Heidolph Instruments GmbH & Co. KG

93309 Kelheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRA 5845
Eingetragen
5.12.1997

Finanzübersicht

Historie

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Gesellschafter

3 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

2 von 3 angezeigt

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany
Kommanditist
Germany
3.221 €

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Heidolph Instruments GmbH & Co. KG

Kelheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Heidolph Instruments GmbH & Co. KG (HI) ist ein innovatives und global agierendes Unternehmen, das mit seinen Lösungen und Systemen in über 80 Ländern den Fortschritt in der pharmazeutischen Forschung, der Life Science, der kosmetischen Industrie sowie im Chemiesektor unterstützt und damit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen weltweit leistet.

Die HI hat anerkannte Kompetenz in der Entwicklung und Herstellung zuverlässiger und intelligenter Systemlösungen für Destillation, Temperieren, Rühren und Mischen sowie Fördern. Die Kombination von Anwendungsbezogenheit und Verfahrenskompetenz mit herausragender Qualität und exzellentem Service machen die HI zu einem führenden Hersteller von Premium Laborsystemen. Der Standort Deutschland, der ein zentraler Teil der Unternehmensphilosophie ist, garantiert die Entwicklung und Fertigung von Produkten für den jahrelangen Dauereinsatz.

Der Vertrieb der Produkte erfolgt weltweit über das Netzwerk an "Premium Distributors", Fachhändlern sowie durch die Vertriebs- und Servicestandorte in den USA, China und Süd-Korea.

Das Vormaterial wird überwiegend aus dem Euro-Raum und zum geringeren Teil aus den USA, Großbritannien und der Schweiz beschafft.

Die HI hat einen Produktionsstandort in Schwabach und Vertriebs- und Servicestandorte in Chicago (USA), Shanghai (China) und Seoul (Süd-Korea).

2. Forschung und Entwicklung

Zur Sicherung der Wettbewerbsposition sind weiterhin ständig Investitionen in Forschung und Entwicklung notwendig.

Die bestehenden Produktlinien werden konsequent und anwendungsorientiert weiterentwickelt.

Neben der laufenden qualitativen und quantitativen Erweiterung der internen Fachkompetenz kooperiert die HI mit Fachhochschulen und Universitäten sowie externen Entwicklungspartnern.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Es gibt mehrere renommierte Anbieter von Konkurrenzprodukten mit unterschiedlich ausgeprägter Marktdominanz und unterschiedlichem Bekanntheitsgrad.

Durch die weltweiten staatlichen Investitionsprogramme und Unterstützungsleistungen für die von der Pandemie schwer angeschlagenen Wirtschaft wurden im Geschäftsjahr 2021/22 weiterhin bedeutende Nachfrageschübe ausgelöst. Dadurch wurden anderseits auch die bestehenden Engpässe bei Vormaterialien und Komponenten (v. a. Elektronikbauteile) und Logistikleistungen verschärft und damit die Herstellkosten der Unternehmen erhöht.

Die bereits in den Vorjahren bestehenden wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten haben sich zum Ende des Geschäftsjahres spürbar verschärft (Krieg in der Ukraine, monatelange Lockdown-Situation in Shanghai, zunehmende Spannungen über Taiwan, Sicherheit der Energieversorgung der deutschen und europäischen Wirtschaft).

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2021/22 hat die HI ein Rohergebnis von TEUR 20.610 (Vj. TEUR 17.904) erzielt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2021/22 wird ein Jahresüberschuss von TEUR 154 (Vj. TEUR 140) ausgewiesen.

Auftragseingang und Umsatz lagen im Geschäftsjahr 2021/22 um 25,8 % bzw. 20,9 % über dem des Vorjahresvergleichszeitraums.

Im Juni 2021 nahm die neu gegründete Tochtergesellschaft der HI, die Heidolph Korea Limited (Seoul, Süd-Korea) ihre Geschäftstätigkeit auf.

Im Mai 2021 wurde das Automatisierungsmodul Hei-VOLUME Distimatic Pro und im September 2021 die überarbeitete Großverdampfer-Serie Hei-VAP Industrial in den Markt eingeführt.

Im März 2022 erfolgte der Verkaufsstart der neu überarbeiteten und verbesserten Magnetrührer-Serien Hei-PLATE Core und Hei-Plate Core+.

Im Geschäftsjahr 2021/22 waren weiterhin erhebliche Aufwendungen erforderlich, um die Produkte weiterzuentwickeln und mit Innovationen dem steigenden Konkurrenzdruck zu begegnen.

3. Lage

Die HI weist eine solide Vermögens- und sichere Finanzlage auf. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen, unter Abzug von Skonto, zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Beschäftigungslage war im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gut.

Investitionen für die Überarbeitung der Produktlinien und Ersatzinvestitionen erfolgten im Geschäftsjahr 2021/22 aus Eigenmitteln.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf:

- Umsatz- und Auftragseingangsentwicklung

- Betriebsergebnis

- Liquidität und

- Branchenentwicklung

Für die interne Unternehmenssteuerung zieht die HI die Kennzahlen Produktivität, Personalkosteneffizienz, Working Capital und Deckungsbeitragsentwicklung heran.

Die Produktivitätskennziffer ist trotz der guten Auftragslage aufgrund der Auswirkungen der Lieferkettenprobleme und der damit verbundenen Reibungsverluste im Produktionsablauf sowie die eingetretenen Materialteuerungen gegenüber dem Vorjahr um 12,1 % gesunken.

Die Personalkosteneffizienz ist gegenüber dem Vorjahr trotz des durchgeführten Personalaufbaus auf gleichem Niveau geblieben.

Das Working Capital konnte um 7,5 % gesenkt werden.

III. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2022/23 wird trotz der bestehenden wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten aufgrund der nach wie vor bestehenden hohen Nachfrage im Pharma- und Life Science-Bereich mit einer Umsatzsteigerung von 8,5 % gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/22 gerechnet.

Zur Sicherung der Wettbewerbsposition waren auch im Geschäftsjahr 2021/22 kontinuierliche Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung des hohen Standes der Produktqualität und den weiteren Ausbau des Kundenservice notwendig. Diese Maßnahmen werden auch im Geschäftsjahr 2022/23 konsequent fortgesetzt.

Das Ergebnis wird im Geschäftsjahr 2022/23 weiterhin durch Aufwendungen für die Weiterentwicklung der Geräteserien und erhöhten Aufwendungen für Vertrieb und Marketing belastet werden.

Im kommenden Geschäftsjahr 2022/23 werden auch weiterhin Investitionen für die Weiterentwicklung und den Ausbau der Produktlinien sowie die Digitalisierung aller Betriebsabläufe getätigt.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Die Umsatz- und Auftragseingangsentwicklung der HI hängt ab von der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland, West- und Ost-Europa, Nordamerika und Asien. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie und Lockdown-Situation in China auf die weltweiten Lieferketten, des Krieges in der Ukraine und der damit verbundenen verschärften Sanktionen gegen Russland, der drastisch steigenden Energiekosten wegen der Unsicherheiten für die Energieversorgung in Deutschland, der steigenden Inflation und der dadurch verursachten Steigerungen von Materialkosten und Löhnen, sowie der Risiken aufgrund der Spannungen um Taiwan ist die weitere Entwicklung mit sehr großen Unsicherheiten behaftet. Bei einer Abschwächung der Konjunktur ergeben sich für die HI Umsatz- und Ertragsrisiken.

Ertragsorientierte Risiken:

- Der Konkurrenzdruck durch Wettbewerber, die in kostengünstigeren ausländischen Standorten produzieren, kann zu Umsatzeinbußen führen.

- Durch die Verschärfung von Sanktionen gegenüber Russland können sich Umsatzeinbußen ergeben.

- Eine zunehmend protektionistische Handelspolitik in China kann zu Umsatzeinbußen führen.

- Spannungen um Taiwan können zu Umsatzeinbußen und Lieferketten-Problemen führen.

- Die Auswirkungen der Corona-Pandemie können noch immer weltweit zu Umsatzeinbußen und Störungen der Supply-Chain sowie der Vertriebsprozesse führen.

- Die Knappheit an Halbleitern und anderen Materialkomponenten kann zu Umsatzeinbußen führen.

- Engpässe bei der Energieversorgung in Deutschland können zu Störungen bei der Materialversorgung und Produktion und damit zu Umsatzeinbußen führen.

- Die Preissteigerungen bei Vormaterialien und Komponenten können zu höheren Materialkosten und damit einer niedrigeren Rohgewinnmarge führen.

- Steigende Energiekosten können zu höheren Produktionskosten und damit einer niedrigeren Rohgewinnmarge führen.

- Eine zunehmende Inflation kann zu steigenden Löhnen führen.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

- Eine Aufwertung des EUR gegenüber USD und CNY kann die Absatzchancen in USA und China verringern.

- Eine Abwertung des EUR gegenüber USD, GBP und CHF kann zur Verteuerung des Materialeinkaufs führen.

- Eine Erhöhung der Zinsen kann zu steigenden Zinsaufwendungen und steigenden Leasing-Raten führen.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend. Es sind keine Engpässe zu erwarten.

2. Chancenbericht

Aufgrund der effizienten Organisation, neuen Produkten sowie ihr weltweites Vertriebsnetz ist die HI auf eine möglicherweise rückläufige Konjunkturentwicklung gut vorbereitet.

Die Gesellschaft hat hervorragende Chancen bei einer positiven Konjunkturentwicklung in Europa, den USA und Asien ihre Marktposition weiter auszubauen.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sieht die HI in einem schwierigeren Wettbewerbsumfeld, den Auswirkungen der Corona-Pandemie, Material- und Energie-Knappheit, politischen Risiken, Wechselkursrisiken, Zinserhöhungsrisiken und Inflation. Vor dem Hintergrund der effizienten Organisation sieht sich die HI für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die HI verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die HI über ein effizientes Debitorenmanagement.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und Kontokorrentlinien bei Banken.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele bezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

 

Kelheim, 24.06.2022

W. Jaenicke

- 000300011 -

Bilanz

Aktiva

31.3.2022
EUR
31.3.2021
EUR
A. Anlagevermögen 421.440,80 347.004,43
I. Finanzanlagen 421.440,80 347.004,43
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 421.440,80 347.004,43
B. Umlaufvermögen 13.254.083,34 13.832.334,39
I. Vorräte 6.186.430,21 5.079.126,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.908.711,09 7.926.567,65
1. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 24.601,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.345.295,02 4.812.394,14
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 100.000,00 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.563.416,07 3.089.572,51
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 450.000,00 0,00
III. Wertpapiere 41.300,96 41.075,00
1. sonstige Wertpapiere 41.300,96 41.075,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 117.641,08 785.564,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 163.795,83 113.873,24
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.839.319,97 14.293.212,06

Passiva

   
31.3.2022
EUR
31.3.2021
EUR
A. Eigenkapital 1.618.931,62 339.476,45
I. Kapitalanteile 1.618.931,62 339.476,45
1. Kapitalanteile der persönlich haftenden Gesellschafter 117.277,61 143.491,70
2. Kapitalanteile der Kommanditisten 1.501.654,01 195.984,75
B. Rückstellungen 2.675.792,24 2.830.718,87
C. Verbindlichkeiten 9.544.596,11 11.123.016,74
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.570.655,39 2.114.926,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 838.235,02 939.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 732.420,37 1.175.926,94
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.561.583,55 6.818.484,51
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.561.583,55 2.950.113,01
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.412.357,17 2.189.605,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.412.357,17 2.189.605,29
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.839.319,97 14.293.212,06

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2021 - 31.3.2022
EUR
1.4.2020 - 31.3.2021
EUR
1. Rohergebnis 20.967.460,71 18.364.196,76
2. Personalaufwand 12.795.043,48 11.234.255,77
a) Löhne und Gehälter 10.858.643,37 9.517.983,80
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.936.400,11 1.716.271,97
davon für Altersversorgung 55.049,04 53.628,22
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.504.673,97 6.497.035,88
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 16.066,54 9.550,20
4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.672,08 9.633,25
davon aus Abzinsung 5.313,48 7.404,97
5. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 914,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.231,05 59.716,85
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 474.870,00 437.183,40
8. Ergebnis nach Steuern 158.314,29 144.724,11
9. sonstige Steuern 5.492,00 4.397,00
Jahresüberschuss 152.822,29 140.327,11

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Heidolph Instruments GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Kelheim und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter HRA 5845 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH & Co. KG gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Nach §§ 264 Abs. 1, 264a HGB ist sie zur Aufstellung eines Anhangs verpflichtet.

Der Jahresabschluss der Heidolph Instruments GmbH & Co. KG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Gesellschaftsvertrags zu beachten. Größenabhängige Erleichterungen bei Erstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Das Geschäftsjahr 2021/22 erstreckt sich vom 01.04.2021 - 31.03.2022.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für großen Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB).

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanz wurde analog § 266 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Ansatz- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand gebildet.

Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Wert am Abschlussstichtag bilanziert.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen erfassen alle noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen, soweit sie passivierungspflichtig sind.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden mit dem maßgeblichen Kurs zum Entstehungstag umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen sind berücksichtigt. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021/22 ergibt sich aus dem folgenden Anlagenspiegel.

2. Anteilsbesitz

Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen Anteile von mehr als 20 % gehalten werden:

Name Sitz Beteiligungsquote Gesellschaftskapital letztes Jahresergebnis
Heidolph NA LLC Chicago (USA) 85 % 3.036.432 EUR 819.373 EUR
Heidolph Instruments Shanghai Ltd. Shanghai (China) 100 % 2.194.987 EUR 764.779 EUR
Heidolph Korea Ltd. Seoul (Korea) 100% 151.363 EUR 77.145 EUR

Die Angaben betreffen das Geschäftsjahr zum 31.03.2022.

3. Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.245 (Vj.: TEUR 4.812).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 25).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr in Höhe von TEUR 550 (Vj.: TEUR 0).

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen - d.h., soweit sie TEUR 50 übersteigen, - aus Tantiemen (TEUR 359), Gewährleistungen (TEUR 516), rückständigen Urlaub (TEUR 277), Gleitzeitguthaben (TEUR 221), Boni (TEUR 240) und Provisionen (TEUR 76) zusammen.

Die zur Absicherung der Altersteilzeitverpflichtungen verpfändeten Guthaben aus der Rückdeckungsversicherung mit Anschaffungskosten von T€ 120 und einem beizulegenden Zeitwert von T€ 120 wurden mit dem Erfüllungsbetrag der vorhandenen Rückstellung für Altersteilzeit gemäß §246 Abs. 3 Satz 2 HGB verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T€ 167.

Aus Vereinfachungsgründen wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, für die Abzinsung einen durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre mit einer Laufzeit von 15 Jahren zu unterstellen. Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß versicherungsmathematischen Gutachten.

5. Verbindlichkeiten

TEUR Gesamt TEUR < 1 Jahr TEUR 1-5 Jahre TEUR > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.570 838 732 0
(Vorjahr) (2.115) (940) (1.175) 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.271 805 0 0
(Vorjahr) (952) (952) 0 0
Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter 5.562 0 5.562 0
(Vorjahr) (6.818) (2.950) (3.868) 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.141 1.141 0 0
(Vorjahr) (1.238) (1.238) 0 0
Summe 9.544 3.250 6.294 0
Summe Vorjahr (11.123) (6.080) (5.043) 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte an den Betriebsgrundstücken der Hans Heidolph GmbH sowie durch Sicherungsübereignungen von Warenbeständen der Gesellschaft besichert.

Der Gesamtbetrag der grundpfandrechtlich besicherten Verbindlichkeiten beläuft sich auf 3.888,8 T€.

6. Haftungsverhältnisse

Es besteht eine (gesamtschuldnerische) Mithaftung zu Gunsten der Firma Heidolph North America LLC mit 3.500.000 USD. Mit der Inanspruchnahme wird aufgrund derzeitiger eingeschätzter Bonität nicht gerechnet.

Zum Abschlussstichtag bestand weiterhin eine (gesamtschuldnerische) Mithaftung für Bankverbindlichkeiten der Hans Heidolph GmbH in Höhe von TEUR 1.967.

7. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen betreffen Miet-, Pacht- und Leasingverträge. Im Berichtsjahr beliefen sich diese Aufwendungen auf TEUR 3.950.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus staatlichen Gegenmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Höhe von 0,0 TEuro (Vj.: 50,0 TEuro) enthalten.

Die Fremdwährungsgewinne betragen TEUR 7 (Vj. TEUR 4), die Fremdwährungsverluste belaufen sich auf TEUR 16 (Vj. TEUR 11).

VI. Sonstige Angaben

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Heidolph Instruments Verwaltungs GmbH mit Sitz in Kelheim und einem gezeichneten Kapital von EUR 35.000,00.

Deren einzeln vertretungsberechtigter Geschäftsführer war im Berichtsjahr Herr Wolfgang Jaenicke (Dipl. Wirtsch.-Ingenieur).

Die im Handelsregister eingetragene Haftsumme der Kommanditisten von DM 630.000,00 (= EUR 322.113,89) ist in voller Höhe an die Gesellschaft geleistet.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2021/22 2020/21
Arbeiter 62 59
Angestellte 120 116
Mitarbeiter Gesamt 182 175

 

Kelheim, den 24.06.2022

Heidolph Instruments GmbH & Co. KG
die Heidolph Instruments Verwaltungs GmbH

vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin

diese vertreten durch ihren Geschäftsführer

Wolfgang Jaenicke

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.04.2021
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Anlagevermögen        
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 347.004,43 74.436,37 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 347.004,43 74.436,37 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 347.004,43 74.436,37 0,00 0,00
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.03.2022
Euro
Anlagevermögen    
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 421.440,80
Summe Finanzanlagen 0,00 421.440,80
Summe Anlagevermögen 0,00 421.440,80
kumulierte Abschreibungen 01.04.2021
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.03.2022
Euro
Anlagevermögen            
Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.03.2022
Euro
Buchwert 31.03.2021
Euro
Anlagevermögen      
Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 421.440,80 347.004,43
Summe Finanzanlagen 0,00 421.440,80 347.004,43
Summe Anlagevermögen 0,00 421.440,80 347.004,43

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.01.2023 festgestellt.

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteil:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Heidolph Instruments GmbH & Co. KG

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Heidolph Instruments GmbH & Co. KG, Kelheim - bestehend aus der Bilanz zum 31.03.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heidolph Instruments GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.03.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern da gestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

 

Regensburg, 28. November 2022

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Thomas Zeilhofer, Wirtschaftsprüfer

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