Wirtschaftskrise zu bezeichnenden Situation ist Masterguard wieder dabei zu wachsen und verzeichnet deutlich zweistellige Auftragszuwächse. Wir arbeiten intensiv daran, bestehende Vertriebswege weiter auszubauen und zusätzlich neue Marktchancen zu nutzen, um die Top-Line wieder auf den ursprünglichen Wachstumstrend zurückzuführen, den wir vor der Krise beschritten hatten. Durch unsere Gemeinkostenoptimierung erwarten wir eine verbesserte Gewinnsituation und eine positive Geschäftsentwicklung.

Voraussichtliche Entwicklung

Bei guter konjunktureller wirtschaftlicher Lage sehen wir für das kommende Geschäftsjahr sowohl im Bereich der Produkte als auch bei Serviceleistungen die Möglichkeiten des weiteren Geschäftsausbaus.

Insgesamt beurteilen wir die weitere Geschäftsentwicklung als positiv für das gesamte Finanzjahr.

 

Erlangen, 01. Dezember 2010

Dr. Andree Kang, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. März 2010

der Masterguard GmbH, Erlangen

Aktiva

EUR EUR Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.071,00 44
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.272.825,00 2.727
2.311.896,00 2.771
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.091,00 24
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.420,00 12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 800.481,66 766
812.992,66 802
3.124.888,66 3.573
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren
2.709.038,18 2.405
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.123.454,95 7.887
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.362.453,07 10.569
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.034.580,87 580
17.520.488,89 19.036
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.189.158,16 3.044
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.951,00 33
26.574.524,89 28.091

Passiva

EUR EUR Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 204.516,75 204
II. Kapitalrücklage 12.935.684,59 12.936
III. Gewinnrücklagen 35.612,00 0
III. Gewinnvortrag 2.718.013,74 950
IV. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss - 1.720.586,81 1.768
14.173.240,27 15.858
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.006.297,00 3.549
2. Steuerrückstellungen 130.707,00 178
3. Sonstige Rückstellungen 3.390.435,15 3.223
8.527.439,15 6.950
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 34.890,00 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 730.239,33 1.205
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.685.367,54 2.319
4. Sonstige Verbindlichkeiten 646.821,11 1.092
davon aus Steuern: EUR 355.662,73 (Vj. TEUR 751)
3.097.317,98 4.616
D. Rechnungsabgrenzungsposten 776.527,49 667
26.574.524,89 28.091

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. April 2009 bis 31. März 2010

der Masterguard GmbH, Erlangen

EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 24.555.732,87 35.273
2. Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 330.431,25 0
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.928.366,81 3.679
27.814.530,93 38.952
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.224.415,48 19.594
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.074.754,96 9.286
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.187.891,53 1.213
davon für Altersversorgung: EUR 103.854,00 (Vj. TEUR 264)
10.262.646,49
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 731.554,07 768
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.150.901,38 5.467
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 190.719,18 536
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 164.722,87 (Vj. TEUR 447)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.701,50 27
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 377.968,81 3.133
11. Außerordentliche Aufwendungen = Außerordentliches Ergebnis 1.353.168,00 0
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10.550,00 - 1.365
13. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss - 1.720.586,81 1.768

Anhang
für das Geschäftsjahr vom 01. April 2009 bis 31. März 2010

der Masterguard GmbH, Erlangen

1 Allgemeine Angaben

Die Masterguard GmbH vertreibt unterbrechungsfreie Stromversorgungsanlagen im Inland und erbringt entsprechende damit verbundene Dienstleistungen. Daneben übernimmt sie für das verbundene Unternehmen Chloride SpA die Entwicklung solcher Anlagen und den Vertrieb im Ausland. Die Produktion solcher Anlagen für Chloride SpA wurde zum 1. Mai 2005 eingestellt.

Der Jahresabschluss zum 31. März 2010 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Gemäß den Größenklassen des § 267 HGB ist die Gesellschaft als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. In Übereinstimmung mit Art. 66 Abs. 3 Satz 6 EGHGB kommen die neuen Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25. Mai 2009 bereits im Geschäftsjahr 2009/10 vorzeitig zur Anwendung. Aufgrund der erstmaligen Anwendung der durch das BilMoG geänderten Vorschriften auf den Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden teilweise geändert. Umstellungseffekte wurden als außerordentliche Aufwendungen erfasst bzw. den Gewinnrücklagen zugeführt. Eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist bei einzelnen Posten des Jahresabschlusses deshalb nur eingeschränkt gegeben. Eine Erläuterungspflicht der Abweichungen im Anhang besteht gem. Art. 67 Abs. 8 EGHGB nicht. Die Vorjahreszahlen wurden zulässigerweise nicht an die neuen Vorschriften des BilMoG angepasst.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde - wie im Vorjahr - das Gesamtkostenverfahren gewählt. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Als Nutzungsdauer werden drei bis zehn Jahre zugrunde gelegt, für den Geschäfts- oder Firmenwert, in Anlehnung an steuerrechtliche Bestimmungen, fünfzehn Jahre. Der Firmenwert wird noch 5 Jahre lang abgeschrieben, die Abschreibung endet zum 31. März 2015.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode und entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Für die Bewertung der Geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Pool gebildet, welcher auf 5 Jahre abgeschrieben wird.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Abwertungen vorgenommen. Das Handlager für den Service wurde mit dem Festwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Bildung einer Wertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Die Bewertung der Fremdwährungsforderungen erfolgt zum Briefkurs am Tag des Geschäftsvorfalls oder zum niedrigeren Briefkurs am Bilanzstichtag.

Die Liquiden Mittel werden zu Nominalwerten ausgewiesen. Die Bewertung der Fremdwährungsguthaben erfolgt zum Briefkurs am Tag des Geschäftsvorfalls oder zum niedrigeren Briefkurs am Bilanzstichtag.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte im Geschäftsjahr aufgrund der BilMoG Umstellung erstmalig nach der Projected Unit Credit Method. Dabei wurden als Rechnungszinsfuß 5,25 % p.a. gemäß RückAbzinsV, für künftige Rentensteigerungen 1,75 % p.a., für künftige Gehaltssteigerungen 2,50 % p.a. sowie die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag aufgrund der geänderten Bewertung beträgt TEUR 1.353. Dieser wurde gemäß Art. 67 Abs. 7 EGHGB im Berichtsjahr vollständig als Außerordentlicher Aufwand zugeführt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Die in den Sonstigen Rückstellungen ausgewiesene Jubiläumsrückstellung wurde ebenfalls im Berichtsjahr erstmalig nach der Projected Unit Credit Method und in diesem Zusammenhang unter Verwendung der oben dargelegten Parameter bewertet. Aus der Bewertungsänderung resultiert ein um TEUR 36 niedrigerer Rückstellungsbetrag. Der Auflösungsbetrag wurde gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB ergebnisneutral den Gewinnrücklagen zugeführt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Die Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt zum Geldkurs am Tag der Einbuchung oder - falls höher - mit dem Kurs am Bilanzstichtag.

3 Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Gegen die Gesellschafter bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 12.362, die in der Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen werden. Die ausgewiesenen Forderungen sind mit TEUR 418 (Vj. TEUR 323) später als zwölf Monate zur Zahlung fällig.

Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen Teilwertverfahren und der im Berichtsjahr erstmalig angewendeten Projected Unit Credit Method in Höhe von TEUR 1.353 wird gemäß Art. 67 Abs. 7 EGHGB im Berichtsjahr in voller Höhe im Außerordentlichen Aufwand ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Boni und Mitarbeiterprämien (TEUR 841), Überstunden (TEUR 372), Urlaub (TEUR 220), Abfindungen (TEUR 359) sowie Gewährleistungen (TEUR 486).

Verbindlichkeiten

(Die Vorjahresbeträge sind in Klammern vermerkt)

Gesamt
TEUR
davon mit einer Restlaufzeit Besicherung durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
von 1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahren
TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 35 35 0 0 0
(0) (0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 730 730 0 0 0
(1.205) (1.205) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.685 1.685 0 0 0
(2.319) (2.319) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 647 457 115 75 0
(1.092) (873) (115) (104) (0)
3.097 2.907 115 75 0
(4.616) (4.397) (115) (104) (0)

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 46 (Vj. TEUR 0) gegenüber Gesellschaftern enthalten.

4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen durch den Verkauf von unterbrechungsfreien Stromversorgungen verschiedener Serien erzielt. Diese gliedern sich wie folgt:

TEUR
Segmente
Low - High 11.655
Service 12.482
Others 419
24.556

Gliederung nach geographischen Märkten:

TEUR
Bundesrepublik Deutschland 22.672
Ausland 1.884
24.556

Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten - wie im Vorjahr - keine periodenfremden Beträge.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten - wie im Vorjahr - keine aperiodischen Beträge.

Außerordentliche Aufwendungen

Die Außerordentlichen Aufwendungen beinhalten die aufgrund der BilMoG-Anwendung notwendige Zuführung zur Pensionsrückstellung.

5 Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

TEUR
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
Fällig 2010/11 741
Fällig 2011/12 643
Später 1.361
2.745

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten gewerblichen Mitarbeiter betrug 2, die der Angestellten 103.

Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2009/10

 

Herr Dr. Andree Kang, Dipl.-Ing., Karlsruhe

Das Geschäftsführergehalt wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Chloride Group PLC mit Sitz in London/Großbritannien, einbezogen und dort offen gelegt. Zum 3. September 2010 wurde Chloride Group PLC von Emerson Electric Co./USA übernommen.

 

Erlangen, 01. Dezember 2010

Dr. Andree Kang, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2010

Anlage zum Anhang

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.04.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.03.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 183.752,71 22.677,78 206.430,49
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.836.021,47 7.836.021,47
8.019.774,18 22.677,78 0,00 8.042.451,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.165.692,17 1.165.692,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 108.992,82 108.992,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.058.934,46 263.185,39 72.714,86 3.249.404,99
4.333.619,45 263.185,39 72.714,86 4.524.089,98
12.353.393,63 285.863,17 72.714,86 12.566.541,94
Abschreibungen
01.04.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.03.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 140.268,71 27.090,78 167.359,49
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.108.631,47 454.565,00 5.563.196,47
5.248.900,18 481.655,78 0,00 5.730.555,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.141.683,17 18.918,00 1.160.601,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 96.655,82 4.917,00 101.572,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.293.404,90 226.063,29 70.544,86 2.448.923,33
3.531.743,89 249.898,29 70.544,86 3.711.097,32
8.780.644,07 731.554,07 70.544,86 9.441.653,28
Buchwerte
31.03.2010
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.071,00 43.484,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.272.825,00 2.727.390,00
2.311.896,00 2.770.874,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.091,00 24.009,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.420,00 12.337,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 800.481,66 765.529,56
812.992,66 801.875,56
3.124.888,66 3.572.749,56

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Masterguard GmbH, Erlangen, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis 31. März 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Masterguard GmbH, Erlangen, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Nürnberg, 01. Dezember 2010

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