Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 53202
Vorher
AF Auni GmbH
Eingetragen
9.1.2006
Branche
Großhandel mit TextilienEinzelhandel mit TelekommunikationsgerätenWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die Telekommunikation
Gegenstand
die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Telekommunikation und des Marketings sowie der Groß- und Einzelhandel, insbesondere mit Textilien

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michal Kutzendörfer
seit 29.7.2025
Geschäftsführer
Emil Kovac
seit 26.2.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Apelby Global a.s.CZE
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Apelby Global a.s.
Czech Republic
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Apelby GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 156.770,00 344.890,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,00 1,00
156.771,00 344.891,00
B Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.634.211,85 4.062.142,25
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.013.000,00 2.627.978,05
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.711.621,00 0,00
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.272.425,74 1.649.900,85
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 25.534,31 (EUR 30.339,68)
7.631.258,59 8.340.021,15
II. Guthaben bei Kreditinstituten 7.27.989,42 672.839,35
C Rechnungsabgrenzungsposten 21.724,79 4.353,86
8.537.743,80 9.362.105,36

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.268.637,01 1.220.251,60
III. Jahresüberschuss 35.014,07 48.385,41
1.328.651,08 1.239.637,01
B Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 7.644,86 0,00
2. sonstige Rückstellungen 77.601,40 83.675,61
85.246,26 83.675,61
C Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.491.103,08 6.403.831,38
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 6.491.103,08 (EUR 6.403.831,38)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 235.000,00 814.286,80
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 235.000,00 (EUR 814.286,80)
3. sonstige Verbindlichkeiten 397.743,38 766.674,56
- davon aus Steuern EUR 335.382,01 (EUR 701.181,39)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.828,00 (EUR 3.070,28)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 397.743,38 (EUR 766.647,56)
7.123.846,46 7.984.792,74
8.537.743,80 9.362.105,36

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 91.614.732,66 107.636.626,19
2. sonstige betriebliche Erträge 1.276.353,56 3.273.450,45
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 1.113.590,11 (EUR 3.191.292,93)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 88.268.414,69 104.838.178,19
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 226.260,53 200.314,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 15.880,18 22.202,06
222.516,08 222.516,08
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 188.120,00 438.373,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.158.664,12 5.363.449,87
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.071.476,76 (EUR 3.327.177,58)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.712,00 23.161,59
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 19.444,63 22.335,68
9. Ergebnis nach Steuern 35.014,07 48.385,41
10. Jahresüberschuss 35.014,07 48.385,41

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne der § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Der Abschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Die Berichtsperiode der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

2. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Registernummer HRB 53202 eingetragen. Alleiniges Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Apelby Holding a.s., Tschechien.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen, diese betragen bei den immateriellen Vermögensgegenständen 3 bis 5 Jahre.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für identifizierte Ausfallrisiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet und für das allgemeine Ausfallrisiko werden Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Bei den Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte der Ansatz zum Nennwert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Davon-Vermerke in der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen sowohl die nicht als auch die realisierten Währungskursdifferenzen.

4. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 2.013 (Vj. TEUR 2.013) dem Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 615) den sonstigen Vermögensgegenständen zuzuordnen.

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin sind vollumfänglich dem Liefer- und Leistungsverkehr zuzuordnen. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind - wie im Vorjahr - sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögengegenstände enthalten Forderungen gegen die Mitglieder und ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung Herrn Michal Kutzendörfer in Höhe von TEUR 219 (Vorjahr: TEUR 214) und Emil Kovac in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 43).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen vollständig gegenüber Gesellschaftern und sind dem Liefer- und Leistungsverkehr zuzuordnen.

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Betrag
EUR
aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 20.000,00 EUR
davon gegenüber verbundenen Personen 20.000,00 EUR

Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingestuft, da es sich um Bürgschaften für den Gesellschafter des Konzerns zu dem Zwecke der Sicherstellung der Handlungsfähigkeit des ausländischen Gesellschafters in Deutschland und der Gesellschafter auskunftsgemäß über ausreichende liquide Mittel verfügt.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres war im Unternehmen eine Angestellte in Vollzeit beschäftigt.

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:

Herr Jan Dubsky, Prag, Tschechien, kaufmännischer Geschäftsführer

Herr Emil Kovac, Prag, Tschechien, Vertriebs-Geschäftsführer

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Apelby Holding a.s., Prag, Tschechien. Die Apelby GmbH wurde in den Konzernabschluss der Apelby Holding a.s., Prag, Tschechien, einbezogen.

Die Apelby Holding a.s., Prag, Tschechien, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf.

Die Casmeus a.s., Prag, Tschechien, stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf.

Der offengelegte Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der Apelby Holding a.s., Prag, Tschechien, erhältlich.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Gesellschaftersammlung wird vorgeschlagen, den Gewinnvortrag von EUR 1.220.251,60 und das Jahresergebnis von EUR 48.385,41 auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es wurden keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag identifiziert, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Geschäftsjahres auswirken.

 

Düsseldorf, den 7. Juni 2024

Emil Kovac

Jan Dubsky

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Historische Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Anlagevermögen Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.905.489,00 0,00 0,00 0,00 2.905.489,00
II. Sachanlagen
I. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.190,41 0,00 0,00 0,00 1.190,41
2.906.679,41 0,00 0,00 0,00 2.906.679,41
Kumulierte Abschreibungen
Anlagevermögen 01.01.2023 Zuführungen Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.560.599,00 188.120,00 0,00 2.748.719,00
II. Sachanlagen
I. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.189,41 0,00 0,00 1.189,41
2.561.788,41 188.120,00 0,00 2.749.908,41
Buchwerte
Anlagevermögen Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 156.770,00 344.890,00
II. Sachanlagen
I. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,00 1,00
156.771,00 344.891,00

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell und Sitz der Gesellschaft

Die Apelby GmbH mit Sitz in Düsseldorf ist ein konzerngebundenes Unternehmen, an deren Spitze die tschechische Casmeus a.s. steht.

Apelby ist ein globaler ICT-Anbieter für eine breite Palette von Telekommunikationsdienstleistungen, einschließlich Carrier-to-Carrier-Sprach-, Daten-, Messaging-, Outsourcing-Services für Privatkunden, Technologie- und ICT-Lösungen.

Produkte

Internationale Sprachverkehrsdienste

Apelby bietet zuverlässige und qualitativ hochwertige Sprachterminierungs- und Transitdienste, um die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen, und ist die richtige Wahl für einen wettbewerbsfähigen Sprachterminierungs- und Transitpartner. Die internationale Terminierung wird durch direkte Verbindungen zu führenden internationalen Carriern weltweit angeboten. Sprachdienste werden über qualitativ hochwertige Premium- oder Großhandelsservices angeboten. Apelby verfügt über vier internationale Points of Presence: in Frankfurt, Hongkong, London und Prag.

Outsourcing-Dienstleistungen für Privatkunden

Apelby bietet ein Full-Service-Angebot für Retail-Carrier einschließlich Routing, Billing, technischen Support und Vertrieb. Durch unsere Outsourcing-Dienstleistungen übernehmen wir die teilweise oder vollständige Verantwortung für von den Kunden definierte Bereiche. In der ersten Phase werden die Bereiche analysiert, die vom Kunden ausgelagert werden sollen. Anschließend wird ein Zielmodell entworfen, das dann dem Kunden zur Verfügung gestellt wird. In der letzten Phase werden wir die Qualität kontinuierlich bewerten und weitere Verbesserungen vorschlagen.

Technologiedienstleistungen (NOC/Support/Interconnect Services)

NOC Services umfassen hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, die tägliche Überwachung und Kontrolle, Fehlerbehebung, professionelle IP- und TDM-Hilfe, Switching, Netzwerkarchitektur usw.

Unsere Supportleistungen bestehen aus Trouble Ticketing, Testing und Qualitätsüberwachung auf Basis der Kundenanforderungen.

Interconnect Services umfassen sowohl IP- als auch TDM-Verbindungen.

Betrugs- und Marktschutzdienste (Fraud and market protection services)

Apelby Voice Services bieten Marktschutz, was heutzutage äußerst wichtig ist, wenn es verschiedene Probleme gibt, die den Umsatz verringern oder die Servicequalität für Endbenutzer verringern.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung für die deutsche Apelby GmbH wird weitestgehend zentral durch die Apelby a.s./Tschechien betrieben.

In 2024 werden im Bereich der zentralen Forschung und Entwicklung Schlüsselprojekte aus 2024 fortgesetzt.

Zu den kurz- und mittelfristig angelegten Forschungsthemen gehört die kontinuierliche Entwicklung des internen Informationssystems zur Unterstützung des Handels. Zu den langfristig angelegten Forschungsthemen zählen die kontinuierliche Entwicklung des internen Informationssystems zur Unterstützung des Handels sowie die Entwicklung und fortwährende Integration neuer Tools im Bereich des Finanzwesens und zum besseren Informationsfluss im Rahmen der gesamten Gruppe.

Die Gesamtaufwendungen für F&E der Apelby a.s. betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 189), die Investitionen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Zum 31. Dezember 2023 waren im Bereich F&E 2 Mitarbeiter (Vorjahr: 4 Mitarbeiter) beschäftigt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. 1

Nach der Schätzung des Branchenverbands Bitkom von Januar 2024 ist der Gesamtumsatz der Telekommunikationsbranche in Deutschland im Berichtsjahr auf 72,8 Mrd. € und damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 % angestiegen. Im Einzelnen betrug der Umsatzanstieg im Bereich der Telekommunikationsausrüstung 4,4 % und bei den Telekommunikationsdiensten 1,9 %. Umsätze durch Telekommunikationsendgeräte waren um 0,7 % rückläufig. 2

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
2 https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt

2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Geschäftsverlauf

2023 2022
T€ T€
Gesamtumsatzerlöse 91.615 107.637
Jahresergebnis 35 48
Bilanzsumme 8.538 9.362

Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft im Jahr 2023 war durch einen Rückgang der Umsatzerlöse von 14,9 % geprägt. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen. Insbesondere die Abnahme der Reisen ins Ausland und der damit einhergehenden Reduzierung von Telefonminuten in ausländischen Netzen im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie, hat sich auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt. Die Materialaufwendungen erhöhten sich leicht überproportional zu den Umsatzerlösen um 15,8 %.

Das Jahresergebnis verminderte sich infolge der geringeren Geschäftstätigkeit von TEUR 48 auf TEUR 35.

Ertragslage und finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis herangezogen. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz von TEUR 120.000 bis TEUR 125.000 prognostiziert. Im Geschäftsjahr 2023 sanken die Umsatzerlöse auf TEUR 91.615 (Vorjahr: TEUR 107.637). Die im Vorjahr getroffene Prognose wurde somit nicht erreicht.

Neben den Umsatzerlösen zieht die Gesellschaft für Zwecke der Berichterstattung ebenfalls das Jahresergebnis heran. Der Jahresüberschuss von TEUR 35 liegt um TEUR 13 oberhalb des Vorjahresniveaus von TEUR 48. Der Prognose des Vorjahres eines Anstiegs des Jahresergebnisses wurde somit auch nicht erreicht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit TEUR 1.276 um TEUR 1.997 deutlich unter dem Vorjahreswert (TEUR 3.273). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus im Vergleich zum Vorjahr geringeren Erträgen aus der Währungsumrechnung.

Die Materialaufwendungen verminderten sich um 15,8 % bzw. TEUR 16.570 auf TEUR 88.268 (Vorjahr: TEUR 104.838). Dadurch verminderte sich die Materialintensität leicht auf 96,3 % (Vorjahr: 97,4 %).

Personalaufwendungen erhöhten sich geringfügig um TEUR 20 auf TEUR 242 (Vorjahr: TEUR 222).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens liegen mit TEUR 188 unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: TEUR 438).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um TEUR 1.205 auf TEUR 4.159 (Vorjahr: TEUR 5.363). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag verminderten sich ergebnisbedingt um TEUR 3 auf TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 22).

Finanzlage

Der Bestand der Finanzmittel ist im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 728 (Vorjahr: 673) angestiegen.

Mindernd auf den Bestand der Finanzmittel hat sich der Rückgang der Verbindlichkeiten, hier insbesondere im Bereich der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, ausgewirkt. Der Rückgang der Forderungen wirkte sich erhöhend auf den Finanzmittelbestand aus.

Die für die laufende Geschäfts- und Investitionstätigkeit benötigten Finanzmittel wurden durch Innenfinanzierung und Konzernfinanzierung gedeckt. Die Liquidität der Gesellschaft ist damit mittelfristig und langfristig sichergestellt.

Vermögenslage

Der Rückgang der Bilanzsumme um TEUR 824 auf TEUR 9.362 (Vorjahr: TEUR 9.362) resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus den Forderungen und aus dem Anlagevermögen, gegenläufig wirkte die Erhöhung der Liquiden Mittel.

Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens am Gesamtvermögen, das immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen umfasst, hat sich auf 1,8 % (Vorjahr: 3,7%) reduziert. Entsprechend gegenläufig ist der Anteil des mittel- und kurzfristig gebundenen Vermögens mit 98,2 % (Vorjahr: 96,3 %) gestiegen.

Das Anlagevermögen verminderte sich um die planmäßigen Abschreibungen. Zugänge und Abgänge waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit TEUR 2.634 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 4.062). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die im Vorjahresvergleich geringere Geschäftstätigkeit, insbesondere im vierten Quartal, zurückzuführen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert (TEUR 2.013; Vj. TEUR 2.628).

Die sonstigen Vermögensgegenstände verminderten sich, im Wesentlichen bedingt durch im Vorjahresvergleich geringere Vorsteueransprüche, um TEUR 378 auf TEUR 1.272.

Bezüglich der Entwicklung der Liquiden Mittel verweisen wir auf unsere Ausführungen zur Finanzlage.

Auf der Passivseite resultiert der Rückgang der Bilanzsumme im Wesentlichen aus dem der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und den sonstigen Verbindlichkeiten, gegenläufig erhöhte sich das Eigenkapital.

Das Eigenkapital erhöhte sich um den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 35. Bei einer leicht gesunkenen Bilanzsumme erhöhte sich der Anteil des Eigenkapitals von 13,8 % auf 15,6 %.

Die Summe der Verbindlichkeiten sank um 10,8 % bzw. TEUR 861 auf TEUR 7.124 (Vorjahr: TEUR 7.985). Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welche sich durch die Tilgung von Gesellschafterverbindlichkeiten um TEUR 579 auf TEUR 235 reduziert haben.

Gesamtbeurteilung der Lage des Unternehmens

Die Geschäftsführung ist mit der Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden.

3. Risikomanagement

Die Gesellschaft ist in das konzerneinheitliche Risikomanagementsystem der Apelby Gruppe eingebunden. Das Risikomanagementsystem hat die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erkennen und angemessen zu kommunizieren. Als integriertes laufendes Führungs- und Steuerungswerkzeug schafft es die Entscheidungsgrundlagen dafür, auftretende Risiken bewusst zu akzeptieren oder durch das Ergreifen von Gegenmaßnahmen abzuwenden bzw. ihre möglichen Auswirkungen zu minimieren.

Es wurden im Zuge der Risikofrüherkennung für die kommenden 12 Monate keine wesentlichen bestandsgefährdenden Risiken für die Apelby GmbH festgestellt. Insgesamt hat sich die Risikosituation im Verlauf des Geschäftsjahrs auch nicht verschlechtert.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Apelby GmbH enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen, Erwartungen und Ansichten und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.

4.1 Prognosebericht

Die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 unterliegt weltweit wie bereits im Geschäftsjahr weiterhin Unsicherheiten aufgrund der militärischen Auseinandersetzung in der Ukraine.

Die durch das ifo Institut am 6. März 2024 veröffentlichten Konjunkturprognose geht von einem nur sehr geringen Anstieg (0,2 %) des Bruttoinlandsproduktes in 2024 aus.

Die globalen Wachstumsaussichten dagegen sind etwas positiver. In seiner Konjunkturprognose von Januar 2024 geht der Internationale Währungsfonds (IWF) davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2024 um 3,1 % wachsen wird. Straffere Finanzierungsbedingungen, schwaches Handelswachstum und ein gesunkenes Geschäfts- und Verbrauchervertrauen belasten die Konjunkturaussichten. Zudem tragen erhöhte geopolitische Spannungen zu einer gesteigerten Unsicherheit über die konjunkturellen Aussichten bei. Trotz dieser Entwicklungen erwarten für unsere Kernmärkte für das Gesamtjahr 2024 ein moderates Wachstum.

Der Branchenverband bitkom prognostiziert im Januar 2024 ein leichtes Umsatzwachstum für den Telekommunikationsmarkt für das Jahr 2024 von 1,0 %.

Für das Jahr 2024 erwarten wir eine im Vorjahresvergleich konstante Entwicklung der Umsatzerlöse sowie einen geringen Anstieg des Jahresergebnisses.

4.2 Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat die schwerwiegendsten finanziellen Risiken eingeschätzt und hält Steuerrisiken und IT-Risiken für die Hauptrisiken der Gesellschaft.

Steuerrisiken:

Steuerliche Risiken bestehen aufgrund von Handel- und Dienstleitungsvereinbarungen mit verbundenen Unternehmen (Transferpreisrisiko) sowie aus noch nicht durchgeführten Betriebsprüfungen. Aus unserer Sicht ist hier nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung keine Rückstellung zu bilden, da alle Geschäftsbeziehungen zu fremdüblichen Konditionen durchgeführt wurden.

IT-Risiken:

Die operative und strategische Steuerung sowie der Betriebsablauf der Apelby sind maßgeblich abhängig von einer komplexen Informationstechnologie und Netzinfrastruktur, die beständig ausgebaut und modernisiert werden. Ausfälle der aktuellen und auch der zukünftigen technischen Infrastruktur sowie der Internet-Anbindung von Systemen und Produkten sind nicht vollständig auszuschließen und könnten im Einzelfall zu einem Umsatzausfall oder zu Kostensteigerungen führen. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der Systeme und Internet-Anbindungen werden durch den Einsatz qualifizierter konzerninterner und externer Experten sowie durch diverse technologische Sicherungsmaßnahmen gewährleistet.

Sollte die Apelby nicht rechtzeitig in der Lage sein, zukünftige technologische Entwicklungen zu nutzen oder andere Verbesserungen der IT-Infrastruktur vorzunehmen, kann dies negative Auswirkungen auf die Nachfrage angebotener Dienstleistungen der Gesellschaft haben.

Als Ergebnis der Auswertung unserer internen Risikobetrachtungen sind keine konkreten Risiken erkennbar, die über das latent vorhandene unternehmerische Risiko und das branchenübliche Risiko hinausgehen. Insbesondere sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten.

Gesamtwirtschaftliche Risiken können sich durch eine Abschwächung der Konjunktur ergeben, die Auswirkungen auf die Unternehmensentwicklung haben können. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine mit einhergehenden Sanktionen der EU kann negative Implikationen auf die Weiterentwicklung der Gesellschaft haben. Insbesondere die Energiekosten, die sich nicht nur auf die Energiepreise selbst, sondern auch auf das Preislevel von Reisen und damit die Reisetätigkeit auswirken können.

Wesentliche Chancen und Strategien stellen daneben die Verknüpfung von globalen Betreibergruppen, die Erhöhung der Standfläche, die Erhöhung des Automatisierungsgrades, die Rolle des globalen Tier-2-Großhändlers sowie eine noch stärkere Fokussierung auf die Beziehungen zu Schlüsselkunden dar.

4.3 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den bestehenden Finanzinstrumenten der Gesellschaft gehören im Wesentlichen die Forderungen und Verbindlichkeiten, insbesondere die Verbindlichkeiten innerhalb der Apelby Gruppe. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Die Gesellschaft finanziert sich durch eigene Mittel.

Das Ausfallrisiko der Forderungen durch mögliche Insolvenzen von Kunden wird durch eine regelmäßige Überwachung des Forderungsbestands gemindert. Darüber hinaus bestehen aufgrund des Geschäftsmodells der Gesellschaft und der damit verbundenen möglichen Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten geringe Ausfallrisiken.

Währungsrisiken werden im Rahmen des Risikomanagements überwacht und gesteuert.

Die Gesellschaft setzt keine Sicherungsgeschäfte ein.

 

Düsseldorf, den 7. Juni 2024

Emil Kovac

Jan Dubsky

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Apelby GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Apelby GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Apelby GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 7. Juni 2024

KNAUF & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Düsseldorf)

Robert Knauf, Wirtschaftsprüfer

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