Freudenberg Rückversicherung AG

Höhnerweg 4, 69469 Weinheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 433058
Eingetragen
7.3.2002
Branche
RückversicherungenTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklernTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Gegenstand
Der Betrieb von Rückversicherungen, insbesondere in den Bereichen Sach-All-Risk (z.B. Feuer einschließlich Feuerbetriebsunterbrechung), Elektronik, Maschinen und Maschinenbetriebsunterbrechung sowie Transport, ausgenommen Lebensversicherung und Krankenversicherung, vornehmlich durch die Versicherung von Risiken aus dem Bereich der Freudenberg Unternehmensgruppe und ihrer unmittelbaren und mittelbaren Konzernund Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Kahl
seit 3.7.2025
Vorstandsmitglied
Sandy Niederhausen
seit 16.5.2024
Prokura
Johann Christian Böhm
seit 19.10.2012
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Freudenberg Rückversicherung AG

Weinheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

1. BERICHT DES VORSTANDS - LAGEBERICHT 2023

2. JAHRESABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2023

A. BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

B. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

3. ANHANG

A. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

C. SONSTIGE ANGABEN

4. AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

5. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

6. BERICHT DES AUFSICHTSRATS

1. Bericht des Vorstands - Lagebericht 2023

Geschäftsverlauf 2023

2023 war für die Freudenberg Rückversicherung AG (FRVAG) wieder ein herausforderndes Geschäftsjahr. Die FRVAG hatte das internationale Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungsprogramm des Freudenberg-Konzerns in Rückdeckung genommen. Weitere Versicherungszweige wurden 2023 nicht gezeichnet. Es gab kleinere Akquisitionen im Freudenberg-Konzern, steigende Assetvolumina sowie eine Prämienerhöhung aufgrund der hohen Vorjahresschäden, was zu einem Anstieg der Bruttobeiträge von TEURO 8.117 (Vorjahr) auf TEURO 9.835 führte. Das Geschäft der FRVAG besteht im Wesentlichen aus Bestandsgeschäft. Es werden ausnahmslos Freudenberg- Konzerngesellschaften rückversichert. Aufgrund dieses begrenzten Geschäftsumfangs und der Tatsache, dass aus dem Freudenberg-Konzern keine Geschäftsentwicklungsrisiken in 2023 aufgetreten sind, waren, auch inflationsbedingt, keine existenzgefährdenden Auswirkungen auf die FRVAG im Geschäftsjahr 2023 zu verzeichnen.

Im Geschäftsjahr 2023 ereigneten sich mehrere Schäden (davon ein Großschaden durch Überschwemmung in Slowenien). Der Schadenaufwand (netto) bewegt sich mit TEURO 7.263 jedoch unter dem Wert des Vorjahres von TEURO 10.287.

Vor Schwankungsrückstellung beläuft sich das versicherungstechnische Nettoergebnis auf TEURO 1.515 (Vorjahr TEURO - 3.023).

In Anbetracht des Schadenverlaufs 2023 und der weiterhin durchgängigen Trennung der Sparten Sach und Betriebsunterbrechung erfolgte eine Zuführung in die Schwankungsrückstellung in Höhe von TEURO 641 für die Sparte Feuer Industrie (Vorjahr: Zuführung TEURO 441) sowie erstmalig eine Zuführung in Höhe von TEURO 185 für die Sparte Betriebsunterbrechung (Vorjahr: TEURO 0).

Durch den Anstieg der Marktzinsen konnte das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen auf TEURO 531 (Vorjahr: TEURO - 49) verbessert werden. Das sonstige Ergebnis verbesserte sich auf TEURO -160 (Vorjahr: TEURO - 477) im Wesentlichen durch den Anstieg der Zinserträge aus dem Cashpool.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit weist 2023 einen Gewinn von TEURO 1.060 aus (im Vorjahr wurde ein Verlust in Höhe von TEURO 3.990 ausgewiesen).

Mitarbeiter

Die FRVAG beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Der Geschäftsbetrieb erfolgt im Wege der Ausgliederung durch die Freudenberg Versicherungsservice GmbH (FVS). Auch für weitere Dienstleistungen werden die Ressourcen innerhalb des Freudenberg-Konzerns genutzt. Entsprechende Dienstleistungsverträge mit Weisungs- und Kontrollrechten sind geschlossen.

Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagen wurden im Laufe des Jahres unter Berücksichtigung der besonderen Geschäftstätigkeit der FRVAG entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorgaben zur Mischung und Streuung angelegt. Der Bestand der Kapitalanlagen beläuft sich weiterhin auf TEURO 20.000. Der Sicherheit des Kapitalanlagebestands wird weiterhin allerhöchste Priorität eingeräumt, ebenso wurde bei Neuanlagen auf ein entsprechendes ESG-Rating geachtet. Die bestehenden Intercompany- Darlehen konnten verlängert werden, sowohl bei der Deutschen Bank als auch bei der LBBW wurde je eine Festgeldanlage platziert, die beide über das Jahr 2023 hinaus laufen bei positiver Verzinsung. Die Entwicklung der Geldmarktanlagen wird weiterhin laufend beobachtet auch im Hinblick auf Ersatzanlagemöglichkeiten.

Risiko-Management

Die FRVAG ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der FVS und gehört damit zu 100 % zum Freudenberg-Konzern. Das Risiko-Management der FRVAG ist in die Risiko-Management- Organisation des Freudenberg-Konzerns integriert und intern um die zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Anforderungen erweitert.

Die Risiken, denen FRVAG ausgesetzt ist, sind in folgende Beobachtungsbereiche unterteilt:

Versicherungstechnische Risiken Konzentrationsrisiken
Marktpreisrisiken Strategische Risiken
Kreditrisiken Reputationsrisiken
Liquiditätsrisiken Operationelle Risiken

Die FRVAG beachtet die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo) und die Vorschriften von Solvency II. Die Verantwortung der Risikoerfassung und -bewertung und der daraus resultierenden Maßnahmen oblag unverändert dem zuständigen Verantwortlichen des jeweiligen Beobachtungsbereichs.

Die Wesentlichkeit der Risiken wird nach Schadenhöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit klassifiziert. Wesentliche Risiken der FRVAG werden umfassend katalogisiert. Darüber hinaus erfolgt die Einstufung der Wesentlichkeit auf Ebene des Freudenberg-Konzerns. Der Risikokatalog wird regelmäßig überprüft und an die aktuelle Risikolage angepasst.

Das für die FRVAG wesentlichste Risiko liegt in der Versicherungstechnik und kann darin begründet sein, dass verdiente Beiträge / Schadenrückstellungen nicht ausreichen, um zukünftige Schäden auszugleichen. Das Risiko wird vertraglich auf ein angemessenes Maß begrenzt. Die FRVAG zeichnet nur Risiken des Freudenberg-Konzerns und profitiert durch diese Nähe sowohl hinsichtlich der Risikobewertung als auch vom aktiven Risikomanagement des Konzerns. Auch kamen verstärkt Online-Hilfsmittel zum Einsatz, die eine Fortführung der Risikobewertungen und des Risikomanagements auch in der Corona-Krise zuverlässig ermöglichten.

Als wesentlich ist zudem das Kreditrisiko (auch Ausfallrisiko genannt) der FRVAG einzustufen. Um diesem Risiko zu begegnen, stehen bei der Gesellschaft unverändert die Ziele Sicherheit und Liquidität vor Rentabilität. Bei Finanzinvestitionen wählt die FRVAG nach den Vorgaben der Gesetze und des Freudenberg-Konzerns in Kooperation mit Corporate Treasury and Finance der Freudenberg & Co. KG mit größter kaufmännischer Sorgfalt und im Einklang mit den Kapitalanlage-Leitlinien aus.

Die turnusmäßige Risikoüberwachung und -steuerung stellt sicher, dass die adäquate Kapitalausstattung der Gesellschaft jederzeit gewährleistet ist. Kapitalanforderungen nach Solvency II werden auf freiwilliger Basis zur Vorabeinschätzung der regulatorischen Kapitalanforderungen regelmäßig berechnet. Ausgehend von der daraus resultierenden Risikoauslastung werden geeignete Maßnahmen abgeleitet, um Kapitalerfordernisse und Risikotragfähigkeit aufeinander abzustimmen. In 2023 erfolgte aufgrund der Schadenentwicklung und zur Stärkung der Risikotragfähigkeit der FRVAG erneut keine Dividendenausschüttung an die Muttergesellschaft FVS, Weinheim.

Unternehmensverbindungen

Die FRVAG ist ein Unternehmen, das zu 100 % von der FVS gehalten wird. In diesem Zusammenhang hat der Vorstand der FRVAG gemäß § 312 AktG einen Bericht erstellt, der mit folgender Erklärung schließt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor."

Ausblick

Ein Schwerpunkt 2024 wird, wie auch im vergangenen Jahr, das vorgeschriebene Berichtswesen nach Solvency II sein. Der "Solvency and Financial Condition Report" (SFCR) sowie der "Regular Supervisory Report" (RSR) sind in 2024 wieder zu erstellen. Die FRVAG wird sich dabei weiterhin auch externer Unterstützung bedienen, um sowohl den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, als auch die von der Versicherungsaufsicht verlangten Anforderungen zu erfüllen.

Auch in Zukunft steht das Management der Risiken durch Feuer, Naturgefahren und Betriebsunterbrechungen bei den Risikomanagementaktivitäten der Konzernfunktion Corporate Insurance, die aus FVS und FRVAG besteht, im Vordergrund. Der Fokus liegt hierbei weiterhin auf Präventiv- und Risikomanagementmaßnahmen in Zusammenarbeit mit den Teilkonzernen des Freudenberg- Konzerns. Trotz der Inflation wird auch im kommenden Jahr weder bestands- och schadenseitig mit gravierenden Schwankungen in der Versicherungstechnik gerechnet, die existenzielle Auswirkungen auf die Finanzlage und die Bedeckung des SCR der FRVAG hätten. FRVAG sieht sich aufgrund seiner stabilen Kapitaldecke für die Bewältigung der Herausforderungen in den kommenden Perioden gut gerüstet.

2024 steigen die Beitragseinnahmen der FRVAG aufgrund einer Prämienerhöhung sowie aufgrund moderater Asset-Volumina-Zuwächse bei den Freudenberg-Teilkonzernen. Die oben genannten Maßnahmen in Risikomanagement und Schadenprävention haben einen maßgeblichen Anteil an der insgesamt gesehen immer noch positiv verlaufenden Entwicklung der letzten Geschäftsjahre. Die FRVAG geht weiterhin von einer moderat positiven Geschäftsentwicklung aus. Für 2024 wird jedoch mit einer angepassten Schadenquote von 80 % (Vorjahr 70 %) geplant. Ergebnisbelastende Einflüsse aufgrund des stark schwankenden Schadenverlaufs - auch aufgrund von Naturereignissen - wie in den letzten drei Jahren, sind nicht auszuschließen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde auf eine Dividendenausschüttung verzichtet, für das Geschäftsjahr 2024 wird wieder die Möglichkeit einer Dividendenausschüttung an die Muttergesellschaft FVS geprüft werden.

 

Weinheim, den 07.02.2024

Der Vorstand

2. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

a. Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro
A. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen aus solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
0,00 0,00
B. KAPITALANLAGEN
I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Einlagen bei Kreditinstituten 10.000.000,00 10.000.000,00
20.000.000,00 20.000.000,00
C. FORDERUNGEN
I. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 12.446,07 7.810,92
II. Sonstige Forderungen 18.655.474,94 13.625.293,44
18.667.921,01 13.633.104,36
D. SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 947,33 682,50
947,33 682,50
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 252.444,44 0,00
252.444,44 0,00
Summe der Aktiva 38.921.312,78 33.633.786,86

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 4.070.392,26 4.070.392,26
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 100.000,00 100.000,00
2. andere Gewinnrücklagen 4.063.111,27 4.163.111,27 4.063.111,27 4.163.111,27
IV. Gewinnvortrag 95.814,33 4.086.682,84
V. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 1.475.531,95 -3.990.868,51
10.804.849,81 9.329.317,86
B. VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN
I. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 9.040.500,00 6.132.993,00
II. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 18.950.299,55 18.123.911,00
27.990.799,55 24.256.904,00
C. ANDERE RÜCKSTELLUNGEN
I. Steuerrückstellungen 76.075,92 0,00
II. Sonstige Rückstellungen 48.150,00 46.300,00
124.225,92 46.300,00
D. ANDERE VERBINDLICHKEITEN
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
II. Sonstige Verbindlichkeiten 1.437,50 1.265,00
(davon aus Steuern € 0 (Vj. € 0)) 1.437,50 1.265,00
Summe der Passiva 38.921.312,78 33.633.786,86

b. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

Freudenberg Rückversicherung AG, Weinheim

2023 2022
Euro Euro Euro Euro
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 9.835.217,13 8.116.769,39
2. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle -4.355.906,97 -12.008.771,03
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -2.907.507,00 1.722.224,00
-7.263.413,97 -10.286.547,03
3. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung -1.056.672,38 -853.288,48
4. Zwischensumme 1.515.130,78 -3.023.066,12
5. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen -826.388,55 -440.728,00
6. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 688.742,23 -3.463.794,12
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 566.093,32 15.865,02
davon aus verbundenen Unternehmen 313.648,88 Euro (i.Vj. 15.865,02 Euro)
566.093,32 15.865,02
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen -35.041,67 -64.915,16
-35.041,67 -64.915,16
3. Sonstige Erträge 428.359,41 52.320,12
4. Sonstige Aufwendungen -588.541,66 -528.994,07
-160.182,25 -476.673,95
5. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.059.611,63 -3.989.518,21
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 415.920,32 -1.350,30
7. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 1.475.531,95 -3.990.868,51

3. Anhang

Allgemeines

Gegenstand der Freudenberg Rückversicherung AG mit Sitz in 69469 Weinheim, Amtsgericht Mannheim mit HRB Nummer 433058, ist der Betrieb des Rückversicherungsgeschäfts, mit Ausnahme von Lebens- und Krankenversicherungen, vornehmlich aus dem Bereich des Freudenberg-Konzerns und seiner unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der Freudenberg Rückversicherung AG, Weinheim, für das Geschäftsjahr ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften, den Vorschriften nach der Rechnungslegung von Aktiengesellschaften sowie nach der Verordnung über Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) in der jeweils aktuellen Fassung aufgestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zum Nennwert bilanziert.

Einlagen bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft und die sonstigen Forderungen werden zum Nennwert bilanziert.

Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert ausgewiesen.

Vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs.1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht und aktive latente Steuern werden nicht angesetzt.

Bei den versicherungstechnischen Rückstellungen werden die Bestimmungen der §§ 341e, 341g und 341h HGB angewandt.

Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle bemessen sich grundsätzlich nach den Aufgaben der Zedenten. Rückstellungen für noch nicht gemeldete, bereits eingetretene Schäden (IBNR-Reserven) werden pauschal anhand der Erfahrungen aus der Vergangenheit gebildet.

Die Schwankungsrückstellung wurde auf der Grundlage von § 341h HGB in Verbindung mit § 29 RechVersV nach der Anlage zu § 29 RechVersV ermittelt. Ab dem Geschäftsjahr 2017 wurden die Sparten Sach und Betriebsunterbrechung durchgängig getrennt dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen entsprechen der Höhe nach dem nach sorgfältiger kaufmännischer Beurteilung voraussichtlichen Erfüllungsbetrags.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Währungsumrechnung

Aus den Versicherungsverträgen resultierende Beitragsforderungen in Fremdwährung werden gemäß Vereinbarung mit den Zedenten zu den Abrechnungsstichtagen bewertet. Die Umrechnung von Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in fremder Währung erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

a. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Entwicklung der Aktivposten A und B im Geschäftsjahr 2023

Aktivposten Bilanzwerte Vorjahr Zugänge Umbuchungen Abgänge Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte Geschäftsjahr
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
A I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen aus solchen Rechten und Werten 0 0 0 0 0 0 0
1. Summe A 0 0 0 0 0 0 0
B I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 10.000 0 0 0 0 0 10.000
2. Summe B I. 10.000 0 0 0 0 0 10.000
B II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Einlagen bei Kreditinstituten 10.000 10.000 0 10.000 0 0 10.000
3. Summe B II. 10.000 10.000 0 10.000 0 0 10.000
Insgesamt 20.000 10.000 0 10.000 0 0 20.000

Kapitalanlagen

Alle Kapitalanlagen werden aufgrund ihrer Art nach dem gemilderten Niederstwertprinzip gemäß § 341b Abs. 1 HGB bewertet.

Der Zeitwert der Kapitalanlagen beträgt zum Bilanzstichtag TEURO 20.000. Die Ermittlung des Zeitwertes richtete sich grundsätzlich nach Marktkursen bzw. Rücknahmepreisen zum Bilanzstichtag.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen konzerninterne Darlehen. Unter den Einlagen bei Kreditinstituten werden zwei Festgeldanlagen ausgewiesen.

Sonstige Forderungen

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus dem Cash Pool-Guthaben.

Rechnungsabgrenzungsposten

Noch nicht fällige Zinserträge werden entsprechend den gesetzlichen Regelungen abgegrenzt und mit ihren Nominalbeträgen angesetzt.

Passiva

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 100.000 Namensaktien im Nennwert von je EURO 10,00.

Die Gewinnrücklagen enthalten andere Gewinnrücklagen und die gemäß § 150 AktG gebildete gesetzliche Rücklage.

Der Bilanzgewinn erhöht sich durch das Ergebnis aus 2023 um TEURO 1.476.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus Kosten für Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten für Dienstleistungen. Die Restlaufzeiten betragen weniger als 1 Jahr.

b. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Versicherungstechnische Rechnung

Die gebuchten Bruttobeiträge resultieren vollständig aus dem in Rückdeckung übernommenen Feuer- und Sachversicherungsgeschäft.

Unter den Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung wird im Geschäftsjahr ein Aufwand von TEURO 7.263 ausgewiesen, im Vorjahr ergab sich ein Aufwand von TEURO 10.287.

Aufgrund des Schadenverlaufs führte die Berechnung der Schwankungsrückstellung zu einer Zuführung in Höhe von TEURO 641 in die Sparte Feuer Industrie sowie in Höhe von TEURO 185 in die Sparte Betriebsunterbrechung, d.h. insgesamt von TEURO 826.

Nichtversicherungstechnische Rechnung

Die Erträge aus Kapitalanlagen resultieren aus den Zinserträgen der Festgeldanlagen sowie den Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

Die sonstigen Erträge resultieren überwiegend aus Zinserträgen aus dem Cashpool.

Die sonstigen Aufwendungen betreffen hauptsächlich Kosten für die Ausgliederung, Kosten, die das Unternehmen als Ganzes betreffen sowie Kosten für Prüfung und Beratung.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen das laufende Jahr und Vorjahre. Aus dem Verlustrücktrag für den Verlust aus dem Jahr 2022 entstanden für Vorjahre Erträge aus Steuern von TEURO 502.

C. Sonstige Angaben

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist Konzernunternehmen i.S. des § 271 Abs. 2 HGB der Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft, Weinheim (Konzernobergesellschaft), eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim.

Die Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft erstellt nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) einen Konzernabschluss. Der Jahresabschluss der Freudenberg Rückversicherung AG ist in den Konzernabschluss der Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft einbezogen. Der Konzernabschluss der Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft wird zum Zwecke der Offenlegung beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

Das Grundkapital wird alleinig von der Freudenberg Versicherungsservice GmbH, Weinheim, gehalten.

Verwaltungsorgane

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind auf Seite 12 angegeben. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats sind im Geschäftsjahr Gesamtbezüge von TEURO 18 gewährt worden. Die Mitglieder des Vorstands erhielten von der Gesellschaft für Ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 keine separaten Bezüge.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter.

Honorare des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr beträgt TEURO 27.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt TEURO 56. Dabei handelt es sich um einen Dienstleistungsvertrag für die Übernahme der Buchhaltungsleistungen durch das Shared Service Center der Freudenberg Business Services KG, Weinheim sowie den Ausgliederungsvertrag mit Freudenberg & Co. KG für die interne Revisionsfunktion.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern in Höhe von TEURO 992 entstanden durch Differenzen bei der steuerlichen Bewertung der Schadenrückstellungen gemäß § 20 II KStG. Die Bewertung erfolgte mit dem Steuersatz 29,125%. Vom Aktivierungswahlrecht wurde kein Gebrauch gemacht.

Nachtragsbericht

Nach dem Abschlussstichtag gab es keine bedeutenden Ereignisse.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Weinheim, den 07.02.2024

Der Vorstand

4. Aufsichtsrat und Vorstand

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats sind:

 

Dr. Dankwart von Schultzendorff, Hamburg (Vorsitzender)

 

Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmens- und Personalberatung Burkhard Vesper und Dr. Dankwart von Schultzendorff GbR

 

Reinhard Maier, Freudental (Stellvertretender Vorsitzender)

 

Consulting Partner der PRS Prime Re Services AG

 

Dr. Jan Haaß, Laudenbach

 

Global Head of Corporate Controlling & Accounting Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft

Vorstand

Mitglieder des Vorstands sind:

 

Christian Böhm, Mannheim (Vorsitzender)

 

Stefanie Gracklauer-Saad, Offenbach/Main

5. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Freudenberg Rückversicherung AG, Weinheim

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Freudenberg Rückversicherung AG; Weinheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Freudenberg Rückversicherung AG, Weinheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

Versicherungstechnische Rückstellungen

Zugehörige Informationen im Abschluss

Im Anhang der Gesellschaft werden im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wiedergegeben.

Sachverhalt und Risiko für die Prüfung

Im Jahresabschluss weist die Gesellschaft versicherungstechnische Rückstellungen in Höhe von T€ 27.991 (71,9 % der Bilanzsumme) aus. Hieraus ergibt sich ein erheblicher Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle setzt sich aus den zwei Teilrückstellungen für bekannte Versicherungsfälle sowie für unbekannte Versicherungsfälle zusammen. Bei den in den beiden Teilrückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen handelt es sich um zu schätzende Werte, deren Schätzung in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft liegt. Die bei der Ermittlung dieser Schätzungen angewendeten Verfahren, Annahmen und Parameter basieren sowohl auf vergangenen als auch auf künftig erwarteten Entwicklungen und beinhalten Ermessensentscheidungen und Unsicherheiten der gesetzlichen Vertreter bei der Bewertung von bekannten sowie bereits eingetretenen, aber erst in der Zukunft bekanntwerdenden Ereignissen. Bei geschätzten Werten besteht deshalb a priori ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung.

Für die Ermittlung der Rückstellung der noch nicht abgewickelten Versicherungsfälle sowie für die Berechnung der Schwankungsrückstellung ist die Vollständigkeit und Richtigkeit der verwendeten Daten von hoher Bedeutung. Dabei ist sowohl die vollständige Erfassung aller gemeldeten Schäden und Reserven als auch die Aktualität der vom Erstversicherer notwendigen Schadeneinschätzungen besonders wichtig. Unvollständige oder fehlerhafte Ausgangsdaten können einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der versicherungstechnischen Rückstellungen haben.

Bei der Ermittlung der Schwankungsrückstellung wurde auf Grund der Datenlage eine durchgängige Trennung der Sparten Sach und Betriebsunterbrechung vorgenommen.

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben uns von der Angemessenheit der verwendeten Bewertungsverfahren und der zugehörigen Annahmen unter Berücksichtigung der historischen Daten der Gesellschaft und aktueller Entwicklungen überzeugt.

In Teilbereichen haben wir die Angemessenheit der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle mit eigenen Berechnungen verifiziert.

Wir haben die Richtigkeit und Vollständigkeit der Datengrundlage für die aktuariellen Analysen geprüft und den Wertansatz der Schwankungsrückstellung durch eigene Berechnungen verifiziert.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Methoden und Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht zur sachgerechten Ermittlung und Bilanzierung der versicherungstechnischen Rückstellungen insgesamt geeignet.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats im Geschäftsbericht verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen, für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine

wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

ÜBRIGE ANGABEN GEMÄß ARTIKEL 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 28. Februar 2023 als Jahresabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 28. Februar 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der Freudenberg Rückversicherung AG, Weinheim, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Christoph Höpken.

 

Köln, den 14. Februar 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Thomas Varain, Wirtschaftsprüfer

Christoph Höpken, Wirtschaftsprüfer

6. Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2023 der Freudenberg Rückversicherung AG die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und sich regelmäßig über den Geschäftsverlauf sowie über bedeutende Geschäftsvorfälle informiert und die Geschäftsführung des Vorstands überwacht. Mit Protokollen und in Gesprächen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand über die wirtschaftliche Lage, den Geschäftsverlauf, wichtige unternehmenspolitische Maßnahmen und die beabsichtigte Geschäftspolitik ausführlich informiert.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28.02.2023 wurde Mazars GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Gustav-Heinemann-Ufer 72 in 50968 Köln zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 bestimmt.

Den vom Vorstand aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen haben wir geprüft. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen gegen diesen Bericht erhoben und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns dem Urteil der Abschlussprüfer angeschlossen. Dem Lagebericht und insbesondere den dort getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmen wir zu. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 28.02.2024 haben wir den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt; er ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Mit dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sind wir einverstanden.

 

Weinheim, den 28.02.2024

Der Aufsichtsrat:

Dr. Dankwart von Schultzendorff, Vorsitzender

Reinhard Maier

Dr. Jan Haaß

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